„Viele Frauen realisieren gar nicht, dass sie benachteiligt sind“

Ich finde es ja immer wieder faszinierend, wie Feministinnen sich alles schön denken können. Da ist auf der eine Seite ihrer Theorie und Denkweise eine Rape Culture, die Männer haben alle Macht, Frauen verdienen bedeutend weniger, Frauen sind überall unterrepräsentiert und die einzige Rettung wären mehr Frauen. Es kommt aber anders und bei den Wahlen landen weniger Frauen im Bundestag als vorher.

Was kommt:

Frauen realisieren nicht, dass sie benachteiligt sind, leben aber mit der stärksten annehmbaren Benachteiligung, aus der die Wichtigkeit des Feminismus folgt.

Für mich passt das nicht zusammen.

Der hier angesprochene Umstand, dass Frauen eben auch gerade keine Frauen gewählt haben, obwohl sie das sehr leicht konnten, kommt quasi nicht vor. Und wenn dann nur über den Umweg des internalisierten Sexismus bei dem die Frau für das Kreuz, welches sie setzt, nicht verantwortlich ist.

Die entmündigte Frau, die keine Verantwortung trägt ist eine starke Figur im Feminismus.

Sie ist gleichzeitig natürlich für unternehmerische Verantwortung in Führungspositionen jederzeit geeignet und es ist sexistisch sie nicht aufzustellen.

90 Gedanken zu “„Viele Frauen realisieren gar nicht, dass sie benachteiligt sind“

  1. (Wieder) rund 70 % männliche Parlamentarier und Ihr meint, es würde keine Politik für Männer gemacht (werden) respektive es bräuchte (weiter) dezidiert Männerrechtliches Engagement. Erklärt das doch mal irgendwie, Ihr Hübschen.

    • https://allesevolution.wordpress.com/2015/04/30/frauen-die-manner-als-vertreter-von-fraueninteressen-wahlen/

      In einer sehr einseitigen Sicht der Dinge bedeuten Männer an der Spitze, dass Fraueninteressen nicht hinreichend berücksichtigt werden und nur Frauen tatsächliche Vertreter von Fraueninteressen sein können.

      Es erscheint wahrscheinlich unserem auf Gruppenzugehörigkeit ausgerichteten Denken auch verständlich, dass jemand aus der eigenen Gruppe eher auf der gleichen Linie liegt und die eigenen Interessen insofern im Auge hat.

      Das ist jedoch ein Denken, dass so nicht stimmen muss: Denn Gruppen nach Geschlecht sind sehr groß und sehr heterogen, einzelne Mitglieder der Gruppe können weitaus mehr davon haben, die Interessen des anderen Geschlechts zu vertreten,

      Dies ist eben bereits dann der Fall, wenn ihm persönlich die Förderung der Interessen mehr bringt als die Förderung des anderen Geschlechts, was bei einem Politiker sehr schnell der Fall sein kann: Vorteile, die persönlich aus dem Einsatz für Männerinteressen haben kann, können sehr klein ein, gerade weil die Erfolgsaussichten ungewiss sind. Ein Einsetzen für Fraueninteressen kann ihm hingegen, da es mehr weibliche Wähler gibt, einen guten Posten bringen, der sich direkt auszahlt.

      Hinzu kommt, dass Frauen als Vertreter auf diesem Bereich weitaus weniger machen müssen – sie gelten eben bereits als Frauenfreundlich, da Frauen, wohingegen viele Männer dies eher noch zusätzlich beweisen wollen. Zudem wirkt es dann nicht als schlichtes Herausholen von Interessen, die gut für einen selbst sind, sondern es kann eben als Einsetzen für Schwache und Hilfsbedürftige geframt werden.

      Frauen zu helfen und zu unterstützen bedient zudem eben auch viele Rollenklischees, etwa der Gentleman oder der Ritter, der für die Gunst der Dame kämpft oder schlichter gesagt: Der Beschützer.

      Zudem könnte eine erfolgreiche Politikerin vielleicht auch eine für viele Frauen ungünstigere Position haben: Es bringt einer Hausfrau nicht, wenn Karrieren von Frauen gefördert werden. Da kann es für sie günstiger sein, einen Mann zu wählen, der konservative Rollen fördert statt sie auflösen zu wollen.

      Insoweit muss aus dem Umstand, dass es mehr männliche Politiker gibt nicht folgen, dass Fraueninteressen nicht vertreten sind.

      Ein anderer Weg wäre in die Wahlprogramme zu schauen.
      https://allesevolution.wordpress.com/tag/bundestagswahl-2017/

      Ein einfacher Weg:
      Lade sie dir runter, suche nach den folgenden Wörtern: Frauen, Männer, Mütter, Väter
      Dann schaust du, wie oft sie jeweils angezeigt werden

      • Wann hast Du zuletzt betont, dass es Männern mehr bringen könnte Frauen zu wählen, weil die in der jüngsten Vergangenheit schon bewiesen haben, dass sie (punktuell) mehr für Männer leisten?

          • Dezidiert Personen wählst Du aber nur mit der Erststimme. In meinem Wahlbezirk stand genau eine Frau zur Auswahl von der Partei „Freie Wähler“ (also aussichtslos). Da hab ich mich für den Kandidaten der Linken entschieden, obwohl es sich dabei um einen älteren Rechtsanwalt (!) handelte, weil sein Hauptthema mit sozialer Wohnungsbau etc. ausgegeben wurde (natürlich hat er das Direktmandat nicht gewonnen, das war mir aber auch schon vorher klar).

          • „Für dich war also das Geschlecht erste Entscheidungsgrundlage für deine Wahl?“

            Semi fühlt sich von einer Frauke Petry oder einer Alice Weigel besser vertreten als von einem Martin Schutz … oder so! 🙂

        • Wenn du mir die Feministin zeigst, die sich auch für Männer stark macht (und zwar ohne „toxic masculinity“ und ähnliches victim blaming), dann wähle ich die vielleicht auch.

      • Ich wäre im Prinzip durchaus gewillt gewesen, eine Frau zu wählen – es kommt aber halt schon drauf an, in welcher Partei sie ist. Eine FDP- (oder afD-)Kandidatin hätte meine Stimme sicher nicht erhalten – eine von CDU, SPD oder den Grünen hingegen schon (bevorzugt vor dem Linke-Politiker).

    • (Wieder) rund 70 % männliche Parlamentarier

      Sehr gut! Das entspricht in etwa dem männlichen Anteil am Bruttosozialprodukt. Also alles in Ordnung.

          • Hast du etwa etwas anderes erwartet. Ich wohne in Berlin und fahre oft S-Bahn. Wenn ein männlicher Penner kommt, dann bekommt er fast nie Geld aber bei weiblichen Pennern gibts extrem oft welches, vor allem wenn sie einigermaßen aussehen.
            Mach dir nix vor – Männer hassen andere Männer und würden einem Konkurrenten nie helfen wenn sie nicht selbst etwas davon haben.
            Deswegen liegt unsere Rettung auch nicht bei irgendwelchen Männerrechtlern, sondern nur im Rückzug als MGTOW.

          • „Männer hassen andere Männer und würden einem Konkurrenten nie helfen“

            dagegen spricht eine erhöhte Kooperationsbereitschaft unter Männern….

          • „dagegen spricht eine erhöhte Kooperationsbereitschaft unter Männern….“
            Nur wenn Männer einen Vorteil für sich sehen. Nicht aus altruistischen Motiven.

          • „Aber „Männer hassen andere Männer“ trifft nur auf Feministen zu.“
            Wenn deine Freundin fremdgeht und du sie mit einem anderen Mann im Bett erwischst, dann haust du üblicherweise nicht deiner fremdgehenden Freundin eine rein, sondern dem Mann der vermutlich nicht einmal wusste, dass sie einen Partner hat und der dir gegenüber auch gar keine Verpflichtungen hat.
            Deswegen – Männer hassen Männer.

    • „Erklärt das doch mal irgendwie, Ihr Hübschen.“

      WTF???

      Die sind halt so gewählt worden.

      Ein direktes Wahlrecht wäre übrigens auch nicht besser. Dass Frauen an sich dabei benachteiligt würden, ist eine lächerliche Behauptung.

    • „Erklärt das doch mal irgendwie, Ihr Hübschen.“

      Frauen wurden überall gefragt, ob sie mitmachen wollen. Es gibt sogar Parteien, die explizit Frauen massiv bevorzugen und ihnen jegliche männliche Konkurrenz aus dem Weg räumen, wie die Grünen. Trotzdem gibt es da nur 38% Frauen und man muss sie extra betteln, um sich als Kandidatin aufstellen zu lassen. Erkläre das doch mal irgendwie, du Hübsche.

      Und auch bei SPD und gerade der Linken lässt man gerne Frauen vor und schreibt sich den Feminismus auf die Fahne. Trotzdem sind da Frauen in der Minderheit.

      Also selbst wenn man(n) vorwegrennt und den Damen der Schöpfung alle Steine aus dem Wege räumt, ihnen es so angenehm und leicht wie möglich macht, sie beschützt und ihnen extra Rechte einräumt, wie bei den Grünen, und sie von jeglicher Konkurrenz befreit, selbst dann kriegen die ihren Arsch nicht hoch.

      Es gibt dafür eine einfache Erklärung: Frauen wollen nicht, sie lassen lieber die Männer vor. Es gibt kein Patriarchat, welches Frauen von irgendo abhält, das sind alles die Frauen selber.

      • Was glaubst Du denn, warum sich Männer so viel häufiger als Frauen die nötigen Kompetenzen zutrauen?

        Ich für mich kann z.B. sagen, ich käm wohl nicht mit dem (Termin-)druck klar – und insbesondere auch den vielen Menschen. Das würd mich ruck zuck fertig machen. Schon einem Hörsaal als einer von ca. 1000 Studenten anzugehören war jenseits des auf Dauer erträglichen für mich, geschweige denn, dass ich vorne stehen und noch was vernünftiges reden könnte.
        Aja, vielleicht könnt ichs schon, auch Alles nur Trainingssache… aber ich war schon in der Theater AG am liebsten die Souffleuse…

          • „Das ist ein anderes Thema.“

            Es ist dieselbe Frage von der anderen Seite aus angegangen.

            Schau: die meisten, die sich (erstmals) als Kandidaten aufstellen lassen, dürften vollzeitangestellte Familienväter sein. Warum haben die überhaupt die (zeitlichen) Ressourcen für politische Arbeit?

            Dem (letzten oder vorletzten?) Bundestag gehörte z.B. nur eine einzige Frau an, die als vorherigen Beruf „Hausfrau“ angab, und einst zog für die Linke auch ein/e Langzeitarbeiterlose/r ins Parlament ein… ich halte es nicht für vermessen zu behaupten, dass die Entscheidung, sich zur Wahl zu stellen, zunächst mal eine Frage des Selbstbewusstseins ist. Und DARAN mangelt es Frauen tendenziell eher als Männern. Nur warum?

          • „Schau: die meisten, die sich (erstmals) als Kandidaten aufstellen lassen, dürften vollzeitangestellte Familienväter sein. Warum haben die überhaupt die (zeitlichen) Ressourcen für politische Arbeit?“

            Weil Frauen immer noch hauptsächlich für die Kinder da sein *wollen*. Das hat sich nach wie vor nicht geändert, im Gegenteil, es wird eher wieder mehr. Und das schreiben sogar so feministische Schundblätter wie die „editionF“.
            https://editionf.com/Haufrauen-Comeback

            (Und auch dort wieder wird verlangt, dass sich andere für die Frauen ändern, dieses mal die Arbeitgeber, die ihre Arbeitszeiten den Wünschen der Frauen anpassen sollen.)

            Übrigens haben in der DDR viel mehr Frauen gearbeitet. Das lag aber nicht daran, dass es in der DDR eine kostenlose Ganztagsbetreuung für Kinder gab, sondern daran, dass in der DDR eine verfassungsmäßig festgeschriebene Arbeitspflicht gab und Frauen gar nicht zu Hause bleiben *durften* selbst wenn sie es wollten.
            https://de.wikipedia.org/wiki/Arbeitshaus#DDR
            Wenn die Kinder aber zB krank waren, waren es auch wieder hauptsächlich die Frauen, die zu Hause blieben.

          • „Schau: die meisten, die sich (erstmals) als Kandidaten aufstellen lassen, dürften vollzeitangestellte Familienväter sein. Warum haben die überhaupt die (zeitlichen) Ressourcen für politische Arbeit?“

            Haben sie nicht. Du stellst eine Behauptung auf und argumentierst dann darauf, obwohl die Behauptung unbelegt bleibt.

            Nehmen wir exemplarisch (ich habe nichts zusammenfassendes gefunden):
            https://www.bundeswahlleiter.de/bundestagswahlen/2017/wahlbewerber/bund-99/land-4/wahlkreis-54.html
            „Direktkandidatinnen und Direktkandidaten – Bremen 1“

            SPD – (eine Frau) eine Politikwissenschaftler-Trulla die eine Parteikarriere anstrebt und vermutlich von Parteiaufträgen lebt

            CDU – (eine Frau) MdB und Staatsrätin im Rentenalter

            Grüne – (eine Frau) Ärztin (selbstständig)

            Die Linke – (ein Mann) Mediengestalter (vermutlich arbeitslos oder freischaffend)

            AfD – (eine Frau) Betreuerin (vermutlich Teilzeit)

            FDP – (eine Frau) Dipl. Kauffrau (selbstständig? arbeitslos? Teilzeit?)

            MLDP – (ein Mann) Dreher (in Rente)

            Von sieben Direktkandidaten sind 5 Frauen und zwei Männer, davon ein Mann in Rente, der andere in einem prekären Niedrigeinkommensbereich (ich habe einen Bruder der Mediengestalter ist, schwierige Branche).

            Das war nur die erste Liste die ich gefunden habe. Vielleicht hast du ja bessere Daten oder Listen die mehr deinem Eindruck entsprechen, dann her damit!

          • „Weil Frauen immer noch hauptsächlich für die Kinder da sein *wollen*. Das hat sich nach wie vor nicht geändert, im Gegenteil, es wird eher wieder mehr.“

            Ist Dir klar, dass sich das ummünzen ließe in die Aussage, dass Männer eben für ihre Kinder nicht dasein *wollten*?

            „Übrigens haben in der DDR viel mehr Frauen gearbeitet. Das lag aber nicht daran, dass es in der DDR eine kostenlose Ganztagsbetreuung für Kinder gab, sondern daran, dass in der DDR eine verfassungsmäßig festgeschriebene Arbeitspflicht gab und Frauen gar nicht zu Hause bleiben *durften* selbst wenn sie es wollten.“

            Es gab auch da Ausnahmen (wenn auch wenige). Die Mutter der Kanzlerin z.B. war Hausfrau, da sie in ihrem Beruf (Lehrerin) nicht arbeiten durfte – weil ihr Mann Pastor war.

            „Haben sie nicht. Du stellst eine Behauptung auf und argumentierst dann darauf, obwohl die Behauptung unbelegt bleibt.“

            Nachdem ich mir nun ein paar Zahlen angeschaut habe, würd ich schon festhalten, dass Menschen in der „rush hour des Lebens“ (roundabout bis 40) ganz generell eher wenig Zeit für Politik zu haben scheinen. Es ist aber nicht so, als hätt ich jetzt gar nichts gefunden, was meine Äußerung stützte:

            „Die Studie „Frauen führen Kommunen“ hat Bürgermeisterinnen und Bürgermeister zu den möglichen Gründen dafür befragt, warum der Anteil von Bürgermeisterinnen in Deutschland nur bei 9,2 % liegt.
            Sowohl Frauen als auch Männer vermuteten in der schwierigen Vereinbarkeit von parteipolitischem Engagement mit Beruf und Familie den Hauptgrund für die schlechte Repräsentanz von Frauen in Parteien. Die Forscherinnen kamen außerdem zu dem Schluss, dass Frauen erst dann intensiv in die Kommunalpolitik einsteigen, wenn ihre Kinder dem schulpflichtigen Alter entwachsen sind.
            Für Frauen ist Kommunalpolitik und Kindererziehung also nur im zeitlichen Nacheinander möglich, für Männer dagegen gleichzeitig.

            Der spätere Einstieg resultiert dann auch in reduzierten Karrierechancen. Da parteipolitisches Engagement ebenso wie Kommunalpolitik „vor Ort“ stattfindet und in Einklang mit Beruf und Familie gebracht werden muss, lässt sich dieser Befund vermutlich auch auf das parteipolitische Engagement (und das innerparteiliche Vorankommen) von Frauen übertragen. Ortsvereinssitzungen und Koordinierungstreffen von ehrenamtlichen Parteigremien finden in der Regel abends statt, es gilt nach wie vor das Präsenzprinzip. Diese Art von Versammlungspraxis ist für Frauen häufig nicht machbar, da sie ihre Zeit durch Mehrfachbelastung in Beruf und Familie anders planen und einsetzen. Oft empfinden Frauen die Sitzungspraxis in Parteigliederungen und politischen Gremien als Zeitverschwendung und würden sich effizientere Sitzungen wünschen.“

            https://gutvertreten.boell.de/sites/default/files/pb2-frauen_in_parteien.pdf

          • „Ist Dir klar, dass sich das ummünzen ließe in die Aussage, dass Männer eben für ihre Kinder nicht dasein *wollten*?“

            Nö, kann man nicht, jedenfalls nicht ohne etwas zu unterstellen, was nicht gesagt wurde. Männer wollen auch für ihre Kinder da sein, aber anders. Männer wollen ihren Familien ein gutes Einkommen sichern und den Kindern ein gutes Leben ermöglichen. Männer und Frauen wollen hier das gleiche, aber unter unterschiedlichen Gesichtspunkten.

            „Es gab auch da Ausnahmen (wenn auch wenige). Die Mutter der Kanzlerin z.B. war Hausfrau, da sie in ihrem Beruf (Lehrerin) nicht arbeiten durfte – weil ihr Mann Pastor war.“

            Jo ich weiß war bei unserem Dorfpastor nicht anders. Und? Das widerlegt meine Aussage nicht, da die wenigsten Frauen Pastorengattinnen waren. Ausnahmen widerlegen nicht die Regel. Frauen mussten, genauso wie Männer, arbeiten. Es gab in der DDR effektiv keine Arbeitslosigkeit. Bei uns gab es eine Familie, die war als „Assi“ verschrien. Die wohnten in einem runtergekommenen Haus, der Mann war ständig besoffen und die Kinder waren dreckig und verlumpt in der Schule. Bei denen war regelmäßig die Polizei, weil die Eltern wiedermal nicht zur Arbeit gegangen sind, letztendlich haben sie den Mann zum Zwangsentzug geschleppt, er hat sich dann das Leben genommen. Arbeitsverweigerung wurde bei uns verfolgt, dafür gab es aber voll bezahltes Babyjahr für Frauen und kostenlose Ganztagsbetreuung für die Kinder, vom Kleinkind bis zur 10. Klasse. Wir hatten übrigens auch Frauen und Mädchen überall gleichberechtigt repräsentiert. Auf Spielzeug wie Stabilo-Baukästen (was zum Schrauben) waren Mädchen und Jungen abgebildet, in Schulbüchern gab es Traktorfahrerinnen, Wissenschaftlerinnen usw und in der staatlich geförderten Kunst des „sozialistischen Realismus“ gab es auch gleichberechtigte Repräsentationen. Frauen arbeiteten trotzdem in typischen Frauenberufen wie Pflege, Kindererziehung, Tierärztin, Sekretärin und es gab bei uns auch einen Pay-Gap, weil Angestellte etwas weniger verdienten als Arbeiter und Bauern, und Frauen häufiger Angestellte waren…

            https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/die-barbie-feministinnen

        • „… aber ich war schon in der Theater AG am liebsten die Souffleuse…“

          Jetzt hast Du’s also doch noch geschafft! Ich hab‘ Dich richtig lieb.

          Bitte, mehr davon! Unbedingt. Du hast es einfach drauf!

        • Äh, das ist deine Antwort? Frauen „kommen mit dem Druck nicht klar“, und vor Leuten sprechen würde sie „fertig machen“? Echt jetzt?
          Hätte das ein Mann geschrieben, hätte es jetzt wieder gehießen: „bei Christian schreiben ja nur Frauenfeinde!“
          Ich dachte, Frauen können alles was Männer können, vielleicht sogar besser. Und jetzt kommst du mit sowas? Das ist echt geil. Und gleichzeitig forderst du, man sollte die Sitze der Männer zu Gunsten der Frauen beschränken? Weil sie nicht so gut wie Männer klar kommen?

          „aber ich war schon in der Theater AG am liebsten die Souffleuse…“
          aha lol qed

          • „Frauen „kommen mit dem Druck nicht klar“, und vor Leuten sprechen würde sie „fertig machen“?“

            Nicht Frauen an sich, sondern ich. Die Frage richtet sich im Grunde ja auch (mehr oder minder vorwurfsvoll) an jedes einzelne, politisch-interessierte, weibliche Wesen (und das bin ich sicher), oder nicht? Ein männlicher Wutbürger o.ä. steht doch deutlich weniger unter Zugzwang.

            „Und gleichzeitig forderst du, man sollte die Sitze der Männer zu Gunsten der Frauen beschränken? Weil sie nicht so gut wie Männer klar kommen?“

            Hauptsächlich, weil ich denke, wir finanzieren derzeit deutlich zu viele Abgeordnete (alle Ebenen zusammengenommen)… das siehst Du nicht so?

          • „Nicht Frauen an sich, sondern ich.“

            Ich hatte dich aber nach den Frauen generell gefrag, und du hast darauf mit persönlichen Eigenschaften geantwortet, also bin ich davon ausgegangen, dass du das auf Frauen generell projizierst.

            Also was ist denn nun, warum sind Frauen generell weniger interessiert an leitenden Positionen in der Politik (was sich sicherlich auf die Wirtschaft ebenfalls übertragen lässt)?

            Und warum sollen die Männer immer die Unfähigkeiten der Frauen ausbügeln bzw. als die Schuldigen an dem Phänomen herhalten? Warum fordern Feministen immer, dass Männer nie aber dass Frauen sich ändern sollen?

            „Hauptsächlich, weil ich denke, wir finanzieren derzeit deutlich zu viele Abgeordnete (alle Ebenen zusammengenommen)… das siehst Du nicht so?“

            Nö, sehe ich nicht so, ich fand das 5 Parteiensystem schon langweilig und die Behandlung von „Kleinparteien“ generell undemokratisch, und nicht nur wegen der 5%-Hürde sondern auch wie die Medien sie darstellen (die „Volksparteien“ bekommen ihre Wahlkampfveranstaltungen zur besten Sendezeit und die, welche in den Wahlergebnissen immer unter „Sonstige“ diskriminiert werden, kommen irgendwann spät abends mal ein-zwei Minütchen, die TV-Spielfilme/Serien und anderen Unterhaltungsshows werden im Wahlkampf dafür natürlich auch nicht unterbrochen).

            Soll heißen: Wir haben generell zu wenig Demokratie und unser Vertreter-des-kleineren-Übels-Wahlrecht ist generell nur halbgut.

        • “ warum sich Männer so viel häufiger als Frauen die nötigen Kompetenzen zutrauen“

          Hast du schon die Erklärung widerlegt, das Männer tatsächlich belastbarer und kompetenter sind?

          Wenn nicht, nimm das doch erst mal als Arbeitshypothese.

          • A komm… wir haben so viele geistige Tiefflieger in der Politikwelt…

            Belastbarer, raffgieriger, eingebildeter bzw. überheblicher sind Männer im Schnitt wahrscheinlich, aber (in Sozialfragen) kompetenter? Eher nicht.

          • Feminismus selbst ist der Beweis, dass Männer sich nicht mehr eich nicht mehr einbilden als Frauen.
            Auf der Einbildungsskala von 1 bis 10 liegt Feminismus bei 11.
            Auf der Soziale-Kompetenz-Skala übrigens bei 1
            Stimmt also nicht, was du da schreibst.

          • „Belastbarer, raffgieriger, eingebildeter bzw. überheblicher sind Männer im Schnitt wahrscheinlich, aber (in Sozialfragen) kompetenter? Eher nicht.“

            Citation needed.

        • Als ich noch bei der SPD war, haben wir verzweifelt nach weiblichen Kandidaten gesucht; es haben sich nie soviele gemeldet, wie das Statut vorsah. Problem ist eben (bei den großen Parteien zumindest), dass man nicht gleich aus dem Stand Abgeordnete werden kann, sondern die große Tour machen muss über lange Zeit, vom Ortsverein über den Stadtrat und den landtag in den Bundestag. Das ist ziemlich mühselig und Frauen haben darauf keinen Bock.

          • Das dürfte nahezu überall so sein. Ich war ehrenamtlich im Vorstand (8 Personen, davon 1 Frau) einer sozialen Einrichtung. Da ich dort mit Abstand der Jüngste war und viele Vorstandsmitglieder schon sehr alt, suchten diese verzweifelt Nachfolger für sich. Da hätte jede Frau völlig unproblematisch in den Vorstand aufrücken können. Doch selbst wenn man denen erzählt, dass die Arbeit bzw. vor allen alle unangenehmeren Tätigkeiten (wie Verhandlungen mit der Stadt) die anderen machen werden und sie sich völlig frei ihre Tätigkeiten wählen darf oder auch gar nichts macht, außer bei Abstimmungen ihre Ansichten mit einbringt, selbst dann ist keine Frau zu finden.

            Jetzt bin ich ehrenamtlich im Vorstand der örtlichen Berufsträgervereinigung (3 Personen). Dort das gleiche Problem. Wir mussten förmlichst eine Kollegin anbetteln und ihr hoch und heilig schwören, dass sie im Vorstand keine Aufgaben übernehmen braucht und sämtliche Arbeit von uns anderen beiden übernommen wird, damit sie überhaupt nur überredet werden konnte, sich zur Wahl zu stellen (was ebenfalls ein Selbstgänger ist, weil wir anderen beiden sie ja ausdrücklich vorgeschlagen haben und Menschen halt Lemminge sind bzw. alles wählen würden, was der bisherige Vorstand vorschlägt, zumindest dann, wenn man mit dem zufrieden war).

            Man muss Frauen geradezu überreden und hunderte rote Teppiche ausrollen, damit sie auch nur auf die Idee kommen, sich zu engagieren bzw. auf diese Art sich im Ort einen Namen zu machen bzw. Networking zu betreiben und beruflich nach vorne zu kommen.

          • @xyz:

            Ging mir mal in einem Verein so (mit überwiegend Frauen), die Frau vor mir gab die Sache auf, weil viel Arbeit und Intrigen und keinerlei Dank… und ich habe nicht schnell genug nein gesagt, naiv wie ich war. Ein hysterischer Weiberstall, wie er im Buche steht. Ich hätte die Hinweise meiner Vorgängerin, dass es vor allem um „Vermittlungsarbeit“ geht, ernster nehmen sollen. Ich konnte mir das gar nicht vorstellen. Verständlich, dass keine dieser Sirenen selbst im Fokus stehen wollte, nur war ich, jung und männlich, nicht ansatzweise in der Lage, die mir zugedachte Rolle zu spielen.

            Sehr lehrreich für mich, nach einem Jahr, habe ich hingeworfen (und danach machte es wieder ein Mann). Es war einfach unerträglich.

    • @Semikolon

      rund 70 % männliche Parlamentarier und Ihr meint, es würde keine Politik für Männer gemacht (werden) respektive es bräuchte (weiter) dezidiert Männerrechtliches Engagement. Erklärt das doch mal irgendwie, Ihr Hübschen.

      Missverständnis, liebes Fräulein Semikolon. Männer im Parlament: ja; Politik für Männer: nein.

      Sondern Politik für das Kapital, meine Gute. Das Kapital ist so geschlechtsblind wie du dir nur wünschen könntest.

  2. Merkel ist doch eine Frau, oder?. Und Frauen haben CDU gewählt.

    Lustiger ist doch das was DDBZ gepostet hat. Frauen die nicht „richtig“ gewählt haben, wurden ja vielleicht von ihren Männern dazu gezwungen. Frauen können einfach keine Verantwortung tragen. Geht nicht. Ist eine Naturgesetz oder so.

  3. Angesichts unseres immer aufgeblaseneren Bundestags – dem gleichzeitig immer weniger Befugnisse zukommen – wäre es doch eine feine, Art. 3 GG entsprechende Maßnahme, wenn man die Anzahl der männlichen Parlamentarier auf den Umfang der weiblichen begrenzen würde. Dann hätten wir mit einem Schlag keine 700+ Abgeordnete mehr zu versorgen, sondern nurnoch 420 oder 430 oder sowas.
    Diese Idee müsste doch allgemeine Begeisterung auslösen können, nich?

    • Wie wäre es mit paritätischen Kandidatenlisten (abwechselnd Männer u. Frauen) und Abschaffung der Direktmandate?
      Dann gäbe es auch nie wieder Überhangmandate…

      • Ich glaube schon, dass – weil das Wahlvolk ja sonst keinerlei Einfluss auf die Auswahl des politischen Personals nehmen kann – die Direktmandate einen grundsätzlichen Sinn haben. Wenn der CSU-Spitzenkandidat nicht direkt gewählt wurde, ist das an sich schon ein deutliches Signal…

        • „Ich glaube schon, dass – weil das Wahlvolk ja sonst keinerlei Einfluss auf die Auswahl des politischen Personals nehmen kann – die Direktmandate einen grundsätzlichen Sinn haben.“

          Wer kennt schon wirklich die Abgeordneten? Das ist ALLES Augenwischerei!

          Wenn man Demokratie haben möchte, muss man über Themen abstimmen, nicht über Personen. Über Sachthemen kann man sich leichter informieren (oder enthalten) und man weiß, was man konkret tut. Eine Person kann immer ein trojanisches Pferd sein, ein Betrüger, Blender oder Opportunist…

          • Meinem Eindruck nach sind Bürgerentscheide sogar kommunal schon schwierig, das Wahlvolk (und da schließe ich mich ein) scheint für sein Geld zu erwarten, dass die Politikkaste auch zuverlässig die entsprechende Arbeit macht. Man kann sich doch auch unmöglich über jedes Thema informiert halten – das gelingt schon den Berufspolitikern mit ihrem Mitarbeiterstab nicht -, oftmals resultiert Interesse für ein Anliegen aus unmittelbarer, persönlicher Betroffenheit.

            Ich nehm mal als Beispiel eins unserer heißesten, lokalpolitischen Eisen: Erhalt oder Schließung des Hallenbads. Vor Jahren hatte man da zur Urne gebeten, ich bin dem Aufruf nicht gefolgt (die Wahlbeteiligung lag allgemein etwas über 15 %) und im Nachhinein empört über den (noch nicht endgültigen, aber höchstwahrscheinlichen) negativen Ausgang für dieses wertvolle Stück Infrastruktur. Das von der Stadt in Auftrag gegebene, technische Gutachten hab ich sogar gelesen, welches belegen sollte, dass eine Sanierung unverhältnismäßig teuer würde – hinterher.

            Und jetzt möchtest Du ein System installieren, bei dem ich mir im Prinzip für jede getroffene, politische Einzelentscheidung – auf kommunaler, auf Landes-, Bundes- oder supranationaler Ebene – direkte Mitschuld zu geben hätte? Na, ich weiß nicht…

            Nach der Einführung des BGEs könnten wir darüber reden. Vielleicht.

          • Vielleicht noch als Erklärung meiner Abstinenz hinterhergeschoben: für mich war das ein totaler no-brainer! Natürlich brauchen wir das Hallenbad – allein schon, um den Schwimmunterricht an den vielen Schulen drumrum zu gewährleisten. Ich konnte mir überhaupt nicht vorstellen, dass _die Mehrheit_ der Abstimmenden dagegen sein würde! Danach hab ich mir natürlich Gedanken gemacht, in wessen Interesse die Schließung liegt/lag, wer da (von der Gegenseite) mobil gemacht haben wird etc.
            Super ärgerlich, sowas…

          • @Semikolon

            Die Beteiligung an direkter Demokratie pendelt sich meist zwischen 20-50% ein. Je nach Thema. Das ist auch vollkommen i.O.

            „das Wahlvolk (und da schließe ich mich ein) scheint für sein Geld zu erwarten, dass die Politikkaste auch zuverlässig die entsprechende Arbeit macht“

            Dem liegt der Irrglaube zu Grunde, dass es sich bei Politik nur um eine Art Verwaltungsarbeit handelt. Politik ist aber immer Macht- und Umverteilungspolitik und Politiker agieren eben oft nicht im Sinne der Regierten (mir wäre es auch lieber, es wäre anders).

            „Man kann sich doch auch unmöglich über jedes Thema informiert halten“

            Man muss auch nicht zu jedem Thema abstimmen und auch nicht immer eine Abstimmung machen (muss sie aber über ein Begehren fordern können).

            „Und jetzt möchtest Du ein System installieren, bei dem ich mir im Prinzip für jede getroffene, politische Einzelentscheidung – auf kommunaler, auf Landes-, Bundes- oder supranationaler Ebene – direkte Mitschuld zu geben hätte? Na, ich weiß nicht…“

            Mit Verantwortung hast du es nicht so, oder? Du meckerst lieber. Eine Frau halt. Ich nehme mal an, dieses Eigentor dürfte dir gerade bewusst werden.

            „Nach der Einführung des BGEs könnten wir darüber reden. Vielleicht.“

            Also nie.

            „Natürlich brauchen wir das Hallenbad – allein schon, um den Schwimmunterricht an den vielen Schulen drumrum zu gewährleisten.“

            Und weil alle das so sehen, wird drüber abgestimmt? Abstimmungen gibt es heutzutage doch nur, wenn totale Uneinigkeit herrscht.

            Dagegen zu stimmen, kann, bei klammer Kassenlage, auch sinnvoll sein. Diese Möglichkeit scheint bei dir keine Rolle zu spielen?

          • Nur so: ich hab mich jetzt über den letzten Stand der Dinge bezüglich unseres Hallenbads informiert, festgestellt, dass die „neue“ Landesregierung schriftlich bestätigte, dass zusätzliche (bislang nicht vermerkte) Mittel bereitstünden, die bloß abgerufen werden müssten von der Stadt; die für ein weiteres Bürgerbegehren notwendige Unterschriftenanzahl beinah ums doppelte übertroffen wurde (und Leute wie ich sind noch nichtmal dabei!); dass unsere GroKo allerdings weiterhin stark mauert; und entschieden, dass ich zum nächsten Treffen der Interessensgemeinschaft auch mal hingehen werde.

            Das Schlimme an mir ist, dass ich meine Phantasie sobald ich mich mit einem Thema beschäftige (kurzfristig) kaum zügeln kann. Ich meinem Kopf skizziere ich also bereits ein (Umbau-)Konzept, mit dem ich den Bürgermeister von insbesondere auch der zu erreichenden Wirtschaftlichkeit der neuen Anlage überzeugen wollte… das hat was notorisches :/

        • [quote]Diese Idee müsste doch allgemeine Begeisterung auslösen können, nich?[/quote]
          Diskriminierung ist verfassungswidrig. „Du darfst nicht, weil Penis“, ist nun mal diskriminierend. Was soll es da zu Diskutieren geben?

          [quote]Wenn der CSU-Spitzenkandidat nicht direkt gewählt wurde, ist das an sich schon ein deutliches Signal…[/quote]
          Du kannst niemand direkt wählen, der nicht zur direkten Wahl aufgestellt wurde. Die CSU hat in Bayern [u]alle[/u] Direktmandate gewonnen. Das schwache Ergebnis bei den Zweitstimmen hat dazu geführt, dass Herrmann, trotz seiner Position 1 auf der Liste nicht zum Zug gekommen ist. Die CSU hat durch die Direktmandate mehr Plätze erhaltenen als es die Zweitstimmen erlauben. Das ist nebenbei auch der Hauptgrund für den aufgeblähten Bundestag. Ohne das Ergebnis in Bayern unter Einfluss des aktuellen Wahlrechts hätte es keine/weniger Ausgleichsmandate für z.B. die Grünen gegeben und damit noch weniger Frauen im Bundestag.

        • Semikolon, du widersprichst dich. Erst führst du aus, dass du der einzigen Frau in deinem Wahlkreis deine Stimme NICHT gegeben hast, weil sie keine Chance hat. Und dann sagst du, mit der Erststimme hätte man Einfluss auf die Personalien…
          Ich stamme aus dem Münsterland. Da ist die CDU das, was früher im Osten die SED war. In den ländlichen Wahlkreisen kann die CDU auch einfach N.N. auf den Wahlzettel schreiben. Das Direktmandat bekommen die trotzdem.

    • Warum sollte man irgendwas begrenzen? Und im GG steht nicht, dass man Frauen zu bevorzugen hat, nicht mal Gleichstellung. Du solltest Artikel 3 vielleicht auch mal lesen, da steht „gleichberechtigt“ und nicht „gleichgestellt“. Der Staat fördert die GleichBERECHTIGUNG der Geschlechter, nicht die GleichSTELLUNG.

      Frauen sind GleichBERECHTIGT, es gibt kein Gesetz und keine staatliche Paxis, die Frauen nicht die gleichen politischen Rechte einräumt wie Männern, im Gegenteil, der Staat bevorzugt Frauen sogar noch.

      Und übrings inst die freie und unabhängige Wahl ebenfalls ein Bestandteil des Grundgesetzes, und das gilt für das passive genauso wie das aktive Wahlrecht. Und das bedeutet nunmal, dass sich jeder, egal welchen Geschlechtes, zur Wahl aufstellen lassen kann und bei Erreichen der entsprechenden Prozente auch einen Sitz im Parlament bekommt.

      Und Frauen sind sogar leicht in der Mehrzahl bei rund 51% in Deutschland. Wenn alle Frauen also nur Frauen wählen würden, hätte der Bundestag eine Frauenquote von 51%. Tun sie aber nicht, im Gegenteil: Frauen haben sogar eine geringere Wahlbeteligung als Männer.

    • Noch eine bessere Idee – wir veranstalten einen Mathe- und Statistiktest und die Parlamentarier die ihn nicht bestehen fliegen raus. Damit werden wir sämtliche Geisteswissenschaftler auf einen Schlag los und bekommen statt dessen intelligente Menschen rein. Die Idee ist super und kommt natürlich von einem Mann.

  4. Was haben Tunesien, Bolivien, Serbien, Burundi gemeinsam?
    Mehr Frauen im Parlament als Deutschland.

    Burundi als Vorbild! Herr wirf Hirn vom Himmel!

    • Du, mal ohne Scheiß – von feministischer Seite werden alle paar Monate Statistiken präsentiert, bei denen in der Tat herauskommt, daß irgend ein Entwicklungsland – das 4.-ärmste der Welt oder so – deutlich mehr Gender-Gerechtigkeit aufweist als bspw. Deutschland oder Österreich.

      Das ist dann wirklich ernst gemeint: Burundi als Vorbild für Deutschland!

      • Ja genauso wie bei Frauen in MINT-Fächern, die in Entwicklungsländern und Ländern, in welchen Frauen weniger Rechte haben als Männer, einen höheren Anteil haben als in den Top-Ländern in Sachen Gleichberechtigung.

        Wenn „das Patriarchat“ daran schuld wäre, wären die Zahlen umgekehrt.

      • Rwanda (Ruanda), ehemalige belgische Kolonie in Zentralafrika, wurde nach dem Völkermord in den 90-er Jahren beim „Wiederaufbau“ als Genderlabor missbraucht.
        Die Hilfe für Rwanda nach dem Völkermord war an Bedingungen geknüpft, die eindeutig von den Genderisten stammten, insbesondere Frauenquoten.

        1.1. General Back ground
        The importance of mainstreaming gender in any country’s development initiatives and
        the need to monitor and evaluate the progress of the mechanism is premised on the
        alarming global gender disparities in social and economic opportunities, property and
        rights.
        Rwanda adopted the Beijing Platform for Action and undertook strategic actions aimed at
        tackling twelve identified crucial areas. It ratified and adhered to a number of
        international and regional conventions, charters and declarations, including, the CEDAW,

        Es ist offensichtlich, dass die Wiederaufbauhilfe an Bedingungen geknüpft war, die wesentlich von westeuropäischen und US-amerikanischen Genderisten über die UNO implementiert wurden. Dazu finden sich auch Belege, die aber einige Recherchen erfordern.

        http://cleancookstoves.org/resources_files/gender-and-community.pdf

        http://harvardkennedyschoolreview.com/rwanda-strides-towards-gender-equality-in-government/

    • Als die Regierung von Evo Morales in Bolivien an die Macht kam, wurde der gesamte öffentliche Dienst entlassen und durch Anhänger der eigenen Partei ersetzt. Man kann sich vorstellen, wie sich das auf die Qualität der Verwaltung auswirkt.

    • Man sollte die Frage vielleicht schärfer umreißen: Wieviel besser geht es der durchschnittlichen Frau in diesen vier Ländern im Vergleich zum durchschnittlichen Mann (u.a. „Gender Pay Gap“, tatsächliche Gleichberechtigung, freie Willensbildung und -ausübung, Schutz vor Gewalt, etc.), und wie sieht es mit den üblichen, von hier bekannten, feministischen Aufregern in diesen Ländern aus?

  5. Wollen die Feministen etwa den demokratischen Prozess untergraben?

    Quoten im demokratischen Prozess sind ein sehr repressiver Schritt und einer Gesellschaft wie in Tunesien oder so eher angemessen, dort wo ohnehin nie Demokratie herrschte.

    Die Leute, die die Demokratie nicht mögen und sie aktiv bekämpfen, sollten verbannt werden. Dorthin wo es ihnen besser gefällt, ob auf Kuba, Burundi, Tunesien oder anderswo 🙂

    Ansonsten ist Untergraben der Demokratie Verrat und sollte mit Höchststrafen geahndet werden.

    Das Fordern von Quoten ist ein Angriff auf die Demokratie.

    • Die Behauptungen eines „Gender-Pay-Gap“ entgegen allem besseren Wissen ist die pure Verachtung des Wählers und des demokratischen Prozesses, der hier postfaktisch Wahrheiten schaffen soll.

      Eines muss man der SPD aber lassen: im Drücken des Selbstvernichtungsknopfes unübertroffen!

    • Die (tatsächlich bloß inoffiziellen?) Regionalquoten sehe ich äußert kritisch, gerade auch, weil ich für sie keine Grundlage in unserem GG erkennen könnte.

      • Es gibt überhaupt keinen Grund, warum neben dem Hauptkriterium „Mensch sein“ ein weiteres Kriterium wie „Frau sein“ eine Rolle spielen sollte!

        Das wäre völlig willkürlich, genausogut könnte man dann Kriterien wie „alt sein“, „jung sein“, „rothaarig sein“, „arm sein“, reich „sein“ usw. dem willkürlich gewählten Kriterium „Frau sein“ gegenüber stellen und z.B. fragen warum bei Quotierungen „rothaarig sein“ nicht genauso wichtig sein soll wie „Frau sein“.

        Es kann da nur ein einziges Kriterium als gerechtes und universelles Kriterium geben, und das heisst „Mensch sein“!

        Diese einfache Einsicht bleibt Wesen mit angeboren integrierter Egozentrik, also Frauen, aber stets verschlossen, da für sie das Frau-sein über allem steht.

  6. „Die entmündigte Frau, die keine Verantwortung trägt ist eine starke Figur im Feminismus.
    Sie ist gleichzeitig natürlich für unternehmerische Verantwortung in Führungspositionen jederzeit geeignet und es ist sexistisch sie nicht aufzustellen.“

    Die Ungereimtheit ist schön herausgearbeitet.

  7. Es wäre hier auch wichtig anzumerken, dass Frauen im aktuellen BT mit etwa 20 Mandaten überrepräsentiert sind. Wenn man dazu ihren Anteil an den Parteien heranzieht.
    Und das muss man, denn die Parteien repräsentieren die Interessen ihrer Mitglieder und Wähler. Niemand käme auf die abstruse Idee bspw. den Grauen vorzuwerfen, dass sie zu wenige Junge in ein Parlament brächten und dafür von den anderen Parteien einen Ausgleich zu erwarten.

  8. „So müssen die Parteien auch nicht besonders um Frauen werben“

    Ah, die Claudia redet gar nicht von der Wahl zum Deutschen Bundestag 2017, sondern von einer Wahl in einem ganz anderen Land oder einer ganz anderen Zeit.

    Das erklärt das Aneinandervorbeireden.

  9. Frauen sind aufgrund der Frauenquote in vielen Parteien im Bundestag weit überrepräsentiert! Jede andere Behauptung ist eindeutig Fake News. Dummes Zeug, was mit der realen Welt nix zu schaffen hat. Einfach nur Unsinn.

    Fakt ist, Frauen sind überrepräsentiert und nicht umgekehrt!

    Nicht, daß ich das schlecht fände! Der SPD zB gönne ich ein weiblicher Werden mit Namen Andrea Nahles, genau das brauchen die … 🙂

    Nie hat sich ein Schiff schneller selbst versenkt.

    • 🙂

      So sehe ich das auch. Ärgerlicher ist der Frauenanteil in den GEZ-Medien, den wir bedauerlicherweise durchzufüttern gezwungen sind (obwohl die jungen Weibchen mir, mit ihrer politisch korrekten Unlogik, zuverlässig den Tag ruinieren) . Deren Transatlantik-Tröten-Chefs ziehen die scheinbar vor, da es kaum unkritischere Berichterstatter geben dürfte.

  10. Das ist die Kernschwäche des Feminismus:

    Frauen realisieren nicht, dass sie benachteiligt sind,

    Denn die realen Frauen im Alltag haben die gleichen Nachteile wie die realen Männer im Alltag: das Geld.

    leben aber mit der stärksten annehmbaren Benachteiligung,

    Das dürfte dann ihre angenommene Ignoranz ihrer Benachteiligung sein …

    aus der die Wichtigkeit des Feminismus folgt.

    … und hier, meine Damen und Herren, sehen Sie einen klassischen Fall des Zirkelschluss.

    Ich habe großen Respekt vor den realen Frauen. Der Feminismus hat keinen Respekt vor ihnen. Darum bin ich Antifeminist.

    • „Ich habe großen Respekt vor den realen Frauen. “

      Ich nicht.

      Geschlecht hat schlichtweg nichts damit zu tun, ob jemand meinen Respekt bekommt.

  11. „Die entmündigte Frau, die keine Verantwortung trägt ist eine starke Figur im Feminismus.“

    Naja, mal ehrlich. das ist doch kein Alleinstellungsmerkmal des Feminismus sondern die klassische Gender-Rolle „Frau“ in der Gesellschaft.

    Nur alleine deswegen können doch Frauen öffentlich „Prinzessin auf der Erbse“ spielen, ohne dass sie danach gesellschaftlich völlig erledigt sind.

    Oder plappernde Satzzeichen hier mit einem dahingerotztem „Erklärt das doch mal irgendwie, Ihr Hübschen.“ ein halbes Dutzend Jungs dazu bringen sich zu erklären 😀

    Auf dem Ticket reist eben auch der mediale Mein-Feminismus-Feminismus. Einfach mal fordern und jammern und dann schauen was am Ende rauskommt. Null Risiko.

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