Die These der größeren männlichen Variabilität

Ein Text behandelt die Theorie, dass Männer eine größere Variabilität haben und daher beispielsweise in einigen Bereichen sowohl bei den sehr schlechten als auch den sehr guten eher anzutreffen sind:

Es wäre die Unterscheidung zwischen diesem Bild aus dem Googlemanifesto:

Damore Populationen Normalverteilungen

Damore Populationen Normalverteilungen

und diesem Bild:

variabilität Männer Frauen

variabilität Männer Frauen

Da würde man sehen, dass die eine Kurve etwas „breiter“ ist, dafür aber „flacher“ verläuft.

Entsprechendes wird zB auch bei der Intelligenz diskutiert.

In dem Artikel wird einiges an Studien dazu zitiert, die das nahelegen:

Das bringt sie zu folgendem Ergebnis:

  1. On average, male variability is greater than female variability on a variety of measures of cognitive ability, personality traits, and interests.  This means men are more likely to be found at both the low and high end of these distributions (see Halpern et al., 2007; Machin & Pekkarinen, 2008 and, especially, the supplementary materials; for an ungated summary click here).  This finding is consistent across decades.
  2. The gender difference in variability has reduced substantially over time within the United States and is variable across cultures. It is clearly responsive to social and cultural factors (see Hyde & Mertz, 2009; Wai et al., 2010); Educational programs can be effective.  It is also clear that there are cultural/societal influences, as the male:female variability ratios can vary considerably across cultures (e.g., Machin & Pekkarinen, 2008).
  3. While the gender difference in the male:female ratio for the upper tail of the distribution of math test scores (SAT, ACT) narrowed considerably in the United States in the 1980s, it appears to have remained steady since the early 1990s.  This can be seen visually in Figure 1 from Wai et al. (2010):
    • Therefore at the top end of any distribution of test scores where men have higher variability, we’d expect men to make up more than 50% of the upper end of the tail.  Thus, any company drawing from the top 5% is likely to find a pool that contains more males. As one goes further out into the tail (i.e. becomes even more selective) the gender tilt becomes larger.
  4. Further compounding the gender tilt: the women in this elite group generally have much better verbal skills than the men in that elite group (see Reilly, 2012).  This means that these women may be better employees than men who match them on quantitative skills, but because they have such superior verbal skills they have more choices available to them when selecting a profession.
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60 Gedanken zu “Die These der größeren männlichen Variabilität

    • Der Unterschied hat doch offensichtlich etwas mit Hormonen zu tun die Prägungsphasen steuern. Nicht umsonst wird rationale mathematisch-logische Denkweise von Feministinnen als männliches Unterdrückungswerkzeug betrachtet und die weibliche emotionale Denkweise als die überlegene,weltverbessernde, menschheitsrettende.

      Es ist unumstritten dass Mädchen mehr „emotionale Intelligenz“ besitzen. wortgewandter sind und mehr zu Netzwerkbildung neigen.

      Ihr Mangel an logischem Denken ist offensichtlich.

      Ich hatte eine intelligente Freundin die unfähig war vor einer Straßenkreuzung eine logische Reihenfolge zu erkennen.

      Inwieweit der mathematische Vorsprung der anscheinend mittlerweile existiert auf eine Umstellung der Lehrbücher auf die Bedürfnisse der Mädchen zu erklären ist oder einfach eine Verlagerung der Interessen weiß ich nicht einzuschätzen.

      Der Mangel an Logik und rational abstraktem Denken bleibt bestehen, siehe Entwicklung der Informatik. Kryptographie, künstlichen Intelligenz. Ja auch da gibt es Frauen, aber wie viele. Wobei sie die meiste Freizeit zur Verfügung haben, siehe Fernsehnachmittage die zu 99% auf Frauen zugeschnitten sind.

      • „Inwieweit der mathematische Vorsprung der anscheinend mittlerweile existiert auf eine Umstellung der Lehrbücher auf die Bedürfnisse der Mädchen zu erklären ist oder einfach eine Verlagerung der Interessen weiß ich nicht einzuschätzen.“
        Das ist nur einer der nachteile einer koedukativen Schule – ich denke eine monoedukative Schule würde beiden Geschlechtern Vorteile bringen. Was die Schulleistungen angeht, so liegt die monoedukative Schule ganz deutlich vorne.

        • Ja, wir waren damals die ersten die gemixte Klassen hatten. Damals galt das als Fortschritt. Ich denke auch es ist ein Fehler gewesen.

          Ich hatte das „Glück“ in dem Mädchentrakt unterzukommen. Lehrerinnen 6 lange Jahre. Un die coolen Dinge, alle im Jungstrakt.

        • Bluterkrankheit, Faktor IX der Gerinnungskaskade, auf dem X-Chromosom. Der Klassiker. Auf dem X-Chromosom sind noch viele andere Gene, auf denen Mutationen „durchschlagen“, weil sie nicht in trans komplementiert werden.
          Ich spekulier mal mit realen Zusammenhängen (also anderswo beschrieben): eine Punktmutation im Ende eines Signalteils einer mRNA kann dessen Stabilität massiv beeinflussen und eine erhöhte Gendosis zur Folge haben. Das kann alle möglichen Konsequenzen haben.
          Die erhöhte Variabilität beim Mann muss häufig auf das X-Chromosom zurückzuführen sein, das ist nur logisch gedacht. Was aber die ganz genauen molekularen Mechanismen sind, die dann konkret zum Phänotypen führen, das haben wir eben erst angefangen zu verstehen. Dass dort noch alles Mögliche zu finden sein muss, ist auch klar. Aber es ist sehr schwierig, da hinterzukommen.
          Allein die Geschichte der Bluterkrankheit zeigt, wie zäh und mühevoll Wissenschaft in der Regel sich durchsetzten muss, um Ursachen zu finden.

          Vielleicht sind sogar die Fortschritte bei der Beschreibung der Genprodukte des X-Chromosoms weit genug, um eine Funktionsanalyse machen zu können. Es kann erkennt werden, welche Katalyse oder Strukturfunktionen die Genprodukte bewerkstelligen und wo und wann ggf auch noch. Der Mensch wird biochemisch sicher gläsern werden und die Erkenntnis über die Biochemie des Lebens wird sicher noch unendlich lange Zeiten von Bedeutung bleiben.

          • Jetzt muss mal ein Seitenhieb sein:
            —-
            Den Geistis ins Buch geschrieben: Also, was wollte uns die Philosophie da noch sagen?!

            Und so ist der Unterschied zwischen den Geschlechtern rein naturwissenschaftlich doch gut dingfest gemacht. Ein kleiner, aber deutlicher Unterschied, das XY Paar. Und sowas will die Gender-Geschlechterkunde gar nicht zur Kenntnis nehmen, die einzige deutliche Unterscheidung, es ist fast schon witzig …
            Es zeigt aber auch, welchen Stellenwert Wissen und Philosophie heute hat. Nämlich keinen. Das ist gut, weil dieser Irrsinn zwar geglaubt wird, aber überhaupt keine Praxis besitzt 🙂

          • Ich hab Anne anders verstanden. Du weist auf die bekannte höhere Anfälligkeit für Mutationen hin, aber das greift hier nicht. Denn Mutationen führen sehr viel häufiger zu einer Verschlechterung der Funktionalität des Organismus. Eine Verbesserung wäre die Ausnahme (denn die vielen Gene sind aufeinander abgestimmt, das ist so, wie wenn man zwei Zahnräder in einem Uhrwerk vertauscht).

            Anne meinte es glaube ich so, dass durch das zusätzliche väterliche X-Chromosom eine Annäherung an den Durchschnitt stattfindet. Einfach durch die größere Menge an Genen.

          • @FS, du meinst also. dass der Teil der Männer, die auf der rechten Seite der Verteilungen sind und „besser“ als Frauen sind, nicht so einfach durch Mutationen erklärbar sind…. Weil diese ja meist zufällig sind und häufiger schädlich als nützlich.
            So ist das aber natürlich nicht, also müssen die Unterschiede noch woanders her kommen. Einmal ist da noch das Y-Chromosom, das die Frauen nicht besitzen. Und unter Umständen kann auch der Besitz nur eines Allels vorteilhaft sein, zwei davon müssen nicht immer vorteilhaft sein.

            Ob ich noch was übersehen hab?

          • Wenn man die Größe der Unterschiede auf die Dominanz des einen (mütterlichen) X-Chromosoms zurückführt, folgt daraus nicht auch, dass ein Sohn in seinen Eigenschaften stärker der Mutter ähnelt?

  1. „The gender difference in variability has reduced substantially over time within the United States and is variable across cultures. It is clearly responsive to social and cultural factors (see Hyde & Mertz, 2009; Wai et al., 2010); Educational programs can be effective. It is also clear that there are cultural/societal influences, as the male:female variability ratios can vary considerably across cultures (e.g., Machin & Pekkarinen, 2008).“

    Paßt das in dein Weltbild? Denn das kann ja nur bedeuten, daß

    a) sich Menschen über biologische Dispositionen dauerhaft hinwegsetzen.
    b) die Biologie der Kultur folgt – weshalb es wenig glaubwürdig ist, daß wir seit der Steinzeit aus genetischen oder evolutionären Gründen dasselbe tun, glauben und wollen.

    • „sich Menschen über biologische Dispositionen dauerhaft hinwegsetzen“

      a) Die Unterschiede sind immer noch da, nur verschieden groß
      b) Bist du wirklich und allen Ernstes davon überzeugt, Christian würde leugnen, dass Persönlichkeiten und Fähigkeiten auch nach der Geburt noch in ntwickeln können?

      • „Bist du wirklich und allen Ernstes davon überzeugt, Christian würde leugnen, dass Persönlichkeiten und Fähigkeiten auch nach der Geburt noch in ntwickeln können?“

        Du müßtest inzwischen wissen, daß leider ein großer Unterschied zwischen denjenigen Behauptungen gibt, denen die Biologisten auf Nachfrage zustimmen und denjenigen Behauptungen, die benötigt werden, um ihre Argumente und Thesen rational zu rekonstruieren.

        Insbesondere fällt auf, daß hier immer nur darüber geredet wird, inwiefern irgendwelche biologischcen Faktoren soziale Faktoren begrenzen, aber kein einziger sozialer Faktor diskutiert und seine Wechselwirkung mit anderen Faktoren untersucht wird.

        Stattdessen wird großspurig verkündet, die Funktionsweise des Gehirns sei seid den 80igern entschlüsselt.

        Seriös ist anders.

        • „Insbesondere fällt auf, “

          Der Blog mit dem Titel „AllesEvolution“ hat also einen biologischen statt eines soziologischen Fokus.

          Ich frage mich, ob das in Zeiten, in denen die Politik von Blank Slate Überzeugungen getrieben ist, eine Kritik oder ein Lob ist.
          Ich antworte mir, dass das ein Lob ist.

        • Das Problem von Elmar ist, dass er nicht schaut, was eine Person sagt, sondern annimmt, dass sie das sagt, was für sein Bild von ihr gesagt werden müsste.
          Ich habe in Diskussionen mit ihm schon häufiger Artikel verlinkt, in denen ich anführe, dass soziale Faktoren eine Rolle spielen.

          Et entscheidet sich dann sie nicht zu lesen und zu ignorieren.

          Er muss seinen Strohmann schützen, nachdem ich soziale Faktoren nicht zulasse.
          Sonst müsste er und klein klein einsteigen und das kann er nicht

        • „inwiefern irgendwelche biologischcen Faktoren soziale Faktoren begrenzen“

          Hast du mal ein Beispiel wo hier gesagt wurde biologischcen Faktoren soziale Faktoren begrenzen? Schau dir bitte vorher noch mal das erste Bild aus dem Artikel an und denk darüber nach was „im Schnitt“ bedeutet.

    • Rosalind Arden schreibt dazu:
      „Thank you for this contribution to the discussion of sex differences, especially in variability. Although you say, correctly, that we do not know why males might be more variable, I argue that there is a contending theory to disconfirm. As we said in our paper:
      “Greater male variance is among the possible consequences arising from the fact that males ultimately face fiercer
      intra-sexual competition for access to mates than do females (reproductive success is more variable
      in males than females). This idea has been developed under the rubric of solutions to the
      Lek Paradox (Pomiankowski & Moller, 1995; Rowe & Houle, 1996) which is the apparent
      puzzle of the persistence of female mate choice when quality differences between males ‘ought’
      to be eroded by such female choice. If sexual selection contributed to the evolution of general
      intelligence then, even in a species like ours where mutual mate choice and a reasonable degree
      of monogamy prevail, one would predict that males of reproductive age would be more variable
      than females. The reason is that males who deviate from average on a trait desired by
      females will experience increased fitness some of the time, even though they will suffer a loss
      to fitness some of the time. Depending on how the trait in question correlates with fitness (if
      the fitness curve is greater than linear where fitness gains motivate more strongly than losses
      deter), this would constitute a possible explanation for the empirically observed increased variation,
      in other species, in several traits under direct selection.”

      Greater male variability is not necessarily a puzzle. It may be explained by a very simple biological fact – that ‘riskiness’ has a positive payoff for males but a cost for females. This is not ‘riskiness’ of temperament, but in the propensity to ‘deviate from average’. An illustrative graph is available upon request!“

      • Ist doch eigentlich naheliegend. Eine Population mit größerer Variabilität ist anpassungsfähiger als eine mit zu kleiner Variabilität.

        Wenn man die Wahl hat, sollte man Experimente lieber mit denjenigen Assets machen, deren Verlust einfacher zu verschmerzen ist. Wegen „sperm is cheap“ sind diese einfach zu ersetzenden Assets aus Sicht der Population nun mal die Männer, denn deren Job bei der Fortpflanzung lässt sich einfach durch andere ersetzen.

        Daher ist es zu erwarten, dass die Evolution bei Männer experimentierfreudiger ist und damit deren Variabilität also höher ist.

      • @Kendra
        “Greater male variance is among the possible consequences arising from the fact that males ultimately face fiercer intra-sexual competition for access to mates than do females (reproductive success is more variable in males than females).“

        Genau das Gegenteil wäre zu erwarten, wenn intra-sexueller Wettbewerb so überaus bestimmend wäre. Männer sollten nach dieser Logik das weniger variable Geschlecht sein. Wenn die Variation ganz andere Ursachen hat (wie kein zweites X), dann wird aus der Tugend des intra-sexueller Wettbewerbs lediglich eine Pflicht. Sozusagen der Ausgleich dafür, dass beim Menschen das männliche Geschlecht mit diesem aberraten Satz Geschlechtschromosomen bestimmt wird. Die Natur ist halt nicht so gut konstruiert, wie sie es sein könnte. Der Nachteil muss dann kompensiert werden … Das wäre die perfekte Lösung dieses Rätsels:

        „… apparent puzzle of the persistence of female mate choice when quality differences between males ‘ought’ to be eroded by such female choice.“

        Ein X-Chromosom ist halt immer schlechter als zwei. Ein kleiner, aber beständiger, Nachteil.
        *Natürlich* für die Frauen, die bekommen ja weniger gute Männer ab 😉

    • @Elmar

      Du hast schlicht ein falsches Bild von Dispositionen. Natürlich entstehen Wechselwirkungen mit sozialen Faktoren.
      Aber das ist keine Rollenumkehr oder ein darüber hinwegsetzen.

      Wenn die Disposition +5 in eine Richtung gibt, da soziale Faktoren gegen stehen, dann wird es eben eine +3 und andere Handlungen werden interessanter.

      Nimm Hunger und den Wunsch abzunehmen als einfaches Beispiel. Die Motivation zu essen wird nicht überwunden und wirkt sich aus

      Weil es in der Steinzeit sinnvoll war. Leute werden aber dicker, wenn andere in ihrer Nähe sicher sind. Was mit intrasexueller Konkurrenz und mit Kultur zu tun hat

    • „die Biologie der Kultur folgt“

      Deine Logik ist kaputt. Ja, es gibt hier ein Henne-Ei-Problem, da eine Ko-Beeinflussung durchaus denkbar ist. Allerdings hat die Biologie hier einen kleinen Vorteil: Sie *war* zu erst da. Und darum lohnt es sich dort hin zu gucken, wo wir her kommen. Bei allen Tierarten mit Geschlechtsdimorphismus gibt es unterschiedliche Verhaltensweisen zwischen Männchen und Weibchen. Die mögen sich von Art zu Art unterscheiden, sind aber innerhalb der Art immer konsistent. Du wirst bei Gorillas keine weiblichen „Silberrücken“ finden, die sich einen Harem von Männchen halten. Und das ist besonders interessant, da Gorillas und die Primaten der Hominini-Gruppe gemeinsame Vorfahren haben. Und bei den Menschenaffen sind immer die Männchen dominant, bis auf eine Ausnahme: Den Bonobos. Allerdings haben sind die Bonobos eine Schwesterngruppe der Schimpansen, und dort sind wieder die Männchen dominant. Schimpansen sind auch im Allgemeinen aggressiver als Bonobos: Sie greifen sich untereinander an, sie jagen und sie versuchen aggressiv ihr Territorium zu verteidigen oder sogar auszuweiten („kriegerisches Verhalten“ https://de.wikipedia.org/wiki/Schimpansenkrieg_von_Gombe). Bonobos und Schimpansen sind unsere nächsten Verwandten und daher liegt die Frage nahe, welcher Art von beiden wir als Menschen näher sind. Schaut man in die Archeologie liegt die Vermutung nahe, dass die Hominini-Gruppe eher mit den Verhaltensweisen der Schimpansen als der Bonobos vergleichbar ist.

      Bei den Menschen sind keine größeren Kulturen nachweisbar, in denen die Frauen dominant waren. Es gibt Kulturen, in denen Frauen einen höheren sozialen Stand hatten als in anderen aber je größer die Kulturen wurden, desto eher ist eine männlich dominierte Sozialstruktur sichtbar, und das gilt auch für Kulturen, die sich lange Zeiten von einander getrennt entwickelten. So sind die Hochkulturen in Amerika (15000 Jahre isoliert) in dieser Hinsicht auffällig ähnlich mit Hochkulturen im nahen Osten, Zentralasien und Afrika. In Nordamerika gibt es Kulturen, die matriarchalisch strukturiert sind, die sind aber, wie im Rest der Welt, isoliert und steinzeitlicher geprägt, als die patriarchal strukturierten Hochkulturen des präkolumbianischen Amerikas. Das heißt, je enger die Interaktion zwischen Menschengruppen wurde und je mehr die Menschenkulturen sich etablierten, desto dominanter wurden Männer in der Sozialstruktur dieser Kulturen und zwar weltweit und unabhängiger von einander. Und das ist auch logisch, da mit stärkeren Kontakt zwischen den Kulturen die territoriale Frage immer wichtiger wurde und kriegerische Auseinandersetzungen häufiger auftraten, so dass Männer eine eindeutige Rolle durch ihre physische Überlegenheit sowie den Umstand, dass sie keine Kinder austragen, einnahmen. Das sind biologische Ursachen und die Kulturen entwickelten sich auf deren Basis.

  2. Man kann auf wikipedia.en lesen dass Intelligenztests immer mehr auf Frauen zugeschnitten wurden.

    So faseln viele es gäbe viele verschiedene Intelligenzen. Schade dass Feynman und Einstein tot sind und andere offensichtliche Genies heute Greise sind.

    So werden dann Zufallstreffer als Genies gefeiert, wie Zuckerberg und Gates, oder phantasiebegabte wie Jobs und Da Vinci. Ein Newton oder Feynman werden unter den Tisch gekehrt und ein Einstein als Paradebeispiel genommen.

  3. These?

    Das kann man doch überall beobachten dass die Gruppe der Frauen wesentlich homogener, und die Gruppe der Männer wesentlich heterogener ist. Das ist nicht nur eine These, das ist mit dem Zaunpfahl winkende Empirie!

    Und da braucht man auch nicht lange suchen, die Gründe liegen auf der Hand! Reproduktion als zentrales Thema bei den Frauen mit all dem typischen Weiberkram drumherum, und auf der anderen Seite 60 % von vorneherein ausselektierte Männer die ja irgendwas mit sich anfangen müssen jenseits von Reproduktion, und dabei auf die verrücktesten Ideen kommen.

    These … also echt … pfff

  4. Zwischendurch mal eine redaktionelle Frage: Wie bezeichnet man denn am besten das Gegenteil der blank-slate-Hypothese?

    Dieser Blogpost hat ja zum Thema, daß es biologisch bedingte statistische Differenzen in den psychologischen Merkmalen von Frauen und Männern gibt. Das ist eine Verneinung der blank-slate-Hypothese, die solche Dispositionen negiert. Wie nennt man das mit einem Wort?

    Ein denkbares Antonym zur blank-slate-Hypothese wäre „Suprematie-Hypothese“, das ist aber ziemlich eng entweder mit Faschismus oder einem speziellen Feminismus (Feminismus als Ideologie von der intellektuellen und ethischen Überlegenheit von Frauen (weibliche Suprematie)) verbunden und ist außerdem zu eindimensional.

    Kennt jemand einen besseren Begriff als „Suprematie-Hypothese“?

    • „Wie nennt man das mit einem Wort?“

      Gesunder Menschenverstand?

      „Suprematie“ geht jedenfalls in die falsche Richtung. Es geht eben nicht darum, ob diese Teilmenge jener Teilmenge per se in irgendeiner Hinsicht überlegen ist.
      Sondern das Gegenteil von Blank-Slate ist, dass dein möglicher Entwicklungsraum erst durch deine Gene und dann durch die Prägung im Mutterleib soweit festgelegt sind, dass du eben nicht mehr völlig frei in deiner weiteren Entwicklung bist, egal wie deine Umwelt im Weiteren aussieht.

    • biologischer Determinismus

      Im Extremfall wäre „alles“ vorgegeben. Analog physikalischer Determinismus.
      „Suprematie“ hat hier gar nichts verloren.

      • „biologischer Determinismus“

        Besser als Suprematie, allerdings suggeriert der Begriff, daß die Merkmale eines Individuums oder eines Kollektivs deterministisch von der Biologie bestimmt sind. Damit wird ein weit überwiegender Einfluß der Biologie postuliert. Das ist nicht das Gegenteil der blank-slate-Hypothese. Damit läuft man auch diversen Feministinnen ins Messer (bzw. es ist eine Einladung, einen Strohmann aufzubauen), die dann zurückfragen, ob es biologisch determiniert ist, daß die Frau in der Küche steht.

        • von den Genen her wird es dann bestimmt. Das haben Leute tatsächlich auch so geglaubt, dass diese hier einen fast schon absoluten Einfluss haben. Der biologische Determinismus ist also genauer gesagt ein genetischer.

          Genau das ist der perfekte Gegensatz zu blank slate.

          Diese Diskussion darüber ist uralt und kam schon mit Newton auf, ob wir in einem deterministischen Universum leben würden, in dem alles nur noch nach Plan abläuft, nach einem Uhrwerk, einmal aufgezogen und dann von selbst ablaufend.

          • Wie soll man eigentlich einen biologischen Determinismus vorstellen? Ist gemäß dieser Lehre z.B. das Blog-Kommentar-Schreiben angeboren? Ist das bloß eine durch Evolution entstandene Reaktion auf einen bestimmten Reiz (wie den Anblick einer Tastatur)?

            Was ist, wenn man zugesteht, dass diverse Lebewesen – unter anderem Menschen – im Lauf der Evolution die Fähigkeit entwickelt haben, aus ihrer Umwelt zu lernen?

            Ist man dann immer noch ein biologischer Determinist?

          • „Was ist, wenn man zugesteht, dass diverse Lebewesen – unter anderem Menschen – im Lauf der Evolution die Fähigkeit entwickelt haben, aus ihrer Umwelt zu lernen?“

            Ohne das entsprechende Gehirn wäre eine solche Fähigkeit nicht möglich.
            Es ist also biologischer Determinismus.
            Eine Stuenfliege hat kein solches Hirn, ist biologisch nicht dafür determiniert, meiner Hand prophylaktisch fern zu bleiben. Beim 3. Mal fällt sie der natürlichen Selektion zum Opfer.

            Dass kulturelle Normen einen biologischen Determinismus überlagern können, ist kein Widerspruch.

          • Dass kulturelle Normen einen biologischen Determinismus überlagern können, ist kein Widerspruch.

            Warum ist biologischer Determinismus dann überhaupt ein Problem?

          • @FS: Warum ist biologischer Determinismus dann überhaupt ein Problem?

            s. https://de.wikipedia.org/wiki/Determinismus#Biologischer_Determinismus : Der biologische Determinismus vertritt die Auffassung, dass der Mensch ausschließlich oder überwiegend von seiner biologischen Natur bestimmt wird und nicht von seiner sozialen bzw. kulturellen Umwelt ….

            Den Standpunkt vertritt heute m.W. niemand mehr ernsthaft. Außerdem ist das nicht das Gegenteil bzw. die Verneiniung der blank-slate-Hypothese: Die besagt, daß es einen nicht vernachlässigbaren, aber ggf. nur geringen Einfluß der biologischen Natur gibt. Das ist viel weniger als „ausschließlich oder überwiegend“.

          • Der biologische Determinismus vertritt die Auffassung, dass der Mensch ausschließlich oder überwiegend von seiner biologischen Natur bestimmt wird und nicht von seiner sozialen bzw. kulturellen Umwelt ….

            Den Standpunkt vertritt heute m.W. niemand mehr ernsthaft.

            Hat überhaupt jemals ein Mensch diesen Standpunkt vertreten???

            Es ist doch vollkommen klar, dass Menschen (und andere Lebewesen) lernen. Und dass es so etwas wie Kultur und soziale Umwelt gibt – wer hat das jemals bestritten?

            Strittig ist doch eher, wie „offen“ der Lernmechanismus ist. Er ist evolutionär entstanden und funktioniert nicht wie eine am Reißbrett entwickelte Maschine.

          • Irgendwo hab ich hier mal den Satz gelesen, der sinngemäß ausdrückt: Das menschliche Verhalten ist zu 100% durch seine Biologie und zu 100% durch seine Umwelt bestimmt.

        • Es ist natürlich sehr schwer sich einen echten biologischen Determinismus vorzustellen, den der müsste jeden unserer biochemischen Vorgänge mit einschliessen, was gar keinen Sinn macht. Den das Kennzeichen des Lebens ist Flexibilität und Anpassungsfähigkeit, die jedem Determinismus prinzipiell zuwider läuft!
          Insofern muss jeder biologische Determinismus starke Einschränkungen machen….

    • „Wie nennt man das mit einem Wort?“

      Realität.

      „Kennt jemand einen besseren Begriff als „Suprematie-Hypothese“?“

      „Written slate“-Hypothese?

      • Das Wort passt sehr gut, aber es gibt den biologischen Determinismus eben auch.

        Biologisch deterministisch sind z.B. bestimmte Erbkrankheiten. Die einzige Umweltvariabilitaet ist (bei manchen) der Zeitpunkt des Krankheitsausbruchs.

        DNA/RNA enthalten viel mehr als nur Gene. D.h. man kann genetisch vorgepraegt sein, aber schon praenatale Umweltfaktoren befoerdern oder behindern die Replikation bestimmter Gene/Gengruppen. Dann gibt es noch die sog. Spandrilen, das sind Auspraegungen die darwinistisch keinen Sinn machen oder keine (bekannten) evolutionaeren Auswirkungen haben. Und selbstverstaendlich haben Umweltfaktoren (inkl. dem sozialen Umfeld) einen Einfluss bis hinunter auf den Zellhaushalt; das ist doch alles bekannt.

        Lest Sapolsky oder schaut Euch seine Standford-Vorlesung auf YouTube an.

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