„Disposable Men“ (entsorgbare Männer) und Unterschiede zwischen Rettungsaktionen für eine Frau bzw einen Mann im Film

Only me führt etwas zur männlichen Entbehrlichkeit bzw zum „entsorgbaren Mann“  aus

Im 2005er King Kong Film gibt es eine Passage, die in der Wikipedia so beschrieben wird:

Englehorn organizes a rescue party, led by Hayes and Driscoll. They encounter and kill a Ferrucutus. The rescue party is then caught in the middle of a pack of Venatosaurus saevidicus and the herd of Brontosaurus baxteri they are hunting, and six [men] are killed, including cameraman Herb. The rest of the rescue party come across a swamp where actor Bruce Baxter and two others leave the group. The rest cross the swamp on rafts, only to be attacked by „Scorpio-pedes“, as well by a „Piranhadon“, which devours three [men]. The rescue party is making their way across a fallen log over a ravine when Kong attacks. Five crewmen (…) are killed after being thrown off the log, and the rest of the crew ride the log down the ravine and land in a pit. (…) The remaining rescue party find the pit to be full of giant insects. Lumpy is killed by the maggot-like „Carnictics Sordicus“ while two others are killed by spider-like creatures. Englehorn, Baxter and the two crewmen return, saving the last four survivors of the rescue party from the pit.

MaW: 17 Männer werden gemetzelt beim Versuch, eine Frau zu „retten“, von der mittlerweile heißt:

Ann wins Kong over with juggling and dancing, and begins to grasp Kong’s intelligence and capacity for emotion.

Ich kenne nicht eine einzige Frau, die nach dem Film meinte, hier sei ein gewisses Missverhältnis zu beobachten.

Bei Saving Private Ryan ist das sogar Thema im Film selbst:

Reiben and Ryan are with Miller as he dies and says his last words, „James…earn this. Earn it.“ In the present day, the elderly Ryan and his family visit the Normandy American Cemetery and Memorial and discover Miller’s grave. Ryan expresses his appreciation for what Miller and the others did for him. He then asks his wife if he is a „good man“ worthy of their sacrifices

Es braucht viel, viel, viel mehr, bevor eine Frau fragen würde, ob sie oder eine andere Frau das Opfer von Männern verdient hätte.
„50 Schatten in Gruselig“ redet nicht zufällig ständig von der „Göttin in ihr“: Ihr stehen selbstverständlich Männeropfer zu. Das ist die Natur der Dinge: Der Mann opfert und die Frau entscheidet, ob sie das Opfer gnädig annimmt oder nicht.

Vor diesem Hintergrund: Ich glaube, der durchschnittlichen Mein-Feminismus-Feministin geht es nicht um Hegemonie oder dergl.
Es ist schlicht und einfach ehrliche Verwirrung, wie jemand das Leid von Frauen und das Leid von Männern in einem Atemzug nennen kann.
Natürlich reagiert sie auf den Hinweis auf das Leid von Männern mit „LENK NICHT AB“, denn es ist doch k l a r, wessen Leid das allein relevante ist.

 

Anmerken möchte ich, dass es eine Ausprägung von „Sperm is cheap, eggs are expensive“ ist, verbunden damit, dass Männer über gefährliche Rettungsaktionen eben Status aufbauen können und in gewisser Weise intrasexuelle Konkurrenz betreiben können: Der gefährliche Weg macht deutlich, wer ein Held ist und wer nur ein „Red Shirt“ Die Männer, die auf dem Weg sterben sind nur Zeichen dafür, dass es ein harter Weg war.

Eine Frau den gefährlichen Weg gehen zu lassen entwickelt sie nicht in gleicher Weise.

103 Gedanken zu “„Disposable Men“ (entsorgbare Männer) und Unterschiede zwischen Rettungsaktionen für eine Frau bzw einen Mann im Film

    • Das hatten wir schon:

      Es war ein Schwarzweiß-Comic, drei Teile. Der Kommentator meinte, er verfolge diese Endlosschleife seit ca. 20 Jahren in der Spieleindustrie. Sie geht in etwa so:

      Phase 1: Ein Spiel nur mit männlichen Charakteren (Geschlecht auch unwichtig für Spielablauf), Kritik: keine Frauen!
      Phase 2: Ein Spiel mit weiblichen Charakteren, Frauen sind nicht spielbar oder geschützt, Kritik: Frauen werden nicht ernst genommen – bevormundend!
      Phase 3: Ein Spiel mit 100% gleichberechtigten Charakteren, Kritik: weiblichen Charakteren kann extreme Gewalt zustoßen – frauenfeindlich!
      …Rückkehr zu Phase 1

      Anhand dieser Abfolge kann man erkennen, dass man immer irgendetwas kritisieren und brandmarken kann, weil es keine perfekte Lösung gibt.

      • Man kann daran erkennen, dass das plärrende Geschlecht immer plärrt, weil sie damit im Mittelpunkt der Galaxis stehen und anders als das andere Geschlecht auch keinen sozialen Selbstmord begehen.

  1. Vielleicht und unter anderem:
    Frauen, die sich ‚wie Männer‘ benehmen kriegen eher Kampf als Frauen, die sich ‚wie Frauen‘ benehmen. Männer, die sich ‚wie Frauen‘ benehmen sind nur Nebenfiguren und werden entweder ‚beschützt‘ oder wegen ‚Unzuverlässigkeit‘ oder ‚Kampfumwilligkeit‘ verachtet oder als Beta-Männchen zugeordnet.

  2. Man kann es mit der männlichen Opferbereitschaftsromantik auch übertreiben. Ich habe auch noch nie einen Vater gesehen, der sich gefragt hat, ob er es Wert war, dass eine Frau ihren Körper und ihre Schönheit ruiniert nur um seinen Nachwuchs auszutragen.

      • Sicher verfolgen die auch ihre Interessen, nämlich eine gebährfähige Frau mehr im Pool zu haben und sich in der männlichen Konkurrenz durchzusetzen.

    • Das Argument kommt m.E. 150 Jahre zu spät.

      Zu Zeiten als Gebähren noch lebensgefährlich war, konnte man es als fair ansehen, dass auch die Werbung mit Gefahr verbunden ist.

      In Zeiten der Gleichstellung und medizinischer Sicherheit aber ist das aber zum Atavismus verkommen.

      Die Klage, dass sie einen Teil ihrer Schönheit (selten in den Augen ihres Mannes btw) hingeben muss ist wie die Klage, dass man sein Geld hingeben muss, um etwas zu Essen zu bekommen: Da wird ein Gut seiner Bestimmung zugeführt.

      • @only_me

        Gute Antwort!

        Das geht mir auch immer mehr auf die Nerven, nämlich die Nachteile der weiblichen Biologie Männern aufhalsen. Als wäre es im Zeitalter der reproduktiven Freiheit nicht auch ein ganz bewusste Entscheidung der *Frau* gewesen, ein Kind zu bekommen erstens.
        Zweitens ist biologische Schönheit vergänglich – den Prozess nennt man „altern“ und er gilt für beide Geschlechter.
        Ob eine Frau einen „Teil ihrer Schönheit hingibt“ bei Geburt eines Kindes ist demzufolge irrelevant.

        • „Ob eine Frau einen „Teil ihrer Schönheit hingibt“ bei Geburt eines Kindes ist demzufolge irrelevant.“

          Es ist meistens ohnehin haltlos und dient nur dazu, die Gründe für ihre Speckmadenfigur zu externalisieren.

          Meine Frau sieht, nach zwei Kindern, nicht nennenswert anders aus, als zuvor. Meine Mutter hatte noch mit Mangelernährung (bzw. mangelndem Wissen) zu kämpfen, verlor Zähne und Haare durch mehrere Schwangerschaften kurz hintereinander. Aber sowas heutzutage anzuführen, ist lächerlich.

      • Die Klage, dass sie einen Teil ihrer Schönheit (selten in den Augen ihres Mannes btw) hingeben muss ist wie die Klage, dass man sein Geld hingeben muss, um etwas zu Essen zu bekommen: Da wird ein Gut seiner Bestimmung zugeführt.

        Ja durchaus. Aber das ist für die Männer, die Risiken eingehen um Frauen zu beschützen und sich in der männlichen Konkurrenz auszuzeichnen nicht anders.

        • Hier lässt du das Eigentliche unter den Tisch fallen:
          Die Frau opfert nicht wirklich etwas. Sie tauscht Jugend gegen Kind.
          Der Mann hingegen ist ggf schlichtweg tot und hat nichts davon.

          Das ist m.E. nicht vergleichbar.

          Wenn geschichtlich „Kanonenfutter“ die natürliche Bestimmung des Mannes war – 60% müssen sterben, damit der Rest noch Frauen zum Vögeln hat – dann muss ich das heute nicht gut heißen.

          • Wenn Du Gleichheit annimmst, ist es in der Tat nicht vergleichbar. Aber wenn Du „Sperm ist cheap, eggs are expensive“ und die zugehörige Rollenverteilung beim Menschen akzeptierst, dann sieht das anders aus. Dann hat jede Rolle einen ihr eigenen Preis, den sie für die Fortpflanzung (jedenfalls aggregiert) zu tragen hat.

          • Muss man Adrian. 1. Beim nächsten Krieg, 2. Gab es da mal ein Urteil, wo eine Frau im mehr ertrunken ist. Irland glaube ich.

          • Ja und vom sich Opfern rate ich auch dringend ab. Aber das Eingehen von Risiken und die Durchsetzung in der Konkurrenz bleibt keinem Mann erspart, der sich Fortpflanzen möchte.

          • „Aber das Eingehen von Risiken und die Durchsetzung in der Konkurrenz bleibt keinem Mann erspart, der sich Fortpflanzen möchte“

            Von hier aus der Bogen zurück zur Geschlechterdebatte: Männer akzeptieren auf breiter Linie, dass sie für die Familie, ja sogar das bloße Zustandekommen einer Familie, Opfer bringen müssen. Teilweise große Opfer.

            Die Frau von heute, auf deren Zeitgeist der Feminismus floriert, empfindet noch das kleinste Opfer als eine unerträgliche Zumutung. Empört sich gleichzeitig aber darüber, wenn Männer ihre Opferbereitschaft als Reaktion zurückfahren.
            Als Beleg lese man einen beliebigen Artikel einer beliebigen Frau zum Thema MGTOW.

            Und deswegen bleibe ich auch dabei, dass der Vergleich der beiden Filme oben sinnvoll ist:
            Opfer müssen verdient werden.

            Das gilt auch für Frauen.

            Dieser Satz muss seine Unerhörtheit verlieren.

            Was immer dazu führt, dass Männer die Frau, für die sie sich interssieren, auf den Prüfstein stellen („Ist sie es wirklich wert? Pussy allein reicht nicht.“), werte ich positiv.

          • Ja das stimmt natürlich. Eine Frau, die keine Kinder gebiert und aufzieht verdient kein Opfer und keine Behandlung als besonders schutzwürdig.

            Sehr viele Frauen spüren das allerdings auch instinktiv und tragen einem ziemlich schnell und ungefragt die Information ihrer Mutterschaft zu um sich Privilegien zu sichern.

          • lh,

            „Sehr viele Frauen spüren das allerdings auch instinktiv und tragen einem ziemlich schnell und ungefragt die Information ihrer Mutterschaft zu um sich Privilegien zu sichern.“

            Ab einem gewissen Alter gehört dies auch bei intrasexueller Kommunikation (also unter Frauen) mit zu den ersten Informationen die die austauschen. Da kann Kinderlosigkeit die frau in den Augen der anderen schnell auf den Status „arme kranke Assoziale“ oder „Vorsicht, Lesbe“abrutschen lassen…

        • Weil das ehrlich wäre. Frauen sehen Männer als Menschen zweiter Klasse.
          Umgekehrt würde eine Frau für einen Mann nichts riskieren.
          Risiken sollte Mann nicht eingehen. Kenne genug, die da körperliche Schäden und Gefängnisaufenthalte hatten. Fortgepflanzt haben die sich nicht.

          • @Truth:
            „Umgekehrt würde eine Frau für einen Mann nichts riskieren.“

            Ich würde für meinen Mann, den ich liebe viele Risiken eingehen, für fremde Männer nicht. Genauso verhält es sich aber auch mit meiner Erwartung, von fremden erwarte ich nichts, von meinem Mann alles.

          • Miria ok kenne ich so nicht. Ich habe bei meiner Ex bewusst nichts riskiert.
            Von mir haben aber auch fremde Frauen oft erwartet, meine Gesundheit zu riskieren.

          • @truth:

            Vielleicht hat deine Ex auch gemerkt, dass du nicht komplett hinter ihr stehst bzw. für sie nichts riskierst?

            Bevor ich jemanden so weit vertraue, dass ich das machen würde, muss ich mir auch sicher sein, dass es gegenseitig so wäre. Ich bin in der Hinsicht auch sehr vorsichtig.

          • @Miria
            „Ich würde für meinen Mann, den ich liebe viele Risiken eingehen, für fremde Männer nicht. Genauso verhält es sich aber auch mit meiner Erwartung, von fremden erwarte ich nichts, von meinem Mann alles.“
            Viele Männer sind in der Vergangenheit für fremde Frauen Risiken eingegangen oder haben sogar ihr Leben für diese geopfert. Persönlich finde ich diese Männer dumm. Ich würde dies NIE tun.
            Für eine Frau die mir wichtig ist würde ich da nur tun, wenn ich merke, dass prinzipiell die Bereitschaft da ist das gleiche auch für mich zu tun. Von einer Partnerin kann ich das nicht erwarten, daher würde ich dies nur für meine Mutter tun da ich davon ausgehe, dass sie dies auch für mich tun würde.
            Partnerinnen sind nur Spaß – man kann eine schöne Zeit mit ihnen haben aber die ist halt begrenzt. Dafür etwas deutlich hochwertigeres zu verschenken sehe ich als unklug an (gelinde gesagt).

          • @Miria
            Gratulation, du bist die Ausnahme, die die Regel bestätigt.
            Tatsache ist, dass Frauen nicht so verdrahtet sind, sie gehen für Männer eher kein Risiko ein. Das ist auch nicht schlimm, das ist einfach wie Menschen so sind.

          • @PfefferumdSalz:
            „Für eine Frau die mir wichtig ist würde ich da nur tun, wenn ich merke, dass prinzipiell die Bereitschaft da ist das gleiche auch für mich zu tun.“

            Genauso sehe ich das auch!

            „Von einer Partnerin kann ich das nicht erwarten, daher würde ich dies nur für meine Mutter tun da ich davon ausgehe, dass sie dies auch für mich tun würde.“

            Und hier unterscheiden wir uns: für meinen letzten Freund wäre ich ziemlich viele Risiken eingegangen, weil ich genau wusste, er hätte das gleiche auch für mich getan 🙂
            Aber wir hatten das Thema ja schon mal, dass du bisher nicht wirklich Glück gehabt zu haben scheinst, was Beziehungen angeht…

          • @Benjy:
            „Tatsache ist, dass Frauen nicht so verdrahtet sind, sie gehen für Männer eher kein Risiko ein. Das ist auch nicht schlimm, das ist einfach wie Menschen so sind.“

            Nicht alle Menschen sind so 😉
            Dass ich, gerade als Autistin allerdings nicht typisch bin, ist mir wohl bewusst.

    • „dass eine Frau ihren Körper und ihre Schönheit ruiniert nur um seinen Nachwuchs auszutragen“

      Eine Frau hatte bei dem Sex Spaß.
      Eine Frau hat sich freiwillig dazu entschieden, Sex zu haben.
      Eine Frau hat sich freiwillig dazu entschieden, das Kind auszutragen (Männer haben da ja kein Mitspracherecht).
      Eine Frau hat sich freiwillig dazu entschieden, das Kind groß zu ziehen.
      Eine Frau wird von dem Kind als Mutter geliebt und bekommt im Alter von dem Kind Unterstützung.
      Eine Frau bekommt von ihrem Partner und der Gesellschaft Unterstützung für das Kind, finanziell und als Infrastruktur.
      Und, most important: Eine Frau lebt nach dem Kind weiter und hat evtl. noch weitere Kinder (freiwillig) oder auch einfach nur so Sex, zum Spaß.
      >b-but muh ruined beauty

      Männer, die sich in Gefahr begeben um andere zu retten, bekommen ein Danke… vielleicht. Oder manchmal sind sie sind dann auch einfach tot.
      Währenddessen müssen sie sich von Feministen was von „toxischer Männlichkeit“ anhören, dass sie erst lernen müssen, richtige Menschen zu sein („teach men not to rape“), dass sie die Frauen überall unterdrücken und dass sie die Fresse zu halten haben.

      Aber Frauen haben es ja soooooooooooo schwer im Leben!

      • Achso: und natürlich sind Männer auch unfähig, Gefühle zu zeigen. Weil jemand der seine eigene Gesundheit und vielleicht sogar sein Leben auf’s Spiel setzt, um andere zu retten, ist natürlich nichts anderes als ein emotionsloser Klotz.

    • „… dass eine Frau ihren Körper und ihre Schönheit ruiniert nur um seinen Nachwuchs auszutragen.“

      Nu bleib mal auf dem Teppich. Eine Schwangerschaft ist nur selten Grund für eine ruinierte Figur.
      Meistens eher ein Zusammenbruch der Selbstdisziplin der schwangeren Frau, die meint, sich nun straffrei mit Schokolade vollstopfen zu dürfen, weil der Bauch eh dick wird.
      Sogar ein Model kann nach der Geburt von – bei Heidi Klum z.B. wie vielen? – Kindern weiter arbeiten.

      Meine Mutter hat vier Kinder zur Welt gebracht und war dennoch immer gertenschlank und durchtrainiert, aber eben beim Essen auch sehr diszipliniert.

      • Wenn sie angezogen und angemalt sind, ist der Unterschied nicht groß. Aber wenn man sie nackig hat, dann ist mir der Unterschied immer als sehr erheblich aufgefallen. Jüngere Mütter geben dabei wahrscheinlich noch mehr auf als ältere und ab einem bestimmten Alter ist es auch egal.

        Das ist kein Weltuntergang. Aber ziemlich SMV-relevant ist es.

      • Die größte, negative Veränderung durch bislang zwei Schwangerschaften (und eine Gallenblasen-OP) hat eindeutig mein Bauchnabel durchgemacht, der gefällt mir gar nicht mehr 😦
        Vielleicht lass ich mir mit 40 oder so ein Bauchnabelpiercing stechen um das zu übertünchen 🙂

        Außerdem hatt ich durch das Stillen des ersten Kindes mein Hinternfett quasi komplett verloren, drei Narben an Vagina/Damm trug ich davon, ach ja: und dann noch mein special, die halbseitige Gesichtslähmung. Die Meisten behaupten, sie sähen es nicht (mehr), kein Mensch ist schließlich komplett symmetrisch bla blub, aber ich finds eigentlich wenn ich in den Spiegel gucke immernoch (zu) deutlich. Daher guck ich einfach nicht so oft in den Spiegel^^ und meide Fotoaufnahmen, da sieht das immer noch schrecklicher aus als bei ungekünsteltem Lächeln (hoff ich zumindest^^) – weil ich mein Fotolächeln ja auch nicht übe, was ich mir aber seit Jahren vornehme zu tun.

        Ich bin trotzdem mehr im Reinen mit meinem Körper und Allem eigentlich als als Teenager oder mit Anfang 20. Und ich wähne mich da auch noch nicht einmal auf meinem persönlichen Zenit.

  3. Off topic – etwas, was ich schon lange loswerden wollte.

    Feminismuskritik sollte sich um gute Argumente bemühen. Das ist auch oft der Fall, aber manchmal macht man es sich doch zu einfach.

    Eine immer wieder gehörte Argumentation ist, dass wenn die 21%-Lohnlücke bestünde, also 21% weniger Lohn für gleiche Arbeit bei gleichwertiger Qualifikation bezahlt wird, die Arbeitgeber doch einfach nur Frauen einstellen müssten und ohne negative Konsequenzen 21% weniger zahlen würden und damit einen grossen Wettbewerbsvorteil hätten. Das wird sozusagen als Widerlegung der Behauptung angeführt, dass Frauen auf dem Arbeitsmarkt diskriminiert würden.

    Was auf den ersten Blick wie ein überzeugendes Argument aussieht ist in Wirklichkeit keineswegs so überzeugend. Es wird nämlich davon ausgegangen, dass der Arbeitgeber;

    – völlig rational entscheidet, d.h ohne Vorurteile
    – sich die Qualifikationen eindeutig in einer Rangliste darstellen liesse und er dann einfach die beste Bewerbung wählt
    – das Unternehmen aus dem Markt gekegelt würde, wenn nicht die beste Bewerbung berücksichtigt wird

    Dazu gibt es berechtigte Einwände:

    – Menschen handeln nicht rein rational. Das weiter auszuführen erübrigt sich.
    – Qualifikationen sind nicht identisch und es ist meist nicht eindeutig, welche nun die beste ist. Der typische Fall ist, dass es einige Bewerbungen gibt, die vergleichbar, ähnlich sind und unter denen sich der Personaler für eine entscheiden muss. Würde man diese fünf oder sechs ähnlichen Bewerbungen verschiedenen Personaler vorlegen, dann würde man wegen der Unterschiedlichkeit zu verschiedenen Entscheiden gelangen
    – das Unternehmen wird keineswegs aus dem Markt gekegelt, nur weil statt der besten die zweit- oder drittbeste Wahl getroffen wird, denn die Schwierigkeit bei der Personalauswahl betrifft ja alle. Die Mär vom perfekten kapitalistischen System, das nur rational entscheidet, alle anderen aus dem Markt kegelt (Selbstheilungswunder, oha!!) und Meritokratie genannt werden darf (und deshalb gerecht ist) verbuche ich unter „naiv-religiöses Dogma“.

    Das heisst nun nicht, dass ich an die 21%-Lohnlücke durch Diskriminierung glaube. Ich stelle nur fest, dass das angesprochene Argument kein wirklich gutes ist und nur auf den ersten Blick als solches erscheint.

      • Zu teuer? Das impliziert ja schon, dass sie nicht bestehen können. Ich rede von „nicht optimal“, was auf alle zutrifft.
        Auf Dauer? Das heisst, dass zumindest für einige Zeit suboptimal operiert werden kann.

        Dieses behauptete Ideal der Bestenauslese ist weltfremd. Und Google scheint ja nun nicht gerade vom Bankrott bedroht zu sein, deren Anstellungspraxis hier (Stichwort „Diversityprogramm“) kritisiert wurde.

        • Ich zitiere mich bzgl. Google der Einfachheit selber:

          Google macht seinen Gewinn mit Werbung und die kennen besser als alle anderen die Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Wenn nur etwas dran ist, dass Frauen 80% der Kaufentscheidungen treffen, außerdem Frauen stärker als Männer auf Emotionen reagieren und Werbung vor allem über Emotionen funktioniert, dann versteht man, dass sich Google Männerfeindlichkeit problemlos leisten kann, aber auch nur in Verdacht zu geraten Frauen nicht zu privilegieren wirkt sich auf das Geschäftsmodell von Google katastrophal aus. In diesem Sinne betrachtet ist Googles Entscheidung durchaus rational.

          • Was aber als Beleg gelten darf, dass eine diskriminierende Praxis unter gewissen Umständen eben doch vorteilhaft ist, d.h ökonomisch sinnvoll. Diskriminierende Praxis kann also nicht per se ausgeschlossen werden, sie kann sogar, rein ökonomisch betrachtet, angezeigt sein.

    • @Pjotr

      Fast alle Argumente gegen die feministische Weltsicht sind in dieser Weise verfehlt. Das liegt daran, dass die Behauptungen der Feministen üblicherweise gar nicht aufrichtig gemeint sind und platte, völlig verbogene Zwecklügen sind. Die Feministinnen erzählen ihre Propagandalügen, *eben weil* sie völlig gelogen und fabriziert sind und nicht *trotz dessen*.

    • Frauen werden nicht nur für gleicher Arbeit schlechter bezahlt, sondern ganz besonders für GLEICHWERTIGE. Typische Frauenjobs werden schlechter bezahlt. Berufe die früher mal männlich waren werden mit der Erhöhung des Frauenanteils abgewertet.

      • Schon mal in Erwägung gezogen, dass Frauen möglicherweise langsamer arbeiten, mehr Fehler machen, also insgesamt weniger produktiv sind?
        Oder dass eine „Erhöhung des Frauenanteils“ eventuell zu einer allgemeinen Absenkung der Anforderungen und der Arbeitsqualität führen könnte?

          • Was ist an der Frage, ob Frauen nicht die gleiche Leistung bringen sexistisch?

            PS Ich glaube nicht, daß Anne mit dir in einem Nest sitzt oder es möchte. Sie ist wohl im Gegensatz zu dir flügge und steht ihren Mann … 🙂

          • „Wie? Frauen leisten schlechte Arbeit?“

            „Over the years, I have hired outstanding women – educated, intelligent and highly articulate. Yet, I am exhausted. I have become profoundly tired of being a therapist and a babysitter, of being drawn into passive-aggressive mental games and into constantly questioning my own worth as a manager“

            „I have had women cry in team meetings, come to my office to ask me if I still like them and create melodrama over the side of the office their desk was being placed.“

            „My receptionist was resigning and, while in tears, she told me that although she was passionate about our brand and loved the job, she could not overcome the fact that I did not thank her for her work.“

            „I am also yet to have a single male employee come to my office to give me dirt on a co-worker or share an awkward gossip-like story. My female employees though? Every. single. one.“

            „Yet, I had no idea that the problems women faced in their workplace were often far removed from the typical inequalities feminism continues to address. It is not men who sabotage women and stump their career growth – it is women themselves!“

            https://clarissasblog.com/2014/05/14/i-dont-want-to-hire-women/

          • „Wie? Frauen leisten schlechte Arbeit? Was bist du denn für eine Sexistin?“
            Nicht nur das, sie machen auch oft mehr Stress in der Firma. Außerdem glauben Frauen mehr zu arbeiten als sie es wirklich tun. Mag sein, dass es da andere Frauen gibt aber meine Erfahrungen sind derlei. Frauen jammern auch oft rum wenn es darum geht Überstunden zu machen (obwohl die abgegolten werden können) und sehen den Job halt nur als notwendiges Übel an, während Männer darin deutlich öfter aufgehen.
            Ich bin inzwischen dazu übergegangen Männer bei gleicher Eignung bevorzugt einzustellen. Leider bewerben sich bei mir 80% Frauen – die guten Männer sind auch hier bereits vergeben.

          • NIcht zu vergessen, dass Frauen (auch kinderlose) häufiger krank machen und höhere Gesundheitskosten verursachen, obwohl die allermeisten gesundheitsgefährlichen Tätigkeiten von Männern ausgeübt werden (ca. 90-95 der Arbeitsunfälle) und Frauen quasi nur vom Bürohocker fallen oder sich an der Kaffeetasse verbrühen können.

          • @Laura

            Das habe ich nicht behauptet, sondern lediglich als Hypothese aufgestellt.
            Immerhin würde diese Vermutung zumindest einen Teil des bereinigten GPG schlüssig und plausibel erklären.

            Ist übrigens nur eine statistische Aussage, die nichts über das Individuum aussagt.
            Und niemand zweifelt hier, dass auch Männer bisweilen trödeln und Fehler machen.

      • @Laura
        „Frauen werden nicht nur für gleicher Arbeit schlechter bezahlt, sondern ganz besonders für GLEICHWERTIGE.“

        Ganz besonders bei den TVöD-Jobs zu beobachten 😀

        „Typische Frauenjobs werden schlechter bezahlt.“

        Weil die TVöD-Jobs die höchsten sozialen Sicherheitsstandards bieten, da kann man sich alles erlauben. Offenbar bevorzugen Frauen das.

        „Berufe die früher mal männlich waren werden mit der Erhöhung des Frauenanteils abgewertet.“

        Völliger Blödsinn. Das ist keine Ansicht, das ist nur Männerhass.

      • Laura,

        „Berufe die früher mal männlich waren werden mit der Erhöhung des Frauenanteils abgewertet.“

        Das stimmt. Was denkst Du, warum finden Frauen einen Sekretär oder einen Friseur nicht attraktiv? Die Abwertung findet ja durch Frauen statt.

        • interessanter Punkt. tatsächlich ist was dran. Frauen dringen in eine Männerdomäne ein und entwerten sie damit (für Männer) selbst, weil es ja „unmännlich“ geworden ist. Männer übernehmen dann dieses Urteil, weil die größte Angst vieler hetero-Männer mit Frauenfixiertem Selbstbewusstsein ist für unmännlich gehalten zu werden.

          • Ja genau. Man kann es auch als Variante der ureigenen Kastrationsangst des Mannes sehen.

            Aber die Definitionshoheit haben die Frauen, schlicht aus den beiden Faktoren tradierte (und von Frauen beständig reproduzierte) Heteronormativität und Asymmetrie des sexuellen Begehrens heraus.

            Eigentlich ein Scheiß-Spiel bei dem es am Ende keinen Gewinner gibt… 😉

      • Frauen werden nicht nur für gleicher Arbeit schlechter bezahlt, sondern ganz besonders für GLEICHWERTIGE.

        Das sind so dahingesagte Behauptungen. Statistisch bleiben von den behaupteten 21% (?) sechs oder sieben bestehen, die bisher nicht erklärt wurden.

        Es ist ausserdem nicht ersichtlich, wie Gleichwertigkeit objektiv festgestellt werden kann. Allein auf die Ausbildungsdauer und den formalen Grad der Qualifikation abzustellen ist Unsinn. Eine Gender Studies-Tante mit Master ist nun mal Lichtjahre von einem MINT-Master entfernt.

        Behauptungen aufstellen kann ich auch.

        In der Mehrheit aller Fälle wird der Mann als der „primäre Versorger“ betrachtet. Dieses Muster wird als das tradierte Geschlechterverhältnis, als die tradierte Geschlechterrolle bezeichnet. Wenn nun die Frau ihren Verdienst lediglich als willkommenen Zusatzverdienst zu dem des Mannes betrachtet, dann ist es doch naheliegend, dass der Lohn nicht den Stellenwert in Anstellungsverhandlungen einnimmt wie beim Mann, der sich mehr in der Verantwortung als Versorger sieht. Ausserdem erhöht eine geringere Lohnforderung die Anstellungswahrscheinlichkeit. Allein dieser Umstand könnte i.m.h.o die verbleibenden paar Prozente Differenz erklären.
        Solche möglichen Erklärungen werden leider von unseren sogenannten Geschlechterforschern nicht untersucht, weil sich ein Ergebnis einstellen könnte, das die politische Agenda nicht stützt.

        • „Statistisch bleiben von den behaupteten 21% (?) sechs oder sieben bestehen, die bisher nicht erklärt wurden.“

          Man kann die relativ leicht „erklären“: es fehlen wesentliche lohnrelevante Daten, namentlich die Arbeitsplatzanforderungen und die Ausbildung. Die sind oft nicht oder nur extrem vergröbert bekannt.

          „Es ist ausserdem nicht ersichtlich, wie Gleichwertigkeit objektiv festgestellt werden kann.“

          Ganz einfach: letztlich nur durch den Preis, der auf einem freien Markt erzielt werden kann. Tarifverträge sind ein Versuch, durch genaue Kriterien einen psychologisch akzeptablen Preis für die Arbeit zu bestimmen, der darf sich aber nie allzuweit vom echten Marktpreis entfernen. Außer in einer Diktatur.

          • Ganz einfach: letztlich nur durch den Preis, der auf einem freien Markt erzielt werden kann.

            Naja, es wird zwischen Wert und Preis unterschieden. Den Preis festzustellen ist nicht das Problem. Wie ich bereits sagte ist das Problem, einer Tätigkeit einen Wert und damit einen Preis zuzuordnen, der nicht notwendigerweise mit dem Preis übereinstimmt, der sich auf dem Arbeitsmarkt (oder von mir aus auch in Tarifverhandlungen) gebildet hat. Die Antwort darauf ist Laura schuldig geblieben.

        • Du redest von gleicher Arbeit ich von gleichWERTIGER. Es gibt keine Rechtfertigung, warum eine Altenpflegerin weniger verdient als ein Informatiker. siehe auch:
          „er Grundsatz »Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit« weist bereits auf die Bedeutung des »Wertes« von Arbeit hin. Der Streik der Erzieherinnen (und Erzieher) in den Kitas im letzten Jahr hat gezeigt, dass diese trotz ihrer großen Verantwortung und ihres bedeutenden gesellschaftlichen Auftrags relativ wenig verdienen. Um das zu ändern, bräuchten wir eine gesellschaftliche Debatte darüber, warum die Arbeit mit Menschen – das gilt beispielsweise ja auch für die Alten- und Krankenpflege – in der Regel schlechter bezahlt wird, als die Arbeit mit Computern und Maschinen. Ich denke, eine solche Debatte führte dazu, dass die gesamte Verdienst-Struktur grundsätzlich in Frage gestellt werden müsste. Da würde es dann vermutlich nicht nur Gewinner, sondern auch Verlierer geben. Wer sollte eine solche Diskussion anstoßen wollen? Das ist ein heißes Eisen. Auch das Interesse der Gewerkschaften an einer solchen Debatte ist letztlich gering.“

          https://oxiblog.de/gender-pay-gap/

          • „eine gesellschaftliche Debatte darüber, warum die Arbeit mit Menschen – das gilt beispielsweise ja auch für die Alten- und Krankenpflege – in der Regel schlechter bezahlt wird, als die Arbeit mit Computern und Maschinen.“

            Das wäre eine unfruchtbare Neid-Debatte. Die Altenpflegerin gönnt dem Müllmann seine Erschwerniszulage nicht…

            Im übrigen stimmt schon Deine Hypothese nicht. Am besten bezahlt (auf Angestellte bezogen) werden Leute die ausschließlich mit Menschen arbeiten: Top-Manager. Und da dieser Spread auch für das mittlere und untere Management gilt, ist zahlenmäßig „die Regel“ anders.

          • Ich finds auch total unfair, dass man mit professionellem Fußballspielen offenbar mehr Geld verdient als mit professionellem Papierfliegerfalten. Dabei bewegen sich die Fußballer auch noch und sparen das Fitness-Studio! Diese schreiende Ungerechtigkeit müssen wir auch sofort beseitigen.

          • Ich gebe dir vom Prinzip her recht, allerdings rührt das ans Ressourcenallokationsproblem. Man lockt mehr Leute in unterbesetzte Branchen, wenn man mehr zahlt. Diesen Mechanismus auszuhebeln, kann gefährlich sein.

            Ich sehe auch die Entwicklung, die zum Status Quo geführt hat, eine Entwicklung, die von Lohndumping und dem Versuch getrieben wird, Gewerkschaften zu schwächen (internationale Konkurrenz) und deren Vertreter zu korrumpieren.

            Ich habe mich lange nicht umbeworben, aber auch in der Informatik wachsen die Bäume nicht in den Himmel. Die ausländische Konkurrenz ist hier besonders heftig, in unserer Firma sind bestimmt die Hälfte Zugewanderte.

            Gut laufen z.B. eingeführte Anwaltskanzleien. Die Chefin meiner Frau verdiente z.B. regelmäßig das dreifache von mir. Anwälte leiden vor allem unter der Schwemme an Kanzleien, dafür weniger an internationaler Konkurrenz, haben Gebührenordnungen und sind gegen gegen Laien geschützt (Rechtsberatungsverbot). Bei Ärzten ist es nochmal komplizierter. Und warum verdienen Einzelhandelsverkäuferinnen so wenig?

            Das Thema ist schwierig und facettenreich und ich habe auch keine Patentlösung in petto.

          • @Laura
            „ich von gleichWERTIGER“

            Ach, weil Du das so festlegst soll das so sein?

            Vermutlich bist Du auch antikapitalistisch eingestellt und negierst den „freien Markt“?!

            Man kann nur hoffen, dass solche verkappten diktatorischen Typen wie Du niemals mehr in diesem Land was zu sagen haben werden!

            „warum die Arbeit mit Menschen – das gilt beispielsweise ja auch für die Alten- und Krankenpflege – in der Regel schlechter bezahlt wird, als die Arbeit mit Computern und Maschinen.“

            Es ist ganz einfach: so verkauft Euch die SPD und die Gewerkschaftsbonzen zum wholesale-Tarif. Und: Kein Arbeitsrecht wegen Kirchenrecht. Vielleicht ändert ihr mal da was? Aber nein, Ihr Feministinnen seid alles ja Bonzen aus eben der Führungsetage von Kirchen und den „linken“ Parteien. Die verarschen ihre Klientel nach Strich und Faden und hämmern den so Verarschten auch noch die hasserfüllte Neidphilosophie des Feminismus und der „Sozialen Gerechigkeit“ ein, die die Schuld auf ganz andere schiebt.

          • Um das zu ändern, bräuchten wir eine gesellschaftliche Debatte darüber, warum die Arbeit mit Menschen – das gilt beispielsweise ja auch für die Alten- und Krankenpflege – in der Regel schlechter bezahlt wird, als die Arbeit mit Computern und Maschinen.

            Das ist einfach zu beantworten: Weil die „Arbeit mit Maschinen“ unmittelbare Wertschöpfung ist, während die Betreuung und Erziehung von Kleinkindern nur eine mittelbare Wertschöpfung darstellt.

          • „keine Rechtfertigung, warum eine Altenpflegerin weniger verdient als ein Informatiker“

            Und was ist jetzt deine Lösung? Viele alte Leute werden von ihren Kindern gepflegt die nichts in der Richtung gelernt haben. Was glaubst du wie lange die sich stattdessen einen Informatiker leisten können, bis sie sich überlegen das es doch günstiger ist selber weniger zu arbeiten und die Person dann selbst zu pflegen, weil sie nämlich z.B. 3 Stunden arbeiten müssen um diesen hochbezahlten Pfleger eine Stunde zu bezahlen?

            Das Problem mit Informatiker ist, dass das was die machen nicht einfach so von ungelernten erledigt werden kann. Man ist auf dessen spezielle Fähigkeiten angewiesen. Und außerdem brauch man, sofern man kein Vollidiot ist, einen Informatiker nicht mehrmals die Woche für immer die gleiche Aufgabe. Deswegen ist man bereit dafür mehr zu bezahlen.

            Es mag ja moralisch richtig sein, aber die Nachfrage nach Pflegekräften die überdurchschnittlich viel verdienen wird voraussichtlich stark sinken.

          • Noch eine kleine Ergänzung dazu. Ich hatte das Privileg Zivildienst machen zu dürfen, ein Privileg, was du aufgrund deines Geschlechtes nicht hattest. Ich durfte ganz selbstverständlich Pflegearbeiten übernehmen, ohne irgendeine Ausbildung bekommen zu haben.

          • @Laura

            So langsam wird es haarsträubend.
            „Es gibt keine Rechtfertigung, warum eine Altenpflegerin weniger verdient als ein Informatiker.“

            Das ist GELOGEN.
            Eine Altenpflegerin verdient auch weniger als eine LEHRERIN.
            Weil sie eine Ausbildung hat und kein Abi und kein Hochschulstudium. Diese rationale Erklärung fällt Frauen nur nicht ein, weil weibliche und männliche Tätigkeiten nach Art der Rosinenpickerei dem Publikum präsentiert werden.

            „Der Streik der Erzieherinnen (und Erzieher) in den Kitas im letzten Jahr hat gezeigt, dass diese trotz ihrer großen Verantwortung und ihres bedeutenden gesellschaftlichen Auftrags relativ wenig verdienen.“

            Das ist GELOGEN.
            Auch Erzieherin ist ein Ausbildungsberuf und Erzieherinnen verdienen inzwischen MEHR als bspw. ein Elektriker. Das *Einstiegsgehalt* einer Erzieherin sind nach Tarif 2.519,04 Euro Brutto, nach EINEM Jahr sind sie bei 2.764,80 Euro.
            http://www.oeffentlichen-dienst.de/entgelttabelle/tvoed-sue.html
            Das *Durchschnittsgehalt* eines Elektrikers beträgt 2.597 Euro.

            „eine gesellschaftliche Debatte darüber, warum die Arbeit mit Menschen – das gilt beispielsweise ja auch für die Alten- und Krankenpflege – in der Regel schlechter bezahlt wird, als die Arbeit mit Computern und Maschinen.“

            Das ist doppelt GELOGEN.
            1. Ordinäre Handwerker, Berufskraftfahrer, Maler und Lackierer, Paketzusteller, Metzger, Lagerarbeiter usw. usf. sind im Verhältnis um Meilen schlechter bezahlt und arbeiten in einer um Meilen mieseren Umgebung.

            2. Alten- und Krankenpflege ist keine Tätigkeit, die in Deutschland von selbst marktgängig ist, 99% der angebotenen Dienstleistung wird nicht an Endkunden verkauft.
            Sondern sie wird durch Transfers, nämlich durch Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge der Erwerbstätigen finanziert.

            Eine „gesellschaftliche Debatte“ um abenteuerliche Lohnzuwächse bedeutet nichts andres, als die Beitragszahler auszunehmen, die für solche Erhöhungen werden in die Tasche greifen müssen.

            Und habe ich schon eine Idee, warum eine solche „gesellschaftliche Debatte“ erfolgen soll:

            1. Weil die überwiegenden ZAHLER dieser Sozialversicherungsbeiträge MÄNNER sind.
            2. Weil die FRAUEN von diesen abenteuerlichen Lohnzuwächsen profitieren sollen.

            Für den nächsten Beitrag von dir: Hör mit dieser Lügerei auf!

          • „1. Weil die überwiegenden ZAHLER dieser Sozialversicherungsbeiträge MÄNNER sind.
            2. Weil die FRAUEN von diesen abenteuerlichen Lohnzuwächsen profitieren sollen.“

            Ja, die Gewissensbisse der Politiker werden nicht wahrnehmbar sein wenn es darum geht Geld im großen Stil von Männer an Frauen weiterzugeben.

          • „Es gibt keine Rechtfertigung, warum eine Altenpflegerin weniger verdient als ein Informatiker.“

            Doch, die gibt es. Und zwar gleich mehrfach:
            1. Ein Informatiker hat üblicherweise eine umfassendere Ausbildung als ein Altenpfleger. Ein Informatiker hat in der Regel ein Studium und eine ganze Palette an Fähigkeiten, die er nicht im Studium gelernt hat (wie zum Beispiel Programmieren oder mit Computern umgehen – Informatik ist in der Regel Mathematik).
            2. Es gibt einen Markt, der bestimmt einen Preis. Wenn 2 millionen Informatiker für 8,50 Euro arbeiten würden, dann würde kaum ein Informatiker mehr Geld verlangen können. Außerdem gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, einen Job zu refinanzieren. Ein Systemadministrator verdient auf gleichem Level mit gleichwertiger Berufserfahrung durchschnittlich weniger, als ein Anwendungsentwickler, weil Systemadministratoren meistens nur Geld kosten aber direkt nichts einbringen (nur indirekt, da sie die Infrastruktur am Laufen halten), während der Anwendungsentwickler direkt Produkte entwickelt, die sich dann entsprechend teuer verkaufen lassen.
            3. Aus diesem Grunde werden Altenpfleger auch geringer bezahlt, denn das Geld was sie verdienen muss meistens von der Gesellschaft bezahlt werden und schafft keinen materiellen Gegenwert.

          • „Um das zu ändern, bräuchten wir eine gesellschaftliche Debatte darüber, warum die Arbeit mit Menschen – das gilt beispielsweise ja auch für die Alten- und Krankenpflege – in der Regel schlechter bezahlt wird, “
            Kein Problem, wir erhöhen einfach die Preise für die Alten- und Kinderbetreuung um 500 €/ Monat und dann kriegen die Erzieher auch mehr Gehalt. Ist doch ok so, oder?

            Its economy stupid.

        • Solche möglichen Erklärungen werden leider von unseren sogenannten Geschlechterforschern nicht untersucht, weil sich ein Ergebnis einstellen könnte, das die politische Agenda nicht stützt.

          Jaja man muss schon sehr aufpassen, wie man seine Studien betreibt wenn man weis, wie die Wahrheit aussieht, aber vermeiden will sie auch zu entdecken.

      • @Laura
        „Frauen werden nicht nur für gleicher Arbeit schlechter bezahlt, sondern ganz besonders für GLEICHWERTIGE.“

        Nope. Der erste Teil des Satzes ist als Behauptung so falsch, dass er auch von der Web-Site des BMFSFJ verschwinden musste.
        Nach freundlicher Nachfrage, versteht sich.
        Es wäre nämlich komisch, wenn ein Bundesministerium OFFEN ZUGIBT, Frauen durch Tarifverträge zu diskriminieren.

        Der zweite Teil des Satzes ist in Regel ebenfalls falsch, weil selbst die scheinbar identische Tätigkeit trotzdem unterschiedliche Bezahlung gerechtfertigt.
        Beispiel Fenster putzen in einem Hochhaus:
        a. von innen putzen.
        b. Von außen putzen.
        Letztere Tätigkeit besser bezahlt, da zahlreiche Erschwernisse und Gefahren mit eingepreist werden.

        „Typische Frauenjobs werden schlechter bezahlt. Berufe die früher mal männlich waren werden mit der Erhöhung des Frauenanteils abgewertet.“

        a. Feministischer Quatsch um – in der Regel – semantische Spitzfindigkeiten. Der „Sekretär“ des 18. und 19. Jahrhunderts hatte ein abgeschlossenes Hochschulstudium und ist mit der Ausbildung zur „Sekretärin“ überhaupt nicht zu vergleichen.
        b. Selbst wenn mehr Frauen in ehemaligen Männerberufen arbeiten, dann heißt das nicht, dass die Bezahlung schlechter ausfällt, WEIL mehr Frauen in diesen Berufen arbeiten.
        Verstehst du? Nix Kausalität!

        Beispiel Journalismus – die Bezahlung von Journalisten UND Journalistinnen wird immer schlechter, weil es massive Einbrüche bei Auflagen und Werbeeinnahmen gibt und Redaktionen massiv ausgedünnt worden sind. Der höhere prozentuale Anteil von Frauen hat damit nichts zu tun.

        Dass Berufe hingegen heute fürstlich bezahlt werden im Vergleich zu früher, nämlich den früheren Volksschullehrer mit der heutigen Grundschullehrerin vergleichend, die ZUUUUUUUUFÄLLIG weiblich dominiert sind – wundert es eigentlich, dass solche Vergleiche nicht erfolgen?

        Dann: Frauen ergreifen in der Regel Berufe, die sich nicht durch längere Erwerbsunterbrechung von selbst entwerten. Oder anders herum: Die weibliche Berufswahl erfolgt entlang der Möglichkeit, WEGEN Kind/Kindern temporär aus dem Erwerbsleben auszusteigen.
        Solche Berufe sind schlechter bezahlt.

    • „sich die Qualifikationen eindeutig in einer Rangliste darstellen liesse und er dann einfach die beste Bewerbung wählt“

      Das lässt sich natürlich nicht so darstellen. Aber das ist ja auch gerade das Problem der Personaler: Sie müssen eine Entscheidung treffen und hoffen, dass das die richtige war. Das zu beurteilen geht nur anhand von Bewerbungsunterlagen und Verhalten der Bewerber in Vorstellungsgesprächen bzw. Probearbeiten.

      „das Unternehmen wird keineswegs aus dem Markt gekegelt, nur weil statt der besten die zweit- oder drittbeste Wahl getroffen wird“

      Nö aber warum soll ich für das zweit- oder dritt-beste Angebot bezahlen, wenn ich für den selben Preis etwas besseres bekommen kann? Die Firma wird’s schon nicht umbringen, aber eine Firma hofft immer auf Vergrößerung des Gewinns, und das hängt von verschiedenen Faktoren ab, neben Markt und Glück auch die Performance der Mitarbeiter. Und der bessere Mitarbeiter verbessert da natürlich die Chancen, besonders wenn der Markt schwierig ist.

      Mal abgesehen davon ist das Problem der Frauen, dass sie sich einfach nicht auf solche Stellen bewerben. Es ist ja nicht so, dass Frauen massenweise aus den Bewerbungsprozessen gedrängt werden würden, sondern sie bewerben sich erst gar nicht. Außerdem verlangen sie viel seltener mehr Geld, auch wenn sie gut performen. Das ist für den Arbeitgeber natürlich günstig (und eher ein Grund, mehr Frauen einzustellen weil billiger), wirkt sich auf die Statistik dann aber auch negativ aus. Und das Thema, dass viele Frauen besonders im Westen einfach weniger Interesse an bestimmten Jobs zeigen, hatten wir hier ja schon mehrfach. Und ein weiteres Argument gegen diesen 21%-Mythos war auch, dass Frauen zeitlich weniger arbeiten, und das nicht nur wegen Kindern.

    • Die Annahme, dass Löhne einfach Marktpreise sind, ist in verschiedener Hinsicht eine Fiktion. Aber mit der Differenzierung würde man Feministinnen ohnehin nur überfordern.

    • @Pjotr: „Eine immer wieder gehörte Argumentation ist, dass wenn die 21%-Lohnlücke bestünde, also 21% weniger Lohn für gleiche Arbeit bei gleichwertiger Qualifikation bezahlt wird,“

      NEIN!! Das ist haarsträubender Unsinn. Seit mindestens 10 Jahren schreiben sich alle möglichen Leute die Finger wund, daß bei den unbereinigten 21 – 23 % GPGs UNGLEICHE Arbeit bei UNGLEICHWERTIGER Qualifikation verglichen wird. Details s. Unbereinigtes GPG

      Deshalb ist auch der Begriff „Lohnlücke“ ein Kampfbegriff, denn er suggeriert fälschlich, daß hier Gleiches mit Gleichem verglichen wird.

      Bei den sogenannten bereinigten GPGs, die in verschiedenen Quellen typischerweise im Bereich von 3 bis 8 % angegeben werden, versucht man mehr oder weniger erfolgreich, den Einfluß lohnrelevanter Faktoren aus den Lohnunterschieden herauszurechnen. Details s. Bereinigtes GPG

      Idealerweise würde man Männer bzw. Frauen, die in etwa GLEICHE Arbeit bei GLEICHWERTIGER Qualifikation leisten, vergleichen. Wegen der beruflichen Segregation findet man aber solche statistischen Zwillinge nicht ohne weiteres. Die tatsächlich angewandten Verfahren sind daher komplizierter, mehr dazu hier.

      Arbeitgeber doch einfach nur Frauen einstellen … grossen Wettbewerbsvorteil hätten. Das wird sozusagen als Widerlegung der Behauptung angeführt, dass Frauen auf dem Arbeitsmarkt diskriminiert würden.

      Diese ganze Argumentation bzw. diese Widerlegung ist komplett gegenstandslos, weil die zu widerlegende Behauptung, die 23%-Annahme, ganz offensichtlich aus anderen Gründen falsch ist.

      – Menschen handeln nicht rein rational. Das weiter auszuführen erübrigt sich. – Qualifikationen sind nicht identisch …

      Das sind alles Gefährdungen, die zu „ungerechten“ Löhnen führen können, auch zu lasten von Männern. Dazu findet man auch immer Einzelfälle, die das beweisen sollen. Statistisch sind diese Einzelfälle aber irrelevant. In der großen Masse der Fälle werden diese Gefährdungen nicht wirksam, andernfalls wäre das bereinigte GPG größer.

      Daß das GPG bei vollständigen Daten bis auf einen irrelevanten Rest von 2 – 3 % bereinigt werden kann, BEWEIST nachgerade, daß Lohnunterschiede fast vollständig auf rationalen Argumenten, also Unterschieden in den Merkmalen des Arbeitsverhältnisses, beruhen.

    • Nur gegenüber dem neutralen Publikum, nicht gegenüber den Feministen. Gute Argumente ziehen dort nicht, da Feministen keinen logischen Gedankenprozessen folgen. Es wird gesagt, was Ergebnisse bringt. Ganz gleich ob das Gesagte kompletter unfug ist.

      Daher, nein, ich bin eher dafür harten Widerstand gegenüber Feministen zu demonstrieren. Dann hören die nämlich auch auf. Sie wissen, dass sie gegen männlichen Widerstand nichts tun können, ausser andere Männer reinschicken.

  4. Back to the front You will do what I say, when I say Back to the front You will die when I say, you must die Back to the front You coward You servant You blindman

  5. Interessanter Artikel: ich sehe einen allmählichen Fortschritt in der Denkweise und Debatte. Es verbreitet sich Stück für Stück die Erkenntnis, daß männliches Leben evolutionär durch höhere Bürden und Hürden belastet ist, wie ich es in einer neuen, in sich logischen philosophischen Weltsicht darlege. Seinerzeit wurde das Buch „Die Unterdrückung der Männer“ ignoriert oder verrissen – die meisten waren noch nicht so weit. Auch andere Themen waren zu neu. Dabei ist es wichtig, nicht nur neue Argumente, Beweise und Sichten zu lesen und erkennen, sondern auch, Buch und Schriftsteller aufzubauen, um eine Basis für künftige Projekte zu haben. Euer Desinteresse wird mir dann von Verlagen höhnisch um die Ohren gehauen. Es ist nicht nur Feminismus, sondern euer mangelndes Interesse, euer Ignorieren, die ganze Kampagnen mangels Bekanntheit und Beteiligung untergehen läßt. http://www.quellwerk.com Dort gibt es die neuen Buchreihen. Es lohnt sich nicht nur, zu lesen, sondern ist auch Unterstützung wert.

      • Zustimmung, „unterdrückt“ ist nicht das richtige Wort und passt auch nicht zum männlichen Selbstverständnis. Schon eher manipuliert oder übervorteilt. Das abzustellen (zumindest die nicht-juristische Seite) obliegt letztlich jedem Mann selbst, für die juristische Ungleichbehandlung muss man(n) Aufmerksamkeit schaffen (so sie existiert, kann ich nicht beurteilen).

        Gleichbehandlung bzw. Gleichstellung wird es aber nie geben und ist auch nicht sinnvoll. Männer sind nun mal anders als Frauen, können andere Sachen und sind anderen Anforderungen ausgesetzt. Darüber zu jammern, hilft nichts.

      • Es hängt davon ab ob dies der Wahrheit entspricht.
        Wie ich schon mal sagte: Überhöhte Verantwortung und mangelnde Autorität sind Unterdrückungsmechanismen. In den angelsächsischen Staaten haben wir sehr starke Unterdrückungsausprägungen gegenüber Männern. Nicht von Frauen, sondern von anderen Männern.
        Daher nenne ich Feministen auch explizit „Genderfaschisten“, in Abgrenzung zu theokratischen Faschisten wie Franco, und ethnonatzionalistischen Faschisten wie Hitler.

        Man wird mir einfach nicht erzählen können, dass Parallelgerichte besetzt von Unterdrückungsideologien kein Faschismus sind.

        • vielleicht weil in den angelsächsischen Ländern, die Haltung des weißen Ritters sehr verbreitet und tradiert ist.
          Interessanter Weise sind ja auch erst die seit ca 150-200 Jahren (?)gepämperten, vergötterten, verwöhnten Weiber (der Oberschichten) dieser Länder auf die Idee gekommen, sie seien maßlos unterdrückt und benachteiligt

    • „Euer Desinteresse …“

      Ich glaub, dass damit in einem Maskulistenblog wohl die Falschen angesprochen werden.

      Dass Männer generell zu fatalistisch sind und ihre Interessen nicht wahrnehmen, ist ein Problem, mit dem sich alle Bewegungen herumschlagen, die die Rechte von Männern vertreten.

      Nicht einmal Väter konnten in nennenswertem Maße mobilisiert werden, obwohl die nun wirklich nach jedem Maßstab sozial, politisch und juristisch über den Tisch gezogen werden.

      In der politischen Debatte im Zusammenhang mit der nächsten Bundestagswahl kommt immer wieder das Gespenst von der „Rente mit 70“ auf den Tisch, die, wie allenthalben vehement betont wird, keiner will.
      Aber alle Ökonomen wissen, dass sie unvermeidlich sein wird.
      Für Männer bedeutet sie eine faktische Rentenkürzung von 27,9% (bezogen auf die statistische Lebenserwartung von 2015), für Frauen nur von 18,9%.

      Und keiner der 40 Mio. deutschen Männer protestiert!

      • Was soll das auch bringen? Frauen stattdessen bis 72 arbeiten lassen, Männer nur bis 68, oder sowas? In einer Ehe, in der die Frau oft jünger als der Mann ist, würde das bedeuten, dass man gar keine gemeinsame Rentenzeit mehr verbringen kann und das Geld wird sowieso für beide weniger, wenn man zusammenlebt und gemeinsame Kasse macht.

        Das Alter ist doch ohnehin schon lächerlich. Defakto werden die meisten keine Rente mehr bekommen, von der sie leben können. Im besten Fall bekommen sie eine Art Einheitsminirente oder sterben vorher. Das Land ist längst im Ar*ch. Und weil es nicht schnell genug geht, holt man noch alle Elenden der Welt dazu. Ja, ich bin fatalistisch. Man(n) hat einfach keine Zeit und Lust, in seiner knappen Freizeit, auch noch gegen die Windmühlen aus Dummköpfen zu kämpfen, die immer brutaler und verantwortungsloser werden.

        Ich werde AfD wählen, mehr kann ich nicht tun, um den Spinnern eins auszuwischen. Absehbar, dass es nicht funktionieren wird, aber die Hoffnung stirbt zuletzt.

      • In der politischen Debatte im Zusammenhang mit der nächsten Bundestagswahl kommt immer wieder das Gespenst von der „Rente mit 70“ auf den Tisch, die, wie allenthalben vehement betont wird, keiner will.
        Aber alle Ökonomen wissen, dass sie unvermeidlich sein wird.

        Ökonomen sind diejenigen, die dir im Nachhinein ganz genau erklären können, warum ihre Prognosen daneben lagen.
        Rente mit 70 mag für einige Hochqualifizierte eine Option sein, für die meisten ab 65 Jahre besteht de facto gar kein Arbeitsmarkt.

        • „… für die meisten ab 65 Jahre besteht de facto gar kein Arbeitsmarkt.“

          Mag sein, aber darum geht es den Versicherern auch nicht.
          Wer nicht bis zur Vollendung seines 70. Lj. arbeitet, der wird schlicht gepfefferte Abschläge bei der ohnehin schon oft kargen Rente hinnehmen müssen.

          „Was soll das auch bringen? Frauen stattdessen bis 72 arbeiten lassen, Männer nur bis 68, oder sowas?“

          Ich hab da auch kein Patentrezept, aber schon heute erhält ein Mann im Mittel nur knapp 68% der Rente, die eine Frau erwarten kann.
          Wenn das Rentenalter auf 70 heraufgesetzt wird, sinkt seine Auszahlung auf gut 60% dessen, was eine Frau bei gleichem Lebenseinkommen erhält.
          Irgendwann wird das System der Solidarkasse absurd (ist es eigentlich schon jetzt).

      • Als Grund für nötige Rentenaltererhöhung wird ja immer Finanzierbarkeit genannt, aber das Argument ist seit der Bankenkrise komplett hinfällig. Ebenso wie alle Behauptungen dass der Sozialstaat finanzierbar bleiben müsse.

        Geld spielt überhaupt gar keine Rolle mehr! Es geht nur noch um Vertrauen!

        Nachdem nach 2008 Billionen Garantien auf den Tisch geknallt wurden war klar, dass Bilanzen keine Rolle mehr spielen und nötiges Geld einfach nach Belieben elektronisch per Knopfdruck erzeugt wird.
        Zu hohe Kosten gibt es als Gefahr nicht mehr, einzig Vertrauensverlust
        kann noch zur Staatspleite führen!
        Es wird sich aber keiner mehr trauen irgend jemand anderem das Vertrauen zu entziehen, zu gross ist die Gefahr einer Kettenreaktion!

        Jeder der also sagt, dass das Rentensystem, der Sozialstaat oder was auch immer finanzierbar bleiben müsse, ist ein Schwätzer aus Zeiten als Staatsbilanzen noch Bedeutung hatten.

  6. Den Punkt habe ich auch schon mal in einem Artikel erwähnt:

    http://www.buddelfisch.de/2013/09/anita-sarkeesian-und-das-ganze-geschlechterzeug-1/

    (Ach ja… meine Sarkeesian-Artikelreihe. Die brachte mir die gehaltvolle Kritik an, dass man den Artikel nicht gelesen habe, es aber falsch fände, dass ich ihn geschrieben hätte, denn er sei ja nur substanzloses Gebrüll… )

    Ich möchte aber der Fairness halber auch – hier, wie bei mir – zu Bedenken geben, dass man nicht den Unterschied zwischen Haupt- und Nebenfiguren außer acht lassen darf. Wenn Soldat #1 stirbt, ist es nicht die Welt, wenn Bob stirbt, schon schlimmer, aber das Überleben von Romeo und Julia steht auf einem ganz anderen Blatt. Die Kerle bei „King Kong“ hat man zwar schon etwas kennengelernt, aber sie sind trotzdem das Kanonenfutter der zweiten Reihe, das für die Geschichte unserer Helden verheizt wird, egal, was deren Geschlecht ist.

  7. Zu den Filmen kann ich nichts beitragen. Hab bis heute keinen King Kong-Film gesehen – und bisher auch noch keinen Bedarf danach.

    Interessant ist aber ein realer, geschichtlich belegter Fall zu „disposable men“, nämlich der Untergang der Titanic.
    Vor einigen Jahren wurde die Passagierliste offengelegt und auch, wer die Katastrophe überlebt hat und wer nicht.

    Klar, dass Frauen bessere Karten hatten.

    Aber die Geschichte hat noch ein anderes, weniger bekanntes ‚Gschmäckle‘.
    Wie hoch die Überlebenschancen eines Mannes waren, hing nämlich dauch davon ab, auf welcher Seite des Schiffes er versuchte, ins Rettungsboot zu kommen.
    Während auf der einen Seite Männer auch in die Boote durften, wenn keine Frau mehr anwesend war, wurde auf der anderen Seite aus dem „Frauen und Kinder zuerst“ ein „Nur Frauen und Kinder!“, was dazu führte, dass dort viele Rettungsboote kaum halb besetzt gewassert wurden.

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