Schwache Männer für (zu) starke Frauen? Beziehungen im Zeitalter der Emanzipation (Gastartikel)

Kürzlich saß ich einmal mehr mit meinen Freundinnen in trauter Runde zusammen. Wir redeten über dieses und jenes – und irgendwann ging es natürlich um die großen Themen. Beziehungen, um genau zu sein. Und wie sie sich verändert hatten. „Männer sagen mir oft, dass sie Angst vor mir haben“, beklagte sich eine Freundin, die bis heute nach ihrem Prinzen sucht.. „Sie trauen sich häufig gar nicht erst, mich anzusprechen. Oder die Beziehung scheitert über kurz oder lang“. „Wie gut ich Dich verstehen kann!“, fiel eine andere ein. „Mein letzter Freund warf mir vor, dass ich die Hosen anhätte. Und dass er damit einfach nicht klar komme.“

Das Gespräch ließ mich nicht los. Beschäftigte mich noch eine ganze Weile. Und ich dachte über alles nach – über die moderne Frau, den modernen Mann. Unsere Rollen in der derzeitigen Gesellschaft. Ist der Feminismus etwa schuld daran, dass unsere Beziehungen immer kürzer werden? Dass es früher oder später unweigerlich zur Trennung kommt? Doch erst einmal „Hallo“. Mein Name ist Veronika Zintl! Und ich arbeite als Autorin für das Ex zurück Team (hier zu finden)! Wo eben auch genau diese Themen behandelt werden.
Studiert habe ich Politikwissenschaften. Und Themen wie diese beschäftigen mich schon seit längerem! Eigentlich schon immer!

Wer ist eigentlich die „Frau von heute“?

An dieser Stelle eine kleine Vorbemerkung: Ich würde mich nicht als militante und offensive Feministin betrachten. (und auch die Verwendung des Binnen-I ist mir jetzt nicht sonderlich wichtig.)
Ja, ich bin für gleiche Bezahlung, gleiche Rechte, … für Männer und Frauen. Welcher Mensch mit gesundem Verstand wäre das nicht?!? Doch finde ich es falsch, alles auf die Biologie und die (angeblichen) Unterschiede zwischen den Geschlechtern zu schieben.

Damit macht man sich die Sache zu einfach, denke ich.

Ja also zum Feminismus – im Prinzip. Aber bitte mit Augenmaß! Zumal sich jede( r) erst einmal an der eigenen Nase packen sollte, bevor er (zu) generell wird. Meine Meinung zumindest.

Doch kommen wir nun zur Frage: Wer ist sie eigentlich, die „moderne Frau“? An dieser Stelle muss schon mal eingeschränkt werden: Wir sprechen hier mit allergrößter Wahrscheinlichkeit von einer Dame, die in einer westlichen Industrienation lebt, die sich eine gewisse (materielle) Unabhängigkeit aufgebaut hat. Die intelligent ist (hoffentlich). Und über eine gewisse Weitsicht verfügt. Was viele, viele (den Großteil?) der Frauen dieser Welt also schon einmal ausschließt. Dennoch wird die „Frau von heute“ als quasi übermächtig, als überall präsent angesehen. Vielleicht, weil sie sich oftmals lauter Gehör verschafft als ihre vielen, vielen schweigenden Geschlechtsgenossinnen? Das würde erklären, warum vor allem Stimmen wie Alice Schwarzer (ja, immer noch), Judith Butler, Femen und Co. (von Männern?) als Maßstab gesehen werden.

DIE Frau von heute gibt es jedoch nicht. Ebenso wenig, wie es DEN Mann von heute gibt.
Vielmehr ist jeder Einzelne ein Individuum, mit eigener Prägung, eigenen Bedürfnissen,
seiner ganz persönlichen Entwicklungsgeschichte. Deshalb sollte man auch in Beziehungssicht stets auf den Einzelfall schauen. Bevor man dem Feminismus die Schuld an der (erneuten) Trennung gibt.

Welche Rollen übernehmen wir heute in Beziehungen?

Aber: Wir sind eben doch geprägt durch die Gesellschaftsstrukturen, in denen wir aufwachsen. Diese bestimmen auch, wie „weiblich“ oder „männlich“ wir uns geben. Wie
sich unsere Rollen in der Beziehung gestalten.
Hinzu kommen andere Faktoren: wie etwa das Bild, das uns unsere Eltern vorgelebt haben. Mama blieb brav zu Hause, während Papa sich nur spät abends und am Wochenende blicken ließ? Nicht mit uns, wir machen das anders! Und wir haben solch eine Angst davor, in diese Rollenfalle zu tappen, dass wir uns gar nicht wirklich auf die Beziehung einlassen können. (Diesen Mechanismus habe ich bei mir selbst entdeckt.)

Oder wir meinen, uns nach einem bestimmten Bild richten zu müssen: Eine Freundin von mir wollte unbedingt eine „Traumbeziehung“ führen, eine Beziehung, in der der Himmel voller Geigen hängt. Deshalb verleugnete sie sich selbst. Stellte die Wünsche ihres Partners über die eigenen. (Obwohl sie in beruflicher Hinsicht sehr erfolgreich war.) Und was tat er? Er verließ sie – weil ihm die Beziehung zu langweilig wurde.
Und da ist meine Schwester, die nicht in eine andere Stadt ging, um zu studieren. Weil sie ein Jahr zuvor ihren Freund kennengelernt hatte. Der bereits studierte, in seiner Heimatstadt (was anderes wäre ihm auch niemals in den Sinn gekommen.). Sie blieb – seinetwegen. Und auch später, als das Studium beendet war und es an die Jobsuche ging, blieb sie bei ihm. Er wollte nicht weg – sie also ebenfalls nicht. Das machte das Finden einer Arbeitsstelle für sie nicht unbedingt einfacher (für ihn kein Problem als Maschinenbauer in einer wirtschaftlich prosperierenden Großstadt). Sie „löste“ das Problem schließlich, indem sie schwanger wurde. Ohne jemals wirklich gearbeitet zu haben.

Frauen machen eine Beziehung eher zum Mittelpunkt ihres Lebens

Das sind meine bisherigen Erfahrungen in dieser Hinsicht. Sie lassen sich intensiver auf den Partner, auf die Beziehung ein. Sie investieren mehr – nicht nur, was den Abwasch und das Putzen betrifft. Sie denken intensiver und länger darüber nach, wie sie die persönlichen Bedürfnisse und Wünsche des Anderen erfüllen können.
Sie neigen eher dazu, ihr Leben zugunsten der Beziehung aufzugeben. Auch hier möchte ich ein Beispiel anführen, stellvertretend unter vielen: Meine beste Freundin lernte nach langen Jahren des Single Daseins ihren (damaligen) Traumpartner kennen. Sie war so verliebt in ihn, dass sie sich immer weniger bei ihren Freundinnen blicken ließ. Sie ging nicht mehr zum Handball, hörte mit dem Singen im Chor auf – es hätte weniger Zeit mit IHM bedeutet.

Stattdessen war sie bei ihm. Ging mit ihm zum Segeln (obwohl sie das nicht mal mal besonders mochte). Unternahm etwas mit ihm und seinen Freunden (mit den meisten wurde sie nicht so recht warm). Weil es ihr in diesem Moment das wert war. Und weil sie dachte, es gehöre eben zu einer funktionierenden Beziehung mit dazu. Wie wenig er zurücksteckte, wie wenig er von seinem bisherigen Leben aufgab, das sah sie nicht.

Bis die Sache auseinander ging. Und sie vor dem vermeintlichen Nichts stand. Zurück in ihr altes Leben konnte sie nicht mehr so einfach: Denn alle waren weg. Alle, bis auf eine: ich.

Gut, das war jetzt ein Beispiel von Milliarden. Ich könnte noch viele weitere anführen. Von meiner Cousine, die bis heute, vier Jahre nach Beginn der Beziehung, darauf wartet, dass ER sich zu ihr wirklich bekennt. Mit ihr zusammen zieht. Stattdessen spricht er davon, ins Ausland zu gehen – ohne sie.
Oder die Bekannte, die studiert hat. Einen guten Abschluss vorweisen kann. Während des Studiums ihren jetzigen Mann kennenlernte. Nach der Heirat zwei Kinder bekam, um die sie sich hauptsächlich kümmert. Er fährt hingegen weiter mit seinen Kumpels in den Urlaub – alte Tradition und so.
Eine weitere Bekannte, die seit drei Jahren eine Affäre mit ihrem Chef hat. Darauf wartet, dass er sich endlich darüber klar wird, was er will. Sich entscheidet. Stattdessen lässt sie sich weiter vertrösten. Wider besseren Wissens. (Warum auch sollte er sich entscheiden? Schließlich hat er ja alles…)

wie feministisch sind die „Frauen von heute“? (m)ein vorläufiges Fazit

Was lässt sich also zu diesem Thema sagen? Der Feminismus ist mit Sicherheit NICHT schuld daran, dass die Beziehungen eine immer kürzere Halbwertszeit haben. Da spielen einfach zu viele andere Faktoren eine Rolle:

  • die Angst, dass da draußen noch jemand Besseres sein könnte
  • eine generelle Scheu, sich gefühlsmäßig auf jemanden einzulassen
  •  individuelle Prägungen und Verhaltensweisen
  • Verletzungen aus bisherigen Beziehungen, die ein bestimmtes Verhalten
    hervorrufen
  • externe Faktoren (wie etwa finanzielle Schwierigkeiten, Umfeld ist gegen die Beziehung, kulturelle Unterschiede, Unterschiede in Bildung und Gesellschaftsschicht,…)
  • etc.

Ja, wir jungen, gebildeten, meist weißen Frauen von heute sind Feministinnen – im Grunde genommen. In dem Sinne, dass wir für gleiche Bezahlung, Rechte und Co sind. Doch wenn es ans Eingemachte geht, sieht die Sache oftmals ganz anders aus. Und so rutschen wir sehr häufig in die „Frauenfalle“. In die schon unsere Mütter und Großmütter tappten. Wir richten uns stärker nach den Launen und (vermeintlichen) Wünschen des Partners, als dieser es tut. Wir neigen dazu, uns mehr aufzugeben, unsere eigenen Interessen und Bedürfnisse zugunsten der Beziehung hintenan zu stellen. Weil wir einfach nur glücklich sein wollen – mit jemandem an unserer Seite.
… ein Ausblick – für erfüllte(re) Beziehungen Sind wir wirklich so unemanzipiert? Nicht unbedingt. Nicht, wenn wir uns dessen bewusst werden. (und natürlich ist nicht jede gleich stark davon betroffen.) Nicht, wenn wir uns klar machen: Eine Beziehung sollte auf Augenhöhe geführt werden. Sie besteht aus zwei gleichwertigen Menschen. Die sich lieben, weil sie sich gegenseitig etwas geben. Und nicht deshalb zusammen bleiben, weil sie Angst vor dem Alleinsein haben. Weil sie das Gefühl haben, den Anderen zu brauchen, ohne diesen nichts zu sein. Wenn wir uns dies immer mal wieder vor Augen führen, wäre schon so viel gewonnen. Wir können unser bisheriges Verhalten überdenken. Es besser verstehen. Über Lösungen nachdenken – am besten gemeinsam mit dem Partner. Und wir können vieles für zukünftige Beziehungen lernen. Die dann umso erfüllter werden. Und die nicht deshalb auseinander brechen, weil der Feminismus in die Quere kam. Denn dies ist meist ein vorgeschobener Grund.

Der die wahren Ursachen überdeckt.

142 Gedanken zu “Schwache Männer für (zu) starke Frauen? Beziehungen im Zeitalter der Emanzipation (Gastartikel)

  1. Und nun? Welche Erkenntnis wird mit diesem Sermon überliefert? Dass Frauen zu einfältig sind, um ihre Beziehungen zu gestalten?
    So klingt es nämlich für mich.

    • ja so kommt es rüber, denn diese larmoyante Auslassung blendet ja völlig aus, das die meisten Scheidungen von Frauen ausgehen, das viele Frauen dazu neigen ihren Mann oder Freund „erziehen“ zu wollen, das die genannten Beispiele Frauen zeigen die sich offensichtlich den Falschen ausgesucht haben nach dem sie (wie viele ? ) „Richtige“ abserviert haben oder laufen lassen haben. Viele Frauen haben ja tatsächlich einen Hang oder einen Trieb zu Männern mit mehr oder weniger ausgeprägten soziopathischen Charakterzügen. Und dann wundern sie sich, wenn er ein Egoist ist. …..

      Kurz man kann es wirklich auf den Nenner bringen, sie sind zu einfältig ihre Beziehungen zu gestalten. An dieser Einfalt hat aber meiner Meinung nach die westlich feministische Leitkultur einen deutlichen Anteil. Sie hat eine
      ziemlich ungünstige Wechselwirkung mit den natürlichen verhaltensanlagen der Frau. Die beschriebenen Dilemmata sind dann das was raus kommt.

      • Ich bin mir nicht mal sicher, ob diese Männer alles Egoisten gewesen sind. Man bedenke: Gerade unsere heutige Frauengeneration neigt dazu, sich selbst als unglaublich untadelig hervorzuheben. Und so wie Frauen beständig überschätzen, wieviel sie arbeiten und leisten, werden sie auch überschätzen, wieviel sie in Beziehungen investieren.

        • Willst Du etwa behaupten, bei Gefühltem Nahen des Beziehungsendes eine Bindung zu erzwingen, indem Frau extra zu jenem Zwecke in klandestiner Weise neues Leben ‚überraschend‘ passieren lässt, sei ähnlich Versicherungsbetrug, gar keine wirkliche und ehrliche Arbeit, auch wenn nachher allen Parteien handfeste Wirkungen zugekommen sind?

          Dem stümmte ich zu.

    • „Sermon“

      Ziemlich unpassender und unhöflicher Ausdruck, finde ich. Die Dame hat ihre Sicht auf die Geschlechterdebatte ohne aggessive Untertöne dargestellt, und bzgl. Selbstreflektion und Lageanalyse ist das nach meinem Gefühl besser als das, was sonst von Frauen dazu geäußert wird.
      Kurioserweise bestätigt sie hier gut bekannte, ganz zentrale Thesen, nämlich daß Frauen notorisch anders ticken als Männer, andere Vorstellungen von einer guten Beziehung haben etc.

      “ Welche Erkenntnis wird mit dieser [Lageanalyse] überliefert?“

      Na ganz einfach, daß nicht der „Mann in der Krise“ ist, sondern die Frau 😉

    • Es geht darum, das Feminusmus und co… All diese Dinge entstehen in unserem Kopf. Sind aber nicht Teil des „Hier“ und „Jetzt“. Um es so zu formulieren. Es ist Teil eines Schubladen Denkens. Das uns immer wieder begleitet! Auch durch unseren Zeitgeist! Real ist es aber nicht „wenn es ans eingemachte“ geht. Denn am Ende sind wir nicht Feministen, Ausländer, schwarze oder weiße… Und so weiter. Sondern Menschen! Der ganze Rest ist nur in unserem Kopf! Menschen, die im Hier und Jetzt aufgrund ihrer eigenen Geschichte, Vergangenheit, Erlebniswelt leben!

      Weil ein Großteil der Menschen mit dem IQ arbeitet. Dieser Text aber stark für den EQ ausgelegt ist! Und auch mit diesem erfasst und gelesen werden sollte!

      Dann dann wird jeder Leser seine Edelsteine finden!

      • @Frederic vom Ex zurück Team!

        „Dieser Text aber stark für den EQ ausgelegt ist! Und auch mit diesem erfasst und gelesen werden sollte!“

        Das ist das feministische „Listen and Believe“, stimmt´s?

        Die Idee von der „Emotionalen Intelligenz“ ist ein esoterischer Unsinn aus der New-Age-Psychoindustrie, mit der der Feminismus seit den 1970ern eine innige Liebesbeziehung hat…. Ihr gehört ja offensichtlich auch dazu …

  2. Nahezu alle genannten Faktoren können mittelbar auf den Feminismus zurückgeführt werden. Die Behauptung, das Frauen generell mehr investieren halte ich auch für falsch. Zumindest dann nicht, wenn sie jung sind und noch andere Optionen. Mitte dreißig wenn die Optionen knapper werden mag es dann vielleicht anders aussehen. Ich kenne aber keine Studien dazu.

    • Es gibt kein falsch oder richtig! Jeder hat einfach andere Erlebnisse! Und das sollte man auch respektieren! 🙂

  3. Ja, wir jungen, gebildeten, meist weißen Frauen von heute sind Feministinnen

    Wer findet den Fehler?

    Für Feministinnen… 😉
    Heutiger Feminismus und Intelligenz und Bildung schließen sich praktisch aus.
    Anders ist der ganze feministische Schwachsinn nicht zu erklären.
    Und die Herabsetzung von Leistungsanforderungen an Schulen, Unis und im Berufsleben natürlich erst recht nicht.

    Übrigens… Weder Männerfeindlichkeit noch Rassismus („meist weißen Frauen“) sind nun wirklich nicht mehr State of the art.

    Nicht, wenn wir uns klar machen: Eine Beziehung sollte auf Augenhöhe geführt werden. Sie besteht aus zwei gleichwertigen Menschen.

    Vielleicht sollten sich Feministinnen erst mal klar machen, dass das längst der Regelfall ist. Zumindest aus Sicht der (meisten weißen) Männer. Und der anderen auch.
    Ich kenne wenig Männer, die hier anderer Meinung sind, dass die Partner in einer Beziehung nicht gleichberechtigt und gleich viel wert seien.
    Insofern nervt die Autorin, wie bei Feministinnen scheinbar üblich, mit ihrer Heulerei über das böse, strukturelle Patriarchat völlig sinnfrei und unnötig über postfaktische Gegebenheiten.

    Ja – natürlich gibt es auch Männer, die erwarten, dass der Haushalt einigermaßen vernünftig geführt wird, wenn er nach einem langen, anstrengenden Arbeitstag nach Hause kommt, während Frau nach ein paar Stunden Halbzeitstelle nach Hause kommt, um ihre Work Life Balance auszuleben.
    Das bedeutet aber nicht, dass Frauen oder deren Arbeit weniger gewertschätzt wird. Man nennt es halt einfach nur Aufgabenverteilung. Damit sind wir seit Tausenden von Jahren gut gefahren und das wird sich auch in Zukunft nicht ändern.

    Denn nach wie vor ist es nunmal meistens so, dass der Mann der Versorger der Familie ist und Frau neben ihrer beruflichen Selbstverwirklichung nur ein Nebeneinkommen mit nach Hause bringt.
    Dabei wird der Mann gar nicht gefragt, ob er das sein will, er hat es gefälligst zu akzeptieren!
    Das sind halt die Privilegien, die ein Mann genießen darf in unserer männerdominierten Gesellschaft.
    Und selbst Feministinnen ist es ganz recht, wenn der Mann die Kohle rannschafft – so lange sie die nicht vorhandenen Eier schaukeln kann. Selbstverwirklichung braucht schließlich Zeit…

  4. @Veronika

    50 shades of Hmmmmmmmmmm….

    Du schreibst: „Eine Beziehung sollte auf Augenhöhe geführt werden. Sie besteht aus zwei gleichwertigen Menschen.“ Das ist ein schöner Anspruch.

    Kommen wir zurück zum einleitenden Absatz: „Mein letzter Freund warf mir vor, dass ich die Hosen anhätte. Und dass er damit einfach nicht klar komme.“

    Ist dieser Anspruch hier realisiert?
    Ich glaube nicht, denn es handelt sich offensichtlich um *einen Part* der Beziehung, dessen Interessen und Bedürfnisse im Beziehungsmittelpunkt stehen, welcher für sich in Anspruch nimmt, seine Interessen und Bedürfnisse vorrangig durch- und umzusetzen.

    Damit zu einer Überschrift im Text, die vielsagend ist: „Frauen machen eine Beziehung eher zum Mittelpunkt ihres Lebens“, welche auf Beispiele folgt, die sich als Muster in einem Satz zusammen fassen lassen: „Eine Freundin von mir wollte unbedingt eine „Traumbeziehung“ führen, eine Beziehung, in der der Himmel voller Geigen hängt. Deshalb verleugnete sie sich selbst.“

    Wird in einer solchen Beziehung der egalitäre Anspruch realisiert?
    Nein, denn es ist aus der Schilderung ersichtlich, dass *ein Part* der Beziehung existiert, dessen Interessen und Bedürfnisse im Beziehungsmittelpunkt stehen, welcher für sich in Anspruch nimmt, seine Interessen und Bedürfnisse vorrangig durch- und umzusetzen.

    Was ist daran eine sehr, sehr weibliche Aussage?
    Bitte schaut auf den Text und *vermisst* mit mir zusammen folgenden Satz: „Mein letzte Freundin warf mir vor, dass ich die Hosen an hätte. Und dass sie damit einfach nicht klar komme.“
    Dieser *explizit artikulierte Vorwurf*, einseitig seine Interessen und Bedürfnisse durchzusetzen fand *im Rahmen der Beziehung* seitens aller dieser Frauen nicht statt.

    Geschildert werden Einzelschicksale und zwischen den Zeilen wird der Eindruck vermittelt, die Frauen litten, weil die Männer egoistisch ihre Interessen und Bedürfnisse in der Beziehung durchsetzten.
    Weil diese die Beziehung über alles stellen und ihre Interessen und Bedürfnisse dieser Beziehung unterordneten.

    Wenn ich für mich in Anspruch nehme zu definieren, eine egalitäre Beziehung bestehe aus der wechselseitigen Berücksichtigung der Interessen und Bedürfnisse beider Beziehungspartner, dann sollten diese Interessen und Bedürfnisse *artikuliert und verhandelt* werden.
    Der Grundfehler der von dir geschilderten Beziehungen ist, dies fand auf der weiblichen Seite gar nicht statt.

    Noch einmal zurück zur Überschrift: „Frauen machen eine Beziehung eher zum Mittelpunkt ihres Lebens“.
    Meine Frage an dich: Welche „Beziehung“?
    Als BeziehungsPARTNERIN traten diese Frauen gar nicht erst in Erscheinung; wer seine Ansprüche an eine Beziehung nicht artikuliert, seine Bedürfnisse und Interessen nicht einfordert, ist als eine solche nicht präsent.
    Ausgehend von einem egalitären Anspruch existierte *nicht*: Eine *Beziehung*.

    Eine Beziehung, in der „der Himmel voller Geigen“ hängt gibt es nicht – die Aushandlung von individuellen Interessen und Bedürfnissen in einer Beziehung verläuft nie konfliktfrei.
    Es sei denn, man verzichtet auf die Artikulation eigener Interessen und Bedürfnisse von vorne herein und ordnet diese denen des Beziehungspartners unter.
    In diesem Fall ist das KERNPROBLEM jedoch nicht männlicher Egoismus, sondern weibliche Konfliktscheue und weiblicher Opportunismus.
    Denn es ist eine Sache, die „Beziehung auf Augenhöhe“ einzufordern, die andere hingegen, sie auch wirklich zu leben, indem man sich *gemäß dieser Ansprüche verhält*.

    Was demnach ein SCHEINPROBLEM ist, ist tatsächlich der „Feminismus“ und die „starken Frauen“.
    Denn solche Frauen sind weder stark, noch sind sie feministisch.
    Und passiv-aggressiv ihre Interessen und Bedürfnisse nur in einem Punkt durchsetzend: „Sie „löste“ das Problem schließlich, indem sie schwanger wurde.“
    Weil diese Möglichkeit der „Problemlösung“ exklusiv weiblich ist.

    Die Wahrscheinlichkeit, dass mit einem solchen *weiblichen* VERHALTEN eine egalitäre Beziehung hergestellt wird oder werden wird ist m.E. NULL.
    Das sind meine Probleme mit diesem Text und einer großen Zahl von Frauen zusammengefasst: Der artikulierte Anspruch passt nicht zum Verhalten, die Vorstellungen nicht zur Realität.

    Subcomandante crumar
    (Organisation MGTOW)

    • guter Kommentar. „Mein letzter Freund warf mir vor, dass ich die Hosen anhätte. Und dass er damit einfach nicht klar komme.“

      Frauen ist das oft gar nicht bewusst. Aus ihrer Sicht ist es ganz normal, das die „Gleichberechtigung “ in der Beziehung darin besteht, daß sie im Innenverhältnis das sagen hat, und er für die materielle Absicherung und den Schutz vor der bösen Außenwelt sorgt.
      In der Mehrzahl der länger bestehenden Beziehungen die ich kenn ordnet sich der Mann aus Bequemlichkeit, oder weil er wegen Job einfach keine Zeit hat dem weiblichen Hausregime unter.

  5. ich finde es einfach dusselig, hier auf AE eine postpubertär-postfaktisches Möchtegern-Follyfoot-Klischee-Feministin symbolisch in’s Pirranha-Becken zu schubsen.
    Könnte ( mit umgekehrten Vorzeichen ) glatt ’ne Idee von Ohnix&Margarine sein.

    Das Mädel ist so „naiv“, daß sie unbekümmert absondert, daß Feminismus irgendwas mit gleichen Rechten und gleicher Bezahlung zu tun haben müßte ….

    Is hier jetz Jäger&Sammler, oder was?

  6. Im Prinzip ist das ja ein interessantes Thema. Aber auch nach 2-3 mal lesen des Textes finde ich beim besten Willen keinen Ansatzpunkt darin, über den mal diskutieren könnte. Es gibt wohl ein Problem, aber eine These woran es liegen könnte, formuliert Veronika nicht?

    Die einzige These scheint zu sein: „es liegt nicht am Feminismus“? Wenn es das ist, stelle ich dazu mal in den Raum, dass tatsächliche Langzeitbeziehungen auch früher nahezu ausschließlich in Form der sogenannten „patriarchalen Ehe“ mit dem Ziel der Produktion von Kindern vorkamen. Und an deren Abschaffung arbeitet der Feminismus ja immer noch nach Kräften.

    Jenseits dessen lässt sich noch feststellen, dass Veronika ihre Überzeugungen schildert, wie so eine Beziehung ihrer Meinung nach aussehen sollte, Stichwort „auf Augenhöhe“. Dazu ist festzustellen, dass die von ihr geschilderten Vorstellungen einer „guten Beziehung“ ja nicht etwa revolutionär sind, sondern genau die Einstellungen der breiten Masse darstellen, die bereits dem Ist-Zustand der Beziehungslandschaft zu Grunde liegen. Wenn als dieser Ist-Zustand der Beziehungslandschaft zu einem Problem mit der Stabilität von Beziehungen führt, dann wäre als erstes zu fragen, ob das nicht sehr viel mit diesen bestehenden Einstellungen dazu zu tun hat? Aber dahin will Veronika wohl nicht schauen?

    • Dazu müsste sie diesen Ist-Zustand einmal offen benennen.

      Sie stellt Männer ja so, wie sie in einer gesunden Gesellschaft sein müssten und wie sie sie sich wohl auch wünscht. Wir müssen den Text (und andere Texte von Feministinnen) eher so lesen, dass wir endlich mal so sein sollen wie die geschilderten Männer.

    • @Ih
      „Die einzige These scheint zu sein: „es liegt nicht am Feminismus“?“

      So hat man den Eindruck, ja.
      Das ist die zentrale These des Aufsatzes und auch im Titel taucht die schon auf: „Beziehungen im Zeitalter der Emanzipation“. Im Abschluss des Aufsatzes wird auch noch mal ausdrücklich festgestellt, dass „es nicht am Feminismus liegt“.

      Veronica meint allgemein über den Feminismus, er wäre wirkungsmächtig und Ikonen wie Schwarzer oder Butler beherrschten unsere Gegenwart, sie würden „als Maßstab gesehen“. Dass Feminismus nun nichts mit alltäglichen Beziehungsschwierigkeiten zu tun hat, behauptet Veronica ebenfalls, liefert aber keine Belege dafür oder dagegen. Veronica versämt es sogar, die Haltung des Feminismus zu dieser Frage überhaupt zu diskutieren. Erstaunlich, da jeder das zweite Klischee des Feminismus kennen sollte, dass Frauen keine Beziehung zu irgendeinem einem Mann brauchen, der sei so wie sich ein Fahrrad zum Fisch verhalten würde (das allererste Klischee ist natürlich, dass es um „Gleichberechtigung“ ginge). Dieses Klischee würde den Feminismus immerhin prinzipiell verdächtig machen, etwas mit der angeblichen heutigen Beziehungsmisere zu tun zu haben und wäre daher durchaus zu diskutieren. Vor allem da sie selbst an einen erheblichen Einfluss des Feminismus glauben müssen, denn: „Wir sind eben doch geprägt durch die Gesellschaftsstrukturen, in denen wir aufwachsen.“

      Stattdessen macht sich Veronica Behauptungen des Feminismus lieber gleich zu eigen, wenn diese auch nicht abstarkt ausformuliert sind. Sie zeichnet auch ein Bild von Fischen (Frauen), zu denen ein Fahrrad (Mann) gar nicht passt. Ihr exemplarischer Fisch vermag nur eine „Traumbeziehung“ im Kopf zu unterhalten, die sich selbstredend als grosse Illusion erweisen muss, als „Frauenfalle“.

      Vor dieser „Frauenfalle“ hätte der Feminismus die Frauen angeblich aber nicht bewahrt. Veronica erwähnt nicht einmal, dass der Feminismus permanent vor dieser „Falle“ warnt. Und wie der Feminismus den Frauen dauernd einredet, sie seien „unemanzipiert“, so meint dies auch Veronica: Frauen würden sich in wertlosen Beziehungen viel zu leicht und närrischerweise hingeben. Es steht zwar nicht da, aber ihr Tipp müsste sein: we need moar Feminism, damit wir wirklich „auf Augenhöhe“ (was ihr Ideal ist) mit den Männern sind. Implizit gibt sie den Rat: investier nicht so viel in deine Beziehung, sie wird ohnehin scheitern. Der übliche Tipp des Feminismus scheint mir das zu sein….

      • In you start with the notion that fish do not need bicyles you end up with plenty of fish unable to ride bicycles.

        Selbstgemachtes Problem. Und hat sehr wohl was mit Feminismus zu tun.

  7. Der Text ist wie viele feministisch Texte:

    So wie diese Studies :

    Man fragt nur Mädchen und Frauen kommt zu dem Schluss dass das Problem an den Jungen bzw. Männern liegt. Welch eine Überraschung.

    Hello female hypoagency, I thing we met before…

    • Njo. 15jährige Jungs wachsen mit Pornos auf, in denen man Frauen (und Kerlen) mal gerne aufs Gesicht ejakuliert, nachdem man sie 20 Minuten lang in allen Stellungen anal penetiert hat. Sei mal kurz dahingestellt, warum das so ist.

      Jetzt stell dir mal vor, es ist 2017. Junge trifft Mädchen. erster Sex zwischen Porno-erfahrenem Testosteronschwengel und neugieriger 15jähriger, und der Typ wienert ihr erstmal schön aufs Gesicht. Mädchen findet das zwar ein bisschen ekelig und merkwürdig, aber scheinbar gehört das zum Liebesakt dazu, also packt sie das in ihr Repertoire der annehmbaren Sexpraktiken.

      Ich weiss aus eigener Erfahrung und aus den Erzählungen vieler, daß 20jährige in den 90gern sich sexuell ganz anders verhalten haben als heute. Analsex zu zuzulassen war früher echt ne Ansage, gehört aber anscheinend heute zum Alltagsrepertoire. Auch wenn die meisten Frauen das nicht eben als Lieblingspraktik verbuchen würden.

      Es spricht imho nichts dagegen, pubertierende Mädchen dazu zu befragen, wie sie mit durch moderne, universell zugängliche Pornographie konditionierte Jungs und ihren Wünschen und Anforderungen klarkommen. Der Kerl steckt seinen Lümmel einfach irgendwo rein und leckt ab und an mal ne Muschi; es sind die Mädchen, die mit ziemlich abgefahrenen Sexualpraktiken klarkommen müssen. Auch wenn, klar, die meisten Jungs sich beide Beine abhacken müssen, um wenigstens irgendwann mal zum Schuss kommen dürfen, und die meisten Mädchen da ein ziemliches Gewese drum machen.

      Bisschen Empathie muss halt mal sein.

      • Jetzt stell dir mal vor, es ist 2017. Junge trifft Mädchen. erster Sex zwischen Porno-erfahrenem Testosteronschwengel und neugieriger 15jähriger, und der Typ wienert ihr erstmal schön aufs Gesicht.

        Oder aber ist so aufgeregt und rattig, dass er fast sofort kommt und ihr Gesicht vor einer Proteinmaske verschont.

        Analsex zu zuzulassen war früher echt ne Ansage, gehört aber anscheinend heute zum Alltagsrepertoire. Auch wenn die meisten Frauen das nicht eben als Lieblingspraktik verbuchen würden.

        Und wie kommt man auf die Idee, dass Analsex die bevorzugte Praktik bei Männern wäre?

        Vor einigen Jahren lief mal übrigens mal eine Dokumentation. Demnach gibt es übrigens Seminare, die Analsex in Theorie (und auch Praxis?) lehren. Ironischerweise von einer Lesbe, die auch selbst voll darauf abfährt. Ist also anscheinend weder eine ausschließlich bei heterosexuellen, noch homosexuellen Männern vorkommende Sexualpraktik.
        Pornos gucken und selbst sexuell aktiv werden sind nämlich immer noch zwei verschiedene Paar Schuhe.

        • Es ist kompletter Quatsch was dein Vorposter schreibt, der uralte Mythos, das Männer sich an Pornos Vorbilder nehmen, weil Frauen sich an RomCons und Sopas Vorbilder nehmen.
          Gabs schon zu meiner Jugend, war auch nicht wahrer. Damals war es halt der Videorekorder, der die Jungen zu Sexmonstern machen soll, gab ja davor nicht so viel zugang.

        • Ach, und wenn ich Sport sehe, werde ich nicht schlanker?
          Mist.

          Das Frauen dazu tendieren, mehr in die Beziehung zu investieren als der Mann, mag ja sein; aber wer zwingt sie? Der Feminismus nicht, der Mann prinzipiell auch nicht. Er mag es versuchen, aber welches Druckmittel hätte er? Wieso stellt die Geliebte ihrem verheirateten Geliebten kein Ultimatum? Warum besteht eine Frau nicht darauf, mit ihrem Mann in den Urlaub fahren zu wollen? Die, die nicht mehr zum Sport und zum Singen geht, um mehr bei ihrem Mann zu bleiben, wird sie sonst geschlagen? Wenn ja, warum verlässt sie die Beziehung nicht?

          Ja, ich weiß, dass es Gründe dafür gibt, nicht besonders tolle Gründe, aber es gibt sie.
          Umgekehrt werden offenbar Beziehungen beendet, weil die Frau zu dominant ist. Was jetzt eigentlich das entgegengesetzte Extrem ist: anstatt einer Frau, die „zu viel“ in die Beziehung steckt, eine Frau, die „zu viel“ fordert.
          Zu viel in die Beziehung stecken, ist falsch, zu viel fordern, aber auch. Wie kommt man aus diesem Dilemma nur heraus?

        • „Was jetzt eigentlich das entgegengesetzte Extrem ist: anstatt einer Frau, die „zu viel“ in die Beziehung steckt, eine Frau, die „zu viel“ fordert.“

          Profaner.
          Das entgegengesetzte Extrem ist eine Frau, die aus lauter Angst „zu viel“ in eine Beziehung zu stecken, gar nichts investiert.
          Und wenn ihr dann der Mann wegläuft, hat sie es natürlich schon immer gewusst und nimmt es als Beweis, dass sie richtig gehandelt hat.
          Selbst erlebt.

      • 1. Schön dass du erstmal die Torpfosten verschoben hast, der Artikel sprach von „Porn-addicted“, du sprichst von „an Pornos ein Vorbild nehmen“.
        2. Deine Stories interessieren mich nicht, da es kompletter Quatsch ist. Jemand der in den 90ern 20 war ist in den 2010ern 40, kann also garnicht beurteilen ob die 15 Jährigen heute anders sind. Das wir hier von Anekdoten reden brauche ich glaube ich nicht zu erwähnen. Anekdoten haben sehr geringe Aussagekraft.
        3. Der Artikel stellt erstmal eine Prämisse auf ohne diese überhaupt zu belegen. Das wäre aber dringend nötig.

        4. Das was du Empathie nennst ist Projektion. Emapthie würde bedeuten sich erstmal in die Jungen hinenzuversetzen. Das kannst du nicht, das willst du auch nicht, du projezierst nur deine eigenen Vorurteile.

        Verzeihung, aber ich nehme Frauen nicht ernst, die mir mit solch einem Unfug kommen. Männer denken nicht wie ihr, ok?

  8. Das Problem ist, dass heutigen Frauen langweilig ist und sie auch selbst langweilig sind. Kein gesunder Mann, der einen gesunden Bewegungstrieb hat, langweilig sich gerne. Leider verstehen das die wenigsten Frauen – sie sitzen lieber zu Hause und leben ihre Fantasiewelt mit Wohnaccessoires und Fernsehserien aus, ohne zu erkennnen, dass Männer da anders sind. Die Ursache dafür ist einfach – die Frauen können nicht ihre Natur ausleben die heißt, dass sie 10 oder mehr Kinder zu versorgen haben.
    Um eine Anekdote zu bringen. Meine Oma hatte mehr als ein Dutzend Kinder zu versorgen und später, noch bevor man durchatmen konnte, hatte sie weitere Enkel versorgen von Söhnen die bei Unfällen verstorben sind. Das heißt sie hatte, seit sie mit 13 Jahren geheiratet hatte (mein Opa war 14 als er heiratete – war in Syrien), ihr ganzes Leben Action – ausruhen gab es nicht. Bis sie starb hat sie gearbeitet und sie war auch geistig und körperlich fit. Heute ist das anders und darum klappen auch Beziehungen nicht mehr – die Kultur passt nicht mehr zu Biologie und darum gibt es andauernd Inkompatibilitäten, Errors und Abstürze (um das mal mit einem Computer zu vergleichen).

    Der Artikel ist daher auch sehr naiv geschrieben. Man merkt, dass die Autorin sind gar nicht mit der biologischen Natur von Frauen und Männern beschäftigt hat. Leider kann man das natürliche Verhalten von Tieren nicht in einem Zoo studieren, auch nicht wenn das Tier „Mensch“ heißt und wenn der Zoo „Großstadt“ heißt.

  9. Wer ist sie eigentlich, die „moderne Frau“? […] Wir sprechen hier mit allergrößter Wahrscheinlichkeit von einer Dame, die in einer westlichen Industrienation lebt, die sich eine gewisse (materielle) Unabhängigkeit aufgebaut hat. Die intelligent ist (hoffentlich). Und über eine gewisse Weitsicht verfügt. Was viele, viele (den Großteil?) der Frauen dieser Welt also schon einmal ausschließt.

    Der Großteil der Frauen ist also nicht intelligent, hat keine Weitsicht? Das ist vor allem auf die „moderne“ (heutige? feministische?) Frau beschränkt? Dem kann ich nicht folgen.

    Das würde erklären, warum vor allem Stimmen wie Alice Schwarzer (ja, immer noch), Judith Butler, Femen und Co. (von Männern?) als Maßstab gesehen werden.

    Die intelligenten, weitsichtigen Frauen sehen also die „lauten“ Frauen (Schwarzer und Butler) als Maßstab??

    Mama blieb brav zu Hause, während Papa sich nur spät abends und am Wochenende blicken ließ?

    Darf ich fragen, wie alt du bist?

    Und was tat er? Er verließ sie – weil ihm die Beziehung zu langweilig wurde.

    Hat er dir das so erzählt?

    Sie „löste“ das Problem schließlich, indem sie schwanger wurde. Ohne jemals wirklich gearbeitet zu haben.

    Du willst wahrscheinlich sagen, dass dir ihre Lösung nicht gefällt.

    Sie neigen eher dazu, ihr Leben zugunsten der Beziehung aufzugeben.

    Statistisch gesehen sind es eher die Frauen, die Scheidung einreichen.

    Wie wenig er zurücksteckte, wie wenig er von seinem bisherigen Leben aufgab, das sah sie nicht.

    Das müsstest du mal konkretisieren. Du schreibst einzig und allein aus der Perspektive der Frauen.

    Denn alle waren weg. Alle, bis auf eine: ich.

    Gut, das war jetzt ein Beispiel von Milliarden. Ich könnte noch viele weitere anführen.

    Du willst sagen, dass deine Beispiele represäntativ sind und sich milliardenfach wiederholen? Man kann sie also ohne weiteres verallgemeinern? Ich glaube kaum, dass du die Leser hier mit solchen Behauptungen überzeugen kannst.

    Warum glaubst hast du dir eigentlich ausgerechnet dieses Blog für deinen Gastartikel ausgesucht?

    Feminismus ist mit Sicherheit NICHT schuld daran, dass die Beziehungen eine immer kürzere Halbwertszeit haben.

    Da würde mich eine Begründung interessieren. (Begründung durch Anekdoten? Waren die Frauen in deinen Geschichten überhaupt Feministinnen? Oder waren es gerade nicht Feministinnen?)

    • die Angst, dass da draußen noch jemand Besseres sein könnte
    • eine generelle Scheu, sich gefühlsmäßig auf jemanden einzulassen
    • individuelle Prägungen und Verhaltensweisen
    • Verletzungen aus bisherigen Beziehungen, die ein bestimmtes Verhalten
    hervorrufen
    • externe Faktoren (wie etwa finanzielle Schwierigkeiten, Umfeld ist gegen die Beziehung, kulturelle Unterschiede, Unterschiede in Bildung und Gesellschaftsschicht,…)

    Alle Punkte, die du nennst, können keine Veränderung begründen. Da sagst, Beziehungen hätten eine „immer kürzere Halbwertszeit“, aber die Ursachen, die du nennst, gelten schon sehr lange.

    Ja, wir jungen, gebildeten, meist weißen Frauen von heute sind Feministinnen – im Grunde genommen. In dem Sinne, dass wir für gleiche Bezahlung, Rechte und Co sind

    Dann seid ihr eher Maskulisten.

    Wir richten uns stärker nach den Launen und (vermeintlichen) Wünschen des Partners, als dieser es tut.

    Dir fehlt es offensichtlich an der Fähigkeit, die Perspektive des männlichen Partners zu übernehmen.

    Weil wir einfach nur glücklich sein wollen – mit jemandem an unserer Seite.

    Damit forderst du übrigens sehr viel. Männer bekommen das auch nicht.

    Sind wir wirklich so unemanzipiert?

    Was meinst du damit? Mir ist unklar, an welchen Part deines Textes du hier anschließt.

    Und nicht deshalb zusammen bleiben, weil sie Angst vor dem Alleinsein haben.

    Demnach haben sich nicht die Männer, sondern die Frauen in deinen Geschichten falsch verhalten.

    • „Wir richten uns stärker nach den Launen und (vermeintlichen) Wünschen des Partners, als dieser es tut.“

      Für Feministinnen gilt das bestimmt nicht. Wer die Welt als ein Nullsummenspiel sieht, wird kaum mehr geben wie er nimmt. Feministinnen nennen es auch einen positiven Gender Pay Gap wenn Frauen irgendwo durchschnittlich mehr verdienen wie Männer. Das ist dann nichts mehr das man ändern muss. Oder sie fordern das Männer MINDESTENS 50% der Hausarbeiten übernehmen ohne sie dabei aus der Pflicht zu nehmen das Haushaltseinkommen maßgeblich bereit zustellen. Ich halte den zitieren Satz für eine Wunschvorstellung abgeleitet aus einem übermäßig positiven weiblichen Selbstbild.

    • Der Text kann ruhig hier auf dem Blog sein, Christian hat ja nichts davon Clickbait zu verteilen.
      Das der Autor aber eher auf unverständnis stoßen wird, und das schon von den egalitären Anti-Feministen, sollte klar sein.

      Von jemandem, der sich nicht als Egalitarist sieht, sollte man das allerdings sowieso nicht erwarten. Im Gegenzug erwarte ich aber auch kein Verständnis für mich, da das „Overten-Window“, also das Fenster an diskutierbaren Meinungen, die Nicht-Egalitaristen nicht abdeckt. Ist nunmal nach 100 Jahren Feminismus so, und ist im Todeskampf eher noch schlimmer geworden.

  10. Denn alle waren weg. Alle, bis auf eine: ich.

    Ups, da hab ich meinen Kommentar vergessen. Aber eigentlich auch nicht nötig, das zu kommentieren.

  11. Ich weiß es klingt gleich, als wollte ich wieder gegen Frauen schießen, aber das ist, was ich so denke. Erstens denke ich, der Dame sind die meisten Männer nicht gut genug und nicht umgekehrt.
    Zweitens er hat Angst eril sie die Hosen anhat klingt nach:“ Du bestimmst mich und raubst mir den letzten Rest Persönlichkeit.“ (Etwas überspitzt)
    „Wir richten uns stärker nach den Launen und (vermeintlichen) Wünschen des Partners, als dieser es tut. “ Der Satz ist nur grob beleidigend für jeden, der mal mit Frauen zu tun hatte.

  12. Ich erinnere an die Einschätzung von J. Peterson…

    Wenn es keine vorgegebenen Rollen (in Beziehungen) gibt, bleiben genau drei Möglichkeiten:
    1. Du setzt dich tyrannisch durch (die Autorin)
    2. Du unterwirfst dich (alle Beispiele der Autorin)
    3. Du verhandelst jeden kleinsten Pups (crumars Partnerschaft auf Augenhöhe)
    19 von 20 Menschen sind _richtig_ schlecht im Verhandeln.

    Feminismus macht die erklärte Ansage Rollen für Frauen abzuschaffen.
    Eo ipso sorgt Feminismus dafür, dass 19 von 20 Frauen Tyrann oder Sklave werden, weil sie nicht verhandeln können.

    • Wobei man feststellen muss, dass es unter ihren Beispielen von 2. zumindest einige gibt, die offenbar funktionieren. Was bei 1. und 3. nicht der Fall ist. Da könnte man auch mal ansetzen.

      • Hypergamie ist von der Wortbedeutung her gleichbedeutend mit „Ich will unten sein (zumindest in bestimmter Hinsicht)“

        Das Problem der „modernen Frau“ mit all ihrer viel besungenen emotionalen Intelligenz scheint zu sein, dass sie gerade dieser Tage erst anfangen zu reflektieren, in welcher Hinsicht sie unten und in welcher sie auf Augenhöhe sein wollen.

        • @only_me

          Die viel besungene „emotionale Intelligenz“ der modernen Frau ist ein Witz – nicht weil Frauen diese nicht per se hätten, sondern weil es bis zum abkotzen darum geht, „Emotion“ *Frauen* zuzusprechen und „Rationalität“ *Männern*.

          Die „emotionale Intelligenz“ wurde überhaupt erst 1990 erfunden und nach 1995 popularisiert.
          Erst seitdem hat man „entdeckt“, dass Frauen eine solche Intelligenz übermäßig besitzen.
          Narhalla marsch!

          Die gesamte Dichotomie zwischen Rationalität, Vernunft auf der einen Seite, auf der anderen hingegen das reine Gefühl und die Aufteilung auf die Geschlechter ist ein Produkt der (Spät-)Aufklärung.
          Die Feministinnen der zweiten Welle haben eine empörende Unterdrückung des Weiblichen (TM) darin entdeckt, dass diesem Geschlecht das Gefühl zugeschrieben worden ist.
          Zugleich wurde ihnen – so diese Feministinnen – per weiblicher Biologie abgesprochen, zu Rationalität und Vernunft in der Lage zu sein und damit aus dieser ausgeschlossen.

          Statt sich jedoch ernsthaft zu fragen, ob es nicht perspektivisch eine dialektische Aufhebung, ein „Vernunftgefühl“ (Steinbrügge) also, geben könne, gab es einfach nur eine feministische Umkehr.

          Vernunft wird zwar *weiterhin* als männlich verstanden, dafür seit dritter Welle männlich=patriarchal=toxisch.
          D.h. damit *bleibt* Vernunft und Rationalität zwar eine *männliche Eigenschaft*, aber sie wird dadurch abgewertet, indem *zugleich* Männlichkeit generell abgewertet wird.
          Während die Ebene der Gefühle sogar zu einer eigenständigen Intelligenzform werden, in der *selbstverständlich* Frauen brillieren.

          Die Ironie, dass bürgerlichen Frauen die Reinheit der Gefühle zugestanden worden ist, INDEM man ihnen ersparte, sich – in JEDEM Sinn – die Hände schmutzig zu machen, ist Feministinnen völlig entgangen. Eine reine „Gefühlsmoral“, die sich nie der objektiven Realität hat aussetzen müssen, die nie hat (selbstkritisch) Rechenschaft abgeben müssen ist das Produkt einer solchen Denkweise.

          Das zeigt der Text der Gastautorin leider überdeutlich.
          Als ich den Satz gelesen hatte: „Weil sie das Gefühl haben, den Anderen zu brauchen, ohne diesen nichts zu sein.“ dachte ich mir erstens „Jeez, wozu brauchst du Feminismus?“ und zweitens ist damit ein Anspruch auf Wechselseitigkeit verbunden, der aus dieser Symbiose/Sklavenmentalität eine Beziehungsgrundlage macht.
          Ihr ist drittens die Maßlosigkeit dieses Anspruchs überhaupt nicht bewusst, bzw. ihr ist noch nicht einmal bewusst, was für einen *eigenen* Anspruch sie damit artikuliert.
          Denn ALS Anspruch artikuliert lautet der so: „Du sollt mich so brauchen, als wärst du ohne mich nichts.“
          Das kann jeder Mann nur enttäuschen, der ein intaktes Selbstwertgefühl hat und er hat damit völlig recht.
          Es gab mal einen Film mit dem Titel „Mein Leben ohne mich“, hier sollte der Titel lauten: „Meine Beziehung ohne mich“.
          Tragisch.

          Was diese völlig durchgeschallerten Genderisten und Feministinnen also produziert haben, ist die Perpetuierung dieser „Geschlechterdifferenz“ bzw. Dichotomie bis in alle Ewigkeit, Amen.

          Subcomandante crumar

          • @subcommandante

            Ein Axtmörderer wird nicht dadurch moralisch, dass er keine Axt dabei hat.

            Eine Differenzierung, die der normalen Feministin um drei Größenordnungen zu komplex ist, wie es scheint.

  13. Diversity: „Es gibt biologische Unterschiede zwischen Mann und Frau“ -> Entlassung
    „antifeministisches“ Blog: „Ich habe hier einen feministischen Text“ -> Veröffentlichung und Diskussion

    Irgendwie einfach, die Seite der Barrikaden zu wählen…

    • „Veröffentlichung und Diskussion“

      Naja, eher „Veröffentlichung und Diskussion und Verriss“.
      Wir wirken hier sicherlich ganz schön frauenfeindlich. Zumindest auf Leute, die keinen harten Diskussionsstil gewöhnt sind.

      • Ich versage regelmäßig dabei, Gedanken kurz und knapp ausdrücken zu wollen… bezogen war das auf den Blogautoren, der den Artikel hier zur Diskussion stellt.

        Was die Kommentatoren dann daraus machen, ist eine andere Sache.

        Das Phänomen „gleiche Behandlung wird als frauenfeindlich empfunden“ ist nicht neu: letzten Samstag so:

        Was in der Reportage [über Trümmerfrauen] für mich neu war, war, daß oft Frauen zum Enttrümmern zwangsverpflichtet wurden als Strafe für ihre Täterschaft im NS-Regime. Hier war für mich wieder interessant, daß man es offenbar für als Strafe für Frauen ansah, Tätigkeiten zu verrichten die Männer ohnehin jeden Tag machen mussten.

        Aus meiner Sicht kann der erste Schock über den „rauhen Umgangston“ einer heilsamen Erkenntnis weichen: So sieht’s aus, wenn wirklich keine Extrawurst gebraten wird.

        (Ein Hinweis auf einen fairen Umgangston ist immer angebracht – der gilt ja auch gegenüber Männern.)

      • Wenn sie die Kommentare hier liest, denkt sie sich wahrscheinlich:

        Aber kann man das uns verdenken? Feministinnen reden Studenten irgendwas von toxischer Maskulinität ein, setzten das schon teilweise auch an Schulen um, lassen Jungen um Unterricht aufstehen und der Gewalt gegen Frauen abschwören, einen Schwur vor dem die Mädchen gegenüber den Jungen natürlich verschont bleiben, sie lassen Kindern im Grundschulalter Texte durch nehmen die allein Männern die Schuld am Klimawandel geben, Text die natürlich völlig ausblenden das die gesamte Konsumgesellschaft auf Frauen ausgerichtet ist und sie geben Jungen den Eindruck das sie nur defekte Mädchen sind. Gleichzeitig sorgen Feministinnen dafür das jede Initiative die Männer bei der Kontaktanbahnung mit Frauen treffen von der Frau als sexueller Gewaltakt aufgefasst werden können soll und motivieren Frauen natürlich nicht dazu selbst Mal den ersten Schritt zu machen.

        Und dann erzählt man uns das wenn etwas zwischen Männern und Frauen schief läuft Feminismus „mit Sicherheit NICHT schuld daran“ ist.

        Schon ein bißchen verarsche… oder nicht?

      • Man wirkt immer Frauenfeindlich wenn man etwas gegen das weibliche Geschlecht sagt, insbesondere in der heutigen Zeit. Daher ist das für mich kein relevanter Grund irgendwas zu tun oder zu unterlassen.

  14. Die Autorin zeigt schon mit ihrer Überschrift, dass ihre Analyse völlig falsch ist. Sie beschreibt keine einzige „starke“ Frau, sondern nur Beziehungsversagerinnen. Das hauptsächliche Anliegen ihres Artikels ist die Verteidigung ihrer Religion (des Feminismus) und dabei geht sie vor wie ein Dorfpfarrer. Zunächst verkündet sie das Dogma von der starken Frau und dem schwachen Mann und jammert, dass es in ihrer Umgebung nicht danach aussieht. Dann sucht sie tausend Gründe dafür den Feminismus nicht dafür verantwortlich zu machen: nicht die Biologie und nicht die anderen individuellen Faktoren, die sie aufzählt. Die waren aber bereits vor dem Feminismus da, sind also irrelevant für ihre Fragestellung. Wenn sie behauptet: „Frauen machen eine Beziehung eher zum Mittelpunkt ihres Lebens“ müsste es heissen: Frauen definieren ihre „Stärke“ und Bedeutung über eine Beziehung. Und damit sind wir schon näher am Problem. Frauen suchen immer den Traumprinz, der eine Klasse höher spielt als sie selbst, um ihren Status aufzuwerten. Mit diesem selbstgewählten Rückstand wollen sie dann Gleichstellung!
    Fazit: der Feminismus ist DEFINITIV Schuld, weil er die Mär von der starken Frau missioniert und der gewöhnlichen Frau suggeriert sie könne alles im Leben so mühelos erreichen wie bei der sexuellen Partnerwahl.

    • „„Frauen machen eine Beziehung eher zum Mittelpunkt ihres Lebens“ müsste es heissen: Frauen definieren ihre „Stärke“ und Bedeutung über eine Beziehung.“

      Ich würde das anders einordnen, und zwar streng biologistisch (wie es sich hier gehört 😉 ): Was uns wirklich Spaß macht, woran wir Freude habe, abstrakter gesagt unsere willkürlichen Werturteile, haben immer einen biologischen Hintergrund oder ist sogar komplett biologisch bedingt.
      „„Frauen machen eine Beziehung eher zum Mittelpunkt ihres Lebens“ ist eigentlich die simple und wertneutrale(!) Feststellung, daß sie einen Drang, bei manchen Frauen ist es eher eine Sucht, nach einer „intensiven“ Beziehung haben. Männer im Schnitt nach meinem Eindruck deutlich weniger.
      Dabei sind viele Frauen durchaus bereit zu Kompromissen, Hauptsache, die Beziehung ist nicht nur eine Kohabitation, sondern eben sinnstiftend und dominierend.
      Sofern der männliche Part eher passiv in der Beziehung ist, rutscht die Frau in die Rolle des Gestalters. „Frauen definieren ihre „Stärke“ und Bedeutung über eine Beziehung.““ ist dann nur ein Folgeeffekt.

  15. Der schon erwähnte Jordan Peterson zitiert auch immer wieder einen wichtigen Gedanken von J.G.Jung: Demnach liegt die Lösung eines Problems sehr häufig genau da, wo derjenige mit dem Problem am wenigsten schauen will. Wenn man den subjektiven Charakter der Weltwahrnehmung des Menschen ein wenig verstanden hat, steckt in dem Gedanken eine sehr bestechende Logik.

    Wenn nun der Autorin offenbar am wichtigsten ist, dass nicht der Feminismus oder ihre feministischen Einstellungen das Problem sind, dann dürfte die Lösung ihres persönlichen Problems zumindest irgendwo in der Richtung liegen.

  16. @Veronika

    Der Feminismus ist mit Sicherheit NICHT schuld daran, dass die Beziehungen eine immer kürzere Halbwertszeit haben.

    Doch, im Wesentlichen schon, weil er vielen Frauen erfolgreich eingeredet hat, sie hätten Anspruch auf eine glückliche Beziehung, ohne einen eigenen Beitrag dazu leisten zu müssen.
    Wenn du diese Haltung als „stark“ bezeichnest, so wundert es mich nicht, wenn Männer nicht mit solchen Frauen klarkommen.

    Deine Beispiele gehen allerdings in eine ganz andere Richtung, und passen nicht zur Aussage der Überschrift.

    Und nur weil ich lieber noch etwas nachurlaubliche Zeit mit meinem Mann verbringen möchte, verzichte ich darauf, deinen Text noch weiter zu zerpflücken, obwohl es dazu noch einiges zu sagen gäbe.

    • Und natürlich sind die Männer auch nicht mehr das, was sie mal waren:

      „Gerade sind zwei Männer vorbei gekommen, hab ihnen mein Problem erklärt. Spinne wegmachen wollten sie aber nicht.“

    • Diese Story ist so absurd (wenn das alles stimmt, hat sie von kurz vor 06:11 ca. 2 Stunden lang draußen vor der Türe gestanden), daß bei mir der Fake-Detektor anschlägt.

      Am schärfsten war die Hilfstellung von @sanczny „Und wenn du es einfach in einer halben Stunde nochmal versuchst? Vielleicht ist sie dann weg“
      Dabei wäre ein feministisch-emanzipatorischer Hinweis darauf, daß die Risikoaversion von Frauen sozial konstruiert ist und die Kampfkraft einer Spinne notorisch überschätzt wird, angebracht gewesen.

      Am Rande: zu welchen unchristlichen Zeiten schreiben die Damen eigentlich solche kuriosen Tweets?

      • >Diese Story ist so absurd
        Ja. Kann nur Satire sein, denkt man zunächst. Schließlich kann doch niemand so blöd sein, nicht zu merken, wie sehr diese damsel-in-mistress-nummer alles als Geschwätz erweist, was sonst von ihr kommt.

        Bloß: Inzwischen bin ich mir nicht mehr sicher, ob die nicht doch so durchgeschallert sind, dass sie den Elefanten im Raum übersehen.

        >Am schärfsten war die Hilfstellung von @sanczny
        Hach, endlich mal knallharte problemlösende Power-Girls. Die sind Realsatire. Ausgebrochen aus einem Comic.

  17. „Ja, wir jungen, gebildeten, meist weißen Frauen von heute sind Feministinnen – im Grunde genommen. In dem Sinne, dass wir für gleiche Bezahlung, Rechte und Co sind.“

    Nein, seid ihr nicht. Ich habe noch von keiner Feministin gehört, die für gleiche Rechte ist. Als Test könnte man die Forderung einer Feministin des Rechtes von Männern zur Wahl der Gleichstellungsbeauftragten vorzeigen.

  18. So, jetzt alle Schnauze, die Oberfeministin spricht:

    „Der Heiratsmarkt bezahlt Frauen besser als der Arbeitsmarkt“

    http://www.zeit.de/zeit-magazin/leben/2017-08/jutta-allmendinger-frauen-entscheidungen

    „In vielen Berufen stellen Frauen die Normalität dar. Und das ist nicht immer gut. Reine Frauenjobs etwa werden geringer entlohnt als Männertätigkeiten.“

    Das Patriarchat! Mit seinen gläsernen und unsichtbaren Bauelementen allenthalben. Na klar!

    Über den Fortschritt und die leichtfertige Jugend ist Allendinger nicht begeistert, da geht noch was!: „In zehn Jahren wird diese Generation auch eine Quote wollen.“

    Grosses Kino die Logik, um zu behaupten: *auch Männer sind auch quotiert* (ja, richtig gelesen!):

    „Quotenfrau klingt wirklich schrecklich. Wie eine Belohnung für Leistungsschwache. Dabei machen sich viele Frauen nicht klar, dass auch Männer quotiert sind. Wenn 70 Prozent der börsennotierten und mitbestimmten Großunternehmen eine Zielgröße von null Prozent Frauen im Vorstand festlegen, haben wir ja Quotenmänner. ….“

    Das Patriarchat denkt an die Seinen und hievt natürlich jeden Volltrottel in die Positionen! Ziel: 100 % Männer, festgelegt angeblich in den „Vorständen“! Ganz normal. LOL

    Das grösste Problem:

    „Die auf Frauen beschränkte Festschreibung der Arbeitszeiten durch das erste Kind hemmt die berufliche Entwicklung maßgeblich. Sie führt zu einem niedrigen Einkommen, zu flachen Karrieren, zum Gender Pay Gap, zu niedrigen Altersrenten und letztlich dazu, dass wir über Quoten reden.“

    Ja, dann weg damit. Weg mit allen gesetzlichen und zwangsweisen Schonzeiten….
    Aber: waren es nicht Leute wie Allmendiger, die genau das erst gemacht haben und dies nach allen Kräften ausbauen?
    Jeder, der den Feminismus kennt, weiss ja: genau so läuft es: Frauen bevormunden, benachteilen und sich dann immer wieder über das „Patriarchat“ beklagen, wash, rinse, repeat.
    Allendinger will jetzt, dass auch Männer eine Auszeit bekommen, automatisch: „Wir brauchen zusätzlich zum Mutterschutz einen Väterschutz.“

    Warum sagt sie nicht einfach: auf Kinder verzichten, die bringen sowieso keine Kohle wie ein guter Job!?

    Daran sieht man: die Femis kommen mit ihrer Ideologie nicht weiter und wollen das auch gerne auf den Mann ausdehen.

    Zum Ende des Interviews spinnt Allendinger dann völlig, so schwadroniert sie was von „reinen Frauenvölkern“:

    „Reine Frauenvölker aus der Geschichte zeigen, dass das, was wir unter männlich und weiblich verstehen, nicht angeboren, sondern erlernt ist.“

    Völlig irre.

    „ich würde mich nicht auf die Zeit verlassen. Ich würde Politik und Wirtschaft jetzt unter Druck setzen.“

    Die Gesellschaft muss sich gegen diese totalitären Spinner wie Allmendinger unbedingt wehren und deren „Strukturen“ „unter Druck setzen“ und bekämpfen! Mit Worten reicht allemal, diese antiintellektuellen Idioten haben ja ohnehin gar nichts zu melden.

    • Das habe ich auch schon gesehen. Was für ein Unsinn. Nur weil Feministinnen denken das Frauen aufgrund ihres Frauseins ein Anrecht auf Führungspositionen haben sollten, denken sie das Männer das genau so entscheiden. Feministinnen sind diejenigen die Geschlecht bei der Positionsbesetzung für relevant halten und projizieren diese Einstellung dann auch alle andere.

    • Aus dem Interview: „ZEITmagazin ONLINE: Es gibt Untersuchungen, die zeigen allerdings, dass Frauen die Gleichberechtigung im Haushalt gar nicht wollen.Allmendinger: Ich frage mich, was solche Erhebungen sollen…“

      Faszinierend, dieser confirmation bias.
      Frau Allmendinger führte vorher zu allen Punkten in ihrer politischen Agenda eine angeblich vorhandene (spontan dubios klingende) Studie an, die ihren Standpunkt angeblich beweist.
      Sobald eine Studie ihrer politischen Agenda widerspricht, sind solche „Erhebungen“ unsinnig oder Fragen werden falsch (ohne Lenkung auf die gewünschte Antwort) gestellt oder … und das ist dann „schlechte Sozialforschung und schlechte Politik“.

      Soviel zur Frage, ob die Gender Studies i.a. und das WZB im besonderen wissenschaftlich arbeiten.

    • Da sind mittlerweile viele Interessante Kommentare unter dem Artikel. Gleich mehrere berichten das sie als Mann erste wieder Jobinterview bekommen haben, nachdem sie die Elternzeit aus ihrem Lebenslauf gestrichen haben. Der Text behauptet das Männer immer Einladungen bekommen. Andere berichten das sie direkt gesagt bekommen haben das sie für Teilzeitstellen nicht geeignet sind, den die sind nur für Frauen…

  19. Redeverbot für Männer

    Vielleicht wäre Männlichkeit etwas weniger „toxisch“, dürften Männer offen über ihre Erfahrungen sprechen. Wenn sie es dennoch versuchen, wird ihnen schnell von Feministinnen über den Mund gefahren, wie es vor kurzem der Dokumentarfilm „The Red Pill“ der Amerikanerin Cassie Jaye zeigte.

    Birgit Gärtner bestätigt in diesem Zusammenhang sogar Damores Thesen, wo sie ihm unterstellt, dass er sich in „Medien ausweinte.“ Genau diese Haltung gegenüber Männern in Schwierigkeiten hat der junge IT-Experte in seiner zehnten Fußnote zitiert:

    Der Gedanke, dass Männer Unterstützung brauchen, passt nicht gut in das Traditionelle Geschlechtssystem. Von Männern wird erwartet, dass sie stark sind, sich nicht beschweren und Probleme selbst lösen. Probleme von Männern werden wegen unserer geschlechtlichen Vorstellungen von Akteurschaft häufiger als persönliches Scheitern gesehen, nicht in einer Opferrolle. Das entmutigt Männer, Aufmerksamkeit auf ihre Probleme zu lenken (seien sie individuell oder für die ganze Gruppe), weil sie Angst davor haben, als Jammerlappen, Kläger oder schwach angesehen zu werden.

    -James Damore

    „Der Feminismus ist mit Sicherheit NICHT schuld daran“

  20. Ist der Feminismus etwa schuld daran, dass unsere Beziehungen immer kürzer werden?

    Die Frage ist richtig gestellt, und der weitere Text gibt auch die richtige Antwort:

    Ja also zum Feminismus – im Prinzip. Aber bitte mit Augenmaß! Zumal sich jede( r) erst einmal an der eigenen Nase packen sollte, bevor er (zu) generell wird.

    Was die Autorin hier erörtert, ist also ein gemäßigter Feminismus. Ein Feminismus, der nicht zu sehr verallgemeinert und auch das eigene Verhalten kritisch betrachtet.

    Gut, das war jetzt ein Beispiel von Milliarden.

    Milliarden von Männern als egoistische Schweine zu betrachten ist keine unzulässige Verallgemeinerung. Und ja, die Autorin fasst sich natürlich auch an die eigene Nase:

    Denn alle waren weg. Alle, bis auf eine: ich.

    Sie ist nämlich die heiligste der heiligen Frauen.

    Wir wissen jetzt, warum Beziehungen immer kürzer werden. Zumindest bei den intelligenten, weitsichtigen Frauen unserer westlichen Industrienation.

    • Vielen Frauen fällt halt auch nicht auf, dass sie es selbst untereinander (Frauenfreundschaften) oft nicht schaffen, lange Beziehungen aufrechtzuerhalten. Mein bester Kumpel aus dem Kindergarten ist hingegen auch heute noch mein allerbester Kumpel und „Bruder fürs Leben“ und das, obwohl sich unsere Leben völlig unterschiedlich entwickelt haben.

      Auch viele Frauen scheinen „starke Frauen“ daher eher für unerträgliche Gewitterhexen zu halten, mit denen man einfach keine echte lange Freundschaft haben möchte.

      Alle Menschen (egal welchen Geschlechtes), scheinen für starke Gewitterhexen halt nicht stark genug zu sein. Daran, dass die Gewitterhexe sich einfach asozial verhält und kein Mensch dauerhaft Bock auf so ein Verhalten hat, kann es ja nicht liegen.

      Und statt Selbstrefelexion zu betreiben und festzustellen, dass die gleichen Männer oft sehr gut in der Lage sind, mit anderen starken Männern sehr gute lange Männerfreundschaften zu pflegen und somit grundsätzlich mit starken Personen überhaupt keine Probleme haben, kommt halt nur das typische eigenverantwortungsphobe Frauengeplärre (von den angeblich so starken Frauen), dass Frauen ja so toll seien (Frauen würden angeblich die Beziehung in den Mittelpunkt stellen und sich quasi für den Partner aufopfern, eigene Freundschaften über den Jordan kippen und angeblich alles für den Mann machen), während die Männer den Partnerininnen trotzdem nicht ihren gewünschten Status als Mittelpunkt der Galaxis geben würden und einfach auch noch andere Dinge neben den Partnerininnen weiter verfolgen (Freundschaften, Hobbies, …).

      Würde ein Mann so eine jämmerliche Heulsusen sein, würde er als sozial hingerichtet bzw. aussortiert werden und vorgehalten bekommen, dass die Welt sich nun einmal nicht nach bemitleidenswerten Jammerlappen richtet und sich auch nicht für unerträgliche Heulsusen ändern wird, sondern er an sich selber arbeiten muss, wenn andere nicht so handeln, wie er es sich auf seinem rosaroten Schneeflöckchen-Ponyhof wünscht.

      Wie erklärt sich Frau Zintl eigentlich, dass die Frauen darüber herumplärren, dass Männer angeblich nicht mit den selbsternannten starken Frauen zurechtkommen würden, wenn die Frauen sich doch angeblich den Wünschen der Männer so unterordnen würden?

  21. Wäre mal interessant, etwas über den finanziellen Status der geschilderten Männer zu erfahren.

    Diese Bruchstücke habe ich gefunden:

    Maschinenbauer in einer wirtschaftlich prosperierenden Großstadt

    Ging mit ihm zum Segeln (obwohl sie das nicht mal mal besonders mochte).

    drei Jahren eine Affäre mit ihrem Chef

    Stattdessen spricht er davon, ins Ausland zu gehen

    Ansonsten vielleicht noch diese vagen Andeutungen

    die bis heute nach ihrem Prinzen sucht

    eine „Traumbeziehung“ führen, eine Beziehung, in der der Himmel voller Geigen hängt

    lernte nach langen Jahren des Single Daseins ihren (damaligen) Traumpartner kennen

    Ich komme nicht umhin, mir hier finanziell höhergestellte und gut vernetzte attraktive Männer vorzustellen – und da ist es für eine gewöhnliche Frau natürlich nicht leicht, diese Männer an sich zu binden. Denn auch diese Traummänner wünschen sich Traumfrauen.

    Vielleicht hatten die Freundinnen unserer Autorin etwas unrealistische Erwartungen an diese Traummänner? Auch ein Mann muss darf sich auf Frust gefasst machen, wenn es unbedingt die Traumfrau sein muss. Da gab es schon milliardenfach Unglück!

    • „Vielleicht hatten die Freundinnen unserer Autorin etwas unrealistische Erwartungen an diese Traummänner?“

      Genau – nur – das hab ich aus dem Text gezogen.
      Ich weiß nicht, was hier so gewettert wurde, hat die Verfasserin doch nicht die Männer kritisiert, sondern ihre eigenen Geschlechtsgenossinnen und ihre wirklichkeitsfremden Märchenwünsche.

      Manchmal hab ich das Gefühl, dass auch wir maskulistisch trainierten Männer manchmal nicht mehr merken, wenn wir Lob vom „Gegner“ kriegen.
      Ein bisschen mehr Gelassenheit, Jungs!
      Genau das soll uns Männer doch auszeichnen 🙂

    • Ich höre grundsätzlich nicht auf Frauen wenn es um das Thema Beziehung geht. Warum? Weil a) sie selbst nicht wissen was sie wollen, b) nicht wissen was konkret sie anmacht (daher sind auch viele Feministinnen frustriert) c) sie sich gegenüber Männern anders verhalten als gegenüber ihren Freundinnen, daher ist auch ein Rat der Freundin nutzlos.

      Und VICE ist als Quelle komplett unbrauchbar.

  22. Das Geheule einer Frau, die ach so gerne Sklavenhalterin waere (hat die Hosen an), der aber die Sklaven immer wieder weglaufen. Dann will sie eine Beziehung auf Augenhoehe; wenn man das mal woertlich nimmt muss er sich (im statistischen Mittel) ein paar Zentimeter kleiner machen. Dann muss sie sich auch noch nach den Launen und Wuenschen des Partners richten tztztz. Also wenn er nicht jedes Jahr fuer 539 EUR pauschal nach Ibiza will, sondern auch mal nach Barbados, den USA oder so, was deutlich teurer ist, und er meint dass sie schon die Haelfte des gemeinsamen Urlaubs bezahlen sollte (Augenhoehe!!!1elf), dann muss sie wegen seiner Launen und Wuensche leiden. Das arme Hasi tut mir echt leid.
    Der ganze Artikel ist mitleidheischende Kommunikation nur auf der Gefuehlsebene. Fakten sind pfui – naja, Politik“wissenschaften“, kein weiterer Kommentar erforderlich. Operiert mit ausschliesslich einseitig berichteten Einzelfaellen. Das muss schon eine ganz besondere Clique von „Feministinnen“ sein, allen laufen die Freunde weg und die einzig „Erfolgreiche“ hat ihrem Mann ein Baby untergeschoben um bloss nicht arbeiten zu muessen. Wie gesagt, sie tut mir leid, insbesondere weil sie gar nicht erkennen kann was bei ihr da schief laeuft.

  23. Liebe Leute, auch wenn Ihr mich jetzt gleich verhaut – in einem Punkt hat die gute Veronika gar nicht so Unrecht:

    „Da spielen einfach zu viele andere Faktoren eine Rolle:
    – die Angst, dass da draußen noch jemand Besseres sein könnte
    – eine generelle Scheu, sich gefühlsmäßig auf jemanden einzulassen“

    Ja, stimmt schon. Ergänzen wir:

    – Ein nahezu grenzenloser Narzissmus der jüngeren Leute [siehe etwa Jean M. Twenge: „Generation Me“ und „The Narcissism Epidemic“]
    – Ablenkung: zu viele Optionen, zu viele Attraktionen, zu viele Sachen und Typen, die frau mal unbedingt ausprobiert haben sollte
    – Ein „restart“-Zeigeist: wenn mal was nicht so gut klappt im Leben – Du kannst jederzeit von Vorne anfangen, bei Null – einfach „Reboot“ drücken
    – Soziale Unfähigkeit: Weil Kommunikation mehr und mehr online abläuft – und zwar geregelt, strukturiert -, schwindet die Fähigkeit und Bereitschaft, in echter „face to face interaction“ Dinge anzubahnen, zu bewältigen, klar zu kriegen: sich also mit dem Chaos realer Kommunikation herumzuschlagen (Mimik lesen, Tonfall interpretieren, im Gespräch zurückrudern oder gleich drei Stationen überspringen – und das alles auch noch gleichzeitig, usw.)

    Es gibt noch etliche andere Faktoren – z.B. ein forcierter Individualismus der jungen Leute -, aber man kann der guten Veronika soviel zugestehen: „dass die Beziehungen eine immer kürzere Halbwertszeit haben“, liegt vornehmlich an all diesen Faktoren. Diese Verkürzung allein dem Feminismus in die Schuhe zu schieben, wäre eine ungerechte Diagnose – auch wenn der Feminismus einige der genannten Faktoren in ungeahnte Höhen geführt hat, insbes. den weiblichen Narzissmus.

    Also zeigen wir doch ein wenig guten Willen: Wenn wir den Busen-Bonus in Rechnung stellen und obendrein die Feiertags-Zulage veranschlagen, dann können wir unserer Veronika gerade noch eine 3 geben. Damit ist sie gut bedient. Es soll schließlich niemand sagen, wir wären keine echten Männer und würden nicht auf das Gerede einer Frau hereinfallen, oder?

    So, und jetzt könnt Ihr mir von mir aus den Popo versohlen (wenn’s denn der Wahrheitsfindung dient) – aber bitte vorher die Samthandschuhe anziehen. Ihr wißt doch – ich bin voll die Pussie, vor allem als Euer Sonntags-Redner.

    • „Diese Verkürzung allein dem Feminismus in die Schuhe zu schieben, wäre eine ungerechte Diagnose – auch wenn der Feminismus einige der genannten Faktoren in ungeahnte Höhen geführt hat, insbes. den weiblichen Narzissmus.“

      Genau so hab ich sie verstanden.
      Zicken wurden nicht mit dem Feminismus erfunden und sie werden nicht mit ihm verschwinden.
      All die Beziehungstypen, die Veronika beschreibt, gibt es mit Sicherheit schon so lange, wie es Beziehungen zwischen Mann und Frau gibt.
      Also ist ihre Erkenntnis, dass der Feminismus nicht Schuld sei, halb richtig.
      Halb richtig, weil der Feminismus zu den bekannten Beziehungstypen noch neue kaputte hinzugefügt hat und unsichere wie Säure fressend zusätzlich zersetzt.

  24. Also ich finde den Text so schön wie eine blühende Sommerwiese. So gespickt mit leuchtend bunten Stilblüten inmitten eines satt grün wogenden Meers aus Harmonie-Grashalmen. Hach, herrlich (uups).

    „„Männer sagen mir oft, dass sie Angst vor mir haben“, beklagte sich eine Freundin, die bis heute nach ihrem Prinzen sucht.. „Sie trauen sich häufig gar nicht erst, mich anzusprechen“

    Aha, sie teilen ihr ihre Ansprechangst also telepathisch mit? Abgesehen davon: Ja, kenne ich. Mir begegnen auch immer wieder Frauen die einen Gesichtsausdruck haben, der mich sehr effizient von jeder Ansprache abhält. Da wünsche ich dem Prinzen weiterhin ein laufstarkes, ausdauerndes Pferd zum schnell davonreiten.

    „Und Themen wie diese beschäftigen mich schon seit längerem! Eigentlich schon immer!“

    Komm, gibs zu: Vor der Pubertät hat Dich das nicht die Bohne interessiert 😉

    „Ja also zum Feminismus – im Prinzip. Aber bitte mit Augenmaß! Zumal sich jede( r) erst einmal an der eigenen Nase packen sollte, bevor er (zu) generell wird. Meine Meinung zumindest.“

    Süß. Klassischer Mein-Feminismus-Feminismus mit zusätzlichem Rettungsschirm. Wie lange ist eigentlich „schon seit längerem“?

    „Darauf wartet, dass er sich endlich darüber klar wird, was er will. Sich entscheidet. Stattdessen lässt sie sich weiter vertrösten. Wider besseren Wissens. (Warum auch sollte er sich entscheiden? Schließlich hat er ja alles…)“

    Und sie lässt sich liebend gerne ständig vertrösten. Bettelt sogar geradezu darum. Schließlich könnte eine Entscheidung auch GEGEN sie ausfallen. Was eine narzisstische Kränkung wäre das denn?

    „Eine Beziehung sollte auf Augenhöhe geführt werden. Sie besteht aus zwei gleichwertigen Menschen. Die sich lieben, weil sie sich gegenseitig etwas geben. Und nicht deshalb zusammen bleiben, weil sie Angst vor dem Alleinsein haben. Weil sie das Gefühl haben, den Anderen zu brauchen, ohne diesen nichts zu sein.“

    Ooooh schau mal da, der Himmel, er hängt voller Geigen 🙂

    „Wenn wir uns dies immer mal wieder vor Augen führen, wäre schon so viel gewonnen. Wir können unser bisheriges Verhalten überdenken. Es besser verstehen. Über Lösungen nachdenken – am besten gemeinsam mit dem Partner. Und wir können vieles für zukünftige Beziehungen lernen. Die dann umso erfüllter werden.“

    Und der größte Brüller zum Abschluss. Echt gutes Gespür für Timing. „Beziehungen“ plural… 🙂

    BTW: Die Seite https://ex-ratgeber.info habe ich gerade mal ein bisschen angelesen und finde sie jetzt schon voll krass. Echt Hardcore.

  25. Pingback: Resteficken mit zugedröhnten Schlampen – Lollipops for equality

    • Typische ClaudiaBerlin Kommentare.

      Wenn jemand auf „ehrliche“ Betroffenheitsprosa nicht ergriffen reagiert, muss er wohl hasserfüllt sein.

    • Die übliche Reaktion, habe ich nicht anders erwartet.
      „Why are they so agressive? Just because we tortured them for years with our feminist bullshit? Nah, can’t be“

      Genau deswegen reagiere ich auch nicht auf Tonepoliciing. Solche Leute beklagen sich IMMER darüber wie rauh der Ton ist.

      Übrigens: Das teilt sie übrigens mit Homöopathen, New-Age-Medizin-Voodopriester, Kreationisten, radikalen Christen, radikalen Moslems etc. Also alle möglichen sehr unangenehmen Leute, die auf angenehm tun, beklagen sich darüber, dass der Debattengegner so gemein zu ihnen ist. Nur das am Rande. Ich sage nicht dass sie eine Betrügerin ist… ich weiße nur auf Parallelen hin.

    • Ich glaube, dass hier drei Faktoren eine Rolle spielen:
      1. In diesem Blog wird jeder Artikel hart kritisiert. Von starker Zustimmung bis absoluter Ablehnung ist alles dabei.
      2. Der Gastartikel hinkt dem allgemeinen Kenntnisstand der Stammleiser weit hinterhet. Insbesondere einige der verwendeten Begriffe hat man schon zu oft gehört, da sind die Repliken eingeschliffen.
      3. Der Artikel enthält einige eklatante Widersprüche. So geht es am Anfang um „starke Frauen“, nachher werden aber Beispiele von besonders (charakter)schwachen Frauen geschildert. Alleine die salbungsvollen Worte, es sei ja jeder anders, später gefolgt von allgemeinen Aussagen, muss Widerspruch provozieren.

      Sprich, ein solcher Artikel wäre in irgendeinem privaten Blog einfach untergegangen. Hier wird er natürlich mindestens genauso verrissen wie alles andere auch.

  26. „Welcher Mensch bei gesundem Verstand wäre nicht für gleiche Rechte und gleiche Bezahlung“? Stop, ich bin dagegen.

    Schlicht und ergreifend deswegen weil gleiche Rechte bei unterschiedlicher Verantwortlichkeit und gleiche Bezahlung bei unterschiedlicher Arbeitsleistung Unterdrückung ist.
    Ja, tatsache, dass ist Unterdrückung.

    Frauen arbeiten weniger als Männer, und Frauen tragen weniger Verantwortung als Männer.
    Deal with it. Was NIEMAND sagt ist, dass jetzt keine Frau mehr die Möglichkeit haben soll entsprechende Positionen zu erreichen. Wir hatten immer die 4% an Frauen, die den männlichen Standard erfüllen können. Die hat man auch immer mit Freuden ihr Ding machen lassen. Aber die restlichen 96% können nicht erwarten mit Männern auf Augenhöhe zu stehen.

    Wir geben Kindern auch nicht gleiche Rechte und Autorität wie Erwachsenen. Sie sind nicht rechtlos, und haben sogar besondere Schutzansprüche. Aber im Gegenzug dazu übergibt man Íhnen weniger verantwortung und Autorität.

    Bei Frauen ist es das gleiche. Und ja ich vergleiche Frauen mit Kindern, da der Grad an Verantwortung etwa auf dem gleichen Level liegt. Das allerbeste Beispiel ist die Wehrpflicht. Frauen werden da faktisch nicht herangezogen, und werden auch nie herangezogen werden, eben weil die meisten den männlichen Standard nicht erfüllen können. (Nein können sie nicht, da gibt es nichts zu debattieren) Und nein „wäre mir lieber Wehrpflicht würde für niemanden existieren“ zieht nicht, da es dann schlichtweg Rekrutierung und Einzug im Kriegsfall geben würde. Genau diese Verantwortung müssen Autorität und Rechte gegebnüberstehen, da sonst kein Ausgleich existiert bzw. Aufgaben nicht erfüllt werden können.

    Egalitarismus ist romantischer Unfug.

    • „Bei Frauen ist es das gleiche. Und ja ich vergleiche Frauen mit Kindern, da der Grad an Verantwortung etwa auf dem gleichen Level liegt“

      Schlichter Sexismus.
      Es bestehen nur Unterschiede im Schnitt. Die wenigsten Männer sind in Führungspositionen. Eine Frau, die als Sekretärin oder Krankenschwester oder Friseurin arbeitet hat keine geringere Verantwortung als jemand, der als Bürokraft, Produktionshelfer oder Verkäufer arbeitet.
      Betrachtungen über die Gruppe und bewertungen nach einem niedrigeren Schnitt sind üblicherweise anfällig für Fehler. Denn genug Leute der „Besseren Gruppe“ sind schlechter als die besseren der „schlechten Gruppe“

      • Sieht man ja hier wunderbar:

        „Und da ist meine Schwester, die nicht in eine andere Stadt ging, um zu studieren. Weil sie ein Jahr zuvor ihren Freund kennengelernt hatte. Der bereits studierte, in seiner Heimatstadt (was anderes wäre ihm auch niemals in den Sinn gekommen.). Sie blieb – seinetwegen. Und auch später, als das Studium beendet war und es an die Jobsuche ging, blieb sie bei ihm. Er wollte nicht weg – sie also ebenfalls nicht. Das machte das Finden einer Arbeitsstelle für sie nicht unbedingt einfacher (für ihn kein Problem als Maschinenbauer in einer wirtschaftlich prosperierenden Großstadt). Sie „löste“ das Problem schließlich, indem sie schwanger wurde. Ohne jemals wirklich gearbeitet zu haben.“

        Nehmen wir mal Abstand von der Opferhypothese, finden wir eine antriebslose Person, die zu allem Ja und Amen sagt und keinerlei Initiative entwickelt.

        Ebenso interessant: Man bekommt natürlich (Status!) mitgeteilt, was der Herr Kindsvater studiert hat, den Studiengang der Schwester bekommt man jedoch vorenthalten. MINT wird es aber kaum gewesen sein, wenn man damit in einer prosperierenden Großstadt Probleme bei der Arbeitssuche hat.

        Aus reiner Männersicht ist die Schwester einfach nur totest Gewicht, das man mitschleppen muss, und das die kriselnde Beziehung vermittelst Babyfalle in ein Langzeitversorgungsverhältnis umgebaut hat, um den eigenen unmotiviert verkorksten Lebensentwurf zu stabilisieren.

      • „Eine Frau, die als Sekretärin oder Krankenschwester oder Friseurin arbeitet hat keine geringere Verantwortung als jemand [= ein Mann ?], der als Bürokraft, Produktionshelfer oder Verkäufer arbeitet.“

        Ich meine, das wäre hier im Board immer wieder in Frage gestellt worden. Natürlich gibt es Frauen, die einen Klasse Job hinlegen, die besser arbeiten als etliche Männer in ähnlichen Positionen. Aber so ganz die Regel scheint das ja nicht zu sein – eher so ein bißchen die Ausnahme.

        Und da hat der Punkt von Benyi schon einiges Gewicht: Wie kann es gleiche Rechte und gleiche Bezahlung geben, wenn es keine gleichen Pflichten und keine gleichen Verantwortlichkeiten gibt?

        Der Punkt ist immer, daß auch im Arbeitsleben mit zweierlei Maß gemessen wird. Wenn bei Männern was passiert, gibt’s meist was zwischen die Hörner – mit Recht. Wenn bei Frauen was passiert, ist das alles halb so schlimm.

        Wieder mal ein Beispiel aus meinem bewegten Leben: 2000 hatte ich Projekt bei Siemens. Dort hat eine Frau an einem Tag zwei Digital-Kameras kaputt gemacht. Die waren damals noch sehr teuer, etwa 1.500 Euro. Und was hat der Abteilungsleiter gesagt? „Na, die Firma muß eh mal wieder neues Equipment anschaffen …“

        Was wäre wohl passiert, wenn ich die beiden Kameras kaputt gemacht hätte?

        Dein statistischer Punkt („Betrachtungen über die Gruppe und Bewertungen …) ist natürlich richtig.

        • „Wie kann es gleiche Rechte und gleiche Bezahlung geben, wenn es keine gleichen Pflichten und keine gleichen Verantwortlichkeiten gibt?“

          Gibt es ja gegenüber dem Arbeitgeber.

          „Dort hat eine Frau an einem Tag zwei Digital-Kameras kaputt gemacht. Die waren damals noch sehr teuer, etwa 1.500 Euro. Und was hat der Abteilungsleiter gesagt? „Na, die Firma muß eh mal wieder neues Equipment anschaffen …““

          Das kann man doch aber nicht der Frau vorhalten. Sie kann nichts dafür, wenn der Abteilungsleiter sie besser behandelt. Es kann kein Grund sein Frauen abzuwerten

        • Dass Frauen von der Gesellschaft wie kleine Kinder behandelt werden, die keine Eigenverantwortung übernehmen können, sieht man auch am Abtreibungsrecht oder der Rechtslage zu Kuckuckskindern. Während man einem Mann sagt, dass man Verantwortung übernehmen muss, wenn man mit einer Frau ins Bett steigt, traut sich keiner, Frauen den gleichen Satz vorzuhalten, dass sie halt Verantwortung übernehmen muss, wenn sie einem Mann ins Bett steigt. Stattdessen gibt man Frauen wie beschränkt Geschäftsfähigen die Möglichkeit (Abtreibung), auch nachträglich sich von den Folgen der eigenen Handlungen noch lösen zu können. Und Frauen, die anderen ein Kuckuckskind unterjubeln, haben gar nichts zu befürchten. Der Gesetzgeber schützt sie auf Kosten aller anderen Beteiligten wie eine 3 Jährige, die keine Verantwortung für Niedertracht zu übernehmen braucht.
          Und so zieht es sich durch die Bereiche. Die zur Zeit nur ausgesetzte Wehrpflicht, wonach man Gemeinschaftsmitglieder zwangsweise einziehen kann, damit diese die Gemeinschaft auch unter Einsatz des eigenen Lebens zu verteidigen haben, trifft nur Männer. Denn Frauen sind wie Kinder zu beschützen („Frauen und Kinder zuerst“) und die Beschützerrolle haben halt nur Männer zu übernehmen, weil man von Frauen nicht erwarten kann, gleiche Pflichten zu übernehmen.

    • Alter, Du setzt selbst für die Verhältnisse eines eher maskulinistisch eingestellten Blogs neue Standards für gelebten Vulgärsexismus.
      Respekt, Digger.

      • Sexistisch ja
        Vulgär habe ich nicht gefunden.

        (Obwohl ich ein großer fan des vulgären bin – feminismus, agg & co kann man doch auch nur noch zur Belustigung nutzen..)

  27. Ach je… ich bin wieder mal etwas später, aber ich seufze doch auch, dass ihr nicht etwas netter sein konntet…

    Ihr müsst der Autorin ja nicht zustimmen, aber allein, dass sie mit uns redet ist in der derzeitigen Lage ein Zeichen, das man honorieren sollte (denn das müsste sie nicht) und zudem ist ihr Artikel doch sympathisch unaggressiv. Da kann man doch einfach die kleinen Schritte aufeinander anerkennen und entgegenkommen.

    Inhaltlich habe natürlich auch ich das Problem, dass ihre Alltagsbeobachtungen meinen vollkommen widersprechen. Von alle „richtigen“ Beziehungen (also Frauenhelden, die sich erfolgreich durch die Gegend vögeln, außen vor), die ich kenne, werden eigentlich von der Frau dominiert. Sie ist es, deren Freundeskreis nun der gemeinsame wird, ihre Interessen werden Paar-Aktivitäten, ihr Tempo ist es, nach dem eventuelle Hochzeit, eventuelles Zusammenziehen und eventuelle Kinder entschieden wird. Zudem kann ich tatsächlich sagen, dass ich es noch nicht EINMAL persönlich mitbekommen habe, dass eine Beziehung vom Mann beendet wurde. – Also eine richtig geschlossene Beziehung. Habe mal einen Fall mitbekommen, wo eine verheiratete Frau sich einen Liebhaber suchte, der sich ihr schließlich versagte (worauf sie zum wartenden und wissenden Ehemann zurückging). Dass es also Frauen sind, die in Beziehungen investieren und Männer, die Nutzen daraus ziehen, kann ich bei diesen Machtverhältnissen nicht bestätigen.

    Nun soll man natürlich auch meine subjektiven Erfahrungen nicht verallgemeinern, da sie ebenso von Gegend und Umfeld abhängen, aber das gilt auch für die der Autorin, deren These damit automatisch in gewisse Grenzen gesetzt wird.

    Wer oder was jetzt Schuld an den modernen Beziehungsproblemen ist, ist für mich einfach zu beantworten: Die Wahlfreiheit.
    Früher nahm man sich einen Partner (eventuell von der Familie oder dem Clanführer bestimmt) und erwartete nichts davon. Heute hofft jeder auf das ultimative ewige Glück und wird dabei doch nie zufrieden. Ideologien wie die manche feministische Strömungen, die versprechen, einen den Kuchen gleichzeitig haben und gegessen haben zu lassen, erleichtern es sicher nicht, sind aber nicht die Wurzel des Übels.

    Aber in jedem Fall stimme ich ihr darin zu, dass es nur hilfreich sein kann, seine Beziehungen nicht im Bewusstsein von Klassen, Rollen oder Geschlechtern, sondern schlicht als Individuen zu führen.

    • Wo redet sie denn mit uns? Wo ist der Unterschied zu einem Text einer Feministin bei der TAZ oder Vice?

      Der Artikel scheint zum Ziel zu haben Feminismus aus der Schussbahn zu kriegen, weil aus irgendeinen Grund einige Frauen den Feminismus für etwas grundauf Gutes halten, das sich auch niemals für verwerfliche Zwecke missbrauchen lässt.

      • Natürlich, auch das ist verbesserungswürdig, aber allein, dass sie hier bei uns schreibt, also sozusagen schon mal dadurch zugibt, dass wir „berührbar“ sind und nicht der dauervergewaltigende, aber dennoch lebenslang jungfräuliche Naziabschaum,als der jeder, der mit Männerrechten zu tun hat, diffamiert wird, ist ein kleiner, aber richtiger Schritt.

    • „die versprechen, einen den Kuchen gleichzeitig haben und gegessen haben zu lassen, erleichtern es sicher nicht, sind aber nicht die Wurzel des Übels.“

      Sehr schön be- und umschrieben 😀

      Das mit dem Individualismus ist aber nur ein rhetorischer Trick, um den Feminismus aus der Gleichung *vollkommen* zu streichen. Das ist der Kern des Artikels, das was er erreichen will. Hier:

      „Vielmehr ist jeder Einzelne ein Individuum, mit eigener Prägung, eigenen Bedürfnissen,
      seiner ganz persönlichen Entwicklungsgeschichte. Deshalb sollte man auch in Beziehungssicht stets auf den Einzelfall schauen. Bevor man dem Feminismus die Schuld an der (erneuten) Trennung gibt.“

      Natürlich ist es nicht der Feminismus, der für die fehlende Beziehungsfähigkeit so vieler Menschen verantwortlich ist. Es ist im Grunde genommen der Individualismus, der einer Partnerschaft im Wege steht, denn da muss man sich vollständig anpassen (natürlich von beiden Seiten her).

  28. Ein Aspekt, der leicht vergessen wird: Feminismus hat signifikant zur Infantilisierung von Frauen beigetragen.

    Jede Schneeflocke ist genau richtig, so wie sie ist.
    Folge deinem Herzen (das Wesentliche ist für den Verstand unsichtbar).
    Du hast es verdient, glücklich zu sein.

    Die subkutane Mitteilung des Feminismus an Frauen: Du brauchst nicht an dir zu arbeiten. Kritik an Frauen ist Unterdrückung. An allem, was in deinem Leben schief geht, ist das Patriarchat schuld.

    Und so füllt sich die Welt mit Petra Panss, die an die ewig glücklich machende, romantische Liebe mit einem Einhorn („Die sind so magisch“) glauben.

    We’re so immature in our response to intimate relationships; it’s like we are stuck in a daydream of a naive thirteen year old girl.

    Die ultimativ provokative Aufforderung an eine Frau im Zeitalter des Feminismus: WERD ERWACHSEN!

    • Feminismus ist diesbezüglich eine moderne Form der Astrologie. Nimm dein Schicksal hin und ausserdem hat es dich als Frau für den Volltreffer in der Lotterie des Lebens vorgesehen …. wenn du an mich nur glaubst ….

    • „Die subkutane Mitteilung des Feminismus an Frauen: Du brauchst nicht an dir zu arbeiten.“

      Das beißt sich mit dem enorm hohen Konformitätsdruck unter Frauen. Der Selbstoptimierungswahn bei Frauen aus der intrasexuellen Konkurrenzsituation heraus ist teilweise grotesk anzusehen.

      „Kritik an Frauen ist Unterdrückung.“

      taugt bestenfalls als Ansage an die Männer „haltet das Maul und seit froh wenn es Sex und warmes Essen gibt“ Unter Frauen ist diese Argumentation wertlos.

      „An allem, was in deinem Leben schief geht, ist das Patriarchat schuld.“

      dürfte zwar so ne Art Minimalkonsens sein, wenn frauenintern gejammert wird, nutzt aber den Frauen letztlich gar nichts.

    • „Die ultimativ provokative Aufforderung an eine Frau im Zeitalter des Feminismus: WERD ERWACHSEN!“

      Gut getroffen. Aber ich interpretiere den Beitrag Veronikas so, dass sie ihre eigenen Geschlechtsgenossinnen damit auffordert.
      Dass sie dabei ein paar feministische Versatzstücke mit verwurstet, mag ihr verziehen sein. Sie sind inzwischen derart verinnerlicht, also wie „das Einzigste auf der Welt“ falsch, aber nicht so wahrgenommen, weil nicht reflektiert.

  29. Pingback: Frauenpower bei Alles Evolution – Scheidende Geister

  30. Pingback: „Frauen investieren mehr in eine Beziehung und geben ihr Leben eher zugunsten dieser auf“ | Alles Evolution

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