204 Gedanken zu “Die Tragik des männlichen Sextriebs

  1. Menschen sind fest-verdrahtet 1 Partner/in zu ersehnen.
    So sie oder er (aus voller Überzeugung heraus) gefunden ist, ist es für Menschen normal, ihr Glück so lange wie möglich festhalten zu wollen.
    Dass in der Phantasie (weit) mehr möglich wäre als ernstlich erstrebenswert ist – geschenkt.

    Wer (trotz bestehender Beziehung) „sexuell frustriert ist“ darüber, im Leben keine 64 Sexpartner zusammenbekommen zu werden (was btw einer typischen Bordellhure bereits etwa nach 12 bis 13 Arbeitstagen „gelungen“ sein müsste, so sie mit dem Anschaffen zumindest kleinste, eigene Gewinnerzielungsabsichten verfolgte), ist in dieser, seiner Emotion schlicht nicht Ernst zu nehmen.

    • Na, hat die Empörung über die Aussage, dass du in gewisser Hinsicht nicht ausreichend bist, mal wieder deine Lesefähigkeiten beeinträchtigt?

      • Mein initialer Lebensplan bestand – nur zur Erinnerung – darin, fünf Kinder von fünf Männern zu bekommen, die diese aufziehen sollten (über den Erdball verteilt), während ich (primär) auf dem Motorrad zwischen ihnen hin- und herpendel (und schreibe).

        Aber irgendwann endet halt jede pubertäre Phantasterei.

        Womöglich nicht ganz überraschend fiel dieser Zeitpunkt bei mir damals in meine erste, echte Liebesbeziehung, als mir z.B. klar wurde, wieviel Arbeit hinter einer funktionierenden Partnerschaft (wirklich) steckt.

        • Ah, wie schön. Im Fragment hast du verstanden, was ein Opfer ist.

          Aber während du eine „pubertäre Phantasterei“ geopfert hast und das hier prahlend anmerkst, opfern Männer (vor allem attraktive Männer) für eine monogame Beziehung etwas Echtes.

        • „während du eine „pubertäre Phantasterei“ geopfert hast und das hier prahlend anmerkst, opfern Männer (vor allem attraktive Männer) für eine monogame Beziehung etwas Echtes“

          Was meinste denn damit?

          Und Adrian: auf welche sexuellen Bedürfnisse ließe sich bei der geschilderten Lebensplanung denn schließen? Und stimmten die eher mit denen überein, die Du Männern, oder denen die Du Frauen zuschreiben würdest?

      • @ ;
        Adrian hat in seinem Posting die empirisch gut gesicherte Tatsache, dass Männer und Frauen verschiedene sexuelle Bedürfnisse haben, thematisiert. Relevant wäre gewesen, das Thema erfassen zu können und auf diesen Hinweis einzugehen.

        Du aber erzählst weiterhin unverdrossen Schwänke aus deinem epi-pubertären Leben.

        Man könnte fast meinen, dass du nicht imstande bist, aus deiner Perspektive herauszutreten und wenigstens den Minimalanforderungen an Abstraktions- und damit Diskussionsfähigkeiten zu genügen.

        • Ich würd Deinen Anwurf vielleicht als zulässig betrachten, wenn Du jeden anekdotischen Einwurf eines Mannes in diesem Thread ebenso bedacht hättest, oder wenigstens noch ein paar andere, nicht bloß meinen. Das würdest Du aber wahrscheinlich nicht tun, aber warum? Weil Du ein misogynes Schwein bist vielleicht?

          Ich bleib bei meiner Frage: illustrierte meine Lebensplanung nun (eher) die sexuellen Bedürfnisse einer Frau oder die eines Mannes?

          Wenn beide so stark unterschiedlich wären, müsste die Antwort darauf einem doch total leicht fallen…

        • Deine Lebensplanung im Wandel der Zeit illustriert deine jeweiligen sexuellen Bedürfnisse und lässt sich nicht verallgemeinern. Noch nicht einmal auf alle Frauen.

          Es ist aber ob der groben Unbill der Stammesgeschichte – immerhin konnte man/frau vor Entdeckung des Penicilin schon bei geringen Infektionen über den Jordan gehen – anzunehmen, dass Menschen biologisch auf mehr als nur einen Sexualpartner „verdrahtet“ sind.

          Und es ist anzunehmen, dass die sexuellen Bedürfnisse von Mann und Frau unterschiedlich sind, weil Männer nicht schwanger werden. Biologen sagen dazu, dass die „Investitionen“ bei Männchen und Weibchen unterschiedlich sind. Soll sogar Studien und Bücher darüber geben.

        • Du hättest eigentlich eine Zuordnung vornehmen sollen… ich machs Dir mal vor:

          Grundsätzlich war das (rückblickend) m.A.n. ein recht klassisch-männlicher Lebensentwurf – historisch war er (bislang) ausschließlich Männern zugänglich.

          Schon die Angabe „5 Kinder von 5 Männern“ reichte aus, um eine Frau als komplett asozial zu bewerten, dass sie bei ihren alleinerziehenden Vätern leben sollten, macht den Verstoß gegen die geltende, gesellschaftliche Norm (für Frauen!) natürlich nochmal auffälliger.

          Gleichzeitig beinhaltet er eine Beschränkung der Sexualpartneranzahl auf ein Maß unterhalb heutigen Durchschnitts. Kein casual Sex, sondern einzig MLTRs.

          Man könnte darüber streiten, ob das nun eher männliche oder weibliche sexuelle Bedürfnisse umsetzte, oder ob das nicht ebensogut einfach als Phantasievorstellung (fast) aller Menschen durchgehen könnte (wenn Beziehungen nicht so irre zeitaufwändig u.a. wären)…

        • Warum sollte ich eine Zuordnung zu DEINEN Lebensentwürfen, DEINER Bewertung davon und DEINEN Bedürfnissen vornehmen? Bin ich dein Lebensberater?

        • @ ;

          Ums kurz zu beantworten: Dein Lebensentwurf war für eine Frau untypisch und ungewöhnlich.

          In meiner Phantasie lebte ich als Teen bestimmt auch mit der Vorstellung, mir später einen Harem von Frauen zu halten und dreimal am Tag Sex mit einer Frau meiner Wahl zu haben.
          Aber zu keiner Zeit gab ich mich der Illusion hin, sie auch nur ansatzweise leben zu können.

          Was soll ich also aus Deinen feuchten Teennie-Träumen für einen Erkenntnisgewinn ziehen?
          Angeblich träumen auch viele Frauen davon, vergewaltigt zu werden. Aber dennoch möchte keine von ihnen diese Erfahrung real machen.

        • „Dein Lebensentwurf war für eine Frau untypisch und ungewöhnlich.“

          Was weißt Du denn über die Lebensentwürfe anderer Teenie-Mädels?

          „In meiner Phantasie lebte ich als Teen bestimmt auch“

          Du weißt es also nicht mehr so genau, Du nimmst es bloß an?

          „mit der Vorstellung, mir später einen Harem von Frauen zu halten und dreimal am Tag Sex mit einer Frau meiner Wahl zu haben.
          Aber zu keiner Zeit gab ich mich der Illusion hin, sie auch nur ansatzweise leben zu können.“

          Dann war das nicht Dein Plan, simple as.
          Hattest Du da womöglich noch gar keinen?

          Ich hab das hingegen ernstlich gewollt – weshalb die Vaterqualitäten eines potentiellen Partners wie auch seine Beziehungsfähigkeit immer eine hohe Priorität bei meinem Auswahlprozess einnehmen.

    • Ich denke, dass sehr viele Männer in Beziehungen, kein wirklich erfülltes Sexleben haben. Das ist nicht nur deswegen so, weil sie nicht ständig wechselnden Partnerinnen haben, sondern weil Frauen selbst in einer Beziehung darauf bedacht sind, Sex zu „rationieren“ und dem Mann systematisch vorzuenthalten. Sex gibt es auch in einer Beziehung eben nur, wenn der Mann ihr dafür eine adäquate Leistung erbringt.

        • „Du brauchst da keine Bösartigkeit rein zu konstruieren“

          Es gibt Frauen, die Sex, durchaus auch bewusst, als Machtmittel benutzen. Das brauchst du nicht weg zu konstruieren.

        • Das ist sicher der Fall; nur kann eine Frau in der Regel in einer Ehe einseitig beschliessen ihren Anteil an „Sex gegen Geld“ einzustellen; der Mann kann das schlicht nicht. (Es kommt schliesslich nicht von ungefähr, dass Vergewaltigung in der Ehe nicht strafbar war…).

          Würde ein Mann seine Frau jeweils durch eine jüngere ersetzen, dann würden wir da aber sehr wohl Bösartigkeit erkennen wollen (Mal davon abgesehen, dass es gesellschaftlich stark destabilisierend wäre). Dabei wäre das nur die Variante, die die biologischen Ansprüche eines Mannes durchsetzt. De facto sieht man das nur in den oberen 10%; i.e. Trump etc.)

        • Es gibt auch Männer, die Geld oder körperliche Dominanz als machtmittel einsetzen. Würdest du das deswegen auf alle Männer verallgemeinern?

          Ich halte das für verallgemeinerungsfähig, weil das eben männliche Gegenstücke zu den weiblichen Machtmitteln sind. Im Grunde liegt ein klassisches Prisoners Dilemma vor: Besser für beide wäre es, den Machtkampf nicht gegeneinander zu führen, aber jede Seite hat alle Anreize es doch zu tun. Die Tragik unserer liberalen Gesellschaft besteht darin, die früheren zur Kooperation zwingenden Regeln komplett abgeschafft zu haben.

        • Aber es zur Regel zu machen, als zurückhaltung, dass ist der Fehler.

          Nein das ist kein Fehler. Es ist das Druckmittel vor allem in längerfristigen Beziehungen. Wie Esther Vilar schrieb später einen Mann für sich arbeiten zu lassen und ihm als Gegenleistung ihre Vagina in bestimmten Intervallen zur Verfügung zu stellen

        • der weibliche Sextrieb ist nicht geringer, er ist nur nicht so ausschließlich auf die Kopulation bezogen wie bei vielen Männern, deshalb wird er oft fälschlicherweise für geringer gehalten. Dabei verstehen Männer oft nicht oder übersehen, das für Frauen z.B. auch Schuhe kaufen Sex sein kann, in weit höherem und unmittelbareren Maße als z.B. „männliche“ Tätigkeiten wie z.B. schnelles Auto oder Motorrad eine sexuelle Komponente haben.
          Das liegt sicher daran das sexuelles Erleben bei Frauen generell selbstbezogener ist als bei Männern.
          Vielleicht reicht Frauen daher zur Selbstbefriedigung ein Dildo, während Männer bereit sind auch viel Geld für eine möglichst lebensechte Sexpuppe auszugeben.
          Wahrscheinlich ist das Bestandteil der „Tragik“ des männlichen Geschlechtstriebes. Trotz allen Geredes über Frauen als Sexobjekte, sind Männer die eigentlichen Objekte, Werkzeuge der Lust. Und Frauen inszenieren sich gerne als Sexobjekt, besonders in der „Puppertät “ um die Aufmerksamkeit dieser Objekte auf sich zu lenken.
          Etwas kompliziert, aber die Welt ist halt dialektisch, d.h. schwierig, daher ja auch der wichtige philosophische Denkgrundsatz zwischen Wesen und Erscheinung zu unterscheiden. Etwas was z.B. Feministen/Frauen beim Männerbashing sehr bewusst nicht tun.

        • @ Cristian

          „Frauen haben […] im Schnitt einen geringen sextrieb.“

          Halte ich für ausgemachten Blödsinn. Jeder Mann, der schon mal die Freuden der absoluten Alpha-Mann Position bei einer Dame genossen hat, hat auch unschwer feststellen können, dass ihre Lust auf Sex bisweilen schwer überfordernd sein kann.

        • Nicht ganz.

          Meine Evidenz ist anekdotisch, weil persönliche Erfahrung, aber bei großer Motivation – und „Alpha“ ist die beste Motivation – will die Frau sogar eine höhere Frequenz als der Mann. Was schon physiologisch überfordern kann.

          Und ist dabei auch überaus einfallsreich, was die Ausgestaltung des Sex betrifft. Würden viele „Normalo“-Männer als hart an der Grenze zur Perversion empfinden.

      • Der Sex wird nicht systematisch vorenthalten, Frauen haben einfach nicht jeden Tag Bock auf Sex, vor Allem nicht wenn das Leben grade stressig ist usw. Abgesehen davon wird Frauen der gleiche Mann Umfragen zufolge schneller sexuell langweilig als Männern die gleiche Frau

        Klar gibt es Frauen, die Sex als Waffe missbrauchen um ihren Mann zu erziehen. Die Frage ist, funktioniert das?

        Lustigerweise unterscheidet sich das Eifersuchtsverhalten von Männern und Frauen. Während Männer fremdgehen schlimm finden, empfinden Frauen nur emotionale Untreue als schmerzhaft. Die Psychologen die das untersucht haben, führen das auf die Evolutionsgeschichte zurück. Das Dilemma des Mannes ist natürlich, das die Frau die Regeln machen kann, wenn er sich sexuell abhängig machen lässt. Die Lösung ist es, sich nicht sexuell abhängig zu machen.

        Ganz ehrlich. Ich habe zwei große Sorgen wenn ich Detransition Mann-zu-Frau-zu-Mann mache… 1.) Die Akne und 2.) der Sexualtrieb.

        Die beste Lösung int mir eine offene Beziehung zu sein, wobei der Mann entweder charakterlich oder aber finanziell in der Lage sein muss, seinen Trieben nachzugehen. Das ist die gleichberechtigtste Lösung die mir einfällt, denn ansonsten wird der Mann entweder durch Sex kontrollierbar, oder die Frau muss sich um das Bedürfnis ihres Mannes kümmern obwohl sie es selbst nicht in dem Maße fühlt.

        • „Abgesehen davon wird Frauen der gleiche Mann Umfragen zufolge schneller sexuell langweilig als Männern die gleiche Frau“

          Und wenn man die aus einer sexuellen Begegnung zu ziehende Befriedigung beider Partner nochmal isoliert zu betrachten versuchte, würde wohl erst recht deutlich, wie ausgeprägt dieser Gender-Gap über die Zeit tatsächlich wird (im Schnitt).

          „Klar gibt es Frauen, die Sex als Waffe missbrauchen um ihren Mann zu erziehen. Die Frage ist, funktioniert das?“

          Als positive Verstärkung erwünschten Verhaltens (klug angewandt): Hammer! 😉

          „Lustigerweise unterscheidet sich das Eifersuchtsverhalten von Männern und Frauen. Während Männer fremdgehen schlimm finden, empfinden Frauen nur emotionale Untreue als schmerzhaft. Die Psychologen die das untersucht haben, führen das auf die Evolutionsgeschichte zurück.“

          Die Psychologen, die DAS meinten feststellen zu können, hätten dann wenig Umgang mit echten, normalen Menschen gehabt.

          „Ich habe zwei große Sorgen wenn ich Detransition Mann-zu-Frau-zu-Mann mache… 1.) Die Akne und 2.) der Sexualtrieb.“

          Oh wow! Das klingt ja schon fast wie eine Absicht?
          Für den Umgang mit Akne wenigstens könnt ich gute, kosmetische Tipps geben 😉

        • „Der Sex wird nicht systematisch vorenthalten, Frauen haben einfach nicht jeden Tag Bock auf Sex“
          Sowohl als auch. Natürlich hat auch eine Frau einfach nur mal keine Lust.
          Die Frage die am Ende steht, ist doch: Warum sollte ich mich auf eine Beziehung einlassen, in der ich nicht das bekomme, was ich mir wünsche, eine Beziehung die defizitär ist, einfach deswegen, weil die Frau schlicht keinen Bock hat?

          • „Warum sollte ich mich auf eine Beziehung einlassen, in der ich nicht das bekomme, was ich mir wünsche, eine Beziehung die defizitär ist, einfach deswegen, weil die Frau schlicht keinen Bock hat?“

            1. Weil es immer noch die beste Quelle für Sex ist
            2. Weil neben Sex weitere Vorteile einer Beziehung bestehen und sie nicht auf Sex zu reduzieren ist
            3. Weil sie auch Kompromisse macht bei Sachen, die sie von ihrem Partner gerne hätte
            etc

        • „Ganz ehrlich. Ich habe zwei große Sorgen wenn ich Detransition Mann-zu-Frau-zu-Mann mache… 1.) Die Akne und 2.) der Sexualtrieb.“

          Sein Geschlecht wechselt man eben nicht wie seine Unterwäsche.

          Glück hat, wer in einem Elternhaus aufwächst, das jeden Trend mitgeht und in Zeiten pubertärer Verwirrungen modulierend und Orientierung_gebend eingreift.

        • „2. Weil neben Sex weitere Vorteile einer Beziehung bestehen und sie nicht auf Sex zu reduzieren ist“
          Ach ja, und die wären? Ganz ehrliche Frage.

        • @PfefferumdSalz:
          „Ach ja, und die wären? Ganz ehrliche Frage.“

          Freundschaft, Nähe umsorgt werden. Jemand, der immer hinter uns zu einem steht.
          Irgendwie traurig, dass du das anscheinend noch nie erlebt hast…

        • >>> Freundschaft, Nähe …

          Da ist jede Männerfreundschaft um Lichtjahre erfüllender, verständnisvoller und wertvoller. Dafür braucht man keine empathiebefreite Partnerin, die ohnehin Vieles völlig daneben finden und abwerten wird, was Männer gut finden.

          >>> umsorgt werden …

          Dank feministischer Gehirnwäschen glauben recht viele Frauen dann ja, dass sie angeblich so viel mehr leisten würden. Da dem Mann diese Dinge aber oft ziemlich unwichtig sind, sollte er seine Dinge lieber selber machen, damit die Frau gar nicht erst die Gelegenheit bekommt, sich in ihrem Opferunterdrückungsgeplärre zu suhlen und ihre Wünsche zu diktieren.

          >>> Jemand, der immer hinter
          >>> uns zu einem steht.

          Wenn ein Mann Sorgen, Ängste, Probleme, … im Leben hat, dann wird die Partnerin oft mit zu den Allerersten gehören, die für Männerprobleme überhaupt kein Verständnis hat und einem das auch deutlich spüren lassen wird. Denn viele Frauen verachten schwache Männer. Da wird der Mann eher als Zumutung betrachtet und aussortiert, als dass Frauen „hinter einem stehen“.

          Man sieht es ja auch gut am Feminismus, dass viele Frauen überhaupt nicht die empathischen Fähigkeiten besitzen, Männerprobleme zu sehen, zu verstehen oder gar fair zu behandeln.

          Wenn ein Mann Sorgen, Ängste, Probleme, … hat, dürfte er in vielen Fällen erheblich besser beraten sein, sich nur seinen besten Kumpels anzuvertrauen und sich nicht auch noch weitere Probleme aufzuhalsen, indem er der Partnerin seine Schwächen anvertraut und dafür von der Frau künftig verachtet wird.

          Außer für Sex kann man eigentlich alles andere erheblich besser und ehrlicher in reinen Männerfreundschaft erlangen. Wenn Männer keinen Sextrieb versprüren würden, dann würden vermutlich sehr viele Männer sich ziemlich schnell keine Frauen mehr antun und einen sehr großen Bogen um Frauen machen.

        • @xyz „einen sehr großen Bogen um Frauen machen“

          Wenn man das zuende denkt, dann müssen Frauen homosexuelle Männer einfach nur hassen. Was man sich wegen @adrian leicht vorstellen kann 😉

        • „3. Weil sie auch Kompromisse macht bei Sachen, die sie von ihrem Partner gerne hätte
          etc“

          Ist das wirklich so? Mir kommt es eher so vor, dass Frau kompromisslos und fordernd sind und sich eher ihrer Passivität und ihrem Anspruchsgebaren ergeben, während der Mann quasi der Dienstleister ist. Er ist Versorger / Geldgeber / Liebhaber (wenn sie will) / Statussymbol / Kinderwunscherfüller / Vater (wenn sie will) / Hausmann / Koch / Handwerker / Hausmeister / Psychotherapeut / Dschinn / Informatiker / Chauffeur / Prügelknabe / menschliches Schutzschild / Entertainer / Animateur. Tja die Ansprüche der Frauen sind nunmal flexibel und der Mann muss halt 24/7 delivern. Dagegen ist das, was sie selbst zu bieten hat, eher mau.
          Ich weiß nicht, ob es eher eine sehr subjektive Erfahrung ist und nur mir so vorkommt: Aber wenn ein Mann merkt, eine Frau hat diese und jene Wünsche und diese und jene Ansprüche wird er vieles tun, ihr diese Wünsche zu erfüllen und ihren (immer höher werdenden) Ansprüchen gerecht zu werden. Merkt eine Frau, der Mann hat einen bestimmten Wunsch (sagen wir in vielen Fällen Sex) wird sie sagen: „Nö! Das kriegt er erstmal nicht. Da muss er sich schon anstrengen, so!“ Ich finde das ist schon ein Phänomen.

        • Moloch kenne ich auch so. Wie mein Vorgesetzter meinte, als seine Frau ihm Hobbys vorschrieb:“ wenn Sie eine Freundin hätten, dürften Sie das auch nicht entscheiden.“(und lacht mich aus, weil ich Single bin) der Loser.

        • @Miria
          „Freundschaft, Nähe umsorgt werden. Jemand, der immer hinter uns zu einem steht.
          Irgendwie traurig, dass du das anscheinend noch nie erlebt hast…“
          Ich hatte mehrere lange Beziehungen aber ich habe da tatsächlich nie erlebt.
          Bei meiner längsten Beziehung war es keine echte Freundschaft, umsorgt habe ich sie und nicht umgekehrt und hinter mir hat sie auch nie wirklich gestanden.
          Aber sie war hübsch, jung und hatte eine enge Möse. Das hat mir damals gereicht. Heute nicht mehr und darum bin ich auch nicht mehr für Beziehungen zu haben wo ich mehr geben muss als ich nehmen kann.

        • @ ninats91

          “ Lustigerweise unterscheidet sich das Eifersuchtsverhalten von Männern und Frauen. Während Männer fremdgehen schlimm finden, empfinden Frauen nur emotionale Untreue als schmerzhaft. Die Psychologen die das untersucht haben, führen das auf die Evolutionsgeschichte zurück.“

          Das kömmt daher, dass der Mann sich mit jedem Fremdgehen der Frau den Kuckuck ins Nest holen kann. Der Frau hingegen kann es wurscht sein, ob die andere Schlampe schwanger ist, sie darf nur nicht die Unterstützung des Mannes an die Andere verlieren.

        • @Christian:

          »Wobei eben die Gefahr hoch ist, dass er auch eine andere Frau unterstützt oder sich umentscheidet, wenn er mit ihr schläft. Die andere Frau ist natürlich intrasexuelle Konkurrenz«

          Weshalb zu den frühesten Erfindungen der menschlichen Kultur all die verschiedenen Verwandtschaftssysteme mit ihren Heiratsregeln gehören. Das Potenzial an sozialem Unfrieden, das aus solchen losgelassenen Trieben resultierte, ist nämlich ganz erheblich und musste unter Kontrolle gehalten werden.

          Erst mit der Entstehung von Klassengesellschaften kam es dann dazu, dass Angehörige statushoher und mächtiger Familien sich an statusniederen und machtlosen Angehörigen der Gemeinschaft auch sexuell schadlos halten konnten (Stammesgesellschaften blieb hier nur die Möglichkeit des Frauenraubs, so musste sich Dschingis Khan seine ihm in der Kindheit versprochene Frau von den Merkiten zurückklauen).

          Was dann in der Klassengesellschaft nicht nur für Männer gilt, sondern auch für Frauen – siehe die biblische Urszene einer Falschbeschuldigung durch die Frau des Potifar, die von Ilse Lenz zu einer »patriarchalen Legende« erklärt werden musste, um das feministische Opfernarrativ nicht zu stören.

        • Wenn ich eure Eindrücke und Erfahrungen hier lese, dann frage ich mich echt, was ihr für merkwürdigen Frauen begegnet seit bzw. komische Beziehungen geführt habt…

          @Xyz: „Wenn ein Mann Sorgen, Ängste, Probleme, … im Leben hat, dann wird die Partnerin oft mit zu den Allerersten gehören, die für Männerprobleme überhaupt kein Verständnis hat und einem das auch deutlich spüren lassen wird. Denn viele Frauen verachten schwache Männer.“

          Hier stimmt vielleicht sogar ein kleiner Teil, und zwar der allerletzte Satz. Frauen brauchen keine generell Schwachen Männer, da diese eben auch sie nicht unterstützten können. Man möchte schließlich einen Partner an seiner Seite und kein kleines Kind, um das man sich kümmern muss.
          Der Punkt ist aber, dass jeder nunmal nur ein Mensch ist, und natürlich darf der Partner auch mal schwach sein! Nur weil jemand mal Schwäche zeigt, ein Problem, Sorgen hat, wird er sicher nicht gleich als generell schwacher Mann betrachtet!
          Die Partnerin ist normalerweise die erste, die dafür auch Verständnis zeigt und versucht, ihren Partner so gut es geht zu unterstützen. Und ja, ich habe schon einige schwache Momente bei Männern erlebt (bis hin zu einem Ausbruch von Tränen aus Verzweiflung von einem nach außen hin immer so starken Mann), und keiner dieser Momente hat dazu geführt, dass ich denjenigen verachte oder weniger mag – eher im Gegenteil!

          @Moloch: „Mir kommt es eher so vor, dass Frau kompromisslos und fordernd sind und sich eher ihrer Passivität und ihrem Anspruchsgebaren ergeben, während der Mann quasi der Dienstleister ist“

          Das ist Unsinn! Und wenn du das tatsächlich so für dich empfindest, finde ich es sehr schade…

          @Pfefferundsalz: „Bei meiner längsten Beziehung war es keine echte Freundschaft, umsorgt habe ich sie und nicht umgekehrt und hinter mir hat sie auch nie wirklich gestanden.“

          Mich wundert, warum man sich auf eine solche Beziehung einlässt… (ja, ich weiß, dass du das geschrieben hast.). In einer Liebesbeziehung sollte das Grundelement eben auch Freundschaft sein und alles, was ich oben geschrieben habe, sollte auf Gegenseitigkeit beruhen, d.h. ich bin bereit das zu geben, erwarte es aber ebenso.

          Ich habe die Vermutung, dass es teilweise auch an euch persönlich liegen kann, wenn euch das häufiger passiert: Wenn ihr aufgrund einer schlechten Erfahrung einer Frau zunächst fordernd und mit Misstrauen begegnet, dann werdet ihr selbiges eben zurückbekommen!
          Auch hier gilt wie so oft: Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es auch heraus! 😉

        • @Miria:

          »Ich habe die Vermutung, dass es teilweise auch an euch persönlich liegen kann, wenn euch das häufiger passiert: Wenn ihr aufgrund einer schlechten Erfahrung einer Frau zunächst fordernd und mit Misstrauen begegnet, dann werdet ihr selbiges eben zurückbekommen!«

          Da hast Du vermutlich recht, aber wenn das Vertrauen auf der emotionalen Ebene mal gestört ist, dann drängen sich die subjektiven Wahrscheinlichkeiten in den Vordergrund. Da gab es mal dieses Beispiel mit den Körben: in einem Teil der Körbe sind Perlen, in dem anderen Teil Schlangen. Ob Du Dich traust, einen Korb zu öffnen, hängt von der subjektiven Wahrscheinlichkeit ab, mit der Du eine Schlange erwartest (das gilt natürlich unabhängig vom Geschlecht).

          Und ich denke, dass der »männerrechtliche« Aspekt des Themas (weshalb es also gerade hier diskutiert wird) darin liegt, dass bestimmte negative weibliche Verhaltensweisen (Narzissmus, Unterverantwortlichkeit) vom öffentlichen Diskurs begünstigt werden (schlechte Manieren und Durchgeknalltheiten von Frauen werden als »Tabubruch« und »empowerment« gefeiert, schlechte Manieren und Durchgeknalltheiten von Männern als Inanspruchnahme »patriarchaler Privilegien« denunziert). Zum individuellen Misstrauen tritt also noch das Misstrauen in die kollektiven Bewertungen des betreffenden Problems hinzu.

          Insofern sollte man m. E. den »Kotzkübelfaktor« solcher Kommentare bei der Bewertung von vornherein subtrahieren.

        • Es geht bei dem Problem vor allem darum, dass Frauen sich eigentlich in eine Fantasie von einem Mann verlieben und nicht in den wirklichen Mann. „Larger than live“ soll er sein, wie Bonny Tyler singt. Und deshalb ist nicht die Fantasie zu befeuern sondern durch zu viel Ehrlichkeit und Offenheit zu beschädigen in etwa so, als würde sie fett und hässlich werden. Keine gute Idee.

        • „Das ist Unsinn! Und wenn du das tatsächlich so für dich empfindest, finde ich es sehr schade“

          Naja ich habe noch vergessen zu schreiben, dass Frauen konsequent und kompromisslos sind, wenn sie nicht das, oder nur in sehr sporadischer Art und weise das bekommen, was sie sich in einer Beziehung wünschen. Dann werden sie recht schnell und eben konsequent die Beziehung beenden. Während der Mann sich ein Leben lang damit abspeisen lässt, hin und wieder mal einen Brocken hingeworfen zu bekommen. Mir ging es darum, mal zu überprüfen, ob die Verhältnismäßigkeitein zwischen dem, was man investiert und dem was man herausbekommt, überhaupt noch stimmen.

        • @lh: „Und deshalb ist nicht die Fantasie zu befeuern sondern durch zu viel Ehrlichkeit und Offenheit zu beschädigen in etwa so, als würde sie fett und hässlich werden. Keine gute Idee.“

          Du rätst also Männern dazu, ihre Partnerinnen zu belügen? Eher so zu tun als wenn sie ein Ideal darstellen als tatsächlich authentisch zu sein?
          Das ist genau das Arschlochverhalten, über das sich Frauen mit Recht aufregen!
          Wenn eine Frau sich in einen Mann verliebt, weil dieser ihr eine Rolle vorspielt, so ist es doch kein Wunder, dass sie sich trennt, wenn er diese Rolle nicht mehr spielen kann. Wenn man aber von Anfang an ehrlich und authentisch ist, dann verliebt sich die Frau eben auch in den echten Mann und nicht nur in sein Schauspiel!

        • @Moloch: „Naja ich habe noch vergessen zu schreiben, dass Frauen konsequent und kompromisslos sind, wenn sie nicht das, oder nur in sehr sporadischer Art und weise das bekommen, was sie sich in einer Beziehung wünschen. Dann werden sie recht schnell und eben konsequent die Beziehung beenden.“

          Wenn man dauerhaft unglücklich ist innerhalb einer Beziehung, ist es das einzig Sinnvolle, diese zu beenden. Das sollte man doch niemandem vorwerfen. Ich verstehe eher nicht, warum Menschen das nicht tun. Mein Exfreund beispielsweise hat jetzt eine Beziehung mit einer Frau, die angeblich total lieb und nett und alles ist, aber die anscheinend kaum Lust auf Sex hat und jedesmal, wenn wir uns irgendwie unterhalten (was jetzt auch nicht so oft ist), jammert er mir dann deswegen die Ohren voll.
          Wenn ich dann sage, er sollte lieber schauen, dass er eine Frau findet, die sexuell zu ihm passt, dann kommt nur die Aussage, dass sie ja sonst so toll sei und eine perfekte Frau gibt es eben nicht.
          Also ist er sexuell frustriert und betrügt sie. Solche Beziehungen verstehe ich nicht und würde ich längst beenden.

      • „Das ist nicht nur deswegen so, weil sie nicht ständig wechselnden Partnerinnen haben, sondern weil Frauen selbst in einer Beziehung darauf bedacht sind, Sex zu „rationieren“ und dem Mann systematisch vorzuenthalten.“

        Die größte Steigerung dieser Verhaltsweise ist wohl die Keuschhaltung. Es gibt Storys im Internet, in denen die Damen sich richtig entzückt äußern, welche Wirkung Keuschhaltung auf den Mann hat.

      • Kann ich bestätigen. Da kommt auch das Problem zum Tragen, wenn man Freier ist. Die Freundin will nämlich Leistung und im Puff ist es gratis.

      • @Moloch:
        „Ich denke, dass sehr viele Männer in Beziehungen, kein wirklich erfülltes Sexleben haben. “

        Das denke ich auch. Aber das liegt nicht daran, dass Frauen bewusst Sex rationieren (sich wenn es die ein oder andere geben mag, die das macht), sondern daran, dass Paare selten miteinander über das Thema vorwurfsfrei reden!
        Ich kenne Paare, bei denen ich mit beiden befreundet bin, wo sich sowohl er als auch sie über zu wenig Sex beschweren, aber anstatt miteinander zu reden, redet man mit Freunden und erwartet, dass der andere handelt.
        Aus meiner Sicht völlig bescheuert!

        • Und wenn so ein Pärchen dann „miteinander redet“. Über was sollten die dann so reden? Nehmen wir mal an, Du bist die Frau, es gibt zu wenig Sex und es stört Dich. Der Mann setzt sich mit Dir hin und schaut Dich erwartungsvoll an. Was würdest Du dann so sagen?

        • Aus welchem Grund sollte man (nach der Pubertät) denn auf die Idee kommen, mit einer (auch noch Single!) Freundin über den Sex, den man mit seinem Partner hat, zu reden?
          Gingen die Gespräche bzw. die Fragen danach vielleicht zufällig von Deiner Seite aus?

        • @lh:
          „Nehmen wir mal an, Du bist die Frau, es gibt zu wenig Sex und es stört Dich. Der Mann setzt sich mit Dir hin und schaut Dich erwartungsvoll an. Was würdest Du dann so sagen?“

          Fick mich! ;P

          Ernsthaft: ich würde versuchen herauszufinden, wo die Ursache für das Problem liegt, um diese beheben zu können. Es gibt viele mögliche Gründe für zu wenig Sex:
          – man findet den Partner nicht mehr attraktiv
          – man findet sich selbst nicht mehr attraktiv und möchte sich nicht zeigen deshalb
          – allgemein zu viel Stress (Arbeit etc.
          – immer das gleiche langweilt einen

          Und je nachdem, was als Grund vorliegt, kann man daran arbeiten. Aber derjenige, der eher weniger Sex haben möchte, sollte auch bereit sein, den Grund zu nennen statt nach dem Motto „der/die all mal merken, was nicht stimmt“ zu verfahren.

        • So ernsthaft wollte ich das gar nicht diskutieren. Aber wenn du schon mal dabei bist:

          Whether LTR or a one night stand (ONS) strive for genuine desire in your relationships. Half of the battle is knowing you want to be with a woman who wants to please you, not one who feels obligated to. You will never draw this genuine desire from her by overt means, but you can covertly lead her to this genuine desire. The trick in provoking real desire is in keeping her ignorant of your intent to provoke it. Real desire is created by her thinking it’s something she wants, not something she has to do. https://therationalmale.com/2011/08/25/the-desire-dynamic/

    • Was würdest du sagen, sind Schwule wirklich so viel promiskuitiver wie Heteros? Wurde ja behauptet.

      Ich kenne ein schwules Paar, das schon mehr als 20 jahre zusammen ist, und offenbar nicht weniger zufrieden als die meisten Ehen.

      • Es gibt Schwule (genau wie Heteros) die eine größere romantische Ader als Sextrieb haben. Und dann gibt es Schwule die regelmäßig auf dem Nachhauseweg mal eben auf dem Autobahnparkplatz jemanden vernaschen.

      • Ja, sind sie – im Schnitt. Aber der Unterschied zu Heteros besteht nur in der Möglichkeit, nicht im Bedürfnis.

        „Ich kenne ein schwules Paar, das schon mehr als 20 jahre zusammen ist“

        Ja, das heißt aber nicht, dass sie nicht nebenbei fremdvögeln.

    • Eigentlich erstaunlich das es nicht gerade Heteromänner sind die Ideologie der sozialen Konstruktion und den Kampf gegen ein heteronormes System anführen.

        • Haben sie nicht. Attraktive junge Frauen sind im Vorteil, dass ist wichtig klarzustellen. Eine übergewichtige 50 jährige hält nicht viel Macht in den Händen.

        • Ich habe u.a. von Feministinnen gelernt: Menschen haben stets nur soviel macht, wie man ihnen gibt. Sobald ich merke, dass meine Libido gegen mich verwendet wird, schmeiß ich sie aus meiner Wohnung. Allgemeiner formuliert: Masturbation und Promiskuität sind Revolution.

          In dem Zusammenhang frage ich mich: Was ist der Grund für die selbstauferlegte Keuschhaltung bei z.B. kirchlichen Funktionsträgern (Zölibat). Hatte das nur religiöse Gründe oder war das auch ein „machtstrategisches“ Instrument zur Wahrung der eigenen Unabhängigkeit?

        • Bessere Formulierung: zu „Sobald ich merke, dass meine Libido gegen mich verwendet wird, schmeiß ich sie aus meiner Wohnung.“

          Sobald ich merke, dass meine Lebensgefährtin meine Libido gegen mich verwendet, schmeiß ich sie aus meiner Wohnung.

        • @radikalfair:

          »Hatte das nur religiöse Gründe oder war das auch ein „machtstrategisches“ Instrument zur Wahrung der eigenen Unabhängigkeit?«

          Ich glaube, das hat unterschiedliche Gründe, je nachdem, ob es Mönche oder Würdenträger betrifft. Bei den Mönchen (und Nonnen!) geht es um die generelle Entsagung von der Welt, die hat auch, aber nicht nur einen sexuellen Aspekt. Sex bindet einfach zu sehr an weltliche Dinge und hindert daran, sich auf das (aus religiöser Sicht) Wesentliche zu konzentrieren.

          Bei den Würdenträgern mit Weltämtern ging es auch darum, das Entstehen von Dynastien durch Vererbung dieser Ämter zu unterbinden und die einzelnen Amtsträger ausschließlich an den Kirchenapparat zu binden. Was natürlich immer nur so gut funktioniert hat, wie Rom diese Moral auch durchsetzen konnte.

          Die Mönche schmeißen übrigens nicht nur die Freundin aus der Wohnung, sondern die Libido gleich hinterher. 🙂

        • Mir liegen glaubhafte Berichte katholischer Priester und Mönche vor, dass die Selbstbefriedigung ein intern wohlbekanntes und akzeptiertes Mittel für das Leben im Zölibat ist und war. Man redet nur außerhalb der Seelsorge unter den geweihten Brüdern nicht darüber.

          Ich denke übrigens auch, dass wenn einem an der eigenen geistigen Fortentwicklung liegt, man sich von Frauen komplett fern halten sollte. Frauen haben sowohl die manipulativen Mittel als auch das starke Interesse, dass man sich nicht wirklich weiterentwickelt. Das würde einen nur attraktiv für andere Frauen machen. Es gibt Gründe warum es einen „Dadbod“ und keinen „Singlebod“ gibt und diese Gründe gelten für den Geist wie für den Körper.

      • Ist es wirklich, aber man kann es drehen und wenden wie man will. Die durchschnittliche Frau bevorzugt maskuline, dominante Männer. Und Männer, zumindest in jungen Jahren auf die Gnade der Frau angewiesen sich ihrer anzunehmen (denn junge Frauen haben Auswahl), spielen diesen Wettbewerb mit, es ist sogar unentbehrlich, wenn man sich als mittelmäßiges Individuum hervorheben möchte. Und nachdem Männern immer noch die Aufgabe der aktiven Partnersuche zukommt und Zurückweisung stärkere psychische Schmerzen auslöst als so Einiges was man körperlich tun kann…. Keine Ahnung. Ich weiß, das Männer deutlich weniger Zugang zu ihren Gefühlen haben, Testo unterdrückt imo die Gefühle und wirkt euphorisierend, Östrogen stärkt hingegen das Gedächtnis und macht wortgewandter. Es ist ein deutliches Ungleichgewicht zugunsten der Frau bei der Partnersuche – was aber natürlich auch damit zusammen hängt, das die meisten Männer initial nur Sex wollen, Frauen in der Regel aber wenig Interesse an bloßem Sex mit Fremden haben. Das Ausnutzenlassen durch eine Frau ist allerdings nur durch die Dummheit einiger männlicher Individuen möglich. Solange es Frauen gibt, die damit erfolgreich sind, werden diese Frauen die Strategie weiter verfolgen. Und man weiß schon vorher, welche Frau es nur auf das was du hast abgesehen hat und nicht auf das was du bist, aber bestimmte Männer sind da ziemlich stur. Wollen unbedingt die individualistischen Frauen, oder die hübschesten. Und dabei würde jeder, der nicht oberflächlich ist, innerhalb von 5 Minuten merken, was die Frau von dir will – wenn sie denn was von dir will. Aber viele Männer sind halt wirklich Hirntod. Was soll man machen.

    • David Buss hat meines Wissens das Sexualverhalten Homosexueller las Vergleich herangenommen, wie das Sexualverhalten heterosexueller Männer aussehen würde, wenn die Restriktionen von Seiten der Frau wegfallen würden.

    • Oh, da fällt mir ein: ich hab letzt „die Top Ten Mythen über männliche Sexualität“ gelesen, und gleich der Erste sogenannte Mythos hat mich den Kopf schütteln lassen:

      „Myth 1. Men who have sex with other men are gay or bi

      Not necessarily. We now know that many men are attracted to gay sex … but not to men. This is bound to confuse a lot of people, but as therapists we know much more today about men’s sexual fluidity. I’ve written extensively about it in my book, Is My Husband Gay or Bi? A Guide for Women Concerned About Their Men, but simply put, some men have no desire whatsoever to be connected with gay culture, and sincerely consider themselves to not be gay or bisexual. However, they find themselves erotically moved by the idea, or sometimes the practice of, seeking out other men with whom to have sex. It’s not that unusual, and it deserves more exploration that I can offer here.“

      https://goodmenproject.com/sex-relationships/top-ten-myths-mens-sexuality-lbkr/

      Das Beste an dem Text war ohne Frage diese Stelle hier:

      „Research reveals that we generally stop touching boys when they reach the age of 8, and we teach them to reject access to feelings, emotions and emotional vocabulary because these are deemed “too feminine.” So they end up mostly being able to express themselves through sex, violence, sports, or work. Therapists need to help men deconstruct what they are seeking in sex into emotional and attachment language, help them discover a nonsexual narrative about what they really want, such as closeness. He wants this but doesn’t know how to get his needs met in any other way besides sex.“

      Vielleicht suchen Schwule ein ausschweifenderes Sexualleben (häufiger) ja auch deshalb, weil sie sich stärker als Heteros genötigt sehen, sich die eigene „Männlichkeit“ (erst noch) beweisen zu müssen?

      • „Vielleicht suchen Schwule ein ausschweifenderes Sexualleben (häufiger) ja auch deshalb, weil sie sich stärker als Heteros genötigt sehen, sich die eigene „Männlichkeit“ (erst noch) beweisen zu müssen?“

        Nein. Schwule haben ein auschweifenderes Sexualleben, weil keine Frauen im Weg sind.

        • Sagst Du damit nicht eigentlich, das Schwule per se _authentischer_ „ihre Männlichkeit“ leben könnten als Heteros?

          Klingt das nicht genauso absurd wie obige Annahme, sich anal von einem Mann penetrieren lassen zu wollen z.B., begründe noch lange nicht die eigene Homo- oder Bisexualität?

          Ich erinnerte mich an Badinters Ansicht über das männliche Kind:

          „Um seine männliche Identität kundzutun, muß es sich und die anderen gleich dreifach überzeugen: daß es keine Frau, kein Säugling, kein Homosexueller ist.“ Und zeit seines Lebens verlangt man ihm den Beweis stets von neuem ab: Sei ein Mann! (Die Umkehrung: Sei eine Frau! existiert praktisch nicht.) Dabei, so Badinter, lasse die genetisch begründete Weiblichkeit auf eine allen menschlichen Wesen eigene latente homosexuelle Veranlagung schließen – die der Mann unseres Kulturkreises strikt verleugnen muß.“

          http://www.spiegel.de/spiegel/spiegelspecial/d-52691106.html

          Für mich bist Du übrigens die perfekte Illustration für Simone de Beauvoirs Ausspruch:

          „Niemand ist den Frauen gegenüber aggressiver oder herablassender als ein Mann, der seiner Männlichkeit nicht ganz sicher ist.“

          Ich mein: wie alt warst Du doch gleich, als Du aufgehört hast über Deine Geschlechtsidentität nachzugrübeln? Liegt dieser Zeitpunkt nicht möglicherweise noch in der Zukunft?

          • „Sagst Du damit nicht eigentlich, das Schwule per se _authentischer_ „ihre Männlichkeit“ leben könnten als Heteros?“

            Siehe Carnofis.

            „Ich mein: wie alt warst Du doch gleich, als Du aufgehört hast über Deine Geschlechtsidentität nachzugrübeln? “

            Darüber habe ich noch nie nachgegrübelt. Ich bin ein Mann. Wäre es anders, könnte ich schlecht schwul sein.

        • „Sagst Du damit nicht eigentlich, das Schwule per se _authentischer_ „ihre Männlichkeit“ leben könnten als Heteros?“

          Ohne Adrian vorweggreifen zu wollen, meine ich, dass Du was falsch verstanden hast.
          Es geht um ein erfülltes Sexualleben, nicht um eine „authentische Männlichkeit“.
          Zwei Schwule sind zwei Männer mit männlicher Libido, die also wegen Kongruenz besser ausgelebt werden kann. Die Abstimmung zwischen Mann und Frau ist weit komplizierter, erst recht, wenn Sex als Belohnung oder Bestrafung eingesetzt wird.

          „Niemand ist den Frauen gegenüber aggressiver oder herablassender als ein Mann, der seiner Männlichkeit nicht ganz sicher ist.“

          Das ist wohl eher ein allgemeines Phänomen.
          Der ätzendste Personenkreis, dem ein Mann begegnet, ist üblicherweise eine Frau, die sich ihrer Weiblichkeit nicht sicher ist.
          Für eine glückliche Beziehung gibt es nichts besseres, als eine selbstbewusste Frau.

        • „Es geht um ein erfülltes Sexualleben, nicht um eine „authentische Männlichkeit“.“

          Was hätte denn Ausschweifung mit Erfüllung zu tun?

          100 ONS z.B. ließen sich grob übersetzen als 100 mal _schlechter_ Sex – sonst hätten beide Beteiligten ja ein Interesse an Wiederholung.

          „Darüber habe ich noch nie nachgegrübelt. Ich bin ein Mann.“

          Ein sehr weiblicher Mann allerdings, der sich als Kind my little pony gewünscht hätte…

          Deine Antwort in 2012 (hier im Blog hab ich jetzt nicht gesucht, ich bin mir aber sicher, Du hast Dich mal entsprechend geäußert, sonst hätt ich Dich ja nicht mit Adriana angesprochen 🙂 ) https://gaywest.wordpress.com/2012/03/09/mann-oder-frau/

          „„Denn wenn du gerne ein Mann bist, würdest du dich wenn du Frau sein müsstest, im falschen Körper fühlen.“

          Wieso sollte ich mich in einem weiblichen Körper falsch fühlen? Ich stelle es mir gerade vor: Lange Haare, runde feste Brüste, eine Vagina – hey ich bin eine Frau, und alle Typen stehen auf mich 🙂 „

          • „Was hätte denn Ausschweifung mit Erfüllung zu tun?“

            Wenn Du wie eine Frau denkst, kannst Du nicht wissen, was Männer sexuell als erfüllend empfinden.

            „100 ONS z.B. ließen sich grob übersetzen als 100 mal _schlechter_ Sex – sonst hätten beide Beteiligten ja ein Interesse an Wiederholung.“

            Und wieder denkst Du wie eine Frau.

            „Ein sehr weiblicher Mann allerdings, der sich als Kind my little pony gewünscht hätte…“

            Spielt das eine Rolle? Es geht um Geschlechtsidentität. Nicht um Geschlechtsrollen.

            Und natürlich würde ich mich in einem weiblichen Körper (vmtl, da Spekulation) nicht unwohl fühlen. Aber was hat das mit meiner Identität als Mann zu tun?

        • Schilder doch mal diesen einen Ausnahmefall, wo Du aus verständlichem Grunde einen total heißen Sexpartner, mit dem Du ne Spitzenzeit in den Federn oder wo auch immer hattest, danach dann kein zweites Mal auf ein Stell-Dich-ein wiedertreffen wolltest.

          • Es lohnt nicht darauf zu antworten, weil Du meine Sexualität nicht kennst. Was ich will und was mir gefällt, ist für Dich offenbar nicht klar. Muss es nicht. Aber tu nicht so als wärst Du der Maßstab für gesunde Sexualität.

        • Ich hoffe doch sehr, das Dir als Großmeisterin differenzierter Betrachtungen klar ist, dass zwischen „schlechtem Sex“ und „einer Spitzenzeit zwischen den Federn“ ein sehr weites Feld ist?

          Aber für Deine konkrete Frage hier wird die Antwort nicht selten sein: Sie gefiel mir überhaupt nicht sonderlich gut, ich hatte nur Druck. Oder auch: Dann würde nur das Risiko steigen, dass meine Freundin/Ehefrau es mitbekommt und Drama macht.

        • „Sie gefiel mir überhaupt nicht sonderlich gut, ich hatte nur Druck.“

          Dann holt man sich logischerweise nur selbst einen runter. Wenn man ein bißchen Achtung vor sich und Anderen hat. Warum diesen Aufwand betreiben, eine Fremde zum Sex zu becircen, die einem _nicht_ außerordentlich gut gefällt? Das ist nicht bloß sinnlos, sondern entwürdigend.

        • Wenn Du über diesen Freier-Abschaum liest, kannst Du feststellen, dass die gar nicht so selten super unzufrieden sind hinterher.

          Man muss sich das mal vorstellen: die suchen sich die Frau aus einem häufig recht großen Pool selbst aus, haben dann genau den Sex mit ihr, den sie sich wünschen, spritzen ab – und Manche setzen sich im Anschluß hin und schreiben frustgetränkte Ab-/Bewertungen über die von ihnen gesuchte Begegnung/Dienstleistung, die sie zwar offensichtlich körperlich befriedigen konnte, aber „mehr“ eben nicht (was ihnen dann aber völlig unbegreiflich ist, keine Frage: da muss die Nutte irgendwie Schuld dran sein…)

          Sind diese Männer einfach zu doof zum geradeausgucken? Es sieht ganz so aus.

        • Das ist nur ein weitgehend unbewusstes Mittel emotionaler Distanzierung. Es dient der Vermeidung von Bindung. Das Testosteron vom Sex setzt sich langsam gegen das Oxytocin vom Sex durch. Möglicherweise macht man es hormonell betrachtet nur dafür.

        • Du spielst auf die – andersrum ebenso häufig zu beobachtende – Angst von Freiern an, ein Liebeskasper zu werden?

          Klar soll dieses Verhalten ihrem Selbstwererhalt dienen.
          Der Akt des Sex-Kaufens ebenso wie der Akt des hinterher-rummoserns.

          Nur ist beides objektiv verurteilenswert, in derselben Weise, wie (tatsächlich-erwiesene) Falschbeschuldigungen es sind.

        • Nein. Beim Sex entstehen einfach Bindungseffekte aufgrund der Hormone. Die Mittel der Geschlechter damit umzugehen sind unterschiedlich, aber beim Mann tut viel von dem Job schon das das Testosteron.

        • „Beim Sex entstehen einfach Bindungseffekte aufgrund der Hormone. Die Mittel der Geschlechter damit umzugehen sind unterschiedlich“

          Frauen sehen der Wahrheit ins Gesicht, Männer verleugnen sie wo sie können (im Schnitt)

        • Oh nein, das funktioniert für Männer ganz wunderbar. Und wenn es nicht das Testosteron tut, dann wird man eben böse, gibt sich eine Dosis Vasopressin dazu, damit die sich gegenseitig verstärken, und weg ist das.

          Das eigentlich tragische dabei ist, dass das für Frauen längst ein Fitness-Test geworden ist. Ein Mann, bei dem das nicht funktioniert, ist zu schwach um interessant zu sein. Nach dem ersten Sex wird jede Frau die Bindung des Mannes irgendwie testen. Und wenn es ein zweites Mal geben soll, sollte man besser die nötige Widerstandkraft demonstrieren.

        • Ich bezieh das jetzt auf die bereits von mir hier mal geschilderte Situation (zip und Konsorten also bitte nicht weiterlesen!) mit meinem Mann damals. Der hat ja den Knaller-Spruch gebracht nach dem ersten Blowjob: „Ich bin nicht verliebt in Dich, und ich sag Dir das, weil ich merke, dass Du es bist“.
          War das nun der Grund, weshalb ich mit ihm zusammenkam und -blieb? Hell no!
          Ich _war_ ja tatsächlich schon verliebt in ihn!
          Etwas weniger Wechselbad der Gefühle hätt unsere Beziehung im Gegenteil schneller sehr viel weiter gebracht (und mich weniger Kraft gekostet).

        • Dir fehlt nur die Fantasie Dir vorzustellen, wenn es anders gewesen wäre und Du dann plötzlich nicht mehr verliebt wärst, welche Gründe auch immer Dir dann dafür eingefallen wären.

          Und übrigens: Was ist der Wert von „in der Beziehung weiterkommen“, wenn es in Deinem Fall offensichtlich bedeutet, jetzt zu wenig Sex zu haben und gleichzeitig Deinen Mann für einen Vergewaltiger zu halten?

        • „Dir fehlt nur die Fantasie Dir vorzustellen, wenn es anders gewesen wäre und Du dann plötzlich nicht mehr verliebt wärst“

          Dass ich nicht mehr verliebt gewesen wäre ist tatsächlich völlig ausgeschlossen.

          Vielleicht hätt ich dann aber bereits seinen ersten (etwas verunglückten^^) Heiratsantrag (der innerhalb des ersten halben Jahres erfolgte) angenommen, und wir wären nun schon mehr als 10 Jahre – nicht erst weniger als vier – verheiratet.

        • Jetzt nimmst Du auch noch seinen ersten Heiratsantrag nicht an, weil der offensichtlich zu früh kommt und Du willst ernsthaft meinen „Unfug“ bezweifeln? Mein „Unfug“ hat gerade die Geschichte Deiner großen Liebe vorhergesagt.

        • Ich glaub, die Story hatt ich hier noch nicht erzählt? Sie ist wirklich zu köstlich.

          Stell Dir vor: ich fahre gerad auf die Autobahn auf, da tönt es vom Beifahrersitz:
          „Willst Du mich heiraten?“
          Schockschwerenot!
          Mir ist nach „Spinnst Du?“, raus bringe ich stattdessen ein: „Jetzt nicht!“
          Und dann hab ich so für mich getan als hätte ichs nicht gehört… bis zwei Jahre später der nächste Knaller in der Art kam.

          Freunde haben mir (Jahre später) gesagt, dass das doch eigentlich beweise, dass er das in dem Moment wirklich gefühlt hätte, dass sie das süß fänden usw.
          Ich aber denke wenn ich mich an diesen Moment erinnere immernoch: Was für ein Idiot!

        • Gar nicht schlecht. Und so warst Du angefixt und konntest Jahre damit zu bringen auf einen ernsthaften zu warten.

          Eine frühere Liebe von mir hat mir mal von einer ihrer ersten Geschichten als junges Mädchen erzählt. Der Typ war wohl ziemlich verrückt. Seine Masche mit ihr war, ihr ständig peinliche Heiratsanträge zu machen. Sie gehen in ein volles Hotel-Foyer, er fällt dramatisch vor ihr auf die Knie „Willst Du mich heiraten?“ Wie ich sie kenne, ist sie jedes mal ausrastet.

        • Ich habe mir noch nie Gedanken darüber gemacht, wie ich einen ernsthaften Heiratsantrag machen würde. Aber in Deiner „Paddeligkeit“ steckt jedenfalls ein bekanntes Game-Prinzip, was bei Frauen zu bemerkenswerten Resultaten führen kann.

          https://imgur.com/LHZALiB

        • Oh, aber er hat ja auch (damals bereits) sehr süße Sachen gesagt (zwischendurch und unerwartet).
          Die größte Form von Commitment (abseits dem geäußerten Kinderwunsch) bestand wohl in der Aussage (nach zweieinhalb Monaten und der ersten/einzigen, kurzen Trennung):
          „Ich bleib jetzt so lange bei Dir, bis Du mich wegschickst“
          Inzwischen hat er bewiesen: und selbst wenn ich ihn wegschicken will werd ich ihn nichtmehr los^^

        • Vielleicht ist er auch wirklich paddelig und hat nur einige helle Momente. Oder er beherrscht das Spiel vom Wechselbad der Gefühle. Aus Deinen selektiven Schilderungen werden wir das nicht klären können.

        • Entweder das ist eine Theorie mit Vorhersagequalität über Verhalten einer Person mit bestimmtem Sternzeichen, dann geht das in beide Richtungen, oder es ist „weibliche Wahrheit“, der berühmte Hamster mit seinem esoterischem Auswuchs, „Chick Crack“.

        • Ach, ist mir egal ob Du dran glaubst oder nicht.
          Ich muss da niemanden überzeugen, es geht für mich dabei einfach nur um Erfahrungswerte.

        • „Es lohnt nicht darauf zu antworten, weil Du meine Sexualität nicht kennst.“

          Homo und HWG (häufig wechselnde Geschlechtspartner)

          Außerdem ist bekannt, dass Du Prostitution in Anbieter-Funktion einmal ausprobiert hast und es nicht Dein Ding war – woraus Du (natürlich!) niemals wagen würdest zu schließen, dass Menschen – insbesondere Frauen – ohne Alternativen zu dieser Tätigkeit irgendwie arm dran wären.

          Weil die weibliche Sexualität sich so stark von der männlichen unterscheidet … was womöglich für Dich in dem Fall nun bedeutet, dass diese Form von Geschlechtsleben besonders gut mit den weiblichen, sexuellen Bedürfnissen harmonierte – besser jedenfalls als mit Deinem ausschweifenden, homosexuellen Lebenstil
          ^^

          Was müsst man denn noch wissen, um sich ein Urteil über Dich erlauben zu können?

          „Was ich will und was mir gefällt, ist für Dich offenbar nicht klar. Muss es nicht. Aber tu nicht so als wärst Du der Maßstab für gesunde Sexualität.“

          Es ist nicht bloß die (eher) weibliche, sondern vorallem auch die logische Ansicht, dass der Aufwand eines ONS insbesondere (meist) in keinem Verhältnis steht zu dem darauszuziehenden Gewinn.

          Ich kann mir denken, dass minderwertigkeitskomplexbehaftete, orientierungslose Seelenkrüppel temporär anders dazu stehen. Jeder neue Sex-Partner ist eine neue Chance sich zu verstellen, euphemistisch ausgedrückt sich neu zu erfinden. Damit wird die Begegnung dann gleichsam aber oberflächlich.

          Oberflächlichkeit verträgt sich wohl mit Ausschweifung, aber mal überhaupt nicht mit sexueller Erfüllung.

          • „Oberflächlichkeit verträgt sich wohl mit Ausschweifung, aber mal überhaupt nicht mit sexueller Erfüllung.“

            Deine Ansicht. Für mich irrelevant. Genau so gut könntest Du sagen, dass Dir Käse schmeckt, weshalb ich – der kein Käse isst – kein erfüllendes Essverhalten haben könne.

        • Es ist nur keine Geschmacksfrage, sondern eine richtig/falsch-Dichotomie.
          Ein geeigneterer Vergleich als Käse wären also eher Abtreibungen z.B.

      • „Research reveals that we generally stop touching boys when they reach the age of 8, and we teach them to reject access to feelings, emotions and emotional vocabulary because these are deemed “too feminine.”

        Klingt wie einer dieser unsäglichen Frauenversteher.
        „Wir erziehen unsere Jungs ab dem Alter von 8 Jahren, ihre Gefühle zu verleugnen.“
        Eines dieser zahllosen feministischen Märchen, die ihren Wahrheitsgehalt aus ihrer ständigen Wiederholung ziehen.
        Weder wurde ich vor 50 Jahren derart domestiziert, noch hab ich meine Jungs so erzogen.
        Und ich war vielleicht überrascht, als mein Sohn mich am Vatertag umarmte und knuddelte, aber nicht peinlich berührt.

        Und wenn es in der Machogesellschaft der USA so Usus ist, wie er schreibt, dann ist es zumindest nicht auf unsere Kultur übertragbar.

  2. Es gibt mehr als eine Quelle von Frustration im menschlichen Leben: das Geld ist zu knapp, der berufliche Erfolg bleibt aus, die nächste Ernte droht, eine Mißernte zu werden, die Abgabenlast ist zu hoch, das Paar kann keine Kinder bekommen, der Mann kann den Acker nicht bestellen, weil er zur Legion eingezogen ist, das Land wird von marodierenden Soldaten heimgesucht, eine Seuche ist ausgebrochen, die Inflation vernichtet das Ersparte, etc. pp.

    Und außerdem hat Sigmund Freud zu Recht gesagt, dass die Zivilisation aus der Sublimation von Trieben entsteht.

    Was genau ist also eigentlich die Tragik an dieser Tragik? Wem außer einem sexbesessenen Zeitalter würde das überhaupt auffallen? Jack Donovan karikiert unsere Gesellschaft nicht völlig zu Unrecht als eine »Bonobo-Masturbationsgesellschaft«:

    »In our Bonobo Masturbation Society, fucking is one of the only things men are encouraged to do that actually makes them feel like men.« (Triggerwarnung: Alt-Right-Content)

    Oder nicht ganz so provozierend gewendet: Frustrationstoleranz sollte eigentlich zu den basalen Kompetenzen jedes erwachsenen Menschen gehören. Also nochmal: was ist die Tragik an dieser Tragik?

    • Sie besteht eben darin, dass dieses „Männlichkeitsbild“ an allen Ecken und Enden gesellschaftlich befeuert wird, ein ohne Zweifel falsches Lebensmodell zum scheinbaren Ideal aufgebaut wurde/wird.
      Und das Schlimmste daran: als Mann soll Dir nichtmal geglaubt werden, wenn Du sagst, Du empfändest anders als „biologisch vorgegeben“!

      • @Semikolon:

        »Sie besteht eben darin, dass dieses „Männlichkeitsbild“ an allen Ecken und Enden gesellschaftlich befeuert wird, ein ohne Zweifel falsches Lebensmodell zum scheinbaren Ideal aufgebaut wurde/wird.«

        Wobei die Pointe dieses Männlichkeitsbildes darin besteht, dass die feministische Perspektive nur die halbe Wahrheit darüber erzählt. lh hat diesen Aspekt unten treffsicher aus dem Donovan-Text herausgepickt: »If average young guys believe the official malarkey they are told about sex and relationships, they’ll be used and abused by entitled American girls for the rest of their lives.« D. h. Männer sollten diese »Trieborientierung« schon aus Eigeninteresse in den griff bekommen und nicht, weil Feministinnen ihnen einreden, dass sie sonst zum »Belästiger« oder Schlimmerem würden.

        (Ich glaube, damit kann ich jetzt beim Subcomandante crumar meine Aufnahme als Podpolkovnik djadmoros in die »Organisation MGTOW« beantragen 🙂 )

        »als Mann soll Dir nichtmal geglaubt werden, wenn Du sagst, Du empfändest anders als „biologisch vorgegeben“!«

        Das korrekte biologische Argument funktioniert freilich anders: es ist ein statistisches Argument, kein deterministisches, und es zielt auf Präferenzen. Das heißt: sofern korrekt durchgeführt, ist es auf die Selbstauskunft jedes Einzelnen darüber angewiesen, worin seine Präferenzen bestehen und damit außerstande, das »biologisch Vorgegebene« in eine kulturelle Norm zu verwandeln.

        Trotzdem existiert es natürlich auch in einer Vulgärversion, die sich so verhält wie von Dir beschrieben.

    • Das ist ein sehr lesenswerter Text vom Jack, danke.

      When they talk about game, men in the Manosphere are shoveling through the bullshit that the system tells boys about girls. This is work that needs to be done. If average young guys believe the official malarkey they are told about sex and relationships, they’ll be used and abused by entitled American girls for the rest of their lives. And, as they unpack feminist myths about the sexes, I’ve seen a lot of those guys start to wonder what it really means to be men. This is an important conversation. However, it almost seems like a safer route in today’s cultural climate to make chasing poon a long-term lifestyle choice. That’s where the positive mean slides toward a negative extreme.

    • Die Tragik ist wohl am ehesten, dass dieser Mechanismus in erster Linie gegen Männer verwendet wird um sie zu verbrauchbaren Bausteinen der Gesellschaft zu machen; die Aussicht auf etwas Sex und Anerkennung reichte geschichtlich für so fast alles.

      Zudem ist es in einer immer sichereren Gesellschaft, in der die meisten Stufen der Pyramide erfüllt sind, ein Stück, dass trotz technologischen Fortschritts unerreicht bleiben wird.

      • @toxicvanguard:

        »Die Tragik ist wohl am ehesten, dass dieser Mechanismus in erster Linie gegen Männer verwendet wird um sie zu verbrauchbaren Bausteinen der Gesellschaft zu machen;«

        Worauf ich hinaus will ist, dass es einer Überflussgesellschaft wie der unseren bedarf, um auf kritische Gedanken dieser Art überhaupt zu kommen, und darin ist die männerrechtliche Kritik tatsächlich auch ein Äquivalent des Feminismus.

        Denn in allen Gesellschaft des Mangels gehört diese »Verbrauchbarkeit« zum kollektiven Überlebenskampf, und die Verbrauchbarkeit der Frauen nimmt nur eine andere Form an, wenn sie über die ganze Spanne ihrer biologischen Fruchtbarkeit hinweg Kinder zur Welt bringen, damit die Gemeinschaft nicht ausstirbt (die Reproduktion der im Krieg verbrauchten Männer inbegriffen).

        @Christian:

        »Du meinst früher wollten die Männer keinen Sex oder weniger?«

        Nein, ich sehe darin nur keine besondere Tragik, keine, die irgendwie größer wäre als die generelle Tragik, als Gemeinschaft überleben zu müssen.

        • @ djadmoros

          Dem zweiten Teil stimme ich nicht zu; Männer werden auch in westlichen Überflussgesellschaften immer noch als entbehrbar behandelt, auch wenn Frauen schon lange nicht mehr die gleichen Risiken bei der Geburt tragen im Vergleich sehr, sehr wenige Kinder haben. Und genau dies ist zu einem grossen Teil immer noch darin begründet, dass Männern das Verharren in ihrer traditionellen Rolle durch Sex/Partnerschaft entlohnt wird, indem traditionelle Rollenbilder, die der Gesellschaft nützen, weiterhin mit den gleichen Mechanismen abgerufen werden können, wie früher. Das ist für mich kein historischer Zustand, der jetzt plötzlich vorbei ist. Und genau das ist in meinen Augen die Tragik, denn das Ausnutzen des männlichen Sexualtrieb, damit dieser sichere Burgen der Zivilisation baut, ist noch lange nicht zu Ende.

          Tragischerweise würde auch die aktuelle Gesellschaft leider nicht ohne diese Opfer auskommen, was einer der Hauptangriffspunkte der MGToW-Philosophie ist.

        • @toxicvanguard:

          »das Ausnutzen des männlichen Sexualtrieb, damit dieser sichere Burgen der Zivilisation baut, ist noch lange nicht zu Ende.«

          Ja, aber den zweite Abschnitt hatte ich ja auch ausdrücklich auf die Gesellschaften des Mangels bezogen. Was Du beschreibst, sehe ich tatsächlich genauso, denn die Überflussgesellschaft als Voraussetzung dieser Kritik setzt ja auch die »Obsoleszenz« der betreffenden Funktion voraus.

          Nur, dass »wir Männer« uns unsere eigene Sicht auf das Thema bislang von der feministischen Perspektive haben verstellen lassen. Rein formell gesehen haben die Feministinnen recht, wenn sie sagen, dass die Männer bei »veralteten Rollenmustern« stehenbleiben.

          Was sie nicht sagen, ist, dass sie selbst ein Interesse daran haben, dass das so bleibt.

    • Du meinst früher wollten die Männer keinen Sex oder weniger? Er war vielleicht schwerer zu bekommen, aber Bordelle oder Sklaven für Sex oder Harems oder auch nur ausweichsexualität über zB schenkelsex mit jungen etc machen sehr gut deutlich, dass es ein Unterschied ist, der nicht neu ist

    • @djadmoros

      Deine anderen Beispiele sind vergleichsweise abstrakt.
      Passender wäre:
      Man hat Hunger, aber das Essen ist ganz knapp außer Reichweite.
      Man hat Durst, aber das Wasser scheint immer zurückzuweichen, sobald man trinken will.

      In unser Kultur kommt hinzu, dass das Essen nicht einfach nur Essen ist, sondern extrem lecker aussieht und besonders appetitlich duftet. Und dass das Wasser nicht wie Wasser aussieht, sondern wie Nektar.

      • @only_me

        »Man hat Hunger, aber das Essen ist ganz knapp außer Reichweite. Man hat Durst, aber das Wasser scheint immer zurückzuweichen, sobald man trinken will.«

        Damit zitierst Du aber die mythischen Tantalusqualen, die eben gerade in der Form des Mythos eine eigene Art von Abstraktion sind.

        »In unser Kultur kommt hinzu, dass das Essen nicht einfach nur Essen ist, sondern extrem lecker aussieht und besonders appetitlich duftet.«

        Das gilt aber auch schon fürs geröstete Steppenrind der prähistorischen Savanne.

        • „die eben gerade in der Form des Mythos eine eigene Art von Abstraktion sind“

          Dass die Qualen einen eigenen Mythos haben, heißt nicht, dass sie nicht ganz konkret erlebbar sind.
          Es scheint geradezu Voraussetzung für einen Mythos zu sein, dass da etwas konkret Erlebbares hinter steht.
          Deswegen gibt es ja auch die Mythen über Männer, die dabei draufgehen, von einer Frau akzeptiert zu werden.

          „Das gilt aber auch schon fürs geröstete Steppenrind der prähistorischen Savanne.“

          Sicher, auch ein Superstimulus.

          Ich denke, dein Einwand ist nicht mehr als: Wenn einer seit einer Woche nichts gegessen und nicht gevögelt hat, dann wird er in 100% der Fälle lieber dem Geruch frisch gebackenen Brots folgen als dem Mädchen im kurzen Rock.

          Man muss halbwegs satt sein, um Sexmangel als Mangel wahrzunehmen.

          Ja, und?
          Das gilt für quasi alles.

          Der Drang nach Sex ist ziemlich weit unten in der Bedürfnispyramide und damit kein Luxusproblem.

        • „Ich denke, dein Einwand ist nicht mehr als: Wenn einer seit einer Woche nichts gegessen und nicht gevögelt hat, dann wird er in 100% der Fälle lieber dem Geruch frisch gebackenen Brots folgen als dem Mädchen im kurzen Rock.“
          Nicht unbedingt, bei einem Experiment mit Ratten wurde einem Männchen immer wieder ein neues Weibchen zugeführt was gerade Paarungsbereit war. Das Männchen hat sie immer wieder gebumst, immer wieder eine Neue – er hat weder gegessen noch getrunken, bis er gestorben ist.

        • „Der Drang nach Sex ist ziemlich weit unten in der Bedürfnispyramide und damit kein Luxusproblem.“

          Aber wenn alle sonstigen Bedürfnisse bedient, oder gar überbedient sind, dann bleibt nur noch der Drang nach Sex als Mangelbedürfnis übrig und überstrahlt das ganze Leben.
          Dann IST er ein Problem.
          Sicher kein Luxusproblem, worunter ich eher die dritte Gucci-Handtasche und die Rolex-Armbanduhr verbuche.

          Das könnte auch erklären, warum unsere westliche moderne Gesellschaft so sexbesessen erscheint.
          Das Fehlen anderer Probleme macht dieses einfach nur überwältigend sichtbar.

        • @carnofis
          „Das könnte auch erklären, warum unsere westliche moderne Gesellschaft so sexbesessen erscheint.“

          Aber selbstverständlich ist das so. Sonst könnten Feminismus und Gender gar nicht regieren. Besessen von Vorstellungen über Sex und viel weniger von der Sache selbst.

    • Frustrationstoleranz ist einfacher gesagt als getan, soziale Ablehnung ist schmerzhafter als körperliche Schmerz, Außenseiter zeigen nach längerer Zeit Verhaltensweisen und Hirnstrukturen die Psychopaten ähneln. Ablehnung ist also tatsächlich eines der schlimmsten Gefühle, bis man die Erfahrung so oft gemacht hat, das man weiß, das es einen nächsten Versuch gibt und die Welt davon nicht unter geht.

      • “ …soziale Ablehnung ist schmerzhafter als körperliche Schmerz,“

        Jaja, die Studien von Eisenberger und Lieberman z.B. („Does Rejection hurt?“), aber:

        „Außenseiter zeigen nach längerer Zeit Verhaltensweisen und Hirnstrukturen die Psychopathen ähneln“

        Da kenn ich keine Studie. Empfehlungen?

    • @djadmoros

      Vielen Dank und natürlich bist du in jedem Rang aufgenommen! 😉

      »In our Bonobo Masturbation Society, fucking is one of the only things men are encouraged to do that actually makes them feel like men.«

      Jede Sozialordnung ist eine *durchgesetzte Sozialordnung*, auch die der Bonobos.
      Angenommen, ich habe als Bonobo zwei Orangen – und ich mag Orangen wirklich sehr – dann ist mein eigenes Interesse, die beiden Orangen zu verzehren.
      Wenn eine Bonobo-Frau beschließt, mir eine Orange zu nehmen, weil auch sie auf Orangen steht, dann wird sie die Orange nehmen und im Tausch Sex anbieten.
      Die durchgesetzte Bonobo-Sozialordnung ist, dass ich Sex *im Tausch* für eine Orange akzeptiere.
      Wer sich in Sachen Bonobos auskennt wird vermuten, dass es sich hier um einen (Trigger Warnung, Trumpsche Argumentation!) „bad deal“ handelt, denn Orangen sind selten, Sex ist es nicht.
      Also nur durch den *Zwang* der sozialen (=weiblichen) Ordnung bin ich gezwungen, dieses *Tauschmittel* zu akzeptieren.
      Der eigentliche Clou ist *zu setzen*, dass Sexualität ein *Tauschmittel* ist, sozusagen der „Schmierstoff“ der Bonobo-Gesellschaft.

      „Sublimation“ wäre also eine *männliche Strategie* sich zu überlegen, wie viel Sex drin wäre, würde man „Orange“ an die Meistbietende versteigern, *weibliche Strategie*, wie viele Orangen frau bekäme, würde man „Sex“ meistbietend versteigern. 😉

      Was klar beweist, dass die menschliche Evolution nicht hat von den Bonobos ausgehen können und „ebay“ ihr zivilisatorisches Überbleibsel ist.

      Subcomandante crumar
      (Organisation MGTOW)

  3. Ich finde das parasitäte Beziehungsverhalten von Frauen viel frustrierender. Man(n) will eigentlich nur unkomplizierten Sex und eine gute Zeit und bekommt dafür jede Menge manipulative Spielchen, mit denen sie versucht den Mann unter Kontrolle und dahin zu bekommen, wo er alle möglichen Dinge für sie tut. Und von jedem bisschen, was der Mann ihr dabei gibt, wird sie nur noch motivierter zu versuchen noch mehr zu bekommen. Es sei denn, der Mann ist bereit ihr fast alles zu geben – dann will sie gar nichts mehr von dem Mann.

    Oder: Wenn man als Mann eine Frau für angenehmen Sex gefunden hat und man anfängt die Frau zu mögen weil das Spaß macht, wird sie umso mehr man sie mag umso weniger Lust am Sex selber haben und umso mehr versuchen etwas anderes dafür zu bekommen oder gar zu erpressen.

    Und das alles, obwohl es längst die Pille und ein gutes soziales Sicherungsnetz gibt und keine Frau mehr unbedingt einen Mann als Versorger braucht. Sexroboter werden es verdammt leicht haben emotional erfüllender als Frauen zu sein.

    • @lh:

      »Sexroboter werden es verdammt leicht haben emotional erfüllender als Frauen zu sein.«

      Das erinnert mich an den jüdischen Witz vom Geizhals, der dem Bettler ein Almosen gewähren will, wenn der richtig rät, welches seiner beiden Augen ein Glasauge ist. Der Bettler rät natürlich richtig – mit der Begründung: »Das gläserne Aug‘ hat geschaut auf mich mit Erbarmen!«

  4. Dazu auch:

    Sie sagt das es eher die Regel ist das bei Frauen in langen Beziehungen, nachdem sie am Anfang schon Sex-hungrig zu sein scheinen, irgendwann das Interesse an Sex in der Beziehung sehr stark nach lässt bis hin dazu das sie gar keinen Sex mehr wollen.

  5. Wunderbar formuliert – aber den meisten hier bekannt. Die Frage ist eher: Wie damit umgehen? Meine Lösungsmechanismen (nur teilweise mit Augenzwinkern):
    – älter werden (brutal effektiv)
    – keine Pornos und so wenig Medienkonsum wie möglich
    – kein Alkohol, keine Drogen
    – Plätze mit jungen und leicht bekleideten Damen vermeiden (Universitäten, Discos, Einkaufszentren, Bordelle)
    – viele Unterhaltungen mit Männern in langjährigen Beziehungen, sorgfältig deren Partnerinnen und dem Umgang miteinander beobachten
    – wenig Unterhaltungen mit jüngeren Männern (da diese ja doch nur über Sex reden)

    • Ich praktiziere das Gegenteil: Pornos und wichsen. Funktioniert besser, hält die Organe im Training und den Kopf frei und man muss Frauen nicht meiden.

      Im Gegenteil, das Alter führt dazu, dass man öfter mal von ihnen angeekelt ist. Ist auch einfach, selbst die ganz jungen Dinger sehen heutzutage oft schon wie Presswurst aus…

      • Mich erregt das oft. Das soll kein Witz sein. Figur wie ein Sack Kartoffeln aber große Hupen, die nahtlos in den Bauch übergehen.
        Mein Vater sagt immer, ich bin krank und sagt, wäre anormal.
        Die Frauen sehen aber heute alle so aus.

      • ich liebe meine Frau, aber sie ist beim thema Sex echt nicht kompromissbereit. Kein Mensch verlangt täglichen Tera Patrick-esquen Bombensex, aber seit dem die Kleine da ist, läuft da echt nur noch 2 mal im Monat was, und das ist schon ein paar Jahre her. Wenn Sex stattfindet, ist er zwar immer super, aber er reicht vorne und hinten nicht. Also wichse ich täglich. Sonst würde ich wahrscheinlich im Schlaf ejakulieren. Dafür bleibe ich länger auf. Oder fahre mal kurz vom Büro nach Hause. Was bleibt mir auch anderes übrig?

        Wir haben jetzt ein Alter erreicht, wo man nicht mehr unendlich viele Vögeleien vor sich hat. Ich glaube nicht, daß man mit 65 Bock hat andere 65jährige zu vögeln, auch wenn man mit diesen verheiratet ist. Das Argument zieht aber null.

        Wenn der Sex wenigstens unendlich scheisse wäre, würde ich den Totalentzug ja nachvollziehen können, aber isser halt nicht.
        Andererseits ist Wichsen auch echt entspannter.

        Ich bin also ein typisches Beispiel für eine monogam geführten Beziehung, in der die Sexfrequenz alleine durch den weiblichen Partner kontrolliert und dosiert wird.

        Das wäre ja einerseits gerecht, weil ich sie kaum zum Sex zwingen kann, wenn sie nicht will. Die Sache ist aber, sie würde vermutlich ausflippen, würde ich meinen Sexualtrieb ausser Haus befriedigen. Ich wäre jetzt noch in der Lage, mir ohne finanzielle Mittel einzusetzen was für den Gelegenheitssex zu besorgen. Mit 65 wird das anders aussehen. Da wird dann die Rente vervögelt. Andererseits hat sie mal verkündet, daß die Inanspruchnahme von Sexarbeit der sofortige Scheidungsgrund gäbe.
        Kann ich null verstehen, weil bei Huren ja nun definitiv keine Gefühle mit im Spiel sind.

        Unterm Strich verlangt meine Frau als Gegenleistung für Ihre treusorgende Liebe die volle Kontrolle über mein Sexualleben (sofern es nicht im Soloflug stattfindet).
        Ist ein teures Vergnügen.

        • „seit dem die Kleine da ist, läuft da echt nur noch 2 mal im Monat was“

          Wieviele Date-Nights habt Ihr denn im Monat?
          Möglicherweise noch weniger als 2?

          Dann überleg Dir doch ein paar schöne Dinge, die ihr lange nicht mehr oder gar noch nie gemacht habt (von denen Du weißt, dass sie ihr gefielen – mehr Action als „Essen gehen“ sollte drin sein…), organisier die Kinderbetreuung für diese Zeiten („hinter ihrem Rücken“) und lad Deine Frau (relativ) „spontan“ dann dazu ein, sie auszuführen (nicht sagen, was passieren wird! Nur – grob – was sie anziehen soll). Aber sei nicht enttäuscht, wenn sie im Anschluß ans womöglich erste echte Date seit Jahren noch nicht (wieder) über Dich herfällt, mach weiter, und wenn Dus richtig machst, wird sich das (wahrscheinlich) auch auszahlen auf längere Sicht. Was hast Du zu verlieren?

          „Also wichse ich täglich. Sonst würde ich wahrscheinlich im Schlaf ejakulieren. Dafür bleibe ich länger auf. Oder fahre mal kurz vom Büro nach Hause. Was bleibt mir auch anderes übrig?“

          Deine Frau soll nicht mitkriegen, wann und dass Du (ge)wichst (hast)?
          Ziemliches Pussy-Verhalten.

          „Mit 65 wird das anders aussehen. Da wird dann die Rente vervögelt. Andererseits hat sie mal verkündet, daß die Inanspruchnahme von Sexarbeit der sofortige Scheidungsgrund gäbe.
          Kann ich null verstehen, weil bei Huren ja nun definitiv keine Gefühle mit im Spiel sind.“

          Alles sexuelle, wo „keine Gefühle im Spiel sind“, ist einfach nur verschwendete Energie. Deine Frau hat eine logisch-nachvollziehbare Haltung.

          Und Du planst dann also, Dein Lebensende als Geschiedener zu verbringen?

        • „Also wichse ich täglich. […]. Oder fahre mal kurz vom Büro nach Hause.“

          Krass! Danke fürs Teilen dieser ´heftigen Erfahrung!
          Und vermutlich ist es noch das Vernünftigste, da deine Frau ggf. völlig austickt, wenn sie mitkriegt, dass du dir einen runterholst. Du lebst also wie ein Pubertierender, der hofft, dass ihn „Mama“ nicht erwischt…

    • „sorgfältig deren Partnerinnen und dem Umgang miteinander beobachten“

      um Gottes willen, bloß nicht ! Es gibt kaum etwas was ernüchternder sein kann.

  6. Eine Pille, die den männlichen Geschlechtstrieb erlöschen lässt, wäre der absolute Super-GAU für den Feminismus (und Frauen überhaupt).

  7. xyz

    15. August 2017 um 7:08 pm

    tatsächlich ist, nein kann sein, Partnerschaft, ich würde es weiter fassen, Familie ein Garant für menschliche Nähe, Wärme Unterstützung. Und ja auch eine Frau kann das geben. Es gibt sogar Frauen, die einen starken Mutterinstinkt haben, und einen relativ schwachen Partner stützen.
    Aber es geht mir hier ja nicht um Einzelfälle /Randgruppen, sondern um das Mainstreamverhalten, das die Gesellschaft prägt. Und da muss ich an der Kritik an Frauen recht geben. In der liberalen von ständelosen Gesellschaft kommen diese negativen Seiten weiblichen Verhaltens noch stärker zur Geltung.
    Und es heißt nicht umsonst hinter jedem starken Mann steht eine (starke)
    Frau, und nicht hinter jedem schwachen Mann.
    Zeigt der Mann Schwäche kann sie auch ganz schnell mal weg sein, ist evolutionsbiologisch ja manchmal auch sinnvoll-

    Mir fällt da Ex-Präsident Wulf ein mit seiner Ex Nutte, erhellende Geschichte..

  8. Moloch

    15. August 2017 um 9:48 pm

    meine private subjektive Erfahrung ist (weitgehend 😉 ) anders, aber das liegt vielleicht an der speziellen Beziehung.
    Was das beobachtete Mainstreamverhalten angeht gebe ich Dir recht. Es wird ja heutzutage auch kulturell allseits als ok empfunden und Frauen dafür sogar gefeiert. („Als Frau steht ihr das zu“) Ich sage es ja immer wieder
    Früheres Herrschaftsverhalten ist zu Frauenverhalten geworden. Mann hatte Vorrechte weil man Graf, Edelmann etc. war. das existiert auch heute noch, aber der zweite Zweig, Vorrechte als Frau ist heute wesentlich, wesentlich stärker als früher. Oder sagen wir so heute wird auch der Dienstmagd eingeräumt sich wie eine Gräfin zu benehmen.

  9. Androsch Kubi

    15. August 2017 um 4:32 pm

    Die von Konfektionsherstellern regelmäßig durchgeführten Erhebungen zur Kalibrierung ihrer Konfektionstabellen bestätigen, das sich die durchschnittliche (junge ) Frau seit Jahrzehnten von der klassischen Sanduhrfigur wegentwickelt. als Ursachen werden hormonelle Einflüsse (unsere Umwelt ist in hohem Grade mit Hormonen aus Produkten und Produktionsprozessen durchsetzt), Ernährung, Lebensstil etc. diskutiert.
    Sehr umstritten ist ob es eine Wahlkomponente (männliche Präferenzen ) gibt, und wenn ja , ob diese kausal oder reaktiv sind.

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