27 Gedanken zu “„Männer, die Wissenschaft benutzen um Sexismus zu rechtfertigen“

  1. Das ist einer der Männer die Wissenschaft „immer“ dazu benutzen um zu zeigen das „men are better than women“:

    Die Der hat zu dem Memo Manifest geschrieben:

    Within the field of neuroscience, sex differences between women and men—when it comes to brain structure and function and associated differences in personality and occupational preferences—are understood to be true, because the evidence for them (thousands of studies) is strong. This is not information that’s considered controversial or up for debate; if you tried to argue otherwise, or for purely social influences, you’d be laughed at.

    https://archive.is/z6xxP#selection-1367.0-1367.440

    • Haha, wenn man Mal gleich den ersten Satz aus dem Gizmodo-Video heranzieht… wir haben Womens und Gender Studies die im Grunde nichts anderes machen als zu sagen das Männer böse, toxisch, minderwertig sind und alles besser wird, wenn man doch endlich nur Mal den Frauenanteil erhöht. Und auf der anderen Seite haben wir was?

      … wieviel von dem was Feministinnen behaupten ist noch mal Projektion?

        • @only_me
          [quote]„wieviel von dem was Feministinnen behaupten ist noch mal Projektion“
          ~60-90 %[/quote]

          Ich denke eher, die von dir genannte Obergrenze ist eher die Untergrenze.

          Und das meine ich nicht als Witz. Sondern sehr ernst. Es betrifft aber nicht nur den Feminismus, sondern jede Ideologie. Ideologie verstanden als nicht nur System von Ideen und Überzeugungen, um sich die Wirklichkeit zu erklären. Sondern Ideologie in dem Sinne, dass der mentale Prozess so herum verläuft: Ich habe eine Idee (die aus Gründen von Identität und Selbstwert gut und richtig sein MUSS) und ich betrachte die Welt der Tatsachen nur unter dem Aspekt, das sie meine Ideen bestätigen (müssen). Im Gegensatz zum umgekehrten Prozess: Ich beobachte die Welt und ihre Phänomene – und dann mache ich mir eine Idee über Gemeinsamkeiten der Phänome.

          Ein wenig hängt das auch mit dem Denkstil zusammen. Und das ist eine relativ feste Persönlichkeitseigenschaft. Also: Denkstil „top down“ versucht von verallgemeinerten Regeln und Gesetzten auszugehen und dann diese in der Wirklichkeit zu finden. Denkstil „bottom up“ sammelt Beobachtung und Beobachtung und Beobachtung und fragt erst dann: Hey, gibt es da ein Muster?

          Aber noch mal zurück zur Projektion. (Wie gesagt: Sehr ideologisch gebundene Menschen und Menschen mit dem Top-Down-Denkstil sind da gefährdet.)
          Wir verstehen Projektion immer so, dass ich etwas, was ich als Tendenz in mir habe aber nicht mag, dann bei anderen um so deutlicher meine zu erkennen.

          Aber was mich derzeit noch mehr beschäftigt ist ein anderer Aspekt des sprachlichen Bildes der „Projektion“. Nicht nur, dass ich etwas im Anderen sehe und zur Not mit Gewalt sehen WILL – auch wenn es kaum da ist – sondern, dass ich es auch in meinem Gegenüber überhaupt erst erzeuge. Das liegt ja eigentlich im Kern der Metapher „Projektion“. Ich werfe ein Bild auf den Anderen. (Und nebenbei: Je neutraler der Andere ist, desto besser funktioniert das.) Im Kinosaal erzeugt der Projektor hinten im Raum das bewegte Bild vorne auf der Leinwand. Ohne den Projektor wäre es gar nicht da, die Leinwänd wäre einfach weiß und langweilig.

          Und wir sehen dies m.E.n. derzeit in den gewalttätigen Auseinandersetzungen in den USA. Da haben wir Teile der „Alt Right“-Bewegung, die inzwischen offene Neo-Nazis und „white supremecists“ sind. Und mir scheint, dies entsteht in dieser Zahl dadurch, dass sie jahrelang in Dauerbeschallung das gehört haben: DU bist ein Nazi! DU bist ein Rassist! Bei JEDEM Anliegen oder jedem Diskursbeitrag. Und irgendwann ziehen sich dann auch Leute diese Jacke an und sagen: Ok, dann BIN ich eben Nazi und Rassist und Sexist. Und verhalten sich auch so.
          Was ich sagen will: Ein Teil (noch mal: Ein Teil, nicht alles davon) wird erst durch den beständigen Vorwurf, so zu sein, erzeugt.

          Und um es noch mal auf die Geschlechterthematik zu beziehen: Auch hier denke ich, dass es in Teilen der „manosphere“ inzwischen tatsächlich misogyne Einstellungskomponenten gibt. Und das ein Teil davon aber erst erzeugt wird durch den beständigen Vorwurf, ein Frauenhasser zu sein. Wer jahrelang dauerbeschallt wird mit diesem Vorwurf, der wird es dann irgendwann vielleicht tatsächlich.

  2. Bevor Rae von Trump zum Eisessen unterdrückt wurde, sah sie mal so aus:

    Und wo wir schon mal auf ihrer Seite sind… die Überschriften der letzten Monate:

    „23 women in retail share the most disgusting things male customers have said to them“

    „7 things you should know about this ‚harmless‘ habit that’s actually a disorder“

    „Almost 900 hate crimes have been reported since Trump was elected. Here are just some.“

    „Women with mental illnesses explain how a Trump presidency will devastate them“

    „An obituary to this godforsaken election that nearly ruined us all“

    „Women share their real-life horror stories of surviving a cult“

    „This ‚healthy eating‘ strategy could be ruining your life“

    „Donald Trump was raised in a cult-like church, expert says“

    „7 things you should know about this ’secret‘ eating disorder that’s more common than anorexia“

    „NASA just made an amazing discovery on Jupiter’s moon“

    „The cure for the heroin epidemic is here — and the government just banned it“

    „16 millennials share how mass shootings are stopping them from living normal lives“

    „9 women share horror stories of being shamed for their mental health — by doctors“

    „Massage therapist’s reason for allegedly sexually assaulting his female client is beyond pathetic“

    „I’m an eating disorder survivor, begging you to stop praising people for losing weight“

    „Let my grandma, American roller skating champ, explain why female athletes must get equal pay“

    Was macht der Bericht über den Wasserfund auf Europa in dieser Liste?

  3. Sozialkonstruktivistische Sophisterei, wie immer.

    Schaut euch mal die Semantik an. Das ergibt überhaupt keinen Sinn. Wissenschaft „rechtfertigt“ nichts, sie belegt. Wissenschaft „entschuldigt“ auch nichts.

    Postmodernisten, Sozialkonstruktivisten, all die Soziolgen-Voodoopriester, sie alle sehen natürlich in Wissenschaft den Feind. War schon immer so. Wissenschaft belegt, dass Männer und Frauen unterschiedlich sind, und das Männer Frauen in den allermeisten Bereichen überlegen sind (was prozesstechnisch, also evoutionsbiologisch, absolut plausibel ist. Wenn sich quasi alle Frauen nur mit den besten Männern fortpflanzt, dann werden die Männer natürlich immer besser, während Frauen stagnieren. Allein dieses Gejammer ist ein Beleg dafür. Frauen können es kaum ertragen, dass sie Männern unterlegen sind. Und nein, I didn’t say all.

    Feminismus ist aber ganz spezifisch weiblich, daher sehe ich den Feminismus auch als eine metastasierte Perversion von Weiblichkeit. Das dieser überhaupt existiert liegt an der bereits oben genannten Auslese der Frauen. Die… was, sagen wir 60 % ? …. aller Männer haben natürlich Vorteile davon wenn sie sich mit den Frauen gegen die „Besten Männer“ verbünden. Die Chance auf sexuellen Zugang ist für diese Männer dadurch verbessert worden. Und sie können sich gegen die „Besten Männer“ durchsetzen. )

    Ich weiß dieser Text wird vielen nicht gefallen, weil die meisten Leser hier ja Egalitaristen sind, wozu ich mich nicht mehr zähle. Schlicht und ergreifend weil es nicht stimmt. Männer und Frauen sind nicht gleich. Werden sie nie sein. Egalitarismus hat die Konsequenz, das ein Teil der Bevölkerung überproportional Verantwortung trägt, ohne die Autorität zu haben. Während ein anderer Teil überproprtional Autorität trägt, ohne Verantwortung zu haben. „Yes means yes“ ist das Paradebeispiel dafür.
    Das kann auf Dauer nicht funktionieren.

    • „Männer und Frauen sind nicht gleich. “

      Dein Argument ist letztlich: „Ich seh (so gut wie) nichts Relevantes, wo Frauen besser sind als Männer“.

      „Ich sehe nicht..“ ist quasi nie ein gutes Argument.

      Das Problem ist m.E. dass Feminismus dafür gesorgt hat, dass nicht mal mehr Frauen wissen, worin sie denn eigentlich gut sind.
      Eine Richtung, in der es sich lohnt, weiterzudenken: Wieso sind alle Musen weiblich?

      Paglias Spruch, dass wir, wenn wir die Zivilisation den Frauen überlassen hätten, grad mal in Lehmhütten leben würden, ist zu recht berühmt. Gäbe es keine Frauen, wären wir m.E. nicht viel weiter.

    • „Wissenschaft belegt, dass Männer und Frauen unterschiedlich sind, und das Männer Frauen in den allermeisten Bereichen überlegen sind“

      Das ist haarsträubender Unfug. Schon mal von Pisa gehört? Frauenquote an den Unis?
      Dieses pauschale und unqualifizierte Frauengebashe bringt niemanden weiter, das ist höchstens Munition für den institutonalisierten Feminismus und wird als Beweis für dessen Existenznotwendigkeit instrumentalisiert.

      Selbst bei den berühmten Mathematikkenntnis-Unterschieden sollte man sehr genau hinsehen, was man dazu sagt, s. diese aktuelle Übersicht über den Stand der Wissenschaft: The Google Memo: What Does the Research Say About Gender Differences?

      • The research findings are complicated, as you can see from the many abstracts containing both red and green text, and from the presence on both sides of the debate of some of the top researchers in psychology. Nonetheless, we think that the situation can be greatly clarified by distinguishing abilities from interests. We think the following three statements are supported by the research reviewed above:
        1. Gender differences in math/science ability, achievement, and performance are small or nil. (See especially the studies by Hyde; see also this review paper by Spelke, 2005). There are two exceptions to this statement:
        A) Men (on average) score higher than women on some tests of spatial abilities, such as the ability to rotate 3-dimensional objects in one’s mind. This ability may be relevant in some areas of engineering, but it’s not clear why it would matter for coding.
        B) There is some evidence that men are more variable on a variety of traits, meaning that they are over-represented at both tails of the distribution (i.e., more men at the very bottom, and at the very top), even though there is no gender difference on average. There is an ongoing debate about whether or not this is true across nations and decades; We are currently reviewing this literature, and will post our conclusions and links to studies next week.
        2. Gender differences in interest and enjoyment of math, coding, and highly “systemizing” activities are large. The difference on traits related to preferences for “people vs. things” is found consistently and is very large, with some effect sizes exceeding 1.0. (See especially the meta-analyses by Su and her colleagues, and also see this review paper by Ceci & Williams, 2015).
        3. Culture and context matter, in complicated ways. Some gender differences have decreased over time as women have achieved greater equality, showing that these differences are responsive to changes in culture and environment. But the cross-national findings sometimes show “paradoxical” effects: progress toward gender equality in rights and opportunities sometimes leads to larger gender differences in some traits and career choices. Nonetheless, it seems that actions taken today by parents, teachers, politicians, and designers of tech products may increase the likelihood that girls will grow up to pursue careers in tech, and this is true whether or not biology plays a role in producing any particular population difference. (See this review paper by Eagly and Wood, 2013).

  4. Mich fasziniert immer wieder der Doppelstandard, den Feministinnen wie diese hier hinsichtlich der Qualität von Argumentationen anlegen:

    * Bei Argumenten, die ihnen nicht passen, sind sie äußerst kritisch, stellenweise zu recht, man kann an dem Damore-Memo etliches kritisieren (allerdings nicht mit den Argumenten dieser Dame, die sind zu einem gefühlten Drittel völlig verkorkst und schlicht falsch).

    * Bei den eigenen Standpunkten, hier im Kern der blank-slate-Hypothese, wird gar nicht erst versucht, diese zu begründen, sie wird einfach stillschweigend vorausgesetzt. Diese Diskursstrategie habe ich inzwischen als „Die blank-slate-Hypothese als versteckte Null-Hypothese“ getauft. Jeder, der diese Null-Hypothese infragestellt, ist ganz einfach ein Nazi.

    • „man kann an dem Damore-Memo etliches kritisieren “

      Wenn ich Damore richtig verstanden habe, war das seine Hoffnung: Dass er auf jemanden trifft, mit dem er seine Denkfehler diskutieren kann. Es war nicht als Abhandlung, sondern als Gesprächsgrundlage gedacht.

      • „Dass er auf jemanden trifft, mit dem er seine Denkfehler diskutieren kann.“

        Das ist eigentlich der grundlegende wissenschaftliche Prozeß, den man gerne auch in der Öffentlichkeit praktizieren kann. Bedingt natürlich ein gewisses Selbstbewußtsein, Kritik zu vertragen und eventuell sogar daraus zu lernen.

        • „Kritik zu vertragen und eventuell sogar daraus zu lernen.“

          Wir können festhalten, dass es den bestimmenden Leuten bei Google daran mangelt.

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