Feministische Pornos verstehen weibliche Lust nicht

Ein interessanter Beitrag behandelt feministische Pornos:

Der ganzen Diskussion um feministische Pornos liegt ein Missverständnis zugrunde. Wir alle wissen, dass Männer stärker über visuelle Reize funktionieren und Frauen eher auf erotische Geschichten reagieren. Das bestätigen psychologische wie neurologische Studien. Aber heisst das, dass nur ein Pornofilm mit einer Handlung ein guter Porno ist? Natürlich wird Pornografie vornehmlich für Männer gemacht, und manches ist für Frauen schwer erträglich. Aber es sei hier etwas verraten: Auch Männer können nicht mit jedem Angebot etwas anfangen. Und es gibt nicht wenige Frauen, die auch herkömmliche Porno­grafie ziemlich scharf finden.

Wenn feministische Pornografinnen betonen, Frauen brauchten vor allem schöne Kleider und eine tolle Geschichte, um in die Gänge zu kommen, dann tönt das so, als müsse man ihnen die expliziten Szenen fast heimlich andrehen. Als ob sie das nötig hätten. Viele Frauen können mit den verquasten feministischen Pornofilmen einfach nichts anfangen und stehen eher auf Herkömmliches. Denn Frauen und Männer mögen unterschiedlich begehren, aber eines haben sie gemeinsam: Der Lust sind die Erfordernisse des politisch Korrekten egal. Frauen, die schon die Kompatibilität von Feminismus und Stöckelschuhen fragwürdig finden, stossen in Tiefen des weiblichen Begehrens auf noch viel grössere Widersprüche. Kann man im normalen Leben Stärke und Unabhängigkeit propagieren und sich im Bett dennoch gern dominieren, vielleicht sogar schlagen lassen? Wie kann eine Frau die Darstellung einer Vergewaltigung erregend finden, wenn die reale Vorstellung zu den tiefsten Ängsten gehört? Darüber sprechen Frauen ungern, weil sie glauben, es könne etwas nicht stimmen mit ihnen. Sie fürchten, missverstanden zu werden – und das wohl zu Recht.

Der kleine Unterschied

Tatsächlich gibt es aber eine Reihe von einleuchtenden Gründen für diese verwirrenden Empfindungen. Erstens ist die Grenzüberschreitung an sich schon erregend, wie jeder Fremdgeher weiss. Zweitens funktioniert das weibliche Begehren narzisstisch: Wo Männer begehren, wollen Frauen begehrt werden. Und sind Pornostars die Verkörperung dessen, das Objekt besinnungsloser Begierde. Drittens spielt der Kontext für weibliche Lust eine grosse Rolle. Neurologische Untersuchungen zeigen, dass weibliches Begehren auf eine Vielzahl von Reizen reagiert. Während Männer beim Pornokonsum vor allem den weiblichen Körper betrachten, wechselt der weibliche Blick zwischen Gesicht und Körper. Nicht nur demjenigen des Mannes, sondern vor allem auch der Frau. Sie können sich dort mit der Frau identifizieren, ohne sich den realen Risiken einer solchen Begegnung aussetzen zu müssen.

Für eine feministisch orientierte Generation von Frauen mag das vielleicht schwierig zu akzeptieren sein: Aber auch Feministinnen haben zuweilen ganz unfeministische Gelüste. Sie sollten sich deswegen nicht schämen.

Das feministische Vorstellungen von Sex und Lust oder auch nur Begehren von vielen Frauen nicht geteilt werden, war ja schon häufiger Thema in diesem Blog. Interessant finde ich auch die Passage zum narzisstischen Begehren: Es passt nicht zu den Gefahren des Male Gaze

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53 Gedanken zu “Feministische Pornos verstehen weibliche Lust nicht

  1. Das nervigste an Männerpornos sind die hässlichen und/oder frauenverachtenden Typen, dann ihre oversized „Dildos“ u nd nicht zuletzt iht‘ Verhalten.

    An Pornoqueens hasse ich ihr vulgäres Verhalten, ihre Hässlichkeit und ihre nichtexistente erotische Ausstrahlung.

    Ich möchte auch eine schnelle Handlung aber sie sollte nachvollziehbar sein, wie z.B. in Basic Instinct. Die Frau sollte hübsch jung und nicht wie eine Kuh ausgestattet sein. Ihre Geschlechtsorgane können von mir aus rasiert sein aber sie soll nicht aussehen als hätte ein Bus in ihr geparkt bzw. in ihrem Allerwertesten.

    Ich denke dass Pornos und Sport1videos von 99% der Männer gehasst werden. Sie sehen sie sich nur an um schneller einzuschlafen.

    Und ist einmal eine hübsche Normalfrau mit echem Sexappeal beim Dreh dabiei verdirbt mir der Proll den Orgasmus, denn der ist ja immer dann im Bild wenn …..;)

    • Dass nicht wenige heterosexuelle Pornos relativ unattraktive Männer als Darsteller haben, ist in der Tat schade.
      Warum ist das so? Wie reagieren Hetero-Männer überhaupt auf Männer in Pornos?
      So wie ich auf die Frauen? Also als Instrument bzw. als Identifikationsobjekt?

      • Adrian das ist, dass du dich mit dem Kerl identifizieren kannst. Der soll dich nicht anmachen.
        Wobei manchmal finde ich den eher abstoßend.
        Man soll aber eh nur auf die Frau achten.

      • Ich kann mich mit denen nicht identifizieren. Sie stoßen mich ab.Wahrscheinlich sind die hübschen Pornodarsteller homosexuell?

        Wie Beate Uhse so schön formulierte handelt es sich bei den Filmchen um eine Wichsvorlage. Seit Webcams un Co heben Normaloprornos die Sexindustrie ruiniert. Wieso wohl. Lieber eine Hängetittennormalfrau als diese grotesken Sexmonster.

        Hinzu kommt noch der Fetischismus bei Männern der nur von den total abgehalfterten Pornostars befriedigt wird. Da klafft eine Marktlücke wie bei Elitepartner nur 1000 mal ergiebiger…..

        • Yeph ich bin auch nich 50 mit dicker Plautze . Ich bin groß und durchtrainiert. Ich seh sicher nicht so aus.
          Das ist zumindest so gedacht und ja gay for pay ist normal.
          Vlt denken die, ihre Zuschauer sehen so aus.

        • Du hast keine Ahnung wovon du redest. Die Pornoindustrie geht zugrunde weil es Tonnen von kostenfreien Pornos gibt. Nichts anderes ist der Fall. Und nein, das sind nicht nur „Normalofrauen mit Hängetitten“.

          Du magst normale Pornos nicht. Ok, kein Thema. Die Verachtung ist aber komplett unangebracht. Bist du zufällig weiblich? Das hört sich nämlich nach sehr starker Unsicherheit an.
          Wenn nicht, dann versuchst du dich gerade ohne Grundlage moralisch zu erhöhen. Und das interessiert mich nicht, die „moralischsten“ Menschen sind meist diejenigen mit dem Keller voller Leichen.

        • Man muss nur wissen, wo man suchen muss. Wenn man keine Darsteller mag, wie Du sie beschreibst, sind klassische Labels wie Brazzers, Bangbros oder Naughty America nichts für Dich. Die mag ich auch nicht so.
          Vielleicht hälst Du Dich besser an „Amateur“filme.

      • @Adrian

        Die Männer sind nur Standins. Im Prinzip könntest du auch einfach nen Dildo benutzen, denn um die Männer gehts in den Filmen ja nicht. Daher werden sie auch weit schlechter bezahlt als weibliche Pornodarsteller.

        • steht ja eigentlich auch schon im Artikel. Der Mann ist nur Werkzeug für die Befriedigung der narzistischen Lust der Frau an sich selbst.
          Letztendlich wie fast immer und überall im Leben. Im Grunde geht es immer nur um Frauen.

        • „denn um die Männer gehts in den Filmen ja nicht“

          Google mal „fuckingmachines“ oder „ifeelmyself“

          Das sind recht erfolgreiche Pornokonzepte, die komplett ohne Mann auskommen.

    • „Frauenverachtend“ -> Und da höre ich auf zu lesen, da spricht der Kultist.
      Ich hätte gerne mal eine ordentliche Definition von Frauenverachtend. Ganz im Ernst. Ich könnte mir ausschließlich ein hartes Patriachat als Frauenverachtend vorstellen („Literally chattel“), sonst nichts. Und da fällt mir nur ISIS ein.

      Wenn du es frauenverachtend findest, dass Frauen beim Sex idR dominiert werden… Gratulation, du hälst Natur für frauenverachtend. Komplett nutzlos, komplett ideologisch getrieben.

      • The CDC’s 2010 National Intimate Partner and Sexual Violence Survey, released again in 2013 with new analysis, reports in its first-ever study focusing on victimization by sexual orientation that the lifetime prevalence of rape, physical violence, or stalking by an intimate partner was 43.8 percent for lesbians, 61.1 percent for bisexual women, and 35 percent for heterosexual women, while it was 26 percent for gay men, 37.3 percent for bisexual men, and 29 percent for heterosexual men (this study did not include gender identity or expression).

        • @Yeph

          Wenn ich a. lese: „lifetime prevalence of rape, physical violence, or stalking“, bin ich für die Wiedereinführung der Prügelstrafe.
          Weil die plumpe Addition von Wahrscheinlichkeiten nicht nur falsch ist, sondern verlogen.

          Dann b. mein Ratschlag nach längerer Zeit der Beschäftigung mit solchen Studien: NIE, NIE, NIE (nur) die Kurzfassung lesen.
          IMMER die Langfassung aufschlagen:
          https://www.cdc.gov/violenceprevention/pdf/NISVS-StateReportBook.pdf
          hier die Seite 4.

          Subcomandante crumar
          (Organisation MGTOW)

        • @Yeph:
          Ich bin mir nicht sicher, was du damit sagen möchtest. Mit scheint aber, dass der Absatz in der Studie nach diesen Zahlen relevant ist:

          Most bisexual and heterosexual
          women (89.5% and 98.7%,
          respectively) reported having
          only male perpetrators of
          intimate partner violence.
          Two-thirds of lesbian women
          (67.4%) reported having only
          female perpetrators of intimate
          partner violence.

    • @Yeph

      Noch ein Kommentar dazu: Das hat Meredith Chivers bestätigt und war auch schon Thema auf AE:

      https://allesevolution.wordpress.com/2013/09/21/sexuelle-erregung-in-den-genitalien-und-in-der-wahrnehmung-meredith-l-chivers/

      Wobei ich die moralische Wertung „lügend“ falsch ist, denn darum geht es nicht.

      Dazu noch einmal Chivers:

      „Es zeigt sich generell, dass es einen Geschlechtsunterschied gibt bei der Verbindung von genitaler und subjektiver, also bewusst registrierter sexueller Erregung: Bei den Männern ist die Übereinstimmung signifikant grösser als bei den Frauen.“
      https://www.nzz.ch/es_geht_um_ein_modell_weiblicher_sexualitaet_meredith_chivers-1.2117557

      Was kein Kunststück ist, denn „genital“ ist Erregung bei Männern unmittelbar sicht- und wahrnehmbar, hingegen das, was *gemessen* wurde, nämlich die Feuchtigkeit der Vagina nicht.

      Subcomandante crumar
      (Organisation MGTOW)

  2. Ich denke, da gibt s ein generelles Missverständnis: Geschichte und Handlung ist nicht gleichbedeutend mit „Blümchensex“. Von der Artikelschreiberin wird aber so getan als ob.
    Und keiner Ansicht nach stimmt es tatsächlich, dass es leider immer weniger gute Pornos gibt, die mehr als nur wildes Gerammel und Aneinanderklatschen der Geschlechtsteile zeigen. Ich möchte gerne Pornos mit Geschichte, aber eben nicht so eine weichgespülte scheiße wie die, die unter dem Label „feministische Pornos“ angeboten wird. Vor einigen Jahren gab es noch schöne Klassiker, Filme, die ich wirklich unglaublich gerne geschaut habe, wo fast alles gestimmt hat, aber in der Art wird heute leider fast nichts mehr produziert. Das was fehlt sind Filme, die eine gute Geschichte mit Hardcore kombinieren wie z. B „Geschichte der O“, „Justine“ oder „die 120 Tage von Sodom“

        • Dafür gibts Schundromane. Pornos werden nicht für Frauen gedreht. Simple as that.
          Und nein das ist nicht „diskriminierung“, jedenfalls nicht in der Richtung wie Feministen es gerne hätten, es ist schlichtweg das Bedienen einer Zielgruppe.

        • @Benjy R.
          „Dafür gibts Schundromane.“

          Haha, ne von Schundromanen halte ich gar nichts.
          Schade, dass die meisten heutzutage nicht mehr wissen, was Erotik ist…

        • „Ich will aber beides: erregende Geschichte und tollen geil machenden Sex! Nur wildes primitives Gerammel langweilt mich eher…“

          Geht mir exakt genauso. Ich hab schon ein paar Anläufe mit Pornos gemacht, aber immer nach wenigen Minuten das Interesse verloren.
          Ich scheine wohl insgesamt nicht dem durchschnittlichen Filmkonsumenten zu entsprechen.
          Ich bring nur bei einer Handvoll Serien die Geduld auf, bis zum Ende durchzuhalten und krieg ne Krise, wenn ich – versehentlich – auf eine dieser modernen Sitcoms mit Hintergrund-Lachprothese gerate.
          Meine Vorliebe gilt hintergründigen Filmen, die mich am besten am Ende noch überraschen.

          „… es ist schlichtweg das Bedienen einer Zielgruppe.“

          Dann bin ich nicht bedient.
          Übrigens: Basic Instinct find ich sehr gut mit einer erotischen Ausstrahlung oberhalb der Pornofragmente, die ich bisher gesehen hab.

        • @Miria
          „Kennst du von mir genannte Filme und findest tatsächlich Mainstreamporno besser?“
          Ich kann Pornos überhaupt nicht leiden. Weder den Edelporno, noch den Amateurporno, noch sonst einen Porno. Pornos machen abhängig da sie einem eine Realität vorgauckeln die es nicht gibt.
          Das bedeutet nicht, dass ich sie nicht ab und zu gucke, wie ein Nikotinsüchtiger der nicht von der Kippe weg kommt aber ich kann sie trotzdem nicht leiden. Ich mache, wenn ich die Wahl habe, lieber Sport als mir Pornos reinzuziehen.

        • „So wie Märchen, Romane und Kinofilme ☺“
          Stimmt, deswegen mag ich es auch meine Abenteuer zu erleben als nur davon zu lesen.

    • @Miria:

      „Das was fehlt sind Filme, die eine gute Geschichte mit Hardcore kombinieren wie z. B „Geschichte der O“, „Justine“ oder „die 120 Tage von Sodom““

      Na… da appellierst du jetzt doch wieder an mein Klischeedenken. 😉

      Habe mich übrigens durch letztere beide übrigens tatsächlich durchgekämpft. Als „gute Geschichten“ scheinen sie mir doch etwas fragwürdig eingeordnet.

      • @DMJ:
        „Habe mich übrigens durch letztere beide übrigens tatsächlich durchgekämpft. Als „gute Geschichten“ scheinen sie mir doch etwas fragwürdig eingeordnet.“

        Warum hast du dich denn durchgekämpft, wenn sie dir nicht gefallen haben?
        Was „gute“ Geschichten sind, ist natürlich Definitionssache, aber dort gibt es eben neben Sex auch Handlung, dass meine ich.
        Mir gefallen die Filme gut, aber das sind natürlich Darstellungen von Fantasien (auch teilweise überzogen) und nicht die Realität.

        • „Warum hast du dich denn durchgekämpft, wenn sie dir nicht gefallen haben?“
          Weil ich ein schlimmer, übler Zwängler bin, der es hasst, Bücher abzubrechen und außerdem gelegentlich in Konversationen Bemerkungen dazu fallen lassen will. 😉

          Wie etwa mein Posting. 😉

        • @DMJ:
          „Weil ich ein schlimmer, übler Zwängler bin, der es hasst, Bücher abzubrechen…“

          Also hast du dich Bücher gelesen und nicht die Filme gesehen?

        • So ist es. Wie es der Zufall will, habe ich sogar keinen einzigen der drei Filme gesehen (zumindest die „120 Tage“ muss ich auf jeden Fall nochmal abarbeiten, aber ich freue mich weiß Gott nicht drauf). Gerade das dürfte aber ja das storyärmste davon sein.

          Gut möglich, dass Sade-Verfilmungen eh besser sind, als die Vorlagen. Denn die zumindest empfand ich als ziemlich ermüdende ewige Wiederholungen. Schätze mal, Filme werden da etwas runterschalten und etwas vernünftige Struktur einbringen.

  3. Ein Unterschied kann interpretiert werden in: Will man politische oder kulturelle etc. anderweitig komponierte Kunstfilme machen oder sexuell direkte Filme. Das hat auch bei Frauen vermutlich unterschiedliche Anklänge.

  4. Der ganzen Diskussion um feministische Pornos liegt ein Missverständnis zugrunde. Wir alle wissen, dass Männer stärker über visuelle Reize funktionieren und Frauen eher auf erotische Geschichten reagieren. Das bestätigen psychologische wie neurologische Studien. Aber heisst das, dass NUR ein Pornofilm mit einer Handlung ein guter Porno ist?

    Feminismus…

  5. Also erstmal: den „male gaze“ siehste meist gar nicht im klassischen Porno, dafür müsste der Focus ja auch (ähnlich wie bei den Frauen) auf dem Gesicht der Männer liegen – was ziemlich scharf wäre oder zumindest sein könnte, wenn die Typen denn mehrheitlich ansehnlich wären (also wirkliche Top-Modell-Visagen hätten).

    Feministische Pornos hab ich wenn dann nur in kurzen Ausschnitten kennengelernt, die fand ich schon äußerst ansprechend und handwerklich extrem gut gemacht – nur ich werd halt niemals in meinem Leben Geld in dieses Genre investieren. Ich steh ja schon nichtmal mehr auf normale Spielfilme o.ä., könnt mich jedenfalls nicht entsinnen, wann ich zuletzt einen komplett durchgehalten hätte.

    Ich guck Pornos zu großem Anteil um mich zu ekeln (vor den Frauen, den Männern, der Menschheit), so wie andere Horror- oder Splatter-Movies ansehen vielleicht. Das macht es natürlich noch schwieriger, da mit meinem Partner auf einen Nenner zu kommen, dessen Pornokonsum extremst gering (= weit unterhalb dem meinigen) und dessen Geschmack zudem auch rührend harmlos ist.

    Ich denke, das ist eine Frage der Sozialisation. Ich habe (im Gegensatz zu ihm) sehr früh extreme Sachen gesehen, die mich bis tief ins Mark erschütterten, und irgendwo versuche ich wohl immernoch ab und an wenigstens, denselben Schockeffekt wie damals in mir hervorzurufen.

    Die (nicht allzu seltenen) Ausnahmen dazu finden sich in (den meisten) Schwulen-Szenen und in den (allmählich qualitativ-ansteigenden) Cartoons, die ich jeweils aus anderen Motiven anschaue.

    Für erotische Geschichten reicht mir normalerweise mein eigenes Kopfkino.

  6. Ich finde es höchst bemerkenswert, mit welcher Beiläufigkeit – als sei es eine offensichtliche Selbstverständlichkeit – Frau Biswanger Folgendes formuliert:
    „Zweitens funktioniert das weibliche Begehren narzisstisch: Wo Männer begehren, wollen Frauen begehrt werden.“

    • In der Tat!

      Es gibt noch eine weitere Beiläufigkeit, die aber bei weitem nicht so harmlos ist – Frau Biswanger schreibt nämlich:

      „Sie können sich dort [im Porno] mit der Frau identifizieren, ohne sich den realen Risiken einer solchen Begegnung [nämlich Geschlechtsverkehr] aussetzen zu müssen.“

      Jaja, genau – den realen Risiken. Und welche sind das? Etwa von der Straßenbahn überfahren zu werden? Oder vielleicht sich eine Salmonellen-Vergiftung zuzuiehen?

      Natürlich gibt es beim Sex Risiken – wie z. B. auch beim Essen von Würstchen oder Weintrauben ( http://deutsch.medscape.com/artikelansicht/4905626#vp_2 ). Doch die gute Frau Biswanger will natürlich nicht darauf hinaus, daß nahezu alle Verrichtungen unseres Alltages ein wenn auch noch so geringes Risiko beinhalten.

      Nein, Frau Biswanger hat es auf Größeres abgesehen: Sie muß die männliche Sexualität demonisieren. Sehr riskant – überaus gefährlich! Gut daß wir mal darüber gesprochen haben.

      • Weil ungewollte Schwangerschaft, Geschlechtskrankheiten und (je nachdem was die Präferenzen sind) Blessuren sind ein Mythos, den Feminazis in die Welt gesetzt haben um die männliche Sexualität zu dämonisieren und Frauen davon abzuhalten mit guten, anständigen Männern Sex zu haben.
        Klar.

  7. Man mags kaum glauben, die schauen sogar mehr Porno online als Jungs.
    Die narzisstische Ader ist übrigens auch der Grund, weshalb Frauen kaum über Empathie verfügen, noch je große Literatur oder ähnliches geschaffen haben.
    Deshalb wird auch alles schlecht, sobald man Frauen rein lässt.
    Nicht jede einzelne, aber eben ein riesiger Teil.
    Und der Narzissmus und das darüber hinweg zutiefst beleidigt sein sind dergestalt ausgeprägt, sowie von Rittern in schimmernder Rüstung auch brav kultiviert (schimmernd also der Frau als Spiegel dienlich), das die gute alte Mythe schon mal vorsichtshalber den Narzissten lieber als Mann darstellt.
    Vermutlich wurden die Überbringer lebensnäherer Überlieferungen schnellst vergiftet.

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