„Je emanzipierter die Frau desto schwieriger die Beziehung“

Auf Faacebook wurde folgende Behauptung aufgestellt:

je emanzipierter die Frau desto schwieriger die Beziehung

Die Erläuterung dazu:

Dieser Satz wird bestimmt gerade einige Damen aufregen, aber wie ihr wisst interessiert mich die Realität mehr als irgendwelcher politisch korrekter Bullshit..

Beziehungen funktionieren am besten und halten am längsten, wenn der Mann älter, erfolgreicher, souveräner oder selbstbewusster ist… Die natürliche Ordnung hat den Mann als „Beschützer“ und dominanten Part in der Beziehung vorgesehen… Alles andere funktioniert nicht und führt zu ständigen Nörgeleien und Machtkämpfen..
Was meint ihr warum Millionen von Frauen sich 50 Shades of Grey gekauft haben? Ein Buch, das so beschissen geschrieben ist, dass jeder Bastei Lübbe Roman dagegen Weltliteratur ist ..
Weil ihre Seelen und Herzen danach „schreien“, einen dominanten Mann an ihrer Seite zu haben, der die Führung übernimmt. Auch wenn sie das niemals zugeben würden und wahrscheinlich auch gar nicht bewusst merken… Aber Verstand und Unterbewusstsein sind ja bekanntlich 2 ganz unterschiedliche Dinge… 🙂

Und klar, auch Männer haben ein entsprechendes Selbstverständnis längst verlernt.

Aus  meiner Sicht wäre da die große Frage, was man als „Emanzipiert“ ansieht. Ich würde es so definieren,  dass sie nicht abhängig ist, zur Not auf eigenen Beinen steht und sich nicht als untergeordnet ansieht.

Dann würde ich dieser These auch nicht zustimmen. Aus meiner Sicht muss sich eine Frau nicht unterordnen. Das beißt sich meiner Meinung nach auch nicht damit, dass viele Frauen eine gewisse Dominanz mögen. Denn das erfordert keine tatsächliche Unterordnung. Es reicht vollkommen, wenn sie sich in dem Momenten treiben lässt, aber dennoch eine eigene Meinung hat und diese auch bei Bedarf vertritt. Ich sehe insofern keinen Widerspruch zwischen beiden Punkten.

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146 Gedanken zu “„Je emanzipierter die Frau desto schwieriger die Beziehung“

  1. Eine gute Perspektive von J. Peterson:
    Wenn es keine vorgegebene Rollen gibt, bleiben drei Optionenen
    Du bist Tyrann
    Du bist Knecht
    Du verhandelst jedes kleinste Detail
    19 von 20 Menschen sind richtig schlecht im Verhandeln.

    Christian ist gut im Verhandeln und denkt sich „ist doch kein Problem“

    Und dann gibt es noch jene Frauen, emanzipiert nach feministischer Schulung,, die JEDE Rolle, auch implizit ausgehandelte, welche irgendeine Verpflichtung der Frau vorsieht, als Unterdrückung ansehen. Mit denen ist Zusammenleben echt anstrengend.

    • Der Punkt ist ja, die Rollen sind immer noch da. Man tut nur oberflächlich die „Geschlechtergleichheit“ preisen. Im realen Leben sind die Rollen immer noch ziemlich klar verteilt. Wer wechselt den die Autoreifen oder schleppt das Feuerholz in den Keller? Sicherlich nicht die „emanzipierte Frau“.

      Berufstätigkeit der Frau mit Emanzipation gleichzustellen halte ich auch für einen Taschenspielertrick der Feministen. Die Arbeitstätigkeit der Frau war in der menschlichen Geschichte die Regel und nicht die Ausnahme. Nur industrielle bürgerliche Familien (ein kleiner Teil der Bevölkerung) konnten sich die reine Hausfrau leisten.

      • „Der Punkt ist ja, die Rollen sind immer noch da“

        Die Aufgaben des Mannes sind immer noch da und stehen, was Frauen angeht, auch keineswegs zur Disposition.

        Sämtliche Aufgaben/Rollen der Frau, welche diese als belastend oder auch nur lästig empfindet, sind einer emanzipierten Frau hingegen unwürdig und sollten (Wir haben immerhin schon das derzeitige Jahr) längst abgeschafft sein..

        • Ein zu stark vereinfachtes Bild. Ein Frau, die nicht zumindest Teile ihres Rollenbildes verwirklicht wird keinen Mann finden, oder zumindest keinen langfristig binnen können. Klar, Ausnahmen gibt es immer, aber in der Masse ist das nicht so.

        • „Ein Frau, die nicht zumindest Teile ihres Rollenbildes verwirklicht wird keinen Mann finden“

          Dafür reichen, zumindest in jungen Jahren, die Rollen, die sie nicht als lästig empfindet: Sich ausführen lassen, sich verführen lassen, sich beschenken lassen, hübsche Augen machen, adrett aussehen.

      • Ich muss jier einfach meinen Vater zitieren(hätte ich dem nie zugetraut): Das läuft doch heute alles darauf hinaus, dass man Frauen jede Last abnimmt und Männer nur schwere Arbeiten machen und sich abschlachten lassen.

      • @Henrik:
        „Wer wechselt den die Autoreifen oder schleppt das Feuerholz in den Keller? Sicherlich nicht die „emanzipierte Frau“. “

        Ich mache das als emanzipierte Frau alles selber, so wie ich kleine technische Reparaturen selbst erledige und meine Möbel selbst aufbaue.
        Was soll also so eine Polemik?

        • @Henrik:

          es ist nicht so, dass da nicht Freunde wären. Und auch innerhalb in der Beziehung mit meinem Freund, haben wir tatsächlich gemeinsam die Küche aufgebaut und die meisten anderen Möbel habe ich aufgebaut etc.

          Ich bin dafür, dass man Aufgaben ruhig aufteilen kann, wenn jemand etwas eindeutig besser kann als der andere ist das sogar sehr sinnvoll. Muss aber eben nicht zwangsläufig mit dem Geschlecht zusammnhängen 😉

        • >>> Der übliche „Aber, aber, aber… zwei
          >>> von Hundert Frauen sind durchaus
          >>> bereit, das selbst zu un!“ Einwand.

          Zumal ich Frauen bei ihren Selbstbeweihräucherungen ohnehin kaum noch ein Wort glaube. Was erzählen Frauen alles, um sich selber auf die Schulter klopfen zu können. Wie oft erzählen Frauen einem, dass sie ihre Rechnungen selber bezahlen können und wenn der Mann dann nicht die Rechnung beim ersten Date übernimmt, wird er trotzdem wegen Geiz und fehlender Gentleman-Eigenschaften aussortiert.

          Die Frau wird dann 1000 Begründungen finden, warum sie zwar die Rechnungen selber bezahlen könnte, warum der Mann, der seine alten Rollen nicht übernimmt, trotzdem keine Chance bei ihr hat.
          Und, wenn der Mann die männertypischen Tätigkeiten dann in der Beziehung nicht freiwillig übernimmt, dann wird er halt als unreif, unmännlich und wegen nicht ausreichender Wertschätzung aussortiert und im gleichen Atemzug behauptet, dass die Frau überhaupt keine Probleme damit hätte, diese Tätigkeiten auch selber zu erledigen.

        • Das emanzipierte Frauen am Ende des Tages schlicht unglücklicher sind, das hängt nicht an einzelnen Aktionen, sondern am Gesamtpaket.

          Ausnahmen bestätigen die Regel, sie widerlegen sie nicht.

        • @xyz:
          „Wie oft erzählen Frauen einem, dass sie ihre Rechnungen selber bezahlen können und wenn der Mann dann nicht die Rechnung beim ersten Date übernimmt, wird er trotzdem wegen Geiz und fehlender Gentleman-Eigenschaften aussortiert.“

          Ja, das wäre für mich auch ein Grund auszusortieren, aber nicht wegen Geiz! Sondern deswegen, weil getrennte Rechnungen üblicherweise ein ziemlich deutliches Zeichen für „kein Interesse“ sind. Wenn ich kein Interesse habe, bestehe ich bei einem Date auf getrennte Rechnungen – ganz einfach. Und meistens ist damit schon genug gesagt.
          Es macht übrigens auch nichts, wenn der Mann aufgrund der Umstände nicht in der Lage wäre zu bezahlen – ich habe auch schon eingeladen beim ersten Date. Aber darüber muss man eben sprechen.
          Normalerweise mache ich das meist so, dass ich beim zweiten Date bezahle, wenn er das erste übernommen hat. (Außer der Mann ist sehr vermögend und besteht auf entsprechend teure Lokale)

          „Und, wenn der Mann die männertypischen Tätigkeiten dann in der Beziehung nicht freiwillig übernimmt, dann wird er halt als unreif, unmännlich und wegen nicht ausreichender Wertschätzung aussortiert und im gleichen Atemzug behauptet, dass die Frau überhaupt keine Probleme damit hätte, diese Tätigkeiten auch selber zu erledigen.“

          Das Problem ist, dass viele Männer leider gar keine Tätigkeiten übernehmen…

        • „Das Problem ist, dass viele Männer leider gar keine Tätigkeiten übernehmen…“

          Hast du auch nur irgendetwas um das zu untermauern? Alle Studien zur Hausarbeit die ich kenne zeigen das Männer im Haushalt helfen.

    • „Du bist Tyrann
      Du bist Knecht
      Du verhandelst jedes kleinste Detail“

      Es gibt noch einen vierten Punkt, man passt gut genug zusammen, so dass allein die Schnittmenge von Wünschen und freiwilliger Aufgabenerfüllung ausreicht, um dem meisten Ärger aus dem Weg zu gehen.

      Ist bei meiner Ehe z.B. so, sicher bei den meisten Beziehungen die lange halten. Ich bin da ganz bei Christian.

      Gut verhandeln können, vereinfacht das Leben aber natürlich immer.

    • „emanzipiert nach feministischer Schulung“

      ist ein widerspruch in sich.
      Emanzipation bedeutet ursprünglich das Gegenteil von dem, was „feministische Schulung“ aus Menschen macht.

      • „… ist ein widerspruch in sich.“

        Nein, überhaupt nicht.
        Nur hat die durchschnittliche Feministin eine sehr andere Vorstellung vom Inhalt des Begriffs „Emanzipation“.
        In ihren Augen ist eine Frau dann emanzipiert, wenn sie in der Partnerschaft unter gar keinen Umständen eine der als „typisch weiblich“ konnotierten Aufgaben übernimmt.
        Selbst dann nicht, wenn sie – typisch weiblich – die Rolle der Nur-Hausfrau innehat.

        • „In ihren Augen ist eine Frau dann emanzipiert, wenn sie in der Partnerschaft unter gar keinen Umständen eine der als „typisch weiblich“ konnotierten Aufgaben übernimmt.
          Selbst dann nicht, wenn sie – typisch weiblich – die Rolle der Nur-Hausfrau innehat.“

          Ich sagte ja, ein Widerspruch in sich.
          Was hat Deine Schilderung mit dem tatsächlichen Begriff „emanzipation“ zu tun? Das ist eine perversion des Begriffes. Es geht nicht mehr um ein selbst mündig werden, sondern um Ablehnung von Formen um ihrer selbst willen, ohne emanzipatorischen hintergrund, ohne irgendwelche Verantwortlichkeiten zu übernehmen, nur der Form willen (bzw. der Form zuwieder).

        • „hat die durchschnittliche Feministin eine sehr andere Vorstellung vom Inhalt des Begriffs „Emanzipation“.“
          Man kann Begriffe auch einfach falsch auffassen. Das ist eine falsche Vorstellung des Begriffs „emazipation“.

        • @Carnofis:
          „In ihren Augen ist eine Frau dann emanzipiert, wenn sie in der Partnerschaft unter gar keinen Umständen eine der als „typisch weiblich“ konnotierten Aufgaben übernimmt.“

          Ich bin Feministin und verstehe mich durchaus als emanzipiert. Stell dir vor, ich schaffe es einen Schrank aufzubauen und dennoch koche und nähe ich gerne.
          Emanzipation hat nämlich gar nichts mit konkreter Rollenverteilung zu tun, sondern damit, dass man selbstbewusst, eigenständig sein Leben lebt.

        • @ Miria

          „Ich bin Feministin und verstehe mich durchaus als emanzipiert.“

          Ach Miria, ich denke, das haben wir hier schon diskutiert. Du hast eine – bezogen auf den Mainstream-Feminismus – sehr eigene Vorstellung davon. Eben das, was man einen Mein-Feminismus-Feminismus nennt.

          Wenn Du wirklich alles selbst machen kannst und auch ggf. tust – prima, dann wärest Du eine perfekte Partie für einen modernen Mann. Aber Du bist eben nicht repräsentativ.

          Glaub es mir, ich hab im Verlaufe meines Lebens einige Beziehungen gehabt, darunter auch drei, die dem von Anne beschriebenem Typus entsprechen.
          Die Mutter meiner Söhne hat aus lauter Angst, im Haushalt mehr zu tun, als ich, vorsorglich gar nichts getan. Und das, obwohl ich berufstätig und sie „Hausfrau“ war.

        • @carnofis
          „In ihren Augen ist eine Frau dann emanzipiert“

          Falsch, denn eine Feninistin nimmt *eine Frau* gar nicht erst wahr, sondern nur *die Frau* als Klasse, Kollektiv. Und als solches soll „die Frau“ eben noch nicht emanzipiert sein, sondern noch unter Vollunterdrückung des Patriarchats stehen. Jedenfalls in den westlichen Ländern, da wo das Kopftuch herrscht schein Vollemanzipation zu herrschen.

        • „Nur hat die durchschnittliche Feministin […]“

          Ach, wenn doch nur mehr Feministinnen wären wie Miria….
          Miria, das mein ich Ernst. Ehrlich.

          Aber leider bist Du nicht die „durchschnittliche Feministin“.

        • @Miria
          „Ich bin Feministin und verstehe mich durchaus als emanzipiert. Stell dir vor, ich schaffe es einen Schrank aufzubauen und dennoch koche und nähe ich gerne.
          Emanzipation hat nämlich gar nichts mit konkreter Rollenverteilung zu tun, sondern damit, dass man selbstbewusst, eigenständig sein Leben lebt.“
          Finde ich super, kannst du vielleicht deine feministischen Freundinnen davon noch überzeugen, so dass sie das genauso machen.

        • @Carnofis:
          „Wenn Du wirklich alles selbst machen kannst und auch ggf. tust – prima, dann wärest Du eine perfekte Partie für einen modernen Mann.“

          Ich sage nicht, dass ich alles kann, ich kann z.B. tatsächlich nicht gut putzen. Aber dafür beschäftige ich dann einfach eine Putzfrau und gut ist. Wenn ich mit einem Mann zusammenziehen würde und der das gerne übernehmen möchte, wäre das auch kein Problem. Wenn nicht, bleibt eben die Putzkraft.

          Aber mein Argument ist, dass es keinen Sinn macht, Aufgaben nicht zu übernehmen, obwohl man das eigentlich könnte – nur um andere Menschen auszunutzen. Und jede emanzipierte Frau sieht das sicher genauso.

        • @PfefferundSalz:
          „Finde ich super, kannst du vielleicht deine feministischen Freundinnen davon noch überzeugen, so dass sie das genauso machen.“

          Die meisten, die ich kenne, machen das tatsächlich genauso!

        • „Ich sage nicht, dass ich alles kann, …“

          OK, ich hab mal wieder schlampig formuliert. Kein Mensch kann alles.
          Aber ich denk, Du weißt, was ich meine.

          „Aber mein Argument ist, dass es keinen Sinn macht, Aufgaben nicht zu übernehmen, obwohl man das eigentlich könnte – nur um andere Menschen auszunutzen.“

          Die Argumentation geht wohl weniger in Richtung „ausnutzen“, als vielmehr in Richtung Sorge, an Status zu verlieren, wenn mann selbst mal das Klo putzt. Und das kann ich nicht nachvollziehen, weil ich es eben schon seit 9 Jahren so handhabe, ohne an Status eingebüßt zu haben.
          Wenn das ein Kriterium wäre, dann hätte ich die Beziehung sehr schell beendet. In dem Punkt wird dann doch nach meinen Regeln gespielt 🙂 .

          „Und jede emanzipierte Frau sieht das sicher genauso.“

          Wie ich schon schrieb: Frauen, die ihre Emanzipation betonen (müssen), sind nach meiner Erfahrung alles Mögliche, nur nicht emanzipiert.

        • @Miria
          „Ich bin Feministin […]“
          Gratulation, du gehörst einem genderfaschistischen Kult an.
          Und nein, nicht alle Nazis haben damals Juden vergast. Ändert nichts an der Tatsache, dass die Ideologie gefährlich ist.

          Oh keine Sorge, ich habe wenig Angst davor, dass „Frauen die Männer versklaven“, das könnt ihr garnicht. Mir macht mehr sorge, dass ihr klassichen Faschismus hofiert, der sich mit Lippenstift tarnt.
          Mantra: Duluth-Model, Family Court, Srebrinca.

          Diese Sündenfälle hat der Feminismus immernoch verbrochen.

      • Dass Dir das Wort Unterordnung zu stark ist, halte ich übrigens für ein Anzeichen dafür, dass Deine Freundin den Frame bestimmt, indem Du diese Dinge denkst. Du hast Dich untergeordnet. So einfach ist das.

        • Ich kann mir vorstellen, dass es in deiner Welt so einfach ist.

          Ich denke wir haben einfach unterschiedliche Vorstellungen von Beziehungen. Bei dir scheint es eine „macht“ zu geben, um die man beiderseitig kämpfen muss.
          Und die scheint auch sehr fragil zu sein, gerade auf Seiten des Mannes, selbst kleinste Punkte führen bereits dazu, dass er den Frame komplett abgibt.

          Führt bei dir jede Absprache, jedes eingehen auf den anderen, dazu, dass man „den Frame abgibt“?

        • ja immer wieder die verdammte Schwachstelle so vieler Männer:
          Angst vor Frauen, Angst vor deren Definitions- und Deutungsmacht in so vielen gesellschaftlichen sozialen und kulturellen Belangen, Angst vor dem Weggehen, dem Verlassenwerden durch die Frau, Vor ihrer sexuellen Macht und Deutungshoheit. Ist natürlich eine Sache die man sich als Mann kaum je selbst eingestehen will.

        • Nicht gleich jedes auf den anderen eingehen führt zum Verlust des Frames. Aber jedes auf sie eingehen wird für sie ein Grund sein zu versuchen, ob sie nicht noch mehr bekommen kann. Oder wie diese Woche eine Freundin zu mir sagte: „Ja, wenn man einer Frau Wünsche erfüllt, bekommen die sofort Junge“.

          Du sagst es so, als sei man gleich paranoid oder unsicher, wenn diese Dinge klar benennt. Aber ich sage Dir: Wir stellen hier ständig fest, dass die ganze Gesellschaft gynozentrisch ist. Umfragen, die wir hier gemacht haben, zeigen, dass in fast allen Beziehungen, die die Leser kennen, die Frau bestimmend ist. Dass sich diese Dinge so feststellen lassen, ist ja kein Zufall.

      • Sich im Moment von der Dominanz treiben lassen, ist Unterordnung im Moment. Dominanz ohne Unterordnung ist schlicht unmöglich. Man kann nicht dominant sein, ohne dass sich irgendjemand irgendwann unterordnet. Das sagt der Begriff ja gerade aus. Unterordnung ist auch nicht zwangsläufig etwas Negatives.

        • ich glaube, das worum es Christian hier ging, ist der Unterschied zwschen Spiel und Realität

          “ dass viele Frauen eine gewisse Dominanz mögen. Denn das erfordert keine tatsächliche Unterordnung. Es reicht vollkommen, wenn sie sich in dem Momenten treiben lässt“

          „eine gewisse Dominanz mögen“ und „treiben lassen“ ist Spiel. „tatsächliche Unterordnung“ ist kein Spiel, sondern herrschende Ordnung.

          Meine persönliche Meinung zu dem Thema ist, dass sich in einer guten Beziehung sowohl die Frau, als auch der Mann unterordnen können müssen. Je nach Situation und Rollenverteilung. Es darf keinen absolut Untergeordneten geben, denn dieser würde zu kurz kommen und früher oder später unzufrieden sein. Gewisse Dinge entscheidet der Mann und andere die Frau. Der jeweils andere muss sich unterordnen.

          Nun ist die Frage, was der Facebook-kommentator Maximilian Pütz (übrigens ein Pick-up-Guru, der zusammen mit A. Hoffmann „Der perfekte Eroberer“ verfasst hat, was Christian im artikel vielleicht hätte erwähnen können) genau mit „Dominanz“ meint. Ich glaube, er meint eigentlich nicht Dominanz an sich, sondern er meint die klassische männliche Dominanz, d.h. die selbstbewusste ausübung der traditionellen männlichen rolle. sofern er unter dominanz genau das versteht und nicht „männliche fremdherrschaft über die frau“, gehe ich bei seiner These mit.

        • Gespielte Dominanz ist meiner Ansicht nach eben gerade keine Dominanz im eigentlichen Sinne, sondern eben nur das, ein Spiel. Deshalb müsste man meiner Ansicht nach, dies auch konkret dazu schreiben, wenn man von Dominanz spricht.

          Auch würde ich nicht sagen, dass eine Beziehung, in der nur einer der beiden immer dominant ist, zwangsläufig zu Unzufriedenheit des „benachteiligten“ führen würde. Das hängt vom Temperament der Personen ab. Auch lässt man hier gerne unter den Tisch fallen, dass fehlende Dominanz auch zwangsläufig fehlende Verantwortung mit sich bringt. Das ist nicht unbedingt eine schlechte Sache.

          „Ich glaube, er meint eigentlich nicht Dominanz an sich, sondern er meint die klassische männliche Dominanz, d.h. die selbstbewusste ausübung der traditionellen männlichen rolle.“
          Das halte ich bei einen Pick-up-Guru für fraglich. Die klassische männliche Rolle wird dort nur in Fragmenten gepriesen. Dominanz ist auch keineswegs gleichbedeutend mit Fremdherrschaft.

        • „ist Unterordnung im Moment.“

          Wichtige Aussage.
          Man kann sich in einem Moment eben unterordnen, in einem anderen eben nicht. In bestimmten Belangen ja, in anderen nein.

          Weiter:
          „Man kann nicht dominant sein, ohne dass sich irgendjemand irgendwann unterordnet. “
          Richtig.
          Eine Frau mag deshalb keinen Mann, der sich immer nur selbst unterordnet, sondern eben dominant ist. Das heißt automatisch: Status hat.
          Ob die gezeigte und von der Frau wahrgenommene dominanz nun im wesentlichen eine dominanz gegenüber der Frau sein muss, sei mal dahingestellt. Ich denke, dass es ziemlich gut ankommt, Chef einer irgendwie gearteten Gruppe zu sein – dort ist man nämlich dominant.
          Und dann die „Frau an seiner Seite“ sein heißt dann auch, von dieser dominanz zu profitieren.
          Da gehts nicht mehr nur ums „treiben lassen“ und verantwortung dem „dominanten partner“ abgeben.

          Da klappt es dann ganz gut, wenn die partnerin das „Spiel“ von DOminanz innerhalb der Partnerschaft v.a. als „Spiel“ betrachtet, das nicht den selben Charakter hat, wie die dominanz des Parners gegenüber anderen.

        • „Eine Frau mag deshalb keinen Mann, der sich immer nur selbst unterordnet, sondern eben dominant ist. Das heißt automatisch: Status hat.“
          Theoretisch kann man auch ohne Status dominant sein. Dann ist man aber eher im Bereich „Vergewaltiger“. Wie heißt es so schön, wäre der Charakter in 50 Shades of Grey ein arbeitsloser Landstreicher wäre es ein Krimi.

          „Ob die gezeigte und von der Frau wahrgenommene dominanz nun im wesentlichen eine dominanz gegenüber der Frau sein muss, sei mal dahingestellt“
          Dann würden wir aber nicht mehr von Dominanz als Charakterzug sprechen. Dies sollte etwas sein, was man nicht einfach abstellen kann.

        • „Dann würden wir aber nicht mehr von Dominanz als Charakterzug sprechen. Dies sollte etwas sein, was man nicht einfach abstellen kann.“

          Autsch.
          Das sehe ich völlig anders.
          Du hast da eine sehr brachiale Vorstellung vom Begriff „dominanz“, die ich so überhaupt nicht teile.
          Eine positive Ausgestaltung von Dominanz kann in meinen Augen durchaus 90 % der Zeit höflich, freundlich und sogar zuvorkommend sein, solange etwas anderes nicht erforderlich ist. Ein Chef kann wirklich freundlich mit seinen „untergebenen“ umgehen – ohne sich auf der Nase herumtanzen zu lassen.
          Aber im Konfliktfall kann er sofort Kante zeigen, sich nicht die Butter vom Brot nehmen lassen, Führungsstärke zeigen, Grenzen aufzeigen, etc, was man so alles unter „dominanz“ versteht.
          Ein solcher Chef wird dafür nicht gefürchtet, sondern respektiert oder gar geliebt, und seine „untergebenen“ gehen für ihn durchs Feuer.

          DAS ist wahre „dominanz“.
          Irgendwelche Jungsters, die beständig und immer ihre „dominanz“ beweisen müssen, spielen doch mindestens eine Liga weiter unten.
          Und (ohne das Buch gelesen zu haben – aber ich gehe davon aus, weil das eigentlich immer so ist) dieses „understatement“ wird vermutlich auch der Mr. Grey aus den 50 shades of grey haben – das ist nicht immer sichtbar, nicht immer da, in dem Fall wird das „verborgene“ aber eben gerade gegenüber
          der Opfer-Heldin „geoffenbart“. Darauf würde ich meinen Kopf verwetten.

        • „Du hast da eine sehr brachiale Vorstellung vom Begriff „dominanz“, die ich so überhaupt nicht teile.
          Eine positive Ausgestaltung von Dominanz kann in meinen Augen durchaus 90 % der Zeit höflich, freundlich und sogar zuvorkommend sein, solange etwas anderes nicht erforderlich ist.“
          Inwiefern beißt sich dies mit meiner Darstellung? Es ist übrigens in dieser Debatte ziemlich irrelevant was meine Vorstellung ist. Entscheidend ist, wie es sich in der Realität verhält. Hier ist Dominanz nur zum Teil erlernt, hängt aber auch stark vom eigenen Temperament ab.

        • „Gespielte Dominanz ist meiner Ansicht nach eben gerade keine Dominanz im eigentlichen Sinne, sondern eben nur das, ein Spiel. “

          Deshalb muss sich diese Dominanz in irgend einer Weise validieren.
          Es muss Bereiche geben, innerhalb derer die Dominanz real bestätigt, dass sie etwas zu dominieren im Stande ist. Gerne Außerhalb der Beziehung, eben z.B. in irgend einer Form von Führungsposition.

        • Ist dann immer noch keine Dominanz in der Beziehung und wie ich bereits weiter oben gesagt habe, man kann das nicht so leicht steuern.

        • „Inwiefern beißt sich dies mit meiner Darstellung?“

          Ich hatte das hier
          „Dann würden wir aber nicht mehr von Dominanz als Charakterzug sprechen. Dies sollte etwas sein, was man nicht einfach abstellen kann.“
          schon so aufgefasst, dass sich „dominanz“ in deinen Worten „nicht abstelen lässt“ und insofern als Dominainzgebaren dauerpräsent zu sein hat, um als echte „domainanz“ durchzugehen. Aber schön, wenn dem nicht so ist.
          Ich frage mich allerdings jetzt schon ein wenig, was Deine Aussage als Antwort auf meine dann zu bedeuten haben könnte??

        • Nicht einfach abstellen ist nicht das gleiche wie nicht abstellen. Das Wort habe ich aus guten Grund davor gesetzt. Man kann da schon gegen an, doch es ist nicht wirklich leicht.

        • @Jonas:
          „Es darf keinen absolut Untergeordneten geben, denn dieser würde zu kurz kommen und früher oder später unzufrieden sein.“

          Das ist meiner Meinung nach zu kurz gedacht. Wenn die Rollen konkret miteinander vereinbart wurden und beide damit glücklich sind. Dominanz bedeutet nämlich neben Macht auch Fürsorge und Verantwortung. Und wenn derjenige den anderen liebt und sich entsprechend auch verhält, kann auch eine solche Beziehung sehr glücklich sein.
          Gerade weil es durch die deutliche Aufgabenverteilungen weniger Streit gibt, als wenn man ständig neu verhandeln muss.

        • @Henrik:
          „Wie heißt es so schön, wäre der Charakter in 50 Shades of Grey ein arbeitsloser Landstreicher wäre es ein Krimi.“

          Der Typ ist auch so ein übergriffiges Arschloch, das denkt, sich alles erlauben zu dürfen.
          Das Buch spielt lediglich mit dem vermeintlichen Wunsch eines Märchenprinzen, der gut aussieht und unglaublich reich ist…

        • „Der Typ ist auch so ein übergriffiges Arschloch, das denkt, sich alles erlauben zu dürfen.“
          Kann er ja auch. Sie tanzt ja eh wieder an.
          „Das Buch spielt lediglich mit dem vermeintlichen Wunsch eines Märchenprinzen, der gut aussieht und unglaublich reich ist…“
          Und ist dabei das sich am schnellsten verkaufende Buch aller Zeiten. Das sagt einiges über den Zustand der Gesellschaft aus. Auf der einen Seite wird der harmlose Mann gepriesen, doch verkaufen tun sich andere. Hier passt irgendetwas nicht und ich habe so meinen Verdacht was es ist.

        • @miria

          „Das ist meiner Meinung nach zu kurz gedacht. Wenn die Rollen konkret miteinander vereinbart wurden und beide damit glücklich sind. Dominanz bedeutet nämlich neben Macht auch Fürsorge und Verantwortung. “

          wenn ich sage, dass es in einer partnerschaft einen absolut dmonianten part und einen absolut untergeordneten gibt, dann rede ich gerade davon, dass ein solcher aushandlungsprozess gar nicht stattfinden kann. und eine beziehung in der ausgehandelt wurde, dass A über alles bestimmt und B grundsätzlich gehorchen muss wird es nicht (lange) geben. denn früher oder später wird sich B irgendwann gegängelt fühlen, denn der Mensch ist weder ein Roboter noch ein Engel.

        • Da haben wir doch dann die Abstimmung mit den Füßen. Wenn es B nicht passt, kann er/sie ja die Beziehung verlassen. Das dies immer scheitert ist aber schlicht falsch.

        • @Henrik

          „Dominanz ist auch keineswegs gleichbedeutend mit Fremdherrschaft.“

          nein meinte ich auch gar nicht. sondern ich meinte dass absolute dominanz über eine andere Person fremdherrschaft ist. dominanz muss natürlich grenzen haben, mehr wollte ich nicht sagen. gegen dominanz und machtausübung an sich habe ich nichts ein zu wenden. aber die logische schlussfolgerung daraus, dass die dominanz eines partners in einer beziehung grenzen hat ist, dass der andere partner ebenfalls macht hat; also ebenfalls dominant ist. nur auf eine andere weise. in der klassischen Ehe war/ist z.B. die Hausfrau in fragen der haushaltsführung und kindererziehung dominant. der mann hingegen war als vertreter der familie nach außen hin dominant.

          „Auch würde ich nicht sagen, dass eine Beziehung, in der nur einer der beiden immer dominant ist, zwangsläufig zu Unzufriedenheit des „benachteiligten“ führen würde. Das hängt vom Temperament der Personen ab. “

          doch genau dazu würde es führen. absolute dominanz über den partner bedeutet, dass dieser theoretisch keinen freiraum hat. das führt zwangsläufig zu spannungen, da menschen nunmal interessen haben und nicht absolut selbstlos sind, egal welches „Temperament“ sie haben.

          „Auch lässt man hier gerne unter den Tisch fallen, dass fehlende Dominanz auch zwangsläufig fehlende Verantwortung mit sich bringt.“

          ganz genau das mein ich auch. aber die verantwortung über alles, was die partnerschaft/familie betrifft darf nicht nur bei einer person liegen.

        • Sie gehen davon aus, dass jeder Mensch zwnagsläufig gewisse Freiräume haben will. Das halte ich aber nicht für korrekt. Außerdem wird die jeweilige Person immer Freiräume haben, da kein Mensch allgegenwärtig sein kann.

          Absolute Dominanz über den Partner scheitert ja am Umstand, dass der Partner die Beziehung beenden kann. Deshalb ist es auch keineswegs eine Herrschaft über die Person, da die Entscheidungsfreiheit im Kern in unseren Rechtssystem nicht angetastet werden kann.

        • @Henrik:
          „Das sagt einiges über den Zustand der Gesellschaft aus.“

          Ja, das man sich gerne in Märchenwelten flüchtet.

          „Auf der einen Seite wird der harmlose Mann gepriesen, doch verkaufen tun sich andere. Hier passt irgendetwas nicht und ich habe so meinen Verdacht was es ist.“

          Auch Thriller und Krimis verkaufen sich gut, dennoch möchten die wenigsten Leser selbst etwas ähnliches erleben. Das ist eben der Unterschied zwischen Fiktion und Realität! 😉

        • „Auch Thriller und Krimis verkaufen sich gut, dennoch möchten die wenigsten Leser selbst etwas ähnliches erleben. Das ist eben der Unterschied zwischen Fiktion und Realität!“
          Der Vergleich hinkt aus zwei Gründen.
          1. Der Protagonist im Krimi ist eben sehr wohl häufig eine Person, die als Vorbild dienen kann. Wer will nicht wie der extrem intelligente Detektiv sein, der selbst den schlausten Mörder überlistet.
          2. Krimis haben sich nicht so schnell verkauft. Wir hatten hier keine plötzliche Absatzexplosion. 50 Shades of Grey ist eine eigene Liga was Verkaufszahlen angeht. Das kann man nicht bestreiten.

        • @Jonas:
          „wenn ich sage, dass es in einer partnerschaft einen absolut dmonianten part und einen absolut untergeordneten gibt, dann rede ich gerade davon, dass ein solcher aushandlungsprozess gar nicht stattfinden kann.“

          Menschen sind nicht plötzlich von einem Tag auf den anderen in einer Partnerschaft, meist geht dem ein Kennenlernen voraus, bei dem eben festgestellt wird, ob zwei Menschen kompatibel sind. Und wenn dabei der eine sehr dominant, der andere sehr devot ist, dann kann sich eben eine solche Partnerschaft ergeben.

          „und eine beziehung in der ausgehandelt wurde, dass A über alles bestimmt und B grundsätzlich gehorchen muss wird es nicht (lange) geben. denn früher oder später wird sich B irgendwann gegängelt fühlen, denn der Mensch ist weder ein Roboter noch ein Engel.“

          Das ist Quatsch! Genau solche Beziehungen können ganz wunderbar funktionieren, da es eben seltener Streit gibt. Und stell dir vor, wenn zwei Menschen, die sich lieben, sich für eine solche Beziehung entscheiden, dann ist es ganz sicher nicht im Interesse des dominanten Parts, denn anderen irgendwie zu gängeln, sondern er ist sich seiner Verantwortung bewusst.

  2. Entweder Du weißt, dass Du den Frame bestimmst oder sie tut es (= sie ist dominant).

    Die meisten Frauen scheinen diese ihre Dominanz auch für weit unproblematischer zu halten als Christian?

      • Ich habe keine Ahnung, was der Autor des Facebook-Posts unter „emanzipiert“ versteht, deswegen habe ich mich darauf nicht bezogen. Ich sage nur folgendes: Entweder Du weißt, dass Du die Frau unterordnest, oder sie hat Dich schon untergeordnet.

        • „Ich sehe das nicht so eindimensional.“ Ich auch nicht, auch wenn ich vielleicht manchmal so rüberkomme. Das Problem ist: sehr viele Frauen sehen es so eindimensional.
          Ich kenne wirklich nur wenige Beziehungen wo eine wirkliche Gleichberechtigung auf Augenhöhe funktioniert, weil die Frau die nötige emotionale, charakterliche und geistige Reife, oder sollte man eher Größe sagen, hat.
          Und beim Zusammensein mit einer devoten submissiven Frau geht es gar nicht immer darum als Mann zu herrschen, es ist einfach auch angenehm mit jemanden zusammen zu sein, bei dem nicht in jeder Diskussion unterschwellig ein Machtkampf gesehen wird.

        • „Dann beschreibe mir doch mal eine Dritte.“
          Es gibt Bereiche, in denen er „den Frame bestimmt“, und es gibt welche, in denen sie das tut.
          Wenn Du unbedingt ein richtig klassisch konservatives Beispiel haben wilst:
          Die Frau bestimmt, was sie zu Essen einkauft, und was auf den Tisch kommt. Er „ordnet sich da unter“, weil es einfacher ist.

          Und jetzt nochmal Christian, aber umgekehrt:
          „Denn das erfordert keine tatsächliche Unterordnung. Es reicht vollkommen, wenn [… (er)] sich in dem Momenten treiben lässt, aber dennoch eine eigene Meinung hat und diese auch bei Bedarf vertritt.“

          Ehrlich, das habe ich schon so oft erlebt, wie deutlich Frauen das Heim als „ihren“ Zuständigkeitsbereich nicht nur wahrnehmen, sondern auch sehr massiv verteidigen (mehr als ihnen selbst bewusst ist ..).
          Und auch ansonsten relativ „dominante“ Männer lassen das einfach so zu.
          Ist eben nicht der Bereich, in dem sie Dominanz ausspielen wollen. Und ist einfacher so.

          Man einigt sich eben auf eine Rollenvertilung, in welchen Bereichen wer dominant sein darf.

          Was IMHO wirklich zum Scheitern verurteilt ist, das ist die (typisch feministische) Idee, unbedingt in allen Bereichen gleich „dominant“ sein zu müssen. Das funktioniert einfach nicht (in gar keinem Lebensbereich – auch nicht zwischen Männern) und führt zu unglaublich anstrengenden Reibungsverlusten in allen Details des Lebens.

        • @dr. caligari:
          „Und beim Zusammensein mit einer devoten submissiven Frau geht es gar nicht immer darum als Mann zu herrschen, es ist einfach auch angenehm mit jemanden zusammen zu sein, bei dem nicht in jeder Diskussion unterschwellig ein Machtkampf gesehen wird.“

          Das hast du sehr schön gesagt! 🙂

    • Wo wir schon mal dabei sind: Der Grund, warum man den Frame bestimmen muss, ist folgender:

      Der hypergame Zweifel ist ein Kern-Feature einer jeden Frau. In dem Moment, wo man ihren Frame annimmt, nimmt man diesen ihren Zweifel mit auf. Ihr hypergamer Zweifel wird (weitgehend unbewusst) ein Selbstzweifel. Irgendwann ist die Frage nicht mehr: Ist diese Frau gut genug für mich sondern nur noch, ob man selbst diese Frau halten kann. Das betrifft auch nicht nur die eine Frau, mit der man jetzt konkret zu tun hat. Wenn man nie aus dem Frame seiner Mutter rauszutritt, kann das schon daher kommen. Die gynozentrische Gesellschaft ist auch so ein Faktor. Man muss sich wahrscheinlich ziemlich gut selbst beobachten können um die Effekte im Detail zu sehen. Aber eigentlich ist es ganz einfach: wenn man sich nicht voller Energie und Lebensfreude fühlt, dann steckt man ziemlich wahrscheinlich in irgendeinem weiblichen Frame fest. Und wenn man die Freiheit mal gesehen hat, gibt es keinen Weg zurück.

      • Ich kenne „Frame“ als Konzept, dass die Rahmenperspektive auf ein Problem beschreibt.

        Mir ist aber nicht klar, was genau Du mit „den Frame“ bezeichnest.
        Kannst Du das bitte etwas ausführen?

        • Ich würde das wirklich mal gerne umfassend definieren, sehe mich heute aber nicht dazu in der Lage. Rollos Artikel zu dem Thema ist aber ziemlich gut:

          In psych terms, frame is an often subconscious, mutually acknowledged personal narrative under which auspices people will be influenced. One’s capacity for personal decisions, choices for well-being, emotional investments, religious beliefs and political persuasions (amongst many others) are all influenced and biased by the psychological narrative ‘framework’ under which we are most apt to accept as normalcy.
          The concept of frame covers a lot of aspects of our daily lives, some of which we’re painfully aware of, others we are not, but nonetheless we are passively influenced by frame.

          https://therationalmale.com/2011/10/12/frame/

      • Hochinteressanter Beitrag! Ich denke dass da für mich persönlich (aus dem Frame der Mutter heraustreten, etc…) einige wichtige Punkte dabei sind – die ich momentan aber noch nicht voll durchdringe! Über weitere Quellen und Anmerkungen wäre ich deshalb dankbar (wobei ich mit Rollo irgendwie immer nicht ganz warm werde, der ist mir viel zu monokausal).

        • Ich wünschte auch, Rollo, der ja einen Master in Psychologie hat, würde weniger labern und mehr in die Tiefe gehen. Aber in der Summe seiner Texte und Ideen lässt sich ziemlich viel finden.

          Ein ganz wesentlicher Punkt beim Frame ist, an welchen Maßstäben man sich misst? Sind das Werte und Vorstellungen von anderen oder sind es wirklich eigene? Gesunde eigene Maßstäbe werden fast immer darauf ausgerichtet sein, letztlich der Erfüllung der eigenen Bedürfnisse zu dienen. Das schließt nicht aus, dass man sich z.B. für einen Arbeitgeber oder eine Männergruppe durch irgendwas qualifiziert, aber das passiert dann eben um die Vorteile davon zu bekommen. Wenn Deine Werte und Maßstäbe Dir nicht dienlich sind, sondern ständig Opfer und Verzicht von Dir verlangen, ohne dass Du dafür konkrete Rendite bekommst: Schmeiß sie weg und such Dir neue.

          Ansonsten empfehle ich noch: https://therationalmale.com/2014/11/14/mental-point-of-origin/

        • @lh

          „Gesunde eigene Maßstäbe werden fast immer darauf ausgerichtet sein, letztlich der Erfüllung der eigenen Bedürfnisse zu dienen. Das schließt nicht aus, dass man sich z.B. für einen Arbeitgeber oder eine Männergruppe durch irgendwas qualifiziert, aber das passiert dann eben um die Vorteile davon zu bekommen. Wenn Deine Werte und Maßstäbe Dir nicht dienlich sind, sondern ständig Opfer und Verzicht von Dir verlangen, ohne dass Du dafür konkrete Rendite bekommst: Schmeiß sie weg und such Dir neue.“

          Das klingt plausibel, ist es bei genauer Betrachtung aber nicht unbedingt, weil es z.B. mit „Familie“ kollidiert. Familie fordert Unterordnung aller Mitglieder unter ein „Framing“. Anders geht es auch nicht. Gerade Männer, die viel arbeiten (klassisches Rollenverständnis), geben damit das Familien“framing“ an die Frau ab. Sie definiert, was für die Kinder wichtig ist usw. man ist als Mann aber nunmal für seinen Nachwuchs verantwortlich und kann somit dieses weibliche Framing nicht einfach wegwischen, eben weil man selbst ja u.U. viel zu wenig mit den Kindern zu tun hat und das gar nicht einschätzen kann.

          Somit sind gerade klassische Männerrollen typische Unterordnungsrollen unter Weiblichkeit, sofern sie nicht kinderlos sind.

          Man könnte natürlich die lange Zeitschiene betrachten und dabei fiele für den Mann die erfolgreiche Weitergabe seiner Gene ab, somit war seine Unterordnung nicht uneigennützig und hat schon „Rendite abgeworfen“. Aber so meintest du das sicherlich nicht, oder?

        • Im „biblischen Ideal“ unterwirft sich die Frau dem Frame des Mannes und erzieht die Kinder in diesem Frame. Das ist aber in der Tat etwas anderes als der brave Familienvater, der „alles für seine Familie tut“. In dem Moment, wo sich der Vater dem Frame seiner Familie unterordnet, hat er den Frame aufgegeben mit all den Problemen.

          Das trägt übrigens meiner Meinung nach erheblich zu der großen Zahl an Alleinerziehenden bei. Wenn eine Kind kommt, dann richten sich die Männer plötzlich auf Versorgung von Frau und Kind aus. Sie akzeptieren, dass die Frau weiß, was sie braucht und sie das nur erfüllen müssen und so weiter. Und schwupps ist der Frame weg und sobald das Kind mit ca. 1 Jahr nicht mehr ganz so anstregend ist, tauscht die moderne Frau den Mann aus.

        • tauscht die moderne Frau den Mann aus.

          Gegen was? Katze?

          Oder holen sich die Männer der höheren Schichten ihre Mädels auf dem Gebrauchtmarkt?

        • Wenn sie nichts besseres findet auch Katze, ja. Es gibt ja sogar Untersuchungen, die zeigen, dass sie Frauen bei einer Trennung jenseits der 35 sehr selten verbessern. Trotzdem tun es offenbar recht viele. Alleine mit einer leidlich rationalen Hypergamie lässt sich das nicht erklären.

        • Alleine mit einer leidlich rationalen Hypergamie lässt sich das nicht erklären.

          Insbesondere bei der Katzengeschichte würde ich nach einer anderen (schmeichelhafteren) Erklärung suchen.

          Ist das vielleicht WGTOW?

        • Ich glaube, dass Hypergamie auf einem Set von Instinkten basiert, die zwar im Schnitt evolutionär gute Ergebnisse gebracht haben, aber im Einzelfall der konkreten Frau und des konkreten Mannes in der modernen Welt keineswegs objektiv optimal funktionieren (müssen). Und so ist dann sich freiwillig einer Katze unterordnen immer noch besser, als sich einem Mann unterzuordnen, der diesen Zustand nicht von sich aus herstellen kann.

        • Und schwupps ist der Frame weg und sobald das Kind mit ca. 1 Jahr nicht mehr ganz so anstregend ist, tauscht die moderne Frau den Mann aus.

          –> Beta fucks, Alpha bucks.

          Der neue, attraktive Alphamann hat jetzt den Bengel seines betaisierten Vorgängers am Bein. Und die Frau ist auch nicht mehr so attraktiv, wie sie einmal an der Seite des Betamanns war.

  3. Was unter emanzipiert verstanden wird ist dabei ausschlaggebend. Auch bei Thema Gleichberechtigung scheint es doch einige Frauen zu geben die da ein deutlich andere Vorstellung von haben wie Männer.

      • Ich denke emanzipiert bedeutet das man unabhängig ist und nicht erwartet das wenn man Mist baut jemand anderes das ausbadet. Das man bereit ist die Konsequenzen für seine Entscheidung zu tragen.

        Gleichberechtigung ist einfach die gleichen Rechte. Gleiches Recht auf Förderung, medizinische Versorgung, Bildung, Versicherung, Schutz. Im Grunde sollte es auf die Gleichbehandlung sein, dass man nicht automatisch der böse vor Gericht ist weil man ein Mann ist sobald es gegen eine Frau geht.

        Gleichberechtigung ist nicht eine 50/50 Quote (bis Frauen mehr als 50% ausmachen) oder Schutz und Förderung nur für Frauen obwohl nur sie schon jede Menge Schutz und Förderung erhalten. Also im Grunde das was Feministinnen immer behaupten ist keine Gleichberechtigung.

  4. http://www.spanking-kontakte.de/index.php?s=r5-1

    Cholerikerin sucht…
    Eigentlich bin ich ein friedliebender und kompromissbereiter Mensch, aber wenn ich mich missachtet fühle, kann ich auch schon mal zur Furie werden. Ich habe deswegen schon meinen Job verloren, und meine Vermieter haben mir vor kurzem mit fristloser Kündigung gedroht. Ich habe zwar niemandem was getan, aber ich sehe ein, dass ich Hilfe brauche. Ich suche einen starken und konsequenten Mann, der mich in meine Grenzen zu weisen weiß, wenn mir wieder mal die Gäule durchgehen, der mich als Frau aber sexuell begehrt und meine künstlerische Begabung (Theater, Musik) zu schätzen weiß. Ich (25, 175, schlank) lebe in Berlin, Du solltest auch in Berlin leben, also bitte keine Anfragen von weiter weg, und keine nichtssagenden Dreizeiler bitte.

    • @Gereon:

      Zumindest scheint sie doch erkannt zu haben, dass sie da einen Mann braucht, der sie in die Schranken weisen kann – kann man auch positiv sehen 😉

      • Auch hier wieder… weiß nicht, auf wieviel man von einer Fetisch-Seite schließen kann. Ob es hier überhaupt um eine echte Lebensplanung, oder nur einen speziellen Kink geht, lässt sich nicht sagen.

        Vielleicht sucht sie einfach nur jemanden, der ihr masochistische Befriedigung liefert – aber eben strikt zu ihren Bedingungen.

        Oder hat mal jemand erforscht, wie Sadomasochismus und sonstige ideologische Sicht zusammenpasst? Soweit ich weiß, läuft das recht unabhängig von einander.

        • @DMJ:
          „Auch hier wieder… weiß nicht, auf wieviel man von einer Fetisch-Seite schließen kann. Ob es hier überhaupt um eine echte Lebensplanung, oder nur einen speziellen Kink geht, lässt sich nicht sagen.“

          Ich hatte damals in meiner Kontaktanzeige eine teilweise ähnliche Formulierung drin. Und in dem Fall meine ich genau das! Kann mir also gut vorstellen, dass das so ernst gemeint ist.

          “ Oder hat mal jemand erforscht, wie Sadomasochismus und sonstige ideologische Sicht zusammenpasst?“

          Was genau meinst du damit bzw. was erwartest du da?

      • @Miria:
        (Der Antwort-Button unter deinem nächsten Beitrag fehlt gerade, darum hier…)

        Wenn ich dich recht verstehe, hast du auch mal eine SM-Kontaktanzeige aufgegeben? Und bei dir bezog es sich „wirklich“ auf das „echte Leben“ und nicht nur ein Spiel? Ich meine, du suchtest tatsächlich jemanden, der deinem Alltag strafend lenkt?
        Okay, das wäre jetzt tatsächlich nicht meine erste Erklärung (bzw. war es auch nicht, siehe oben 😉 ), aber dann scheint es das auch zu geben. Ich war ehrlich gesagt immer davon ausgegangen, das sei mehr eine augenzwinkernde Inszenierung zwischen den Teilnehmern.

        „Was genau meinst du damit bzw. was erwartest du da?“
        Na ja, es wäre doch interessant zu sehen, wie ein solcher Lebensstil mit der seriösen Sicht auf die Geschlechterrollen übereinstimmt. Also jetzt ganz plump, ob männliche Masochisten und weibliche Sadisten FeministInnen sind und umgekehrt männliche Sadisten und devote Frauen eher Machos und „Heimchen“. Rechne nicht damit, dass man da wirklich was findet, aber es wäre interessant.

        • @DMJ:
          „(Der Antwort-Button unter deinem nächsten Beitrag fehlt gerade, darum hier…)“

          Dann musst einfach auf den letzten Antwortbutton (in dem Fall unter deinem letzten Beitrag) klicken 😉

          „Wenn ich dich recht verstehe, hast du auch mal eine SM-Kontaktanzeige aufgegeben? Und bei dir bezog es sich „wirklich“ auf das „echte Leben“ und nicht nur ein Spiel? Ich meine, du suchtest tatsächlich jemanden, der deinem Alltag strafend lenkt?“

          Ich habe mal spaßeshalber eine Kontaktanzeige formuliert (hier nachzulesen: http://nur-miria.blogspot.it/2016/12/versuch-einer-kontaktanzeige.html ) in der ein ähnlicher Satz stand.
          Was ist den für dich das „echte Leben“? Ist deine Beziehung (falls du keine hattest, deine letzte) für dich etwa nur ein Spiel? Ich verstehe nicht so ganz, worauf du da eigentlich hinauswillst…

          „Ich war ehrlich gesagt immer davon ausgegangen, das sei mehr eine augenzwinkernde Inszenierung zwischen den Teilnehmern.“

          Auch hier wieder mal die Frage: Ist deine Beziehung, dein Sexleben, deine Romantik für dich ein Inszenierung?

          „Also jetzt ganz plump, ob männliche Masochisten und weibliche Sadisten FeministInnen sind und umgekehrt männliche Sadisten und devote Frauen eher Machos und „Heimchen“.“

          Ich kenne jetzt auch keine Studie, aber aufgrund persönlicher Bekanntschaften ist mein Eindruck eher, dass gerade diese Vorurteile überhaupt nicht stimmen: devote Frauen und dominante Männer sind meist eher das Gegenteil von dem, was du hier vermutest. Devot/masochistische Frauen sind sehr selbstbewusst, dominant/sadistische Männer häufig sehr einfühlsam etc…

        • „Dann musst einfach auf den letzten Antwortbutton (in dem Fall unter deinem letzten Beitrag) klicken 😉“
          Ich wage es! 😉

          „Ich habe mal spaßeshalber eine Kontaktanzeige formuliert (hier nachzulesen: http://nur-miria.blogspot.it/2016/12/versuch-einer-kontaktanzeige.html ) in der ein ähnlicher Satz stand.
          Was ist den für dich das „echte Leben“? Ist deine Beziehung (falls du keine hattest, deine letzte) für dich etwa nur ein Spiel? Ich verstehe nicht so ganz, worauf du da eigentlich hinauswillst…“

          Ich komme auch gerade etwas an die Grenzen der Schubladen, in denen ich offenbar (wie ich gerade zu meinem Erschrecken feststelle) denke.
          Meine erste Reaktion war, dass das ja auch eine Anzeige für eine RICHTIGE Beziehung sei, in der sich jemand durchaus eine „starke Hand“ wünschen kann, aber obiges Beispiel eben von einer SM-Seite käme, wo man ganz anderes suchen würde. – Erst, als ich dann die Stelle „sollte auch BDSM nicht zu kurz kommen“ kam (und „Jemand soll dein reizendes Wesen anhand deines reizenden Hinterns in die Schranken weisen.“ gab natürlich auch gewisse Signale 😉 ) fiel mir auf, dass ich hier ja gerade eine recht künstliche Trennung ziehe. Eine SM-Beziehung ist ja nicht zwingend völlig getrennt von einer realen Beziehung.
          Ich dachte halt an eine solche, die eine Art großes Rollenspiel ist, was zumindest mein Liebesleben nicht ist. Aber natürlich kann jemand auch SM-Aspekte mit in sein „richtiges“ Liebesleben nehmen und das so beeinflussen. Ich ging wohl irgendwie davon aus, wer auf SM-Seiten sucht, sucht nur einen „Spielpartner“, keinen Lebenspartner, was man so aber natürlich nicht sagen kann.

          „devote Frauen und dominante Männer sind meist eher das Gegenteil von dem, was du hier vermutest. Devot/masochistische Frauen sind sehr selbstbewusst, dominant/sadistische Männer häufig sehr einfühlsam etc“
          Gut möglich! Wie gesagt, eine echte Vermutung, wie irgendwas zusammenhängen mag, wage ich auch nicht abzugeben. So herum ergibt es ja ebenso viele Sinn, wenn man etwa sagt, es braucht Mut und Selbstbestimmung, sich auszuliefern und seine masochistischen Triebe zu befriedigen.

        • @DMJ:
          „Ich komme auch gerade etwas an die Grenzen der Schubladen, in denen ich offenbar (wie ich gerade zu meinem Erschrecken feststelle) denke.“

          Das gefällt mir gerade ziemlich gut! Also nicht, dass du in Schubladen denkst, sondern dass du selbst das merkst und gleichzeitig auch noch, dass das wohl wenig Sinn macht.
          Freut mich, dass ich dir ein wenig helfen konnte, deine Schublade kaputt zu machen 😉

          „Eine SM-Beziehung ist ja nicht zwingend völlig getrennt von einer realen Beziehung.“

          Ich finde deine Bezeichnungen wie „richtige“ oder „reale“ Beziehung für Beziehungen ohne SM immernoch ziemlich schubladenmäßig und unpassend. Warum sagst du nicht einfach Beziehung mit bzw. ohne BDSM?
          Eine richtige Beziehung ist eben nicht nur Mann und Frau und im Bett gibt’s die Missionarsstellung 😉

          „Ich dachte halt an eine solche, die eine Art großes Rollenspiel ist, was zumindest mein Liebesleben nicht ist.“

          Stell dir vor, mein Liebesleben ist auch kein Rollenspiel! Kennst du Menschen, bei denen das der Fall ist? Ich nämlich nicht. Kannst du dir vorstellen, welchen Sinn so etwas hätte? Oder sind hier wieder nur festgefahrene Vorurteile am Werk?

          „Ich ging wohl irgendwie davon aus, wer auf SM-Seiten sucht, sucht nur einen „Spielpartner“, keinen Lebenspartner, was man so aber natürlich nicht sagen kann.“

          Mal ein paar Analogien dazu (einfach weil es schön wäre, wenn auch andere ihr so falsches Denken erkennen):

          „Ich ging irgendwie davon aus, wer online sucht, der sucht nur eine Affäre, keinen Lebenspartner, was man so aber natürlich nicht sagen kann“

          „Ich ging irgendwie davon aus, wer auf Gay-Seiten sucht, sucht nur Kontakte zum Vögeln, keinen Lebenspartner, was man so aber natürlich nicht sagen kann.“

          BDSMler sind im Übrigen ganz normale Menschen, die auch Lieben, Lachen etc. und auch in BDSM-Beziehung (hier gibt es ganz unterschiedliche Varianten und Abstufungen) läuft niemand den ganzen Tag in Lack und Leder und mit Peitsche in der Hand herum.
          Und die meisten mit einer ernsthaften Neigung (nicht die Shades-of-Grey-Möchtegerns) inszenieren keine Spiele, sondern leben einfach so wie sie sind, ihre Liebe und Romantik aus!

          Dazu hatte ich auch nochmal was geschrieben:
          http://nur-miria.blogspot.com/2014/02/bdsm-ist-nicht-nur-sex.html

        • Doch, doch, das macht schon allgemein Sinn. Es ist halt ein spezieller Punkt, unter dem die Partnersuche betrieben wird, aber wie du schon sagst, könnte man das ebenso auf Schwule beziehen: Wenn die gezielt auf einer Gay-Dating-Plattform suchen, wäre es ja auch Blödsinn, davon auszugehen, dass es da zwingend nur um schnellen Sex geht, nur, weil quasi eine Vorauswahl getroffen wird, ohne die es für sie keinen Sinn macht.
          Wie gesagt, interessant, an so etwas doch mal zu sehen, dass man selbst mehr Vorurteile bzw. Verständnisblockaden hat, als man denkt. Daher danke für’s Aufbrechen. 😉

          Aber zu meiner Ehrenrettung: Die Unterscheidung „richtiger“ und „SM-Beziehungen“, die ich da treffe, soll nicht automatisch alle SM-Beziehungen für unecht erklären, sondern mehr eine Analogie zur reinen Sex-Beziehung sein. Gibt halt Leute, die sich nur zum Sex bzw. nur zum SM treffen und ansonsten eher nur lose befreundet sind. Dass das aber nicht die Norm ist, ist schon richtig. Man ersetze es in meinem Beitrag durch „reine SM-Beziehung“, denn das meinte ich eigentlich.

  5. Klar ist es für den Partner einfach, der „das Sagen“ hat und der andere Partner hauptsächlich abnickt. Aber es ist auch einfacher für denjenigen, der der Führung folgt. (Man mss nix denken)

    Allerdings… was ist an einer „schwierigen“ Beziehung inhärent schlecht?
    Für den, ders mag, isses gut.

    P.S.
    „Natürliche Ordnung“ … Pruuuuuust 🙂

  6. Ja und nein, ich vertrete die These, dass Beziehungen um so schwieriger werden, je mehr wir von unserem internen, ursprünglichen Programm abweichen und je mehr wir den „Zivilisationsmüll“ aus „Vernunft“ leben.
    Wir sind tausende Generationen auf ein bestimmtes Verhalten von Frauen geradezu gezüchtet worden, ein Verhalten das dem Wunsch der Frauen angepasst war. Dazu gehören Gewalttätigkeit (gegenüber einem externen Feind), die Gruppenführung (innerhalb einer Familie) und die Durchsetzungsfähigkeit (gegenüber Fremden und der eigenen Familie). Je besser diese drei Eigenschaften vorhanden sind, um so einfacher ist das. Die Frau testet dies in einer Beziehung, meist unterbewusst und wenn der Mann da versagt, dann ist sein „Wert“ für die Frau ein Stück gesunken. Sie übernimmt dann einen Teil der Notwendigkeiten und steigt so im „Wert“ während der des Mannes sinkt. Wenn es dann für die Frau keinen adäquaten Ausgleich für ihre Fruchtbarkeit (egal ob real oder angenommen) gibt zerbricht die Beziehung und beide trennen sich. Gleichzeitig müssen aber auch Frauen ihren Wert beweisen und wenn sie das nicht tun sinkt ihr „Wert“ für den Mann. Die weiblichen Eigenschaften sind vor allem ihre Fruchtbarkeit und ihre Fähigkeit sich um den Mann zu kümmern.

    Wir vergessen bei allen Dingen immer wieder, dass wir vor allem unbehaarte Affen sind die unsere Intelligenz vor allem dafür nutzen unsere Triebe zu befriedigen die heute noch den Großteil unseres Verhaltens ausmachen – selbst bei den brillantesten von uns.

  7. Der große Irrtum aller männlichen Freunde von „Beziehung auf Augenhöhe“ ist die Annahme, dass Frauen kooperationswillig im Sinne eines Tit-forTat wären. Dahinter steckt die Annahme, dass wenn der Mann die Frau respektiert, auf sie eingeht, ihre Bedürfnisse erfüllt, sie einem Entsprechendes wiedergeben wird. Aber so funktioniert das mit Frauen nicht. Wenn man einer Frau einen großen Wunsch erfüllt, dann wird sie nicht umgekehrt z.b. in dieser wahnsinnig heißen Unterwäsche im Bett warten und dabei so genuin heiß sein, wie sie das am Anfang mal war. Stattdessen kommt ein Shit-Test geflogen und nur wenn man den besteht bekommt man das. Tit-for-Tat bekommt man von Frauen nur genau dann, wenn sie dazu mehr oder weniger zwingt und mithin dazu dominiert.

    • Richtig. Nice Guy Männer erwarten immer auch eine Gegenleistung und sind somit fast immer unehrlich.
      Ein maskuliner Mann ist eher direkt und somit ehrlich.

      Das „Frame“ Konzept könnte man mit Weltbild übersetzen.

  8. Nach meiner Beobachtung sind Frauen, die immer wieder betonen, wie emanzipiert sie sind, besonders unsympathisch.
    Solche Frauen (die sich selbst als emanzipiert bezeichnen) wollen eigentlich wie Männer sein.
    Kein Wunder, dass ihre Beziehungen nicht funktionieren.

    • „Nach meiner Beobachtung sind Frauen, die immer wieder betonen, wie emanzipiert sie sind, besonders unsympathisch.“

      Wenn sie unaufgefordert darauf hinweisen, dann ja.
      Aber meine LG würde sich auf Anfrage mit Sicherheit als emanzipiert (im Sinne von „unabhängig/selbständig“) bezeichnen.
      Das ist aber kein Gegenstand von Diskussionen in unserer Beziehung, weil selbstverständlich.
      lhs Lebenseinstellung ist mir fremd. Ich wollte immer eine emanzipierte Frau haben, für die ich eben NICHT mitdenken muss. Ständig eine Hierarchie aufrecht halten, wäre mir viel zu anstrengend.
      Und bis jetzt klappt es prima, schon seit 9 Jahren.
      Früher hatte ich allerdings genau den Typ Frau, den Du beschreibst. Leider die Mutter meiner beiden Söhne. Ich bezeichne solche Frauen als „Angstbeißerinnen“, Frauen, die jede Beziehung erwürgen, aus Angst, sich irgendwann, irgendwo unterordnen zu müssen.
      Die vier Jahre, die ich mit der Frau aushielt, waren wahnsinnig anstrengend.

    • @Anne:
      „Solche Frauen (die sich selbst als emanzipiert bezeichnen) wollen eigentlich wie Männer sein.“

      Emanzipiert bedeutet doch nur, dass man selbstständig, unabhängig ist und alleine im Leben klar kommt/kommen könnte. Was hat das bitte damit zu tun wie ein Mann sein zu wollen?

      • Emanzipiert bedeutet, dass es für die Frau nicht die geringste Verpflichtung geben darf, nicht einmal die Verpflichtung zu Kompromissen.
        Das Patriarchatskonzept ergibt ohne diese feministische Binse keinerlei Sinn.

      • @Miria
        Die ursprüngliche Wortbedeutung entspricht längst nicht mehr heutigem Sprachgebrauch.

        Diejenigen Frauen, die einen (mindestens) in jedem zweiten Satz darauf hinweisen, wie emanzipiert sie doch ist, sind bei weitem nicht immer tatsächlich selbständig und unabhängig.
        Häufig versucht dieser Typus Frau, wie ein Mann auszusehen (Kleidung, Frisur) oder sich so zu verhalten – verleugnet also die eigene Weiblichkeit.

        Um alleine im Leben klarzukommen (bzw. klarkommen zu können, Kleinreparaturen selbst durchzuführen oder Einkäufe in die Wohnung zu tragen, etc., muss man nun wirklich nicht emanzipiert sein.

      • Das bedeutet „emanzipiert“ für dich.
        Das ist aber komplett irrelevant für die Debatte.

        Anne hat recht, die meisten „emanzipierten“ Frauen wollen eigentlich Männer sein, was sie aber nie sein können. Warum denkst du betonen deine Glaubensschwestern so häufig männliche Attribute? Warum lehnen sie die Mutterrolle so stark ab?

        Und nein, es gibt männliche Attribute. Deine Glaubensschwestern haben in den letzten 100 Jahren so viel Propaganda verteilt, dass man denkt darüber könnte man debattieren.

  9. Das Problem ist d glaube ich, das meisten Kompromislosigkeit mit Selbstbewusstsein oder Gleichberechtigung gleich gesetzt wird. Eigentlich ist eine gleichberechtigte und selbstbewusste Frau das beste was einem Mann passieren kann. Die kann nämlich damit umgehen, wenn der mann auch sein Ding durchzieht. Es gibt das schone Clint Eastwood Zitat: Selbstbewusste Männer kommen wunderbar miteinenser aus. Die Probleme entstehen durch die weniger selbstbewussten Menschen.

    • Im Prinzip ja. Nur ist eine selbstbewusste Frau keine, die ständig aller Welt beweisen muss, wie emanzipiert sie ist, sondern im Gegenteil eine, die keine Angst davor hat gegenüber einem dominanten Mann keine Kontrolle zu haben.

      • „Nur ist eine selbstbewusste Frau keine, die ständig aller Welt beweisen muss, wie emanzipiert sie ist, sondern im Gegenteil eine, die keine Angst davor hat gegenüber einem dominanten Mann keine Kontrolle zu haben.“

        ich würde es etwas anders ausdrücken: eine selbstbewusste *Frau* ist eine, die nicht glaubt, dass sie sich mit dem Mann messen müsste, sondern die einfach eine Frau ist.

  10. Die viel wichtiger Regel: Je narzisstischer die Frau/ der Mann desto schwieriger die Beziehung. Narzissmus scheint mir in der heutigen Zeit das weitaus größere Probleme. In einer Zeit von Teilnehmerurkunden und „du bist etwas besonderes“ wurde das Ego vieler viel zu weit aufgeblasen.

  11. Hypothese: lh hat Recht. Ist dann nicht die eigentlich entscheidende Frage, wie Dominanz hergestellt werden kann?

    Und hierin liegt die ganze Misere: Dominanz erfolgt nicht daraus, dass man ein BadAss ist. Dominanz erfolgt aus einer hegemonialen Position: ich hab was, das du brauchst aber ich geb es dir nur wenn du gut zu mir bist.

    Durch die gesamte Menschheitsgeschichte hatte die Frau stets einen frappierenden Vorteil durch den Mann. Entfiel seine Arbeitskraft, konnte diese nicht ohne weiteres ersetzt werden.

    Dann kam der Sozialstaat, das Ende der Subsistenzwirtschaft und ein hoch abstraktes monetäres System. Sie kann ihn verlassen, aber seine Arbeitskraft gehört immer noch ihr.

    Wie also Dominanz herstellen? Ab und zu böse gucken? Nix is: im Sozialstaat sitzt sie schlicht und ergreifend am längeren Hebel, kann ihre Hypergamie nach Herzenslust ausleben.

    It’s fucked up! Keine Lösung in Sicht.

    • Nachtrag: ich behaupte sogar (kann es allerdings nicht belegen) dass für die Libido der Frau entscheidend ist, dass sie sieht dass sie ihn braucht.

      Vermutlich ist auch hilfreich, wenn sie ganz praktisch und Tag für Tag erlebt, welchen Beitrag er leistet und sich ihre Position in der Welt sofort verschlechtert, wenn er einmal ausfällt. So also, wie es der Normalfall war, als Menschen noch unter einem Dach in Subsistenzwirtschaft gemeinsam arbeiteten und wirtschafteten.

      Klar, das Rad der Zeit lässt sich nicht zurückdrehen. Ganz abgesehen davon dass die Moderne auch ihre Vorzüge hat.

      Doch die Frage bleibt: wie Dominanz herstellen. Das geht nur noch mittels einiger finanzieller Überlegenheit + keine rechtlichen Verpflichtungen. Geht man doch Verpflichtungen ein, muss man sie sich eben leisten können. Beim Durchschnittsverdiener ist die gute Position schon bei der Zeugung eines einzigen Kindes dahin.

      • Frauen brauchen Männer immer noch für eine ganze Menge Dinge. Solange Du sie nur weniger brauchst, hast Du die Macht. Wie macht man das? Indem man für die Erfüllung seiner Bedürfnisse mehr Optionen hat – insbesondere als sie.

        Heiraten ist dann natürlich eine schlechte Idee. Aber als Mann hat man dann noch den Zeitvorteil, dass sie mit dem Alter auf dem sexuellen Markt immer schlechter dasteht während Deine Position tendenziell besser wird.

        • @lh
          „Frauen brauchen Männer immer noch für eine ganze Menge Dinge.“

          Wissen das die Frauen auch?

          „Solange Du sie nur weniger brauchst, hast Du die Macht. Wie macht man das? Indem man für die Erfüllung seiner Bedürfnisse mehr Optionen hat – insbesondere als sie.“

          Kannst du konkreter werden? An einem Beispiel womöglich? Was ist wenn ich mir wünsche, eine Familie zu gründen? Auch wer nicht heiratet haftet an allen Ecken und Enden unserer Sozial- & Familiengesetzgebung.

        • @lh
          Ich denke was du schreibst funktioniert für das Sexuelle und in Konstellationen abseits der Familiengründung. Vielleicht wenn man nichtmal zusammengezogen ist und das auch nicht vorhat.

          Klar, dann den dominanteren Part einzunehmen, ist machbar. In einer solchen Konstellation würde ich mir auch nicht auf der Nase rumtanzen lassen.

          Für alle Konstellationen rund um die Familiengründung hilft das jedoch nicht weiter, befürchte ich.

        • Da gibt es wohl kein Patentrezept. Aber jede Situation, wo Du denkst „ich habe nur diese eine Frau und Familie und habe keine Wahl“ würde ich vermeiden. Lieber bereit sein, eventuelle Verluste zu bezahlen und was anderes machen.

          Aber generell glaube ich nicht, dass man alleine mit Geld überhaupt noch stabile Beziehungen machen kann. Um den psychologischen Machtkampf kommt man nicht herum.

    • Ich persönlich nicht. Mir geht es nur darum, Rechtssicherheit als Vater und Ehemann zu haben. Wenn ich Haftungsrisiken in Größenordnung einer Lebensarbeitsleistung eingehe, will ich auch Zugriff auf die von mir gegründete Familie haben. Hierbei bin ich jedoch der Willkür der Kindsmutter ausgesetzt.

      Andererseits: mittels finanzieller Überlegenheit Dominanz ausüben und diese Position auch nicht durch Eheschließung aus der Hand zu geben – ja, da wär ich dabei 😉

      Intrinsisch ist das aber nicht, eher intellektuell. Bin nämlich eigentlich reichlich zahm. 😉

        • Solange man dafür sogen kann, dass auch nur diese Männer die Kosten dafür tragen ist das in meinen Augen eher ein Vorteil. Natürlich müsste man auch alle staatlichen Leistungen was Kinder betrifft an diese Männer auslagern. Ich persönlich habe kein Interesse für die Kinder anderer zu bezahlen, ich hätte nicht einmal Interesse für meine Eigenen zu bezahlen. Meinetwegen kann die Menschheit auch aussterben – da geb ich nicht mal einen feuchten Furz drauf.

        • Das stimmt Adrian. Sehe das wie PuS.
          Zumindest teilweise.
          Stehe da abee auch mittlerweile knallhart dazu.
          Also wie ich Gesellschaft und sowas sehe.
          Aber zum Thema zurück, ich lasse mich echt gern führen undhabe in meiner Person keinerlei Dominanz.
          Ich will die aber auch nicht spielen.

        • Nicht von Natur aus. Aber ich habe eine asiatische Frau und die erwarten das von dir. Hat man erst mal das politisch korrekte Korsett abgelegt und akzeptiert traditionelle Arbeitsteilung, ist das gar nicht mehr so anstrengend. Ich bestimme Ort, Zeit und Richtung, sie macht den inneren Dienst.

    • @ Adrian: Nö, Ich finde den Gedanken, eine andere Person massiv zu dominieren und sie damit von mir abhängig zu machen, extrem unangenehm.

    • Ich wünsche ich könnte selbstbewusst „Nein!“ brüllen. Aber ehrlich gesagt, spüre ich diese Bedürfnis. Und wenn man sich Pornos aber auch Serien und Filme ansieht, dann findet man doch immer wieder diesen Typ der süßen „Frau“ die mit großen Kulleraugen ergeben wie ein Dackel dem Mann folgt. Und bei Pornos ist ja vieles ganz offensichtlich Dominanzgebarren. Mein größter mentaler Orgasmus? Als eine Ex mir im Bett pornolike sagt, Sie würde so ziemlich alles für mich tun. Ich denke hier finden sich viele Männer wieder.

    • „Habt Ihr denn als Männer ein intrinsisches Bedürfnis, eine Frau zu dominieren, sie zu führen? Für mich klingt das extrem anstrengend.“

      Ist es.
      Der König, der Schwäche zeigt, wird sofort gestürzt.
      Auf den immensen Energieeinsatz hab ich keinen Bock und bevorzuge eine partnerschaftliche Beziehung. Und da ich in so einer lebe, weiß ich, dass es sie gibt 😉

      Allerdings geb ich zu, dass mein Einkommen gut doppelt so hoch ist, wie das ihre. Und das ist vermutlich auch ein Grund für die Stabilität unserer Beziehung, da mach ich mir nichts vor.

  12. Beziehungen funktionieren am besten und halten am längsten, wenn der Mann älter, erfolgreicher, souveräner oder selbstbewusster ist…

    Erfolgreich ist das Zauberwort. Das riecht nach Schotter. Klar funktioniert diese Beziehung besser als wenn der Mann ein armer Schlucker ist. Das ist so erstaunlich wie die „Frage hättest du lieber viel Geld oder wenig“ mit „ich hätte lieber viel Geld“ zu beantworten.
    Da werden vier Faktoren zusammen gepackt. Drei davon sind grundsätzlich positiv (erfolgreich, souverän, selbstbewusst), nur das Alter ist nicht ohne weiteres als positiv anzunehmen, korreliert aber positiv mit Einkommen und Vermögen.
    Interessanter wäre die Frage, ob bei der genannten Konstellation es der Mann ist, der öfter die Beziehung beendet als Männer, die nicht über diese materiellen Mittel verfügen.

  13. Sorry, aber bei solchen Typen brauch man sich nicht wundern, dass „Pick Up“ und „Maskulinismus“ irgendwie in die Ecke Rechtsextremismus verfrachtet wird. Ich meine natürlich die Phrase „natürliche Ordnung“, die einschlägig vorbelastet ist, nicht nur durch „Darwinismus“ bzw „Sozialdarwinismus“.

    Stand dieser Maximilian Pütz auch bei „Agent*in“ drin?

      • … hört sich „natürliche Ordnung“ irgendwie modisch, originell oder zeitgemäss an? Nein. Sieht also nicht nach einem spontanen Einfall aus, sondern um einen gezielten Griff ins Klo.

        • Den Begriff „natürliche Ordnung“ verwendet niemand. Daher wird es sich um ein gezieltes Exhumieren handeln und eben nicht um einen Spontaneinfall.

  14. „Aus meiner Sicht muss sich eine Frau nicht unterordnen. Das beißt sich meiner Meinung nach auch nicht damit, dass viele Frauen eine gewisse Dominanz mögen. Denn das erfordert keine tatsächliche Unterordnung. Es reicht vollkommen, wenn sie sich in dem Momenten treiben lässt, aber dennoch eine eigene Meinung hat und diese auch bei Bedarf vertritt. Ich sehe insofern keinen Widerspruch zwischen beiden Punkten.“

    Mag sein, aber das ändert nichts daran, dass es verdammt sexy ist, wenn eine Frau sich unterordnet 😀

  15. Stimme der These auch nicht zu.
    Klar, hängt jetzt viel an der Definition, aber ich betrachte eine emanzipierte Frau jetzt mal als eine, die wirklich auch mit sich im Reinen ist. Die sich selbstständig und gleichberechtigt weiß und darum nicht bei jeder Kleinigkeit eine Grundsatzdebatte braucht, um such selbst zu bestätigen, dass sie keine Untergebene ist.
    So eine mit einem entsprechend entspannten Mann zusammen, so dass beide keine albernen Machtkämpfe führen, scheint mir die sicherste Kombination.

    Natürlich: Ein absoluter „Herrschertyp“ und eine Frau, die sich gern unterordnet sind auch kompatibel, wie auch ein leidenschaftlicher Pantoffelheld mit einer Frau, die lieber alles bestimmen will. Aber es muss eben nicht immer ein Machtungleichgewicht geben, auch eine Beziehung auf Augenhöhe ist möglich. Gerade wenn – wie Christian schon sagte – genug Entspannung herrscht, auch mal Ausnahmen zuzulassen, damit ein paar Urtriebe ausgelebt werden können.

  16. „Je emanzipierter die Frau desto schwieriger die Beziehung“

    desdo einfacher 🙂
    Weil sie alles können sollte. Und keine Allüren. Dann macht es die Beziehung in der Tat einfacher 🙂

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