Ursachen der Flüchtlingskriminalität mit Doktorant

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34 Gedanken zu “Ursachen der Flüchtlingskriminalität mit Doktorant

  1. Oh, interessantes Thema, aber ein 2h-Video zur Einleitung? Das bekomme ich zeitlich nicht auf die Reihe.

    Vielleicht morgen, neben der Arbeit, scheint ja vor allem Audio zu sein.

  2. Ganz einfach:
    Ursache für Flüchtlingskriminalität sind – Überraschung! – kriminelle Flüchtlinge.
    Von denen 97% nicht mal welche sind, sondern eher „Flüchtlingsdarsteller“.

    Es ist ein offenes Geheimnis, daß die Dritte Welt, voran Afrika, ihre Gefängnisse und Irrenanstalten nach Europa entleert. Dank offener Grenzen kein Problem – und ganz ehrlich: Als afrikanischer Diktator würde ich das genau so machen, wenn ich von Frau Merkel dergestalt dazu eingeladen würde.

    Der deutsche Botschafter in Tunesien hat es gewagt, diesen offensichtlichen Sachverhalt kritisch zu thematisieren und wurde dafür von Berlin scharf „zurückgepfiffen“ und mundtot gemacht. Einfach mal googeln.

    • Es ist ein offenes Geheimnis, daß die Dritte Welt, voran Afrika, ihre Gefängnisse und Irrenanstalten nach Europa entleert.

      Da stellen sich mir einige Fragen, die der Logik geschuldet sind:

      Angenommen, es werden in Afrika die Gefängnisse und Irrenanstalten geleert – warum sollten diese Leute sich dann auf den Weg nach Europa machen und zwar in einem grösseren Ausmass als die „Normalbevölkerung“? Oder werden sie finanziell unterstützt mit der Auflage, das Land zu verlassen? Das wäre dann aber eine steile Behauptung, die einen Beleg / eine Quelle erfordert.

      • Viel einfacher.
        Das läuft mit der simplen Ansage „wenn du morgen noch hier bist, bist du tot“.
        Ironischerweise werden sie damit sogar zu „richtigen“ Flüchtlinge, da im Herkunftsland verfolgt und mit dem Tode bedroht. Trotzdem sind sie natürlich auch weiterhin kriminell und/oder gemeingefährlich – der Unterschied besteht lediglich darin, daß sie hier frei herumlaufen und sich bei erneuten Straftaten über die deutsche Kuscheljustiz totlachen dürfen.

        • Nun, belegen „können“ ist hier doch gar nicht die Frage.
          Aber ob ich das für querulantisch-selektive Belege!-Forderer auch „will“, entscheide ich Kraft eigener Willkür immer noch selbst. Abgesehen davon wäre die Selbstrecherche auch für Minderbemittelte leicht machbar, wenn man ernsthaft am Thema interessiert wäre. Sieht aber nicht so aus.

          • „Nun, belegen „können“ ist hier doch gar nicht die Frage“

            Das wird immer gerne behauptet. Nicht selten stellt sich dann heraus, dass Leute, die so etwas sagen, es gerade nicht belegen können. Sie blenden häufig eine Vielzahl weiterer Faktoren aus, die ebenfalls Erklärungen für Unterschiede sein könnten.

          • Hmm… hast Du Belege für diese Aussagen außer deiner subjektiven Einschätzung?
            Wenn ja, welche?
            Und belege doch bitte auch nachvollziehbar und objektiv, warum man irgendwelchen Quellen!-Schreiern überhaupt etwas belegen sollte, obwohl es sich um leicht auffindbare, öffentliche Inhalte handelt.
            Du könntest vielleicht auch noch belegen, daß heute Freitag ist. Nur weil alle das behaupten, muss es ja noch lange nicht stimmen. 😉

          • @ddm

            anscheinend hast du mich falsch verstanden. Du musst gar nichts.
            Ich sagte lediglich, dass die Aussage „ich könnte das alles leicht belegen, mache ich aber nicht“ häufig verbirgt, dass man das eben gerade nicht kann.
            Und das es gut für einen ist, wenn man Thesen tatsächlich mal belegt, damit man sich selbst vergewissern kann, ob die eigene Meinung tatsächlich so viel hergibt wie man meint. Wenn man sich das auferlegt, dann lernt man auch enorm viel über den jeweiligen Bereich und verbessert seine Argumentation immer mehr.
            Ich habe davon beispielsweise im Geschlechterbereich sehr profitiert und eine ganz gute Sammlung zusammen:
            https://allesevolution.wordpress.com/about/
            https://allesevolution.wordpress.com/2013/05/08/ubersicht-biologische-begrundungen-zu-geschlechterunterschieden/
            https://allesevolution.wordpress.com/2015/01/31/ubersicht-evolution-evolutionare-psychologie-und-partnerwahl/

            Der Vorhalt „Ist doch alles schon längst bewiesen“ ist ebenfalls ein sehr guter Indikator, dass derjenige sich bisher keine Gedanken über tatsächliche Nachweise gemacht hat, wenn er nicht mit einem Verweis auf eine Quelle versehen ist, die diesen Nachweis enthält.

          • Ist ja alles richtig, was du sagst.
            Aber es dreht sich hier doch um ganz andere, grundsätzliche Dinge:

            Erstens geht es den Quellen!-Schreiern nie darum, tatsächlich Belege zu bekommen. Das typische Verhalten ist regelmäßig, daß – sollte man ihren Wunsch tatsächlich erfüllen – die Glaubwürdigkeit der angeführten Quellen angezweifelt wird. Und zwar aus Prinzip – unabhängig von der „Seriösität“ der Quelle. Das ist einer der Gründe, warum man z.B. mit Feminazis, Gutmenschen und anderen Ideologen gar nicht erst diskutieren sollte – die sind völlig faktenresistent.

            Zweitens: Auffällig ist regelmäßig die verbundene Aggressivität, es wird ja nicht gefragt „Das kann ich mir nicht vorstellen… gibt es dazu verlässliche Quellen?“, sondern „Du hast das zu belegen!“.
            Allein die Tatsache, daß i.d.R. nicht mal versucht wird, eine inhaltliche Gegenposition zu bringen (was durchaus eine erwachsene Alternative zum dümmlichen Quellen?-Geschrei wäre), zeigt ja, daß es gar nicht um Inhalte geht, sondern nur jemand getriggert wurde.

            Drittens: Es ist generell unüblich und schlicht unpraktisch, in Diskussionen ständig und unaufgefordert alles zu „belegen“. Fordert ja auch keiner. Soll ein Talkshow-Teilnehmer nach jeder Aussage alle 20 Wikipedia-Fußnoten zu dem Thema unaufgefordert zitieren, um ja genug „Belege“ zu haben? Natürlich nicht.
            Die Quellen!-Schreier kriechen ja immer erst dann aus Ihren Löchern, wenn irgendwas nicht in ihr Weltbild passt (s.o., „triggering“). Fragwürdige Aussagen von „Gesinnungsgenossen“ lassen sie hingegen unhinterfragt stehen. Das Ganze hat daher immer querulantisch-selektiven Charakter, aus dem Baukasten „Rabulistik für Dummies“.

            Der Kollege Super-Mario oben erfüllt absehbar alle drei vorgenannten Punkte.
            Ich stehe eigentlich nicht auf solche zeitraubende Grundsatzdiskussionen, aber aus rein egoistischen Gründen hatte ich gerade mal Lust dazu. 8-|

          • „Erstens geht es den Quellen!-Schreiern nie darum, tatsächlich Belege zu bekommen“

            ich finde es dann immer sehr einfach eine zu liefern. Dann müssen sie sich was neues ausdenken

            „Zweitens: Auffällig ist regelmäßig die verbundene Aggressivität, es wird ja nicht gefragt „Das kann ich mir nicht vorstellen… gibt es dazu verlässliche Quellen?“, sondern „Du hast das zu belegen!“.“

            Das ist ja auch erst einmal richtig. Natürlich kann man das zurückgeben: Auch die Gegenposition ist zu belegen. Ansonsten ist es schlicht unklar.

            „Drittens: Es ist generell unüblich und schlicht unpraktisch, in Diskussionen ständig und unaufgefordert alles zu „belegen“. “

            Das kommt sehr auf die Diskussion an. In Talkshows kann man natürlich nicht belegen. Das wäre wenig attraktiv, wenn man da gemeinsam eine Studie durchgeht. (Exkurs: wobei es ein interessantes Format wäre, welches ich sehr begrüßen würde, jeder hat bei dem Sender für seine Position vorher erstens seine These und die zentralen Argumente abzugeben, die der anderen Seite mitgeteilt werden, dann hat er 5 Hauptstudien zu seinen Argumenten und 50+ weitere Studien zu seiner Position und seinen Gegenargumenten abgeben oder andere Belege in digitaler Form abzugeben, die nummeriert sind. Er würde dann erst einmal seine Position und die 5 Hauptstudien darstellen, die andere Seite auch, und dann würde eine Diskussion beginnen, in der nach und nach die anderen Studien verwendet werden, die auf einem großen Bildschirm eingeblendet werden. Wäre aus meiner Sicht wesentlich interessanter. Exkurs Ende).

            Aber bei schriftlichen Diskussionen im Internet geht das. Ohne Probleme sogar.

            Eine Diskussion, die keine tatsächlichen Argumente und Nachweise erbringt ist aus meiner Sicht wenig ergiebig. Was lernt man da wirklich neues? Es geht dann häufig um reine Autoritätsbeweise und endet sehr schnell in gegenseitigen Vorwürfen. Der einzige Weg das abzufangen ist auf die Sachebene zurückzukehren und Argumente vorzubringen.

  3. Das Flüchtlingsthema, hier, auf diesem Blog? Nanü?

    Was ein „echter“ und was kein „echter“ Flüchtling ist, das legt die Definition fest. Die Definition „Flüchtling“ ist selbstverständlich so eng gefasst, so dass die grosse Mehrheit die Flüchtlingseigenschaft wie gefordert nicht erfüllt. Genau deshalb ist sie so eng gefasst.
    Das genau gleiche Muster begegnet uns in den Jubelarien des „Kapitalismus, wo immer funktioniert hat“ mit dem Argument der geringen Arbeitslosigkeit. Der Trick ist, die Definition von „arbeitslos“ so eng zu fassen, so dass die Zahlen klein gehalten werden.
    Selbstverständlich ist ein Leben in Armut ohne Perspektive ein sehr guter Fluchtgrund und die Flucht eine rationale Handlungsweise.

    Das Video ist tatsächlich ein bisschen gar lang. Ich habe es mir noch nicht angeschaut. Interessant ist nicht die Frage, ob Flüchtlinge öfters straffällig werden als der Durchschnittshansel – die Antwort ist ein schlichtes Ja – sondern;

    – inwiefern die erhöhte Straffälligkeit auf eine kulturelle Prägung zurückzuführen ist.

    Will man diese Frage beantworten, dann müssen eine Menge Faktoren beachtet und nicht nur der Vergleich mit dem Durchschnitt angestellt werden. Beispielhaft:

    – ob viele der Flüchtlinge schon in ihren Heimatländern straffällig wurden und deshalb flüchteten
    – Flüchtlinge in ihrer Mehrheit junge Männer sind, also zur Gruppe gehören, die öfter straffällig werden, auch unter Biodeutschen (alte Omas aus dem irak werden eher weniger straffällig)
    – Flüchtlinge zur sozialen Unterschicht gehören und über wenig oder kein Kapital verfügen
    und vieles mehr.

    Manchem genügt es zu wissen, dass sie öfters straffällig werden als der Durchschnitt, anderen wiederum genügt das nicht. Ausserdem sind die Flüchtlinge keine homogene Gruppe sondern stammen aus unterschiedlichsten Ländern. Sehr oft straffällig werden vor allem junge Männer aus dem Maghreb. Die können nicht als repräsentativ für alle Flüchtlinge gelten. Es führt kein Weg an einer mühsamen Differenzierung vorbei ausser man ist Parteifuzzi. Da braucht es nur zwei Kategorien – Opfer und/oder Täter. Die Welt kann so einfach sein!

    • „Das Flüchtlingsthema, hier, auf diesem Blog? Nanü?“

      Das Flüchtlingsthema ist kein allgemeines Thema dieses Blogs und hat in den Selbermachtagen so viel Platz weggenommen, dass es alle anderen Themen erstickt hat. Zudem war es auch eine wenig ergiebige Diskussion, die teilweise sehr auf Einzelfälle abstellte und diese hervorhob etc.
      Das wollte ich nicht mehr.

      Das sagt nicht, dass ich es nicht zum Gegenstand einzelner Artikel mache, innerhalb derer dann diskutiert werden kann.

    • @pjotr

      Man muss insbesondere einrechnen:
      – höhere Armut
      – geringere Möglichkeit auf andere Weise Geld zu erhalten
      – kulturelle Unterschiede etc
      – besondere Erfahrungen wie Kriege etc aber auch andere Strafen oder anderes Auftreten von Ordnungskräften sprich andere kulturelle Hintergründe, die auch Schichtgebunden sein können

      Üblicherweise sind auch bei Deutschen arme ohne Aussicht auf Arbeit auch eher auf eine bestimmte Weise kriminell.

      • Ja, es geht darum, eine einigermassen angemessene Vergleichsgruppe zu betrachten. Als erstes muss Geschlecht und Alter berücksichtigt werden, das ist absolut unerlässlich. Junge deutsche Biomänner werden ja auch öfter straffällig als der Durchschnitt.

        Leszek hat möglicherweise einige seriöse Studien zu dem Themenkomplex parat.

        • @ Pjotr

          Über drei kriminologische Studien zum Thema Jugendgewalt wird z.B. in diesem Text von den Kriminologen Christian Pfeiffer und Peter Wetzels aus dem Jahre 2001 berichtet. In dem Text wird auch auf den Forschungsstand zum Thema bezüglich Migranten eingegangen:

          Christian Pfeiffer und Peter Wetzels – Zur Struktur und Entwicklung der Jugendgewalt in Deutschland: Ein Thesenpapier auf Basis aktueller Forschungsbefunde

          http://wwwedit.kfn.de/versions/kfn/assets/strukturentwicklungjugendgewalt.pdf

          (Der Text enthält leider auch Formulierungen, die ich aus männerrechtlicher Perspektive nicht so gelungen finde. Davon abgesehen, ist er aber m.E. interessant.)

          Neben soziologischen Faktoren wird auch auf herkunftskulturelle Sozialisationsmuster eingegangen.

        • @Leszek

          Ist Pfeiffer wirklich eine ernstzunehmende Quelle? Mir kommen dessen Erzeugnisse immer tendenziös vor. Ungefähr im Sinne von“Berufsexperte auf der Suche nach neuem Geschäft.“

        • @ Werlauer

          „Ist Pfeiffer wirklich eine ernstzunehmende Quelle? Mir kommen dessen Erzeugnisse immer tendenziös vor. Ungefähr im Sinne von“Berufsexperte auf der Suche nach neuem Geschäft.““

          Ich habe sein Gesamtwerk nicht gelesen und kann mir daher kein umfassendes Urteil erlauben. Bei ein paar jüngeren Äußerungen von ihm zu bestimmten Themen war ich persönlich auch anderer Meinung.
          Aber den obigen Text halte ich nicht für tendenziös – sonst hätte ich ihn nicht verlinkt. Die Befunde und Schlussfolgerungen stimmen mit dem, was mir aus anderen Quellen über die Auswirkungen gewaltsamer Erziehungspraktiken auf kriminelles Verhalten sowie über die autoritäre orthodox-konservativ-islamische Sozialisation bekannt ist, überein.
          Die Theorie, dass es hinsichtlich der Sozialisation vor allem zwei Faktoren sind, die zu einer im Schnitt größeren Kriminalität bei manchen Migrantengruppen beitragen – nämlich gewaltsame Erziehungspraktiken sowie Erziehung zu archaischer Ehrenmoral – ist nach meinem Kenntnisstand zutreffend.

        • @Leszek

          Danke für die Einschätzung. Ich sehe auch einen leichten Zusammenhang zwischen gewalttätiger Erziehung und der Schwelle von Gewaltanwendung durch die Erzogenen. Wenn das allerdings eine soziale Gesetzmäßigkeit in Bezug auf Kriminalität wäre, sah dann die Lage in Deutschland von hundert Jahren vergleichbar kriminell aus? Dann zu dieser Zeit wurden die Kinder in Deutschland auch selbstverständlich geschlagen und allgemein unter Anwendung von Gewalt erzogen.

  4. @ Christian

    Warum wartet mein überaus wertvoller Beitrag auf die Freischaltung? Ist es, weil ich das Wort „Fluxling“ benutzte – was wegen des Themas etwas seltsam wäre – oder willst Du bei diesem Thema die Beiträge erst sichten?

  5. Ich bin auch noch nicht dazu gekommen, mir das Video anzuhören, mache ich aber noch.

    Ich hatte zum Thema Migrantenkriminalität in einem Kommentar auf Geschlechterallerlei mal Folgendes geschrieben:

    Es ist natürlich wichtig, bei der Erforschung der Kriminalität von Migranten zwischen Migrantengruppen zu differenzieren.

    Dass aber manche Migrantengruppen bei bestimmten Deliktarten im Schnitt häufiger vertreten sind als andere Migrantengruppen und als Deutsche ohne Migrationshintergrund und dass dies auch etwas mit herkunftskulturellen Sozialisationsmustern zu tun hat, ist in der Kriminologie eigentlich bekannt und wurde noch vor einigen Jahren auch wissenschaftlich thematisiert.

    Zur Zeit können solche Themen zunehmend schwerer öffentlich erwähnt und diskutiert werden, weil man sich damit heute schnell den üblichen Vorwürfen der „linken“ Politisch Korrekten aussetzt.
    Der langfristige Effekt, den die Politisch Korrekten dadurch hervorrufen, kann m.E. allerdings nur der sein, mehr Menschen in die Arme rechter Parteien zu treiben, denn wenn soziale Probleme nicht öffentlich diskutiert werden können und wenn demokratisch-menschenrechtlich orientierte linke, liberale oder konservative politische Kräfte sich nicht um kontextspezifisch angemessene Lösungen für bestimmte soziale Probleme bemühen, gibt dies rechtspopulistischen, rechtskonservativen und rechtsradikalen Gruppen die Möglichkeit entsprechende Themen zu besetzen.

    Des Weiteren sind mehrere der Hauptursachen für bestimmte Formen von Kriminalität bei manchen Migrantengruppen dem Forschungsstand zufolge eigentlich mit klassisch-linken Themenfeldern eng verbunden, wie z.B. autoritäre und gewaltsame Erziehung und archaisch-traditionalistische Geschlechterrollensozialisation. Wer diese Dinge ignoriert, der muss also auch die Opfererfahrungen von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund in Familien mit gewalttätigen Eltern ignorieren – und lässt diese Kinder und Jugendlichen damit im Stich. Was soll an einer solchen Ignoranz politisch links sein?

    Die antiautoritären linken Strömungen infolge der 68er-Bewegung haben – zu Recht – auf die negativen Folgen solcher Erziehungsformen (autoritäre und gewaltsame Erziehung, archaische Geschlechterrollensozialisation) aufmerksam gemacht und haben dadurch viele wissenschaftliche Studien inspiriert – und jetzt wollen uns zeitgenössische politisch korrekte postmoderne Linke auf einmal erzählen, dass solche Erkenntnisse nichts mehr wert seien, wenn man sie auch auf Migrantengruppen anwendet. Dann sei es auf einmal „rassistisch“ und „fremdenfeindlich“ auf etwas hinzuweisen, das aus antiautoritär-linker Perspektive stets allgemein anerkannt war: dass autoritäre und gewaltsame Erziehung und archaisch-traditionalistische Geschlechterrollensozialisation negative Auswirkungen auf die Psyche von Kindern und Jugendlichen hat.

  6. Doktorant und Shlomo unterhalten sich ja darüber, ob eine erhöhte Kriminalität (insbesondere Sexualdelinquenz) kulturimmanent sein könnte. Allerdings fehlt eine Auseinandersetzung damit, inwieweit das Aufeinandertreffen verschiedenener Kulturen eine Rolle spielt. Siehe Kölner Sylvesternacht, die von beiden ja thematisiert wird.

  7. Wie kam es eigentlich zu dieser Epidemie der ganz neuen Vorstellung, dass Gleichheit bedeuten muss, dass Ausländern unbedingt die absolut gleichen Rechte eingeräumt werden müssen wie den Inländern?

    Hier ist das ganz gut umrissen (aus einem ohnehin sehr lesenswerten Aufsatz!):

    „Vox’s Dylan Matthews recently made precisely this all-but-open-borders case in terms of a support for „egalitarianism“ that cuts across national boundaries, arguing that „any center-left party worth its salt has to be deeply committed to egalitarianism, not just for people born in the U.S. but for everyone.“ Such sentiments are pervasive in the neoliberal leadership of the European Union as well.“

    http://theweek.com/articles/716164/lefts-immigration-problem

    Jegliche Art des demokratischen Ausdrucks von Politik hängt von der *Begrenztheit* einer politischen Entität ab – die ideale Demokratie stellt man sich nicht umsonst als Dorf vor, in der alle mitreden und mitbestimmen.

    Diese ideale neune Grenzenlosigkeit ist mE imperial und nicht mit einer demokratischen Haltung vereinbar. Die Grenzenlosigkeit bzw die Weite des „Reichs“ benötigt immer eine Leitungselite und ist am besten als Dikatur denkbar. Im Artikel wird das noch mit Platos Ideen abgeglichen, für den, den´s interessieren mag.

  8. Wäre es möglich, die Beiträge, die im Wesentlichen aus einem Youtube-Video bestehen, mit dem Schlagwort „Video“ (oder ähnlichem) zu versehen?

    Ich sehe mir die Videos, die du hier vorstellst, prinzipiell gerne an. Nur in der Regel nicht am gleichen Tag, sondern später, wenn es bei mir zeitlich passt. Wenn die Veröffentlichung ein paar Tage zurückliegt, wird es schwierig, es zwischen den ganzen neuen Posts wieder zu finden. Ein einheitliches Schlagwort könnte da weiter helfen. (Oder gibt es einen anderen Trick, um das zu erreichen?)

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