Stereotypen und Replizierbarkeit

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8 Gedanken zu “Stereotypen und Replizierbarkeit

  1. Intelligente Menschen sind nicht bereit, sich in anti-stereotyping workshops davon überzeugen zu lassen, dass alle Menschen gleiche, kostbare Schneeflocken sind!!

    Wie schlimm ist DAS denn?

    • Intelligente Menschen sind alle Sexisten, Rassisten, homophob und islamophob. Aber mit Feminismus kann man das Problem lösen

  2. Superior Pattern Detectors Efficiently Learn, Activate, Apply, and Update Social Stereotypes

    David J. Lick, Adam L. Alter, and Jonathan B. Freeman New York University

    Superior cognitive abilities are generally associated with positive outcomes such as academic achievement and social mobility. Here, we explore the darker side of cognitive ability, highlighting robust links between pattern detection and stereotyping. Across 6 studies, we find that superior pattern detectors efficiently learn and use stereotypes about social groups. This pattern holds across explicit (Studies 1 and 2), implicit (Studies 2 and 4), and behavioral measures of stereotyping (Study 3). We also find that superior pattern detectors readily update their stereotypes when confronted with new information (Study 5), making them particularly susceptible to counterstereotype training (Study 6). Pattern detection skills therefore equippeople to act as naive empiricists who calibrate their stereotypes to match incoming information. These findings highlight novel effects of individual aptitudes on social-cognitive processes.

    • „Here, we explore the darker side of cognitive ability, highlighting robust links between pattern detection and stereotyping.“
      Oh, die „darker sides“
      Der Zusammenhang zwischen Mustererkennung und Stereotypisierung. Ganz böse. Menschen erkennen bestimmte Muster bei bestimmten Menschengruppen, und schreiben ihnen dann dieses Muster zu.
      Wenn das mal nicht zu vorurteilen führt.

      „We also find that superior pattern detectors readily update their stereotypes when confronted with new information(Study 5)“

      Unglaublich: intelligente Menschen passen einfach ihre vorurteile – äh, stereotypen an, wen sie merken, dass sie nicht mehr stimmen. Aber irgendwie böse, oder wie?

      „, making them particularly susceptible to counterstereotype training (Study 6).“
      Was meinen sie damit?
      „susceptible“ klingt jedenfalls nach böse – die interpretation, dass sie damit als „anfällige“ Kandidaten für indoktrinierende Gendertrainigs gelten, schließe ich damit mal aus.
      Aber sie seien „anfällig“ für gegen-stereotype, die ja immer noch Stereotype sind, also böse ?
      Sie sollen halt an erkannte Muster einfach grundsätzliuch nicht glauben, das wäre dann gut. So muss es wohl sein.
      Wen man irgendwelche Muster zu erkennen glaubt im Verhalten von Männern und Frauen, so darf man auf gar keinen Fall diese Verhaltensmuster Männern und Frauen zuschreiben, das ist böse.
      Auch wenn sie sich immer wieder bestätigen. Und auch nicht, wenn sie sich ändern, und man seine Meinung aufgrund neuer Erfahrung ändern könnte. 1.Gebot: Du sollst keine Meinung über das Verhalten von Männern und Frauen haben, oder anders gesagt: Du sollst dir kein Bildnis machen über Man und Frau.

      Denn sonst:
      „Pattern detection skills therefore equip people to act as naive empiricists who calibrate their stereotypes to match incoming information.“
      Sonst werden Leute zu „naiven empiristen“, die ihre „stereoptype“ immer an die realität anpassen.
      Dass die „Stereotype“ damit keine Vorurteile mehr sind, weil sie ständig an der realität abgeglichen werden, wird jetzt halt zum „naiven empirismus“, und ist also deshalb immer noch böse.

      Sinn und Zweck des Erkennens und einordnens von Mustern, insbesondere, dass das durchaus ein positiver Zweck sein kann, bleibt den dogmatikern vollkommen verborgen.

  3. Das ist wieder mal die alte Erkenntnis, daß die meisten Stereotype deskriptiv sind, also korrekte empirische Beschreibungen der Realität. Ist nicht meine Erfindung, sondern habe ich aus Asendorpf / Neyer (2012) abgekupfert.

    … we find that superior pattern detectors efficiently learn and use stereotypes about social groups. … Pattern detection skills therefore equip people to act as naïve empiricists who calibrate their stereotypes to match incoming information. These findings highlight novel effects of individual aptitudes on social-cognitive processes.

    Ebenfalls nach meinem Eindruck nichts Neues. Das korrekte Erkennen von Mustern und Clustern von Beobachtungsergebnissen ist eine ganz elementare Intelligenzleistung, das können sogar Tiere bzw. sogar Automaten. Deswegen sind die wahrgenommenen biologischen Geschlechter (Phänotypen) auch so zentral für den Geschlechtsbegriff.

    Vor dem Hintergrund ist die feministische Verabsolutierung von normativen Stereotypen mMn Humbug. Die gibt es natürlich in einzelnen Fällen in Form einer willkürlichen Setzung, aber die sind nicht die Regel, sondern die Ausnahme.

    • „Das korrekte Erkennen von Mustern und Clustern von Beobachtungsergebnissen ist eine ganz elementare Intelligenzleistung, das können sogar Tiere bzw. sogar Automaten. Deswegen sind die wahrgenommenen biologischen Geschlechter (Phänotypen) auch so zentral für den Geschlechtsbegriff.“

      Nicht nur die biologischen Geschlechter.

      Rate mal, wer durch den Flaschenhals der Evolution gekommen ist?
      Dieser?
      „Oh, hier guckt ein Säbelzahntiger aus der Höhle. Schnell weg auf den nächsten Baum!“
      Oder dieser?
      „Oh, guck mal, ein Kätzchen. Kooommm Miez, Miez, ….“

  4. Christian haut einen Tweet hier rein und das war es dann. Um diese Studie zu beurteilen, müsster man schon Genaueres wissen. Welche Stereotypen wurden untersucht? Inwiefern kann ein Stereotyp als richtig oder falsch gewertet werden? Christian als bekannter Biosoph ist über das Ergebnis natürlich erfreut, da es seine Weltsicht bestärkt. Das sollte aber nicht zu einer völlig unkritischen Annahme führen. Sowas nennt sich nämlich confirmation bias und ist dem Urteilsvermögen abträglich!

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