Selbermach Samstag 247 (22.07.2017)

Welche Themen interessieren euch, welche Studien fandet ihr besonders interessant in der Woche, welche Neuigkeiten gibt es, die interessant für eine Diskussion wären und was beschäftigt euch gerade?

Welche interessanten Artikel gibt es auf euren Blogs? (Schamlose Eigenwerbung ist gerne gesehen!)

Welche Artikel fandet ihr in anderen Blogs besonders lesenswert?

Welches Thema sollte noch im Blog diskutiert werden?

Für das Flüchtlingsthema gibt es andere Blogs

Ich erinnere auch noch mal an Alles Evolution auf Twitter und auf Facebook.

Es wäre nett, wenn ihr Artikel auf den sozialen Netzwerken verbreiten würdet.

Wer mal einen Gastartikel schreiben möchte, der ist dazu herzlich eingeladen.

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196 Gedanken zu “Selbermach Samstag 247 (22.07.2017)

  1. Der antiliberale Krebs will sich jetzt in der FDP breitmachen, sieh einer an:

    Verantwortlich dafür zeichnen 3 stooges….

    Komisch, komisch, was bei der FDP derzeit alles passiert. Was kommt als Nächstes? ZIehen die einen Alien aus dem Tiefkühlschrank?

    • von Adrian kommt auch der Hinweis auf das hier, das „Gesellschaftsliberal“ als Schlagwort war mir unbekannt. Man kann aber gleich ahnen, dass dieser Begriff ein kollektivistisches Umfärben von Liberalismus leisten soll:

      https://www.nzz.ch/meinung/kolumnen/gesellschaftsliberal-ist-etikettenschwindel-fifty-shades-of-liberal-ld.1307224

      „So wie der Ausdruck in der Schweizer Medienlandschaft verwendet wird, ist «gesellschaftsliberal» häufig ein Euphemismus für illiberal.“

      Konkrete Beispiele fehlen leider, aber die wird man ja noch selbst finden.

      Doof finde ich allerdings diese herausgegriffene Behauptung:
      „Der Liberalismus zeichnet sich indessen dadurch aus (was ihn in der politischen Auseinandersetzung schwächt), dass er den Individuen die Freiheit zugesteht, auch unvernünftig zu handeln.“

      Eine ganz erhebliche Stärkung in der politischen Auseinandersetzung käme mit der Erkenntnis, dass Liberalismus niemandem zugestehen muss, unvernünftig zu *argumentieren*. Insbesondere sollten die Liberalen NULL Verständnis oder Tolenanz für die Intoleranz der „Gesellschaftsliberalen“ aka „regressiven Linken“ haben.

    • Gestern standen wir am Abgrund, heute sind wir einen Schritt weiter.

      Soviel zum Thema Progressive. Ich bewundere ja schon fast die Dreistigkeit, mit der diese Leute glauben, als einzige definieren zu können, was „Fortschritt“ ist und diesen Begriff für sich zu reklamieren.

      Erdogan glaubt übrigens auch, für den Fortschritt und eine glorreiche Zukunft der Türkei zu stehen.

      • Zum Feuerwerk an Gendersternen, das unsere FDP-Feministen abfeuern:

        Wer jeden Satz mit „Allah ist gütig“ beginnt, muß damit rechnen, als fanatischer Islamist zu gelten.
        Wer Hakenkreuze verwendet, gilt als Faschist.
        Wer Gendersterne verwendet, gilt als totalitär denkender Genderfanatiker. Mit den Islamisten und Faschisten hat er gemeinsam, die perfekte Kontrolle über das Sprechen und Denken der Leute erreichen zu wollen, in dem er alle paar Sätze eine Demutsgeste zugunsten seiner Ideologie einbaut bzw. von anderen die Verbeugung vor dem Gesslerhut verlangt. Das ist da absolute Gegenteil von Liberalismus.
        Liberalismus ist unvereinbar mit sprachlichem Gesinnungsterror.

        Komisch, daß dieser performative Widerspruch unseren „Progressiven“ nicht auffällt, obwohl man sonst versucht, sehr gediegen daherzukommen.

        • @mitm
          Du unterstellst den Progressiven einfach, sie müssten denken was sie sagen und umgekehrt. Und wenn es einfach so ist, dass das eine mit dem anderen rein gar nichts zu tun hat?!

        • @Alex: „…sie müssten denken was sie sagen“

          Ich glaube schon, die meisten „Progressiven“ halten sich wirklich für „progressiv“, denken also was sie sagen. Ob sie wirklich progressiv sind, ist die entscheidende Frage, das weiß man erst hinterher. Vor 40 Jahren war Kernkraft unheimlich progressiv und die Leute, die davor gewarnt haben, waren die Fortschrittsverhinderer.

        • @mitm
          Das meinte ich ganz anders. Ich denke, die führenden Gestalten beim Feminismus und der weitverzweigten „Progressiv-Ideologie“ wissen sehr wohl, dass ihr gesamtes Programm nur Lüge zum Anködern von neuer Gefolgschaft ist. Die wissen ganz genau, dass ihre „Gleichberechtigung“ zB genau das Gegenteil ist, nämlich Abschaffen der Gleichberechtigung.
          Woran man das sehen kann, das das beabsichtigt sein muss: alles, einfach alles ist bei denen das genaue Gegenteil des angeblich Gewollten, das ist durchgehendes System.

      • Ich hab‘ jetzt keine Ahnung von Politik – aber Eure Ablehnung kommt mir etwas … ja, wie sag‘ ich das jetzt – etwas eindimensional vor. Politik geht doch immer die kreuz und die quer – die spielt doch immer über Bande …

        Nur mal so als Idee: Wie haben bald Bundestagswahl. Die FDP plant ein come back – sie will wieder an die richtig großen Fleichtöpfe, also an die Regierung.

        Kleines Problem: die FDP hat dem Wähler immer noch nichts zu bieten – jedenfalls nicht viel. Es wird also knapp mit den Wahlstimmen (wenn man in Koalition mit der CDU eine Mehrheit stemmen will).

        Was machen wir denn da? Wir nehmen ein paar Charakterschweine, die es irgendwie immer noch nicht hingekriegt haben, von der letzten Bank in die erste Reihe aufzurücken, die nehmen wir also und sagen: „So, Ihr schmeißt Euch jetzt an die grünen Wähler ran! Und an die Wähler von der Linken gleich mit. Los jetzt!“

        Dann machen diese paar Hanseln also einen Kurs nach dem anderen bei einer der Top PR-Agenturen und fangen an zu strampeln. Das vage Konzept: Ab heute sind wir total Grün – nur irgendwie smarter, hipper, cooler. Bei uns groovt es, sogar mit den Bürger*innenrechten!

        Ich denke, Ihr seht jetzt, wie ich das meine …

        Und nicht vergessen: Es reicht für die FDP nicht, ein gutes Wahlergebnis hinzulegen, weil die CDU ja trotzdem noch eine große Koalition mit der SPD weiterführen kann. Die FDP muß ein phantastisches Ergebnis hinlegen – Möllemanns „Projekt 18“ also.

        Ja, und meine Vermutung wäre: im Angesicht dieser Notlage wird die FDP nichts unversucht lassen, um ihr Ziel zu erreichen – sie wird in jeden grünen Arsch kriechen, sie wird jeden Autonomen bewaffnen, sie wird jedem Moslem vorbeten, sie wird über ihren Schatten springen, über alle Schatten dieser Welt wird sie springen.

        Und was bedeutet das für die inhaltliche Ausrichtung der FDP? Genau das, was es immer bedeutet hat: gar nichts.

        Aus diesem Grund finde ich Eure Ablehnung ganz berechtigt – aber mich irritiert doch etwas der Eifer und die Beflissenheit, die hier im Spiel sind. Denn Ihr scheint gar nicht mit der Möglichkeit zu rechnen, daß es sich bei dieser Wendung der FDP einzig um ein Wahl-taktisches Manöver handelt, eine weitere Finte im endlosen Reigen der Wahl-Lügen …

        • @Jochen: es ist ja nicht so, dass es *die* FDP gäbe. Viele verschiedene politische Kräfte können sich in einer Partei zusammenfinden und Parteien können auch von ganz speziellen Gruppen geformt und überformt werden. Wenn diese doch recht deutlich anti-liberal seiende Gruppe sich in der FDP halten kann, spricht das für Führungsschwäche und Profillosigkeit, wie sie eben *keine* Alternative zu den anderen Parteien ist.

          Dafür, dass die FDP tatsächlich die Grünen kopiert und nach deiner These „überall dabei sein will“, spricht das mit dem Marie-Johanna-Freigabe-tweet vom Lindner. Schon seit Jahren locken die Grünen die faulen Kiffer kurz vor der Wahl zu den Urnen. Nach der Wahl ist´s dann immer kein Thema mehr und die Kiffer vergessen es auch immer. Ideales anzapfbares Reservoir also, auch für die FPD.

        • Ja, langsam bekommt man wirklich den Eindruck, dass die FDP sich überall anbiedern will, u.a. sowohl bei den „rechten Maskus“ als auch bei den „Feminazis“. Jede Stimme ist eine gute Stimme…

        • @Alex: „Viele verschiedene politische Kräfte können sich in einer Partei zusammenfinden und Parteien können auch von ganz speziellen Gruppen geformt und überformt werden.“

          Ich schätze dieses Trio ebenfalls so ein. Ob das mehr als diese 3 Männer sind, ist unklar, andernfalls hätte ich auch die Namen von mehr Unterstützern auf der Seite erwartet. Im Moment ist das für mich nicht mehr als eine U-Boot-Aktion von drei feministischen Aktisten, die sich in die FDP verirrt haben und dort nach Kollaborateuren suchen.

          Daß die FDP-Spitze davon weiß (ich hätte nicht übel Lust, als besorger Bürger da mal nachzufragen …) oder das sogar unterstützt oder initiiert hat, ist reine Spekulation und schon fast eine Verschwörungstheorie. Ich bezweifle das, weil sich die FDP bisher, insb. im Wahlkampf NRW, ziemlich klar von Quoten u.ä. feministischen Amokläufen distanziert hat. Sie war die einzige Partei, die im Parlament klar gegen das Dienstrechtsmodernisierungsgesetz NRW Stellung bezogen hat und eine Prüfung der Verfassungsmäßigkeit verlangt hat. Das dürfte einer der Gründe sein, warum sie so gut abgeschnitten haben, sie wäre verrückt, wenn sie diesen Kurs auf einmal aufgeben würde.

          „das mit dem Marie-Johanna-Freigabe-tweet vom Lindner.“

          Was ist damit gemeint?

          PS: was ist eigentlich aus den nichtfeministischen FDPlern geworden? Von denen hört man gar nichts mehr.

        • @mitm
          „U-Boot-Aktion von drei feministischen Aktisten, die sich in die FDP verirrt haben“

          Wer weiss ob sie wichtiger oder weniger wichtig als die „Männer in der FDP“ sind, von denen man ja gar nichts weiss. Da könnte Batman oder Fantomas hinter stehen, nix genaues weiss man nicht.

          zur Marie-Johanna gabs diesen tweet hier:

      • Ja, die fahren das volle Programm:

        „Liberalismus & Geschlecht
        – Liberalismus braucht Feminismus
        – Freie Entfaltung für alle
        – Diskriminierung und Einschränkung abbauen
        – Gender Studies ernst nehmen & deren Erkenntnisse nutzen“

        Als ob es nicht möglich ist das Feminismus Diskriminierungen fördert. Dabei tut er genau das… nachweislich.

        • Den Genderstern beherrschen sie vortrefflich.

          Keinesfalls.

          Die US-amerikanischen Demokraten, Kanadas Liberale, Operation Libero und En Marche haben es bewiesen.

          Die Bürger- und Menschenrechte

          Für Mitglieder anderer Parteien: Melde dich bei uns

          Nur mit heißer Nadel zusammengestrickt, oberflächlich auf Gendersprech getrimmt, entsprechend unbeholfen (Wir freuen über jede*n, die*der es mit uns erleben und gestalten will.) und fehlerhaft.

      • Ja, die fahren das volle Programm:

        „Liberalismus & Geschlecht
        – Liberalismus braucht Feminismus
        – Freie Entfaltung für alle
        – Diskriminierung und Einschränkung abbauen
        – Gender Studies ernst nehmen & deren Erkenntnisse nutzen“

        Danke. Ich hatte bisher nur 1000 Gründe die FDP nicht zu wählen. Jetzt sind es 1001 Gründe!

        • „Danke. Ich hatte bisher nur 1000 Gründe die FDP nicht zu wählen. Jetzt sind es 1001 Gründe!“

          🙂

          Gut auf den Punkt gebracht.

        • Mein Reden. Ich habe für diese Partei schon immer tiefste Verachtung empfunden. Sie versprechen jedem alles und nach der Wahl vergessen sie es im Gegenzug für Steuersenkung für Hoteliers und Rechtsanwälte o.ä.

        • Sehe ich anders.
          Praktisch JEDE Partei außer vllt der AFD hat irgendwo ihre genderistische Frauenorganisation, nur die FDP nicht.
          Und in allen diesen Parteien wird deren Frauenorganisation von der Parteispitze mitgetragen und hofiert, und es finden sich immer auch wichtige Parteimitglieder darin, die innerhalb der Partei was zu melden haben.

          Aber wer bloß sind diese drei Nasen, die offenbar die einzigen FDP-Mitglieder zu sein scheinen, die auf diesen Zug setzen?
          Da haben wir einen Benjamin Brandstetter, den finde ich hier:
          http://www.fdp-nw.de/kompetent/12-personal
          Vertreter der jungen liberalen im Kreisverband Neustadt an der Weinstraße
          René Oehler:
          Kooptiertes Mitglied des Kreisverbandes Stuttgart , für die liberalen Schwulen und Lesben (LiSL)
          http://fdpstuttgart.de/kreisvorstand/
          und ein Matteo Müller
          https://fdp-ebe.de/personen/matteo-mueller/
          der in keiner Liste des Kreisverbandes Ebersberg als Mitglied irgendeines Gremiums gelistet ist, nur hier, allerdings gemäß dieses Artikels
          http://www.sueddeutsche.de/muenchen/ebersberg/geschmackloses-zitat-zu-paris-attentat-empoerung-ueber-ebersberger-fdp-mitglied-1.2737791
          sich november 2015 in seiner funktion als Kreisvorsitzende der Jungen Liberalen äußern durfte.
          Offenkundig haben diese drei sich über ganz Baden Würtemberg hinweg finden müssen, und niemand auch nur ansatzweise wichtigen als Fürsprecher finden können.
          Wenn das die einzigen innerhalb der FDP sind, die solchen Mist verzapfen, dann spricht das durchaus für die FDP.

        • „Wenn das die einzigen innerhalb der FDP sind, die solchen Mist verzapfen, dann spricht das durchaus für die FDP.“

          Sehe ich auch so.

        • @maddes&matze
          Hier ist zu lesen, dass die FPD die Behebung des „Gender-Pay-Gap“ anstrebt:

          https://www.liberale.de/content/frauenpolitik

          „Liberale Frauenpolitik bedeutet, das Prinzip „gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ durchzusetzen. Es ist mit nichts zu rechtfertigen, dass Frauen bei der Entlohnung immer noch schlechter gestellt sind als Männer. …“

          Bemerkenswert, da diese Massnahme im hohen Masse anti-Wirtschaft ist.

          Die FDP steht auch positiv zur antiliberalen „Gleichstellungspolitik“:

          „Die FDP setzt sich dafür ein, dass der Anteil von Frauen in Führungspositionen in der Wirtschaft und im öffentlichen Dienst erhöht wird.“

    • Die „Ehe“ ist First & Last & Always, solange die Menschheit existieren wird 🙂

      (Kann man sagen, bestes Album der 80er?)

      • 🙂 Ein Fan!
        Es gibt so viele gute Alben, mir fällt es schwer irgendeines das „Beste“ zu nennen. Aber dieses mag ich schon sehr. Und gerade wegen dem Erfolg kann man darüber streiten ob die Sisters noch als Gegenkultur zählen 😉

        Mal sehen, ob uns die Ehe Always begleiten wird…

        • Das ist natürlich schon vermessen gleich mit dem Superlativ rumzuschmeissen. Was ich der LP immer übel genommen habe war, dass der Oberhit „Temple of Love“ darauf fehlte. Auf der anderen Seite war die Platte ohnehin mehr als vollgestopft (!) mit „Hits“.
          Vielleicht mögen andere sich ja gerne an YELLO/Stella oder Soft Cell/ Non stop erotic cabaret erinnern 🙂

        • _YELLO/Stella oder Soft Cell/ Non stop erotic cabaret erinnern_
          Ich nehm die mal als Kandidaten auf, auch wenn ich sie jetzt erstmal nicht unter Gegenkultur einordnen würde
          Vorher kommt aber Death Metal 😀

        • Death Metal? Das sind doch die, die nicht mehr singen, sondern nur noch röcheln und grunzen können? 😀

        • Death Metal? Das sind doch die, die nicht mehr singen, sondern nur noch röcheln und grunzen können?
          Öhm, ich fürchte Du hast recht. Ich meinte eigentlich Trash Metal, sowas wie Slayer.
          Bei der Suche habe ich aber gerade zwei interessante Titel von der Death Metal/Grindcore Band Napalm Death gefunden: Passive Tense und No-Sided Argument.
          „Interessant“ vom Text, den ich im Gesang nicht ohne weiteres verstehen konnte 😉

  2. Spontangedanke den ich vorhin hatte:

    Daß es schon ewig lange her ist daß ich von einer Feministin das Argument gehört habe „Echte Gleichberechtigung ist erst dann erreicht wenn eine unfähige Frau eine Führungsposition inne hat“

    Komischerweise scheint dieses Argument die letzten Jahre schwer aus der Mode gekommen zu sein … aber es hat sich trotzdem niiiiichts geändert und Frauen sind unterdrüüückt wie eh und je.

    • Hey. Hamwaschonlängst. Eine Kanzlereuse ist ja wohl Führung genug für eine Schickse in Position … Gerüchten zufolge soll sie weiblich sein, nicht neutrum. (Habe ich gehört, nicht überprüft.) (… börk …)

    • Daß es schon ewig lange her ist daß ich von einer Feministin das Argument gehört habe „Echte Gleichberechtigung ist erst dann erreicht wenn eine unfähige Frau eine Führungsposition inne hat“

      Ach so. Dann gab es die Gleichberechtigung schon im tiefsten Mittelalter und möglicherweise schon davor.

  3. „Ein Pärchen hat Sex auf einem Alsterdampfer und muss nun wegen „Erregung öffentlichen Ärgernisses“ insgesamt 2600 Euro Strafe zahlen. Und zwar der Mann 2100 Euro und die Frau 500 Euro. Warum? Weil die Frau gerade Mutter geworden ist und auf die Richterin einen „ganz vernünftigen Eindruck“ machte.“

    http://genderama.blogspot.de/2017/07/gehen-schwarze-nazi-soldatinnen-nicht.html

    Aber als Mann kann man beruhigt sein. Denn dank der Feministinnen wissen wir das Männer nicht strukturell diskriminiert werden können.

    Strukturelle Diskriminierung ist wenn in einer Serie drei Männer miteinander reden und keine Frau dabei ist, die etwas schlaues sagt.

    • „Aber als Mann kann man beruhigt sein. Denn dank der Feministinnen wissen wir das Männer nicht strukturell diskriminiert werden können.“

      Es war sogar noch dicker. Nicht allein, dass der Mann für die Gemeinschaftstat „Geschlechtsverkehr in der Öffentlichkeit“ WESENTLICH schwerer bestraft wurde, hätte aufs Konto der Frau noch ein Faustschlag ins Gesicht des Schiffsführers verbucht und beurteilt werden müssen.

      Aber auch hier haben wir ja die feministische Interpretation des Gewaltbegriffs: „Gewalt ist, was von einem Mann(!) kommt und bei einer Frau(!) Unbehagen erzeugt.
      Dieser Tatbestand war nicht gegeben.

  4. „… A convicted Palestinian terrorist set to be deported after spending over two decades in the US will be seen off by supporters next month in Chicago at a celebration featuring a prominent American feminist activist.

    Rasmea Odeh — sentenced to life in prison by an Israeli military court for her membership in the Popular Front for the Liberation of Palestine and for planting explosives in two 1969 Jerusalem bombings, one of which killed two Hebrew University students, and released in a 1980 prisoner exchange — will be honored as a “farewell” event starring BDS activist Angela Davis. …“

    https://www.algemeiner.com/2017/07/20/ahead-of-palestinian-terrorist-rasmea-odehs-imminent-deportation-from-us-supporters-plan-farewell-event-in-chicago-starring-angela-davis/

    1A-„Connection“ von allem „Intersektionalismus“: Terrorismus, Antisemitismus, Kommunismus, Feminismus. Alle unter einer Decke, seit den 1970ern.

    • Mit Deiner allgemeinen These wäre ich vorsichtig – aber offenbar gibt es in diesem Bereich viele Leute, die gleich auf mehreren Hochzeiten tanzen: Terrorismus, Antisemitismus, Kommunismus, Feminismus.

      „Odeh has been a popular figure on the US campus speaking circuit, recently giving a talk at Northwestern University as a guest of the school’s chapter of Students for Justice in Palestine. […] In April, Odeh was an honoree at the annual conference of Jewish Voice for Peace, appearing alongside Linda Sarsour.“

      Sowas ist natürlich bitter.

  5. „Das Heulen und Zähneklappern der Bundesregierung über Erdogan schwillt ja immer mehr an. Was dabei ein wenig in Vergessenheit geraten ist: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich zweimal als Steigbügelhalter für eben diesen Erdogan betätigt. ….“

    http://www.achgut.com/artikel/hilfe_ich_habe_den_erdogan_aufgeblasen

    Das Begünstigen von Islamismus und Diktatur muss natürlich als „appeasement“ erscheinen können.

    „Die Kunst der Bundeskanzlerin besteht darin, rote Linien zu ziehen, wenn sie nichts mehr nutzen.“

    Das ist aber noch recht auffällig. Besser konnte das Obama (ok, ist auch leichter, wenn man mehr Macht hat als Merkel), der „rote Linien“ zog und dann erst klarmachte, dass sie zu nichts da sind.

  6. So verteidigt die Heinrich-Böll-Stiftung eine rechtextremistische Religion:

    – Natürlich gibt es auch Moslems mit konservativen Geschlechterbildern. Aber die spielen ja keine Rolle und sind gar nicht anders als die, die Deutschland ohnehin schon zu bieten hat!

    Diejenigen, die wegen dieser „konservativen Geschlechtsbilder“ hierher flüchten, werden natürlich auch eiskalt den „Moslems“ zugerechnet, um hier ein weiteres „Argument“ zu haben.

    Was hier „rassistisch“ ist, ist diese herablassende Haltung, mit der die F-linge als „Moslems“ missbraucht werden, um positive Propaganda für den Islam zu machen.

    • „selbst-hassender Onkel-Tom-Verräter und islamophober Heuchler“ — so nennen dann „Linke“ vom Schlage derer von Heinrich-Böll dann die „Moslems“, die nichts mehr mit ihrem Glauben zu tun haben wollen.

    • Der Präsi Israels scheibt es auch Euch ins Buch, Heinrich-Böll-Stitfung:

      „One who does not denounce terror is a partner to it, and has a hand in the deterioration of the whole region into a needless, bloody war“

  7. Habe gerade die Werbung von Dove (Shampoo und Deospray) gesehen. Der Slogan

    „Starke Männer kümmern sich.“

    Zu sehen ist ein Vater, der mit seinem Kind spielerisch herumtobt.

    Ich war doch etwas erstaunt, dass man jetzt Körperpflegeprodukte für Männer bewirbt, indem man nicht mehr das Produkt hervorhebt, sondern die Zielgruppe an ihre familiären Pflichten erinnert.

    Hab selten eine dermaßen platte und blöde Werbung gesehen.

  8. Großalarm in feministischen Kreisen: man kann jetzt mit Sexrobotern Vergewaltigungen üben. Angeblich.

    http://www.newstatesman.com/politics/feminism/2017/07/rape-able-sex-robot-makes-world-more-dangerous-women-not-less
    A rape-able sex robot makes the world more dangerous for women, not less
    By Sian Norris
    21 July 2017

    Man kann jetzt ein Roboterinnenmodell so einstellen, daß sie auf Annäherungsversuchen negativ reagiert. Wenn man dann weitermacht, kann man sich einbilden, man hätte eine Frau vergewaltigt. (Bei diesen Sex-Robotern muß ich immer an die Kuh-Attrappen bei der Rindersamenproduktion denken.)

    Wobei eigentlich jeder Verkehr mit einem Roboter eine Vergewaltigung darstellt, weil derselbe keine Zustimmung zum Verkehr geben kann, weil er überhaupt kein Bewußtsein hat. Also selbst wenn „jajaja komm!“ aus dem eingebauten Lautsprecher plärrt, ist das keine Zustimmung. So gesehen ist es auch keine Ablehnung, wenn „nein! Hau ab!“ aus dem eingebauten Lautsprecher plärrt. Und Vergewaltigung ist sowieso alles, auf den Lautsprecher kommt es schon gar nicht an.

    Ansonsten ist der Artikel ein wunderbares Beispiel für Doppelstandards. Es werden mehrere Untersuchungen, die einen Rückgang von Vergewaltigungen durch die Sex-Industrie belegen wollen, höchst kritisch beäugt und beim kleinsten Verdacht als ungültig zurückgewiesen. Zugleich wird die abenteuerliche These aufgestellt, die vielleicht 100 Männer, die diese teueren Roboterinnen kaufen, würden die Welt für die ca. 300 Millionen Frauen in den westlichen Ländern gefährlicher machen:

    „A rape-able sex robot makes the world more dangerous for women, .. Rather, it creates a space where rape and violence is normalised and accepted. … we should … end the belief that men are entitled to women’s bodies.“

    Panikmache in Reinform. Wenn überhaupt etwas die gefühlte Gefahrenlage für Frauen verschlimmert, dann dieser Text, denn der wird sagen wir mal von 1 Mio Frauen gelesen, die jetzt etwas panischer werden. Die anderen 299 Millionen Frauen merken gar nichts davon, wie drastisch sich ihre Gefahrenlage gerade verschlimmert hat.

    Es geht also nicht um die Abwehr realer Gefahren, sondern um Gedankenkontrolle. Natürlich sollte auch jedem Mann, der einfach so ohne Roboter masturbiert, strengstens verboten werden, sich dabei vorzustellen, er würde eine Frau vergewaltigen. Oder er würde von einer Frau vergewaltigt werden, denn seine Freundin liest gerade 50 shades of grey….

    • „Man kann jetzt ein Roboterinnenmodell so einstellen, daß sie auf Annäherungsversuchen negativ reagiert. Wenn man dann weitermacht, kann man sich einbilden, man hätte eine Frau vergewaltigt.“

      Man angenommen, dem wäre so. Sollte man das verbieten? Ist es nicht besser, wenn sich entsprechend veranlagte Menschen an solchen Puppen abreagieren?

      • @radikalfair:“Ist es nicht besser, wenn sich entsprechend veranlagte Menschen an solchen Puppen abreagieren?“

        Die Frage stellt sich mMn nicht. Die Roboter sind nicht dazu gedacht, als Prophylaxe potentielle Vergewaltiger von Verbrechen abzuhalten, sie erheben auch nicht diesen therapeutischen Anspruch. Es erscheint mir außerdem eher unwahrscheinlich, daß sich tatsächliche Vergewaltiger so einen teuren Apparat leisten können oder wollen oder die Attrappen besonders erogen finden.

        Die feministische Autorin des zitierten Artikels stellt genau die umgekehrte Frage bzw. stellt die These auf: die Roboter erhöhen angeblich bei ihren Nutzern die Bereitschaft zu Vergewaltigungen und gefährden alle Frauen. Ihre Behauptung soll sie mal selber beweisen. Da kommt in ihrem Text außer wilden Spekulationen oder allgemeiner Panikmache aber nichts, es ist auch nicht besonders plausibel. Jedenfalls ziehe ich mir nicht den Schuh an, den nicht vorhandenen Beweis für ihre Behauptung zu liefern (oder das Gegenteil zu beweisen).

    • „… selbst wenn „jajaja komm!“ aus dem eingebauten Lautsprecher plärrt, ist das keine Zustimmung. So gesehen ist es auch keine Ablehnung, wenn „nein! Hau ab!“ aus dem eingebauten Lautsprecher plärrt.“

      Das ist der entscheidende Punkt! Sian Norris nimmt hier eine begriffliche Verschiebung vor. Eigentlich ist es so: Roboter haben kein Bewußtsein, sie haben noch nicht einmal (biologische) Triebe. Folglich können Roboter weder zustimmen noch ablehnen, sie können weder dafür sein noch können sie dagegen sein. Und darum kann man Roboter nicht vergewaltigen, man kann noch nicht einmal *mit* ihnen Sex haben.

      Diesen fundamentalen Punkt verschleiert Norris und gleicht die Roboter den Frauen an: mann kann gegen ihren Willen handeln, mann kann sie vergewaltigen (muß aber vorher erst mal den „eigenen Willen“ der Roboter entsprechend einstellen, damit sie etwas gegen den Sex haben).

      Und dann überträgt Norris das imaginierte Verhalten von Männern – sie vergewaltigen (angeblich) Roboter – auf Frauen: Wenn Männer erst mal damit anfangen, einen Roboter zu vergewaltigen, dann werden sie erst recht anfangen, Frauen zu vergewaltigen.

      (Man vergleiche: Wenn eine Frau erst mal damit anfängt, mit ihrem eigenen Kind zu spielen, dann wird sie erst recht damit anfangen, mit den Kindern anderer Frauen zu spielen.)

      • Die einzige Vergewaltigung, die im Machwerk von Norris klar in Erscheinung tritt, ist die der Ehrlichkeit und des Bemühens um eine Wahrheit.

        Man versteht hier unmittelbar, warum solche Leute der SJW zu psychopathischen Abartigkeiten neigen. Man kann auch nachvollziehen, dass das Betätigungsfeld der „Sozialen Gerechtigkeit“ solche Typen geradezu anzieht wie ein Magnet.

        Absolut gruselig, dass sowas überhaupt „guter Ton“ sein kann, bzw durch „repektable“ Massenmedien verbreitet wird.

        Aber wenn man sieht, mit welcher Unmenschlichkeit die ach so humanen westlichen Medien mit Israel verfahren, dann passt eins zum anderen, die ganze „Opferolympiade“.

  9. Der „Monitor“/ARD-Redaktionsleiter zeigt uns „Was AfD-Anhänger unter Meinungsfreiheit verstehen.“ und zitiert „Und wissen Sie, was mich am meisten ankotzt? Solche „Journalisten“ wie Sie, mit meinen Zwangsgebühren bezahlen zu muessen.“

    Ich kann Herrn Restles Auffassung nicht verstehen, warum er meint dieser tweet sei nicht von der Meinungsfreiheit gedeckt. Möglicherweise ist für den „Monitor“-Redaktionsleiter die „Meinungsfreiheit“ etwas völlig Verschiedenes von dem was darunter allgemein verstanden wird. Vermutlich glaubt er wie alle guten „Progressiven“ heute, dass Meinungsfreiheit nur das Privileg gewisser unterdrückter „Geschlechter“ und „Rassen“ sein kann…

    • „Und wissen Sie, was mich am meisten ankotzt? Solche „Journalisten“ wie Sie, mit meinen Zwangsgebühren bezahlen zu muessen.“

      Ist der geistig behindert? Meinungsfreiheit hat nichts damit zu tun das die ÖffRechtlichen über Zwangsgebühren finanziert werden. Restle versucht es aber so darzustellen oder was? Das es für die Meinungsfreiheit erforderlich ist das sie über Zwangsgebühren finanziert werden?

      • „Ist der geistig behindert?“

        Nicht unbedingt. Wenn der unverschämte Ton des ADFlers gemeint war, dann hat Restle mMn recht. Man kann sich auch anders ausdrücken.

        Wenn Restle nicht die Verpackung, sondern den Inhalt (der in erster Linie die Beurteilung der Arbeitsqualität der ARD-Journalisten ist) meinte, lag er völlig daneben.

        • Was hat der Tonfall mit Meinungsfreiheit zu tun, solange der Tonfall nicht in juristisch belangbare Bereiche rutscht?
          Es bleibt nur, dass Restle entweder Tonfall von Meinung nicht trennen kann kann oder Kritik an ARD-Journalisten nicht für eine erlaubte Meinung hält.

          Fail in beiden Fällen.

        • „dass Restle entweder Tonfall von Meinung nicht trennen kann“

          Genau das wird der Fall sein. Darum ging doch die ganze „hatespeech“-Kampagne unser geschätzten Regierung: um die Deligitimierung der Meinungsfreiheit, weil Meinung sich nicht die Freiheit rausnehmen soll, auf „Hass“ zu beruhen (wobei „Hass“ für die natürlich längst nicht nur übertriebene negative Emotionalität ist, sondern vor allem „strukturell“ bedingt ist – also mit „falschen Meinungen“ gleichzusetzen ist).

    • Wären die Rollen vertauscht, hätte queen maya da bestimmt kein Problem mit… nein noch besser:

      Wenn ein Mann von einer Frau verletzt wird, hat er bestimmt etwas falsches getan und da macht es auch keinen Unterschied wenn sie 18 und er 8 Jahre alt ist.

      Widerlich

      • Diese Frau beklagt sich bestimmt auch über Hass der ihr entgegen schlägt und sie den Grund natürlich keinesfalls in dem was sie so auskotzt.

    • Also wenn ich diesen Text richtig verstanden habe, dann wurde die Buchvostellung/Rede von Dawkins gecancelt, weil er irgendwann in der Vergangenheit mal, etwas beleidigendes gegen den Islam gesagt haben soll.

      Er hatte allem Anschein nach nicht vor, während seines Vortrags den Islam zu kritisieren! Das war überhaupt nicht sein Thema.

      Es spielt also nur noch eine Rolle, ob man irgendwann in der Vergangenheit etwas gesagt hat, was irgendjemand als beleidigend empfinden könnte?

      • So geht das doch immer, wenn irgendjemandems Redeauftritt getrichen werden soll….. Es wird einfach irgendwas behauptet oder hingebogen.

  10. Ein kleines Lehrstück zu der alten Frage „Reden wir hier von Feministinnen oder von Frauen?“, welche in den Kommentaren ja immer mal wieder kontrovers aufkocht.

    Vor dem Botanischen Garten in Hamburg steht diese Statue:

    Sie hat den Titel:
    Adam plündert sein Paradies

    Und eine Erklärung gibt es auch

    Dieser Adam ist kein Idealbild, denn er steht für die Menschheit, die im Begriff ist, das Gleichgewicht der Natur und sich selbst zu zerstören.
    Hier soll mahnend daran erinnert werden, dass ein Paradies zu verlieren ist.

    Zur Erinnerung (1.M 3.6):

    Und die Frau sah, dass von dem Baum gut zu essen wäre und dass er eine Lust für die Augen wäre und verlockend, weil er klug machte. Und sie nahm von seiner Frucht und aß und gab ihrem Mann, der bei ihr war, auch davon und er aß.

    Die Plastik ist nicht vielbeachtet. In der Welt immerhin wird sie in einem Artikel über den Garten erwähnt. Die Autorin Julika Pohle ist (auch in ihren anderen Artikeln) nicht erkennbar feministisch.

    Vor dem Botanischen Garten steht ein nackter Adam. Dieser erste Mensch ist kein Sympathieträger, er ist fett, feist und verfressen. Während er noch den folgenschweren Apfel verschlingt, holt seine dritte Hand schon die nächste verbotene Frucht vom goldenen Baum. „Adam plündert sein Paradies“ heißt die Skulptur von Waldemar Otto, die daran gemahnt, dass wir mit dem Gleichgewicht der Natur naturgemäß auch uns selbst zerstören. Wir haben schließlich ein Paradies zu verlieren.
    (…)
    Erkenntnisse, auch ohne Apfelklau, bringt jeder Besuch im Hamburger Eden. Hiermit distanziere ich mich von Adam.

    (Betonung meine)

    Ich fragte die beiden Frauen (auch keine erklärten Feministinnen), in deren Begleitung ich vor Ort war, ob hier nichts fehle?
    Fragende Blicke.
    „Wo ist Eva?“
    Blicke wie Autos.

    Nicht der Mensch zerstört die Natur. Der Mann zerstört die Natur.
    Davon jedenfalls sind die besseren der Menschen insgeheim überzeugt. Das ist das Gefühl des Besserseins ihnen wert.

    Ein Michael weiß auf Flickr zu berichten:

    Weil es schon bei Adam enorme Kritik hagelte, hat man den Plan eine Eva dazuzustellen aufgegeben.

    Man mag sich wirklich kaum die Empörung vorstellen, die unweigerlich auf die Behauptung folgen würde, Frauen seien an der Zerstörung der Natur maßgeblich beteiligt.

    Manntje, Manntje, Timpe Te,
    Buttje, Buttje in der See,
    myne Fru de Ilsebill
    will nich so as ik wol will.
    (…)
    »Ja,« säd de Mann (nach dem ersten Wunsch, als sei ein feines neues Haus haben), »so schall’t blywen, nu wähl wy recht vergnöögt lewen.« »Dat wähl wy uns bedenken,« säd de Fru.

    Wir reden hier von Frauen.

  11. Eigentlich OT aber dennoch eine Momentaufnahme dieses Landes:

    Weg – Einfach nur weg!

    „Dieses Land ist nicht mehr zu ertragen. Nicht nur wegen einer lispelnden Raute mit Uckermark-Hintergrund, einem manifestistierten Manierismus wie Political Correctness oder Feminismus, anstehender Altersarmut, babylonischer ‚Sprachvielfalt‘ oder drakonischer Schröpfung der eigenen Bürger.

    Egal wohin man schaut, ob nun Steuern, Abgaben für den Staat bis Mitte Juli, sich potenzierende Verordnungen, Erlässe, Restriktionen, plötzliche & politische Kehrtwendungen („Mit mir wird es keine … geben“) – Alles geht nur noch den Bach herunter.

    Saturierte Politiker zeigen den Einwohnern einen politischen ‚Stinkefinger‘, nennen das, sie ernährende Volk, einfach nur noch das „Pack“ oder „Dunkeldeutschland“, sobald es sich beginnt zu wehren und/oder eben aufzubegehren …“

    https://emannzer.wordpress.com/2017/07/20/weg-einfach-nur-weg/

    • Finde ich ein wenig überzogen.

      Bei aller berechtigten Kritik – im allgemeinen geht es den Leuten in Deutschland ziemlich gut.

      Nur mal ein Beispiel: Vor etwa einem Jahr hab‘ ich mit einem Taxifahrer gesprochen – ein Deutscher, der seit 2005 in den USA gelebt hat und 2011 zurück nach Deutschland gekehrt ist. Sein Grund: die wirtschaftliche Misere seit 2008 (Finanzkrise und die Folgen). Er sagte, die Lebensverhältnisse in den USA seien derart schlecht, er habe sich nach Deutschland „retten“ müssen.

      Das ist sicherlich eine subjektive Sicht, die auch noch punktuell ist (also nicht auf die gesamte USA übertragen werden kann). Und dennoch würden mir solche Einschätzungen zu denken geben.

      Wohin willst Du denn „weg“? Nach Russland – nach Spanien – nach Schweden – nach Canada – nach Indien?

      Nee, mal im Ernst – Deutschland ist nicht so schlecht. Es gibt viele, sehr viele Mißstände – lies nur mal die Bücher von Jürgen Roth oder von Hans Herbert von Arnim, oder auch die Sachen von Werner Rügemer.

      Ist ja alles richtig mit der Kritik – und doch muß man anerkennen, daß es trotz all dieser Scheiße den Leuten in Deutschland im Großen und Ganzen ziemlich gut geht.

    • Ich bin für ein Verbot der Vollverschleierung im öffentlichen Raum, ausserdem für ein Verbot des Kopftuches in den Schulen.
      Beim Burkini habe ich eine etwas andere Meinung. Frauen aus beispielsweise Afghanistan, die sich verschleiern mussten, haben sehr wahrscheinlich ein viel ausgeprägteres Schamgefühl als Frauen, die hier aufwuchsen und sich schon im Kindesalter in den Badeanstalten vergnügten. Ich würde deshalb den Burkini erlauben.

  12. Wikipedia ist ja gerne feministisch, wenn es um die einschlägigen Themen geht. Insgesamt aber wird Wikipedia zu 90 Prozent von Männern geschrieben.

    http://www.spiegel.de/netzwelt/web/frauen-in-der-wikipedia-schreiben-statt-schweigen-a-1158671.html

    Jeder und jede kann bei Wikipedia mitschreiben. Es gibt keine Einstellungsgespräche, keine erforderliche Qualifikation, keine wie auch immer geartete Hürde. Keine Diskriminierung nach Geschlecht, Hautfarbe, Alter, Nationalität oder sexueller Orientierung.

    Trotzdem nur zehn Prozent Frauen bei diesem vom Ansatz her ziemlich großartigen Projekt, das alles Wissen der Welt allen Menschen zur Verfügung stellen will. Warum ist das so?

    Der Artikel bietet einige Erklärungen an: Frauen seien zu beschäftigt, hätten nicht genug Selbstbewusstsein, fühlten sich in der Wikipedia-Kultur nicht wohl, müssten damit rechnen, das ihre Einträge gelöscht oder überschrieben würden.

    Ich denke: Männer haben mehr Interesse, Engagement, Tatkraft, Spezialwissen. Das ist eben auch Arbeit und macht Mühe. Dass so wenig Frauen schreiben, liegt am fehlenden Einsatz der Frauen. Und an nichts sonst. Es ist Blödsinn, die Verantwortung dafür nun wieder Männern zuzuschieben.

    • Das hat mit mansplaining zu tun.

      Es ist wie mit fast allem, was Feministen behaupten: da ist ein wahrer Kern, der aber so verzerrt negativ wahrgenommen wird, dass am Ende nur noch eine Lüge übrigbleibt.

      Männer reden gern über das, was sie wissen, vermuten und denken. Man braucht diesen Blog gar nicht zu verlassen, um zu sehen, dass das stimmt. Wikipedia nutzt einen offensichtlich ganz natürlichen Drang im Manne aus: Du weißt etwas? Erzähl es allen. — Oh ja!!

      Wären Männer wie Frauen, gäbe es keine Wikipedia. Es gäbe gar nichts, wir wären froh, wenn schon irgendjemand auf die Idee mit den Strohhütten gekommen wäre.

      https://www.avoiceformen.com/feminism/mansplaining/

      Sobald es um eine Plattform geht, die Selbstdarstellung zum Gegenstand hat (pinterest) oder was man über jemand anderen zu sagen hat (twitter), gibt es keine technische Hürde, von der die Damen aufgehalten werden könnten.

      • Mann, hör‘ mal auf, solche Sachen zu schreiben.

        Nach jedem Deiner Beiträge muß ich drunter kommentieren „Genau“ oder „Richtig“ oder „Guter Punkt“ oder so – dieser Zwang zur verbalen Variation (Diversity rules!) macht mir voll den Streß, ich bin schon ganz außer Puste: so viele verschiedene Worte hab‘ ich nicht drauf, ich bin nur ein Mann, gelle 😉

    • „Jeder und jede kann bei Wikipedia mitschreiben. Es gibt keine Einstellungsgespräche, keine erforderliche Qualifikation, keine wie auch immer geartete Hürde.“

      Naja, so einfach ist es dann doch nicht. Ich redigier gelegentlich WIKI-Beiträge, wenn dort offensichtlich Falsches steht.
      Die Überarbeitung steht nur wenige Sekunden und wird dann – wohl automatisch – rückgängig gemacht.
      Irgendein anonymer Mod(?) überprüft dann die Bearbeitung und stellt sie dann – manchmal Tage oder Wochen später – wieder online, oder lässt sie im „Rückgängig“-Modus.

      Dass Frauen auch hier kaum präsent sind, liegt wohl – wie überall sonst auch – an der fehlenden narzisstischen Rendite.

      • Das wusste ich nicht. Aber es geht jedenfalls nicht nach Geschlecht. Sondern nach der Qualität des Beitrags. Ich wollte Wikipedia auch nicht in den Himmel loben. Da stehen auch viele fragwürdige und falsche Dinge drin.

  13. Nachfolgend findet Ihr eine Presseschau der letzten Woche unter anderem mit folgenden Themen:

    Kaum Terrorgefahr von links
    Lügen die Medien?
    Aufklärung als Possenspiel
    Warum es eine Linke braucht
    Reiche unter sich
    AfD wildert bei SPD-Wählern
    Wider den Kulturkampf
    Einmal Außenseiter, immer Außenseiter
    Eine Demo, die Eintritt verlangt, ist keine Demo
    Privatschulen sind staatlich geförderte Ungleichheit
    Der „Krieg gegen das Bargeld“ ist eine milliardenschwere Ölquelle für den Finanzsektor
    Die Heuchelei der Weinerlichen
    Roma: Bürger zweiter Klasse?
    Einmal unten, immer unten
    Der Tierwelt droht ein neues Massensterben
    Bist du nicht weltoffen, wirst du geschlossen
    „Poppers Traum ist in Gefahr“
    Urban Priol Mitternachtsspitzen
    Wählerschaft der Parteien
    Flüchtlinge und Terror: Wie nahe ist der Nahe Osten?
    Die Moral der Überzeugten
    Frauen werden ausserhalb des Fussballplatzes ausgegrenzt

    https://man-tau.com/2017/07/23/die-man-tau-wochenshow-vom-23-juli-2017/

  14. Konkret wird dieser entsetzlich dumme und verschwurbelte Zeit-Artikel nicht, aber indirekt wird eine „Kapitalismuskritik“ als absolut notwendig dargestellt, weil der „Kapitalismus“ angeblich die „Lebensgrundlagen der Menschheit“ zerstören würde:

    „Der globalisierte Kapitalismus ist …. der auf Hochtouren laufende Motor der Produktion und Reproduktion krass ungleicher Lebensverhältnisse – und einer historisch einzigartigen Zerstörung der natürlichen Lebensgrundlagen der Menschheit.“

    http://www.zeit.de/kultur/2017-07/g20-gipfel-linke-globalisierung-kapitalismuskritik/komplettansicht

    Kurz vorher war diese polemische Ablehung (eines anderen Zeit-Artikels) zu lesen:

    „…. „Kapitalismus abschaffen“ sei die gemeinsame Quintessenz aller linken Politik. In der Tat: Dünner geht’s nimmer – oder ginge es jedenfalls nicht, wenn dem denn wirklich so wäre. Aber von welchen Linken hat man diese ultimative Forderung zuletzt gehört? Wo ist diese bis zur Dümmlichkeit herabstilisierte Parole in der neueren Geschichte liberaler Demokratien denn faktisch zur „Kontingenzformel“ linken Protests geworden, wo gar zum Motiv einer linken politisch-programmatischen Agenda?“

    Die sogenannte „Kapitalismuskritik“ ist der allgemein in der Linken (und drüber hinaus!) verbreitete Ansicht, dass „Kapitalismus“ ein wenn nicht gleich abzuschaffendes Grundübel sei, doch an allen Ecken und Enden „reguliert“ werden muss. Reiner Anti-Kapitalismus, was man daran erkennen kann, dass die „Kritik“ niemals sachlich oder gar fachkundig ist. Die „Kapitalismuskritik“ bei den Linken fängt immer schon als enthemmte, fortgeschrittene Verschwörungstheorie an: „Die Weltbank……“, „Der Neoliberalismus ….“ oder den Bösewicht du jour bitte einsetzen.

    Dieser grundsätzliche Antikapitalismus, wie er auch hier als sinnstiftendes Zentralelement von „links“ dargestellt wird, ist sicherlich einer der Hauptgründe für die Verblödung der Linken und dem, was sich gerne „kritische Öffentlichkeit“ schimpft.

  15. Die „Zeit“ beschäftigt sich mit rechtspopulistischen Frauen:

    „Welchen Anteil haben Frauen am Rechtsruck der vergangenen Jahre? Sind sie sogar die besseren Rechtspopulisten, weil sie den radikalen Kern rechter Politik besser verschleiern können als Männer? Und was hat das alles mit dem Feminismus zu tun? Sind Le Pen, Petry und Weidel am Ende gar – ganz gegen den Willen ihrer Parteien – Feministinnen?“

    http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2017-07/rechtspopulismus-frauen-marine-le-pen-frauke-petry/komplettansicht

    Da stehen ein paar interessante argumentative Klimmzüge drin…

  16. Sind Frauen die besseren Rechtspopulisten?
    http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2017-07/rechtspopulismus-frauen-marine-le-pen-frauke-petry/komplettansicht

    Und so fängt es an: „Vor fünf Jahren brachte die amerikanische Journalistin Hanna Rosin ein Buch heraus, über das damals viel diskutiert wurde. Es hieß Das Ende der Männer, wurde mit dem Slogan „Das 21. Jahrhundert wird weiblich“ beworben und traf offenbar exakt den Nerv der Zeit.“

    Kenn ich nicht, aber solche Bücher sind seit ein paar Jahrzehnten auf dem Vormarsch.

    Kann es nicht sein, dass weil diese essentialistische Sicht auf die Welt („Das Weibliche“ ist besser) eine politisch *rechte* ist, diese „empowerten Frauen“ insbesondere in rechten Parteien Erfolg haben?

    Auf diese Idee würde man bei der Zeit naürlich nicht kommen, denn das mit der besseren oder irgendwie überlegenen „Natur“ der Frau wird auch dort zu einer linken Idee erklärt. Weil es ja links ist, irgendwelchen Utopien und utopischen Bildern zu huldigen…

    Deshalb muss es ja irgendwie an der Frau selbst liegen, dass solche bei den Rechten so weit verbreitet und dominant sind, die Zeit fragt: „Sind sie sogar die besseren Rechtspopulisten, weil sie den radikalen Kern rechter Politik besser verschleiern können als Männer?“
    Sogar die ungeheuerlichste Frage überhaupt wird gestellt: „Sind Le Pen, Petry und Weidel am Ende gar – ganz gegen den Willen ihrer Parteien – Feministinnen?“

    Angeblich sei der „weiblichere Rechtspopulismus der Gegenwart“ „anschlussfähiger“. Indirekt, aber deutlich wird also hier das angeblich trickreichere weibliche Wesen für den Erfolg des „Rechtsextremismus“ verantwortlich gemacht. Diese Frauen würden die dämlichen Wähler in den Rechtsextremismus tricksen: „Äußerlich unterscheidet man sich in nichts mehr von den demokratischen Parteien.“ Weiter: „Frauen eignen sich hervorragend als Postergirls dieses Imagewandels , sie spielen ihre Rollen überzeugender – auch weil es von Frauen ohnehin erwartet wird, zwischen Alltag, Familie und Beruf stets mehrere Rollen einzunehmen.“

    So eine Argumentation in anderem Zusammenhang wäre existisch-misogyn, aber wenn es gegen „rechts“ geht, ist das ja erlaubt.

    An dieser folgenden, verworrenen, Stelle wird dann sogar ausdrücklich positiver Bezug auf „älteste Geschlechterklischees“ genommen:

    „An Verwirrung in Bezug auf die Geschlechter ist den Rechtspopulisten sehr gelegen. Das hat mit ihrem ambivalenten Verhältnis zur Gewalt zu tun. Je gewaltloser sie trotz ihrer aggressiven Politik erscheinen, desto erfolgreicher agieren sie. Frauen helfen ihnen dabei, denn es gehört nun einmal zu den ältesten Geschlechterklischees, dass Frauen gegenüber Gewalt abgeneigter sind als Männer.“

    Lustig, wie dann der Aufsatz sich erstmal scheinbar distanziert: „Ob das wirklich so ist, kann niemand sagen.“, um dann mit deutlichem Verweis auf die Gender-Ideologie doch zuzustimmen: „Stereotype entfalten ihre Macht, weil viele an sie glauben, an ihnen unbewusst festhalten, sie reproduzieren.“

    Nebenbei bemerkt kann die Gender-Ideologie auch gar nicht anders als „Stereotype“ bejahen. Es ist ja der einzige Weg, wie die Realität durch „Reproduktion“ (man könnte auch „Beschwörung“ sagen) geschaffen wird. Also muss man sich damit abfinden und *andere* Stereotype, aber immer noch Stereotype, zu bejahen!

    Die ideologisch notwendige Zustimmung zu Stereotypen führt dann zu der paradoxen Situation, dass nur die altbekannte Stereotypen „reproduziert“ werden, wie hier die grössere Verschlagenheit der Frau.

    Was die Autorin Hensel unter „Feninismus“ wirklich versteht, muss übrigens auch verworren sein. Zum Ende des immer belangloser dahinplätschernden Artikels kommt das Resumee:

    „Der moderne Rechtspopulismus hat ein weibliches Gesicht und er hat auch eine weibliche Seele. Er ist ein Produkt des Feminismus, der Feminisierung unserer Gegenwart, ohne gleichzeitig feministisch zu sein.“

    Inwiefern er ein „Produkt des Feminismus“ wäre wird aber leider gar nicht erläutert. Aber Feministen erklären sowieso nie und beschränken sich auf die Verkündigung ihrer Offenbarungen.

    Sehr schön ist auch, dass der Schluss des Aufsatzes die zentrale Idee der Emanzipation (in erster Linie für sich selbst da zu sein, der Selbstzweck der Existenz) als „reaktionär“ bezeichnet wird:

    „Es gibt offenbar viele Männer und auch viele Frauen, denen an so einer reaktionären Bewegung mit modernem Antlitz gelegen ist. Sie gewährt den Frauen Mitsprache, sogar Führung, und organisiert dennoch den geordneten Rückzug in alte und überkommene Auffassungen davon, wofür Männer und Frauen da sind. Nämlich nur für sich selbst und für jene, denen sie zugestehen, zu ihnen zu gehören.“

    Aber so müssen kollektivistisch-totalitär ausgerichtete Ideologinnen, wie sie Jana Hensel eine sein dürfte, das mit dem Individualismus notgedrungen darstellen. Der muss ja anti-progressiv, also per def. „reakionär“ sein.

    Nach diesem Artikel empfiehlt die Zeit in der Reihe „Rechtspopulismus“ übrigens einen vom Februar mit dem Aufruf als Titel „Schafft die Wahlen ab“….

  17. Zentralrat der Juden warnt vor AfD
    http://www.zeit.de/politik/deutschland/2017-07/antisemitismus-zentralrat-afd-josef-schuster-judenhass

    „Ich habe aber das Gefühl, dass die AfD keine Hemmungen hätte, auch gegen jüdische Menschen zu hetzen, wenn es opportun wäre.“
    und
    „Das Problem des muslimischen Antisemitismus sollte die ganze Gesellschaft sehr ernst nehmen, ohne zugleich alle Muslime unter Generalverdacht zu stellen“, sagte Schuster.“

    „Muslime unter Generalverdacht“ geht ja gar nicht. Egal, was die machen. Bei anderen reicht die vorgestellte Möglichkeit zu einem „Generalverdacht“, da muss man nicht zimperlich sein.

    Herr Schuster teilt halt die „gemeinsamen Werte“ eher mit den Moslems. Was bekanntlich im Falle der „strategischen Partnerschaft“ von SPD und Fatah von grösstem Erfolg gekrönt war, siehe auch:

    http://www.achgut.com/artikel/freispruch_vom_generalverdacht

  18. Einen offenen Brief – an wen? Für unsere*n Freund*in Scz, ein*e femme/nicht-binäre DJ of Color, waren Konstantins Kommentare nicht nur wenig überraschend, sondern einfach „totaler Müll“. Scz erklärte uns: „Ich kenne keine einzige femme/queer oder als femme wahrgenommene DJ oder Musikproduzent*in, die kein Riesenarchiv solcher Anekdoten hat über ständiges Mansplaining über Tontechnik, über Männer, die während du arbeitest, Equipment anfassen, oder die Erwartung von Promotern, dass du zusätzlich zur abgelieferten Musik, dem Vibe und der Kuration ihrer Räume auch noch als das erscheinst, was traditionell von der weißen cis heteronormativen kapitalistischen Gesellschaft als attraktiv wahrgenommen wird. Verglichen mit meinem derzeitigen Partner (der männlich ist) muss ich genauso hart und sogar noch härter arbeiten, um Gigs zu booken. Dazu kommt, dass männliche Promoter, Clubbesitzer oder Künstler häufig zusätzlich zu meinen DJ-Skills auch noch emotionale Arbeit von mir einfordern. Und ich lasse hier sexuelle Belästigung und Missbrauch außen vor, die sehr oft dazugehören, wenn man auch nur versucht, eine femme DJ zu sein.“

    [..]

    Dies ist eine alte Diskussion über ein tiefgreifendes und noch immer höchstaktuelles Problem: Einige dieser Männer sind stumpf und fahrlässig genug, um ihre Meinung öffentlich zu teilen, während andere sie im Privaten verbreiten oder halt wenn sie high sind, während sie in der Öffentlichkeit als „gute Jungs“ posen und bei tobendem Beifall sämtliche feministischen Cookies absahnen. Es gibt ein größeres Problem, über das wir heute sprechen möchten: Konstantins Kommentare sind nur die sichtbare Kruste der vielschichtigen, pathetischen, komplexen Lasagne von White Man Techno Bullshit, wie Discwoman es so treffend benannten. Darunter wird klar, dass die globale Techno-Industrie, insbesondere in Europa, eine Welt erhält, in der weiße männliche Technomusiker riesigen Einfluss haben und Riesenmengen Geld scheffeln. Wer profitiert in dieser Szene am meisten, erhält die meiste PR und das meiste Geld? Ihr habt es erraten: weiße cis Männer.

    In Folge der jüngsten Konstantin-Episode öffnet das Ally-Theater wieder seine Vorhänge. „Das Tollste finde ich immer, wie all die Männer sich in den Kommentaren tummeln, um zu zeigen, wie schlimm sie das finden, wo doch alle wissen, dass sie genauso fürchterlich sind“, sagte unser*e Freund*in R. „Es ist so einfach, Punkte zu sammeln, indem du etwas verteufelst, wenn du und deine eigenen Kumpels eigentlich noch schlimmere Dinge sagt, aber schlau genug seid, es nur im Privaten zu äußern.“

    [..]

    Was diese Typen tun sollten, ist Platz machen für andere – aber fast keiner von ihnen ist bereit, den damit einhergehenden finanziellen Schlag zu schlucken oder zu riskieren, „uncool“ zu erscheinen oder als „Verräter“ des Boys’ Club verschrien zu werden. Nur weil du mal auf everydayfeminism.com einen Artikel über kulturelle Aneignung gelesen hast, deine coole Freundin dir gratis eine maßgeschneiderte Privaterziehung über Sachen gegeben hat, die eigentlich zum Grundwissen gehören, und du einmal eine Schwarze DJ für deine Party gebucht hast, bedeutet das noch lange nicht, dass du aus dem Schneider bist. Solange unsere Infrastruktur von diesem White Man Techno Club Bullshit dominiert wird, muss noch viel mehr Arbeit geleistet werden, um auch nur einen kleinen Schritt in Richtung Parität zu gewährleisten. Möglicherweise dreht sich die Party nicht um dich.

    https://missy-magazine.de/blog/2017/06/29/techno-aus-dem-mittelalter-gegen-sexismus-in-der-technoszene/

    JEDER VERDAMMT ABSATZ IST SO!!!

    Das ist so zum totlachen. Wie kann man nur so viel Bullshit produzieren!

    via

    http://www.youtube.com/watch?v=0Gd-DCJD_Xk

    Falls jemand eine feministische Kritik an diesem Text findet, immer her damit!

  19. Lauren Southern ist „likely to cause loss of life“ !!!
    Vermutlich weil sie einige safe spaces stört und die Insassen voraussichtlich infolge ungewohnten Gedankenguts in tödliche Schockstarre verfallen werden.
    Die Todesprognose kommt offiziell von Patreon, die mit dieser Begründung das Konto von Lauren Southern gekündigt hat:

  20. Ich habe bei @real_peerreview ja manchmal den Verdacht, die kramen uralten, weitgehende vergessenen Blödsinn aus den Archiven – wieder eine Hoffnung weniger, das folgende ist erst gut eine Woche alt:

    http://journals.sagepub.com/doi/abs/10.1177/0038040717720981

    Reproducing (and Disrupting) Heteronormativity: Gendered Sexual Socialization in Preschool Classrooms
    Heidi M. Gansen
    First Published July 14, 2017 Research Article

  21. Drah‘ Di net um, die Grünen-Stasi geht um!

    http://www.achgut.com/artikel/drah_di_net_um_die_gruenen-stasi_geht_um

    „Die Heinrich-Böll-Stiftung, die politische Stiftung der Grünen, ist mit einem „Antifeminismus-kritischen Online-Lexikon“ an die Öffentlichkeit gegangen. ……“

    „… Vielleicht das Komischste an Agentin ist, dass gerade das spiegelbildliche Gegenstück zu der Frage, deren Beantwortung man sich dort zur Leitaufgabe gemacht hat, die wirklich interessante wäre. Weitaus interessanter nämlich als die Frage nach Netzwerken, vermöge derer jene Personen „auf Politik und Öffentlichkeit“ Einfluss nehmen, die Gender-Fanatiker als „antifeministische Akteur_innen“ ausgemacht haben, wäre diese Frage: Wie in aller Welt haben es Vertreterinnen einer rein ideologischen Pseudowissenschaft geschafft, zu solch einem Einfluss auf Politik, Medien und Bildungswesen zu gelangen?

    Welche sozialen Mechanismen und Netzwerke haben das eigentlich erlaubt? Wie war es möglich, dass die bereits Anfang der 1990er Jahre vorliegende Ideologie der dritten Feminismus-Welle in den 2010er Jahren– ohne irgendeine öffentliche Aufklärung oder Diskussion – zu einer Art Staatsdoktrin wurde, die, mit Unmengen von Steuergeldern gefördert, Einfluss auf alle Aspekte privaten und gesellschaftlichen menschlichen Lebens zu nehmen begann? Wie geht denn so etwas? Das wäre eine interessante Frage.“

    „…Immer wieder, hier und andernorts in öffentlichen Diskursen, stützt sich Genderisten-Rhetorik auf dieselben perfiden Suggestionen, die längst politmedialer Mainstream sind: Wenn du dich gegen den Genderismus stellst, dann bist du gegen den Gleichstellungs-Feminismus. …“

  22. Hier zeigt uns die „Zeit“, was sie unter „Meinungsfreiheit“ versteht:

    Die wilden Kerle des Netzes — Eine Kolumne von Ulrich Ladurner
    http://www.zeit.de/politik/deutschland/2017-07/anonymitaet-im-internet-leser-kommentare-5vor8

    „Ich diskutiere gerne mit Usern. Aber nicht so gerne mit solchen, die sich hinter der Anonymität verstecken. Und meist nur wüten. Meinungsfreiheit geht anders.“

    Fazit der kleinen Einleitung: Anonymität schadet der Meinungsfreiheit. Wer die Anonymität wählt, tut dies, um finsteren Emotionen zu folgen und das ist es, was mit der Meinungsfreiheit unvereinbar ist.
    In der Zeit wird also genau die gleiche Geisteshaltung vertreten wie vom Chef des ARD-„Monitor“ (s. post oben).

    Ganz interessant ist die Rhetorik, die hier zum Einsatz kommt. Zuerst wird mit einem plumpen Verweis auf unsinnige Usernamen die Grundlage geschaffen, warum man gewisse „User“ (!, eine Ent-Menschlichung, die schon Richtung „Trolle“ unterwegs ist) überhaupt nicht ernst nehmen muss:

    „Ich mag Leser, die mich klüger machen. Aber was soll ich mit Usern umgehen, die sich Amalias deutsche Schwägerin nennen, oder pfanni_on_fire?“

    Auf jeden Fall erweist sich der Autor damit nebenbei als humorlose Spassbremse. Und weiter geht´s mit dieser Art:

    „Ich kann mich nicht an anonyme Leserzuschriften gewöhnen. Ihnen haftet etwas Hinterhältiges an. Wer sein Gesicht nicht zeigt, wer seinen Namen nicht nennt, dem kann ich nur schwer trauen. Das gilt für die digitale wie für die analoge Welt.“

    Wer seine Meinungs also anonym absondert ist so eine Art feiger Heckenschütze. Wie auch immer, was besonders interessant an dieser Stelle ist, ist die Erkenntnis, dass für unseren Schützer der Meinungsfreiheit beim Gedankenaustausch *das Persönliche* im Vordergrund steht und die *Qualität der Argumente* gar kein Kriterium ist. Denn – so suggeriert der Autor – wer anonym ist, will ohnehin nur grundlos stänkern. Verbürgte Autorität ist alles, da kann nicht jeder daherkommen!

    Richtig perfide wird unser humorloser, autoritätsgläubiger Kämpfer für die Meinungsfreiheit dann aber auch noch, indem er die Internet Anonymen mit vermummten Gewalttätern gleichsetzt:

    „Bei Demonstrationen gilt in Deutschland ein Vermummungsverbot. Das hat seinen guten Gründe. Der G20-Gipfel in Hamburg hat das gerade eben bewiesen. Vermummte hatten es darauf angelegt, getarnt möglichst viel Schaden anzurichten. Sie waren nicht interessiert am Protest mit offenem Visier.“

    Das ist perfide, weil es reine Meinungsäusserungen mit Gewalt gleichsetzt. Dies ist ja die ideologische Grundlage von der „strukturellen Gewalt“, die im antiintellektuellen Sumpf von Genderismus und dem „progressiven Linkssein“ auf der einen Seite die Absolution der gewalttätigsten vermummten Gewalttäter („Schwarzer Block“ und „Palästinenser“) besorgt und auf der anderen Seite jede kritische Meinungsäusserung als „Gewalt“ brandmarken und denunzieren will. Natürlich ist das ebenfalls genau die Grundlage der „hatespeech“-Kampagne zur Einschränkung der Meinungsfreiheit, sogar erfolgreich ins Gesetz gegossen!

    „Anonymität schützt, gewiss. Aber wir leben nicht in einer Diktatur.“

    Dazu trägt auch und sicherlich die anonyme Verbreitung von Ideen bei, dass dies nicht passiert 🙂
    Besonders in Zeiten, in denen vermeintlich „liberale“ Medien wie die „Zeit“ totalitäre Gesellschaftsstrukturen propagieren und die Politik sich anschickt das in die Praxis umzusetzen.

    • Zustimmung. Die ZEIT ist echt übel geworden. Ich hatte mal ein Abo von denen, lange her.

      Wer Klarnamen bei Diskussionen fordert, weiß, dass er davon profitieren würde, wenn nicht mehr jeder anonym seine Meinung sagen könnte.

      „Aber wir leben nicht in einer Diktatur.“

      Und wegmoderierte Kommentare sind keine Zensur, ich erinnere mich mit Grauen an ZON.
      Soll das Drecksblatt eingehen!

      Der Herausgeber ist übrigens, wunderbar transatlantisch vernetzt, proisraelisch, pro-EU, pro Neoliberalismus und dabei kriegsfreundlich, aber immerhin migrationskritisch, ein progressiver Jude:
      https://de.wikipedia.org/wiki/Josef_Joffe
      Nur weil wir es letztens von Soros hatten, der ist leider nicht der einzige, der den jüdischen Ruf mal wieder ruiniert.

      Wobei, hinsichtlich der Geschäftstüchtigkeit, bestätigt er die Klischees 🙂
      Die ZEIT stemmt sich, mit moderaten Verlusten, fast als einzige Zeitung, gegen die rasante Talfahrt der Auflagen… woran auch immer das liegen mag.

  23. Nach Drohungen der Antifa muss Buchladen schließen

    https://www.welt.de/kultur/literarischewelt/article166945195/Nach-Drohungen-der-Antifa-muss-Buchladen-schliessen.html

    „Die kurze Version geht so: Ein Konzeptbuchladen, den zwei junge Israelis betreiben, macht dicht, weil er Anfeindungen von der Antifa ausgesetzt ist. Weil er finanzielle Einbußen hat, die er nicht mehr auffangen kann. Und wohl auch, weil die Sicherheit nicht mehr gewährleistet ist. Die Besitzer des Topics wurden, vor allem im Internet, monatelang bedroht, beschimpft und in die Nähe von Nazis gerückt.“

    „…. Der Grund für die Anfeindungen ist nämlich der, dass Amir und Doron zusammen mit einem amerikanischen Freund eine Veranstaltung planten, bei der sie das Werk des italienischen Kulturphilosophen Julius Evola diskutieren wollten, eines Futuristen und Dadaisten, der auch Esoteriker und Rassenmetaphysiker war; eine faschistische Figur, zweifelsohne, aber das scheint gerade das Interessante am Topics gewesen zu sein: die Offenheit und die Lust daran, Abgründe auszuloten. Sie sind auf Evola gekommen, weil Steve Bannon, der Chefstratege von US-Präsident Donald Trump, ihn als Inspiration genannt hat; sie interessieren sich für das Denken der Alt-Right, der neuen amerikanischen Rechten. …..“

    „Amir schrieb in seinem Aufruf auf Facebook, man müsse die intellektuellen Wurzeln des Faschismus doch verstehen, um ihn zu vermeiden. Aber nachdem sie das Event angekündigt hatten, hatte das Topics keine Ruhe mehr. Die Antifa löste einen Shitstorm im Internet aus, es kamen keine Kunden mehr, Doron kann den Laden nicht mehr finanzieren. Amir lenkt immer wieder ein, er sagt, er wolle nicht sagen, dass es Boykottaufrufe gegeben habe, es seien eben einfach zu wenige Kunden gewesen in letzter Zeit.“

    • Tja, wer im „lechten Fiebersumpf“ wandelt…
      oder wie hattest du das ausgedrückt?
      😉

      Ich frage mich, ob unser Staat diese Meinung-SA, die sich selbst antifaschistisch nennt (was für ein Hohn) jemals in den Griff bekommen wird. Die Hellsten sind diese Burschen ja meistens nicht, dass die nicht längst alle einsitzen, lässt Absicht vermuten.

      • Wenn man sich damit bewusst auseinandersetzt, ist das doch wirklich nicht uninteressant! Und eine überaus interessante Type haben sie sich da auch ausgesucht. Den wahren Grund kann für die Aufgabe des Geschäfts kann man eher in leider mangelndem Interesse sehen, das mit dem Boykott ist aber auch so schlimm und hirnlos genug.

        • „Wenn man sich damit bewusst auseinandersetzt, ist das doch wirklich nicht uninteressant!“

          Ist es auch nicht. Die Anspielung auf deine sezession-Kritik war aber unvermeidbar, sezession.de gilt nämlich deshalb als rechtsextrem, weil sie über antaios unliebsame und offiziell geächtete Bücher herausgeben. Vom mittlerweile berühmten „finis germania“ von Sieferle über Bücher von Carl Schmitt bis hin zu den Machwerken eines Akif P.

          Man darf im „intellektuellen“ deutschen Mainstream nämlich längst nicht mehr alles lesen, geschweige denn diskutieren, siehe z.B.
          „Er hat es verkauft wie einen archäologischen Fund, daß wir Carl Schmitt lesen. CARL SCHMITT! WIR! LESEN! Es gibt zwar keinen Staatsrechtler weltweit, über den mehr Sekundärliteratur erscheint als über Schmitt, bis heute ist das so, aber der Weiß: Der hat tief gegraben und das nochmal entdeckt. “
          https://sezession.de/57100/

          Da war der (offensichtlich masochistisch veranlagte) Kubitschek auf einer Buchvorstellung von Jungle-World-Autor Volker Weiß, der aus seinem Buch „Die totalitäre Revolte“ vorlas.

          Ebenso wie Bücher, sind Personen geächtet. Die Ächter wissen dabei oft so gut wie gar nichts über die Werke und Personen und laufen nur einem aktivistischen Mob hinterher. Beleidigen, pöbeln, zensieren, für Boykotte sorgen (die Werbeauftritte von Kopp, etwa bei der Bahn, wurden auch jedesmal angegriffen). So lebt sich das halt in umkippenden Staaten.

        • Bei „Sezession“ etc werden solche Leute wie Schmitt (vermutlich auch Evola) aber als Vorbilder gehandelt… und das ist eben der erhebliche Unterschied zu diesen Buchhändlern aus Berlin.

          Wundert mich dann, dass du die „Zeit“ nicht abkannst, die haben damit ernsthaft angefangen der Linken rechte Gedanken schmackhaft zu machen.

    • Was würde eine solche dogmatische Antifa-Gruppe wohl zu der belgischen poststrukturalistischen/postmarxistischen Theoretikerin Chantal Mouffe sagen? (Chantal Mouffe gehört nicht zum politisch korrekten Flügel des Postmodernismus/Poststrukturalismus, der in den USA entstanden ist, sondern sie steht in der Tradition des ursprünglichen französischen Poststrukturalismus, der noch nicht politisch korrekt war.)

      Chantal Mouffe ist u.a. „Links-Schmittianerin“, d.h. sie versucht Elemente aus dem Werk des rechten politischen Philosophen Carl Schmitt für eine demokratische Linke nutzbar zu machen. Carl Schmitt (1988 –1985) war ein deutscher konservativ-katholischer Staatsrechtler und politischer Philosoph, der einerseits als ein konservativer Klassiker der politischen Philosophie gilt, der aber andererseits auch eine große Schattenseite hatte, da er jahrelang in einem wahnwitzigen Zustand von Verblendung den Nationalsozialismus unterstützte, einschließlich rassistischer und antisemitischer Äußerungen.

      https://de.wikipedia.org/wiki/Carl_Schmitt#Zeit_des_Nationalsozialismus

      Chantal Mouffe ist sich natürlich darüber bewusst, dass man mit einem Denker wie Carl Schmitt sehr kritisch umgehen muss und dass dessen reaktionäre, faschistische, antisemitische, rassistische und antidemokratische Seite konsequent kritisiert und verworfen werden muss, trotzdem ist sie aber der Ansicht, dass es in Schmitts Werk außerdem auch wichtige Erkenntnisse gibt, die sich für ein besseres Funktionieren demokratischer Politik nutzbar machen lassen.
      Zwar bin ich bei einigen von Chantal Mouffes politischen Positionen anderer Meinung, aber zwei Passagen von ihr seien an dieser Stelle zitiert, da sie darin der Vorstellung, man dürfe sich als Linker nicht mit konservativen Denkern auseinandersetzen, widerspricht.

      Chantal Mouffe:

      „Auf diese Weise will ich demonstrieren, dass die Anerkennung der Untilgbarkeit der Konfliktdimension im gesellschaftlichen Leben keineswegs das demokratische Projekt untergräbt, sondern vielmehr die notwendige Voraussetzung ist, die Herausforderung demokratischer Politik in den Griff zu bekommen. Aufgrund des im liberalen politischen Diskurs vorherrschenden Rationalismus habe ich wesentliche Einsichten für ein angemessenes Verständnis des Politischen unter konservativen Theoretikern gefunden. (…) Aus diesem Grund habe ich mich entschieden, meine Kritik des (zeitgenössischen) liberalen Denkens unter der Ägide eines so kontroversen Denkers wie Carl Schmitt vorzunehmen. (…) Aufgrund des Kompromisses, den Schmitt mit dem Nationalsozialismus eingegangen ist, werde ich mir mit dieser Wahl nicht nur Freunde machen, das ist klar. Viele werden diese Wahl pervers, wenn nicht sogar schändlich finden.
      Ich denke allerdings, es sollte die intellektuelle Kraft eines Theoretikers und nicht seine moralische Qualität das Entscheidungskriterium sein, ob wir mit seinem Werk in Dialog eintreten müssen oder nicht.
      Die moralisch begründete Weigerung vieler demokratischer Theoretiker, sich mit Schmitts Denken auseinanderzusetzen, ist meiner Meinung nach typisch für die moralistische Tendenz, die für unseren postpolitischen Zeitgeist charakteristisch ist. Die Kritik an dieser Tendenz steht sogar im Zentrum meiner Überlegungen.“

      (aus: Chantal Mouffe – Über das Politische, Suhrkamp, 2007, S. 11)

      „Demokratie erfordert eine Form der Wir-Sie-Unterscheidung, die mit der Anerkennung des für die moderne Demokratie konstitutiven Pluralismus vereinbar ist. An diesem Punkt müssen wir uns von Schmitt natürlich trennen, der unerbittlich darauf beharrte, dass es innerhalb einer demokratischen Gemeinschaft keinen Raum für Pluralismus gebe. (…) Ich schlage daher vor „mit Schmitt gegen Schmitt“ zu denken, (…) um ein neues Verständnis liberaldemokratischer Politik zur Diskussion zu stellen, statt dies mit Schmitt zu verwerfen. Eine der zentralen Thesen Schmitts ist, dass politische Identitäten in einer bestimmten Form von Wir-Sie-Relation, nämlich in der Freund-Feind-Relation, bestehen, die aus sehr verschiedenen Formen gesellschaftlicher Beziehungen hervorgehen kann. Indem er das Relationale der politischen Identitäten herausstellte, nahm Schmitt mehrere intellektuelle Strömungen vorweg, etwa den Poststrukturalismus, der immer wieder das Relationale aller Formen von Identität hervorgehoben hat. Dank dieser späteren Entwicklungen auf dem Gebiet der Theorie können wir heute die Behauptungen Schmitts ausarbeiten, die er selbst nicht theoretisch begründete. Wir sollten seine Einsichten in eine andere Richtung weiterentwickeln und andere Verständnismöglichkeiten der Freund-Feind-Unterscheidung suchen – Möglichkeiten, die mit demokratischem Pluralismus vereinbar sind.“

      (aus: Chantal Mouffe – Über das Politische, Suhrkamp, 2007, S. 23)

      Ob man Chantal Mouffe wohl noch lesen darf? Ich persönlich kenne zum Glück Antifa-Aktivisten, die da weniger dogmatisch sind.

      • @Leszek
        Dass die Postmodernisten in Schmitt einen Vorläufer sehen dürfen verwundert nicht, im Gegenteil. Radikaler Subjektivismus, eine immerzu angreifende, besitzergreifende Rhetorik und atemberaubende Akrobatik bei den Schlüssen und Gedanken kennzeichnet Schmitt.
        Wer bei Schmitt dröge und abgedroschene Ideologie erwartet, ist schwer auf dem Holzweg.

        Aus einer historischen Perspektive ist es fast unumgänglich sich mit diesem Phänomen Schmitt zu beschäftigen. Womöglich auch deswegen, weil er eine der Inspirationsquellen für den Postmodernismus sein könnte.

        Was den Inhalt seiner Ideen angelangt, wage ich es zu bezweifeln, dass da irgendetwas überhaupt sinnvoll nutzbar ist. Schmitt ist ein Meister des Irrationalismus, seine geistigen Höhenflüge sollen gar nicht universell, sondern höchstens allgemein-verpflichtend sein… Mit „demokratischem Denken“ im engeren Sinne kann das nichts zu tun haben, höchstens insoweit als dass es in einer Demokratie notgedrungen auch immer un- bis antidemokratische Spieler gibt für die der Schmitt natürlich immer ein grosses Vorbild sein wird.

        Das meiste von dem, was Schmitt damals rumschwurbelte, ist heute wegen verloren gegangenem Kontext unverständlich, wie auch das mit dem oben erwähnten Vorwurf die Demokratie würde keinen echten Pluralismus erlauben (weil sie nämlich „gleichmacherisch“ wäre, wie das rechte Denken immer wieder versichert hat).
        Warum Mouffe diese anti-demokratische Polemik überhaupt für ihre Zwecke aufgreifen muss, scheint mir (jedenfalls was den zitierten Text betrifft) völlig rätselhaft.

        Die Idee von der bösen, gleichmacherischen Demokratie, die keinen Pluralismus zulassen würde, lebt übrigens in der Idee eines „weiss-heterocis-normativen kapitalistischen Patriarchats (Chiffre für: Demokratie), welches durch „Diversity“ (= Pluralismus) gebändigt werden müsste, weiter.

    • Man kann nur immer wieder auf den Begriffskrieg hinweisen, der hier geführt wird:

      Die Begriffe Mann und Frau werden normalerweise als biologische Geschlechtsbegriffe verstanden und sind dort in mehreren Varianten klar definiert.

      Ziel ist hier, diese biologischen Begriffe komplett auszumerzen und durch einen psychologischen Geschlechtsbegriff zu ersetzen, bei dem nur noch ein Psychologe die innere sexuelle Befindlichkeit einer Person „vermessen“ kann.

      Dabei stellt man sich insofern selber ein Bein, denn eine der feministischen Dogmen dabei ist, daß es beliebig viele psychologische (und erst recht soziale) „Geschlechter“ gibt und daß daher eher unklar ist, was überhaupt eine „sich als Frau verstehende Person“ von „sich als XYZ verstehenden Personen“ unterscheidet – sofern man nicht wieder auf die guten alten, bewährten biologischen Geschlechter zurückgreift.

      • „und daß daher eher unklar ist, was überhaupt eine „sich als Frau verstehende Person“ von „sich als XYZ verstehenden Personen“ unterscheidet“

        Wenn sich die Genderisten selbst ernst nehmen würden, dann sähe das alles ganz anders aus. Sie nehmen die groteske Unstimmigkeit ihrer Ideologie zur gelebten Praxis aber ohne Murren in Kauf. Vor allem weil Feminismus/Gender höchst autoritär und hierarchisch ist und nur wenige Chefideologinnen irgendwas zu melden haben, aber auch, weil sie als Antiintellektuelle ohnehin auf Logik und Wahrheit pfeifen. Verleiht ja auch die grösste Macht, wenn man unwidersprochen den allergrössten Unsinn behaupt.
        Und was gäbe es überhaupt Unsinnigeres als die Behauptung der menschliche Sexual-Dimorphismus existiere gar nicht?
        *Noch* unsinniger ist es, dann permanent vom besseren Wesen „der Frau“ und der abgrundtiefen Falschheit „des Mannes“ zu reden, was nicht nur der demonstrativen Verleugnung der Geschlechter vollkommenen Hohn spricht, sondern auch noch genau die Art von Überlegenheitsdenken und Sexismus ist, was man angeblich ablehnt.

      • und daß daher eher unklar ist, was überhaupt eine „sich als Frau verstehende Person“ von „sich als XYZ verstehenden Personen“ unterscheidet

        Vielleicht kann uns xyz dazu etwas sagen?

  24. Ich weiß nicht, ob das hier schon Thema war, Jouwatch berichtet:
    http://www.journalistenwatch.com/2017/07/24/britische-regierung-will-umwandlung-des-geschlechts-ohne-medizinischen-grund-ermoeglichen/

    „Umwandlung“ ist ein bisschen unglücklich ausgedrückt, es geht um „Umtragung“ in der Geburtsurkunde.

    Damit greift der kanadische Irrsinn auch auf Europa über. Es wird auch ein Video verlinkt, in dem sich Lauren Southern (nach altem kanadischen Recht, mit „medizinischem Grund“) hat als Mann eintragen lassen:

    Eine vollbusige und sehr weibliche Blondine.

    Der Genderblödsinn ist echt grenzenlos.

  25. Ganz interessanter Aufsatz zur „Identitätspolitik“
    (über einen retweet vom @yeyoza mitbekommen)

    „The origins of identity politics in the late eighteenth century lie with the reactionary right. The original politics of identity was racism and nationalism, and it developed out of the counter-Enlightenment. These early critics of the Enlightenment opposed the idea of universal human values by stressing particularist values embodied in group identities.“

    „The relationship between left, right and identity changed in the decades after the Second World War. In the wake of Nazism and the Holocaust, overt racism became far less acceptable. The old politics of identity faded, but a new form emerged – identity politics as a weapon wielded not in the name of racism and nationalism, but to confront racism and oppression, and as a means of challenging inequality.“

    https://kenanmalik.wordpress.com/2017/07/23/not-all-politics-is-identity-politics/

    Schade, dass die spannende Ausgangsbasis nicht in etwas Spannendes führt, sondern in einem belanglosem, uninspirierten Dahinplätschern endet…

  26. Es zeichnet sich eine ganz neue Dimension der Bedeutung für den Begriff „Brexit“ ab:

    Natürlich aus dem Arkham des Journalismus, dem „Guardian“!

    • „Die britische BBC muss eine Liste der Einkünfte ihrer Moderatoren und Moderatorinnen veröffentlichen. Nun weiß jeder, wer am meisten kriegt: der weiße Mann. Männliche Moderatoren müssen jetzt mit Kürzungen rechnen.“

      Niemals kann es angehen das du als weißer Mann irgendetwas verdient hast. Nein, jeder Vorteil den du hast, hast du aufgrund deiner Privilegien.

      • das mit den Kürzungen kam vom BBC Chef, in einem Interview. Berichtete der Sargon drüber:

        http://www.youtube.com/watch?v=e3pWnG5ay4A

        #BBCPayGap: Is the BBC Run by Communists?

        der Titel ist hier mal ziemlich irreführend, auch Sargon kann click bait 😉

        Ich glaube, nichts könnte absurder sein: es ist ja die „kapitalistische“ Elite, die diesen „Kommunismus“ durchsetzen will, bzw Löhne gesetzlich bestimmen will. Aber es steckt noch mehr dahinter. Der Feminismus wird insbesondere aus konservativen Kreisen heraus betrieben, mit dem Anstrich proletarischer und auch „marxistischer“ Folklore. Und dieser Feminismus betreibt die Zerstörung der zentralen freiheitlich-individuellen Rechte. Zum Beispiel das Recht, gleich behandelt zu werden wie jeder andere Mensch auch. Insofern ist der Feminismus tatsächlich und objektiv revolutionär: seit Anfang des Kampfes gegen die Idee der Gleichheit haben alle dagegen seienden Bewegungen verloren und wenn der Feminismus dies schaffen könnte, dann hätten „die Frauen“ der Rechten am Ende doch zum Sieg verholfen. Und damit dem Experiment mit der westlichen Moderne das Ende bereitet. Hätten.

        • Der Bruch dieser Verpflichtung ist gar nichts Besonderes. Daher passt dieser Spruch auch hier:

          „The BBC is obliged to “provide impartial news and information to help people understand and engage with the world around them”. The unchallenged amplification of one side’s baseless allegations and the repeated failure to properly explain the issues behind such highly inflammatory subject matter obviously do not meet that obligation.“

          https://bbcwatch.org/2017/07/24/bbc-reporting-on-jerusalem-violence-low-on-background-high-on-messaging/

          Ging um die Reportage um Jerusalem.

          Die „schwarzen“ Reporter – oder noch viel besser: Reporterinnen – aus Palästina sind gemeint: die müssen für ihre ungeheuerlichen Lügengeschichten doch am allerbesten bezahlt werden…. Wird auch immer schwieriger und komplexer. Ein unglaublicher Skandal dieser politische „Journalismus“ der BBC. Da versteckt man sich dann auch gerne bei den Feministen, vor allen wenn die die nötige Erfahrung und Mediendeckung mitbringen.

          Wann wird in der BBC gefordert werden, die Magma Carta als „rassistisches Dokument“ oder ähnlich zu verbrennen? Darauf läuft der Irrsinn doch hinaus? Ist das die Rache des heiligen deutschen Reiches? Oder was ist das für ein schlechter Film?

        • Vielleicht ist es einfach nur so, dass die japanischen Feministinnen am allerschlimmsten sind. Deshalb „gibt es sie nicht“? 😀

  27. The word Islamism is used to suggest that Islam can be accepted if it’s not political. But Islam is political by nature. Islam = Islamism

  28. Eine Erklärung maximaler Selbstverleugnung präsentiert dieses Zitat des linken „Hoffnungsträgers“ in Israel. (Es ist ja derzeit die Manie, jeden irgendwie als solchen erscheinen zu lassen, was nie ein gutes Zeichen ist)

    Die Leugnung der religiösen Begründung des Konflikts jedenfalls bannt den religiösen Konflikt auch nicht mehr, die Beschwichtigungen drehen hohl. Und deshalb wird der auch nicht gewählt werden.

  29. Es gibt da diese Berichte über Neonazis bei der Hamburger G20 Randale.
    Am Anfang v.a. in der Tonlage „Neonazis geben beteiligung zu“ oder brüsten sich gar damit – inzwischen eherder Art: Es gibt nicht den leisesten Beleg für diese Behauptungen. z.B. Tagesschau:
    http://daserste.ndr.de/panorama/aktuell/G20-Mythos-Nazi-Randalierer,gzwanzig266.html

    Mein Gedanke dazu:
    Lauren Southern hat beiden G20 Protesten das erlebt:

    einer der betroffenen Begleiter bringt dieses Video:

    Man kann Lauren vorwerfen, zunehmend „rechte“ Aspekte in ihren Videos zu verwursten, aber in erster Linie ist sie Libertär.

    Wenn einer Lauren Southern sowas passiert – kann sich jemand vorstellen, was passiert wäre, wenn da tatsächlich, wie von diesem Andres Scheffel behauptet, bis zu 70 „bekannte“ Neonazi-Gesichter aufgetaucht wären?
    Das hätte Mord und Totschlag gegeben.

      • 2:10: „I’m not right wing nor left wing“

        Tja – your fault:
        Wenn er nicht Left wing ist, dann ist er vom „left pole“ aus gesehen immer rechts.

    • @ maddes8cht

      „Man kann Lauren vorwerfen, zunehmend „rechte“ Aspekte in ihren Videos zu verwursten, aber in erster Linie ist sie Libertär.
      Wenn einer Lauren Southern sowas passiert – “

      Also ich bekomme da den Verdacht, dass die Sache von ihr inszeniert war, um dann propagandistisch genutzt zu werden.
      Sie sagt, sie sei in Hamburg mit einem T-Shirt der neu-rechten Identitären unterwegs gewesen. Die Identitären agieren als (gewaltlose) rechte Jugendbewegung, in politischer Hinsicht sind sie (bestenfalls) zwischen rechtskonservativ und rechtsradikal einzuordnen, Anhänger der widerlichen neu-rechten Ideologie des Ethnopluralismus.

      Dass ein solches T-Shirt für Antifa-Aktivisten eine Provokation darstellt war von Anfang an offensichtlich, so blöd konnte sie wohl kaum sein, das nicht zu wissen. Wäre sie nun in Hamburg auf Personen aus dem gewaltbereiten Flügel der Antifa-Szene gestoßen, wäre ihr als Frau wahrscheinlich nicht viel passiert (Ohrfeigen vielleicht aber schon), die Gefahr für männliche Begleiter wäre aber deutlich höher gewesen. Eine Frau zusammenzuschlagen oder gar schwer zu verletzen würde in der Antifa-Szene Sexismus-Vorwürfe nach sich ziehen und es ist daher m.E. eher unwahrscheinlich, dass es dazu gekommen wäre.

      • „Eine Frau zusammenzuschlagen oder gar schwer zu verletzen würde in der Antifa-Szene Sexismus-Vorwürfe nach sich ziehen“

        Das ist so lustig.

        „Wenn du eine Frau nicht besser behandelst als einen Mann, dann bist du ein SEXIST!!“

      • „Also ich bekomme da den Verdacht, dass die Sache von ihr inszeniert war, um dann propagandistisch genutzt zu werden.“

        Insbesondere hat mich ihr doch sehr sympathisierendes Video über die „identitären“ schon ziemlich erschreckt und abgestoßen.

        Das macht sie noch nicht selbst zur „identitären“, aber sie biedert sich diesem Klientel schon sehr deutlich an.

        Das ändert alles nichts an der Grundaussage:
        Wie da diese anderen Leute im Bild quasi in Mithaftung genommen wurden (insbes. weil das halt Männer waren) ist heftig.
        Lauren Southern dürfte der hiesigen Linken doch eher weniger bekannt sein als tatsächlich „bekannte“ Gesichter von Neonazis.
        Mit 70 „bekannten“ Neonazis wäre es schon zu was heftigem gekommen.
        Das kann vorn und hinten nicht stimmen.

        • „Das kann vorn und hinten nicht stimmen.“

          So eine typische „Entlastungslüge“ a la „die anderen waren aber auch dabei“ (gefolgt dann von „und sie waren noch schlimmer) halt…. Na und?
          Diesen Hassmob in black, den man sich herangezüchtet hat, muss man nach allen Regeln der Kunst halt ab und zu ein wenig persilweisser waschen.

  30. Sogar im tagesspiegel wird Heinrich-Böll gegeisselt:

    „Und so stehen nun der äußerst rechte Verschwörungs-Pegidist Jürgen Elsässer, die konservative Publizistin Birgit Kelle („familistisch“) und der höchst liberale Tagesspiegel-Kollege Harald Martenstein auf einer schwarzen Liste. Komischerweise fehlt der fiese FAZ-Blogger Don Alphonso, und auch Henryk M. Broder wurde ausgespart – er schäumt schon und wird sich das Recht, auf „Agent*In“ erscheinen zu dürfen, vermutlich gerichtlich erkämpfen.“

    http://www.tagesspiegel.de/politik/feminismus-eine-art-verfassungsschutzbericht-der-gender-szene/20101430.html

  31. Sehr intessante verkehrte (?) Geschlechterrollen: die Mutter ist eisenhart und übernimmt die Repräsentation vom Stolz der Familie, während der Mann bei der Tagesschau „Klageweib“ ist:

    • Fällt mir eine Geschichte von Mevlana (der Sufi aus Konja) zu ein: Sah ein Mann einen herzzerreissend weinenden Araber auf der Strasse sitzen. „Warum weinst du?“ „Ich weine wegen meines Hundes, der an Hunger stirbt“ „Du hast doch zu essen, warum gibst du ihm das nicht?“ „Weinen ist billiger“.

  32. Ich bin gerade zufällig auf einen schon rund 4 Wochen alten Artikel in der Emma gestoßen – bei dem ich so gut wie jeden Satz dick unterstreichen kann. (Was ist los mit mir? Wie konnte das passieren?)

    Ich habe mich ja lange und intensiv mit den Gender Studies und deren Unwissenschaftlichkeit befaßt, habe mich aber bemüht, irgendwie höflich zu bleiben.

    Der mir bis dato unbekannte Vojin Sasa Vukadinovic scheint das alles ziemlich ziemlich ähnlich zu sehen, scheint sich aber, weil feministischer Doktorand, einen Wutanfall sondergleichen leisten zu können:

    http://www.emma.de/artikel/gender-studies-sargnaegel-des-feminismus-334569 Die Sargnägel des Feminismus?
    28. Juni 2017
    Die Sargnägel des Feminismus?
    von Vojin Sasa Vukadinovic

    Ein paar Auszüge (die Bezahlsperre kann man relativ leicht überwinden):

    Vojin Sasa Vukadinovic war einer der ersten in den Freiburger Gender-Studies. Er sagt: Die Probleme beginnen schon bei den Vordenkerinnen wie Judith Butler.
    ….
    Über ein universitäres Milieu, in dem Christina von Braun, Gabriele Dietze, Sabine Hark, Lann Hornscheidt oder Bettina Mathes als herausragende Denkerinnen gelten, ist schon viel gesagt. Diese Akademikerinnen stehen exemplarisch dafür, dass Gender Studies heute über weite ­Strecken eine Mischung aus Ressentiment, Gruppentherapie und antiimperialistischer Ideologie sind. Phrasen, Vorbehalte und Schuldbewusstsein tummeln sich, wo es um Erkenntnis gehen sollte.
    ….
    Die sich mittlerweile häufenden Einsprüche gegen die Geschlechterforschung werden derweil zu einem Popanz namens „Anti-Genderismus“ aufgebauscht, um sich selbst als bloße ­Opfer einer gesellschaftspolitischen ­Regression zu stilisieren. Dass ein Gutteil der Zweifel an den Gender Studies nicht von Hass, Menschenverachtung oder Vorbehalten rechtslastiger Reaktionäre motiviert ist, sondern schlichtweg durch Skepsis angesichts des Zustands der Gender Studies, wird verschwiegen.
    ….
    Einen Einblick in das Ausmaß der gegenwärtigen Verblödung gewährten kürzlich der Philosoph Peter Boghossian und der Mathematiker James Lindsay. Sie verfassten einen von vorne bis hinten fiktiven Artikel, der einen Kausalzusammenhang zwischen dem männlichen Genital und dem globalen Klimawandel behauptete. Den schwer mit Gender-Jargon beladenen Text schickten sie an das akademische Journal Cogent Social Sciences. Dort wurde der Beitrag kollegial begutachtet (peer-review). Niemandem fiel auf, dass der Text bar eines nachvollziehbaren Arguments war, seitenweise Nonsens aneinanderreihte und selbst manche Titel der Literaturliste frei erfunden worden waren: Der Schwindel wurde anstandslos veröffentlicht.

    An all dem wird der tiefe historisch-politische Graben deutlich, der zwischen Feminismus und Genderforschung liegt.

    Deren Zustand gibt Anlass zu der Annahme, dass die ­Gender Studies keineswegs eine kritische ­Weiterentwicklung feministischen Gedankenguts sind, sondern der Sargnagel der Frauenemanzipation.

    Daß dieser Text von unseren führenden Feministinnen gelesen oder vielleicht sogar verstanden wird, wage ich zu bezweifeln. Damit würden sie sich eingestehen, seit Jahrzehnten nur völligen Bockmist gebaut zu haben und die historische Chance für eine vernünftige und tatsächlich progressive Geschlechterforschung verspielt zu haben.

    PS: Jordan Peterson plant eine eigene on-line Universität. Anders als mit einem derartigen Vernichtungsfeldzug gegen die Mafia, die die Geisteswissenschaften völlig pervertiert und intellektuell ruiniert haben, ist das Problem nicht zu lösen:

    Controversial professor aims to start online university | Your Morning
    18.07.2017

  33. „The so-called “gender unicorn” is raising concerns and sparking anger across more states as teachers involved in sex education adopt the mythical character, which was created by transgender activists to teach children as young as age five about sex and gender identity.

    Its creators call the gender unicorn an upgrade to the “genderbread person,” by replacing the man with a sexually ambiguous mythical creature. In addition to a host of semantic issues, the gender unicorn’s creators state that the male and female binary in biology is “a European construct.”…“

    http://dailycaller.com/2017/07/23/as-teachers-adopt-gender-unicorn-more-parents-speak-out/

    Als nächstes behaupten die Gendertrottel dann, die Erde sei flach, von Drachen bevölkert oder von „Geistern“ oder sonstwas, der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

    Bin ich eigentlich zu altmodisch, wenn ich den Verdacht äussere, dass dies alles nur die moderne Variante des Kindesmissbrauchs ist, der zuletzt die bekannten Skandale bei der Katholischen Kirche hervorgebracht hat?

    „Je mehr die Welt sich ändert, desdo mehr bleibt sie dieselbe.“?

    • „Als nächstes behaupten die Gendertrottel dann, die Erde sei flach, von Drachen bevölkert oder von „Geistern“ oder sonstwas, der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.“

      Bin am WoE ein bisschen über FlatEarth-movement gestolpert. Dass sowas acuh bei uns zunimmt, ist erschreckend.
      Insofern :
      http://nationalpost.com/life/why-the-flat-earth-movement-is-the-best-symbol-of-the-increasingly-diminished-value-of-truth-and-intelligence/wcm/6c590887-d29b-4224-b820-a8b061e8f078

      Nachdem ich eine Reihe von Videos angesehen habe, wo Leute also sowas tatsächlich für „argumente“ halten und das offenbar auch ernst meinen

      bin ich mir nicht ganz sicher ob das (Flat-Earth Feminism) hier echt ist oder satire
      https://twitter.com/FlatEarthFem/media

      • @maddes

        Das gibt es. Legendär wurde neulich dieser tweet einer dieser typischen Silicon-Valley-Feministin, @shanley, der nicht nur die Flachheit der Erde, sondern auch noch das mit den Aliens propagiert:

        Ist nicht davon auszugehen, dass @shanley Parodie macht. Die glaubt anscheinend wirklich, was sie schreibt. Wenn jedes Wissen nur Glaube und aller Glaube nur Lifestyle-Choise ist …. dann kommt eben sowas dabei raus.

        • Nach dem, was bereits als Genderistisch wissenschaftliche Arbeiten gliefert wurde, kann es also nur noch eine Frage der Zeit sein, bis eine untersuchung über die Flache Erde herauskommt – irgendwas mit patriarchalischem Kugel-Weltbild, das die weiblich feministische und irgendwie auch ganzheitliche Wahrheit über die flache Erde unterdrückt hat.

          Weil, im Grunde haben das die weisen Frauen alle gewusst, die man deshalb als Hexen verbrannt hat.

          Oder so.

        • @maddes

          „kann es also nur noch eine Frage der Zeit sein, bis eine untersuchung über die Flache Erde herauskommt“
          Ein ganz guter Tip, aber es gibt wohl genug Unsinnigkeiten mit denen man wieder mal das Wirken des Patriarchats „nachweisen“ kann.

          „Weil, im Grunde haben das die weisen Frauen alle gewusst, die man deshalb als Hexen verbrannt hat.“

          Das mit den Hexen wurde vom Feminismus schon ganz weidlich ausgeschlachtet. Auch das ist ein Top-Kandidat fürs Aufwärmen.

          Das Video oben mit der „Flachen Erde“ scheint aus rechtsextremen Kreisen zu kommen, die verstecken sich gerne hinter Esoterischem. Dieser angeblich feministische twitter-Account ist vermutlich Satire.

  34. Das ist was für den „fiesen faz blogger Don Alphonso“:

    Ob nicht ein aus dem Ruder gelaufener Immobilienmarkt mit dem „progressiven Linkssein“ korreliert, gar auf gemeinsame Ursprünge verweist? Kanada ist geradezu exemplarisch, auch in Schweden scheints so zu laufen, wie überhaupt in Skandinavien.

  35. Wenn ein Philosoph über die Wissenschaftlichkeit von Feminismus schreibt.

    https://www.nzz.ch/feuilleton/gender-debatte-feminismus-ist-nicht-das-gegenteil-von-wissenschaft-ld.1307637

    „Feministinnen und Feministen verlangen nach wie vor nichts anderes als eine gerechte Gesellschaft ohne Vorurteile und Diskriminierung“

    Er erklärt nicht, was er unter „gerecht“ versteht. Der Rest des Artikels legt nahe, dass seine Definition ist: „‚gerecht‘ ist, wenn keine einzige Frau mehr das Gefühl hat benachteiligt zu werden“

    „Man möchte meinen, dass es intellektuell nicht allzu herausfordernd gewesen sein dürfte, schon vor 1971 zu erkennen, dass Schweizerinnen politische Rechte vorenthalten wurden, die ihnen zustanden, …“

    Kein Wort davon, dass Schweizerinnen auch heute noch politische Pflichten vorenthalten werden.

    „und dass einem der Kopf nicht gerade explodiert vor Komplexität bei der Beantwortung der Frage, ob es fair ist, dass Frauen für gleiche Arbeit weniger verdienen als Männer.“

    Der Pay Gap. Wie kann ein intelligenter Mensch heute noch mit dem Paygap argumentieren?

    „Aber es geht eben auch darum, dass selbst viele überzeugte Feministen weniger Hausarbeit machen als ihre Partnerinnen,“

    Als Kamelle nicht ganz so oll wie der Paygap, aber ähnlich solide empirisch untermauert.

    „Aber es geht eben auch darum, dass viele Gesprächspartner sexistische Äusserungen nicht problematisch finden, «wenn sie nicht bös gemeint sind“

    #killallmen, Männer zerstören die Umwelt. Alle Männer sind potentielle Vergewaltiger.
    Stimmt. Keine Feministin würde das problematisch finden, obwohl es bös gemeint ist.

    „Stereotype sind unbewusste, schwer kontrollierbare Schemata, die soziale Gruppen (z. B. Männer) mit Merkmalen (z. B. Führungsstärke) verknüpfen. Wir alle haben unbewusste Vorurteile und Stereotype, deren Ausprägung wir jederzeit bei «Project Implicit» auf der Website der Harvard Universitytesten können. Selbst die politisch korrekteste Feministin könnte dort entdecken, dass sie Männer müheloser mit Management und Frauen schneller mit Hochzeitstorten assoziiert.“

    Project Implicit als psychometrischer Test ist weder valide noch reliable. Mit anderen Worten: sie wissen nicht, WAS sie da messen und sie messen es nicht mal zuverlässig. Als nächstes messen Feministinnen Körpergröße mit einem Gummiband und stellen fest, dass Frauen gar nicht kleiner sind.

    „Niemand behauptet, dass Männer und Frauen gleich seien oder sein sollten. Gleichberechtigung setzt keine Gleichheit voraus, auch nicht im Gehirn. “

    Ich erinnere an oben:

    „Aber es geht eben auch darum, dass selbst viele überzeugte Feministen weniger Hausarbeit machen als ihre Partnerinnen, dass Frauen tendenziell als emotionaler, intuitiver gelten als Männer, dass viele Gesprächspartner sexistische Äusserungen nicht problematisch finden, «wenn sie nicht bös gemeint sind“

    Niemand behauptet, dass Männer und Frauen gleich seien, aber wer Unterschiede wahrnimmt oder – Himmel hilf – benennt, ist ein fieser Sexist.

    • „Wer Diskussionen um die biologische und soziale Bedeutung der Geschlechtsunterschiede nur als Kampf zwischen Ideologien sieht, leistet der Aufklärung einen Bärendienst.“

      Aber *genau das* macht nur die Gender-Ideologie: sie stellt die Biologie als Ideologie dar, verleugnet die Objektivität, das ideale Ziel der Naturwissenschaften, als lügnerischen Unterdrückungsmechanismus. Das wäre aber nicht „Bärendienst“ zu nennen, sondern das ist offener und völlig schamlos-dreister Verrat an Aufklärung und Rationalität….

      Für sowas ist ein moderner, nein postmoderner, „Philosoph“, aka ideologisch orientierter Dummschwätzer, aber natürlich immer zu haben.

      Lachhaft ist sein Eingeständnis, wie ihm und seinesgleichen der Fortschritt das Leben schwer gemacht hat:

      „Weil wir glücklicherweise in vielen Staaten schon vieles erreicht haben, sind die Identifikation und die Analyse von Sexismus teilweise schwieriger geworden.“

      „teilweise“, lol
      Deshalb leben diese Typen auch so gerne in einer imaginierten Vergangenheit als alles schlechter war und die Frauen „wie Vieh“ (Matt Binder, unvergesslich) gehalten wurden:
      „Kein Wort davon, dass Schweizerinnen auch heute noch politische Pflichten vorenthalten werden.“

      Komisch auch die doch vorsichtige Phrase „der wissenschaftlich orientierte Feminismus“, der „mit Forschungsfragen und methodischer Reflexion“ „befruchtet“ werden würde 😀

      Weiss der nicht, dass die Feministinnen solche Wendungen hassen wie die Pest?!

      Dass dieser „befruchtete Feminismus“ dann angeblich „gegebenenfalls evolutionsbiologisch“ arbeiten würde, ist natürlich nicht wahr. Feminismus arbeitet höchstens „biologistisch“, sich pseudowissenschaftlich an Biologie orientierend.

      „Niemand behauptet, dass Männer und Frauen gleich seien oder sein sollten.“

      Lügt der „Philosoph“ hier?
      Kann es ihm entgangen sein, dass dies das plakative Propaganda-Dogma der Genderideologie ist, zur Irreführung der Ungläubigen?
      Natürlich nicht, so dumm kann er nicht sein. Er ist ja selbst ein Gender-Ideologe, der sich als „Philosoph“ in Szene setzt. Peinlich nur, dass die NZZ diesem antiintellektuellen und antiliberalen Spinner überhaupt ein Forum bietet. Gibt doch genug Müllzeitschriften für sowas!

      Nochmal unser „Philosoph“:

      „Wir sollten unser Gehirn als eine Art plastisches Mosaik mit verschiedenen Teilen und Funktionalitäten sehen ….“

      „*autistic screeching*“ 😀

      Noch so eine völlig idiotische Wendung, wie sie nur „postmoderne“ Philosophen hinbekommen:

      „Wer natürliche oder sexuelle Selektion als Ursache von sexueller Belästigung im 21. Jahrhundert anführt, liefert auch im allerbesten Fall keine bessere Erklärung dieser Tatsachen, als es der Urknall für 9/11 wäre.“

      Mit dieser Wendung will dieser verkappte Genderideologe dann die absurde Gendertheorie der „sozialen Konstruktion“ salonfähig machen.

      „Wer leugnet, dass das Selbstverständnis und das Verhalten von Menschen verschiedener Geschlechter von sozial konstituierten, von Stereotypen beeinflussten Identitäten abhängen, begeht den Fehlschluss des genetischen Determinismus.“

      Sozusagen als Ausgleich, weil die Genderforschung sich ja auch an der Biologie orientieren würde. Was natürlich eine vollkommene Unwahrheit ist.
      Schön auch dieser „Strohmann“: „Wer leugnet, dass wir unter dicken kulturellen Schichten ein Homo-sapiens-Gehirn haben, übertreibt den „sozialen Konstruktivismus“

      So laviert sich der Genderapologet dann um das doch sehr unangenehme Zugeständnis rum, dass der „soziale Konstruktivismus“ die Naturwissenschaften in Bausch und Bogen ablehnt. Wovon der Typ natürlich nie was mitbekommen hat….

      „Hier deshalb ein Vorschlag: Betrachten wir die Diskussion um Gender-Fragen doch als einen empirisch informierten öffentlichen Diskurs, bei dem wir grundsätzlich auf die Kraft der Evidenz und der besseren Argumente vertrauen ….“

      Dieser „Diskurs“ vom „Philosophen“ Kuenzle erscheint mir unehrlich, sophistisch, er missrepräsentiert alles um ganz eigene, wilkürliche Schlüsse zu ziehen, die mit aller Macht Partei für die Gender-Ideologie beziehen.

      Dass die NZZ so einen irrationalen und antiintellektuellen Müll in ihr Feuilleton lässt, ist peinlich!

  36. Ich sammle gerade ein paar Zitate von Michel Foucault und Jaques Derrida, die sich GEGEN die postmoderne Political Correctness wenden lassen.
    Hier habe ich wieder eines von Michel Foucault, das m.E. brauchbar ist.

    Michel Foucault zu seinem Verständnis der Funktion von Kritik im geisteswissenschaftlichen Kontext:

    „Der Meinungsaustausch, die Diskussionen und eventuell sogar die recht lebhafte Auseinandersetzung in bezug auf unterschiedliche Ideen haben keinen Ort mehr, an dem sie sich zum Ausdruck bringen können. (…) Was vergessen worden ist, ist gerade die Funktion der kritischen Arbeit. In den fünfziger Jahren war die Kritik eine Arbeit. Ein Buch lesen, über ein Buch sprechen war eine geistige Übung, der man sich gewissermaßen um ihrer selbst willen hingab, zu eigenem Nutzen, um sich selbst zu verändern.

    Gut über ein Buch zu sprechen, das man nicht liebte, oder mit hinreichender Distanz über ein Buch sprechen, dass man etwas zu sehr liebte – diese Anstrengung arbeitete darauf hin, dass, von Schrift zu Schrift, von Buch zu Buch, von Werk zu Artikel, tatsächlich etwas passierte.
    (…)

    Die Kritik aber hat diese Funktion anscheinend vergessen, um mit politisch-richterlichen Funktionen vorlieb zu nehmen: den politischen Feind anprangern, beurteilen und verdammen oder urteilen und Kränze flechten.
    Das sind die armseligsten, die uninteressantesten Funktionen, die sich denken lassen.“

    (aus: Didier Eribon – Michel Foucault. Biographie, Suhrkamp, 1991, S. 422 f.)

  37. Omedjan ist kein Antisemit mehr

    http://www.achgut.com/artikel/omedjan_ist_kein_antisemit_mehr

    „Das ist alles sicher kein „hate speech“, oder? Omedjan hat sicher nur die deutsche Leitkultur missverstanden.“

    Das ist alles keine „hate speech“, da es im Wesentlichen der progressiv-linken Leitkultur folgt:

    „anti Kafiron, anti Semitismus, anti Kapitalismus, anti zionism, anti Faschismus, Anti Imperialismus!!“

    Das mit der Karriere als „Journalist“ wird bestimmt auch was. Zumal Per Quote dürfte dieser progressive Hoffnungsträger doch eine hervorragende Chance bei den „Öffentlich-Rechtlichen“ haben.

  38. So ziemlich glossig zieht man bei der Welt über die Deutschen her, sie würdens lau lieben:

    https://www.welt.de/wirtschaft/article166999523/Der-Siegeszug-von-Medium-verheisst-nichts-Gutes.html

    Besonders witzig ist, das am Sprudelabsatz festzumachen: statt Vollkarbonierung werden neuerdings überwiegend „stille“ und „medium“-Sorten nachgefragt.

    Statt Meritokratie allenthalben die Mediokratie, natürlich auch in der Bildung:

    „Bei der Bildung ist Mittelmaß sogar längst von Wirtschaft und Politik zum Ideal erklärt worden“

    Yepp, das kann man alles (mit zwinkerndem Auge) nachvollziehen.

    Und nun: wir haben hier immer wieder das Problem die Bildungsinstitutionen seien angeblich pro-Mädchen und anti-Jungen…. Kann es nicht einfach sein, dass die althergebrachten Geschlechtsrollen (Mädels aufmerksam und höflich) den grössen weiblichen Erfolg in diesen Bildungsinstitutionen bedingen? Und dass das mit Geschlechterunterschieden der Lehrer vielleicht gar nicht zu tun haben? Männerrechtler argumentieren ja gerne, es fehlten Männer als Rollenmodell. Doch auch dei Männer folgen ja genauso dem neuen Rollenmodell des Mittelmass – was sollte sich dann also ändern können, wenn es mehr Lehrer gäbe? Einen Effekt gäbe es bestimmt, aber der könnte sehr bescheiden ausfallen!

    • „Das kühne Blau des klassischen Mineralwassers weicht im Medium-Zeitalter einem weichen Lindgrün auf den Flaschenetiketten. Und dazu gibt es eben auch die passende mediokre Politik.“

      😀

      Selbst die ärgsten Radikalen unserer Zeit, die Genderideologen, sind solche Weicheier und verleugnen mit Händen und Füssen ihre eigene Radikalität, um mittelmässig zu erscheinen (s. diesen „Philosophen“ in der NZZ, oben).

  39. „Dogs’ Friendly Demeanor Written in Their DNA“
    http://www.the-scientist.com/?articles.view/articleNo/49932/title/Dogs–Friendly-Demeanor-Written-in-Their-DNA/
    „The key to dogs’ transformation from wild wolves into faithful canine companions may reside in a handful of genes, according to a new study. The authors of the paper, published yesterday (July 19) in Science Advances, suggest that a couple genes in the same region of a single chromosome might have played a role in the extreme sociability that likely attended the domestication of wolves tens of thousands of years ago.
    These genes, GTF2I and GTF2IRD1, also play a role in a human disease, Williams-Beuren syndrome, marked by hyper sociability.“

  40. „Chimp Guy Knocks Baboon Guy’s Upbeat View of Human War“
    https://blogs.scientificamerican.com/cross-check/chimp-guy-knocks-baboon-guys-upbeat-view-of-human-war/
    „When a scientist refuses to acknowledge flaws in the theory that made him famous, things can get ugly. Harvard anthropologist Richard Wrangham, a specialist in chimpanzee behavior, is famous for arguing that war, defined as violence committed by one group against another, is ancient and innate, stemming from an instinct bred into us by natural selection. I call this claim the deep-roots theory of war.
    In his influential 1996 book Demonic Males (co-written with a journalist), Wrangham asserts that our warlike ways extend back millions of year to our common ancestor with chimpanzees, who share our predisposition for group aggression.
    „Chimpanzee-like violence,” Wrangham writes, “preceded and paved the way for human war, making modern humans the dazed survivors of a continuous, five-million-year habit of lethal aggression.“ As evidence against this claim has mounted, Wrangham has aggressively defended it, accusing critics of being motivated by wishful thinking rather than science.“

    • Diese Erklärung erklärt natürlich gar nichts. Es ist ja völlig absurd sich zB die Lebewelt der „kambrischen Explosion“ ohne diese „warlike ways“ vorstellen zu wollen… Uns bleibt nichts anders übrig als … „making modern humans the dazed survivors of a continuous“, one-billion-year (!) „habit of lethal aggression.“

  41. Das ZK des Grünen Geheimdienstes gibt bekannt:

    https://andreaskemper.org/2017/07/25/zur-agentin-1-ein-online-lexikon-ist-ein-online-lexikon/

    „Die Antifeminist*innen fühlen sich getroffen, nicht nur eine aufgeregte Streitmacht von bislang ca. dreißig konservativen Blogs und Foren kritisierten das Wiki, sondern auch Journalisten.“

    Sogar Journalisten. So ein Verrat aber auch.

    „Soziologisch interessant ist, dass die Blogs, die zuerst reagierten, aus dem maskulistisch-antifeministischen Lager kamen.“

    Ist es auch „soziologisch interessant“, dass für neue Angelhaken sich … Angler (!) als erstes interessieren?!
    Oder ist man nur enttäuscht, dass nicht gleich Spiegel, Zeit und Welt schreiben: „Endlich haben wir mit der Heinrich-Böll-Liste die elenden Maskus und Frauenfeinde bei den Eiern!??

    „Was viele der Kritiker*innen nicht verstehen oder nicht verstehen wollen: Agent*in ist ein gerade erst veröffentlichtes Wiki. … Ein Wiki ist ein Work-in-Progress ….“ – angemessen, da es sich „…. beim Antifeminismus um nichts Statisches“ handeln würde ….“.

    Das soll jetzt also die gesammelten Peinlichkeiten erklären? Etwas sehr billig 😀

    Aber zum Glück kann nichtsdesdotrotz die mutmassliche Hauptdrahtzieherin der ultrakatholisch-familiaristischen Verschwörung ausgemacht werden!

    „Und Beatrix von Storch, stellvertretende AfD-Vorsitzende, behauptete ganz offen, dass sie die Demo für alle in Stuttgart organisiere, dass alles über ihren Schreibtisch laufe.“

    Tätigkeit von der ist das faken einer „großen antifeministischen Bewegung“:

    „Parallel zu dieser antifeministisch-maskulistischen Blog- und Foren-Szene wurden systematisch Internetpräsenzen aufgebaut, die eine große antifeministische Bewegung simulieren sollen.“

    Finde ich sehr lustig, denn genau diese Strategie scheint man im Feminismus zu fahren: ein paar Agentinnen, die in der Medienwelt, in Behörden, etc verstreut sitzen, konstruieren einen gesellschaftlichen Konsenz, der reiner Fake und Fabrikation ist 🙂

    Und manipulieren kann Storch auch noch wie eine Pro:

    „Heute will sie anscheinend nichts mehr davon wissen, das entsprechende Video mit ihrer Aussage wurde nachträglich manipuliert.“

    Nämlich dass alles über ihren Schreibtisch liefe.

    „Das heißt, wir haben es hier mit einem Geflecht von Internetauftritten zu tun, welches nicht nur kaum zu überschauen ist, sondern sich ständig wandelt und im Nachhinein sogar manipuliert wird.“

    Wenn das alles so wäre, ist es total faul, unverantwortungslos und inkompetent, ein „Wicki“ anzubieten, welches nicht mal die grundlegensten „Strukturen“ dieses angeblichen Netzwerkes aufdecken soll. Die Macher, inkl. dem hier das Machwerk rechtfertigenden Klempner, bekommen das wohl nicht auf die Reihe und sind überfordert? Müsste Heinrich-Böll sich andere suchen! Oder mit den üblichen losern weiterwerkeln:

    „Die sehr dünnen Seiten werden aufgefüllt und zu den vierhundert Artikeln werden noch viel mehr hinzu kommen. Und die Seiteninhalte werden sich wandeln.“

    Wunnebar, für anhaltende Unterhaltung ist also gesorgt.

    „Das Wiki Agent*in ist progressiv in Form und Inhalt. Dass dies für totalitär gehalten wird, hat damit zu tun, dass für Konservative wie Hendrik M. Broder alles Progressive den Verdacht des Totalitären hat.“

    LOL, warum das jetzt??

    • Muss das schön sein, endlich ausführlich ausschweifende diffamierungen in ein Wiki schreiben zu können, ohne das ständig von den diffamierten zumindest versucht wird, das zu korrigieren.

      Die Einträge über Maskulismus und Antifeminismus sind jedenfalls schon erheblich ausführlicher geworden.

      Wobei mir doch spontan einfällt:
      Ob bei den entsprechenden EInträgen in Wikipedia schon auf das eigene Pamphlet verwiesen worden ist?
      Das ist ja, wie es so schön heißt, als „sekundärliteratur“ zu betrachten.
      Sprich: er kann da immer irgendwelches Zeug reinschreiben und anschließend in Wikipedia darauf verweisen.

      Noch ist das nicht passiert, aber es würde mich wundern, wenn das nicht noch kommt?
      Da sollte man mindestens in Wikipedia auf die Finger klopfen – auch wenns nicht wirklich was nutzt.

  42. eine echte Bullshit-Artistin:

    https://www.welt.de/regionales/hamburg/article167005138/Unmoralisches-Angebot-bringt-Rapperin-in-Rage.html

    “ … setzte sie in ihren Texten und Auftritten verstärkt auf Provokation: Songs mit pornografischen oder obszönen Inhalten …“

    Das war früher, heute macht man auf feministisches Sittenwächtertum:

    „Nun hat Reyhan Sahin alias Lady Bitch Ray ein Aushang an der Universität in Rage gebracht. .. In dem Aushang sucht ein – wie sich herausstellen sollte – Mann eine Studentin, die ihm in der Öffentlichkeit ihren Slip zeigt. .. Für Lady Bitch Ray eine grenzüberschreitende, sexistische Ausschreibung.“

    Uh, ist das originell. Können diese Feministinnen überhaupt etwas anderes?

    „Was die Rapperin allerdings geschafft hat, ist eine Diskussion über Sexismus, Pornografie und Sexarbeit in der Kommentarspalte auszulösen.“

    Gähn:

    „Bei 62 Kommentaren unter insgesamt zwei Posts bei über 11.000 Abonnenten scheint die Wirkung dennoch relativ gering. Ob dies nun ein Zeichen ist, dass viele den Aushang nicht so kritikwürdig finden wie die Sängerin, oder aber die Diskussion über das Thema scheuen, bleibt offen.“

    Den Unsinn, inklusive der automatischen Antworten mit ihren hohlen Erklärungen, kennen wohl schon zuviele.

      • b) scheidet aus, da die Feministin glauben muss, dass Sexismus immer eine Frage der Macht und nicht der Sexualität ist!
        Weiterhin ist feministischer „Sexismus“ nur in Bezug auf Frauen möglich, so dass allein das Ansprechen von Frauen schon Sexismus impliziert….

        Und so schnüffeln diese feministischen Anstandsdamen immerfort nach weiteren Belegen für den allumfassenden „Sexismus“ des Patriarchats… und werden überall fündig, natürlich auch auf irgend einem Anzeigenaushang.

      • a) scheidet ebenfalls aus. Es ist niemals verkehrt, dass sich so etwas an Frauen richtet, auch nicht, wenn es sich nur an Frauen richtet.

        Das Problem ist nicht, dass es sich an Frauen richtet, sondern von einem MANN ausgeht.
        Was fällt dem ein, von einer Frau etwas zu wollen, und zu denken, dass er das einfach wie ein OBJEKT kaufen könnte?
        pfui pfui

  43. Selbst bei „Zett“ distanziert man sich vom Grünen Geheimdienst:

    Neues Gender-Wikipedia „Agent*In“ will auf eigenartige Weise Klischees bekämpfen

    “ … doch das Ganze hat einen merkwürdigen Beigeschmack.“

    Erst mal ist aber lang und breit nur von der „Broschüre „Gender raus!““ die Rede, danach dann erst vom „Lexikon Agent*In“.
    Kritik ist: „Die Einträge lesen sich eher wie eine schwarze Liste als ein wirkliches Lexikon.“ und meint „Als kontextualisierende Informationsquelle kann es nicht funktionieren“.

    Erstaunlich ist das: „Ist diese Art der Berichterstattung schon Hetze? Der Berliner Tagesspiegel betreibt dazu ein berechtigtes Gedankenspiel: „Wie wäre es mit einer steuerfinanzierten Namensliste von rechts außen, auf der Gender-Professorinnen, schwule Blogger und linksfanatische Schmalspur-Terroristen nebeneinander zur Observation freigegeben werden?““

    Hui, schreiben bei Zett nicht sattelfeste Progressive? Solche, die nur mit *einem* Massstab messen? Und dann auch noch allgemein warnen: „Fazit: Auch wenn die Broschüre und das Wiki allgemein relevante Themen aufarbeiten wollen, hierbei handelt es sich immer noch um politische Publikationen, die mit Vorsicht zu genießen sind.“

  44. Geschlechterkampf in der FDP?
    Droht den Liberalen das Schicksal der Piratenpartei?

    In knapp zwei Wochen, am Samstag, dem 5. August, soll in Nürnberg eine Gründungsversammlung der „Liberalen Männer in der FDP“ stattfinden. Ein Programmentwurf dieser FDP-Männergruppe kursiert bereits seit Juni. Er fordert unter anderem eine „kompromisslose Umsetzung des Artikels 3 des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland“ mit dem „Ziel einer tatsächlichen Gleichberechtigung von Frauen und Männern, Müttern und Vätern, Mädchen und Jungen.“

    Solch eine „tatsächliche Gleichberechtigung“ kann es dem Programmentwurf nach „nur geben, wenn die berechtigten Anliegen beider Geschlechter berücksichtigt und Benachteiligungen beider Geschlechter thematisiert und beseitigt werden.“ In der Praxis sieht man hier Defizite bezüglich einer „Jungen-, Männer- und Väterfeindlichkeit“, die man nicht nur thematisiert, sondern „ebenso verurteilt und beseitigt“ werden soll wie „Frauenfeindlichkeit“.

    [..]

    „Progressive in der FDP“ für „Einführung von Unisextoiletten“ und die „Nutzung gendersensibler Sprache“

    Inwieweit solche Positionen Aufnahme in die offiziellen Positionen der FDP finden, hängt davon ab, ob sich ihre Vertreter auf Parteitagen durchsetzen – was wiederum damit zusammenhängt, wie viele Personen es dort gibt, die damit nur schwer kompatible Positionen vertreten. Am explizitesten macht das die von Matteo Müller, Benjamin Brandstetter und René Oehler ins Leben gerufene und am Wochenende über Soziale Medien bekannt gewordene Gruppe der „Progressiven“ in der FDP, die zwar angibt, die Liberalen nicht „spalten“ zu wollen, aber mit Gendersternchen und einem ähnlichem Duktus operiert wie vor fünf Jahren die „progressive“ Peer Group in der Piratenpartei (vgl. Den Grünen zu ähnlich geworden).

    Unter „Liberalismus und Geschlecht“ heißt es im Webauftritt der „Progressiven in der FDP“, man sei „auch liberale Feminist*innen“ [sic], denn der Liberalismus „brauch[e] Feminismus“ und man müsse „Gender Studies ernst nehmen und deren Erkenntnisse nutzen“. Deshalb sei man auch für die „Einführung von Unisextoiletten“ und die „Nutzung gendersensibler Sprache“. Damit wolle man „Wähler*innen zeigen, dass sie nicht grün wählen müssen, um fortschrittliche Ideen vertreten zu sehen.“

    https://www.heise.de/tp/features/Geschlechterkampf-in-der-FDP-3782049.html

  45. „Es ist deswegen an der Zeit, über den destruktiven Philosemitismus in der deutschen Gesellschaft und besonders innerhalb der antideutschen Linken zu reden.“

    meint man bei der Zeit, zum „Berliner Buchladenvorfall“:

    http://www.zeit.de/gesellschaft/2017-07/topics-berlin-neukoelln-juden-israelischer-buchladen-schliessung/komplettansicht

    „Philosemitismus“, weil israelhörige „Antideutsche“ da angeblich hinterstecken.
    „Antideutsche“ sind so eine Art „Alt Right“, nirgends wirklich auszumachen und gleichzeitig erdrückend omnipräsent. Es folgen merkwürdige Einzelbeispiele Kämpfer der „die Linke“ gegen (!) genderistische „Pinkwashing“-„Antizionisten“ zB und eine „Jewish Anti Fascist Action Berlin“, die „von meist biodeutschen Philosemiten immer und immer wieder als eine Ansammlung von „selbsthassenden Juden“ diffamiert wird.“

    Der Autor (natürlich auch ein Jude, ein Ex-Rabbinerstudent gar, der sich sowohl für Antisemitismus sowie Islamophobie interessiert) attestiert dass ein „“Juden-Feeling“ … über die Jahre zum Accessoire für viele Linke in Deutschland geworden“ sei. „Sie fahren mit einer Israelfahne an ihren Autos befestigt herum – aus Solidarität mit den Juden, sagen sie, obwohl diese Fahne kein jüdisches Symbol per se ist, sondern das Zeichen des Staates Israel.“

    Wie man sieht hat sich der Autor hier vergaloppiert, es wäre wohl eher ein „Israel-Feeling“ auszumachen. Und ja: nicht wenige meinen, dass dieser Staat der beste Garant sogar für alle Juden ist, ob Israelis oder nicht. Die Antizionisten freilich sind genau der entgegengesetzten Ansicht.

  46. Durch den Verweis von Alex auf den Ze.tt Artikel bin ich auf das hier gestoßen:
    http://ze.tt/ivanka-trump-versuchte-albert-einstein-zu-zitieren-und-scheiterte/

    Was hat die „dumme Ivanka“ da getwittert?

    „If the facts don’t fit the theory, change the facts.“ – Albert Einstein

    Wir werden „informiert“, dass das Zitat „ganz sicher nicht“ von Albert Einstein stamme.
    Aaahaha, wie blöd von der Trump, zu blöd, ein Zitat zu überprüfen, hahahaha…

    Ich finds mittlerweile eher peinlich, wie selbstgefällig man alles, was irgendwie aus der Richtung Trump kommt, gleich mal prophylaktisch als Beleg für dämlichkeit einordnet.
    Auch ohne die Trumps mögen zu müssen: Ivanka ist eine durchaus intelligente Frau.
    EIn Zitat mit der Aussage „“If the facts don’t fit the theory, change the facts.“ mit „Albert Einstein“ zu unterschreiben zeugt von einem durchaus feinsinnigen Sinn für Ironie, der Ivanka Trump sicherlich nicht entgangen ist, und den sie mit ziemlicher Sicherheit bewusst so eingesetzt hat.

    Aber es sind eben „die Trumps“, und da kann man immer prima über die dämlichekeit ablästern, weil irgendeinen ironischen Hintergrund, nein, den kann eine Trump natürlich unmöglich im Sinn gehabt haben, da sind die doch viel zu doof dazu. (lacht)

    • „Ivanka ist eine durchaus intelligente Frau.“

      Ich hab keine Ahnung, wie intelligent sie ist, aber irgendwie sagt mir bei den öffentlichen Auftritten mein Bauchgefühl, dass sie das einzige Familienmitglied der Trumps ist, das nicht nur Stroh im Kopf hat.
      Und wenn ich recht hab, dann tut sie mir wirklich leid. Es muss furchtbar sein, so viel Müll des eigenen Ehemannes ständig wegzulächeln.

  47. Manchmal machen die Ausnahmen ein Phänomen interessant. Endlich die Breite der Betrachtung, die das Phänomen Social Justice verdient hat:

    Challenging Violent Speech—Unless It’s About Israel

    „The idea that speech can itself constitute an act of violence grows ever more popular among the left’s leading polemicists. They argue that employing a politically incorrect word can be triggering; that the wrong gender pronoun can provoke; that words and sentences and parts of speech are all acts of aggression in disguise. The left seeks to stop this violence, or less euphemistically: to silence this speech.

    Given their particular sensitivity to the triumphant mightiness of the pen, it’s profoundly disturbing to note where lines are drawn and exceptions made. ….“

    https://www.commentarymagazine.com/politics-ideas/challenging-violent-speech-unless-its-about-israel/

    „On college campuses, the call for armed struggle has become the Cri de Coeur of leftist students who are otherwise hypersensitive to the impact that intangible words can have on corporeal beings.“

    „Where are the charges of bigotry and racism, the calls to silence this speech, to stop this violence?“

    „Nowhere does the idea that speech can constitute violence find more support than on elite liberal arts colleges.“

    „… euphemistic terminology does nothing to mitigate the violent nature inherent in this rhetoric. There must be no confusion. The left’s glorification of armed struggle is nothing short of approval for those Palestinians who target and kill innocent men, women, and children. Those who proclaim to speak for social justice have been damningly silent.“

  48. „Die Tatbestände „christlich“, „ultra-katholisch“ und „familistisch“ sind Teile einer Indizienkette, die zu einem Urteil vor dem Tribunal der grünen Heinrich-Böll-Stiftung führt: schuldig wegen antifeministischer Umtriebe!“

    http://hd.welt.de/Kultur-edition/article166939132/Am-skurrilen-Online-Pranger-der-Heinrich-Boell-Stiftung.html

    „Das Prinzip der „Zersetzung“ hat sich bereits partiell bewährt. Es geht nicht um strafbewehrte Taten, es geht um Ansichten. „Klimaleugner“ klingt inzwischen nicht nur wie „Holocaustleugner“, es ist auch so gemeint. Wer das Klima „leugnet“, macht den Weg frei für den Mega-Holocaust von Morgen. Und wer der Ansicht ist, dass die Kategorien „Frau“ und „Mann“ biologische Tatsachen sind und nicht nur „biologistische“, „familistische“ oder „soziale“ Konstrukte, der ist der Feind allen Fortschritts.

    Das Progressive und das Totalitäre waren schon immer einander verwandt. Wenn das Totalitäre nun wiederkommt, wird es nicht sagen: „Guten Tag, ich bin das Totalitäre“, es wird sagen: „Guten Tag, ich bin das Progressive!““

  49. Hier haben wir mal einen der überaus raren einheimischen Fälle von Feminismus in Sinne von Frauenrechten;

    „Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat die Bedeutung von Sex auch für Frauen über 50 hervorgehoben. Die Straßburger Richter stellten in einem Urteil fest, dass in Portugals Justiz das Vorurteil vorherrsche, dass dies – anders als bei Männern – nicht der Fall sei. ……“

    http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2017-07/menschenrechtsgerichtshof-sex-frauen-ueber-50

    Bravo, gute Arbeit.

  50. Und so vergnügt sich der sexistische Shitlord von heute 😀

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