„Der Aufstieg der Sexroboter“

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42 Gedanken zu “„Der Aufstieg der Sexroboter“

  1. „you cannot substitute a person with an object“
    demnach sollten Frauen auch keine Dildos und Vibratoren mehr kaufen

    • „you cannot substitute a person with an object“

      Das hängt von der Person ab.

      Wenn du vorher mit Personen zu tun hattest, die eine – möglicherweise drastisch – negative Energiebilanz haben, dann bist du mit einer Puppe als Ersatz zumindest kurzfristig besser dran.

    • „you cannot substitute a person with an object“

      Wenn man bedenkt wieviele Arbeiten, die früher Menschen verrichtet haben, heute von Maschinen erledigt werden, ist der Satz geradezu atemberaubend dumm.

      • @Adrian

        Ich habe nichts gegen Technik- und Zukunftsgläubigkeit, aber eine *Person* glaubwürdig durch einen Roboter darstellen zu lassen erfordert einen unglaublichen Aufwand.
        Die Leere des Gesichts der Sexpuppe ist auffällig und das bekommen sie auch nicht durch blinzeln weg. Bei einem Lächeln sind mehrere Dutzend Muskeln involviert – auf der Ebene wird es bereits sehr komplex. Man braucht Sensoren, Aktuatoren und jede Menge Software, um das koordiniert darzustellen.

        Es ist etwas anderes, eine Person per CGI zu animieren, als diese Erkenntnisse ins reale Leben zu übertragen. Ich halte es für unwahrscheinlich, dass vor Ablauf von zehn Jahren auch nur im Ansatz ein Durchbruch erzielt wird.

        Gruß crumar

        • Crumar, es ist überhaupt nicht nötig einen Menschen komplett zu simulieren, sondern nur die Teile die zur Bedürfnisbefriedigung nötig sind. Und da sind wir schon sehr nah dran. Das ist auch der ganze Punkt, daher ist dein Einwand relativ irrlevant.

          Deine Termini lassen mich allerdings auch aufhorchen. „Technik- und Zukunftsgläubigkeit“? Das ist etwa so als wenn man „Schulmedizin“ sagt, dass kommt aus einer ganz bestimmten Ecke.

        • @Benji

          Der Punkt ist hier nicht, eine Vagina zu simulieren, sondern eine Person, mit der ich interagieren kann.
          Ich lasse mal den Punkt verbale „Interaktion“ weg und konzentriere mich auf technische Aspekte.

          Wenn du „Ex Machina“ gesehen hast, wird dir aufgefallen sein, ausgerechnet das *Gesicht* ist das der echten Schauspielerin (Alicia Vikander).
          Das hat den Grund, non-verbale Kommunikation läuft zu einem großen Teil über die Mimik.
          Überlege dir, auf wie viele solcher Signale du als Kommunikation reagierst, obwohl kein Wort gefallen ist: Stirn runzeln, Augenbraue hochziehen, Augen zusammen kneifen, lächeln, lachen, Schmollschnute ziehen, Mundwinkel nach unten usw. usf.
          An diesen Aktionen sind sehr viele Muskeln im Gesicht beteiligt, deren Koordination zu bewerkstelligen komplex ist. Leg mal die Fingerspitzen auf deine Wange wenn du lächelst und achte im Spiegel auf deine Augen – du öffnest die unwillkürlich leicht.
          Per CGI ist das möglich, man sieht aber noch sehr deutlich, dass es sich um eine virtuelle Person handelt.
          In der realen Welt müsstest du eine entsprechende Anzahl von Sensoren und Aktuatoren verbauen, um dies zu simulieren. Was nicht ganz so trivial ist (mein Nachbar arbeitet u.a. für Disney, deshalb weiß ich, es handelt sich um ein komplexes Scheißerchen).

          Ansonsten arbeite ich mit 3D-Konstruktions- und Simulationsprogrammen; dazu gehört auch, Modelle per rapid prototyping dem Kunden in die Hand zu drücken.
          Seitdem ich jedoch mit den *Gläubigen* der Möglichkeiten des „3D-Druckers“ konfrontiert wurde, habe ich eine solide Abneigung gegen die Technikgläubigkeit dieser *Ideologen* entwickelt.
          Die nämlich nicht nur keinerlei Ahnung von der existierenden Massenproduktion haben, sondern „Kleinigkeiten“ geflissentlich ignorieren, wie z.B. dass die Toleranzen der Teile mies sind, die Materialauswahl der Filamente begrenzt, selbst mittelkomplexe Baugruppen ein Desaster darstellen und kein Schwein weiß, ob der, der „open source“ ein Teil einstellt wirklich eine Ahnung von dem hat, was er oder sie da tut -> Produkthaftung.
          Mal ganz abgesehen davon, dass ein 3D-Drucker in jedem Haushalt ein ökologischer Albtraum ist.

          D.h. unsere Sicht auf den identischen Sachverhalt ist komplett verschieden – für MICH sind das Esoteriker und andere Anhänger der Bachblütentherapie.
          Die ein „futuristisches Manifest“ verfasst haben und richtig beleidigt reagieren, wenn ich sie mit den Problemen der REALEN REALITÄT konfrontiere.
          Von daher, Benji, bin ICH in solchen Diskussionen immer die „Schulmedizin“. 😉

          Gruß crumar

  2. Und wenn es dann Männer als Sexroboter gibt, dann sind diejenigen, die sich nicht als Mann oder Frau sehen, die einzigen vollwertigen Menschen auf der Erde…

  3. Youtubekommentare:

    „women that hate this are only scared because of they will get competition from these sex dolls.“

    „Men wanted to go faster and farther than the horse with out moving. Men built the automobile.
    Men wanted to fly in the skies, but had no wings. Men built the Airplane.
    Men wanted to swim under the water, but had no way to breath. Men built the Submarine.
    Men wanted to go to the Moon, and Beyond. Men built the Space shuttle.
    Men wanted to have sex, and loving relationships with humans, but are not getting it. Men built the always loving A.I. Sex android.

    Moral; if Men want it, and can not get it. They will build a way to get it.“

  4. Vermutlich kommt da Angst um die Deutungshoheit und der Verlust um die sexuelle Dominanz mit hoch, wenn gerade Frauen nun kollabieren.

    In 10-20 Jahren könnte diese Befürchtung sogar wahr werden, wenn Frauen durch interagierendes Silikon substituierbar wären oder würden.

    Ob man das nun gut oder schlecht findet, dass ist das eine Thema. Offenbar ist aber, dass diese Entwicklung nicht aufzuhalten sein dürfte. Denn es ist offenbar ein (großer) Markt dafür da.

    Und vielleicht erkennt so manche Frau in naher Zukunft, dass sie sich eventuell auch mal um das andere Geschlecht kümmern könnte, vor allem, wenn der Status Welk-werden näher rückt.

  5. In den Kommentaren zu DonAlphonsos Gleichstellungsartikel von letzter Woche kam jemand zu dem zynischen Schluss „Für Sex gibt es Wanderhuren und für die Liebe so Sachen wie Autos“.

    Der Sexroboter wird sich durchsetzen, weil er emotional erfüllender ist.

    • Das bezweifle ich doch sehr stark. Das hätte vor allem auch noch den Nachteil, dass damit der männliche „Drive“ abhanden kommt, und wir auch schlichtweg die Feministinnen alle Macht geben könnten. So oder so würden wir in primitive Gesellschaften zurückfallen.

  6. Kleiner Nebenaspekt – ab Min 13:30. Da gibt es ein Robot-Museum in London und ein Kämpferin gegen weibliche Roboter (selbst Telefoncomputerstimmen).

    So gesehen lässt Maas neuer ‚Kampf‘ gegen „diskriminierende Algorithmen“ Böses erahnen, falls er die Wahl im September überstehen sollte. Man kann ziemlich ins Grübeln kommen, denkt man darüber nach, was dieser kleine und feministische Diktator noch so in petto hat.

    Denkt mal darüber nach, so ihr mögt. Und kommt eventuell wie ich ins Grübeln, nach Allem, was er bislang verzapft hat.

    • „Denkt mal darüber nach, so ihr mögt. Und kommt eventuell wie ich ins Grübeln, nach Allem, was er bislang verzapft hat.“

      Leider nicht er allein, der Großteil des Parlamentes und Medien steht hinter ihm. Ich habe in dieser Hinsicht resigniert. Und es ist nur eine, von einer Vielzahl, potentiell tödlicher Entwicklungen. Die meisten davon darf man nicht mal offiziell thematisieren.

      Zurückziehen, sich dem Theater verweigern, versuchen ein schönes Leben zu führen (und am Ende zu überleben). Mehr geht für mich derzeit nicht.

      • Zurückziehen, sich dem Theater verweigern, versuchen ein schönes Leben zu führen (und am Ende zu überleben). Mehr geht für mich derzeit nicht.

        Danke, kommt in mein Sprüche-Buch

  7. Die Reporterin und die dicke Feministin am Ende – beide spüren es. Das Ende ist nah – Frauen werden bald ihren wichtigsten Joker verlieren – die Kontrolle über den Sex. Mit Pornos mussten sie sich schon abfinden aber die Bedrohung durch einen Sexbot ist noch 1000 mal schlimmer.
    Andererseits ist zu sagen, dass sie Männer ja immer als böse und aufdringlich empfinden. Wir denken nur an Sex und wir warten nur darauf Frauen zu vergewaltigen, sei es beim einvernehmlichen Sex, bein Ansprechen oder mit Blicken, von daher ist es doch super, dass sie nun nicht mehr hinhalten müssen. Freut euch Mädels, das Zeitalter Gaias ist nahe…

    • Schön wäre es, aber es ist leider so, dass Feministinnen von Technik noch viel weniger verstehen, als von sonstwas. Die dramatisieren ein Thema, welches noch längst nicht akut ist und es wohl absehbar auch nicht wird.

      Und jede Wette: die Unattraktiven unter denen, würden sich so eine Doll zulegen, meist vermutlich eine weibliche, rein zu Forschungszwecken, versteht sich 😉

      Nur Männer dürften keine haben, außer männliche Puppen, für welche wie Adrian…

  8. „What these sex dolls do, they’re resting on the idea that women are property.“

    Ein guter Journalist hätte wohl gefragt, wie es sich mit den männlichen Sex-Dolls verhält.
    Auch faszinierend, dass es nun Unterdrücker ohne Unterdrückte geben kann.
    Hmmm… wenn ich so drüber nachdenke, ist dieser Aspekt im Feminismus auch schon jetzt — ohne Sex-Dolls — möglich und vermeintlich real.

    • Das ist wieder nur der typische zusammenhangslose Mist, den Frauen im Allgemeinen, und Feministen im Speziellen, sehr gerne ablassen. Eigentlich will sie nur sagen „Sexroboter sind BÖSE!!!!“, zwischen Sexrobotern und irgendeinem Eigentumskonzept besteht kein Zusammenhang.

      Ich würde ihr immernoch ein One-Way-Ticket auf eine einsame, männerfreie Insel bezahlen. Ich würde wahrscheinlich sogar ihre Leiche ein Jahr später wieder abholen lassen, da sie ohne Männer nicht überleben kann.

  9. Ehe für alle – es bleibt spannend – mal wieder eine flotte Freitagsaktion – mit Konfettimaschine im Bundestag etc. – keine Diskriminierung für Dolls! Gerechtigkeit eben (siehe Gleichmaß e.V.: so lassen die deutschen Parteien Gewaltopfer im Stich)!

  10. Hätte nichts gegen so eine Puppe, aber bis es taugliche und bezahlbare Roboter gibt, vergehen sicher noch einige Jahrzehnte.

    Leute die eine „lebensechte“ Puppe wollen, kaufen jetzt schon „real dolls“ die kosten dann halt soviel wie ein Auto, sind zerbrechlich und akrobatisch wie eine Schaufensterpuppe, vermutlich schwer zu reinigen, stinken und schmecken sicherlich nach Plastik und wirken, schon aufgrund der unbeheizten, trockenen Gummihaut, so realistisch wie ein Dildo. Immerhin, das Aussehen ist hammergeil und die Weichteile sind wohl schön simuliert… eine gute Entlastung für geplagte Singlemänner. Erst recht, wenn Semikolon und Co sich durchsetzen und fi*ken, gegen Geld, auch noch bestraft wird.

    In die Dinger jetzt noch einen Roboter reinzubauen, ändert nicht sehr viel, außer dass es den Preis vervielfacht und das Ding beim blasen vielleicht ein bisschen vor- und zurückwackeln kann (und mit den Augen zwinkern, unglaublich wichtig 🙂

    Die technischen Probleme, einen, dem Menschen zum Verwechseln ähnlichen, Roboter zu konstruieren, sind dermaßen riesig, dass ich nicht glaube, dass das in absehbarer Zeit geschieht. Die Investitionen liegen eher im Multi-Mrd.-Bereich und würden sich nur bei Massenfertigung rentieren. Da auch der Markt dafür vage ist und die K.I.s nicht ausgereift genug, ist das garantiert nichts, wovor sich irgendjemand demnächst fürchten müsste. Vielleicht findet eine sukzessive Entwicklung dahin statt, aber wie gesagt: über Jahrzehnte und bis dahin: Spielzeug, nicht mehr.

    Dass Frauen da vorbeugend Panik bekommen, kann ich verstehen. Sollte das jemals kommen, ist Schluss mit „Prinzessin wählt aus und gibt den Ton an“. Eine der Haupttriebkräfte der Männer könnte so anderweitig gebunden werden. Andererseits ist dann vermutlich ohnehin alles automatisiert, eine Welt, die ich mir nicht ansatzweise vorstellen kann.

    Nein, auf den Sexbot warte ich nicht ernsthaft, ich verspreche mir erheblich mehr Lustgewinn von hochauflösenden VR-Pornos, vielleicht kombiniert mit diverser Stimulationselektronik. Da gibt es wohl schon einiges, aber alles noch jenseits meiner Preisvorstellungen.

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