Ehe statt nur Verpartnerung für Homosexuelle (#Ehefueralle)

Heute dann die Abstimmung in Bundestag für die Möglichkeit auch für homosexuelle Paare zu heiraten und sich dann Eheleute und nicht nur verpartnert zu nennen.

Ich rechne damit, dass der Bundestag dafür stimmt. Interessant wird danach noch, ob das Bundesverfassungsgericht eine rein historische Auslegung des Ehebegriffs vornimmt, damit ist aus meiner Sicht aber nicht zu rechnen.

Interessant auch: werden die Verpaartnerten dann Verheiratete oder müssen die das beantragen?

Auch interessant: wer stimmt dafür, wer dagegen?

Auch interessant: politisch ein schlauer Zug von Merkel? Ich würde sagen ja.

 

 

 

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109 Gedanken zu “Ehe statt nur Verpartnerung für Homosexuelle (#Ehefueralle)

  1. Dazu eine Frage in die Runde: Die Vorteile der Ehe für denjenigen, der die Kinderbetreuung übernimmt, sind klar. Aber welche Vorteile hat die Ehe für denjenigen, der das nicht überwiegend tut sondern arbeitet?

    • Für einen Vater, der arbeitet, hat die Ehe den kleinen Vorteil, dass seine väterlichen Rechte am Kind stärker sind als ohne Trauschein.

      Ansonsten hat sich der arbeitenden Partner mit der Ehe auf Gedeih und Verderb dem nicht arbeitenden Partner ausgeliefert.

      • Viel Spaß beim heiraten. Ich frage mich allerdings, wie viele der Schwulen in Deutschland überhaupt heiraten wollen? Ich glaube das Gesetz ist in erster Linie für Lesben gemacht worden. Aber das ist nur mein Eindruck – die meisten Schwule die ich kenne haben an so etwa kein Interesse.

        • „Ich frage mich allerdings, wie viele der Schwulen in Deutschland überhaupt heiraten wollen? Ich glaube das Gesetz ist in erster Linie für Lesben gemacht worden. Aber das ist nur mein Eindruck – die meisten Schwule die ich kenne haben an so etwa kein Interesse.“

          Der Run wie in Amerika ist aus meiner Sicht nicht unbedingt zu erwarten. Man konnte sich ja schon Verpartnern.

      • „Stärkere Rechte“ bedeutet hier nur, dass man nicht zum Jugendamt gehen und eine Sorgeerklärung abgeben muss. Welche sonstigen stärkeren Rechte sollten denn da bestehen?

        • Ganz genau. Ein Team waren Eheleute solange, wie Ehe „bis das der Tod euch scheidet“ war. Wenn man sich einfach scheiden lassen kann, gibt es keinen Anreiz sich um das Wohlergehen des anderen tatsächlich zu kümmern – man kann sich ja einfach scheiden lassen, wenn er/sie es nicht mehr bringt.

  2. „Ich rechne damit, dass der Bundestag dafür stimmt.“

    Ich auch.

    „Interessant wird danach noch, ob das Bundesverfassungsgericht eine rein historische Auslegung des Ehebegriffs vornimmt, damit ist aus meiner Sicht aber nicht zu rechnen.“

    Da bin ich nicht ganz so sicher. Immerhin wurde Jahre her.die Lebensparterschaft vom BverfG nur akzeptiert, weil es eine klare Abgrenzung zur Ehe gibt und beide Institutionen unterschiedliche Tielgruppen ansprechen. Die Entscheidung ist aber auch schon 16 Jahre her.

    „Interessant auch: werden süß verpaartnerten dann verheiratete oder müssen die das beantragen?“

    süß = auch
    Wie ich Deutschland kenne, wählt man den bürokratisch aufwändigsten Weg, komplett mit Weg zum Amt, 100 Seiten Formularen und 100 Euro Bearbeitungsgebühr.

    „Auch interessant: wer stimmt dafür, wer dagegen?“

    Ich erwarte von der CDU/CSU ein klares Bekenntnis zur heterosexuellen Ehe. Ansonsten können sie sich gleich auflösen.

    „Auch interessant: politisch ein schlauer Zug von Merkel? Ich würde sagen ja.“

    Das auf jeden Fall. Die SPD hat sich gerade auf dieses Wahlkampfthema eingeschossen, da nimmt Merkel es ihnen weg. Nun stehen die Sozen wieder mit leeren Händen da 🙂

    • „Wie ich Deutschland kenne, wählt man den bürokratisch aufwändigsten Weg, komplett mit Weg zum Amt, 100 Seiten Formularen und 100 Euro Bearbeitungsgebühr.“

      Eine direkte Umwandlung wäre interessant, weil es letztendlich dokumentiert, dass der Unterschied quasi nicht vorhanden war. Denn sonst müssten sie ihnen ja ein Wahlrecht zugestehen und könnten es nicht einfach ändern

    • Das Gesetz wird zu 95% vom Bundesverfassungsgericht kassiert. Die Ehe muss laut Verfassung besser gestellt sein und das Institut der Ehe ist der Bund zwischen Mann und Frau. Gleichgeschlechtliche Partnerschaften sind vom Begriff nicht erfasst.
      Natürlich ist eine 180Grad Wende des Bundesverfassungsgericht nicht ausgeschlossen. Aber es wurde das Ansehen schwer beschädigen. Ein Verfassungsgericht sollte eben gerade nicht nach dem Zeitgeist urteilen.

      • Das wäre erstaunlich in Anbetracht der ständigen Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts seit 2002. Das BVerfG hat MEHRFACH klargestellt, dass das Abstandsgebot, dass Du ihm unterstellst, nicht existiert. Eine 180°-Wende wäre es hingegen, wenn das Verfassungsgericht nun plötzlich annähme, dass die „Ehe muss laut Verfassung besser gestellt sein“ müsste.

        Übrigens: Definition der Ehe in Art. 6 GG nicht notwendig in allen Punkten deckungsgleich mit Definition der Ehe im bürgerlichen Eherecht. Wenn die geltenden Regeln des deutschen Eherechts alle durch Art. 6 GG geschützt wären, wäre jede Änderung des Eherechts verfassungsrechtlich unmöglich. Das GG garantiert Ehe (und Familie) als Institut (parallel ebenso: das Eigentum). Für die weitere Lektüre empfehle ich eine Stichwortsuche nach „Institutsgarantie“.

        • „Definition der Ehe in Art. 6 GG nicht notwendig in allen Punkten deckungsgleich mit Definition der Ehe im bürgerlichen Eherecht. “
          Ach was. Für das Grundgesetz maßgeblich ist die Einrichtungsgarantie „Ehe“, welches historisch geprägt ist. Die Ehe ist historisch zwischen Mann und Frau.
          „Wenn die geltenden Regeln des deutschen Eherechts alle durch Art. 6 GG geschützt wären, wäre jede Änderung des Eherechts verfassungsrechtlich unmöglich.“
          Man merkt, Sie haben von Verfassungsrecht keine Ahnung. Art. 6 GG schützt die Einrichtung Ehe als solche und gerade nicht jede zivilrechtliche Ausgestaltung.
          “ Für die weitere Lektüre empfehle ich eine Stichwortsuche nach „Institutsgarantie“.“
          Ach vielen Dank. Ist ja nicht so, als hätte ich eine komplette Vorlesung zu diesen Thema gehört. Ein bisschen googlen ersetzt kein Studium.

        • „Ein bisschen googlen ersetzt kein Studium.“
          Dito. Schade, dass es bei Ihnen so wenig gebracht hat.

          Für das Grundgesetz maßgeblich ist die Reichweite der Institutsgarantie, die Art. 6 GG gewährt. Eben deshalb ist die konkrete Ausgestaltung des bürgerlichen Eherechts irrelevant. Netter Versuch, durch umformulierte Wiederholung meiner Aussage zu versuchen, mir eine andere Aussage zu unterstellen, als ich getätigt habe. Dürfte m.E. als Strohmann-Argument zu bezeichnen sein, was Sie da machen.

          Bleiben wir aber bei Ihrem Ausgangspunkt:
          Wo nun hat das BVerfG behautptet, dass „die Ehe […] laut Verfassung besser gestellt sein muss“ als die Lebenspartnerschaft? Gerne mit Fundstelle. Ich warte.

        • „Definition der Ehe in Art. 6 GG nicht notwendig in allen Punkten deckungsgleich mit Definition der Ehe im bürgerlichen Eherecht.“
          Und sie muss nicht für alle Zeiten eingemeißelt auf dem Stand von 1948 verharren.
          Unsere Altvorderen hatten vielleicht mehr Weitblick, als ihre Kinder, als sie „nur“ formulierten: „Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutze der staatlichen Ordnung.“ (Art. 6 (1) GG)
          Auch wenn die Altvorderen bei der Ehe nicht an homosexuelle Partnerschaften dachten, haben sie diese Konstellation auch nicht explizit ausgeschlossen.
          Für mich als Väterrechtler ist der Artikel deshalb auch so interessant, weil mit Hinweis auf ihn die Elternrechte nichtehelicher Väter verneint wurden.
          Aber, so wenig, wie dort der Schutz heterosexueller Ehen betont wird, so wenig wird verlangt, dass nur die eheliche Familie unter dem besonderen Schutz der staatlichen Ordnung steht.
          Diese Flexibilität in der Interpretation erlaubt das GG also sehr wohl.
          Ich habe die kurzen Reden der einzelnen Bundestagsabgeordneten gesehen und war besonders beeindruckt von der des Linken-Abgeordneten Dietmar Bartsch.
          Er verwies darauf, dass die Vorstellung von Ehe schon in der Vergangenheit sich gesellschaftlichen Veränderungen anpasste, ohne dass es zu einer sozialen Revolution kam.
          Wir brauchen dabei nur an das Eheverbot zwischen Standesunterschieden denken.

    • Ich würde es als Buryingversuch verstehen. Wer hat denn noch groß über das gleichzeitig verabschiedete NetzDG gesprochen? Ablenken von einem Thema das alle betrifft mit einem Orchideenthema.

      Daher bin ich auch zutiefst misstrauisch gegenüber den Aktivisten. Ich habe ja mit jemandem auf Twitter „diskutieret“, der das Wort Homoehe nicht haben wollte. Hab ich nicht verstanden. Buzzword? Oder gehts am Ende wirklich darum die Ehe komplett offen zu lassen? Man darf nicht vergessen, dass das Kernziel der Feministen die Zerstörung der klassichen Familie ist, und die Ehe für alle ist natürlich ein wunderbares Einfallstor.

      Ich hab einfach schon ne Ecke zu lange mit diesen Aktivisten zu tun, um denen Gutmütigkeit abzukaufen. Daher wäre man garnicht so sehr gegen die Homoehe an sich, wenn es nicht wieder ein Vehikel für diese Fanatiker wäre die Leute zu terrorisieren. (Mal neben dem Buryingversuch natürlich.)

      • „Man darf nicht vergessen, dass das Kernziel der Feministen die Zerstörung der klassichen Familie ist, und die Ehe für alle ist natürlich ein wunderbares Einfallstor.“

        Also die Kurve krieg ich jetzt nicht. In welcher Weise ist meine Ehe oder gar Familie gefährdet, wenn das langjährige Schwulenpärchen in der Straße unten heiraten darf?
        Die Ehe ist doch ein öffentliches Bekenntnis, füreinander einzustehen, in guten, wie in schlechten Zeiten. Ich kann nicht erkennen, warum dieses Bekenntnis nur auf heterosexuelle Beziehungen anwendbar sein sollte.

        „Daher wäre man garnicht so sehr gegen die Homoehe an sich, wenn es nicht wieder ein Vehikel für diese Fanatiker wäre die Leute zu terrorisieren.“

        So mit Bomben und so?
        Oder wie muss ich mir den Terror vorstellen, den die Feministinnen gegen uns arme Heteros einsetzen werden?

  3. Ist doch klar, was damit beabsichtigt wird.
    Genau wie die beiden Lesben mit 8 Pflegekindern und 5000€ monatlicher Steuergeldfinanzierung sollen nun vor allem Homoerotiker Kinder erziehen, die das dann normal finden und Sexualität unnormal.
    Dann führt man noch ‚Kinderrechte‘ im Grundgesetz ein und schon kann jeder Familie, die öffentlich quer gedacht hat die Kinder entzogen werden, wahrscheinlich über solche Amtseinschätzungen wie ‚Reichsbürger‘ denen wegen diesem Gesinnungsdelikt Waffenscheine und Waffen bereits flächendeckend weggenommen werden.
    Die Kinderentziehungen werden ein ebenso flächendeckendes Ausmaß annehmen und man wird sie den Homoerotikern zuschanzen, wie es nur geht.
    Dann kann man jedem normalen Kritiker die Existenz kaputtmachen und den Lebenssinn entziehen über Führerscheinentzug, Kindesentzug usw.
    Das ist ein konzertierter Angriff auf die Reste dessen, was wir mal als Familie und Rechtsstaat sowie bürgerliche Mitbestimmung kannten.
    Die Art und Weise, durch die Hintertür, von jetzt auf gleich, ohne Debatte, mit mundtot gemachten Kritikern oder versteckt in anderen Gesetzen ist hochgradig kriminell.
    Es ist Zeit für GG20 Abs 4.

    • „Ist doch klar, was damit beabsichtigt wird.
      Genau wie die beiden Lesben mit 8 Pflegekindern und 5000€ monatlicher Steuergeldfinanzierung sollen nun vor allem Homoerotiker Kinder erziehen, die das dann normal finden und Sexualität unnormal.“

      Genau, die 4% Homosexuelle, von denen die wenigsten Pflegekinder aufnehmen wollen, sind der Beginn des Untergangs der ganzen Welt!!11elf

      • Ein schwacher Trost für die Kinder, die in einem solchen Haushalt aufwachsen müssen. Ein Kind braucht Vater und Mutter und nicht Mutter, Mutter oder Vater, Vater oder gar Katze und Hund.

    • Pass bloß auf, hier im Forum gibt es auch Schwule – wenn du nicht vorsichtig bist guckst du bald Männern auf den Arsch und nicht mehr Frauen da wir ja alle wissen, dass Homosexualität eine bewusste Entscheidung ist.

      .

  4. Worin genau bestände denn der Unterschied zu der bisherigen Praxis? Steuervorteile? Erbschaftsrecht? Ich muss gestehen, dass mir das Thema insgesamt ziemlich egal ist, aber die Fakten dazu interessieren mich schon, da ich nicht verstehe, wieso das Thema so ein Brenner ist. Und Fakten werden einem, anders als die m.E. unangebrachte Euphorie, nicht unbedingt aufgedrängt (was sehr dafür spricht, dass es hier wieder vor allem um „virtue signaling“, wie es so schön neudeutsch heißt, geht, das übliche politisch/journalistische Pharisäertum halt).

    Merkel gelingt dabei ein politischer Spagat der Sonderklasse: etwas forcieren und sich gleichzeitig davon distanzieren. Bonus: das Thema ist für den Wahlkampf erledigt, die SPD hat einen Punkt weniger, um bei den gutmeinenden „Progressiven“ zu punkten und die verbliebenen Konservativen dürften sich von Grünen, Linken und SPD ohnehin nicht angezogen fühlen, die AfD hat man vermutlich erfolgreich genug in die Nazi-Ecke verleumdet, so dass die keine Konkurrenz mehr ist.

    Nicht dass es eine ernsthafte Rolle spielt, welche Kasper das Land ruinieren, aber Merkel wäre ich schon gerne los, sie ist einfach zu geschickt dabei… wird diesmal wohl wieder nichts werden. Fatalismus wird bei mir wohl zum Dauerzustand. Fatalismus mit der Faust in der Hosentasche…

      • Danke. Also reiner politischer Aktionismus, um fortschrittlich, weltoffen und tolerant zu wirken. Die übliche Show, während man hintenrum die Basis unserer Lebensweise schleift.

        Dachte ich mir doch…

        • Es ändert sich so gut wie nichts für die Homosexuellen, aber durch die Änderung der Definition ändert sich sehr viel für die traditionelle Ehe, weil diese Definition natürlich Konsequenzen mit sich bringt und Ansätze für Veränderungen mit sich bringt. Das wird man aber erst über die Jahre erkennen. Es wird spannend, zu sehen, wie die Gesetzesgeber an dieser neuen Definition ansetzen, um gesellschaftliche Weichen zu stellen.

        • Ich denke auch, dass es mehr Konsequenzen für die bisherige (Hetero)-Ehe haben wird, was meiner Meinung nach aber auch in Ordnung ist. Denn ich vermute, dass alle Steuervorteile oder sonstigen etwaigen Vorteile künftig nur noch an Kinder geknüpft werden. Bisher hatte man quasi pauschal unterstellt, dass „Ehen“ und Kinder zusammenhängen, weil die allermeisten Ehen Kinder anstrebten.

          Meiner Meinung nach ist bzw. besser gesagt war der Sinn und Zweck der „Ehe“ früher vermutlich mal, dass die Grundlagen dafür geschaffen werden, dass beide Partner das Risiko von Kindern eingehen können. Frauen wurden dadurch über den Mann abgesichert, damit die Frau im Wege der Arbeitsteilung beruflich aussetzen konnten. Dadurch waren die Frauen abhängig vom Mann, so dass dieser eine gewisse Gewähr dafür hatte, dass die Ehe auch dauerhaft ist und er nicht in Kürze zum bloßen Zahlesel für Personen degradiert wird, die ihn nach einer Trennung fortan wie die Pest hassen. Letztlich war die Ehe somit eine Art Knebelungsinstrument, damit beide Partner das Risiko gemeinsamer Kinder für einigermaßen kalkulierbar hielten.

          Da die gegenseitigen Abhängigkeiten (insbesondere der Frau zum Mann) zunehmend immer weiter beseitigt wurden, ist meiner Meinung nach die Ehe heutzutage ohnehin überflüssig und dient nur noch dazu, dass der Staat sich in fremde Lebensbeziehungen besser einmischen kann bzw. die Menschen untereinander stärker unterhaltspflichtig werden und der Staat quasi damit seltener im Notfall einspringen muss. Für einen Mann halte ich die Ehe heutzutage für ziemlich idotisch, da bei Streitigkeiten innerhalb der Beziehung stets damit zu rechnen ist, dass der Staat (Gesetzgeber, Gerichte, Verwaltung, …) sich dann auf die Seiten der Frau stellen. Während man außerhalb der Ehe noch einigermaßen frei zwischen den Partnern aushalndeln kann, zu welchen Unterstützungsleistungen man wann Gegenüber seinem partner bereit ist, muss man in der Ehe stets damit rechnen, dass ursprünglich einvernehmliche Vereinbarungen, die von den Regeln über die Ehe zu Lasten der Frauen abweichen, von den Gerichten einfach als unwirksam betrachtet werden.

          Wenn die „Ehe“ nun auch für Personenkreise geöffnet wird, die (außer über Adoptionen) nicht auf Kinder ausgerichtet sein können, dann ist es auch nahezu nicht mehr zu rechtfertigen, warum 2 Verheiratete gegenüber Nichtverheirateten steuerliche oder sonstige Vorteile erhalten sollten. Ich meine, das war auch nach dem bisherigen Recht schon kaum für kinderlose Ehen zu rechtfertigen, aber es war zumindest erklärbar, dass Ehen im Wesentlichen auf Kinder ausgerichtet sind.

          Ich persönlich habe jedenfalls im Prinzip überhaupt nichts gegen die Öffnung der Ehe für alle, wenn – was schon lange überfällig ist – alle etwaigen Vorteile der Ehe ausschließlich an Kinder bzw. den Nachteilen von Kindern gekoppelt werden. Von mir aus, soll sich jeder ehelich knebeln lassen, wer das möchte. Auch gegen ein Adoptionsrecht für Nichtheteros habe ich gar nichts. Wenn zwei Menschen Verantwortung für ein Kind übernehmen, es lieben und für das Kind da sind, dann wüste ich nicht, wo da ein Problem sein könnte. Da dürften Alleinerziehende und die Folgen erheblich eher ein großes gesellschaftliches Problem darstellen, aber die werden ja krampfhaft als Helden gefeiert, gefördert und unterstützt.

    • Ich tippe auf Burying des NetzDGs, das ja auch beschlossen wurde.

      Also „Lasst uns alle Kanäle mit diesem Orchideenthema zumüllen, damit wir im Hintergrund ein Zensurgesetz durchboxen können“.

    • In Erbsachen sind Lebenspartnerschaften der Ehe weitgehend gleichgestellt. Dort ergeben sich keine Vorteile. Lediglich in Steuersachen können manche profitieren.

      • Sage ich doch, das ist der eigentliche Knackpunkt.
        Man macht aus ein dem Bedarfs- resp. Notfallrecht des Kindes ( das keiner Änderung bedarf, da Schwule als potentielle Adoptivpersonen längst gleichberechtigt sind ), ein Gruppenprivileg Erwachsener, wodurch die familiären Rechte des Kindes schwer beschädigt werden.

        • Wo soll der Schaden für das Kind denn liegen? Auch, wenn ich hertero bin, bin ich überzeugt, dass homosexuelle Eltern für ein Kind kein Nachteil sind. Da halt ich Alleinerziehende schon viel eher für ein Problem. Keine Ahnung, wie aussagekräftig das ist, aber angeblich sollen Kinder von Alleinerziehenden überproportional eher Probleme verursachen (spätere Gewalttäter, Gefängnis, Drogensüchtige, Suizid …). So sind z.B. auch so einige Attentäter in ihrer Jugend zumindest zeitweise nur von einem Elternteil großgezogen worden (z.B. Breivik, Hitler, Charles Manson, Stalin, Chérif und Saïd Kouachi (Charlie Hebdo) …).Solange die Gesellschaft daher Alleinerziehende duldet, wüsste ich nicht, was gegen ein Adoptionsrecht für grundsätzlich Jeden sprechen könnte.

        • Hallo xyz,
          Ich denke, Du hast meinen Kommentar bis jetzt noch nicht mal ansatzweise verstanden.
          Ergibt sich schon daraus, daß ich überhaupt nicht von einem unmittelbaren Schaden für das Kind gesprochen habe, sondern von einem solchen für das Recht.
          Als nächstes gehst Du von homosexuellen Eltern aus, was absurd ist, da sich Homos nunmal gar nicht reproduzieren können. Eltern sind immer gegengeschlechtlich ( Frankensteintechnik lasse ich hier mal weg, da – zumindest noch – nicht sonderlich relevant ).
          So try it it again please, vielleicht können wir uns dann sinnvoll darüber austauschen.

  5. Schlaucher Schachzug von Merkel? Wohl eher nicht. Kurzfristig wird sie gewinnen, doch die Konservativen der CDU sind noch weniger begeistert. Auf diese Weise wird sie auch nicht viele muslimische Wähler einssammeln.
    Außerdem ist das Gesetz verfassungswidrig, aber die Zeit wo der Bundestag versuchte noch verfassungsgemäße Gesetze zu verabschieden ist vorbei.

    Erst das Maas-Gesetz und dann dies. Das Bundesverfassungsgericht wird etwas Arbeit haben.

  6. Jipiii! Die Homos dürfen heiraten!! Ich struller mir vor Freude ins Höschen … nur welche Probleme sind damit gelöst? Wird damit zB das Merkel-Maas-Zensurgestz etwa verhindert, oder soll hinter dem Homoehegesetzgequatsche im Bundestag jenes nur versteckt werden?

    • Ja, das drängendste Problem unserer Zeit. Da kann man Demokratieabbau, Kriege, Arbeitslosigkeit, fehlende Rente, Totalüberwachung um Polizeistaatlichkeit ja mal vergessen – ist eh nicht so wichtig.

  7. Ehe für Alle und die Zensur gibt es so ganz nebenbei obendrauf. Wohl aber eher nicht für alle, da ja manche gleicher sind als andere.

      • … eine knappe Fusslänge voran mit den Bürgerrechten heute, aber dafür an anderer Stelle 10 Meter zurück (Auferlegung des Jochs der „freiwilligen“ Selbstzensur bei privatwirtschaftlichen Medien).

        Der tiefere gemeinsame Nenner beider gesetzesmässiger Aktionen ist die Stärkung reaktionärer Religion: einmal durch die Aufwertung der Ehe (eine Institution der Kirche!) und dann durch die Stärkung des Islam durch das NetzDG – auf das wird es ja zweifelsfrei hinauslaufen, wenn man die Entwicklungen in anderen Ländern, die „progressiver“ sind als Deutschland verfolgt hat.

        Das mit der Abschaffung der Unschuldsvermutung wird diese so überaus sympathische Regierung doch auch noch hinbekommen, aber wenigstens nächste Legislaturperiode!

  8. Interessanterweise hat Merkel mit „Nein“ gestimmt.
    Vermutlich den Rücken freihalten für den konservativeren Teil der CDU/CSU.

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/ehe-fuer-alle-so-laeuft-die-abstimmung-im-bundestag-liveticker-und-livestream-a-1155142.html

    Merkel sagte wortwörtlich: „Für mich ist die Ehe im Grundgesetz die Ehe von Mann und Frau. Und deshalb habe ich heute auch dem Gesetzentwurf nicht zugestimmt.“ Sie hoffe, dass mit dem Bundestagsbeschluss „auch ein Stück Friede und gesellschaftlicher Zusammenhalt geschaffen wurde“.

    Im Gegensatz zur CDU-Chefin haben auch mindestens 70 Unionsabgeordnete – fast jeder Vierte – für den Gesetzesentwurf votiert.

    Für die Gesetzesvorlage stimmten nach Worten von Parlamentspräsident Lammert 393 Abgeordnete bei 226 Gegenstimmen und vier Enthaltungen.

      • Aus den tweets:

        „Alle Muslime im #Bundestag haben FÜR die #Ehefueralle gestimmt“

        Dann können es ja keine echten Muslime gewesen sein, sondern nur Apostaten. Oder machen die das aus rein taktischen Gründen?

        Aber wir kennen ja diese lügnerische Propaganda der Links-regressiven, dass der Islam ja irgendwie „toleranter“ sei als das Christentum, wegen Kreuzzügen und so ….

        • Das dürfen die erstens:
          http://derprophet.info/inhalt/taqiyya.htm
          und zweitens ist es ihnen, gerade wenn sie überzeugte Moslems sind, vermutlich egal, da sie sich dann ohnehin nicht wirklich zu dieser Gesellschaft zugehörig fühlen. Solche Gesetze verschärfen ja nur den Kontrast zum „wahren Glauben“ und lassen zudem die Westler als homoliebende Weicheier erscheinen. Man darf nie vergessen, dass Afrika, die slawischen Länder, die Asiaten, alle mehrheitlich nicht unsere Ansichten von Fortschrittlichkeit teilen. Auf die dürfte das Theater einigermaßen befremdlich wirken.

          Aber ich will nichts unterstellen, ich schätze 90% der Muslime kennen ihren Glauben auch nicht besser, als 90% der Christen, also fast gar nicht. Gefährlich sind lediglich die verbleibenden 10%. Dass eine wie die Özuguz (Integrationsbeauftragte der SPD), deren Brüder den Muslim-Markt betreiben und die schon mehrfach aufgefallen ist, im Bundestag mit offenen Karten spielt, halte ich aber tatsächlich für unwahrscheinlich.

          Ihre Brüder haben übrigens eine explizite Meinung zum Thema, wenn man Wikipedia glauben darf:
          https://de.wikipedia.org/wiki/Muslim-Markt#Haltung_gegen.C3.BCber_Menschenrechten

          Zitat:
          „Gesellschaftliche Phänomene wie öffentlicher Alkoholkonsum, Drogenmissbrauch und Prostitution werden als negative Menschenrechte interpretiert; das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung, etwa in Form von Homosexualität, negieren die Brüder Özoguz. Um ihren Ansichten eine allgemeine Gültigkeit zu verleihen, versehen die Muslim-Markt-Betreiber den Offenen Brief mit der Losung, dass Moslems gegen „solche Menschenrechte“ seien.“

          Ja, ja, die unverhandelbaren Menschenrechte 😉
          Daran glauben eben auch nur Westler…

        • …. Muslime per Geburt oder Kultur halt. Das sind die einfach, das kann man ja auch nicht wählen!

          Ist schon merkwürdig: in diesem Fall wird immer und mit der grössten Selbstverständlichkeit von „Muslimen“ geredet und nie von „mit muslimischen Hintergrund“ oder so ähnlich.
          Man will halt überhaupt keinen Streit mit den echten Muslimen und überlässt denen allzu bereitwillig ihre Schäfchen.

          Man stelle sich mal vor, man würde die Religion Islam als ASYLGRUND anerkennen! Da könnte man mit Minderheits-Religionen und LGBT… anfangen, die aus Nationen kommen, in denen der Islam herrscht.
          Das wäre mal ein grosser Schritt für die Bürgerrechte!

        • @Christian

          „Das wäre ja bei den Christen nicht anders.
          Die alten Religionen halten alle steinigen für den richtigen Weg“

          Es ist als Strafe im alten Testament vorgesehen, aber neues und altes Testament widersprechen sich und „das Narrativ“ des „wer von euch ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein“-Jesus ist wohl so stark gewesen, dass Steinigungen im Christentum, schon in wesentlich brutaleren Zeiten, eine Ausnahmeerscheinung waren. Oder hast du ein irgendwie prominentes historisches oder gar aktuelles Beispiel?

          Man kann dem Christentum durchaus Pyromanie unterstellen, die Inquisition war sicher kein Zuckerschlecken für die Opfer, aber Steinigungen? Nichtdestotrotz ist das überwundene Geschichte.

          Die Juden sind mittlerweile wohl auch weit genug entwickelt, um das nicht mehr zu praktizieren.

          Der originale Koran, man lies und staune, enthielt gar keine Vorschriften für Steinigungen (ebensowenig wie für die Beschneidung von Mädchen übrigens):
          https://de.wikipedia.org/wiki/Steinigungsvers

          Trotzdem ist es Teil der sunna geblieben. Komischerweise wird es aber nicht nur von „Sunn“iten praktiziert, sondern der schiitische Iran tut es auch:
          https://www.igfm.de/themen/steinigung/ueberblick/

          „Steinigungsurteile oder Steinigungen ohne Urteile sind in den vergangenen Jahren aus den Ländern Afghanistan, Nigeria, Iran, Irak, Jemen, Nigeria, Pakistan, Saudi-Arabien, Somalia, Sudan und den Vereinigten Arabischen Emiraten bekannt geworden.“

          Was genau sagt uns das jetzt?

          • Aus dem neuen Testament:

            https://www.jw.org/de/publikationen/bibel/bi12/bibelbuecher/R%C3%B6mer/1/#v45001026-v45001027

            26 Deshalb übergab Gott sie schändlichen sexuellen Gelüsten+, denn sowohl ihre weiblichen Personen vertauschten den natürlichen Gebrauch von sich selbst mit dem widernatürlichen;+ 27 und desgleichen verließen auch die männlichen Personen den natürlichen Gebrauch der weiblichen Person+ und entbrannten in ihrer Wollust zueinander, Männliche mit Männlichen,+ indem sie unzüchtige+ Dinge* trieben und an sich selbst die volle Vergeltung empfingen,+ die ihnen für ihre Verirrung+ gebührte.

            8 Und so, wie sie es nicht billigten, Gott in genauer Erkenntnis+ zu behalten, übergab Gott sie einem mißbilligten Geisteszustand+, so daß sie Dinge taten, die sich nicht geziemen,+ 29 erfüllt, wie sie waren, mit aller Ungerechtigkeit+, Bosheit+, Habsucht+, Schlechtigkeit+, indem sie voll Neid+, Mord+, Streit+, Trug+ und Niedertracht+ waren, Ohrenbläser+, 30 böse Zungen+, Gotteshasser, unverschämt+, hochmütig+, anmaßend+, erfinderisch im Schadenstiften,+ den Eltern ungehorsam,+ 31 ohne Verständnis+, vertragsbrüchig*+, ohne natürliche Zuneigung,+ unbarmherzig+. 32 Obschon diese die gerechte Verordnung Gottes sehr wohl erkennen [und wissen],+ daß die, die solche Dinge treiben, den Tod verdienen,+ fahren sie damit nicht nur fort, sondern stimmen auch denen zu,+ die sie zu tun pflegen.

        • @Christian:

          Oh je, oh je, religiöse Diskussionen, ausgerechnet mit einem Atheisten wie mir. Warum muss ich nur immer den Mund aufmachen 🙂

          Na gut, ich versuche mal meine katholische Sozialisierung rauszukramen:
          ja, die Römerbriefe sind vermutlich das Homofeindlichste im neuen Testament. Aber das beantwortet nicht die Frage nach der Steinigung (oder ist dir eine bekannt?). Christen, die die Bibel tatsächlich noch ernst nehmen, sind ja auch keine Freunde von Homosexualität (zumindest nicht offen, siehe katholische Missbrauchsfälle und offizielle Doktrin), würde ich auch nie behaupten.

          Paulus schrieb da auch nur seine Meinung auf, Jesus selbst, als Religionsgründer, hat sich m.W. nie zum Thema geäußert und die einzige Steinigung die erwähnt wird, verhinderte er angeblich.

          Im Mittelalter war die Sache diffus:
          https://de.wikipedia.org/wiki/Sodomiterverfolgung
          manche wurden wohl verbrannt, wobei Sodomie ein weitläufiger Begriff war, aber:

          Zitat:
          „Das Mittelalter kann jedoch im Hinblick auf den heutigen Begriff der Homosexualität nicht nur als eine Repressionsgeschichte geschildert werden, denn gleichzeitig galt die Liebe zwischen Männern als nichts Außergewöhnliches und wurde nur selten mit dem Begriff der Sodomie in Verbindung gebracht. Gleichgeschlechtliche Freundespaare wurden von der Kirche teilweise auch als Wahlbrüder gesegnet und nebeneinander bestattet.“

          Aber es liegt mir fern, Verbrechen der Kirche reinzuwaschen, mir ging es nur darum, deine Steinigungsaussage zu korrigieren, die ich, nach wie vor, für falsch halte, das Christentum betreffend.

          Christentum und Islam sind generell schwierig zu vergleichen, schon deshalb, weil Mohammed ja über 500 Jahre später lebte und als Religionsgründer ganz anders tickte:
          http://www.balkanforum.info/f26/mohammed-steinigung-15879/
          https://koptisch.wordpress.com/2010/07/13/mohammeds-feldzuge/
          https://de.europenews.dk/-Muhammad-und-seine-Frauen-ein-bedingtes-Vorbild-fuer-Muslime-78532.html

          Oder um es mal aus der Position eines neutralen Beobachters auszudrücken: Jesus war ein bisschen durchgeknallt, aber irgendwie liebenswürdig und harmlos. Mohammed war auch durchgeknallt, aber ein typischer Räuberbaron. Und Letzterer war im Vorteil der späten Geburt, er konnte all die Schwächen, die das Christentum hatte, bei seiner Religion vermeiden und tat es: pazifistische Grundeinstellung, Ehrlichkeit, Armut als Ideal, Uneindeutigkeit der heiligen Schrift usw.

          Merke: nicht der Koran ist der Hauptleitfaden (obwohl der in vielen Punkten schlimm genug ist), sondern das Vorbild des Religionsgründers. Und vergessen wir nicht das „Schicksal der Frauen von Hadramaut“.

        • Und schon im ersten Satz des nächsten Kapitels steht:
          https://www.jw.org/de/publikationen/bibel/bi12/bibelbuecher/R%C3%B6mer/2/

          2 Darum bist du unentschuldbar, o Mensch+, wer immer du bist, wenn du richtest;+ denn worin du einen anderen richtest, verurteilst du dich selbst, insofern als du, der du richtest,+ dieselben Dinge treibst.+ 2 Wir wissen nun, daß das Gericht Gottes der Wahrheit gemäß+ gegen die ergeht, die solche Dinge treiben.

          Es wird also explizit davon abgeraten, den Gesetzesübertritt selbst zu anden. Das klingt irgendwie anders als „Steinigt ihn!“, oder

        • @Christian

          Ich verstehe das eher als „Weil Du, indem Du richtest, Dich auch über Deine Grenzen hinwegsetzt und auch nicht besser bist.“ (Würde irgenwie auch besser zur Haltung des Religionsstifters passen.)

          • @werlauer

            Die Bibel sagt jedenfalls, dass es eine besondere Strafe durch Gott selbst ist, wenn er einen den Wunsch nach homosexuellen Sex eingibt.

            Und das alte Testament halten wir zumindest auch bezüglich der 10 Gebote für hoch relevant. Dabei steht da auch „du sollst nicht“. Und der gleiche, der uns die 10 gebote gab, sagte eben auch, dass Gott eine sehr entschiedene meinung dazu hat, dass ein mann nicht mit einem Mann schlafen soll, die er anscheinend, wenn man Paulus glaubt nicht wirklich geändert hat.
            Evtl sagt er, dass man das nicht selbst richten soll, jedenfalls nicht, wenn man auch ein sündiges Schwein ist, dass homosexuellen Sex mag. Er sagt aber auch, dass es damit mit dem Reich Gottes vorbei ist.

        • Da möchte ich leicht widersprechen: Paulus sag, dass Gott Homosexualität nicht mag – ja, aber er sagt nicht, dass es mit dem Reich Gottes vorbei ist, sondern das allein der Chef entscheidet, wer rein kommt.

      • Ich bin gespannt, wie die Politik den Themenkreis weiterreiten will. Homosexuellenrechte sind eine tolle Sache für die Selbstdarstellung. Sie tun fast niemandem weh, man kann große philosophische Debatten darüber führen, man kann sich todesmutig als Pharis… äh, fortschrittlicher Mensch outen und wie sciencefiles so schön schreibt:

        „Die entsprechende Gruppe darf nicht zahlreich sein, sonst besteht zum einen die Gefahr, dass die Idealisierung durch Konfrontation […] in sich zusammenfällt, zum anderen lebt die ganze Dramaturgie, das ganze Signalisieren der eigenen Gutheit, das virtue signalling, und somit die Inszenierung der eigenen Persönlichkeit davon, dass das für die Gutheit ausgewählte Objekt, sich nicht als etwas anderes entpuppt als es zu sein hat.“
        Quelle: https://sciencefiles.org/2017/06/29/neo-orientalismus-im-bundestag-ressourcenverschwendung-im-extrem/

        Kurz: nach dem Sommermärchen in 2015 und den eher unschönen Folgen, besteht ein dringender Bedarf, das Homothema zu erhalten. Auch die Interessengruppen werden nicht einfach verschwinden.

        Kommt als nächstes der Home-Pay-Gap? Oder was kann man da noch so rauspressen, was meint ihr?

        • Gute Frage, was „als Nächstes kommt“. Im Gegensatz zu Dir halte ich aber das „Homothema“ für durch, das war ohnehin nur Kosmetik und wird vermutlich in Zukunft praktisch keine Rolle mehr spielen. Viel, viel wichtiger wird der Islam werden, also „Diversity“, das Herbeireden eines „toleranten Euro-Islam“, Gewährung der Eintreibung von Moscheesteuer (so müsste das ja analog Kirchensteuer heissen) und sowas.

        • “ … was meint ihr?“

          Ich schlage eine Studie zur Diskriminierung von Homos bei Adoptionen vor, die wird doch schon jemand im Aktenschrank haben. Nur noch Datum eintragen und fertig, das Ergebnis steht doch eh schon vorher fest … 🙂

        • @Alex
          „Viel, viel wichtiger wird der Islam werden, also „Diversity“, das Herbeireden eines „toleranten Euro-Islam“, Gewährung der Eintreibung von Moscheesteuer (so müsste das ja analog Kirchensteuer heissen) und sowas.“

          Könnte man glauben. Ich meine aber zu beobachten, dass man da vor allem in der Abwehr von „Islamfeinden“ groß tut. Alles andere macht Arbeit und birgt das Risiko, dass die Realität sich unangenehm manifestiert. Etwa in Form eines geköpften Euro-Islam-Apologeten oder in gescheiterten Anti-Islamismus-Demos 🙂
          o.ä.
          Eine Steuer kann man da übrigens auch nicht einfach eintreiben, weil Muslime nirgends zentral erfasst werden. Ihre Anzahl wird (wie auch die Anzahl der Moscheen) lediglich geschätzt und basiert zum Teil nur auf zweifelhaften Selbstangaben. Ein Thema das viel zuviel Sprengstoff für die rückgratlosen Schausteller in Berlin hat, stell dir vor, es stellt sich heraus, dass es bereits viel mehr sind, als man offiziell zugeben möchte…

          Es gab schonmal so eine Sache (ach was, eine, hunderte), die jahrelang schlummerte, weil niemand sie anfassen wollte. Das Thema Frontex und die verlogenen Dublin-Regeln, im Mittelmeer ersoffen ja auch vor 2015 schon ständig Menschen, nur war das damals niemandem eine Schlagzeile wert. Bis Merkel die Sache entdeckte und statt konstruktiver Gesetzgebung ein teures, spalterisches Chaos angerichtet hat.

        • „Ich meine aber zu beobachten, dass man da vor allem in der Abwehr von „Islamfeinden“ groß tut.“

          Natürlich, das war mir schon zu selbstverständlich überhaupt noch zu erwähnen. Ganz nach Vorbild GB etc, wo auch der Begriff „Islamophobie“ geprägt wurde uäm
          Genau dafür wird auch das NetzDG und alle die Aktionen drumherum diesen, in allererster Linie.

          „im Mittelmeer ersoffen ja auch vor 2015 schon ständig Menschen, nur war das damals niemandem eine Schlagzeile wert.“

          Ich denke, man will gar keine Afrikaner. Sondern Leute aus Nahost, genauergenommen Moslems …..
          Bemühungen auf Öffnung der „Balkanroute“ sollten daher stattfinden und gleichzeitiges Unterdrücken der Routen uber´s Mittelmeer. Wird natürlich nicht gross propagiert werden.

        • @Alex:
          „Ich denke, man will gar keine Afrikaner. Sondern Leute aus Nahost, genauergenommen Moslems“

          Genau die bekommt man auch aus Nordafrika:

          Die Sahara wirkt übrigens als natürliche Hürde, womit sichergestellt ist, dass die meisten Mittelmeeranreisenden tatsächlich aus dem Norden stammen:
          2016:
          http://www.sueddeutsche.de/politik/afrika-fluechtlinge-verdursten-auf-weg-durch-die-sahara-1.3036372
          2017:
          http://www.dw.com/de/44-fl%C3%BCchtlinge-verdursten-in-der-w%C3%BCste/a-39083916

        • „Die Sahara wirkt übrigens als natürliche Hürde, womit sichergestellt ist, dass die meisten Mittelmeeranreisenden tatsächlich aus dem Norden stammen“

          Die ist aber nicht wirklich das Problem. Vor allem, wenn man Einwanderung zulässt, nicht! Lässt man diese nicht zu, dann trifft es die subsaharischen Afrikaner natürlich besonders stark. Und ja: mM will man DIE tendenziell und eher nicht. So jedenfalls habe ich Merkels verklausulierte Afrika-Diplomatie verstanden. Demgegenüber scheint man über die eigenmächtige Absperrung des Balkan durch alle möglichen Staaten dort zutiefst verschnupft zu sein.

        • @Alex

          „So jedenfalls habe ich Merkels verklausulierte Afrika-Diplomatie verstanden.“

          🙂
          Ja, bei der Frau weiß man nie, woran man ist. Glaubt sie ernsthaft, das überalterte und überschuldete Deutschland könnte die Migrationsströme aus ganz Afrika bremsen? Gar mit Entwicklungshilfe? Oder Zuschüssen (in die elendig tiefen und löchrigen Taschen afrikanischer Herrscher) zum Schutz der, elendig langen und löchrigen, afrikanischen Grenzen? Dann wäre sie sehr viel dümmer, als ich glaube.

          Ich kenne den wahren Grund für ihre Afrikareise nicht, vermutlich war es nur vorgezogener Wahlkampf für „F*uchtursachen bekämpfen“-Anhänger, wer weiß?

          Tatsache ist: die aktuelle Zuwanderung ist maximalpigmentiert. Auf meiner Arbeitsstrecke errichtet das Land (?) gerade einen monströsen Zweckbau, zur Unterbringung der zahlreichen „Neubürger“, im bereits bewohnten Teil befinden sich ausschließlich männliche Afrikaner. Andere Menschen habe ich dort zumindest noch nicht gesichtet. Es gibt noch welche, aber die verteilen sich auf die 2-3 (eines wird gerade saniert) anderen Heime, die ebenfalls an meinem Arbeitsweg liegen. In einem scheint es sogar Kinder zu geben und natürlich züchtig verhüllte Weibchen.

          Und es werden immer mehr, gerade gestern ging in den „rechten“ Medien herum, dass innerhalb von zwei Tagen über 13k Leute übergesetzt (bzw. von verlogenen NGOs geschleppt) wurden und es deswegen in Italien drunter und drüber gänge. Aber keine Ahnung ob es stimmt.

          Und immerhin: Merkel hat dem Sultan am Bosporus 3 Mrd. funkelnde Euronen zugeschustert, damit der nicht mehr alle durchlässt. Aber die Frau segelt immer mit dem Wind, jede Konfrontation versiegelt sie mit einer Schleimspur, während sie hintenrum schon wieder eine Sauerei anrichtet.

  9. Ein Punkt, der mich interessiert: Nach – aus männerrechtlicher Sicht oft kritisiert – war bisher Vater, wer zum Zeitpunkt der Geburt mit der Mutter verheiratet war. Wird das in Zukunft auch so sein – Elter1/2/x* ist, wer zum Zeitpunkt der Geburt verheiratet ist? Werden Kinder Hürden in den Weg gelegt, ihre Erzeuger* kennenzulernen? Ich würde damit rechnen, dass noch mehr Männer in einem One-Night-Stand als Erzeugner benutzt werden – meines Wissens können die dafür zur Kasse gebeten werden (ebenso wie Samenspender). Wird der neue Status daran etwas ändern?

    * Ich wage mal die Prognose, dass diese Begriffe flächendeckend durchgesetzt werden. Begündet wird dies bei Elter mit der Diskriminierung durch Verwendung der klassischen Begriffe, bei Erzeuger, weil die Rolle des Vaters als unwesentlich erachtet wird und Zeugung von sozialer FUnktion nun getrennt betrachtet werden kann.

    • „Nach – aus männerrechtlicher Sicht oft kritisiert – war bisher Vater, wer zum Zeitpunkt der Geburt mit der Mutter verheiratet war.“

      Ja, das ist sind die diskriminatorischen „Segnungen“ der Institution Ehe für den Mann. Wenigstens das bleibt den Leuten für die die Ehe „geöffnet“ wurde, erspart….

      „Wird das in Zukunft auch so sein – Elter1/2/x* ist, wer zum Zeitpunkt der Geburt verheiratet ist?“

      Da es ein ungeheurer Vorteil für die Frau in der Ehe ist, dürfte das von allen Frauenlobbys heftig begrüsst werden, dass es so bleibt.
      Es gibt allerdings einen Interessenkonflikt in Bezug auf die Erhöhung der Besteuerung. Damit dieser unsere Staat seine Macht ausdehnen kann, muss er ja seine „Bürger“ (man hat den Eindruck aus Sicht der Regierung eher „Untertanen“) immer weiter besteuern — und beim Ehegattensplitting ist noch was zu holen!
      Man wird also die Ehe vom Privileg der Steuerbegünstigung lösen wollen, kommt aber nicht umhin, irgendwie bei den Kindern doch Vorteile zu gewähren. Und dann könnte es sehr wohl sein, dass die wirkliche Abstammung und nicht der Ehestatus herangezogen wird, denn wie sollte man sonst die ganzen ausserehelichen Kinder in den Griff bekommen und die wirklichen Väter finanziell verpflichten …..?

    • @ Gast: Guter Punkt!
      Erstmal und ganz am Rande wird dadurch die Beschimpfung „Erzeuger“ über kurz oder lang nahezu zwangsläufig notwendig.
      Und zwar zweitens, weil es schwierig ist, einem Kind anders zu erklären, daß sein Vater der Vogelkäfig des Wellensittichs ( oder wahlweise eine olle Bananenschale ) der Mutter, oder die Mutter selbst ist.
      ( Ich hoffe, der Sinn dieser gnadenlosen Überspitzung ist nicht zu anspruchsvoll ).

      Und ja, selbstverständlich hat das i.d. Praxis garantiert Folgen, wie z.B. deutlich erhöhte Probleme für das Kind nachträglich seine tatsächlichen Eltern zu ermitteln.
      Und ich vermute mal, daß das durchaus Teil der dahintersteckenden „hidden Agenda“ ist.

  10. Alles diskutiert über Ehe für alle, und dabei fällt folgendes so gut wie komplett unter den Tisch:

    https://www.nzz.ch/international/europa/kampf-gegen-hassrede-im-netz-deutscher-bundestag-beschliesst-umstrittenes-facebook-gesetz-ld.1303657

    Auf allen Titelseiten: Ehe für alle; Regenbogenfahnen; feiernde Abgeordnete, ‚historischer Tag‘, Kommentare, Analysen, ‚Was sagt das Grundgesetz dazu‘, Spott über die AfD …

    und ganz, ganz nebenläufig, wenn überhaupt berichtet wird, Bundestag schafft Meinungsfreiheit ab unter dem Vorwand daß es ja nur gegen ‚Hate Speech‘ sei. Endgültig willkommen in der Gesellschaft des vorauseilenden Gehorsams.

    • Ja, augenfällig. Wobei ich bei dem Gesetz tatsächlich darauf hoffe, dass es gekippt wird. Wurde nach der Expertenkritik (die es sogar in den Deutschlandfunk geschafft hat) die Sache eigentlich nochmal nachgebessert?

      Andererseits bin ich nicht böse, wenn das NSA-Projekt Facebook stirbt. Ich war nie dort, habe dem Braten nicht getraut.

    • Daher passt ja auch so eine solche ganz aktuelle Meldung hier wie die „Faust ins Gesicht“ (wie man so unschön sagt):

      https://tapferimnirgendwo.com/2017/06/29/gerd-buurmann-bei-facebook-gesperrt/

      Es ist ja auch zuviel verlangt, Ironie und Zitate, die zum Zweck der Distanzierung gegeben werden, zu erkennen! Da muss facebook natürlich schon mit groberem Raster drübergehen….

      „Ist das die neue Facebook-Politik?“

      Diese Politik gibt es schon länger. Was irgendwie „Pro-israelisch“ ist geht gar nicht, Antisemitismus in modernener Verpackung geht aber immer, das ist ja auch links, progressiv und befördert die Soziale Gerechtigkeit!
      Mit anderen Worten: alles eine Ausweitung der Kampfzone, wie auch schon die Kontroverse um diesen Doku-Film (deshalb ja auch die Sperrung bei facebook für eine Polemik).

      • Hihi, den Gröfaz erwähnen, ohne die üblichen Gesslerhutphrasen, ein NoGo! Wie soll man da auch die Ironie erkennen !1!!

        Ich habe mal eine interessante Aussage von ihm zitiert, ausgerechnet im Kommentarbereich des „Freitag“, es ging um Parallelen zur heutigen Wirtschaftsentwicklung, und immerhin ist Hitler eine historische Person und die Umstände und Gründe der Machtergreifung sollten durchaus von allgemeinem Interesse sein. Dachte ich… bis ich mich das nächste Mal einzuloggen versuchte. Hitler wird eben nicht als Mensch wahrgenommen, sondern als menschgeworden Böses mystifiziert. Alles was auch nur marginal danach aussieht, dass es dieser Linie nicht reflektions- und bedingungslos folgt, wird gnadenlos zum Schweigen gebracht. Die weltoffene, progressive, bunte, meinungstolerante, demokratische und natürlich super gebildete Gesellschaft eben…

  11. Hurra! Die Ablenkung hat funktioniert. Das NetzDG ist beschlossen. Interessiert kaum eine Zeitung. Die „nützlichen Idioten“ zelbrieren ihren kitschigen Sieg!

  12. Ist halt eine fragliche Sache… In einer homosexuellen Beziehung fehlt meines Erachtens das Rollenvorbild des nicht vorhandenen Geschlechts. Und mit der Ehe kommt das Adoptionsrecht. Ich glaube nicht, dass das unserer Gesellschaft wirklich gut tut, allein dadurch, dass die meisten homosexuellen Beziehungen weiblich sind. (hab ich mal gelesen…)

    • Angeblich bilden sich in Homo-Beziehungen auch Rollen heraus. Behaupten diejenigen, die für die Homo-Ehe sind. Negatives hört man natürlich nie über solche Konstruktionen, denn das wäre ja nicht politisch korrekt, wenn man sich aus beiden Seiten ein Fazit bildet, statt nur aus der erfolgreichen, der gewollten…

      Allerdings sind im Bereich Adoption/Kinder offenbar ohnehin bereits riesige Freiräume vorhanden, wenn (zumindest weibliche) Homosexuelle da massenweise Pflegekinder haben. Und natürlich ist es letzten Endes unmöglich, Frauen keine Kinder zuzugestehen. Ein Kind ist schnell gemacht, selbst eine Lesbe spielt da notfalls mit, wenn der Kinderwunsch nur groß genug ist.

      Ich bin gespannt, ob ein Typ wie Beck:
      https://www.welt.de/politik/deutschland/article120237364/Beck-wollte-Sex-mit-Zwoelfjaehrigen-straffrei-machen.html
      sich, früher oder später, zu einer Adoption hinreißen lässt.

      In Berlin hat man ja einen Ruf zu verlieren:
      http://www.bz-berlin.de/berlin/berliner-senat-vermittelte-jugendliche-an-verurteilte-paedophile

      Wobei ich auch Schwule kenne, die sicher gute Väter wären. Nach meinem Geschmack ist das Ganze nicht wirklich, allerdings tatsächlich ein Minderheitenproblem und in klassischen Familien gibt es auch genug Erziehungsversager, Trennungen etc.

      Ich wünschte allerdings, man würde das irgendwann ergebnisoffen evaluieren, etwa indem man die adoptierten Kinder nach ihren Erfahrungen und Einstellungen befragt usw. schon aus rein wissenschaftlichem Interesse: stimmen die linksgrünen Behauptungen oder entpuppen sie sich auch wieder als Traumschloss?

      • Genauso sehe ich das auch. Bin da etwas verunsichert. Ein Kind können nur ein Mann und eine Frau zeugen, wahrscheinlich sind sie auch am besten geeignet, Kinder zu erziehen. Andererseits haben auch viele homosexuelle Paare den Wunsch nach Kindern; sollte man ihn verweigern? Könnte es den Kindern schaden? Ich kenne selber ein schwules Paar, dass einen Jungen adoptiert hat, und bei denen funktioniert es offenabr ganz gut. Einer von ihnen ist Brasilianer und sie haben einen Jungen aus Sao Paulo adoptiert, der sich sichtlich gut entwickelt und mit 12 Jahren jetzt anfängt, sich für Mädchen zu interessieren.

        Ich möchte endlich mal harte wissenschaftliche Untersuchungen sehen über das Aufwachsen von Kindern in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften. Kennt jemand welche?

        • Einen Wunsch kannman nicht verweigern, wohl aber dessen Erfüllung, ansonsten wünsche ich mir ein Haus, div. Diener plus eine Million €uro ….

        • „Ich möchte endlich mal harte wissenschaftliche Untersuchungen sehen über das Aufwachsen von Kindern in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften. Kennt jemand welche?“

          Das ist ja alles relativ. IN einer gut gestellten gleichgeschlechtlichen Akademikerpartnerschaft wird es Kindern besser gehen als in einer heterobeziehung mit HartzIV und alkohol zum Frühstück

  13. Am Beispiel Ehe für Alle zeigt sich, dass der Gleichstellungs-Fetischismus die falsche Denke ist. Anstatt alle möglichen Geschlechts Identitäten gleichzustellen, sollte man Privilegien abbauen. Konkret den heiligen Stand der Ehe abschaffen und ein rein ziviles Partnerschafts Register einführen. Zu wirklich fortschrittlicher Politik kann sich der deutsche Spießer aber nicht durchringen. Die Ehe für Alle ist nur Symbolpolitik, die die Koalitionsfähigkeit der CDU herstellen soll und vor der Wahl von den wirklich dringenden Fragen ablenkt.

    • Das sehe ich auch als sinnvollste Alternative. Nichts gegen eine rechtliche Bindung vor dem Staat aus der Rechte und Pflichten für die Teilnehmer resultieren. Eventuell ist der Begriff der „Ehe“ auch zu sehr besetzt, als dass man ihn für so ein Konstrukt noch benutzen sollte. „Eingetragene Lebenspartnerschaft“ ist eigentlich nicht schlecht als Begriff, wertfrei und drückt das Konzept dahinter besser aus als der religiös belastete Begriff „Ehe“.

    • Die Ehe _ist_ eine rein zivile Angelegenheit, mit „heilig“ hat sie nichts mehr zu tun. Religiöses Brimborium ist für eine Eheschließung nicht erforderlich.

      • Gegen das religiöse ( und sonstige rein private ) Brimborium hätte ich überhaupt nix.
        Warum nicht eine riesige Party veranstaltalten, um offiziell zu verkünden, daß man z.B. sich selbst ein Leben lang treu zu bleiben zu versuchen gedenkt?
        Und noch eine, wenn man das Vorhaben dann offiziell wieder aufgibt.
        Kein Problem, solange Kinder dadurch nicht in Gefahr gebracht werden.
        Im Gegenteil sehe ich da sogar einen gesellschaftlichen nutzen, in Form höherer Transparenz.
        Denn wer zweimal im Monat eine Hochzeits/Scheidungsparty ausrichtet, wird schnell als guter Eventmanager und ansonsten durchgeknallter Spinner identifiziert werden können 😉

    • „Am Beispiel Ehe für Alle zeigt sich, dass der Gleichstellungs-Fetischismus die falsche Denke ist. Anstatt alle möglichen Geschlechts Identitäten gleichzustellen, sollte man Privilegien abbauen. Konkret den heiligen Stand der Ehe abschaffen und ein rein ziviles Partnerschafts Register einführen. Zu wirklich fortschrittlicher Politik kann sich der deutsche Spießer aber nicht durchringen.“
      SIGN!

  14. Sagt mal, ist bei der Ehe für alle eigentlich noch der Geschlechtsverkehr aller beteiligten Personen Pflichtübung?
    Nach der aktuellen Auslegung von partnerschaftlicher Gewalt müßte das doch eigentlich gecancelt sein, oder? Sozusagen müßten doch auch keusche Ehepartner keine Zwangsscheidung befürchten müssen. Und Sex vor der Ehe war ja nie eine Vorbedingung, eher im Gegenteil, näch?
    Nun geht der Trend bei dieser Debatte ja weltweit dahin, daß auch die Anzahl der Partner nicht mehr vorgegeben sein soll. So Konstrukte, wie z.B. zwei Gatten und drei Gattinnen pro Eheverbund sollen ja auch durchaus akzeptabel sein, hört man immer öfter.
    Und auch der Begrff „Familie“ wird ja schon fast automatisch mit Ehe synonym gesetzt, nicht wahr?
    Da wird ja zum Teil schon ganz offiziell umgangssprachliche Gewohnheit mit rechtlicher Konstellation für praktisch identisch erklärt.
    Wenn sich das einfachgesetzlich etabliert, zu stehender Rechtsprechung entwickelt, dann müßte es konsequenterweise in absehbarer Zukunft möglich sein, daß sich bspw. die schon lange als solche firmierende Hells-Angels-Family als moderne Multikulti-Ehe eintragen lässt, oder?

  15. Die „Ehe für alle“ ist Pinkwashing.

    Die regressiven Linken haben einen Begriff dafür, was heute passiert: eine eher symbolische Pro-Homo-Aktion („Ehe für alle“) soll eine viel grössere Sauerei (NetzDG) verdecken — „Pinkwashing“.

    Meines Wissens nach wäre das des einzige Mal, bei dem man tatsächlich vermuten darf, dass ein gezieltes und beabsichtigtes Pinkwashing vorliegt.

    Diese Idee käme einem typischen „Linken“ von heute natürlich nichtmal im Traum. Denn „pinkwashing“ ist alleine gegen Israel zu verwenden und damit auf eine rein antisemitische Verwendung hin zugeschnitten.

    • „Erst sprachen alle von der Homoehe, jetzt plötzlich von der „Ehe für alle“. Wie ist dieser Wechsel zu erklären? Evtl. ein Versuchsballon für die baldige Akzeptanz der muslimischen Vielehe?“

      Schlicht der Umstand, dass „Homo“ auch als Beleidigung genutzt wird und damit Homoehe evtl als abwertend angesehen werden könnte.

    • „Erst sprachen alle von der Homoehe, jetzt plötzlich von der „Ehe für alle“. Wie ist dieser Wechsel zu erklären? Evtl. ein Versuchsballon für die baldige Akzeptanz der muslimischen Vielehe?“
      Denke schon. Warum sollte man nur einen Schritt machen, wenn zwei sich regelrecht aufdrängen?
      Und man bei LSDXYKUH_* und Intersektierern darmit offene Scheuinentore eintritt?

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