Antifeministische Widersprüche: Sexualaufklärung vs. die übersexualisierte Gesellschaft

Onyx hat eine Vielzahl antifeministischer Widersprüche ausfindig gemacht. Mal sehen was sie gefunden hat:

-Sexualerziehung

Die sexuelle Aufklärung an Schulen wird von vielen Antifeministen torpediert, seit der Bildungsplan 2015 in konservativen Kreisen für große Aufregung gesorgt hat. Mit Schlachtrufen wie „Frühsexualisierung! Umerziehung! Gender-Gehirnwäsche! Verschwulung! schützt unsere Kinder!“ versucht die homofeindliche und antifeministische „Demo für Alle“, Aufklärung um sexuelle Vielfalt sogar als „Kindesmißbrauch“ zu kriminialisieren.
Gleichzeitig sieht man im Antifeminismus aber kein größeres Problem dabei, wenn Kinder ohne pädagogisch fachliche Unterstützung in eine völlig oversexte Gesellschaft hineinwachsen, ungefiltert mit Sexualisierungen jeglicher Coleur berieselt werden und problemlos Zugang zu Pornographie haben und bezeichnet Feministinnen, die Pornographie und Prostitution kritisch sehen, als „sexfeindlich“.

Vieles an Onyx Widersprüchen würde sich bereits auflösen, wenn sie aufhören könnte, Antifeministinnen als einheitliche Gruppe zu sehen, sondern dem Antifeminismus zugestehen würde, dass er sich aus verschiedenen Gruppen und Theorien zusammensetzt.

Klar: Christlich-konservative Antifeministen erfüllen die erste Beschreibung sehr gut. Sie gehen davon aus, dass Sex etwas ist, was sich in der Ehe, also zwischen Mann und Frau abspielen sollte und was zudem ins private gehört und nicht für Kinder bestimmt ist. Sie schützen ihre Kinder natürlich auch vor der „oversexten“ Gesellschaft, etwa indem sie auf entsprechende Literatur achten, die Kirchen besuchen, „brave und anständige“ Kleidung wichtig finden und Freunde, die das nicht vertreten, als schlechten Einfluss behandeln.

Aber auch abseits des konservativen kann man dagegen sein, dass Kinder Sexpraktiken an der Schule durchgehen müssen. Einmal weil man es für nicht kindergerecht hält, dann weil man der Auffassung ist, das ein Klassenraum dafür nicht die richtige vertraute Atmosphäre bildet, in der man solche privaten Punkte besprechen möchte (es ist aus meiner Sicht vergleichbar damit, dass man als Erwachsener mit seinen Arbeitskollegen einschließlich Chef über Sex reden soll) und auch, weil es zusätzlichen Druck erzeugen kann („du hast doch gehört, dass Analsex normal ist und wie es geht, also los“). Man kann auch akzeptieren, dass Leute verschiedene Vorstellungen von Sexualität haben und es schlicht für falsch halten, wenn der Staat in der Hinsicht eine Meinung vorgibt.

Natürlich kann auch ein Sexualunterricht Mißbrauch sein, etwa wenn man konkrete sexuelle Handlungen beschreibt, übt oder im Detail bespricht.

Die Haltung, dass der Staat sich aus so etwas rauszuhalten hat und die Grundlagen der Verhütung und der Fortpflanzung beizubringen ausreicht, muss nichts damit zu tun haben, dass man gegen Abtreibungen ist oder verklemmt. Es ist schlicht eine Grenzziehung dem Staat gegenüber.

Der Gegensatz dazu ist anscheinend die Übersexualisierung, mit der man kein Problem hat. Hier errichtet Onyx den Strohmann, dass Kinder damit nicht zurecht kommen, wenn sie keine „pädagogisch fachliche Unterstützung“ bekommen. Das ist aus meiner Sicht schlicht falsch, eben weil es etwas ist, bei dem man Vertrauen braucht. Kinder und Erwachsene wollen beide nicht mit ihnen vorgesetzen Fremden über Sex reden, in Anwesenheit ihrer Peergroup. Es kann wesentlich angebrachter sein, Fragen zu beantworten die kommen, Bücher oder altergerechte Videos bereit zu stellen, die Fragen beantworten oder den Kindern mit passenden Alter die Möglichkeit zu geben, das alles in ihrem Tempo zu entdecken.

Von einer radikalen Feministin über Rape Culture aufgeklärt zu werden bringt da gar nichts, sondern schafft eher Probleme. Jungs vorzuhalten, dass sie Bestien sind, die mit einem Fuss im Knast stehen, bringt auch nichts.

Und natürlich ist es auch schlicht unmöglich Kinder ab einem gewissen Alter von Pornographie fernzuhalten. Einfach weil man das Internet nur sehr eingeschränkt kontrollieren kann. Auch hier sehe ich nicht, was es bringen soll, wenn ein Fremder mit ihnen darüber redet, was sie dort schauen sollen und wie sie es besser machen. Denn das wird die Sache nicht verbessern und dürfte auch den meisten klar sein. Man braucht keine pädagogische fachliche Unterstützung um zu begreifen, dass Analsex Gleitmittel und Vorsicht erfordert. Das einzige, was man damit erreicht, ist eher, dass die Leute, die es bisher noch nicht gemacht haben, danach nach den passenden Pornos suchen.

Ich glaube auch es wird unterschätzt, dass das Internet nicht nur Schweinerei, sondern auch Wissensdatenbank ist. Man kann sich dort nicht nur Pornos anschauen, sondern sich auch informieren, wie man gewisse Praktiken durchführt und was dabei zu beachten ist. Und das besser als bei einer Fachkraft.

Sprich: Entweder man ist für einen Sexunterricht an der Schule oder man überlässt Kinder schutzlos der übersexualisierten Gesellschaft ist kein Widerspruch, sondern eine falsche Dichotomie. Es gibt viele Möglichkeiten abseits der Schule.

Was sagt ihr zu dem Widerspruch?

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17 Gedanken zu “Antifeministische Widersprüche: Sexualaufklärung vs. die übersexualisierte Gesellschaft

  1. Wenn man Jungen einredet das sie gar keinen Penis haben oder wenn man junge Kinder dazu motiviert sich selbst nicht mehr als Junge oder Mädchen zu sehen, sondern als Transsexuelle, dann ist das, was man wohl als Gendergehirnwäsche bezeichnen könnte, für mich sehr wohl kritikwürdig und trotzdem etwas völlig anders wie sexuelle Aufklärung. Onyx wirf das alles unter einen Hut: Ein Gotteslästerer, ein Raser und ein Vergewaltiger…

    Ich sehe auch nicht was Prostitution mit Schulkindern zu tun hat. Gab es da eine enorme Taschengeld-Erhöhung von der ich nichts mitbekommen habe?

    Aber sie will ja nach Selbstauskunft gar nicht sachlich sein…

  2. Adrians Einstellung ist ja, aus dem Gedächtnis zitiert, dass er gegen das Thema in der Schule nichts hat, wenn es richtig gemacht wird.

    Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit dafür. Wieviele der Mädchen, die durch Deutschlands universitär-pädagogische Gendermangel gedreht werden, entwickeln sich zu einer Bettina Arndt und wieviele zu einer Andrea Dworkin?

    Wieviele Genderlehrerinnen werden ein gesundes, biologisch fundiertes Verhältnis zu Hypergamie, Streben nach Status und der Machtverteilung bei der Verführung haben? Und wieviele werden glauben, dass letztlich jedes PiV dicht an der Vergewaltigung ist?

    Meine pessimistische Schätzung ist 1% zu 30%

  3. Jetzt bedient sie sich aber offen bei den feministischen Widersprüchen und projiziert die auf deren Gegner. Es ist schon merkwürdig davon auszugehen, dass Bilder schlanker schöner Frauen erwachsenen Frauen das Selbstbild verderben sollen während Anal-Gangbang und „wir-bauen-ein-Bordell“ als Schulinhalte auf kleine Kinder keine frühsexualisierende Wirkung haben sollen.

  4. @Christian
    Hier errichtet Onyx den Strohmann, dass Kinder damit nicht zurecht kommen, wenn sie keine „pädagogisch fachliche Unterstützung“ bekommen.

    Das ist kein Strohmann in der üblichen Bedeutung.

  5. Onyx behauptet, unsere Gesellschaft wäre „völlig oversext“, und meint, wenn Antifeministen dies nicht kritisieren, müssten sie, um widerspruchsfrei zu bleiben, auch die Frühsexualisierung in der Grundschule befürworten.

    Das ist Onyxsche Logik vom feinsten. Dummerweise ist es nicht mal ein „Argument“ gegen uns Antifeministen, sondern gegen alle, die gegen den besagten Bildungsplan protestiert haben und gleichzeitig kein Problem mit Pornographie haben.

    • Ich glaube nicht, dass Onyx irgend etwas „meint“.

      Außer, dass DieAntifeministen doch samt und sonders widersprüchlich seien, mit etwas Fantasie fände man schon was.

  6. Zunächst mal ganz offiziellen Dank an Chris, daß er mal beim Zerpflücken eines Textes ein paar sehr wichtige Punkte m.E. recht gut ausdifferenziert hat. Ist ja nicht unbedingt selbstverständlich….
    Weshalb der Post auch in meine Notizen kopiert und gelegentlich als Basis für meine zwei Groschen dazu rebloggt werden wird ( nur wann ist noch völlig unklar, weil Überflutung im Noteitdown, könnte dann aber erster Teil einer Extraseite zum Thema Fremdsexualisierung werden. ).

    Ein paar Ergänzungen:
    „Klar: Christlich-konservative Antifeministen erfüllen die erste Beschreibung sehr gut. Sie gehen davon aus, dass Sex etwas ist, was sich in der Ehe, also zwischen Mann und Frau abspielen sollte und was zudem ins private gehört und nicht für Kinder bestimmt ist.“
    Das sind m.E. aber extrem wenige. Selbst die Sektenangehörigen, von mit denen ich im Laufe meiner Reise durch die „Betroffenen- u. Jammerforen“ gelesen habe, äußerten sich i.d.R. deutlich weniger radikal dazu. Besonders das: „…und nicht für Kinder bestimmt ist“, sagte eigentlich keiner in der Form.
    Auch diese Leute fanden üblicherweise Aufklärung durchaus wichtig, nur eben lehnten sie schulische Vorgaben sehr konsequent ab.

    „Aber auch abseits des konservativen kann man dagegen sein, dass Kinder Sexpraktiken an der Schule durchgehen müssen. Einmal weil man es für nicht kindergerecht hält, dann weil man der Auffassung ist, das ein Klassenraum dafür nicht die richtige vertraute Atmosphäre bildet, in der man solche privaten Punkte besprechen möchte (es ist aus meiner Sicht vergleichbar damit, dass man als Erwachsener mit seinen Arbeitskollegen einschließlich Chef über Sex reden soll) und auch, weil es zusätzlichen Druck erzeugen kann („du hast doch gehört, dass Analsex normal ist und wie es geht, also los“)“
    Kritisch sehe ich hier das „man“: „…nicht die richtige vertraute Atmosphäre bildet, in der man solche privaten Punkte besprechen möchte“
    Hier setze ich das Individuelle Recht des Kindes an erste Stelle, also die Vorgabe einer speziellen Vertrauensbasis auf der das Kind ( als primär zu beachtendes Individuum ) die entsprechenden Punkte besprechen möchte. Halte ich rechtlich, wie soziologisch und pädagogisch für die treffendere und somit sinnvollere Prämisse.

    „„du hast doch gehört, dass Analsex normal ist und wie es geht, also los“
    Ein Punkt, der von den extremeren Enden der Bandbreite ( in beide Richtungen ) in den Vordergrund geschoben und mehr oder weniger zentralisiert wird, bspw. als Rechtfertigung des Begriffs „Frühsexualisierung“. M. E. durchaus berechtigt, allerdings vermutlich nicht in dem Maße wie er Debattenanteil hat. Die Schwarz-Weiß-Handhabung ist ja recht deutlich. Die Befürworter sagen pauschal, daß es den Aspekt überhaupt nicht gibt, die Gegner erheben ihn zu „DEM ZIEL“ der ganzen Sache, wodurch eine sachliche Befassung damit unmöglich wird, es besteht sozusagen in dem Punkte „Einigkeit“ in der Entweder-Oder-Haltung. Die Frage: „Wie kann man da den sinnvollen vom schädlichen Bereich abgrenzen?“ wird nicht gestellt.

    „Man kann auch akzeptieren, dass Leute verschiedene Vorstellungen von Sexualität haben und es schlicht für falsch halten, wenn der Staat in der Hinsicht eine Meinung vorgibt.“
    Das ist m.E. unzulässig verkürzend zusammengefasst, wiewohl mir natürlich klar ist, daß da genug Sprendstoff drinsteckt, denn genau zu analysieren hier wahrscheinlich den Rahmen sprengen würde.
    Wichtig finde ich aber, daß man klarstellt, daß es desbez. nicht nur unterschiedliche Vorstellungen von Sexualität zu beachten gibt, sondern auch von Recht, Aufgabenbereichen von Schule, Familie, Staat an sich etc., ansonsten übersieht man wesentliche Aspekte, blendet sie u.U. sogar aus.

    „Natürlich kann auch ein Sexualunterricht Mißbrauch sein, etwa wenn man konkrete sexuelle Handlungen beschreibt, übt oder im Detail bespricht.“
    Sagst Du, @ Chris, und sehe ich genau so, ergibt sich m.E. automatisch aus dem vorher schon Erwähnten und wird im Folgenden etwas präzisiert. Wobei die dadurch die Extremposition Anti durchaus legitimiert, dafür sorgt Murphy’s Law ( wo Mißbrauch möglich ist, wird er auch stattfinden ). Frage ist dh. wieviel Laissez-faire in dem Punkt zulässig, oder gar unbedingt notwendig sein kann ( „Laissez-faire“ hier als kinderrechtliche Unabdingbarkeit, welche u.a. auch in der Nichtexistenz eines „Rechts auf optimale Erziehung“ und im Recht des Kindes auf seine Eltern ( in der Begründung dessselben ) zum Ausdruck kommt.
    Übrigens ist, soweit mich meine Erinnerung nicht täuscht, das Zitierte Teil der Begründung, mit der einige religiöse Homeschooolers im Biblebelt der USofA Asyl gewährt bekommen haben. Ich fand das nachvollziehbar, sowenig ich auch mit irgendwelchen Sektenfuzzies am Hut habe.

    „Die Haltung, dass der Staat sich aus so etwas rauszuhalten hat und die Grundlagen der Verhütung und der Fortpflanzung beizubringen ausreicht, muss nichts damit zu tun haben, dass man gegen Abtreibungen ist oder verklemmt. Es ist schlicht eine Grenzziehung dem Staat gegenüber.“
    Exakt das sehe ich genau so, würde es aber noch ein wenig weiter ausdfferenzieren.
    Es kann, bspw. im Oberstufenfachunterricht m.E. durchaus einiges mehr angesprochen werden.
    Sofern davon ausgegangen werden kann, daß die Kinder vorher im Wesentlichen individuell, vertrauensbasiert, w.h. altersgerecht und angemessen aufgeklärt wurden. Und das ist Aufgabe der Eltern, wie sich schon aus dem oben angesprochenen automatisch ergibt. Denn die dazu unabdingbaren Bedingungen können die Schulen weder im Einzelnen, noch gar nach Bundeslehrplan herstellen. Das ist für mich auch der zentrale Aspekt der Sache, aus welchem letztendlich folgt, daß das, was unter Frühsexualisierung verstanden wird, illegitim ist. Ebenfalls so wohl aus rechtlicher, wie soziologischer o. pädagogischer Sicht. Es ist m.E. schlichtweg unmöglich, dazu einen pauschalen Plan zu erstellen ( oder gar zu einer Art Gesetz zu machen ), der Kinder, vom Kindergartenalter an, in dem Sinne „sinnvoll“ bebildet, ohne gleichzeitig bei anderen schwerste Schäden zu hinterlassen. Vom Eingioff in Kinder- u. Familienrechte mal ganz zu schweigen.

    „Hier errichtet Onyx den Strohmann, dass Kinder damit nicht zurecht kommen, wenn sie keine „pädagogisch fachliche Unterstützung“ bekommen.“
    Da blendet Oh-nix den entscheidenden Punkt nicht nur aus, sondern verleugnet ihn glatt ( vermutlich aus Blödheit, sie merkt es wahrscheinlich noch nicht mal ).
    Denn, wie oben schon angeführt, es gibt die pädagogisch fachliche Unterstützung ja und zwar in der seit Jahrtausenden erfahrungsgemäß besten Form. Umgekehrt wird ein Schuh draus, die Schule kann diese Unterstützung gerade nicht liefern und das Problem ist, daß Kinder mit dem dillettantischen Versuch derartiges zu outsourcen nicht klar kommen. Daraus ergibt sich auch der Sinn der Fachunterrichte z.B. in der Oberstufe und an Unis, nämlich um die Fachkräfte auf den aktuellen wissenschaftlichen Stand fortzubilden. Und diese Fachkräfte sind ( s.o. ) die ( potentiellen ) Eltern, nicht die Lehrer. Einfach schon von ihren Möglichkeiten zu Angemesenheit und Verhältnismäßigkeit her.

    Ich denke, da sind wir uns insofern relativ einig, wenn ich das nicht völlig falsch interpretiere:
    „Das ist aus meiner Sicht schlicht falsch, eben weil es etwas ist, bei dem man Vertrauen braucht. Kinder und Erwachsene wollen beide nicht mit ihnen vorgesetzen Fremden über Sex reden, in Anwesenheit ihrer Peergroup. Es kann wesentlich angebrachter sein, Fragen zu beantworten die kommen, Bücher oder altergerechte Videos bereit zu stellen, die Fragen beantworten oder den Kindern mit passenden Alter die Möglichkeit zu geben, das alles in ihrem Tempo zu entdecken.“
    Eben!

    „Und natürlich ist es auch schlicht unmöglich Kinder ab einem gewissen Alter von Pornographie fernzuhalten. Einfach weil man das Internet nur sehr eingeschränkt kontrollieren kann. Auch hier sehe ich nicht, was es bringen soll, wenn ein Fremder mit ihnen darüber redet, was sie dort schauen sollen und wie sie es besser machen. “
    Sehe ich auch so. Auch hier sind die Eltern die per se besseren Fachkräfte mit den größeren Möglichkeiten.
    Ein Lehrer kann sich schon zeitlich unmöglich mit jedem Kind in genau der richtigen Situation über Grundsätzlichkeiten und Feinheiten von I-net-Porno vertrauensbasiert kurzschließen und ( wohlmöglich am praktischen Beispiel ) Aufklärung und Begrenzung betreiben. Zumal das auch rechtlich sehr hohe Hürden voraussetzt, er also ständig Gefahr liefe ein paar Jahre Knast und ein defakto wohl lebenslängliches Berufsverbot zu riskieren. Bei den Eltern ist es selbstverständlicher Teil der ( generellen ) Sorgepflicht ( Anleitung, Förderung, Begrenzung ), die sich nicht mal eben vollständig in den stillschweigend übertragenen Teil der Alltagssorge auf die Schule verschieben lässt.

    Und so in diese Richtung interpretiere ich auch den von Dir dazu angeführten Punkt , wenn auch recht grob:
    „Auch hier sehe ich nicht, was es bringen soll, wenn ein Fremder mit ihnen darüber redet, was sie dort schauen sollen und wie sie es besser machen. Denn das wird die Sache nicht verbessern und dürfte auch den meisten klar sein. Man braucht keine pädagogische fachliche Unterstützung um zu begreifen, dass Analsex Gleitmittel und Vorsicht erfordert. Das einzige, was man damit erreicht, ist eher, dass die Leute, die es bisher noch nicht gemacht haben, danach nach den passenden Pornos suchen.“

    „Es gibt viele Möglichkeiten abseits der Schule.“
    Schon an diesen paar Punkten ablesbar die besseren, wie ich meine.

  7. Gestehe ich ihr mal das Körnchen Anerkennung zu, das ihr nach dem Wirrsinn der letzten Beiträge jetzt mal gebührt: Zumindest GIBT es jetzt endlich mal eine Überschneidung zwischen beiden Positionen. Wo sie sonst einfach sinnlos A und B gegeneinander hält und „Ha! Widerspruch!“ schreit, gibt es ja tatsächlich Leute, die Sexualunterricht für pervers halten, aber das Seite 1-BILD-Nacktmodell für einen Grundpfeiler der Zivilisation halten.

    Kein starkes Argument, keine große Gruppe, aber für die Verhältnisse dieser angeblichen Widersprüche ja zumindest mal mit einem Hauch Substanz.

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