Antifeministische Widersprüche: Familie und Wertschätzung von Arbeit

Onyx hat eine Vielzahl antifeministischer Widersprüche ausfindig gemacht. Mal sehen was sie gefunden hat:

-Familienbild

Während IN einer Ehe so getan wird, als würde man eine Hausfrau und Mutter besonders schätzen und nur Feministinnen diese heile Welt zerstören, kann man nicht bis 3 zählen, bis NACH einer Ehe genau die gleiche Tätigkeit als faules Schmarotzertum diffamiert wird. (siehe auch nächster Punkt)

-Wertschätzung von Arbeit

Hier gibt es mehrere in sich widersprüchliche Mythen, die im antifeministischen Weltbild unverrückbare Dogmen darstellen.

1. So sind es ja zB prinzipiell immer Männer, die schwere, anstrengende, unangenehme oder gefährliche Berufe und jede Menge Überstunden ausüben müssen, während Frauen den Luxus der Wahl genießen können, darüber zu entscheiden, ob sie als Hausfrau und Mutter gemütlich zu Hause bleiben, oder einer Erwerbsarbeit nachgehen wollen. Das wird selbstverständlich als Männerdiskriminierung interpretiert. Reden wir dagegen zB über das 50/50-Modell, sind sie ganz schnell dabei, dass die Aufgabenverteilung jedes Paar für sich selbst vereinbaren muß und da hat sich doch bitteschön niemand einzumischen. Männer werden hier also ganz klar aufgefordert, ihre Wahl selbstbestimmt, individuell und gemeinsam mit der Partnerin zu treffen. Wo ist dann also plötzlich das Problem, wenn sich Paare für ebendiese Aufgabenverteilung entscheiden?

2. Ein uralter hartnäckiger antifeministischer Mythos behauptet, dass es Feministinnen wären, die bestimmte Tätigkeiten geringschätzen. Klassischerweise Erziehungs- und Familienarbeit oder soziale Arbeit. Das ist eine der größten Lügen schlechthin. Es sind nicht Feministinnen, die Hausfrauen als Schmarotzerinnen oder Unterhaltsprostituierte bezeichnen. Es sind nicht Feministinnen, die behaupten, dass Kindererziehung keine richtige Arbeit wäre. Es sind nicht Feministinnen, die soziale Berufe als „nicht anspruchsvoll“ herabsetzen. Und es wird als große Unverschämtheit verstanden, wie Frauen in solchen Berufen zum Streik um bessere Bezahlung aufrufen. „Was machen die denn schon? Die verdienen doch besser als so manche Männer!!“
Gleichzeitig aber wird es aber als große Diskriminierung verstanden, wenn am Boys Day Jungen dazu eingeladen werden, einen Einblick in ebensolche Berufsfelder zu bekommen. Dann kommt nämlich der spontane Reflex, wie diskriminierend es doch sei, Jungen gezielt in schlecht bezahlte und schlecht angesehene Frauenberufe „drängeln“ zu wollen. Dann wird plötzlich gesehen, dass Frauen sehr wohl harte und schlecht bezahlte Arbeit leisten. Und das will man den Jungs ja nicht zumuten.

Teilweise sind es schlicht unterschiedliche Ansichten innerhalb der Szene, so als würde man sagen, dass Differenzfeminismus und Gleichheitsfeminismus ein Widerspruch sind und nicht schlicht unterschiedlich.

Aus meiner Sicht steht es natürlich jeder Ehe frei, diese so zu führen wie man will. man kann auch der Auffassung sein, dass man diese Aufgabenverteilung in der Ehe gut findet, aber die gesetzlichen Folgen bei Trennung kritisieren (man kann es beispielsweise okay finden, dass eine Frau innerhalb der Ehe von dem Mann freigestellt wird, weil man da ein Team ist, danach aber – im Rahmen ihrer Fähigkeiten – eben auf sich selbst gestellt sein muss und diesen Luxus nicht mehr hat, weil man eben kein Team mehr ist, dass ist schicht eine Frage, wer die Kosten der Unsicherheit einer Ehe zu tragen hat).

Meine Form der Beziehung wäre aber die Hausfrauenehe nicht. Einfach weil ich nicht alleiniger Versorger sein will und mir auch die Risiken bei einer Trennung zu groß wären.

Und natürlich gibt es Feministinnen, die Hausfrauen hassen. Es ist der Zweig der Feministinnen, die die Hausfrau als eine unselbständige Frau ansehen, die von ihrem Mann abhängig ist und ihr Potential verschenkt. Sie sehen die Frau nicht als selbständig handelnde, sondern als von dem Patriarchat gehirngewaschene und Verurteilen einen „Choice Feminism“, der nichts dagegen hat.

Siehe etwa hier:

Und dazu auch:

the focus on women’s choices as the be-all and end-all of feminism has resulted in in a perverse kind of victim-blaming and a distraction from the real problems women still face. If you’re not happy with the way things are, don’t blame misogyny and sexism, the pay gap, entrenched gender roles, women’s lack of representation on boards or in parliament, or an epidemic of violence against women. Blame yourself. You obviously made the wrong choice.

Sie sehen dann eben die Entscheidung zur Hausfrau als Teil eines „internalisierten Frauenhasses“ an, als Unterwerfung unter den Mann.

Siehe auch diesen Text:

But it’s time for a serious rethink of this kid-glove approach to women of child-bearing and child-rearing age. Holding us less accountable when it comes to our employment responsibilities is not doing anyone any favours. Not children, not fathers, not bosses — and certainly not women.

Only when the female half of the population is expected to hold down a job and earn money to pay the bills in the same way that men are routinely expected to do will we see things change for the better for either gender.

Only when it becomes the norm for all families to have both parents in paid employment, and sharing the stress of the work-home juggle, will we finally have a serious conversation about how to achieve a more balanced modern workplace.

Only when the tiresome and completely unfounded claim that “feminism is about choice” is dead and buried (it’s not about choice, it’s about equality) will we consign restrictive gender stereotypes to history.

So long as we as a nation cling to the lie that only a stay-at-home mum is best placed to assume the responsibilities of caregiver then working fathers will continue to feel insecure about stepping off the corporate treadmill to spend more time with their children.

Das es Männer gibt, die eine Hausfrau wollen, die voll aussetzt, danach aber keinen Unterhalt gelten machen kann, ist sicherlich richtig. Ich würde sie eher im gelben Forum verorten, es aber nicht als generelle Ansicht des Antifeminismus sehen. Es ist wie gesagt von der Auffassung abzugrenzen, dass die Frau sich auch dann, wenn sie passendes Geld verdienen kann, was auf den Unterhalt anzurechnen wäre, auf die Mutterrolle nach Trennung zurückziehen kann.

Im übrigen verweise ich auf diesen Artikel

Zu der Wertschätzung sozialer Berufe sei angemerkt, dass es eben immer die Frage ist, womit man sie vergleicht. Vergleicht man die Krankenschwester mit dem Industriemechaniker/Dreher im Schichtdienst einer großen Firma, dann steht sie vielleicht eher schlecht dar. Vergleicht man sie mit einem Dachdecker, dann steht sie etwa genauso gut dar. Die Kritik ist aus meiner Sicht insbesondere, dass zu schnell auf eine Diskriminierung als Frau abgestellt wird und zuwenig hinterfragt wird, warum diese Bereiche angesehen davon schlechter bezahlt sind als andere: Sie machen eben keinen Gewinn und Ausgaben im Gesundheitswesen sind hoch politisch.

Aber ich schreibe schon wieder zuviel: Was sagt ihr zu den Widersprüchen?

Advertisements

138 Gedanken zu “Antifeministische Widersprüche: Familie und Wertschätzung von Arbeit

  1. Onyx besitzt nicht die geistige Kapazität um solche Argumente zu führen. Sorry not sorry, sie soll bitte erstmal eine Mathematikvorlesung „Diskrete Mathematik“ besuchen, da lernt man auch Logik.

    Ich sehe im wesentlichen 3 Aussagen: Die erste gibt keine 2 Punkte an. Wenn man ganz großzügig ist gibt sie maximal 2 Punkte in 2 komplett unterschiedlichen Szenarien an. Komplett nutzlos.

    Die zweite Aussage gibt 2 nicht zusammenhängende Punkte an. (Männer haben härtere Jobs -> Ein Widerspruch wäre wenn man darlegen würde, dass Frauen härtere Jobs haben. Das wird nicht getan, sondern etwas ohne Zusammenhang dargelegt. Härtere Jobs in der Gesamtheit hat nichts mit der Arbeitsaufteilung im Privaten zu tun).

    Die dritte Aussage enthält eine Lüge, Feministen sehen Hausfrauen als minderwertig an. Sonst würde man sie nicht so dazu drängen in irgendwelche Jobs zu gehen. Onyx Standpunkt als Feministin ist mir dabei völlig egal, wichtig ist der feminist consensus, den sie wahrscheinlich auch verteidigen wird. Und da sind Hausfrauen nunmal als „minderwertig“ eingestuft.

    Ich erinnere noch einmal daran, dass ich die Implementierung feministischer Gesetze bspw. in den USA, Spanien, Indien usw kenne. In Anbetracht dieser Tatsache bin ich noch fürchterlich nett mit Onyx wenn ich sie für „geistig nicht fähig“ halte.

    • „Onyx Standpunkt als Feministin ist mir dabei völlig egal, wichtig ist der feminist consensus, den sie wahrscheinlich auch verteidigen wird.“

      Das ist doch die neue Masche aller Feministinnen: die stellen sich, was einen „feminist consensus“ betrifft völlig ignorant. So können sie bequem über alle Exzesse ihrer Bewegung, insbesondere die virulente Menschenfeindlichkeit hinweggehen (-> „Solanas? Kenn ich nicht, ist das nicht dieses ganz lustige Satirestück?!“ etc) und das Rad immer neu „entdecken“ und erfinden (-> Habe selbst festgestellt: Männer sind toxisch, uä).

      Denen ist einfach klar, dass ihre Ideologie so unsympathisch ist, dass sie nicht offen dafür werben können. Man muss schon die Leute da hineinmanipulieren.

      Und na klar, die echte Feministin verachtet das Dasein als Hausfrau zutiefst. Kann gar nicht sein, dass eine Onyx das nicht bewusst ist. Die Ignoranz wirkt an dieser Stelle ganz klar vorgeschoben. Wie schon gesagt, das ist alles etablierte Taktik, man will halt nicht so abgrundtief unsympathisch fundamentalistisch erscheinen.

      Tja, Baby, „feminism is not about choice“, auch wenn wir die Leute erstmal mit diesem Spruch ködern. Aber was schert uns das Geschwätz von gestern?!

      • @Alex:
        „Und na klar, die echte Feministin verachtet das Dasein als Hausfrau zutiefst. Kann gar nicht sein, dass eine Onyx das nicht bewusst ist.“

        Und wer entscheidet, welche Feministin die „echte Feministin“ ist? Du? Die Antifeministen? Weil natürlich klar ist, wenn man nur diejenigen mit einer nicht akzeptablen Meinung als Feministinnen akzeptiert, dass man gegen Feminismus sein muss.
        Aber (wie selbst im Artikel von Christian zuerkennen) es gibt haufenweise Feministinnen, die sich eben für die freie Wahl der Frauen einsetzen!

        • „Aber (wie selbst im Artikel von Christian zuerkennen) es gibt haufenweise Feministinnen, die sich eben für die freie Wahl der Frauen einsetzen!“

          Nicht in irgendwelchen relevanten Positionen wie z.B. dem Frauenministerium.

        • „es gibt haufenweise Feministinnen, die sich eben für die freie Wahl der Frauen einsetzen!“

          Das ist nicht zutreffend und nur eine propagandistische Masche des Feminismus, es gäbe sowas wie eine „freie Wahl“.

          Feminismus definiere ich als Überlegenheitskult des Weiblichen. Dass sich dieser ungerne ungeschminkt zeigt dürfte sich von selbst verstehen. Dass Feminismus „Gleichberechtigung“ bedeuten würde, ist auch so eine instrumentale Lüge dieses Überlegenheitskults.

          Ganz ähnlich wie Feminismus und die Feministen verhält sich der Rassismus und die Rassisten. Beide hassen die Gleichberechtigung und pochen auf Privilegien für eine „Rasse“ oder ein „Geschecht“, welches sie – die ewigen rechtsextremen Paranoiker, die sie sind – lediglich als „Gleichstellung“ betrachten bzw hinstellen. Der „Andere“: der „Mann“, der „Neger“ oder „Jude“ wird jeweils als wild, natürlich, überlegen hingestellt, so dass man ihn mit der eigenen, natürlich überlegenen „Kultur“ beherrschen muss….

          Dass Feminismus irgendwie „links“ wäre, ist eine der lächerlichsten Ansichten unser Zeit 😀
          Das ist einfach die zeitgemässe Form des Rechtsextremismus. Besonders gut auch daran zu sehen, dass im Intersekionalismus der Männerhass nahtlos in den Antisemitismus übergeht und damit praktisch eine Einheit bildet. Daher auch die tiefe Sympathie, die der Feminismus dem Islam bzw Islamofaschismus gegenüber hat, alles meme chose.

          Frauenrechtler sollte man sagen. wenn man jemanden meint, der sich tatsächlich für Frauen-Rechte einsetzt. Sonst könnte man das mit diesem ekligen Rechtsextremismus verwechseln, der heute unter der Maske des „Feminismus“ blüht.

    • Onyx besitzt nicht die geistige Kapazität um solche Argumente zu führen. Sorry not sorry, sie soll bitte erstmal eine Mathematikvorlesung „Diskrete Mathematik“ besuchen, da lernt man auch Logik.

      Das war auch mein erster und fast mein letzter Gedanke zum Thema, wäre da nicht dieses immerwährende Herabspielen von unwürdigen Arbeits- und Lebensbedingungen von männlichen Babies, Jungs, jungen Männern und alten Männern, inklusive Folter, Suizid und gottweisswas. Wer so was kalt lässt kennt kein Mitgefühl.

      Schwer zu finden was am Wochenende in einigen Nachrichten auftauchte – Jungs öfters krank und leiden öfter unter psychischen Störungen – irgendwas von parlamentarischer Irgendwas …… das einzige was ich finden kann: https://www.kiggs-studie.de/fileadmin/KiGGS-Dokumente/KiGGS1_Zusammenfassung_20140623.pdf

    • Wenn man vom Gruppensenken mal absieht, und wenn man ihr jetzt mal zugesteht, dass sie das ironisch überspitzt, der Hauptdenkfehler ist wohl der:
      „Ein Mann liebt seine Frau, die für ihn kocht, putzt, wäscht, die Kinder betreut und kein eigenes Einkommen hat, aber wenn sie dann geschieden sind, hasst er seine Ex ganz plötzlich. Das ist paradox.“

    • Ständige Pauschalisierungen helfen nicht weiter. Man kann nicht versuchen herauszufinden, was „Feministinnen“ denken, denn im Endeffekt ist jede Frau die sich nicht als Anhängsel eines Mannes betrachtet eine Feministin. Die Einen kämpfen politisch, die anderen Leben einfach die relative Gleichstellung.

      Eine echte Gleichstellung kann es nie geben, da man ja auch intrasexuell nicht gleichgestellt ist. Je attraktiver, gebildeter und wohlhabender ein Mensch ist, desto mehr Privilegien genießt er, unabhängig vom Geschlecht. Der Rest ist nur noch überwinden verinnerlichter selbstbeschränkender Denkmuster.

      Problematisch ist einzig, das Frauen die Kosten der Fortpflanzung tragen und die meisten Männer die meisten Frauen nur in sexueller Hinsicht interessant finden, während Frauen in der Regel sexuell wenig Interesse haben und Sex eher als Bestandteil einer Beziehung betrachten – oder eben als Mittel von Männern zu bekommen was sie wollen.

      Also Babys und ständig errigierte Penisse sind das Problem im „Geschlechterkrieg“ das ich als aktuell nicht binäres Lebewesen (androgyne Hormonwerte, androgynes Gesicht, Brüste, Penis, femininer Körperbau, eher geringer Sexualtrieb) sehe. Im Endeffekt ist eh fast Alles gesellschaftlich konstruiert.

      • „Die Einen kämpfen politisch, die anderen Leben einfach die relative Gleichstellung.“

        Diese gelebte „Gleichstellung“ hat mit der systematischen Privilegierung von Frauen ebenfalls unter dem Namen „Gleichstellung“ aber überhaupt nichts gemeinsam.

        Ausserdem ist der Feminismus der persönlichen Entfaltung jeder Frau vollkommen abträglich, denn diese Ideologie ist ein geistiges Joch, vergleichbar nur mit dem angeblich noch schlimmeren „Patriarchat“, wobei man dieses Feindbild natürlich so sehr brauch, wie fanatische Gläubige den Teufel….

        „Je attraktiver, gebildeter und wohlhabender ein Mensch ist, desto mehr Privilegien genießt er ….“

        Das sind alles keine „Privilegien“. Das sind namlich Vorrechte, die von einer (menschlichen) Institution gewährt werden, speziellen Menschen, wegen ihrer Herkunft (zB Adel früher) oder Geschlecht (zB Frau heute). Attraktivität, Bildungsstand und Vermögen haben weder in der Vergangenheit noch in der Gegenwart irgendjemand privilegiert.

        Privilegien sind feudalistisch und un- bis anti-demokratisch und werden gerne benutzt, um eine strikte Gesellschaftshierarchie zu errichten.

        „Problematisch ist einzig, das Frauen die Kosten der Fortpflanzung tragen“

        Das ist Unsinn, denn keine Frau (wenigstens bei uns) *muss* sich fortpflanzen. Davon haben Medizin und Naturwissenschaft jede *individuelle Frau* entbunden. Aber genau diese Person, die *individuelle Frau* ist ja dem Feminismus vollkommen egal, bzw Feind (da nicht ideologisch gleichgeschaltet).

        „während Frauen in der Regel sexuell wenig Interesse haben und Sex eher als Bestandteil einer Beziehung betrachten – oder eben als Mittel von Männern zu bekommen was sie wollen.“

        Ganz schön misogyn, diese Verallgemeinerung….

        „Im Endeffekt ist eh fast Alles gesellschaftlich konstruiert.“

        Und deshalb einerlei? Selbst wenn es so wäre: die Qualitätsunterschiede der einzelnen „Konstruktionen“ scheint ganz, ganz erheblich zu sein.
        Also, ich zB lebe lieber in einer Gesellschaft, in der ich vor dem Gesetz gleich wie jeder andere bin als in einer Gesellschaft, die aus irgendwelchen Gründen bestimmten Personengruppen Privilegien gewährt und anderen die korrepondierenden Nachteile. Letztere Gesellschaftsform erscheint wenigstens mir jedenfalls *ungerecht*, mag sie ihre Ungerechtigkeit auch mit dem infamen Begriff „soziale Gerechtigkeit“ versuchen zu rechtfertigen ….

      • „denn im Endeffekt ist jede Frau die sich nicht als Anhängsel eines Mannes betrachtet eine Feministin.“

        Oh… und die Frauen die sich nicht als Feministin sehen betrachten sich als Anhängsel eines Mannes???? Shame, Shame, Shame.

        „Problematisch ist einzig, das Frauen die Kosten der Fortpflanzung tragen und die meisten Männer die meisten Frauen nur in sexueller Hinsicht interessant finden, während Frauen in der Regel sexuell wenig Interesse haben und Sex eher als Bestandteil einer Beziehung betrachten – oder eben als Mittel von Männern zu bekommen was sie wollen.“

        „Ständige Pauschalisierungen helfen nicht weiter.“

        Erzähl doch mal einem entsorgten Vater das nur die Mutter die Kosten der Fortpflanzung trägt…

        • „Problematisch ist einzig, das Frauen die Kosten der Fortpflanzung tragen…“
          ..
          „Erzähl doch mal einem entsorgten Vater das nur die Mutter die Kosten der Fortpflanzung trägt…“

          Das ist ein wichtiger Punkt. Die Probleme der Geschlechter sind gewissermaßen, dass „von Natur aus“ die Frau mit den Kosten der Fortpflanzung belastet ist während der Mann u.U. nicht mal weiß, wer seine Kinder sind und diese vor allem an die Mutter gebunden sind. Vor einigen tausend Jahren hat man deshalb die Ehe erfunden um damit all diese Probleme auf einen Schlag zu lösen: Der Mann übernimmt die materielle Versorgung und Frau und Kinder bleiben bei ihm.
          Heute ist davon allerdings nicht mehr viel übrig. Die Leistungen des Mannes können als Geldforderung recht leicht zwangsvollstreckt werden während seine Vaterrechte im Zweifel nicht durchsetzbar sind.

      • „“„Je attraktiver, gebildeter und wohlhabender ein Mensch ist, desto mehr Privilegien genießt er ….“

        Das sind alles keine „Privilegien“. Das sind namlich Vorrechte, die von einer (menschlichen) Institution gewährt werden,“

        Und Attraktivität und Geld bringt Menschen dazu Jemandem Vorrechte zu gewähren. Ein hässlicher Mensch kriegt vor Gericht eine härtere Strafe als ein Model. Das ist ein Fakt. Die meisten Leute die viel Geld haben waren Niemals arm, das liegt daran, das 1.) Geld immer zu Geld kommt und 2.) Geld Möglichkeiten bietet aus der Untätigkeit herauszutreten und Tätig zu werden. Und wenn Geld nicht der Inbegriff des Privilegs ist weiß ich nicht was überhaupt ein Privileg sein soll 😉

        „Diese gelebte „Gleichstellung“ hat mit der systematischen Privilegierung von Frauen ebenfalls unter dem Namen „Gleichstellung“ aber überhaupt nichts gemeinsam.“

        Frauen werden hier priveligiert, weil politisch gewollt wird, das Frauen irgendwann PRAKTISCH und nicht THEORETISCH gleichgestellt sind, was sie momentan nicht sind, weil den meisten Frauen das klassische Lebensmodell immer noch als das einzig lebbare erscheint. Das Frauenquoten zB einseitig positive Diskrimminierung sind ist richtig. Damit versucht man die Geschlechterunterschiede auszumerzen, was für den Moment ungerecht erscheint, aber bei Erreichen des „Endziels“ obsolet würde. Die Frage ist ob das Erreichen des Endziels angesichts der biologischen Determinante und der immer noch oft sehr konservativen Erziehung in vielen Elternhäusern realistisch ist. Die Sache ist nunmal auch die, das die meisten Männer gar nicht wollen, das dieses Endziel eintritt. Denn dann hätten Männer regelmäßig und nicht nur vereinzelt weibliche Vorgesetzte und müssten selbst ihre – in Abgrenzung zu Weiblichkeit definierte – Männlichkeit aufgeben.

        Aber alle Konstrukte rund um Männlichkeit und Weiblichkeit sind Behelfslösungen um dem Umstand Rechnung zu tragen, as Männer und Frauen gleich viel Würde, Geld, Freiheit, etc verdienen, aber durch Sexualität und Fortpflanzung einen anderen Stand haben.

        „Das ist Unsinn, denn keine Frau (wenigstens bei uns) *muss* sich fortpflanzen. Davon haben Medizin und Naturwissenschaft jede *individuelle Frau* entbunden. “

        Kein Mann MUSS sich fortpflanzen und trotzdem jammern hier alle über Unterhaltszahlungen…

        • „Kein Mann MUSS sich fortpflanzen und trotzdem jammern hier alle über Unterhaltszahlungen…“

          Ja, wenn man es so verkürzt darstellt und außen vor läßt das Kinder als Waffen gegen den Vater eingesetzt werden, das er gezwungen wird zu zahlen aber nichts von seinen hat, das die Gericht parteiisch auf Seiten der Mütter stehen… ja, dann klingt das doof.

        • “ … aber bei Erreichen des „Endziels“ obsolet würde. “

          Was ist denn das Endziel? Wer wird denn der Endzielbeurteiler und später der Bewacher des Endziels?

          “ .. was für den Moment ungerecht erscheint, …“

          Zusammen mit dem Vorgesagtem ergibt sich also, weil viele Frauen nicht im Sinne der Politik (wer ist das eigentlich?) nicht so sind und handeln, ist es also nicht weiter schlimm, wenn Männern Rechte vorenthalten werden?

          Ich bin ja mal gespannt, wie doof Du gucken wirst, wenn Du zur Gruppe der Wenigerberechteten gehören wirst! Und glaub es, das kann schneller gehen als Du denkst.

        • Ich bin ne Transe Alter, ich BIN in den Augen der Gesellschaft weit weniger wert als ein Mann oder eine Frau, das einzige was positiv ist, ist das ich einzigartig bin und daher für die Leute interessant bin^^ Vermutlich werde ich auch wieder ein Mann, zumindest habe ich das momentan meistens vor, dann fällt mir wieder ein das wir sterben müssen und ich mein einziges Leben als Frau leben wollte, aber… Chirugie ist teuer und ermöglicht das auch nur bedingt. Ich bin kein Frauenrechtsanwalt. Ich versuche die Sache von Außen zu betrachten. Weil eigentlich will ich mir ja schön reden ein Mann zu sein, aber ich merke halt auch, würde mir meine Körperlichkeit nicht im Wege stehen, würde ich kein Mann sein wollen 😉 Liegt aber auch an Toxic Masculinity bzw weil Männer halt zu anderen Männern oft nicht besoners nett sind. Jedes Wochenende in der Disco iein Idiot der sich mit dir schlagen will und sowas. Und nen Kerl für dich zu interessieren ist auch viel einfacher als ne Frau 😀 Naja aber…

          das Endziel wird von feministischen Organisationen angestrebt. Ich denke es geht darum, das es schlicht EGAL ist welches Geschlecht man hat, das Jeder ALles tun kann ohne das es merkwürdig ist. Damit würde der Feminismus auch die Männer befreien. Babies sind ne andere Geschichte. Ich finde nicht das es gut geregelt ist wie es ist. Das eine Frau einem Mann das Kind vorenthalten KANN ist nicht richtig. 50:50 Sorgerecht wenn der Vadda sich ne Bude um die Ecke sucht sollte doch kein Problem sein. Aber das ist nur ein Randthema für den Feminismus was hier ständig als Politikum angeführt wird, also eher ein Thema für den Maskulinismus.Kenne genug Männer die da verarscht wurden. Anderen Männern wie meinem Vater sollte man kein Kind länger als 5 Minuten überlassen. Aber es gibt auch schlechte Mütter.

          Ist halt ein weites Feld.

        • „Ein hässlicher Mensch kriegt vor Gericht eine härtere Strafe als ein Model. Das ist ein Fakt.“

          Damit magst du recht haben, @Nina. Aber das ist noch längst kein Privileg. Davon könntest du erst sprechen, wenn es eine Regelung bzw Gesetz für das Gericht gäbe, hässlichere Menschen schwerer zu bestrafen als schöne.

          „Und wenn Geld nicht der Inbegriff des Privilegs ist weiß ich nicht was überhaupt ein Privileg sein soll“

          Geld ist nicht nur NICHT „inbegriff von Privileg“, sondern man kann sogar behaupten: Geld ist die ANTITHESE zum Privileg. Denn Geld (Reichtum, Kaufkraft) ermöglicht es JEDEM, seinen Willen durchzusetzen, völlig unabhängig vom sozialen Status (und Privileg IST sozialer Status).
          Als das Bürgertum reicher und reicher wurde (mit Handel, Industrie), schaute der erste und zweite Stand (Klerus und Adel), der seine seit Jahrhunderten geltenen PRIVILEGIEN verloren hatte neidvoll auf die Emporkömmlinge herab und beklagte die Macht des Geldes, die es jedem Parvenü erlauben würde Macht zu entfalten.

          Geld ist – da anonym und für jeden handhabbar – zuerstmal ein grosser Gleichmacher!

        • @Nina

          „Ich denke es geht darum, das es schlicht EGAL ist welches Geschlecht man hat, das Jeder ALles tun kann ohne das es merkwürdig ist.“

          Da gibt es eben den Feminismus und die Feministinnen, die dafür sorgen, dass dies eben nicht so ist und dass das Geschlecht zur zentralen Frage wird, um die die Welt sich zu drehen hat.

  2. „Ein uralter hartnäckiger antifeministischer Mythos behauptet, dass es Feministinnen wären, die bestimmte Tätigkeiten geringschätzen. Klassischerweise Erziehungs- und Familienarbeit oder soziale Arbeit. Das ist eine der größten Lügen schlechthin.“

    Nö, ich kann mich an keinen Text erinnern in dem behauptet wird das bestimmte Frauentätigkeiten/-berufe geringgeschätzt werden der nicht von einer Feministin stammt. Sie sind es die das immer wieder behaupten… Projektion? Hier wird nur immer wieder widersprochen wenn behauptet wird das Hausfrauen nicht bezahlt werden. Das ist eine der größten Lügen schlechthin.
    Und wenn man sich ansieht was man in üblichen Frauenberufen verdient, dann ist das auch nicht schlechter wie das was man in vielen Handwerksberufen verdient, die zu über 90% von Männern ausgeübt werden. Der Unterschied ist nur das Handwerker i.d.R. 37+ h/Woche arbeiten und z.B. Erzieherin wohl nicht.

    • @Matze:
      „Und wenn man sich ansieht was man in üblichen Frauenberufen verdient, dann ist das auch nicht schlechter wie das was man in vielen Handwerksberufen verdient, die zu über 90% von Männern ausgeübt werden. Der Unterschied ist nur das Handwerker i.d.R. 37+ h/Woche arbeiten und z.B. Erzieherin wohl nicht.“

      Dem stimme ich zu. Ich wundere mich auch immer, wenn Erzieher sich beschweren.. Die verdienen Teilzeit so viel wie Handwerker mit 40h in der Woche. Verglichen wird dann aber immer nur der monatliche Verdienst statt der Stundenlohn…

  3. „Ein uralter hartnäckiger antifeministischer Mythos behauptet, dass es Feministinnen wären, die bestimmte Tätigkeiten geringschätzen. Klassischerweise Erziehungs- und Familienarbeit oder soziale Arbeit.“
    Ach? Wer hat denn gegen das Betreuungsgeld gewettert und es als „Herdprämie“ herabgewürdigt? Wer hat denn behauptet, damit würden Frauen an einer Erwerbstätigkeit gehindert? (Als ob jemand wegen läppischer 150,- Euro im Monat seinen Job an den Nagel hängen würde!) Wer will denn das Ehegattensplitting abschaffen, mit dem Einkommensunterschiede innerhalb einer Ehe abgemildert werden?
    Zum Betreuungsgeld: Mich würde ja interessieren, wie Feministinnen reagieren, wenn jemand vorschlägt, das Betreuungsgeld nur an Väter zu zahlen, die zu Hause bleiben. 🙂

  4. Dass der angedrohte Frauenstreik nur Belustigung ausgelöst hat, muss ihr hart zugesetzt haben.
    „Es ist SEHR WOHL schlimm, wenn Kunstschulen und Aromatherapiezentren geschlossen bleiben!“ stampft sie immer noch mit den Füßen

  5. „Es sind nicht Feministinnen, die Hausfrauen als Schmarotzerinnen oder Unterhaltsprostituierte bezeichnen.“

    Ach, echt nicht?
    „Bestimmte Rollenkonstellationen wie die berühmten Cappuccino-Mütter sind schon eine Gefahr für die Gleichstellung. Sie machen dieselbe klassische Arbeitsteilung wie ihre Mütter, sagen aber, sie hätten sich das selbst ausgesucht. Das würde ich als Rollback bezeichnen, wenn Frauen dies als Selbstbestimmung definieren, anstatt auf die Strukturen zu gucken, die dazu führen.“

    http://www.spiegel.de/lebenundlernen/job/barbara-stiegler-zum-gleichstellungsbericht-cappuccino-muetter-als-gefahr-a-1153435.html

    Feministische Argumentation: Immer den anderen vorwerfen, was man selber verbockt hat.

    „Das wird selbstverständlich als Männerdiskriminierung interpretiert.“

    Citation needed. Es wird nicht als Männerdiskriminierung interpretiert, sondern es wird als Argument eingebracht gegen die Behauptung, dass Männer sich faul auf der Care-Arbeit der Frauen ausruhen würden. Es wird angeführt um zu zeigen, dass Care-Arbeit nicht, wie auch im „Gleichstellungsbericht“ behauptet, kostenlos wäre.

    • „Ach, echt nicht?“

      Du hast das Argumentationsmuster nicht verstanden. Feministinnen sind alle der gleichen Meinung wie Onyx. Sonst sind sie keine Feministinnen. Oder können zumindest für die Dauer des Arguments ausgeblendet werden.

    • „Feministische Argumentation: Immer den anderen vorwerfen, was man selber verbockt hat.“

      … was man selbst *vorhat*. So redet man dann nur noch über die eigenen Ziele….

  6. „Reden wir dagegen zB über das 50/50-Modell, sind sie ganz schnell dabei, dass die Aufgabenverteilung jedes Paar für sich selbst vereinbaren muß und da hat sich doch bitteschön niemand einzumischen. Männer werden hier also ganz klar aufgefordert, ihre Wahl selbstbestimmt, individuell und gemeinsam mit der Partnerin zu treffen. Wo ist dann also plötzlich das Problem, wenn sich Paare für ebendiese Aufgabenverteilung entscheiden?“

    Kein Problem, selbst dann wenn ich mich ALLEIN dazu entschließe nix im Haushalt zu machen, ganz individuell, selbstbestimmt und garr nicht gemeinsam mit Partnerinnen … Wäsche waschen, ich glaub es hackt! 🙂

  7. Gleichzeitig aber wird es aber als große Diskriminierung verstanden, wenn am Boys Day Jungen dazu eingeladen werden, einen Einblick in ebensolche Berufsfelder zu bekommen. Dann kommt nämlich der spontane Reflex, wie diskriminierend es doch sei, Jungen gezielt in schlecht bezahlte und schlecht angesehene Frauenberufe „drängeln“ zu wollen.

    Die Unverschämtheit am Boys‘ Day ist nicht, dass Jungen sich soziale Berufe ansehen können, sondern dass ihnen technische Berufe gezielt verwehrt werden – durch Vorenthaltung einer Schulfreistellung und anderer Schikane.

    • Doch. Es geht auch darum, sich dagegen zu wehren, dass Jungs das falsche Bild vermittelt wird, solche Jobs seien tauglich für sie. Solange Christian Grey oder Mr. Big anders als Cinderella einen hochbezahlten und statusträchtigen Job brauchen um derart attraktiv zu sein, ist es eine bösartige Täuschung kleinen Jungs zu vermitteln, dass was für Frauen gut genug ist, auch für sie gut genug wäre.

      • Es wird ja kein Junge gezwungen, am Boys‘ Day teilzunehmen. Die Anzahl der Plätze ist AFAIK ziemlich begrenzt.
        Es fehlt eine freie Wahlmöglichkeit, (im Rahmen der verfügbaren Plätze) Berufe kennenzulernen, die den eigenen Interessen entsprechen.
        Diese Wahl wird weder Mädchen noch Jungen zugestanden.

        • Die Täuschung passiert ja auch nicht auf der Besuchs-Arbeitsstätte, sondern schon in der öffentlichen Erklärung oder Erläuterung zur Institution „Boys/Girls Day“. Natürlich wird dieser falsche Eindruck auch nicht nur bei dem Thema erzeugt, sondern in vielen Aspekten der öffentlichen Debatte über „Gleichberechtigung“. Aber gerade deshalb will ich als Maskulist das Kernproblem dabei ansprechen.

        • Übrigens ist bei den Pädagogen die Verwunderung über die Wirkungslosigkeit von 15 Jahren Girls Day ziemlich groß. Mädchen wollen immer noch nicht ingeneurin oder Informatikerin werden.

        • „Übrigens ist bei den Pädagogen die Verwunderung (…) ziemlich groß“

          Das wäre ja super, zeigte es doch einen Ansatz von Bereitschaft, das eigene Weltbild mit der Realität abzugleichen. Das hatte ich bei Durchschnittspädagogen eigentlich kaum für möglich gehalten,

        • Übrigens ist bei den Pädagogen die Verwunderung über die Wirkungslosigkeit von 15 Jahren Girls Day ziemlich groß. Mädchen wollen immer noch nicht ingeneurin oder Informatikerin werden.

          Da hilft als Erklärung nur noch die „schruppsche symbolische Ordnung“, okkulte Kräfte wirken da! Keiner hat sie je gesehen, dingfest gemacht, keiner kann exakt sagen, was das sein soll, aber es ist unbestreitbar, dass sie überall und zu jederzeit wirken, und zwar zum Nachteil der Frauen!!!

        • Es ist doch völlig klar, dass Feministen Männer in Berufe drängen wollen, die traditionell als weibliche Domänen gelten, insbesondere Kinderbetreuung und Frauen in die MINT-Fächer. So erzählen uns das tagaus tagein die Gendertanten. Wenn Gendertanten etwas initiieren, dann ist es mit Sicherheit zum Nachteil der Jungen und/oder Männer. Ob sie ihre Diskriminierung dann auch tatsächlich so durchsetzen können, wie sie sich das wünschen, ist eine offene Frage, die von Fall zu Fall geklärt werden muss.

        • „Die Zahl der Studienanfänger in den Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT) ist von 195.300 im Jahr 2008 um fast 78 Prozent auf 347.000 in 2015 gestiegen. Über 40 Prozent der Studenten, die sich an Hochschulen einschreiben, starten so mittlerweile in diesem Sektor. Knapp 32 Prozent davon sind weiblich, während es 2013 noch 26 Prozent waren. … Das unter dem Motto „Komm, mach MINT“ agierende Bündnis ermutigt seit 2008 insbesondere junge Frauen für ein Studium in den technisch ausgerichteten Gebieten. Ihm zufolge ist von diesem Zeitpunkt an die Zahl der einschlägigen Studienanfängerinnen um 84 Prozent auf 109.700 nach oben geklettert. Dies übertreffe die prozentuale Steigerung in der allgemeinen Studienneigung der Frauen, die bei 58 Prozent liege.

          Besonders erfreulich hat sich laut der Aktion der Studienbereich Informatik entwickelt. Dort habe die Zahl der Studienanfängerinnen von 6400 in 2008 auf 16.900 im vorigen Jahr gesteigert werden können. Ihr prozentualer Anteil habe von knapp 19 auf 25 Prozent zugelegt. Insgesamt liege der Anteil der Studienanfängerinnen in der Gruppe Ingenieurwissenschaften, zu der die Informatik 2015 erstmals gezählt werde, bei fast 25 Prozent. Das ist ein Plus von rund drei Prozentpunkten seit 2008. Gerade die absoluten Zahlen machten das Interesse deutlich: Nahmen vor acht Jahren gerade mal 21.400 junge Frauen ein ingenieurwissenschaftliches Studium auf, so waren es 2015 bereits 60.000. … Sehr beliebt ist bei Studienanfängerinnen etwa das Fach Bauingenieurswesen, wo ihr Anteil 2015 erstmals über die 30-Prozentmarkte kletterte. Bei Maschinenbau und Verfahrenstechnik erhöhte sich der prozentuale Anteil dagegen nur von 19 auf 21 Prozent in den vergangenen sieben Jahren. Der Bereich Elektro- und Informationstechnik kommt mit 15 Prozent zwar auch auf eine Rekordmarke, bleibt aber trotz Zunahme von 141 Prozent im Vergleichszeitraum noch auf recht niedrigem Niveau bei der Frauenquote.

          In der Fächergruppe Mathematik und Naturwissenschaften war die Geschlechterverteilung 2015 bereits mit 48 Prozent weiblichen Studienstarterinnen annähernd paritätisch. Deutlich mehr weibliche Erstsemester seien in den Bereich Biologie und Pharmazie anzutreffen, dafür hätten die Männer in Physik und Astronomie nach wie vor die Oberhand. Die absolute Zahl der Absolventinnen in den Ingenieurwissenschaften lag 2015 dem Pakt zufolge mit 23.090 so hoch wie nie, bei einem Plus von 10,3 Prozent. Der Vergleichswert bei Mathematik und Naturwissenschaften verweist auf 2,9 Prozent mehr weibliche Prüflinge, deren Gesamtzahl 31.250 beziehungsweise 38,8 Prozent betrug.“

          https://www.heise.de/newsticker/meldung/Frauenanteil-bei-MINT-Studiengaengen-auf-ueber-30-Prozent-gestiegen-3578082.html

        • „Wenn Gendertanten etwas initiieren, dann ist es mit Sicherheit zum Nachteil der Jungen und/oder Männer.“

          Warum sollte ein höherer Anteil von männlichen Erziehern bspw. D.M.n. per se als nachteiliig betrachtet werden?

          Der Wegfall der Wehrpflicht dürfte im Nebeneffekt die erfassbare Stundenzahl der von Männern geleisteten Care-Arbeit insgesamt drastisch reduziert haben. In der Generation meines Mannes hat diese Phase auch noch – z.T. erheblich – zur Berufsfindung beigetragen. Für die nahe Zukunft steht daher außerdem eine wieder/weiter drastisch absinkende Männerquote in den u.a. Knochenjobs der Alten- und Krankenpflege zu befürchten.

          Während Du in jedem Jahrgang auch etliche Jungen findest, die gern ein (Schnupper-)Praktikum in einer Kita machen wollen (vor der Wahl als Beruf jedoch zurückschrecken i.d.R. und hauptsächlich erstmal deshalb, weil die Ausbildung verschult ist und daher die drei Jahre über nicht vergütet wird), findest Du so gut wie nie junge, an diesen beiden personell stark unterbesetzten Arbeitsfeldern Interessierte (keine männlichen und auch immer weniger weibliche tbh).

          Und da ist dann eben die Frage, die es zu beantworten gilt: wer soll die jetztigen Pflegebedürftigen oder uns wenn wir alt und/oder (wieder) bedürftig sind denn tatkräftig versorgen?

          Osteuropäerinnen sind zu diesem Zwecke weiter stark nachgefragt (gerade auch für „privat-organisierte“ Betreuung), nachdem dieser Markt als weiträumig abgeschöpft gelten kann, liegen nun m.W.n. vermehrt Asiatinnen im Trend.

          So wollen wir diese Gesellschaft also am Laufen halten?
          Nur mithilfe der (oft wenig abgesicherten) Arbeitsmigrantinnen?
          Oder glaubt wirklich jemand an eine Zukunft, in der ihn Roboter bei der persönlichen Körperpflege usw. unterstützen werden?

        • @Semikolon

          Fällt dir etwas auf?
          „Die Zahl der Studienanfänger…einschlägigen Studienanfängerinnen…die Zahl der Studienanfängerinnen ….liege der Anteil der Studienanfängerinnen.“
          Welche Prozentzahlen wirst du für Absolventinnen des Studiengangs erhalten?
          Das wäre nämlich relevant.

          Gruß crumar

        • „Welche Prozentzahlen wirst du für Absolventinnen des Studiengangs erhalten?“

          Das werden wir natürlich abwarten müssen, wenn ich das aber richtig verstehe gab es 2015 bereits mehr als 10 % mehr Ingenieurswissenschafts-Absolventinnen als 2008 und im MINT-Bereich immerhin auch nochmal ein Plus von knapp 3 % auf einen Gesamtanteil, der an der 40 %-Marke kratzt.

          Bei welchem ca.-Anteil wärt Ihr denn zufrieden?

      • @ lh
        Wer sich einen Job aussucht, nur weil dieser angeblich „attraktiv“ macht, sollte sich vielleicht zuerst ein Rückgrat suchen!

  8. Der erste Absatz ist total lächerlich. Natürlich will keiner einer Frau Geld zahlen, die sich von einem getrennt hat. Sollte eigentlich jeden einleuchten.

    Und Frauen haben sehr wohl den Luxus der Wahl. Sofern sie annehmbar aussehen (was die meisten in jungen Jahren tun, Männer sind da nicht kleinlich), werden sie jemanden finden der für sie sorgt.

  9. Onyx ist schon ein Herzchen. Man muss wohl besonders dreist oder besonders dumm oder besonders feministisch sein, um unterschiedliche Konstellationen als „Widerspruch“ zu bezeichnen.

  10. Pingback: Der ganz normale Alltagsfeminismus | ☨auschfrei

  11. Jedes Ehepaar muss selbst entscheiden, ob es die traditionelle Rollenverteilung möchte oder nicht. Wenn man aber diesen Vertrag unterzeichnet, sollten Mann und Frau auch die Konsequenzen tragen!

    • Die Konsequenzen können allerdings nicht sein, dass der Mann im Trennungsfall die Frau für diese gemeinsame (in meinen Augen Fehl-) Entscheidung vollumfänglich entschädigt.

      Das es dann eine Übergangslösung geben muss, bei der die Frau Unterhaltsleistungen erhält, ist klar.

      • Wenn es um die Kinderbetreuung geht, dann schon. Ohne Kinder oder wenn die Kinder nicht mehr von der Mutter betreut werden müssen, hat sie natürlich für sich selbst zu sorgen.

        • Ist das nicht auch die aktuell geltende gesetzliche Regelung?

          Kurz zu der unten folgenden Diskussion: Ein Vater ist auch nach der Trennung der Vater der Kinder. Zwischen den Kindern und dem Vater gibt es keinen auflösbaren Vertrag (sondern einen unauflöslichen). Der einzige Grund, die Fürsorge der Kinder zu vernachlässigen, den ich bedingt gelten lassen würde, ist der dauernden Einsatz der Kinder als emotionale Waffe gegen den Vater. Aber auch dafür würden nicht die Kinder die Verantwortung tragen, sondern die Erwachsenen und die müssten zur Einsicht gebracht werden, anstatt die Kinder zu vernachlässigen.

        • „Zwischen den Kindern und dem Vater gibt es keinen auflösbaren Vertrag (sondern einen unauflöslichen). “

          Der Gegenstand des Vertrages ist aber die Vaterfigur, nicht der Bankautomat.

        • Das ich als Vater einen Teil der Erziehung übernehme und auch (unveräußerlich) übernehmen darf natürlich auch.

        • „Ich würde die Versorgung des Nachwuchses als integralen Bestandteil des Vertrages ansehen.“

          Die Kinder leben also bei dem, der sie versorgen kann. Es sei denn, die Ex-Vertragspartner schließen einen neuen Vertrag, der das anders regelt.

    • „Wenn man aber diesen Vertrag unterzeichnet, sollten Mann und Frau auch die Konsequenzen tragen!“

      Konsequent wäre es, wenn du auch der Meinung wärst, dass die Frau die Konsequenzen tragen muss, wenn sie diesen Vertrag (einseitig) auflöst. Also: Kein Unterhalt nach der Ehe, wenn sie der Scheidung zustimmt.

        • @nick

          natürlich ist sie das. Es ist ein Ausschließen der Kündigung des Vertrages mit Ausnahme eines wichtigen Grundes, wobei Trennung von mehr als einem Jahr als wichtiger Grund definiert wird. Es werden des weiteren nachvertragliche Pflichten festgeschrieben bzw bezüglich bestimmter Pflichten die Beendigung hinausgeschoben

        • @Christian: Okay, eine vollumfängliche Kompensation des Schadens aus der Vertragsauflösung – wie sie bei der trad. Ehe vorgesehen war – müsste aber damit hinfällig sein.

        • Warum sollte das zwingend der Fall sein?

          Weil sonst der (vertrags-)treue Partner unzumutbar benachteiligt würde 🙂

      • Hängt davon ab, ob Kinder vorhanden sind und ob die Frau diese Kinder betreut. Dann spielt es keine Rolle wer die Ehe auflöst.

        • Was haben die Kinder damit zu tun? Sie löst den Vertrag auf, also gelten die Verpflichtungen des Vertrages nicht mehr. Auf diese argumentative Ebene hast DU dich begeben.

        • „Sie löst den Vertrag auf, also gelten die Verpflichtungen des Vertrages nicht mehr.“

          Natürlich kann ein Vertrag auch Regelungen über die Zeit nach dem Vertrag enthalten oder bestimmte Folgen im Fall einer Kündigung eintreten lassen bzw für bestimmte Teile die Kündigungsfristen länger sehen als für andere.

        • @Christian
          So ist es. Und ebenso natürlich muss es möglich sein, die als Default geltenden Regelungen zu diskutieren und zu ändern.

          Das macht dann allerdings vanilas Hau auf den Tisch („So ist das nun mal, findet euch damit ab“) unsinnig.

        • „Und ebenso natürlich muss es möglich sein, die als Default geltenden Regelungen zu diskutieren und zu ändern.“

          Natürlich. Entweder über ein Gesetzgebungsverfahren oder einen Ehevertrag. Da ist nichts in Stein gemeißelt

        • Wenn man von einer Zerrüttung ausgeht, muss man eben – ohne jegliche Schuldzweisung – _alle_ bisherigen Vereinbarungen als hinfällig betrachten und sehen, wie man die neue Situation handhabt. Es sollte also _alles_ neu verhandelt werden dürfen.

          Dass die Mutter die Kinder betreut, darf dann keine heilige Kuh mehr sein. Es muss auch dem Vater die Option angeboten werden, künftig teilweise oder ganz die Kinder zu betreuen – mit entsprechender Minderung des zu leistenden Unterhaltes.

        • @only_me
          Kinder haben sogar sehr viel damit zu tun! Beide Eltern sind auch nach der Scheidung für die gemeinsamen Kinder verantwortlich und nicht nur die Mutter. Ohne Kinder gebe ich dir Recht, dann hat die Frau für sich selbst zu sorgen.

        • @only_me:
          Wieso unsinnig? Frauen und Männer die heiraten, haben mit ihrer Verbindung den aktuell geltenden Bedingungen und Konsequenzen zugestimmt. Wer bei dieser Gesetzeslage heiratet, ist schlussendlich selbst Schuld.

        • Wer bei dieser Gesetzeslage heiratet, ist schlussendlich selbst Schuld.

          Nö. Das Schuldprinzip wurde ja gerade abgeschafft 🙂

        • Das wäre aber recht unbeachtlich, wenn der Vertrag nur ein Vorschlag ist und es jedem freisteht ihn abzuändern. Dann sind die AGB Vorschriften nicht einschlägig.
          Noch schlimmer: das Angebot zum Vertragsschluss kommt meist vom Mann und der Anbieter kann sich nicht auf die Unwirksamkeit seiner AGB berufen…

        • „Wie ändert man das denn ab?“

          per Ehevertrag

          „Eheverträge werden doch recht gerne einfach von Gerichten ignoriert / gekippt?“

          Eigentlich nicht. Viele Regelungen, gerade zum Zugewinn, der nur einen äußerst geringen Schutz hat, halten sehr gut. Natürlich darf man seine schwangere Frau nicht einen Tag vorher zum Notar schleppen oder jemanden was unterschreiben lassen, der die deutsche Sprache nicht versteht.
          Wer mißtrauisch ist, der kann auch alle paar Jahre bei dem Notar seines Vertrauens (am besten jemand der im Familienrecht fit ist) vorbeigehen und nachfragen, ob er einen neuen braucht, weil sich etwas geändert hat.
          Und natürlich muss man schauen, ob der Vertrag auch gelebt worden ist.
          Man darf eben nicht in den Notarvertrag schreiben, dass man davon ausgeht, dass beide maximal kurzzeitig aussetzen wenn Kinder kommen und ansonsten vollschichtig arbeiten werden und dann zustimmen, dass die Frau 10 Jahre aussetzt und NurHausfrau ist (Ausübungskontrolle).
          Sprich: Wer zu gierig ist, was Ausschlüsse angeht, der sollte eben tatsächlich nicht heiraten. Man sollte ein gewisses Maß bewahren.
          Im übrigen habe ich hier einiges dazu ausgeführt:
          https://allesevolution.wordpress.com/2015/08/29/ehevertrag-was-kann-man-regeln/

          Wer ganz sicher sein will, dass es hält, der vereinbare eben eine Gütertrennung. Ein Vertrag, der nur eine Gütertrennung enthält ist meines wissens nach noch nie aufgehoben worden, da es ein gesetzlicher Güterstand ist.

  12. Der Kommentar bei onyx ist zu schön:

    Ja! so ist es! Stimmt genau. gute Analyse. Deshalb sind irgendwie ALLE Frauen gezwungen in einer absolut schizophrenen Umwelt zu funktionieren. UND: Wie sie es auch anstellen, irgend ein „Männergrüpplein“ heult auf und fühlt sich (wieder einmal) diskriminiert. Der Satz fängt dann immer gleich an: „Ja aber nicht alle Männer……..“
    oder wahlweise je nach Gusto: „Frauen sind auch nicht besser…..“! Nur NIE, nie zuerst in den Spiegel schauen, dann denken,; und dann erst reaktionären bullshit absondern.

    Frauen, die zu blöd sind, die Welt um sie zu verstehen, sind ALLE gezwungen in einer absolut schizophrenen Umwelt zu funktionieren.

    Neue These, worin die gefühlte Unterdrückung der Frau eigentlich besteht: Die Welt ist KOMPLIZIERT!!!!!

    • Neue These, worin die gefühlte Unterdrückung der Frau eigentlich besteht: Die Welt ist KOMPLIZIERT!!!!!

      Ja, wir Männer sollten endlich mal Erbarmen mit unseren gequälten Frauen haben und die Welt unkomplizierter gestalten. Werde einen entsprechenden Antrag bei der nächsten Weltpatriarchatskonferenz stellen.

    • „Deshalb sind irgendwie ALLE Frauen gezwungen in einer absolut schizophrenen Umwelt zu funktionieren. “

      Und das im Durchschnitt auch noch 5 Jahre länger als Männer!
      Grausam!

  13. Onyx argumentiert „ergebnisorientiert“. Sie lebt in ihrer eigenen Blase: innen kuschelig, von außen stachelig.

    Ich habe in ihrem Kommentarbereich eine sachliche Auseinandersetzung versucht: Fehlanzeige. Für jedermann nachzulesen.

    • Bei Onyx ist eben Kommunikation die große Baustelle. Hat nicht einmal viel damit zu tun, dass sie sich als Feministin begreift, denke ich.

      Da haben sich schon so Einige fassungslos die Augen gerieben.

    • Du hättest die Diskussion schon nach:

      W.D. : (sinngemäß): Anekdotische Evidenz
      Onyx: „Keineswegs. Es sind konkrete Beobachtungen, die keine Ausnahmen bilden, sondern in breiten Teilen des Antifeminismus sehr typisch sind und sich permanent wiederholen.“

      ..eigentlich abbrechen können, da sie dir, mit ihrer apodiktisch-trotzigen, bloßen Behauptung des Gegenteiles auf der Selbstoffenbarungsebene mitteilt, dass sie auf keinen Fall bereit ist, ihre Sichtweise auch nur zur Diskussion zu stellen.

      Wie verzweifelt sie sich daran festhält, zeigt im weiteren Verlauf die folgende Mischung aus – sinngemäß – Ohren zuhalten und bizarr anmutender Wortverdreherei.

      Da ist eben kein Ohr offen für deine diplomatischen Bemühungen, die Ebene kann sie offenbar nicht.

  14. Man, da baut sich aber einer Strohmänner auf.
    Antifeministen, die das Weibchen in der Beziehung toll finden und nach der Beziehung für Schmarotzer halten mag es geben (ich vermtue, dass sind schwerpunktmäßig die Männer die frustriert sind, weil sie nach ihren Weltbild alles richtig gemacht haben, indem sie der Meinung waren das die Familienauszeit ohne murren zu finanzieren und dann trotzdem verlassen wurden.
    Und letztendlich müssen sich solche frauen schon die frage gefallen lassen, warum sie glauben dass nach der Trennung die gleichen Bedingungen gelten sollen wir in der beziehung. Wenn ein Mann innerhalt der Beziehung als Teil der Familie für die Finanzielle sicherheit sorgt ist die Frage schon angebracht, warum er die Aufgabe noch erfüllen soll, wenn er kein Teil der Familie mehr sein soll.
    Aber zu unterstellen, Männer die Feminismus für einen Kropf halten, wären Männer die Frauen, welche weniger Arbeiten, weil sie lieber zeit für die Kinder haben wären schmarotzer ist etwas weit hergeholt. Ich muss mir immer von meiner Frau anhören, dass ich ja viel zu nachgiebig mit meiner Ex-Frau wäre. Ich glaube Frauen haben nicht weniger Probleme mit solchen Frauen.

    • Ressourcen mit jemandem teilen zu müssen, dem man gleichgültig, wenn nicht sogar negativ gegenübersteht, ist wohl jedem zuwider.

      • Naja, ehrlich gesagt, man hat sich meist den jenigen als zweiten Elternteil seines Kindes ausgewählt, und zu einem gewissen maß sollte man dann vielleicht auch über seinen Emotionen stehen. Insofern kann man da schon noch etwas genauer differenzieren.

        • Das stimmt. Leider ist das meist ein viel größeres Problem. Bis man mal etwas mit dem neuen Partner aufgebaut hat, was nicht von den ersten Kindern, die man mit der Ex gezeugt hat, in den Schatten gestellt wird.

  15. Diese Anti-feministen machen einen ganz grossen Fehler: Sie machen weibliche Politik.
    Weibliche Politik bedeutet, dass man das in den Mittelpunkt stellt, was man ablehnt. Und dadurch bleibt das auf der Strecke, was man befürwortet.

    Würden sie männliche Politik machen, d.h. würden sie das in den Mittelpunkt stellen, was sie befürworten, was sie haben wollen und was sie anstreben (angefangen bei ihrer Eigenbezeichnung), gäbe es diese „Widersprüche“ gar nicht.

  16. „Meine Form der Beziehung wäre aber die Hausfrauenehe nicht.“

    Erstens bist Du soweit bekannt ist gar nicht verheiratet, sprich Du lehnst offenbar das Steuersparmodell Ehe als solches schon ab, und zweitens ist halt die Frage offen, welches Ideal da für die Familiengründungsphase (die Du persönlich mit Blick auf die Statistik und Dein Alter wahrscheinlich eh schon verpasst hast, sorry mate…) im Hinterkopf rumschwebt. Drittens wäre wohl noch zu erörtern, was denn passierte/passieren sollte, wenn das Ideal aus irgendeinem Grunde unerreichbar wäre – z.B. weil die Schwangere über kein unbefristetes Anstellungsverhältnis verfügte, oder wenn das Kind als Frühchen oder gar schwerbehindert zur Welt käme.

    • Möchtest du auf den Wert der Hausfrauenehe hinweisen? Besteht ein Widerspruch zwischen der Ablehnung der Ehe und der Tatsache, nicht verheiratet zu sein? Freut es dich, wenn jemand zu alt ist, um eine Familie zu gründen, weil er keine Hausfrauenehe mag? Bist du Hausfrau mit Kindern in Ehe mit einem werktätigen Mann und fühlst dich angegriffen, wenn jemand die Hausfrauenehe ablehnt?

      • Was ist denn Deine Definition von Hausfrau?

        Ist das jede Mutter, auf die eine Beschreibung wie bspw. „i.d.R. nicht festangestellt erwerbstätig im Umfang von meist bis zu 20 Std. wöchentlich“ zutrifft vielleicht?
        Oder nennst Du eine Tagesmutter z.B. Hausfrau?

        Ich zeig mal meine derzeit liebste vloggende Hausfrau (and what a lovely house she’s got!) und wie sie ihre Entscheidung präsentiert:

        Vielleicht fällt Dir ja was auf.

        • Was fällt mir auf?

          Die Vloggerin ist sympathisch. Alles dreht sich um die Kinder. Ehe als Organisation der Reproduktion, die beide Elternteile absichert. Glaube als Band, das den Austausch der Geschlechter fördert. Zufriedenheit. Sie sieht gesund aus, ist nicht gestresst. Das ganze funktioniert, weil der Mann die Kohle ranschafft. Er erhält offenbar einen äquivalenten Ausgleich, sonst würde er es nicht machen.

          Dann ist deine Kritik an Christian, der für die Ehe für alle ist und folgerichtig keinen Schwerpunkt auf Kinder legt und daher kinderlos bleiben wird, als Hervorhebung der gegenseitigen Verpflichtung und der Wichtigkeit von Kindern zu sehen. Außerdem kritisierst du, dass die absolute Notwendigkeit der materiellen Absicherung bei Familiengründung übersehen wird und die Absicherung oft nicht gegeben ist. Wenn dann ein Mann daher kommt und sagt, Ehe würde überschätzt, ist er mit großer Wahrscheinlichkeit ein Egoist, der sich nicht verpflichten will und kinderlos bleiben wird.

          War es das, was du meintest?

      • Christian ist wie festgestellt tendenziell gar kein Ehebefürworter (was ich durchaus nachvollziehen kann, wie auch die Meinung, wenn schon wäre ein Ehevertrag ein „Muss“ – hab ich schließlich auch die längste Zeit so gesehen) und mit Deinem Rest kann ich nix anfangen.

        Meine Frage hingegen halte ich weiter für wichtig: ab wann ist oder nennt man jemanden Hausfrau? Ist das ein Set von Tätigkeiten, oder wäre die individuelle (Erwerbsarbeits-)Einkommenslosigkeit der Ausführenden entscheidendes Kriterium (Hausfrau klingt immernoch besser als arbeitslos?)? Oder sind Minijobberinnen/nicht sozialversicherungspflichtig Beschäftigte (entgegen Shitlords Ansicht) doch bereits nicht mehr nur als Hausfrauen zu labeln?

        Die erklärte Anti-Feministin Birgit Kelle empörte sich:
        https://www.welt.de/vermischtes/article119672277/Hausfrauen-duerfen-oeffentlich-beleidigt-werden.html

        Aber ganz ehrlich: der Terminus Hausfrau hat bereits für sich allein genommen beleidigenden Charakter, den haben weder Simone de Beauvoir noch Esther Vilar später aus dem Nichts heraus konstruiert. Dabei ist wie ich das sehe eben nichtmal die Definition dieses Begriffes fix. Oder?

        • Um hier kurz weiterzumachen: kein einziger kinderloser Blogger/instagrammer/youtuber, der aus dieser Tätigkeit sein regelmäßiges Einkommen generiert, würde sich wohl primär als Hausfrau/Hausmann bezeichnen. Die Berufsbezeichnung markiert die eigene Schwerpunktsetzung, ist signalling – auch bei Jen, deren content ja auf Haushalt usw. ausgerichtet ist (allerdings dabei auch authentisch wirkt).

          Wenn nun schon Mütter kleinerer Kinder beständig öffentlich diffamiert werden können dafür, in dieser Lebensphase kein (wenigstens ruhendes) durchgängiges Anstellungsverhältnis vorweisen zu können (oder ihre scheinbare Minderwertigkeit deswegen internalisiert haben – hier würde ich die Hand heben, auch wenn ich mich davon zunehmend emanzipieren kann), bräucht man gar nicht erst hoffen, dass arbeitslose Männer noch als irgendwie wertvoll für diese Gesellschaft gelten könnten.

          Die Jugendarbeitslosigkeit bei Männern ist übrigens höher als bei Frauen, laut Manndat übertrifft sie diese um mehr als 20 %. Gar nicht unwahrscheinlich, dass die erhöhte Suizidrate verstärkt auch hiermit zusammenhängen könnte. Weshalb das BGE eben auch von Männerbewegten endlich als Lösung, die Menschenleben retten wird, proklamiert werden sollte.

        • „Gar nicht unwahrscheinlich, dass die erhöhte Suizidrate verstärkt auch hiermit zusammenhängen könnte.“

          Könnte! Könnte aber auch nicht. Nix Genaues weiß man nicht … 🙂

          Schön, daß Du es begriffen hast und Hausfrauen mit arbeitslosen Männern vergleichst. Arbeitslose Männer machen neben ihrer Arbeitslosigkeit genau das, den Haushalt.

        • Wenn sie quasi allein auch Kinder/andere Pflegebedürftige in ihrem Haushalt versorgen sind sie mit Hausfrauen vergleichbar. Kinderlose Arbeitslose sind tatsächlich nur arbeitslos und daher gesellschaftlich betrachtet nutzlose Esser. Es sei denn, sie sind Erben oder sowas (früher sagte man Privatier). Reiche Männer dürfen faul, egoistisch, dumm und raffgierig sein und werden trotzdem i.d.R. fälschlicherweise als Leistungsträger angesprochen. Sehr ärgerlich.

  17. auf ihrem eigenen Blog habe ich folgende Erkenntnis von Onyx gefunden:

    Einsehen, dass Antifeminismus nichts anderes als eine Trotz- und Hassideologie ist, die weder Inhalte, noch Ziele hat?

    Da ist ihr schon ein wenig zuzustimmen. Die von ihr genannten Wiedersprüche sind ja auch in der Tat vorhanden. Die eleganteste Erwiderung ist aus meiner Sicht die, dass es sich beim Antifeminismus eben so ähnlich wie beim Antifaschismus verhält, dem ebenfalls mit besten Gründen unterstellt werden kann, eine Trotz- und Hassideologie zu sein. Das ist irgendwie natürlich und folgerichtig, da schon die Originale (sprich Feminismus & Faschismus) im Wesentlichen Trotz- und Hassideologien sind.

    • Da kann man ihr nicht guten Gewissens zustimmen, wenn es bei Manndat z.B. explizit eine Seite mit dem Titel „Was wir wollen“ gibt.

      Über den dicken Daumen kann man es auch so formulieren: Anti-Feministen sind sich mindestens darin einig, dass – wenn Frauen wirklich aus der Küche in die Außenwelt wollen – es damit aufhören muss, dass Frauen, vor allem in den Augen der Frauen, die besseren, schützenswerteren Menschen sind und Männer als Verfügungsmasse herzuhalten haben.

      Gleiche Rechte, gleiche Pflichten und keine Extrawürste.

      Das sind sowohl klare Inhalte als auch klare Ziele.
      Zwar utopische Ziele, denn was sol jemals dazu führen, dass Frauen keine Extrawürste wollen, aber klar sind sie.

      • MANNdat versteht sich allerdings nicht als antifeministisch:

        Ein Zitat dazu von MANNdat:

        „MANNdat ist zwangsläufig feminismuskritisch, wo es um ungerechtfertigte Privilegien für Frauen geht. Wir sind aber keine Gegenbewegung zum Feminismus. Wir wollen für Männer das erreichen, was die Politik bislang verweigert: Eine Geschlechterpolitik, die zu einer nachhaltigen Geschlechterdemokratie führt, die jungen- und männerspezifische Interessen und Probleme genauso berücksichtigt wie mädchen- und frauenspezifische.”

        http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=10683

        • „MANNdat versteht sich allerdings nicht als antifeministisch:“

          onyx redet nachweislich nicht von Leuten, die sich selbst als Anti-Feministisch bezeichnen, wenn sie „Anti-Feminist“ sagt. Sie meint damit z.B. auch die Gruppe liberaler Männer, die sich auch nicht selbst als Anti-Feministen eingruppieren.

          Dein Einwand ist daher gleichzeitig korrekt und irrelevant.

          Ob Manndat die Situation richtig einschätzt, dass man Politik für Männer machen kann, ohne gegen den Feminismus zu kämpfen, ist eine ganz andere Frage.

          Ich halte das für unmöglich.

    • Das Heartiset-Verständnis von Feminismus

      „The goal of feminism is to remove all constraints on female sexuality while maximally restricting male sexuality.“ https://heartiste.wordpress.com/2013/11/12/the-feminist-push-to-sanction-female-infidelity/

      erweist sich bei der Beobachtung von Feminismus erstaunlich oft als – bisweilen mit perfiden Methoden – zutreffend. Das weite Spektrum der Manosphere ist allerdings höchst gespalten, sowohl was die Analyse als auch was die Frage nach den richtigen Lösungen angeht. So oder so ist Feminismus die Bewegung, die eine althergebrachte Ordnung der Geschlechterbeziehungen verändern will. Insofern ist es nur naheliegend, dass eine „dagegen“ Reaktion des so benachteiligten Geschlechts zum kleinsten gemeinsamen Nenner all dieser Strömungen wird. Die beteiligten Männer stehen persönlich an ganz verschiedenen Stellen mit ganz unterschiedlichen Zielen. Aber weil Feminismus allen Männern schadet, kann man sich an dem Punkt recht leicht einig werden.

      • „The goal of feminism is to remove all constraints on female sexuality“

        Wenn das richtig wäre, würden Feministinnen berüchtigt für ihre ausschweifenden Sexorgien sein 😀

        Dieses angebliche Ziel stimmt also nicht! Das Ziel des Feminismus ist viel eher die Schaffung einer esoterischen rigiden und hierarchischen Machtstruktur.

        • Du musst dabei bedenken, dass weibliche Sexualität anders als männliche ist. Alpha Fucks, Beta Bucks und so.

        • „Alpha Fucks, Beta Bucks“

          Männer gehen genauso mit Frauen um. Wenn sie die Möglichkeiten dazu haben. Ist die nicht so feine Machtökonomie unter so manchen Menschen…..

    • „da schon die Originale (sprich Feminismus & Faschismus) im Wesentlichen Trotz- und Hassideologien sind.“

      Das ist nicht korrekt, beide sind Überlegenheitsideologien. Trotz und Hass sind „nur“ sekundäre Erscheinungen, die das Komplementäre der Überlegenheit sind und sich aus Minderwertigkeitskomplexen speisen.

    • @Clovis

      Ismen gegen etwas unterscheiden sich u.a. in ihrer Persistenz. Zum Beispiel kann Antifaschismus stark ausgeprägt sein, obwohl Faschismus nicht nachweisbar ist. Das liegt daran, dass Antifaschismus gegen das Böse und damit gut ist. Das Gute ist identitätsstiftend.
      Einen Antifeminismus in stärkerer Ausprägung wirst du nur dort finden, wo es einen dominanten Feminismus gibt. Antifeminismus ist nicht identitätsstiftend, weil er Negation ist. Nur ein kleiner Teil der Feminismuskritiker würde sich als antifeministisch bezeichnen. Der Feminismus versucht, alle Feminismuskritiker als antifeministisch darzustellen. Dies hat den Vorteil, dadurch alle Feminismuskritiker unter ein Label zu bringen, das nicht identitätsstiftend ist. Damit soll die umfassendere Bewegung der Feminismuskritik aufgelöst werden.

      Der antifeministische Standpunkt ist vorwiegend theoretisch und skeptisch. Das macht ihn konsequent und er kommt zu Aussagen, die völlig neben dem Mainstream liegen. Er versucht, den Feminismus als Gegenstand theoretisch abzubilden. Typische Antifeministen sind das Gegenteil von wildgewordenen Machos (-> Produkte des Feminismus). Karen Straghan oder Milo sind gute Beispiele. Eine Aussage des Antifeminismus ist, dass auch autoritäre muslimische Staaten stark feministisch sind. Dies erklärt die Nähe des westlichen Feminismus zum Islam. Die Grundaussage des Antifeminismus ist, dass es keine Gemeinschaft gibt, die nicht feministisch wäre. Eine andere Aussage ist, dass Kriege zum großen Teil durch Feminismus angezettelt werden.

      Der Antifeminismus dreht das Grundmotiv des Feminismus, d.h. das Patriarchat, um, negiert es und sagt: alles ist feministisch. Er hat viele empirische Belege für diese These. Er analysiert das Patriarchat als externalisierten inneren Grundwiderspruch des Feminismus. Das Verhalten von Männern , sowie allgemeine gesellschaftliche Strukturen erscheinen hier als Funktion des Feminismus. Die Bewegung des Feminismus wird im Antifeminismus als ein Versuch der Manipulation der Definition dieser Funktionen verstanden. Antifeminismus ist die Analyse des Feminismus in Kenntnis der Monokausalität des eigenen Standpunktes. Dass er so vorgeht, macht ihn skeptisch, wenn nicht sogar zynisch. Feminismuskritik ist wirkungsvoll nur nach einem stattgefundenen Antifeminismus.

      Feminismuskritik ist reaktiv gegen den Feminismus gerichtet und beackert die aktuell vom Feminismus vorgegebenen Themen. Sie kommt immer zu spät. Sie versucht, Übertreibungen des Feminismus abzumildern. Das gelingt ihr auch, aber zu dem Preis, das mit jeder neuen Feminismuswelle ein weiteres Stück der Strukturen geschlechtlichen Ausgleichs aufgelöst wurde.

      • „Zum Beispiel kann Antifaschismus stark ausgeprägt sein, obwohl Faschismus nicht nachweisbar ist.“

        Sorry, aber der Logik per definitionem nach handelt es sich dann um eine „Anti“-Haltung ganz anderer Art. Oder um einen Missbrauch des Begriffs, um gewisse politische Ziele zu verfolgen.

        Was die „Antifeministen“ bestrifft, so ist das natürlich eine Erfindung des Feminismus, um seine Gegner über einen Kamm zu scheren und so kleiner zu machen. Sonst könnte man selbst als exotische, abwegige Extremistengruppe erscheinen, was natürlich dadurch gemildert wird, dass man alle Gegner gleich macht, eben zu „Antifeministen“.

      • Der Antifeminismus dreht das Grundmotiv des Feminismus, d.h. das Patriarchat, um, negiert es und sagt: alles ist feministisch.

        Da muss ich (energisch) widersprechen.
        Erstens sprach-logisch: Wenn alles Feministisch ist, verliert das Wort „Feminismus“ jeden Sinn. Ganz ähnlich wie „Gewalt“ jeden Sinn verliert, wenn man da alles reinquetscht, also physische, psychische, verbale, Cyber- und passive Gewalt einfach nur „Gewalt“ nennt.

        Zweitens inhaltlich: Karen Straughan und Milo würden sich im grabe umdrehen, wenn sie schon gestorben wären. Sie sagen vielleicht, dass jede Gesellschaft gynozentristisch ist, baer ganz bestimmt nicht dass islamistische Gesellschaften feministisch sind. Anders gesagt: Citation nedbed.

        • @quellwerk
          ad 1: Antifeminismus negiert Feminismus. Er ist ein Spiegelbild.
          Übertragen: Antifaschismus negiert den Faschismus, er ist sein Spiegelbild -> Antifaschismus macht zuerst und vor allem aus, dass er überall Faschismus sieht, in jeder Gemeinschaft.
          Wenn Antifaschismus den Faschismus bekämpft („Schlagt die Faschos wo ihr sie trefft“), ist das reine eine Ausnahme von der vorwiegenden Theoriebildung.
          Ja. Sicher doch! Und Antiblockiersysteme sind das theoretische Spiegelbild von blockierenden Reifen, die alles nur aus der Sicht der Blockage sehen…

          ad 2: Muslims Are the True Feminists:
          Der Artikel ist von Gabby Aossey Writer, Blogger: Her passions include human rights and social justice.
          Ein Artikel von einer Feministin ist also ein Beleg dafür, das Antifeministen denken, dass muslimische Staaten feministisch sind? Äh, Kopfkratz… Beeindruckend!
          Wenn es irgendetwas gibt was man von Antifeministen lernen kann, dann dass man nichts glauben darf was FeministInnen schreiben.

        • Ich habe die Struktur des Antifeminismus beschrieben. Er ist eine Methode der Analyse und Erkenntnisgewinnung – keine ausgleichende, kritische, relativierende Darstellung aller Aspekte des Feldes, das vom Feminismus aufgespannt wird.

          Halte nur diesen Gedanken fest.

          Der Antifaschismus ist keine Methode zur Erkenntnisgewinnung. Er ist eine Bewegung gegen das Böse, den Faschismus. Deswegen empfiehlt er auch das Erschlagen von Faschisten. Antifeministen empfehlen nicht, Feministen zu erschlagen.

          Antiblockiersysteme negieren das Blockieren. Sie verwenden diese Methode nicht zur Erkenntnisgewinnung, indem sie die These aufstellten, dass das Wesen eines Autos darin bestünde, mit blockierten Reifen zu fahren. Wenn der Antifeminismus die direkte Wirksamkeit eines Antiblockiersystem hätte, könnte er den Feminismus direkt stoppen, anstatt den Umweg über die Negation aller Aussagen vom Feministen gehen zu müssen.

          Du wolltest einen Beleg für die antifeministische Aussage, dass islamische Staaten feministisch seien. Die vorgestellte Feministin argumentiert gegen den westlichen Feminismus. Sie sagt, dass der westliche Feminismus nicht so effektiv sei, wie der islamische. Es handelt sich also nicht um die feministische Kritik am Patriarchat, sondern um eine Abwägung der Effektivität verschiedener Feminismusformen zum Vorteil von Frauen. Da diese Aussage nicht ein zu überwindendes Patriarchat zum Inhalt hat, wird sie nicht antifeministisch negiert und kann genommen werden, wie sie ist: islamische Staaten sind feministisch.

        • @quellwerk
          Ich denke Du definierst Antifeminismus zu eng (Du machst DefMa). Und Du behauptest davon ausgehend Dinge, die Antifeministen nicht sagen oder tun. Daher kam meine Kritik

          Du wolltest einen Beleg für die antifeministische Aussage,
          Ich wollte eine Aussage von AntifeministInnen, die Deine Behauptung stützt dass der Antifeminismus sagt dass islamische Staaten feministisch sind. Du brachtest eine Aussage einer Feministin -> Fail.

      • „Die Grundaussage des Antifeminismus ist, dass es keine Gemeinschaft gibt, die nicht feministisch wäre. Eine andere Aussage ist, dass Kriege zum großen Teil durch Feminismus angezettelt werden.“

        O wow. Ich frage vorsichtig: Belege?

        • Eine andere Aussage ist, dass Kriege zum großen Teil durch Feminismus angezettelt werden.
          Wenn man „feministisch“ sehr weit definiert als „Oh die armen Frauen!“, dann findet man das bei Karen Straughan. Sie führte aus, dass der Afganistankrieg unter anderem damit verkauft wurde, wie schlimm es dort den Frauen ging. Ähnlich arbeitet die Propaganda gegen den Iran. Und: Ähnlich arbeitet die Propaganda im Iran gegen den Westen.

        • Und wie äußerst sich die Straughan dann über den amerikanischen Pakt mit Saudi-Arabien (stronger and greater than ever…)? Guck Dir doch mal genauer an, welchen Aufstieg diese rückständige Diktatur international hinlegen konnte (das begann auch schon vor Trump, to be fair) – trotz allem.

          Was ist bloß deren Erfolgsgeheimnis?

        • @Semikolon:
          Ich bezweifle dass Karen Straughan zu allen politischen Ereignissen Kommentare ablässt.
          Außerdem: nicht alles hat etwas mit dem Krieg zwischen den Geschlechtern zu tun.
          Beachte meine Formulierung: Ich wollte nicht behaupten dass Kriege durch „Feminismus angezettelt werden“, sondern dass die Mächtigen das Frauen->Opfer Stereotyp in ihrer Propaganda nutzen, um ihre Interessen (bis zum Krieg) durchzusetzen.

          Karen Straughan macht an anderer Stelle auf eine Spielart dieser Propaganda aufmerksam, dass es heute seltener heißt „Die Bösen da drüben wollen unseren Frauen was böses“, sondern „Die sind deshalb Böse weil sie ihre eigenen Frauen so mies behandeln!“
          Diese Spielart hat der Feminismus ermöglicht.

        • „Was ist bloß deren Erfolgsgeheimnis?“

          ÖL! Es ist das Öl und das brauchen Feministinnen, um von einer Femcon zur nächsten zu kommen! 🙂

          Weder Obama noch Trump wurden von Feministinnen kritisiert, weil sie mit dem finsteren Ölarabien nicht feministisch umsprangen und die dortigen Frauen den Söhnen des Mohammed ausliefern. Die sind denen völlig wurst.

          PS: Auch dortige Zustände gebe es nicht ohne zumindest gewisse Unterstützung dortiger Frauen, so wie es unsere nicht gebe, ohne Beihilfe eines Teils der hiesigen Männer.

  18. Pingback: Onyx konstruiert Widersprüche – Männlichkeitsbild | asemann.de

  19. Es handelt sich hier meiner Meinung nach um eine Schutzbehauptung von Onyx, um den „Gender Empathy Gap“ gegenüber Männern zu rechtfertigen und es so darzustellen, als wäre die Gleichgültigkeit des Feminismus gegenüber männlichen Opfern von Gewalt und das Ausblieben jeglicher feministischer Initiativen, auch männliche Opfer von Gewalt zu schützen, nicht etwa eine Folge von mangelnder Empathie oder sogar Antipathie für Männer im Feminismus, sondern die Schuld irgendwelcher Männer, hier eben der Maskulinisten.

    http://asemann.de/index.php/2017/06/27/onyx-konstruiert-widersprueche-maennlichkeitsbild/

  20. zu Onyx, da recycle ich mal meinen Kommentar von Geschlechterallerei:
    Das sich selbst als Feministin beschreibende Wesen von Onyx gibt sich mal wieder alle Mühe, dem Ruf von Feministinnen zu schaden, was die Diskussionsfähigkeit und das sich im Gegenüber spiegeln angeht.
    Ich habe jetzt absichtlich geschlechtsneutral formuliert, da eins Antifem-Trolla mit dem Ziel den Feminismus zu verunglimpfen es kaum besser hinkriegen könnte.
    Leider(?) ist die Gesamtheit der Meldungen aus der Genderkirche nicht dazu angetan, Onyx als Trolla abzutun.
    Ich wundere mich aber schon, dass sich so viele Kommentare unter diesem Beitrag sammeln. Irgendwie scheine ich das mit Aufmerksamkeitsökonomie noch nicht verstanden zu haben.

      • Hi Only_me,
        ich meinte, wieviele Kommentare sich unter dem Beitrag bei Onyx sammeln. Auf die Kommentare hier bezogen hast du recht. Dort hat das ja weniger mit Stammtisch, als eher mit Masotreff bei das Sadista zu tun 😀

  21. Ich hatte ja vorgestern schon auf das Problem der vagen Definitionen bei Diskussionen zum Begriff Antifeminismus hingewiesen.

    Solange nicht geklärt ist, was eine Person, die sich selbst als antifeministisch bezeichnet einerseits sowie ein Kritiker von Antifeminismus andererseits unter Antifeminismus eigentlich verstehen, kann das Thema nicht sinnvoll diskutiert werden und beide werden eventuell aneinander vorbeireden.

    Wenn ich es richtig verstanden habe, verortet sich z.B. unser Mitkommentator Wolf-Dieter Busch als antifeministisch, weil er den Feminismus der dritten Welle der Frauenbewegung ablehnt. (Er möge mich korrigieren falls ich ihn hier falsch verstanden habe.)

    Ich persönlich lehne die Hauptströmungen des Feminismus in westlichen Gesellschaften ab jenem Zeitpunkt ab, als während der zweiten Welle der Frauenbewegung der klassische Radikalfeminismus zur einflussreichsten feministischen Strömung wurde, dieser dann den liberalen Feminismus und den sozialistischen Feminismus (die ursprünglich beide nicht männerfeindlich waren) verdrängte und dadurch jene Sichtweise im Feminismus vorherrschend wurde, die ich als „Paradigma des Radikalfeminismus“ bezeichne:

    https://allesevolution.wordpress.com/2014/03/30/das-paradigma-des-radikalfeminismus/

    Von dort geht dann eine ideengeschichtliche Linie zu den feministischen Hauptströmungen der dritten Welle der Frauenbewegung, die ebenfalls von diesem Paradigma des Radikalfeminismus geprägt sind, (auch wenn sie wie der postmoderne Gender-Feminismus ansonsten mit den Vertreterinnen des klassischen Radikalfeminismus wegen anderer Themen wie z.B. Intersektionalität, Multikulturalismus, Transsexualität und Sexarbeit zerstritten sind).

    Wie ich feministische Strömungen beurteile, kann hier nachgelesen werden:

    https://geschlechterallerlei.wordpress.com/2015/10/29/gamergate-und-feminismus/comment-page-1/#comment-7400

    Tatsächlich sehe ich mich selbst aber überhaupt nicht als Antifeminist.

    Meine persönliche Perspektive bezüglich feministischer Themen ist, zu versuchen, jede feministische Strömung – größere wie kleinere – sowie jedes feministische Anliegen einzeln und ergebnisoffen zu beurteilen.

    Gegen solche feministische Strömungen, die NICHT dem radikalfeministischen Paradigma entsprechen, die also nicht männerfeindlich (oder in anderer Weise antihumanistisch) sind, habe ich nichts einzuwenden – egal welcher Welle der Frauenbewegung sie jeweils angehör(t)en.

    Mir geht es hierbei um eine antiautoritäre und antisexistische Kritik an autoritären und sexistischen Strömungen und Positionen im Feminismus.

    Es lässt sich allerdings m.E. nicht ernsthaft bestreiten, dass die einflussreichsten zeitgenössischen feministischen Strömungen in westlichen Gesellschaften autoritär und sexistisch sind und daher werden sie von mir entsprechend kritisiert.

    Dass der heute in westlichen Gesellschaften vorherrschende Feminismus (Radikalfeminismus/Genderfeminismus/Staatsfeminismus) in die Kategorie autoritärer und sexistischer Ideologien fällt und dass eine Feminismuskritik aus antiautoritärer und antisexistischer Perspektive daher notwendig ist, ist aber nicht meine Schuld.

    Ich versuche bei meinen Beurteilungen stets ergebnisoffen, differenziert und um Objektivität bemüht vorzugehen und wenn der heute in westlichen Gesellschaften vorherrschende Feminismus dabei trotzdem schlecht abschneidet, dann gibt es m.E. eben gute rationale Gründe ihn entsprechend negativ zu beurteilen.

    Mit Antifeminismus hat das m.E. nichts zu tun. Solche feministische Strömungen – in Geschichte und Gegenwart, in westlichen oder in nicht-westlichen Ländern – die ernsthaft humanistisch waren/sind und deren Anliegen gemäß wissenschaftlicher und humanistischer Kriterien überwiegend berechtigt waren/sind, werden von mir ja auch positiv beurteilt.

    Dass diese Kriterien für eine positive Beurteilung beim heute in westlichen Gesellschaften vorherrschenden Feminismus nicht gegeben sind, dafür kann ich ja nichts.

    Man möge hier also nicht mittels Antifeminismus-Vorwürfen den Boten schlagen, nur weil die Botschaft nicht gefällt.

    Offenbar verwenden Wolf-Dieter Busch und ich den Begriff Antifeminismus also jeweils verschieden, da er den Begriff als Selbstverortung offenbar akzeptiert, ich ihn hingegen zurückweise, obwohl unsere Beurteilungen des heute in westlichen Gesellschaften vorherrschenden Feminismus vermutlich nicht weit auseinander liegen. Eventuell meinen wir das Gleiche, formulieren es nur verschieden.

    Und solche „Definitionsunterschiede“ dürfte es auch bei nicht wenigen anderen Personen im Geschlechterdiskurs geben: was unter dem Begriff antifeministisch jeweils genau verstanden wird, das kann sich unterscheiden und bleibt ohne begriffliche Klärung oder genaue Rekonstruktion der jeweiligen geschlechterpolitischen Ansichten einer Person unklar.

    Ohne Klärung, was jemand mit dem Begriff antifeministisch jeweils genau meint, wird man also schnell aneinander vorbeireden.

    Ich würde daher jeder Person, die sich selbst ausdrücklich als antifeministisch verortet und die mit Onyx auf ihrem Blog das Thema diskutieren möchte, Folgendes empfehlen:
    Am besten zuerst erklären, wie der Begriff antifeministisch verwendet wird und was damit genau gemeint ist – und dann Onyx fragen, wie sie den Begriff verwendet und was sie damit genau meint.
    Dann erst lässt sich feststellen, welche Gemeinsamkeiten oder Unterschiede in der Begriffsverwendung vorliegen und das wäre Voraussetzung für eine rational geführte Diskussion zu diesem Thema.

    • @leszek

      „Ich würde daher jeder Person, die sich selbst ausdrücklich als antifeministisch verortet und die mit Onyx auf ihrem Blog das Thema diskutieren möchte, Folgendes empfehlen:
      Am besten zuerst erklären, wie der Begriff antifeministisch verwendet wird und was damit genau gemeint ist – und dann Onyx fragen, wie sie den Begriff verwendet und was sie damit genau meint.“

      Mach das doch mal bitte. Ich bin ja leider gesperrt.

      • Ich denke, die Übung können wir uns und Leszek sparen. Mir würde es ja schon reichen, wenn Leszek theoretisch ausführen würde, wie zu reagieren wäre, wenn Onyx (oder andere) zu einer solchen Rationalisierung der Debatte offensichtlich nicht bereit sind und den Wunsch zur Rationalisierung sogar als Schwäche ausnutzen. Ich glaube Leszek könnte einiges an Erkenntnissen gewinnen, wenn er sich dem mal stellen würde.

  22. Während du auf Sachebene natürlcih recht hast, ist dieser Satz in erster Linie witzig:

    “ und dann Onyx fragen, wie sie den Begriff verwendet und was sie damit genau meint.“

    Mach mal vor. Danach glaube ich dir auch, dass du einen Pudding an die Wand nageln kannst.

  23. @Leszek – mit dem Begriff „Antifeminismus“ habe ich mich hier zum ersten Mal aktiv beschäftigt.

    Ich sehe ihn nicht als Sammelbegriff für eine soziale Gruppe, sondern gehe nach Wortbedeutung: Antifeminist ist der, der den Feminismus ablehnt. In dem Sinn bin ich einer.

    Dass Onyx den Begriff pejorativ verwendet, schert mich nicht. Sie beherrscht ihre Kuschelecke, aber sie beherrscht nicht die Wortbedeutung.

    Mein persönlicher Standpunkt im Einzelnen:

    Die akzeptablen oder durchgesetzten Forderungen von Feminismus I und II sind ableitbar aus der Verfassung. Allerweltsbeispiel: das fehlende Wahlrecht für Frauen (in der Schweiz 1971 korrigiert durch eidgenössische Urabstimmung) war ein Mangel der Verfassung. Dafür brauchts genau genommen nicht Frauenrechts-, sondern Menschenrechts- oder Bürgerrechtsinitiative.

    Die konkreten Forderungen von Feminismus III klinkt sich dort ein. Ich schlüpf mal fix in die Rolle der Feministin III und bring mal die Argumente, die unsere Onyx augenscheinlich nicht hin kriegt. Als Advocatus Diaboli:

    Objektiv waren uns vorher die Menschenrechte verwehrt. Wir bekamen sie nicht freiwillig zugesprochen, sondern mussten in Gestalt der Frauenbewegung auf die Stühle steigen. Die bloße Notwendigkeit ist der Beweis, dass den Männern der gute Wille fehlt. Das ist das Wesen von Macht. Dagegen kämpfen wir.

    (… klick, zisch, advocatus over und Ende …) Zurück als Wolf-Dieter Busch:

    Das Narrativ von der „männlichen Macht“ greift nicht. Beispiel fehlendes Frauenwahlrecht: das haben keine Bösewichter heimlich ausgeheckt, sondern es war ein Erbe aus der Zeit vor Erfindung der Menschrechte. Die Durchsetzung brauchte halt Zeit.

    Das geht dem Feminismus III nicht in die Birne. Er ist in dieser Kampfpose erstarrt. Er ist von hinten nach vorne übergekippt und versteigt sich zu verfassungwidrigen Forderungen. (Und er setzt sie durch. Alle Frauenquoten sind verfassungswidrig.)

    Der Feminismus III ist ein lebender Leichnam und gehört bekämpft (sorry, Onyx, nichts Persönliches).

    Bis jetzt ist meine Ausführung länglich, aber es geht trotzdem noch weiter:

    Wenn ich die Frauenrechts- durch Menschenrechtsinitiative ersetzen will, so tu ich das mit der Männerrechtsbewegung dito. Ich will nicht dazu gehören. Die meisten eurer Forderungen sind mir sympathisch, aber es geht mir nicht um Männer, sondern um Menschen.

    Gruß und Danke für die Aufmerksamkeit.

    • „Beispiel fehlendes Frauenwahlrecht: das haben keine Bösewichter heimlich ausgeheckt, sondern es war ein Erbe aus der Zeit vor Erfindung der Menschrechte. Die Durchsetzung brauchte halt Zeit.“

      Frauendiskiminierung wurde in unserem Rechtsraum sogar im weiten Teilen (neu-)installiert von den sogenannten Aufklärern (und später Napoleon). In der Zeit des Absolutismus waren Frauen freier und gleichgestellter als in den ersten Jahrhunderten dieser demokratischen Phase (royale Herrscherinnen waren bis zuletzt ja auch häufiger als demokratisch-gewählte, weibliche Staatsoberhäupter).

      Interessant finde ich auch die Bewertung von Abtreibung in den Religionen: das alt-jüdische kennt m.W.n. noch eine Notstandsklausel – Abwehr eines Verfolgers genannt, oder so -, die Schwangerschaftsabbruch für manche Fälle voll legitimiert, unabhängig vom Schwangerschaftsstadium. Das Christentum unterschied zunächst den Zeitpunkt der angenommenen Beseelung nach Geschlecht (bei Jungen geschah das nach dieser Überzeugung am 40., bei Mädchen am 90. Tag) – offiziell sind wir inzwischen freilich runter auf den Moment der Verschmelzung von Ei- und Samenzelle – und nahm lapidar an, dass eine Gebärende im Zweifel ihr Leben für die Rettung des Seelenheils des Ungeborenen geben müsse (konkret: es sei besser, ihr den Bauch aufzuschneiden auch wenn sie dabei stirbt um das Kind taufen zu können als abzuwarten und damit zu riskieren, dass es ungetauft stirbt). Im Islam wiederum wird Abtreibung erst als Mord gesehen, wenn der 40. Tag nach der Befruchtung verstrichen ist.
      Die „church of feminism“^^ schließlich hat eine Regelung durchsetzen können, die noch großzügiger ist als alle bisher Genannten. Man kann hoffen, dass es dabei nun für lange Zeit bleiben wird – aber sicher ist das nicht.

  24. Da es hier auch um die Definition von Antifeminismus ging, Karen Staughan hatte mal eine Schöne:
    Antifeminismus ist die radikale Idee, dass Frauen erwachsene Menschen sind.

    (Im Gegensatz zum Feminismus, der abstoßenden Verkündigung, dass Frauen eine Mischung aus unmündigen Kindern und behinderten Menschen sind…)

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s