Antifeministische Widersprüche: Das Männlichkeitsbild

Onyx hat eine Vielzahl antifeministischer Widersprüche ausfindig gemacht. Mal sehen was sie gefunden hat:

-Männlichkeitsbild

Antifeministen beklagen seit Jahren (nicht zu Unrecht), dass der Gewaltopferschutz für Männer in Deutschland bisher eher ein stiefkindliches Dasein fristet und nicht wirklich beachtet wird. Was sie dabei natürlich nicht erkennen, ist die Tatsache, dass sie die Ursachen dafür meist gleich selbst mitliefern. Denn wie oft vernimmt man die Häme im Antifeminismus über den „neuen Mann“, der weichgepült, unmännlich, pudelig, devot und betamäßig den Hausmann spielt und nicht den Mumm hat, sich gegen seine schrecklich feministisch verseuchte Umwelt zur Wehr zu setzen. Womöglich ist er sogar noch ernsthaft in eine Frau verliebt, für die er alles tut. Auweia, dann gehts aber los. Dann wird ganz schnell der harte Steinzeitmann glorifiziert. Der keine Gefühle, keine Schwäche, keine Sorgen zeigen darf. Der über allem stehen muß und alles mannhaft zu ertragen hat. Der andere Menschen (bes. Frauen) scheiße behandeln darf (sogar muß). Es ist wahrlich kein Zufall, dass die menschenverachtende Pick up-Sekte, wo genau dieser Schwachsinn als Heilslehre verkauft wird, regen Zulauf aus antifeministischen Kreisen hat.
Und dann werden bittere Tränen geweint, wenn Männer als Opfer nicht ernstgenommen werden.

So voller Strohmänner, und das an diesen heißen Tages des Jahres.

Der erste wäre, dass der staatliche Opferschutz nichts damit zu tun haben darf, ob das Opfer sich als besonders männlich und hart ansieht. Er muss davon vollkommen unabhängig sein.

Und natürlich darf auch ein Mann Gefühle, Schwäche und Sorgen zeigen. Pickup weißt erst einmal nur darauf hin, dass Frauen keine „Weicheier“ mögen, was aber nichts mit Gefühlen, Verletzbarkeit und Sorgen zu tun haben muss und insbesondere die „Attractionphase“ betrifft und außerhalb dieses Kontextes auch relativ egal ist.

Sie verwechselt hier vielleicht Pickup mit Neomännlichkeit.

Aber ich will gar nicht zu viel dazu schreiben: Wie seht ihr das?

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76 Gedanken zu “Antifeministische Widersprüche: Das Männlichkeitsbild

  1. „Denn wie oft vernimmt man die Häme im Antifeminismus über den „neuen Mann“, der weichgepült, unmännlich, pudelig, devot und betamäßig den Hausmann spielt….“

    Wo genau kommt hier häusliche Gewalt drin vor?

    „….und nicht den Mumm hat, sich gegen seine schrecklich feministisch verseuchte Umwelt zur Wehr zu setzen.“

    Also fördert die Ablehnung profeministischer Männer, dass männliche Gewaltopfern nicht gehört werden? Schutz für Männer hängt davon ab, dass alle männlichen Feministen nicht kritisiert werden?! Klingt eher nach Mafia als nach Feminismus.

    Da sind noch viel mehr gefühlte Logiken drin….

    • Zumal eine nicht kleine Zahl feministischer Männer mit sagen wir mal eher fragwürdigen zwischenmenschlichen Aktionen auffallen. Gerade die Atheism + Szene wurde von einigen Skandalen erschüttert

    • Feminismus ist de facto eine Mafia. Die Schlägertrupps sind nur dummerweise die Leute in blauen Uniformen. Mal neben ein paar wildgewordenen White Knights.

    • Ach, das ist die reine Gruppendenkenlogik.
      Wenn Männer Opfer von Gewalt durch Männer werden, schadet sich die Gruppe „Männer“ selbst, ergo kann es Onyx als Nicht-Gruppen-Mitglied egal sein.

      Das Problem ist aber, es gibt eine Gruppe von Leuten – Männer und Frauen – die über den Bau von Frauenhäusern oder Männerhäusern entscheiden und wegen eines bestimmten Männerbildes zu dem Schluss kommen, dass man von ersteren viel mehr braucht.
      Es gibt eine Gruppe von Leuten, nennen wir sie mal Feministinnen, obwohl es ja bekanntlich DIE Feministin nicht gibt, die Gewalt gegen Frauen zu Recht als Problem anprangert und Gewalt gegen Männer zu Unrecht als Derailing abtut, und so dazu beiträgt, dass die erste Gruppe so selten Männerhäuser bauen lässt.
      Es gibt eine Gruppe Männer, die Opfer von Gewalt durch Männer werden, eine Gruppe von Männern, die Opfer von Gewalt durch Frauen werden, eine Gruppe von Männern, die Gewalt gegen Frauen ausführt, eine Gruppe, die Gewalt gegen Männer ausführt, und eine Gruppe, die gewisse Männerbilder gewisser Gruppen ablehnt.
      Es gibt sicher Männer, die mehr als einer der letzten fünf Gruppen angehören, aber das ist ja nicht zwangsläufig so.

  2. „Anti-Feministische Widersprüche“ ist ein Oxymoron.

    Anti-Feministen sind keine Ideologen, sondern ein lose zusammengewürfelter Haufen, die lediglich verbunden sind in der Beobachtung, dass Feminismus destruktiv ist.

    „Hört auf mit dem Scheiß“ hat per se kein Selbstwiderspruchsproblem, nicht mal, wenn verschiedene Kritiker sich nicht einig sind, worin genau der „Scheiß“ besteht.
    Die Kritiker von Hexenverbrennung müssen sich nicht einig sein, WARUM Hexen nicht verbrannt werden sollen, um gemeinsam gegen die Praxis zu protestieren.

    Onyx würde darauf vermutlich antworten, dass Feminismus ja auch nichts anderes sei als ein „Hör auf mit dem Scheiß“ ans Patriarchat gerichtet, ihr üblicher gedanklicher Purzelbaum mit Nasenlandung.
    „Onyx“ geht vollständig in „Oxymoron“ auf und es gibt kein Patriarchat.

  3. Was sie letzten Endes schreibt: „Psychotherapie ist der letzte Humbug! Erst behaupten sie, sie wollten dir helfen aber dann stellt sich raus, dass du dich SELBST ändern musst, damit es dir besser geht. Die helfen dir also GAR NICHT“

    Welterklärung a la Onyx.

  4. Ach, Onyx…

    Die „Häme im Antifeminismus über den „neuen Mann“, der weichgepült (ist), unmännlich, pudelig, devot und betamäßig“ lässt sich sehr wohl begründen, denn dieser tritt uns passiv-aggressiv gegenüber, heißt z.B. Julian Dörr und in der „Süddeutschen“ hat er die Gelegenheit, prominent per Video seine Botschaft zu verbreiten.

    Sein Auftritt sagt leider alles über ihn aus: Um sich seiner Männlichkeit zu versichern, lässt er sich einen Schnauzer stehen. Aber keinen Vollbart.
    Den Bart konterkariert er vorsichtshalber mit langen Haaren. Aus seinem oben geöffneten Hemd quillt männliches Brusthaar, deshalb ist es auch ein rosa Hemd.

    Ein zutiefst seiner Männlichkeit verunsicherter Mann, dessen Gestik die eines 14-jährigen bei seinem ersten Referat vor der Klasse ist.
    Und der bestens geeignet wäre, „Männlichkeit in der Krise“ zu *verkörpern* – das Problem ist, er will sie uns erklären.

    Man braucht sich nur die ersten fünf Sekunden des Videos anschauen, um das Ausmaß der dargestellten geistigen Verwirrung von Pseudo-Linken und Genderisten zu sehen:
    Die sukzessiv immer weiter hängende Spitze des gezeigten Mars-Symbols im Trickfilm als Aufhänger dafür, der Mann sei
    „Abgehängt. Diskriminiert. Benachteiligt.“
    Diese Botschaft lässt sich leicht deuten: Ein Schlappschwanz und ein Verlierer also.

    Sie begreifen also ihre eigene Botschaft nicht, denn das Gegenteil – ein nicht abgehängter, nicht diskriminierter, nicht benachteiligter Mann wäre ein knallharter, ein aufrechter Phallus und ein Gewinner.
    DAS ist demnach ein Mann!
    Klage nicht, halt´s Maul, man up, sei ein echter Mann!

    Weil sich die Dörrs dieser Welt ihrer eigenen Männlichkeit nicht stellen wollen und sie verdrängen, statt sich mit ihr auseinander zu setzen, platzieren sie an die Stelle einer wirklich „neuen Männlichkeit“ einfach die traditionelle.
    Daran ist überhaupt nichts „progressiv“, es ist lähmender Konservatismus mit rosa Hemdchen.

    Die Häme gegenüber solchen „neuen Männern“, die medial breiten Raum für *ihre Häme* gegenüber „Männlichkeit“ geboten bekommen, lässt sich rational begründen und ist m.E. gerechtfertigt.

    Gruß crumar

    PS: Ich will auch keine „devote“ Freundin; seit wann ist Unterwürfigkeit eigentlich zu einem positiven Persönlichkeitsmerkmal von Menschen geraten?
    Haben Frauen zu viel „50 shades“ gefrühstückt?

    • Ich will auch keine „devote“ Freundin; seit wann ist Unterwürfigkeit eigentlich zu einem positiven Persönlichkeitsmerkmal von Menschen geraten?
      Haben Frauen zu viel „50 shades“ gefrühstückt?

      Unterwürfigkeit ist, in gewissen Kreisen, tatsächlich zu einem als positiv empfundenem Persönlichkeitsmerkmal von _männlichen_ Menschen geraten. Das liegt nicht an „50 shades“, sondern an dem Feminismus, der das Duluth-Modell als Leitlinie staatlichen Handelns durchgedrückt hat. Demzufolge ist ein nicht-unterwürfiger Mann u.A. der wesentlichste Multiplikator für häusliche Gewalt, die es qua Definition nur gegenüber Frauen geben kann. Eine unterwürfige Frau andererseits wäre konsequenterweise ein starker Multiplikator für häusliche Gewalt. Das Leitbild ist eben so primitv gestrickt: „Wir leben im Patriarchat, also müssen wir Männer grundsätzlich entpowern und Frauen grundsätzlich empowern!“

      Wer ein .. etwas differenzierteres Bild von häuslicher Gewalt hat weiß, dass Unterwürfigkeit bzw. ein Mangel an Selbstbewusstsein grundsätzlich ein starker Multiplikator für häusliche Gewalt ist – und zwar sowohl auf Täter- als auch auf Opferseite. Ein selbstbewußter Mann ist, ebenso wie eine selbstbewußte Frau, eine sehr wichtige Voraussetzung für eine gewaltfreie Beziehung.

      Onyx rekurriert also letztlich selbst auf genau das radikalfeministische Paradigma, das zum staatlichen ignorieren männlicher Opfer führt.

  5. Bei Diskussionen über Antifeministen/Antifeminismus fehlt mir oft eine Erklärung oder Definition, was unter „Antifeminismus“ denn nun genau zu verstehen ist.
    (Ich selbst verorte mich in geschlechterpolitischer Hinsicht als integraler Antisexist und linker Männerrechtler/Maskulist, nicht als Antifeminist.)

    Meinem Eindruck nach ist es eher selten, dass sowohl Personen, die sich selbst ausdrücklich als Antifeministen identifizieren als auch feministische Kritiker/innen von Antifeminismus ihre jeweilige Verwendung des Begriffs Antifeminismus etwas präzisieren.

    Meiner Beobachtung nach kann es bei Personen, die sich selbst als Antifeministen bezeichnen, allerdings wesentliche Unterschiede geben, was sie damit jeweils meinen.

    Eine kurze Analyse verschiedener Begriffsverwendungen von „Antifeminismus“, nebst dem ersten vorläufigen Versuch einer Typologisierung hatte ich übrigens mal in einer Diskussion bei Onyx versucht. (Anlass war, dass Onyx die Ansicht äußerte, eine antifeministische und einer rassistische Sichtweise würden gewisse Parallelen aufweisen.)

    Ich gelangte zu einer vorläufigen Typologie von 6 Formen von Antifeminismus, kann in diesem Kommentar hier nachgelesen werden:

    https://onyxgedankensalat.wordpress.com/2015/03/14/du-akzeptierst-keine-manner-weil-weil-weil-halt-weil-du-uber-rape-culture-redestdrolf-logik-von-antifeministen/#comment-13427

    D.h. also: DEN Antifeminismus gibt es nicht.

    • „DEN Antifeminismus gibt es nicht“

      so ist es, allerdings alleine schon deswegen, weil es DEN Feminismus nicht gibt und weil die feministischen Strömungen / Argumentationen zum Teil krasse inhaltliche Widersprüche aufweisen. Wenn man jetzt vereinfacht zu allen feministischen Behauptungen ein Gegenargument bringt, reproduziert man die feministischen Widersprüche. Vor allem, wenn Feminismuskritik so undifferenziert und pauschalisierend argumentiert wie Onyx in ihrem Blogpost.

      Ich habe den Blogpost einmal kurz durchgesehen, fand das alles aber insg. zu unsauber argumentiert – insb. „der Antifeminismus“ bzw. „die Antifeministen“ sind hier inhaltlich undefinierte Kampfbegriffe – und hatte keine Lust, mich weiter damit zu beschäftigen.

      • „so ist es, allerdings alleine schon deswegen, weil es DEN Feminismus nicht gibt und weil die feministischen Strömungen / Argumentationen zum Teil krasse inhaltliche Widersprüche aufweisen.“

        Die politische Heterogenität ist aber beim Feminismus sehr, sehr viel kleiner als beim Maskulismus; die meisten Feministinnen und Feministen verorten sich selbst definitiv als links und nicht wenige übernehmen auch sonst in anderen Themengebieten,teilweise linke(linksradikale) Argumentationen (Kapitalismuskritik, Kampf gegen die patriarchalen, neoliberalen weissen Männer, Erbschuld aus dem Kolonialismus etc.). Dann ist sich der Feminismus natürlich absolut einig, dass Männer Monster sind und alle Frauen mindestens 100’000 Jahre unterdrückt haben. Der Feminismus unterscheidet sich eigentlich nur wirklich in den letzten 5 Prozent, wenn sich intersektionale und klassische, Terf- und Trans-Feministinnen in die Haare geraten. Natürlich reichen diese 5-Prozent wie bei jeder identitären Bewegung zum Bürgerkrieg, das soll aber nicht davon ablenken, dass der Feminismus in weiten Teilen völlig einig und gleichgeschaltet auftritt. Es gibt keine nennenswerten/relevanten feministische Strömungen, die nicht links sind.

        Die „Antifeministen“ sind sich aber in weiten Teilen politisch nicht einmal über die Grundwerte einig, sondern spalten sich in ihrer Weltsicht schon viel früher in kleine Gruppen, das sieht man sehr schnell, denn es herrscht auch sonst praktisch keine Einigkeit.

  6. Ob es nun Männer gibt, die sich diesbezüglich selbst widersprechen oder nicht, spielt doch keine Rolle! Eine Einrichtung, die Opferschutz für Männer anbietet, muss gefördert werden, unabhängig davon, was gewisse Pseudo-Ratgeber verzapfen!

  7. Onyxʼ Text sammelt zwar Einzelne Aussagen ein, aber nicht zur Argumentation: sondern jede Aussage ist auf „Aha-Effekt“ bei den mitlesenden Damen angelegt.

    Das Ziel des Textes ist regelmäßiges Konsolidieren der feministischen Gruppe. Sozialverhalten der Kategorie „Kuscheln“ (nicht als Schimpfe misszuverstehen).

    Onyxʼ Text ist gegen Argumente so inert wie Teflon gegen Wassertropfen. Also: Zeitverschwendung.

    • Onyx ignoriert natürlich die politisch-ideologischen Umstände, die dazu geführt haben, dass Frauen und Männer in Puncto häuslicher Gewalt staatlicherseits so unterschiedlich behandelt werden. Und die haben eben sehr viel mit Feminismus zu tun:

      Offizielle(!) Leitline für das konkrete staatliche Handeln ist das von Feministinnen etablierte Duluth-Modell, demzufolge häusliche Gewalt ausschließlich als ein Ausdruck _exklusiv männlichen_ Macht- und Kontrollbedürfnisses gegenüber Frauen zu betrachten ist.

      Wenn man kritisiert, dass der Staat eine sehr stark ausgeprägte Geschlechterbrille gegenüber Opfern häuslicher Gewalt trägt, dann kommt man also an einem ausgeprägtem „anti-“ gegenüber gewissen feministischen Diskursen nicht vorbei.

      Da sich Onyx als Feministin identifiziert, sollte sie vielleicht lieber erstmal mit den Widersprüchen des real existierenden Feminismus beschäftigen, anstatt „haltet den Dieb“ denen gegenüber zu skandieren, die auf diese Widersprüche hinweisen.

    • ..der Kommentar ist an der falschen Stelle gelandet.

      „Inert“ ist allerdings ein schönes, sehr treffendenes Sprachbild 🙂

      • … und treffend. Habe mich in ihrem Kommentarbereich verewigt. Das Mädel weicht aus, sobald es konkret wird.

        Keine Chance. Etwas höheres Intelligenzniveau als der Durchschnitt, aber leider eine Kampfemanze.

        (Disclaimer, ich bin kein Maskulist, sondern ein Otto Normalo.)

        • „(Disclaimer, ich bin kein Maskulist, sondern ein Otto Normalo.)“

          das sieht Onyx sicher anders führt zur spannenden Frage, wann jemand Maskulist ist, insb. ob dieses Etikett eine Selbstzuschreibung oder eine Klassifikation nach Wissensstand in der Geschlechterfrage, Wertvorstellungen, Positionen in den Debatten usw. ist. 😉

        • @mitm – Onyx meint was und in Hamburg fällt ʼne Schippe um. Ich habe versucht, vernünftig mit ihr zu sprechen. Kannst es wie alle Welt bei ihr nachlesen.

          Gönnen wir ihr ihre kuschelige Blase, auf dass es ihr nie reinregnet.

  8. Um das mal klar abzugrenzen:

    „Den“ Feminismus gibt es schon, denn jedwede Feminismen sehen die Frau als armes Hascherl, was unter dem bösen Patriarchat zu leiden hat. Der diesem Unsinn widersprechende Antifeminismus kann hingegen sehr breit sein – aber das sei mal egal, es werden ja überhaupt keine validen Argumente gebracht. Daher kurz:

    > Während IN einer Ehe so getan wird, als würde man eine Hausfrau und Mutter besonders schätzen und nur Feministinnen diese heile Welt zerstören, kann man nicht bis 3 zählen, bis NACH einer Ehe genau die gleiche Tätigkeit als faules Schmarotzertum diffamiert wird

    Das ist kein Widerspruch. Ehe ist damit offensichtlich ein tragender Teil dessen, was an dieser Tätigkeit wertzuschätzen ist.

    > Wo ist dann also plötzlich das Problem, wenn sich Paare für ebendiese Aufgabenverteilung entscheiden?

    Ich kenne nicht einen Antifeministen, der irgendwie Probleme mit der Entscheidung von Paaren hat. Ich kenne aber viele, die Probleme mit der Entscheidung von Ex-Frauen haben; das ist aber was anderes.

    > Dann wird plötzlich gesehen, dass Frauen sehr wohl harte und schlecht bezahlte Arbeit leisten.

    Die Arbeit im sozialen Bereich wird nicht magischerweise mitten im Abastz „hart“. Sie bleibt aber halt schlecht bezahlt, und Jungs in schlecht bezahlte Jobs zu drängen ist… widerlich?`

    > Während Frauenquoten grundsätzlich als Diskriminierung verstanden werden, werden Männerquoten in Bildungseinrichtungen gefordert („liberale Männer der FDP“), oder wahlweise auch Frauenquoten in dreckigen Männerjobs.

    Und eure eigene Medizin schmeckt euch nicht, oder? Die „liberalen Männer der FDP“ als Antifeministen zu bezeichnen ist schonmal hart, aber „Frauen in Drecksjobs“ meint doch keiner ernst; das zeigt nur, wie widerlich die Forderungen der Feministen nach den Rosinen ist.

    > die sexuelle Selbstbestimmung plötzlich dann ein ganz wichtiger Faktor, wenn es um das Recht geht, Männern Spaß zu bereiten

    …und umgekehrt gilt das für Frauen auch. Sexuelle Selbstbestimmung sollte nicht dazu da sein, allen den Spaß zu *verderben*. Da ist kein Widerspruch.

    > „Frühsexualisierung! Umerziehung! Gender-Gehirnwäsche! Verschwulung! schützt unsere Kinder!“ versucht die homofeindliche und antifeministische „Demo für Alle“, Aufklärung um sexuelle Vielfalt sogar als „Kindesmißbrauch“ zu kriminialisieren.

    Ich habe jetzt keine Kinder, aber Frühsexualisierung, Umerziehung, Gender-Gehirnwäsche und (zielgerichtete ?!) Verschwulung könnte man schon Kindesmissbrauch nennen. 8-jährige Drag-Queens zu feiern ist auch eher bedenklich, finde ich.

    > Gleichzeitig sieht man im Antifeminismus aber kein größeres Problem dabei, wenn Kinder ohne pädagogisch fachliche Unterstützung

    Wo soll die denn herkommen? In sozialen Berufen arbeiten doch fast nur Frauen, hatten wir oben, und Frauen können ja nun nichts – siehe oben? Aber Spaß beiseite

    > in eine völlig oversexte Gesellschaft hineinwachsen, ungefiltert mit Sexualisierungen jeglicher Coleur berieselt werden und problemlos Zugang zu Pornographie haben

    Das ist der Unterschied zwischen der *Existenz* sexueller Vielfalt, mit der die wenigsten Antifeministen Probleme haben, und der ideologisch getriebenen *Indoktrination* dazu, wie das zu bewerten sei (alles ganz toll), womit durchaus eine ganze Menge Leute Probleme haben.

    > Wo war die Empörung VOR den Kölner Vorkommnissen? Den #Aufschrei haben sie lächerlich gemacht, getrollt, und als „männerfeindlich“ abgestempelt. Aber bei „fremden“ Tätern springt man gern auf den schon jahrzehntelang rollenden feministischen Zug.

    Ich möchte zur Verbrennung dieses Strohmanns klarstellen, dass auch jeder drogendealende, sozialschmarotzende, gruppenvergewaltigende Migrant Frauen *unbehelligt* sagen können sollte, dass sie gut ein Dirndl ausfüllen würden. Abgesehen von drei Neonazis irgendwo in Sachsen sehen das aber, glaube ich, nur Feministen anders.

    > Eigene Verhaltensweisen werden auf das Gegenüber projeziert, und die eigene feindselige Filterbubble wird alle Ernstes als „sachlicher Austausch“ wahrgenommen.

    Süß. Wenn man Frauen, auch Feministen, etwas lange genug vorhält, schaffen sie es tatsächlich, es einfach unreflektiert zurückzugeben. Deswegen mögen die ja auch die sozialen Berufe, bei Kindern zählt „selber, selber“ ja als Argument.
    Mir fehlt da aber irgendwas konkretes, um inhaltlich was dazu sagen zu können. Grundsätzlich ist Feminismus aber immer bestenfalls Unsinn, normalerweise egoistisch und widerlich und oft gesellschaftsschädlich. Drei Dinge, von denen bei Antifeministen nur der Egoismus parallel auftritt.

    • „> Während IN einer Ehe so getan wird, als würde man eine Hausfrau und Mutter besonders schätzen und nur Feministinnen diese heile Welt zerstören, kann man nicht bis 3 zählen, bis NACH einer Ehe genau die gleiche Tätigkeit als faules Schmarotzertum diffamiert wird

      Das ist kein Widerspruch. Ehe ist damit offensichtlich ein tragender Teil dessen, was an dieser Tätigkeit wertzuschätzen ist.“

      Welche Tätigkeiten führt eine Hausfrau und Mutter denn in einer Ehe aus, denen sie während einer Trennung oder nach einer Scheidung (so die Kinder bei ihr leben) nicht prinzipiell auch weiter nachkäme?

      • Die Frage müsste lauten, welcher Tätigkeit sie nach der Ehe NICHT nachkommt.
        Aber schön zu sehen, wie du dir natürlich nicht vorstellen kannst, im Falle einer Scheidung erwerbsmäßig tätig zu werden.

      • Spontan gehe ich jetzt mal nicht davon aus, dass sie ihrem Ex-Mann noch den Haushalt führt und sich ab und zu was Hübsches anzieht und mal durchvögeln lässt – oder?

        Reicht das nicht?

        Haushälterinnen führen m.E. eine durchaus wertzuschätzende Tätigkeit aus. Und, um das mal zu objektivieren, Nutten auch. Zudem gibt es da noch eine emotionale Komponente, also jemanden zu haben, der einem einfach nur zuhört, die auch nicht wertlos ist. Siehst Du das anders?

        • Sie führt nicht dem Ex-Mann seinen Haushalt – aber normalerweise ja den für die Kinder. Sprich sie kauft ein, kocht, wäscht, putzt, bügelt, fragt Vokabeln ab o.ä. und und und. Sie macht also all die Dinge weiter, für die sie i.d.R. ihre Erwerbstätigkeit überhaupt erst unterbrochen (m.M.n. eher – auch bei erklärten Hausfrauen – auf ein möglichst Steuergünstiges Modell reduziert) hat.

          Keine oder besser kaum eine kinderlose Frau heutzutage geht freiwillig in die Arbeitslosigkeit mit einer Eheschließung, richtig? Und warum? Weils einfach nicht nötig ist.

          Meint ihr denn, ein verheirateter Vater würde den Großteil seiner persönlichen Angelegenheiten an die (dafür) unbezahlte Kraft, die er ehelichte, auslagern? Und wäre darum auch so empört, wenn er plötzlich regelmäßige Überweisungen zu tätigen hätte an die Frau, die jetzt für ihn – aber eben nur für ihn – spürbar weniger leistet als zuvor?

          • Der Mann führt dann, mangels Frau, die das für ihn macht, auch seinen eigenen Haushalt. Das ist bei Dritten keine wertzuschätzende Tätigkeit, sondern selbstverständlich.

            „Steuergünstiges Modell“ ist Bullshit; ab Mann 50k€ und Frau 50k€ verdient oder Mann 100k€ und Frau 0€ ist steuerlich vollkommen schnuppe, wenn man denn eine Steuererklärung abgibt.

            Und was heute *wirklich* nicht nötig ist, ist, dass Mütter nicht arbeiten gehen. War es schon bei meinen Eltern nicht, und bei meinen Großeltern auch nicht.

            Was soll die letzte Frage bedeuten? Nicht arbeitende Ehefrauen kosten durchaus Geld, das fällt nicht plötzlich vom Himmel. Es ist aber ein Unterschied, ob ich finde, dass es OK ist, dass meine Ehefrau nicht arbeitet oder meine Ex-Ehefrau. Es gibt einen Unterschied in den Situationen, und der rechtfertigt auch eine unterschiedliche Bewertung.

        • Meinst Du, der alte Spruch „Liebe geht durch den Magen“ kommt daher, weil der Mann so dankbar ist, wenn seine Kinder gutes Essen bekommen? Du scheinst ja Männer für so was wie selbstlose Engel zu halten?

        • Und warum? Weils einfach nicht nötig ist.

          Ersetze „nötig“ durch „möglich“.

          Sie macht also all die Dinge weiter, für die sie i.d.R. ihre Erwerbstätigkeit überhaupt erst unterbrochen [..] hat.

          Sie hat ihre Erwerbstätigkeit unterbrochen, weil ihr Mann dafür den Erwerb für Beide übernommen hat. Sie haben diese Arbeitsteilung, die für beide Seiten ihre Fürs und Widers hat, als _Gemeinschaft_ gewählt. Diese Gemeinschaft existiert aber mit der Scheidung nicht mehr.

          Meint ihr denn, ein verheirateter Vater würde den Großteil seiner persönlichen Angelegenheiten an die (dafür) unbezahlte Kraft, die er ehelichte, auslagern? Und wäre darum auch so empört, wenn er plötzlich regelmäßige Überweisungen zu tätigen hätte an die Frau, die jetzt für ihn – aber eben nur für ihn – spürbar weniger leistet als zuvor?

          Tatsächlich fällt es in den traditionell-bürgerlichen Aufgabenbereich der Ehefrau, den Großteil der persönlichen Angelegenheiten des Ehemannes zu organisieren (selbst sein Verhältnis zu seinen eigenen Kindern nimmt die trad. Ehefrau weitgehend in die Hand) – damit er sich auf die Erwebstätigkeit konzentrieren kann.

          Nach der Scheidung hat er praktisch keine Familie mehr, im Gegensatz zur Exfrau. Daraus ein rein egoistisches Motiv zu basteln ist eine Empathielosigkeit, die ihresgleichen sucht.

          Auch wenn es schröcklich wehtut: Eine Scheidung ist gerade die Auflösung einer ganzen Reihe von auf Gegenseitigkeit beruhenden Übereinkünften. Ebensowenig, wie der Mann einen Rechtsanspruch darauf hat, dass die Exfrau sich weiterhin ausschließlich um die Kinder kümmert hat die Frau einen Rechtsanspruch darauf, dass sich der Exmann weiterhin ausschließlich um das materielle Wohl der Exfrau bzw. der Restfamilie, aus der er nun ausgeschlossen ist, kümmert.

          Eine Scheidung ist kein Wunschkonzert, von dem nach Gusto rosinengepickte Verpflichtungen des Exmannes bestehen bleiben.

        • „Der Mann führt dann, mangels Frau, die das für ihn macht, auch seinen eigenen Haushalt.“

          Ich sach ja: als ob verheiratete Väter überhaupt Nichts machen würden diesbezüglich (auch nur für sich selbst)! Nie mal ne Mahlzeit zubereiten, die Spülmaschine ein- und ausräumen, Staubsauger und Mop schwingen, Lebensmittel, Kleidung u.ä. besorgen müssten etc. Das ist die Prämisse hinter einer sogenannte Vollzeitarbeitsstelle: irgendein Schattenmensch (der sich dankbar zeigen müsste, so er auf einen Stundenlohn von einem Euro käme) macht die Reproduktionsarbeit für die ganze Familie, damit der „Ernährer“ für seine „wichtigere“ Arbeit von all seinen persönlichen Verpflichtungen auch komplett freigestellt ist. Ich halte diese Annahme nicht für zukunftsfähig (ein Grund, weshalb das Vollzeit-Konzept komplett zur Disposition steht).

          „„Steuergünstiges Modell“ ist Bullshit“

          Erstes Stichwort: kostenlose Mitversicherung in der GKV, darauf aufbauend:

          „48 Prozent der in einem Beschäftigungsverhältnis stehenden Frauen arbeiten mit reduzierter Stundenzahl, in sogenannten „Mini-Jobs“ (400-Euro-Jobs) oder als freie Mitarbeiterinnen häufig projektweise und diskontinuierlich. Bei Männern beträgt dieser Anteil nur 4 Prozent.“
          https://www.bmfsfj.de/blob/93356/842fbc2a9c2172c460b7127e086bac35/beruflicher-wiedereinstieg-nach-der-familiengruendung-data.pdf

          „Und was heute *wirklich* nicht nötig ist, ist, dass Mütter nicht arbeiten gehen. War es schon bei meinen Eltern nicht, und bei meinen Großeltern auch nicht.“

          Wer war denn dann für die Kinder 24/7 da bis sie mit frühestens 3 Jahren in der Kindergarten kamen? Hat sie hingebracht, mittags wieder abgeholt und bekocht? Wer hat die Nachmittagsbetreuung gewährleistet, Euch Hobbys ermöglicht, bei den Hausaufgaben geholfen?

          • > Ich sach ja: als ob verheiratete Väter überhaupt Nichts machen würden diesbezüglich (auch nur für sich selbst)!

            Sagst Du zwar nicht, aber mit einer „Hausfrau“ ist das schon so. Mein Opa wäre niemals auf die Idee gekommen, eine Spülmaschine anzufassen – außer, um sie ein- und auszubauen, selbstverständlich. Und auch die Hausfrau hat derweil ein bisschen gearbeitet, so wie Deine 400-€-Jobber. Das zählt doch jetzt bitte nicht schon als „Arbeit“, oder?

            > Erstes Stichwort: kostenlose Mitversicherung in der GKV,

            Die GKV ist keine Steuer.

            > Wer war denn dann für die Kinder 24/7 da bis sie mit frühestens 3 Jahren in der Kindergarten kamen? Hat sie hingebracht, mittags wieder abgeholt und bekocht? Wer hat die Nachmittagsbetreuung gewährleistet, Euch Hobbys ermöglicht, bei den Hausaufgaben geholfen?

            Oma?!

            Und ich bin kein Millennial, ab so Grundschule war ich nachmittag mit Freunden spielen. Mit dem Rad. Ohne Helm. Und wir haben dann vom Taschengeld Süßigkeiten gekauft, meist saure Gummischlangen. Halt meistens in der Nähe von demjenigen, dessen Mama an dem Tag zuhause war.

            Ich konkretisiere das mal: Es ist jeder Mutter zuzumuten, für ihren Lebensunterhalt alleine aufzukommen. Wenn sie das nicht muss, weil ihr Mann das gerne macht, ist das schön für sie, aber wenn er das nicht mehr gerne macht, sollte das wie bei allen anderen Menschen auch *nur* ihr eigenes Problem sein.

        • „Und auch die Hausfrau hat derweil ein bisschen gearbeitet, so wie Deine 400-€-Jobber. Das zählt doch jetzt bitte nicht schon als „Arbeit“, oder?“

          Ein Pilot „arbeitet“ effektiv drei bis sieben Minuten pro Schicht (obwohl er nichtmal das müsste), wird aber gesellschaftlich und monetär hoch anerkannt für das was er „tut“ (stundenlang Löcher in die Luft starren).

          Du wirst schwerlich auch nur einen einzigen so unterbeschäftigten Minijobber finden unter den Sonne.

          „Die GKV ist keine Steuer.“

          Ja, bitte. Dann halt „günstig“ statt „steuergünstig“. Der Punkt geht trotzdem an mich.

          „Oma?!“

          So Oma nicht eh zu weit weg wohnt, arbeitet sie heutzutage oft selbst noch wenns drauf ankäme. Und Oma hätte tatsächlich auch was zu verlieren, wenn sie vorzeitig in Rente ginge. Als Mutter hast Du das (erstmal) ja nicht: 3 Jahre lang tut der Staat hinsichtlich der gezahlten Beiträge schließlich so, als erhieltest Du ein monatliches Erziehungsgehalt in Höhe von (ich glaub) 2400 Euro.
          Nett, dacht ich damals, als ich überraschend diese Mitteilung in Händen hielt.
          Ein Bruchteil davon sofort ausgezahlt wäre mir in der Situation natürlich lieber gewesen, aber trotzdem: irgendwie nett von der Idee her.

          • Ich denke, dass das langsam unproduktiv wird, wenn Du Dir einen vollkommen unsinnigen, absolut widerlegten Punkt als Plus zählst.

            Ich nehme auch an, dass Du irgendwie findest, dass fiktive 2.400€ Gehalt irgendwie ein Zeichen fehlender gesellschaftlicher Anerkennung seien und nicht eine reine Unverschämtheit gegenüber Frauen, die wegen einem Kind eine Auszeit nehmen müssen von einem gutbezahlten Job, die so wenig bekommen, weil das ja auch jede hat-nie-gearbeitet-Studentin bekommt.

            Du ignorierst zudem, dass Du „einen Bruchteil davon“ jeden Monat als Kindergeld bekommst. Aber ich denke, für mich ist das Thema hiermit gegessen, meine abschließenden Gedanken findest Du hier:

            http://wp.me/p5hGPc-Ba

      • Welche Tätigkeiten führt eine Hausfrau und Mutter denn in einer Ehe aus, denen sie während einer Trennung oder nach einer Scheidung (so die Kinder bei ihr leben) nicht prinzipiell auch weiter nachkäme?

        Du (und Onyx) offenbarst nur, dass du nicht bereit ist einzusehen, dass das Agreement unter der Prämisse „Ehe“ verhandelt wurde und deshalb, mit der Auflösung der Ehe, eben hinfällig ist. Also neu verhandelt werden muss.

        Putzt und bekocht etwa die Exfrau weiterhin den Exmann? Bringt sie ihm täglich, nach seinem Feierabend, die Kinder auf ein paar Stunden vorbei, damit er weiterhin an ihrem Leben teilhaben kann?

        Wenn du deinen Arbeitsvertrag kündigst, dann kannst du auch nicht erwarten, dass dir weiterhin monatlich eine Kontoauffüllung zukommt. Aber Feminismus wird auch das sicher anders sehen.

        Eure Haltung ist nichts anderes als ein infantil-egoistisches, konsequentes Ignorieren der auf Gegenseitigkeit beruhenden Motivationen einem solchen Agreement. Einen „Widerspruch“ kann man da wohl nur aus der Perspektive eines Kindes feststellen, dem „Pappi aber versprochen hat“.

        Es fällt bei angeblich erwachsenen Menschen schwer, ob solcher Borniertheit nicht den Kopf auf die Tischplatte knallen zu lassen.

        • „Wenn du deinen Arbeitsvertrag kündigst, dann kannst du auch nicht erwarten, dass dir weiterhin monatlich eine Kontoauffüllung zukommt.“

          Wir haben doch hier die Situation vorliegen, dass zwar juristisch (soweit ich weiß) Barunterhalt (zu leisten vom Kindsvater) bereits für eine Schwangere vorgesehen ist, der aber (ich wage zu behaupten) NIE als solcher eingefordert wird solange die Beziehung besteht.

          Faktisch liegen ihre Ansprüche erst in dem Moment auf dem Tisch und müssen bedient werden, wo sie einen (geringen) Teil ihres Aufgabenbereichs „kündigt“.

          Auf der psychologischen Ebene erklärt sich daraus dann, weshalb (manche) Anti-Feministin behaupten, der Staat habe hier irgendwelche Trennungsanreize geschaffen (objektiv natürlich Unfug).

        • @Semikolon
          „Wir haben doch hier die Situation vorliegen, dass zwar juristisch (soweit ich weiß) Barunterhalt (zu leisten vom Kindsvater) bereits für eine Schwangere vorgesehen ist, der aber (ich wage zu behaupten) NIE als solcher eingefordert wird solange die Beziehung besteht. “

          Du meinst es ist in der Mehrzahl der Ehen so, dass nur und ausschließlich der Mann über das Geld verfügt und es ausgibt?

          Oder wie muss ich das verstehen?

        • Bei Unverheirateten – denen als werdende Mütter dieselben Ansprüche zukämen wie Verheirateten m.W.n. – gehe ich im Regelfall schon mal nicht von einem gemeinsamen Konto mit dem Kindsvater aus (jedes dritte Kind wird unehelich geboren, europaweit gar bereits jedes zweite), sprich ich denke, der Mann in diesen Konstellationen verfügt über sein Geld im Grunde souverän, trägt dafür aber häufiger auch die Wohnkosten allein (so man ein Bett teilt), während ihr Einkommen womöglich oft komplett (von allen Familienmitgliedern) verkonsumiert wird.

          Und auch bei Verheirateten hat die „Hausfrau“ nicht zwangsläufig Zugriff auf mehr als ihr eigenes Einkommen. Zwar glaube ich, dass die Mehrheit tatsächlich gemeinsame Kasse macht, aber in den Fällen wo das nicht so ist wage ich nicht zu beurteilen, wie verbreitet fixe „Haushaltsgeld“-Zahlungen noch sind. Wer kennt denn solche Fälle aus eigener Anschauung oder Erzählungen (aus der jüngeren Vergangenheit)?

        • Faktisch liegen ihre Ansprüche erst in dem Moment auf dem Tisch und müssen bedient werden, wo sie einen (geringen) Teil ihres Aufgabenbereichs „kündigt“.

          Es wird in erster Linie eine Lebensgemeinschaft gekündigt.

          Das Einverständnis mit der gewählten Aufgabenteilung beruhte darauf, dass eine Lebensgemeinschaft bestand. Für den Mann ist „Ich arbeite gerne viel, damit es meiner _Familie_ gut geht“ etwas ganz anderes als „Ich werde vom Staat gezwungen viel zu arbeiten, damit es meiner Exfrau und meinen Kindern, mit denen ich im Alltag nichts mehr zu tun habe, gutgeht“.

          Warum sollte die Exfrau überhaupt die garantierte Option haben, nach Wunsch nur einen Teil des Arrangementes kündigen zu dürfen? Das ist ein de facto – Scheidungsverbot für Männer.

          Auf der psychologischen Ebene erklärt sich daraus dann

          Auf einer psychologischen Ebene bist du offenbar nicht imstande, dich in die Lage geschiedener Väter hineinzuversetzen.

        • Zu der angeblich auf Gegenseitigkeit beruhenden Motivation des Agreements im Zusammenhang mit dem Terminus „Hausfrau“ wollt ich noch ergänzen:
          für meinen Lebenspartner hats ernsthaft gereicht, dass ich ein Kind gebar – ab dem Moment sah er mich als „Hausfrau“. Totaler Schock für mich damalige Vollzeitstudentin mit Ambitionen nebenbei noch Spitzen-Jobs aufzutun! 5 Jahre später erst, als ich mein Aktiendepot auflöste kurz nach der Geburt der zweiten Tochter und im Zuge dessen nach einer Berufsbezeichnung gefragt wurde, gab ich erstmals mit einem seltsamen Bauchgefühl „Hausfrau“ als Antwort. Es kommt aber bis heute ganz auf meine Stimmung an, was ich eintrage wenn ichs muss… schämen tät ich mich jedenfalls nicht mehr dafür. Immerhin!

        • Ohje. Schon fertig studiert? Was machst Du denn, wenn die Kinder größer sind? Normalerweise studieren Hausfrauen dann nebenher um ihre Alimentierung weiter zu rechtfertigen?

        • ab dem Moment sah er mich als „Hausfrau“.

          Was sollen wir nur tun? Frauen entmündigen, weil offenbar schon ein „sehen als“ durch ihren Partner ihre Entscheidungskompetenz lahmlegt?

          Solche Menschen kann man doch nicht, zumal ohne beschützenden Vormund, eine Beziehung mit einem Erwachsenen eingehen lassen.

        • Heute vormittag war ich zum Beispiel „arbeiten“. Mit Fliege 🙂 Ich glaub aber, ich hab mich heut beim Outfit allgemein etwas vergriffen. Statt Stewardess- begegneten mir Kellner-Assoziationen and I can see why XD

        • „Was sollen wir nur tun? Frauen entmündigen, weil offenbar schon ein „sehen als“ durch ihren Partner ihre Entscheidungskompetenz lahmlegt?“

          Immer wieder: Die Gesellschaft hat Schuld. Man darf Frauen nicht kritisieren und muss sie immer im positiven Licht darstellen, weil sie sonst sofort ausgebremst werden und ihrer Karriere schneller an den Nagel hängen wie man gucken kann.

          Jungs hingegen sollen sich in der Schule bereits mit ihrer toxischen Männlichkeit auseinandersetzen und das Männer ein System am Leben halten das Frauen in allen Bereichen unterdrückt (auch wenn es gegenteilig aussieht). Die können das ab…

        • „Was sollen wir nur tun? Frauen entmündigen, weil offenbar schon ein „sehen als“ durch ihren Partner ihre Entscheidungskompetenz lahmlegt?“

          Es ging einmal ums „ansprechen als“, gleichzeitig aber auch ums „handeln als ob“.

          Ganz konkret erfolgte mein Schock ja auf den Dialog:
          „Warum schmeißt Du eigentlich nicht mehr Deine Socken in den Wäschekorb?“
          – „Aber Du bist doch jetzt Hausfrau!“
          (Ja, ich konnte darüber schon herzhaft lachen, ist ja auch mehr als 10 Jahre her…)

          Ich wiederhole außerdem: hätt ich nicht zum Feminismus gefunden just zu der Zeit, hätt ich mich höchstwahrscheinlich von ihm getrennt, weil ich das & Anderes mehr für seinen individuellen Charakterfehler gehalten hätte/hätte halten müssen.

    • Ich kenne nicht einen Antifeministen, der irgendwie Probleme mit der Entscheidung von Paaren hat. Ich kenne aber viele, die Probleme mit der Entscheidung von Ex-Frauen haben; das ist aber was anderes.

      Kennt schon jeder, aber hier nochmal die Statistik :

      http://www.telegraph.co.uk/news/worldnews/europe/9572187/Couples-who-share-the-housework-are-more-likely-to-divorce-study-finds.html

      „Divorce rates are far higher among “modern” couples who share the housework than in those where the woman does the lion’s share of the chores, a Norwegian study has found.“

      http://www.npr.org/2015/02/08/384695833/what-happens-when-wives-earn-more-than-husbands

      „It found that once a woman started to earn more than her husband, divorce rates increased.“

      „And they found that when women were earning more than their husbands, they were more likely to use anti-anxiety medications and also more likely to suffer from insomnia.“

      I.e. Frauen wollen gar keine gerechten Rollenverteilungen; das ist eine feministische Utopie, die nichts mit der Realität zu tun hat. Es sind nicht die bösen Maskulisten, die Frauen in einer Ehe zwingen, sich von ihrem Mann, der im Haus mithilft, zu trennen, sondern einfach die Entscheidungen eben genau dieser Frauen. Maskulisten müssen sich gar nicht über Hausmänner lustig machen (und ich selber würde eher zum Gegenteil tendieren), denn das machen die Frauen, die darauf pochen, dass der Mann im Haushalt mitmachen soll und sich dann von ihm scheiden, weil er nicht mehr so viel verdient, schon von alleine.

    • „Während Frauenquoten grundsätzlich als Diskriminierung verstanden werden, werden Männerquoten in Bildungseinrichtungen gefordert („liberale Männer der FDP“), oder wahlweise auch Frauenquoten in dreckigen Männerjobs.“

      Hat Onyx das geschrieben? Wenn es Frauenquoten gibt, wäre es fair das es auch Männerquoten gibt. Ein Nachteil an einer Stelle, wird durch einen Vorteil an anderer Stelle ausgeglichen, aber so was verstehen Feministinnen ja auch nicht. Für sie ist es fair wenn es nur Frauenquoten gibt und zwar nur das wo man es gut hat.

      Niemand würde auf die Ideen kommen Männerquoten überhaupt zu fordern, wenn Feministinnen nicht damit angefangen hätten Geburtsmerkmale als Qualifikationen einzuführen.

      • Das ist schon deshalb aufgeregt-dämliches Herumgehampel mit ausgestrecktem Zeigefinger, weil die „liberalen Männer der FDP“ gar keine Quote i.S. der üblichen Frauenquoten gefordert haben. Die Formulierung war nicht unbedingt glücklich, aber bei genauem Lesen dann doch eindeutig.

        Onyx hat nun mal nicht die beste Lesekompetenz, die ihr aber völlig abhanden zu kommen scheint, wenn sich Konstuktionsmöglichkeiten für vermeintliche Doppelstandards anzubieten scheinen.

  9. „Antifeministen beklagen seit Jahren (nicht zu Unrecht), dass der Gewaltopferschutz für Männer in Deutschland bisher eher ein stiefkindliches Dasein fristet und nicht wirklich beachtet wird.“

    Ein Fakt, der offenbar weitgehend anerkannt ist. Auch wenn ich die Bedeutung persönlich nicht einschätzen kann.

    Eigentlich kann man mit Feststellung dieser Gemeinsamkeit, die Diskussion beenden. Der Rest sind nur unproduktive Scharmützel, die nirgendwo hinführen, denn:
    die „Antifeministen“ (wenn man diesen Begriff übernehmen möchte, er hat Schwächen) sind keine homogene Gruppe, sondern umfassen ein breites Spektrum an Meinungen und Verhaltensweisen.

    Selbstverständlich findet man in diesem Spektrum Widersprüche en masse. Sowas zu kritisieren, ist billig. Man kann immer nur die Position einer Person oder einer, möglichst eng umgrenzten, Gruppe kritisieren, nicht eine heterogene Bewegung.

    Das gilt umgekehrt natürlich auch und wird von unserer Seite sicher auch nicht immer eingehalten. Gott sei Dank, liefern Feministinnen aber auch schon in einzelnen Artikeln, reichlich logische Widersprüche 🙂

    Und immerhin firmieren Feministinnen, als Feministinnen. Wir aber nicht pauschal als „Antifeministen“. Schon deshalb, weil uns unsere Heterogenität bewusst ist. Nicht jeder sich zu MGTOW hingezogen fühlt, ein PickUp-Artist ist oder negative Scheidungserfahrungen hat. Auch ein alles beherrschendes Matriarchat wird eher selten postuliert…

  10. Ach, Onyx erkennt immer irgendwas als widersprüchlich. Machen Feministen im allgemeinen. Liegt an der Übersimplifizierung der Argumentation, da sie (und das ist meine ehrliche Meinung) intellektuell nicht in der Lage sind marginal detailierte Argumenteationslinien zu verfolgen. Beispiel? „Antifeministen sind vom neuen Mann angewidert weil er zu verweichlicht ist“ vs „Antifeministen beklagen den mangelnden Opferschutz“. Onyx sieht da einen Widerspruch, da sie nicht in der Lage ist beide Aussagen ordentlich zu werten. Dabei gibt es dabei keinen Widerspruch.

    Ich geb ihr noch soviel Goodwill, dass ich denke dass sie ursprünglich in der Lage war mehr als nur die allersimpelsten Sätze zu verstehen. Nur hat sie sich dank ihrer feministschen Heilslehre angewöhnt überall Widersprüche zu suchen, egal stark man dafür konstruiere, versimpeln oder sich komplett selbst widersprechen muss.

    Exakt daher diskutiere ich auch nicht mit Feministen. Es hat keinen Zweck. Sie sind so tief in ihrem Wahnsinn drin, dass man sie nur noch verbal in ihr Loch zurückprügeln kann.

    Ah, und des weiteren ist Feminismus Protofaschismus. Es wird auch nie mehr als Protofaschismus, da sie ihre eigene Hassgruppe (aka. Männer) brauchen um überhaupt handlungsfähig zu sein.

  11. Was Onyx geflissentlich übersieht, ist dass der „harte Steinzeitmann“ nicht nur von dem, was Onyx als „antifeministische Kreise“ beschreibt, als „Heilslehre“ verkauft wird, sondern weiterhin von den allermeisten Frauen weiterhin als Ideal angesehen wird. Heimlich auch von vielen Feministinnen (jüngstes Beispiel: Laci Green und Chris Ray Gun).

    PUA Chris ist jetzt natürlich angepisst, was eigentlich verwundert da er als Sozial-Darwinist und beinharter Kapitalist (TINA) doch ruhig zu seinen Idealen stehen könnte. Dass man mit solchen Idealen letztendlich dann doch irgendwie als Monster dasteht will er einfach nicht wahrhaben.

  12. Ach, das faule Stück soll erstmal alles an maskulistischer Literatur lesen, was jemals geschrieben wurde! Wir können doch nicht alles 1000 mal erklären! Und erst recht nicht ohne Bezahlung!

    (Die Diskurshoheit hat sich in den letzten 3 Jahren offenbar beträchtlich verschoben. Finde ich gut.)

    • Ich hab 2007 erst Feminismus für mich entdeckt und diskutiere seither online (auch) zu diesem Themenbereich. Meiner Wahrnehmung nach war Anti-Feminismus die gesamte Zeit über quantitativ stärker vertreten als Feminismus (auch schon außerhalb der Masku-Blase).

      Solltet Ihr Euer underdog-Gehabe aber allmählich selbst peinlich finden, würde ich das natürlich begrüßen.

      • „Meiner Wahrnehmung nach war Anti-Feminismus die gesamte Zeit über quantitativ stärker vertreten als Feminismus“

        Spielen wir mal ein Spiel:
        Ich nenne eine Politikerin, die sich als Fmeinistin sieht, du einen Politiker, der sich als antifeminist sieht. Wer länger durchhält hat gewonnen.

        • Du willst, dass ; einem Kriterium zustimmt, an dem man überprüfen kann, ob ihre Behauptungen Schwachsinn sind?

          Was ist denn das schon wieder für eine patriarchalische Kackscheiße?
          Lies mal Derrida (oder wars Fuhkohl?), um zu begreifen, wie unterdrückerisch das Ansinnen ist.

      • Wie die anderen schon schreiben: Deine Wahrnehmung entspricht halt nicht der Realität. Das ist für Feministen aber konstitutiv – ohne überall ein böses, sie unterdrückendes Patriarchat zu sehen, funktioniert deren ganze Unsinnsdemagogik ja nicht… und das gibt es auch nicht.

        Aber natürlich muss man als Feminist überall Antifeministen sehen, und das müssen Feministen auch grundsätzlich rumerzählen, sonst wären sie ja nicht die armen Opfer, als die sie sich hinstellen, die gegen irgendwas kämpfen. Das ist ähnlich wie 2.000 Antifanten, die erfolgreich einen Aufmarsch von drei Neonazis blockieren. Heldenhaft – als hätten die drei Spinner irgendwas bewirkt. Aber fleißig Geld fordern und Bushaltestellen anzünden.

  13. Schon bevor man auf irgendwas inhaltliches eingeht, fällt schon auf, wie wieder mit dem üblichen Blockdenken gearbeitet wird: Die „Männer müssen HART UND ARCHAISCH sein!“-Fraktion und die „Männer brauchen Schutz vor häuslicher Gewalt“-Franktion mögen beide Untergruppen im Anti-Feminismus sein (zumindest letztere nicht zwingend, da es nach Equality-Definition ja eine durchweg feministische Forderung wäre), aber haben vermutlich kaum Überschneidungen.
    Das ist, als würde man sagen „Ach! Ihr Juden wollt wegen eurer Religionszugehörigkeit nicht von Islamisten umgebracht werden? Na, das ist ja ein schöner Widerspruch damit, wie im Iran Minderheiten misshandelt werden… Bevor ihr meckert, ihr Nahost-Bewohner, einigt euch erstmal auf eine Linie!“

  14. Diese Argumentationen sind tatsächlich wie Onyx aussieht: oberflächlich und ohne jede Tiefe, dabei in den verschiedensten Farben effekthascherisch schillernd, die nebeneinander vorhanden sind, aber nie fliessend ineinander übergehen. Ein plumpes Machwerk plattester Überredungsversuche.

  15. Pingback: Warum Hausfrauen was wert sind – Lollipops for equality

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