Frauenromane, weibliche Lust und der Wunsch begehrt zu werden

Passend zum heutigen Beitrag aber auch etwas zur weiblichen Sexualität:

Dazu auch eine interessante Stelle von einer anderen Seite:

Women are used to men wanting sex right away — or sooner, if possible. Your being the one with your legs crossed? Well, it’s like offering a dog a strip of bacon and having him look up and say, „Aww…thanks, doll, but I’m good.“

Now if these women getting angry with you were just lusty, there’s an app for that — one that allows a moderately attractive woman to swipe a sex partner over faster than Domino’s can get there with a pizza. The problem here is female sexual psychology. We all want to be wanted, but research by clinical psychologist Marta Meana finds that women, especially, seem to have an irresistible desire to be irresistibly desired. This makes evolutionary sense, in light of women’s need for reliable signs that a guy would stick around after sex to „provide.“ A man having an uncontrollable longing for a particular woman is pretty great insurance — right up there with leg-shackling him to the cave wall.

Not surprisingly, according to research by evolutionary psychologist Patricia Hawley, if there’s catnip for women, it’s those „bodice ripper“ novels. They feature intense male desire for a woman, but not of just any male — a „powerful, resource-holding“ one, like the playboy prince or titan of industry. This alpha god cannot be tamed, until…whoops…up pops our heroine, the apparently ordinary maiden. The hunky royal or CEO is so taken with her unique (and otherwise overlooked) beauty and spirit that he can’t help but grab her and „ravish“ her. Of course, in real life, we call this felony rape. In romance novels, when the guy is uber-rich and cruelly handsome, it’s the start of a beautiful relationship.

So, women’s inability to defeat the time lock on your zipper is telling them something — no, not „Wow…he thinks I’m really worth getting to know,“ but „Wow…he thinks I’m uggo“ and „That two-week sabbatical from Booty Barre has really caught up with me.“ It may help a little to reassure them that you find them wildly attractive — like by „confessing“ that you have to take three cold showers and stare at pictures of steamed vegetables before every date. For you, this is the only possible way to keep from giving them one of those man-scam long hugs that turns into sex…uh, that is, three weeks and four days later.

Das weibliche Begehren begehrt zu werden ist eine interessante Figur. Es setzt voraus, dass sie bereits interessiert ist, dass er für sie einen hohen Wert hat. Dann ist sein „sich gerade und nur bei ihr nicht beherrschen können“ ein Signal für „echtes Interesse“, für Leidenschaft.

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44 Gedanken zu “Frauenromane, weibliche Lust und der Wunsch begehrt zu werden

  1. >>This makes evolutionary sense, in light of women’s need for reliable signs that a guy would stick around after sex to „provide.“

    Das ist nicht so zwingend, wie es hier dargestellt wird, wenn auch tendenziell sicher nicht verkehrt. Als nächste Verwandte der Affen haben Menschen und ihre Vorfahren vermutlich längste Zeit in einer Horden-Sozialform gelebt, in der „to provide“ ein Gruppenakt war. Dieses übersteigerte Begehrt-werden-wollen ist auch eine Folge von medialen Bildern – so wie auch Männer dank den extremen medialen Frauen-Idealen kaum mehr Interesse an durchschnittlichen Frauen haben.

  2. Habe mal folgende Aussage gelesen:

    “ Wenn der Typ in 50 shades of Grey arm und hässlich wäre, wäre es kein Kinofilm, sondern eine CSI -Folge“

    • >>> “ Wenn der Typ in 50 shades of Grey arm und
      >>> hässlich wäre, wäre es kein Kinofilm, sondern
      >>> eine CSI -Folge“

      Es reicht vermutlich schon vollkommen, wenn der Typ ein Durchschnittstyp (Einkommen, Status, Optik) gewesen wäre.

      • Nicht zwangsläufig, es hängt sehr stark vom Verhalten ab. Optik spielt dabei fast keine Rolle btw. Sehr viel wichtiger sind Status, was über Einkommen generiert werden kann, aber nicht muss.

        Immer dran denken, das Frauen etwas anderes suchen als Männer. Replicabilty vs. Survivablity

  3. „The hunky royal or CEO is so taken with her unique (and otherwise overlooked) beauty and spirit that he can’t help but grab her and „ravish“ her.“

  4. Bei Genderama war vor kurzem auf eine gute Video-Besprechung von 50 Shades of Grey verlinkt, die ich dann hier auch noch mal postete. Finde ich gerade nicht wieder. Der Film bedient genau das was Frauen wollen: Gut aussehender, sehr reicher Mann ist schon beim ersten Kontakt völlig verliebt in sie (eigentlich schon besessen) und sie muss dafür nicht mal etwas besonderes sein, etwas bestimmtes tun, sagen oder auch nur können. Einfach so.

      • Ja, das hätte ich bei „nicht mal etwas besonderes sein“ mit eingeordnet. Ich habe den Film nicht gesehen aber anscheinend ist sie auch nicht besonders intelligent oder witzig oder eine besonders gute Köchin oder halt irgendetwas, das es bei anderen Frauen nicht auch mit dazu gibt. Vielleicht kann sie ja eine Cola Dose in den Mund nehmen, ich weiß es nicht, weil, wie gesagt, ich den Film nicht gesehen habe.

    • Das 50 shades of grey das sich am schnellsten verkaufende Buch der Menschheitsgeschichte ist, sagt einiges aus. Noch nie hatten Frauen so viel Freiheit und es wurde so viel von Partnerschaft auf Augenhöhe gepredigt. Dann kam das.

      Wollen Frauen vielleicht gar keine Partnerschaft auf Augenhöhe? In Deutschland wird man für solche Fragen wohl bald verbrannt.

      • Ich denke schon, dass sie das wollen. Aber trotzdem gibt es den animalischen Instinkt, nach Geborgenheit, Sicherheit und Schutz zu suchen. Und das ist in heutiger Zeit eben zumeist Geld, klassisch war es eher Körperkraft.

        Ich kenne übrigens ein paar Frauen mit Vergewaltigungsfantasien. Die wollen aber trotzdem nicht Opfer eines Verbrechens werden, aber in ihrem Kopfkino spielt sich so ein Dominanzverhältnis dann doch ab. Im Kopfkino kann man bestimmte Details ja auch ausblenden und sich nur auf die Erotik konzentrieren, was in einer echten Situation so nicht möglich ist.

        • Diese Vergewaltigungsfantasien fokussieren sich ja nicht selten auf eine Person, bzw. einen gewissen Typ von Person. Das führt den Begriff Vergewaltigung ja ad absurdum.

      • Frauen verstehen unter Augenhöhe ja etwas anderes als Männer und insbesondere nicht, dass Frauen die gleichen Pflichten und Rollen zu erfüllen haben.

        Für viele Frauen bedeutet gleiche Augenhöhe nur, dass der reiche Typ mit hohem Status, tollen Charakter, durchsetzungsstarkem Auftreten, tollen Beschützereigenschaften, tollen Versorgerqualitäten, toller Großzügigkeit, … die Frau trotzdem auf Augenhöhe anzuhimmeln und alleinigen Mittelpunkt des Universums anzuhimmeln hat, auch wenn die Frau ihrerseits außer ihrer bloßen Existenz gar nichts zu bieten hat.

        Der hochspezialisierte Atomphysiker soll die Partnerin z.B. also auch intellektuell anhimmeln, auch wenn sie selber nur Gala/Bunte-Interessen und entsprechende Kenntnisse besitzt. Der Milliardär soll sein Vermögen als gemeinsames Vermögen betrachten, auch wenn die Frau selber nur Geld kostet bzw. nur einen Bruchteil zur gemeinsamen Kasse beisteuert.

        Männer verstehen unter der Phrase „gleiche Augenhöhe“ hingegen, ungefähr gleiche Übernahme von Rechte und Pflichten. Wenn sie sich bei ihm anlehnen und bei Problemen ausheulen darf, dann möchte er es auch umkehrt bei ihr dürfen. Und dann ist er irgendwann überrascht, weil die Frau das nicht einmal ansatzweise unter gleicher Augenhöhe versteht und den Partner für so ein Verhalten selbstverständlich irgendwann aussortieren würde, weil ein Jammerlappen, der sich bei ihr anlehnt ist völlig unter ihrer Würde.

        • Wenn eine Frau von dieser „Augenhöhe“ spricht, meint sie damit, dass sie in der Beziehung die Hosen anhaben will.
          Ob sie das wirklich will, ist natürlich eine andere Frage, aber zumindest meint sie das damit.

        • Man kann nicht jemanden auf Augenhöhe anhimmeln. Das eine schließt das andere aus.

          Und ich bezweifel, dass Männer unter „auf Augenhöhe“ gleiche Rechte und Pflichten verstehen. Wäre dies der Fall, dürften 95% der Beziehungen nicht existieren. Vielleicht sind Männer auch einfach nur sehr fügsam. Wer weiß sowas schon.

      • Wollen Frauen vielleicht gar keine Partnerschaft auf Augenhöhe?

        definitiv nicht.

        ..menschliches Urthema, daher auch so erfolgreich , siehe auch die schöne und das Biest, ähnlicher Topos.
        Der reiche (oder sonstigerweise aus der Masse der Männer herausragende) wilde gefährliche Mann der verrückt nach ihr ist, ohne jede Gegenleistung als ihren Körper*, der völlige Macht über sie hat, sie völlig in der Hand hat, dessen Besessenheit von ihr, ihr aber auch die Möglichkeit gibt ihn eventuell auch subtil zu lenken und zu beeinflussen.

        Viele weibliche psychische Probleme und Konflikte kommen aus der unbewussten oder bewussten Verdrängung oder Ablehnung, dieser einzigen inneren immerwährenden Sehnsucht der Frauen**.

        *natürilch schenkt sie ihm im Weiteren dann ihre Seele ihren Gehorsam.

        ** eventuell ist das bei der Unterklasse der streit- und herrschsüchtigen Xanthippen anders, aber vielleicht haben die auch nur eine besonders hohe Potentialschwelle und sie müssen nur in besonders extremer Weise misshandelt und gedemütigt werden um Zugang zum inneren ihrer Seele zu bekommen.

  5. Ich seh grad: Psychology Today hat eine Serie zu „A Billion Wicked Thoughts“.

    Ein Artikel:
    BILLIONAIRE FICTIONAL HEROES

    Our first entry in the Men’s Sexualpedia was busty, one of the most prevalent erotic interests for male brains around the world. We open the Women’s Sexualpedia with the erotic interest that may serve as busty’s equivalent in the female brain: billionaires.
    „Billionaire“ is as prominent in the titles of romance novels and female-authored erotic tales as „busty“ is in porn sites: The Billionaire’s New Assistant; Untamed Billionaire, Undressed Virgin; The Billionaire’s Baby Bargain. In the romance titles on Amazon in 2010, there were 286 billionaires (and 415 millionaires and 263 sheiks

    (…)
    Study after study has demonstrated the erotic appeal of male dominance. Women prefer the voices of dominant men, the scent of dominant men, the movement and gait of dominant men, and the facial features of dominant men. Scientists believe that the ventrolateral prefrontal cortex may be responsible for processing cues indicating social status or dominance, and it appears that almost all female brains are susceptible to dominance cues. One woman who met Bill Clinton reported, “I met [Clinton] as part of a governmental panel while he was president. I’m a lesbian, but the powerful attraction I felt toward him for an instant made me question whether I really was!”

  6. Als Romantiker ist man in dieser Welt einfach voll am Arsch.
    Pillen, die einen schwul machen gibt’s auch noch nicht … man kann nur auf’s Alter warten in dem einem das alles scheissegal wird.

    • „… man kann nur auf’s Alter warten …“

      Äh nee – Du kannst Dir Deine Romantik auch selber machen. Ist so ein bißchen Übungssache, aber es gibt – wie so häufig – Hilfe im Internet. Dort findest Du etliche websites, die sympathische Frauen in romantischer Atmosphäre präsentieren.

      Es gibt auch websites, die erotische Stories bieten – sogar romantische („Unendliche Liebe …“ und so). Kurz: Es gibt viel an Material, Du mußt halt selber was draus machen. Nette Musik, dazu Kerzen – sowas in der Art.

    • Nein man muss halt aus sich selber raus das beste daraus machen.
      Sich selber es schön machen.
      Es ist halt eine weit verbreitete Lügengeschichte, das Frauen romantisch veranlagt sein. Nein sie haben gerne romantische Momente, Aber die Welt insgesamt sollte schon aufregend und spannend sein, sonst wird ihnen schnell langweilig.

  7. Das ist auch insofern schon vor 50 Shades of Grey bestenfalls eine ‚Olds‘ gewesen in der Manosphere, als das GirlWritesWhat früher mal Erotikromane schrieb, bevor sie eines der entscheidenden Gesichter der MRA wurde.
    Mir macht es oft den Eindruck, als würde man hier im Lande selten über den Tellerrand gucken, als ob man jedes mal das Rad neu erfinden müsste.
    Jetzt nicht einmal auf diesen Blog bezogen, PUA ist ja in sich antithetisch zu MGTOW und MRA, da kann man den blinden Fleck ja nachvollziehen, aber auch der Rest dessen, was man im deutschen Netz so finden kann hinkt schon gewaltig hinterher.
    Was ja besonders erstaunlich ist, wenn man bedenkt, das ein Großteil des Stusses auf Deutsch erdacht wurde, ob es nun der Scheiß der Theosophie ist oder das was später die Exilanten in den akademischen Raum gekackt haben.

  8. Übrigens, kleiner Tipp den ich mal kostenlos verteile: Wenn ihr bei Tinder (oder einer anderen SB) erfolgreich sein wollt, ist es eine gute Idee die Posen und Darstellungen der Männer auf den (erfolgreichen) Romancovern zu studieren und wenn möglich zu imitieren. Sorgt auf jeden Fall für deutlich mehr Interesse bei den Damen.
    (Wichtig für alle MGTOW die nur die Kuh melken aber nicht kaufen wollen.)

  9. Das ist für mich eine wichtige Erkenntnis, da dies für Männer bedeutet sich im Intimleben weniger selbst zu beschränken. Im Prinzip sollte man sich einfach nehmen was man will, die Frau ist einem dankbar dafür. (Jaja, wie immer im normalen Spektrum, ich rede hier aber auch nicht über die Randaspekte, sondern über Kernaspekte)

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