Genatlas: 6500 Unterschiede zwischen Männern und Frauen

Eine neue Studie macht noch einmal deutlich, dass es eine Vielzahl von Unterschieden zwischen Männern und Frauen gibt:

Background
The prevalence of several human morbid phenotypes is sometimes much higher than intuitively expected. This can directly arise from the presence of two sexes, male and female, in one species. Men and women have almost identical genomes but are distinctly dimorphic, with dissimilar disease susceptibilities. Sexually dimorphic traits mainly result from differential expression of genes present in both sexes. Such genes can be subject to different, and even opposing, selection constraints in the two sexes. This can impact human evolution by differential selection on mutations with dissimilar effects on the two sexes.

Results

We comprehensively mapped human sex-differential genetic architecture across 53 tissues. Analyzing available RNA-sequencing data from 544 adults revealed thousands of genes differentially expressed in the reproductive tracts and tissues common to both sexes. Sex-differential genes are related to various biological systems, and suggest new insights into the pathophysiology of diverse human diseases. We also identified a significant association between sex-specific gene transcription and reduced selection efficiency and accumulation of deleterious mutations, which might affect the prevalence of different traits and diseases. Interestingly, many of the sex-specific genes that also undergo reduced selection efficiency are essential for successful reproduction in men or women. This seeming paradox might partially explain the high incidence of human infertility.

Conclusions

This work provides a comprehensive overview of the sex-differential transcriptome and its importance to human evolution and human physiology in health and in disease.

Quelle: The landscape of sex-differential transcriptome and its consequent selection in human adults

In der Studie ist auch eine Grafik zur Übersicht:

Genunterschiede Mann Frau

Genunterschiede Mann Frau

Die Unterschiede zeigen sich also so ziemlich überall, auch im Gehirn.

Aus einer Besprechung der Studie:

So sind Gene, die in der Haut aktiv werden und die Körperbehaarung fördern, beim Mann viel stärker aktiv, dagegen sind Fettspeicheranlagen bei Frauen gefragter. Je weniger ein Gen in dem einen oder anderen aktiviert wird, desto geringer ist der Selektionsdruck. Das bedeutet, dass sich schädliche Mutationen in diesen Genen anhäufen, wie die Forscher in „BMC Biology“  berichten.

Eine Mutation, die nur für eine Hälfte der Population schädlich ist, kann sich in der Bevölkerung ausbreiten. So ist zu erklären, warum ausgerechnet Mutationen sich anhäufen, die für Unfruchtbarkeit sorgen. Rund 15 Prozent der Paare bekommen wegen Gendefekten keine Kinder. Mutationen in Genen, die die Bildung von Spermien beeinträchtigen, können quasi im Erbgut der Frauen an die nächste Generation übertragen werden. So kommt es, dass Mutationen, die eigentlich das Überleben der Art beeinträchtigen, erhalten bleiben.

Das Gene nur für ein Geschlecht für die Weitergabe der Gene günstig sein können und diese Vorteile diese Gene im Genpool halten, war hier schon häufiger Thema, insbesondere in Bezug auf Homosexualität.

Zu der unterschiedlichen Ausführung von Genen beispielsweise über Hormone wie Testosteron oder andere Mechanismen hatte ich hier bereits etwas geschrieben.

Tatsächlich sind biologische Unterschiede zwischen den Geschlechtern zu erwarten.  Tiere mit Größen und Kraftunterschieden zwischen den Geschlechtern wie beim Menschen und so unterschiedlichen Mindestkosten der Fortpflanzung unterliegen einer sehr unterschiedlichen Selektion, für sie sind unterschiedliche Strategien günstig, auf die selektiert wird.

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50 Gedanken zu “Genatlas: 6500 Unterschiede zwischen Männern und Frauen

  1. Hat in der Sendung zu Gender Studiere von Harald Eia (?) nicht eine Gender-Professorin gesagt das es keinen Unterschied in den Gehirnen von Frauen und Männern gibt?

    • Genetische Unterschiede sind ja auch nur körperliche Unterschiede, so wie Körpergröße. Das sagt per se überhaupt nichts aus, was dagegen spräche, dass Frauen an allen Sahnetöpfen der Gesellschaft überrepräsentiert sein sollten/i>.

    • Komisch, es wird immer behauptet zwischen Mann und Frau gäbe es keinje Unterschiede, bzw. zwischen den menschlichen „Rassen“. Und dann funkt da so ein Schmarrn dazwischen.

      • Och, die Unterschiede sind doch unter 2% – bei allem genannten. Also, genetisch. Du musst jetzt nur neu lernen, dass Schimpansen auch Menschen sind. Wie Frauen… also, mehr als Frauen… ach Gott.

  2. Eine neue Studie macht noch einmal deutlich, dass es eine Vielzahl von Unterschieden zwischen Männern und Frauen gibt:

    Patriarchale Kackscheisse!

  3. Es wäre besser genauer zu lesen. “ Men and women have almost identical genomes but are distinctly dimorphic, with dissimilar disease susceptibilities.“
    Wir haben praktisch identische Gene, aber unterschiedliche phänotypische Ausprägungen Unser Aussehen und viele biologische Ausformungen sind unterschiedlich. Aber im Wesen sind wir fast identisch.

    Die Argumentation der Evo-Biologisten wird nicht beweisbarer nur weil man die körperlichen Unterschiede aufzählt. Dadurch wird es um nichts mehr erhärtet, dass unser Verhalten von diesen Unterschieden genetisch geprägt sein soll. Da es kaum Unterschiede genetisch gibt. Was auch kaum verwunderlich ist, schließlich sind wir eine Spezies.

    • Zitat: „Wir haben praktisch identische Gene …“

      Nicht wirklich. Mit der Banane teilen wir die Hälfte unserer Gene und mit Schimpansen über 99 %. Schon kleine Differenzen führen zu Riesen-Unterschieden.

    • „Wir haben praktisch identische Gene, aber unterschiedliche phänotypische Ausprägungen Unser Aussehen und viele biologische Ausformungen sind unterschiedlich. Aber im Wesen sind wir fast identisch.“

      Wir haben abgesehen von den Y-Chromosomen sicherlich identische Gene, sie werden aber anders ausgeführt. Dass das Wesen identisch ist steht da auch nicht.
      Das Männer und Frauen sehr unterschiedlich sind ist auch nahezu unstrittig (in den Ausprägungen). Die Frage ist nur ob es auf sozialen Faktoren oder biologischen Faktoren berught

      „Die Argumentation der Evo-Biologisten wird nicht beweisbarer nur weil man die körperlichen Unterschiede aufzählt. Dadurch wird es um nichts mehr erhärtet, dass unser Verhalten von diesen Unterschieden genetisch geprägt sein soll. Da es kaum Unterschiede genetisch gibt. Was auch kaum verwunderlich ist, schließlich sind wir eine Spezies.“

      Es steht doch recht eindeutig da:

      Sexually dimorphic traits mainly result from differential expression of genes present in both sexes. Such genes can be subject to different, and even opposing, selection constraints in the two sexes. This can impact human evolution by differential selection on mutations with dissimilar effects on the two sexes.

      Alle Tiere haben innerhalb der Geschlechter die gleichen Gene. Auch solche mit sehr starken und unstreitig biologischen Geschlechterunterschieden. Sonst können sie ja die Gene auch nicht entsprechend weitergeben

      • Die entscheidende Frage ist, ob diese Unterschiede auch noch in unserer Zeit Wirkung haben Wir haben uns weit von unserem tierischen Erbe entfernt. Wir haben alle möglichen Familienformen, Lebengemeinschaften und Verhaltenweisen entwickelt. Warum sollten ausgerechnet die „männlichen“ und „weiblichen“ Eigenschaften diesen Prozess überlebt haben?

        • „Die entscheidende Frage ist, ob diese Unterschiede auch noch in unserer Zeit Wirkung haben Wir haben uns weit von unserem tierischen Erbe entfernt.“

          Wirklich?

          Ein Gegenbeweis: da alle Frauen der Welt die charakteristische Ausformung weiblicher Brüste als Sexualreiz aufzeigt, können wir davon ausgehen, dass schon die berühmte „Lucie“ diese hatte, als ihre Tochter sich auf den Weg herunter vom afrikanischen Kontinent machte.
          Bis heute haben diese objektiv betrachtet (soweit das möglich ist) außerhalb der Stillzeit völlig nutzlosen und unförmigen Klumpen aus Fett, Binde- und Drüsengewebe eine magische Anziehungskraft auf uns Heteros. Keine noch so fortgeschrittene Kultur konnte an dieser Wirkung auch nur das Geringste ändern.
          Das horizontale Gewerbe ist wahrscheinlich von Anbeginn aller Kulturen an ein beachtlicher Wirtschaftsfaktor und wird es wohl auch trotz aller restriktiver Maßnahmen immer bleiben.

          Bei der Ernährung stopfen wir uns bis zum Herztod mit Süßigkeiten und Fett voll, weil unser genetisches Erbe noch nicht „gelernt“ hat, dass die Ressourcen nicht knapp werden und wir uns also nicht durch Verfettung gegen Notzeiten wappnen müssen.

          „Wir haben alle möglichen Familienformen, Lebengemeinschaften und Verhaltenweisen entwickelt.“

          Welche haben wir denn entwickelt, die wir bei anderen Primaten nicht beobachten können?
          Wirklich neu wären Familienformen, die sich z.B. täglich neu formieren und trotzdem genauso funzen würden, wie die archaischen. Davon ist zumindest mir nichts bekannt.

          Nein, unter einer dünnen Patina der Kultur bewegt sich immer noch der Steinzeitschrat in uns.
          Das lässt mich den Sex genießen, andere aber auch zur Hatz gegen Fremde motivieren.

        • „dass schon die berühmte „Lucie“ diese hatte“
          Nein Brüste hatte sie nicht. Jedenfalls nicht nach den Bildern die man wissenschaftlich aufgrund der Funde rückgeschlossen hat.
          http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/menschen/todesursache-von-vormensch-lucy-entdeckt-14411423.html
          In sehr vielen noch lebenden Stammesvölkern bei denen die Brust offen getragen wird, ist von dieser „magischen“ Wirkung nichts erkennbar. Dort gehen die Frauen mit blosen Brüsten herum und kein Mann beachtet diese. Hat offenbar doch mehr mit Sozialisation zu tun.

    • „Die Argumentation der Evo-Biologisten wird nicht beweisbarer nur weil man die körperlichen Unterschiede aufzählt. Dadurch wird es um nichts mehr erhärtet, dass unser Verhalten von diesen Unterschieden genetisch geprägt sein soll. Da es kaum Unterschiede genetisch gibt. Was auch kaum verwunderlich ist, schließlich sind wir eine Spezies.“

      Wenn „kaum Unterschiede genetisch“ zu deutlichen körperlichen Unterschieden führt, dann ist es wohl nicht allzu weit hergeholt, dasselbe auch für psychologische bzw. Verhaltensunterschiede anzunehmen, zumal diese ja auch auf Körperfunktionen (Hormone, Hirnstruktur) beruhen.

      • Die Hirnstruktur ist nachweisbar nicht geschlechtsspezifisch. Kein Pathologe der Welt kann nur anhand einer Gehirnmasse und -ausprägung mit Gewissheit bestimmen ob es sich um einen Mann oder eine Frau gehandelt hat. Noch weniger wenn diesem die Größe des Gehirns nicht bekannt ist, sondern nur seine Struktur.

        • Körpergröße ist auch nicht geschlechtsspezifisch. Statistische Unterschiede zwischen Männern und Frauen gibt es trotzdem.

        • Diese statistischen Unterschiede sind aber weit geringer, als die zwischen Individuen gleichen Geschlechts möglich sind. Wodurch sich die Aussagekraft, genauso wie bei Ethnien bezogen auf Eigenschaften für die Praxis auf 0 reduziert.

  4. „Wir haben praktisch identische Gene, aber unterschiedliche phänotypische Ausprägungen Unser Aussehen und viele biologische Ausformungen sind unterschiedlich. Aber im Wesen sind wir fast identisch.“

    Die unterschiedlichen phänotypischen Ausprägungen unseres Aussehens sind das Ergebnis evolutionärer Erfordernisse.
    Männer haben einen Penis und Frauen ne Vagina mit angedockter Gebärmutter, in Größe und Form aufeinander abgestimmt zur Reproduktion.
    Ich kann immer nur den Kopf schütteln über Leute, die jede – offensichtliche (im wahrsten Sinne des Wortes) – unterschiedliche Ausprägung der Physiognomie zugeben, bei einer psychologischen Variation aber eine rote Linie überschritten sehen.
    Wer so argumentiert, verabschiedet sich aus dem Diskur seriöser Wissenschaftlichkeit.

    • Die Kritik ist nicht das eine psychologische Variation möglich wäre. Dies streite ich nicht ab. Es gibt nur KEINE Möglichkeit derzeit, einen echten Beweis zu führen, dass bestimmte Verhaltensweisen nur auf das 23iste Chromosomenpaar zurückzuführen wäre.
      Exakt deswegen werden dazu nicht nur hier Glaubenskriege geführt. Die Genderisten sehen überall nur soziale Anpassung und Konstrukte. Die Evo-Biologisten sehen überall nur den Zwang des X oder Y-Gens.

      Wirklich zu Ende wird dieser sein, wenn das größte Sozialexperiment aller Zeiten namens „Gender-Mainstreaming“ zu Ende ist und sich erwiesen hat, was nicht veränderbar ist und was nur von der Gesellschaft aufoktroyiert. Aber damit rechne ich zu meinen Lebzeiten nicht mehr. Bis dahin ist jede Festlegung welche unserer Eigenschaften „Männlich“ oder „Weiblich“ ist, reine Spekulation.

      • „Es gibt nur KEINE Möglichkeit derzeit, einen echten Beweis zu führen, dass bestimmte Verhaltensweisen nur auf das 23iste Chromosomenpaar zurückzuführen wäre.“

        Ok, bisher bin ich noch nie auf die Idee gekommen, das 23. Chromosomenpaar für die Unterschiede verantwortlich zu machen. Allerdings muss ich zugeben, dass mir jetzt kein wirklich plausibler Grund einfällt, warum in diesem Fall gerade dieses Gen nicht dafür verantworlich sein soll. Es ist das einzige Chromosom, das substantiell für das Geschlecht verantwortlich ist.
        Was nicht heißen soll, dass nach der geschlechtlichen Festlegung Gene auf anderen Stellen für weitere Unterschiede wirksam werden können. Das zu beurteilen, überlass ich Genetikern.
        Dass männliches und weibliches Verhalten auch – und derzeit vielleicht sogar weit mehr – kulturell überprägt sein können, schließt eine genetische Prägung nicht aus.

        „Wirklich zu Ende wird dieser sein, wenn das größte Sozialexperiment aller Zeiten namens „Gender-Mainstreaming“ zu Ende ist und sich erwiesen hat, was nicht veränderbar ist und was nur von der Gesellschaft aufoktroyiert.“

        Dieses Projekt ist doch schon vor 20 Jahren gescheitert. Man kann den Feminismus tatsächlich als – von Dir treffend so genanntes – größtes Sozialexperiment aller Zeiten betrachten, mit über einer Mrd. Frauen als Teilnehmerinnen über einen Zeitraum von nunmehr einem halben Jahrhundert.
        Bedarf es noch mehr Zeit oder Frauen, um empirisch zu belegen, dass Frauen eindeutig andere Präferenzen bei ihrer Lebensgestaltung haben, als Männer?
        Dort wo Frauen politisch gezwungen wurden, sich in „Männerdomänen“ zu beweisen (Israel, Sowjetunion), verließen sie sie sofort, nachdem der Druck verschwand.
        Und wo sie nur durch Überredung z.B. zum Studium von MINT-Fächern gedrängt wurden (Westeuropa), hat sich seit den frühen 80er Jahren am Anteil weiblicher Studenten so gut wie nichts getan.

        Man mag argumentieren, dass 50 Jahre zu kurz sind, aber empirisch hätte ein Wandel sichtbar werden müssen.
        Erst recht, wenn die Radfems recht hätten, dass die Frauen nur wegen des permanenten Widerstands der Männer sich auf die Jobs als Verkäuferinnen, Friseurinnen und Kindergärtnerinnen beschränken würden.

        • Gebe dir soweit recht, dass dies schon sehr starke Indizien sind. Das Gender-Paradoxon in den skandinavischen Ländern mit extremen Gender-Mainstraiming scheint zu beweisen, dass es diese natürlichen Unterschiede gibt. Es wird aber von den Genderisten derzeit noch angeführt, dass die Umsozialisation zu spät ansetzen würden, wodurch sich die durch Geschlechternorm ansozialisierten Präferenzen verstärkt hätten, statt abgeschwächt. Daher müsse man bereits bei Babys beginnen diese genderneutral zu behandeln, dann erst würde die Sozialisierung bis in die Erwachsenzeit richtig greifen.
          Dieser Argumentation kann man schwer begegnen, solange nicht dieses Experiment mit einer Generation ab Geburt durchgeführt wird. Das könnte noch kommen.
          Vielleicht ist man aber bereist mit all den Vorteilen die man erreicht hat zufrieden und lässt die Unterschiede wie sie sind, solange dann am Ende eine Friseurin das gleiche verdient wie ein Programmierer. Dann kann es dem „Feminismus“ egal sein, ob Frauen eine andere Neigung haben, sie verdienen dann dasselbe, egal was sie für einen Beruf ausüben. „Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit“ (was gleichwertig sein soll bestimmt dann diese Ideologie)

          Man wird sehen. Es wird darauf ankommen, was sich Männer noch gefallen lassen, bevor sie mit ihrer Stimme bei Wahlen protestieren.

  5. Um es nochmal deutlicher zu machen. Vor rund 100 Jahren war man der Meinung, dass die unterschiedlichen Schädelformen und Ausprägungen des Körpers eindeutig auf „Rassen“ schließen lassen. Es war ebenso „wissenschaftlich“ wie jetzt die Behauptungen, dass der Unterschied unser Körper aufgrund des Geschlechts zwingend auch auf einen mentalen Unterschied schließen lassen.
    Nur weil es körperliche Unterschiede gibt, müssen die keinerlei Bedeutung für die Psyche haben. Eine Zwangsläufigkeit ist nicht ableitbar ohne sich nicht ins Fahrwasser der „Rassentheorien“ zu begeben.

    • „Nur weil es körperliche Unterschiede gibt, müssen die keinerlei Bedeutung für die Psyche haben.“

      Das stimmt. Aber mindestens so absurd ist das Gegenargument, dass die Unterschiede sich allein auf physische Merkmale beschränken.

      Dass es nicht DIE Frauen und DIE Männer gibt und ein bestimmtes Verhalten so unterscheidbar, wie ein Penis und eine Vagina, wird vermutlich auch kein Mensch ernsthaft behaupten.
      Dass Frauen in der Summe aber DEUTLICH risikoscheuer als Männer sind, darf man schon als ein geschlechtsspezifisches Merkmal ansehen, denke ich. Und Risikoscheu ist ein psychisches Merkmal, kein physisches.

      • Ja ist so . In Summe ja. Warum das aber so ist, lässt sich nicht mit Bestimmtheit feststellen. Ob ansozialisiert oder angeboren, ist derzeit nicht messbar oder abgrenzbar.
        Daher ist auch nicht bestimmbar ob dieses risikoscheue Verhalten der meisten Frauen so bleiben wird und man daher auf dieses dauerhaft Rücksicht nehmen sollten, genauso wie auf das risikobereite Verhalten von Männern. Beispiel Versicherung. Sollten Frauen weniger Prämie zahlen weil vorsichtiger? Wie man sieht, werden Frauen im Autoverkehr immer mehr unvorsichtiger und risikobereiter, je mehr sie daran teilnehmen. Die Schadenszahlen steigen jährlich an. Ebenso wie die Herzinfarktzahlen sich immer mehr angleichen. Was bleibt am Ende vom Unterschied.
        Wir werden es erst wissen, wenn Frauen und Männer annähernd die gleiche Lebenswelt haben werden.

    • „Um es nochmal deutlicher zu machen. Vor rund 100 Jahren war man der Meinung, dass die unterschiedlichen Schädelformen und Ausprägungen des Körpers eindeutig auf „Rassen“ schließen lassen.“

      Unterschiede bei Schädelform und Knochenstruktur werden auch heute noch verwendet, um Menschengruppen zu kategorisieren.

        • Ich habe kürzlich, leider ohne Quellenangabe, gelesen oder gehört, dass KI Fortschritte macht, seit sie die künstlichen Intelligenzen in Körper verpflanzen.

          Der Traum vom im Cyberspace verewigten Geist ist möglicherweise wirklich nicht mehr als ein Traum.

        • „Es ist denke ich eher die schlichte Aussage, dass das Gehirn teil des Körpers ist“

          Genau so hab ich es auch verstanden. Das macht es nicht intelligenter.

          Damit kann man gerks Argumente nicht widerlegen.

        • @carnofis

          Es ist denke ich ein sehr wesentlicher Unterschied in der Betrachtungsweise.
          Viele Leute haben bereits erhebliche Schwierigkeiten damit, dass Denken nicht etwas abstraktes, vom Gehirn losgelöstes ist. Sie wissen zwar, dass das Gehirn biologisches Organ ist vertreten aber indirekt doch einen gewissen Dualismus und sehen eine starke unabhängigkeit.

          Wer sich bewußt macht, dass Denken nur ein Produkt des Gehirns ist und das wir ein Gehirn haben, welches so auch dem wesentlichen Aufbau nach in einer Vielzahl von Tieren vorhanden ist und das das moderne gehirn nur Erweiterungen hat, etwa eine größere Großhirnrinde, ohne damit die übrigen Bereiche aufgegeben zu haben, die auch das tierische Verhalten steuern, der ist aus meiner Sicht bereits einen erheblichen Schritt weiter.
          Wenn man sich dann noch bewußt macht, dass das Gehirn auch ein Produkt der Evolution ist und damit allein nach dem Kriterium selektiert worden ist, dass Gene in die nächste Generation weitergegeben werden hat man einen weiteren Schritt genommen.

        • „Der Traum vom im Cyberspace verewigten Geist ist möglicherweise wirklich nicht mehr als ein Traum.“

          Das ist ja schon heute eher eine Definitionsfrage, wo der Geist anfängt.

          Ich habe im Gartenteich zwei Goldfische, die den ganzen Tag still vor sich hinleben – meist bewegungslos.
          Fische sind schon Wirbeltiere, aber dennoch fürchte ich, dass in ihnen nicht mehr Geist steckt, als in dem Regenwurm, der versehentlich in ihren Teich fällt.
          Will man ihnen aber Geist zugestehen, dann wird die Abgrenzung zu selbst simplen KI-Programmen schwierig.

        • „Das ist ja schon heute eher eine Definitionsfrage, wo der Geist anfängt.“

          Das scheint mir die falsche Frage. Die richtige Frage scheint mir: Kannst du ohne Körper denken?
          Oder, korollar: Wieweit ist der Körper in Denk- und Fühlprozesse involviert?

          Es scheint Indizien zu geben, dass die Antworten „Nein“ und „Auf unverstandene Art und Weise, aber jedenfalls nicht ’nicht'“ sind.

          Aber über das „scheint mir plausibel zu sein“ Niveau hinaus kann ich das derzeit nicht argumentieren.

        • „Kannst du ohne Körper denken?“

          Ich vermute, Du meinst die Frage in dem Sinne: „Ist Denken ohne Körper möglich?“
          Eine Frage, die sich Philosophen und Naturwissenschaftler schon länger im Zusammenhang mit der Suche nach außerirdischer Intelligenz stellen.
          Wir werden es wohl nie erfahren, weil WIR selbst nur körperbehaftet denken können. Und entsprechend ist auch unsere Wahrnehmung zensiert.

          „Oder, korollar: Wieweit ist der Körper in Denk- und Fühlprozesse involviert?“

          Es gibt Schleimpilze, an sich amöboide Einzeller, die sich zur Erreichung eines bestimmten Zieles zu Superorganismen zusammenfügen und dann planvoll wie ein höheres Lebewesen vorgehen können.

          Bestimmte Parasiten (kleiner Leberegel?) programmieren das Gehirn einer Ameise um, so dass diese sich abends nicht in den schützenden Bau zurückzieht, sondern an einem Grashalm hochklettert, damit sie von einem Schaf gefressen werden kann.
          Andere befallen Mäuse, die dann nach Katzen suchen.
          Auch hier bedarf das „Denken“ eines Körpers, aber eben nicht des eigenen.

        • Dawkins sagt irgendwo, dass außerirdisches Leben, wenn man es mal entdeckt, in jedem Fall nach den gleichen Regeln der natürlichen Auslese entstanden sein müsste, wie das irdische Leben; schließlich gelten überall die gleichen Naturgesetze.

          Auch hat man bisher noch nicht nachweisen können, dass es mentale Vorgänge ohne entsprechende Gehrinvorgänge gibt, und selbst wenn das gelänge, wäre noch zu klären, wie den ein solcher immaterieller Geist den Körper bewegen kann usw.

          An dieser frage ist schon Descartes gescheitert.

        • „Dawkins sagt irgendwo, dass außerirdisches Leben, wenn man es mal entdeckt, in jedem Fall nach den gleichen Regeln der natürlichen Auslese entstanden sein müsste, wie das irdische Leben; schließlich gelten überall die gleichen Naturgesetze.“

          Biologisches Leben, ja. Das hatte schon Carl Sagan in den 80ern dargelegt.

          „Auch hat man bisher noch nicht nachweisen können, dass es mentale Vorgänge ohne entsprechende Gehrinvorgänge gibt, …“

          Ein fehlender Nachweis ist keine Widerlegung. Die Vorgänge sind theoretisch denkbar, mehr braucht es erstmal nicht.

          „… und selbst wenn das gelänge, wäre noch zu klären, wie den ein solcher immaterieller Geist den Körper bewegen kann usw. “

          Wie dargelegt, indem er sich zeitweise eines anderen Körpers bemächtigt.

        • „Eine Frage, die sich Philosophen und Naturwissenschaftler schon länger im Zusammenhang mit der Suche nach außerirdischer Intelligenz stellen.“

          Das ist m.E. Derailing.

          Wir gingen von menschlicher Psyche aus, die – so die Behauptung – nicht ohne Körper denkbar ist.
          In der Diskussionen haben Aliens keinen Platz.

          Es geht auch nicht darum, welches theoretische Verhältnis Geist und Gehirn haben.

          Es geht darum, welche fundamentale Auswirkung die Körperwahrnehmung in jeder Hinsicht auf die Psyche eines Menschen hat.

        • “ indem er sich zeitweise eines anderen Körpers bemächtigt.“

          Wie kann denn der Geist, der sich nicht in der materiellen Welt befindet (sonst wäre seine Existenz ja nachprüfbar), sich materieller Körper bemächtigen?

          Das umgekehrte ist ja möglich, z.B. durch Drogen. Was wieder darauf hinweist, dass es keinen von materie unabhängigen geist gibt.

      • Das wird auch von mir nicht bestritten. Die Frage ist immer nur, wie weit hat das Körperliche Auswirkung auf das Psychische. Das Frauen schwanger werden können, hatte und hat große Auswirkung auf ihr Verhalten in der Paarungssituation, bei Partnerwerbung und Sexualität. Aber auch auf den Alltag? In einer Arbeitssituation? Wozu?

  6. 1. Das Gehirn besteht nicht nur aus der Matsche die sich zwischen den Ohren abgelagert hat, sondern auch aus dem kompletten Nervensystem. Die Regulation unserer Koerperfunktionen laeuft im Wesentlichen voellig unbewusst ab, selbst im Schlaf und unter Narkose. Die Nerven und Gehirnteile, die sich mit der Regulation der Sexualorgane beschaeftigen sind nun mal verschieden zw. den Geschlechtern. Deshalb ist das Gehirn und vor allem der unbewusst autoregulierende Teil des Hirns zw. den Ohren unterschiedlich, weil er offensichtlich unterschiedliche Funktionen ausfuehren muss, selbst wenn die physiologischen Strukturen optisch gleich aussehen.
    2. Die Big5 Persoenlichkeitstests sind inzwischen mit zigtausenden von Menschen aller Kulturen durchgefuehrt worden. Dabei ergaben sich erhebliche Unterschiede zw. Mann und Frau in vielen Aspekten, z.B. Gaussverteilungen die um eine Standardabweichung zw. Mann und Frau auseinanderliegen. Und natuerlich gibt es auch – wie ueblich bei einer Gaussverteilung – viele ueberlappende Bereiche. Was man messen kann muss man nicht mehr ideologisieren.
    3. Die Gender-Religion wird – wie andere Religionen auch – nach und nach durch wissenschaftliche Erkenntnisse widerlegt. Irgendwann wird sich der Gender-Atheismus durchsetzen; ist nur eine Frage der Zeit.

      • […]“Die Big Five sind kein unumstößliches Gesetz, sondern das bisher weltweit am meisten akzeptierte Paradigma. Insofern sind sie der derzeit beste Kompromiss. Ich halte es für unwahrscheinlich, dass sich in naher Zukunft ein anderes Modell durchsetzen wird.“
        …auch das steht im genannten Artikel. Eine einzelne angebliche Falsifikation stoesst nicht das ganze Modell um. Es handelt sich um Wissenschaft, und da muss auch die Falsifikation erst mal kritisch hinterfragt werden.

  7. „Irgendwann wird sich der Gender-Atheismus durchsetzen; ist nur eine Frage der Zeit.“

    Ich fürchte, da bist Du zu optimistisch.
    Ideologien wachsen nach, wie Rasen nach einem warmen Sommerregen.
    Und je abstruser ihre Basis ist, desto hartnäckiger halten sie sich.

    Schon Schwarzgelds Thesen im „kleinen Unterschied“ waren wirr, sind aber immer noch das Credo des Feminismus.

    • Ergänzung:
      wenn der Feminismus abgewirtschaftet hat, dann nur, weil er durch eine andere Phantasterei abgelöst werden kann.

      Es scheint im menschlichen Geist ein tiefes Bedürfnis zum Okkulten zu herrschen. Was früher die Religionen waren, sind heute verschiedene bizarre Verschwörungstheorien mit quasireligiösem Charakter.
      Wenn sich also wirklich eine Theorie als falsch erweist, zieht die Karawane ihrer Gläubiger weiter und nistet sich in der nächsten häuslich ein.

    • Ich gebe Dir recht und ich habe nicht gesagt, zumindest nicht gemeint, dass Religion per se aussterben wird. Alle 7 Milliarden sind heute Odin-, Zeus- und Bacchus-Atheisten. Obwohl ich mir im letzteren Fall bei mir persoenlich nicht ganz sicher bin 😉

      Letztlich entscheidet das darwinistische Prinzip darueber wie lange eine spezifische Religion ueberleben kann. Da haben Feminismus und Genderismus sehr schlechte Karten, zumindest solange niemand die kuenstliche Gebaermutter erfindet. Man muss den Moslems schon zugestehen, dass sie auf absehbare Zeit viel bessere Chancen haben.

      Psychologen wie z.B. Jordan Peterson, haben m.A. schluessig begruendet, dass der Mensch ohne die metaphysische Ebene gar nicht ueberlebensfaehig waere. Das halte ich fuer die grosse Luecke in den Theorien von Super-Atheisten wie Dawkins & Co.

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