Die Hausfrau als Ideal und zurück in die 50er

Wohl eines der gängigsten Argumente, wenn man Maskulismus, Antifeminismus oder biologische Geschlechterunterschiede anführt ist der Vorwurf, dass man Frauen auf Kinder, Küche und Kirche reduzieren, an den Herd oder an das Bett fesseln wolle und das man allgemein in die 50er Jahre zurück wolle, wo die Frau noch dem Mann Untertan war und man sich ganz als  Macho aufspielen konnte.

Mit dieser Übertreibung bzw diesem Strohmann will man abwerten, schockieren, ein Zurückrudern erzielen.

Es zeigt aber lediglich, dass man nicht bereit ist, sich mit der Position des anderen tatsächlich zu beschäftigen. Es bietet sich daher ein Artikel dazu an, auf den man verlinken kann, wenn das Argument wieder kommt.

 

Innerhalb der Biologie ist vollkommen akzeptiert, dass es alle möglichen Formen des Zusammenlebens von Mann und Frau gibt, sie geht selbstverständlich davon aus, dass auch Frauen in der evolutionären Vergangenheit zur Nahrungs- und Ressourcenbeschaffung beigestragen haben und nicht in den Supermarkt gehen konnten oder an einem Herd gestanden haben und danach einen Staubsauger bedient haben. Sie ist vollkommen damit kompatibel, dass Leute ihr Leben vollkommen anders ausgestalten wollen als es die traditionellen Regeln vorsehen, wenn sie auch gleichzeitig bestimmte Häufungen und Aufgabenverteilungen zwischen den Geschlechtern erklärt und im Schnitt bestimmte ausformbare Präferenzen sieht.

Der Maskulismus hingegen will in vielen Fällen gerade weg davon, dass Kinderbetreuung Frauensache ist, die Väterbewegung als einer ihrer Wurzeln kämpft für zB für Wechselmodell, es werden innerhalb des Maskulismus eher strengere Erwerbsobliegenheiten für Frauen und ein finanzielles auf eigenen Beinen stehen dieser gefordert.

Meine ideale Partnerin hat eine hohe Qualifikation, einen Job in dem sie arbeitet und in den sie auch bei Kindern wieder schnell zurückkehrt. Ich möchte keine Frau, die Hausfrau ist und gerade das dritte K interessiert mich als Atheist gar nicht.

Eher will man mehr Rechte von Männern in klassischen weiblichen Bereichen als die Hausfrau, die zuhause sitzt.

 

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49 Gedanken zu “Die Hausfrau als Ideal und zurück in die 50er

  1. Ich bezweifele, dass Du da für „den Maskulismus“ sprichst und Du drückst Dich auch um ein paar relevante Probleme. „Dein Maskulismus“ mag sich ja für Wechselmodell und Erwerbsobliegenheiten interessieren, aber er löst damit nicht die Frage, warum Männer überhaupt in Familie investieren sollten, wenn die einzige Hilfe Deines Maskulismus dabei ein paar nicht sonderlich wesentliche Regelungen für den Fall des (hochwahrscheinlichen) Scheiterns sind. „Dein Maskulismus“ macht es kein Stück attraktiver für Männer, in Kinder und Familie zu investieren, überhaupt relevante Bindungen einzugehen.

    Das heißt noch nicht, dass zurück in die 50er Jahre die Lösung wäre. Aber es heißt, dass Dein Maskulismus für wesentliche Interessen von Männern desinteressiert bleibt während er am Primat entfesselter Hypergamie nicht rütteln will. Mit „Wechselmodell“ und „Frauen in den Job“ könntest Du auch Feminist sein.

    • „Aber es heißt, dass Dein Maskulismus für wesentliche Interessen von Männern desinteressiert bleibt während er am Primat entfesselter Hypergamie nicht rütteln will“

      Entfesselte hypergamie ist auch so ein wenig die rape culture bzw das „Schönheitswahn“ des red pill Bereiches.
      Die meisten Frauen sind mit Leuten ihre „sozialen Schicht“ zusammen.

      „Mit „Wechselmodell“ und „Frauen in den Job“ könntest Du auch Feminist sein“

      In der Hinsicht bin ich es dann eben auch. Ich bin natürlich auch zum Wohle der Frauen dafür, dass diese gleichberechtigt an Arbeitsleben teilnehmen können.

      • Hypergamie ist möglicherweise ein Begriff mit zu vielfältigen Bedeutungen für die Verwendung hier. Dass Frauen nach oben heiraten, ist imo unproblematisch und biologischen Instinkten geschuldet.

        „Das Problem“ wird aus meiner Sicht schön an einer Geschichte deutlich, die vor 1-2 Jahren irgendeine Feministin in verschiedenen großen Zeitungen erzählt hat: Sie war mit Freundinnen mit den frischen Baby in einer Krabbelgruppe oder so was und von 9 Müttern dort hatten kürzlich 7 die Väter ihrer Kinder verlassen. Der Aspekt von „entfesselter Hypergamie“, den ich für problematisch halte ist, dass brave Versorger einfach nicht sexy sind und heutige rundum-abgesicherte Frauen zu schnell und zu leicht wieder auf die Jagd nach „sexy“ gehen können, wodurch es sich für Männer schlicht nicht lohnt (ja sogar kontraproduktiv ist) ein braver Versorgervater zu sein, der für seine Familie etwas aufbaut. Mit „sexy Cads“ aber kann man keine stabile Gesellschaft bauen.

        • „Sie war mit Freundinnen mit den frischen Baby in einer Krabbelgruppe oder so was und von 9 Müttern dort hatten kürzlich 7 die Väter ihrer Kinder verlassen“

          Die Rückschlüsse daraus sind ja sehr gewagt, sowohl was die verallgemeinerungsfähigkeit aus auch die Gründe angeht.
          Vielleicht wurden ja gerade nicht die Versorger verlassen, sondern ganz andere Typen Männer

        • Ich kenne das Problem auch aus anderen Fällen, wo die Versorgersache eindeutig ist. Und ich kenne keinen einzigen verheiraten Mann meiner Generation, der mit seinem Sexleben zufrieden ist.

          Aber der Aspekt, dass Frauen Kinder von den „falschen Männern“ bekommen, ist nur die andere Seite derselben Medaille. In dem Moment, wo Frauen den „braven Versorger“ nicht mehr brauchen, weil alternativ der Staat oder ein anderer Versorger für diese aufkommt, wird es für Frauen attraktiv sich von wilden BadBoys schwängern zu lassen. Diese tragen wieder nichts zum Aufbau einer Gesellschaft bei und darüber hinaus züchtet man so dann auch noch die nächsten Generationen zu anti-sozialen Eigenschaften.

  2. Die Antwort auf „Du willst ja nur zurück in die 50er“ kann nicht sein „Nein, ich will x“
    Das führt nur, wie lh korrekt anmerkt, zu vielen MeinMaskulismen, die nicht vereinbar sind.

    Die Stärke des Maskulismus liegt im klaren Benennen einiger Probleme:

    a) weibliche Hypergamie – viele Singles oder Harems
    b) baby rabies mit 30 – viele teure Ausbildungen enden in Teilzeitstelle – Fachkräftemangel in frauentypischen Feldern (Medizin)
    c) work-life-balance für Frauen wichtiger – Verfall von Leistung und Gehaltsniveau in frauendominierten Feldern
    d) Verdoppelung der Arbeitnehmerschaft – Verfall der Löhne – viele Frauen _dürfen_ nicht arbeiten, viele Frauen _müssen_ arbeiten, weil ein Gehalt für eine Familie nicht reicht.
    e) weibliche Hypoagency – massive Transferzahlungen von Männern in Richtung Frauen über Sozialsysteme
    f) Gynozentrismus – Männer werden demotiviert, e) weiter zu tragen
    g) Betonung des Individuums – (junge) Frauen wollen von niemandem abhängig sein – es sei denn vom Staat, der ist wenigstens zuverlässig

    Der einzige Punkt, für den Feminismus eine Lösung darstellt – den Feminismus überhaupt nur wahrnimmt – ist g).
    Alle anderen Punkte wurden durch den Feminismus erst zum Problem, was dazu führte, dass Frauen heute deutlich unglücklicher sind als vor 60 Jahren.

    Dass „Zurück in die 50er“ a)-f) lösen WÜRDE, kapieren selbst Feministinnen. Daher der Vorwurf.

    Und deswegen muss die Antwort sein: „Nein, das ist NICHT meine Lösung. Ich will wissen, was DEIN Lösungsvorschlag ist, denn ich alleine – ohne dich – KANN die Probleme nicht lösen. Also zieh endlich den Kopf aus dem Sand und lass uns über a) bis f) reden“

    • übrigens schwärmen nicht wenige der älteren weiblichen Semester in meinem persönlichen Umfeld von den 50igern als schöne Zeit,
      Es wäre ein angenehmes gesellschaftliches Klima, Beziehung zwischen Geschlechtern unverdorben/unbelastet gewesen, schöne Mode etc. das sind so die immer wiederholten Topoi.

  3. „Zurück in die 50er“
    Auf keinen Fall, damals waren die Männer ja noch deutlich stärker für die Frau verantwortlich als sie es heute schon sind. Mann musste der Alten einfach alles bezahlen, nur damit sie zu Hause bleibt und sich vom Gärtner besteigen lässt.
    Ich finde die aktuellen Zeiten bescheuert aber gegenüber den 50igern sind sie, gerade was die damalige Unfähigkeit von Frauen betrifft, einfach paradiesisch.
    Nein, der Rückweg ist nicht mehr möglich und macht auch keinen Sinn. Die Rückkehr in die 50iger des 10. Jahrhunderts, wo die Frau wirklich relevante Arbeit gemacht hat würde mir zwar gefallen aber ist nicht realistisch.
    Die einzige Möglichkeit ist also der Weg nach vorne. Das Ziel muss sein, dass Frauen die selben Pflichten aufgebürdet bekommen, wie sie die Männer bereits seit Anbeginn der Menschheit tragen mussten – nämlich führ ihren Unterhalt selbst aufzukommen. Kinder gibt es in 20 Jahren aus der Retorte – daher wird auch der Kinderjoker wegfallen, vor allem da die Kinder aus der Retorte gleich noch gentechnisch aufgewertet werden können. Auch der Sex wird in 20 Jahren vermutlich geiler sein wenn wir einen Sexbot benutzen als wenn wir mit einem Menschen schlafen, früher oder später wird dieser Bot auch unsere nicht-sexuellen Bedürfnisse wie zuhören, Kuscheln, usw. erfüllen, so dass der Partner nicht einmal mehr dafür gebraucht wird.
    Nein, ich denke die Zukunft wird für Frauen sehr hart werden und ich bezweifle, dass der Feminismus ihnen dann noch groß helfen kann.

    In dem Sinne: Genießt eure Zeit Mädels, so bequem wie heute wirds nie mehr.

    • „Die Rückkehr in die 50iger des 10. Jahrhunderts, wo die Frau wirklich relevante Arbeit gemacht hat würde mir zwar gefallen aber ist nicht realistisch.“

      Im Gegenteil, das ist die Variante mit der höchsten Eintrittswahrscheinlichkeit.

      „Kinder gibt es in 20 Jahren aus der Retorte… Sexbot benutzen“

      Das Problem ist hier: Gesellschaften mit einer derartig hoch entwickelten Technologie ist auch entsprechend stark domestiziert, was dann bedeutet, dass Frauen sich in beiden Punkten die Entscheidungsmacht über den Einsatz sichern können.

      Und genau das werden sie tun. Mit allen Mitteln.

      Plakativ: künstliche Gebärmütter und massenhafte Verbreitung realistischer Sexbots sind dann „der totale Krieg der Geschlechter“

      • „Im Gegenteil, das ist die Variante mit der höchsten Eintrittswahrscheinlichkeit.“
        Falls du damit auf den Islamismus anspielst – das Problem ist vor allem Medien gemacht. Die paar Tote die wir hier in Europa zu verzeichnen haben sind weniger als an einem Tag an Übergewicht in Berlin sterben. Außerdem ist gar nicht klar, wie viele der Einwanderer sich vom Islam abwenden und wie viele von deinen bestenfalls noch Weihnachsmuslims sind. Kenne kaum einen der seine Religion wirklich ernsthaft lebt. Abgesehen davon, dass viele kein Schweinefleisch essen huren und saufen die meisten schlimmer als der sprichwörtliche Proll vom Lande rum.
        Bei den Islamisten ist es genau wie bei den Nazis oder den Feministen – 3% glauben, dass sie für den ganzen Rest sprechen.

        „Das Problem ist hier: Gesellschaften mit einer derartig hoch entwickelten Technologie ist auch entsprechend stark domestiziert, was dann bedeutet, dass Frauen sich in beiden Punkten die Entscheidungsmacht über den Einsatz sichern können.“
        Da verlasse ich mich dann auf den Kapitalismus. Wer Marx gelesen hat ist da klar im Vorteil, denn es ist klar, dass die Staaten die diese Technologien einsetzen sehr schnell ein höheres Bruttosozialprodukt haben werden: Frauen fallen nicht mehr aus und sind gezwungen zu arbeiten, Männer sind zufriedener und arbeiten besser. Außerdem ist das ganze ja ein gigantischer neuer Markt.
        Klar – im Land der Internet-ist-Neuland-Politiker wird es vermutlich nicht so rosig aussehen aber andererseits liegt die Zukunft des Wohlstandes vermutlich auch außerhalb Europas. Asien wird da weit weniger Bedenken haben, weshalb man auch rechtzeitig die Kurve kriegen sollte und den Kleinstaaten von Europa den Rücken kehren sollte.

        • „Außerdem ist gar nicht klar, wie viele der Einwanderer sich vom Islam abwenden und wie viele von deinen bestenfalls noch Weihnachsmuslims sind. Kenne kaum einen der seine Religion wirklich ernsthaft lebt. Abgesehen davon, dass viele kein Schweinefleisch essen huren und saufen die meisten schlimmer als der sprichwörtliche Proll vom Lande rum.“

          Wieviele Kinder bekommen die Gläubigen, und wieviele die „Weihnachtsmuslims“?

          „Bei den Islamisten ist es genau wie bei den Nazis oder den Feministen – 3% glauben, dass sie für den ganzen Rest sprechen.“

          3% können ohne weiteres dem ganzen Rest ihre Vorstellungen aufzwingen, wenn sie politische Macht haben oder glaubhaft mit unangenehmen Konsequenzen für „Fehlverhalten“ drohen können.

          „Klar – im Land der Internet-ist-Neuland-Politiker wird es vermutlich nicht so rosig aussehen aber andererseits liegt die Zukunft des Wohlstandes vermutlich auch außerhalb Europas. Asien wird da weit weniger Bedenken haben“

          Ich denke auch, dass vor allem China derartige Technologien (künstliche Gebärmutter, Genetic Engineering, Kampfroboter) einsetzen wird. Die politische Führung scheint mir da sehr pragmatisch/unideologisch und lösungsorietiert zu sein, und durch die Überalterung gibt es noch einen zusätzlichen Anreiz.

        • „Falls du damit auf den Islamismus anspielst“

          Nein, den meine ich damit nicht. Das ist nur ein Randphänomen.

          „Da verlasse ich mich dann auf den Kapitalismus. Wer Marx gelesen hat ist da klar im Vorteil, denn es ist klar, dass die Staaten die diese Technologien einsetzen sehr schnell ein höheres Bruttosozialprodukt haben werden“

          Kommt darauf an, ob in entsprechend großem Umfang Humanressourcen benötigt werden. „Der Kapitalismus“ ist da sehr flexibel.

        • JC Denton,

          konkreter sprengt den Rahmen hier (und mein Zeitbudget). Aber kurz: Der „Islamismus“ ist im wesentlichen nur eine grob gesteuerte Kanalisierung des Aggressionspotentials der „youth bulge“, wobei man sich hier einer ursprünglich im kalten Krieg entwickelten Kontraposition zum sowjetischen Expansionismus bedient und diese angepasst hat.

          „Islamismus“ selber ist keine auf Zukunftsfähigkeit angelegte Ideologie, sie trägt sozusagen den Selbstzerstörungsmechanismus gleich mit sich. Damit reduziert sie sich bei der Systemanalyse zu einem Stör-/Einflussfaktor auf der Entwicklungsachse.

          Unser (westliches) heutiges überkomplexes sozio-ökonomisches Gesellschaftsmodell basiert letztlich auf der weitestgehenden Kontrolle aller relevanten Ressourcen und Flächen auf diesem Planeten und die Zugriffssicherheit auf diese.

          Ist diese nicht mehr gegeben, erfolgt eine Anpassung der Gesellschaft, welche nach einer Übergangszeit auf das Organisationsniveau des 10. Jahrhunderts führt.

          Dies ist eines der negativeren Extremszenarien (aber nicht das negativste) hat aber eine hohe Eintrittswahrscheinlichkeit über einen Prognosezeitraum von 50 Jahren.

        • @ Peter M

          „„Islamismus“ selber ist keine auf Zukunftsfähigkeit angelegte Ideologie, sie trägt sozusagen den Selbstzerstörungsmechanismus gleich mit sich. Damit reduziert sie sich bei der Systemanalyse zu einem Stör-/Einflussfaktor auf der Entwicklungsachse.“

          Unter den Bedingungen des 10. Jahrhunderts klappt Islamismus (und religiöser Fundamentalismus generell) recht gut.

          „Unser (westliches) heutiges überkomplexes sozio-ökonomisches Gesellschaftsmodell basiert letztlich auf der weitestgehenden Kontrolle aller relevanten Ressourcen und Flächen auf diesem Planeten und die Zugriffssicherheit auf diese.“

          Grenzen des Wachstums?10. Jahrhundert nur im Westen oder weltweit?

          „Dies ist eines der negativeren Extremszenarien (aber nicht das negativste) hat aber eine hohe Eintrittswahrscheinlichkeit über einen Prognosezeitraum von 50 Jahren.“

          Da habe ich auch was:
          http://www.unz.com/akarlin/short-history-of-3rd-millennium/

          Schreib doch einfach mal einen Gastbeitrag. Der werte Blogbetreiber wird ihn bestimmt veröffentlichen.

        • @JC

          Es ist sehr auffällig, dass die besonders reaktionären islamischen Staaten alles Rentenstaaten sind.
          Weiterhin ist auffällig, genau diese Financiers u.a. des ISIS sind keine Opfer von regime change Ambitionen.
          Von daher halte ich das Gerede, es gäbe eine geschlossene Front „des Westens“ gegen „den“ Islamismus ohnehin für ein Gerücht.

          Dass es einen Rückfall in die Barbarei geben kann, ist nicht ausgeschlossen, aber selbst unter den denkbar schlechtesten Voraussetzungen wird es kein Rückfall in das 10. Jahrhundert sein, das wir kennen.

          Gruß crumar

    • „Das Ziel muss sein, dass Frauen die selben Pflichten aufgebürdet bekommen, wie sie die Männer bereits seit Anbeginn der Menschheit tragen mussten – nämlich führ ihren Unterhalt selbst aufzukommen“

      Warum sollte das Ziel nicht sein, Pflichten und Verantwortung besser auf beide Geschlechter zu verteilen?

      „Kinder gibt es in 20 Jahren aus der Retorte – daher wird auch der Kinderjoker wegfallen, vor allem da die Kinder aus der Retorte gleich noch gentechnisch aufgewertet werden können. Auch der Sex wird in 20 Jahren vermutlich geiler sein wenn wir einen Sexbot benutzen als wenn wir mit einem Menschen schlafen“

      Diese Art technischen Wunderglaubens ist zutiefst 50iger Jahre 😉

      Ich dachte vor 20 Jahren schon, dass wir das JETZT hätten, zusammen mit Unsterblichkeit (auch nur ein genetisch/medizinisches Problem), Fusionskraft und nachwachsenden Zähnen.

      Außerdem: auch Kinder aus der Retorte müssen umsorgt werden. Dann hängen im Extremfall beide Geschlechter am Fördertopf und die Kinder wachsen in unoptimalen Ein-Elter-Familien auf.

      Oder willst du auf ein staatliches Aufzuchtprogramm hinaus *grusel*?

  4. Die 50er Jahre Hausfrau hatte ja noch einen Ganztagesjob zuhause: Die ganzen Haushaltsmaschinen, Supermärkte und Convenience Food gab es für die breite Bevölkerung schlicht noch nicht. D.h. Wäschewaschen, Kochen, Besorgungen und Putzen waren deutlich aufwändiger als heute.

    Die 60er Jahre Hausfrau hingegen war klassisches Virtue Signalling: Schaut her, ich verdiene genug Geld, dass meine Frau nicht arbeiten gehen muss. Schaut her, ich habe einen Mann gefunden, der genügend Geld ranschafft und mit mir teilt.

    Ich gehe davon aus, dass die heutige Situation bei Paaren im Prinzip immer noch Virtue Signalling ist: Die Frauen von Männern ohne hohes Einkommen müssen Arbeiten gehen. Die Frauen von Männern mit hohem Einkommen könnten zuhause bleiben. Das ist aber heutzutage ohne Großfamilie aber mit Waschmaschine ziemlich langweilig, weshalb diese Frauen dann oft Halbtagesjobs in entspannten Arbeitsumgebungen nachgehen.

    Falls jemand die Frau eines Zahnarztes kennt, die Putzen geht, werd ich meine Meinung überdenken. 😉

    • „Die 60er Jahre Hausfrau hingegen war klassisches Virtue Signalling: Schaut her, ich verdiene genug Geld, dass meine Frau nicht arbeiten gehen muss. Schaut her, ich habe einen Mann gefunden, der genügend Geld ranschafft und mit mir teilt.“

      Das ist vollkommen richtig. Leider ist das „Volksgedächtnis“ sehr löchrig. Bis in die späten 1960er Jahre war das Modell „Sie Hausfrau, er Vollzeitarbeiter“ zwar Ideal, aber kaum gelebte Realität. Das häufigste Modell war das, was zufällig auch heute immernoch das häufigste Modell ist: Er Vollzeit, sie Teilzeit.

      Die 1950er Jahre waren geprägt von niedrigen Einkommen und überlangen Arbeitszeiten geprägt. Somit war es für breite Teile der Bevölkerung nicht möglich, dass auf ein Einkommen verzichtet werden konnte. Das kann dir jeder Sozialhistoriker bestätigen.

      Das Hausfrauen-Modell war nur für eine kleine Schicht realisierbar. Nämlich für höhere Beamte und leitende Angestellte, mithin etwa 20 Prozent aller Arbeitnehmer. Aber heute tut man so, als ob das das beherrschende Lebensmodell sei. Warum bloß?

    • Du musst das spezifizieren – welche Epoche und welches Land. Im Mittelalter war das Hausfraudasein ein harter Vollzeitjob. Außerdem sind die Frauen schnell gestorben da ein Kind zu bekommen jedesmal die Gefahr des Todes barg. In dieser Zeit war der Deal – er arbeitet draußen und sie drinnen vollkommen ok und fair. Nur als der eine Job immer leichter und der Andere Job immer beschissener wurde hat sich das Gleichgewicht verschoben.
      Das ist übrigens auch der Grund, warum Feministen in unterentwickelten Regionen nie Fuß fassen konnten. Dann hieß es nämlich, dass die Vorkämpferin für das Gute das Recht hat zu verhungern.

    • Unsinn. Realität ist, daß die allerwenigsten Deutschen eine „Karriere“ haben, die den Namen auch verdient. Die meisten gehen einfach arbeiten, Männer wie Frauen.

      Ich schließe mich dem Blogmaster an, so ein Hausmütterchen würde ich auch nicht wollen, da würde mir einfach die Augenhöhe fehlen.

      • Ab wann verdient den Ihrer Ansicht nach eine Karriere diesen Namen?

        Warum glauben Sie, dass eine Hausfrau nicht mit Ihnen auf Augenhöhe agieren kann. Ihre Arroganz ist mir fern.

        • Ist mir auch schleierhaft warum eine Hausfrau automatisch gleich ein (offenbar für dumm gehaltenes) Hausmütterchen sein soll.

          Scheint mir etwas kurz den Menschen nur über seine Erwerbstätigkeit wertzuschätzen, wo man ja gleichzeitig beklagt, das Männer immer nur auf ihre Tätigkeit reduziert werden.

    • Nur ein Bruchteil macht eine richtige Karriere und richtige Hausfrauen gibt es hauptsächlich in Familien, die ihren Frauen aus kulturellen oder religiösen Gründen die Selbständigkeit absprechen. Der grösste Teil hat zwar einen Job, möchte aber noch lange keine Karriere.

      • „richtige Hausfrauen gibt es hauptsächlich in Familien, die ihren Frauen aus kulturellen oder religiösen Gründen die Selbständigkeit absprechen“

        Hausarbeit ist prinzipiell eine Tätigkeit mit hohem Grad an Selbstständigkeit. Daher kann dein Argument nicht stimmen.

  5. „es werden innerhalb des Maskulismus eher strengere Erwerbsobliegenheiten für Frauen und ein finanzielles auf eigenen Beinen stehen dieser gefordert.“

    Diese Erwerbsobliegenheiten, die Maskus für sich selbst als unzumutbar beklagen?

    Und dann sollten Frauen (mehrheitlich) finanziell auf eigenen Beinen stehen – aber ohne, dass im Zuge dessen auch 30 % (oder mehr) der Führungspositionen von ihnen besetzt oder Frauentypische Tätigkeiten besser entlohnt würden?

    • Wenn Frauen Führungspositionen haben wollen, dann sollen sie sich anstrengen.

      Wer zwingt Frauen in frauentypische Berufe und warum sollte der Markt dafür einfach mehr zahlen?

      Maskus haben keine Erwerbsobliegenheiten.

      • Die getrenntlebenden Väter unter ihnen meist doch.
        Nach dem wie ich es verstanden habe, kann ihnen, wenn der Vollzeitjob nicht genug abwirft um (zumindest auch den Kindes-)Unterhalt zu leisten, zugemutet werden auch noch einen Nebenjob anzunehmen und diese Fälle sind auch aus feministischer Sicht ein Problem (analoges gilt – mit kleinen Abstrichen – für den Kritikpunkt fiktives Einkommen).

        • “ diese Fälle sind auch aus feministischer Sicht ein Problem “

          Du kannst doch jetzt bestimmt mit einem Link auf eine feministische Lobby-Arbeit zur Abschaffung der Nebentätigkeitsverplfichtung aufwarten, oder?

        • Wenn ich es könnte, was würde das für Dich ändern, Schneemannskispringer?

          Dass zu den klassisch-feministischen Forderungen die nach der (max.) 35 Std.-Woche for all the people of all the three+x sexes gehört, müsst ich jetzt aber nicht belegen können, das ist allgemeinbekannt, nehme ich an?

          So wie auch von Akzeptanz und Zustimmung zur Forderung eines BGEs – vorgeschlagen bspw. von der jüngst erwähnten Shulamith Firestone – bei dem von Euch mit Vorliebe kritisierten Klientel prinzipiell erstmal auszugehen ist.

          Beides ist anders bei Maskus, m.W.n.

          Deren Zukunftsvision scheint vielmehr zu beinhalten, dass anständig (?) bezahlte Vollzeit(!)-Jobs für gut 15 Millionen derzeit überhaupt nicht am Arbeitsmarkt teilnehmende (noch-nicht-Rentenberechtigte) BundesbürgerInnen drin wären – zusätzlich noch zu der Aufstockung des Stundenumfangs der knapp 10 % der männlichen und beinah 50 % der weiblichen Arbeitnehmer in Teilzeitbeschäftigung sowie den über 5 Millionen Minijobber(innen).

          Blöder Satz, aber man ahnt vielleicht, was ich hier sagen will^^

        • @ Semi

          „Dass zu den klassisch-feministischen Forderungen die nach der (max.) 35 Std.-Woche“

          Was machst Du denn, wenn ich mehr arbeite, dann auch mehr verdiene und den Führungjob bekomme?

          Willst du mir dann eine Quotenfeministin vorsetzen?

          PS: Das BGE haben wir doch schon, in Gestalt von Gleichstellungsbeauftragten zB. Nur bin ich mal gespannt, wie wir mit solchem Unsinn in der Marktwirtschaft bestehen wollen.

  6. „Meine ideale Partnerin hat eine hohe Qualifikation, einen Job in dem sie arbeitet und in den sie auch bei Kindern wieder schnell zurückkehrt. Ich möchte keine Frau, die Hausfrau ist und gerade das dritte K interessiert mich als Atheist gar nicht.“

    Dein drittes K ist Kapitalismus 😉

    WIE stellst Du Dir den Idealfall denn vor? Was hieße schnell zurückkehren, und siehst Du nur ein Kind in Deiner Zukunft, oder falls mehrere (wie angedeutet) dann wieviele und in welchen Abständen (again: idealerweise)?

    Gehen wir mal von dem Fall aus, dass der Mann überdurchschnittlich gut verdiente, warum genau wäre die Teilnahme am offiziellen Arbeitsmarkt „möglichst schnell“ & in mehr als Teilzeitumfang a.d.S. für die Frau vorteilhaft?

  7. Eigentlich waren die doch eher voller Pantoffelhelden.
    Aber Worte verschwinden lassen, sowas würde nur ein Unrechtsstaat machen.
    Und wenn’s auffällt, aber nicht laut wird, weil ein #Aufschrei unsere Aufmerksamkeit fordert, dann sagen wir nicht, wer die besten Helferlein des ‚Menschlichen‘ sind.

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