Das harte Leben radikalfeministischer lesbischer Frauen in der heterosexuellen Arbeitswelt

Nadine Lantzsch hatte ich hier glaube ich lange nicht mehr, aber sie hat kürzlich einen Text bei der Mädchenmannschaft geschrieben, den ich interessant finde:

Ich hatte die Festanstellung zwischenzeitlich auch deshalb aufgegeben, weil ich mich der latenten bis aggressiven Homophobie und den heterosexistischen Strukturen in der Arbeitswelt nicht mehr aussetzen wollte. Ein paar Jahre und Erkenntnisse später wagte ich aus verschiedenen Gründen einen neuen Versuch. Und schon die ersten Wochen wühlten in der Gefühlswelt meiner inneren 16-Jährigen, die weiß, dass sie keine Hete ist und weit und breit keine Gleichgesinnten zur Seite hat. Das hat mich zugegebenermaßen überrascht, bin ich doch mittlerweile doppelt so alt und mindestens so reich an Le(s)benserfahrung. Ich kam von Arbeit nach Hause und weinte, badete mich im Selbsthass meiner Jugend und fragte mich: WHY IS THIS MY LIFE? Bin ich tatsächlich die einzige in einem Unternehmen mit mehr als 1000 Mitarbeiter_innen? Gibt es einen geheimen Lesbenzirkel und wenn ja, wann finden die Meetings statt?

3.500 Arbeitsstunden später habe ich noch immer keine Lesbe gefunden und mittlerweile akzeptiert, dass ich 40h pro Woche von Menschen umgeben bin, deren Wahrnehmung, Interpretation und Erfahrung mit und in der Welt um sie herum sich wesentlich von meiner unterscheidet. Flexible Arbeitsmodelle und Präsenzzeiten gibt es nur für Heten und nur dann, wenn frau neben der Lohn- auch noch Sorgearbeit für andere tun muss, nicht aber zur Schaffung einer Möglichkeit ohne Diäten-Talk, Boyfriends/Ehemänner, „Frauen sind so…und Männer besser“ und Spitzen gegen Kolleginnen seine_ihre Arbeit tun zu können. Meistens sind Orte, an denen sich Heten ungestört ausbreiten können, nicht besonders feministische, so dass ich auch darüber wenig Verbindungspunkte zu anderen finde. Mein Interventions- und Widerstandsradius, den ich aus meinen politischen Kontexten gewohnt bin, minimiert sich in der Arbeitswelt häufig auf das Ausleveln meiner eigenen kognitiven Dissonanz: An einem Ort nicht wirklich anwesend sein zu können bei gleichzeitigem Druck sich der normalisierten Gedankens- und Verhaltenswelt der dominanten Mehrheit anzupassen, hat enorme Konsequenzen für den eigenen Energie- und Emotionshaushalt.

Deshalb meine Forderungen für den 1. Mai für lesbische Arbeitnehmer_innen:

  • Arbeitszeitverkürzung auf maximal 30h/Woche bei vollem Lohnausgleich
  • Sonderurlaub von bis zu zehn Arbeitstagen
  • Lesbenquoten in allen Hierarchiebenen und Verantwortungsbereichen
  • Steuer- und abzugsfreie Prämien in Höhe von zwei Monatsgehältern
  • Lesbenfreundliche Arbeitsplatzgestaltung in Form hetenfreier Büros oder Homo…ääh… Homeoffice
  • Lohnfortzahlung im heterosexistischen Krankheitsfall für 12 Wochen

Der Text selbst ist wenn man den radikalen Feminismus kennt relativ banal: Sie leidet darunter, dass alle um sie herum ihr Leben leben, was bei jemanden, der sich dereinst durch ein Baby oder ein Kleinkind getriggert sah, verständlich ist. Um sie herum darf sie sich darüber noch nicht einmal aufregen und dagegen protestieren, dass Leute einfach heterosexuell sind und nicht merken, dass sie sie damit unterdrücken.

Dann kommen blödsinnige Forderungen, die letztendlich lebsische Frauen uneinstellbar machen würden. Insofern würde man davon ausgehen, dass sie, weil vollkommen übertrieben, eine Überspitzung sind, die gerade Verwirrung und Unruhe stiften soll und vielleicht auch daraus folgen, dass sie sinnvolle Forderungen nicht erheben kann und daher mittels Übertreibungen vorgehen muss.

Andererseits wäre das ja schon wieder rational und das scheint mir Lantzschi nicht zu sein. Irgendwo hat man dann schon wieder das Gefühl, dass sie so etwas dann doch sogar ernst meinen könnte und als gerechte Kompensation ansehen könnte…

Advertisements

79 Gedanken zu “Das harte Leben radikalfeministischer lesbischer Frauen in der heterosexuellen Arbeitswelt

    • Ich schätze die ist so schräg drauf, dass es für sie tatsächlich mühevoll ist, sich unterzuordnen. In ihrem aktivistischen Umfeld ist sie ja eine Art Chefin „Mein Interventions- und Widerstandsradius, den ich aus meinen politischen Kontexten gewohnt bin“.

      Sie sagt nichts anderes wie: „wenn ich was sage, haben die anderen zu spuren“ (ansonsten werden sie rabulistisch niedergephrast).

      Solche Charaktere haben immer gewisse Probleme, jemanden über sich zu akzeptieren. Da die ja alles und jeden bevormunden und korrigieren wollen und sich bei jedem Fliegenschiss getriggert fühlen, leiden die wie die Hunde.

      Gott sei Dank hat sie keine Gleichgesinnten gefunden! Solche unproduktiven und rabulistisch gut trainierten Netzwerke können eine Firma zu Fall bringen, wenn die ihre Agenda gegen jede Wirtschaftlichkeit durchgesetzt bekommen.

  1. Schrechliches gescwubbel von jemanden der alles und jeden hasst der, sorry, die nicht lesbisch ist. Wobei ich vermute das ein Grossteil der Lesben auch von ihr und ihrem Hass angewidert ist.

  2. Wenn Feministinnen wirklich für Frauen da wären, würden sie Lantzschi, und anderen psychisch labilen und schizophrenen Frauen, keine Plattform bieten, auf der sie ihre psychischen Probleme zu Schau stellen können. Sie würden ihnen raten, sich schleunigst einen Therapeuten zu suchen!

    • @Herr Unbekannt

      Mit Blick auf den ganzen Text und die Personen:

      Hannah: „Fähig- und Fertigkeiten, die ich brauche um m.eine Behinderung.en zu kompensieren.“

      Nadine hatten wir bereits mit dem „Stressfaktor Heten“.

      Melanie: „Während ich mir eigentlich (! sic) mein cooles Online Business aufbauen will, damit ich das mit dieser Vereinbarkeit von Lohn- und Carearbeit hinkriege ist eines meiner beiden Kleinkinder krank geworden. (…) Der dazugehörige Kindsvater ist auf Dienstreise, denn er macht anständige Lohnarbeit. Er wird gebraucht beim Kunden. Ich werde…naja, auch gebraucht. Aber nicht bezahlt.“

      Denn es ist eine Zumutung „weiter (unbezahlt) Popos sauber“ zu putzen, wenn sie doch z.B. von den widerwärtigen weißen CIS-Männern dafür bezahlt werden könnte, ihren eigenen Kindern den Hintern abzuwischen. Also bspw. vom Kindesvater.

      Nadia: „Das Entitlement, fürs Rumsitzen und Mist labern Geld einzustreichen, das muss man sich erstmal hart angewöhnen, vor allem als Frau, vor allem als Kanakin – ich arbeite noch dran und schaffe es wahrscheinlich niemals.“

      Aber sie ist auf einem guten Weg. Vor allem beim „Mist labern“ hat sie die Höhen des Patriarchats bereits gestürmt und steckt mit dem Hinterteil in der gläsernen Decke.

      Charlott: „An manchen Tagen verbuche ich – als chronisch Kranke – es als Erfolg, wenn ich gut aus dem Bett komme.“

      Vielleicht haben wir die „Mädchenmannschaft“ völlig falsch als Feministinnen wahrgenommen und nicht als eine Art Selbsthilfegruppe, die sie anscheinend sind?!

      Gruß crumar

      • „Denn es ist eine Zumutung „weiter (unbezahlt) Popos sauber“ zu putzen, wenn sie doch z.B. von den widerwärtigen weißen CIS-Männern dafür bezahlt werden könnte“

        Wird sie doch, von ihrem eigenem. Das reicht ihr nur nicht.

        Sowas passiert halt, wenn das Konzept „Familie“ zugunsten von „Selbstverwirklichung“ geopfert wird. Und da muss man mit Melanie und Co noch glücklich sein, die jammern nur, haben aber wenigstens noch Kinder. Was mit unseren westlichen Gesellschaften gerade evolutionär passiert, haben die wenigsten Leute wirklich realisiert.

      • Un unter Mädchenmannschaft:

        Hannah

        Hannah C. Rosenblatt bloggt auf “Ein Blog von Vielen” über Gewalt, ihre Formen und Folgen, Inklusion und ihr Leben mit dissoziativer Identitätsstruktur. Sie ist auch bei Twitter aktiv.

        https://de.wikipedia.org/wiki/Dissoziative_Identit%C3%A4tsst%C3%B6rung

        Sie gilt als die schwerste Form der Dissoziation. Die Patienten haben abwechselnde, unterschiedliche Vorstellungen von sich selbst, wobei scheinbar unterschiedliche Persönlichkeiten entstehen, die wechselweise die Kontrolle über das Verhalten übernehmen.

        • Der zitierte Teil ist aber nicht von der Hannah, sondern von Nadine Lanztsch

          Aber die psychische Störung und „ihr“ Blog scheinen echt zu sein. Immerhin würde das einen Teil des Textes verständlich erscheinen lassen.

          Die Kritiken an ihrem Text klingen dann wirklich ziemlich diskrimierend, falls der Kritiker von ihrer Krankheit wüsste.

          Das ist so als würde jemand aus dem Autistenforum hier erscheinen und jemand würde ihn als Autisten beschimpfen.

          Ein Teil der Kritiken beschäftigt sich ja eingehend damit dass sie psychisch gestört ist und solche Kritiken gehen m.E., angsichts ihres lockeren Umgangs mit ihrer psychischen Störung, ins Leere.

        • Würde jemand erklären, dass sie unter Schizophrenie leidet, würden wohl viele sogleich verstehen wie schwer die Störung ist und hier steht schwerste Form der Dissoziation (auch Multiple Persönlichkeit genannt).

        • Ok, ich rudere einen Schritt zurück. Dann muss ich mir jetzt noch den Text zu Nadine durchlesen.

          Sorry!!!

        • Nadine Lantzsch wuchs in Hoyerswerda auf und lebt in Berlin. Sie studierte Medienmanagement in Mittweida und Gender Studies an der Freien Universität. Dazwischen arbeitete sie mehrere Jahre beim Tagesspiegel. Zur Zeit ist sie als Redakteurin bei einem frauen- und gleichstellungspolitischen Monatsmagazin angestellt. 2013 veröffentlichte Nadine zusammen mit Leah Bretz „queer_feminismus. label & lebensrealität“ im Unrast-Verlag. Sie hält Vorträge und gibt Workshops zu den Themenkomplexen Heteronormativität und Rassismus mit Fokus auf soziale Bewegungen und Aktivismus, Widerstandspraxen und Interventionen. Sie spielt Bass im feministischen Bandkollektiv Respect My Fist. Seit 2006 bloggt Nadine privat auf Medienelite.

          Von einer Störung steht da wirklich nichts, aber ein Foto ist dabei.

          Ich würde aber eventuell den Teil ihrer Vergangenheit Gender Studies als mildernden Umstand bewerten, bzw. als Störung, aber immerhin spielt sie Gitarre, was dann schon wieder positiv zu bewerten ist imho.

  3. Geht’s noch? Wieso sollte jemand Lesben anstellen wollen, wenn die für 30 Wochenstunden wie für einen 40 Wochenstunden bezahlt werden müssen? Dazu noch 2 Monatsgehälter obendrauf? 10 Urlaubstage mehr? Doppelt so lange Lohnfortzahlung bis die Krankenkasse Krankengeld zahlt?

    Und was gibt’s dafür als Gegenleistung? Schlechte Stimmung? Na, heißen Dank.

    • Das ist schon deshalb Unsinn, weil man Homosexualität meines Wissens (noch?) nicht wissenschaftlich und rechtsfest nachweisen kann.

      Jeder der behauptet, er/sie sei das, müsste dann entsprechende Privilegien bekommen. Da wollen die ja hin: „ich behaupte was und ihr müsst mich dafür auf Händen tragen“.

      Nie erwachsen geworden, nichtmal in der Lage, eigene Forderungen logisch zu Ende zu denken. Die erlebt gerade einen verspäteten Reifeprozess. Interessieren würde mich, was da im familiären Umfeld fehlte, dass die derartige Probleme damit hat…

      • „Nie erwachsen geworden, nichtmal in der Lage, eigene Forderungen logisch zu Ende zu denken. Die erlebt gerade einen verspäteten Reifeprozess.“

        Es macht eben alles mehr Sinn, wenn man es nicht als Ausdruck echter Forderungen sieht, sondern nur als Klage, wie man die vielen Nachteile eigentlich zusätzlich entlohnen müsste und damit als Darstellung, wie ungerecht die Welt ist, weil sie es eben nicht kompensiert, sondern man es „einfach so“ zusätzlich schultern muss. Zum Teil wäre es damit schlicht auf die In-Group gerichtet und eine Anklage gegen die Out-Group.

        Also etwa so wie diese Aufstellungen „wenn du die Tätigkeiten einer Mutter bezahlen müsstest, dann würde dich das 100.000 € kosten, weil du einen Chefkoch, einen Kinderbetreuer, einen chauffeur, einen Sozialarbeiter, eine Putzfrau , eine Urlaubsplanerin etc gleichzeitig einstellen müsstest“, nur eben in negativ als „Wenn diese Welt gerecht wäre, dann müsste man uns für das was wir leiden (statt leisten) folgenden Ausgleich zahlen“

        • Ja, so wird es sein. So lange die nicht in die Politik kommen, dürfte das Gejammere für die In-Group auch kein Problem darstellen. Aber wehe wenn!

        • @Christian

          Das hier ist die Lebenslüge vieler Frauen:

          „wenn du die Tätigkeiten einer Mutter bezahlen müsstest, dann würde dich das 100.000 € kosten, weil du einen Chefkoch, einen Kinderbetreuer, einen chauffeur, einen Sozialarbeiter, eine Putzfrau , eine Urlaubsplanerin etc gleichzeitig einstellen müsstest“

          Weder haben die meisten Frauen folgende Berufe gelernt oder eine vergleichbare Ausbildung vorzuweisen:

          – Köchin
          – Gebäudereinigerin
          – Erzieherin
          – Chauffeurin

          oder eine Qualifikation erworben oder vorzuweisen, wie die einer:

          – Sozialarbeiterin
          – Projektmanagerin

          oder gar:

          – Ärztin – nur weil sie die Kinder zu einer solchen bringt.

          Die Kinder zum Sport fahren macht sie auch nicht zu einer

          – Trainerin.

          Die Hausaufgabenkontrolle nicht zu einer

          – Lehrerin.

          Eine Mutter verrichtet viele *Tätigkeiten*; das ist korrekt.
          In der Regel ist sie für diese ebenso qualifiziert, wie bspw. der heimwerkende Vater als Handwerker – nämlich GAR NICHT.

          Die Anmaßung, eine kochende Mutter sei vom Resultat ihrer Arbeit zu vergleichen mit der eines „Chefkochs“ bringt mich auf die Palme. Weder vom Wissen, noch vom Können, nicht von der Arbeitsbelastung her und schon mal gar nicht sind die Arbeitszeiten auch nur annähernd zu vergleichen.

          Keine dieser UNQUALIFIZIERTEN Tätigkeiten ist also mehr WERT als 8,50 Euro Mindestlohn, die sie auch erhalten würde, würde sie *unqualifizierte Erwerbsarbeit* verrichten.
          Das sind aber nach meiner Berechnung 1360 Euro im Monat für eine 40 Stunden Woche und demzufolge 16.320 Euro im Jahr. BRUTTO.

          Von dem monatlichen Bruttoverdienst gehen 272 Euro ab für ihre Sozialversicherungsbeiträge.
          Spannende Frage: Gilt der Göttergatte demzufolge als „Arbeitgeber“?
          In dem Fall wäre SEIN Beitrag zu den Sozialversicherungen nämlich *zusätzlich* 296 Euro.
          PRO MONAT.

          Nur mal für die Singles, ganz unter uns quasi: Die beiden Beträge sind die Subvention, die für „beim Mann mitversichert“ erbracht wird, weil diese Frauen in Wirklichkeit bei UNS MITversichert sind.

          Von dem Netto-Einkommen in Höhe von 1088 Euro müsste sie für sich SELBST kalkulatorisch verausgaben:

          – Minimum 409 Euro Regelbedarf für den eigenen Lebensunterhalt.
          – Ihr hälftiger Anteil an der Miete, allen Nebenkosten etc.
          – Ihr hälftiger Anteil an den Kosten des Kindes, der Kinder.
          – usw. usf.

          Es wird viele Frauen schockieren, aber tatsächlich kostet auch die eigene, individuelle Existenz Geld, das irgendwie erarbeitet werden muss.
          Noch viel schlimmer: „Gleiche Rechte und gleiche Pflichten“ für Männer und Frauen bedeutet finanziell, für ALLE anfallenden Kosten zur Hälfte verantwortlich zu sein.

          Ich hätte nicht übel Lust, diese großmäulig vorgetragenen Forderungen als Maskulist zu unterstützen und dabei genau vorzurechnen, welche Konsequenzen die gesellschaftlich, für Familien und für Frauen hätten.
          Wenn man allerdings die großkotzige Selbstbespiegelung vorher auf ein realistisches UND emanzipatorisches Maß gebracht hat.

          Mit Brast und Gruß
          crumar

        • „Ich hätte nicht übel Lust, diese großmäulig vorgetragenen Forderungen als Maskulist zu unterstützen …“

          Keine Sorge, crumar, sie werden sie auch ohne Deine Unterstützung durchdrücken.
          Und dann beginnt das große Heulen und Zähneklappern. Nicht so sehr bei den 2% Krampflesben, als vielmehr bei den 98% Heten, die plötzlich tatsächlich für ihr Auskommen selbst arbeiten müssen – zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit.
          Die drei Jahre Rentenbonus, die sie bis vor einigen Jahren hatten, sind schon futsch.
          Und „einmal Arztfrau, immer Arztfrau“ auch.

          Es ist ja nicht so, dass sie nur die Männer abzocken. Sie sind ja dumm genug, auch bei ihren – noch verhältnismäßig wenigen – Geschlechtsgenossinnen, die ihre Karriere und ihre Einkommen aus eigener Kraft und unter eigenem Verzicht erarbeiteten, die Hand aufhalten.
          Und da brauchen sie nicht mit einem Frauenbonus zu rechnen.

          So gesehen wird der Feminismus am Ende faktisch nur den Männern nützen.
          Ich will ja nicht gehässig sein, aber manchmal frage ich mich schon, warum die holde Weiblichkeit das nicht bemerkt.

        • @ Carnofis
          Denk an Esther Vilars Worte. Frauen denken nicht strategisch. Sie interessieren sich nur für das, was sie unmittelbar nutzbringend für sich verwerten können.

        • Nicht vergessen: der Umbau der Arbeitswelt ist unaufhaltbar im Gange, zukünftig werden ganz besonders die noch gutbezahlten Stellen dran sein (Beispiel:
          https://www.theguardian.com/technology/2016/dec/22/bridgewater-associates-ai-artificial-intelligence-management).
          Und ich kann eine gewisse Freude da auch nicht verhehlen.
          Ein bißchen Geduld müssen wir wohl noch haben. Aber wirklich nurnoch so ein bißchen. Und dann wird endlich Alles gut…
          fingers crossed!

        • Man sollte vorallem auch die Möglichkeit in Betracht ziehen, dass Adrian sich gegen die Einsicht wehrt, vom Gehirngeschlecht her weiblich zu sein.

        • „Denk an Esther Vilars Worte. Frauen denken nicht strategisch. Sie interessieren sich nur für das, was sie unmittelbar nutzbringend für sich verwerten können.“

          Aber in den unmittelbaren Dingen können sie bemerkenswert strategisch denken.
          Als die Mutter meiner Kinder ausgezogen ist, hat sie mir die Bude leergeräumt und wo immer ich dachte, ich sei ihr einen Schritt voraus und könnte noch was retten, war sie schon längst da gewesen und hat das, was sie haben wollte, schon beiseite gebracht.
          Ich konnte nicht umhin, für diese Fähigkeit etwas Bewunderung zu entwickeln.

          Anyway: letzten Endes ist sie mir doch auf den Leim gegangen.
          Das süße Gift des Unterhalts hat sie träge gemacht und nun kann sie sich auf ein Lebensabend auf Sozialhilfe freuen 🙂

    • Die 30-Stundenwochen finde ich gar nicht mal so schlecht. Besonders auch, wenn ich in Betracht ziehe, dass in Deutschland jährlich ca. 2 Mrd. Überstunden anfallen – mehr als die Hälfte davon unbezahlt.
      Nicht nur das Geld ist in Deutschland ungerecht verteilt, auch die Arbeit.

      Ich kann mich übrigens noch an meine Kindheit/Jugendzeit erinnern, als es noch hieß, am Wochenende gehört mein Papi mir. Da wurde auch noch für die 35-Stunden-Woche gekämpft. Übrig geblieben ist davon nichts.

        • Ja, aber man darf den Damen ja nicht sagen, dass sie die naiv-dummen Erfüllungsgehilfinnen einer zutiefst rechten Wirtschaftspolitik sind.
          Dann bekommt man prügel von den Salonlinken Kerlen.

      • Sie fordert die 30-Stunden-Woche allerdings explizit für „lesbische Arbeitnehmer_innen“

        Ich hätte auch nichts gegen eine allgemeine 30-Stunden-Woche. Das könnte tatsächlich Arbeitsplätze freisetzen, allerdings auch Schichtarbeit fördern. Oder das könnte komplett nach hinten losgehen und es gibt NOCH mehr Arbeitsplätze, von denen man ohne Aufstocken vom Amt nicht leben kann.

        Ansonsten denke ich, egal ob die auf Frauen, Männer, Tintenfische oder Briefkasten steht – die WILL einfach anecken. Die WILL einfach mit niemandem zurecht kommen.

        Und die hat noch nie in einer Personalabteilung gearbeitet. Es ist ja nicht so, dass es immer ab dem 42ten Krankheitstag innerhalb eines Jahres Krankengeld gibt (übrigens von der Krankenkasse, die Beiträge müssen ja auch von jemandem erwirtschaftet werden) – Nein. Wenn jemand 41 Tage wegen Migräne fehlt und 41 Tage, wegen eines gebrochenen Beines – dann darf der Arbeitgeber 82 ausgefallene Tage bezahlen.

        Man muss sich mal ausrechnen, was das bedeuten könnte. Das Jahr hat 52 Wochen. Angenommen, 12 Wochen muss der AG zahlen. Angenommen, die 82 Krankheitstage werden auf Wochentage umverteilt. Gut 16 Wochen darf ne Lesbe dann krank sein, bevor die Krankenkasse einspring. Noch mal 10 Tage Sonderurlaub drauf = 18 Wochen darf der AG zahlen, ohne dass er dafür was bekommt. 8 Wochen muss er außerdem zahlen, wegen der zwei Monatsgehälter Sonderzulage. Sind wir bei 26 Wochen. Schon mal ein halbes Jahr zahlen ohne Leistung. Dann noch Feiertage, Urlaub, pi pa po … Bummelige 31 Wochen ohne Zahlung. Und dankenswerterweise fällt das Monatsgehalt sogar noch 33% höher aus, als es für heterosexuelle Arbeitnehmer_innen sein würde. Ey … Wenn’s doof läuft, zahlt der AG für jemanden, der nur so 20% seiner vertraglichen Arbeitszeit wirklich arbeitet die volle Miete.

        Und SOLCHE Herzchen dann auch noch via Quote in ein Unternehmen reinprügeln? WHAT!!

        Sorry. Dachschaden. Massiv. Matheschwäche. Frech. Ungehobelt. Und heult rum. Unfassbar.

  4. Flexible Arbeitsmodelle und Präsenzzeiten gibt es nur für Heten und nur dann, wenn frau neben der Lohn- auch noch Sorgearbeit für andere tun muss

    Und wie läuft das bei männlichen Singles? Kriegen die Frauen zugewiesen oder müssen automatisch weniger Stunden schieben?

    Meistens sind Orte, an denen sich Heten ungestört ausbreiten können, nicht besonders feministische

    Weil dort auch Männer hin dürfen?

    Deshalb meine Forderungen für den 1. Mai für lesbische Arbeitnehmer_innen:

    – Arbeitszeitverkürzung auf maximal 30h/Woche bei vollem Lohnausgleich
    – Sonderurlaub von bis zu zehn Arbeitstagen
    – Lesbenquoten in allen Hierarchiebenen und Verantwortungsbereichen

    Naaa, das reicht nicht! Wenn schon dann eine Quote für männerhassenden, hetenfeindliche, faule Radikalfeministinnen

    – Lesbenfreundliche Arbeitsplatzgestaltung in Form hetenfreier Büros oder Homo…ääh… Homeoffice
    – Lohnfortzahlung im heterosexistischen Krankheitsfall für 12 Wochen

    Meint die das ernst?

    Den Text sollte sie an ihr XING-Profil anhängen, dann hat sie genug Zeit so einen Unsinn zu schreiben.

      • Die Migräne, die sie unweigerlich kriegt, wenn jemand in ihrer Gegenwart etwas Nettes über Männer sagt.

        ..und sie diese Unperson nicht einmal so zurechtstutzen kann, wie sie es von ihren „politischen Kontexten“ her gewohnt ist.

        • Ja, der Part ist sehr wichtig.

          Solange man Leute zur Sau machen kann dafür, dass sie das Patriarchat fördern, ist vermutlich alles in Butter.

  5. Na und?
    Ich bin auch Lesbe, gefangen im Körper eines Mannes.
    Was glaubt Ihr, wie Lesben mit mir umgehen?
    Sie lassen mich nicht ran, nicht mal in die Nähe,
    hab noch nie eine Abgekriegt,
    verachten und beschimpfen mich sofort sind laut, agressiv, übegriffig in der Kommunikation mit mir.
    Ich leide!

    • Als homosexueller Mann gefangen in einem Frauenkörper wird man auch nicht ernst genommen! Ich leide mit dir Bruder
      (oder Schwester?)

  6. Ich möchte mal anmerken, dass die Dame drei Jahre gearbeitet haben will, bei 40 Wochenstunden. Wenn man da in der Summe auf 3.500 Arbeitsstunden kommt, war aber das , was sie anwesend war, sowieso keine 30 Stunden / Woche.

  7. Also, ich denke mal, dass ihre 1. Mai Forderungen unten Satire sein sollen (spätestens dann, wenn der unausweichliche Shitstorm kommt und ihr auffällt, dass ihre psychopathische Weltansicht von niemandem geteilt wird [oh wait, wird sie. Und da die Mädchenmannschaft ja eine Kommentarmauer vom Typus Feuchte Schlüpper bei Trump hat, kommt der Shitstorm da eh nicht durch]). Ansonsten scheint die Dame ja wirklich gar nicht mehr in der Lage zu sein, mit der realen Welt auszukommen. Komplettes psychisches Wrack. Wenn sie nicht bald von dem Hardcoredaueropfertrip runterkommt, landet sie wirklich in naher Zukunft in der Geschlossenen.

  8. Lügt sie nicht sogar dreist?

    Mir ist das hier aufgestoßen:
    „Flexible Arbeitsmodelle und Präsenzzeiten gibt es nur für Heten und nur dann, wenn frau neben der Lohn- auch noch Sorgearbeit für andere tun muss“

    Mir ist nicht bekannt, dass sich flexible Arbeitszeiten am Geschlecht oder gar an der sex. Orientierung festmachen.

    Das ist doch nur das Lügenfundament, welches sie aufbaut, um danach ihre unverschämten Forderungen draufzusatteln.

    • „Lügt sie nicht sogar dreist?“

      Du hast es immer noch nicht begriffen!
      Frauen KÖNNEN NICHT LÜGEN!
      Erst recht nicht, wenn sie auch noch feministische Lesben sind.

      Wenn ihre Aussagen dissonant zur Wirklichkeit stehen, dann lügt die Wirklichkeit.

      Was Du Lüge nennst, ist höchstens eine „Kreative Wahrheit, basierend auf alternativen Fakten“

  9. Arbeitszeitverkürzung auf maximal 30h/Woche bei vollem Lohnausgleich

    ..weil sie es als unerträgliche Belastung empfindet, dass ihr Arbeitsumfeld Heterosexualität nicht versteckt.

    Da weiß man nicht, ob man sich vor Lachen krümmen oder den Kopf auf die Tischplatte knallen soll.

    Am Ende tummelt sich ihresgleichen in der Gleichstellungsbürokratie und bestimmt, wie der Staat mit Männern umgeht.

  10. Dir ist schon klar, dass das höchstwahrscheinlich Satire ist? Denn der Satz „Lesbenfreundliche Arbeitsplatzgestaltung in Form hetenfreier Büros oder Homo…ääh… Homeoffice“ lässt sehr darauf schliesen.
    Da muss man nicht mal den Artikel lesen.

  11. Es ist schon aberwitzig: Wenn ein Mann sich seiner zugewiesenen heterosexuellen Rolle verweigert, muss er bisweilen mit Gefängnis oder dem Tod rechnen – wenn eine Frau sich entsprechend verweigert, wird sie dadurch „bestraft“, dass nicht alle so sind wie sie.

    Aber wir leben in einem Patriarchat, welches Männern Freiheit gewährt und Frauen in ihre Rolle zwängt.

  12. „Ich hatte die Festanstellung zwischenzeitlich auch deshalb aufgegeben, weil ich mich der latenten bis aggressiven Homophobie und den heterosexistischen Strukturen in der Arbeitswelt nicht mehr aussetzen wollte.“

    Das geht?
    Auch für Männer?
    Ich möchte auch mal ein paar Jahre freimachen und mich in Selbstbeschau üben. 😦

    „Ein paar Jahre und Erkenntnisse später wagte ich aus verschiedenen Gründen einen neuen Versuch.“

    Waren die Gründe vielleich das böse Sozialamt?
    Ein Mann wird ja wohl nicht für ihre Privattherapie gezahlt haben.
    Oder ist ihr Vater gestorben?

  13. Vor acht oder neun Jahren habe ich ein Uniseminar besucht, in dem es unter anderem um Arbeit ging. Bis dahin hatte ich mich schon häufiger mit Arbeiter_innenkämpfen auseinandergesetzt, aber nie intensiv darüber nachgedacht, was Arbeit eigentlich für mich bedeutet.

    Ist auch ein schwieriges Thema, wenn frau aaahm frau ihr ganzes Leben noch nie gearbeitet hat. Was nicht ihre Schuld ist. Ich vermute, es waren Männer, die sie daran gehindert haben, auf dem Strassenbau oder in der Kanalreinigung zu arbeiten. Man kennt sie ja, diese Typen, die mit aller Macht ihre Privilegien verteidigen, während die Frau schwierige Aufsätze über Arbeit schreiben muss und daneben auf Twitter noch ihre Solidarität mit der internationalen Arbeitervereinigung erklärt! So ein Seminar schlaucht ganz schön, während die Bauarbeiter an der frischen Luft sind und die Sonne geniessen.
    Die Welt ist so ungerecht!

  14. Vielleicht sollte ihr mal jemand erklären, dass Arbeitskollegen keine Kultmitglieder sind, die exakt die gleiche Meinung zu absolut allen haben. Es ist lächerlich zu fordern, nur von Gleichgesinnten umgegeben zu sein. Wenn ich in einer Firma tätig wäre, wäre es mir völlig egal, was die anderen Leute politisch oder ethisch zu so manchen Sachen sagen. Solange sie ihre Arbeit machen und mich akzeptabel behandeln (Mein Standard ist hier sehr niedrig) ist alles in Ordnung.

  15. Nadine ist tatsächlich eine real sehr unsympathische und rechthaberische Person, die denkt alle müssten sich ihr und ihrer Meinung unterordnen. Wer das nicht tut ist schnell „Sexist“ oder „homophob“.
    Ich habe sie vor einigen Jahren auf einer feministischen Wochenendveranstaltung getroffen und hätte sich ein Mann so aufgeführt, wäre der vermutlich vom Gelände gejagt worden… Ganz widerlich unangenehme Person, die in ihrer eigenen Welt lebt und nicht damit klarkommt, wenn jemand anders eben nicht bereit ist, das zu tun, was sie will.

  16. Lesbische Arbeitnehmer_innen

    Wie kann ein Arbeitnehmer lesbisch sein?

    Tans kann ja nicht gemeint sein denn da ist ja kein * 🙂

  17. Und man fragt sich wieder ob Feminismus geistig gestört macht oder ob geistig gestörte durch Feminismus angezogen werden…

  18. Ich will nicht ausschließen, dass es eine – missratene, da einfach nicht allzu weit von manchen realen Positionen entfernte – Glosse ist. Das wäre sicher die angenehmste Erklärung.

    Mir stach jedoch ein nicht gefetteter Satz ins Auge:

    „Meistens sind Orte, an denen sich Heten ungestört ausbreiten können, nicht besonders feministische“

    Da schimmert einfach wieder mal durch, dass der Feminismus eben nicht zwingend die große Befreiungsbewegung ist, die jeden sein lässt, was er/sie/es sein will. Denn sonst wäre es schon etwas ungewöhnlich, dass seine Anwesenheit sich nicht mit dem selbst-sein-wollen von Heteros zu decken scheint, wie sie es hier selbst sagt.

  19. Pingback: Feminismus, überzogene Forderungen und virtue Signalling | Alles Evolution

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s