Zweiter Deutscher Genderkongress

Arne hat einen ausführlichen Bericht zum Zweiten Deutschen Genderkongress geschrieben.

Ich gebe hier mal eine Möglichkeit zu Kommentaren dazu, eigenen Berichten oder Anmerkungen oder dem Verweis auf andere Berichte.

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19 Gedanken zu “Zweiter Deutscher Genderkongress

  1. Ich hab’s nur überflogen, liest sich bisher sehr positiv. Wenn man das mal mit der Lage von vor 1-2 Jahren vergleicht…

    Kompliment an die Aktiven und Organisationen, und nicht zuletzt an Arne Hoffmann, den Kontakt zur FDP gehalten zu haben. Man muss auch kleine Erfolge feiern, sonst wird man, weil man die Welt an einem Ideal misst, völlig verbiestert (wo habe ich das nur schon erlebt?).

    Hätte man mir vor 20 Jahren erklärt, dass ich mal Sympathien für die FDP hegen würde, ich hätte die Person für komplett durchgeknallt erklärt. Ich glaube aber, dass die Liberalen sogar am ehesten das Schweige-Gleichgewicht in der Politik aufbrechen können:

    – haben keine linken Tabus zu brechen, müssen also nicht erst einem Weltbild abschwören oder es vorsichtig kritisieren
    – können immer „Markt“ und „Wettbewerb“ in ihrer Argumentation aufführen
    – müssen als kleine Partei beweglicher sein und Akzente setzen
    – werden es lieben, Stiche von der Seite gegen die „besseren Menschen“ von den Grünen auszuteilen

    Ein allgemeines Formulieren von Anliegen für Männer, Väter und Jungen im Kontext von Bürgerrechten und Gleichheit vor dem Gesetz ist eine gute weltanschauliche Anschlussstelle. Auch das Abwehren eines übergriffigen Staates, der immer mehr das Private regeln will, ließe sich wunderbar mit früheren FDP-Inhalten in Einklang bringen – selbst wenn die FDP dabei wieder „schrecklich“ linksliberal wird.

    • Ich muss auch sagen das mir die FDP gerade ziemlich sympatisch wird.

      Ich hoffe nur das die FDP sich nicht vom Weg abbringen läßt, denn das Feministinnen ihnen Frauenfeindlichkeit vorwerfen, weil sie etwas FÜR Männer machen wollen, ist so sicher wie das Amen in der Kirche.

      Man hat es ja schon in anderen Parteien gesehen, wie vollkommen rücksichtslos die Feministinnen vorgehen.

        • Richtig, Brüderle ist der Fall, wie jemand regelrecht zum Abschuss freigegeben wurde, Kubicki steht über dem Klimbim und Suding ist das Feindbild schlechthin für radikale Feministinnen, weil sie modern und erfolgreich ist, ohne Feministin zu sein. Noch dazu die „Reduzierung“ auf ihre Beine, die ihr offensichtlich nicht weh getan hat.

          Eine Gruppe Karrierefrauen und beschämingsresistente Männer an der FDP-Spitze könnten sich als äußerst hartnäckig erweisen und nicht so einfach hinweggespült werden.

        • @graublau Diese Kamerafahrt war für mich seinerzeit auch wieder ein künstlich gepuschter Sturm im Wasserglas. Solche Kamerafahrten sind bei Männern wie Frauen absolut üblich und eine beliebte Drehtechnik für Filmer. Das hat bisher niemanden gestört. Irgendjemand war dann plötzlich der Meinung, das als sexistische Geste des Fernsehsenders zu betrachten und machte deswegen Wind. Ich denke nicht, dass Suding sich da überhaupt „reduziert“ fühlte, sondern vermute eher, dass ihr klar war, dass man sie vor den Karren spannen wollte.

      • Treffer bei der Suche nach „Liberale Männer der FDP“

        Das gewachsene Frauenproblem der Liberalen
        „Frauen bläst in der FDP kalter Wind entgegen“, beklagt die liberale Frauenorganisation. Nur etwa ein Fünftel der Parteimitglieder sind weiblich. Trotzdem: Die bekannteste FDP-Frau will keine Quote.

        von 2013

        Die FDP hat ein Frauenproblem
        Es ist Zeit für einen liberalen Feminismus
        Die Liberalen wollen die Speerspitze der gesellschaftlichen Entwicklung sein – in der Frauenfrage hinken sie aber weit hinterher

        von 2016

        Frauenpolitik
        Liberale Frauenpolitik bedeutet, das Prinzip „gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ durchzusetzen. Es ist mit nichts zu rechtfertigen, dass Frauen bei der Entlohnung immer noch schlechter gestellt sind als Männer. In den vergangenen Jahren hat sich gezeigt, dass Frauen sowohl die besseren Schulabschlüsse als auch die besseren Hochschulabschlüsse erreichen.

        von der FDP Webseite

        Liberale diskutieren Frauenquote
        Die Männerpartei FDP entdeckt plötzlich ihr Frauenproblem
        Männer dominieren die FDP. Die Frauen in der Partei sind unzufrieden, an aussichtsreiche Posten kommen sie nur schwer ran. Die Bundestagswahl wird das Problem verschärfen.
        Wenn die Vorsteher der FDP-Fraktion dienstags in der Bundestagswoche vorn auf dem Podest an den grauen Vorstandstischen Platz nehmen, dann ist der Mangel nicht zu übersehen. 13 Herren sitzen da – und zwei Frauen. Das ergibt eine Frauenquote von 13,3 Prozent. Im höchsten Parteigremium der Liberalen, dem Präsidium, sieht es noch schlechter aus: Lediglich zwei von 20 sind weiblich.

        Die FDP hat ein Frauenproblem. Das beklagen die Frauen in der Partei. Und sie schlagen Alarm. „Die FDP ist und bleibt eine Männerpartei“, schrieb die frauenpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion Nicole Bracht-Bendt in einem Brandbrief an Parteichef Rösler.

        von 2013

        ES SIND NICHT GENUG STÜCK FRAUEN IM BEREICH [lukrativ]

        Wenn die FDP die Erwartungen hier erfüllen sollte, werden sie in den Medien noch wesentlich härter angegangen als die AfD in den letzten Jahren.

        Inhalte sind EGAL!
        FrauenSTÜCKZAHLEN sind das einzige, was interessiert.

        • Den ihre Methoden sind so lächerlich… warum kauft denen das irgendwer ab?

          Das Schulen ein Männerproblem haben und Männern dort ein kalter Wind entgegen bläst, würde niemand von diesen „Journalisten“ aufgrund des geringen Männeranteils behaupten, aber bei Frauen muss es so sein. Immer. Bullshit.

        • „Die FDP in der BVV Mitte schreibt geschlechtergerecht und das E-Mail-Postfach des Fraktionsvorsitzenden explodiert. Das muss doch nicht sein. “

          “ In ihrem Fraktionsstatut geht die FDP in Mitte übrigens noch weiter und benutzt das generische Femininum – also nur die weibliche Form.“

          http://www.tagesspiegel.de/berlin/geschlechtergerechte-sprache-in-der-bvv-mitte-die-fdp-nutzt-gender-sternchen-und-erntet-shitstorm/19790926.html

          Hat zwar mit der NRW Wahl nix zu schaffen, aber Berlin Mitte ist der Regierung der BRD allein schon räumlich näher und linksradikale Sprache, auch in Teilen der Partei, macht mich doch etwas mißtrauisch.

        • ddbz: die sind aber arg in der Minderheit und bekommen ausreichend Gegenwind. Da mache ich mir keine Sorgen.

          Von den „Liberalen Männern“ habe ich auch noch nichts gehört, kann mir aber gut vorstellen, dass sich hier gerade ein Fachausschuss gründet.

        • @ tom174

          Wollen mal sehen ob die in NRW das Frauenbevorzugungsbeförderungsgesetz abschaffen und was die wohl mit der kommunalen Pflicht zu Gleichstellungsbeauftragten machen. Ob die da wenigstens das Wahlrecht auf die Männer ausweiten? Da mache ich mir auch keine Sorgen … 🙂

    • Arne berichtet ja auch von einer Gruppe „Liberale Männer in der FDP“. Weiß jemand näheres? Wer ist das und gibt es öffentliche Äußerungen von ihnen? Im Neuland scheinen die liberalen Männer noch nicht angekommen zu sein, mein Google findet jedenfalls nichts.

    • Die Worte hätten auch von mir stammen können. Vor noch drei Jahren habe ich denen hinterhergespottet. Mir scheint aber, dass sie nach ihren Wahlniederlagen und ihren Verlusten (Westerwelle) tatsächlich ein wenig in sich gegangen sind bzw. mal den Wählern zugehört haben, was sie bewegt. Bin drauf und dran, denen beizutreten, um dann schnurstracks dem neu gegründeten Verein „Männer in der FDP“ beizutreten.

    • Hat sich die FDP eigentlich jemals von der Aussage, im Stile der NS-Rassen-Propaganda, ihrer damaligen stellvertretenden Bundesvorsitzenden Cornelia Pieper (heute Generalkonsulin in Danzig) distanziert, geschweige denn entschuldigt?
      https://de.wikipedia.org/wiki/Cornelia_Pieper#Zitate
      Damit könnte die FDP z.B. eine Aufarbeitung der eigenen Vergangenheit beginnen, ohne der ich ihr das Interesse an der Situation von Jungs- und Männern nicht abnehme.

      Notwendige Verbesserungen bei der Jungenförderung dürfen nicht zu Lasten der Mädchenförderung gehen.

      MANNdat im Interview mit Susanne Schneider
      https://manndat.de/interview/das-eine-zu-tun-heisst-nicht-das-andere-zu-lassen.html

      Also Mädchen und Frauen weiterhin „fördern“ wie bisher. Frauen wählen seltener ein Studium im MINT Bereich – also weiter „fördern“. Und unzählige weitere Projekte, und seien sie noch so absurd, weiter „fördern“.
      Und am Ende mal schauen, ob z.B. die Frauenministerin so gnädig ist, vielleicht ein paar Cent für Jungs übrig zu lassen.
      Da muß man dann aber schon gute Argumente haben. Vielleicht so etwas wie einen „Jungs lesen Bibi Blocksberg“ Lesewettbewerb.
      Und hinterher dann sagen „Wir haben es ja versucht, aber Jungs wollen einfach nicht lesen“.

      Und durch das Gendersternchen wird die Glaubwürdigkeit der FDP auch noch ein gutes Stück „weggegendert“.

  2. Allerdings benutzen auch die Damen und Herren der FPD ja mittlerweile den Gender-Stern.
    Bleibt abzuwarten, ob und was dann doch nur wieder bloße Lippenbekenntnisse sind.
    Wählen würde ich die FDP vermutlich trotzdem nicht, steht die Partei doch nicht gerade für soziale Gerechtigkeit.

    Btw. Schrieb es Arne oder wer? Er wäre kein Anti-Feminist, weil das nicht konstruktiv wäre? Mein Verlangen nach Konstruktivität ist angesichts der hanebüchenen Vorfälle, Diskriminierungen, Verleumdungen etc. im Rahmen der genderpolitischen Correctness nicht wirklich stark ausgeprägt.
    Und da in meinen Augen der aktuelle Feminismus absolut nichts mit Gleichberechtigung zu tun hat (Frauen sind längst gleichberechtigt bzw. genießen etliche Vorzüge), bin ich gerne Anti-Feminist.

    Konstruktiv kann ich ja immer noch werden, wenn man mir zumindest mit Respekt und halbwegs auf Augenhöhe begegnet, statt in Male Tears zu baden.

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