Verfasst von: Christian - Alles Evolution | 25. April 2017

Sargon of Akkad: Pepe als Symbol des Widerstandes

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Responses

    • aus welches Video oder welchen Text nimmt sie da Bezug?

      • Auf Petersons intellektuell disqualifiziernde MGTOW Kommentare.

    • Ist die eigentliche lesbisch oder sieht die nur so aus?

      • .i..

      • (Editiert: Bitte höflich bleiben)

  1. ich kann Pepe und Kekistan noch nicht so richtig einordnen. Es scheinen mir einige Sachen darüber zu laufen, auch interessante Sachen und es scheint sich da auch tatsächlich ein gewisser Widerstand drunter zu etablieren, allerdings eben ohne einen zu genauen Inhalt. Teilweise ist es einfach Trollerei, teilweise konzentriere Aktionen. Auch die Verbindung zu alt-right ist mir da noch nicht ganz klar – nutzen die einfach teilweise die gleichen Strukturen und Memes ohne das diese dabei für sie stehen?
    Für Aufklärung wäre ich dankbar

    • Ich kapiere es selbst nicht. Der Kekistan-Quatsch ist aber nicht besondere konstruktiv, weil es außerhalb des eingeweihten Kreises nicht intuitiv erfassbar ist.

      • @adrian

        Das macht ihn vielleicht gerade attraktiv. Regeln einer besonderen Kultur zu kennen erlaubt Gruppenbildung. Und da ein gewisser Bestandteil ja eh aus Trollen zu bestehen scheint passt es auch gut

        • Ich finds tlws ja auch lustig. Aber halt nicht besonderes konstruktiv.

        • Andererseits unterstelle ich damit eine politische Zielsetzung.

    • Flitzpiepe, man aka ich, könnte es dir erklären.

    • Die beiden Memes, Pepe und Kekistan, haben keine direkte kausale Beziehung zueinander. Pepe ist aus dem „Feels good man/Feels bad man“ Meme entstanden und reicht in diesem Kontext bis ins Jahr 2008 zurück. Erst im Zuge der Präsidentschaftswahl in den USA ist Pepe nach und nach in einen politischen Kontext gerückt worden, vor allem nachdem offizielle Quellen (also Trump und Hillary) auf das Meme Bezug genommen hatten. Pepe kann also seit 2016 durchaus als Symbol des „Widerstands“ und der Alt-Right Bewegung betrachtet werden, obwohl natürlich das Meme weiterhin parallel als „normaler“ Internetwitz weiterläuft.

      Die Entstehung von Kekistan hat hingegen nichts mit Pepe selbst zu tun. Kekistan ist eine Gegenreaktion auf die immer stärker (und gleichzeitig immer absurder) werdende Identitätspolitik. Ursprünglich auf /pol/ (4chan Board) ins Leben gerufen, aber vor allem durch Sargon of Akkad promoted und forciert (https://www.youtube.com/watch?v=sEWPPkago0w), sollten damit Praktiken des britischen Innenministeriums ad absurdum geführt werden. Laut Angaben des britischen Innenministeriums können Befragte während des dortigen Zensus eine selbstdefinierte ethnische Zugehörigkeit angeben. Es gibt keine objektiven Kriterien und das UK Home Office akzeptiert jede gemachte Angabe.
      Ziel war es jetzt also dieses Vorgehen zu sabotieren, a.k.a. das UK Home Office zu trollen, indem genügend Personen mobilisiert werden, die von sich behaupten, Teil einer Bevölkerungsgruppe (Kekistani) aus dem Land Kekistan zu sein. Ultimativ soll damit eine offizielle Anerkennung dieser fiktiven Ethnie und des Landes Kekistan durch das britische Innenministerium erreicht werden.
      Unter diesem Banner vereinen sich also Trolle, politische Aktivisten, Shitposter etc. um ein Statement gegen Identitätspolitik zu setzen und letztendlich den „Gegner“ mit seinen eigenen Waffen zu schlagen.

      Weil Pepe während der Entstehung von Kekistan noch omnipräsent war, wurde der Frosch als Symbol übernommen. Pepe ist aber nur eines von vielen Kekistan-Symbolen. Die Verbindung zur Alt-Right besteht aber natürlich augenscheinlich, da die Symbolik in Teilen identisch ist und es große Schnittmengen verschiedener „Ideologien“ gibt.

      Mitglieder der Alt-Right oder anderer identitärer rechter Bewegungen, die sich selbst als Teil von Kekistan bezeichnen, scheinen sich aber nicht ganz im Klaren über die Entstehungsgeschichte und das eigentliche Ziel dieser Persiflage von Identitätspolitik zu sein. Was es letztendlich noch witziger macht. 😉

      • Die beiden Memes, Pepe und Kekistan, haben keine direkte kausale Beziehung zueinander.

        Blasphemie; und mangelndes Memewissen, denn Kekistan ist das Land von Pepe. Kek/Kuk ist der ägyptische Gott des Untergangs und hat eben den Kopf eines Frosches. Das kann kein Zufall sein!

        Siehe auch https://pepethefrogfaith.wordpress.com/

        Shaliday

        • Pepe wurde nachträglich als Symbolfigur verwendet, aber Kekistan basiert nicht auf Pepe. Darauf wollte ich hinaus. :p

        • Nein, Kekistan gab es vor Pepe gar nicht. Kekistan ist aus dem der Verbindung von KEK als Codename für pepe entstanden und um die Leute weiter zu trollen (Kekfugees welcome etc. etc.) Darum ist die Fahne auch grün und eine Swastikanachahmung…

          http://knowyourmeme.com/memes/kekistan

        • http://knowyourmeme.com/memes/cult-of-kek?full=1

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          religion egypt meme magic 4chan pepe the frog kuk praise kek religion of peace cult
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          About
          The Cult of Kek, also known as the Church of Kek, is a satirical religion based around the worship of the ancient Egyptian deity Kek[4] (also spelled Kuk or Keku), an androgynous God of darkness and chaos who is often depicted as a frog or frog-headed man in male form or a snake-headed woman in female form. On 4chan, the character Pepe the Frog is often considered a modern avatar of the diety, who uses ancient Egyptian meme magic to influence the world, often by fulfilling the wishes of posts that end in repeating numbers. Additionally, the deity is associated with the popular 4chan slang term “Kek”, and is often embraced by supporters of 2016 Republican presidential candidate Donald Trump.

        • http://kekistan.wikia.com/wiki/Republic_of_Kekistan

          Ich sollte keine Texte mit dem Handy kopieren, aber der Eintrag ist noch schlimmer ;).

        • toxicvanguard:

          „Darum ist die Fahne auch grün und eine Swastikanachahmung“

          Die Fahne selbst lehnt sich offenbar an die Reichskriegsflagge an:
          https://de.wikipedia.org/wiki/Reichskriegsflagge#/media/File:War_Ensign_of_Germany_(1935-1938).svg

          Witzig. Kannte ich noch gar nicht.

          Auch wenn ich das Meme-Zeug meistens ignoriere, eben weil es den meisten Menschen nicht zugänglich ist und bei mangelndem Hintergrundwissen zu peinlichen Missverständnissen führen (siehe auch hier im Blog) und auch leicht Umdeutungen anheimfallen kann.

          Aber die Grundtrends sollte man schon kennen, um den größten Fettnäpfchen wenigstens ausweichen zu können.

        • Nein, Kekistan gab es vor Pepe gar nicht.

          Das habe ich auch nicht gesagt. 😉

          Kek war ursprünglich kein „Codename“ von Pepe. Kek gibt es schon seit Ewigkeiten und stammt noch aus den Anfängen von World of Warcraft (2004/2005, http://knowyourmeme.com/memes/kek). Kek ist einfach nur eine Wortschöpfung bzw. Umdeutung für „lol“, „witzig“ etc.

          Wie bei sehr vielen Memes gibt es natürlich große Überlappungen und „Mutationen“ der dahinterstehenden Ideen und Symbole. Dass irgendwann der „Cult of Kek“ mit seiner Gottheit entstanden ist und später Pepe als Visualisierung dieser Gottheit verwendet wurde, hat eine eigene „memetische Entwicklung“ durchgemacht, unabhängig von Kekistan. Kekistan ist natürlich aus der gleichen Suppe aus Bildern und Symbolen entstanden (in der Regel kommt das ja alles aus den Chan-Boards), aber die Ziele (wenn man denn bei Memes überhaupt von Zielen reden kann) hinter dieser fiktiven Ethnie sind andere, als das z.B. bei Pepe der Fall war.

          Kekistan ist eine direkte Reaktion auf und Persiflage von Identitätspolitik, Pepe hingegen hat eine völlig andere Entwicklung hinter sich und seine Bedeutung hat sich vielfach geändert. Erst vor kurzem ist das Symbol überhaupt in einen politischen Kontext gerückt worden und wird auch nicht ausschließlich in diesem Kontext verwendet.

          Vermutlich lässt sich hier aber ewig weiter über die Details diskutieren, da es kein allgemeingültiges Regelwerk bei der Entwicklung und Anwendung von Internet-Memes gibt. Kekistan wird natürlich von Personen aus dem Alt-Right-Spektrum verwendet; aus meiner Sicht haben diese Leute aber nicht verstanden, was das Ziel hinter einer fiktiven Ethnie ist. Ganz bestimmt nicht, um damit ernstzunehmende Identitätspolitik zu machen. 😉

  2. Eine Kekistani-Frau führt den traditionellen Tanz zur kekistanischen Nationalhymne vor.

    Shadilay.

  3. […] erfuhr ich von Kekistan. „Kekistani“ ist eine erfundene Ethnie, die die Angabe „Jedi“ als Religion […]


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