Eine Frau zum Orgasmus bringen

Dies ist ein Gastartikel von Aurelie

Der weibliche Orgasmus ist kein „Mythos“, den es zu entschlüsseln gilt, und er ist auch nicht kompliziert. Komplex, ja – aber welcher körperliche Vorgang ist nicht komplex?

Wenn ich im Folgenden über Frauen schreibe, so heißt das nicht, dass sich darin jede Frau wiederfinden muss. Es geht vielmehr um eine grobe Richtung, deren individuelle Ausgestaltung jeder Frau oder jedem Paar selbst obliegt. Da ich alles andere als allwissend bin, ergeben sich sicherlich in den Kommentaren noch weitere Anregungen. Man lernt schließlich nie aus.

Der wichtigste Faktor, wenn es ums Kommen geht, ist Zeit. Frauen haben in der Regel eine andere Erregungskurve als Männer. Wie ein Elektroherd, der etwas braucht, bis er so richtig warm ist, dafür aber lange (nach)glüht. Das männliche Äquivalent ist der Gasherd: an – aus bzw. Flamme da – Flamme weg. Ein Orgasmus braucht also – neben der richtigen Technik – Zeit. Die gute Nachricht: Während der Aufwärmphase gibt es viel Richtiges und wenig Falsches. Spricht: Es geht vor allem darum, den Körper und insbesondere die Vulva bereit zu machen, sie aufzuwärmen. Dazu braucht es kein Kerzenlicht-Eros-Ramazotti-Getue, sondern angenehme und stimulierende Berührungen. Eine praktische Stellung, die das gegenseitig entspannt ermöglicht, ist sich gegenüber zu sitzen mit angewinkelten Knien. Wer sich nur der Frau widmen möchte, der kann sie bitten, sich auf den Rücken zu legen, während man sich neben sie legt oder zwischen ihre Beine setzt.

Beim Aufwärmen geht es wie gesagt nicht darum, so schnell wie möglich alle möglichen „magische“ Knöpfe zu drücken, um endlich am Ziel anzukommen. Langsame, wertschätzende Berührungen ebnen dagegen den Weg. Der ganze Körper kann miteinbezogen werden.

Wenn sich der Schwerpunkt der Berührung langsam Richtung Vulva nähert, kann ein hochwertiges Öl (bspw. reines Mandelöl), das Ganze intensivieren. Viele gehen automatisch davon aus, dass die eigene Feuchtigkeit ausreicht. Für eine ausgiebige Massage der gesamten Vulva trifft das in der Regel nicht zu. Manche Frauen scheuen sich, zusätzliche Lubrikation einzufordern, weil sie denken, das würde dem Mann sexuelle Unlust signalisieren. Davon sollte man sich freimachen.

Von dem Gedanken, dass die Vagina jederzeit sexuell aufnahmebereit ist, sollte man sich ebenfalls freimachen. Auch wenn das zugegebenermaßen ein schöner Gedanke ist 🙂 Viele Frauen haben verlernt, auf sich zu hören und zu spüren, wann sie wirklich bereit zur Penetration sind. Je länger man(n) also abwartet, bis man mit den Fingern oder dem Penis eindringt, umso angenehmer wird das in der Regel für die Frau sein. Die Vagina wird mit steigender Erregung weiter, größer und besser durchblutet.

Kleiner Exkurs beendet. Wir sind also bei der Vulva bzw. deren Massage. Dabei es gibt einige Massagetechniken, die ich im Folgenden aufzähle. Wichtig ist, dass du diese Massagegriffe ohne Hektik und möglichst langsam ausführst. Wie gesagt: Je länger du bei jedem Griff verweilst, umso größer ist die Chance eines Orgasmus. Am besten können die Massagegriffe ausgeführt werden, wenn die Frau auf dem Rücken liegt und ihre Beine gespreizt und leicht angewinkelt sind.

Nimm deine ganze Hand und lege sie mit den Handflächen nach unten über die gesamte Vulva. Übe dabei leichten Druck aus, sodass sie deine Hand gut spüren kann. (Dieser Griff eignet sich auch gut, um zwischen den anderen Griffen durch eine kleine Pause die Erregung zu steigern.)

Nimm die großen und danach die kleinen Schamlippen jeweils einzeln zwischen deine Finger und massiere sie (sanft).

Drücke die kleinen Schamlippen mit deinen beiden Daumen zusammen und verschiebe sie gegenseitig (auch versetzt).

Mit den äußeren Handkanten die inneren und äußeren Schamlippen umfassen und wie beim Feuermachen sanft gegeneinander reiben.

Mit zwei Fingern fährst du die inneren und äußeren Schamlippen nacheinander oder gleichzeitig in langen Strichen von oben nach unten entlang und umgekehrt. Ein Finger kann dabei gleichzeitig (bewegungslos) auf der Klitoris liegen.

Die Klitoris zwischen Daumen und Zeigefinger mit leichten Drehbewegungen massieren, ohne die Vorhaut vorher zurückzuziehen. Die andere Hand ruht auf der Vulva.

Mit der einen Hand die Vorhaut der Klitoris zurückziehen und wieder loslassen, mit der anderen Hand die Vulva halten.

Die Klitoris mit einer Fingerspitze direkt massieren. Probiere sehr, sehr sanfte, jedoch kontinuierliche Bewegungen.

An dieser Stelle unbedingt auf genügend Lubrikation und die Reaktion deiner Partnerin achten oder fragen, ob die direkte Berührung der Klitoris so angenehm ist. Falls nicht, beginnst du von vorne oder bittest sie, dir zu zeigen, welche Berührungsintensität für sie angenehm ist. Manchmal reicht eine kleine Modifikation. Wenn ihr eine Intensität gefunden habt, die für sie angenehm ist, bleib dabei. Je nachdem, wie erregt deine Partnerin ist, ist dies bereits der Punkt, an dem sie nach einer gewissen Zeit einen Orgasmus erreicht. Falls nicht, kannst du wieder die anderen Massagegriffe anwenden und später auf die direkte Massage der Klitoris zurückkommen.

Nach der Massage der Klitoris könnt ihr zur Penetration übergehen. Falls du mit den Fingern vorfühlen möchtest, um ihre Bereitschaft (und ihre Lust) weiter zu steigern, erkunde den Scheideneingang (nur den Eingang) langsam mit einem Finger. Das ist der empfindlichste Bereich der Scheide. Umfahre Klitoris und Scheideneingang in einer Achter-Bewegung. Auf die G-Punkt-Massage gehe ich an dieser Stelle nicht mehr ein. Mit den beschriebenen Griffen erreicht man denke ich bereits angenehme Ergebnisse. Selbst wenn sich kein Orgasmus ergibt, so ist die Penetration nach einer solchen Massage etwas völlig anderes.

Wer sich nach dem Beitrag nach dem männlichen Massage-Äquivalent fragt – keine Sorge, das gibt es. Und es lohnt sich für jede Frau (jeden Mann), das ebenfalls zu erlernen.

Advertisements

85 Gedanken zu “Eine Frau zum Orgasmus bringen

    • Man könnte es auch so formulieren: Was an einer Frau ist nicht kompliziert und umständlich und wo wird die diesbezügliche Verantwortung nicht auf andere abgewälzt?

      • Du bist ja ulkig 🙂

        Ich weiß ja nicht, wie der Sex in den Beziehungen, die du bisher so hattest, aussah, aber die meisten Menschen haben Freude daran, wenn der Partner den Sex genießt. Unabhängig vom Aufwand. Aber wenn man nach jedem Strohhalm greift, um einen verbitterten Spruch über Frauen ablassen zu können, kommt da wohl zwangsläufig so ein Quatsch bei raus.

        Aber ich bin mal so nett und verrate dir ein gut gehütetes Geheimnis:

        Wir Frauen haben gern Spaß beim Sex. Wenn es also mal etwas aufwändiger ist, uns zum Orgasmus zu bringen, dann steckt dahinter nicht der Wunsch, es euch Männern so schwer wie möglich zu machen. Also nimm es nicht zu persönlich, wenn du dich beim Sex auch mal ein bisschen anstrengen musst. Niemand will dich ärgern 😉

        Und wenn du darauf keinen Bock hast: Lass es halt. Niemand zwingt dich dazu, dir die unermesslich schwere Verantwortung aufzubürden, deiner Partnerin beim Sex einen Orgasmus zu verschaffen.

        • Schöne Überinterpretationen und Unterstellungen, die wenig Bezug zum zuvor Gesagten haben.

          Wo habe ich behauptet oder angedeutet,
          – dass Menschen keine Freude daran haben könnten, wenn der Partner den Sex genießt
          – dass Frauen keinen Spaß beim Sex haben
          – dass Frauen es sich wünschen würden, es Männern so schwer wie möglich zu machen
          – dass ich es persönlich nehmen würde, wenn man sich bei der Frau „ein bisschen anstrengen“ muss,
          – dass man dazu gezwungen wäre, der Partnerin beim Sex zum Orgasmus zu verschaffen.

          Mal eine Gegenfrage:

          Stellen Sie sich vor, Männer wären nicht so eindimensional einfach zu beglücken und würden genauso erwarten, dass die Frau herauszufinden habe, wie er zum Orgasmus gelangt und sich entsprechend anstrengen muss. Vielleicht möchte er dabei Fußball gucken oder anderweitig in eine glückseelige Stimmung geraten. Was glauben Sie, wie viele Frauen hier bereit wären, sich „ein bisschen anstrengen“, um die Bedürfnisse des Mannes ermitteln zu müssen und dann Freude daran haben, wenn der Partner Wünsche hat, die man selber nicht nachvollziehen kann?

          Stellen Sie sich vor, Ihr Partner würde im Gegensatz zu Ihnen auf inflationär häufigen schnellen Sex ohne großen Aufwand und Vorspiele stehen. Sie stehen hingegen vielleicht nur auf wöchentlichen Sex, dafür aber langatmig mit viel Atmosphäre und langen Vorspiel. Stellen Sie sich zudem vor, Ihre Partner würde durchaus Ihnen zu Liebe ab und zu derartigen langen Vorspielen bereit; ohne Ihnen dabei das Gefühl zu geben, dass ihn persönlich die langen Vorspiele bzw. das atmosphärische Klimbimm eigentlich völlig langweilen und er für sich selber daran nichts Positives erkennen kann. Glauben Sie wirklich, die Mehrzahl der Frauen würde Ihre These ernst nehmen und Freude daran empfinden, wenn sie sich genauso anstrengen, die sexuellen Wünsche des Partners nach inflationären häufigen kurzen schnellen Sex zu erfüllen, obwohl man selber den Wunsch des Partners als belanglos bzw. langweilig empfindet.

          Oder könnte es vielleicht sein, dass nicht wenige Frauen dann die Wünsche des Partners abzuwerten versucht (z.B. unreif, bescheuert, langweilig, …) , während sie ihrerseits die Erfüllung der eigenen Bedürfnisse für selbstverständlich erachtet.

          Wenn der Mann Wünsche hat, die über das bloße rein-raus hinausgehen und die Frau selber langweilig findet, dann nehmen es nicht wenige Frauen plötzlich überhaupt nicht mehr mit ihren eigenen tollen selbstverliebten Sprüchen ernst, man würde doch Freude daran empfinden, wenn der Partner den Sex genießt.

          Natürlich ist es schön, wenn Partner ein gemeinsames tolles Erleben zusammen haben und möglichst beide dabei auf ihre Kosten kommen. Denn indem der Partner bei dem gemeinsamen Akt eine eigene Befriedigung dabei empfindet, erhöht es dramatisch die Wahrscheinlichkeit, dass man das gemeinsame Erleben gerne häufiger miteinander veranstaltet, während es die Wahrscheinlichkeit dramatisch reduzieren würde, wenn ein Partner sich minutenlang einseitig zum Affen machen darf und während der andere nicht mehr als Standard liefert. Das macht man vielleicht dann gerne, wenn der Partner umgekehrt in anderen Bereichen genauso großzügig ist.

          Das alles ändert trotzdem nichts daran, dass man auch bei einem gemeinsamen Erleben grundsätzlich nichts vom Partner einfordern kann und man insbesondere für alle komplizierten Spezialwünsche über Standard hinaus grundsätzlich selber verantwortlich ist, um eine möglichst große eigene Befriedigung am gemeinsamen Erleben zu empfinden.

          Wenn Ihr Partner z.B. gemeinsame Kinobesuche nur dann als ein schönes Erlebnis empfinden kann, wenn er dabei durchgehend immer ein kühles Bier in der Hand hat, dann wäre es zwar in einer schönen Partnerschaft wirklich toll, wenn Sie ihm durchgehend das kühle Bier beschaffen und reichen würden, aber erwarten kann er es von Ihnen eben mit Sicherheit nicht. Und er kann von Ihnen auch nicht erwarten, dass es Ihre Aufgabe sei, dass Sie die Spezialwünsche zu erfüllen hätten, damit er den gemeinsamen Kinobesuch auch als etwas Schönes empfinden kann. Wenn Sie gerne mit ihm ins Kino gehen, dann haben Sie sicherlich ein gewisses Eigeninteresse, dass der Partner den gemeinsamen Kinoabend gerne wiederholen möchte, so dass Sie sicherlich aus eigenem Antrieb schon irgendwie bemüht sein werden, dass der Partner gerne mit Ihnen ins Kino geht. Aber erwarten kann der Partner von Ihnen mit Sicherheit nicht, dass Sie ihm seine Spezialwünsche zu erfüllen haben, die nur er wünscht und Sie hingegen als nervig empfinden. Und die Wahrscheinlichkeit dürfte bei Frauen nicht gering sein, dass Sie dem Partner dann völlig empört einen Vogel zeigen würden und ihm erklären würden, dass er sich das Bier gefälligst selber holen könne bzw. man ja nicht sein Dienstmädchen sei, wenn Ihr Partner Ihnen erklären würde, dass die Frau sich doch mal „ein bisschen anstrengen“ müsse, damit er als Partner das gemeinsame Erleben auch genießen könne.

          Aber vielleicht sind Sie ja anders und tatsächlich so „ulkig“, dass Sie sich stets um die Spezialwünsche Ihres Partners bemühen, die Sie selber nicht nachvollziehen können und nervig finden. Ich habe aber eher die Vermutung, dass es mal wieder eher das typische Einfordern von Frauen ist, wie funktionierende Partnerschaften angeblich ablaufen würden, ohne selber danach zu leben.

        • @xyz Absolut erstklassig, wie du diese plumpe Beschämungsrhetorik („verbitterter Spruch über Frauen“) konterst.

          Und lass mich noch etwas anfügen. verbittert wird man vielleicht, wenn man eine kleine Ewigkeit lang versucht, es ihr Recht zu machen – um dann festzustellen: das war von Anfang an der falsche Ansatz.

          Zum Glück trifft das auf mich nicht zu, da ich – auch durch dieses Forum hier – schon in meinen 20ern auf den Trichter kam. Denn einige generelle Erkenntnisse lassen sich aufs Bett übertragen:

          1. Sie weiß nicht, was sie will / sie ist neurotisch / sie hat Probleme mit ihrem Körper

          2. Sie will, dass du erahnst, was sie will / sie will nicht über Sex reden wie wenn man einen Sachverhalt erörtert, du sollst einfach machen

          3. Frage daher auf keinen Fall lieb & nett während des Aktes nach, ob du auch alles richtig machst

          4. Wenn du einfach nur selbstsicher das machst, was dich selbst anturnt, stehen die Chancen am Besten, dass sie das für „er erahnt was ich will“ hält, oder es aus was-weiß-ich-welchem Grund für guten Sex hält. Wichtiger noch: du kommst selbst auf deine Kosten

          Und, bevor nun die die Nächste schielend um die Ecke biegt und mir Verbitterung vorwirft, das Gegenteil ist der Fall. Die Erkenntnis, dass ich es ihr Recht mache, wenn ich es mir selbst Recht mache, ist doch eine wunderbare Erkenntnis!

          Besteht die Gefahr, dass sie nicht immer auf ihre Kosten kommt? Sicher, aber die besteht andersherum auch. Also warum sich kirre machen? Und am Ende noch Leistungsdruck aufbauen?

          Zwischen Männern und Frauen können, bei allen Widrigkeiten, wundervolle Dinge möglich sein. Es gibt daher sicher Männer, die etwas mit Aurelies Anleitung anzufangen wissen, ohne sich dabei zu verbiegen – und Frauen, die das würdigen. Allen anderen sei geraten, Aurelies Orgasmus-Exkurs wieder zu vergessen bzw. teilweise sogar das genau Gegenteil anzuwenden (nachfragen, ob man es „richtig“ macht, z.B.).

          Peace!

    • Danke, für die Antwort. 🙂 Ansonsten hätte ich das jetzt geschrieben. 😉

      Ich würde es sogar noch mehr vereinfachen: Der Orgasmus.

      Ist ja per se schon männlich. 😉
      Ich bin der Ansicht, es gibt nur den Einen, den Männlichen.

      Wozu sollte eine Frau einen brauchen?

      Schwanger werden kann sie auch so.
      Ein Mann kann eine Frau aber ohne abzuspritzen nicht schwängern.

      Ich glaube eher, dass Frauen Spitzen in Ihrer Erregungskurve als Orgasmen fehldeuten. Da in einer Erregungskurve auch mehrere Spitzen vorkommen können, kommt daher wahrscheinlich der Mythos des multiplen Orgasmus.

      Die Frauen sollten einmal in Ihrem Leben fühlen können, wie sich ein echter Orgasmus (abspritzen) anfühlt, dann wäre das Gerede vom weiblichen Orgasmus Geschichte. 🙂

      • Du hast wohl noch nicht erlebt, dass eine Frau so richtig abgeht?

        Genauso könnte ich über den männlichen Orgasmus schreiben:
        „Das bisschen Ejakulieren, vielleicht noch ein wenig Grunzen dazu, aber sonst kaum eine erkennbare Reaktion. Schon ein wenig dürftig. Und darum machen Männer so ein Gewese?“

        • Es gibt sechs Formen männlicher Orgasmen
          – Penis-Ejakulation Regulär (den Mann prinzipiell immer bekommen kann)
          -Penis-Ejakukation Premium (bei ausdauernder Stimulation und Edging ab 15 Minuten aufwärts)
          – Prostata-Penis-Ejakulation
          – Prostata-Ejakulation
          – Penis trocken
          – Prostata trocken

          • Aha, du differenzierst nach dem Ort der Entstehung.
            Aber wie unterscheiden sich – nicht nur für dich, sondern auch für andere Männer – diese Arten in ihrer Intensität, Dauer, Wirkung, ..?
            Gibt es allgemeine Favoriten? Welche Art ist am schönsten, am befriedigendsten, am beglückendsten?
            Wie „erleben“ Männer ihren Orgasmus? Wie fühlt sich das an?

            Wie gesagt, den meisten Männern merkt man einen Orgasmus kaum an. Deshalb finde ich es schon erstaunlich, dass Orgasmen trotzdem für Männer so wichtig zu sind.

          • „Aber wie unterscheiden sich – nicht nur für dich, sondern auch für andere Männer – diese Arten in ihrer Intensität, Dauer, Wirkung, ..?“

            Ganz allgemein gesagt. Je mehr Stimulation und je länger der Orgasmus herausgezögert wird, umso besser.

            Die Intensität ist sehr hoch, wenn man Eichel und Penis gut stimuliert. Das geht am besten mit Gleitgel oder Massageöl; am wirksamsten überdies wenn man abwechselnd schnell und langsam massiert, die Vorhaut zurückzieht und mit der geschlossenen Faust allein die Eichel bearbeitet und/oder sanft das Frenulum stimuliert.
            Wichtig ist hier, den Mann nicht zu sehr zu „quälen“, ihn zwar nicht kommen zu lassen, aber ihm auf der Plateauphase kurze Ruhepausen zu gönnen (Edging). Faustregel: Wenn er kurz davor ist zu kommen, Massage kurz einstellen und nach etwa zehn Sekunden erneut beginnen. Dies kann man theoretisch bis zu einer dreiviertel Stunde praktizieren – das Ziel ist allerdings erreicht, wenn der Mann mindestens drei Mal (Anfänger) bis zehn Mal (Standard) darum gebettelt (Nicht: angekündigt!) hat, kommen zu dürfen.

            Ich praktiziere gerne die Kombination der obigen Technik mit Prostatamassage. Hierfür nimmt man zwei oder drei Finger um die Prostata sanft bis härter zu stimulieren. Profis schaffen alleine dadurch eine Ejakulation, aber das ist abhängig von der Ausdauer und Physiologie des empfangenden Mannes.

            Der Orgasmus ist in beiden Fällen sehr „weiblich, sehr intensiv, man erreicht Ganzkörperorgasmen und Männer die sich winden, lustvoll jammern, stöhnen und betteln.

            Wenn man gut ist, kann man mit der Edging-Methode mehrere Ejakulationen bewirken, hier ist aber darauf zu achten, dass man in der Post-Ejakulationsphase die Stimulation dem Bedürfnissen des Mannes anpasst, da je nach Grad des vorherigen Orgasmus und der Reizung der Eichel, eine Post-Ejakulations-Stimulation wahre Folter (auf eine schlechte Art) und für den Mann sehr schmerzhaft sein kann.

            „Gibt es allgemeine Favoriten? Welche Art ist am schönsten, am befriedigendsten, m beglückendsten?“

            Mein Favorit ist Edging im Zusammenspiel mit Prostata. Prostataorgasmen unterscheiden sich von Nur-Penis-Orgasmen auch wenn ich nicht genau sagen kann inwiefern. Die gleichen Männer reagieren aber unterschiedlich auf beide. In Kombination ist das der Hammer. Was ich interessant finde ist, dass Männer danach unheimlich anhänglich werden, sehr schmusig und liebevoll. Nachteil ist, dass viele unter Umständen eine Woche lang keinerlei Bock auf Sex haben 🙂

            „Wie „erleben“ Männer ihren Orgasmus? Wie fühlt sich das an?“

            Schwierig zu beschreiben. Der gewöhnliche Allerweltorgasmus erscheint bei vielen Männern tatsächlich nicht allzu intensiv.
            Für mich ist ein Schuss Droge, ein schmerzhaft-schönes Ziehen. Man möchte abspritzen, man möchte „zeugen“

            Vielleicht sagen die anderen Jungs hier auch was dazu 🙂

          • „Ich würde mich freuen, wenn auch noch andere Männer ein paar Worte aus ihrer (heterosexuellen) Sicht dazu sagen würden.“

            Me too ☺

          • Ergänzung:

            „Deshalb finde ich es schon erstaunlich, dass Orgasmen trotzdem für Männer so wichtig zu sind.“

            Man kann es sich glaube ich, am Besten „wörtlich“ vorstellen: Nimm die Hoden als etwas, das sich immer wieder auffüllt und das Sperma als etwas, das raus muss. Wie bei nem Dampfkessel.

      • Andi,

        „Wozu sollte eine Frau einen brauchen?“

        Das war hier neulich mal Thema weil es frustrierte Feministas in einen Artikel bejammert hatten:

        Frauen haben einen Orgasmus, weil dieser dem Mann gefällt 😉

        https://allesevolution.wordpress.com/2017/04/12/warum-es-sexistisch-ist-dass-maenner-weibliche-orgasmen-moegen/

        (Es gibt daneben noch die Theorie, dass die orgasmusinduzierten Muskelkontraktionen im Uterus die Befruchtungswahrscheinlichkeit erhöhen)

        Anne Nühm,

        „Gibt es allgemeine Favoriten? Welche Art ist am schönsten, am befriedigendsten, am beglückendsten?“

        ich bezweifle, dass es allgemeine Favoriten gibt. Dürfte – wie bei Frauen auch – kontextabhängig, situativ, konstitutionell ganz unterschiedlich sein.

        „Wie „erleben“ Männer ihren Orgasmus? Wie fühlt sich das an?“

        Der eigentliche Gag ist die Flutung des Körpers mit hohen Dosen von insbesondere Endorphin und Oxytocin unmittelbar nach der Ejakulation (und daher wesentlicher Teil des Orgasmus). Und so fühlt es sich auch an 😉

      • naja, eigentlich gehen Frauen wenn denn mal alles passt viel viel stärker ab als Männer, hast Du das noch nicht erlebt ?
        Die evolutionstechnische Frage ist aber, wozu eigentlich ? Denn das ist auch richtig, der männliche ist zur Befruchtung zwingend notwendig, der weibliche „technisch“ gesehen förderlich aber nicht notwendig, wozu dann also dieses Feuerwerk ? eine fast philosophische Frage.

  1. Dieser Text widerspricht in so vielen Punkten allem, was ich von gutem Sex halte, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll.
    Wegen Zeitmangel verweise ich auf zwei ältere Blogposts von mir:
    Sextipps:
    https://breakpt.wordpress.com/2015/04/22/neunhunderteinundsechzig-20248264/
    Orgasmen:
    https://breakpt.wordpress.com/2013/12/12/fuenfhundertneunundsiebzig-17376726/
    Sowie auf mein leider etwas verwaistes Nühmphenblog: https://nuehmphe.wordpress.com/

    Am einfachsten komme ich zum Orgasmus durch tiefe, harte PiV-Stöße.
    Eine zusätzliche, genitale Stimulation lenkt dagegen ab vom Genuss, und ist tendenziell eher störend.

    Aber Frauen sind eben unterschiedlich.
    Was für die eine gut ist, gefällt der anderen gar nicht.

    • „Am einfachsten komme ich zum Orgasmus durch tiefe, harte PiV-Stöße.“

      Es ist eines der Probleme bei Frauen, dass sie da sehr unterschiedlich sind. Ein weiteres Problem ist, dass sie häufig meinen, dass alle Frauen so sind wie sie und Männer das wissen sollten.

      Wobei Klitroisstimmunlation schon der sicherste (häufigste) Weg zu sein scheint

        • „Weder bin ich repräsentativ, noch ist Aurelie das Maß aller Dinge.“

          Tatsächlich können die meisten Frauen weniger über die Verschiedenheit weiblicher Orgasmen sagen als Männer, weil sie in der Regel nur bei einer Frau dabei sind.

          Aber dennoch gibt es ja recht viele Gemeinsamkeiten. Und ich würde es eben interessant finden, wenn man etwas vergleichen kann, was Frauen interessant finden oder auch gerne was sie meinen, was Männer aus ihrer Sicht häufig falsch oder schlecht machen.

          Tipps wie „nicht zu schnell, etwas aufwärmzeit muss sein“ treffen ja zB auf die meisten Frauen zu

          • Vielleicht gibt es ein paar typische Aspekte, die viele Frauen teilen.
            Trotzdem sollte der unbedarfte Anwender bei der Umsetzung solcher Tipps vorsichtig sein.
            Beispielsweise kann ein Vorspiel oder verbale Kommunikation während des Aktes sehr schnell nerven, wenn es das nötige Mindestmaß überschreitet.

            Sex ist etwas animalisches. Das kriegen unsere tierischen Verwandten ja auch problemlos hin, ohne Tipps irgendwelcher Ratgeber zu befolgen.

        • Nichtsdestotrotz sind 2 Anleitungen schon mal besser als keine, damit kann man ja arbeiten.
          Danke für deine Offenheit.

          Brauche ich jetzt nicht unbedingt (ja, die obligatorische Distanzierung ist nötig), aber neuer Input schadet nicht.

        • Anne, mein Text soll keine pauschale Anleitung sein und ich erhebe mich auch nicht zum Maß aller Dinge. (Wenn ich letzteres getan hätte, würde der Text wie gesagt anders ausfallen.) Du bist doch Naturwissenschaftlerin und solltest mit dem Zusatz (siehe unten) „wie ihn die meisten Frauen mit großer Wahrscheinlichkeit erreichen“ umgehen können 🙂 Dass du mit deiner Einstellung zu Sexualität nicht besonders repräsentativ für das weibliche Geschlecht bist, weißt du ebenfalls. Du kokettierst damit ja gerne. Ebenso hast du keine Erfahrung damit, andere Frauen bei der Entdeckung ihrer Orgasmusfähigkeit zu erleben. Diese Erfahrung habe ich und es gibt gewisse Muster. Repräsentativ ist das sicherlich nicht. Ich habe schließlich einen normalen Vollzeit-Job und massiere nicht täglich sieben Vulven.
          Ob du diese Anleitung für dich persönlich als sinnvoll erachtest oder nicht – das ist ganz allein deine Einschätzung und ich kann gut damit leben.

          • Aurelie, du brauchst dich nicht zu rechtfertigen.
            Es liegt mir lediglich daran, den eher unerfahrenen Männern, die hier lesen, zu verdeutlichen, dass die Befolgung deines Textes keinen Erfolg garantiert, und so eventuellen Enttäuschungen vorzubeugen, wenn es nicht so funktioniert, wie erhofft.

    • „Am einfachsten komme ich zum Orgasmus durch tiefe, harte PiV-Stöße.“

      Das dürfte davon abhängen wie die Beteiligten gebaut sind. Stöße gegen den Muttermund sind für die meisten Frauen wohl Alles Andere als angenehm, aber wenn sie lang bzw. er kurz genug ist, gehen tiefe, harte PIV-Stöße sicher auch ohne vorherige Aufwärmphase klar.

      • Für eine Gazelle mit einem Hengst kann das unangenehm bis schmerzhaft werden, stimmt.

        Es lässt aber einiges durch die Stellung, und den sich dadurch ergebenden Winkel, anpassen.
        Man muss halt individuell ausprobieren, welche Stellungen sich jeweils am besten eignen, und beiden gefallen.

        • Für den Anfang – ganz besonders natürlich wenn man sich körperlich noch nicht näher kennt – ist jedenfalls die Reiterstellung zu empfehlen.

  2. Seltsam – ich mache alles anders und trotzdem kommen die Frauen fast immer bei mir. Anne schreibt ja auch, dass es bei ihr ganz anders ist. Der Titel des Beitrages sollte wohl besser heißen „Aurelie zum Orgasmus bringen“.

    • Ich vermute mal, dass hier ganz massiv mitspielt, wie „geil“ die Frau den Mann findet. Einem 16 jährigem, der noch keinen sozialen Status hat, ist der Artikel wärmstens ans Herz zu legen — ein gestandener Mann (in der Wahrnehmung der Frau) kann eine Frau auch ohne viel Finesse & Mandelöl zum Orgasmus bringen.

    • Nein, PuS, eine Anleitung für mich würde anders ausfallen. Da ich mich im Tantra-Umfeld bewege, fortbilde und viel Kontakt zu anderen Frauen habe (auch welche mit Orgasmus-Problemen), sind die Hilfestellungen durchaus in der Praxis erprobt und erfolgreich.

      • @Christian
        Es gibt keinen pauschalen Tipp. Jede Frau ist anders. Meine Sexpartnerinnen stehen eher auf die härte Tour und kommen eher auf ihre Kosten wenn ich sie erniedrige oder ein paar Ohrfeigen verteile während ich sie gerade hart in den Hintern ficke. Andere Frauen stehen vielleicht auf Tantra oder irgendwas romantisches aber die sind dann auch nicht in meinem Beuteschema. Jede Frau hat einen anderen Weg zum Orgasmus zu kommen.

        Das ist es dann auch was die Erfahrung ausmacht, wobei der Elektroherd-Vergleich im Text durchaus seine Berechtigung hat wobei jeder der sich mal länger auf eine Frau eingelassen hat das weiß.

        • Nach pauschalen Tipps hat niemand gefragt, es wurde nach DEINEN Tipps gefragt.

          Solche Sprüche helfen einfach niemandem, da man nicht mal Anhaltspunkte/Inspiration bekommt.

          Grundsätzlich gilt: Wenn jemand nach Tipps und Anregungen fragt, dann wird explizit nach den persönlichen Erfahrungen der anderen Seite gefragt, NICHT nach einer universellen Anleitung.

          Warum ist das im Netz eigentlich so schwer zu verstehen.

          Nix für ungut, mich nervt dieses nutzlose „Jeder ist anders“ einfach nur noch.

        • PuS, danke für deine Ergänzung. Ich möchte nur richtigstellen, dass man weder auf Tantra noch auf Romantik stehen muss, ob mit den oben genannten Tipps „Erfolg“ zu haben.

        • „Nach pauschalen Tipps hat niemand gefragt, es wurde nach DEINEN Tipps gefragt.“
          Mein Tipp ist es, die richtige Frau richtig kennen zu lernen. Ich fange üblicherweise sowieso nur mit Frauen an zu spielen die auf BDSM stehen. Und dann unterhalte ich mich mir ihr, was BDSM für sie bedeutet. Wenn ich das weiß, dass sie z.B. auf Unterwerfungsspiele steht, dann passe ich mein Verhalten dementsprechend während des Spiels an. Ob ich sie nun nur demütige und beleidige, sie mit überlegener Kraft mir gefügig mache oder sie ganz klassisch auspeitsche lege ich selten vorher fest. Üblicherweise kriege ich dann während des Spiels mit, was ihr mehr und was ihr weniger gefällt, also die Feinheiten.
          Aber vor allem lasse ich mir viel Zeit mit dem Vorspiel, wobei ich nur Sachen mache die mich auch anturnen. Ich lasse auch meist die Möse und die Rosette am Anfang bewusst aus und wechsle mich zwischen Schmerz und Streicheln ab damit sie gar nicht weiß, was als nächstes kommt und eine angespannte Atmosphäre entsteht. Bei manchen Frauen verbinde ich auch die Augen und benutze Bauarbeiter-Ohrschützer um die Sinne zu reduzieren oder ich benutze einen Gagball um das Gefühl der Hilflosigkeit zu verstärken. Wenn ich dann irgendwann mit dem eigentlichen Sex beginne, dann ist das meist eine extreme Gefühlsexplosion für die Frau, so dass sie oft recht schnell kommt. Beim Sex selbst variiere ich Stoßgeschwingkeit, Rythmus und die Eindringtiefe genau wie die verschiedenen zusätzlichen Berührungen am Kitzler. Viele Frauen finden würgen auch sehr förderlich oder an den Haaren ziehen.

          Am wichtigsten aber ist es, dass das ganze MIR Spaß macht, denn das wirkt am stärksten auf die Frauen.

  3. Da ich mir fast gedacht habe, dass es Kommentare dazu wie oben geben wird, einige Ergänzungen:
    1) Die Überschrift des Artikels ist nicht „was guter Sex für Frauen bedeutet“. Das zu beurteilen maße ich mir nicht an. Dazu ist das Spektrum sexueller Vorlieben zu groß. Selbst wenn man all die oben genannten Tipps berücksichtigt, heißt das nicht, dass der Sex für die Frau sehr gut war. Es ging um den Orgasmus und darum, wie ihn die meisten Frauen mit großer Wahrscheinlichkeit erreichen können und dass kein Hokuspokus dahinter steckt.
    2) Stichwort Wahrscheinlichkeit: Es wurde in mehreren Studien, Umfragen etc. herausgefunden, dass die Klitoris beim Orgasmus die zentrale Rolle spielt. (Einige gehen sogar davon aus, dass sie bei der vaginalen Penetration durch die indirekte Stimulation den Orgasmus auslöst.) Deshalb konzentriere ich mich im Text auf die Klitoris, weil sie für die Mehrheit der Frauen für den Orgasmus verantwortlich ist. (Und nicht auf die G-Punkt-Massage, die ich jedoch der Vollständigkeit halber angesprochen habe.)
    3) Diejenigen, die ein befriedigendes und erfüllendes Sexleben mit reichlichen Orgasmen haben – Glückwunsch 🙂 Da das jedoch nicht auf jedes Paar zutrifft und ich die typischen Orgasmus-Tipps à la Cosmopolitan und Co. schlichtweg grauenhaft finde, habe ich diesen Gastbeitrag geschrieben.

    • Die beste Orgasmustechnik ist: Miteinander reden, Wünsche äußern, experimentieren, die eigene Erotik und die des Partners erforschen.

      • 10 Leute, 15 verschieden Meinungen 😉

        Mich z.B. lenkt (und turned) reden ab (für mich ist Reden eine „Verstandesleistung“ und hat deshalb beim Sex m.M.n.(!) nix zu suchen). 😉 (reden davor und danach: klar!)

        M.M.n. der wichtigste Punkt ist: Zeit lassen.
        (und ganz nebenbei: ich bin schon an die 60, bei mir stimmt das „Gasherd“-Bild nicht (mehr)).

        • Guter Sex ist Körpersprache.

          Wenn der Mund ständig dazwischenbrabbelt, kann der Körper nicht richtig hinhören.

          Es sei denn, man spricht keine Körpersprache, dann braucht man natürlich einen Übersetzer.

    • „…und dass kein Hokuspokus dahinter steckt.“

      Stimmt. Die Mechanik ist auch nicht sooo komplex:

      Die Anregung des Nervus dorsalis clitoridis muss einen Schwellenwert überschreiten, darf aber auch nicht überreizen. Diese Überreizungsgrenze lässt sich nach oben hin verschieben, indem parallele Stimulationen innerhalb des Plexus hypogastricus die Reizsignale flankieren.

      Zudem bewirkt die große Ähnlichkeit zwischen Mann und Frau, dass Nervus dorsalis penis und der Nervus dorsalis clitoridis gleich verdrahtet sind 😉

      Am Ende entscheidet aber immer der Kopf der Frau darüber, ob Frau einen Orgasmus bekommt. Und der Kopf entscheidet auch darüber, ob dieser Orgasmus als angenehm empfunden und dann auch als angenehme Erinnerung gespeichert wird.

      Jede dieser Entscheidungen steht für sich selber und müssen nicht konsistent sein.

    • (Einige gehen sogar davon aus, dass sie bei der vaginalen Penetration durch die indirekte Stimulation den Orgasmus auslöst.)

      Sie ist weit größer als dass, was nach Außen tritt:

      • Lebenserfahrung.

        Das, was in dem Spruch „Trau keinem über 30“ steckt, fängt als Entwicklung bei den meisten so mit 25 an und ist dann mit 30 abgeschlossen. Viele brauchen dann aber nochmal 10 Jahre um das zu kapieren.

        Man kann’s den jungen Menschen nicht oft genug sagen:
        Geniesst die Liebe so gut ihr könnt und solang ihr jung seid. Denn später gibt’s das nicht mehr bzw. nur noch in sehr seltenen Ausnahmefällen.

        • @Peter könntewt du das genauer erklären. Was fängt mit 25 an. Ich bin im März 25 geworden. Mir ist nichts aufgefallen. Bitte erklärs genau. Es interessiert mich sehr.

  4. So lange es sexistisch ist, Frauen zum Orgasmus bringen zu wollen (wurde hier im Blog schon mal behandelt), interessiert es mich einen Feuchten, wie ich eine Frau am besten befriedigen kann.

    Glücklicherweise musste ich mir bisher noch nie solche Vorwürfe anhören. 😉

  5. Der Titel „Eine Frau zum Orgasmus bringen. Heute: Manuelle Tantra-Massage“ wäre treffender.

    Neben der körperlichen Stimulation dürfte die Massage auch dazu führen, dass sich die Frau (*Fanfare*) „fallen lassen kann“. Sie also auch im Kopf zum Orgasmus geführt wird. Was ich einen wesentlich wichtigeren Faktor finde als Zeit. Mehr Zeit hilft allerdings dabei.

    • Anton, ich hatte es weiter oben schon erwähnt, dass sich die Tipps zwar an Tantra orientieren, aber man muss keineswegs ein bestimmtes Glaubenskonstrukt mitbringen, damit es funktioniert. Es steht dir aber frei, die Tipps um andere, vielfach erprobte Techniken zu ergänzen 🙂

      • Was für ein Glaubenssystem verbindest Du denn mit Tantra, wenn ich so fragen darf?

        „Je länger man(n) also abwartet, bis man mit den Fingern oder dem Penis eindringt, umso angenehmer wird das in der Regel für die Frau sein.“

        Absolut.
        Am geilsten ist es doch, wenn zunächst die Sehnsucht noch gesteigert wird. Persönlich finde ich z.B. rumknutschen und einfach nur die Körper aneinander reiben bis die Dinge von allein ineinanderrutschen (wollen) als Technik medial stark unterrepräsentiert.

        • S., stichpunktartig zum Glaubenssystem: Im traditionellen Tantra stehen ja die sexuellen Aspekte bspw. nicht im Vordergrund; die Rolle der Klitoris rückt bei einigen Lehrern in den Hintgrund, das „echte“ Lustzentrum der Frau ist die Vagina; Chakren; Verbindung zum Göttlichen …

        • Der Ort des Geschehens ist auch nich unwichtig, der sollte idealerweise gut vorbereitet sprich mit Bedacht hergerichtet und mit den richtigen Schwingungen aufgeladen werden. Es geht allgemein bei Tantra um Respekt und Achtung.

          „die Rolle der Klitoris rückt bei einigen Lehrern in den Hintgrund, das „echte“ Lustzentrum der Frau ist die Vagina“

          Naja… sie ist der Weg zum Weiblichkeitszentrum (Gebärmutter) und somit anfälliger für Verletzungen als die Klitoris.

          Wie zentral wurde das Thema Blockaden denn behandelt auf den Veranstaltungen, die Du anscheinend besucht hast?

          • S., da ja keine Veranstaltung mit „ausziehen und loslegen“ beginnt, finden in der Regel vorher Gespräche statt über vergangene Erfahrungen statt (Mutter-Tochter-Beziehung, Vater-Tochter-Beziehung etc.). Ich selbst habe mich natürlich mit meinen Blockaden beschäftigt. Da ich selbst keine psychologische oder therapeutische Zusatzausbildung habe, kann ich anderen dahingehend keine tiefergehende Hilfestellung bieten (möchte ich auch nicht). Bis auf die Heilung, die bei vielen Massagen auf der körperlichen Ebene automatisch entsteht.

        • Bist Du denn immernoch der Meinung, dass BDSM und Tantra gut zusammengingen, oder hast Du (wie ich ehrlicherweise vermute) mithilfe von Tantra ein paar der Absturz-Erfahrungen o.ä. wieder heilen können?

  6. Nein, Sheera, bei dir geht es nie nur um Grundsätzliches. Wenn du von meinen vermeintlichen „Absturz-Erfahrungen“ und deren „Heilung“ sprichst, geht es nicht um Grundsätzliches, sondern ganz speziell um MICH. (Was dich nicht scheinbar nicht loslässt.) Eine Frage, bei der es um Grundsätzliches geht, könnte bspw. lauten: Wie gehen deiner Meinung nach Tantra und BDSM zusammen?

    • 🙄
      Subdrop wäre der Fachausdruck für den Absturz gewesen.
      Dieser Zustand wird jetzt auch kein so seltenes Phänomen im BDSM-Bereich sein und ist aus tantrischer Sicht D.M.n. wie zu erklären?

        • Es geht mir ums Grundsätzliche, Herzchen Aurelie.
          BDSM kennt als m.W.n. einzige Spielart auch das absolute Gegenteil des Orgasmus, das tiefe Tal der Traurigkeit nämlich, die locker noch Tage nach einer Session anhalten kann.
          Bitte, ich finde das müsst man halt auch mal thematisieren.

          • Sheera, dann thematisiere es, aber behellige mich nicht damit. PfefferundSalz weiter oben ist doch auch BDSMler. Er freut sich bestimmt auf eine Diskussion mit dir.

        • Im Gegensatz zu ihm gibst Du aber an Dich außerdem mit Tantra beschäftigt zu haben. Von daher hielt ich Dich für den geeigneteren Ansprechpartner…

    • Die Schlagzeile verkürzt das Phänomen allerdings übermäßig:

      Gestützt wird diese These von einem Evolutionsphänomen: Das Erreichen des Höhepunktes ist demnach für Frauen ein Indiz dafür, einen guten Partner gefunden zu haben. Dass der Faktor Geld allerdings die einzige Rolle für ein ausgefülltes Sexleben spielt, ist in der Vergangenheit bereits mehrfach widerlegt worden. Schließlich messen mehrere ältere Studien u.a. auch der Attraktivität des Mannes und der „Chemie“ zwischen den Partnern eine Bedeutung für die Orgasmushäufigkeit bei.

      • „Schließlich messen mehrere ältere Studien u.a. auch der Attraktivität des Mannes und der „Chemie“ zwischen den Partnern eine Bedeutung für die Orgasmushäufigkeit bei.“

        „Chemie“ ist hier wohl das Geld? Adrian würde sagen, für „Chemie“ kann man manche Handtasche kaufen … 🙂

        • In extremen Vereinfachung steckt leider doch eine ziemlich wichtige Information für die Frage: Wie bringe ich eigentlich eine Frau zum Orgasmus?

          Denn auch wenn es praktisch meistens gar nicht so schwierig ist, steckt darin doch das Potential Männer zu Verzweiflung zu bringen:

          Die psychische Seite des weiblichen Orgasmus funktioniert umso besser, je mehr der Mann die hypergamen Instinkte der Frau befriedigt, z.B. indem er sehr dominant ist.
          Die physische Seite wiederrum mag für besondere Techniken, Eingehen auf Zeitbedürfnisse etc.pp. empfänglich sein, wie Aurelie das beschreibt.
          Aber je mehr ein Mann auf die Bedürfnisse der Frau dabei eingeht, umso weniger dominant ist er.

          Wenn man das Problem also von der falschen Seite anfängt zu lösen, wird man sich nur immer weiter von der Lösung entfernen.

          Ich denke, es funktioniert tatsächlich nur, sich daran zu orientieren, was einem selbst Spaß macht. Und dabei dann tatsächlich Freude daran zu haben, mit dem Frauenkörper und ihren Reaktionen herumzuspielen, finde ich persönlich naheliegend.

  7. Ich bin ja an sich auch Zyniker, aber doch erstaunt, wie säuerlich hier so viele darauf zu reagieren scheinen, dass Aurelie einfach mal Tipps gibt, die doch ganz brauchbar erscheinen.
    Denn auch, wenn die Methode nicht funktioniert, klingt sie für mich nach dem Vorteil, dass sie zumindest nicht schaden kann. „Auf Verdacht“ hart rangehen ist nicht zu empfehlen, aber selbst, wenn eine Frau mit diesem Massagekram nicht orgasmusbereiter wird, klingt es doch nach einer angenehmen Art, die Zeit zu verbringen.
    Hey! Im Grunde rät Aurelie hier zum „Pussy grabbing“ – das müsstet ihr doch mögen. 😉

  8. „… aber selbst, wenn eine Frau mit diesem Massagekram nicht orgasmusbereiter wird, klingt es doch nach einer angenehmen Art, die Zeit zu verbringen.“

    Ich kenne keine schönere 😀

    „Hey! Im Grunde rät Aurelie hier zum „Pussy grabbing“ – das müsstet ihr doch mögen“

    I love it!
    Eine Frau mit den Händen langsam zum Höhepunkt bringen, ist für mich wie ein zweiter Orgasmus.
    Und es erhöht meine Chancen auf ein langes, erfülltes Sexualleben.
    Und – mal ehrlich – das ist doch das, worauf es letzten Endes ankommt ;D

  9. Ja, ein Text der auf Selbsterfahrung einer Frau beruht, ist gar nicht so einfach zu finden. Dafür Danke liebe Aurelie.

    Leider sind viele Frauen sehr wenig selbsterfahren, können nicht sagen, was sie wollen, können sich nichtmal selbst zum Orgasmus bringen oder genieren sich für soviel explizite Sexualität. Auch wenn das in den jüngeren Generationen besser zu werden scheint.

    Die Anmerkungen von „breakpoint AKA Anne Nühm“ kamen mir auch in den Sinn, zumal die körperliche Seite ja nur eine Sache ist und u.U nichtmal die Wichtigste. Neunzig Prozent von gutem Sex finden ja angeblich im Kopf statt…

  10. Pingback: Einen Mann zum (besseren) Orgasmus bringen | Alles Evolution

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s