Warum es sexistisch ist, dass Männer weibliche Orgasmen mögen

Cosmopolitan bespricht eine Studie (zu etwas sehr ähnlichen vergleiche auch diesen Artikel zu einem Artikel in Everyday Feminism:

The study gathered 810 men to read a story where they had to imagine an „attractive woman“ either did or did not orgasm during sex with them. Each man was then asked to rate their sexual esteem and the extent to which they’d feel „masculine“ after experiencing the scenario. The results are what you’d expect: Men felt more masculine and felt high self esteem when they imagined a woman orgasmed during sex with them. „These results suggest that women’s orgasms do function — at least in part — as a masculinity achievement for men,“ researchers wrote.

Let’s be clear — there’s nothing wrong with feeling good about making your partner feel good (in this case, orgasming). It’s nice to bring pleasure to your partner! But the researchers point out a sexist flaw in the masculinity boost thing.

„Despite increasing focus on women’s orgasms, research indicated that the increased attention to women’s orgasms may also serve men’s sexuality, complicating conceptualizations of women’s orgasms as women-centric,“ researchers wrote.

In a separate statement from Chadwick and van Anders, they explained why it’s a bad thing for men to gain masculinity points for bringing female partners to orgasm. „One reason is that it might pressure some heterosexual men to feel like they have to ‚give‘ women orgasms, as if orgasm is something men pulled out of a hat and presented to women,“ they wrote. „This ties into cultural ideas of women as passive recipients of whatever men give them.“

Es ist schon faszinierend, dass man aus allem etwas negatives machen muss. Männer, die schon Sex mit einer gewissen Anzahl von Frauen hatten, dürfte recht schnell bekannt sein, dass einige Frauen sehr schwer zum Orgasmus zu bringen sind und andere sehr leicht und das es jeweils von der Situation abhängt. Ihre Fähigkeit sich auf den Sex einzulassen, sich zu entspannen und sich zB auch mit jemanden, den sie noch nicht so lange kennt, wohlzufühlen, trägt dazu bei, wie viel Arbeit der Mann hat und ob es überhaupt klappt. Aber natürlich spielen auch die Fähigkeiten des Mannes eines Rolle, weswegen beispielsweise viele Frauen die Idee, mit einem „Jungmann“ zu schlafen uninteressanter finden als viele Männer. „Gut im Bett sein“ ist eine Eigenschaft, die beide Geschlechter haben können, allerdings ist es eben zumindest einfacher einen Mann zum Orgasmus zu bringen als eine Frau (was es allerdings nicht weniger wertvoll macht, wenn eine Frau ihn zu einem großartigen Orgasmus bringen kann oder der Sex an sich großartig ist).

Im übrigen tritt dieser Effekt natürlich auch umgekehrt auf: Ein Mann, der aus irgendwelchen Gründen keinen hoch bekommt, wird einige Frauen auch verunsichern, es kann sie in eine Krise stürzen, bei der es darum geht, dass er sie nicht attraktiv findet. Und einen Mann nicht zum Orgasmus bringen zu können wird auch viele Frauen verunsichern, wenn es nicht einen Grund dafür gibt.

Allerdings ist weibliche Lust und ein einfacher und häufiger weiblicher Orgasmus in der Tat etwas, was den Sex sehr gut machen kann. Ich hatte dazu schon mal etwas geschrieben:

  • Die anstrengendste Variante Frau in Hinsicht Orgasmus ist die Frau, die nur auf eine ganz bestimmte recht komplizierte Art und Weise zum Orgasmus kommen kann und davon ausgeht, dass Männer, die das nicht hinbekommen können, keine Ahnung von Frauen haben und man sie herumkommandieren muss. Ich kann mir vorstellen, dass es für diese Frauen durchaus frustrierend ist, dass sie wissen, wie sie kommen und das natürlich auch erreichen wollen, aber wenn Sex erfordert, dass man detailierte Anweisungen im Befehlston umsetzen muss, dann macht er eben wenig Spaß. Nichts gegen helfende Anweisungen, jeder Mensch ist da anders und kennt sich selbst am besten, aber auch die sollten eben dem Anlass entsprechend sein (also nichts gegen ein „schneller, tiefer, nicht so tief“ aber eben kein „du musst in einer Violinschlüsselform lecken und das für X Minuten, aber nicht so, und dann in einem genauen X Takt stoßen, X takt habe ich gesagt, nun mach schon, nein genau der Takt, warum bekommen Männer das eigentlich nicht hin“). Wenn eine Frau sagt, dass Männer von Sex keine Ahnung haben, und alle schlecht ist, dann gehe ich inzwischen davon aus, dass es genau dieser Typ ist (und auch wenn es ein Shittest ist ist es eine gute Reaktion es umzudrehen „Ah, du bist eine von diesen komplizierten Frauen, die nur auf eine Weise kommen können und meinen alle Frauen sind so? Oh weh, wie anstrengend“)
  • Die am wenigsten anstrengende Variante ist aus meiner Sicht die hypersensitive, überaus leicht erregbare Frau. Bei ihr ist der Vorteil, dass sie eine dünnere Haut oder/und feinere Nerven oder was auch immer hat und sie durch normale Berührungen wesentlich schneller, leichter und stärker erregt wird als andere Frauen. Sie ist schlicht ein Genuss, weil sie aufgrund der leichten Erregbarkeit schnell zu Sex zu überreden ist und sie fast alles zum Orgasmus bringt. Stimmulieren der Brüste kann sie kurz davor bringen, bei vaginalen Sex kommt sie ohne Probleme mehrmals, Analsex ist ebenfalls sehr einfach etc. Es ist mit einer solchen Frau einfach, sich als Sexgott zu fühlen.

Aber zurück zum Artikel:

They also mention another sexist orgasm trope: women feeling pressured to fake orgasms in order to appease a male partner, or in their words, „to protect men’s feelings.“ For women who have sex with male partners, the pressure to orgasm is a relatable feeling. Hence all the faking that we know is going down in hetero bedrooms all over the country.

Interessant, dass sie meint, dass es nur in heterosexuellen Schlafzimmern passiert. Ich vermute auch bei lesbischen Beziehungen wird schon mal was vorgetäuscht werden.

Aber in der Tat täuschen Frauen häufig vor, damit sie den Partner nicht enttäuschen:

Women sometimes engage in such behaviors to emphasize love and care. Because men are attentive and interested in a female partner’s orgasm, women may pretend orgasm to keep their partner happy. Darling and Davidson (1986) asked participants open-ended questions regarding pretending orgasm; the primary response by 51% of women who pretended orgasm was “feel guilty, but it is important to satisfy my partner”

Ich schrieb unter dem gleichen Link dazu:

Der Umstand, dass der Partner kommt, ist eben häufig für beide wichtig. Der Mann möchte, dass die Frau kommt und es macht ihn glücklich, wenn das der Fall ist (was biologisch sowohl für Befruchtung und aufgrund der ausgeschütteten Hormone auch für die Partnerbindung (und damit auch wiederum für die Fortpflanzung, da das wiederum mehr Sex und geringere Fremdgehwahrscheinlichkeit bedeutet) interessant ist). Die Frau möchte auch, dass der Mann kommt, einmal weil es ebenfalls Partnerbindungsaspekte hat, aber mitunter eben auch, weil sie weiß, dass er versuchen wird seinen Orgasmus zu verzögern bis sie kommt, aber auch weiß, dass sie nicht kommen kann und es im Sinne der Partnerschaft besser ist, einen Orgasmus vorzuspielen, damit er dann kommen kann.

Beim Mann dürfte es ähnlich sein. Er weiß, dass die Frau ihn zum Orgasmus bringen will, aber er nicht kommen kann (Alkohol, schon zuviel Sex, zuviel Stress, was auch immer). Sie wird sich schlecht fühlen, wenn sie ihn nicht zum Orgasmus bringen kann, er hat aber einfach keine Lust mehr, es weiter zu versuchen. Der Mann hat allerdings das Problem des Ergusses, der mit dem Orgasmus verbunden wird und schwerer vorzutäuschen ist.

Sicher haben Frauen das Problem einen Orgasmus vorzutäuschen häufiger, aber Männer haben häufig das Problem, dass sie, damit die Frau nicht zu kurz kommt, nicht zu früh kommen dürfen, weswegen sie mitunter an allerlei unerotisches Denken, während sie gleichzeitig versuchen, sich nichts davon anmerken zu lassen oder dann, wenn sie sich dem Orgasmus nährt, auch zu kommen, und das eben tatsächlich.

Und beide Verhaltensweisen können sich gegenseitig bedingen. Er hält sich zurück und genießt des Sex nicht, weil er nicht zu früh kommen will, damit sie auch was davon hat. Sie spielt ihm Lust vor, damit er wenigstens Spass hat und sich gut fühlt.

Der Blick auf dass sexuelle ist hier in Studie und Besprechung also eher einfach ausgestaltet.

The researchers draw a fairly frightening conclusion from the research findings. When women’s orgasms begin to serve as a masculinity achievement for male partners, the orgasms cease to be about women’s liberation or sexual pleasure. They just become another opportunity for men to flex, or „shore up their sense of masculinity.“

„These men, therefore, were more likely to view women’s orgasms as a notch on the bedpost of their manliness,“ Chadwick and van Anders wrote in the statement. They end their note with an encouragement for men to think of orgasms less as achievements to be unlocked, and truly view them for what they are: tiny little pleasure explosions that should be enjoyed — frequently — by female partners.

Ein sehr negativer Ausblick. Natürlich kann alles schlecht sein. Aber wenn beide Lust auf Sex haben, dann ist „ich will meinem Partner so viel Lust bereiten wie möglich“ ein hervorragender Ansatz. Auch dann wenn er die Nebenfunktion hat, dass der andere einen für unglaublich gut im Bett halten soll oder man das gute Gefühl, den anderen befriedigt zu haben, auch für sich selbst braucht.

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88 Gedanken zu “Warum es sexistisch ist, dass Männer weibliche Orgasmen mögen

  1. Es gibt eine schmale Linie zwischen der reinen Freude daran, wenn die Partnerin Spaß im Bett hat, und dem unbedingten Zwang, dass sie Spaß haben muss, weil man das für die Aufrechterhaltung des eigenen Selbstwertgefühls braucht.

        • Die Natur treibt uns zur Penetration und zum Orgasmus. Das ist wie ein Magnet während dem Sex.

          Deshalb ist reines „Kuscheln“ in der Verliebtenphase auch so schwer. Später, wenn man mehrmals täglich in ihr kommt spielt der Sex nur noch eine untergeordnete Rolle.

          Am Ende, wenn man die Frau unerträglich findet, will man nicht einmal mehr das und ist froh wenn der Saft verspritzt ist, nur dass sie nicht auf böse Gedanken kommt.

          Tjah so sind wir Homo Sapiens halt.

          • Yeph, ich weiß zwar gerade nicht, auf was sich dein Kommentar bezieht, aber danke für den offenherzigen Einblick in dein Sexleben 🙂

        • Citation needed.
          Meiner Erfahrung nach haben sich Frauen immer gefragt, ob sie nicht gut genug sind, wenn es mal nicht so gut lief. Es ist völlig logisch, dass das am Selbstwertgefühl kratzt, wenn derjenige, auf den man Bock hat, grad nicht so auf einen selbst abfährt.

          Ganz abgesehen davon, dass so wie so im Grunde alles was man tut egoistisch motiviert ist, etwas anderes gibt es nicht. Und das ist ebenfalls unabhängig vom Geschlecht.

          • mindph, die Studie oben ist zumindest ein Hinweis auf diesen Zusammenhang: „These results suggest that women’s orgasms do function — at least in part — as a masculinity achievement for men.“

            Du sagst: „… wenn derjenige, auf den man Bock hat, grad nicht so auf einen selbst abfährt.“ Ja, das stimmt. Das geht wohl an niemandem spurlos vorbei – unabhängig vom Geschlecht. Jedoch ist ein ausbleibender Orgasmus nicht zwingend ein Indikator dafür, dass man keine Lust hat oder nicht auf den anderen abfährt.

        • Na ja, Aurelie…

          Nachdem sich feministische und feministisch inspirierte Ideologie seit Jahrzehnten darin ergeht, Männer zu *Frauenbedienern* machen und die Bedürfnisse von Frauen in den Mittelpunkt einer Partnerschaftsbeziehung zu setzen?!
          Und dem Mann – immer noch – die komplette Verantwortung für gelingende partnerschaftliche Sexualität aufhalsen?

          Wenn – unter dieser Voraussetzung – ein Mann die partnerschaftliche Sexualität mit dem Erreichen des weiblichen Orgasmus unter „mission accomplished!“ abhakt, ist es die Schuld des Mannes???

          Schau dir doch mal an, wie der Text mit der weiblichen Lüge der Vortäuschung des weiblichen Orgasmus umgeht.
          „Ich habe es nur getan, damit mein männlicher Partner glücklich ist!“ Albern und eine weitere Lüge – Betrug und Selbstbetrug.

          Sie hat es getan, weil sie nicht in der Lage ist, ihre sexuellen Bedürfnisse und Unsicherheiten in einer Partnerschaftsbeziehung zu artikulieren.

          Statt dass der Feminismus solche Frauen „empowert“ DAS zum Thema zu machen, gibt es Häme gegen das männliche Geschlecht und Glückwünsche an das weibliche für die gelungene schauspielerische Darbietung.
          Verlogener Müll.

          Der gesamte feministische Diskurs in Sachen Sexualität und Partnerschaft hilft niemandem und bringt weder Männer noch Frauen weiter.

          Gruß crumar

          • crumar, wenn die (sexuellen) Bedürfnisse von Frauen im Mittelpunkt der meisten Partnerschaften stehen, frage ich mich, warum so viele keinen Orgasmus beim Sex haben.
            Dass die meisten Frauen, die einen Orgasmus vortäuschen, das für ihren Partner tun, bestreitest du? Vielleicht hat sie ihre Wünsche bereits artikuliert, aber er geht nicht darauf ein. Ausschließen kannst du das nicht. (Man kann umgekehrt natürlich auch nicht ausschließen, dass sie sich nicht artikuliert – der Fairness halber.)
            Es gibt übrigens im sexpositiven Bereich durchaus Frauen, die andere Frauen dazu ermutigen, ihre Wünsche zu artikulieren. Je nachdem wie diese Wünsche dann ausfallen, kann es jedoch passieren, dass der Mann dies als „anstrengend“ empfindet (siehe Christians Text oben). Tja …

          • „frage ich mich, warum so viele keinen Orgasmus beim Sex haben“

            Weil sie tatsächlich wesentlich schwerer zum Irrenhaus Orgasmus zu bringen sind

            Weil sexuelle Stimmung bei einer Frau schwieriger zu erzeugen ist

            Weil die allermeisten Männer ein höheres Bedürfnis nach Sex haben und damit fast zu erwarten ist, dass Frauen häufiger Sex haben, den sie weniger wollen

            Weil Frauen schlecht kommunizierten, was sie wollen

            Natürlich auch mangelnde Techniken bei Männern (die bei Frauen ebenso besteht, sich dort aber weniger auswirkt was das erreichen des Orgasmus betrifft, eher auf dessen Qualität)

            Als kleines brainstorming

          • Christian, ja, wenn man „aber es ist viiiel schwieriger“ gebetsmühlenartig wiederholt, ist es natürlich tatsächlich schwieriger. In einer Welt, in der Penis-in-Vagina als Heiliger Gral gilt und Sex möglichst (zeit-) effizient abgewickelt wird (siehe Kommentar von Yeph „[Vorspiel ist] extrem langweilig und entnervend, geradezu eine Qual“) – in dieser Welt kommen Frauen wirklich schlechter zum Orgasmus. Welch Wunder, wenn man bedenkt, dass die sexuelle Erregnungskurve bei Frauen in der Regel viel langsamer ansteigt als bei Männern. Der limitierende Faktor ist oftmals nicht das „Können“, sondern ganz einfach mangelnder zeitlicher Invest.
            Eine Ergänzung zum Brainstorming:
            Bei der Masturbation erreichen Frauen fast immer einen Orgamus. (So schwer scheint es demnach nicht so sein.)
            Lesbischer Sex führt zu häufigeren Orgasmus als Hetero-Sex.
            (Das Argument mit mangelnder Kommunikation gerät etwas ins Wanken.)

          • „Ich habe es nur getan, damit mein männlicher Partner glücklich ist!“ Albern und eine weitere Lüge – Betrug und Selbstbetrug“

            Würde ich so nicht sehen. Es ist auch eine sehr harte Wertung. Letztendlich wäre das bei einem höheren sextrieb des Mannes durchaus zu erwarten.

        • @Aurelie

          Es geht doch um die Aufrechterhaltung eines Selbstwertgefühls. Reine Evolution. Wir tun was unser Hirn, bzw. Gene, Hormone, Bakterien usw uns aufzwingen. Nichts mehr und nichts weniger. Keine Romantik, keine Soap – Realität.

        • wenn die (sexuellen) Bedürfnisse von Frauen im Mittelpunkt der meisten Partnerschaften stehen

          Ja komisch, am Willen der Männer liegt’s jedenfalls nicht. Das „Vorspiel“ ist entweder pure Verliebtheit, bzw. ein purer Dienst die an der Frau um sie zu befriedigen und oft extrem langweilig und entnervend, geradezu eine Qual.

        • „die Studie oben ist zumindest ein Hinweis auf diesen Zusammenhang:“

          Sie impliziert aber nicht, was du daraus machst, dass es hier „eine gewisse Häufung beim männlichen Geschlecht“ gäbe, denn die Studie untersucht nur Männer und nicht Männer im Vergleich zu Frauen: „To test this, we randomly assigned 810 men (M age = 25.44, SD = 8.31) to read a vignette where they imagined that an attractive woman either did or did not orgasm during a sexual encounter with them.“ Die Studie hat Frauen überhaupt nicht gefragt geschweige denn untersucht, darum eignet sie sich nicht als Beleg, dass sich das besonders bei Männern häufen würde (abgesehen davon habe ich auch schon Feministen gelesen die behaupten würden, dass es den meisten Männern egal wäre, ob eine Frau zum Climax kommt).

          Meine Antwort darauf war nicht, dass ich nicht glauben würde, dass es dem eigenen Ego zukömmlich ist, wenn der Partner guten Sex mit einem hat, meine Antwort war, dass das auf Frauen genauso zutrifft und dass das auch nur total logisch und menschlich ist, wenn man davon beeinflusst wird.

          „Jedoch ist ein ausbleibender Orgasmus nicht zwingend ein Indikator dafür, dass man keine Lust hat oder nicht auf den anderen abfährt.“

          Habe ich auch nicht behauptet.

          • mindph, ich stimme dir darin zu, dass beide Geschlechter anfällig dafür sind, wenn sie spüren, dass der Partner nicht so richtig Lust hat oder nicht auf einen abfährt. Das ist menschlich, genau.
            Nur diese Sache mit dem Orgasmus (um die es ja geht) sehe ich anders. Und nein, ich habe keine Studie, in der es darum geht, ob sich Frauen in ihrer Weiblichkeit beschnitten fühlen, wenn er keinen Orgasmus hatte. Es ist eine Vermutung, die zur Diskussion steht.

        • Wie Christian schon schrieb, ist es nunmal leichter, einen Mann zum Orgasmus zu kriegen, als eine Frau. Und das hat natürlich biologische Gründe, da es für einen Mann zur Fortpflanzung essentiell ist, dass er einen Orgasmus hat, da das Prä-Ejakulat wenn überhaupt nur sehr wenige funktionsfähige Spermien beinhaltet. Während der Orgasmus der Frau zwar einer erfolgreichen Befruchtung zuträglich ist, aber nicht notwendig.

          Andererseits gibt es aber auch etliche Männer, die Errektionsprobleme haben und es ist auch bekannt, dass sich Männer in diesen Fällen Vorwürfe machen („kriegt keinen hoch“ ist ja auch eine Beleidigung mit dem Inhalt „ist halt auch nur ein Weichei“), aber auch Frauen beleidigt sind, wenn es ihnen nicht gelingt, einen Mann so zu erregen, dass ein Geschlechtsverkehr möglich ist.

          Allein aus den natürlichen Umständen ergibt sich aber logischer Weise schon ein quantitativer Unterschied. Und angesichts der kompletten physiologischen und auch psychologischen Unterschiede (ein Mann zB der unter Erfolgsdruck steht, hat öfter Errektionsprobleme als ein Mann der sich gehen lassen kann), ist es nahezu unmöglich ohne ausreichend umfangreiche Studien allgemeingültige Aussagen zu treffen (oder gar einen Sexismus zu postulieren, wie es der Artikel tut, welcher krampfhaft versucht, selbst positives als negativ darzustellen, nur weil es nichts geben darf was an einem Mann respektive seinem Verhalten positiv ist, möchte ich unterstellen).

          • minph, ich habe die Frage weiter oben schon gestellt: Wenn es so schwer mit dem weiblichen Orgasmus ist, warum ist es dann bei der Masturbation in der Regel kein Problem?

        • @Christian

          „Ich habe es nur getan, damit mein männlicher Partner glücklich ist!“ Albern und eine weitere Lüge – Betrug und Selbstbetrug“

          Würde ich so nicht sehen. Es ist auch eine sehr harte Wertung. Letztendlich wäre das bei einem höheren sextrieb des Mannes durchaus zu erwarten.“

          Ein vorgespielter Orgasmus der Frau ist Schuld des höheren Sextriebs des Mannes?

          Du merkst aber schon noch, was du hier tust, oder?

          Du behauptest nämlich: „Die weibliche Lüge des vorgespielten Orgasmus basiert *auf der Biologie des Mannes* und ist deshalb und dadurch *zu entschuldigen*.“

          Das, Christian, ist „white knight“-Denke in Reinkultur.

          Ein vorgespielter Orgasmus ist Betrug am Partner und an der partnerschaftlichen sexuellen Beziehung.
          Das ist keine „harte Wertung“, sondern das ist die Realität.

          Gruß crumar

        • Dafür sind verschiedene Fragen zu stellen: Wie lange masturbieren Frauen durchschnittlich, bis sie zum Orgasmus kommen, wie lange dauert es durschnittlich bei Männern? Kennen sie sich vielleicht besser, sagen beim Sex mit einem Partner aber selterner was sie wollen/brauchen, sondern begeben sich eher in die passive Rolle? Haben Gerätschaften, die zur Selbstbefriedigung benutzt werden, einen Einfluss darauf? Gehen sie mit früheren Erlebnissen vielleicht anders um als Männer?

          Es scheint jedoch auch bei Masturbation etwas mehr als „kein Problem“ zu sein, verglichen mit Männern:
          http://www.netdoctor.co.uk/healthy-living/sexual-health/a2224/masturbation/
          http://www.soc.ucsb.edu/sexinfo/article/female-orgasmic-difficulty

          • mindph, was die Dauer bis zum Erreichen des Orgasmus angeht, habe ich bei fem.com (ja, Wissenschaftlichkeit kann man infrage stellen) eine Angabe von durschnittlich 20 Minuten gefunden. Also vollkommen easy und beim Sex machbar.
            „Kennen sie sich vielleicht besser, sagen beim Sex mit einem Partner aber selterner was sie wollen/brauchen, sondern begeben sich eher in die passive Rolle?“ – Schließe ich nicht aus. Und da geht mein Appell eindeutig in Richtung Frauen und der Artikulation von Wünschen.
            „Haben Gerätschaften, die zur Selbstbefriedigung benutzt werden, einen Einfluss darauf?“ – Ebenfalls sehr wahrscheinlich. Aber was hindert Paare daran, diese Spielzeuge beim gemeinsamen Sex zu benutzen, wenn es dem Orgasmus der Frau förderlich ist? Quasi eine einfache Lösung.
            „Gehen sie mit früheren Erlebnissen vielleicht anders um als Männer?“ – Was meinst du damit?

        • @Aurelie

          „crumar, wenn die (sexuellen) Bedürfnisse von Frauen im Mittelpunkt der meisten Partnerschaften stehen, frage ich mich, warum so viele keinen Orgasmus beim Sex haben.
          Dass die meisten Frauen, die einen Orgasmus vortäuschen, das für ihren Partner tun, bestreitest du? Vielleicht hat sie ihre Wünsche bereits artikuliert, aber er geht nicht darauf ein. Ausschließen kannst du das nicht. (Man kann umgekehrt natürlich auch nicht ausschließen, dass sie sich nicht artikuliert – der Fairness halber.)“

          Es gibt Studien, die klar aufzeigen, dass unbefriedigender Sex durch nicht stattfindende partnerschaftliche Kommunikation zu erklären ist.
          BEIDE Geschlechter trauen sich dabei nicht, ihre sexuellen Wünsche zu artikulieren.
          WÜSSTEN die Partner wechselweise von den sexuellen Bedürfnissen des jeweils anderen, wären diese Wünsche zu einem Großteil zu erfüllen.
          Das tun sie aber nicht, weil…

          WÜSSTE der Mann also wenigstens, es liegt etwas im Argen, dann könnten beide darüber ins Gespräch kommen.

          Mit dem vorgetäuschten Orgasmus täuscht die Frau dem Mann jedoch vor, in einer Partnerschaft mit gelungener partnerschaftlicher Sexualität zu leben.
          Eine bewusste Täuschung mit dem Ziel, dass dem Mann eine Realität suggeriert wird, die *nicht existiert*.

          Was für eine „Zufriedenheit“ und was für ein „Glück“ ist das, für eine *Scheinwelt* zu sorgen, in dem reale Problem der Partnerschaft nicht auf den Tisch kommen?

          Faktisch ist dieses Verhalten für eine Partnerschaft kontraproduktiv und wenn ich als Mann in einem so intimen Bereich meiner Partnerschaft belogen werde, würde ich auch davon ausgehen, in allen anderen Bereichen belogen zu werden.

          Gruß crumar

          • crumar,
            ja, den anderen Partner zu täuschen, ist nicht richtig. Ich habe das Vortäuschen von Orgasmen mit keinem Wort verteidigt. Jedoch kenne ich Situationen aus meiner eigenen Erfahrung, in der die Kommunikation so schwierig geworden ist, dass man lieber den einfach Weg nimmt, sodass wenigstens er am Ende glücklich ist. Pragmatismus schlägt Idealismus – leider. Eine langfristige, glückliche Beziehung kann auf so einem Boden nicht wachsen.

        • „Und nein, ich habe keine Studie, in der es darum geht, ob sich Frauen in ihrer Weiblichkeit beschnitten fühlen, wenn er keinen Orgasmus hatte.“

          Ich auch nicht, aber ich hab eine einschlägige Erfahrung selbst mal gemacht, sprich ein Ex verriet mir (netterweise bevor ich mich wundern konnte), dass er nicht durch Penetration oder Oralverkehr kommen könne, nur wenn er selbst Hand an sich anlege. Kurz war ich ungläubig und dann mehr so „heyyy… strike!“
          ^^

          Im Gegensatz dazu würde es mich mit Sicherheit verunsichern, wenn ein er unfähig wäre sein Gerät auf Betriebsgröße auszufahren, ich gehöre nämlich zu denjenigen, die glauben, dass das tatsächlich bedeutet, dass er eigentlich nicht will. Der Körper besitzt seine eigene Weisheit, und die sollte man m.M.n. achten. Heißt für mich auch: abseits ganz spezieller Ausnahmesituationen (die Einnahme von Marcumar fiele mir da so als Beispiel ein) sind chemische Erektionshilfen ein absolutes No-Go.

        • @Yeph
          „Ja komisch, am Willen der Männer liegt’s jedenfalls nicht. Das „Vorspiel“ ist entweder pure Verliebtheit, bzw. ein purer Dienst die an der Frau um sie zu befriedigen und oft extrem langweilig und entnervend, geradezu eine Qual.“

          Mag für dich stimmen, ich selbst finde das Vorspiel mindestens genauso gut wie den eigentlichen Akt, was aber auch daran liegt, dass ich es nicht für die Frau mache, sondern vor allem für mich.
          Wenn du das Vorspiel nur für die Frau machst, damit du dann eeeeendlich ran darfst, dann ist es selbstverständlich langweilig – ginge mir auch so. Aber da ich im Vorspiel nur Dinge mache die mir selbst Spaß machen (und meinen Sadismus befriedigen), ist das Vorspiel oft um Meilen interessanter als der eigentliche Fick.
          Allerdings brauchst du dafür auch die richtigen Frauen – ich für meinen Teil spiele am liebsten mit Feministinnen (kein Scherz), da kann ich so richtig Arschloch sein und die Damen finden das sogar noch toll. Win-Win-Situation

        • „Die Natur treibt uns zur Penetration und zum Orgasmus. Das ist wie ein Magnet während dem Sex.“

          Frauen suchen und bekommen ihre Orgasmen allerdings nicht beim Sex.

        • „Wenn es so schwer mit dem weiblichen Orgasmus ist, warum ist es dann bei der Masturbation in der Regel kein Problem?“

          Weil Penetration und an der Klitoris rumfummeln nicht das Gleiche sind.

          • Adrian, no offense, aber Experte für weibliche Sexualität bist du nicht. Von daher ist eine Diskusssion mit dir darüber obsolet. (Die Klitoris ist das weibliche Sexualorgan. Dass durch Stimulation des Sexualorgans (oder abfällig: „rumfummeln“) ein Orgasmus ausgelöst wird/werden kann, ist mehr als überflüssig zu erklären. Jedem Mann steht diese Möglichkeit gegenüber seiner Partnerin offen. Da steckt kein Hokuspokus dahinter.)

          • Aber es ist schon merkwürdig, dass man Männer durch Penetration leichter zum Orgasmus bringen kann als Frauen, oder? Und sei es, weil das Handling des anderen Penis dabei einfacher ist, als das der Klitoris.
            Heterosexualität, fürwahr intelligent kreiert 😀

          • Adrian, es ist nur merkwürdig, wenn man Penis und Scheide als Sexualorgan gleichsetzt anstatt Penis und Klitoris gleichzusetzen (wie es korrekt wäre). Und wenn man Penis-in-Vagina Penetration als einzige, „echte“ sexuelle Handlung gelten lässt. Ich finde das Handling meiner Klitoris beim Sex übrigens recht einfach. Eine Komplikation machen nur manche Männer daraus.

          • Christian, wenn ein Orgasmus angestrebt wird während sich der Penis in der Frau befindet, ist ein kleiner Vibrator mit die praktibelste Lösung. In den meisten Stellungen ist es für den Mann schwierig, gleichzeitig zu stoßen und mit den Fingern zu stimulieren. Stichwort: Balance. Außerdem möchte er ja auch entspannen und nicht permanent Multitasking machen 🙂 So kann sich die Frau mit dem Vibrator auf die Weise stimulieren, die für sie am angenehmsten ist. Alternativ natürlich die gute alte Handarbeit – je nach Vorliebe. Möglicherweise ist das für manche Männer gefühlsmäßig nicht optimal, weil er den Orgasmus dann nicht „verursacht“ …
            Viele Frauen konzentrieren sich bei der Masturbation sehr stark auf die Klitoris. Logisch, das ist am effektivsten. Leider hat das manchmal den Nebeneffekt, dass ein Orgasmus während der Penetration fast unmöglich wird. Da kann es helfen, beim Masturbieren einen Dildo (als Ersatz für den Penis) miteinzubeziehen und sich langsam an die veränderten Bedingungen zu gewöhnen. Das hat irgendwas mit neuen Nervenbahnen im Gehirn zu tun, die dabei gebildet werden.
            Eine Anleitung abseits von Penetration würde den Rahmen eines Kommentars sprengen.

        • Wenn es so schwer mit dem weiblichen Orgasmus ist, warum ist es dann bei der Masturbation in der Regel kein Problem?

          Weil sich Madame bei der Masturbieren problemlos einen pefekten Kopfkinofilm herbeifantasieren kann.

          Als ob es ein mechanisches Problem wäre. Den Vergleich finde ich ziemlich absurd: Diejenigen Frauen, für die es ein mechanisches Problem ist, haben idR kein Problem mit der Kommunikation, und folglich auch eher selten Orgasmusprobleme.

          • Nick, aha … eine etwas weit hergeholte Theorie. Welche Fantasien schwirren denn den Frauen im Kopf herum, die sich nicht in die Tat umsetzen lassen?
            „Diejenigen Frauen, für die es ein mechanisches Problem ist, haben idR kein Problem mit der Kommunikation“ – Und das schließt du woraus?

        • Es gibt meines Erachtens nach eine gewisse Häufung beim männlichen Geschlecht.

          Da scheint mir das untersuchte Sample nicht unbedingt repräsentativ zu sein 😉 Die quantitative Dimiension des weiblichen Egos, ein begehrter Sexualpartner zu sein dürfte _mindestens_ gleich groß sein. Defizite in der Hinsicht _mindestens_ eben so verbreitet.

        • eine etwas weit hergeholte Theorie.

          Finde ich überhaupt nicht, Aurelie. Im Kopfkino macht Mr. Perfect immer haargenau das (insgeheim?) Gewünschte. Da gibt es vor allem – und ich denke, das ist oft das Entscheidende – keinen Konflikt mit dem Selbstbild.

          Ich finde es eher weit hergeholt irgendwelche Vergleiche mit realen zwischenmenschlichen Situationen anzustellen.

          Welche Fantasien schwirren denn den Frauen im Kopf herum, die sich nicht in die Tat umsetzen lassen?

          Ganz einfach: Fantasie ist Fantasie. Die Figuren in Fantasien sind perfekte Abbilder der eigenen Wünsche – und nicht eigene Menschen. Es gibt auch keine sozialen oder körperlichen Folgen. Die eigenen Wünsche mit ihren Widersprüchen zur realen Welt und zum Selbstbild müssen dabei nicht einmal reflektiert werden, die Fantasiefigur findet ja immer einen „Workaround“.

          Und das schließt du woraus?

          Manche Frauen haben mehr, und manche Frauen weniger Probleme mit ihrer Sexualität.

          Zwar mag es manchmal „unpassende“ Männer geben, aber die meisten Männer sind offen für alles Mögliche, wenn die Wünsche nur Kommuniziert werden. (Das muss nicht mal verbal sein)

          Am Ende ist jeder für seine Bedürfnisse selbst verantwortlich, und ich finde es meistens lächerlich, sich über das andere Geschlecht zu beklagen.

        • Frauen haben keinen Orgasmus, weil der Mann nicht so aussieht wie sie es sich wünschen?

          Das habe ich so nicht gesagt. In der Fantasie „stimmt“ Vieles (das ist weit mehr als Aussehen), was in der Realität eben nicht automatisch der Fall ist.

          Von Frauen generell habe ich sowieso nicht gesprochen. Ich glaube dir gerne, dass du nicht so gestrickt bist. Aber ich glaube auch nicht, dass du da große Probleme hast.

          Was ich nur sagen wollte: Wenn Frauen beim Masturbieren kein Problem haben, dann heißt das nicht zwangsläufig, dass sie in einer zwischenmenschlichen Situation nur die richtige Stimulation brauchen.

        • @Aurelie

          Ich wollte nicht andeuten, dass du den vorgetäuschten Orgasmus rechtfertigst.

          Was du hier schreibst:

          „Jedoch kenne ich Situationen aus meiner eigenen Erfahrung, in der die Kommunikation so schwierig geworden ist, dass man lieber den einfach Weg nimmt, sodass wenigstens er am Ende glücklich ist. Pragmatismus schlägt Idealismus – leider. Eine langfristige, glückliche Beziehung kann auf so einem Boden nicht wachsen.“

          siehst du du selber – m.E. berechtigt – als Kennzeichen einer Partnerschaft im Untergang. Der einfache, pragmatische Weg ist, diese noch aufrechtzuerhalten und Sex ist ein Bindemittel. Wenn aber nichts mehr geht, dann ist der einzige Weg für so etwas wie individuelles Glück diese Beziehung zu beenden und *zu gehen*.

          Noch mal zurück zum feministischen Ausgangstext und seinen bizarren Aussagen:

          „Men felt more masculine and felt high self esteem when they imagined a woman orgasmed during sex with them. „These results suggest that women’s orgasms do function — at least in part — as a masculinity achievement for men,“

          Allein, dass Männer die Dreistigkeit besitzen, im Sex mit einer Frau den Orgasmus der Frau sich selbst zuzuschreiben!
          Wo doch eine Frau ebenso alleine masturbierend zum Orgasmus kommen könnte! Das könnte der Mann natürlich auch…allerdings könnte man mit männlicher Masturbation nicht diese Anzahl Zeilen schinden.

          Wenn eine Frau hingegen weder Sex mit dem heiligen Geist oder einem Eichhörnchen hatte, sondern mit einem Mann, so wird ihr Orgasmus wohl auch etwas mit ihrem Sexpartner zu tun haben.
          In diesem Fall mit einem Mann.

          Aber allein, dass dies der Aufrechterhaltung von „manliness“ und „masculinity“ dienen könnte und der Idee widerspricht, der weibliche Orgasmus sei „women-centric“ geht schon mal gar nicht!

          Wir werden alle glückliche männliche Monaden, wenn wir Forschers Ratschlag beherzigen „to think of orgasms less as achievements to be unlocked, and truly view them for what they are: tiny little pleasure explosions that should be enjoyed — frequently — by female partners.“

          Also ist der feministische Rat, ich möge mir Sex bitte so vorstellen:
          Mein Sex mit einer Frau – aber bitte *ohne mich* als Mann.

          Grenzdebil.

          Gruß crumar

      • Schon.
        Da Frauen eher davon ausgehen, dass ihre bloße Anwesenheit den Mann in wollüstige Taumel versetzt, liegt für sie der Fokus nicht auf irgendeinem Tun.

        Es gibt keinen Aspekt, in dem die Darstellung einer auf dem Rücken liegenden scheintoten Schildkröte zwanghaft werden könnte.

  2. Feministen: Wenn es dir als Mann egal ist, wie es einer Frau beim Sex geht bist du ein sexistischer, egoistischer Chauvinist.
    Feministen: Wenn es dir als Mann nicht egal ist, wie es einer Frau beim Sex geht, bist du ein sexistischer, egoistischer Chauvinist.

    Das macht nach Adam Rise:
    Feministen: Als Mann bist du ein sexistischer, egoistischer Chauvinist, egal was du tust oder nicht tust.

    Ganz einfache Rechnung, eigentlich.

    • Es ist doch ganz einfach:

      Er soll gut aussehen, aber nicht ständig in den Spiegel schauen.
      Er soll sportlich und muskulös sein, aber nicht so viel Zeit im Fitnessstudio verbringen.
      Er soll viel Geld verdienen, aber viel Zeit für sie haben.
      Er soll zuverlässig sein, aber spontan für sie auch mal Pläne sausen lassen.
      Er soll einen starken Willen haben, aber ihr gegenüber auch mal fünfe grade sein lassen.
      Er soll ihr multiple Orgasmen bescheren, aber es darf ihn keine Anstrengung kosten.

      Ist denn das zu viel verlangt?!?

  3. Übrigens ein Lieblingsspruch meiner einzigen wirklich großen Liebe:

    Ein echter Pirat taucht auch im roten Meer

    Ich gebe zu Analsex ist auch nicht immer die sauberste Sache … 😉 aber schwerer zu bekommen. Wobei ich ersteres wirklich nur aus Liebe tat (total verliebt, wie auf Droge).

    • Warum bist du der Meinung, dass Analsex schwerer zu bekommen ist? Ca 80% der Frauen mit denen ich Sex hatte haben mit Analsex kein Problem gehabt. Bei den 20% die das nicht gut fanden habe ich mich anschließend nicht mehr gemeldet. Mir ist meine Zeit zu schade für schlechten Sex und anständige Frauen.

      • @PfefferundSalz

        du hast augenscheinlich einen sehr niedrigen Wert auf der Agreeableness Achse.
        Für Männer mit einem hohen Wert ist das Sexleben deutlich komplizierter; da müssen erst natürliche Tendenzen mühsam entlernt werden. Und bevor das passiert, muss erst verstanden werden, dass das nötig ist.

        • @only_me
          Ich denke, dass das jeder schaffen kann. Man muss sich halt wieder an die Ursprüngliche Definition von Mann erinnern. Ist ganz leicht – einfach alles was Feministen an Männern hassen machen (solange es legal ist). Dann kommst du bei dem meisten Frauen super an. Kaum eine Frau will den angepassten Schleimer der ihnen den Arsch küsst. Insgeheim träumt die Mehrzahl der Frauen von dem wilden Barbaren der sie hemmungslos fickt und sich einen Scheiß um ihre Bedürfnisse kümmert nachdem er seinem Konkurrenten mit der Streitaxt den Schädel gespalten hat. Schau dir einfach mal die Cover der „Frauenromane“ an, dann siehst du den Traummann der Frauen. Praktischerweise entspricht dieser Typ genau dem, wie ein Mann eigentlich sein sollte, weswegen ich mich da auch nicht irgendwie anpassen musste.

          Für eine Beziehung sind Männer wie ich aber nicht geeignet – da bevorzugen Frauen den devoten Beta-Mann den sie wie ein Stück Knete formen können. Ich selbst bin denen zu unabhängig da ich vor allem mein eigenes Ding durchziehe.

          • @PfefferundSalz,

            ich stelle einfach mal zwei Teile deiner Antwort einander gegenüber:

            „wie ein Mann eigentlich sein sollte“
            vs.
            „Für eine Beziehung sind Männer wie ich aber nicht geeignet“

            Ja, was denn nu?

            Aber es ging mir weder darum, wie Männer sein „sollten“, noch darum, inwiefern Douchebag-Game funktioniert.

            Mir ging es darum, dass du von der Persönlichkeitsstruktur her eine Eigenschaft hast (sagen wir mal: Arsch sein), die bei anderen Männern sehr viel weniger ausgeprägt ist.
            Da geht es dann nicht mal darum, ob die das „lernen können„, sondern darum, ob die das lernen wollen, weil es ihrer Persönlichkeit gegen den Strich geht.

            Mit noch anderen Worten: Nicht jeder ist wie du und jeder Beitrag von dir, der nichts sagt als „Ihr müsstet nur so sein wie ich“, ist für die psychologische Tonne.

            Die angemessene Antwort ist nämlich: „Aber ich bin kein Arsch und ich will es auch nicht sein (egal wie gut der Sex dann ist)“

        • @only_me
          „„wie ein Mann eigentlich sein sollte“
          vs.
          „Für eine Beziehung sind Männer wie ich aber nicht geeignet“

          Ja, was denn nu?“
          Ich denke, dass die wenigsten „echten“ Alphamänner für eine Beziehung geeignet sind. Ich sehe das auch bei Freunden die mir sehr ähnlich sind, dass auch die keine Probleme haben eine Frau für Sex zu finden aber immer wieder an Beziehungen scheitern.
          Das eine scheint das andere auszuschließen oder zumindest zu erschweren. Für mich zum Beispiel würde es keinen Grund geben mein ausschweifendes Sexualleben aufzugeben, nur weil ich in einer Beziehung bin. Die Frauen hingegen finden, selbst wenn sie selbst sehr promiskuitiv sind, in den wenigsten Fällen gut. Kenne genug Frauen die nach ihrer „wilden“ Zeit züchtige Mütter wurden denen man niemals ansehen würde, dass es eine Zeit gab wo sie mehr Schwänze als Nahrung im Mund hatten.

          „Die angemessene Antwort ist nämlich: „Aber ich bin kein Arsch und ich will es auch nicht sein (egal wie gut der Sex dann ist)““
          Jeder muss selber wissen was er will und dann die entsprechenden Opfer bringen. Wenn du gerne ruhiger mit einer festen Partnerin an deiner Seite leben möchtest, dann ist mein Weg eindeutig der falsche. Allerdings ist es wichtig zu wissen, dass der Weg den man geht durchaus änderbar ist und das war es auch, was ich mit meinem Beitrag aussagen wollte. Deswegen habe ich auch wenig Verständnis für Menschen die rumjammern, dass sie zu wenig Sex/keine Beziehung/was auch immer haben.

          • „Deswegen habe ich auch wenig Verständnis für Menschen die rumjammern, dass sie zu wenig Sex/keine Beziehung/was auch immer haben.“

            Wie ich schon sagte: Du bist am unteren Ende der Agreeableness-Achse 🙂

        • Ich bezweifele, dass es sinnvoll ist daraus ein Persönlichkeitsmerkmal zu machen. Wo auf der Skala man sich bewegt ist vor allem eine Frage von Wille und Einstellung – oder Gewohnheit.

        • Ja. Aber die Frage ist, aus was für einer Perspektive und mit welchem Ziel man das betrachtet. Natürlich kann man sich auf einem abstrakten Raster einordnen. Man kann aber auch praktische Handlungsmöglichkeiten erkennen, eigene Bedürfnisse besser zu befriedigen. Was ist besser?

          • Versuchst du zu argumentieren, dass es ohne weiteres möglich ist, komplett aus seiner Haut raus zu können?

            Wusste gar nach, dass du Blank Slate selbst 20 Jahre nach der Geburt für möglich hältst.

            Nicht jeder kann James Bond sein.

        • Man kann bestimmt nicht alles ändern. Und bei vielem muss man erstmal wissen, wie man es ändert. Gleichwohl ist die Anpassungsfähigkeit an die Erfordernisse der Umstände eine der größten Stärken des Menschen.

          Wenn der gute Onkel Roger Moore James Bond sein kann, wer weiß wer noch alles?

  4. Haben Feministen eine Meinung zum Syrienkrieg? Zur Staatsverschuldung? Zum Brexit? Zur sich anbahnenden Krise wegen der atomaren Aufrüstung Nordkoreas? Zum Skandal um den Berliner Flughafen? Zur Bankenrettung mit Steuergeldmilliarden? Zur ökonomischen Krise Griechenlands?

    Nö. Pussyhat und Menstruationsurlaub, nebst dem Dauerthema sexueller Misbrauch durch Männer, musikalisch begleitet mit der Dauerjammerarie „wir wollen mehr, mehr, mehr“.

    Einfach nur klitoresk. Im besten Fall pussierlich.

      • „Wir als Frauen wollen Frieden, Abrüstung und ein Ende der Waffenproduktion.“

        Während Männer nur „Krieg, Aufrüstung und töten“ wollen, meinte sie sicherlich im Umkehrschluss.

        Ich sage das ja auch immer: Pink Stinks… aber dann mit pink und glitzer Muschimützen rumrennen, ihre Logos rosa und purpur anpinseln und U-Boote pink malen, um all diese Dinge mit Weiblichkeit zu assoziieren. Aber wehe ein Schokoladenhersteller malt auf seine Produktpräsentation was in Rosa, wenn er sie an Frauen adresseieren will. Dann ist das übelster Sexismus.

    • Nein haben sie nicht. In den meisten Kriegen sterben ja auch vor allem die Männer. Da sich die heutigen Kriege immer mehr auf „Wir töten die gegnerischen Soldaten und vermeiden Kollateralschäden“ gehen, passiert es, dass praktisch keine Frauen mehr durch feindliche Waffen sterben.
      Deswegen haben Frauen auch so wenig Interesse Kriege zu vermeiden.

  5. Tatsächlich einer der wenigen Aussagen von Feministinnen der ich zumindest teilweise zustimme, wenn auch aus anderen Gründen.

    Zuerst: Mir ist es eigentlich recht egal ob eine Frau kommt oder nicht. Selbst bei Frauen mit denen ich langfristig etwas habe, spielt es für mich gar keine Rolle. Eine Frau hat üblicherweise zwei gesunde Hände und damit auch die Möglichkeit jederzeit etwas für einen Orgasmus zu tun.

    Ich finde Männer, die krampfhaft darauf hinarbeiten, dass eine Frau einen Orgasmus hat irgendwie komisch. Zum einen klappt es meist nie, wenn Mann darauf hinarbeitet, zum anderen ist es auch egal. Wichtig ist doch, dass man seinen eigenen Spaß hat und das auch zum Ausdruck bringt, normalerweise steckt das Frauen so sehr an, dass sie selber viel Spaß haben und oft auch kommen.
    Das eigene Wohlbefinden steckt den Partner sehr oft mehr an als ein verbissenes Arbeiten. Ist so ähnlich wie das krampfhafte Versuchen Stimmung auf einer lahmen Party zu etablieren – klappt meist auch nicht.

    Zum anderen finde ich es auch eines Mannes unwürdig sich um den Spaß einer Frau zu kümmern, letztlich ist nämlich wieder der Mann der für die ganze Sache viel mehr machen muss als die Frau und wenn er dann noch für seinen UND ihren Spaß sorgen muss, dann finde ich das, bei einer Sache die BEIDEN gefallen soll, irgendwie nicht fair.
    Aber das muss ja nicht jeder so sehen. Die Frauen mit denen ich etwas hatte/habe waren mit meiner Vorstellung bisher jedenfalls mehr als nur etwas zufrieden, von daher scheine ich durchaus richtig zu liegen.

    • Ich denke auch, dass das die richtige Einstellung ist. Man kann ja gerne auf Wünsche des Partners eingehen, wenn dieser diese klar vermitteln kann. Wer aber selber so kompliziert ist, dass Standard nichts bewirkt, der ist in erster Linie selber für sich verantwortlich, dafür zu sorgen, dass er aus einem gemeinsamen Erlebnis auch auf seine Kosten kommt.

      Wenn jemand nur Spaß an einem gemeinsamen Kinobesuch empfinden kann, wenn er beim Gucken einen Kopfstand macht und dabei einen Kuchen aus Timbuktu ist, dann wäre es ziemlich asozial, wenn man vom Partner verlangt, dass dieser einem – am Besten noch per Gedankenlesen – derartige Dinge zu erfüllen hat. Man ist dann entweder selber dafür verantwortlich, dass man an gemeinsamen Erlebnissen auch zu seinem eigenen Spaß kommt oder man motiviert durch eigene Zugeständnisse den Partner dazu, dass dieser sich auch um derartige Komplikationen bemüht.

      Zu glauben, man müsse selber nur Standard liefern (weil der Partner bereits mit Standard glücklich ist) und kann selber komplizierte Zaubertricks als Gegenleistung als Selbstverständlichkeit einfordern, ist typisches Prinzessinnenverhalten.

      Und, wer so blöd ist, sich zu Gunsten von Prinzessinnen zum Affen zu machen, der wird auf Dauer ohnehin verarscht werden. Denn Prinzessinnen werden ohnehin nie dankbar und zufrieden sein bzw. nie erkennen können, dass sie gar keinen Anspruch darauf haben, mehr zu erhalten, als sie selber geben.

  6. Meine Güte, in was für eine Opferrolle kann man sich denn noch hineinfantasieren?
    Ich habe auch schon mal einer Frau einen Orgasmus vorgetäuscht, weil ich wußte, dass ihr Ego damit nicht gut klar käme. Wen wegen Frauen brauchen den Männlichen Orgasmus nicht um sich damit ihr Ego zu pimpen.
    Ich habe das auch schon erlebt, wie das bei einer Frau ankam zu sagen: „Tut mir, geht nicht.“ da konnte man das Ego im zeitraffer bröckeln sehen. Und dass nur weil sie mich von der statur her an meine Mutter erinnerte, als ich sie dann nackt sah.
    Insofern sind Frauen da nicht weniger sexistisch. Nur weil sie es in der Regel einfacher haben einen Mann zum Orgasmus zu bringen, heisst ja nicht, dass es ihnen weniger wichtig ist. (Evolutionsbiologisch war das ja auch ein guter indikator dass man das Männlich an sich gebunden hatte. Der Orgasmus erzeugt Oxitocyn insofern knn das weiblichen hoffen dass er bei einem bleibt. ebenso wie Männer sich weniger Gedanken machen müssen, dass sie fremdvögelt und man ein Kuckuckskind groß zieht, wenn sie bei dir zufrieden ist.

    • Wenn du den Sex mit einer Frau ablehnst, dann hast du dir einen Todfeind geschaffen. Alles schon erlebt. Frauen reagieren da extrem schlimm drauf. Auch wenn du mal nicht kommst sehen das viele als etwas schlimmes an (es muss an mir liegen*schnüff*).
      Sex ist gleichzeitig die überschätzte und unterschätzte aller menschlichen Verhaltensweisen.

  7. Haben ja schon recht.
    Wenn sie nun dieselbe Art kritischen Hinterfragens auch mal auf weibliches Handeln anwenden könnten … 3 Monate und wir hätten einen Artikel über Gynozentrismus auf Wikipedia.

  8. Ein wenig mehr Egoismus würde vielen Männern gut tun.

    Natürlich ist es ideal, wenn beide zum Orgasmus kommen. Klappt aber nicht immer, und sollte man gelassen sehen. Es wird nur dann zum Problem, wenn man ein Problem daraus macht.
    Sich selbst Druck zu machen und krampfhaft zu bemühen, ist nur hinderlich.

    Sex kann auch ohne Orgasmus entspannend und befriedigend sein. Deshalb sollte man Orgasmen nicht überbewerten.

    Viel Spaß und Vergnügen!

    • Das ist wohl wieder einer der Fall von „Extrapolation der eigenen Wünsche auf den Partner“, Das ist einer der Fehler den Männer häufig machen, zumindest meiner Beobachtung nach.

      Sex ohne Orgasmus ist für einen Mann schwer vorstellbar, daher wird das auf die Partnerin übertragen. Scheint wohl nicht bei Frauen der Fall zu sein, zumindest nicht immer.

      Und ja, ich habe auch die Erfahrung gemacht, das mehr Egoismus nicht verkehrt wäre.

  9. Ist ja nichts anderes als die
    Slut vs Stud Diskussion.
    Halt ne Station später.
    Und bei all dem Nichtwissen über, dass auf Frauen einprasselt, ist’s auch kein Wunder, wenn manche glauben sie seien defekt, nur weil man ihnen nicht das Sichtfeld vollwutscht.

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