„Menstruationsurlaub“ und „dass Frauen meist benachteiligte Arbeitnehmer sind, liegt nicht am Fehlverhalten der Frauen“

Es geht gerade durch die Medien, dass in Italien über ein Gesetz beraten werden soll, welches es Frauen erlaubt, wegen Regelbeschwerden bis zu drei Tage im Monat zuhause zu bleiben.

Ich vermute mal, dass dieses Gesetz nicht beschlossen werden wird, es dürfte eher des guten Anscheins wegen eingebracht worden sein, aber ich fand einen dazu veröffentlichen Artikel ganz interessant, weil er klassische feministische Argumente aufgreift:

Geht’s noch? Frauen gegen Frauen.
Beim Thema Menstruation gilt: Hat jede, kennt jede. Trotzdem knallen momentan in diversen Artikeln Journalistinnen anderen Frauen plötzlich die fadenscheinigsten Gegenargumente an den Kopf. Der „Menstruationsurlaub“ würde weibliche Stereotype stärken, wäre antifeministisch und würde die Menstruation tabuisieren. Frauen würden dann nur noch mehr unter Sexismus leiden, weil man ihnen den Zusatzurlaub als Schwäche auslegen würde.

Müssen sich also Frauen mit extremen Schmerzen braveheart-mäßig zur Arbeit schleppen, nur um Sexisten ein Argument weniger zu liefern? Feminismus heißt, dass man selbstbewusst vertritt, wer man ist. Und wenn es bereits am weiblichen Selbstbewusstsein rüttelt, dass man wegen starker Schmerzen nicht aus dem Haus gehen will, dann ist das ziemlich antifeministisch. Andere geben noch zu bedenken, dass die Tabuisierung der Menstruation mit solchen Extrawurst-Regelungen ja nie ein Ende fände. Möglich – aber Menstruieren wird nicht weniger ein Tabu, indem man es ignoriert.

Es ist immer schwer etwas zu einem Gesetz aus einem fremden Land zu sagen, bei dem man den Text und die Einordnung in das Rechtssystem nicht kennt. Aber die Argumentation hier scheint mir an der Sache vorbei zu gehen. Denn hier geht es ja eher darum, dass hier eine gewisse generelle Arbeitsunfähigkeit während der Tage unterstellt wird, so dass man diese eben gerade nicht mehr nachweisen muss. Und genug Frauen haben eben auch keine Probleme während ihrer Tage, die sie am arbeiten hindern. Dagegen wird dann das Beispiel der Frau gestellt, die sich zur Arbeit schleppen muss, obwohl sie starke Schmerzen hat (die sich im übrigen auch krank schreiben lassen könnte, aber auch weiß, dass es nicht gut ankommt, wenn sie häufig drei zusätzliche Tage fehlt)

Menstruationsurlaub: die perfekte Ausrede für ungleichen Lohn.
Zur Angst vor Sexismus gesellt sich auch noch die Angst vor mehr Ungleichbehandlung im Arbeitsleben. Chefs würden dann seltener Frauen einstellen, weil sie – neben einer möglichen Schwangerschaft – auch noch während der Menstruation fehlen würden. Und bei Gehaltsverhandlungen wäre der zusätzliche Urlaub ein weiteres Argument für ungleiche Bezahlung.

Vielleicht sollten wir zur Sicherheit nur noch den halben Lohn verlangen, keine Kinder bekommen und nie krank sein. Dann würde Sexismus sicher sofort aufhören. Nicht.

Dass Frauen meist benachteiligte Arbeitnehmer sind, liegt nicht am Fehlverhalten der Frauen. Sondern daran, dass Unternehmen sich das ungestraft leisten können. Und Frauen sich das gefallen lassen. Das Problem ist nicht, eine Frau zu sein, die ihre Tage hat und schwanger werden könnte. Für Fehlzeiten kann man andere Lösungen finden – wenn man will. Das Problem ist, dass das „Frau-sein“ als fadenscheinige Ausrede für Ungleichheiten hergenommen wird.

Es ist nicht die Aufgabe von Frauen durch besonders starkes oder unauffälliges Verhalten Sexismus zu beenden. Sexismus ist im Grundsatz falsch. Und es hilft sicherlich nicht, wenn sich Frauen aus Angst vor noch mehr Sexismus wegducken und damit andere Frauen belasten. Noch dazu solche, die jeden Monat leiden. Wenn ein „Sonderurlaub“ für einige Frauen Entlastung bedeutet, sollten wir gesammelt dahinter stehen.

Feministische Argumentation in Reinkultur. Das Argument, dass dadurch Frauen eben unrentabler werden wird schlicht damit beiseite gewischt, dass der Arbeitgeber eben damit klar kommen muss, weil alles andere Sexismus ist. Dass auch weibliche Arbeitgeber dafür wenig Verständnis hätten oder das der Sexismusvorwurf nichts, aber auch rein gar nichts daran ändert, dass Männer dann tatsächlich rentabler sind, dass hier also die eigentliche Frage schlicht ignoriert worden ist, das geht dabei vollkommen unter.

Die Rentabilitätsbetrachtung wird damit als Argument entwertet, dass man diese gar nicht anstellen dürfte und sich dafür schämen sollte. Eine äußerst naive Betrachtung, die auch schlicht die Realität ausblendet. Wiede wiede witt, Sexismus ist böse, ihr dürft gar nicht berücksichtigen, dass ihr für das gleiche Geld mehr Arbeit bekommt! So und jetzt in die Ecke und schämen!

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74 Gedanken zu “„Menstruationsurlaub“ und „dass Frauen meist benachteiligte Arbeitnehmer sind, liegt nicht am Fehlverhalten der Frauen“

  1. Jetzt tun Feministen schon so, als ob ein Großteil der Frauen, einmal im Monat vor Schmerzen nicht arbeiten kann. Ist mir noch nicht aufgefallen.
    Wahrscheinlich sind diese Menstruationsbeschwerden umso stärker, je feministischer die Frau ist 😁

  2. Menstruation ist ein soziales Konstrukt. Das sieht man daran das es dieses Wort gar nicht schon immer gab. Wenn Frauen mit Menstruation ein Problem haben, müssen sie einfach Mal ganz angestrengt über ihre weiblichen Rollenvorstellung nachdenken. Bei Jungen die zur Kinderarbeit gezwungen werden, soll dieses​ Nachdenken über die eigenen Geschlechterrollen ja auch alle Probleme lösen. Also.. Go Grrrrl!

    „Für Fehlzeiten kann man andere Lösungen finden – wenn man will“

    Welche?

      • Nicht „einen Mann“, eine Gruppe von Männern, dann fällt das weniger auf.
        Auch das „Benennen“ ist sexistisch, weil die Frau dafür dann ja a) selbst aktiv werden muss und b) Verantwortung für ihre Wahl hätte.

        Besser: Alle Männer in ihrem Umfeld sind automatisch verpflichtet, für sie einzuspringen.

    • Sehr gute Idee! Lassen wir die Genderistinnen erstmal ihre eigenen Menstruationsbeschwerden weg-dekonstruieren bevor sie irgendwem mit „sozialen Konstruktionen des Geschlechts“ kommen.

        • lh
          “ Lassen wir die Genderistinnen erstmal ihre eigenen Menstruationsbeschwerden weg-dekonstruieren bevor sie irgendwem mit „sozialen Konstruktionen des Geschlechts“ kommen.“

          El_Mocho
          „Ähnlich ja auch, wenn Kassenfinanzierung für operative geschlechtsumwandlung bei Transsexuellen gefordert wird. Das müsste sich doch mit ein paar Diskursen machen lassen.“

          Man fragt sich wirklich, wie es diese Leute hinkriegen überhaupt zu existieren ohne, dass ihnen permanent der Kopf platzt angesichts all der quadratischen Kreise, die ihr Weltbild so ausmachen ;-D

    • Ja die Frau heißt dann obligatorisch „die Menstruierende“, bzw. „die menstruierende Studierende“ (noch nicht oder schon gef….) zumindest noch IntaktHymende.

      Hilfe – Dschihad

      Der Hymen kann auch durch körperliche Ereignisse oder sportliche Betätigungen wie Radfahren, Gymnastik, Spagat, durch Stürze oder durch die Verwendung von Tampons bei der Menstruation nicht reißen. Klitorale Selbstbefriedigung führt ebenfalls nicht zu Verletzungen des Hymens. Verletzungen des Hymens durch Benutzung eines Vibrators sind in der medizinischen Literatur nicht bekannt. Ein angeborenes Fehlen des Hymens gibt es – außer bei komplexen Fehlbildungen des Harn- und Genitalsystems – nicht.[5]

  3. Ich kenne auch nicht den Wortlaut des Gesetzes, aber ich denke der Unterschied zu einfach krankschreiben ist: die Bezahlung.
    Kranke Arbeitnehmer in Italien werden bei einer Krankschreibung von bis zu drei Tagen nicht bezahlt. (so will man verhindern, dass Montags und Freitags generell die halbe Belegschaft krank ist).
    Das bedeutet also, wenn sich eine Frau wegen Regelschmerzen krankschreiben lassen würde, dann wären das unbezahlte Fehlzeiten.
    Wenn man aber eine Art Menstruationsurlaub einführt, wird da wohl die Bezahlung weiterlaufen sollen…

    Ich persönlich finde das schwachsinnig und sexistisch. Die sollten mal untersuchen, wie vielen Frauen es wirklich so schlecht geht, dass sie arbeitsunfähig sind. Das ist also ein Gesetz, dass alle Frauen im schlechten Licht dastehen lässt (weniger leistungsfähig) und tatsächlich ein paar wenigen hilft…

    • „Das ist also ein Gesetz, dass alle Frauen im schlechten Licht dastehen lässt (weniger leistungsfähig) und tatsächlich ein paar wenigen hilft…“

      Das ist kein Grund es nicht zum § zu machen.

      Quotengesetze, Frauenförderung und so Zeug gibt’s auch schon.

    • Das ist eine generelle Forderung für alle Länder und die meisten haben bezahlte Krankentage. Es gilt nur hervorzuheben wie sehr Frauen unterprivilegiert und leidend sind.

    • „Kranke Arbeitnehmer in Italien werden bei einer Krankschreibung von bis zu drei Tagen nicht bezahlt. (so will man verhindern, dass Montags und Freitags generell die halbe Belegschaft krank ist).“

      Wichtige Info und das ist natürlich auch echt heftig!

      Ist dieser Generalverdacht in Deinen Augen denn irgendwie zu rechtfertigen?

      Wir in Deutschland haben ja keine allzuschlechten Erfahrungen damit gesammelt (gesetzlich) überhaupt erst ab dem 3. (bezahlten, es sei denn xyz…) Fehltag eine ärztliche Krankmeldung zu verlangen.

      • @Semikolon:

        „Ist dieser Generalverdacht in Deinen Augen denn irgendwie zu rechtfertigen?“

        Seit es das Gesetz gibt, sind die Krankentage gerade im Bereich um das Wochenende herum stark zurückgegangen – scheint wohl doch irgendwie berechtigt gewesen zu sein…

        „Wir in Deutschland haben ja keine allzuschlechten Erfahrungen damit gesammelt (gesetzlich) überhaupt erst ab dem 3. (bezahlten, es sei denn xyz…) Fehltag eine ärztliche Krankmeldung zu verlangen.“

        Eine ärztliche Krankmeldung brauche ich auch nicht, wenn ich nur einen Tag wegen Krankheit Zuhause bleibe – wird allerdings auch nicht bezahlt der Tag.

        • „Seit es das Gesetz gibt, sind die Krankentage gerade im Bereich um das Wochenende herum stark zurückgegangen“

          Hast Du Zahlen?

        • @miria
          Das es jetzt weniger Krankheitstage um Wochenenden gibt heißt nicht zwangsläufig, dass die Leute vorher simuliert haben. Es kann auch heißen, das die sich jetzt krank auf Arbeit schleppen, weil sie sich das fehlende Geld nicht leisten können, und den einen Tag irgendwie zu überstehen glauben. Ob das nun wirklich besser ist, wenn sie alle anderen anstecken…

  4. Männer sterben im Schnitt fünf Jahre früher als Frauen. Nach dieser Logik (die Gesellschaft muss alle individuellen nachteile durch gestezliche Maßnahmen kopensieren) müssten sie fünf Jahre früher in Rente gehen. Gleiches Recht für alle.

  5. Menstruationsurlaub erscheint mir als Frau ziemlich lächerlich. Eine Freundin, die von starken monatlichen Schmerzen betroffen ist, hat mit ihrem Chef die Regelung getroffen, an diesen Tagen Homeoffice zu machen. Sie arbeitet etwa die Hälfte dieser Zeit, für die andere Hälfte gehen Überstunden drauf. In dieser Zeit kann sie sich mal kurz hinlegen, ne Wärmflasche auf den Bauch packen, und ist insgesamt nicht von mitleidigen, aber nicht hilfreichen Kolleginnen genervt. Für so eine Regelung ist natürlich Vertrauen nötig. Dafür hat sie keine regelmäßigen Krankheitstage jeden vierten Freitag 😀
    Es wäre wichtig, zu wissen, wie viele Frauen von starken Schmerzen betroffen sind. Sollten sie regelmäßig deswegen ausfallen, kann ich mir vorstellen, dass so eine Regelung wie die mit meiner Freundin sinnvoll wäre, da dadurch keine Arbeitszeit flöten geht. Sollte frau nur ab und zu Schmerzen haben, sollte, wie bei jeder anderen Arbeitsunfähigkeit, tatsächlich ein Attest ausreichen.
    Kann doch nicht sein, dass die Femiweiber bessere Rechte bei weniger Pflichten fordern, ey. Für solche biologisch bedingten Sachen muss man Lösungen finden, die pragmatisch und fair sind.

    • Nicht in jedem Beruf ist Homeoffice möglich – vermutlich in den wenigsten…

      Wie viele Frauen aber tatsächlich von entsprechend starken Schmerzen betroffen sind, dass sie nahezu arbeitsunfähig sind, würde mich allerdings auch mal interessieren. Ich vermute, dass es nicht allzu viele sind.

  6. Ich bin der Überzeugung, Frauen sollten mindestens 30 Tagen pro Monat unbezahlten Urlaub erhalten, sie haben es genug schwer im Leben und leisten immer und überall unbezahlte Arbeit, alles andere wäre tiefgreifender SEXISMUS.

  7. Als wir im Stimmbruch waren gab’s nur großes Gelächter.

    Die Mädchen umhüllten ihre Menstruation mit einem Halo von Heimlichtuerei : „Das versteht ihr nicht“.

    In derselben Zeit haben einige von ihnen es mit älteren Jungs „gemacht“. Und gleichzeitig kamen die Schulschwänzereien wegen der Menstruation über die niemand Buch führte. Es war ein Freifahrschein.

    „Schwänz“ereien! Nach so vielen Jahren macht’s endlich KLICK

    Kennt ihr auch Frauen die besonders gern wärmend der Menstruation ficken?

  8. Soweit ich es mitgekriegt habe, ist für die Freistellung von der Arbeit ein ärztliches Attest nötig – so ähnlich wie bei Krankheit auch.

    Wenn es – wie Miria schreibt – zutrifft, dass diese drei gewährten Tage – im Gegensatz zu den ersten 3 Krankheitstagen pro Monat – bezahlt werden, dann hat wieder mal der Arbeitgeber den Schwarzen Peter, und es ist nachvollziehbar, wenn diese Regelung dazu führt, bei der Einstellung von Frauen zurückhaltender zu sein.

    Menstruationsbeschwerden können heftig sein. Für diejenigen Frauen, die sich tatsächlich allmonatlich in Krämpfen winden, ist es natürlich nicht schön, für diese Zeit nicht bezahlt zu werden.
    Aber that’s life, und liefert keine Rechtfertigung, warum der Arbeitgeber zahlen soll, wenn er dafür keine Gegenleistung erhält.

    Etwas Flexibilität wäre sinnvoll, z.B. Gleitzeitkonto belasten. Wenn die Arbeitsunfähigkeit nicht den ganzen Tag, sondern vielleicht nur wenige Stunden andauert, wäre dies zweckmäßig.

    • Ich denke es stellt hier keiner in Frage, dass manche Frauen heftige Beschwerden bekommen. Das Problem ist aber, warum sollte der Betrieb dafür aufkommen. Selbst wenn man eine unbezahlte Freistellung annimmt, die Arbeit muss trotzdem gemacht werden. Und gerade in kleineren Betrieben bleibt dann alles bei den Männern hängen und bei jenen Frauen, die nicht starke Beschwerden haben. Fair ist das auch nicht. Wenn dann noch ein enger Zeitplan einzuhalten ist und das aktuelle Projekt unbedingt bis zum gesetzten Datum fertig werden muss, ist das Betriebsklima sicher gut.

      • Der Vorteil von Menstruation gegenüber unvorhersehbarer Krankheit ist, dass die betreffende Frau vorher (wenigstens ungefähr) weiß, wann es sie wieder erwischt.
        Deshalb lassen sich (in begrenztem Rahmen) wichtige Termine oder Deadlines durchaus planen.
        Ich vermeide (soweit möglich) in der Zeit z.B. wichtige Entscheidungen oder anspruchsvolle Tätigkeiten. Ich bin normalerweise zwar arbeitsfähig, mache aber mehr Fehler als sonst.

        • Guter Punkt.
          Aber selbst dies verursacht für den Arbeitgeber Probleme. Die Planung und Organisation wird noch komplizierter. Außerdem müsste er Frauen leicht schlechter bezahlen um diesen Nachteil auszugleichen. Dies widerrum würde einen neuen Aufschrei bei den Feministen verursachen.

        • Am Ende läuft es auf die Frage hinaus, ob man leichte Ungleichbehandlung zulässt um den gesellschaftlichen Frieden zu gewährleisten. Natürlich kann ich immer auf absolute Gleichbehandlung bestehen, doch ermöglicht mir dies ein gutes Leben? Der größte Fehler ist, Frauen und Männer als gleichzumachen. Dies kann nicht funktionieren und man sieht deutlich, welche Schwierigkeiten es erzeugt.

        • … womit Du gegen die wissenschaftliche Ansicht verstößt, nach der Du Dein geistiges Allzeit-Hoch genau am zweiten Menstruationstage erleben müsstest, rein hormonell betrachtet.

        • Das ist keine wissenschaftlich gesicherte Ansicht, die Allgemeingültigkeit beanspruchen würde.

          Ich beobachte mich seit Jahrzehnten. Bei mir persönlich gilt meine Hypothese als verifiziert. Auf andere Frauen schließe ich nicht.

        • „Ich beobachte mich seit Jahrzehnten.“

          Sach mal Anne, hast du IMMER noch nicht begriffen, dass „feministische Wissenschaft“ und „Empirie“ nicht in einem Satz zu verwenden sind?

        • „Das ist keine wissenschaftlich gesicherte Ansicht, die Allgemeingültigkeit beanspruchen würde.“

          Granted. Das kann nur für Aufgabenstellungen gelten, für die vermehrtes freies Testosteron hilfreich wäre.

          Würdest Du denn im Gegenteil sagen, um Deinen Eisprung rum wärest Du besonders leistungsfähig?

          Ach und: bist Du überhaupt mit den Mondphasen synchronisiert?
          Erfolgen Eisprung/Periode bei Neumond/Vollmond und wenn dann wie?

          (Laut Tantra gibt es nämlich in Abhängigkeit davon auch zwei verschiedene Arten, den Zyklus „zu nutzen“).

        • Würdest Du denn im Gegenteil sagen, um Deinen Eisprung rum wärest Du besonders leistungsfähig?

          Wenn es einen Effekt gibt, dann ist er so schwach, dass ich ihn nicht reproduzieren kann.

          bist Du überhaupt mit den Mondphasen synchronisiert?

          Nein. Mein Zyklus ist nicht so streng periodisch, dass ich den (Mond-)-Kalender danach stellen könnte.

        • Dann versuch das doch mal.
          Konzentrier Dich drauf, glaub dran, meditiere (während Du ihn anschaust).
          Du bist ein Tier, dann kannst Du das bestimmt!
          Und möglicherweise sind Deine Beschwerden dann passé.
          Good luck.

    • Hmm – 3 Tage von 21 Tagen ..
      das sind etwa 14% die (dann) Frauen weniger (zeitlich) leisten.

      Natürlich sollte man hier den selben Lohn zahlen, alles andere wär eindeutig sexistisch.
      Eigentlich sollte man frauen noch viel mehr Zahlen, vor allem wenn sie stubenrein sind.

  9. Man muss sich einfach nur in die Lage eines kleinen Betriebs mit sagen wir sechs Angestellten versetzten. Nehmen wir an die Hälfte dieser sind Frauen. Welcher Kleinbetrieb kann es sich leisten der Hälfte seiner Arbeitnehmer 3 Tage Extraurlaub im Moment zu finanzieren? Gerade wenn Projekte fertig werden müssen. Ich bin nun wirklich kein Spezialist in Wirtschaftssachen, aber wer hier nicht stutzig wird, hat wirklich keinen Sinn für die Realität. Nicht, dass es mich sonderlich überrascht, wir reden hier schließlich von Feministen.

  10. Da mittlerweile jedem klar werden sollte, dass es beim Feminismus nicht um Gleichberechtigung geht, sondern eher darum, die Querfinanzierung von Männern auf Frauen sicherzustellen (z.B. durch Schaffung von nutzlosen Posten für Frauen wie Frauenbeauftragte, …) werden derartige Gesetze meiner Meinung recht sicher irgendwann kommen. Dafür taucht dieser geistige Schwachsinn einfach viel zu häufig immer wieder auf.

    Frauen machen bereits jetzt schon erheblich häufiger krank (und zwar auch die kinderlosen Frauen), obwohl die gefährlichen und körperlich anstrengenden Tätigkeiten weit überwiegend die Männer machen (ca. 95% der Arbeitsunfalltoten, ca. 80% der Arbeitsunfälle mit längeren Ausfall).

    Die Männer finanzieren es bereits jetzt schon quer, dass Frauen eher wegen Lappalien krank feiern und neben weniger Leistungen auch noch höhere Kosten (z.B. bei den Krankenkassen) verursachen.

    Aber Feministinnen und Politiker sind offenbar davon überzeugt, dass man Frauen nichts zutrauen kann und dass diese für die Arbeitswelt untauglich sind, wenn man ständig irgendwelche Regelungen erfinden muss, die noch stärker als der übliche Behindertenschutz ist (z.B. Quoten, mehr Urlaub, Frauenbeauftragte, Frauenparkplätze, …).

    • „Frauen machen bereits jetzt schon erheblich häufiger krank (und zwar auch die kinderlosen Frauen)“

      Im Schnitt melden sich Frauen in D. kaum mehr als einen Tag mehr pro Jahr krank als Männer!

      Allerdings sind sie aufgrund ihres Verantwortungsgefühls auch stärker gefährdet im Krankheitsfall des Kindes auszusetzen – wahrscheinlich nicht selten mit der vorgeschobenen Behauptung, sie selbst seien erkrankt. Hat für den Schnitt wahrscheinlich eine größere Bedeutung als Menstruationsschmerzen (von denen ich auch gern wüsste wie verbreitet sie sind. Hat zufällig jemand Zahlen?).

      • „Im Schnitt melden sich Frauen in D. kaum mehr als einen Tag mehr pro Jahr krank als Männer!“
        Und das obwohl das Gesundheitsrisiko für Männer im Schnitt sehr viel höher ist und zu mehr Verletzungen und Todesfällen führt. Den Reifegrad der Leistung müsste man mal genauer aufschlüsseln…

        • Die meisten Unfälle passieren bekanntermaßen im Haushalt, dicht gefolgt von der Freizeit. Sogar Schul- und Kindergartenbesuch sind als gefährlicher einzustufen als die Erwerbsarbeit!
          Plus in die Statistik der Arbeitsunfälle gehen m.W.n. witzigerweise sogar die Wegeunfälle mit ein…
          Das DAX-notierte, (mit vielen Gefahrenstoffen) produzierende Großunternehmen, in dem ich ausgebildet wurde, hat an jeder Treppe Schilder angebracht: „bitte Handlauf benutzen!“ – weil erfahrungsgemäß hier die meisten Unfälle mit langwierigen Verletzungsfolgen passieren. Z.B.

        • Das mit den Unfällen im Haushalt wird daran liegen, dass dort niemand eine Gefährdungsbeurteilung durchführt.
          Bei deinem alten AG wird die Erfahrung gezeigt haben, dass das der Hauptgrund für Unfälle ist (nicht den Handlauf zu benutzen).
          Bei meinem ersten großen AG (Chemie) waren 50% aller Arbeitsunfälle „Ausrutschen/Umknicken wegen dem Wetter nicht angepasstem Schuhwerk (Absätze)“.
          Es heißt übrigens „Gefahrstoffe“.

        • Mein Vater musste deshalb sogar Berufsunfähigkeit anmelden bzw. „vorzeitig“ in Altersrente.
          Scheiß Eis!
          What are we gonna do about it?^^

        • Auch im Haushalt erleiden die Männer im Übrigen mehr Unfälle als Frauen. Erst ab dem Alter, wo Männer bereits statistisch biologisch entsorgt und unter der Erde liegen, nimmt das Unfallrisiko im Haushalt von Frauen dramatisch zu, so dass sie dann in der Gesamtheit mehr Unfälle im Haushalt erleiden. Aber Frauen verursachen auch in jüngeren Jahren, wo wie gesagt Männer auch im Haushalt mehr Unfälle erleiden, höhere Gesundheitskosten.

        • „Aber Frauen verursachen auch in jüngeren Jahren, wo wie gesagt Männer auch im Haushalt mehr Unfälle erleiden, höhere Gesundheitskosten.“

          Rechne Alle uns zugeordneten (notwendigen) Kosten zusammenhängend mit der Reproduktion raus, und übrig bliebe allerhöchstwahrscheinlich, dass Männer die wahren Kostenverursacher sind.

          Sie erhalten übrigens in Summe (mehr als ein Fünftel) weniger, dafür aber teurere Medikamente (im Schnitt pro Verordnung 54 statt 48 Euro).
          https://www.barmer.de/blob/36962/6f4d6b4186e5cad170baf92c20f12f16/data/arzneimittelreport-2012-kurzfassung.pdf

          (es wird angenommen, dass teurere Medis tatsächlich besser wirkten)

          Der eigentliche Witz hier ist aber doch, dass Maskus seit Jahr und Tag rumplärren, dass Männer ja den Hauptteil der während der Arbeitszeit Verunfallten ausmachten, mit dem Impetus, dass wir als Gesellschaft (politisch) irgendetwas dagegen zu unternehmen hätten…

          Real aber ist niemand so gut abgesichert wie derjenige, der auf dem Weg zur Arbeit einen Autounfall überlebt oder sich irgendetwas bricht oder so, weil er gestürzt ist. Wenn Dir sowas sonst irgendwann in Deinem Leben passiert und Du deshalb über einen längeren Zeitraum oder gar final berufsunfähig wirst, stehst Du wirklich herausragend deutlich schlechter da (in Bezug auf die ärztliche Betreuung, auf gewährte finanzielle Unterstützung, die Rechtsberatung und ich wette sogar auch Rehabilitationsmaßnahmen).

        • >>> Rechne Alle uns zugeordneten (notwendigen) Kosten
          >>> zusammenhängend mit der Reproduktion raus, und
          >>> übrig bliebe allerhöchstwahrscheinlich, dass Männer
          >>> die wahren Kostenverursacher sind.

          Das Schöne an Feministinnen ist ja, dass sie immer wieder gefühlte Dinge in die Welt herausposaunen, die sich irgendwie nie mit den Realitäten außerhalb ihren pinken Ponyhöfen in Einklang bringen lassen.

          Auch nach Herausrechnung aller Kosten rund um Verhütung, Schwangerschaft und Geburt, verursachen Frauen trotzdem noch um ca. 32% höhere Gesundheitskosten als Männer.

          Zitat von Destatis: „ereinigt um diese reproduktionsbezogenen Kosten verringert sich die ursprüngliche Geschlechterdifferenz von 35,9 Milliarden Euro auf 31,5 Milliarden Euro. Mit anderen Worten: Ohne die Leistungen rund um Verhütung, Schwangerschaft und Geburt überschreiten die Krankheitskosten der Frauen die der Männer nicht mehr im ursprünglichen Umfang, aber nach wie vor markant und zwar um knapp 32% (siehe auch „Kostenmerkmale“: Variante A).“

          https://www.destatis.de/DE/Publikationen/STATmagazin/Gesundheit/2009_02/2009_02Krankheitskosten.html

          >>> Der eigentliche Witz hier ist aber doch, dass
          >>> Maskus seit Jahr und Tag rumplärren, dass Männer
          >>> ja den Hauptteil der während der Arbeitszeit Verunfallten
          >>> ausmachten, mit dem Impetus, dass wir als Gesellschaft
          >>> (politisch) irgendetwas dagegen zu unternehmen hätten…

          Die Männer würden kein Wort sagen, wenn Feministinnen wenigsten logisch und konsequent wären. Man sollte sich nämlich entweder für die Beseitigung aller Gender-Gaps einsetzen oder für gar keine. Nur rosinenpickend die Opferstellung eines Geschlechtes zu beplärren und alle vorteilhaften Gender-Gaps penetrant auszublenden bzw. beibehalten zu wollen, überzeugt halt nur asoziale Arschlöcher.

          >>> Real aber ist niemand so gut abgesichert wie derjenige,
          >>> der auf dem Weg zur Arbeit einen Autounfall überlebt
          >>> oder sich irgendetwas bricht oder so, weil er gestürzt
          >>> ist. Wenn Dir sowas sonst irgendwann in Deinem Leben
          >>> passiert und Du deshalb über einen längeren Zeitraum
          >>> oder gar final berufsunfähig wirst, stehst Du wirklich
          >>> herausragend deutlich schlechter da (in Bezug auf die
          >>> ärztliche Betreuung, auf gewährte finanzielle Unterstützung,
          >>> die Rechtsberatung und ich wette sogar auch
          >>> Rehabilitationsmaßnahmen).

          Und das ändert trotzdem nichts daran, dass Frauen deutlich höhere Gesundheitskosten verursachen. Wenn die Männer bei der Unfällen während der Arbeitszeit tatsächlich so eine tolle kostenintensive Versorgung haben, dann wird es für Frauen ja noch um ein Vielfaches blamabler, dass diese trotz der erheblich geringeren Gefahren und trotz der der angeblich weniger abgesicherten Versorgung trotzdem erheblich höhere Kosten verursachen.

      • „Im Jahr 2006 fielen bei Frauen 3,1 Milliarden Euro für die Inanspruchnahme des Gesundheitswesens durch Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett an. Hinzu kamen noch 1,5 Milliarden Euro bei Frauen und 0,2 Milliarden Euro bei Männern durch Probleme im Zusammenhang mit der Reproduktion. Bereinigt um diese reproduktionsbezogenen Kosten verringert sich die ursprüngliche Geschlechterdifferenz von 35,9 Milliarden Euro auf 31,5 Milliarden Euro.“

        Klingt erstmal heftig.
        Der Link zur Aufschlüsselung der Kosten in Zusammenhang mit Problemen bei der Reproduktion ist leider tot, sprich ich weiß nicht, was genau sich dahinter Alles _nicht_ verbirgt. Jedenfalls fand ich interessant, dass zunächst gesagt wurde, nach ICD müssten die dauerhaften Verhütungsmethoden (inklusive Sterilisation und Entfernung der Gebärmutter, wenn man korrekt sein will) wenigstens auch noch in der Rechnung inbegriffen sein und am Ende waren sie das – so wie es jetzt da steht – wohl doch nicht. Bin leider auch gerad zeitlich zu knapp dran um das Budget selbst rauszusuchen, möchte außerdem aber noch anmerken, dass man sehr sehr gut auch den Komplex Abtreibung „vergessen“ haben könnte miteinzubeziehen (die wird allerdings auch nur bezuschusst).

        Aber das Interessanteste aus Deinem Verlinkten hättest Du nicht aussparen dürfen:

        „Ab dem 65. Lebensjahr entstanden 62% und ab dem 85. Lebensjahr sogar 80% der Kosten bei Frauen. Der Schluss liegt nahe, die stärkere Inanspruchnahme des Gesundheitswesens der Frauen könne mit ihrem höheren Anteil an der älteren Bevölkerung zusammenhängen. Wie ausgeprägt wäre die Kostendifferenz, wenn es ebenso viele ältere Frauen wie ältere Männer gäbe?

        Dieser hypothetische Fall kann berechnet werden. Dazu werden die Kostenverteilungen der Geschlechter altersstandardisiert, indem die durchschnittlichen altersspezifischen Pro-Kopf- Krankheitskosten der Frauen auf die Altersstruktur der männlichen Bevölkerung angelegt werden. Mit diesem Vorgehen wird die Verteilung der Krankheitskosten abgeschätzt unter der Annahme, die Altersstruktur der männlichen und weiblichen Bevölkerung sei vollkommen identisch (bei ansonsten konstanten Bedingungen).

        Das Ergebnis dieser Berechnung zeigt: Altersstandardisiert überschreiten die erwarteten Krankheitskosten der Frauen die der Männer nur noch um 11%. Gleichzeitig verringert sich die ursprüngliche Kostendifferenz auf 10,7 Milliarden Euro. Werden zusätzlich die reproduktionsbezogenen Leistungen abgezogen, überschreitet der Erwartungswert der Frauen den der Männer sogar nur noch um 6%. … Verschiedene Studien weisen darauf hin, dass Frauen ihre (Ehe-)Partner im Alter häufiger pflegen, während sie selbst verstärkt auf außerfamiliale und daher oft kostenträchtigere Pflegeangebote angewiesen sind. … Auch der Beitrag dieser Kosten zur Geschlechterdifferenz lässt sich abschätzen: Werden von den alterstandardisierten reproduktionsbereinigten Krankheitskosten zusätzlich die Leistungen, die in Pflegeeinrichtungen entstehen, abgezogen, reduziert sich die Geschlechterdifferenz nochmals: In diesem hypothetischen Fall beträgt sie nur noch 3,7 Milliarden Euro. Zugleich überschreitet der Erwartungswert der Frauen den der Männer im Vergleich nur noch um 4%“

        Wie gesagt: ich kann meinen Finger gerad nicht drauflegen, bin aber optimistisch, dass man noch weitere Posten finden und also berücksichtigen könnte.

        „Die Männer würden kein Wort sagen, wenn Feministinnen wenigsten logisch und konsequent wären. Man sollte sich nämlich entweder für die Beseitigung aller Gender-Gaps einsetzen oder für gar keine.“

        Aber die Frage ist doch: wie? Wie willst Du denn verhindern, dass Männer im erwerbsfähigen Alter ausrutschen oder umknicken, z.B.? Warum scheitert der Maskulismus allein schon daran, die wirklichen gesellschaftlichen Missstände (hier: Priviligierung einer Verunfalltengruppe) überhaupt auch nur wahrzunehmen?

  11. Menstruationsbeschwerden können heftig sein. Für diejenigen Frauen, die sich tatsächlich allmonatlich in Krämpfen winden, ist es natürlich nicht schön, für diese Zeit nicht bezahlt zu werden.
    Aber that’s life, und liefert keine Rechtfertigung, warum der Arbeitgeber zahlen soll, wenn er dafür keine Gegenleistung erhält.

    Und bei Migräääne wird sie bezahlt.Oder bei Depression wegen Arbeit oder zwischenmenschlichem Kontakt.

    • Ich habe mehrere Selbstmordfälle in der nahen Familie, deshalb mein Ärger übre diese Simulantinnen. Sie kosten Millionen und sind kerngesund.

      • Frauen sind halt offenkundig das wehleidigere plärrende Geschlecht, die nichts vertragen und denen man es zugesteht, wegen Lappalien Dramen veranstalten zu dürfen. Männer würde man als Heulsusen, Weicheicher, Jammerlappen oder mit Minimi sozial ächten und gesellschaftlich hinrichten, wenn diese genauso ein Heulsusengeschlecht wären.

    • In Italien – soweit ich verstanden habe – die ersten drei Krankheitstage nicht.
      Ja, das ist schon doof, wenn diese drei unbezahlten Krankheitstage regelmäßig für die Regel draufgehen.
      Ich kann verstehen, dass dies für die betroffenen leidenden Frauen sehr ärgerlich ist. Aber dann sollen sie die Fehlzeit halt nacharbeiten, oder eine andere Lösung finden.

  12. Feministische Argumentation in Reinkultur. Das Argument, dass dadurch Frauen eben unrentabler werden wird schlicht damit beiseite gewischt, dass der Arbeitgeber eben damit klar kommen muss,

    Unter anderem dafür gibts die Quote. Frauen sollen vom „patriarchal-männlichern Wettbewerbs- und Leistungsdenken“ verschont bleiben. Das feministische Ideal ist das leistungslose und bedingungslose Einkommen, die Honorierung und Entlohnung des „Frauseins“, das an keinerlei Leistungsanforderungen gebunden ist. Darauf läuft letztendlich alles Feministische hinaus. Die dumm schwatzende Gendertante, die keinen erkennbaren gesellschaftlichen Nutzen erzeugt und das Geschlechterverhältnis durch Lügen vergiftet ist die Reinform des parasitären feministischen Lebensentwurfs.

  13. Den Einwand, viele Frauen würden während des Menstruationsurlaubs auf Kosten anderer frei machen, kann man genauso gut bei jeder anderen Krankheit bringen. „Migräne? Nimm halt Tabletten. Ich habe keine Lust, für dich mitzuarbeiten!“
    Man müsste – um über diesen Vorschlag urteilen zu können – wissen, wie viele Frauen wegen einer Dysmenorrhö tatsächlich in Behandlung bzw. arbeitsunfähig sind. Im DAK Gesundheitsreport 2016 (Seite 83) ist die Rede von 11 %, die sich während eines Jahres aufgrund von „Schmerz und andere Zustände im Zusammenhang mit den weiblichen Genitalorganen und dem Menstruationszyklus“ in ärztliche Behandlung begeben. (Genauer betrachtet muss das nichts heißen. Ich habe meine Gynäkologin vor über 10 Jahren das letzte Mal auf meine Beschwerden angesprochen und da sie keine adäquate Behandlung bieten konnte, resigniere ich seitdem. Solche Fälle gibt es sicher genügend.)
    Schaut man sich den Report etwas genauer an, wäre es viel logischer, „Rückenschmerzurlaub“ einzuführen. Das betrifft immerhin 30,5 % der Frauen und 22,6 % der Männer. Eine Argumentation rein aufgrund der Menge derjenigen, die an bestimmten Beschwerden leiden, führt also zu nichts.
    So angenehm ich den Gedanken persönlich finde, während der Menstruation auf unbürokratische Weise (ohne Arztbesuch) einen Tag fehlen zu dürfen, so sehr muss man auch einsehen, dass sich das in unserer Arbeitswelt nur schwer durchsetzen ließe.

    • „Man müsste – um über diesen Vorschlag urteilen zu können – wissen, wie viele Frauen wegen einer Dysmenorrhö tatsächlich in Behandlung bzw. arbeitsunfähig sind.“

      Das habe ich mich so ähnlich auch gefragt. Ich vermute, daß die Kurzzeiterkrankungen bei den meisten Arbeitgebern gar nicht dokumentiert werden, weil kein Attest verlangt wird, und somit der DAK nicht bekannt sein können. Arztkosten fallen für die Krankenkasse auch nicht an.

      Nach meinem Eindruck sind diese Kurzzeiterkrankungen daher in dem DAK Gesundheitsreport (den ich nur überflogen habe) gar nicht berücksichtigt. Dazu müßte man eigene Untersuchungen anstellen – kennt jemand etwas entsprechendes?

      • Ich zumindest habe dazu nichts gefunden. Zwar Angaben zu Menstruationsschmerzen, aber das bedeutet ja nicht automatisch, dass man arbeitsunfähig ist. Manche nehmen eine Tablette und es hilft, bei anderen hilft es nicht. Und Schmerzen sind ja bei weitem nicht das einzige Problem …

  14. Eine Bekannte sagte mir mal, Ihres Erachtens hätten es Frauen besser als Männer, da sie zumindest gerne jeden Monat ein paar Tage Menstruation hat, als sich jeden Morgen rasieren zu müssen.

    Achtung, ein Einzelfall, der natürlich nichts über irgendwen anderen aussagt, als die erwähnte Person selbst.
    Aber da es irgendwie gerade feministisch modisch wird, Menstruationen als das größte Leid der Weltgeschichte zu betrachten, wollte ich zumindest mal einwerfen, dass das nicht jeder Betroffenen so geht.

  15. Es sollte auch darauf hingewiesen werden, dass sie das Problem nich hätten, wenn sie sich nicht seinerzeit von einer Schlange zum Obstklau hätten überreden lassen.

    Selbst schuld, also.

  16. Gute Nachrichten für die Mädelz: den Menstruationsurlaub mit Lohnfortzahlung ohne Attest haben wir nach meinem Eindruck längst weitestgehend.

    Nach dem Entgeltfortzahlungsgesetz sind Arbeitnehmer nur bei einer Arbeitsunfähigkeit von mehr als drei Kalendertagen immer verpflichtet, eine ärztliche Bescheinigung vorzulegen. Bei kürzerer Erkrankung kann der Arbeitgeber das fordern, aber auch nicht grundlos und willkürlich, sondern nur bei einer auffälligen Häufung solcher Kurzzeiterkrankungen. Natürlich auch bei einem Sportler, der nach jedem dritten Training eine Zerrung hat.

  17. Ich schätze meine Kolleginen aber die mit Kindern sind zu 80% nur noch Teilzeit beschäftigt und wollen auch nicht Vollzeit arbeiten…(würde ich auch machen wenn ich nicht aufs Geld angewiesen wäre)

    Und jetzt versucht mal mit 3 Teilzeit Kolleginnen einen Besprechungstermin zu finden wenn alle 3 nur an 2 Tagen in der Woche gleichzeitig Anwesend sind. Dazu kommen dann Krankheit (Eigene oder Kinder) Urlaub, Feiertag, andere Termine und dann noch zusätzlich 3 Tage Urlaub fürs menstruieren?

    Da der Bereichsleiter bei uns selbst kleine Kinder hat ist wird da auch mal ne Deadline verschoben, alles in allem ist hier sehr Familienfreundlich aber in anderen Unternehmen wo dieses Verständnis nicht da ist?
    Oder wenn die wirtschaftlche Situation angespannt ist?
    Da würde doch keiner mehr Frauen einstellen.

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