Verfasst von: Christian - Alles Evolution | 2. April 2017

Bin ich ein Maskulist?

Die von dem BMFSJ in Auftrag gegebene Studie hat auch Kriterien genannt, mit denen bestimmt worden ist, ob jemand Maskulist ist.
Die Stelle aus der Studie lautete:

Methodisch wurden in dieser Untersuchung 16 Einstellungsitems verwendet, um die verschiedenen Dimensionen des Maskulismus zu erfassen. Grundlagen waren zunächst qualitative Interviews; das Spektrum maskulistischer Merkmale wurde in ein Set von Indikatoren übersetzt und schließlich für die standardisierte Repräsentativbefragung operationalisiert in Form von Items. Zu diesen auf einer vierstufigen Skala verwendeten Items gehören Statements wie:

  • Gleichstellungspolitik ist nur ein anderer Name für Frauenförderung.
  • Wenn Frauen weniger verdienen als Männer, dann haben sie eben den falschen Beruf gewählt.
  • Frauen sind jetzt genug gefördert worden, jetzt sind die Männer dran.
  • Männer und Frauen haben die gleichen Rechte, aber unterschiedliche Pflichten.
  • Durch die gesetzliche Regelung für mehr Frauen in Führungspositionen werden Männer benachteiligt.
  • Die Rolle der Frau in der Gesellschaft besteht darin, eine gute Hausfrau und Mutter zu sein.
  • Im Bemühen um Gleichstellung von Mann und Frau schießt man über das Ziel hinaus.
  • Bei Trennungen sollten Väter die gleichen Chancen wie Mütter haben, das Sorgerecht zu bekommen.
  • Gleichstellung von Frauen und Männern bedeutet mehr Gerechtigkeit (Ablehnung).
  • Gleichstellungspolitik befasst sich noch nicht ausreichend mit den Bedürfnissen und Anliegen von Müttern (Ablehnung).
  • Durch den Feminismus werden in unserer Gesellschaft die Männer systematisch benachteiligt und Frauen bevorzugt u. a.

Zur Berechnung wurden zwei unabhängige Verfahren eingesetzt:
(1) Über die Items wurde via Clusteranalyse die Gesamtheit der Männer in Bezug auf ihre maskulistischen Einstellungen segmentiert.
(2) Mit den Items wurde additiv ein Summenscore gebildet (Likert-Skalierung), diese ordinale Skala kategorisiert und mit den Ergebnissen der Clusteranalyse abgestimmt.

Zum engeren Kreis und harten Kern der Maskulisten gehört die Gruppe jener, die auf allen Items den höchsten Wert angegeben haben.

Zum weiteren Kreis überzeugter Maskulisten gehören jene, die 90 % des maximalen Summenscores erreichen (aber nicht 100 %). Als Empfängliche für maskulistische Einstellungen gelten jene, die auf dem Summenscore 50 bis 90 % des Summenscores erreichen. Distanzierte gegenüber maskulistischen Einstellungen sind jene mit einem Summenscore von 10 bis 50 %. Gegnerschaft gegenüber maskulistischen Einstellungen markiert ein Summenscore von unter 10 %.

Wenn ich das richtig verstehe, dann gab es also wahrscheinlich noch weitere Statements, da müsste man noch nach der vollen Liste fragen.

Und wenn ich es weiter richtig verstehe, dann sollte man die Aussagen auf einer Skala von 1 (Ablehnung) bis 4 (volle Zustimmung?) bewerten?

Ich gehe sie einfach mal schnell durch

  • Gleichstellungspolitik ist nur ein anderer Name für Frauenförderung.

Gleichstellung ist insbesondere ein Konzept, welches schnell zu Ungerechtigkeiten führt. Gleichheit im Sinne des Art 3 GG heißt eben nach dem Bundesverfassungsgericht, dass Gleiches nicht ohne sachlichen Grund ungleich behandelt werden darf. Es bedeutet auch, dass auch für die Gleichbehandlung von Ungleichen ein sachlicher Grund vorliegen muss. Männer und Frauen verhalten sich nicht gleich. Männer wählen beispielsweise andere Berufe, machen mehr Überstunden, setzen weniger aus, finden Geld und Status wichtiger und erstrebenswerter und sich dafür auch eher bereit weniger Zeit mit der Familie zu haben als Frauen. Insofern ist eine Gleichstellung häufig eine Diskriminierung des Mannes und insoweit Frauenförderung. Zudem verfolgt die Politik auch selten Gleichstellung zugunsten des Mannes. So hat der uneheliche Mann kein Sorgerecht ab Geburt des Kindes und das Residenzmodell reduziert ihn oft auf Umgang und Unterhalt.

Natürlich kann es auch sinnvolle Gleichstellungen geben. Insofern hätte man hier eher konkrete Gleichstellungen nehmen sollen. Ich gebe dem mal eine 3/4

  • Wenn Frauen weniger verdienen als Männer, dann haben sie eben den falschen Beruf gewählt.

Das ist eine Aussage, die so viel zu viel offen lässt und damit schlecht gestellt ist. Natürlich trägt auch die Berufswahl von Frauen zu dem im Schnitt über alle Frauen gerechneten geringeren Verdienst bei. Das wird insoweit in einer Vielzahl von Studien bestätigt. Einen größeren Teil machen die Unterbrechungen, die geringeren Fortbildungen, das weniger an Überstunden etc aus. Insofern würde ich hier 2/4 geben.

  • Frauen sind jetzt genug gefördert worden, jetzt sind die Männer dran.

Ein Umschwenken auf eine Förderung von Männern insbesondere im Familienrecht würde ich interessant finden. Hier ist in jedem Fall noch einiges zu machen. Eine Gleichstellungspolitik für Männer muss es aber auch nicht sein, aus den oben genannten Gründen, die gegen Gleichstellunspolitik sprechen. Auch hier fehlt es an Konkretheit. Die Frage kann so alles oder nichts heißen. 3/4

  • Männer und Frauen haben die gleichen Rechte, aber unterschiedliche Pflichten.

Es ist schwer Rechte zu finden, die Männer haben, aber Frauen nicht. Hingegen haben Männer eben beispielsweise so etwas wichtiges wie das automatische Sorgerecht nicht. An Pflichten wäre die Wehrpflicht, auch wenn sie gegenwärtig ausgesetzt ist. Auch über Unterhaltspflichten könnte man sich streiten, wobei die Gesetze da neutral formuliert sind. Auch hier finde ich eine Zuordnung schwierig. 2/4

  • Durch die gesetzliche Regelung für mehr Frauen in Führungspositionen werden Männer benachteiligt.

Klar werden da teilweise Männer benachteiligt. Insbesondere wenn man Regelungen aufstellt, bei denen Frauen auch bei schlechterer Qualifikation bevorzugt befördert werden sollen. Gravierender ist wohl, dass allgemein der Frauenanteil erhöht werden soll, auch wenn das teilweise noch Selbstverpflichtungen zur Abwehr der Zwangsquote sind, und dadurch Männer übergangen werden. 3/4

  • Die Rolle der Frau in der Gesellschaft besteht darin, eine gute Hausfrau und Mutter zu sein.

Ich möchte keine Hausfrau und Mutter als Partnerin und gehe davon aus, dass Frauen ebenso arbeiten gehen sollten wie Männer. Also die niedrigste Note 1/4

  • Im Bemühen um Gleichstellung von Mann und Frau schießt man über das Ziel hinaus.

Definitiv. Gerade weil man dabei radikale Extremisten ans Steuer lässt 4/4

  • Bei Trennungen sollten Väter die gleichen Chancen wie Mütter haben, das Sorgerecht zu bekommen.

Das ist auch eine sehr merkwürdig gestellte Frage. Die meisten Männer haben bei Trennung das Sorgerecht und es bleibt beim gemeinsamen Sorgerecht. Kann es sein, dass der „Itemsersteller“ da die rechtliche Lage nicht hatte? Aber wenn sie es nicht haben, dann sollen sie natürlich die gleichen Chancen haben, gegen ein gemeinsames Sorgerecht kann man schwer etwas anführen 4/4

  • Gleichstellung von Frauen und Männern bedeutet mehr Gerechtigkeit (Ablehnung).

Auch hier ist die Frage, wie man das konkret versteht. Natürlich ist die gesellschaftliche Gleichstellung („Frauen und Männer sind gleich viel wert“) und die rechtliche Gleichstellung („Frauen und Männer müssen die gleiche Rechte haben“) durchaus gerecht. „Gleichstellung“ in der Hinsicht, dass in allen wichtigen Positionen zumindest 50% Frauen sein müssen (oder mehr) ist hingegen ungerecht. In letztern Fall würde ich eine 1/4 geben, wenn das Ablehnung ist, bei der allgemeinen Betrachtung aller Punkte zusammen würde ich die ersten für absolut essentiell halten, die letzte aber für komplett falsch. Was gibt man dann?

  • Gleichstellungspolitik befasst sich noch nicht ausreichend mit den Bedürfnissen und Anliegen von Müttern (Ablehnung).

Auch das aus meiner Sicht eine schlecht formulierte Position. Sicherlich haben viele Mütter noch ein Bedürfnis auf zB einen besseren Zugang zu Kindergärten oder längere Nachmittagsbetreuung in der Schule. Das haben Väter aber auch. Anliegen und Bedürfnisse, die nur Mütter haben, und um die sich noch gekümmert werden sollte, fallen mir keine ein. Insofern 1/4

  • Durch den Feminismus werden in unserer Gesellschaft die Männer systematisch benachteiligt und Frauen bevorzugt u. a.

DER Feminismus. Das wäre ja schon der erste Fehler. Wenn er den Feminismus aus den Gender Studies meint, dann werden dort Männer abgewertet und Frauen zu ihrem Nachteil zu Opfern gemacht. Der moderne Feminismus ist für niemanden gut, weil er im wesentlichen virtue Signalling für den Ausübenden erlaubt und ansonsten Gruppenhass predigt. Allerdings hat mit der Twitteraccount des BMFSJ schon mitgeteilt, dass Männer per se nicht diskriminiert werden können und das BMFSJ beschäftigt auch radikale Feministinnen und setzt sich überwiegend für Frauen ein. Keine Ahnung, was man da an Punkten gibt.

 

Wie seht ihr die Punkte?

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Responses

  1. „Bei Trennungen sollten Väter die gleichen Chancen wie Mütter haben, das Sorgerecht zu bekommen.“

    Diese Frage jetzt nochmal so alleingestellt zu lesen… Wer behauptet für Gleichberechtigung und Gleichstellung zu sein, kann diese Frage doch gar nicht verneinen. Das müsste eigentlich genauso eine feministische Position sein, wenn man annimmt das Femininus etwas mit der Wörterbuch-Definition zu tun hat.

  2. Es ist schwer Rechte zu finden, die Männer haben, aber Frauen nicht. Hingegen haben Männer eben beispielsweise so etwas wichtiges wie das automatische Sorgerecht nicht. An Pflichten wäre die Wehrpflicht, auch wenn sie gegenwärtig ausgesetzt ist.

    [..]

    Der moderne Feminismus ist für niemanden gut, weil er im wesentlichen virtue Signalling für den Ausübenden erlaubt und ansonsten Gruppenhass predigt. Allerdings hat mit der Twitteraccount des BMFSJ schon mitgeteilt, dass Männer per se nicht diskriminiert werden können und das BMFSJ beschäftigt auch radikale Feministinnen und setzt sich überwiegend für Frauen ein.

    Christian, seit gestern solltest du doch wissen, das du als Mann alle diese Probleme los wirst, wenn du folgende Tipps befolgst:

    mach Sport, kleide dich gut, ernähr dich gesund, stylt dich, gehe ins Kosmetikstudio und GEHE RAUS INS REAL LIFE!

    ^^

    Und schwupps… hören die über 2000 Gleichstellungsbeauftragten auf nur Frauen zu bevorzugen (auch wenn sie schlechter qualifiziert sind) und Hilfsprojekten für Männer den Geldhahn zuzudrehen!

    (sorry)

  3. Kurz zusammengefasst: Wer die Realität sieht wie sie ist, ist Maskulist

    • Ja;exakt das war beim größten Teil der Fragen mein Gedanke.

  4. Und wenn ich meine, dass heutige Frauen mangels Kochkünsten nicht mehr als Hausfrauen taugen und stattdessen die Rolle der „modernen Frau“ sich auf das Dasein als Sexspielzeug beschränken sollte, dann gehöre ich nicht mehr zum harten Kern? Das ist so gemein!

  5. @Christian

    “ Gleichstellungspolitik befasst sich noch nicht ausreichend mit den Bedürfnissen und Anliegen von Müttern (Ablehnung).

    Auch das aus meiner Sicht eine schlecht formulierte Position. Sicherlich haben viele Mütter noch ein Bedürfnis auf zB einen besseren Zugang zu Kindergärten oder längere Nachmittagsbetreuung in der Schule. Das haben Väter aber auch. Anliegen und Bedürfnisse, die nur Mütter haben, und um die sich noch gekümmert werden sollte, fallen mir keine ein. Insofern 1/4″

    Wäre das dann nicht ein 4/4, weil Du die Aussage komplett ablehnst?

    • Ja, wäre es.

    • Ich nehme bei den Ablehnungspositionen an, dass sie die Ablehnung bewerten, aber das nicht reinschreiben, sondern es ins normale System einordnen

      • Die Frage ist doch ob einige Kritikern an den Frauen gerechtfertigt sind.

        Sind z.B. Frauen zickiger auch Männern gegenüberm d.h. werden mehr Männer von Frauen z.B. psychologisch traumatisiert als Frauen von Männern durch Sexismus z.B..

        Wie oft lese ich hier von Exfeministinnen wie sehr sie Männer hassten. Die Gehirnwäsche muss doch negative Auswirkungern haben auch auf normale Frauen.

        • Die Gehirnwäsche hat für einen Großteil der Frauen wenig Folgen, weil Frauen ein sehr instrumentelles Verhältnis zu Männern haben. Sie sind mit ihnen weder in großer Liebe noch in großer Abneigung verbunden. Männer sind Investitionen im Leben einer Frau. Mehr nicht.

        • Natürlich sind Frauen mit Männern in Liebe verbunden. Warum sprichst du ihnen das ab?

        • „Weder in großer Liebe noch in großer Abneigung“

        • http://www.news.com.au/lifestyle/parenting/teens/first-men-now-boys-are-going-their-own-way/news-story/7aa04498e3c2673ecd4f474573258b10

        • @Adrian

          Investmentberater

        • Was meinst du denn wie viele Frauen feministische Seiten lesen?

          Frag mal in deinem weiblichen Bekanntenkreis nach, ob sie zB die Mädchenmannschaft kennen oder was intersektionaler Feminismus ist. Die meisten haben damit keine Berührungspunkte

        • Pay-gap, Rape-culture, Köln, Angst vor Gewalt und Rape, UN, WHO, EU-propaganda, 2.000 Jahre Unterdrückung, Benachteiligung im Beruf, keine Frau in der Chefetage, Kriegsopfer: Frauen, Frauen, Kinder ………… ………. ……….

  6. „Gleichstellungspolitik ist nur ein anderer Name für Frauenförderung.“

    Ja. 4/4

    „Wenn Frauen weniger verdienen als Männer, dann haben sie eben den falschen Beruf gewählt.“

    Ja. 4/4

    „Frauen sind jetzt genug gefördert worden, jetzt sind die Männer dran.“

    Eine zukunftsfähige Gesellschaft müsste Männer fördern und fordern. Frauen sind in diesem Hinsicht vernachlässigbarer da sie weder das kreative Potenzial, noch die potentiellen Destruktivität bin Männern besitzen.
    Andererseits widerstrebt meinem liberalen gewissen die ständige Förderung durch Staat und Steuergelder.
    Also 1/4

    „Männer und Frauen haben die gleichen Rechte, aber unterschiedliche Pflichten.“

    Männer haben nicht mal die gleichen Rechte. Da dies in der Frage aber impliziert ist.
    4/4

    „Durch die gesetzliche Regelung für mehr Frauen in Führungspositionen werden Männer benachteiligt.“

    Selbstverständlich. 4/4

    „Die Rolle der Frau in der Gesellschaft besteht darin, eine gute Hausfrau und Mutter zu sein.“

    Scheiß auf Rollen. 1/4

    „Im Bemühen um Gleichstellung von Mann und Frau schießt man über das Ziel hinaus.“

    Es geht nicht um Gleichstellung, sondern um Frauenförderung.
    4/4

    „Bei Trennungen sollten Väter die gleichen Chancen wie Mütter haben, das Sorgerecht zu bekommen.“

    Himmel, welch radikale Ansicht. Gleichberechtigung, Chancengleichheit, ohne dass Frau bevorzugt wird? Das ist ja voll Nazi!
    Daher Zustimmung. 4/4

    „Gleichstellung von Frauen und Männern bedeutet mehr Gerechtigkeit (Ablehnung).“

    Volle Ablehnung, daher 4/4

    „Gleichstellungspolitik befasst sich noch nicht ausreichend mit den Bedürfnissen und Anliegen von Müttern (Ablehnung)“

    Mir doch egal. 2/4

    „Durch den Feminismus werden in unserer Gesellschaft die Männer systematisch benachteiligt und Frauen bevorzugt“

    Offensichtlich. 4/4

    • Eine zukunftsfähige Gesellschaft müsste Männer fördern und fordern. Frauen sind in diesem Hinsicht vernachlässigbarer da sie weder das kreative Potenzial, noch die potentiellen Destruktivität bin Männern besitzen.

      Das ist natürlich Quatsch. Frauen sind sicherlich nicht minder kreativ, als auch weniger destruktiv. Das wird dir mancher Mann bestätigen können.
      Quatsch ist es außerdem, weil hier wieder Männlein gegen Weiblein steht bzw. gegeneinander ausgespielt wird.

      Was aber durchaus nicht ganz unerwünscht sein dürfte. Schlägt sich das Wahlvolk die Köpfe gegenseitig ein, erhebt es sich nicht gegen Politiker und die sogenannte „Leistungselite“.

      • Frauen sind nicht minder kreativ als auch weniger destruktiv…
        Genau. Und der Mond besteht aus Käse.

    • Ja gibt es in den Chefetagen Quoten für Wissenschaftler, Nichtgehirnamputierte, Männer ohne Größenwahn, Männer kleiner als 1,60m?

    • Ich bin von einem Dr Wahl Augenklinik Mainz am Auge Glaukom operiert wordenm was einen lokalen Augenarzt in Verzückung versetze (das könnte ich so nie). Dass der mehr verdient als meine eigene Augenärztin, die selbst Chefarzt in Mainz war bevorm sie eine Privatpraxis eröffnete, ist doch wohl evident.

      Außerdem erfordert dieser Beruf (Augenchirurgie) 1) Megatalent und 2) Übung, Übung, Übung ……

  7. Die Items mit „Ablehnung“ in Klammer, sind wohl so zu werten, dass eine volle Zustimmung die niedrigste Punktzahl erhält.

    Leider sind einige Items nicht eindeutig formuliert.
    Ich käme wohl – aufgrund der schwammigen Formulierungen – nur in den „empfänglichen“ Bereich.

    • Apropos Formulierungen ..
      Ich habe dieses PDF „Männer-Perspektiven – Auf dem Weg zu mehr Gleichstellung?“ (hab leider den Link nicht mehr zur Hand) überflogen.
      Der enthaltene Exkurs über Maskulisten zeigt ein völlig anderes Verständnis von Maskulismus, als er hier begriffen wird.

      Wollt ihr wirklich die Definitionsmacht, was Maskulismus ist, dem Nicht-Männer-Ministerium überlassen?

      • „Den Maskulismus“ gibt es nicht.

        • Trotzdem gibt es einen kleinsten gemeinsamen Nenner.
          Aber gerade den sehe ich in den genannten Items nur teils vage treffend, teils überhaupt nicht abgebildet.

        • Für mich reicht eine ausdrücklich männliche oder androzentrische Perspektive schon aus. Die extrem gynozentrische Perspektive ist ja auch der eigentliche Kern des Feminismus. Nur sind das eher analytische als beschreibende Definitionen.

      • Die Frage ist nicht wer die Deutungsmacht hat sondern wie man die verschiedenen Abstufungen der MRA intern bezeichnet,damit endlich einmal Klarheit herrscht.

      • „Wollt ihr wirklich die Definitionsmacht, was Maskulismus ist, dem Nicht-Männer-Ministerium überlassen?“

        Ich halte diese Studie für eher unwichtig, weil sie wie schon frühere Studien eine Auftragsarbeit von Schwesig und Co. ist, mit der sie ihre feministische Weltsicht bestätigt bekommt, s. https://geschlechterallerlei.wordpress.com/2017/03/31/warum-ich-mich-ueber-400-000-maenner-und-40-000-frauen-freue/comment-page-1/#comment-11092

        Außerhalb der feministischen (und masku.) Filterblase liest kaum jemand diese Studien. Ich glaube nicht, daß sie eine allgemeinpolitische Wirkung entfaltet. Und wenn, dann kann man den Spieß höchstens umdrehen und darauf verweisen, daß diese „Studie“, obwohl sie offensichtlich sehr voreingenommen ist, ungewollt eine erhebliche Ablehnung der feministischen Geschlechterpolitik nachweist.

        • Insofern werden keine wirklichen Überzeugungen, sondern nur „gelenkte Meinungen“ gemessen, gemischt mit Erlebnissen im privaten Umfeld.

          NmE absolut zutreffend. Vorliegend wird dann das gemessen, was man als vom phösen maskulistischen Diskurs fehlgelenkt erachtet. Deshalb bleiben die Fragen aus der Sicht von jemandem, der sich seine eigene Gedanken macht und sich eine eigene Meinung bildet, ziemlich nebulös und undifferenziert.

          Man misst eben einfach die Anfälligkeit für die Einflüsterungen Satans, indem man das, was man für die Einflüsterungen Satans hält, abfragt.

          Außerhalb der feministischen (und masku.) Filterblase liest kaum jemand diese Studien. Ich glaube nicht, daß sie eine allgemeinpolitische Wirkung entfaltet. Außerhalb der feministischen (und masku.) Filterblase liest kaum jemand diese Studien. Ich glaube nicht, daß sie eine allgemeinpolitische Wirkung entfaltet.

          Das Problem ist halt, dass solche Studien dann die Legitimationsgrundlage für den feministischen Maßnahmenstaat liefern:

          Prof. Dr. Sabine Sczesny vom Institut fur Psychologie der Universität Bern erklärte in ihrem Statement, in der deutschen Gesellschaft bestehe ein breiter gesellschaftlicher Konsens darüber, dass die Beseitigung von Ungleichheiten zwischen Frauen und Männern zu den Prioritäten von Regierungen gehören sollte.

          https://www.bundestag.de/hib#url=L3ByZXNzZS9oaWIvMjAxN18wMy8tLzUwMDk0MA==&mod=mod454590

        • @Nick: „Das Problem ist halt, dass solche Studien dann die Legitimationsgrundlage für den feministischen Maßnahmenstaat liefern“

          Vordergründig richtig. Das ist ja auch der Grund, warum Schwesig sich solche Studien kauft, um sie dann als „Beweis“ nutzen zukönnen daß ihre Geschlechterpolitk alternativlos ist.

          Tatsächlich spielen solche Studien (oder Wissenschaft generell) nach meinem Eindruck in den politischen Grabenkämpfen praktisch keine Rolle mehr. Wenn diese Studie nicht da wäre, würde man eben ein anderes passendes Papier (auf RealPeerReview findet man beliebig viele 😉 ) zitieren.

          Alleine Auswahl, wer bei dieser Anhörung mitdiskutieren durfte, entlavt die als reine Farce: Schmiedel von Pinkstinks, jemand vom Deutschen Juristinnenbund (das ist offenbar ein Verein von Radikalfeministinnen, die sich als Juristen tarnen) usw.

      • „(hab leider den Link nicht mehr zur Hand) “

        Da kann ich aushelfen, Anne:
        https://www.bmfsfj.de/blob/jump/115580/maenner-perspektiven-auf-dem-weg-zu-mehr-gleichstellung-data.pdf

        So wie es aussieht, ist diese … äh … „Studie“ jetzt veröffentlicht, jedenfalls zeigt gleich die erste google-Seite schon einiges an Aktivitäten dazu.

    • Die Items mit „Ablehnung“ in Klammer, sind wohl so zu werten, dass eine volle Zustimmung die niedrigste Punktzahl erhält.

      Das würde ich anders sehen. Du bist umso mehr Maskulist (was etwas ganz Verwerfliches ist ;-)), je höher deine Punktzahl.
      Also bedeutet die Ablehnung bei „Gleichstellung bedeutet mehr Gerechtigkeit…“ 4/4 Punkte, weil das deinen Maskulisten-Score nach oben treibt.
      Wärst du z.B. der Meinung, dass „die Gleichstellung sich noch nicht ausreichend mit den Bedürfnissen von Müttern beschäftigt, würdest du der Behauptung zustimmen (1/4) und wärst damit fast schon eine Feministin. 😉

      • Gerade dieses Item mit den Müttern ist Schrott, und ziemlich unverständlich. Im Vergleich zu Vätern? Oder zu anderen Frauen?
        Je nach dem, wie man es deutet, kann man so ziemlich jede Meinung zu dieser Aussage haben.

  8. Meines Erachtens ist die Punktliste der Nachweis, dass hier Leute über etwas forschen, das sie nicht verstanden haben.

    Mein Vorschlag für eine Liste, die maskulistische Ansichten besser wiedergibt:

    • Gleichstellung und Gleichberechtigung stehen in unvereinbarem Widerspruch. Es sind Gegensätze, nicht Synonyme.
    • Wenn Frauen weniger verdienen als Männer, dann gibt es viele triftige Gründe dafür, die nichts mit Diskriminierung zu tun haben
    • Frauenförderung und Gleichberechtigung sind Gegensätze.
    • Frauenpolitik beinhaltet nicht, dass Frauen gleiche Pflichten und Verantwortung wie Männer tragen sollen.
    • Wenn man schon Gleichstellung will, dann kann man nicht nur Führungspositionen im Fokus haben, sondern auch muss auch das andere Ende der Gesellschaft beachten z.B. Obdachlose.
    • Wenn es der Fall ist, dass ein gewisser Teil der Frauen für sich entscheidet, eine gute Hausfrau und Mutter zu sein, dann ist eine berufliche Gleichstellung zwischen Frauen rein rechnerisch unmöglich
    • Gleichstellungspolitik heute bedeutet: „Weniger als 50% Frauen“ = Problem und „Mehr als 50% Frauen“ = Kein Problem. In negativ gesehenen Bereichen andersrum. Das hat nichts mit Gerechtigkeit zu tun.

  9. @Christian

    Könntest Du bitte einmal eine Abstimmung hier veranstalten, mit Balkendiagramm wer zu was zustimmt hier in deinem Blog, so Anfang-Mitte der Woche, morgens vorzugsweise. Und als was sie sich bezeichnen würden.

  10. Gleichstellungspolitik ist nur ein anderer Name für Frauenförderung.

    Frauenprivilegierung fände ich den passenderen Ausdruck, aber trotzdem Zustimmung.

    Wenn Frauen weniger verdienen als Männer, dann haben sie eben den falschen Beruf gewählt.

    In unserer komplexen Welt ist selten etwas monokausal. Es ist EIN möglicher Grund. Es gibt viele andere und Benachteiligung wegen des Geschlechts ist nur ein möglicher Grund unter vielen.

    Frauen sind jetzt genug gefördert worden, jetzt sind die Männer dran.

    Es genügt, das Grundgesetz zu respektieren und zu begreifen, dass Gleichstellung und Gleichberechtigung unvereinbare Konzepte sind.

    Männer und Frauen haben die gleichen Rechte, aber unterschiedliche Pflichten.

    Gleiche Rechte? Nein. Männer haben kein Rechtsäquivalent zum Abtreibungsrecht der Frau und somit nicht die Reproduktionsrechte, wie sie Frauen zugestanden wird. Das ist eine schwerwiegende und fundamentale rechtliche Benachteiligung des Mannes.
    Gleiche Pflichten? In der Rechtspraxis wird der Mann nach wie vor verpflichtet, die Frau im Falle der Scheidung zu versorgen. Der umgekehrte Fall ist sehr selten.

    Durch die gesetzliche Regelung für mehr Frauen in Führungspositionen werden Männer benachteiligt.

    Ja, selbstverständlich. Das ist der Zweck der Regelung.

    Die Rolle der Frau in der Gesellschaft besteht darin, eine gute Hausfrau und Mutter zu sein.

    Das ist genau EINE Rolle, die eine Frau ausfüllen kann, nebst vielen anderen. In dieser Pauschalität formuliewrt ein klares Nein.

    Im Bemühen um Gleichstellung von Mann und Frau schießt man über das Ziel hinaus.

    Ziel ist es, Männer zu diskriminieren und Frauen zu privilegieren. Insofern wird nicht über das Ziel hinausgeschossen, keineswegs. Die Gendertanten wollen uns hier wieder mal unterschwellig Gleichstellung und Gleichberechtigung als ein- und dasselbe verkaufen.

    Bei Trennungen sollten Väter die gleichen Chancen wie Mütter haben, das Sorgerecht zu bekommen.

    Selbstverständlich.

    Gleichstellung von Frauen und Männern bedeutet mehr Gerechtigkeit (Ablehnung).

    Für die dummen Gendertanten vom Frauenministerium: Obdachlose sind zu etwa 80 bis 90 % Männer. Wenn nun mehr frauen in die Obdachlosigkeit getrieben werden, so dass sich das Verhältnis 50:50 nähert – dann ist Gleichstellung in diesem Fall erreicht. ist das mehr Gerechtigkeit?

    Gleichstellungspolitik befasst sich noch nicht ausreichend mit den Bedürfnissen und Anliegen von Müttern (Ablehnung).

    Ist wahrscheinlich so, weil die Frau gemäss dem Frauenministerium nicht primär Mutter sein soll sondern Karriere machen (z.B GenderStudies studieren und mit „Genderaspekte in der Quantenphysik“ promovieren).

    Durch den Feminismus werden in unserer Gesellschaft die Männer systematisch benachteiligt und Frauen bevorzugt u. a.

    Gar keine schlechte Definition für all die so unterschiedlichen Feminismen. Das ist sozusagen der kleinste gemeinsame Nenner, auf den sich Feministen einigen können. Deshalb „Gleichstellung“ anstatt „Gleichberechtigung“..

  11. Die Kriterien für „Maskulismus“ sind ja offensichtlich ganz uneinheitlich. In manchen Punkten können sich Menschen mit einem komplementären Geschlechterbild wiederfinden, in anderen Menschen, die für Gleichberechtigung der Geschlechter eintreten. Oft ist unklar, was nun eigentlich abgefragt wird: Wie Menschen die Wirklichkeit sehen – oder wie sie die Wirklichkeit gern hätten (z.B. bei der Frage nach unterschiedlichen Pflichten von Männern und Frauen – zweifellos SIND die Pflichten unterschiedlich, das festzustellen heißt aber ja noch nicht, das auch zu begrüßen)?

    Tatsächlich geht es hier gar nicht um irgendeinen „Maskulismus“, sondern um eine verkappte Selbstbeschreibung. Was als „Maskulismus“ bezeichnet wird, sind einfach nur die vielfältigen und ganz unterschiedlichen Versuche, einen verkorksten und in sich abgeschotteten Schein-Diskurs so zu öffnen, so wie das einer Demokratie eigentlich gemäß wäre.

    Abgeschottet ist der Diskurs ebenso ideologisch wie institutionell.

    Die Vorstellung männlicher Privilegien und weiblicher Diskriminierung hat keine empirische Aussagekraft, sondern liegt jeder Überlegung stillschweigend immer schon zu Grunde. Wer sie nicht teile, offenbare damit ein falsches Bewusstsein und kickt sich selbst aus der Diskussion. Männer zum Beispiel, die auf spezifische Nachteile von Männern und Jungen hinweisen, würden dadurch nur verraten, dass sie sich ihrer Privilegien nicht bewusst sind (was typisch für Privilegierte sei). Da wiederum abweichende Informationen so gar nicht zugelassen werden, wird die Fantasie männlicher Privilegiertheit niemals ernsthaft angezweifelt. Eine mehrfach immunisierte Ideologie.

    In Institutionen – Ministerien, Gleichstellungsbürokratie, Universitäten, aus Steuermitteln geförderte Initiativen – sitzen wiederum Tausende, die ihren Job der Idee verdanken, dass weibliche Benachteiligungen durch staatliche Eingriffe ausgeglichen werden müssen. Sie haben also ein erhebliches Eigeninteresse daran, dass diese Idee nicht zum Gegenstand ernsthafter, kontroverser Debatten wird. Da sie wiederum Zugriff auf Millionensummen aus öffentlichen Mitteln sowie auf die Möglichkeiten einer staatlichen Infrastruktur haben, haben sie auch Möglichkeiten, Debatten entsprechend abzuschließen, Gegenpositionen z.B. möglichst massiv zu diskreditieren.

    Ganz unterschiedliche Menschen werden durch diese Abschottungen aus der Debatte gedrängt: Menschen, die für eine Gleichberechtigung der Geschlechter eintreten – Frauen, denen die Kultivierung einer weiblichen Opferhaltung gegen den Strich geht – Menschen, die auf spezifische männliche Problemlagen aufmerksam machen – Menschen, denen weitgehende staatliche Eingriffe in das Privat- und Familienleben von Menschen zuwider sind – und viele mehr.

    Das ist überhaupt keine halbwegs homogene Gruppe – und so sind auch die Kriterien für „Maskulismus“ nicht stimmig. Tatsächlich geht es nicht um „Maskulismus“, sondern um eine demokratische Korrektur einer antidemokratischen Debattenlage. Denn ein wesentlicher demokratischer Grundsatz ist es ja, dass die Menschen, die von Debatten und Entscheidungen betroffen sind, auch eine entsprechende Möglichkeit der Teilnahme daran haben müssen.

    Rundweg und sinnfrei das Label „Maskulismus“ zu verteilen und damit offenbar Gegenpositionen stigmatisieren und aus dem Diskurs halten zu wollen, ist in diesem Sinne nicht nur un-, sondern antidemokratisch.
    Es ist nach allem, was bisher bekannt, ist, viel zu viel der Ehre, hier von einer „Studie“ zu sprechen. Die Macher waren weder in der Lage, für das untersuchte Phänomen halbwegs schlüssige Kriterien zu finden, noch waren sie in der Lage, diese Kriterien auf eine eindeutige Weise zu operationalisieren.

    Vor allem haben sie sich offenbar die Frage nie gestellt, die für wissenschaftliche Überlegungen ganz unverzichtbar ist: Inwieweit nämlich das beschriebene Phänomen und die Art und Weise seiner Beschreibung abhängig ist von den eigenen Voraussetzungen und Perspektiven der „Forscher“.

    • Volle Zustimmung.

      „Oft ist unklar, was nun eigentlich abgefragt wird:“

      Deswegen kann man auch kaum Erkenntnisse aus unserer Sicht aus den Daten ableiten.

      Diese Studie erinnert mich wegen der Milieu-Orientierung und der Voreingenommenheit an die Jugendstudie des SINUS-Instituts, die vor rund 3 Jahren ebenfalls im Auftrag von Frau Schwesig feministisch korrekte Ergebnisse lieferte und die reihenweise feministische Glaubenssätze nachbetete, anstatt vorurteilsfrei zu analysieren.

      Ich habe mir daher das beauftragte Unternehmen kurz angesehen:

      Autor: Prof. Dr. Carsten Wippermann DELTA-Institut für Sozial- und Ökologieforschung GmbH

      Dieses Institut erforscht vor allem, „Was junge Frauen wollen“ http://www.delta-sozialforschung.de/news/aktuell/news/detail/News/was-junge-frauen-wollen/

      Personell scheint es ein spin-off des SINUS-Instituts zu sein:

      „Ausgehend von den #Erlebnismilieus“ von Gerhard Schulze (Doktorvater des Institutsgründers), den Sinus-Milieus (der Institutsgründers leitete im Sinus-Institut zehn Jahre die Abteilung Sozialforschung), sowie anderen Modellen (agis, Sigma) stellen die DELTA-Milieus eine Weiterentwicklung der Milieuforschung dar: …“ http://www.delta-sozialforschung.de/delta-milieus/delta-milieusr/

  12. * Gleichstellungspolitik ist nur ein anderer Name für Frauenförderung.
    Klar formuliert. Aussage stimme ich zu
    * Wenn Frauen weniger verdienen als Männer, dann haben sie eben den falschen Beruf gewählt.
    Es gibt viele mögliche Gründe – irgendwo in der Mitte
    * Frauen sind jetzt genug gefördert worden, jetzt sind die Männer dran.
    Mimimi, typische Frauenfrage: Vor 20000 jahren wurde eine frau schief angegrunzt, nun muss die nächsten Jahre zurückgegrunzt werden.
    Halte ich gar nichts von so einer Denkweise, also 0
    * Männer und Frauen haben die gleichen Rechte, aber unterschiedliche Pflichten.
    Nein, nicht die gleichen Rechte.
    ZB gilt das GG Artikel 3 (recht auf körperliche Unversehrtheit) für alle ausser kleine Jungs.
    * Durch die gesetzliche Regelung für mehr Frauen in Führungspositionen werden Männer benachteiligt.
    Einzelne Männer: Ja
    * Die Rolle der Frau in der Gesellschaft besteht darin, eine gute Hausfrau und Mutter zu sein.
    Nein
    * Im Bemühen um Gleichstellung von Mann und Frau schießt man über das Ziel hinaus.
    „Die Bemühen der Nazis um eine bessere Gesellschaft schossen über das Ziel hinaus“
    Nein. Faschismus ist eine falsche Richtung, deren Verfolgung nie zum Ziel führt.
    Aussage falsch gestellt.
    * Bei Trennungen sollten Väter die gleichen Chancen wie Mütter haben, das Sorgerecht zu bekommen.
    Bei Trennung haben Kinder Recht auf Vater und Mutter.
    Hier soll auch kein Würfel geworfen werden, wenn ein Objekt einem Besitzer zugesprochen wird. Kinder sind keine Verfügugungsmasse
    * Gleichstellung von Frauen und Männern bedeutet mehr Gerechtigkeit (Ablehnung).
    Abgelehnt
    * Gleichstellungspolitik befasst sich noch nicht ausreichend mit den Bedürfnissen und Anliegen von Müttern (Ablehnung).
    Korrekt, da Gleichstellung etwas totalität faschistisches ist, ist es (auch) nicht für Mütter sinnvoll
    * Durch den Feminismus werden in unserer Gesellschaft die Männer systematisch benachteiligt und Frauen bevorzugt u. a.
    Ja

    Summarum:
    Schlecht gestellte Fragen.

  13. Die Studie hatte wahrscheinlich den heimlichen Untertitel „Welche Glaubensgemeinschaft hat wieviele Anhänger. Entsprechend ja auch die unscharfen Suggestivfragen darin.

    – Gleichstellungspolitik ist nur ein anderer Name für Frauenförderung.

    Da sich Gleichstellung primär an ökonomischen Gegebenenheiten orientiert, ist das männliche Lebensmodell automatisch das Zielmodell. Entsprechend sind primär Frauen in ein männliches Lebensmodell zu bringen Männer in ein weibliches Lebensmodell, ist zwar auch Thema, aber erkennbar sekundär und mit dem Fokus auf Entlastung der Frau, damit diese sich dem männlichen Lebensmodell weiter annähern kann. Also faktisch ist es Frauenförderung. 4/4

    – Wenn Frauen weniger verdienen als Männer, dann haben sie eben den falschen Beruf gewählt.

    Nein, weil sich der GPG primär aufgrund abweichender Lebensplanungen aufbaut und die Berufswahl sich ebenfalls an dieser abweichender Lebensplanungen orientiert, welche ganz erkennbar ökonomisch nicht optimiert ist. Von daher ist die Frage in der Form nicht korrekt gestellt. 1/4

    – Frauen sind jetzt genug gefördert worden, jetzt sind die Männer dran.

    Auf Neid aufbauende Suggestivfrage. Zielführend wäre es wohl eher das eine zu tun ohne das andere zu lassen. 1/4

    – Männer und Frauen haben die gleichen Rechte, aber unterschiedliche Pflichten.

    Aktuell nein und sollte auch im Verhältnis Individuum – Staat nicht so sein. 1/4

    – Durch die gesetzliche Regelung für mehr Frauen in Führungspositionen werden Männer benachteiligt.

    Faktisch ja, aber nur auf einer abstrakt statistischen Ebene und für ein sehr kleines Sample an Betroffenen. 2/4

    – Die Rolle der Frau in der Gesellschaft besteht darin, eine gute Hausfrau und Mutter zu sein.

    Klassische Suggestivfrage, hat sich bestimmt ne Frau mit ihrer Urangst, als fette hässliche Schachtel an den Herd gekettet zu enden, ausgedacht. Sollte sich ne Putze und ne Nanny zulegen. 1/4

    – Im Bemühen um Gleichstellung von Mann und Frau schießt man über das Ziel hinaus.

    Ein wenig, ja. Hat aber zumeist nur Witzcharakter und der Streitpunkt „Sexualität“ läuft ja nicht unter dem Label Gleichstellung. 2/4

    – Bei Trennungen sollten Väter die gleichen Chancen wie Mütter haben, das Sorgerecht zu bekommen.

    Aus einem Gerechtigkeitsempfinden heraus definitiv. Aus gesellschaftlicher Perspektive würde das zudem den Druck auf Frauen, sich bei ökonomischen Entscheidungen strikter an männliche Leitbildern zu orientieren stark erhöhen. Die Folge könnten allerdings weiter sinkende Geburtenraten sein. 3/4

    – Gleichstellung von Frauen und Männern bedeutet mehr Gerechtigkeit

    Naja, wohl eher nicht zwingend 1/4

    – Gleichstellungspolitik befasst sich noch nicht ausreichend mit den Bedürfnissen und Anliegen von Müttern.

    Nimmt man die ökonomische Prämisse, dann wäre „weniger“ anstatt „nicht ausreichend“ eine korrekte Feststellung. Als wertende Abfrage ist es aber verfehlt. 1/4

    – Durch den Feminismus werden in unserer Gesellschaft die Männer systematisch benachteiligt und Frauen bevorzugt

    „Feminismus“ ist ja weitgehend ein mediales Phänomen bzw auf bestimmte Milieus beschränkt. Da fehlt die Systematik auf gesamtgesellschaftlicher Ebene. Fokussiert auf die Millieus stimmt die Aussage allerdings. Also 2/4

    Bin ich jetzt ein Hardcore-Masku?

    😄

  14. „….Die meisten Männer haben bei Trennung das Sorgerecht und es bleibt beim gemeinsamen Sorgerecht“

    Es sollte endlich mal verstanden werden, das das Sorgerecht nicht das Entscheidente ist. Das AUFENTHALTBESTIMMUGSRECHT ist das Entscheidende. Und das geht zu über 90% an die Damenwelt. Dieses Recht, also die Festlegung bei wem die Kinder leben ist entscheident. Wer dieses Anrecht hat, kann auch das Sorgerecht in der praktischen Ausübung steuern und sitzt nicht nur am längeren Hebel, sondern am Einzigen.
    Selbst der BGH hat in einem Urteil schon festgestellt, das das Sorgerecht im Allgemeinen nicht gegen den Willen der Mutter durchsetzbar ist. Das Sorgerecht ist ein Goodwill-Recht. Von Staat kaum durchsetzbar, und deshalb schwach und sekundär. Das Aufenthaltsbestimmungsrecht dagegen schon.
    Darum geht es, um nichts anderes.

    • Es sollte endlich mal verstanden werden, das das Sorgerecht nicht das Entscheidente ist. Das AUFENTHALTBESTIMMUGSRECHT ist das Entscheidende.

      Ja richtig. Für den entsorgten Elternteil, also in der Regel der Vater, ist das Sorgerecht in vielen Fällen von geringer Bedeutung oder nahezu bedeutungslos.
      Das Sorgerecht sollte zwar ein gewisses Mitspracherecht garantieren, kann aber in der Praxis für den entsorgten Elternteil nur marginal wahrgenommen werden. Das geteilte Sorgerecht ist zwar ein Schritt in die richtige Richtung, aber nur eine geringfügige Verbesserung und weit davon entfernt, den grundsätzlichen Missstand zu beheben.

    • @otto

      „Selbst der BGH hat in einem Urteil schon festgestellt, das das Sorgerecht im Allgemeinen nicht gegen den Willen der Mutter durchsetzbar ist.“

      das klappt nach meiner Erfahrung durchaus ganz gut, wenn nicht vorher erhebliche Streitigkeiten vorhanden waren, die deutlich machen, dass die Kommunikationsbasis fehlt.

      Interessant ist das gemeinsame Sorgerecht oft weniger wegen einzelner Entscheidungen als vielmehr für Informationsrechte etc bei Schulen, Ärzten etc., aber auch für die gleichwertige Stellung und die Akzeptanz, dass der andere auch etwas zu sagen hat

      Ansonsten aber zustimmung: Das gemeinsame Sorgerecht scheint mir hier schlicht ein sehr schlecht gewählter Begriff in der Frage zu sein

      • „….wenn nicht vorher erhebliche Streitigkeiten….“

        Erhebliche Streitigkeiten lassen sich leicht produzieren. Tricks und Tipps gibt es da genug. Wenn eine Mutter es darauf anlegt dem Vater das Sorgerecht zu verkümmeln, ist das ganz einfach.
        Noch einfacher ist ein Umzug und damit eine physische Distanz , und schon kannst du dein Sorgerecht in der Pfeife rauchen.
        Informationstecht hast du natürlich, aber der Nutzen, bis auf die emotionale Seite, ist oft gering, weil du eh nichts beeinflussen kannst. Wie gesagt, alles Goodwill.

    • „Es sollte endlich mal verstanden werden, das das Sorgerecht nicht das Entscheidente ist. Das AUFENTHALTBESTIMMUGSRECHT ist das Entscheidende.“
      Quatsch!
      Das ABR ist ein Teil der Sorge, ohne sie hast Du auch kein ABR.
      Der übliche Spruch: „Ich habe aber Sorgerecht UND Aufenthaltsbvestimmungsrecht!“, besagt höchstens, daß derjenige, der das äußert, von der Sache keine Ahnung hat.

      • „Das ABR ist ein Teil der Sorge, ohne sie hast Du auch kein ABR.“

        Das ist etwas ungünstig formuliert. Das gemeinsame Sorgerecht wird wie eine Torte angesehen, aus der man einzelne Stücke herausschneiden und an einen einzelnen übertragen kann. Theoretisch wäre es möglich nur das ABR zu haben oder das ABR und andere Teile des Sorgerecht.

        Der übliche Spruch: „Ich habe aber Sorgerecht UND Aufenthaltsbvestimmungsrecht!“, besagt höchstens, daß derjenige, der das äußert, von der Sache keine Ahnung hat“

        Es wäre ein laienhafter Ausdruck dafür, dass das Aufenthaltsbestimmungsrecht als Teil des Sorgerechts nicht auf einen anderen übertragen worden ist.

  15. Die Rolle der Frau in der Gesellschaft besteht darin, eine gute Hausfrau und Mutter zu sein.

    Es ist wirklich faszinierend, mit welcher Nachhaltigkeit die Rechtskeule wirkt.

    Ich sehe im Gegenteil die Hausfrau und Mutter als privilegiert an, und es ist ein Ziel, ihren Raum auch für Männer zu öffnen.

    • Was mich immer erstaunt: Seit Millionen Jahre kümmern sich die Frauen um Kind und Herd (Evolution)

      Und das werden wir jetzt durch ein paar links-ideologische „Ideale“ rückgängig machen?

      Träumt weiter ……..

      Ausnahmen bestätigen die Regel.

      • Yeph,

        die hier gemeinten Rollen „gute Hausfrau“ und „gute Mutter“ sind viel jünger und erst Anfang des 20. Jahrhunderts entstanden.

        Vorher gab es diese Rollen in der Art noch nicht, da die häusliche Sphäre generationenübergreifend bzw. im Sippenverbund mehrfach besetzt war.

  16. […] Christian (und viele andere) bloggen zur Zeit über eine natürlich unveröffentlichte, aber durch die Presse getriebene Studie, die mir an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit so scheiße ist, dass man damit außerhalb des BMFSJ keinen Blumentopf gewinnen könnte. Sie sind aber tatsächlich so blöd (oder so unverschämt), 11 ihrer 16 Items für “Maskulismus” abzudrucken. Schauen wir mal: […]

  17. […] Leser „Nur_So“ schreibt zu der Liste von Indizien für den Maskulismus […]

  18. […] Lucas Schoppe schreibt in einem Kommentar: […]


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