Status macht attraktiv: Adolf Hitler

Der Spiegel berichtet über Post von „Groupies“, die Adolf Hitler Liebesbriefe schrieben. An seinem Aussehen wird es nicht gelegen haben:

Adolf Hitler entsprach nicht dem arischen Schönheitideal

Adolf Hitler entsprach nicht dem arischen Schönheitideal

Eher klein mit 1,73 m, nicht sportlich, nicht blond und blauäugig und nicht ansonsten attraktiv, aber immerhin mit Schnurrbart und markanter Frisur als Markenzeichen würden Frauen heute schlicht an ihm vorbeigehen und ihn ansonsten für vollkommen unattraktiv halten.

Aber er hat um sich herum einen „Führerkult“ aufgebaut, der ihm einen erheblichen Status zusprach und ihm zu der wichtigsten Person überhaupt machte. Und die damit verbundene Macht und die Wichtigkeit verändert eben auch die Attraktivität für Frauen, die ihm einen solchen Status zuweisen.

Zu den Briefen:

Die vergilbten Seiten riechen nach Staub und gegorenem Orangensaft. Auf ihnen schimmern Liebsschwüre in blauer oder türkisfarbener Tinte. Die oft schwer leserlichen Handschriften sind über die Jahre stark ausgeblichen, einige von ihnen hat das durstige Papier bis zur Unkenntlichkeit aufgesaugt. Fotos von lächelnden Menschen und Postkarten mit Blümchenmotiven liegen wild zwischen den Blättern. Die Dokumente füllen Hunderte Seiten, zusammen bilden sie ein Mosaik personifizierter Geschichte.

Manche der liebestollen Frauen verfassten durchaus sachlich gehaltene Anschreiben: „Lieber Führer Adolf Hitler! Eine Frau aus dem Sachsenland wünscht sich ein Kind von Ihnen“, heißt es da. Andere schickten schmachtende Lobgesänge: „Du süßestes herzensbestes Lieb, mein Einziges, mein Allerbester, mein trautest und heißest Geliebtes. Weißt Du, heute könnte ich Dir gar nicht genug Namen geben, heute möchte ich Dich vor lauter Lieb‘ auffressen. Was würden aber da die anderen sagen?“ Einige der Briefe sind Beweis der Wahnvorstellungen ihrer Verfasserinnen („Du gibst mir über Rundfunk so viel zu verstehen“) und so manch einer ist eine patriotische Offenbarung von ganz besonderem Kaliber: „Ich küsse Dich auf Deine 4 Buchstaben und tue Front frei, damit Du fühlst wie lieb ich Dich hab.“

Aus einem anderen Artikel:

Die französische Schriftstellerin Diane Ducret meint in einem Zeitungsartikel der Daily Mail vom 8. Oktober 2007, dass „Hitler mehr Briefe weiblicher Fans erhalten hatte, als Mick Jagger und die Beatles zusammen“.(…)

Die Inhalte der Briefe und Karten muten komisch an. Auf einer Postkarte mit Märzenbechern schreibt ein Fan im Dezember 1940 an Adolf Hitler: „Süßes Adilie! Gleich will ich Dir wieder herzliche Grüße nach der Ostfront schicken. Wirst Du lange dort bleiben? Innige Küsse, Dein Ritschilie.“ Ob es sich bei dem Kartenschreiber um einen Mann oder eine Frau handelt, bleibt offen. „Lieber Dolfi! Du niedlicher Führer! Komm doch zu mir, ich gebe Dir mit heißem Herzen alles, was Du Dir von einer Frau wünschst…!“ steht auf einer Karte, abgestempelt in Gelsenkirchen.

Status macht eben attraktiv. Und bringt einem die Aufmerksamkeit und das Begehren von Frauen

Liebesbrief Hitler

Liebesbrief Hitler

Wenn man hoch genug steht und es schafft einen positiven Kult (positiv in dem Sinne, dass einen Leute für bedeutend und wichtig halten, sei es auch aus den falschen Gründen) um seine Position zu erzeugen, wenn man dazu noch tatsächliche Macht hat, dann wird man auch immer Groupies haben.

Vergleiche auch:

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46 Gedanken zu “Status macht attraktiv: Adolf Hitler

    • Wenn man „Hitler in Badehose“ sucht um ein besseres Bild von Körper zu bekommen hofft man jedenfalls, dass niemand die Suchhistorie sieht und meint man habe einen perversen Fetisch 😉

      Der Führer scheint seinen Körper nicht gemocht zu haben, ich habe da jedenfalls nichts gefunden

      • Status macht attraktiv: Adolf Hitler

        Vorsicht mit solchen Überschriften. Gesterkamp, Kemper und Co. werden genau das als Beleg anführen, dass Maskulisten (bei Kemper „Maskulininininisten) Nazis sind und Hitler verehren.

        • Das war auch mein erster Gedanke – wenn das nächste Mal der Blog irgendwo erwähnt wird, dann mit einer Anmerkung, dass dort über die Attraktivität Hitlers geschrieben wird. ^^

        • Dann ist jener Nazi, der Muttis Wünsche nicht rechtzeitig genug vorhersehen kann.

          Du hast es begriffen:

          1) Wer Muttis Wünschen, vertreten durch den Feminismus, nicht gerecht werden will, ist zwangsläufig ein Antifeminist.

          2) Weil DieMänner das Patriarchat erschaffen haben und die Welt kontrollieren und gestalten, bestimmen sie die Zukunft. Sie können also Muttis Wünsche vorhersehen, wenn sie nur wollen.

          3) Aus 1 und 2 folgt, dass jeder, der Muttis Wünsche nicht rechtzeitig genug vorhersehen will, ein Antifeminist ist

          4) Hitler war ein Antifeminist

          5) Hitler war ein Nazi

          6) Aus 4 und 5 folgt, dass ein Antifeminist ein Nazi ist.

          => Jeder, der Muttis Wünsche nicht rechtzeitig genug vorherzusehen bereit ist, ist ein Nazi.

        • wenn das nächste Mal der Blog irgendwo erwähnt wird, dann mit einer Anmerkung, dass dort über die Attraktivität Hitlers geschrieben wird. ^^

          Nein, dass DiePhösenPickuperAnSich Hitler verehren, weil er Game hatte.

  1. Ich denke auch, dass Hitler für die damalige Zeit mind. Durchschnittlich attraktiv war.
    Weiss man aber beispielsweise etwas über Liebesbriefe an Kim jong un? (Der ist ja nun wirklich unattraktiv)

      • Hitler und Erdogan sind unterdurchschnittlich attraktiv aber begehrter als jeder Popstar. Am besten sieht man es in dem Film „Hitler und die Frauen“. Das war reine Ekstase.

        Gainsbourg, Mick Jagger, Depardieu, Michael Jackson 3.0 …. die Liste ist unendlich und hat nichts mit Attraktivität zu tun.

        Brad Pitt, Johny Depp und Jimi Hendrix ok die waren attraktiv.

      • „durchschnittlich attraktive Männer bekommen keine Liebesbriefe dieser Art, wenn sie nicht bekannt sind“

        Die Frage ist doch, welche Menschen Liebesbriefe an ihnen persönlich Unbekannte adressieren, für mich gibts da im Prinzip nur zwei Gruppen: Teenies und leicht Gestörte.

        Ein psychisch halbwegs gesunder Mensch käme wohl nicht auf so ne Idee.

    • Der nordkoreanische Diktator muss von Allen öffentlich verehrt werden wie ein Gott und daneben darf es auch keinerlei Religion mehr geben.
      Natürlich können wir uns da nur schwer oder gar nicht reindenken, weil wir nicht so sozialisiert wurden, aber überraschen können Liebesbriefe nicht in einem Land, in dem man von sich zu Gebeten steigernden Liebesbekundungen für die behauptete Erlösungsfigur ohnehin permanent umgeben ist.

  2. Man muss auch dazu sagen, dass Hitler offiziell unbeweibt war und seine Eva erst geheiratet hat, als der Suizid bevorstand. Diese »Unbeweibtheit« kann zum Status des charismatischen Führers dazu gehören und signalisieren, dass er keiner einzelnen Privatperson (oder keinem Verwandtschaftsverband) zugehörig und verpflichtet ist, sondern der von ihm geführten Gruppe oder auch »Masse«. Hitler heiratet erst in dem Moment, in dem er faktisch vom »Amt« des Führers zurücktritt und sich von einer öffentlichen in eine Privatperson (zurück)verwandelt.

    Als Führer ist er eine Projektionsflläche für möglichst viele und möglichst unterschiedliche Erwartungen, zu der eine Vielzahl von expliziten oder impliziten Versprechen an seine Gefolgschaft gehört.

    Dass Status attraktiv macht, beschreibt das Phänomen daher nur unvollständig – die soziale Rolle des charismatischen Helden bedient sich dieses Faktors nur unter anderem, und sie ist nicht nur mit dem allgemeinen Merkmal des sozialen Status verbunden, sondern zudem mit dem rollenspezifischen Merkmal einer Verfügbarkeit für die Wunschprojektionen der Gruppe, das sich im Falle der Frauen an den Status des Junggesellen bindet.

    • Gibt es denn irgendwelche anderen Beispiele, wo der „unbeweibte Junggeselle“ aufgrund dieses Status besondere Attraktivität auf Frauen auswirkt? Insbesondere wenn der „unbeweibte Junggeselle“ nicht von der Sorte ist, der zwar reichlich Frauengeschichten hat, sich aber nie entscheiden kann oder binden will (die typische Hugh Grant Rolle), sondern dem Anschein nach überhaupt kein Interesse an Frauen hat?

      • „Gibt es denn irgendwelche anderen Beispiele, wo der „unbeweibte Junggeselle“ aufgrund dieses Status besondere Attraktivität auf Frauen auswirkt?“

        Es ist der „unbeweibte mit Option“. Das dürfte das Schema jeder boyband sein. Da wird auch jeder Manager davon abraten, dass sich einer eine feste Freundin zulegt und sich glücklich mit ihr zeigt

        • Auch bei denen kommt die Attraktivität aus der Preselection, bei vielen Mädchen als Bravo-Poster an der Wand zu hängen. Das ist auch nur die Variante „hat so viele Optionen, dass er sich nicht festlegen kann/muss“.

        • @lh

          Klar, aber der Umstand, dass sie nicht fest vergeben sind macht sie eben zu einer besseren Projektionsfläche für solche Fantasien und das wiederum macht sie noch interessanter.

          Eine boyband mit nur vergebenen wird man eben schwerer erfolgreich bekommen

        • Ich glaube nicht, dass diese Boy Bands weniger erfolgreich wären, wenn alle Mitglieder als „fest verpartnert“ dargestellt würden. Das ist nur so eine Angst der Boygroup-Manager, denen es an Verständnis der tatsächlichen Attraktivitätsmerkmale fehlt. Viele der ehemaligen Boygroup-Helden waren ja später in ihrer Karriere verpartnert oder verheiratet (Mick Jagger oder Robbie Williams sind gute Beispiele). Andere wie Jon Bon Jovi waren es die ganze Zeit. Das konnte ihrem Erfolg beim weiblichen Publikum nichts anhaben.

      • @lh:

        »Insbesondere wenn der „unbeweibte Junggeselle“ … von der Sorte ist, der … dem Anschein nach überhaupt kein Interesse an Frauen hat«

        Die Rolle funktioniert auch mit homoerotischen Elementen, etwa im Fall von Stefan George, dessen »George-Kreis« man als charismatische Führerschaft im literarischen Bereich betrachten kann. In diesem informellen Zirkel spielten Frauen keine Rolle bzw. waren nicht zugelassen, was wesentlich damit zu tun gehabt haben dürfte, dass die unterlegte erotische Komponente homosexuell geprägt war.

        • Jeder charismatische Anführer und auf gewisse Frauen auch jeder begabte Denker werden Erfolg bei Frauen haben. Auch Homosexualität kann funktionieren, weil es die ultimative Nicht-Needyness ist.

          Es geht mir darum, die tatsächlichen Attraktivitätsfaktoren herauszuarbeiten. Und „nicht vergeben“ ist meiner Meinung nach keiner, während jedes „vergeben“ als Preselection einer ist.

        • „Nicht vergeben bei Angebot“ kann auch ein Zeichen für einen hohen Wert sein. Es bedeutet erst einmal, dass er nicht needy ist und hoffe Ansprüche hat. Es kann auch schlicht deswegen attraktiv sein, weil es eben Optionen bietet, wenn es in anzeichen für Qualität eingebettet ist.
          In der Hinsicht kann auch bei Männern Verfügbarkeit sexy sein

        • Und das Kern-Attraktivitätsmerkmal ist wie gesagt das hohe Angebot, also Preselection, und nicht etwa das „nicht-vergeben“. Was man daran sieht, dass bei hohem Angebot sowohl vergeben als auch nicht-vergeben attraktiv ist, während ohne Angebot weder vergeben noch nicht-vergeben attraktiv sind.

        • @lh:

          »„nicht vergeben“ ist meiner Meinung nach keiner, während jedes „vergeben“ als Preselection einer ist.«

          Ok, jetzt verstehe ich, worauf Du hinauswillst. Ich würde aber, ähnlich wie Christian, nicht annehmen, dass »preselection« der einzige wirkende Mechanismus ist. Beziehungsweise: wenn man sich bereits aus der Masse hervorhebt, ist eine nicht-sexuelle Art von Preselection gegeben. Erst recht, wenn diese preselection messianische Qualitäten hat – durch Gott oder die »Vorsehung«.

        • „Ich würde aber, ähnlich wie Christian, nicht annehmen, dass »preselection« der einzige wirkende Mechanismus ist“

          Das dürfte unstreitig sein. Hitler erfüllt aber wohl recht unzweifelhaft die klassischen 4 wichtigsten Merkmale
          https://allesevolution.wordpress.com/2010/07/07/pickup-eine-kurze-einfuhrung/

          „Pre-selected by women („Von anderen Frauen für gut befunden)“

          Siehe die Anbetung vieler weiblicher Fans und ihre Bewunderung

          „Leader of men. (Anführer anderer Menschen)“

          Bei jemanden, der „der führer“ ist, braucht man über seine Rolle als „Leader“ nicht zu diskutieren

          „Protector of loved ones (Beschützer von ihm Nahestehenden)“

          Des ganzen deutschen Volkes (für damalige überzeugte Anhänger)

          „Willing to emote (In der Lage gesunde Gefühlsbindungen einzugehen)“

          Man höre sich seine Reden an, voller Bindung und Sorge (aus Sicht damaliger Anhänger)

        • Ja. Was bei Hitler vor allen anderen Sachen wirken dürfte ist das Attraktivitätsmerkmal „Leader of Men“. Wenn eine ganze Nation Dich „Mein Führer“ nennt, bekommst Du in dem Merkmal die Höchstpunktzahl und musst Dich um andere Merkmale nicht mehr groß kümmern.

    • Eva Braun als seine quasifrau war ja nicht unbekannt.
      Sicher ist „nicht fest vergeben“ ein besserer Träger von Hoffnungen und Phantasien. Aber angebetet hätte man ihn auch, wenn er sie vorher geheiratet hätte. Er hätte dann sicher kein Problem gehabt eine freiwillige Geliebte zu finden, die ganz außer sich ist, dass der Führer sie als Geliebte haben will

      • @Christian:

        »Aber angebetet hätte man ihn auch, wenn er sie vorher geheiratet hätte. Er hätte dann sicher kein Problem gehabt eine freiwillige Geliebte zu finden«

        Die Rolle lässt schon auch Abstufungen zu – das Modell, das Du beschreibst, findet sich bei Mussolini: verheiratet, aber Liebschaften. Hitler hat diese Rolle insofern konsequenter ausgefüllt.

        • @Christian:

          »Ich vermute mal er hatte Dank nur eines Hodens auch tatsächlich ein geringeres Interesse an Frauen.«

          Weiß jetzt gerade nicht, was die Biografen dazu sagen. Recht offensichtlich hat er seine libidinösen Objekte aber im Bereich der Politik, Kunst und Architektur gefunden.

        • @dj

          da gibt es natürlich alles:

          http://www.telegraph.co.uk/news/worldnews/europe/germany/12168314/Hitler-had-a-micropenis-as-well-as-just-one-testicle-historians-claim.html
          It has long been suspected that Hitler’s conquest of Europe was an attempt to compensate for a lack of potency elsewhere.
          But the notorious playground rhyme about his testicles appears to have only told half the story, as a book claims the leader of the Third Reich had a micropenis.
          Hitler suffered from a condition called hypospadias which left him with an abnormally small manhood, according to historians Jonathan Mayo and Emma Craigie.
          The discovery could offer some explanation as to why Hitler was allegedly afraid of being seen naked and the cause of his famed fits of rage.
          It also likely to add fuel to the debate on Hitler’s sex life – or lack thereof – which is fiercely contested by historians.
          In his biography of Hitler, the British historian Ian Kershaw said the Austrian-born Nazi leader was repelled by sexual activity of any kind as he feared catching an infection.
          However, there is evidence he had romantic encounters with a series of women in his lifetime, including his mistress Eva Braun, with whom he committed suicide on April 30, 1945. One German biographer, Heike Görtemaker, has insisted that the couple enjoyed a happy and healthy sex life.
          Hitler’s personal doctor, Theodor Morell, is also said to have diagnosed the Fuhrer with hypospadias and had prescribed him with hormones and amphetamines in an attempt to improve his sex drive.

          Hitler war schwul
          http://www.irishexaminer.com/lifestyle/features/the-peculiar-sex-life-of-adolf-hitler-offers-insight-into-the-dictators-gay-partners-391500.html

          http://www.mirror.co.uk/news/world-news/adolf-hitlers-drug-habit-revealed-2214040
          But he took such massive amounts of his “anti-gas” pills that he developed liver problems and jaundice.

          Some of his other physicians even speculated that he was being poisoned by Morell.Hitler dismissed them as “fools” and had two of them transferred elsewhere.

          The reports show Hitler also snorted powdered cocaine to “clear his sinuses and soothe his throat” and used eye-drops infused with 10% cocaine.

          But he had begun to “crave” the drug and his dosage had to be lowered.

          Morell also gave Hitler virility injections – containing extracts from the prostate glands or ground testicles of young bulls – to boost his sex-drive so he could keep up with the demands of his lover, Eva Braun, who was 23 years his junior.

          Another early form of Viagra prescribed by Hitler’s doctor was a shot of bull’s semen.

          Cambridge University historian Richard Evans says: “Morell gave Hitler a preparation called Testoviron, a kind of testosterone preparation, usually before Hitler was going to spend a night with Eva Braun.

          “Eva Braun was young and much fitter.Hitler was much older, he was lazy, he didn’t take much exercise and I’m sure he asked Doctor Morell to help him out before he went to bed with Braun.”

        • @Christian:

          Interessante Links! 🙂 Die Ausführungen des dritten Links zum Medikamentenkonsum decken sich einigermaßen mit dem, was ich auch gelesen habe, aber die Aussagen des zweiten Links über Hitlers Homosexualität scheinen mir aus einer obskuren Publikation zu stammen, die sich nicht mal für den Druck qualifiziert hat. Ich bin mir sicher, dass seinen seriösen Biografen eine offen ausgelebte Homosexualität Hitlers nicht entgangen wäre, und ich habe den Eindruck, dass der Autor schlicht einen Kurzschluss von Hitlers ausgeprägter Homosozialität auf eine angebliche Homosexualität vornimmt.

          Und im Falle des ersten Links scheint mir das Argument direkt in die Falle des Psychologismus zu laufen: Kriegführung als psychologische Kompensation von »Schrumpelklöten« (Böhmermann lässt grüßen). Das erfüllt zwar ein Publikumsbedürfnis nach simplen Erklärungen (Vulgärfreudianismus geht immer), ist aber nicht zufällig, wie das Zitat selbst sagt, »fiercely contested by historians.«

  3. Auch Breivik bekommt Liebesbriefe.

    Wenn man heute im Netz danach sucht, findet man hauptsächlich Beiträge dazu aus 2012. Ich erinnere mich aber auch an einen Fernsehbeitrag, in dem gesagt wurde, dass er auch Jahre nach dem Prozess noch jährlich hunderte Liebesbriefe bekam. Leider finde ich den nicht mehr.

    • Ich glaube Barbarossa hatte als letztes zwei längere Videos zur Hybristophilie bei Frauen gemacht, dort wurde das sicher auch erwähnt. Manche Frauen finden Gewalt und die Bereitschaft zur Gewalt leider sexuell durchaus attraktiv, auch wenn das natürlich als Victim Blaming bezeichnet wird.

      Das erinnert mich auch noch an einen Blogeintrag (Alex Scott? Das weiss ich leider nicht mehr) in dem ein (feministischer) Therapeut, der selber überhaupt keine Erfolge bzw. überhaupt Erfahrungen mit Frauen hatte, einen Mann wegen mehrfacher sexueller/häuslicher Gewalt behandeln musste. Was ihm sofort auffiel, war, dass die ExFrauen, die sein Patient oft geschlagen und gedemütigt hatte (Alles grundsätzlich gebildete Frauen), beinahe alles taten um weiterhin eine sexuelle Beziehung zum Täter aufrechtzuerhalten. Das hat natürlich zu erheblicher kognitiver Dissonanz geführt.

        • We will now perform an ancient and traditional Slate Star Codex ritual, where I point out something I don’t like about feminism, then everyone tells me in the comments that no feminist would ever do that and it’s a dirty rotten straw man. And then I link to two thousand five hundred examples of feminists doing exactly that, and then everyone in the comments No-True-Scotsmans me by saying that that doesn’t count and those people aren’t representative of feminists. And then I find two thousand five hundred more examples of the most prominent and well-respected feminists around saying exactly the same thing, and then my commenters tell me that they don’t count either and the only true feminist lives in the Platonic Realm and expresses herself through patterns of dewdrops on the leaves in autumn and everything she says is unspeakably kind and beautiful and any time I try to make a point about feminism using examples from anyone other than her I am a dirty rotten motivated-arguer trying to weak-man the movement for my personal gain.

          Wenn man mit religiösen diskutiert, lässt sich das wohl nicht vermeiden.

  4. Hitler dürfte für die These auch deswegen ein interessantes Studienobjekt sein, weil er während seines Lebens den maximal möglichen sozialen Aufstieg hinbekommen hat, buchstäblich vom Obdachlosen zum Führer. D.h. es ließe sich evtl. prüfen, ob weniger Status mit weniger Erfolg bei Frauen korreliert war. Ich bin mit seiner Biographie nicht sehr vertraut, das wenige das ich weis, lässt aber vermuten, dass er bereits in der Frühphase seiner politischen Prominenz eine starke Wirkung auf Männer und Frauen hatte, die gelegentlich als „hypnotisch“ beschrieben wurde, im Jargon dieses Blogs würde man vermutlich von „game“ sprechen.

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