Verbrechern beizubringen, dass sie keine Verbrechen begehen sollen klappt nicht

Aus meiner Sicht einer der größten Schwachpunkte des feministischen Ansatzes „ich muss mich nicht schützen, die müssen lernen, dass das Verhalten nicht okay ist“: Die Leute handeln auch dann, wenn sie wissen, dass etwas verboten ist.

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16 Gedanken zu “Verbrechern beizubringen, dass sie keine Verbrechen begehen sollen klappt nicht

  1. Hmm, ist es denn ein Schwachpunkt? Also die Logik dahinter lässt sich mit einem praxisnahen Beispiel gut erklären:

    „Ich muss nicht meine Teppiche mit Folie abdecken, das Kind muss lernen, dass es nicht einfach auf den Boden kacken darf.“

    Die eingebaute Erziehungslust der Frau adaptiert solche Logik sofort und instinktiv 😉

    Darüberhinaus dürfte es noch eine zynische Agenda dahinter geben: Der Anspruch und durch reale Übergriffe im Kontrast dazu, lässt erst ein Beschämungspotential entstehen, welches dann auch bei nicht beteiligten Männern ausgenutzt werden kann.

  2. „ich muss mich nicht schützen, die müssen lernen, dass das Verhalten nicht okay ist“

    Ja ein echter Klassiker.

    Aber leider zu kurz gedacht. Die eigentliche Aussage müsste sein: „Niemand hat seinen eigenen Nutzen, gerade auf Kosten anderer, zu maximieren.“

    Denn darum geht es ja bei Verbrechen. Schnell und leistungslos an die Kohle anderer kommen. Oder beim Thema „sexuelle Belästigung“ die eigene Statuserhöhung in der peergroup oder die Selbstvergewisserung des Selbstkonzepts „Ich Frauenheld“.

    Wenn man die obige Aussage dann noch mal überdenkt, wird klar wie egoistisch sie ist. Denn auch Frauen sind Nutzenoptimierer. Im Laden greift man natürlich zur schöneren Handtasche, man notlügt die beste Freundin weg („Ja das Kleid steht dir super“) oder man spielt mal für fünf Minuten das Dummchen um sich eine Stunde Arbeit zu ersparen. Same here same there. Moral hazard als Nutzenoptimierungakonzept. Aber natürlich nur beim anderen.

    Denn darauf das günstigste oder schönste Produkt zu kaufen, darauf wollen die wenigsten Frauen verzichten. Nein, nein, die anderen sollen sich ihre Nutzenerwartungen aus ihren Handlungen sparen. Frau selbst muss an ihrem Verhalten nichts ändern, man muss eben den anderen beibringen das zu unterlassen, was Frauen täglich auch tun. In anderen Zusammemhängen.

    Deutlicher wird das, wenn man sich den Schwachfug von der „feministischen Ökonomie“ oder den esoterischen wirtschaftlichen Ansätzen denkt. Eine Frauengesteuerte Ökonomie wäre irgendwie sozialer, partizipativer ja sogar menschlicher (!). Kapitalismus als Denkfigur toxischer Männlichkeit im Patriarchat.

    Natürlich wil jede Frau das neuste Produkt. Das teuerste Produkt oder den günstigsten Preis. Den höheren Verdienst. Die geringere Arbeitszeit. Klar. Nur das alles irgendwie in einem Wirtschaftssystem, in dem alle anderen auf die eigene Nutzenoptimierung scheissen.

    Wie Sozialismus. Nur in Frau. Zum scheitern verurteilt und herrlich naiv.

  3. Was ist denn ein „Psychopath“ in dieser Diskussion? Hoffentlich nicht jemand, der das moralisch richtige kennt, aber dennoch anders handelt? Da wäre ja das Christentum gnädiger gewesen.

    • Ich nehme an, die heben auf die allgemeine Definition ab:
      https://de.wikipedia.org/wiki/Psychopathie

      „Psychopathie bezeichnet eine schwere Persönlichkeitsstörung, die bei den Betroffenen mit dem weitgehenden oder völligen Fehlen von Empathie, sozialer Verantwortung und Gewissen einhergeht. Psychopathen sind auf den ersten Blick mitunter charmant, sie verstehen es, oberflächliche Beziehungen herzustellen. Dabei können sie sehr manipulativ sein, um ihre Ziele zu erreichen. Oft mangelt es Psychopathen an langfristigen Zielen, sie sind impulsiv und verantwortungslos.[1] Psychopathie geht mit antisozialen Verhaltensweisen einher, so dass oft die Diagnose einer dissozialen/antisozialen Persönlichkeitsstörung gestellt werden kann.“

      • Die Frage ist, wer das bei den Probanden diagnostiziert hat und warum? Sozialwissenschaftliche Studien leiden an vielen Stellen unter erschreckenden Ungenauigkeiten, die für die mediale Verarbeitung durch solche Annahmen aber gut ausschlachtbar sind.

        Die Beschäftigung mit sozialwissenschaftliche Studien halte ich beim derzeitigen Stand der Methodik und intellektuellen Redlichkeit in dem Bereich für Zeitverschwendung. Die sollen es erstmal schaffen reproduzierbare Studien mit überprüfbar generalisierungsfähigen Ergebnissen zu produzieren.

        Worauf ich aber eigentlich hinauswill ist, dass diese „Erziehung“ natürlich nicht so funktioniert, dass jemand sagt „Du sollst nicht vergewaltigen, hörst Du?“ Nein, es wird nur lang genug wiederholt, dass einer Frau auf den Arsch zu klapsen schon eine Vergewaltigung ist, bis der deutsche Bundestag es glaubt und alle anderen immerhin denken, dass einer Frau unter die Bluse zu fassen jetzt aber wirklich ganz schlimm ist.

        Und das mit dem „Psychopathen“ könnte im Prinzip ganz ähnlich funktionieren…

        • „Die Frage ist, wer das bei den Probanden diagnostiziert hat und warum?“

          Ach so. Wenn man oben auf den Screenshot klickt kommt man zu Twitter und dann zu:
          http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0191886917302040

          Kann ich nicht einschätzen, kenne die Leute nicht und die Studie ist offenbar hinter Paywall und alles auf englisch.

          „Sozialwissenschaftliche Studien leiden an vielen Stellen unter erschreckenden Ungenauigkeiten, die für die mediale Verarbeitung durch solche Annahmen aber gut ausschlachtbar sind.“

          Da kann ich bedauerlicherweise nicht widersprechen.

          „Die Beschäftigung mit sozialwissenschaftliche Studien halte ich beim derzeitigen Stand der Methodik und intellektuellen Redlichkeit in dem Bereich für Zeitverschwendung.“

          Das wäre unfair gegenüber der handvoll Wissenschaftler, die redlich arbeitet. Man sollte gerade solche Leute suchen, stärken und als positives Beispiel hervorheben.

        • intellektuellen Redlichkeit … genau fehlt völlig, nach meiner Meinung auf Grund des hohen Grades ideologischer Verblendung, gerade auch in „feministischer“ Hinsicht, die so Allgemein geworden ist, das sie überhaupt nicht mehr erkannt wird, sondern als das „normale“ Empfunden wird.
          Wobei natürlich auch gesagt werden muss, daß es durchaus redliche Vertreter des Faches gibt.

    • Ich würde es als die versuchte Anmaßung einer willkürlichen Verfügungsgewalt über das haarige Nutzvieh erachten.

      Frau Femtrash weigert sich beharrlich, sich an jeglichem konstruktivem Diskurs zum Umgang mit diesem Problem zu beteiligen.

      Es wird, mit der unerfüllbaren Forderung nach absoluter Sicherheit, sowohl eine willkürlich jedem beliebigem Mann zuweisbare Schuld, als auch ein an jeden beliebigen Mann adressierbares, unhinterfragbares Handlungsimperativ implementiert. Es geht also schlicht um Macht.

      Auf den ersten Blick sollen zwar Männer „das Problem unter sich klären“, aber weil es eben von vornherein niemals „klärbar“ sein wird, lastet – auf Ewig – ebenso eine unerfüllbare Bringschuld wie eine unentschuldbare Mitschuld auf jeden einzelnen Mann.

      Ließe man Radabfems damit durchkommen, wären Frauen in der Position der Gnadengewährer, die so niemandem irgendeine Rechenschaft schuldig wären.

      Antje Schrupp:

      “Wenn euch das nicht gefällt, liebe Männer, dann müsst ihr eben eure Geschlechtsgenossen davon abhalten, Frauen KO-Tropfen in den Drink zu schütten. Denn erst, wenn es keine Vergewaltigungen mehr gibt, ist auch keiner von euch mehr verdächtig. Deal with that.”

      Da ist keine Grenze mehr eingebaut, auf diese Weise ließen sich auch komplett willkürliche Morde rechtfertigen.

      Folgerichtig demonstrieren Feministinnen die fundamentale Nichtanerkenntnis der elementarsten Grundlagen der Zivilgesellschaft:

      http://ficko-magazin.de/billie-im-bann-der-daemonen-was-passiert-ist-seit-ich-grapscher-schlage/

      Ich frage mich da immer: Wieso denken diese primitiven Trullan eigentlich, dass sie ein Recht auf ein vergewaltigungsfreies Leben haben – wenn sie fundamentale Menschenrechte anderer negieren?

      Wann werden wir endlich lernen, dass auch Frauen nicht von selbst gewaltfreie, zivilisierte Menschen sind?

  4. @Christian

    wenn es tatsächlich um Psychopathie geht, dann passt die Überschrift nicht:
    „Verbrechern beizubringen, dass sie keine Verbrechen begehen sollen klappt nicht“

    Ich zitiere mal Wikipedia:
    „Ein Anteil von 50 bis 80 % unter Häftlingen weist eine antisoziale Persönlichkeitsstörung auf, wohingegen weniger als 15 % als psychopathisch klassifiziert werden können.“

    Das ist also nicht deckungsgleich. Psychopathie ist m.E. eine sehr schwere Störung und lediglich eine Untermenge der „Verbrecher“.

    Im Übrigen hängt es vom Intellekt ab, ob ein echter Psychopath im Knast landet oder Karriere bei Militär, Politik, in Wirtschaft oder Banken macht. Psychopathen können etwas, was den meisten normalen Menschen total abgeht: vollkommen skrupellos entscheiden und dabei vollkommen ruhig und freundlich bleiben. Sehr gefragt, dieser Typus Mensch, und allen Menschen mit Gefühlen haushoch strategisch überlegen. Diese Leute sammeln sich ganz oben.

    „Beibringen“ muss man denen nichts, denn wirklich dumm sind die wenigsten, aber u.U. muss man sie daran erinnern, dass Nichteinhaltung von Regeln zu Konsequenzen führt. Da die aber keine Angst haben, gut manipulieren können und ständig dazu lernen, würde ich es begrüßen, diesen Typ Mensch unter Dauerverschluss zu halten, sobald er diagnostiziert wurde… muss ja kein Gefängnis sein, aber schön separiert halt.

    • Mein Gott, Sorry für die Rechtschreibe- und Grammatikfehler, es ist schon spät und nachträglich korrigieren, geht leider nicht.

    • „Das ist also nicht deckungsgleich. Psychopathie ist m.E. eine sehr schwere Störung und lediglich eine Untermenge der „Verbrecher“.“

      Eine sehr wichtige Unterscheidung, die man treffen sollte.
      „Echte“ Verbrecher weisen wahrscheinlich zu 100% eine antisoziale Persönlichkeitsstörung auf und eine Menge von ihnen kann man auch der Gruppe der Psychopathen zuordnen. Aber längst nicht jeder Psychopath ist antisozial, oder kriminell.

      „Psychopathen können etwas, was den meisten normalen Menschen total abgeht: vollkommen skrupellos entscheiden und dabei vollkommen ruhig und freundlich bleiben. Sehr gefragt, dieser Typus Mensch, und allen Menschen mit Gefühlen haushoch strategisch überlegen. Diese Leute sammeln sich ganz oben.“

      Ob sie immer ruhig und freundlich bleiben, mag dahingestellt bleiben, aber es stimmt wohl, dass unter den berühmtesten Wissenschaftlern und Ärzten der Geschichte überdurchschnittlich viele Psychopathen herumgeistern. Das beginnt bei einer milden Form des Asperger-Syndroms und endet beim Savant-Syndrom.
      Verbrechen und Psychopathie kausal zu verknüpfen ist so intelligent, wie eine Verknüpfung von elektrischem Strom mit Rinderweiden.

  5. Das hat nichts mit Psychopathie zu tun. Die allermeisten Diebe wissen, dass Diebstahl falsch ist. Die allermeisten Mörder wissen, dass Mord falsch ist. Die allermeisten Steuerhinterzieher wissen, dass Steuerhinterziehung falsch ist. Aber Vergewaltiger sind einfach zu blöd, da alleine drauf zu kommen?

    Nö. Just simple nö.

  6. Du siehst dir hier die falsche Zielgruppe an. Ja, Verbrechern zu sagen, dass ihr Verbrechen falsch ist, bringt nichts (weil sie das vorher schon wussten).

    Es bringt aber durchaus etwas, den Nicht-Verbrechern, bzw. denen, die nicht wissen, dass es falsch ist, zu sagen, dass das entsprechende Verbrechen falsch ist. Dadurch üben sie es statistisch gesehen weniger aus.

    Beispiel:
    Sagen wir, wir haben zwei Gesellschaften A und B. In Gesellschaft A ist Nase schnäuzen ok, in der zweiten nicht.

    In Gesellschaft A werden, sagen wir, 95% der Leute ihre Nase schnäuzen, warum auch nicht.

    In Gesellschaft B werden vlt. 90% ihre Nase nicht schnäuzen, 10% jedoch trotzdem.

    Dein Argument ist, dass es bei den 10% in Gesellschaft B nichts bringt, ihnen zu sagen, dass Nase schnäuzen unmoralisch ist.

    Tatsächlich ist es aber so, dass es unglaublich viel gebracht hat Gesellschaft A in Gesellschaft B umzuwandeln (nämlich 85% mehr Nicht-Schnäuzer).

    Es ist also durchaus sinnvoll zu sagen, dass man Gesellschaft A in Gesellschaft B umwandeln möchte statt sich mehr gegen Nase-Schnäuzer zu schützen.

    • Das Problem, um den Bezug zum „Vergewaltigen ist Böse“ zu bringen, Ist aber, dass diese 90% schon lange erreicht sind (ich würde sogar eher vermuten, dass sie bei 95% liegt). Es wird nur so getan, als könnte man diese letzten 5% durch awarenesstrainung dazu zu bringen nicht zu vergewaltigen, in dem man die Messlatte für das, was eine Vergewaltigung ist, hoch setzt. In deinem Beispiel, wenn schon der Besitz von Taschentüchern moralisch für falsch erklärt wird, weil jeder Taschentuchträger ein Potentieller Naseschnäuzer ist. diejenigen, die meinen, es ist ihnen doch egal, was die anderen richtig finden, werde sich durch so eine Überhöhung der Standard auch nicht vom Naseputzen abhalten lassen, schon gar nicht wenn sie eine Situation vorfinden, wo sie Wohlmöglich ohne Strafrisiko tun können und plötzlich sind aber auch die restlichen, sagen wir mal 20% angepisst, die plötzlich zu Naseputzern erklärt werden, auch wenn sie die Taschentücher als Lätzchen für ihre Kinder benutzen, oder sich mal auf dem öffentlichen Klo den Arsch abzuwischen, fals da das Klopapier wieder alle ist.
      Und noch nerviger ist es, wenn plötzlich auch noch alle Menschen die Küchenpapierrollen und Klopapier kaufen zu potentiellen Naseputzern erklärt werden, weil man sich ja auch mit Toilettenpapier die Nase Putzen könnte. dann hast du vermutlich 90 % der Menschen, die vorher Naseputzen auch verwerflich fanden in deinem Kampf gegen das Naseputzen gegen dich, weil die echt angepisst sind weil sie mit Naseputzern in eine Schublade geschoben werden.
      Ganz großes Kino wird es dann, wenn jeder der sich über die Stigmatisierung durch die Gesetztesverschärfung wehren, plötzlich zu Naseputzsympathiesanten erklärt werden, und die Anti-Naseputzverfechter ohne Arschloch plötzlich der Meinung sind, dass man an dem Aufschrei, der Klo und Küchenpapierkäufer sehen könnte wie wichtig dieses Thema und die awareness für das Naseputzverschärfungsgesetz doch ist, denn schließlich ist jeder Papiertuchbesitzer ein potentieller Naseschnäuzer.

      • Ging es mit der Aussage „ich muss mich nicht schützen, die müssen lernen, dass das Verhalten nicht okay ist“ speziell um Vergewaltigungen? Das habe ich so aus dem obigen Text nicht herausgelesen. In dem Fall hast du natürlich Recht, da braucht man keine weitere Awareness.

  7. Das ist der Grund den ich immer wieder anführe, wenn jemand mit Victimblaming ankommt, wenn man Verhaltensmaßregeln ausstellt, die die Chancen minimiert Opfer zu werden. Auch männer müssen sich gewisse solche Regeln halten, denn nicht jeder ist in der Lage sich gegen eine Person mit Dissozialer Persönlichkeitsstruktur zu wehren, wenn die dir in einer dunklen Seitengasse die Brieftasche klauen will. Und wenn ich mich vorher halbkomatös besoffen hat muss man sich noch weniger wundern, wenn sich so jemand dich als Opfer ausgesucht hat.
    https://www.fischundfleisch.com/superlutz/falschbeschuldigung-ist-kein-kavalierinnendelikt-22540

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