Zana Ramadani: Die verschleierte Gefahr

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26 Gedanken zu “Zana Ramadani: Die verschleierte Gefahr

  1. Noch keine Kommentare?

    Das interessante ist doch, dass hier eine Gesellschaft, die von Frauen dominiert wird (Deutschland) eine ausländische Moral „toleriert“, die einseitig zu Gunsten von Männern stattfindet.

    Ich finde das durchaus faszinierend, diese Doppelmoral.

    Hassen die weißen Frauen uns weiße Männer wirklich so sehr. Wenn ja, warum? Waren wir zu nachgiebig? Hätten wir mehr auf Nitzsche hören sollen?:
    http://universal_lexikon.deacademic.com/318755/Wenn_du_zum_Weibe_gehst,_vergiss_die_Peitsche_nicht!

    • Das wäre zu diskutieren, ob der Islam zu Gunsten ‚der Männer‘ ist.
      Polygamie dürfte schon mal die Reproduktionsmöglichkeiten einiger Männer einschränken.
      Und ob es jetzt so toll ist, wenn die Männer der Familie/Clan den Frauen Taxidienste stellen müssen, scheint mir auch diskutierbar.
      Ebenso wie es wohl kaum richtig toll sein mag, für den Teenager in Afghanistan, wenn er für die Ernährung der Familie zuständig ist, während die Schwester (unnütze) Bildung bekommt, nur um dann damit später im Haus geschuetzt und gebildet zu sein.

      • Mal nebenbei, auch Schwule sind Männer, ich hab‘ jetzt auf Anhieb keine Quelle gefunden, wie die im Islam bevorzugt werden, aber vielleicht hat ja jemand mehr zeit und findet eine….

        • Die Ausnahme bestätigt die Regel, nicht wahr?

          Man muss doch nicht jede Selbstverständlichkeit nochmal extra breitwalzen, das bringt keinen Erkenntnisgewinn und dient allenfalls dem rabulistischen Bedürfnis, den Diskussionpartner lächerlich zu machen.

      • Ja, ich gestehe, ich möchte im Islam kein Mann sein.

        Aber ich gestehe auch: wenn ich im Islam leben müsste, dann lieber als (heterosexueller) Mann, denn als Frau. Du kannst mal drüber nachdenken, wieso und warum ich den Islam daher als Moral, die „einseitig zu Gunsten von Männern stattfindet“ bezeichnet habe.

        Was nicht bedeutet, dass islamische Männer nicht noch anderen Alphas und Clan-Zwängen untergeordnet wären und vermutlich gibt es auch genügend muslimische Männer, die sich nicht gegen ihre Frauen durchsetzen können. Ändert am Wahrheitsgehalt meiner Aussage aber nichts.

        Witzig und vielsagend finde ich, dass ihr ausgerechnet diese Aussage von mir kritisiert (die ich für common sense gehalten habe), und nicht die hier:
        „Das interessante ist doch, dass hier eine Gesellschaft, die von Frauen dominiert wird (Deutschland)“

        Und den Bezug den ich damit zur Toleranz (gegenüber allem und jedem und also auch dem Islam gegenüber) hergestellt habe.

        Überlesen? Oder stimmt ihr zu, dass naive, widersprüchliche Welcome-Politik und die aggressiven Abgrenzungsmechanismen gegen alle, die Ratio einbringen wollen, eine Folge der Verweiblichung von Medien und Politik sind?

    • „einseitig zu Gunsten von Männern stattfindet“

      Das ist doch arg zu kurz gedacht.
      Das sich so viele Männer dieser Kultur scheinbar bereitwillig für jenseitige Ziele Opfern oder Kämpfen wollen, ist meines Erachtens nach kein Indiz dafür das diese Kultur Männern so viel positives zu bieten hat, eher im Gegenteil.
      Dies Kultur schließt noch mehr Männer als unsere ohnehin schon fast krankhaft frauenfixierte von einem zwanglosen Sexual- und Familienleben aus.

      Auch weis ich nicht ob ich es als Junge als Ausbund von Mutterliebe empfunden hätte wenn mir meine Mutter klar gemacht hätte, das ich mich für die Familie aufzuopfern habe, während die Schwestern ganz selbstverständlich erwarten von mir, dem Vater oder einem Mann vor lauter, meist eingebildeten Gefahren beschützt zu werden, ohne einen Finger krumm zu machen, als für leichte Hausarbeiten.

      Beim Thema Menschenhandel sollte auch nicht vergessen werden, das Familien auch ihre Jungs als Kämpfer oder Selbstmordattentäter verkaufen, ein Thema das in den Medien kaum thematisiert wird.
      So richtig nach Herrschaft des Manne sieht mir das alles nicht aus.

      • „So richtig nach Herrschaft des Manne sieht mir das alles nicht aus.“

        Ist es ja auch nicht. Es ist ein tribalistisches, kollektivistisches Gesellschaftsmodell, welches auf Sippen als kleinste soziale Einheit aufbaut und dem einzelnen qua Geburt klar definierte Rollen zuweist.

        Im Wesenskern kommt es auch eher den Bedürfnissen „der Frau“ entgegen denn denen „des Mannes“.

        So ähnlich wie man ja auch augenzwinkernd zu dem Schluss kommen kann, dass die Konstruktion des Harem weniger Männerphantasien bedient denn feuchte Träume von tendenzlesbischen Frauen…

  2. Immerhin hat sie doch recht (un)geschickt Werbung für ihr Buch machen können. Ich glaube, so etwas nennt man Schleichwerbung, wenn nicht entsprechende Kennzeichnungen im Beitrag erfolgen.

    • Sei ihr vergönnt. Wahrheit finanziert sich halt i.d.R. auch nicht von selbst. Die Lügner können immerhin auf Staatsknete hoffen, Maas und Schwesig sind großzügig…

  3. Respekt für Zana Ramadani, sie konnte schon gegen den Cuck Markus Lanz sich durchsetzen.

    Es freut mich auch, dass es durchaus Feministinnen mit tatsächlich berechtigten Anliegen gibt, nämlich gegen eine echte patriarchale Ordnung anzukämpfen, statt sich auf den Scheiß-weißen-cis-Mann einzuschießen.

    Bezeichnend, dass die deutschen Netzfeministinnen (oder wie sie in der EMMA genannt werden: Hetzfeministinnen :D) besonders hartnäckig jedwede aufklärerische Kritik am islamischen Patriarchat angreifen.

    Hier bilden sich neue Frontlinien im Diskurs und es ist davon auszugehen, dass, egal ob die Aufklärung oder die Gegenaufklärung am Ende siegt, der ant-cis-white-scum-Feminismus auf der Verliererseite sein wird.

    Auch wenn sich diese Leute (besonders in Deutschland) dem Scharia-Islam anbiedern, werden sie von diesem niemals als Verbündete wahrgenommen werden, bestenfalls als nützliche Idioten und Steigbügelhalter.

    Zana Ramadani ist mehr wert als 100 deutsche Cucks & Netzfeministinnen.

    • „Hier bilden sich neue Frontlinien im Diskurs und es ist davon auszugehen, dass, egal ob die Aufklärung oder die Gegenaufklärung am Ende siegt, der ant-cis-white-scum-Feminismus auf der Verliererseite sein wird.“

      Und sollte dir Aufklärung verlieren, dann können wir uns wenigstens an Michael Klonovskys schönen Satz erinnern: „Mit einer gewissen Vorfreude erwartet man den Tag, an welchem unsere Schwulen, Lesben und Feministinnen zum Endkampf gegen die muslimischen Machos antreten.“

      • „Mit einer gewissen Vorfreude erwartet man den Tag“

        Wenn ich nicht mittendrin wäre, könnte ich das ganze zwar nicht mit „Vorfreude“, doch zumindest mit einer distanzierten Neugier verfolgen.

        Es sind wahrscheinlich gerade die säkularen Einwanderer wie Zana Ramadani, Imad Karim oder Ronai Chaker, die checken, was hier läuft, weil sie genau vor diesen Zuständen ursprünglich abgehauen sind.

        Und währenddessen rollt der Berliner Bürgermeister Müller SPD den Islamisten am Breitscheidplatz auf Kosten der Opfer den roten Teppich aus. 😦

  4. Ist in der tat ein interessantes Phänomen, diese Bereitschaft der Feministinnen, Verhaltensweisen von Männern ggüber Frauen kritklos hinzunehmen, wenn sie von muslimischen Männern gegen muslimische Frauen ausgeübt werden, die bei weißen Europäern sofort schärfsten Protest hervorrufen würden. Dieser Reflex, sich sofort vom Phänomen weg gegen den weißen Europäer zu wenden, der ja seinerseits den feministischen Maßstäben auch nicht genügt, ist irgendwqie irre.

  5. Bezüglich Zana Ramadanis Buch hatte ich ja schon am letzten Selbermach Samstag einen Beitrag gepostet, er sei, da es hier thematisch passt, an dieser Stelle wiederholt:

    Gender-Feminismus ist eine Art von Anti-Feminismus – meint jedenfalls Ex-Femen-Aktivistin Zana Ramadani in ihrem Buch „Die verschleierte Gefahr. Die Macht der muslimischen Mütter und der Toleranzwahn der Deutschen“.
    In Kapitel 4 „Falsche Feministinnen. Der Islam und freie Sexualität sind unvereinbar“ findet sich ein Unterkapitel mit dem Titel „Verbohrte weiße Genderfeministinnen“, in dem die Autorin den Genderfeministinnen u.a. vorwirft von Leben und Rolle der Frau in traditionell-islamischen kulturellen Kontexten keine Ahnung zu haben.

    „Das liegt daran, dass sie (die Genderfeministinnen) nicht unter die Menschen gehen, für die zu sprechen sie vorgeben. Es ist, als trügen sie Scheuklappen. Weil sie nur zu Hause sitzen, wo sie bloggen und sehr viel Hass verbreiten, werden sie das Leben in islamischen Gesellschaften auch nicht kennenlernen. Das einzige Ergebnis ihrer Nichtauseinandersetzung mit dem rückwärtsgewandten, politischen Islam ist es, eine offene, ehrliche Debatte zu unterdrücken. Ihr beliebtestes und wirksamstes Mittel ist – ich wiederhole mich – der Vorwurf des Rassismus, mit dem sie alle Menschen etikettieren, die wie ich die islamische Welt auch nur ansatzweise hinterfragen oder Probleme ansprechen. Das Wort Nazi ist in diesem Zusammenhang übrigens ebenfalls oft zu hören.
    Damit decken sie, die doch vorgeblich für Freiheit, Gleichheit und Gleichberechtigung kämpfen, gerade jene, die für Unfreiheit und Ungleichheit sorgen und Frauenrechte mißachten. Sie verraten Frauen in islam(ist)ischen Ländern ebenso wie in Europa, die sich nicht selbst für ihre Befreiung einsetzen können. Indem sie Gepflogenheiten und Sitten dulden, denen sie selbst sich niemals unterwerfen würden und die nicht nur mit unserer Gesellschaftsordnung, sondern mit universellen Menschenrechten nicht vereinbar sind. Kurz: Sie zeigen einen erstaunlich gleichgültigen Kulturrelativismus. Ihre moralische Eitelkeit und überhebliche Arroganz sind stärker als die Empathie mit den Opfern des Islamismus.
    Genderfeministinnen kämpfen für die Rechte von Menschen aller denkbaren sexuellen Orientierungen (sogar Extratoiletten in öffentlichen Einrichtungen für Transgender sind einen Streit wert), verschließen aber vor der Unterdrückung muslimischer Frauen die Augen. Sie wollen bestimmte Eigenarten des Islam nicht nur anerkennen, sondern dulden auch Übertritte und Übergriffe, die unseren Gesetzen widersprechen. Das ist keine Emanzipation, das ist nicht Weiterentwicklung des Feminismus, sondern eine neue Form des Anti-Feminismus.“

    (aus: Zana Ramadani – Die verschleierte Gefahr. Die Macht der muslimischen Mütter und der Toleranzwahn der Deutschen, Europa Verlag, 2017, S. 106)

    • Das liegt daran, dass sie (die Genderfeministinnen) nicht unter die Menschen gehen, für die zu sprechen sie vorgeben. Es ist, als trügen sie Scheuklappen. Weil sie nur zu Hause sitzen, wo sie bloggen und sehr viel Hass verbreiten, werden sie das Leben in islamischen Gesellschaften auch nicht kennenlernen.

      Ersetze „Genderfeministinnen“ durch „Radikalfeministinnen“ und „in islamischen Gesellschaften“ durch „in der Hamburger Herbertstraße“.

      Offenbar hat jeder real existierende Feminismus dieses Problem mit seinem Subjekt.

    • Die Unvereinbarkeit des Islams mit unseren Menschenrechten zeigt sich ja schon alleine daran, das die ihre eigene Version der Menschenrechte brauchten, denn mit unsere wären die Unterdrückungsmechanismen, welcher der Islam benötigt, nicht zu machen.

    • „Sie wollen bestimmte Eigenarten des Islam nicht nur anerkennen, sondern dulden auch Übertritte und Übergriffe, die unseren Gesetzen widersprechen.“

      Das trifft nicht nur auf Feministinnen zu, sondern auf sehr weite Teile des linken, insbesondere linksradikalen, Spektrums. War es doch die „Antifa“, die sich regelmäßig gegen Pegida einfand und illegitim die Demo blockierte und versuchte Gewalt zu provozieren.

      Es streckt sich zudem weit bis in die politische Mitte, die Pegida wegen ihres warnenden Tons gegen „gesellschaftliche Minderheiten“ umgehend zu bösen Nazis umdefinierte und selbiges auch mit der AfD praktiziert. Während die Antifa die Lokalitäten unter Druck setzt und Autos anzündet.

      Die Augen fest vor der Realität zu verschließen, und alle zu prügeln, die es nicht tun, ist keine spezielle Eigenschaft von Feministinnen…

      Der schwule Niederländer Pim Fortuyn wurde 2002 von einem linken Tierschützer ermordet, er habe „«verletzliche Gruppen» wie Asylanten und Muslime vor Fortuyn schützen wollen“
      http://www.achgut.com/artikel/zur_heutigen_wahl_die_urwunde_der_niederlaendischen_seele

      Im Übrigen, fallen euch die Koinzidenzen auf? Ende 2014 fängt Pegida an, 2015 lädt Merkel die (islamische) Welt zu uns ein. Nicht etwa umgedreht.

      Aber ich will euch nicht noch mit VTs belasten, denkt selbst darüber nach…

    • „Sie verraten Frauen in islam(ist)ischen Ländern ebenso wie in Europa, die sich nicht selbst für ihre Befreiung einsetzen können. Indem sie Gepflogenheiten und Sitten dulden, denen sie selbst sich niemals unterwerfen würden und die nicht nur mit unserer Gesellschaftsordnung, sondern mit universellen Menschenrechten nicht vereinbar sind.“

      Ich nehme mal an, Zana nimmt sich in ihrem Buch intensivst Fällen an, wo deutsche Gerichte auf der Grundlage der Scharia Frauen – verglichen mit unserer Rechtsordnung – benachteiligen (prominentestes Beispiel dürfte das Erbrecht sein)?

    • Das ist ein interessanter Punkt. Marktwirtschaftliche Unternehmen werden sich durchaus dem wachsenden Markt der Muslime anbiedern. Parteien sowieso, da in einer Demokratie ja nun mal Wählerstimmen zählen. Die Gesellschaft wird sich, solange der Anteil der Muslime wächst, unweigerlich in eine muslimische Gesellschaft transformieren.

      Wir haben uns bereits am Kopftücher gewöhnt. Wir haben uns daran gewöhnt, dass man den Islam besser nicht zu laut in der Öffentlichenkeit kritisiert. Wir haben uns daran gewöhnt, dass es alle paar Monate einen Terroranschlag verübt durch Muslime, gibt.

      Unsere Nachkommen werden sich an noch mehr gewöhnen. Und irgendwann ist Europa dann Teil des Nahen Ostens.
      Bloß gut, dass ich das nicht mehr erleben muss.

      • Und dass du keine Kinder hast. Mir bereitet das schlaflose Nächte und nicht erst seit 2015.

        Da deutsche Regierungen offenbar zu dumm für aktive Familienpolitik sind, ist der Weg schon seit Jahrzehnten vorgezeichnet. Die einzigen Regionen in der Welt, die (noch) Geburtenüberschüsse verzeichnen, sind entweder islamisch oder afrikanisch.

        „Und irgendwann ist Europa dann Teil des Nahen Ostens.“

        Muslime nennen es „Dār al-Islām“, das „Haus des Islam“ oder oft auch als „Haus des Friedens“ bezeichnet, weil alle Länder die nicht den Islam als Staatsreligion haben, als „Dār al-Harb“ bezeichnet werden, also „Haus des Krieges“…

        Die Eine-Welt-Diktatur mit dem Islam als Staatsreligion. Bei solchen Aussichten bekomme ich immer Suizidgedanken…

      • @ Adrian

        „Das ist ein interessanter Punkt. Marktwirtschaftliche Unternehmen werden sich durchaus dem wachsenden Markt der Muslime anbiedern. Parteien sowieso, da in einer Demokratie ja nun mal Wählerstimmen zählen.“

        Schön, dass du der kritischen Analyse von Islamisierungsprozessen aus neomarxistischer Perspektive, auf die ich dich ja schon mehrfach hingewiesen hatte, inzwischen zustimmst.
        Der „Kulturmarxist“ Hartmut Krauss bemerkte hierzu:

        „Während nämlich große Teile der Bevölkerung in Europa dem importierten Islam und der durch ihn bestimmten Herrschaftskultur aus guten Gründen kritisch und ablehnend gegenüberstehen, folgen die herrschenden und tonangebenden Kräfte in Wirtschaft, Politik und Medien einem dezidiert proislamischen Kurs. Wesentliche Ausdrucksformen dieser umfassend spürbaren Ausrichtung sind a) die enge Interessenabstimmung mit islamischen Führungsinstanzen auf supranationaler Ebene, b) die Gewährleistung und Absicherung mehrdimensionaler Islamisierungsprozesse in den westlichen Zuwanderungsländern sowie c) die systematische Diskriminierung und mediale Ausgrenzung islamkritischer Positionen.

        Die letztendlich ausschlaggebende Ursache für diese proislamische Grundeinstellung ist der Interessenwandel der spätkapitalistischen Herrschaftsträger. Indem das Kapital sich zunehmend globalisiert hat, ist es „postmodern“ geworden. Das bedeutet zum einen, dass es sich gegenüber nichtwestlichen Herrschaftskulturen öffnet und mit diesen Handelspartnerschaften sowie strategische Allianzen auf ökonomischem, politischem, militärischem etc. Gebiet eingeht. Dazu gehört natürlich auch ein ausgeprägter Verharmlosungs- und Duldungsdiskurs bzgl. des antiemanzipatorischen Charakters dieser neuen Bündnispartner. Zum anderen verhält es sich damit praktisch zunehmend nihilistisch gegenüber den Grundinhalten der eigenen, europäisch „gewachsenen“, säkular-demokratischen Leitkultur und bürdet den einheimischen Bevölkerungen die sozialen Folgekosten dieser neuen globalen Herrschaftsstrategie in Gestalt von Zuwanderungsghettos, muslimischer „Parallelgesellschaften“, Sozialdemontage, höheren Abgabelasten etc. auf.

        Dabei fungieren der Kulturrelativismus und der postmoderne Fetisch der Andersheit/Diversität als neue Leitideologien des globalen Kapitalismus. Ihre Ausrichtung ist die Erzeugung einer kapitalfunktionalen Mischkultur, die qualitative (kulturell-normative und lebensweltliche) Gegensätze zwischen aufgeklärten (modern sozialisierten) und unaufgeklärten (vormodern sozialisierten) Lohnarbeitern, Konsumenten und Staatsbürgern leugnet bzw. deren Einebnung und regressive „Gleichmacherei“ zu einer Pseudo-Buntheit „von oben“ zwanghaft verordnet und als „multikulturelle Gesellschaft“ stilisiert. Aus der Sicht der Kapitalinteressen betrachtet ist es zum Beispiel egal, ob die Frauen ganzköperverschleiert in Riad, nabelfrei in Saint-Tropez, mit Kopftuch in Istanbul oder mit Jeans bekleidet in Hongkong einkaufen oder ob in den europäischen Migrationsgesellschaften auf engem Raum interkulturelle Konflikte zwischen Einheimischen, nichtislamischen Zuwanderern und muslimischen Migranten eskalieren – Hauptsache Lohndumping, der Absatz und die Profitrate stimmen.

        Den Agenten der Kapitalverwertung und ihren politisch-ideologischen Lakaien ging es entgegen phraseologischer Sonntagsreden noch nie um das ganzheitlich-konkrete Individuum als „freies Subjekt“, sondern stets um den Menschen in zwei widersprüchlichen Rollen: a) als möglichst kostengünstiger und flexibler Lohnarbeiter einerseits und b) als zahlungskräftiger Käufer/Konsument andererseits. Im Rahmen dieses instrumentalistischen Horizonts sind nun die westlichen global players bestrebt, europäische Identitäten zu zerstören, weil sie der globalen Profitlogik widersprechen. D.h.: Wer sich der aufgenötigten Herstellung regressiv-multikultureller Mischgesellschaften mit ihren gegensätzlichen Lebenswelten und normativen Orientierungen, also der Islamisierung europäischer Gesellschaften, nicht beugt, auf den Erhalt einer nichtislamischen (aufgeklärten) Lebenskultur und Alltagswelt besteht und (Religions-)Freiheit für eine aggressiv-vormoderne Herrschaftsideologie aus guten säkular-demokratischen (Selbsterhaltungs-)Gründen ablehnt, wird von den herrschenden Kräften systematisch stigmatisiert und diffamiert.

        (…)

        In diesem Kontext nutzt die postmoderne „Elite“ das klassische Rechts-Links-Schema, um Verwirrung zu stiften und praktisch-kritische Widerstandsimpulse zu ersticken. Wer sich der neuen kapitalistischen Verbündungsstrategie mit nichtwestlich-despotischen Herrschaftsträgern und deren religiösen „Leitkulturen“ widersetzt und den wachsenden Migrationsimport zusätzlicher reaktionärer Denk- und Verhaltensweisen kritisiert, wird als „rassistisch“, „fremdenfeindlich“, „rechtslastig“, „islamophob“ etc. gebrandmarkt. Wer demgegenüber als willfähriger Unterstützer und Schönredner eingewanderter Repressionskulturen fungiert und deren totalitäre Ideologien verharmlost, gilt – in moralischer Ausbeutung einer naiv-unkritischen Multikulturalismusideologie – als „fortschrittlich“, „aufgeschlossen“ bzw. als „toleranter Gutmensch“.

        Mit Hilfe dieser medial gestützten Verwirrung wird dann folgender Grundsachverhalt verschleiert:

        Angesichts der übersättigten westeuropäischen und nordamerikanischen Märkte sind die Geschäftsinteressen westlicher Großkonzerne nicht zuletzt auch auf den arabischen bzw. generell islamisch geprägten Wirtschaftsraum gerichtet. Für die Herstellung und Beibehaltung eines günstigen Geschäftsklimas ist eine möglichst störungsfreie Kommunikation mit den islamischen Machthabern geboten. Eine Auseinandersetzung mit den dortigen Herrschaftsstrukturen, Menschenrechtsverletzungen, Repressionsverhältnissen etc. würde nur die anvisierten bzw. bereits hergestellten Geschäftsbeziehungen stören. Und das betrifft nicht nur den Export von Konsumartikeln. Längst ist z.B. Saudi-Arabien nicht nur herausragender Ölexporteur und ein Hauptsponsor des islamistischen Terrorismus, sondern auch ein äußerst potenter Importeur westlicher Rüstungsgüter und Sicherheitstechnologie . Zudem ist Deutschland der Haupthandelspartner des iranischen Gottesstaates. Zentraler Bestandteil dieser wirtschaftlichen Interessenverflechtung ist natürlich auch in diesem Fall ein ausgeprägter Verharmlosungsdiskurs bzgl. des totalitären Charakters des betreffenden Partnerlandes.

        (…)

        Zunehmend werden aber auch andersherum die Geldmengen in den Händen der islamischen Herrschaftselite als Anlagekapital für umfangreiche Unternehmenskäufe und -beteiligungen im Westen genutzt. Damit wird eine unmittelbare Machtposition außerhalb der islamischen Herrschaftskultur aufgebaut, die sich nicht nur wirtschaftlich, sondern auch im Interesse politischer Druckausübung, Erpressung und ideologischer Einflussnahme instrumentalisieren lässt.“

        http://www.gam-online.de/text-fur%20europa.html

        „Die politische Klasse und ihre Parteien folgen zum Teil den großkapitalistischen Geschäftsinteressen und schielen zudem nach Wählerstimmen aus dem Lager der größer werdenden muslimischen Zuwanderergemeinschaft. Wer sich als Verteidiger und ideologischer Beschützer der islamischen Herrschaftskultur aufspielt, hofft deshalb, in diesem Umfeld zu punkten und angesichts der demographischen Verschiebungen einflusspolitische Vorsorge zu treffen. Unabdingbare Voraussetzungen hierfür sind die systematische Verunglimpfung von Islamkritik einerseits sowie eine krude Islamapologetik andererseits.

        Große Teile der christlichen Kirchen in Deutschland erhoffen sich von der Ausbreitung des Islam eine Umkehrung des gesamtgesellschaftlichen Einflussrückganges des Religiösen und damit eine indirekte Stärkung ihrer eigenen angeschlagenen Machtpositionen. D.h. sie spekulieren auf eine positive Teilhabe an der schleichenden Islamisierung. Deshalb der (…) Einsatz für islamischen Religionsunterricht an öffentlichen Schulen, für expansiven Moscheebau, für Beschneidungen, für islamische Speisevorschriften in Kindergärten, für die Einrichtung von islamischen Gebetsräumen in Krankenhäusern, für die Einrichtung separater islamischer Gräberfelder, für die Befolgung islamischer Bestattungsriten etc. Zudem ist zu berücksichtigen, dass die Kumpanei zwischen konservativem Christentum und orthodoxem Islam in der gleichgerichteten Feindseligkeit gegenüber einer säkular-humanistischen Lebenskultur und Werteordnung eine „natürliche Basis“ besitzt. So wird immer wieder das „umfassende Verständnis von Religionsfreiheit“ hervorgekehrt, während gleichzeitig die Unvereinbarkeit von zahlreichen Religionsinhalten, Menschenrechten und liberalen Verfassungsgrundsätzen verdunkelt wird.“

        (aus: Hartmut Krauss – Der Islam als grund- und menschenrechtswidrige Weltanschauung, 2013, S. 195)

        • Dennoch würde der Kapitalismus mit jedem Geschäfte machen. Er hat kein genuines Interesse an der Ausbreitung des Islam als Ideologie. Er will einfach nur Geld machen.

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