Verfasst von: Christian - Alles Evolution | 17. März 2017

Kürzung der Gelder für Gender Studies in den USA?

Scienes Files berichtet das Folgende:

Donald Trump hat den Entwurf für seinen ersten Haushalt veröffentlicht, und er ist sich treu geblieben:  (…)

Stellen Sie sich vor, ein Programm, eine Abgabe, eine Nutznießerkette, die von einem deutschen Ministerium, z.B. in die Welt von Genderismus oder Rassismusbekämpfung aufgebaut wurde, würde in einem künftigen Haushalt einfach so gestrichen. Weg. Futsch. Behörden und Ämter, die damit beschäftigt gewesen sind, z.B. Gender Mainstreaming zu befördern oder die Deutschen zu antirassistischen Gutmenschen zu erziehen, würden einfach so gestrichen, die dort Beschäftigten auf die Straße gesetzt.

Bisher nicht vorstellbar in Deutschland.

Vorstellbar und machbar in den USA. Insgesamt 19 nationale Behörden sind im Entwurf des ersten Trump-Budget gestrichen und entsprechend nicht mehr vorhanden, darunter das National Endowment for the Humanities, ein Amt, von dem aus insbesondere Forschungsgelder in den Bereich der Gender Studies geflossen sind. Die Liste der vom NEH geförderten Projekte und Maßnahmen, die den Gender Studies zugeordnet werden können, umfasst 681 Einträge, die jeweilige Fördersumme reicht von wenigen Tausend US-Dollar bis in die Hundertausende.

Mit der Streichung des NEH ist nicht nur das Ende dieser Projekte und Maßnahmen, sofern sie nicht bereits abgeschlossen sind, gekommen, tatsächlich stellt die US-Administration damit jegliche Förderung von Gender Studies und verwandtem Unsinn ein.

Das Ende der Gender Studies ist eingeläutet. Die Zeit, in der man mit Gender Fördergelder für jeden Unsinn erheischen konnte, sie ist vorbei – zumindest in den USA

Kann das jemand so bestätigen? Das wäre ja wirklich eine radikale Streichung. Auch interessieren würde mich, wie schnell sich das auswirkt: Wie lange halten die Gelder des letzten Haushaltes vor?

Und was wären die „Folgeschäden“ in anderen Bereichen? Er scheint sich damit ja allgemein auf die Geisteswissenschaften einzuschießen. Ein anderer Bericht dazu:

Es geht wohl nicht ums Geld. Die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, die staatliche Förderung von Kunst und Geisteswissenschaften zu beenden, scheint eher von Ideologie getrieben zu sein, sagt der Historiker Marcus Gräser.

Bereits vor einigen Tagen berichteten amerikanische Medien, dass US-Präsident Donald Trump den zwei wichtigsten Kulturförderprogrammen des Landes das Geld streichen möchte. Betroffen wären die NEH – die National Endowment for the Humanities – und die NEA, die National Endowment for the Arts. Damit würde er die staatliche Kunst- und Kulturpolitik der USA beenden.

„Das würde für diese Programme natürlich das Aus bedeuten, da sie ohnehin chronisch unterfinanziert sind“, sagte dazu der Linzer Historiker Marcus Gräser im Deutschlandradio Kultur. Dabei sei die Förderungssumme in Höhe von 140 bis 150 Millionen Dollar pro Einrichtung und Jahr ohnehin nicht sehr hoch. Und dennoch seien „ganz bestimmte Programme“ von diesen Geldern abhängig, etwa im Bereich der Digitalisierung von Kulturgütern.

0,02 Prozent des US-Haushaltes für Geisteswissenschaften und Kunst
Auf die Frage, was Trump mit dieser Ankündigung bezwecke, sagte Gräser: „Wenn man das kürzt unter der Maxime ‚Wir müssen Geld sparen‘, dann ist es eigentlich ein lächerliches Argument.“ Beide Programme bekämen derzeit gerade mal 0,02 Prozent des staatlichen Haushaltes.

Trump vertrete mit einem möglichen Kahlschlag der staatlichen Förderung von Kunst und Geisteswissenschaften vielmehr eine klassische republikanische Position, nach der Kulturförderung als „Wohlfahrtsprogramm für kulturelle Eliten“ gebrandmarkt werde, erläuterte Gräser. Geisteswissenschaftliche Forschungen würden von konservativen Amerikanern oft als „Provokation“ verstanden.

„Klassisch-republikanische Haltung“
„Das heißt, wir haben auf der einen Seite eine ideologische Haltung gegenüber diesen Programmen, auch eine anti-intellektuelle Haltung. (…) Wir haben aber natürlich – und das ist die klassisch republikanische Haltung – hier die Vorstellung dahinterstehen, dass ein schwacher Staat agieren soll, der sich auf Kernaufgaben beschränkt. Und zu den Kernaufgaben gehört in den Augen der Amerikaner eben nicht die Förderung von Wissenschaft und Kunst.“

Bei der Kultur handele es sich in den USA um einen „schwachen Gegner“, dem man leicht etwas aus der Hand nehmen könne. Geisteswissenschaften und Kunst hätten in den USA keine Lobby, die lautstark protestieren könnte. Die einzige Hoffnung sei, dass die Kürzungssumme „so lächerlich gering“ sei, dass man die Anstrengung scheue. (huc)

Nach anderen Berichten geht es ebenfalls um durchaus wichtige Forschung:

Warum nun diese radikalen Einschnitte in Wissenschaft und Kunst vorgenommen werden sollen, erschließt sich nicht ohne weiteres. Die Washington Post rechnet vor, dass die Kürzungen der NEH-Mittel, so katastrophal sie sich auch auswirken werden, gerade einmal 0,003 Prozent des amerikanischen Bundeshaushalts ausmachen. Und auch aus der Liste der geförderten Projekte geht keineswegs hervor, warum diese Organisation unbedingt geschlossen werden muss: Themen, die man aus einer konservativen politischen Weltsicht für wichtig halten muss (etwa zur amerikanischen Geschichte, Archäologie, Bildung und Museumsarbeit), sind hier gut vertreten, ganz zu schweigen von den vielen Themen, die politisch völlig unverdächtig sind. Einen Schwerpunkt des NEH bilden seit einigen Jahren die Digital Humanities, die Neubestimmung der Geisteswissenschaften durch digitale Datenverarbeitung. Viele wichtige Technologien sind bereits aus der Verbindung von Geisteswissenschaften und IT hervorgegangen – die bekannteste ist vielleicht die Extensible Markup Language (XML), die ausgehend von der digitalen Erfassung literarischer Texte entstanden ist und heute in so gut wie jeder Form von Informationskodierung im Internet genutzt wird. Überhaupt sind die Förderprogramme der NEH durchaus anwendungsbezogen angelegt. Ich selbst habe erst kürzlich für die DFG an der Auswahlsitzung eines internationalen Förderprogramms teilgenommen, das von der NEH vor einigen Jahren initiiert worden war. Bei Digging into Data geht es explizit darum, den gesellschaftlichen Nutzen geistes- und sozialwissenschaftlicher Massendatenanalysen zu demonstrieren.

Daneben scheint auch die Klimaforschung und andere Bereiche betroffen zu sein, dagegen wird der Militärhaushalt anscheinend aufgestockt. Zudem sind amerikanische Universitäten auch weitaus weniger abhängig von staatlicher Unterstützung, da sie teilweise wesentlich höhere Vermögen und Einnahmen aus Studiengebühren haben.

Ich sehe insofern das Ende der Gender Studies noch nicht. Und die Kosten darüber hinaus scheinen mir auch nicht unbeachtlich.

 

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Responses

  1. Der Ansatz ist richtig. Geistes- und Sozialwissenschaftler hängen ihr Leben lang am Tropf des Staates, ihr Fachgebiet besteht zu 75 Prozent aus Blödsinn, volkswirtschaftlich wird kein Mehrwert generiert. Für Kunst gilt das Gleiche.

    • Nach deiner eigenen Theorie dürftest du für dich selbst keine Ausbildung machen. Glory Holes am Busbahnhof generieren viel mehr Geld, wenn man jung ist. Hobbys bringen auch kein Geld.

      • Du bist also der Ansicht, dass jeder ein Recht darauf hat, vom Steuerzahler seine Hobbies finanziert zu bekommen?

        • Ok Hobbys war doof. Allerdings denke ich echt, wären wir sehr arm ohne Kunst Theater…

        • Und Du glaubst, Kunst und Kultur würde nur existieren, wenn der Staat diese subventioniert?

      • Was bitte macht denn so ein Geisterwissenschaftler, wo die Berechtigung für die Steuergeldausgaben mit begründet werden kann? Sind doch fast alles linke Politaktivisten, die zZ Spaß daran haben die Meinungsfreiheit an den Unis und auch sonst abzuschaffen.

      • Ich sehe das Ganze so, wer etwas haben möchte, soll dafür bezahlen. Wer Theater haben möchte, soll den Eintritt bezahlen, der dann so ausgelegt sein muss, dass sich das rechnet. Wenn sich nicht genügend Zuschauer finden, die den Eintritt dafür zahlen wollen, ist das Angebot überflüssig. Der Markt reguliert Alles selber, über Angebot und Nachfrage. Ich bin grundsätzlich gegen künstliche Eingriffe von Außen in Abläufe, die sich von Alleine wie ein funktionierender Regelkreis verhalten. Dazu gehört z.B. die Marktwirtschaft. Künstliche Eingriffe, also jemand besonders Starkem viel wegzunehmen, oder besonders Schwache durch irgendwelche Steuergelder zu finanzieren halte ich grundsätzlich für falsch. Der Markt soll sich über Angebot und Nachfrage von selber regulieren, das funktioniert ohne künstliche Eingriffe nämlich tadellos. Wenn die Menschen etwas wollen, zahlen die auch gerne dafür, auch höhere Summen. Und wenn die Menschen etwas ablehnen, zahlen die auch Nichts dafür, weil sie es nicht in Anspruch nehmen und dann verschwindet das auch wieder, weil es Niemand haben will, somit auch Niemand braucht. Steuergelder sollten nur für Ihren ursprünglich gedachten Zweck benutzt werden, um damit die Infrastruktur zu finanzieren, die von Allen genutzt wird. Straßen, Polizei, Feuerwehr…. Die Politiker, die unbedingt nötig sind, da könnte man auch abspecken ohne Ende.

        • Siehst du das auch so, wenn im TV und Kino nur billiger Trash läuft wie es jetzt schon auf R*L2 kommt und Nachrichten von C*c* C*la finanziert werden? Sorry aber Sachen wie Kultur sind eigentlich nie wirtschaftlich. Oder bist du sogar der Meinung, dass soetwas gut ist? Kein Sarkasmus.

        • „Der Markt soll sich über Angebot und Nachfrage von selber regulieren, das funktioniert ohne künstliche Eingriffe nämlich tadellos.“

          Nicht bei öffentlichen Gütern. Damit will ich jetzt nicht behaupten, dass (Sozial-)Wissenschaften oder Bildung öffentliche Güter sind, aber man kann schon dafür argumentieren, beides wegen der unzweifelhaft vorhandenen positiven Externalitäten mit Steuermitteln zu subventionieren.

        • @Truth
          „Sorry aber Sachen wie Kultur sind eigentlich nie wirtschaftlich.“ Selbstverständlich sind solche Sachen wirtschaftlich. Vielleicht nicht in der Form des Theaters aber Literatur scheint sich, genau wie Musik problemlos zu tragen. Auch der „besondere“ Film trägt sich. Warum kann sich also das Theater nicht tragen? Vor 200 Jahren konnten sich Theater auch selbst tragen, warum nicht heute?
          Das Thema der alimentierten Kultur ist letztlich eine Subvention der Oberschicht die sich gerne als gebildet zeigen möchte. Geh mal in das deutsche Theater in Berlin – die meisten Besucher könnten sich problemlos den Eintritt auch leisten wenn er zehnmal so hoch wäre.

        • Du weißt aber, dass viele Filme auch Förderungen kriegen?
          Nach deiner Meinung gibt es das ja nicht. Oder nimm doch mal die zig Vereine, die nicht wirtschaftlich sind. Sollen die alle weg?

        • @Truth
          „Du weißt aber, dass viele Filme auch Förderungen kriegen?“
          Ja, es gibt viele Filme die gefördert werden und viele die es nicht werden. Meinen Kenntnissen sagt eine Förderung aber nichts über die Qualität des Films aus, viele sehr gute Filme wurden nicht gefördert, andere wurden durch Crowdfunding „gefördert“, etwas das ich viel besser als eine staatliche Förderung finde. Ich selbst habe auch schon mal einen Film gefördert den ich interessant fand und würde es wieder tun.
          Ich finde es aber nicht gut, wenn meine Steuergelder für so etwas verschwendet werden.

  2. Hier ein Video zu dem Thema: https://youtu.be/JSSv-ZcxnZM

  3. Gibt es Belege für die Behauptung, daß an XML Geisteswissenschaften beteiligt waren?

  4. Das ist eine ewige Debatte: Inwieweit brauchen wir eigentlich Literaturwissenschaften – Sozialwissenschaften – Philosophie? Wo ist der ökonomische Wert dieser Fächer? Welcher Mehrwert wird dadurch produziert? Da Universitäten heute deutlich stärker als noch vor einigen Jahrzehnten von Drittmitteln abhängen, sind diese Fragen eher noch dringlicher geworden.

    Wir brauchen aber Fächer, die sich (sei es mittelbar oder unmittelbar) nicht nur mit der Produktion von Waren beschäftigen, sondern auch mit der Frage, wie wir eigentlich Sinn produzieren – wie das, was wir tun, überhaupt bedeutungsvoll sein kann. Das betrifft sowohl die Ebene persönlicher Erfahrungen wie die Ebene sozialer oder auch wissenschaftlicher Ordnungen. Sinn produzieren nämlich auch Menschen, die nach ihrem Selbstverständnis völlig sachlich und ohne überflüssigen Firlefanz auf harte ökonomische Fakten konzentriert sind. Sie merken es nur nicht, agieren also in dieser Hinsicht unreflektiert.

    Nach meiner Erfahrung haben die schärfsten Kritiker von Geistes- und Sozialwissenschaften meist einfach eine Ahnung von ihnen. Sie verhalten sich Geistes- und Sozialwissenschaften gegenüber auf ähnliche Weise, wie sie Gender-Akteure gegenüber der Biologie verhalten: Wenn man keine Ahnung hat, kann man sich umso ungestörter eine Meinung bilden.

    Das ist in meinen Augen eines der größten Probleme der Gender Studies, und hier haben Geistes- und Sozialwissenschaften auch insgesamt Mist gebaut. Ich habe nirgendwo Gender Studies kennen gelernt, die seriös wissenschaftlich waren – dafür aber sehr viele Ansätze, die sich gegenüber wissenschaftlichen Standards regelrecht feindlich verhielten. Dass so etwas einen Schwerpunkt in den Sozialwissenschaften und einen zweiten in den Geisteswissenschaften hat – das muss diese wissenschaftlichen Gebiete zwangsläufig früher oder später diskreditieren.

    Es rächt sich, dass diese Disziplinen gegenüber Gender-Ansätzen nicht so kritisch waren, wie sie es hätten sein müssen: Nicht BESONDERS kritisch, aber eben so kritisch, wie es in wissenschaftlichen Diskursen üblich ist. Das ist ein Versäumnis, das jetzt Raum für alle möglichen Ressentiments bietet, für generelle Verdammungen der Disziplinen – die aber in dieser Pauschalität überhaupt nicht begründet sind.

    • @Lucas:

      »Es rächt sich, dass diese Disziplinen gegenüber Gender-Ansätzen nicht so kritisch waren, wie sie es hätten sein müssen: Nicht BESONDERS kritisch, aber eben so kritisch, wie es in wissenschaftlichen Diskursen üblich ist.«

      Würde ich auch so sehen: es gibt ja genug wissenschaftliche Kontroversen, die öffentliche Aufmerksamkeit erlangt haben: Positivismusstreit, Habermas-Luhmann-Debatte, Historikerstreit, Goldhagen-Debatte. So etwas fehlt in Bezug auf die Genderforschung völlig. In meiner Erinnerung an das Institut, an dem ich studiert habe, hatten »Frauenthemen« immer etwas mit dem politischem Druck feministischer Netzwerke zu tun. Das musste zwar nicht zwangsläufig zu Einbußen bei der wissenschaftlichen Qualität führen, aber es war auch klar, dass diese Themen nicht aus einem immanenten »Theoriebedarf« des Faches gespeist wurden, sondern weil sie Teil einer Etablierungsstrategie des Mittelbaus waren. Und das dürfte auch in größerem Rahmen zutreffen: Genderforschung gehört ja in den Kontext des explizit als politische Strategie konzipierten »Gender-Mainstreamings«, bei dem es sich praktisch um eine politische Lizenz zum feministischen Gelddrucken handelt.

    • „Das ist eine ewige Debatte: Inwieweit brauchen wir eigentlich Literaturwissenschaften – Sozialwissenschaften – Philosophie? Wo ist der ökonomische Wert dieser Fächer? Welcher Mehrwert wird dadurch produziert? Da Universitäten heute deutlich stärker als noch vor einigen Jahrzehnten von Drittmitteln abhängen, sind diese Fragen eher noch dringlicher geworden.“

      Die Frage lautet nicht „Brauchen wir diese Fächer?“, sondern „Sollen diese Fächer durch Steuermittel finanziert werden?“. Mein persönliche Antwort: Nein.

    • Tatsächlich ist genau Frage:
      Welche der Fächer (man traut sich ja gar nicht Disziplinen zu schreiben) sind in welchem Umfang sinnvoll, und in welchem Umfang ist es sinnvoll, diese hier staatlich zu finanzieren.

      Als Zyniker würde man einwerfen, dass eine Streichung der Mittel zur Knappheit der Ressourcen führt, was dann dazu führen wird, dass die G“W“ selbst ihre eigenen Reihen (bei der Vergabe der knappen Ressourcen) stutzen, bis hier ein W adäquates Nivea erreicht wird.

    • Ich habe nirgendwo Gender Studies kennen gelernt, die seriös wissenschaftlich waren – dafür aber sehr viele Ansätze, die sich gegenüber wissenschaftlichen Standards regelrecht feindlich verhielten.

      Das kann ich bestätigen. Ich habe in den FAZ-Blogs mal mit Prof. Sabine Hark diskutiert und die hat sinngemäß gesagt, es wäre oberstes Gebot, alle Neutralität fahren zu lassen und Forschung im Lichte der gebotenen Moral zu machen. Ich habe den Dialog nicht wiedergefunden und die Details sind mir nicht mehr präsent. Ich weiß nur noch, dass ich mich damals sehr gewundert habe.

      Was ich noch gefunden habe ist eine Aufstellung von Grundsätzen von Robert Boyle, die von Frau Hark als Credo wissenschaftlichen Arbeitens angeführt wurde:

      Meinungen werden von Personen getrennt, das heißt, der oder die Autor_in wird von dem Text isoliert, den er oder sie verfasst hat, und den Meinungen, die er oder sie vertritt.
      Wahrheit entsteht in der Unterhaltung aller Beteiligten; alle haben einen Anteil an der Entstehung des Konsensus.
      Die Konversation ist höflich und gesittet.

      In der Filterblase führt die strikte Beachtung der genannten Punkte sicher nicht zwingend zu im wissenschaftlichen Sinne überprüfbaren Resultaten.

    • Hab’s gefunden:

      „… „Am Ende des so betretenen Weges kann man sich dann eine Sozialwissenschaft vorstellen, die ganz anders ist als die, die meisten von uns heute praktizieren: eine moralische Sozialwissenschaft, in der moralische Erwägungen nicht unterdrückt und beiseite gelassen, sondern systematisch der analytischen Argumentation beigemischt werden, ohne dass Schuldgefühle wgen mangelnder Geschlossenheit aufkämen; die oft und ungezwungen zwischen dem strengen Beweis und der moralischen Forderung hin und her wechselt; und wo moralische Erwägungen es nicht länger nötig haben, verstohlen eingeschmuggelt oder unbewusst zum Ausdruck gebracht zu werden, sondern sich mit entwaffnender Offenheit zeigen können. Das wäre Teil dessen, was ich mir als ‚Sozialwissenschaft unserer Enkelkinder‘ erträume.“ (Albert Hirschman, der dies in seinem großen Buch „Entwicklung, Markt und Moral. Abweichende Betrachtungen“ (1989) …“

      Nun, es sieht so aus, als hätten schon die erste Generation von Hrn. Hirschman diesen Zustand erreicht.

  5. Guter Mann.
    Diesen ganzen Sozio-Schmarrn (mal sehr ueber einen Kamm geschert) muss eine Gesellschaft ja nun wirklich nicht mit Steuergeldern finanzieren. Andere Leute haben auch teure Hobbies, die sie nicht vom Staat finanziert kriegen.

    Wenn ich unbedingt fuer die Arbeitslosigkeit studieren will – ich sag‘ mal kulturvergleichende interpretative Tanzanalyse, Gender/Women Studies, oder das aus gewissen Kreisen bekannte „irgendwas mit Medien“ , kann ich das bitteschoen komplett selbst finanzieren. Inklusive der „Lehr“institute, Dozenten, etc.

    Einen Meister muss ich mir ja auch groesstenteils selbst finanzieren, schlaegt mit 4k – 9k Euro zu Buche, siehe z.B. hier: http://www.deutsche-handwerks-zeitung.de/der-weg-zum-meister-was-sie-wissen-muessen/150/3096/202711.
    Foerderung ist auch nicht ueppig, verglichen mit „kostenlosem“ Studium (sind ja nur die Steuern anderer Leute, ne?) : https://www.aufstiegs-bafoeg.de/de/wie-wird-gefoerdert-1700.html

    Und XML:
    „Technically correct“, dass da auch (ein!) Geisteswissenschaftler im weitesten Sinne beteiligt war: https://en.wikipedia.org/wiki/Michael_Sperberg-McQueen ist einer der beiden fuehrenden Koepfe hinter XML. Laut Wikipedia hat er einen Ph.D. in „comparative literature“.
    Ich wuerde allerdings sagen „der kann was vernuenftiges“ und ihn nicht als (typischen) Geisteswissenschaftler zaehlen.
    Hier http://sites.nationalacademies.org/PGA/brdi/PGA_064153 steht z.B. „He has a Ph.D. in comparative literature but strayed into computing as a graduate student and never came back out.“ –> der hat den Absprung geschafft 😉

    Ausserdem zaehlte die Arbeitsgruppe 11 Leute + ca. 150 in der „interest group“, siehe hier: https://en.wikipedia.org/wiki/XML#History .
    Sich da wg. einem Geisteswissenschaftler, der kein typischer Vertreter dieser Gattung zu sein scheint, auf die Brust zu klopfen, halte ich schon fuer sehr gewagt.

  6. Noch zur Klarstellung, vorhin vergessen:
    Ich habe absolut kein Problem mit serioesen Sozialwissenschaften (harte Statistik laesst gruessen). Nur kann man die leider zwischen den ganzen Schwaflern mit der Lupe suchen.

    @Lucas Schoppe:
    Begruende dies: „Wir brauchen aber Fächer, die sich (sei es mittelbar oder unmittelbar) nicht nur mit der Produktion von Waren beschäftigen, sondern auch mit der Frage, wie wir eigentlich Sinn produzieren.“

    Und Belege bitte fuer „Nach meiner Erfahrung haben die schärfsten Kritiker von Geistes- und Sozialwissenschaften meist einfach eine Ahnung von ihnen.“
    Ich halte ueberhaupt nichts von den beiden, von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen, die im statistischen Rauschen untergehen. Wenn bis auf eine kleine Unschaerfe alle Vertreter dieser Gattung schwafelnde Idioten sind, halte ich es fuer legitim, die ganze Gattung pauschal abzuqualifizieren.

    Und ich habe genug voelligen Bloedsinn aus der Ecke gesehen, dass ich der Aussage „ich haette keine Ahnung von ihnen“ wohlgemut widersprechen kann.

    • Die „harte Statistik“ in den Sozialwissenschaften produziert auch nur Bullshit. Immerhin wird dieses Thema inzwischen in den betreffenden Fächer intensiv diskutiert, nachdem sich keine der bedeutenden Studien der letzten 40 Jahre replizieren lies.

      Der Fehler liegt natürlich darin, den Geisteswissenschaftler Popper nicht beachtet zu haben. Man kann Theorien nicht belegen, auch nicht mit Statistik. Man kann nur versuchen sie empirisch zu widerlegen und dabei scheitern.

      • @lh: Das ist dann aber keine harte Statistik, sondern eben Bullshit.
        Ich muss aber zugeben, dass mir jetzt auf Anhieb auch kein Beispiel einfaellt.
        Oh halt, doch; ein kleines, aber immerhin:
        Wahlhochrechnungen via Exit Polls bei der Zweite Kammer-Wahl hier in den Niederlanden.
        Da hat ein sehr kompetente Dame sehr gut dargelegt, wie sie arbeiten, und vor allem wo die Grenzen und Probleme ihrer Methode sind.

        „Man kann Theorien nicht belegen, auch nicht mit Statistik. Man kann nur versuchen sie empirisch zu widerlegen und dabei scheitern.“
        –> Um das zu wissen, brauche ich keinen Popper, sage ich mal plakativ. Das ist halt einfach vernuenftig.

      • „Der Fehler liegt natürlich darin, den Geisteswissenschaftler Popper nicht beachtet zu haben. Man kann Theorien nicht belegen, auch nicht mit Statistik. Man kann nur versuchen sie empirisch zu widerlegen und dabei scheitern.“

        Eine Statistik, die einen Widerlegungsversuch „überlebt“, ist selbstverständlich ein Beleg für eine mit der Statistik kompatible Theorie.
        Poppers Falsifikationismus ist aber in den Geisteswissenschaften nur begrenzt anwendbar, weil dort mehr interpretiert und weniger getestet wird.

        • „weil dort mehr interpretiert und weniger getestet wird.“

          Das ist dann Wissenschaft? 🙂 Tolle Wurst …

          Wie laufen da denn zB Prüfungen ab oder wie kann da Wissen entstehen, auf das man sich verlassen und darauf aufbauen kann? Mehrheitsentscheidungen?

        • „Wie laufen da denn zB Prüfungen ab oder wie kann da Wissen entstehen, auf das man sich verlassen und darauf aufbauen kann? Mehrheitsentscheidungen?“

          So wie in anderen Wissenschaften auch, nämlich durch den Konsens der Wissenschaftler. Wenn man sich die Geschichte der Naturwissenschaften anschaut, dann stellt man fest, dass so manche Erkenntnis, die heute allgemein anerkannt ist, zuerst heftig bekämpft wurden. Sie waren also nach dem damaligen Stand der Wissenschaft falsch, heute dagegen sind sie richtig. Wie kommt´s? Ganz einfach: Weil die heutigen Wissenschaftler sie für richtig halten.

  7. Nicht nur für chancenlose „Gender-Forschung“ muss die Wirtschaft Geld verfügbar machen, sondern leider auch für die negativen Folgekosten des angewandten Genderismus. Denn ein wenig ungesund für Frauen, Mütter und Kinder scheint Gender Mainstreaming schon zu sein. Zum Beispiel das Negieren bedeutsamer und dem Mann überlegener weiblicher Eigenschaften mit der Folge, dass häufig der Body nur noch wichtig und die an sich höhere weibliche Depressionsneigung noch gesteigert werden. Vergessen der für Sprach- und Kognitiventwicklung wichtigen frühkindlichen Mutterbindung (infolge des frühen flüssigkeitsgekoppelten Hörens des Foeten im Mutterleib) mit der Folge von Sprach-, Lese- und Rechtschreibstörungen durch Fremdbetreuung. Probleme durch Cortisolausschüttung (gefährliches Stresshormon) und Schlafmangel mit entsprechendem Wachstumshormonmangel von Krippenkindern mit Hippocampusminderung (Lernmaschine des Gehirns).
    Erschreckende Zunahme von Depressionen auch bei Kindern und Jugendlichen.
    [siehe „Kinder – Die Gefährdung ihrer normalen (Gehirn-) Entwicklung durch Gender Mainstreaming“ in: „Vergewaltigung der menschlichen Identität. Über die Irrtümer der Gender-Ideologie, 6. Auflage, Verlag Logos Editions, Ansbach, 2015: ISBN 978-3-9814303-9-4 und „Es trifft Frauen und Kinder zuerst – Wie der Genderismus krank machen kann“, Verlag Logos Editions, Ansbach, 2015: ISBN 978-3-945818-01-5

  8. Ich finde das sehr gut. Trump ist ein Politiker der sein Wort hält, auch wenn es manchen hier auch nicht passt.
    Die Geisteswissenschaften haben ihren Zenit eigentlich schon vor Jahrhunderten überschritten, nämlich mit dem Aufkommen der modernen Naturwissenschaften welche die Fragen beantworten konnte über welche so hypothetisch gestritten wurde. Die Philosophie, welche ich als den Urvater der Naturwissenschaften sehe, hat letztlich die Grundlagen gelegt aus welchen die Naturwissenschaften, aber auch die Hilfswissenschaften wie die Mathematik, hervorgegangen sind. Leider hat sie sich damit aber auch in großen Teilen obsolet gemacht denn die von ihr hervorgegangenen Disziplinen können die meisten Fragestellungen viel besser und effizienter lösen als es die Philosophie kann oder würde heute ein vernünftiger Wissenschaftler über den Aufbau der Atome philosophieren anstatt moderne Messverfahren einzusetzen mit denen er Hypothesen untermauern kann? Wohl nicht.
    Deswegen sollte man auch den Geisteswissenschaften für ihre Verdienste danken aber gleichzeitig auch sagen, dass es nun Zeit ist abzutreten. Als Hobby kann das Thema ja beibehalten werden, so wie es Leute gibt die in der Freizeit gerne reiten gehen aber man sieht heute ja auch keine Pferdefuhrwerke mit im Normalbetrieb auf der Straße.

  9. „Guter Mann.
    Diesen ganzen Sozio-Schmarrn (mal sehr ueber einen Kamm geschert) muss eine Gesellschaft ja nun wirklich nicht mit Steuergeldern finanzieren. Andere Leute haben auch teure Hobbies, die sie nicht vom Staat finanziert kriegen.“

    Eigentlich ist es müßig, auf dieses plumpe, rein marktwirtschaftlich orientiertes Verständnis von Studiengängen einzugehen. Die Finanzierung der Erforschung der Nutzungsmöglichkeiten der Atomenergie und der praktischen Anwendung kann man trotz einer enormen wirtschaftlichen Relevanz auch bedenkenlos als Schmarrn bezeichnen.

    Geistes- und Sozialwissenschaften haben allein schon darin ihre Daseinsberechtigung, dass die Entwicklung des Menschen ohne Dolmetscher und Übersetzer nicht funktioniert hätte. Selbst wenn ich die Bedeutung der Wörter und die grammatikalischen Regeln einer mir fremden Sprache kenne und anzuwenden weiß, und jeden Satz verstehe, heißt es noch lange nicht, dass ich den Inhalt wirklich verstanden habe. Dafür benötige ich Kenntnisse, die mir ein Maschinenbauingenieur ganz sicher nicht vermitteln kann. Und wenn der Maschinenbauingenieur mit seinem gelungen Produkt auf einem ausländischen Markt reüssieren möchte, dann muss er eigentlich mit einem der von Ihnen gescholtenen Geisteswissenschaftler zusammenarbeiten. Um zu verstehen, wie er auf einem ihm fremden Markt auftritt und gerade bei Geschäftsverhandlungen nicht ins Fettnäpfchen tritt, benötigt er Kenntnisse und Informationen, die auf einer genauen Kenntnis der Strukturen der ihm fremden Gesellschaft basieren. Das heißt eben nicht nur zu wissen, wie etwas ist, sondern auch weshalb es so ist, wie es ist.

    Irrtümer und Irrwege in der Forschung gibt es immer wieder. Nur auf diesen Irrwegen lässt sich auch immer wieder Wissenswertes und Nützliches finden Man sollte allerdings auch in der Lage sein, Irrtümer und Irrwege konkret zu benennen und nicht alles über einen Kamm scheren.

  10. Könntet Ihr netterweise auch kurz mal darüber sinnieren, WOFÜR das eingesparte Geld stattdessen ausgegeben werden soll?

    Bitte Danke

    • Ich meine… seid Ihr etwa Alle Militaristen und Kriegsbefürworter, oder wat? Meint Ihr, die US-Amerikaner hätten ein höheres „Verteidigungs“budget nötig? Oder haltet Ihr das, was daraus zwangsläufig folgend würde, etwa für weniger schlimm als Gender Studies? Fassungslos macht mich das. Echt ey…

      • “ Oder haltet Ihr das, was daraus zwangsläufig folgend würde, etwa für weniger schlimm als Gender Studies?“

        Ja! Halte ich für weniger schlimm als Gender Studies.

      • “ Oder haltet Ihr das, was daraus zwangsläufig folgend würde, etwa für weniger schlimm als Gender Studies? “
        Das eine betrifft einen persönlich, das andere nicht. Die Unterstützung von Gender Studies hat für mich das gleiche Niveau wie die Unterstützung der Rassenlehre im 3. Reich. Nur dass es halt nicht um „Rassen“ sondern um Geschlechter geht.

        • „Das eine betrifft einen persönlich, das andere nicht.“

          Komm, schnell: wieviele US-amerikanische Soldaten sind auf unserem Hoheitsgebiet stationiert?

          Und die würden auch nie niemals was unternehmen zum Nachteil unserer Zivilbevölkerung, meinste? (auch nicht so ganz im Geheimen?)

          Dein Gottvertrauen hätt ich gern

        • „Komm, schnell: wieviele US-amerikanische Soldaten sind auf unserem Hoheitsgebiet stationiert?“
          Ganz schnell – Mir scheißegal.
          Aber mal ganz ehrlich – wie beeinflusst das einen Mann hier im Forum persönlich? Und wie sehr beeinflusst die feministische Gesetzgebung einen Mann hier im Forum persönlich?

          Denk mal darüber nach, dann weißt du warum es mir und vielen Anderen vollkommen gleichgültig ist wie viele US Soldaten hier stationiert sind. Der nächste Krieg ist eh ein Atomkrieg und wir werden pulverisiert egal ob mit oder ohne US Soldaten hier in Deutschland.

      • Ja das US-Militär braucht mehr Geld. Dort gibt es viele Baustellen. Zum Beispiel Erneuern der Bomberflotte. Oder auch die neue Generation Flugzeugträger.

      • „…seid Ihr etwa Alle Militaristen und Kriegsbefürworter, oder wat?“

        Man kann für die Einstellung der Förderung der Anti-Wissenschaften Gender Studies sein und gegen eine Erhöhung des Militäretats. Billiger Strohmann. Das solltest selbst du begreifen, Semikolon.

    • Ja, der bedient den MIK.

      Wobei ich immer noch hoffe, dass der den damit nur einlullt. Das sind die mächtigsten Kreise in den USA, da kann man nicht einfach reinlaufen und alles zusammenstreichen. Sich dort neue verlässliche Freunde zu schaffen, kostet aber erstmal.

      Wenn ich mich täusche, bleibt es trotzdem noch eine Gewinn für die Amerikaner, denn das MIK ist seit Jahrzehnten eine Gefahr, während genderstudies, in ihrer sozial zersetzenden Funktion, gerade erst so richtig warmliefen.

      Immer eine Frage der Sichtweise… wobei in den USA so lange so viel schiefgelaufen ist, dass niemand das in einer Legislaturperiode repariert bekommt. Selbst wenn er wöllte und fähig wäre, was ich bei Trump noch nicht abschliessend beurteilen mag.

      • Um mich von diesem Kommentar zu erholen, brauch ich viel, viiiiel Jack…

        • Warten wir mal ab. Die Amis haben 16 Geheimdienste, die alle Staatsgelder abzweigen. Das ist eine riesige Mafia, spezialisiert auf Intransparenz, verdeckte illegale Aktivitäten, versteckte Finanzierung, Überwachung und Kompromate.

          Nichts stellt eine größere Gefahr für einen Präsidenten dar und nichts wird man schwerer wieder los, zumal Trump offensichtlich keine Freunde bei den Medien hat, die ihn unterstützen würden.

          Dazu ist der MIK insgesamt ein riesiger Jobmotor. Man muss die entwickelten Waffen ja nicht einsetzen, sie müssen nichtmal funktionieren, aber man kann relativ leicht und ohne schwierige Begründungen, Gelder dahin umlenken (nationale Sicherheit!), damit die Arbeitsmarktstatistik bereinigen, Einblick in Strukturen bekommen, Vertraute unterbringen, Ängste abbauen und die produktiveren Zweige stärken.

          Ein bewährte Methode um Institutionen auszuhebeln, zumal eine, die den gender-studies-Profiteuren nicht ganz unbekannt sein dürfte (dort ist es nicht die „nationale Sicherheit“ sondern die „Gleichberechtigung“, mittlerweile „Gleichstellung“, die alle Türen öffnet)…

          Trump wird weder den MIK abschaffen, noch die Geheimdienste, aber sehr wahrscheinlich wird er versuchen, den Wildwuchs irgendwie unter Kontrolle zu bringen und die Einmischung der Dienste in seine Außenpolitik zu unterbinden.

          Soviel traue ich ihm zumindest zu, man wird nicht Milliardär, wenn man keine graue Masse zwischen den Ohren hat.

          Tut er es nicht, hätte er zudem seine Wähler angelogen. Das immerhin wäre nichts Neues in westlichen Pseudodemokratien. Die Frage ist lediglich, ob eine Hillary besser gewesen wäre, m.E. nein, die war viel zu sehr Teil des Kriegs- und Manipulationsapparates. Trump mag poltern und beleidigen, aber ich finde ihn trotzdem (noch) hundertmal vertrauenswürdiger.

        • Hast Du möglicherweise überhaupt nicht mitbekommen, wie die Amtszeit der nach Selbstbeschreibung „most militaristic person“ so insgesamt gestartet ist?

          Ich könnt es Dir nichtmal verübeln, den Überblick über die vielen Gesetzesverstöße, Lügen, etc. dieser Regierung bereits verloren zu haben – das geht wahrlich Allen so -, aber versuchen mitzubekommen was abgeht könntest Du ja wenigstens, bevor Du auf die Idee kommst Deinen Senf abzulassen, nech?

        • „versuchen mitzubekommen was abgeht könntest Du ja wenigstens, bevor Du auf die Idee kommst Deinen Senf abzulassen, nech?“

          Oh, das tue ich, vermutlich informiere ich mich lediglich aus komplett anderen Quellen, als du.

          Also werde mal konkret, damit ich lernen kann. Ansonsten verbuche ich das unter „feministisch-politisch-korrekten Rabulismus“ direkt in die runde Ablage… liebe Semikolon.

  11. Falls jemals die AfD nennenswert Einfluss gewinnt, werden wir diesen Blödsinn vielleicht auch wieder los.

    Aber um die Folgen, etwa für ernsthafte Geisteswissenschaft, klein zu halten, sollte man sich z.B. darauf beschränken, nach strikter Wissenschaftlichkeit zu selektieren.

    Allen Professoren, denen mindestens drei grobe Verstöße gegen selbige, in Publikationen, nachgewiesen werden, fliegen raus. Sowie alle, die keine nennenswerte Anzahl ernstzunehmende Publikationen veröffentlicht haben.

    Damit würde man sauber und diskret gender-studies wegputzen, sowie den einen oder anderen nutzlosen Laberphilosophen auch gleich noch.

    • also ehlich gesagt, ich würde mir mit einem Schlagbohrhammer keinen Pickel ausdrücken wollen!
      Blöderweise vertritt die AfD ein Gesellschaftsbild, das irgendwie in die 50-ger Jahre zurückreicht und DA will ich nun (und zahllose Männerrechtler) nicht hin.

      • „Blöderweise vertritt die AfD ein Gesellschaftsbild, das irgendwie in die 50-ger Jahre zurückreicht …“

        Ja,wo?

      • Versteh ich auch nicht. Anhand welcher Aussagen (der AfD, nicht der Linksgrünen und MSM) machst du das fest?

  12. Trump hat doch ganz klar gesagt, dass er alles was der Staat nicht braucht gestrichen wird. Diese Behörden gehören dazu. Klimaschutz ist auch kein sonderlich wichtiges Thema, hier sind die Schwellenländer gefragt. Was Militär angeht: Höchste Zeit hier zu investieren, wenn die USA Nummer 1 bleiben will.

    • Ist das jetzt Ironie oder ernst gemeint?
      Nachdem die USA beim pro-Kopf Ausstoß von CO2 einsame Spitze sind…
      Ja, und wenn man sich so Todesstern-Projekte wie den F35 oder die Zumwalt-Klasse leistet, reicht es natürlich nicht aus, wenn man mehr Geld als die 5 nachfolgenden Staaten zusammengenommen für Rüstung buchstäblich zum Fenster raus wirft.
      (Todesstern =unheimlich Teuer, massive Kosten- und Zeitüberschreitungen, dafür aber komplett nutzlos, da überkomplex und deshalb mit zahllosen undokumentierten Schwachstellen)

      • @ Mike

        Mal eine Frage. Sind die CO2 Mengen durch Klimaschtz gefallen oder gestiegen?

        „Das Grüne Paradoxon ist ein Begriff, der einen unerwünschten Effekt von umweltpolitischen Maßnahmen beschreibt.“

        http://www.hanswernersinn.de/de/themen/GruenesParadoxon

      • „Ja, und wenn man sich so Todesstern-Projekte wie den F35 oder die Zumwalt-Klasse leistet, reicht es natürlich nicht aus, wenn man mehr Geld als die 5 nachfolgenden Staaten zusammengenommen für Rüstung buchstäblich zum Fenster raus wirft.“
        Man merkt sie haben keine Ahnung von der Thematik. Wenn die F35 so schlecht ist warum ist sie dann schon jetzt ein Exportschlager? Sicher das Projekt hatte Probleme, aber welches hatte es nicht. Was Gesamtbudget angeht: Soldaten und Ausrüstung ist in einem wohlhabenden Industrieland logischerweise teurer als in einem Schwellenland. Vergleichen sie mal was ein chinesischer Soldat und was ein US-Soldat bekommt. Und was an den genannten Projekten sinnlos sein soll erschließt sich mir auch nicht.

      • Das Problem sind dumme (oder korrupte) Politiker und noch dümmere Medienleute. Das von „derdiebuchstabenzaehlt“ erwähnte „grüne Pradoxon“, war absolut vorhersehbar.

        Man kann hoffen, dass andere die eigenen Ideale und Ansichten teilen (mehr oder weniger naiv) oder man fängt an, fossile Brennstoffe aufzukaufen und einzulagern (wenn man vom Klimawandel überzeugt ist und die Welt retten will). Wobei man sich damit zum Ziel geostrategischer Überfallplanungen macht.

        So sieht die Realität aus, die niemand dieser politischen Versager auszusprechen wagt…

  13. Ob und inwieweit der Budgetvorschlag durch den Kongress noch zerzaust wird, wird sich weisen. Verabschiedet ist noch gar nichts.

    Durch Streichung der Beiträge an Gender-Projekte wird man kaum sehr viel einsparen. Jedoch ist das ein mögliches Mittel, um diesen Schwachsinn auszubremsen. Ohne staatliche Gelder läuft im Gender-Business auch in den USA bislang gar nichts. M.E. geht es Präsident Trump genau darum: um das Zurückdrängen der bislang staatlich subventionierten Genderideologie, die seiner Ansicht nach gesellschaftsschädlich ist. Der zweite (wohl wesentlich grössere) tragende Pfeiler des Genderismus liegt im Bildungswesen, wo die Genderisten häufig beschäftigt sind. Inwieweit hier die Bundespolitik überhaupt regelnd eingreifen kann, weiss ich nicht.

    Es wird auf jeden Fall spannend sein zu sehen, ob das Einreissen des einen (bundesstaatlichen) Pfeilers das Gebäude der Genderideologie soweit destabilisiert, dass es zusammenbricht. Ich hoffe es. Gut möglich, dass jedoch private Sponsoren (der dritte tragende Pfeiler des Genderismus) mit Spenden helfend einspringen und es so wieder stabilisieren.

    Dass sich Präsident Trump lieber nicht mit dem militärisch-industriellen Komplex (MIK) und den diversen Geheimdiensten anlegt, war vorauszusehen. Die sind einfach zu mächtig. Vielleicht überrascht er uns aber durch eine weniger aggressive Aussenpolitik und durch weniger, dafür besser abgestimmte Militärinterventionen. Vielleicht gelingt es ihm zumindest einen Teil der Geheimdienste zu restrukturieren. Sollte er das tatsächlich schaffen, dann hätte er schon erhebliche Erfolge vorzuweisen.

    An der dritten Machtinstitution (neben MIK und Geheimdiensten) wird er jedoch die Axt kaum anlegen, obwohl sie gerade dort besonders wichtig wäre: am FED. Täte er es, dann wäre das politischer Selbstmord nicht bloss für ihn sondern für das ganze Land angesichts der exorbitant hohen Staatsverschuldung und der Tatsache, dass das FED den relativ grössten Anteil an den Schuldpapieren des Bundes hält. Für seine Infrastrukturprojekte ist Trump dringendst auf die weiterhin zuverlässige Schuldenmonetarisierung zu Niedrigzinsen durch das FED angewiesen.

    Am bedeutsamsten ist zweifellos die geplante Ausgabenkürzung beim State Department. Dort geht es v.a. um Streichung von Zahlungen an die zahlreichen (ausländischen) Klimastabilisierungsprogramme, um Reduktionen von Zuwendungen für friedenserhaltende Massnahmen der UNO sowie an die Weltbank sowie um die Streichung von Kulturaustauschprogrammen. Da löst Trump eines seiner Wahlversprechen ein.

    Auch beim EPA wird kräftig eingespart: beim Personal und wieder bei den (inländischen) Klimastabilisierungsprogrammen.

    • „Es wird auf jeden Fall spannend sein zu sehen, ob das Einreissen des einen (bundesstaatlichen) Pfeilers das Gebäude der Genderideologie soweit destabilisiert, dass es zusammenbricht. Ich hoffe es. Gut möglich, dass jedoch private Sponsoren (der dritte tragende Pfeiler des Genderismus) mit Spenden helfend einspringen und es so wieder stabilisieren.“

      Dem wäre leicht Einhalt zu gebieten, Russland macht es vor: Verbot ausländischer Finanzierung.

      Wir wissen doch alle, welche Gestalten dahinter stecken, eine beginnt mit „S“ und endet mit „oros“…

  14. Richtig so! Es verbittet sich, dass die Allgemeinheit in Zahlzwang genommen wird für ’studies‘ die ursprünglich von Carnegie und Ford installiert wurden.


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