Mädchen manipulieren, Jungen kämpfen? Direkte und indirekte Aggresionen

Eine interessante Studie zu direkter und indirekter Aggression:

Gender differences in regard to aggressive behaviour were investigated in a series of studies of schoolchildren of different age cohorts: 8-year-olds (N = 85), 11-year-olds (N = 167), and 15-year-olds (N = 127). Different types of aggressive behaviour were measured with peer nomination techniques, supported by self-ratings. The social structure of the peer groups were also studied. The results of the 11-year-old cohort were previously presented by Lagerspetz et al. [1988; Aggressive Behavior 14:403–414], but they are compared here with the other age groups. The principal finding was that girls of the two older cohorts overall make greater use of indirect means of aggression, whereas boys tend to employ direct means. Previously, the main difference between the genders has been thought to be that boys use physical aggressive strategies, while girls prefer verbal ones. Our studies suggest that the differentiation between direct and indirect strategies of aggression presents a more exact picture. Indirect aggressive strategies were not yet fully developed among the 8-year-old girls, but they were already prominent among the 11-year-old girls. Aggressive behaviour was assessed overall by the children themselves to be the highest in this age group.

Quelle: Do girls manipulate and boys fight? developmental trends in regard to direct and indirect aggression (1992)(Sci-Hub)

Es geht also darum, wie Jungs und Mädchen Aggression ausleben. Dazu aus der Studie:

8 Jährige Verteilung Gewalt

8 Jährige Verteilung Gewalt

Bei den 8jährigen sind die Verhaltensweisen noch relativ gleich und die Unterschiede sind relativ gering.

Dennoch sieht man auch schon gewisse Unterschiede. Jungs benutzen eher direkte Aggression als Mädchen, Mädchen hingegen etwas mehr indirekte Aggression und etwas mehr den Entzug (zB von Zuneigung).


Bei 15jährigen verwenden die Mädchen immer noch mehr indirekte Aggression, Jungs greifen wesentlich häufiger zu physischer Aggression und es zeigt sich ein leichter Vorsprung der Jungs bei verbaler Aggression, während Frauen beim Entzug vorne liegen.

Tabelle III splittet dann die verschiedenen Verhaltensweisen noch genauer auf: Höhere Werte bedeuten, dass Mädchen dieses Verhalten eher zeigen, niedrigere, dass Jungs sie eher zeigen. Mädchen wenden also eher Provokationen an und versuchen den anderen schlecht dastehen zu lassen. Jungs verwenden Beleidigungen und Beistellen oder Tritte und Schläge häufiger.

Tabelle IV zeigt, dass man allein nach dem Verhalten der Kinder die Zuordnung zu dem Geschlecht mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit vornehmen kann.

Tabelle V zeigt, dass Jungs eher Einzelgänger sind als Mädchen, aber sich auch häufiger zu größeren Gruppen zusammenschließen, während Mädchen häufiger Zweiergruppen bilden.

Das passt insoweit gut zu den bereits dargestellten Modellen:

Männer bilden danach eher Gruppen mit gewissen Hierarchien, Frauen haben eher eine feste Freundin

Interessant ist auch diese Übersicht, die die Veränderung bei verschiedenen Formen von Aggression über das Älter werden zeigt.

 

Geschlechterunterschiede Aggression

Geschlechterunterschiede Aggression

Geschlechterunterschiede Aggression

Geschlechterunterschiede Aggression

Da zeigen sich teilweise recht gleichbleibende Abstände, eine wirkliche größere Umkehr findet nicht statt, lediglich bei „Showering Abuse“ überholen die Mädchen die Jungs. Klischeehafte Aggressionen wie Schmollen (sulking), Lästern (Goshipping) bei den Mädchen aber auch Schupsen und Stoßen und Treten und Schlagen bei den Jungs zeigen auch hier deutliche Unterschiede.

Aus der Diskussion:

The results of the two studies presented here, in combination with the study of the 1 l-year-old cohort presented by Lagerspetz et al. [ 19881, suggest that the gender difference regarding the utilization of direct and indirect methods of aggression is a definite phenomenon, at least during adolescence. The studies also suggest that the usage of indirect methods is dependent on maturation and on the existence of a social network that facilitates the usage of such means for inflicting pain on one’s enemy. At age 8, the structure of the boys’ and the girls’ groups in the classes did not differ significantly. During ages 11 and 15, they did, the girls forming tighter groups and developing more “pairs”. This fact facilitates the use of manipulation of friendship patterns as an aggressive strategy. Girls are also known to mature faster verbally than boys do, which probably in its own way facilitates the usage of indirect means of aggression by increasing
the verbal skills needed for the manipulations in question.

Aggressive behaviour has its highest “peak” at age 11, among these three cohorts. This trend is more clearly seen among the girls than among boys, but it seems to be the case for most of the aggressive behaviours investigated (except for profanity, which is not even a true aggressive behaviour). A possible interpretation is that, during puberty, the interest of the adolescents turns toward other matters, such as dating; the focus is less on the social structure and the hierarchy of the class than before.

A matter for future study is the question of whether boys later catch up, and begin to imply indirect means of aggression as much as girls do. Alternatively, are backbiting, gossiping, and manipulative means still more typically female strategies during adult life?

Es zeigen sich also ab einem gewissen Alter bestimmte Geschlechterunterschiede zwischen Jungs und Mädchen, die auch durch die Gruppenstruktur bedingt sein könnten. Einige dieser Unterschiede scheinen mir sehr repräsentativ für Unterschiede zwischen Männern und Frauen zu sein und auch im Erwachsenenalter fort zu bestehen.

 

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35 Gedanken zu “Mädchen manipulieren, Jungen kämpfen? Direkte und indirekte Aggresionen

  1. Männer bilden danach eher Gruppen mit gewissen Hierarchien, Frauen haben eher eine feste Freundin

    Bei Erwachsenen sehe ich das anders. Da benimmt sich die gesamte Welt der Frauen wie eine geschlossene Gruppe. Aber auch im Beruf halten die Frauen oft zusammen gegen die vermeintlich bösen Männer.

    Wie könnte man sich sonst erklären, dass eine Parallelgesellschaft des Genderismus und der Frauenförderung fast alle öffentlichen Institutionen unterwandert hat. So ganz ohne Zusammenhalt wäre das m.E. nicht möglich.

    Z.B. auch hier: http://www.timesofisrael.com/the-women-waiting-and-weaving-for-the-third-temple/

    • „Da benimmt sich die gesamte Welt der Frauen wie eine geschlossene Gruppe“

      Genau das ist auch meine Beobachtung. Es ist gewissermaßen ein Überschneidendes Verhalten bei sehr vielen Frauen. Einerseits Paarbildung mit einem Mann. Andererseits zeigen sie aber auch ein Verhalten das an Tierarten erinnert, wo die eigentliche Gesellschaft nur aus Weibchen und dem Nachwuchs besteht, das gibt es ja bei vielen Säugern. Die Männchen, davon ausgeschlossen, bilden notgedrungen eigene Gruppen, oder leben als Einzelgänger. Das andere typische Säugetier-Modell ist eher promiskuitives Verhalten mit den Weibchen als „Bestimmer“ in der Gruppe oder Haremsbildung.
      Bei der klassischen Einehe hat die Frau für alle wichtigen sozialen Belange, außer sexuellen, als wirkliche Vertrauensperson oft noch eine beste Freundin, mit der sie ihre Sorgen bespricht, nicht mit den Mann. (Der ist ja oft selbst teil ihrer „Sorgen“) Der Ehepartner dient neben dem Sex und der Nachwuchserzeugung vor Allem der materiellen, sozialen Absicherung und dem Schutz vor Gefahren.
      Ein wirklicher ganzheitlicher Partner ist er nicht. Dieses Modell (die Paargemeinschaft) wird zwar immer als Ideal hingestellt, aber wie kurz aufgezeigt, hat es gar keine Entsprechung in der näheren Verwandtschaft des Menschen. Wir finden es erst bei entfernteren Verwandten, den Vögeln. Dort ist gerade bei größeren langlebigen Arten eine echte, oft lebenslange Paarbindung vorhanden.
      Beim Menschen scheint mir ist es eher ein, wie soll man sagen, Fake (?) der für Frauen Vorteile hat*, weil er exklusiven Zugriff auf einen in jeder Hinsicht möglichst potenten Mann erlaubt. Vielleicht entstand das Modell mit der Herausbildung der Kultur, Menschenweibchen wollte sich so einen möglichst hochrangigen Mann der Gruppe exklusiv sichern, weil mit zunehmender Entwicklung der Kultur, neben Sex und Nachwuchssicherung durch diesen Mann auch ein Zugriff auf die Freuden der Kultur besser möglich war, die dem Weibchen mindestens ebenso wichtig sind wie der Mann (z.B. Schuhe, Kleider, Taschen, alle ihre selbstbezogenen Fetischismen eben, Kaffeeklatsch, Shoppen, Luxuswohnung, Schmuck, Wellness usw. usw.)
      Auf Grundlage dieses weiblichen Verhaltens kann sich der Feminismus entwickeln

      „Wie könnte man sich sonst erklären, dass eine Parallelgesellschaft des Genderismus und der Frauenförderung fast alle öffentlichen Institutionen unterwandert hat. “

      Und viele Frauen wachen Eifersüchtig darüber, das Männer kein Bestandteil der eigentlichen Gesellschaft werden.
      Ich kenne wirklich nur wenige Frauen, die im Zweifelsfall, eher zu ihrem Mann stehen würden, als eher zur „Gruppe Frauen“
      Eigentlich erstaunlich, das das so wenig wahrgenommen wird, Aber die Natur hat ja gnädigerweise dafür gesorgt, das Männer überwiegend hormonell sediert sind, und so freudig ihre undankbare Aufgabe erfüllen.

      *
      Natürlich hat die Paarbildung auch für den Mann Vorteile, aber das ist eher eine sekundäre Erscheinung. Auf jeden Fall muss er viel schuften für das traute Heim, auch außerhalb seines Jobs. Es fällt nur nicht so auf, weil bei ihm ja alles Hobby ist, während bei Frauen selbst die beglückendste Tätigkeit im Haushalt und Familie als “ Arbeit“ bezeichnet wird, die eigentlich bezahlt werden müsste.

      • Eigentlich erstaunlich, das das so wenig wahrgenommen wird, Aber die Natur hat ja gnädigerweise dafür gesorgt, das Männer überwiegend hormonell sediert sind, und so freudig ihre undankbare Aufgabe erfüllen.

        Das ist auch meine Beobachtung. Aber wo kleine Mädchen schon mit KungFu darauf vorbereitet werden den Jungs in die Eier zu treten, lernen Jungs erst die wahre Härte des Lebens lange nach der Pubertät kennen.

        Früher haben die Mütter ihre Jungs noch oft vor den bösen Mädchen schützen wollen (das Schwiegermonster). Aber so richtig aufklären über die Hinterhältigkeit und Manipulativität vieler Frauen will man die Jungs dann doch nicht, würde man sich doch selbst outen.

        Brian May von QUEEN:

        Oh, I feel like no-one ever told the truth to me
        About growing up and what a struggle it would be

    • Aber auch im Beruf halten die Frauen oft zusammen gegen die vermeintlich bösen Männer.

      Aber nur in der Aussenwirkung. Nach innen tobt ein brutaler Kampf um die Anpassung an die Gruppen-Disziplin. Die Gruppe selbst sorgt dafür, dass „Abweichlerinnen“ auf Linie gebracht werden, bevor es nach aussen sichtbar werden könnte…

      (Prosoziale Dominanz und so….)

      • Nach innen tobt ein brutaler Kampf

        Nun ja, aber der Schuldige ist der Mann. So hat man bei jeder Gelegenheit, wenn denn ein Mann präsent ist, einen Punchingball um seinen Frust abzulassen.

  2. Es ist erstaunlich wie alt diese Studien sind.

    Hier: http://www.vasa.abo.fi/svf/up/articles/sexdiff_a_review.pdf wird immerhin Straus-Gelman erwähnt und dies:

    INDIRECT AGGRESSION AMONG OTHER PRIMATES

    INDIRECT AGGRESSION IN OTHER CULTURES
    AND AGE GROUPS

    Adult females still used more indirect (socially manipulative)
    strategies than males.

    Recent research pertaining to the concept of indirect aggression and
    sex differences related to different aggressive styles was reviewed. It was
    suggested that when in conflict, the individual makes his/her choice of aggressive strategy after an assessment based on the effect/danger ratio
    (Bjorkqvist, Osterman, and Lagerspetz,1993): The object is to find a strategy as effective as possible while at the same time exposing the individual
    to as little danger as possible. Therefore the usefulness of covert, indirect
    strategie

    • Hier wäre es auch einmal interessant das risikosüchtige Verhalten von jungen Männern zu erforschen. Immerhin verletzt der Held der Halfpipe niemand anderen als sich selbst.

      In einer anderen Konstellation wird er aber zum Hooligan oder sogar zum Massenschlächter.

      Indirekte Agression von Frauen kann auch tödlich enden, aber auch sie scheinen zum Massenabschlachten geboren zu sein. Wo bleiben die Studien neben dieser hier?

      https://www.theguardian.com/books/2013/oct/05/hitlers-furies-wendy-lower-review

      Wendy Lower’s book interweaves the experiences of 13 ordinary women who went to work in the East.

      For some of these women, violence and murder became part of a rich brew of new-found power and sexual arousal – known as Ostrausch or „Eastern rush“.

      That women, as well as men, can abuse their fellow human beings, is hardly the novelty she claims.

      She claims!!!!!

  3. Und dann noch die Studie von Vaillancourt von 2013 http://www.cbsnews.com/news/women-use-indirect-aggression-to-succeed-study-says/

    Tracy Vaillancourt, the study’s author, told the „CBS This Morning“ co-hosts that this type of hostility is used without getting caught; it is underhanded and not direct.

    „We do things like we exclude people from the peer group, we give the silent treatment – you know that customary I won’t speak to you for three weeks and then you have to figure out why I’m mad at you,“ said Vaillancourt. „We’ll spread rumors about the person, so we’ll disparage their appearance, we’ll suggest that they’re promiscuous, those sorts of things.“

  4. „Das kooperative Geschlecht? Das männliche!

    Frauen gelten als freundlicher und hilfsbereiter, auch und vor allem im Umgang mit anderen Frauen. Aber wenn sie an Positionen der Macht sind, verhalten sie sich ganz anders. Sie halten andere Frauen eher unten.“
    http://diepresse.com/home/science/1569996/Das-kooperative-Geschlecht-Das-maennliche

    „Social Exclusion: More Important to Human Females Than Males“
    http://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0055851

    „The Girls Set the Tone
    Gendered Classroom Norms and the Development of Aggression in Adolescence“
    http://journals.sagepub.com/doi/abs/10.1177/0146167215573212

    • Frauen gelten als freundlicher und hilfsbereiter

      Das sieht man immer dann wenn nach einer Katastrophe oder einem Bombenanschlag völlig unverletzte Frauen von Einsatzkräften weggetragen werden. Das ist mir in den letzten Jahren immer wieder aufgefallen. Warum helfen unverletzte Frauen nicht den Verletzten???

        • Auch wenn das hier nicht durchdringt.
          Frauen haben keine Empathie.
          Frauen empfangen Empathie und können auch um weitere zu empfangen Empathie vortäuschen.
          Es heißt nicht ohne Grund Frauen zuerst und nicht Kinder.

        • @renate

          Warum hasst du denn Frauen so, dass du dich gemüssigt fühlst hier so etwas zu verbreiten?
          Hat dir eine Frau wehgetan?
          bringen DIR frauen nicht die von dir gewünschte Empathie entgegen?

          Was ist passiert, dass du ein ganzes Geschlecht pauschal abwerten musst (und das, wie die IP-Adresse zeigt schon unter ein paar verschiedenen Namen)

        • Renate, willst du hier irgendwen beeindrucken mit deinen unbelegten negativen Behauptungen über Frauen?

          M.M.n. hilft das niemanden und ist kein Stück besser wie das was Feministinnen über Männer behaupten.

        • @Matze
          Hier sind doch einige belegende Behauptungen zu lesen, oder willst Du behaupten Frauen seien grundsätzlich geistig oder körperlich nicht in der Lage Ersthilfe zu leisten?
          Oder posten die anderen hier frei erfundenes heraus?

        • @Matze
          Gespräch fast beendet.
          Fast nichts, bis auf die Tatsache, das Empathie wohl die wichtigste Eigenschaft ist um einem Fremden erstmal überhaupt zu helfen.

        • „wichtigste Eigenschaft ist um einem Fremden erstmal überhaupt zu helfen.“

          Sehe ich nicht so. Ich muss nicht erst genauso fühlen um jemanden helfen zu können. Ich kann auch jemanden helfen, obwohl ich gerade ganz anderes oder gegenteilig fühle wie diese Person.

          Mitgefühl ist da schon wichtiger, aber auch das ist nicht zwingend erforderlich. Krankenwagenfahrer machen den Job auch nicht unbedingt weil sie soviel Mitgefühl haben, sondern weil es dafür Geld gibt.

      • Es bezieht sich in diesem Fall aber hauptsächlich auf Machtgefälle in professionellem Umfeld, bei welchen, wie die Studie zeigt, Frauen besonders andere Frauen eher unten halten als männliche Autoritätspersonen das tun. Dieser Umstand wird auch als „Queen-Bee-Syndrome“ bezeichnet.

        „Queen bee syndrome was first defined by G.L. Staines, T.E. Jayaratne, and C. Tavris in 1973.[1] It describes a woman in a position of authority who views or treats subordinates more critically if they are female. This phenomenon has been documented by several studies.[2][3] In another study, scientists from the University of Toronto speculated that the queen bee syndrome may be the reason that women find it more stressful to work for women managers; no difference was found in stress levels for male workers.[4] An alternate, though closely related, definition describes a queen bee as one who has succeeded in her career, but refuses to help other women do the same.[5]“
        https://en.wikipedia.org/wiki/Queen_bee_syndrome

        Die Studie deutet eben auch an, dass von Männern auch in Hirarchien eher stategische Allianzen zu erwarten sind als von Frauen. Männer gelten also als kompetitiver scheinen aber auch in einer kompetitiven Situation kooperativer als Frauen zu sein. Und die Studie zur „Social Exclusion“ deutet an, dass Frauen öfter soziale Ausgrenzung erleben aber auch (d’accord mit dem Queen-Bee-Syndrome) öfter soziale Ausgrenzung ausführen als Männer.

      • Vom Queen-Bee-Syndrome unabhängig ist allerdings auch der Fall von Linda Sasour interessant, die als eine der drei Organisatorinnen vom „Women’s March“ der Islamkritikerin (und Opfer von FGM) Ayaan Hirsi Ali das Recht eine Frau zu sein absprechen und ihr die Geschlechtsteile abnehmen wollen würde.

        Was von Feministen insbesondere auch im Umfeld des „Women’s March“ weitgehend unkommentiert gelassen wurde.

        Niemand hasst selbstbestimmte und kämpferische Frauen so sehr wie Feministen, wenn die Frau es wagt, nicht dem feministisch-proislamischen Narrativ zu folgen.

      • Aber die Hinterhältigkeit wird selbstverständlich als ein Beleg für die weibliche Großartigkeit begriffen.
        Und wenn man(n) dann darauf hinweißt, dass eben ohne das Hinterfotzige Element soviel großartiges geschaffen werden kann, dann hat man sich sein silent treatment eingefangen.

      • in meinem beruflichen Umfeld ist das Verhältnis 50:50 etwa, da die eher „weicheren“ Life Sciences viele Frauen ansprechen, im Gegensatz zu etwa Maschinenbau.
        Der Umgang mit den Auftraggebern / Kunden ist für mich da meist völlig Problemlos.
        Aber ich finde es werden hier selten Erfahrungen diskutiert die in der Verwandtschaft gemacht werden, oder kommt mir das als Zaungast nur so vor?
        Denn man hat ja nicht nur Frauen als potentielle oder faktische Sexualpartner oder als Berufskolleginnen, sondern auch mehr oder weniger Mutter, Tanten Schwestern Nichten Cousinen etc.
        Da kann man doch relativ unvoreingenommen weibliches verhalten studieren.

  5. Un doch noch was neues (altes) Milgram repeated (published 2017):

    http://journals.sagepub.com/doi/10.1177/1948550617693060

    While ethical considerations prevent a full replication of the experiments from being prepared, a certain picture of the level of obedience of participants can be drawn using the procedure proposed by Burger. In our experiment, we have expanded it by controlling for the sex of participants and of the learner. The results achieved show a level of participants’ obedience toward instructions similarly high to that of the original Milgram studies.

    • Hast Du mal die ganze Studie gelesen? Das Ergebnis ist nämlich, dass
      a) Frauen dreimal häufiger als Männer das Zufügen von Stromstößen (auf oder vor der höchsten Stufe = 150V) verweigerten
      b) ebenfalls dreimal häufiger abgebrochen wurde, wenn das vermeintliche Opfer weiblich war
      c) aber a) und b) aufgrund der Größe der Testgruppe und der geringen Anzahl der Verweigerer (8 vs. 72 die es durchgezogen haben) nicht statistisch signifikant sind.

      Also insofern zu diesem Punkt nichts neues aufgrund zu schlechter Statistik (bzw. zu folgsamen Probanden).

  6. Damit wird klar, dass Feminismus auch nur die Perpetuierung einer traditionellen Geschlechterrolle ist. Wir sollten den armen Feministinnen dabei helfen, ihr starres Rollenkorsett zu überwinden.

  7. Mich erstaunen die Zahlen in Abb. 1 bezüglich

    Says: I’m not your friend“,

    wonach es in der Gruppe der 8-jährigen keinen „statistisch signifikanten Unterschied“ gibt.

    Nach meinen Beobachtungen und auch denen anderer, die mit Vorschulkindern (4 – 7 Jahre) zu tun haben, wird die Aussage „Dann bin ich nicht mehr dein Freund/Freundin…“ vor allem in dieser Altersgruppe erheblich öfter von Mädchen als von Jungen gebraucht – und ist auch in der Wirkung her eine sehr effiziente Aggression.

    Okay, mit den 8-jährigen hatte ich bislang nicht soviel zu tun; sollten diese Zahlen aber „belastbar“ sein, so kann ich es mir nur dadurch erklären, dass die „Freundschaft-Entziehung“ eine dermaßen „perfide und tödliche Waffe“ ist, dass die 8-jährigen Mädchen mittlerweile gelernt haben, diese Aggressionsform in Befragungen durch Erwachsene (und laut Studie beruht das Design dieser auf direkte Kinder-Befragungen) geflissentlich zu verschweigen.

    Gewissermaßen die Omertà der Primarschülerinnen

    Die Tabellen zu den Aggressionsformen der beiden anderen Altersgruppen sind leider nicht zugänglich…

    • Ich frage mich wieso man überhaupt Kinder bei diesem Verhalten studiert. Kinder ahmen oft Verhalten nach, was sie bei anderen erleben.

      Und Jungs und Mädchen haben völlig unterschiedlich verlaufende Prägungsphasen, die heute anscheinend teilweise früher einsetzen als damals.

      Es hat also für mich keine Aussagekraft auf das Verhalten erwachsener Menschen, allerhöchstens eventuell einen Erklärungsversuch, wieso jemand sich später so oder so verhält.

      Kindersoldaten haben z.B. einen erlernten Spass am Töten.

      Man könnte ja auch schon bei 2-3jährigen anfangen um vielleicht z.B. bei Zwillingen Erlerntes vom Erworbenen zu trennen zu versuchen.

      Mit der Grausamkeit der Realität hat das alles m.E. aber nur sehr wenig zu tun. Kinder sind viel zu sehr von Normen und Regeln eingeschränkt. Erst später erkennt man den wahren Psychopathen imho. Aber was weiss ich. Das sollten eigentlich Langzeitstudien offenbaren.

      • Ich frage mich wieso man überhaupt Kinder bei diesem Verhalten studiert. Kinder ahmen oft Verhalten nach, was sie bei anderen erleben.

        „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr…“

        Deshalb finde ich es schon wichtig zu wissen, ob und ab wann gewisse Verhaltensweisen geschlechtsspezifisch divergieren.

        …die heute anscheinend teilweise früher einsetzen als damals…

        Ich denke die Unterschiede zwischen 1992 und heute sind weitaus geringer als zwischen 1932 und heute… Deshalb halte ich die von Christian vorgestellte Studie auf alle Fälle für interessant – wobei ich aber Fragezeichen beim Studien-Design sehe.

        Und ich halte es auch für wichtig, die von Doris Bischof Köhler aufgestellte These der „prosozialen Dominanz“ prosozialen Dominanz anhand von Zahlen zu überprüfen.

        • Ich halte es ohnehin für sehr schwierig, angeborenes von abgeschautem, imitiertem Verhalten bei Kindern zu trennen. Kinder sind ja ungemein genaue Beobachter der Erwachsenenwelt.
          Sicher hat der manipulative Zug von Mädchen eine biologische Grundlage. Er wird sich wohl in Wechselwirkung mit dem männlichen Beschützerinstinkt entwickelt haben. Unter heutigen gesellschaftlichen und kulturellen Bedingungen, kann er jedoch eine sehr unangenehme Form annehmen.
          Gesamtgesellschaftlich kann es nie gut sein, wenn eine Bevölkerungsgruppe merkt, das man ihr fast alles durchgehen lässt, sie mit vielem durchkommt.
          bezeichnenderweise entwickeln ja neben Frauen auch die Männer die zu den sogenannten Eliten gehören ähnlich unangenehme Eigenschaften. Andersherum können Frauen, wenn sie mal richtig eingetunkt ins Leben wurden durchaus auch ein angenehmes positives Wesen entwickeln.

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