Glücklich sein

Diese Woche soll es durchgängig jeden Tag um ein anderes Thema rund um „Mann &  Frau zusammen“ gehen, einfach freie Assoziationen und Gedanken, anhand jeweils eines bestimmen Schlagwortes. Für neue Ideen und für das Entdecken von Aspekten, die bei spezielleren Texten untergehen

Zum Abschluss etwas sehr allgemeines:

Glücklich sein

Was macht euch glücklich? Wie spielen Beziehungen, Flirten, Sex, Ehe, Kinder und das Verhältnis zum anderen Geschlecht da mit hinein? Kann man ohne Partner glücklich sein? Kann eine Partnerschaft dauerhaft glücklich machen, wenn sie gut läuft? Was ist euer Tipp für ein glückliches Leben? Welche Aspekte zerstören die Aussicht auf ein glückliches Leben am ehesten? Was macht ihr selbst, damit euer Leben glücklich ist? Was sollte man dafür machen? Sind Männer oder Frauen eher glücklich? Was macht einen unglücklich, wenn man es nicht gemacht hat? usw

 

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6 Gedanken zu “Glücklich sein

  1. Jefferson war ein weiser Mann, als er „the Pursuit of Happiness“ zum allgemeinen Recht erklärte, und nicht „being happy“.

    Es gibt übrigens unter Psychologen die These, dass der gefühlte Sinn deines Lebens proportional zu der Verantwortung ist, die du übernimmst.

    Für den Kontext hier sei noch drauf verwiesen, dass Maslow die sozialen Bindungen deutlich vor der Selbstverwirklichung verortet.

    Mit anderen Worten: Kümmer dich um andere Menschen (wenn nicht um eine Frau, dann um Freunde) und sei zufrieden, wenn das hin und wieder zu Glücksgefühlen führt. Mehr ist nicht drin.

    • Es heisst nicht ohne Grund Maslov-Pyramide, das ist keine Aussage über die Wertung der einzelnen Bedürfnisse in dem Sinne, dass die zugrunde liegenden Bedürfnisse einen höheren Stellenwert haben. Nur, dass sie VORRAUSSETZUNG für die an der „Spitze“ stehenden Werte haben. Ohne grundlegende Bedürfnisse, keine Selbstverwirklichung. Also eben nicht, dass die sozialen Bedürfnisse, einen höheren Wert als die Selbstverwirklichung haben.
      Laut Maslov ist Selbstverwirklichung schon das eigentliche Ziel.

      Man kann aber so oder so Maslov kritisieren.
      Wie man glücklich wird, dafür gibt es keinen Pauschalweg.
      Um nicht allzu unglücklich zu werden, sollte man m.E. nicht unbedingt Statistiken und das Gewäsch von Psychologen, Glücksratgeberautoren und Statistiken berücksichtigen. Das individuelle Glück ist das Letzte, was diese Mietmäuler im Blick haben. Deren Ziel sind maximal funktionierende Menschen und auch ein Sklave funktioniert besser als ein eigenständiger Mensch.
      Der Durst wird mit Salzwasser gestillt. Die Leute werden sicher nicht glücklicher/zufriedener, aber sie sind wenigstens beschäftigt.
      Wenn soziale Kümmerei sich so positiv auf das Glücksempfinden auswirkte, wären die sozialen Berufe nicht so stark anfällig für Depression und Burnout, wie sie sind.
      Es geht mehr um Kontrolle. Gruppenmief ist eine hervorragende Strategie, dass niemand aus der Reihe tanzt und auf eigene Ideen kommt. Die Leute schalten sich gegenseitig gleich. Das bisschen Zeit, was man neben der Arbeit noch frei hat, ärgert man sich mit sozialen Verpflichtungen herum. Wie so oft in anderen Sozialbereichen, dreht die Glücksforschung gerne Kausalitäten um. Es ist m.E. nicht der Fall, dass soziale Einbettung (ungeachtet ihrer Qualität) per se zufriedener macht. Es ist m.E. mehr so, dass sich zufriedene Leute (die mit Belastungen einfacher klar kommen) auch leichter sozial engagieren können und besser sozial eingebettet sind.

      • finde ich gute Analyse. Im Prinzip ist es so, man muss mit sich selber im Reinen sein, ins Reine kommen, das ist das A und O. Und man muss wissen was man will, und was einem nur von außen suggeriert wird, man wolle es angeblich.
        Gute Gedanken stehen dazu in Binding’s Kriegstagebuch, kann leider nicht zitieren da verborgt z.Z.
        Er schreibt darin aber sinngemäß, man muss die Dinge die einem Freude machen und wichtig sind für sich selbst tun, nie was für andere tun. Wenn aber andere daran Freude und Interesse haben es gerne mit ihnen teilen, sie teilhaben lassen. So etwa.
        Und das stimmt ja auch. Letztendlich dient ja jedes soziale gesellschaftliche usw. Engagement immer nicht primär seinem Ziel, sondern der emotionalen Selbstbefriedigung, Selbstversicherung.

        Ist ein bisschen wie beim Sex, der Orgasmus sollte ja nicht das zwanghaft angesteuerte Ziel sein, er sollte sich ganz zwanglos, nebenher(was nicht bedeutet lapidar) von selbst ergeben.

  2. „Was macht euch glücklich?“

    Die erste Frage sollte besser lauten, was ist „glücklich“. Glück ist nämlich immer nur ein sehr kurzer und vergänglicher Zustand. Das einzige was dauerhaft möglich ist, ist Zufriedenheit. Alles andere ist Hollywood-Schmonzes.

    „Wie spielen Beziehungen, Flirten, Sex, Ehe, Kinder und das Verhältnis zum anderen Geschlecht da mit hinein?“

    Zufriedenheit (oder auch kurzzeitiges „Glück“) findet im Zusammenspiel statt. Zufriedenheit, wenn alles, oder sagen wir mal der Durchschnitt, zufriedenstellend läuft. Glück, wenn überraschend etwas davon „overperformt“.

    „Kann man ohne Partner glücklich sein?“

    Glücklich ja, wenn auch weniger wahrscheinlich. Zufrieden? Ich nein.

    „Kann eine Partnerschaft dauerhaft glücklich machen, wenn sie gut läuft?“

    Zufrieden und gelegentlich glücklich, ja.

    „Was ist euer Tipp für ein glückliches Leben?“

    Versuchen, nicht zu geldgeil zu sein, oder drücken wir es auf lateinisch aus „memento mori“. Bedenke du bist sterblich. Wenn man auf sein Leben zurückschaut, sollte man zufrieden damit sein und nicht immer alles auf eine Zukunft geplant haben, die nicht mehr kommt.

    „Welche Aspekte zerstören die Aussicht auf ein glückliches Leben am ehesten?“

    Egoismus bzw. sich „alle Optionen offen halten“. Nichts verhindert ein zufriedenes Leben wirkungsvoller.

    „Sind Männer oder Frauen eher glücklich?“

    Weder noch. Eine Frage der Erwartungen, Möglichkeiten und Selbstbeschränkungen.

    „Was macht einen unglücklich, wenn man es nicht gemacht hat?“

    Das ist subjektiv. Ich bin auch nicht frei von Plänen für die Zukunft. Die heutige Welt bietet viel mehr, als man in seiner beschränkten Lebenszeit schaffen kann. Man kommt nicht umhin zu priorisieren, das dann durchzuziehen und wenn man etwas nicht mehr schafft, das hinzunehmen.

    Objektiv betrachtet, ist sowieso alles sinnlos.

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