Selbermach Mittwoch 103 (08.03.2017)

Flirten, Liebe und Sex, was gibt es daneben noch?

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110 Gedanken zu “Selbermach Mittwoch 103 (08.03.2017)

    • Das Qualitätsmedium WDR 2 hat heute morgen in den 6-Uhr-Nachrichten (vermutlich nicht gewollt) erfrischend ehrlich über die Motivation hinter den Aktionen zum Weltfrauentag berichtet.
      Bei der Aufzählung, was gefordert wird, hieß es wörtlich: „mehr Rechte für Frauen“

  1. Kurze Zwischenbilanz der Tagesschau zum Pro-Sexismus-Tag.

    Unter dem Titel „Frauen – so ist die Lage wird demonstriert, welche Kriterien zur Beurteilung der Lage von Frauen relevant sind:
    – 20% in Deutschland (56% in China) finden, dass Männer besser befähigt sind a) Geld zu verdienen b) Bildung zu erlangen und c) Bildung weiterzugeben.
    – Frauen haben mehr Zeit, „unbezahlte“ Arbeiten zu verrichten
    – Es gibt kaum weibliche Vorstände
    – Die weiblichen Vorstände, die es gibt, arbeiten eher in der Telekommunikation als im Rohstoffmarkt.

    Das war’s. Das ist die Gesellschaftsanalyse der Tagesschau zum Thema „Frauen – Von Gleichberechtigung weit entfernt.“

    Der amerikanische Welt-ohne-Frauen-Tag wird lobend erwähnt.
    Dabei wird immerhin erwähnt, dass die Mehrheit der Frauen Trump gewählt hat, aber die sind halt dumm und fallen auf Fake-News rein.

    Julian Heißler merkt die Ironie nicht, wenn er den Anreißer zum x-ten Tagesschau-Artikel zum Thema „Gewalt gegen Frauen“ mit den Worten „Häusliche Gewalt und sexueller Missbrauch sind in Deutschland Tabuthemen.“ beginnt.

    Der Rest ist der übliche Unsinn.

    Kurios ist ein kleiner Hinweis, wenn man nach dem Autor googeln will:

    Einige Ergebnisse wurden möglicherweise aufgrund der Bestimmungen des europäischen Datenschutzrechts entfernt.

    Auf der Erklärungsseite heißt es:

    Das Gericht stellte das Recht bestimmter Personen fest, von Suchmaschinen wie Google die Entfernung von Ergebnissen für Suchanfragen mit ihrem Namen zu verlangen. Nach dem Urteil müssen die angezeigten Ergebnisse entfernt werden, wenn sie den Zwecken der Verarbeitung nicht entsprechen, dafür nicht oder nicht mehr erheblich sind oder darüber hinausgehen.

    Das war mir noch nie aufgefallen, findet sich aber auch bei der schwarzen Alice, bei Arne oder bei A. Ulfig.

    • Kurios ist ein kleiner Hinweis, wenn man nach dem Autor googeln will:

      Diesen Hinweis findet man bei jeder Personensuche; selbst wenn man nach Lieschen Müller googelt…

  2. Was passiert wenn man Frauen die Möglichkeit gibt jeden Mann ohne Beweise ins Gefängnis stecken zu können, Gerichte auch Falschbeschuldigungen akzeptieren, die Frauen eigentlich nur einen Namen nennen müssen und sie für Falschbeschuldigungen niemals bestraft werden?

    Das ist keine rhetorische Frage und auch kein Gedankenexperiment.

    Das ist Realität in Spainien.

    Durchschnittlich 400 Anzeigen pro Tag.
    90% falsch. 360 Männer gehen pro Tag aufgrund von Falschbeschuldigung ins Gefängnis.

    Die Frauen bekommen für die Anzeige auch noch für die Dauer von 11 Monate Geld vom Staat und die Dauer kann durch eine einfache, erneute Anzeige, wieder ohne Beweise, um weitere 11 Monate verlängert werden.

    Falschbeschuldigung sind selten, heißt es. Für Spanien gilt das nicht und in Indien, die sich genauso mit sexistischen, frauenprivilegierenden Gesetzen profilieren wollen sieht es auch nicht besser aus.

    Natürlich verliert der Mann in Spanien sofort das komplette Sorgerecht und darf seine Kinder nicht mehr sehen. Das nennt sich Patriarchat. Väterherrschaft.

    Das Ministerium für Equality – welche zusätzlich noch ein zweites Schild an der Tür hat: Women’s Institute – macht da natürlich voll mit. Stellt Väter als Täter da und Frauen als Opfer. Männer die Frauen schlagen sind keine Männer mehr, usw.

    Der Mann hat in Spainen zu beweisen das er unschuldig ist, wenn eine Frau ihn anzeigt. Genau das was Feministinnen überall wollen – für die Gleichberechtigung!

    Da gibt es in dem Video dann z.B. noch Paco’s Fall:

    Er teilt sich das Sorgerecht mit der Erzeugerin (ha!) seiner Tochter. Sie lässt die Tochter während ihrer Zeit öfter unbeaufsichtigt. Er hat Beweise dafür und geht vor Gericht, verlangt das volle Sorgerecht.
    Was macht die Erzeugerin: erhebt 14 Falschbeschuldigungen, u.a. auch Inzest.
    Ein medizinischer Bereicht beweist dass das falsch ist.
    Paco’s andere Beweise werden nicht zugelassen.
    Ihm wird nicht eine Frage gestellt und keine beantwortet.
    Spanische Gesetzgebung schlägt zu: die Erzeugerin erhält volles Sorgerecht, denn das Wort eine Frau zählt mehr wie alle Beweise!

    Und was sagen die Feministinnen dazu? Ich vermute rein gar nichts. Männer sind nicht strukturell diskriminiert – so ihr Mantra gegen die Realität.

    Sehr schön aber das in Spanien auch viele Frauen dagegen auf die Straße gehen. Die wollen schließlich ihre Enkel sehen…

  3. Einen wunderschönen Leserkommentar zum Gender Wage Gap gefunden:

    Mona Della Torre:

    Ich finde, wir sollten auch mal all den Firmen ein Lob aussprechen, dass sie freiwillig und aus reinem Altruismus, den Männern 20 Prozent mehr Lohn bezahlen, obwohl eine Frau die gleiche Arbeit für weniger Geld machen würde und offenbar oft sogar noch besser.

    Und diese verschwenderische Grosszügigkeit zeigen die Firmen gerade dann, wenn sie in einem hochkompetitiven Umfeld tätig sind und ihre Branchen kriseln.

    Das heisst, es geht dem Kapitalismus nicht immer nur ums Geld. Ist das nicht schön?

    Quelle: http://bazonline.ch/schweiz/standard/maenner-verdienen-20-prozent-mehr/story/21776727#mostPopularComment

  4. Als ich heute Morgen aufgestanden bin, dachte ich ja, ich sollte heute den Fernseher lieber gar nicht erst einschalten. Zum Glück habe ich ein schlechtes Gedächtnis, sonst hätte ich diesen Beitrag zum Gender Pay Gap im ARD-Mittagsmagazin verpaßt.

    Gut, das meiste davon kann man vergessen. Gerede über „gleichwertige Arbeit“ und als positives Vorbild wird eine Firma vorgestellt, in der anscheinend/scheinbar alle halbtags arbeiten (War Teilzeitarbeit nicht ganz böse, als sie hauptsächlich von Frauen gewählt wurde?) und Gehaltsverhandlungen abgeschafft wurden, deren Personalverantwortliche aber Schwesigs „Entgeltgleichheitsgesetz“ für Unsinn hält.

    Der Knaller war aber das kurze Stück, in dem es um Zahlen ging. Dort wurde gesagt:

    Deutschlandweit verdienen Frauen im Schnitt 21 Prozent weniger als Männer — der sogenannte Gender Pay Gap.

    Rechnet man heraus, daß Frauen häufiger in schlecht bezahlten Berufen, häufiger in Teilzeit und seltener in Führungspositionen arbeiten, bleibt noch immer eine nicht zu erklärende Lücke von ungefähr 2 Prozent.

    (Als Quelle wird „Hamburgisches Weltwirtschaftsinstitut“ angegeben. Noch nie gehört.)

    Die Grafik dazu zeigte lustigerweise zum ersten Satz eine „21%“, die dann zum zweiten erst auf eine „7%“,dann auf eine „2%“ heruntergeht. Irgendwie mußten sie offenbar die 7% noch unterbringen. Das kann man jetzt so oder so interpretieren, aber ich sehe es positiv:

    Diese Schlacht haben wir gewonnen. Die MSM haben anerkannt, daß der bereinigte GPG so gering ist, daß sich darüber nur jemand aufregen kann, der dringend etwas zum Aufregen sucht. (Darauf, daß Journalisten noch lernen, was statistische Signifikanz ist, werde ich sicher nicht warten…)
    Ob das schon die Angst vor dem geplanten Fake-News-Gesetz ist?

    Noch was Spaßiges:
    Am Donnerstag Abend gibt es auf 3sat doch im Doppelpack erst „Welt ohne Männer“ und dann diese scobel-Sendung zum Feminismus, die ausschließlich mit Feministinnen besetzt sein wird. Der YouTuber MaMMoNMaGaZiN wird dazu einen Kommentierungs-Livestream veranstalten. Das wird garantiert lustiger, als sich den Blödsinn allein anzutun.

    (Ich habe der Redaktion übrigens eine Mail geschrieben, was sie sich denn bei dieser einseitigen Gästeauswahl gedacht hat — wenig überraschend noch keine Antwort.)

    Bombe 20

    • Der Gap ist nicht nur „gering“! Unter Berücksichtigung, dass Männer tatsächlich leistungsfähiger sind, deutlich weniger Krankheitstage haben, erheblich mehr Überstunden leisten, längere Arbeitswege in Kauf nehmen, mehr Verantwortung und größere Risiken übernehmen, teamfähiger handeln, deutlich weniger wegen irgendeiner belanglosen Scheiße herumplärren, den Betriebsfrieden erheblich seltener mit emotionalen Herumgezicke versauen, Hierachien eher anerkennen, … sind 2 Prozent schlicht eine pure Verarschung. Tatsächlich werden Frauen völlig überbezahlt!

      • Sehe ich genau so.

        Wenn ich schon aus der Personalabteilung meiner Firma hören darf, wie katastrophal es um die Arbeitsmoral vieler junger Frauen innerhalb unserer Belegschaft bestellt ist, angefangen von plötzlichen Absagen über „ich will/muss früher nachhause, weil blablabla“ und dem Unwillen Überstunden zu leisten, dann verstehe ich tatsächlich nicht woher diese Arroganz kommt zu denken, dass man auch nur irgendwie an die Produktivität der Männer herankommen könnte. Es gibt wirklich nur ausgewählte einzelne Frauen, denen ich eine hohe Arbeitsmoral attestieren würde. Beim Rest muss ich doppelt und dreifach nachschauen, ob alles glatt läuft, da Sachen entweder nicht gründlich genug oder falsch erledigt werden oder einfach nur langsam gearbeitet wird während man miteinander quatscht.

        • Ich hatte letztens ein Gespräch mit einer Bekannten, die seit einiger Zeit mit einem Reinigungsdienst selbständig ist. Sie hatte mir erklärt, dass sie mal sehr überzeugte Feministin war, aber inzwischen tatsächlich versucht, möglichst Männer bei ihr im Reinigungsdienst einzustellen, da die Frauen insbesondere bei Brückentagen, in der Nähe von Wochenenden bzw. insbesondere immer dann, wenn gerade viele Aufträge anstehen und es stressiger sein könnte, mal wieder wegen irgendwelchen Lapalienkrankheiten nicht zum Dienst erscheinen und sie dann selber bis tief in die Nacht arbeiten muss, um die Aufträge zu erfüllen.

          Männer würden i.d.R. nur dann krank machen, wenn diese wirklich krank seien und würden vor allen Dingen bei der Arbeitszeit auch arbeiten und nicht ständig quatschen, Zigarettenpausen machen oder anderweitig weniger Leistung bringen. Auch sind diese robuster und können auch mal schwere Kisten ohne Geplärre schleppen. Vor allen würden die Männer einen an den Stresstagen, wo besonders viel zu tun sei, nicht im Stich lassen, während die Frauen gerade an den Tagen mal wieder „krank“ sind.

          Ihr ist das inzwischen vollkommen egal, dass das politisch nicht korrekt sei und gegen ihre früheren Prinzipien als Feministin verstößt bzw. gegen das AGG verstösst, aber sie „kotzt“ die Moral der ganzen selbst ernannten Prinzessinnen inzwischen nur noch an, weil letztlich darf sie bzw. das restliche Team das mit ihren eigenen Feierabenden bzw. Wochenenden ausbaden und nicht nur die „Kranken“ für das im Stich lassen bezahlen, sondern auch noch den restlichen Kollegen die dadurch anfallenen Überstunden. Das schädigt sie somit gleich 3-fach (1. Bezahlung der Kranken für nichts, 2. Bezahlung der Kollegen für Überstunden und Verlust der eigenen Feierabende).

          Und auch die ganze Stimmung sei mit ihren männlichen Angestellten viel friedlicher bzw. kumpelhafter, man kann herumalbern und muss nicht ständig auf irgendwelche absurden Befindlichkeiten Rücksicht nehmen.

          Natürlich würde sie das nie öffentlich erklären, damit sie keine nach dem AGG auf Schadensersatz verklagen kann. Aber letztlich müsse sie auf ihre eigene Gesundheit und Kosten aufpassen und da seien ihr dann die feministischen Prinzipen letztlich Scheiß egal geworden.

  5. Wie kann man die Einstellung, man sei für das Recht auf Abtreibung, mit dem Argument, man wolle bewusst Mädchen abtreiben (z.B. in Indien oder China) und dies sei verwerflich, verbinden?

    My body, my choice, aber bitte nur dann und solange, wenn nicht spezifisch nach Geschlecht abgetrieben wird?

    Meiner Meinung nach erübrigt sich die Frage sowieso. Wenn man mit dem Anspruch hausieren geht, dass man mit seinem Körper tun und lassen kann was man will, so ist die Frage, nach welchen Kriterien man nun abtreibt, vollkommen irrelevant. Man schneidet sich nicht daran, dass überhaupt abgetrieben wird, sondern daran, dass man es wagt, bestimmte Kriterien herzunehmen und nach diesen abzutreiben.

    Das ergibt für mich keinen Sinn.

    • Der Widerspruch lässt sich argumentativ leicht wegfühlen: Während die Abtreibung eines männlichen Fötus die freie Entscheidung einer Frau ist, ist die Abtreibung eines weiblichen Fötus ihr von der Gesellschaft aufgezwungen.

      Leider ist das Thema in anderen Kulturkreisen kein leeres Frauengejammer wie man es von den hiesigen „Damen“ kennt.

      Dort gibt es durchaus teilweise sehr drastische Zwänge (in beide Richtungen) wo Verstöße ganz unprätentiös und ohne langes Verfahren mit dem Tode bestraft werden.

      Man darf nicht den Fehler machen, den sexuell getriebenen Frauenfetischismus des Westens als allgemeingültig anzunehmen.

      Oder anders formuliert: Wenn Sperma billig und Eier teuer sind, kann man Ovularienträgerinnen fetischisieren und abstrahiert anbeten.

      Oder man eignet sie sich an, sperrt sie weg damit kein anderer sie bekommt und sorgt dafür dass (das eigene) Sperma und die Eier auch zueinanderfinden.. 😉

      • @Peter

        Ich glaube das ist eine der hartnäckigsten Missverständnisse der Welt und ich muss so langsam mal meinen Beitrag kopieren, um ihn immer wieder einzufügen.

        Wir sollten uns vorher den Zustand *unserer* Gesellschaft vor der Rentenreform von 1956 klar machen:

        Auch in dieser deutschen Gesellschaft war es gängige Praxis, dass die alt gewordenen Eltern am Tisch ihres Sohnes saßen und von diesem versorgt wurden.
        D.h. die Ressourcen des Sohnes wurden selbstverständlich mit den Eltern geteilt.
        Während sich die Schwiegertochter um das leibliche Wohl dieser Eltern kümmerte und die Pflege übernahm.

        Es ist leicht einzusehen, warum dieser Zustand nicht anhalten konnte: Die Söhne waren tot, sie waren im zweiten Weltkrieg umgebracht worden. Von daher war es unmöglich, diese gesellschaftliche Praxis fortzusetzen, weil es die männlichen Individuen nicht mehr gab, die auf diese zu verpflichten gewesen wären.
        Da auch viele Familienväter auf dem Schlachtfeld ihr Leben ließen war insbesondere für Frauen die drängende Frage, wer sie im Alter versorgen würde.
        Und so haben Frauen – aus ureigenstem Interesse – für die (Rentenreform der) CDU gestimmt.

        Wenn wir also in ein „Entwicklungsland“ begeben, dann wie in eine Zeitmaschine, die gar nicht so weit zurückliegende Verhältnisse unserer Gesellschaft verschärft auf den Tisch bringt.

        Dort verlässt die Tochter die Ursprungsfamilie und kann auf diese nicht mehr verpflichtet werden.
        Sie ist – als Frau eines anderen Mannes – wiederum Schwiegertochter mit den oben genannten Ansprüchen an *ihre* Arbeit.

        Wie gesagt: Die materielle Versorgung der Eltern gebührt als Verantwortung dem Sohn, nicht der Tochter.
        *Deshalb* ist diese – aus Sicht der Eltern – weniger wert.
        Nicht weil sie eine Frau ist, sondern weil sie zur Versorgung der Eltern weder qua religiöser oder gesellschaftlicher Normen verpflichtet ist.

        Für Semikolon: „Eltern“ besteht zu 50% aus „Mutter“.

        Grundsätzlich ist damit das elterliche Motiv, einen erstgeborenen Sohn zu haben (unabhängig von erbrechtlichen Fragen) ganz profan die materielle Absicherung des eigenen Lebensabends.
        Diese Denkweise spiegelt sich selbst heute und hier noch in der gewünschten Reihenfolge elterlicher Vorlieben für zwei Kinder wieder: Erst einen Sohn, dann eine Tochter.

        D.h. die Eltern handeln aus ihrer Perspektive und gemäß ihrer eigenen Interessen entschieden rational, wenn sie eine weiblichen Fötus abtreiben lassen.
        Wer so argumentiert, hat jedoch ein Problem mit dem Feminismus/Genderismus, der ein rationales Motiv nicht gelten lassen will, sondern Abtreibung von weiblichen Föten kann ursächlich nur durch Frauenhass begründet sein.

        Womit zuuuuuuuufälligerweise solchen „Entwicklungsländern“ nicht fehlende soziale Sicherungssysteme vorgeworfen werden, sondern den Männern dort ein falsches *Gefühl*, nämlich „Hass gegen Frauen“.
        Die Problemebene verschiebt sich komfortabel, nämlich von der sozialen Struktur zum Geschlecht und zur RASSE: Man darf nun zwar nicht mehr „Neger“ sagen, aber dem Bimbo vorwerfen, dass er Frauen hasst.

        Aus einer linken Perspektive ist das die Erklärung, warum genderistisch/feministische „Erklärungen“ der Welt so gerne gesehen und völlig herrschaftskompatibel sind; an den Verhältnissen ändert sich nichts, weil sich die sozialen Verhältnisse zu keinem Pfennig in einer solchen Erklärung finden lassen.

        Denn tatsächlich könnte man die rationale Basis dieser elterlichen Entscheidung anerkennen und die GLEICHEN PFLICHTEN bezüglich der Versorgung der Eltern auf den Rücken aller KINDER dieser Eltern fordern.
        Und radikal ein soziales Sicherungssystem aufbauen, dessen Voraussetzung dieser Gedanke ist – denn dann wäre es in der Tat völlig egal, welches Geschlecht das KIND hat.
        Problem erkannt, Problem gebannt.

        Der Haken an der Sache ist der soziale Charakter des Feminismus/Genderismus selbst – bürgerlich bis auf die Knochen.
        Genderistinnen/Feministinnen lassen zwar bspw. in Indien die Bestimmung des Geschlechts des Fötus verbieten, was an der sozialen Tatsachen grundsätzlich nichts ändert und demzufolge nichts an den Abtreibungspraxen in diesen Ländern.

        Man könnte das erstens Reformismus nennen oder zweitens Zynismus.
        Zynismus, weil die dahinter liegende feministisch/genderistische Ideologie am Arsch wäre, würde sich mit der Abtreibungspraxis auch der Frauenhass plötzlich in Luft auflösen.
        Was wäre die feministisch/genderistische Ideologie ohne weibliche Opfer? Welches Interesse haben Feministinnen/Genderistinnen und ihre Bürokratie demzufolge, die Verhältnisse so radikal umzugestalten, dass es keine weiblichen Opfer mehr gibt?!
        Gar keines.
        Zynismus: Wenn in den „Entwicklungsländern“ erst einmal verankert ist, dass für beide Geschlechter gleiche *Rechte* und gleiche *Pflichten* gelten, dann könnten deutsche/europäische Männer auf dumme Ideen kommen…

        Konklusion: Der Feminismus/Genderismus betreibt eine NOTWENDIG halbierte Emanzipation, deren Ausdruck die feministisch/genderistische Ideologie ist, die in der objektiven Erfassung der sozialen Verhältnisse ebenso notwendig scheitert und demzufolge lustige Pseudo-Erklärungen für gesellschaftliche Vorgänge liefert.

        Wir Männer sind also wieder einmal aufgefordert, den ursprünglichen Gedanken der Emanzipation aufzunehmen und zu Ende zu bringen! Diese Aufgabe wird natürlich ein hartes Stück Arbeit. Aber WEIL wir eben Männer sind, kann ich einfach zu euch sagen:

        Hört auf zu JAMMERN, MACHT einfach!
        Deshalb u.a. musste der Feminismus scheitern: Mit Frauen ist eine solche Aufforderung nicht darstellbar. 😉

        Gruß crumar

  6. 3rd-Wave-Feminism:

    Women have been made into servants once again. Except this time, they’re digital.

    Apple’s Siri, Amazon’s Alexa, Microsoft’s Cortana, and Google’s Google Home peddle stereotypes of female subservience—which puts their “progressive” parent companies in a moral predicament.

    People often comment on the sexism inherent in these subservient bots’ female voices, but few have considered the real-life implications of the devices’ lackluster responses to sexual harassment.

    https://qz.com/911681/we-tested-apples-siri-amazon-echos-alexa-microsofts-cortana-and-googles-google-home-to-see-which-personal-assistant-bots-stand-up-for-themselves-in-the-face-of-sexual-harassment/

    • Was steht wohl auf der Prioritätenliste von Feministinnen weiter oben:

      – Computerprogramme mit weiblichen Avataren vor sexueller Belästigung schützen

      oder

      – männlichen Opfern von häuslicher Gewalt (richtig) helfen

  7. Mal ein hübscher kleiner Artikel auf RoK.

    Wer hat wohl die bekanntesten Frauenhymnen geschrieben?

    z.B.

    All Helen Reddy seems to have contributed to I Am Woman are the words. The man who wrote the music, Ray Burton, claims he actually penned a decent part of the lyrics, too. Of course, Reddy would have none of this, saying she wrote all the lyrics. Still, I hope you can see the humor. With lines like “If I have to, I can do anything… I am strong (strong)… I am invincible (invincible)… I am woman,” why couldn’t Reddy just write the music herself?

    I am woman hear me roar…

  8. http://derstandard.at/2000053750509/Gender-Pay-Gap-Berufswahl-keine-Universalloesung

    Frauen sollen in besser bezahlte Berufe, heißt es oft. Ein aktuelles Forschungsprojekt liefert Gegenargumente

    „Was Frauen sollen – oft enden Analysen zum sogenannten Gender-Pay-Gap mit diesen Empfehlungen. Vor allem im Vorfeld des Weltfrauentags trudeln die Ratschläge nur so ein. Zusammenfassen kann man sie so: Frauen sollten sich besser bezahlte Berufe aussuchen und daher auch auf einen entsprechenden Ausbildungsweg achten. Momentan heißt das konkret: Frauen an die technischen Unis, Frauen in die Mint-Berufe – und bald gibt es keinen Gender-Pay-Gap mehr. (Wenn dann auch noch die Familien- und Pflegearbeit nicht fast ausschließlich Frauensache bleibt.)“

    Dann sucht euch Männer, die euch zuhause den Hausmann machen. Ich bin mir sicher, dass es da genug viele gäbe. Wenn ihr aber nicht wollt, und eben den statushohen und erfolgreichen Mann attraktiver findet, dann ist das euer und nur euer Problem. Kommt mit den Konsequenzen zurecht.

    „Dass diese Rechnung nicht aufgeht, verrät ein Blick in die Geschichte: Es ist immer wieder vorgekommen, dass klassische „Frauenberufe“ zu „Männerberufen“ wurden – und umgekehrt. Gleich mehrere Wissenschafter haben sich diese Wechsel genauer angesehen und sind zu dem Schluss gekommen, dass ein steigender Frauenanteil in einem Beruf negative Konsequenzen für das jeweilige Verdienstniveau bedeutete. Nicht nur das: Auch der Status von Berufen wird durch das Merkmal Geschlecht beeinflusst. In zwei Studien konnte nachgewiesen werden, dass eine Feminisierung der Berufe in der Regel mit einer Abwertung und eine Maskulinisierung mit einer Aufwertung der Tätigkeiten verbunden war. Die Forscher nennen hier beispielsweise Kellner, Friseure, Apotheker, Lehrer sowie einzelne Berufe der Textil- und Bekleidungsindustrie.

    Überspitzt formuliert: Erfüllen Frauen künftig die Träume der Ratschlaggeber und drängen beispielsweise in den momentan gefragten und gut bezahlten Job Data-Scientist, sehen die Assoziationen mit diesem Beruf in 15 Jahren vielleicht schon ganz anders aus.“

    “ „Frauenberufe“ werden gegenwärtig – gemessen an ihren jeweiligen Anforderungen und Belastungen – häufiger unterdurchschnittlich bezahlt (in 45 Prozent der Fälle), aber auch in männlich dominierten Berufen kommt es zu geringen Verdiensten (26 Prozent). In Zukunft seien weitere multivariate Analysen mit dem vom Team verwendeten Index notwendig, um zu ausführlicheren Antworten zu kommen. Wichtig bei Diskussionen zum Gender-Pay-Gap sei es jedenfalls zu betonen, dass Unterschiede zwischen besser- und schlechterbezahlten Berufen nicht das Ergebnis perfekt funktionierender Märkte seien.

    „Entlohnungssysteme werden in Tarifverträgen oder betrieblichen Vereinbarungen für längere Zeit institutionalisiert. Und diese Systeme sind historisch gewachsen und legen fest, nach welchen Kriterien Berufe und Tätigkeiten bewertet und bezahlt werden“, schreibt Sarah Lillemeier, Soziologin an der Universität Duisburg-Essen, die Teil des Teams der Böckler-Stiftung ist. Wie wichtig die genannten Arbeitbewertungsverfahren bei der Betrachtung des Gender-Pay-Gaps sind, müsse in Zukunft unbedingt mitgedacht werden.“

    Voila le papier: http://www.boeckler.de/pdf/p_wsi_wp_205.pdf

    • Zusammenfassen kann man sie so: Frauen sollten sich besser bezahlte Berufe aussuchen und daher auch auf einen entsprechenden Ausbildungsweg achten.

      Aus der Erfahrung in meinem persönlichen Umfeld: Es sind definitiv die Mütter, die ihren Töchtern empfehlen, bei der Berufswahl das auszuwählen, „was am meisten Spaß macht.“

      Aspekte wie Verdienst, Lebensunterhalt, Lohnentwicklung, Aufstiegschancen o.ä. sind diesen Müttern schnurzegal – auch wenn diese Mütter selbst in einer finanziell prekären Situation sind oder ihnen dies im Rentenalter drohen wird…

      Nein, keine dieser Mütter sagt dabei: „Du wirst eh mal heiraten“… — aber in der Konsequenz läuft es doch aufs gleiche hinaus…

  9. Mein Beitrag zum Weltfrauentag und Christians Themenwoche:

    Stutenbissigkeiten: Nippel & Bomberbusen

    Oder auch: Möpse, Melonen, Titten, Hupen, Airbags, Distanzhalter, Glocken, Euter, Mammas und was das Synonymwörterbuch sonst noch so alles an Umschreibungen für die weibliche Brust, vulgo den Busen so hergibt. Sex sells! Wirklich?

    Nichts da, zumindest dann nicht, wenn Frauen übereinander herfallen bzw. irgendwelche Anhänger des Feminismus wie üblich Sexismus (t)wittern. So zumindest scheint es momentan mal wieder zu sein. Zuwanderung, Islam, Gaps, alles kein Thema mehr, denn hier geht es an die ureigensten Pfründe von Frauen:

    Eine kurze Geschichte des Busens, der Stutenbissigkeiten und, natürlich des Themas Sexismus. Ohne Wenn & Aber, das größte Problem der Welt, dass ist die Frau und ihre Formen (nebst Sexismus) an sich:

    https://emannzer.wordpress.com/2017/03/07/stutenbissigkeiten-nippel-bomerbusen/

  10. Eine ganz tolle feministische Aktion gab es in Berlin:

    „Die Zeichnung einer nackten Frau mit gespreizten Beinen und dazu der Slogan „Keep Your Agenda Out Of My Vagina“ (Bleib mit deiner Agenda aus meiner Vagina) waren in der Nacht zu Mittwoch für kurze Zeit an den Fassaden der US-Botschaft und der AfD-Parteizentrale zu sehen. Es handelte sich um eine „Guerilla-Aktion“ von Frauen zum Weltfrauentag, die sich „Team Vulvarella“ nennen und sich als „Kollektiv feministischer Aktivistinnen“ bezeichnen.“

    http://www.tagesspiegel.de/berlin/weltfrauentag-in-berlin-feministinnen-projizieren-nackte-frau-an-us-botschaft-und-afd-zentrale/19488042.html

    Woooow….

  11. Ich arbeite gerade an etwas über Jack the Ripper, was überhaupt nichts mit irgendwas zu tun hat, wollte aber anmerken, dass ich am Weltfrauentag mit ermordeten Prostituierten und herausgeschnittenen Gebärmüttern zu tun hatte.

  12. Istanbul Konvention.

    Linksradikal feministischer Genderismus mit Vorgeblich gegen Frauengewalt.

    Letztere ist bei muslimischen Immigranten sowieso egal.

    Mit der Ratifizierung kann man dann auch aufhören zu bloggen.

    • Ich denke bei so penetranter Ausblendung männlicher Gewaltopfer (nach Kriminalstatistiken immerhin ca. 60% der Opfer), sollte immer deutlicher werden, dass die Aufhetzung der Gesellschaft ganz gezielt erfolgt und von den Regierungen beabsichtigt ist, um den übelsten totalitären Polizei- und Überwachungsstaat unter Beseitigung der Freiheiten der Bürger aufbauen zu können.

      Man muss sich schon sehr blind stellen, um nicht zu erkennen, dass da im Hintergrund Dinge passieren, die garantiert nichts Gutes im Schilde führen. Herrlich mit anzuschauen, wie wenig die Dinge in der Mainstreampresse zum Thema gemacht werden bzw. wenn, dann auch noch befürwortet werden.

      Guckt Euch mal das Video von Jasinna an (auch die anderen Videos von ihr sind bemerkenswert):

  13. Meinen Beitrag zum Weltfrauentag lasse ich von Max Raabe singen. Kann der einfach besser 😉

    BTW: ich habe heute wirklich den ganzen Tag darauf geachtet, aber beim besten Willen keine streikenden Frauen gesehen. Ihr?

    XD

    • Nö. Hat wahrscheinlich keine davon gewusst. Wie auch, der Aufruf drang vermutlich gar nicht aus den genderistisch-feministischen Filterblasen ständiger Selbstreferentialität.

      Aber das rosa-Pudel-Lied von Max Raabe, ernsthaft? Musikalisch toll, wie alles was er macht, ansonsten ein Bad in pro-weiblichen-Klischees, sowas lässt mich immer unentschieden zurück, ob es ernst oder ironisch gemeint ist und lässt mich überdies irgendwie fremdschämen.

      • XD

        Also ich finde die süffisante Ironie trieft ja geradezu aus dem Lied, speziell in Kombination mit dem Video.

        Das Thema sollte mann eh wo und wann immer möglich mit Humor nehmen.

  14. Ein sehr relevanter Ausschnitt einer Rede von Haidt.

    (ab 6:48) Anti-Fragility

    Viele biologische Systeme sind anti-fragil. Das ist nicht das gleiche wie „robust“. Robust heißt, ein System kann eine Menge ab, aber ab einem bestimmten Punkt geht es kaputt.
    Anti-fragil heißt: Durch Belastung wird es robuster. Ohne Belastung wird es schwächer.
    Gute Beispiele sind das Immunsystem und Knochen. (Man denke an die Röntgenbilder der Menschen in Wall-E)
    Es ist so gut wie sicher, dass die menschliche Psyche auch dazu gehört.

    You CAN NOT be a great person unless you have suffered, faced adversity, been banged around, failed and come back fifty or a hundred, five hundred times.
    That’s the only way to greatness.

    Vergleiche diese Tatsache mit dem Zeitalter der Safe Spaces.

    Safety Culture is debilitating. It is crippling. (…) Those who embrace a „marginalized“ identity become MORE fragile and morally dependant; less likely to thrive after leaving the bubble of safety.

    Now: WHO get’s stronger from this?
    Straight white men!

    Because for four years they get told: You are the bad guy, you are the evil ones and there is no resource to support you in particular.
    What does that sound like: Frequent criticism and no special support?
    A JOB! That’s what a job is like.

    So, straight white men have four years of (mental) preparation for a job.

    Whereas anyone who embraces the safety mindset has four years of dis-preparation.

    When I talk to business people they ask „What’s going on? I don’t want to hire these kids! They are going to sue. They are going to cry. I DONT WANT THESE KIDS FROM THE SAFETY CULTURE“

  15. https://taz.de/Militanz-als-Genderfrage/!5390564/

    Die Waffen der Frauen

    Zum G20-Gipfel kommen die großen Macker der Weltpolitik nach Hamburg. Ein Problem mit männlicher Dominanz hat aber auch die linke Protestkultur.

    HAMBURG taz | In gut 120 Tagen ist es so weit: Die Big Men kommen. Wenn Putin, Trump und Erdogan zum G20-Gipfel in Hamburg sind – und Massen von Gegendemonstranten in die Stadt bringen, kommt die Zeit des großen Mackergehabes. Die männliche Herrschaft der linken Szene ist da ein echter Nebenschauplatz – und gemessen am Mackertum der Politik mit ihren Regierungschefs (es sind nur selten Frauen) ist das Jammern auf hohem Niveau.

    Und doch sind die Bilder von Tausenden Vermummten auf der Straße, von brennenden Mülltonnen, Wasserwerfern und entglasten Schaufensterscheiben auch geprägt von männlicher Mackerei.
    Doch was ist daran so besonders?

    Das Dominanzgehabe von Männern ist kein spezifisches Problem der linken oder linksradikalen Szene, sondern ein gesamtgesellschaftliches. Mackeriges Verhalten von Männern am Arbeitsplatz, im Supermarkt, im Schwimmbad oder im Fernsehen sind Ausdruck der patriarchalen Gesellschaft.

    Was die Linke bezüglich männlicher Mackerei auszeichnet, ist, dass sie das Problem überhaupt erkennt, sich Strukturfragen stellt und bemüht ist, auch eingefleischte Gepflogenheiten zu hinterfragen.

    Frauen machen Kampfsport und übernehmen Türschichten in linken Läden. Sie sorgen für die Technik bei Veranstaltungen und Demos, sind DJs, Rapperinnen und Handwerkerinnen. Unerwünschten Komplimenten begegnen sie mit Verachtung, wer ungefragt ihr Aussehen kommentiert, kann sich auf was gefasst machen.

    Männer geben sich Mühe, Schritt zu halten, indem sie zum Beispiel nichts sagen, wenn sie daneben stehen, während eine Freundin dumm angemacht wird, weil die Frau sich am besten selbst verteidigen kann. Es gibt feministische Antifa-Gruppen und feministische Antifa-Kongresse. Es gibt Awareness-Teams, die eine aktive Haltung gegen diskriminierendes Verhalten auf Partys einfordern und durchsetzen.
    Der Revolutionär ist weiß

    Manchmal gelingt es auf diese Art, die männliche Dominanz zu durchbrechen, manchmal auch nicht. Häufig muss erst Kritik von feministischer Seite kommen, damit Verantwortliche ihre Handlungen oder Worte noch mal überdenken. Wenn es gut läuft, sind sie bereit, die Kritik anzunehmen, wie kürzlich eine anarchistische Gruppe, die mit einem Plakat zu Chaostagen vor dem Gipfel in Hamburg aufrufen wollte.

    Darauf ist ein gezeichneter, halbnackter Mann zu sehen. Sein entblößter Oberkörper ist lediglich von zwei Tattoos auf der Brust bedeckt: links ein Anarchiezeichen, rechts ein Stern. Sein Gesicht vermummt eine Hasskappe, nur die Augen sind frei. Seine Körperhaltung signalisiert Bereitschaft zum Straßenkampf. Von feministischer Seite kam harsche Kritik. Ein weißer Mann, noch dazu mit freiem Oberkörper, soll mal wieder die Revolution übernehmen? Eine Fantasie direkt aus dem männlichen Kleinhirn.

    Auch die Diskussion um entblößte Männeroberkörper ist nicht neu, sorgt aber doch immer wieder für Kontroversen. Während Männer sich in vielen Lebenslagen völlig unbeschwert das Shirt ausziehen können, ist Frauen dies selten möglich. Sie überschreiten nicht nur eine rechtliche Grenze, wenn sie ihre Brustwarzen entblößen, sondern vor allem ein gesellschaftliches Tabu. Geschockte oder maßregelnde Blicke, Kommentare, Grapschen oder andere Handgreiflichkeiten können schnell folgen.
    Tyrannei der Strukturlosigkeit?

    Die anarchistische Gruppe entschuldigte sich für das Plakat mit dem halbnackten Typen. „Die Reproduktion männlicher, weißer Dominanz ist, kann und darf nicht Ausdruck unseres Denkens, Fühlens und Handelns sein. Dementsprechend war es ein Fehler, diese abzubilden“, schrieb sie auf dem linken Internetportal Indymedia. Sie versprach öffentlich, die Plakate aus dem Verkehr zu ziehen und zu vernichten, und kündigte an, in der Gruppe zu reflektieren, wie es zu dem Fauxpas kommen konnte.

    Kommt hingegen derlei selbstkritische Reflexion zu kurz, laufen auch politische Bewegungen Gefahr, in eine „Tyrannei der Strukturlosigkeit“ zu münden, in denen sich informelle, schwer kontrollierbare Hierarchien durchsetzen. So hat es einmal die US-amerikanische Feministin Jo Freeman formuliert.

    Denn eine der wichtigsten Lektionen des Feminismus ist es, in Bezug auf soziale Praktiken nicht naiv zu sein. Denn jede Interaktion erfordert eine Struktur und die Idee eines laissez faire „wird zu einem Nebelschleier, hinter dem die Starken oder Glücklichen unbefragt ihre Vorherrschaft über andere etablieren“, wie Freeman schrieb. Damit sich die Schwachen nicht von den Starken unterbuttern lassen müssen, braucht es ein wirkliches Umdenken.

    • „Männer geben sich Mühe, Schritt zu halten, indem sie zum Beispiel nichts sagen…“

      Öhm.. okay, cuck!

      „Ein weißer Mann, noch dazu mit freiem Oberkörper, soll mal wieder die Revolution übernehmen?“

      In Deutschland? In Deutschland ist es ein Ausdruck weißer Dominanz, wenn man einen weißen Mann auf einem Plakat hat? Wie soll das laufen? Alle Farbigen gegen die über 80% weiße Bevölkerung?

      Man merkt richtig das sie sich selbst als Erzieher des Denkens sehen: Das war jetzt aber nicht richtig was du gemacht hast! Entschuldige dich! Jetzt denk drüber nach was du falsch gemacht hast.

    • Übrigens haben Frauen größere Problem damit, wenn es Frauen „erlaubt“ wäre mit nackten Oberkörper in der Öffentlichkeit rumzulaufen, wie Männer.

      Möglicherweise einfach nur weil man dann besser vergleichen kann…

    • Welche rechtliche Grenze überschreiten Frauen denn (in D), wenn sie in der Öffentlichkeit oben rum blankziehen? Hat die Autorin eine Antwort?

    • Ach je, die Hosen, diese peinlichen Pop-Clowns.

      Aus „Frauen dieser Welt“:

      „Ich habe schon als junger Mensch begriffen,
      dass Männer sehr viel Schaden anrichten.
      Damals habe ich mich für die Musik entschieden.
      Die ist gesellschaftlich nicht wichtig.
      Ich dachte, dann kann an meiner Stelle eine Frau ihre Ideen verwirklichen.
      Ich habe also ganz bewusst auf eine Karriere in Wirtschaft oder Politik verzichtet,
      aber leider ist so viel soziale Intelligenz für Männer eher untypisch,
      und manche behaupten sogar, sie sei das Gegenteil von Sexappeal.“

      Immer diese Macker ey, die den Frauen die Luft wegatmen und mit ihrer bloßen Existenz mackernd-störend im Weg rumstehen. Hätten die nicht alle in die Musik gehen können?

      Auch an der hier unpassenden Verwendung der Vokabel „soziale Intelligenz“ merkt man, dass es bei den Hosen nicht mal zum 2 Meter geradeaus Denken reicht.

      Peinlich, eben. Auch lustig die Vorstellung, wie der junge Campino im dauerzugedrönten Zustand „ganz bewusst auf eine Karriere in der Politik verzichtet.“ =D Dabei hätten die ihn doch mit Handkuss genommen. =D

  16. Schamlose Eigenwerbung für meinen neuen Blogpost: Fake News vom Statistischen Bundesamt

    Auslöser für diesen Blogpost war eine seltsame Beobachtung, die ich seit längerem wiederholt gemacht habe: Manche Quellen, die ich nicht als radikalfeministisch einschätze, behaupteten (mit empörtem Unterton), das bereinigte GPG würde 7% betragen, und gaben als Beleg Veröffentlichungen des Destatis an. Die mir damals bewußten zentralen Veröffentlichungen des Destatis sagen aber ganz klar, daß das bereinigte GPG kleiner ist, weil lohnrelevante Daten fehlen (das dürften die meisten hier wissen), allerdings ohne zu sagen, wieviel kleiner.

    Ich habe mir daraufhin die zitierten Quellen genauer angesehen, insb. die Pressemitteilungen des Destatis, und siehe da, man reibt sich die Augen: von „kleiner 7%“ ist dort (fast) keine Rede mehr. Die Pressemitteilungen erfüllen mMn das Merkmal Fake News, kein Wunder, daß sie als Beweise des alternativen Faktums „bGPG=7%“ zitiert werden,

    Ich habe dann noch länger nach Quellen gesucht, in denen der Fehler in den GPG-Berechnungen kleiner ist bzw. in denen der Fehler zumindest eingeschätzt wird. Sehr interessant fand ich eine Metastudie des U.S. Department of Labor, leider schon ein paar Jahre alt. Ansonsten habe ich aber fast nichts gefunden.

    Wenn jemand weitere gute Quellen kennt, bitte hier antworten.

    • Ich muss noch mal suchen, aber ich bin mir sicher, dass bei Destatis früher stand, dass der unbereinigte Gap – also der Vergleich von Apfel (z.B. Teilzeitverkäuferin) und Birnen (z.B. Atomphysiker) 21 oder 22 % betrug (Die Zahl weiß ich nicht mehr genau). Und dann wurde von Destatis erklärt, dass bei gleichen Tätigkeiten der Gap 7% betragen würde und das dieser sich im Wesentlichen wohl daraus herleiten lasse, dass Frauen weit mehr Teilzeit arbeiten würden und Brüche in ihren Erwerbsbiografien hätten. Mit anderen Worten Destatis hat sehr klar beschrieben, dass auch in den 7% immer noch Äpfel (Teilzeitarbeiter, berufliche Aussetzer) mit Birnen (Vollzeitarbeiter, keine beruflichen Aussetzer) verglichen wurden.

      Und dass ein Arbeitgeber lange Betriebstreue durch steigende Gehälter belohnt (alleine schon um die qualifizierten Mitarbeiter nicht an Konkurrenten zu verlieren) bzw. Teilzeitarbeiter schlechter bezahlt (weil es ansonsten überhaupt keinen bzw. kaum einen nachvollziehbaren Grund für die Einstellung tententiell teurerer Arbeitskräfte geben würde) hat rein überhaupt gar nichts mit einer Geschlechterdifferenzierung zu tun. Warum sollte der Arbeitgeber ansonsten z.B. einen Arbeitsplatz (Raum, Computer, Versicherungen, ….) für einen Teilzeitarbeiter einrichten, wenn der Arbeitsplatz nur zur Hälfte besetzt ist (z.B. Raummieten laufen ja voll weiter, …). Und auch für die Kunden ist das meistens ziemlich blöd, wenn ein Ansprechpartner nur zu bestimmten Zeiten erreicht werden kann …. Die Motivation für einen Arbeitgeber, so etwas Nachteiliges wie ein Teilzeitarbeiter einzustellen, kann daher gewöhnlich nur über einen geringeren Lohn laufen, so dass der Arbeitgeber die Nachteile in Kauf nimmt.

      Aber, was ich eigentlich sagen wollte, die ständige Behauptung, die zur Zeit getätigt wird, dass die Teilzeit und Brüche in den Erwerbstbiografien angeblich in den 21% stecken bzw. in den 7% angeblich bereinigt, lässt sich aus den Erklärungen, die ich bei Destatis gelesen hatte, definitiv und 100% nicht herleiten, denn Destatis hatte ausdrücklich darauf hingewiesen, dass diese Punkte in den 7% nicht bereinigt worden waren.

      Mal gucken, ob ich das bei Destatis noch wiederfinde, aber ich bin mir 100% sicher, dass da so da stand.

      • Gar nicht so einfach die besagte Stelle bei Destatis wieder zu finden. Aus einem meiner früheren Beiträge habe ich aber das genaue Zitat gefunden (leider ohne Verweis auf das Originalzitat). Das Zitat, was bei Destatis mal zu lesen war, ging wie folgt:

        Zitat: „Auch bei gleicher Arbeit blieb im Durchschnitt ein Abstand von etwa 7 % zu Lasten der Frauen. Eine wichtige Rolle spielen dabei vermutlich die Unterschiede in den Erwerbsbiografien. Bei Frauen entstehen oft Lücken oder Brüche durch Teilzeitarbeit wegen Kindererziehung oder anderer familiärer Verpflichtungen (siehe 3.6 und 3.7), die zu einem geringeren Verdienst führen.“

        Das stand wohl mal auf folgender Seite, wo der Satz aber heute nicht mehr zu finden ist:

        http://www.whq-forum.de/invisionboard/index.php?s=4225425e61b0c031e93e1b1f58bf13ef&showtopic=30675&pid=1363221&st=30&#entry1363221

        Zumindest findet man bei Google zu dem oben benannten Zitat auf anderen Seiten die Verweise auf diesen Destatis Link.

        Bei Destatis findet man aber noch einen Link mit folgenden Zitat:

        Zitat: „… 7 % weniger als Männer. Hier muss berücksichtigt werden, dass der ermittelte Wert eine Obergrenze ist. Er wäre geringer ausgefallen, wenn weitere Informationen über lohnrelevante Einflussfaktoren für die Analysen zur Verfügung gestanden hätten, wie vor allem Angaben zu Erwerbsunterbrechungen.“

        https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/2016/03/PD16_097_621.html

        In diesem Zitat geht man zwar nicht ausdrücklich auf die Teilzeitarbeit ein und benennt nur als Beispiel die Brüche in den Erwerbsbiografien, aber es wird ausdrücklich erwähnt, dass die 7% eine Höchstgrenze sind und noch weitere lohnrelevante Einflussfaktoren wie z.B. die Brüche in diesem 7%-Wert noch nicht berücksichtigt sind.

      • „… aber ich bin mir sicher, dass bei Destatis früher stand, …“

        Klar, das ist die zentrale Publikation Finke (2010), dort Seite v.
        Allerdings sind das 91 Seiten, und in so lange Papiere schauen viele gar nicht erst hinein. Schon gar nicht der typische feministische Journalist, der Literatur studiert hat und eine Zahlenphobie hat.

        „… Destatis hatte ausdrücklich darauf hingewiesen, dass diese Punkte in den 7% nicht bereinigt worden waren.“

        Aber nur in den langen Papieren. In den Pressemitteilungen eben nicht! S. z.B. Destatis (2015),

        D.h. wer nur die Pressemitteilungen gelesen hat, hat von der unvollständigen Bereinigung nichts erfahren.

        • Ich habe jetzt mal Deinen ganzen Artikel gelesen, den ich sehr interessant fand. Und in der Tat macht sich Destatis zum Erfüllungsgehilfen von ganz bewussten Desinformationskampagnen der Gender Mafia um Schwesig.

          Und , wenn man dann auch noch sieht, dass Destatis ganz offensichtlich seine Pressemitteilungen nachträglich sogar schwesig-gerecht frisiert hat bzw. die klarstellende Sätze einfach wieder rausgestrichen hat, dann kann auch kein Zweifel mehr daran bestehen, dass die Desinformtion ganz bewusst vorgenommen wird.

          Denn wie gesagt, ich bin mir ganz sicher, dass in früheren Mitteilungen von Destatis schon mal folgende Erklärung zu den 7% bei Destatis gestanden hatte, die zumindest klar stellt, dass noch wesentliche Faktoren wie Zeitarbeit und Erbewerbsunterbrechungen nicht in der Bereinigung berücksichtigt wurden:

          Zitat: „Auch bei gleicher Arbeit blieb im Durchschnitt ein Abstand von etwa 7 % zu Lasten der Frauen. Eine wichtige Rolle spielen dabei vermutlich die Unterschiede in den Erwerbsbiografien. Bei Frauen entstehen oft Lücken oder Brüche durch Teilzeitarbeit wegen Kindererziehung oder anderer familiärer Verpflichtungen (siehe 3.6 und 3.7), die zu einem geringeren Verdienst führen.“

          Wenn man dieses Zitat jetzt mal bei Google eingibt, dann findet man auch noch eine Vielzahl von Links, wo andere Leute ebenfalls genau dieses Zitat verwenden und als Quelle für dieses Zitat folgene Destatis Seite nennen:

          https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/Indikatoren/QualitaetArbeit/Dimension1/1_5_GenderPayGap.html

          Komischerweise findet man dort den oben zitierten Satz aber nicht mehr. Mit anderen Worten: Destatis muss diesen Satz nachträglich wieder von ihrer Seite entfernt haben. Und warum könnte Destatis so etwas wohl getan haben?

          Ich gehe jedenfalls davon aus, dass Destatis ganz bewusst desinformiert und Teil des Propaganda-Gerhinwäschesystems der Regierung ist.

        • Ich habe viel lokal gespeichert, und finde in meinem Archiv:

          Destatis, 19. März 2013

          „In diesem Zusammenhang sollte jedoch berücksichtigt werden, dass der bereinigte Gender Pay Gap möglicherweise geringer ausfallen würde, wenn weitere lohnrelevante Einflussfaktoren für die Analysen zur Verfügung gestanden hätten, wie zum Beispiel das individuelle Verhalten in Lohnverhandlungen oder Erwerbsunterberechungen. Eine detaillierte Erläuterung hierzu enthält der Bericht Verdienstunterschiede zwischen Männern und Frauen.“

          Das ist wohl die Einschränkung, die du meinst.

          Die Datei kann ich dir zur Verfügung stellen.

    • Wie gehabt:
      Ich will Euch erleben, wenn staatliche Stellen sich die Arbeit machten den Gender-Gap in der Lebenserwartung rechnerisch zu bereinigen. Es kann gar nicht so schwer sein da auf nahe Null zu kommen, weil schon der Ausgangswert gerad mal so um die 6 % liegt und wir viele Risikofaktoren bereits kennen.

      Ein Einwand, den Ihr gern mal zur Moralisierung nutzt derzeit – Männer leben im Schnitt kürzer – könnte fortan locker abgebügelt werden mit:
      Es wurde aber doch schon bewiesen, dass das so nicht stimmt, dass der unbereinigte, insignifikante Gap, auf den Ihr Euch bezieht, schlicht als Resultat freier Entscheidungen anzusehen ist (nicht bloß bei Suizid-Fällen).

      Das würde jedenfalls wesentlich zur Versachlichung beitragen.
      Gut investierte Steuermittel also…
      ^^

      • „Ich will Euch erleben, wenn staatliche Stellen sich die Arbeit machten den Gender-Gap in der Lebenserwartung rechnerisch zu bereinigen. “

        Machen sie doch,indem sie behaupten es sei allein persönliche Männersache.Die rechnen zwar nicht, aber behaupten einfach was gerade passt.

      • Es bestreitet doch kaum einer, dass der Gender-Death-Gap ganz wesentlich auf eigenen Entscheidungen beruht (anstrengendere und härtere körperliche Arbeit, Übernahme von mehr Risiken und Stress, mehr Überstunden, …). Oder haben Sie schon mal von einer signifikanten Initiative gesehen, die ernsthafte Angleichungen der Lebenserwartungen bei den Geschlechtern anstrebt (z.B. Verweigerung der Gesundheitsversorgung gegenüber Frauen bzw. Angleichung der Gesundheitsausgaben, mehr Urlaub zur Erholung für Männer auf Kosten der Frauen, Maßnahmen zur Angleichung der körperlichen Anstrengungen im Leben und Strafgesetze gegenüber Frauen, wenn diese Männer ihre Lasten tragen lassen, …)? Und auch, wenn der Gender-Death-Gap sicher auch zum Teil auch an den verschiedenen Rollenerwartungen liegt, weil z.B. Männer sich gesellschaftlich zur Lachnummer machen und als „wehleidig“ abgewertet gemacht werden würden, wenn diese ähnlich wie Frauen bei jedem Pups zum Arzt rennen oder weil Frauen in der Partnerwahl immer noch auf wirtschaftliche Kriterien des Mannes besonders achten und Männer daher unter einem stärkeren Druck des beruflichen Fortkommens stehen, gibt es trotzdem weit und breit keine ernsthaften Bestrebungen, den Gender-Death-Gap zwischen den Geschlechtern anzugleichen.

        Und, wenn man Männern zutrauen kann, dass sie die Folgen für ihre Lebensentscheidungen (und seien sie noch so von gesellschaftlichen Rollenerwartungen mit beeinflusst) selber zu tragen haben, dann sollte man von Frauen das Gleiche erwarten dürfen.

        Feministinnen sollten sich halt mal entscheiden. Entweder findet man Gender-Gaps ungerecht und zwar auch dann, wenn diese im Wesentlichen auf eigenen Entscheidungen beruhen (eigene Berufswahl, Überstunden, berufliches Aussetzen, Teilzeit, work-life-balance, …). Oder man geht davon aus, dass der Staat dem Bürger allgemein auch vor den Folgen der eigenen Lebensentscheidungen zu beschützen hat und keine Eigenverantwortung überlassen kann. Entweder versucht man also alle Gender-Gaps durch staatliche Maßnahmen anzugleichen (Lebenserwartung, Arbeitsunfälle, Obdachlose, Gefängnisinsassen, Unterhaltszahler, …) oder halt keine. Zumal die Männer ihren Mehrverdienst u.a. auch durch die Verkürzung ihrer Lebenserwartung erkaufen (mehr Arbeit, mehr Leistungen, mehr Überstunden, mehr Risiken, mehr Arbeitswege, weniger Krankheitstage, …).

        Nur rosinenpickend einzelne Gaps angleichen zu wollen und alle anderen Gaps penetrant ausblenden zu wollen, überzeugt halt nur asoziale Vollidoten!

        • „Oder haben Sie schon mal von einer signifikanten Initiative gesehen, die ernsthafte Angleichungen der Lebenserwartungen bei den Geschlechtern anstrebt“

          Ja, schon (neben Publikationen gab es tatsächlich auch bereits Prämien für Männer für regelmäßige Arztbesuche! – also zusätzlich zu dem ganzen Betriebsärzte-Gedöns…).

          Und es klappt ja auch, unterm Strich wird _dieser_ Gap bei uns jedenfalls von Jahr zu Jahr merklich geringer – anders als der unbereinigte Gender Pay Gap, der liegt wie fest-betoniert bei über 20 % Stundenlohn-Unterschied.
          Das ist schon ein bißchen frustierend.

        • „z.B. Verweigerung der Gesundheitsversorgung gegenüber Frauen“

          Meinetwegen könnte man gern damit aufhören hormonelle Verhütungsmittel Mädchen und jungen Frauen zu finanzieren und diese Mittel den Männern überschreiben, damit sie hinsichtlich der Vasektomie unterstützt würden.

          Und dass die HPV-Impfung nur Mädchen bezahlt wird, hat mich bereits zur Einführung arg genervt, war total sinnlos (so wie diese Impfung selbst allerdings auch, imho).

          Was konkret hast Du mit Deinem „Vorschlag“ so im Sinne gehabt?

        • „gab es tatsächlich auch bereits Prämien für Männer für regelmäßige Arztbesuche!“

          Wo und zwar nur für Männer?

          Bei den 20% Stundenlohnunterschied wird es bleiben, allein weil Feminist.I.nnen diese Zahl brauchen wie die Luft zum Atmen… 🙂

          Ohne diese und andere willkürliche Zahlen lassen sich auf Dauer keine Gleichstellungsbeauftragte rechtfertigen.

        • „Und es klappt ja auch, unterm Strich wird _dieser_ Gap bei uns jedenfalls von Jahr zu Jahr merklich geringer – anders als der unbereinigte Gender Pay Gap, der liegt wie fest-betoniert bei über 20 % Stundenlohn-Unterschied.
          Das ist schon ein bißchen frustierend.“

          Das bedeutet doch, daß Männer lernfähig sind und Frauen damit so ihre Probleme haben?… Oder wie kann man das verstehen?

        • @http://bfy.tw/AXIf

          Und wo steht da jetzt etwas von besonderen Förderungen zur Angleichung der Lebenserwartungen?

        • Ok, den lustigsten Treffer zitier ich her, allein der erste Satz treibt schon jedem mit Ahnung die Tränen in die Augen:

          „Adam ist in der Gesundheitsforschung ein noch ziemlich unbekanntes Wesen.“

          schreibt die Frau einfach so.
          Brüller!

          „Männer sind zwar mit durchschnittlich elf Tagen pro Jahr einen Tag weniger krank als Frauen. Allerdings leben sie riskanter und sterben fast sechs Jahre früher als Frauen. [mittlerweile sinds keine 5 Jahre mehr, oder?]…

          Männer sind »die Sorgenkinder der Prävention«, sagte DAK-Vorstandschef Professor Dr. Herbert Rebscher. »Männer bringen lieber ihr Auto zum TÜV, als dass sie selber einen Gesundheitscheck machen.« Deshalb will die DAK Männer stärker zur Vorsorge und Prävention motivieren. Mit einer Kampagne zur Männergesundheit will sie Männer am Arbeitsplatz ansprechen, um berufsbedingte Unfälle künftig zu vermeiden. Mit finanziellen Anreizen versüßt die Kasse männlichen Vorsorgemuffeln schon jetzt den Gang zum Check-up 35 oder zur Krebsvorsorge und will das weiter intensivieren.

          Weil Herzinfarkte und Rückenprobleme bei Männern häufiger sind als bei Frauen, will die DAK sie verstärkt mit Anreizsystemen und Bonusprogrammen auf Klassiker der Prävention wie Bewegung, Ernährungsumstellung und Raucherentwöhnung stoßen.“

          http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=5294

          Jetzt könnte es natürlich sein, dass diese Entwicklung aus irgendeinem Grunde wieder ins Stocken geraten wäre?

          Aber, hmm, nein, irgendwie glaub ich das nicht wenn ich mich so umschaue, Beispiel:
          http://www.bkk-akzo.de/aktuelles/240_aktion-maennergesundheit/

          Das wird im Hintergrund bestimmt und zunehmend irgendwie „berücksichtigt“ werden bei den GKVen…

          Den Privaten traue ich erst Recht zu, dass sie ganz kreativ irgendeine Adaption gesucht und gefunden haben, mit der sich die empfundene Schmach der gesetzlich-eingeführten Unisex-Tarife (Frauen zahlten ja per se höhere Beiträge als Männer) aus ihrer Sicht lindern ließ. Wobei Frauen ja wahrlich nicht deren Hauptklientel und damit -Problem sein können:

        • Und wo steht jetzt, dass die Frauen diese Anreize nicht bekommen? Im Übrigen steht da auch nirgends, dass das mit dem Ziel der Angleichung der Lebenserwartung getan wird. Krankenkassen geben solche Anreize ausschließlich nur, weil sie herausgefunden haben, das Vorsorgeuntersuchungen letztlich für die Versicherungen günstiger als die Behandlung der späteren Erkrankungen sind. Die Krankenkassen wollen letztlich nur Geld sparen. Denn Krankenkassen müssen ja irgendwie das Geld einsparen, was diese für die Gesundheitsversorgung der Frauen benötigen, die weniger einzahlen und mehr kosten; also das klassische Minusgeschäft in der Mischkalkulation sind.

      • „Ich will Euch erleben, wenn staatliche Stellen sich die Arbeit machten den Gender-Gap in der Lebenserwartung rechnerisch zu bereinigen.“

        So wie staatliche Stellen versuchen den Gender Pay Gap möglichst groß zu machen?

        Und wie DDZ schon richtig anmerkt, macht der Staat genau das doch schon: Jungen sind dumm + faul und deshalb schlechter in der Schule. Ich glaube die SPD hat das sogar extra einen „Wissenschaftler“ für angestellt, der jedes Mal wenn das Thema Bildung von Jungen auf dem Tisch liegt sein One-Trick-Pony herausholt und die Bildungsbenachteiligung verschwinden lässt.

        Mit der Lebenserwartung und Gesundheit ist es genauso. Da sind Männer doch selbst Schuld, notfalls noch toxische Männlichkeit oder sowas als Ursache nennen. Wenn Frauen ein Problem haben, würde man Aktionen starten, Awareness-Kampagnen, Plakate aufhängen, usw. usf. Niemand darf von einer Frau erwarten das sie sich selbst um etwas kümmern muss!

        Was laberst du eigentlich?

        • „So wie staatliche Stellen versuchen den Gender Pay Gap möglichst groß zu machen?“

          Also die Genese müsste m.M.n. dergestalt verlaufen sein, dass der (nicht bloß unser) Staat unter Druck geraten war seitens Lobbyisten-Gruppen, die zuerst einschlägige Rechenmodelle entwickelten, nicht mehr _nur_ den unbereinigten GPG anzugeben.

          Niemand aber macht Druck, einen bereinigten Lebenserwartungs-Gap zu erstellen/publizieren.
          Lohnt sich nichtmal aus Sicht von Feministinnen, klingt auch so herzlos und weltfremd?!

          Also fast so wie Ihr, wenn Ihr detaillierter Eure Vorstellungen von „Gleichberechtigung“ aus- und verbreitet, z.B.

        • „Niemand aber macht Druck, einen bereinigten Lebenserwartungs-Gap zu erstellen/publizieren.“

          Mach doch mal Vorschläge wie sowas denn aussehen könnte?

          Und welchen Sinn sollte der haben? Hat jemand ernsthaft ein Gesetz zur Angleichung der Lebenserwartungen, ein Lebenserwartungsgerechtigkeitsgesetz etwa, gefordert?

          Hat Ministerin Schweißig Geheimpläne in der Schublade, von denen Du weißt? Erzähl mal …

        • >>> Niemand aber macht Druck, einen bereinigten
          >>> Lebenserwartungs-Gap zu erstellen/publizieren.
          >>> Lohnt sich nichtmal aus Sicht von Feministinnen …

          Wahrscheinlich liegt das daran, weil seriöse Wissenschaftler dann vermutlich feststellen würden, dass hier viel mit den unterschiedlichen Rollenerwartungen der Geschlechter und Partnerschaftsauswahlverhalten von Frauen zu tun haben (z.B. es wird erwartet, dass Männer die anstrengenderen und gefährlicheren Tätigkeiten übernehmen, schwache Männer werden gesellschaftlich aussortiert, Männer müssen möglichst beruflich erfolgreich sein, Männer haben einfach nicht so viel Freizeit wie Frauen für Arztgänge insbesondere nicht zu den Zeiten wo Ärzte arbeiten, …).

          Und das sind halt natürlich alles Dinge, die will keine Feministin herausfinden. Und es stört sich ja auch keiner daran, einfach nur zu sagen: Der Mann ist selber schuld, wenn er den von den Frauen erwarteten Rollenerwartungen zu entsprechen versucht. Dramen über angebliche Unterdrückungen werden halt nur veranstaltet, wenn Männer nicht vollkommen anspruchslos gegenüber Frauen sind.

        • Die Bereinigung dient doch (vermeintlich) dem Zweck, eine unbegründete Ungleichbehandlung (Diskriminierung) aufzudecken. Männerrechtler behaupten aber gar nicht, von Ärzten diskriminiert zu werden. Sie sehen durchaus komplexere Zusammenhänge, wo frauenspezifische Gesundheitsförderprojekte allenfalls ihren Anteil haben. Männerrechtler versuchen also bereits die Bereinigung, indem sie auch auf die geschlechtsspezifisch unterschiedlichen Lebensentscheidungen als Ursache hinweisen. Männerrechtler wissen im Gegensatz zu Feministen auch, dass das Aufdecken von Kausalitäten durch statistische Methoden nicht möglich ist.

          Was Semikolon fordert ist wie immer völlig abwegig.

        • „Die Bereinigung dient doch (vermeintlich) dem Zweck, eine unbegründete Ungleichbehandlung (Diskriminierung) aufzudecken.“

          Nicht dass ich wüsste – DIE stand als es noch nur den unbereinigten GPG gab schließlich auch wesentlich weniger in Frage als jetzte. Durch den politischen Druck Eurer Interessensvertreter erst entwickelte sich ein Wettbewerb, um den Unterschied in der Entlohnung mathematisch möglichst verschwinden zu lassen auf dem Papier.

          Auf die reine Verkündung der tatsächlichen, realen Lohnlücke folgte die Einführung der bereinigten Version (ich glaube, das war dieses Jahrtausend?), und seither müssen wir uns nun zusätzlich ständig anhören, sie betrage – im Modell jedenfalls – „lediglich“ noch 16 %, manche Institute (offensichtlich solche mit beratendem Status bei der Regierung, oder so) schraubten dann noch so lange weiter rum, bis sie bei 7 % oder gar noch geringeren Phantomzahlen angelangt waren.

          Die Lohnlücke zuungunsten Teilzeitarbeitender Männer wird übrigens nicht „bereinigt“, das könnte einem auch schon als Hinweis für das worums eigentlich geht dabei dienen.

          Ich fordere – wenn man genau liest sieht mans – nun nicht etwa, dass man diese miese Trickserei bei der Lebenserwartung nochmal wiederholt.

          Das ist nur mein bestes, rhetorisches Vergleichsobjekt, das Euch ermöglichen soll einen weniger voreingenommenen Blick auf die Thematik zu wagen.

      • Nene, hier muss die Gleichstellung gezückt werden, und Frauen einfach dazu gezwungen werden, die SuizidRate (Quote!) zu erhöhen.

        Ist auch nicht so schwer.
        Spring z.B. einfach vor nen Zug.

  17. Puh. Endlich Donnerstag. Was war das gestern für eine Jammer- und Selbstversicherungsshow auf Twitter. Twitter war quasi unbrauchbar.

    Wie Alltag und politisch – medialer Komplex auseinander fallen können. Puh.

    • „Als Frauen- und Gleichbehandlungssprecherin bin ich natürlich Feministin.“

      Ihre Position als Frauensprecherin hat natürlich keinen Einfluss auf ihre Position als Gleichbehandlingssprecherin. Bei ihr Parteilichkeit zu vermuten ist absurd!

      „Ich bin unzweifelhaft ein Mann, der Frauen nicht nur am 8. März verehrt.“

      ??? Beim Feminismus geht es Frauenverehrung ???

      „Das wäre übertrieben, aber ich setze mich auf allen Ebenen für die Gleichberechtigung von Frauen ein.“

      Warum nicht „ich setze mich auf allen Ebenen für die Gleichberechtigung ein.“

    • Sie streiken, weil:

      „Viele Frauen haben nicht die Möglichkeit, heute zu streiken.“

      Oy!

      „93 % aller Alleinerziehendenhaushalte werden von Frauen geführt, die in vielen Fällen armutsgefährdet sind.“

      Her mit der Quote! Es gibt da ja noch das Wechselmodell, aber komischerweise sind die ganzen Mütterlobbistinnen dagegen…

  18. Aktueller Kino-Film zum Thema Feminismus: The Suffragette.

    Der (Propaganda-)Film ist wesentlich aussagekräftiger über den heutigen Zeitgeist als über den damaligen.

  19. Der Lesch über Ernährung: „Es gibt ja gute Gründe, sich vegan zu ernähren, also, jetzt nicht unbedingt [isst einen Löffel veganes Joghurt(?)] der Geschmack, …

  20. Ich hoffe das war hier noch nicht gepostet; bin die letzten Tage drübergestolpert und fand den Ansatz faszinierend:

    An der New York University wurde ein Experiment durchgeführt: Wie würde es unsere Wahrnehmung ändern falls Donald Trump eine Frau und Hillary Clinton ein Mann wäre?

    https://www.nyu.edu/about/news-publications/news/2017/march/trump-clinton-debates-gender-reversal.html

    Für dieses Experiment haben sie vor Publikum zwei Schauspieler ausgewählte Szenen aus den Fernsehdebatten nachspielen lassen, mit Donald Trump von einer Frau und Hillary Clinton von einem Mann gespielt. Dabei haben beide bis ins Detail ihre Rollen eingeübt, incl. Körpersprache und Gesichtsausdruck.

    Das Publikum war typisches Universitätsmilieu. Die Erwartung war natürlich daß Trumps aggressives Auftreten bei einer Frau nicht akzeptiert wird, während Clintons Sachlichkeit bei einem Mann als Kompetenz rüberkommt.

    Es kam aber komplett anders. Das Resultat hat das Publikum überrrascht bis geradezu schockiert. Trumps Verhalten kam bei einer Frau erheblich überzeugender und authentischer rüber. Es wurde u.a. verglichen mit „die strenge Lehrerin, die keiner richtig mag, aber jeder weiss daß sie das richtige tut“. Auch noch ein Zitat: „Ich habe Lust gekriegt, mit ihr ein Bier trinken zu gehen“.

    Hillary Clinton als Mann dagegen Reaktionen von „langweilig, kann keine Verbindung zu ihm herstellen“ bis hin zu „ich habe irgendwann das Bedürfnis bekommen, dieser Type seine dauergrinsende Visage zu polieren“

    Meine Schlussfolgerung aus diesem Experiment: Daß Hillary eine Frau ist war für sie kein Hindernis, sondern ganz im Gegenteil ein Bonus, der ihre Unzulänglichkeiten zu gewissem Teil kaschiert hat. Im Gegenteil war Trumps Geschlecht für ihn ein Nachteil und kein Vorteil. Hillary hat nicht deshalb verloren weil sie eine Frau ist, sondern weil sie eine Katastrophe ist.

  21. Das Bundeskabinett hat an diesem Mittwoch der sogenannten Istanbul-Konvention zugestimmt und damit deren anschließende Ratifizierung durch Bundestag und Bundesrat auf den Weg gebracht. Das „Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt“ war bereits im Jahr 2011 von mehr als 40 Staaten in Istanbul unterzeichnet worden – darunter auch von Deutschland – und 2014 in Kraft getreten. Bislang haben 22 Länder das Abkommen ratifiziert – Deutschland bisher nicht.

    Die Konvention stellt jegliche Form von Gewalt gegen Frauen unter Strafe. Ziel der Übereinkunft ist ein europaweit einheitlicher Rahmen für Prävention, Opferschutz und Strafverfolgung. „Mit dem Beitritt zum Übereinkommen verpflichtet sich Deutschland, auch in Zukunft alles dafür zu tun, um Gewalt gegen Frauen zu bekämpfen, Frauen zu schützen und ihnen Hilfe und Unterstützung zu bieten“, sagte Schwesig nach der Zustimmung des Bundeskabinetts zur Istanbul-Konvention.

    http://genderama.blogspot.de/2017/03/kampagne-eine-brille-fur-schwesig-news.html

    Ist eigentlich auch jegliche Form von Gewalt gegen Kinder unter Strafe gestellt oder hat man diesen Schutz nur verdient, wenn man sowieso schon überall gefördert, bevorzugt und geschützt wird?

    Ehrlich, warum sollen nur Frauen vor Gewalt geschützt werden? Weil Gewalt von Männer sich hauptsächlich gegen andere Männer richtet, genauso wie Gewalt von Frauen sich hauptsächlich gegen Männer richtet. Ist es einfach zuviel Arbeit Männer Schutz anzubieten? Oder muss Gewalt gegen Männer einfach erlaubt sein, weil es kann ja ein Krieg kommen und da kann man keinen Mann gebrauchen der seine Gesundheit für genauso wichtig hält wie die von Frauen, die er ja mit seinem Leben beschützen soll?

    • Parties shall take the necessary measures to encourage all members of society, especially men and boys, to contribute actively to preventing all forms of violence covered by the scope of this Convention.

      Ah-ja, dann dürfen die Jungen in der Schule bald aufstehen und sich für die Verbrechen ihres Geschlecht entschuldigen und schwören die Mädchen vor Gewalt zu schützen… so wie in Australien.

      Wer nur sagt das man Frauen nicht schlagen darf, sagt auch gleichzeitg das es bei Männer okay ist.

  22. An der Wall Street, genau vis-à-vis vom berühmten Charging Bull wurde jetzt eine Statue eines kleinen trotzigen Mädchens in einem flatternden Kleidchen aufgestellt und diese „Fearless Girl“ genannt.

    Das Motto dieser gesponserten Kunstinstallation ist „Know the power of women in leadership“

    Süüüüß

    Feministas schwärmen jetzt davon, dass diese Symbolik “ weiblichen Kampfgeist authentisch und eindrucksvoll“ repräsentiert und träumen , dass „das Fearless Girl über eine bloße Werbeaktion hinaus ein Symbol für weiblichen Widerstand wird“

    http://ze.tt/fearless-girl-an-der-wall-street-gibt-es-eine-neue-feministin/?utm_campaign=zonteaser&utm_medium=teaser&utm_source=zon

    Hmmm…kennt jemand das pubertäre Spielchen „Wie weit kann man ein Kondom aufblasen bis es platzt“?

    Heute macht man das mit Frauen.

    XD

    • Heute macht man das mit Frauen.

      NmE entscheidend: mit _kleinen Mädchen_.

      Welcherart Macht soll es also nur sein, die ausgerechnet ein kleines Mädchen ausübt? Eine Werbeagentur hat sich das also ausgedacht – An welches unbewußte Begehr wird da nur appelliert? „Wir wollen die Macht von trotzigen kleinen Mädchen“?

      Da muss ich an den Begründer dieser Branche, Edward Bernays, und seine „Torches of Freedom“ denken:

      Und die Feministas jubeln, mission accomplished: Feministas als kostenlose Imagewerber für State Street Global Advisors. Die Werbebranche freut sich, sie lebt von solcher blinden Dummheit.

    • Kommentar:

      Ob die Darstellung eines Mädels, das aussieht wie die leibhaftige Trotzphase, eine geeignete Reklame für mehr Frauen in Führungspositionen ist, wird sich erst noch herausstellen müssen.

      Aber passt doch:

      „Ich WILL aber Vorständin werden!“ STAMPF „Ich sag es meiner Schwesig, die holt die Quote!“

      • Matze,

        „Ich WILL aber Vorständin werden!“

        ohne Scheiß. Gestern in der scobel-Sendung (die übrigens genauso schlimm war, wie ich es befürchtet hatte) hieß es in einem Einspieler ungefähr so:

        „Kritiker sagen oft, Frauen seien weniger ehrgeizig als Männer. Aber eine Umfrage zeigt: Frauen wollen genauso Karriere machen wie Männer. Sie sind nur nicht bereit, dafür so viele Kompromisse einzugehen.“

        Ja, ist klar. Ich will übrigens genauso gern Fußballweltmeister werden wie Miro Klose. Nach dem Endspiel mit dem Pokal auf dem Platz zu stehen und bejubelt zu werden, stelle ich mir echt toll vor. Aber jeden Tag dafür trainieren ist überhaupt nicht drin.
        Ich fordere eine Couchpotato-Quote für Fußballweltmeister!

        (Die Folgerung im Beitrag war natürlich wenig überraschend, die Berufswelt sei „zu männlich“ und müsse weiblicher werden. Verdammt, Mädels, wer hindert Euch denn daran, selbst Firmen zu gründen, dort ein total weibliches Betriebsklima und Arbeitsbedingungen zu schaffen und damit dank Frauenpower und Diversity supi-erfolgreich zu werden? — Also, außer der bösen Realität natürlich, in der auch mal Probleme auftauchen und Deadlines keine Rücksicht auf Kita-Schließungszeiten nehmen…)

        Bombe 20

        • „scobel-Sendung (die übrigens genauso schlimm war, wie ich es befürchtet hatte) “

          Ich habe strichprobenweise auch hineingesehen und habe mir den Rest gespart, hochkonzentrierte feministische Propaganda.

          Weil ich wissen wollte, wie die sonst so drauf sind, habe ich mich noch etwas umgesehen und neben mehreren feministischen Werbespots (z.B einen mit den üblichen Falschaussagen zum GPG) noch einen sehr lustigen Arrikel gefunden (leider spielt das Video dazu bei mir nicht ab):

          http://www.3sat.de/page/?source=/nano/natwiss/161547/index.html

          Frau in Gefahr!
          Männer hören hohe Tonlagen deutlich besser
          Frauen kreischen, weil sie mit der hohen Tonlage die Männer besser herbeirufen können, wenn Gefahr droht – so war es zumindest in der Evolution des Menschen.

          Hatte da etwa die Gleichstellungsbeauftragte geschlafen? Frauen als hilfsbedürftige, kreischende Wesen sarzustellen ???

  23. „Von wegen schwaches Geschlecht: In fast allen Dingen sind Frauen vor den Männern.

    Die Zahlen lügen nicht: Frauen sind besser als Männer! In fast allen relevanten Lebensbereichen haben sie die Nase vorn. Sie werden deutlich älter als Männer, haben eine höhere Bildung und sind seltener arbeitslos als das sogenannte starke Geschlecht.

    Frauen werden älter, weil sie gesünder leben

    Und das nicht erst seit heute: Längst bekannt ist, dass Frauen älter werden als Männer. Bei generell steigender Lebenserwartung können im Jahr 2015 geborene Frauen damit rechnen, über 83 Jahre alt zu werden. Männer sterben schon 5 Jahre früher.“

    http://www.oe24.at/oesterreich/chronik/Frauen-sind-das-staerkere-Geschlecht/271867389

    So sieht es aus wenn Frauen unterdrückt sind:

    Es ist nur noch absurd. In fast allen relevanten Lebensbereichen haben sie die Nase vorn, aber trotzdem wird behauptet das Frauen, immer nur Frauen, überall immerzu strukturell diskriminiert.

    • Dass die Arbeitslosenzahlen so nicht stimmen, muss man Dir hoffentlich nicht erklären?

      Andersrum frage ich mich halt auch, wie man pauschal von „Bildungsbenachteiligten Jungen“ sprechen kann, wenn sie noch immer die Mehrheit der Schüler der deutschen Gymnasien stellen, z.B.

      • „Auch bei der Übergangsempfehlung am Ende der Grundschule sind Mädchen gegenüber den Jungen im Vorteil. Bei gleicher Intelligenz und gleicher Lesekompetenz sind Lehrkräfte bei Mädchen häufiger als bei Jungen der Meinung, dass sie auf ein Gymnasium übergehen sollten – umgekehrt bedeutet dies, dass Jungen bessere Leseleistungen zeigen müssen, um eine Gymnasialempfehlung zu erhalten.

        Folglich wechseln Mädchen nach der Grundschule häufiger auf das Gymnasium, während Jungen an der Hauptschule überrepräsentiert sind. Im Laufe der Sekundarschulzeit erhöht sich der Mädchenanteil am Gymnasium noch, denn Mädchen steigen häufiger als Jungen von niedrigeren Schulformen auf das Gymnasium auf, Jungen sind dagegen stärker unter den Absteigern auf Real- oder Hauptschulen vertreten.

        Je niedriger die Schulform, desto höher der Jungenanteil“

        http://www.berlin-institut.org/newsletter/Newsletter_144.html.html#Artikel1

        „Bei Männern stieg die Arbeitslosigkeit um 12,7 Prozent auf 155.915 Personen, bei Frauen legte sie um 9,3 Prozent auf 136.406 zu.“

        http://oesterreich.orf.at/stories/2666058

        Was muss man dir erklären?

        Zieh dir mal wieder ein paar von deinen Wachsmalstiften aus der Nase.

        • Ich bin unendlich, unendlich betrübt darüber, mir wohl nur eingebildet zu haben, Schoppe gegenüber mal auf Zahlen aus D-Land verwiesen zu haben, nach denen tatsächlich Jungen die Mehrheit der Schüler an Gymnasien stellten (abzüglich Oberstufe und dementsprechend Abitur).

          Nach aktueller Ansicht machen Jungs zwischen 50 und 65 % der Schüler an Förder- und Haupt- (bzw. Sekundar-/auch Gesamt-?)Schulen aus, das Geschlechterverhältnis an Realschulen sei nahezu ausgeglichen, und finally bevölkern primär die Mädchen mit zwischen 50 und 60 % Anteil die Gymnasien.

          Und Ihr meint, das sei ein wirklich riesiges Problem, dem sich niemand annähme?

          Eine Schulleiterin:

          „Diese Entwicklung hat inzwischen zu Konsequenzen geführt. Von einer speziellen Förderung von Mädchen, wie es sie einst gegeben habe, könne keine Rede mehr sein. Vielmehr gehe es längst darum, Jungen zu pushen.“

          http://www.wn.de/Muensterland/Kreis-Steinfurt/Lengerich/2724583-Maedchen-Mehrheit-am-Gymnasium-Weiblich-fleissig-ehrgeizig

          Für mein Bundesland insgesamt kann der Vorwurf auch eher nicht gelten, siehe z.B. diese Broschüre von 2009:
          https://www.schulministerium.nrw.de/docs/Schulsystem/Grundlagen/Gender-Mainstreaming/Gleichstellung/Koedukation/Jungenfoerderung.pdf

          Jetzt ist aber die grundsätzliche Frage, mit welcher Verteilung wir denn zufrieden sein könnten, welche Anteile wir je Schultyp für realistisch bzw. „normal“ halten.

          Ich finde: wir bewegen uns da grundsätzlich durchaus im Rahmen, Alarmismus hielte ich – an dieser Stelle – für übertrieben. Und Ihr beruhigt Euch erst wieder, wenn… welcher Zustand genau erreicht wurde?

          „„Bei Männern stieg die Arbeitslosigkeit um 12,7 Prozent auf 155.915 Personen, bei Frauen legte sie um 9,3 Prozent auf 136.406 zu.“

          http://oesterreich.orf.at/stories/2666058

          Was muss man dir erklären?“

          Wie hoch der Anteil der erwerbstätig-gemeldeten Frauen gemessen an der weiblichen Gesamtpopulation im Vergleich zu den Männern bei Euch Ösis so ist, for a start.

          Und anschließend noch besonders wichtig: Habt Ihr bei Euch eigentlich auch eine den Hartz IV-Bedarfsgemeinschaften analoge Konstruktion, die gewährleistet, dass – insbesondere Frauen – überhaupt nicht als Anspruchsberechtigte auf Sozialtransfers auffallen können (weil der Mann, mit dem sie zusammenwohnen, auch ohne Eheschließung dazu verpflichtet ist, sie von seinem Erwerbseinkommen zu unterhalten)?

        • „Und Ihr meint, das sei ein wirklich riesiges Problem, dem sich niemand annähme?“

          Weil es in einem Fall nicht so ist, ist das Problem gleich nicht mehr vorhanden? Warum sollte man Mädchen denn noch weiter fördern, wenn sie so gut wie überall bessere Noten schreiben? Wenn Mädchen schlechter sind, muss man sie fördern, damit sie besser werden. Wenn Mädchen besser sind, muss man sie fördern um ihre Talente zu entfalten. Feministisches Gleichbehandlungs 1×1. Bei Jungen gilt dann genau das Gegenteil: Wenn Jungen schlechter sind, sind sie dumm und müssen sich halt mehr anstrengen. Wenn Jungen besser sind, muss man Test „gendergerecht“ auswerten, damit Mädchen wieder genau so gut sind.

          „Für mein Bundesland insgesamt kann der Vorwurf auch eher nicht gelten, siehe z.B. diese Broschüre von 2009:“

          Mehr Mädchen als Jungen haben 2014 in NRW Abitur gemacht

          https://www.welt.de/regionales/nrw/article139918404/Mehr-Maedchen-als-Jungen-haben-2014-in-NRW-Abitur-gemacht.html

          NRW: Auch 2015 machten mehr Mädchen Abitur als Jungen

          https://www.it.nrw.de/presse/pressemitteilungen/2016/p107_16.pdf

          „Jetzt ist aber die grundsätzliche Frage, mit welcher Verteilung wir denn zufrieden sein könnten, welche Anteile wir je Schultyp für realistisch bzw. „normal“ halten.“

          Ja, ich verstehe dich schon: Sobald Frauen im Vorteil sind, ist die 50/50 Quote hinfällig. Wenn Jungen und Mädchen die gleichen Chancen haben sollen auf eine gute Ausbildung, dann gibt es ein Problem im System, wenn dieses reihenweise Jungen aussondert. Auf die ziterierte Besserbehandlung und -benotung von Mädchen bist du wie selbstredet ja nicht eingegangen.

          „Wie hoch der Anteil der erwerbstätig-gemeldeten Frauen gemessen an der weiblichen Gesamtpopulation im Vergleich zu den Männern bei Euch Ösis so ist, for a start.“

          Zählst du eigentlich Mädchen die noch zur Schule gehen auch zu den arbeitslosen Frauen?

        • Btw. ich bin kein Österreicher, aber die Statisik aus meinem ersten Kommentar stammt aus Österreich und daher habe ich eine zweite Quelle aus Österreich geliefert, die die erste stützt und seriöser wirkt.

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