Verfasst von: Christian - Alles Evolution | 22. Februar 2017

Was sich durch Kinder bei einer Feministin verändert und feministische Erziehung von Jungen

In einem Interview mit Melanie Trommer fand ich zwei Passagen interessant:

Zum einen die Antwort auf die Frage, was sich durch ihre Kinder verändert hat:

Bezogen auf meine feministische Einstellung hat sich aber auch einiges verändert. Gehörte ich vorher eher in die Kategorien „Gleichheits- oder Karrierefeministin“, also eine, für die das feministische Ziel ist, den Männern gleichgestellt zu sein und Erfolg im Job zu haben. Inzwischen denke ich viel mehr auf anderen Fragen rum: Wie soll Sorgearbeit generell in einer Gesellschaft aufgeteilt sein und welchen Wert messen wir dem zu? Warum wird Erfolg so sehr an beruflichem Aufstieg gemessen und nicht zum Beispiel daran, ob man das tut, was man liebt? Ich bin immer noch Feministin, ganz besonders seit ich Kinder habe. Aber ein paar Annahmen haben sich eben geändert: Statt als Ziel zwei vollzeitarbeitende Elternteile zu setzen eher die Frage, wie wenig Lohnarbeit (für Beide!) reicht aus um gut zu leben, die eigenen Kräfte für Lohn- und Sorgearbeit zu bündeln und gerecht untereinander aufzuteilen. Darüber hinaus auch, wie man Alleinerzieherinnen unterstützen kann und wie man Familie auch gesetzlich unabhängig von biologischer Verwandtschaft denken kann.

Finde ich geradezu klischeehaft. Mit den Kindern wird sie plötzlich zur Mutter und will das auch sein. Die frühere Einstellung, die wahrscheinlich auch umfasste, dass eine Frau schnell wieder in den Beruf einsteigt und Karriere macht weicht nun einem „meine Arbeit als Mutter sollte anerkannt werden“.

Wenn man einer „Karriere-Feministin“ sagen würde „warte mal, bis du Kinder hast, dann verschieben sich die Prioritäten“ dann wäre man ein sexistisches Schwein. Aber es ist wahrscheinlich gar nicht so selten der Fall. Und das ist vielleicht auch etwas, was viele Feministinnen ohne Kinder im jungen Alter schlicht nicht nachvollziehen wollen: Der Perspektivewechsel nach dem Kinderkriegen, der viele Frauen eben genau von der Karriere abhält.

Und dann über die Erziehung ihrer zwei Jungs:

MT: Das Wichtigste: Statt davon auszugehen, dass sie bestimmte Sachen mögen oder nicht mögen beobachte sie und versuche sie individuell zu betrachten. Also statt anzunehmen, weil sie Jungs sind spielen sie lieber mit Autos als mit Puppen biete ich ihnen beides an. Oder greife auf, was sie an Bedürfnissen zeigen. Der Große hat zum Beispiel in der Zeit, in der er Laufen lernte, auf den Spielplätzen den anderen Kindern immer die Puppen-Buggies „geklaut“, sich dran festgehalten und ist dann losmarschiert. Ich wollte dann, dass er zum Geburtstag auch einen bekommt. Tja und da fing das Problem an: Keiner aus meiner Verwandtschaft bzw. Freundeskreis wollte ihm sowas schenken. Und damit fangen die Probleme auch schon an…(siehe nächste Frage).

Das ziehe ich mal thematisch passend vor:

SW: Es ist sehr schwer, bei Spielzeug nicht in die Gender-Falle zu tappen. Wie umgehst du das Problem?

MT: Ich weiß nicht – wir haben hier viele Autos, Eisenbahnen, Baukästen…ich vermute, wir sind irgendwann voll in die Falle getappt. Der Große hat seit etwa anderthalb Jahren aber auch sehr konkrete Vorstellungen von Jungs- und Mädchenspielzeug. Im Kindergarten und durch den Kontakt mit anderen Kindern hat sich unser Einfluss da leider sehr relativiert. Aber goldenen Glitzernagellack will das Kind immer noch J.

Auch mal wieder eine genderneutrale Erziehung, die gescheitert ist. Die anderen Jungs sind schuld. Interessanterweise schaffen es CAH-Mädchen, sich diesem Einfluss zu entziehen. Sie sind zwar äußerlich Mädchen, spielen aber lieber mit den Jungs und mit deren Spielzeug. Bei ihren Jungs wird es aber nicht daran gelegen haben, dass sie das Spielzeug der Jungs einfach interessanter fanden, sondern es war nur der Einfluss der Gesellschaft und der Geschlechternormen.

Und zweitens versuche ich grade meine Jungs für das Thema Konsens und Einvernehmlichkeit zu sensibilisieren. Dass sie nie zu Jungs werden, die Mädchen bedrängen Dinge zu tun, die diese nicht wollen.

Konkret heißt hier nein zum Beispiel immer nein, besonders wenn es um ihre Körper geht. Sie selber sollen erfahren, dass ein Nein akzeptiert wird. Wenn ich sie zum Beispiel kitzel und es ihnen zu viel wird, hör ich direkt auf und mach nicht weiter, weil´s ja „nur Spaß ist“. Wenn Tante Klothilde oder Oma Trude einen Kuss von ihnen wollen aber meine Jungs sie eben nicht küssen wollen, dann wende ich mich an beide und sage, dass sie das nicht tun müssen. Da werde ich dann gegebenenfalls auch ungehalten. Ich hoffe, wenn sie erfahren, dass sie selber über ihre Körper entscheiden dürfen, dass sie auch bei anderen nie in die Versuchung geraten, Grenzen zu überschreiten.

Das ist ja auch grundsätzlich vollkommen okay. Aber dennoch traurig, dass eine Feministin wohl nicht darum herumkommt, dass sie ihre Jungs als potentielle Vergewaltiger sieht. Sie hofft, dass ihre Jungs nie in die Versuchung kommen. Man darf gespannt sein, wie sie auf pubertierende Jungs reagieren wird und wie diese dann zu ihrer Mutter stehen.

SW: Glaubst du, dass feministische Erziehung von Jungs anders funktioniert als von Mädchen?

MT: Eigentlich nicht. Eigentlich stehen die individuellen Bedürfnisse des Kindes im Fokus. Ist ein Kind sehr bewegungsfreudig, dann sollte ich das fördern. Und bevor ich den Jungen beim Fußball und das Mädchen beim Ballett anmelde vielleicht mal nachfragen und ein paar Stunden ausprobieren lassen, was ihnen denn so gefällt.

Die einzige Ausnahme ist für mich eben das Thema Rücksicht und Konsens. Das liegt mir einfach am Herzen, dass meine Söhne nicht zu grenzüberschreitenden Arschlöchern werden, sondern zu Menschen die Respekt vor den Grenzen anderer haben.

Was für eine fürchterliche Sicht auf Männer da wieder deutlich wird.

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Responses

  1. „Das liegt mir einfach am Herzen, dass meine Söhne nicht zu grenzüberschreitenden Arschlöchern werden, sondern zu Menschen die Respekt vor den Grenzen anderer haben.“

    Eine Gefahr die bei Mädchen anscheinend einfach nicht besteht, weil alle Männer sind Schweine und Männer und Frauen sind Equal.

    Was sagt denn der Vater dazu?

    • Der Vater? Der muss nun für Weibchen und Kinder arbeiten. Kann daher nichts sagen. Passiert halt wenn man ohne Kondom vögelt.

      • Viele Männer wünschen sich nichts mehr als das. Traurig, oder? Vor allem bei einer Erdbevölkerung von bald 10 Milliarden. Normalerweise wird so etwas als „Pest“ bezeichnet (Algenpest, Menschenpest). Jetzt verstehe ich den tieferen evolutionären Sinn des Schwulseins! 😉

        • „Viele Männer wünschen sich nichts mehr als das. Traurig, oder? Vor allem bei einer Erdbevölkerung von bald 10 Milliarden.“

          Ja, Menschen sind schliesslich beliebig austauschbar, sind in Pakistan welche zuviel, holen wir sie einfach her, gelle?

          Dass in Deutschland die Fortpflanzungsquote noch nichtmal mehr den Selbsterhalt erreicht, ist nicht etwa ein Problem.

          Ich halte das für eine ziemlich altmodische globalistische Sichtweise, so argumentierte man in den 70iger und 80igern nach den Club of Rome Studien. Es ist aber eine Argumentationsweise die nicht zur Situation des Westens, speziell Deutschlands, passt.

      • Übrigens, hast du das gestern über Yiannopoulos gelesen? Findest Du meine Frage von vor einigen Monaten immer noch als beleidigend. Ich persönlich urteile in diesem Fall (Yiannopoulos ) ganz rational und finde seinen Mut fast überirdisch, angesichts der aktuellen PC.

        • Welche Frage fand ich beleidigend?

        • Als ich nach der Vorliebe für Jungen fragte, dachte ich du wärst beleidigt.

          Ich finde, dass auch Arne sehr gut mit dem Thema umgeht.

      • @adrian

        wenn ich es richtig verstehe lebt sie mit ihrem Partner zusammen zB

        https://www.betreut.de/magazin/beruf/vereinbarkeit-von-familie-und-beruf-melanie-trommer/

        haben du und dein Partner (oder Ex-Partner) eine bestimmte Routine, mit der ihr eure Woche organisiert? Wenn ja, wie sieht sie aus bzw. wer ist für was wann zuständig?

        Durch die unregelmäßigen Arbeitszeiten meines Partners haben wir eher selten Routine. Wenn er ganztätig zu Hause ist, bringt er die Kinder zum Kindergarten und holt sie ab, macht im Haushalt, was anfällt und kocht auch meistens. Wenn er beruflich unterwegs ist, mach ich das alles zusätzlich zum Job.

        Wie regelt ihr die Kinderbetreuung?

        Das war im ersten Halbjahr sehr provisorisch. Kind2 (da anderthalb Jahre alt) ging eigentlich zur Tagesmutter, die uns aber aus Gründen der Kategorie „reden wir nicht drüber” im Februar gekündigt hat. Die Eltern eines anderen Kindes, das auch bis zum gleichen Zeitpunkt bei der Tagesmutter war, haben sich – da sie noch studieren – angeboten, die Betreuung bis zum Kindergartenbeginn im August zu übernehmen. Aber das nur immer dann, wenn der Mann arbeitete, so dass auch da keine „Routine” entstand. Erst seit Anfang August geht auch Kind2 in den gleichen Kindergarten wie Kind1 und die Lage entspannt sich, auch bezüglich der Betreuungszeiten.
        .

        Gibt es bestimmte „Kinderzeiten“ – also Zeiten, in denen es Dir besonders wichtig ist, MIT dem Kind Zeit zu verbringen?

        Nein. Durch die fehlende Routine gibt es da keine festen Termine. Ich genieße die Zeit miteinander kuschelnd morgens im Bett, auch abends das Einschlafen kann sehr kuschlig sein (auch wenn es mir seit der Sommerzeit zu lange dauert). Die Wochenenden verbringen wir eh immer gemeinsam, mal mit mal ohne den Mann (der auch dann regelmäßig arbeitet).

        • inzwischen scheine sie eine recht klare Arbeitsteilung zu haben:

          Ob es vielleicht auch daran liegt, dass sie ein Fach studiert hat, welches eben weit weniger auf Karriere ausgerichtet ist?

        • „Ich hätte natürlich mit dem Kinderkriegen warten können, bis die Doktorarbeit fertig ist. Wollte ich aber nicht. Bauchmensch halt, was jetzt erst mal nicht nach glorreicher Wissenschaftlerin klingt.“

          Nuff said. Sie sucht sich das selber aus.

    • „Was sagt denn der Vater dazu?“

      Was soll der schon dazu sagen? Der weiß doch mit wem er Kinder gemacht hat. Wahrscheinlich findet er das ganz doll erotisch mit diesem Konsenssex … 🙂

      • Die meisten Männer denken eh nur mit dem Schwanz

        Sonst wäre der aufklärerische Satz „Don’t stick your dick in crazy“ ja auch nicht so wichtig.

  2. Man muss halt unterscheiden zwischen „Ich hasse Männer“ und „Männer müssen erst lernen, nicht scheiße zu sein.“
    Das ist nicht das gleiche.

    • Das ist richtig, aber dennoch kann dir Einstellung, dass Männer scheiße werden, wenn man nicht massiv gegensteuern einen deutlichen Anteil an Männerhass enthalten.

      Wenn man sich das Beispiel von einem weißen über schwarze Adoptivkinder vorstellt, dann wäre das offensichtlich.

      • Das war Sarkasmus.
        Scusi

      • Nun ist es aber auch so, dass genau dieses „scheiße zu sein“ zum allgemeinen Bild des Alphamännchens dazu gehört. Softies sind zwar so wie Frauen sich das anscheinend wünschen, werden aber als Sexualpartner nicht bevorzugt.

        Und welche Mutter wünscht sich nicht ein Muttersöhnchen, das sich draussen sehr wohl behaupten kann. Jesusfreaks und Waldorfschüler werden eher belächelt oder müssen Emotionen tanzen.

  3. Und das ist vielleicht auch etwas, was viele Feministinnen ohne Kinder im jungen Alter schlicht nicht nachvollziehen wollen

    Dazu 2 Ideen:

    1) Wenn man jung ist neigt man eher zu radikalen einseitigen Meinungen.

    2) Meine Erfahrung hat mir gezeigt, dass Frauen zwar nach aussen mehr Verständnis für andere Leute und Ideen aufbringen, in Wirklichkeit aber weit weniger empathisch und ethisch handeln, es sei denn es geht darum, sie in einem besseren Licht erscheinen zu lassen.

    Sobald es aber um ideologische Kämpfe und Gruppenbildung geht, sind Frauen im Allgemeinen m.E. viel schneller dazu zu bringen die eigene Ideologie ohne jegliche Hemmung durchzuziehen, ohne Empathie und ohne auch nur noch den Hauch einer Ethik.

    Damit das nicht falsch verstanden wird: junge Männer sind auch leicht zu radikalisieren, aber eben nicht in der Mehrheit so leicht von einer ethisch-empathischen Bahn abzubringen wie die Mehrheit Frauen imho.

    • „Damit das nicht falsch verstanden wird: junge Männer sind auch leicht zu radikalisieren, aber eben nicht in der Mehrheit so leicht von einer ethisch-empathischen Bahn abzubringen wie die Mehrheit Frauen imho“

      Hä?
      Männer sind mit einer Gruppenidentität sehr gut zu radikalisieren, wie Gangs, die Mafia, Kriege, die Nazis, die Waffen-SS oder tausende von anderen Gruppierungen zeigen.

      was haben Frauen denn in der Hinsicht gemacht, was du als Indiz für deine These werten würdest?

      • In meinem Umfeld aber auch in Studien zu den Naziverbrechen fiel es Frauen anscheinend viel leichter andere Menschen zu quälen als Männern.

        Das Thema an sich steht z.B. auch in den Büchern von Goldhagen, Arne und Vilar.

        Das eine ist eine Radikalisierung die bei jungen Männern zu einer Gruppenidentität führt, die wiederum zu Verbrechen führt, das andere ist eine generelle Empathielosigkeit Fremden gegenüber.

        Es wird immer von der Ojektifizierung gesprochen bei den Nazis z,.B. den Juden gegenüber. Anscheinend ist das bei Frauen nicht nötig. Esther Vilar wurde da ganz deutlich. Bei Goldhagen geht es eher darum aufzuzeigen dass ganz normale Frauen zu Bestien wurden ohne jeglichen Zwang und Grund. Bei Arne steht es, wenn ich mich recht entsinne auch ziemlich deutlich, dass Frauen Tätigkeiten, die anderen Menschen Schaden zufügen leichter und ohne psychische Schäden durchführen können als Männer. Das ist auch meine persönliche Erfahrung.

        Die Vergasung von Juden wurde übrigens anscheinend eingeführt weil Himmler, als er das erste Mal den Erschiessungen beiwohnte, den deutschen Soldaten diese Qual nicht mehr antun wollte.

        • „in meinem Umfeld aber auch in Studien zu den Naziverbrechen fiel es Frauen anscheinend viel leichter andere Menschen zu quälen als Männern“

          Da letztendlich weniger Frauen gequält haben kann das auch schlicht an der Auswahl liegen, eben wenn dann eher nur echte Sadistinnen dazu angeworben werden können.
          Es mag sein, dass Frauen in extremsituaationen herzloser sein können. Aber ganz überwiegend wird dir eher ein Mann aufs Maul hauen und die ganz überwiegende Zahl brutaler Taten wird nun einmal durch Männer durchgeführt.

          Extreme Beispiele gibt es genug. Über die Nazis bis Nanking

          https://de.wikipedia.org/wiki/Massaker_von_Nanking

          Die genauen Vorgänge und Opferzahlen sind bis heute umstritten. Neben massiven Plünderungen und Brandschatzungen sprechen die Berichte von willkürlichen Massenhinrichtungen. Chen Guanyu, Leiter einer juristischen Untersuchungskommission des Gerichts von Nanking, fasste nach Kriegsende die Zeugnisse von Überlebenden zusammen, die das Rote Kreuz und andere Wohlfahrtsorganisationen gesammelt hatten.
          „Nach deren Aussagen schnitten die marodierenden japanischen Soldaten Frauen die Brüste ab, nagelten Kinder an Wände oder rösteten sie über offenem Feuer. Sie zwangen Väter ihre eigenen Töchter zu vergewaltigen und kastrierten chinesische Männer. Sie häuteten Gefangene bei lebendigem Leib und hingen Chinesen an ihren Zungen auf.“[8]
          Besondere Bekanntheit erlangte der Wettbewerb zwischen zwei japanischen Offizieren, welcher von ihnen als erster 100 Menschen mit dem Schwert töten würde (Hyakunin-giri Kyōsō). Die Tokioter Zeitung Tōkyō Nichi Nichi Shimbun berichtete über den Wettbewerb wie über ein Sportereignis, mit täglicher Aktualisierung, wer in Führung lag.[9] Auf einem Heimaturlaub in Japan sagte Noda bei einem Auftritt vor einer Schulklasse einer Grundschule, dass er kaum Männer im Kampf, sondern fast ausschließlich Kriegsgefangene getötet habe. Ein Schüler erinnerte sich später (1971) an seine Worte.
          „Ich tötete nur vier oder fünf im Kampf mit dem Schwert…. Wenn wir eine Stellung genommen hatten, befahlen wir ihnen: Los, vorwärts, herkommen. Die chinesischen Soldaten waren dumm genug, einer nach dem anderen aus ihrer Stellung herauszukommen. Wir ließen sie antreten und streckten sie der Reihe nach nieder.“[10]
          Nach der japanischen Niederlage wurden beide Offiziere als Kriegsverbrecher zum Tode verurteilt und hingerichtet.[11] Einige Historiker nehmen an, dass die Offiziere jeweils weniger als hundert Menschen getötet hatten und es sich bei den von ihnen angegebenen Zahlen um Übertreibungen handelte. Das Geschehen wird von Bob Wakabayashi, Professor an der York Universität in Toronto, auch als journalistische Inszenierung gedeutet;[12] der Umgang der Presse mit dem Thema war Gegenstand zahlreicher Debatten in Japan seit 1967.
          Ebenso kam es zu Massenvergewaltigungen von Frauen und Kindern. Viele dieser Vergewaltigungen geschahen in einem systematisierten Prozess, indem Soldaten von Haus zu Haus gingen und nach Frauen und Mädchen suchten.[13] Oft wurden die Frauen gleich danach getötet, was häufig mit großen Grausamkeiten verbunden war.[14][15] Oft geschahen die Vergewaltigungen in Gruppen, und Frauen wurden zum Teil auch entführt.[16]
          Ein japanischer Kriegsveteran bezeugte:
          „Es war üblich, einer jungen Frau, nachdem sie von der Gruppe vergewaltigt worden war, eine Flasche in die Vagina zu stecken, und die Frau dann, indem man die Flasche in ihr zerstörte, zu töten“[8]
          Augenzeugenbericht Xia Ruirong:
          „Eines Tages schleppten sie dort eine etwa 20-jährige, sehr hübsche Frau herein. Zwölf Soldaten brachten sie in ein leeres Zimmer im Keller, belästigten sie mit anzüglichen Bemerkungen, rissen ihr die Kleider vom Leib und vergewaltigten sie. Von morgens um fünf bis sechs Uhr abends.“[8]
          Die Art der Tötungen in der Stadt und ihrer Umgebung war verschieden. Zivilisten (Kinder und Kleinkinder eingeschlossen) und Kriegsgefangene wurden zu Tausenden mit dem Bajonett erstochen, erschossen, geköpft, ertränkt und lebendig begraben.[7][17][18] Der japanische Marineveteran Mitani Sho berichtete später, dass die Armee ein Trompetensignal hatte, das bedeutete, dass Chinesen flüchteten und diese zu töten seien.[19]
          Einheiten von Soldaten zogen durch die Stadt und ihre Umgebung, richteten chinesische Kriegsgefangene hin und töteten wahllos Männer und Jungen, die verdächtigt wurden, für die chinesische Armee gekämpft zu haben.[20] Kinder, alte Leute und ganze Familien wurden aus kleinsten Anlässen ermordet.[17][18][21]
          Gleichzeitig fanden dokumentierte Massenexekutionen statt. 10.000 Zivilisten und Kriegsgefangene wurden unter dem Vorwand der Überführung in ein Lager aus der Stadt gebracht und in der Nähe des Jiangdong-Tores mit Maschinengewehren getötet. Mehrere Monate später wurden von Beerdigungsgruppen über zehntausend Leichen in zwei großen Gräben vergraben.[22] 1.300 Kriegsgefangene und Zivilisten wurden beim Taiping-Tor zusammengetrieben und dort mit Landminen in die Luft gesprengt und Überlebende anschließend mit Petroleum übergossen und angezündet oder mit Bajonetten getötet.[10][19][23][24] In der Stadt und dem Umland wurden Gruppen von Hundertschaften chinesischer Kriegsgefangener, häufig vermischt mit Zivilisten, mit Maschinengewehren und Sprengstoff getötet und kleinere Gruppen mit Bajonetten und Schwertern getötet sowie teilweise lebendig begraben.
          Der Kommandant der sechzehnten Division Nakajima Kesago schrieb am 13. Dezember in sein Tagebuch:
          „Wir sehen Gefangene überall, so viele, dass es keinen Weg gibt, mit ihnen umzugehen. Die allgemeine Richtlinie ist: ‚Keine Gefangenen machen‘. Das führte dazu, dass wir uns um sie mit allem Drum und Dran kümmern mussten. Sie kamen in Horden, in Einheiten von Tausenden oder Fünftausenden, wir konnten sie nicht einmal entwaffnen… Später hörte ich, dass die Sasaki-Einheit (die Dreizehnte Brigade) alleine ungefähr 1500 beseitigte; ein Kompaniekommandeur, der das Taiping-Tor bewachte ‚kümmerte‘ sich um weitere 1300. Weitere 7000 bis 8000, gesammelt beim Xianho-Tor, kapitulieren. Wir brauchen einen wirklich großen Graben, um mit diesen 7000 bis 8000 umgehen zu können, aber wir können keinen finden; darum schlug jemand den folgenden Plan vor: ‚Teilt sie in Gruppen von 100 bis 200, dann locken wir sie zu einem passenden Ort, um ihnen den Garaus zu machen‘.“[24]
          Der ehemalige japanische Soldat Tadokoro Kozo schrieb später in seinem Buch:
          „Zu dieser Zeit war die Kompanie, zu der ich gehörte, in Xiaguan stationiert. Wir benutzten Stacheldraht, um die gefangenen Chinesen zu Zehnerbündeln zusammenzuschnüren und banden sie an Gestelle. Dann schütteten wir Benzin auf sie und verbrannten sie lebendig … Ich fühlte mich, als würden wir Schweine töten.“ (Yin 174)[18]
          Kawano Hiroki war damals japanischer Militärfotograf:
          „Ich habe alle Arten von schrecklichen Szenen gesehen … kopflose Leichen von Kindern auf dem Boden liegend. Sie zwangen die Gefangenen, ein Loch zu graben und sich davor hinzuknien, bevor sie enthauptet wurden. Einige Soldaten waren so geschickt, dass sie dieses Geschäft auf eine Art übernahmen, den Kopf vollständig abzutrennen, aber ihn an einem dünnen Stück Haut noch am Rumpf hängen zu lassen, so dass das Gewicht den Körper hinunter in den Graben zog.“ (Yin 132)[18]
          General Matsui Iwane, Oberbefehlshaber der japanischen Truppen, hatte auf Grund seiner Erkrankung an Tuberkulose an der Eroberung der Stadt nicht teilnehmen können. Nachdem ihm bewusst geworden war, zu welchen Grausamkeiten es in der Stadt gekommen war, verurteilte er die Ereignisse und erklärte unter Anderem: „Meine Männer haben etwas getan, was absolut falsch und äußerst bedauernswert ist.“[25] Er wurde während der Tokioter Prozesse wegen der in Nanjing begangenen Kriegsverbrechen angeklagt, für schuldig befunden und am 23. Dezember 1948 gehängt

        • Hier ab Seite 22 „Frauen sind gefühlsarm“

          http://de.wikimannia.org/images/Esther-Vilar_Der-Dressierte-Mann.pdf

        • die ganz überwiegende Zahl brutaler Taten wird nun einmal durch Männer durchgeführt

          Die ganz überwiegende Zahl von Schafen wird durch Wölfe und nicht durch Männer gerissen.

          Männer tun halt die Drecksarbeit, Männer haben dieses Kriegergen, die meisten Psychopathen sind anscheinend Männer usw… usf… Alles schöne Geschichten in Zeiten von Frieden weit weg von der grausamen Wirklichkeit. Bei Goldhagen wurde klar, dass es ganz normale Frauen waren die angeworben wurden.

          Ich kann da nur aus persönlicher Erfahrung berichten. Männer opfern sich öfter für andere Leute auf, springen in eiskaltes Wasser oder laufen durchs Feuer für Fremde, Frauen nie.

          In meiner Erfahrung sind Männer weitaus empfindsamer, auch was Empathie angeht als Frauen. Die Empathie von Frauen beschränkt sich auf süsse Kätzchen, Babies, Barbie, Nummer 5 lebt, E.T, usw.., die der Männer auf echte Personen und Konflikte.

          M.E. ist klar die Mehrheit der Männer empathischer als die Mehrheit der Frauen und lösungsorientierter. Dass etwas bestimmtes bei Herdenereignissen wie bei den Nazis passiert, hast Du ja schon allzuoft von mir gelesen.

          Allein dieser ganze Mikroagressions-intersektional-bullshit ist doch eigentlich reine Frauensache. Esther Vilar hat das sehr anschaulich erklärt. Es gibt nur eine wichtige Person für die Frau, und das ist die Frau selbst (und ihre Kinder).

        • Es gibt eine schöne Sendung die in Dauerschleife wiederholt wird: https://www.zdf.de/dokumentation/zdf-history/die-frauen-der-diktatoren-104.html und immer sind die Frauen grausamer als ihre Männer.

          Es ist erstaunlich wie sich ein Mem so sehr sogar bei einem Männerrechtler einnisten kann, dass er über den Tellerrand nicht mehr hinaussehen kann.

          Das eine ist eine Agressionsschub, ein nötiger Charakterzug zum Überleben der Spezies, das andere eine psychische Kälte allem Fremden gegenüber, die wohl auch evolutionär von Vorteil war.

          Das eine bricht sich aber nur Bahn in bestimmten Situationen unter scheinbar unkalkulierbaren Prämissen, das andere ist immer da und zeigt sich täglich im realen Leben.

          Nicht jeder Mann vergewaltigt, aber jede Frau ist „gefühlsarm“ (Vilar).

        • Noch was zu https://de.wikipedia.org/wiki/Massaker_von_Nanking .

          Solche Geschichten gibt es überall in der Geschichte unserer Länder. Die Kolonialmächte waren nicht weniger grausam. Da geht es wieder um die Objektifizierung. Ich kann das persönlich nicht nachvollziehen, aber irgendwo scheint es da eine kritische Zustände zu geben (Chaostheorie) ab denen alle Hemmungen fallen.

          Rachefilme bauen auch auf diesen Gefühlen auf.

          Nicht die Männer sondern die Frauen halten besonders an der Beschneidung von jungen Mädchen fest. Grossen Massakern gehen oft Massenhysterien voraus. Die Frauen sind meist massgeblich daran beteiligt.

          Wir reden hier aber (in meinem Fall ausnahmsweise) einmal nicht von diesen Ereignissen, sondern vom normalen Leben, wo Frauen anscheinend deutlich empathieloser sind als Männer.

          In den Fallen grosser Massaker ist es wiederum dieses Erbe unserer Vergangenheit, die auch uns Männer kopflos (im wahsten Sinne des Wortes) macht. 😉 Sorry kleines Wortspiel…. Autschn

        • Und noch ein Auszug aus einer Sendung vom BR zum KZ Flossenbürg:

          ******Freiberg ist eines von 25 Außenlagern von Flossenbürg mit weiblichen Häftlingen.

          Etwa 1000 Frauen arbeiten in dieser ehemaligen Porzellanfabrik für die Flugzeugfirma Arado.

          Frau 1: Das war eine Fabrik für Flugzeugteile. Und da haben wir gewohnt. Das war schon im Vergleich zu Auschwitz ein Luxus. Allerdings es wurden Baracken außerhalb der Stadt gebaut und im Dezember mussten wir aus diesen warmen Räumlichkeiten in der Fabrik ausziehen.

          Frau 2: Die Baracken waren vielleicht 1/2 Stunde von der Fabrik entfernt. Wir gingen also täglich den Weg hin und zurück. Wir standen lange Appell. Wir bekamen schrecklich wenig zu essen und es wurde in 12-stündigen Tag und Nachtschichten gearbeitet.

          Frau 1: Die Arbeit war sehr sehr schwer. Wir mussten mit pneumatischen Hämmern arbeiten. Das ist wirklich eine sehr schwere Arbeit. Wir hatten deutsche Meister. Manche Meister haben sich, wir sagen anständig, ich würde sagen normal, benommen. Manche haben sogar dort der Frau die da gearbeitet hat ein Stückchen Brot auf den Arbeitsplatz gelegt oder ein paar Strümpfe von der Frau. Aber es gab auch welche die gebrüllt und geschlagen haben. Das war ganz verschieden.

          Und die Aufseherinnen, ja, die mit aus Auschwitz mit uns kamen. Wir hatten immer das Gefühl, dass sich die Meister genau so vor den Aufseherinnen gefürchtet haben, wie wir. Ja das waren schreckliche Bestien, wirklich Bestien. Ja, wenn sie eine Frau schlagen konnten war das für sie ein besonderes Vergnügen.******

        • „Esther Vilar wurde da ganz deutlich.“

          Die liest sich selbst streckenweise wie ein Psychopathin, nur halt mit Anti-Frauen, statt Anti-Männer-Ausrichtung. Vieles was sie schreibt, ist überspitzt und zu sehr auf alle Frauen verallgemeinert.

          Letztlich geht es hier ja um die Frage, wie leicht jemand zum Psychopathen wird bzw. wie da die Veranlagungen bei Männern und Frauen gestreut sind. Das ist eine Frage die wir hier nicht beantworten können, die vielleicht auch nie beantwortet werden wird.

          Dass es Frauen in der Ideologie aber besonders arg treiben können, sieht man am aktuellen Feminismus (auch wenn der noch nicht viele Tote produziert hat).

          Mir scheinen da folgende eher weibliche Merkmale besonders hervorzustechen: Kampf um die soziale Rangordnung innerhalb der Gruppe (sehr krasse Ausgrenzungs- und Diffamierungstechniken, entsprechend starker innerer Zusammenhalt) und das konsequente Ignorieren massiver logischer Widersprüche.

          Auf Männerseite sehe ich tendenziell andere Gründe für Psychopathie: das Streben Alphamännchen zu sein (m.E. weniger gruppenorientiert als bei Frauen, dafür sehr viel macht- und geldorientierter, was erklären könnte, warum männliche Psychopathen letztlich mehr Schaden anrichten), sowie eine Überbewertung des logischen.

          Schauen wir Stalin und Hitler an, dann handelten die logisch. Von Stalin soll der Spruch stammen „Ein Mensch ein Problem, kein Mensch, kein Problem“. Sie strebten maximale persönliche Macht an und regierten dann knallhart psychopathisch, indem sie ihr Ziel (Hitler: Rassereinheit und deutsches Großreich, Stalin: Kommunismus und stabiles Sowjetreich) mit aller Gewalt und Millionen Toten umsetzten.

          Jetzt könnte man deren Ziele für unlogisch halten, aber in der Zeit, in der sie aufwuchsen und an die Macht kamen, war Rassenlehre ein akzeptiertes Fach und der „niemals endende Krieg, den man nur gewinnen oder verlieren kann“ eine anerkannte Meinung.

        • Die liest sich selbst streckenweise wie ein Psychopathin

          Déjà-vu. Das Buch kann man wirklich nur in dem Zusammenhang verstehen, wie die Gesellschaft damals aufgebaut war und was sie damals damit sagen wollte.

          Sie hat selbst sehr unter der Verfolgung gelitten :

          https://www.welt.de/welt_print/kultur/article9670174/Wegen-eines-Buches-zusammengeschlagen.html

          Sie hat aber recht, wenn sie erklärt wie ich-bezogen Frauen sind und, dass Männer, m.E. die leider oft schweigende Mehrheit von ihnen, deutlich empathischer und wahrscheinlich auch sensibler sind. Wenn jedoch einzelne Satzfetzen aus dem Kontext gerissen werden, kann man daraus leicht einen Skandal machen.

          C’est la vérité qui blesse sagt man auf französisch – vor allem die Wahrheit tut weh. Und deshalb hat es auch jegliche männerrechtliche Organisation heute noch schwer Mainstream zu werden.

          Die Waffen mit denen wir bekämpft werden sind sehr subtil.

          An Vilar’s Hauptkritik hat sich nichts geändert. Das was damals für die überfütterten reichen westlichen jungen Frauen als Kritik galt, gilt heute für fast alle Frauen in unserem Kulturkreis. Permanent unzufrieden, egal wie reich, schön usw… usf…

  4. Wer ist eigentlich Melanie Trommer?

    Ich habe Sozialpädagogik, Soziologie & Gender Studies in Bochum und Trondheim (Norwegen) studiert und anschließend einige Jahre als wissenschaftliche Mitarbeiterin gearbeitet. 2013 koordinierte ich ein vom Europäischen Sozialfonds gefördertes Projekt zur Genderkompetenz in der Berufsorientierung.
    (…)
    Ich initiiere derzeit eine Kampagne, die sich präventiv an mögliche Täter von sexuellen Übergriffen im Karneval bzw. Fasching richtet. Grundgedanke ist, nicht den Betroffenen eine Mitschuld zu unterstellen, sondern die Täter bzw. Tat in den Fokus zu rücken.

    Ihre Söhne sind noch zu jung, als dass sie für eine Lappalie den Job verlieren können.
    Das muss sie erst noch lernen.

    • Die is Ex-Mädchenmannschaft, also ganz harter Fall.
      Und Ihr Typ, den sie in ihrem Blog stets als „der Mann“ bezeichnet, muss Überland-Vertreter sein, weil nie da … zahlt wohl nur.
      Zwei männliche Kinder: Höchststrafe für Femininistinnen.

      • „Zwei männliche Kinder: Höchststrafe für Femininistinnen.“

        Eher andersrum:

        Als Junge eine Feminista als Mutter: Höchststrafe für das Kind.

    • „Ich habe Sozialpädagogik, Soziologie & Gender Studies in Bochum und Trondheim (Norwegen) studiert und anschließend einige Jahre als wissenschaftliche Mitarbeiterin gearbeitet….“

      Das ist ein infernalisches Triumviriat der Wissenschaftlichkeit und Emanzipation. Ist natürlich auch wiedet kein Zufall und ein weiteres gutes Beispiel.

      „Ich initiiere derzeit eine Kampagne, die sich präventiv an mögliche Täter von sexuellen Übergriffen im Karneval bzw. Fasching richtet. Grundgedanke ist, nicht den Betroffenen eine Mitschuld zu unterstellen, sondern die Täter bzw. Tat in den Fokus zu rücken.“

      Zu Deutsch : Ich lasse mich durch unfrewillige Zwangsabgaben (vor allem von Männern) dafür bezahlen, dass ich alle Männer katgorisch als Vergewaltiger bezeichne und versuche aus Einzelfällen, (die oft auch noch erlogen oder noch gar nicht passiert sind) Maximen und Handlungsregeln herzuleiten um allen Männner möglichst stark zu schaden und weitere „emanzipatorische“ Zusatzabgaben und gesellschaftliche Beschämungsstrategien zu entwickeln.

      Abartig und hässlich.

      • „Das ist ein infernalisches Triumviriat…“

        @toxicvanguard

        1+ Kommentar! besser kann man es nicht ausführen. ;-D

  5. Interessant der Hinweis auf den Wiederspruch in der Position: Generell fordert man bessere Vereinabrkeit von Familie und Beruf, sprich mehr Kitas, Übergangsgelder usw., aber wenn man sich dann doch entschlossen hat, die Erziehung der Kinder in den Mittelpunkt zu stellen, wird diese nicht hinreichend anerkannt und entlohnt.

    Egal was sie macht, sie hat immer ienen umfassenden Anspruxch auf staatliche Unterstützung. Feminismus halt….

    • Ich denke man sollte auch der Fru erlauben unter dem Einfluss ihrer Hormone ihren Stajndpunkt zu ändern. Vor allem dumme Menschen ändern nie ihren Standpunkt. Es ist nur hier wieder deutlich heraus zu lesen wie absolut ICH-orientiert die Frau überlegt. Es geht gar nicht um eine Sache. Es geht nur einzig und allein um SIE.

      • Sorry ohne Schreibfehler geht’s wohl nicht Sorry

    • Das lässt sich ganz allgemein bei Frauen beobachten; verheiratete Frauen werden automatisch konservativer und sind gegen hohe Sozialausgaben, weil sie erwarten durch den eigenen Mann finanziert zu werden; während alleinstehende Frauen eher Positionen vertreten, die Steuern und Abgaben erhöhen, damit sie mehr Zusatzleistungen erhalten. Das hat man auch gut im amerikanischen Wahlkampf gesehen; beide politische Positionen sind für Frauen nicht mehr als die Maximierung der Transferleistungen an sie selber; was insgesamt aber auch zu erwarten ist, da das ganze ein stark evolutionäre Basis hat.

    • Wie immer gäbe es eine einfache, faire Lösung:
      Frau, die Karriere wichtig findet, sucht sich einen Mann, der zu Hause bleiben will, während sie den Rest ihres Lebens für die finanzielle Versorgung verantwortlich ist.

      Das wäre wirklich Gleichstellung. Alle haben die gleichen Optionen
      • Keine Kinder
      • Kinder und auf Karriere verzichten
      • Kinder und für immer die Versorgerrolle

      Genau wir in der Sprache. Wirklich Gleichstellung wäre entweder „Liebe Bürger“ oder „Liebe Bürgerinnen und Bürgerusse“; sprich: Die Einführung eines echten männlichen grammatikalischen Geschlechts, so dass beim generischen Geschlecht ALLE nur mitgemeint sind.

      Feminismus hat aber kein Interesse an Gleichstellung.
      Die Extrawürste für Frauen sollen bitte vollständig erhalten bleiben.

    • >>> … aber wenn man sich dann doch
      >>> entschlossen hat, die Erziehung der
      >>> Kinder in den Mittelpunkt zu stellen,
      >>> wird diese nicht hinreichend anerkannt
      >>> und entlohnt.

      Wieso sollte man für seine private Lebensverwirklichung entlohnt werden. Das wäre so, als würde man behaupten: „wenn man sich entschlossen hat, einen Ferrari und eine große Motoryacht zu kaufen (und damit die Wirtschaft ankurbelt) und statt eigener Erwerbsarbeit sich täglich lieber nur noch um sein Fahrzeug und die Yacht kümmern möchte, also das Fahrzeug und die Yacht in den Mittelpunkt seines Lebens stellt, so wird dieses immer noch nicht ausreichend anerkannt und entlohnt.“

      Es ist nicht die Aufgabe der Gesellschaft, rein private Lebensentscheidungen zu entlohnen. Es ist vielmehr Aufgabe der Partner selber, die Bedingungen gemeinsamer Entscheidungen miteinander auszuhandeln.

      Wenn ein Mann z.B. unbedingt einen Hund haben möchte und die Frau Hunde zwar mag, aber aufgrund der Kosten, Einschränkungen und des Arbeitsaufwandes trotzdem keinen Hund haben möchte, dann müssen die Partner aushandeln, unter welchen Bedingungen sie sich vielleicht trotzdem einen Hund anschaffen (z.B. Versprechen des einen Partners, dass er für das tägliche Hundausgehen zuständig ist und der andere Partner nur im Notfall einspringt). Und, wenn ein Partner zu Gunsten einer gemeinsamen Lebensentscheidung seine Erwerbstätigkeit einschränkt oder einstellt (z.B. weil der Mann sich lieber den ganzen Tag um Hunde kümmern möchte), dann müssen es ebenfalls die Partner miteinander aushandeln, ob der andere Partner den die Erwerbstätigkeit einstellenden Partner dafür entlohnen möchte bzw. unterstützt.

      Es ist absurd, dass diese rein private Lebensentscheidung (= es gibt kein Zwang zu Kindern) von der Gemeinschaft noch stärker als bisher (z.B. Kindergeld, …) entlohnt werden soll.

  6. Hast Du als Mann eine >Gendastudierte gefunden und Dich auf 50/50 Aufteilung der Erwerbsarbeit gefreut … und dann das!! 😦

    • Dumm jelofen, wa?

  7. „Das liegt mir einfach am Herzen, dass meine Söhne nicht zu grenzüberschreitenden Arschlöchern werden, sondern zu Menschen die Respekt vor den Grenzen anderer haben.“

    Es ist immer wieder erstaunlich, wie gerade diejenigen, die so „vehement“ gegen Geschlechterstereotype und für Individualität eintreten, so ostentativ die Geschlechtlichkeit eines Individuums zur Projektionsfläche für ihre kollektivistischen Zuschreibungen missbrauchen.

    Das ekelt mich an.

    • Die größten Arschlöcher sind meist die, die von anderen „Respekt“ usw. fordern.

    • „… wie gerade diejenigen, die so „vehement“ gegen Geschlechterstereotype und für Individualität eintreten, so ostentativ die Geschlechtlichkeit eines Individuums zur Projektionsfläche für ihre kollektivistischen Zuschreibungen missbrauchen.“

      Sehr guter Punkt!

  8. Jemand sollte mal ein (satirisches) Stück machen „Maskulinistische Erziehung“:

    „Es liegt mir einfach am Herzen, dass meine Töchter auf keinen Fall Falschbeschuldigerinnen werden. Wenn sie sich daher bei mir über ein erlittenes Unrecht beklagen, dann frage ich immer ganz genau und in allen Details nach, ob sie denn wirklich völlig sicher sind. Und ob sie nicht vielleicht ihrerseits einiges dazu getan haben, dass es dazu kommt. Und im Zweifel sollen sie es dann lieber schlucken als sich zu beschweren. …“

    • Ich finde das abseits der Satire ein interessantes Thema:

      Wie sollte, könnte, würde eine „maskulistische Erziehung“ von Töchtern aussehen?

      Und dies unter der Prämisse, dass Erziehung durch Eltern nur einer von vielen Einflüssen ist und ab einem gewissen Alter nicht mal mehr der einflussreichste…

      • Auch als Radikal-Maskulist würde ich jedenfalls meine Tochter nicht dahin erziehen, unfähig zu sein ihre eigenen Interessen durchzusetzen nur um Männerinteressen zu dienen.

        • Ja, sehe ich genauso.

          Und ich würde Feministas nicht mal unterstellen, dass sie dies bei ihren Söhnen so machen. Eher im Gegenteil. Was in der Konstellation das Kind wohl am meisten belasten dürfte, ist die starke, offen gezeigte Ambivalenz der Feminista-Mutter gegenüber dem Sohn.

          Also ein das Verhältnis dominierender Double-Bind „Sei ein richtiger Mann“ zusammen mit „Männer sind sexistische Arschlöcher“

          Was witzigerweise dazu führen kann, dass der Sohn/die Söhne am Ende gerne sexistisches Arschloch ist und der Mama den Gefallen tut, ihre Meinung damit zu bestätigen.

          Wobei hier ja noch die interessante Frage wäre, ob es überhaupt ein explizit „feministisches“ Wirkmuster der Frau auf das männliche Kind ist. Oder nicht vielmehr eine übliche weibliche Strategie den Sohn an sich zu binden.

          Der alte Spruch „Alles Schlampen ausser Mutti“ kommt ja nicht von ungefähr und er ist bestimmt nicht von Feministas geprägt worden…

      • Ich kann nur sagen, wie ich meine Tochter erziehe: ich lasse ihr, das offenbar schon im Kindesalter stark ausgeprägte Gejammere über Belanglosigkeiten, nicht durchgehen. Da ist meine Frau m.E. viel großzügiger.

        Man muss da auch mal (auf herzliche Weise) grob sein, damit die den Umgang mit Männern lernt und sich selbst nicht zu wichtig nimmt. Ich helfe ihr z.B., sich an ihrem großen Bruder „zu rächen“, wenn er sie geneckt hat usw. meist ein großer Spaß für uns alle.

        Außerdem versuche ich ihr zu erklären, dass Jungs halt anders sind, wenn sie sich mal wieder beschwert, dass ihr Kindergartenkumpel (kommt gelegentlich zu Besuch) irgendwas kaputt gerammelt hat und dass das nicht automatisch bedeutet, dass er sie ärgern wollte und nicht mehr mit ihr befreundet sein möchte.

        Gleichzeitig versuche ich sie zu ermutigen, sich was zuzutrauen usw. und versuche auch immer mal mit ihr technische Sachen zu spielen (Eisenbahnschienen aufbauen, Lego/Ankerstein-Häuser bauen, Computerspiele etc.). Gelegentlich tut sie sogar sehr konzentriert mit. Das Interesse ist etwas anders gelagert als bei dem Bub, aber es ist nicht Null.

        • Also kurzgefasst: Du erziehst Deine Tochter wie einen Sohn unter Berücksichtigung ihrer abweichenden Anatomie

          Das halte ich sogar für den Regelfall. Jeder Vater möchte sein soziales Erbe weitergeben und versucht dies eben auch bei Tochter/Töchtern wenn die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen eine solche Weitergabe zweckmäßig erscheinen lassen.

          Es sind eher die Frauen, welche Mädchen traditionalistisch in limitierende Weibchenschemata pressen wollen.

        • @Peter Müller
          „Also kurzgefasst: Du erziehst Deine Tochter wie einen Sohn unter Berücksichtigung ihrer abweichenden Anatomie“

          Hmm, ja, da ist was dran. Aber ich nehme schon auch auf ihre eher weiblichen Interessen Rücksicht, sie zieht sich z.B. gerne schön an, schmückt sich usw. ich unterstütze das durchaus.

          Aber ich bin halt ein Mann und verhalte mich entsprechend spezifisch (Schminktips werde ich ihr nie geben können) so wie es mir angenehm ist und sie muss damit lernen umzugehen. Ich finde das wichtig für ihr Erwachsenenleben. Ich bin auch sehr froh, dass ich einen Jungen und ein Mädchen habe und der Junge der Ältere ist. Er muss lernen seine Kraft zu dosieren und feinfühlig zu sein, sie muss lernen mit jemand viel stärker- und gröberen umzugehen. Vorweggenommenes Erwachsenenleben sozusagen.

          Ich möchte sie auch nicht zu einer Technikerin machen, aber Frauen die sich hilflos geben und faul sind, haben mich immer nur genervt 🙂

          „Es sind eher die Frauen, welche Mädchen traditionalistisch in limitierende Weibchenschemata pressen wollen.“

          Das könnte man umgekehrt auch von Männern und Jungen behaupten. Ich denke jedes Elternteil vermittelt, was ihm wichtig erscheint und was es glaubhaft vermitteln (d.h. vorleben) kann. Deshalb finde ich eine Erziehung durch beide, Vater und Mutter, auch ungemein wichtig, weil das vermittelte Spektrum dann viel größer ist.

          Die Kinder suchen sich ohnehin raus, was sie wollen, darauf hat man keinen Einfluss. Man kann ihnen lediglich eine Befähigung ermöglichen. Dem Jungen (das Mädchen ist noch zu jung) bringe ich z.B. auch konsequent kochen bei, denn unselbstständige Männer mochte ich auch noch nie 🙂

  9. Klischeehaft finde ich den Wandel nicht. Vor allem insofern, dass sie sich lieber Gedanken macht wie man Gleichberechtigung auch mit Kindern lebt und zwar in Form einer Werteverschiebung: Karriere ist weniger wichtig. Arbeit eher das notwerndige Übel und wie bekommt man es hin, dass beide möglichst wenig tun, damit man zeit für die Sachen hat, die einem Wichtig sind, Das finde ich fast schon sympathisch.
    Letztendlich ist das aber ein sehr gutes Beispiel dafür, warum Arbeitgeber Frauen eher nach erbrachter Leistung befördern, während bei Männern eher das Potential zählt, denn ich glaube für eine frau ist das Erlebenis der Schwangerschaft und deer Geburt ein wesentlich umstürzenderes Erlebnis, welches sie mehr über ihre Prioritäten nachdenken lässt.
    Eine Frau, die zwar das Potential für eine Karriere hat, wird eher mit der Geburt in Zweifel gezogen „Wofür will ich mein Potential eigentlich ausnutzen“. Selbst wenn sie schon eine Karriere aufgebaut hat, ist das Risiko der Proiritätenneubewertung sicherlich höher als bei Männern.

    • „Klischeehaft finde ich den Wandel nicht. “

      Naja, dass die Frau nach Geburt des Kindes ihre Prioritäten neu ordnet und karriere unwichtiger wird ist schon sehr klischeehaft, gerade wenn man vorher als Feministin wahrscheinlich genau das als undenkbar angesehen hätte, weil man immer 50/50 wollte

      • Naja, Klischees haben nunmal meist ihren Ursprung in realen Verhaltensmustern.
        Ich glaube, das ist das größte Problem, welches viele Feministinnen vor dem ersten Kind haben. Sie können sich nicht ausmalen, was Hormone und die Tatsache plötzlich so ein kleinen Menschen in den Armen zu halten mit einem anstellen.

        Durch die Schwangerschaft ist diese Veränderung meist für Frauen noch wesentlich existenzieller, als für Männer. Wobei ich auch glaube, dass die Meisten Männer sich das nicht vorstellen können was die Anwesenheit bei der Geburt und das erste „mein Kind in den armen halten“ so alles auslöst. Aber das ist leider noch ein anderer Schnack, als wenn eine Frau schon in der Schwangerschaft anfängt auf jede Regung in ihrem Körper zu achten.

  10. Wenn du eine Feministin heiratest, und dann doch Alleinversorger wirst.

    • Treffer.

  11. Diese Frau tut nichts anderes, als alle anderen: Sie erzieht ihre Söhne zu Frauendienern.

  12. Beim Lesen des Interviews habe ich sehr gelacht: Man nimmt auf ihre Elternschaft Rücksicht und sie beschwert sich, daß sie nicht für voll genommen wird. Ihn verheizt man voll und sie beneidet ihn.

  13. Ist doch normal das sich die Prioritäten ändern wenn man Vater bzw. Mutter wird.

    Gerade wenn die anderen Kumpels noch keine Kinder haben merkt man auf einemal das einem die gemeinsamen Themen verloren gehen da die mit Kinderthemen noch nichts anfangen können und man selbst nur noch Kinderthemen im Kopf hat, weil anders das einem Früher wichtig war durch das Kind unwichtiger geworden ist.

    • „Ist doch normal das sich die Prioritäten ändern wenn man Vater bzw. Mutter wird.“
      Definitively!
      Nur weil eine Verhaltens-/Ansichtsweise auch als Klischee in den Köpfen herumgeistert, ist sie noch lange nichts außergewöhnliches, eher im Gegentum.
      Aber schon luschtick, daß auch eine Radfem, nach jahrelangen angestrengten Dekonstruktionsübungen, dann brav dem Hormon- u. Genetikcocktail unterliegt und sich die übliche Schabbelone anzieht.
      Ich sach’s ja ümmer: Die Natur is nich oooohne …..
      Oder is die Patriarchat(TM)-Verschwörungs-AG dahinter?

  14. […] Peter Müller warf in den Kommentaren eine Frage auf: […]

  15. […] Alles Evolution bin ich auf ein Interview aufmerksam gemacht worden. Die befragte Bloggerin wird von der Redaktion […]


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