Die entlassene kellnernde Feministin

Ich fand die Darstellung eines Falles einer Feministin ganz interessant, die entlassen worden ist.

In dem deutschen Stern heißt es dazu:

Männerfeindliche Thesen? Da wurde diese alleinerziehende Kellnerin gefeuert

Ein Mann bezeichnete seine Kellnerin in einer Bewertung als Männerfeindin – darauf verlor die alleinerziehende Mutter nach acht Jahren ihren Job. Der Besitzer setzte sie einfach für die Tür

Und dann später im Text:

Moira Walsh bestreitet im „Providence Journal“, dass sie bereits zuvor verwarnt worden sei. Und sieht hinter ihrer Entlassung einen Anschlag auf die Verfassung, weil sie wegen ihrer Ansichten und nicht wegen eines schlechten Dienstes gefeuert wurde. Tatsächlich ist es nicht einfach zu verstehen, was tatsächlich vorgefallen war. Der Kunde fühlt sich wohl von den Ansichten gestört, die Walsh im Radio und in den sozialen Netzwerken von sich gegeben hat. Es war gar nicht die Rede davon, dass sie ihn beim Essen mit Polit-Parolen traktiert hätte.

Moira Walsh ist nicht nur Kellnerin, sie ist Abgeordnete der Demokraten für Rhode Island im Parlament des Bundesstaates. Um Geld zu verdienen, arbeitete sie im Classic Cafe in Providence. Ihr Chef meinte nun, dass die 26-Jährige ihre politischen Ansichten während der Arbeit nicht für sich behalten konnte. Und feuerte sie.

Besitzer Raymond Burns sagte, eine Bewertung des Cafés auf dem Internetportal Yelp habe das Fass zum Überlaufen gebracht. Dort beschwerte sich ein Kunde über die männerfeindlichen Ansichten der Servicefrau.

Walsh hatte den Job acht Jahre. Für ihre politische Tätigkeit erhält sie eine Entschädigung von 15.000 Dollar, sie benötigt die Arbeit im Café, um über die Runden zu kommen. Im lokalen Radio erklärte sie: „Er hat zu mir gesagt: ‚Du weißt, wir sind stolz auf deine politische Arbeit, aber deine Ansichten schädigen das Geschäft und wir müssen deine Beschäftigung jetzt beenden.'“

Die inzwischen gelöschte Beschwerde störte sich unter anderem an einem Weihnachtsgruß von Walsh. Sie hatte geschrieben: „Meine Wünsche gehen zu den Frauen und den Trans. Der Rest der Männer ist mir egal.“ Die streitbare Frau wurde bekannt, weil sie offen über ihren Kampf als alleinerziehende Mutter mit einer schlecht bezahlten Arbeit berichtete. Dabei scheut sie die Konfrontation nicht: „Führen meine Bemerkungen dazu, dass sich Männer schlecht fühlen? Ja, klar!“

Der Besitzer schrieb in einem Statement: „Walsh fing oft politische Diskussionen mit unseren Kunden an, dann setzte sie sich zu ihnen an den Tisch. In ihrer Arbeitszeit. Wir haben sie öfter darauf hingewiesen, dass sie weiter arbeiten und diese Gespräche in ihrer Freizeit machen solle.“ 

Für das Café hat sich der Rausschmiss sicher nicht gelohnt. Die Beschwerde-Bewertung wurde inzwischen gelöscht, dafür häufen sich nun negative Einträge. Ein langjähriger Kunde, Alex L., schreibt sich seine Enttäuschung vom Leib: „Hier fühlten sich meine Frau und ich wie zu Hause. Das hat aufgehört, als man Moira Walsh gefeuert hat. Moira ist eine wunderbare Kellnerin. Der Besitzer hat absolut falsch reagiert.“ Walsh schrieb auf Facebook: „Wenn man für seine Rechte eintritt, ist es nie einfach. … Aber ich werde nicht still sein. Ich mache einen Eine-Frau-Aufstand!“ 

Auf einer englischen Seite heißt es:

Meet Moira Jayne Walsh. She worked as a waitress at a Rhode Island restaurant until her loose lips got her in trouble. Walsh is what you’d call a man hater and she was constantly spouting those views to her customers. For a bit of context, here’s what she wrote on Facebook at Christmas time:

“Peace on earth, good will to WOMEN. I am DONE giving you men my good will. You don’t do anything good with it. All my holiday cheer is for women femmes and trans. Signed, Frustrated women fighting patriarchal oppression one Facebook rant at a time.”

Yeah, that’s the kind of thing her patrons had to put up with day after day, but the cafe owner had enough and sent her packing. Here’s how he explained her antics:

Walsh would often get into vocal political discussions with customers during her shifts, often sitting down with the diners in their booths. We sometimes had to ask her to return to her duties and advised her to continue her discussions when she was off the clock. These disciplinary instances were never about politics or free speech, but simply reminder of her job and responsibility to all customers.
But here’s the worst part: Walsh is a state representative in Rhode Island and waitressing was just a side job. The cafe owner said she was using that job to gain supporters:

This is not a male vs. female issue, nor is it a case of attempting to silence someone’s free speech. This is an example of someone taking advantage of a captive audience to promote their own political views.

For newly elected public servant to whip the media and her supporters into a frenzy with unfounded accusations, demanding a boycott and portraying our family in such a negative light is profoundly upsetting and potentially damaging to my family’s livelihood.
Walsh spread a rumor that the reason she was fired was over a one-star Yelp review of the family restaurant. She also accused the owner of sexual harassment. When she was interviewed on a local radio show, Walsh was asked if she was going to press charges but just gave this rambling answer:

“I wasn’t, y’know, I didn’t – I didn’t say anything about this because I was over it a week ago. At first I was really upset, but I’ve spent an entire week where nobody manhandled me, or called me the c-word, or refused to tip me based on, y’know, the lack of smile that came with the pancakes? Like, I have been enjoying the dignity that comes with not being in the restaurant industry for a week, and it’s been a delight.”

Natürlich ist es aus der Ferne schwer zu sagen, was sich abgespielt hat. Aber nach dem, was relativ unstreitig zu sein scheint, scheint sie eine radikale Feministin zu sein, die Männer hasst. Sie scheint es auch für richtig zu halten, dass sie dies allen mitteilt. Und natürlich kann ein Restaurantbesitzer entscheiden, dass das nicht zu seinem Restaurant passt und ihr kündigen. Wenn sie dann anscheinend auch Job und privates nicht trennen kann und Gäste mit ihren Ansichten belästigt, dann finde ich das sogar sehr verständlich.

Erschreckender finde ich aber, dass der Stern den Fall so einseitig wiedergibt. Anscheinend ist der Autor der Auffassung, dass ein wenig Männerfeindlichkeit nicht weiter schlimm ist.

Anscheinend hat man das sogar zu einem gewissen Teil noch gemerkt. Die URL heißt immer noch „feministische-thesen–da-wurde-diese-kellnerin-gefeuert-7313156.html“, was vermuten läßt, dass dies erst die Überschrift des Artikels war. Anscheinend hat der Autor beim Schreiben gemerkt, dass das ja doch nicht ganz ohne ist, und es lieber in „Männerfeindlich“ geändert.

Ob er schlicht zu faul war, seine Bewertung der Vorgänge ebenfalls anzupassen oder es einfach tatsächlich die Männerfeindlichkeit nicht als Grund ansieht wäre interessant

Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, dass er den gleichen Text geschrieben hätte, wenn sie  „Meine Wünsche gehen zu den Weißen und den zumindest hellhäutigen. Der Rest der Menschen ist mir egal. Führen meine Bemerkungen dazu, dass sich Schwarze schlecht fühlen? Ja, klar!“ gesagt hätte oder eben „“Meine Wünsche gehen zu den Männern und den Jungs. Der Rest der Menschen ist mir egal. Führen meine Bemerkungen dazu, dass sich Frauen schlecht fühlen? Ja, klar!“ gesagt hätte. Dann hätte man sich allenfalls gewundert, wie es ein solcher Sexist/Rassist überhaupt in die Politik geschafft hat und warum sie ihn überhaupt so lange in ihrem Restaurant geduldet haben.

Hier hat man aber anscheinend kein Verständnis dafür, dass ein Restaurantbesitzer eine radikale Person los werden möchte, man freut sich sogar noch, dass gegen ihn zum Boykott aufgerufen wird und er einen wirtschaftlichen Schaden erleidet. Bizarr.

 

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20 Gedanken zu “Die entlassene kellnernde Feministin

  1. Wer solche Leute in der Bewegung hat und es einfach nicht schafft die zu kirtisieren, der muss sich doch auch nicht wundern wenn Männerhass dann von anderen als etwas ganz normales angesehen wird.

  2. Was soll man da sagen? Dieselbe Verhaltensweise eines Mannes in Bezug auf Frauen, und die Öffentlichkeit würde eine Entlassung für eine moralisch zwingend gebotene Selbstverständlichkeit halten.

  3. Für mich wäre es wirklich wichtig, wie der Fall gelegen ist. Denn in seiner Freizeit sollte jeder tun und lassen können, was ihm beliebt (mit Ausnahme evtl. sich bewusst negativ über den Arbeitgeber zu äußern).
    Wenn die Frau nun ausschließlich in der Freizeit solche Thesen losgelassen hat, finde ich die Kündigung nicht gerechtfertigt.
    Sollte sie tatsächlich auf der Arbeit mit Kunden darüber angefangen haben zu diskutieren, finde ich die Kündigung gerechtfertigt.

    Ebenso würde ich es nicht in Ordnung finden, wenn jemand in der NPD ist und deswegen gekündigt wird. Solange derjenige als Kellner weiterhin ohne Probleme auch jeden ausländischen Kunden freundlich bedient.

    • @Miria ich finde je nachdem, wie ich mich in der Freizeit gebe, kann das schon schädlich sein für den Arbeitgeber. Deswegen suchen ja viele auch auf Facebook un zu sehen was der zukünftige Angestellte für einer ist. Wenn ich in meiner Freizeit Hooligan bin und dem Arbeitgeber daher Kunden abhauen, wird der mich auch entlassen.

      • @Truth:
        „Wenn ich in meiner Freizeit Hooligan bin und dem Arbeitgeber daher Kunden abhauen, wird der mich auch entlassen.“

        Er sollte es aber nicht nur aufgrund der Tatsache, dass du Hooligan bist, dürfen. Die Frage ist, kann der Zusammenhang zwischen dem Hooligan und dem Ausbleiben der Kunden nachgewiesen werden?

    • Sie ist halt auch eine öffentliche Person und Kellnerinnen repräsentieren durchaus den Laden. Ganz so einfach ist es also wohl eher nicht.

      Ebenso würde ich es nicht in Ordnung finden, wenn jemand in der NPD ist und deswegen gekündigt wird.

      Wenn ich einen Mitarbeiter mit Kundenkontakt hätte, der sich dann zum prominenten NPD-Mitglied entwickelt, dann hätte ich aber ein sehr starkes Interesse daran, diesen so schnell wie möglich los zu werden. Image ist für jedes Unternehmen ein sehr existenzielles Gut.

      • @Nick: Sie repräsentiert den Laden während ihrer Arbeitszeit oder wenn sie beispielsweise Arbeitskleidung trägt, auf der der Name der Gaststätte abgedruckt ist, darüber hinaus ist sie Privatperson!

        „Wenn ich einen Mitarbeiter mit Kundenkontakt hätte, der sich dann zum prominenten NPD-Mitglied entwickelt, dann hätte ich aber ein sehr starkes Interesse daran, diesen so schnell wie möglich los zu werden.“

        Wenn er sich sonst korrekt gegenüber Kunden verhält, finde ich diese Einstellung nicht in Ordnung.

        • Sie repräsentiert den Laden während ihrer Arbeitszeit oder wenn sie beispielsweise Arbeitskleidung trägt, auf der der Name der Gaststätte abgedruckt ist, darüber hinaus ist sie Privatperson!

          Sie kandidiert fürs Repräsentantenhaus und ist deshalb eine öffentliche Person. Die Person wird als Person weit bekannter sein als das Restaurant.

          Das Restaurant dürfte als „Das Restaurant, in dem Moria Walsh arbeitet“ Stadtbekannt sein und der Restaurantbesitzer müsste wohl viel Geld in PR investieren, um nicht von Moria Walshs öffentlichen Hasskampagnen zu „profitieren“.

          Weil das US-Arbeitsrecht unsere Form des Kündigungsschutzes nicht kennt hat offenbar der Restaurantbesitzer sich von rein ökonomischen Erwägungen leiten lassen. Und die finde ich sehr nachvollziehbar.

          Wenn er sich sonst korrekt gegenüber Kunden verhält, finde ich diese Einstellung nicht in Ordnung.

          Es steht dir frei, „nicht in Ordnung“ zu finden was du willst. Damit schaffst du aber keine knallharten materiellen Interessenskonflikte aus der Welt. Und ein Unternehmer muss Geld verdienen, sonst kann er gar keinen Mitarbeiter bezahlen.

          Einen Stadtbekannten NPD-Kandidaten nimmt bestenfalls (fast) niemand ernst. Und nicht jedem Unternehmer kann es egal sein, wenn seine Mitarbeiter von den Kunden nicht ernst genommen werden. Bei einem Handwerker mag das vielleicht gerade noch gut gehen, wenn der Mitarbeiter aber Verantwortung für hochkarätigere Projekte als die Reinigung eines Abflußrohres tragen soll, dann laufen die Kunden idR lieber ganz schnell zur Konkurrenz. Vertrauen ist für viele Unternehmen ein sehr hohes Gut.

    • Naja, jemand der seine Arbeitszeit dazu nutzt, um mit Kunden zu diskutieren, wird sich grade im Tourismusgewerbe schwer tun (eine Kellnerin ist jetzt nicht so schwer zu ersetzen).
      Man darf nicht vergessen, dass der Arbeitgeber den Fall vermutlich auch so darstellt, dass er gut dasteht. Die Berichterstattung vom Stern ist aber so oder so parteiisch, weil hier nur ihre Sicht geschildert wird. Schülerzeitungen sind professioneller.

    • Ich finde, das ist echt ein sehr schwieriges Thema. Grundsätzlich würde ich Miria voll zustimmen, dass eine Parteizugehörigkeit oder nicht gesetzeswidrige Tätigkeiten außerhalb der Arbeitszeit eigentlich nicht zu einer Kündigung führen dürfen. Und, wenn man es während der Arbeitszeit tut (was hier offenbar der Fall war), sollte zunächst nur eine arbeitsrechtliche Abmahnung zulässig sein.

      Problem ist nur, dass sehr Viele, die die Kündigung jetzt nicht für gerechtfertigt halten, umgekehrt gerne die extremsten Meister von zweierlei Maß und (Heiko) Maas sind. Ein Großteil der gleichen Leute (insbesondere in der Presse), die die Kündigung bei einer ideologisch verblendeten Feministin für nicht gerechtfertigt halten, würden ziemlich sicher bei einem aktiven AfD Mitglied Verständnis für einen Arbeitgeber zeigen. Die Artikel in der Presse, in denen der AfD Verantstaltungsorte aufgrund des öffentlichen Drucks wieder gekündigt werden, klingen in jedenfalls in meinen Ohren meistens ziemlich anders. Und die Leute, die jetzt die Kündigung der Kellnerin für unberechtigt halten, bewerten nach meiner gefühlten Beobachtung die Kündigung von Veranstaltungsräumen gegenüber der AfD doch ziemlich anders.

      Und wie hier auch schon richtig bemerkt wurde, braucht man ja nur mal den Sexismustest (= einfach mal die Geschlechterrollen vertauschen) zu machen. Würden die Leute die Kündigung auch ungerechtfertigt halten, wenn ein Männerrechtler Vergleichbares öffentlich vertritt oder würde dieser dann als Frauenhasser gelten? Wie würden dann wohl die Artikel in der Zeitung aussehen? Würden dann die Artikel in der Presse ähnlich wie der entlassenen Kellnerin aussehen?

      Wir leben halt offenbar inzwischen im Zeitalter der Heulsusen und zarten Schneeflöckchen, in der Abgelehntes und und bloße Andersdenkende die Menschen überfordern und immer radikaler bekämpft werden. Und solche politischen Arschlöcher und Heulsusen bringen die Unternehmer, die einfach nur das Grundgesetz ernst nehmen wollen und keinen ihrer Kunden nach Geschlecht, Abstammung, Rasse, Sprache, Heimat, seines Glaubens oder seiner religiösen oder POLITISCHEN Anschauungen (Art. 3 Abs. 3 GG) unterschiedlich behandeln wollen.

      Man sieht das zur Zeit mal wieder ganz gut bei den letzten Presseberichten zum Maritim-Hotel, die Räume für Veranstaltungen an die AfD vermietet hatte. Der Unternehmer, der entsprechend Art. 3 Abs. 3 GG seine Raumvermietung NICHT nach der politischen Anschauung unterscheiden möchte (solange die Mieter nichts Verbotenes tun), steht hier zunehmend vor immer größeren Problemen. Vermietet er die Räume z.B. an die AfD, dann bekommt er Boykottaufrufe und Shitstürme von der einen Seite. Vermietet er die Räume pauschal nicht an die AfD, macht er sich selber zu einem politischen Aktivisten und unterscheidet nach politischen Anschauungen, so dass Boykottaufrufe und Shitstörme von der anderen Seite drohen. Unternehmer werden so von politischen Arschlöchern gezwungen, politisch werden zu müssen, obwohl diese mit dem ganzen Heulsusendreck nichts zu tun haben wollen. Minderheiten, egal wie erlaubt sie auch sind, werden so ausgegrenzt und diskriminiert, da Unternehmer sich alleine schon aus wirtschaftlichen Gründen dem Mehrheitsdruck beugen müssen.

      Und Politiker wären gut beraten, irgendetwas dagegen zu unternehmen, dass Unternehmer immer mehr von politischen Aktivisten zu Diskriminierungen getrieben werden. Stattdessen mischen diese ganz vorne mit.

      Und, wenn ich eine Personengruppe benennen müsste, die ich besonders mit der politischen Strategie des Boykotts und radikaler Bekämpfung Andersdenkender in Verbindung bringe, dann sind es die Feministen (gerne auch unterstützt von den asozialen Arschlöchern der faschistischen Antifa). Wenn Feministen daher ihre eigene Medizin zu schmecken bekommen und sie aufgrund ihrer politischen Anschauung negative Konsequenzen zu erleiden haben (wie jetzt die Kündigung), dann finde ich das zwar eigentlich (> genauso wie umgekehrt bei der AfD, Männerrechtlern, …) eine gesellschaftliche Katastrophe und Bankrotterklärung. Da diese Art der politischen Auseinandersetzung aber von Feministen mit geprägt und gefördert wird, überwiegt bei mir doch weit die Schadenfreude.

      Und da von Feministen auch nicht zu erwarten ist, dass sie ihre eigene Art und Weise ändern werden und auch der Gesetzgeber derartiges Verhalten von Feministinnen gewähren lässt, gibt es auch keinen Grund, weshalb man Feministinnen umgekehrt nicht genauso behandeln sollte. Es ist halt wie im Fußball. Wen jemand im Fußball selber unfair spielt und der Schiedsrichter auch nicht eingreift, dann braucht keiner herumzuheulen, wenn die Spielweise das Klima des ganzen Spiels vergiftet und man selber irgendwann auch die Beine weggetreten bekommt. Und wenn der Schiedsrichter (Politiker, Presse, …) hier nur einseitig einzugreifen versucht, brauchen diese ebenfalls nicht herumzuplärren, wenn diese zunehmend die Kontrolle über das Spiel verlieren und massiven Vetrauensverlust erleiden.

      Das sind halt die einfachsten bzw. banalsten Grundregeln sozialen zwischenmenschlichen Verhaltens. Und von daher finde ich es inzwischen völlig in Ordnung, wenn Feministen die eigene Medizin zu schmecken bekommen, die diese umgekehrt genauso verteilen, obwohl ich Diskriminierungen aufgrund zulässiger politischer Ansichten eigentlich gesellschaftlich für völlig daneben halte.

      • @xyz:
        „Und die Leute, die jetzt die Kündigung der Kellnerin für unberechtigt halten, bewerten nach meiner gefühlten Beobachtung die Kündigung von Veranstaltungsräumen gegenüber der AfD doch ziemlich anders.“

        Das ist dann aber das Problem der Doppelmoral. Ich würde als Vermieter von Veranstaltungsräumen mir so etwas nicht bieten lassen! Sondern eine Stellungnahme veröffentlichen, in der ich darauf verweise, dass ich jeden Kunden gleich behandele – egal, welcher Herkunft, Geschlecht, Religion oder Parteizugehörigkeit. Und die anderen Parteien einladen, ebenfalls Räumlichkeiten bei mir zu mieten!
        Man sollte sich nicht von solchen Spinnern unter Druck setzen lassen!

        „Würden die Leute die Kündigung auch ungerechtfertigt halten, wenn ein Männerrechtler Vergleichbares öffentlich vertritt oder würde dieser dann als Frauenhasser gelten?“

        Wie gesagt, jemand der sich nicht auf der Arbeit danebenbenimmt sollte nicht aufgrund seiner politischen Einstellung gekündigt werden dürfen – egal ob Mann, Frau, Parteimitglied etc.

        „Unternehmer werden so von politischen Arschlöchern gezwungen, politisch werden zu müssen, obwohl diese mit dem ganzen Heulsusendreck nichts zu tun haben wollen. Minderheiten, egal wie erlaubt sie auch sind, werden so ausgegrenzt und diskriminiert, da Unternehmer sich alleine schon aus wirtschaftlichen Gründen dem Mehrheitsdruck beugen müssen.“

        Und genau das darf nicht sein! Wie ich oben schon beschrieben habe.

        „Da diese Art der politischen Auseinandersetzung aber von Feministen mit geprägt und gefördert wird, überwiegt bei mir doch weit die Schadenfreude.“

        Und du musst mal wieder alle in einen Topf werfen?!

        „Das sind halt die einfachsten bzw. banalsten Grundregeln sozialen zwischenmenschlichen Verhaltens. Und von daher finde ich es inzwischen völlig in Ordnung, wenn Feministen die eigene Medizin zu schmecken bekommen, die diese umgekehrt genauso verteilen, obwohl ich Diskriminierungen aufgrund zulässiger politischer Ansichten eigentlich gesellschaftlich für völlig daneben halte.“

        Weil Auge um Auge und Zahn um Zahn natürlich die beste Möglichkeit ist, um Frieden zu erreichen…

      • @Miria:

        Sondern eine Stellungnahme veröffentlichen, in der ich darauf verweise, dass ich jeden Kunden gleich behandele

        -> Kosten, die idR weit über den Ertrag der Veranstaltung hinaus gehen. Es lohnt sich also eher nicht, die AfD zu hosten.

        Allerdings könnte man evtl. auch profitieren. Nicht, weil man die AfD toll findet, sondern weil man „standhaft gegen den Mob ist“ und dafür steht, dass unliebsame Meinungen nicht dadurch verschwinden dass sich gar nicht erst mit ihnen auseinandergesetzt wird. Immerhin ist der Name des Lokales kostenlos ins Gespräch gekommen, und wenn man es schafft, dem den richtigen Spin zu geben ist das am Ende eine sehr preiswerte Werbung.

        So viel PR-Geschick haben aber die wenigsten Hoteliers, ökonomisch dürften die meisten also besser fahren, wenn sie solche heißen Eisen gar nicht erst anfassen.

        Und du musst mal wieder alle in einen Topf werfen?!

        Der Topf ist die Regel, und nicht die Ausnahme.

        Und genau das darf nicht sein!

        Und wie willst du das verhindern?

        Weil Auge um Auge und Zahn um Zahn natürlich die beste Möglichkeit ist, um Frieden zu erreichen…

        Das Vorhalten der eigenen Maßstäbe – wenn es eben diesmal sehr bitter schmeckt und das Geheule groß ist, weil es mal eine Gesinnungsgenossin getroffen hat – Das ist nmE durchaus eine gute Möglichkeit, um Frieden zu schaffen. Frieden ist nämlich fast gleichbedeutend mit der Einigung auf Maßstäbe und Regeln, die für alle gelten.

  4. Mein Tip als Unternehmer lautet da, dass man deutlich vorsichtiger sein sollte, bevor man eine Frau ein einstellt. Hatte mal wie, die laut Lebenslauf in einem linken Buchladen gearbeitet hat, die war dann auch gleich raus. Feministen haben bei mir keinen Platz. Natürlich muss man auch bei Männern aufpassen da man auch da keinen Spinner will. Eine kurze Google Suche ist da durchaus angebracht.

  5. Der Arbeitgeber ist nicht in der Pflicht, seinen Arbeitnehmern Möglichkeiten zu politischen oder privaten Tätigkeiten zu stellen.

    Ob das jetzt Feminismus ist oder Umweltschutz oder ein Kellner, der ständig über seine Ex und den Sorgerechtsrichter schimpft.

    Ob die „sofortige“ Kündigung gerechtfertigt ist, kann man von weitem schlecht beurteilen.

  6. Pingback: Fundstück: Feministinnen und kellnern – Geschlechterallerlei

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