Verfasst von: Christian - Alles Evolution | 12. Februar 2017

Peter Singer – Eine evolutionär-informierte Linke für heute und darüber hinaus

Mir wurde die folgende Übersetzung zugeschickt, die ich hier als Gastartikel veröffentliche:

(Anmerkung des Übersetzers: Der von Peter Singer im Original verwendete Begriff „Darwinian Left“ wurde hier übersetzt als „evolutionär-informierte Linke“, um dem Mißverständnis vorzubeugen, dass es hierbei um Sozialdarwinismus ginge. Gemeint ist gerade keine sozialdarwinistische Sichtweise, sondern das Anstreben der Verwirklichung politisch linker Werte wie Gleichheit, Solidarität, Gerechtigkeit und Freiheit auf evolutionär-informierter Grundlage.)

Auszug aus: Peter Singer, A Darwinian Left: Politics, Evolution and Cooperation, New Haven, 1999, Kapitel 5, S. 60-63.

Dieses knappe Buch war eine Skizze der Art und Weise, in der sich eine evolutionär-informierte Linke von der traditionellen Linken, wie wir sie die letzten beiden Jahrhunderte kannten, unterscheiden würde. Abschließend werde ich zuerst einige der Merkmale stichwortartig zusammenfassen, von denen ich glaube, dass sie eine evolutionär-informierte Linke von vorhergehenden Formen der Linken, sowohl alten wie neuen, unterscheiden würde, dies sind die Merkmale, von denen ich glaube, dass eine evolutionär-informierte Linke sie heute einbeziehen sollte. Danach werde ich einen flüchtigen Blick auf weiterliegende Perspektiven werfen.

Eine evolutionär-informierte Linke würde nicht:

  • die Existenz einer menschlichen Natur leugnen, noch darauf beharren, dass die menschliche Natur ihrem Wesen nach gut ist, noch dass sie unbegrenzt formbar ist;
  • erwarten allen Konflikt und Streit zwischen den Menschen zu beenden, sei es durch politische Revolution, sozialen Wandel oder bessere Erziehung;
  • annehmen, dass alle Ungleichheiten Resultat von Diskriminierung, Vorurteilen, Unterdrückung oder sozialer Konditionierung sind. Bei manchen Ungleichheiten wird dies der Fall sein, aber dies kann nicht in jedem Fall vorausgesetzt werden.

Eine evolutionär-informierte Linke würde:

  • akzeptieren, dass es so etwas wie eine menschliche Natur gibt, und danach streben mehr über diese herauszufinden, so dass die Politik auf den besten verfügbaren Befunden darüber, wie Menschen sind, begründet werden kann;
  • jeden Schluss von dem, was „natürlich“ ist auf das, was „richtig“ ist, ablehnen;
  • annehmen, dass unter den Bedingungen unterschiedlicher sozialer und wirtschaftlicher Systeme viele Leute konkurrenzorientiert handeln werden, um ihren eigenen Status zu verbessern, eine Machtposition zu erlangen und/oder ihre Interessen und die ihrer Angehörigen zu fördern;
  • annehmen, dass unabhängig von dem sozialen und wirtschaftlichen System, in dem sie leben, die meisten Leute positiv auf echte Möglichkeiten zum Eingehen von gegenseitig vorteilhaften Formen von Kooperation reagieren werden;
  • Strukturen fördern, welche eher Kooperation als Konkurrenz begünstigen und versuchen Konkurrenz in gesellschaftlich wünschenswerte Bahnen zu kanalisieren
  • erkennen, dass die Art und Weise, in der wir nichtmenschliche Tiere ausbeuten ein Vermächtnis unserer vor-darwinistischen Vergangenheit ist, welche die Kluft zwischen Menschen und anderen Tieren überhöhte – und daher einen höheren moralischen Status für nichtmenschliche Tiere und einen weniger anthropozentrischen Blick hinsichtlich unserer Herrschaft über die Natur anstreben;
  • an den traditionellen Werten der Linken festhalten und sich auf die Seite der Schwachen, der Armen und Unterdrückten stellen, aber sehr genau überlegen, welche gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Veränderungen tatsächlich funktionieren werden um sie zu unterstützen.

In gewisser Hinsicht ist dies eine stark reduzierte Vision der Linken, welche ihre utopischen Ideen ersetzt durch eine nüchterne, realistische Perspektive von dem, was erreicht werden kann. Das ist, denke ich, das Beste, was wir heute tun können – und es ist immer noch eine weit positivere Perspektive als das, was viele auf Seiten der Linken angenommen haben, was ein evolutionäres Verständnis der menschlichen Natur beinhaltet.

Wenn wir eine weit längerfristigere Perspektive einnehmen, könnte es eine Aussicht für die Rückkehr zu weitreichenderen Veränderungsbestrebungen geben. Wir wissen nicht, in welchem Umfang unsere Fähigkeit zur Vernunft uns auf lange Sicht über die herkömmlichen darwinschen Zwänge hinsichtlich des Grades an Altruismus, den zu begünstigen eine Gesellschaft in der Lage sein kann, hinausführen kann. Wir sind vernunftbegabte Wesen. In anderen Schriften habe ich die Vernunft mit einer Rolltreppe verglichen, insofern, als sobald wir rational zu argumentieren beginnen, wir gezwungen sein können einer Argumentationskette bis zu einem Schluss zu folgen, den wir nicht erwartet hatten als wir mit dem Schlussfolgern begannen. Die Vernunft stattet uns mit der Fähigkeit aus zu erkennen, dass jeder von uns einfach ein Lebewesen unter anderen Lebewesen ist, von denen alle Wünsche und Bedürfnisse haben, die für sie wichtig sind, so wie unsere eigenen Bedürfnisse und Wünsche für uns wichtig sind. Kann diese Einsicht jemals den Einfluss anderer Elemente in unserer evolvierten Natur überwinden, welche der Idee einer unparteiischen Anteilnahme für alle unsere Mitmenschen oder besser noch, für alle fühlenden Wesen, entgegenstehen?

Niemand Geringeres als ein engagierter Verfechter darwinschen Denkens wie Richard Dawkins beharrt auf der Perspektive einer „bewussten Kultivierung und Pflege von reinem, uneigennützigem Altruismus – etwas, das es in der Natur nicht gibt, etwas, das niemals zuvor in der gesamten Geschichte der Welt existiert hat“. Obwohl „wir als Gen-Maschinen geschaffen wurden“, sagt uns Dawkins, „haben wir die Macht uns gegen unsere Schöpfer zu wenden“. Hierin liegt eine wichtige Wahrheit. Wir sind die erste Generation, die nicht nur versteht, dass wir Produkte der Evolution sind, sondern auch die Mechanismen versteht, durch die wir uns entwickelt haben und wie dieses evolutionären Erbe unser Verhalten beeinflusst. In seinem philosophischen Klassiker „Phänomenologie des Geistes“ stellt Hegel den Höhepunkt der Geschichte als einem Zustand des „absoluten Wissens“ dar, in welchem der „Geist“ sich als das begreift, was er ist und dadurch seine eigene Freiheit erreicht. Wir müssen nicht Hegels Metaphysik übernehmen, um zu erkennen, dass etwas Ähnliches im Verlauf der letzten fünfzig Jahre tatsächlich passiert ist. Zum ersten Mal, seit das Leben aus der „Ursuppe“ hervorgegangen ist, gibt es Lebewesen, die verstehen, wie sie zu dem geworden sind, was sie sind. Für diejenigen, die dadurch einen Machtzuwachs der Regierung und des wissenschaftlichen Establishments befürchten, erscheint dies eher als eine Gefahr, denn als Quelle von Freiheit. In einer fernen Zukunft, die wir noch kaum erahnen können, könnte es sich als Voraussetzung für eine neue Form von Freiheit herausstellen.

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Responses

  1. „Obwohl „wir als Gen-Maschinen geschaffen wurden, haben wir die Macht uns gegen unsere Schöpfer zu wenden“.“

    Bring das mal unter einen Hut mit „Attraction is NOT a choice“ und „Du kannst machen was du willst, aber nicht wollen was du willst“

    • Ich würde sagen “

      Natürlich können wir und entgegen unseres biologischen Programms verhalten, aber es kostet eben Kraft und ist insoweit anstrengend. Es kommt und oft unlogisch und mühsam vor

      Wobei man da dann auch sauber zwischen dem Selektionsdruck und dessen Ergebnis unterscheiden muss

      • Der einzelne kann das im Einzelfall, keine Frage.

        Damit das zum Hoffnungsschimmer für die Linke werden kann, müsste man aber die Rahmenbedingunen zeigen, unter denen JEDER zu JEDER Zeit bereit ist, diese Kraft und Anstrengung auf sich zu nehmen.
        Plus: Man muss zeigen, dass diese Rahmenbedingungen stabil sind und die Motivation der vielen Einzelnen nicht beim ersten Unvorhergesehenen zusammenbricht.

        Mein – zugegebenermaßen sehr fragmentarisches – psychologisches Wissen lässt hier keine große Hoffnung zu.

      • Zitat: „Natürlich können wir und entgegen unseres biologischen Programms verhalten, aber es kostet eben Kraft und ist insoweit anstrengend.“

        Rein philosophisches Argument. Kann ich auch:
        „Natürlich gilt der physikalische Determinismus“.

        • Man kann auf´s Essen, Trinken und Sex verzichten, oder etwa nicht?

  2. Ach herrjeh, wieviel von ihren Utopien müsste die Linke aufgeben, wenn sie sich evolutionär informieren würde.

  3. Welche moderne politische Richtung hat sich nicht den Anstrich von Wissenschaftlichkeit geben wollen? Das ist das Kennzeichen aller modernen Politik gewesen, daher wäre auch eine „darwinistische Linke“ (oder wie auch immer) nichts Besonderes. Derzeit leiden die Linke allgemein an einem grassierenden Irrationalismus, aber ob man den so überwinden kann? Sicher sollte man generell mehr Rationalismus einfordern. Sich explizit auf Darwin zu fokussieren, kommt aber ein wenig eng vor.

    • …. und das hier ist widersprüchlich:

      „A Darwinian left would:
      • Accept that there is such a thing as human nature, and seek to find out more about it, so that policies can be grounded on the best available evidence of what human beings are like;
      • Reject any inference from what is ’natural‘ to what is ‚right‘;“

      Man soll einerseits das Konzept einer „menschlichen Natur“ haben und seine Politik danach ausrichten – aber dann jeden Bezug auf „Natürlichkeit“ vermeiden und ablehnen, wie auch jegliche moralische Rechtfertigung…. Wie soll das funktionieren, das widerspricht sich einfach nur.

      • @ Alex

        Singer meint damit, dass, auch wenn man Forschungsbefunde zur Natur des Menschen berücksichtigt, man nicht in einen naturalistischen Fehlschluss verfallen darf:

        https://de.wikipedia.org/wiki/Naturalistischer_Fehlschluss

        • Problem ist nur: Wie entscheidet man, welche Folgerung als Fehlschluss zu gelten hat und welche nicht.

          Aber davon abgesehen, ist mir der Satz Reject any inference from what is ’natural‘ to what is ‚right‘ (bzw. die deutsche Übersetzung) auch aufgefallen. Wenn er sagt any inference, also jede Folgerung ablehnt, heißt das, dass man sich um biologische Grundlagen nicht zu kümmern braucht.

        • @Leszek

          Singers Annahme einer „menschlichen Natur“, nebst der Forderung die Politik nach diesbezüglichen „Erkenntnissen“ auszurichten, ist meiner Ansicht nach eine offene Einladung zu genau diesen „naturalistischen Fehlschlüssen“. Dass er sich davon dann wieder distanziert, kommt mir reichlich künstlich und vorgeschoben vor.

          Es gibt eben keine belastbare und brauchbare Vorstellung von „menschlicher Natur“. Das neigt ganz naturgemäss („inhärent“) zu „Fehlschlüssen“.

          Ich denke man sollte anerkennen, dass Politik eben eine Angelegenheit des Willens und der Interessen ist, die naturgemäss nicht deckungsgleich mit Rationalismus, Wissenschaft und all dem ist — und das auch niemals sein kann.

        • Er zieht selbst die abstrusesten Folgerungen:
          ◾erkennen, dass die Art und Weise, in der wir nichtmenschliche Tiere ausbeuten ein Vermächtnis unserer vor-darwinistischen Vergangenheit ist, welche die Kluft zwischen Menschen und anderen Tieren überhöhte – und daher einen höheren moralischen Status für nichtmenschliche Tiere und einen weniger anthropozentrischen Blick hinsichtlich unserer Herrschaft über die Natur anstreben

          Seine Tierschützerhaltung in allen Ehren, aber zu behaupten, sie sei wissenschaftlich begründbar, ist lächerlich. Man kann darin einen humanistischen Fehlschluss sehen wie einen naturalistischen.

        • @FS
          Ja, ganz klar. Hier befindet sich Singer schon mitten auf einer naturalistischen Rutschbahn und argumentiert zutiefst moralistisch.

          Der menschliche Blick auf die Dinge ist nun mal anthroprozentrisch, auch und insbesondere der von Singer.

  4. Eine informierte Rechte würde:

    akzeptieren, dass so etwas wie eine menschliche Natur grösstenteils ideologisch motivierte Behauptungen sind mit dem Ziel, die bestehenden Verhältnisse (aka. Kapitalismus) als naturgegeben und unabänderlich zu behaupten, und danach streben, Behauptungen über die menschliche Natur zu hinterfragen, so dass die Politik auf den besten verfügbaren Befunden darüber, wie Menschen sind, begründet werden kann;

    • @ Pjotr

      Heißt das, du widersprichst Peter Singer? Welche Behauptungen über die menschliche Naut sind deiner Meinung nach ideologisch motiviert bzw. falsch?

      • Peter Singer kenne ich nicht wirklich gut. Ich kritisiere vielmehr EvoChris. Dessen Ausführungen laufen, mal salopp gesagt, darauf hinaus, dass der Kapitalismus die natürliche Wirtschaftsform sei in dem Sinne, dass sie der menschlichen Natur entspreche, was insofern Blödsinn ist, da er in seinem reduktionistischen Weltbild alles auf sexuell konnotierte Konkurrenz herunterbricht, die sich im Wirtschaftssystem widerspiegle. Das unterkomplex zu nennen ist sehr höflich ausgedrückt.

        Ich kann beim besten Willen nicht erkennen, wie die Arbeit an einem Fliessband mit monotoner Arbeit, um mal ein Beispiel zu nennen, der menschlichen Natur, was auch immer die sein möge, angepasst wäre. Da schwingt ein Haufen Bullshit mit.

        Die menschliche Natur ist Faulheit. Die Anstrengung und damit einhergehend die Konkurrenz ist eine Notwendigkeit, um bei begrenzten, knappen Ressourcen zu überleben. Richtig ist, das ergibt sich aus meiner Prämisse, dass es Anreize geben muss, damit sich Menschen anstrengen und Leistung erbringen. Allein dieser Befund ist selbstverständlich keine Legimitation für real existierende komplexe Wirtschaftsformen und deren Verteilmechanismen – aka.Kapitalismen.

        Und bitte verschont mich mit „aber Kapitalismus ist wo immer funktioniert hat und Sozialismus ist wo nicht funktioniert hat“.

        Durch was zeichnet sich die menschliche Natur aus? Doch dadurch, dass dieses Verhalten ohne Zwang sich sozusagen ganz von selbst einstellt und nicht mühsam erlernt werden muss. Jetzt möchte ich mal wissen, wer von euch auch zu seiner Arbeit ginge, sich jahrelang einer harten Konkurrenz stellte, wenn er derart reich wäre, so dass der Lohn keinerlei Anreiz wäre? Die Antwort dürfte klar sein.

        Die evochrisschen politischen Anschauungen sind, naja, entwicklungsfähig.

        • @Pjotr
          „dass der Kapitalismus die natürliche Wirtschaftsform sei in dem Sinne, dass sie der menschlichen Natur entspreche“

          Aber diese Vorstellung ist doch stimmig, als dass sie dem Individuum die bestmögliche Stellung gegenüber der Aussenwelt einräumt, insofern als dass nur diese ihm eine gleichberechtigte Stellung gegenüber den anderen einräumt — wenn man davon ausgeht, dass die „menschliche Natur“ sich auf das Individuum beziehen soll.

          „Ich kann beim besten Willen nicht erkennen, wie die Arbeit an einem Fliessband mit monotoner Arbeit, um mal ein Beispiel zu nennen, der menschlichen Natur, was auch immer die sein möge, angepasst wäre. Da schwingt ein Haufen Bullshit mit.

          Die menschliche Natur ist Faulheit. ….“

          Du kannst die Erfindung des Fliessbands sehr wohl mit Faulheit erklären. Diese Methode steigerte die Produktivität ungemein, sehr viel weniger Arbeit musste für das Gleiche aufgewendet werden. Ein einziger Sieg der „Faulheit“, das.

        • „dass der Kapitalismus die natürliche Wirtschaftsform sei in dem Sinne, dass sie der menschlichen Natur entspreche“

          Das sage ich keineswegs. Despotismus, Diktaturen, Vetternwirtschaft, Oligarchen etc sind alle sehr natürlich.
          Kapitalismus ist das einzige bekannte System, welches Eigennutz konstruktiv nutzbar macht und daher wirtschaftlich jedes andere abhängt. Insofern wird es längerfristig immer auf Kapitalismus hinauslaufen.
          Es sei denn wir erfinden so etwas wie Replikatoren und unbegrenzte Energie. Dann wird es vielleicht noch mal interessant

        • @ Pjotr

          „Die menschliche Natur ist Faulheit. Die Anstrengung und damit einhergehend die Konkurrenz ist eine Notwendigkeit, um bei begrenzten, knappen Ressourcen zu überleben.“

          Wer vertritt denn die Meinung, Arbeit als Selbstzweck wäre Teil der menschlichen Natur? Und was hat das mit Kapitalismus zu tun? In allen mir bekannten Sozialismusvarianten (utopischer Kommunismus mal ausgenommen) müssen Menschen auch arbeiten. Man könnte sogar sagen, nicht arbeiten zu müssen ist für Menschen höchst unnatürlich.
          Menschen, die zu faul waren, sind ausgestorben. Die Überwindung der Faulheit ist eben auch Teil der menschlichen Natur.

          „Durch was zeichnet sich die menschliche Natur aus? Doch dadurch, dass dieses Verhalten ohne Zwang sich sozusagen ganz von selbst einstellt und nicht mühsam erlernt werden muss.“

          Ich meine, die menschliche Natur besteht nicht nur aus Körperfunktionen und instinktivem Verhalten. Die Fähigkeit zu Lernen gehört auch dazu.

        • „Es sei denn wir erfinden so etwas wie Replikatoren und unbegrenzte Energie. Dann wird es vielleicht noch mal interessant“

          Oder ein Holodeck. Oder die Matrix.
          Realistisch wäre wohl die vollständige Ersetzung der menschlichen Arbeitskraft durch Roboter und KI plus BGE. Aber selbst dann müssten wir mit begrenzten Rohstoffen zurechtkommen (Recycling?).

  5. Singers Überlegungen sind interessant, aber sein Tierrechtedogma kann man nur ablehnen.

  6. Sargon hat gerade auch was zu Linken und Komunisten:

    • Ein Haufen Verrückter…

  7. „Bring das mal unter einen Hut mit „Attraction is NOT a choice“ und „Du kannst machen was du willst, aber nicht wollen was du willst““

    Geht! Aber nicht unabhängig von Erfahrung, Mensch muss ein bis mehrmals die Erfahrung machen, wie es dann wird, wenn man der „Attraction“ folgt!

    Das gilt für beide Geschlechter, die aufgrund der mitgeborenen Attraction-Klischees Partner wählen.

    Am Ende merkt man; das reicht nicht! Bei weitem nicht!

    Und genau DAS ist der kulturelle Fortschritt, der nicht aufgezwungen ist, sondern einfach so entsteht: Kuturelle Evolution!

  8. Ich halte die genetische Verbesserung des Menschen für die einzige realistische „linke“ Utopie. Durch CRISPR und ähnliche Techniken werden wir bald in der Lage sein, uns von der genetischen Lotterie und der damit verbundenen Grausamkeit und Ungerechtigkeit zu befreien. Es wird möglich werden, alle Menschen mit den genetischen Voraussetzungen eines guten Lebens (Gesundheit, Schönheit, Begabung…) auszustatten und auf diese Weise die Teilung der Menschheit in wohlgeratene Gewinner und missratene Loser (vermutlich die Hauptquelle von Leid in der heutigen Welt) zu überwinden.

    Langfristig werden werden wir vielleicht ganz über die heutige Menschheit hinausgehen und uns in Wesen verwandeln, die nicht nur intelligenter und langlebiger, sondern auch „glücksfähiger“ als die heutigen Menschen sein werden. Hochinteressant in diesem Zusammenhang die Philosophie von David Pearce:

    https://www.hedweb.com/abolitionist-project/index.html

    Die Überwindung des darwinistischen Lebens durch intelligente Fortsetzung der Evolution ist unsere einzige Chance. Falls es damit nicht klappt, dann befürworte ich den Antinatalismus oder die nukleare Selbstabschaffung.

    • Wir sind noch sehr weit davon entfernt genug wissen über die Gene zu haben um das hinzugebekommen. Und es reicht ja auch nicht, das einmal zu machen. Wir müssten es für alle Milliarden Menschen durchführen.


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