„Liebe weiße Leute“ (Netflix)

 

 

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Selbermach Samstag 225 (11.02.2017)

Welche Themen interessieren euch, welche Studien fandet ihr besonders interessant in der Woche, welche Neuigkeiten gibt es, die interessant für eine Diskussion wären und was beschäftigt euch gerade?

Welche interessanten Artikel gibt es auf euren Blogs? (Schamlose Eigenwerbung ist gerne gesehen!)

Welche Artikel fandet ihr in anderen Blogs besonders lesenswert?

Welches Thema sollte noch im Blog diskutiert werden?

Für das Flüchtlingsthema gibt es andere Blogs

Ich erinnere auch noch mal an Alles Evolution auf Twitter und auf Facebook.

Es wäre nett, wenn ihr Artikel auf den sozialen Netzwerken verbreiten würdet.

Leidensdruck von Männern in Hinblick auf Benachteiligungen

Anlässlich der Forderung nach plakativen Forderungen für Extrempositionen tauchte in den Kommentaren auch die Frage des „Leidensdruckes“ auf.

Peter Müller schrieb dazu:

Mir scheint es, der Autor möchte gerne das Etikett „Jungen- und Männerrechte“ nutzen um seine politische Agenda durchzusetzen.

Im übrigen krankt die „Jungen- und Männerrechtsbewegung“ eher daran, dass es keinen realen Leidensdruck bei der Zielgruppe gibt und deswegen kein Interesse etwas fundamental oder gar radikal zu ändern.

Die Ausnahme ist hier die Väterrechtsbewegung, aber selbst die bekommen ja höchstens bundesweit eine Handvoll Demonstranten zusammen wenn es um die Artikulation ihrer Anliegen geht.

Jungs, organisiert mal einen Sternmarsch in Berlin mit >10 000 Teilnehmern, dann werdet ihr auch wahrgenommen

 

Klaus T führte an:

 

Das Argument mit dem Leidensdruck stimmt. Neben der Väterechtsbewegung (deswegen auch mein Vorschlag Wechselmodell) gibt es derzeit auch Bereiche im öffentlichen Dienst, wo Betroffene hautnah, nämlich beim Verdienst, die Auswirkungen des Feminismus‘ spüren. Hier könnte sich auch ein Ansatzpunkt bieten. In NRW gibt es einen „Aufstand“ betroffener Polizeibeamter, die trotz besserer Leistung nicht befördert werden, weil laut Gesetz Frauen zu bevorzugen sind. Ich höre auch aus anderen Bereichen (Bundesländern), dass es dort mit Bevorzugung von Frauen bei Beförderungen ähnlich läuft, allerdings im Verborgenen.

Und auch der Kommentar von Alex ging in diese Richtung:

„Männerrechte“ interessieren eigentlich „niemanden“ speziell. Der Feminismus ist ein abseitiges Problem von ein paar radikalen Spinnern, die zum guten Teil beim „Spiegel“, „Zeit“ und sonstigen Bastionen des abseitigen Irrealismus tätig zu sein scheinen.

Was soll bei der ganzen Sache eigentlich politisch rauskommen?!

Die politische Linke könnte sich für das Thema letztlich interessieren, geht es um weitere Identitätspolitik für die man jetzt auch, zuletzt, Männer mobilisieren kann. Raus kommen werden zahlreiche „Förderungsprogramme“, die weniger als nichts bewirken und nur von den „plakativen Forderungen“ der progressiven Linken geschluckt werden dürften.

Auf der politischen Rechten hingegen wird es in Richtung eines gynozentrischen Konservativismus gehen, der den „moderaten“, d.h. leisen, unideologischen Feminismus mit der notorischen heroischen Opferrolle verknüpft.

Na, viel Spass dabei. Jeder wähle das „kleinere Übel“….. 😦

Es ist eine interessante Frage, warum es schwer ist Leute für Männerrechte zu begeistern. Ein Aspekt ist sicherlich, dass viele Männer bestimmte Probleme als etwas ansehen, was sie nicht betrifft und aus dem sie sich raushalten können. Gerade weil Klagen über Benachteiligungen bei Männern dann, wenn man selbst nichts dagegen machen kann, eher als schwach wahrgenommen wird, besteht da vielleicht eine größere Hürde. Zudem gibt es eben kein „Historisches Narrativ“, auf dem heraus man seine Ansicht vortragen kann.

Hingegen gibt es dies bei Frauen und Punkte wie „21% weniger Gehalt“ betreffen eben erst einmal subjektiv viele Frauen, wohingegen Ungerechtigkeiten beim Unterhalt und beim Sorgerecht oder beim Umgang nur einen kleinen Teil der Männer in dem Moment betreffen.

Deswegen scheint mir „Problembewußtsein schaffen“ auch ein wichtiges Anliegen im Maskulismus.

Was meint ihr, woran es liegt?