„Frauen sollten wegen der unbezahlten Arbeit weniger Erwerbsarbeit machen“

Ein Artikel bespricht eine Studie, die meint, dass Frauen zum Schutze ihrer Gesundheit weniger erwerbsarbeiten sollten, weil sie die unbezahlte Arbeit in der Familie machen bzw. das sie nicht mehr außerhalb des Hauses arbeiten können, weil sie sonst ihre Gesundheit gefährden, solange sie die Hausarbeit machen.

OECD data from 2016 shows that women do an average of 4.5 hours of unpaid work every day, made up of domestic chores like cooking and cleaning, while men contribute less than half of that time. Add that to the increased expectation of long work hours, and women are walking into their work places at a disadvantage.

It’s called time-inequality, and it’s something co-researcher Professor Lyndall Strazdins feels strongly about: „Men have a time advantage in the labour market that women don’t have,“ she tells Broadly.

On average, Australian men work 41 hours a week full time, and full time women work 36 hours a week. Men work these hours because they’re able to, Strazdinssays, thanks to having less responsibilities on the domestic front. They therefore have a „significant“ head start in their career, in the form of an extra 100 hours per year.

„But if we encourage women to try to attain those work hours, we’re basically confronting women with a trade off between their health and gender equality.“
The research found the „tipping point“ to be 39 hours: Working more than 39 hours a week led to an increased chance of mental health problems, including depression and anxiety. Mental health is the number one chronic disease burden for women in Australia, costing eight billion dollars a year in healthcare, and eleven billion dollars a year in lost productivity in the workforce.

So what’s the solution?

Professor Strazdins says we need to start with men: „Until we can bring men’s long hours down, it will lock women out of the workforce. We need to reward people who work closer to our official working week of 38 hours … It’s going to be a slow and difficult process because it’s a major social change.“

Was sagt ihr dazu?

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61 Gedanken zu “„Frauen sollten wegen der unbezahlten Arbeit weniger Erwerbsarbeit machen“

  1. Ich habe das Gefühl, dass der große Unterschied zwischen der wöchentlichen Arbeitszeit von Männern und Frauen nicht nur darin liegt, dass Frauen häusliche Arbeit erledigen, die Männer nicht erledigen müssen, sondern auch darin, dass Männer und Frauen teilweise ein gänzlich unterschiedliches Verständnis von der Erfüllung ihrer Arbeitstätigkeit haben.
    Meinem Eindruck nach verstehen viele Frauen ihren Arbeitstag so, dass sie die Stunden von Arbeitsbeginn bis Feierabend „abreißen“, während Männer auf die Arbeit kommen und ihre Aufgaben erledigen, auch wenn es er mal etwas länger dauert.

    Ist natürlich nur gefühlte Wirklichkeit, aber vielleicht hat hier der ein oder andere den gleichen Eindruck?
    Oder lässt sich das nach verschiedenen Berufszweigen oder dem Grad der zu tragenden Verantwortung differenzieren?

  2. Im Prinzip stimme ich zu. Nur in mein Vater hat schon vor 30 Jahren genauso viel unbezahlte Arbeit im Haushalt gemacht.

    Und wiedemal Ursache und Wirkung falsch herum. Männer arbeiten nicht mehr weil sie können sondern weil sie müssen.

    Womit bei dem Punkt sind kommen der vor 30 Jahren schief gelaufen ist: Männer wurde nie die Option gegeben Teizeit zu arbeiten.

    Ausser hier in der Schweiz. Hier können Männer sehr wohl Teilzeit arbeiten. Hier schaut dich keine potentielle Ehefrau komisch an wenn wenn du nur 80% arbeitest. Und es gibt ausreichend Ehemänner die 80% arbeiten.

    Im Rest der Welt die zweite Hälfte der Gleichberechtigung nicht geklappt aber mit Ursache / Wirkung Umkehr können wir trotzdem den Männern die Schuld zuschieben.

    • Oh, das bessert sich in Deutschland. Einer der wenigen Erfolge der Schröder-Ära war das hier:
      https://www.gesetze-im-internet.de/tzbfg/__8.html
      machen auch mehr.

      „Hier schaut dich keine potentielle Ehefrau komisch an wenn wenn du nur 80% arbeitest.“

      Na ja, Singles arbeiten selten weniger. Schon altersbedingt (man hat noch weniger Pflichten und unrealistischere Karriereziele 🙂

      • Singles die 80% arbeiten habe ich hier öfters gesehen.

        Danke für den Link. Das wusste ich nicht. Trotzdem wird sich kaum was ändern solange (potentielle) Ehefrauen Teilzeit nicht gut finden.

  3. Ich denke Mal die meisten werden mir zustimmen, dass die Autoren Ursache und Wirkung vertauscht haben
    Frauen arbeiten nicht weniger, weil sie mehr Hausarbeit erledigen müssen, sie arbeiten weniger, damit sie mehr Zeit zu Hause verbringen können.
    Dass in Umfragen immer in etwa 2/3 aller Frauen angeben, am liebsten Hausfrau und Mutter zu sein und maximal Teilzeit zu arbeiten sollte daran keine Zweifel lassen.

  4. Arne hat dazu doch auch vor kurzem etwas. War da nicht noch die Rede davon das Männer am besten 47 h pro Woche arbeiten?

    Wer glaubt das dann aufgehört wird sich über einen GPG aufzuregen?

    • 47h/Woche ist das Maximum, die das Arbeitszeitgesetz erlaubt.. Daran wird u.a. gemessen, ob der unterhaltspflichtige Mann sich genug bemüht. Wenn er z.B. mit einem 40h Job nicht genug verdient, dann ist ein weiterer Minijob zumutbar. Soviel zum WOllen.

    • Es gab da eine Statistik (wenn ich mich recht entsinne) dass ab einer bestimmten Zahl an Überstunden es fast nur noch Männer gab, wovon ein großer Teil unbezahlte Überstunden waren. Nur in den ganz oberen Regionen der unbezahlten Überstunden nahm die Anzahl an Frauen wieder zu (wahrscheinlich die Karrierefrauen).

      Allein wegen dieser enormen Anzahl von Männern geleisteten unbezahlten Überstunden ist der Gender pay gab ein Witz.

  5. Immer wieder das Märchen von der unbezahlten Hausarbeit!

    Hallo? Standardfall: Mann 8 Stunden Büroarbeit, Frau 8 Stunden Hausarbeit … Gehalt des Mannes wird geteilt. Wo ist da die unbezahlte Hausarbeit???

      • Wo wir noch gestern über „plakativ“ debattierten. Diese Realität sieht man doch überall.Und gäbe es nicht die Teslas und Ferraris blieben dem Mann nur noch die Märklin, die Turnschuhe und die Badehose, ach ja und noch der Einheitspiguinlook fürs Büro.

        Wie ich diese Welt manchmal hasse. Sorry!!!!!

        (ohne zu vergessen dass die diamantübersähte Frau gar nicht präsent wäre, hätte der Mann keinen vierrädrigen Potenzersatz)

    • Absolut richtig.
      Hab daher den Artikel mit großen Fragezeichen gelesen und die ganze Zeit nur gedacht: „warum *sollten*, das ist doch schon längst der Fall!“

      Auch dass in der Ehe die Rentenpunkte geteilt werden gehört in diese Kategorie. Frauen werden
      bereits für die Arbeit im Haushalt fürstlich entlohnt! In der Familienrechtsprechung ist dann von ehebedingten Nachteilen die Rede.

      • Naja, „lahmarschig“ ist etwas polemisch – aber es stimmt schon.

        Grundsätzlich kann jeder die Hausarbeit so erledigen, wie er das richtig findet.

        Aber interessant sind doch die Unterschiede: Bei der Hausarbeit kann sich die Frau die Arbeit einteilen, wie sie mag, sie kann die Termine setzen, wie sie mag, es gibt niemanden, der ihr Vorgaben macht, es gibt niemanden, der sie kontrolliert, es gibt niemanden, der sie kritisiert.

        Bei der Erwerbsarbeit des Mannes sieht es da schon anders aus. Er kriegt in der Regel die Vorgaben von anderen Leuten gemacht, häufig von Leuten, die von seiner Arbeit wenig oder gar nichts verstehen, sie geben Termine vor, sie kontrollieren und bewerten seine Arbeit – wie gesagt, häufig ohne etwas von dieser Arbeit zu verstehen. Lahmarschigkeit kann mann sich da nicht leisten, häufig muß man auch noch auf die Allüren oder Neurosen der jeweiligen Vorgesetzten Rücksicht nehmen.

        Wie bequem ist dagegen die Hausarbeit!

        Ich muß es wissen, ich bin Hausmann 😉

  6. Der Artikel sagt ganz richtig Long work hours erode [people’s] mental and physical health.

    Warum also wurde ausschließlich mental health untersucht? Wollte man ein bestimmtes Ergebnis haben? Und warum werden da bereits politische Empfehlungen gegeben? Wirkt auf mich nicht seriös.

    • Hab noch heute im TV gesehen wie tausende Schwanztierchen beim Bau des Panamakanals verreckt sind. Das Mösentierchen war wieder einmal das leidtragende Geschöpf bis sich ein neues Schwanztierchen feil bot. Ach diese possierlichen kleinen Sapiens. Ist das nicht herzzerreißend, wie sich das possierliche Männchen für sein Weibchen opfert um die Art vor der Ausrottung zu retten?

    • You are not alone
      I am here with you
      Though we’re far apart

      „Das bisschen Haushalt sagt“ mir niemand und ich tu’s ohne zu meckern.

  7. Interessant wäre auch, ob die Wochenstundenzahl mit beruflichem Aufstieg korreliert und eine Limitierung die Aufstiegswahrscheinlichkeit beeinflussen würde.

    • Catherine Hakim hat genau diesen Zusammenhang aufgewiesen – unter Berufung auf Studien:

      Männer, die merklich im Haushalt helfen wollen / müssen, und beruflich vielleicht sogar weniger arbeiten, weil sie mehr Zeit für Ihre Familie aufbringen wollen / müssen (z. B. Kinderbetreuung), haben deutlich schlechtere Karriere-Chancen.

      Sowas macht sich dann auch im Gehalt bemerkbar – also in den bescheidenen Lohnerhöhungen, von denen ja auch die Frau profitiert.

      Kluge Frauen halten ihre Männer darum von der Hausarbeit fern.

  8. Der Artikel ist mal wieder ein Meisterstück feministischer Propaganda und belegt, wie tief der feministische Krebs von der Unterdrückung der Frau das ganz normale Denken bestimmt.

    ***OECD data from 2016 shows that women do an average of 4.5 hours of unpaid work every day, made up of domestic chores like cooking and cleaning, while men contribute less than half of that time. Add that to the increased expectation of long work hours, and women are walking into their work places at a disadvantage.***

    Hier wird suggeriert, dass Frauen dazu gezwungen werden, mehr im Haushalt zu arbeiten („while men contribute less than half of that time“) während Männer sich die Rosinen der Arbeitswelt erschließen – auf Kosten der Frauen („and women are walking into their work places at a disadvantage.“)

    Man beachte, dass man den Absatz auf der Basis der gleichen Datenlage auch maskulistisch propagandistisch verkaufen könnte:

    OECD data from 2016 shows that men do an average of 41 hours of work every day, while women contribute significantly less for the national economy. Add that to the increased expectation for men of doing half the housework and taking care of the children half the time.

    ***It’s called time-inequality, and it’s something co-researcher Professor Lyndall Strazdins feels strongly about: „Men have a time advantage in the labour market that women don’t have,“ she tells Broadly.***

    Männer zwingen Frauen offenbar die Hausarbeit zu übernehmen, damit die sich in ihrer Arbeit austoben können. Denn es ist im Jahre 2016 ja unmöglich, dass Frauen eigene Entscheidungen treffen. Der gesellschaftliche Zwang zum Heiraten für Frauen besteht in Australien ja weiterhin…

    ***On average, Australian men work 41 hours a week full time, and full time women work 36 hours a week. Men work these hours because they’re able to, Strazdins says, thanks to having less responsibilities on the domestic front. They therefore have a „significant“ head start in their career, in the form of an extra 100 hours per year.***

    Auch das könnte man bedenkenlos anders interpretieren:
    On average, Australian women work 36 hours a week full time, and full time men work 41 hours a week. Women work less hours because they’re able to, Strazdins says, thanks to having less responsibilities on the work front.

    Aber nein, es muss natürlich so gedreht werden, dass Männer ihre Karriere auf Kosten der Frauen voranbringen und faruen die Bürder der hausarbeit aufhalsen.

    ***But if we encourage women to try to attain those work hours, we’re basically confronting women with a trade off between their health and gender equality.***

    Wenn also Frauen die gleichen Stunden arbeiten wie Männer, gefärdet das ihre Gesundheit.

    ***The research found the „tipping point“ to be 39 hours: Working more than 39 hours a week led to an increased chance of mental health problems, including depression and anxiety. Mental health is the number one chronic disease burden for women in Australia, costing eight billion dollars a year in healthcare, and eleven billion dollars a year in lost productivity in the workforce.***

    Oben haben wir aber bereits gelesen, dass der durchschnittliche australische Mann bereits 41 Stunden arbeitet. Konzentriert wird sich aber alleine auf die gesundheitlichen Probleme für Frauen, obwohl diese nicht mal die 39 Stunden Erwerbsarbeit leisten, die von der Untersuchung als Ideal angenommen wird.

    ***Professor Strazdins says we need to start with men: „Until we can bring men’s long hours down, it will lock women out of the workforce. We need to reward people who work closer to our official working week of 38 hours … It’s going to be a slow and difficult process because it’s a major social change.***

    Wir starten also mit Männern. Diese sollten ihre Arbeitszeit reduzieren. Aber nicht etwa, um ihrer Gesundheit willen, sondern um Frauen zu helfen,ihre Karrere zu befördern, denn offenbar ist es Frauen nicht möglich, mehr zu arbeiten, wenn Männer mehr arbeiten.

    Das übliche also: Obwohl Frauen laut dieser Studie mit 36 Erwerbsarbeitsstunden + 4,5 Stunden „unbezahlter“ Hausarbeit (die natürlich nicht „unbezahlt“ ist, weil der Mann die Frau in vielen Fällen miternährt) immer noch eine halbe Stunde weniger arbeiten als Männer mit ihren 41 Stunden Erwerbsarbeit, ist die Frau benachteiligt, sowohl gesundheitlich als auch in ihrer Karriere.

    Und die Lösung: Männer sollten sich ändern – aber nicht um ihrer Selbst willen, sondern um Frauen zu helfen, damit die ne bessere Chane haben Gesundheit und Beruf miteiannder zu vereinbaren.

    • Ignoriert wird vor allem die Tatsache, daß Frauen auch als alleinstehende Frau ohne Kinder und andere familiäre Verpflichtung eerheblich mehr Zeit mit haushaltsnahen Tätigkeiten verbringen.

    • Erwähnt wir auch nicht wieso gerade in reichen Ländern Frauen so gebeutelt sind. Sollen sie doch den ganzen Schnickschnack weglassen und ne Putzfrau engagieren:

      Steve Vai:
      Fuck yourself with the latest fashion
      With your spikes and your hair and those cute little buttons
      And if you happen to have some leather and lace
      Fuck yourself ‚til you’re blue in the face

      • Nur falls wem der Name Steve Vai nix sagt: Das ist der Typ mit dem Henkel zum wegschmeissen an der Ibanez-Klampfe. Hier mit Bad Horsie ( am Anfang angelehnt an das legendere Duell mit Ry Cooder in „Crossroads“ ):

    • „Und die Lösung: Männer sollten sich ändern – aber nicht um ihrer Selbst willen, sondern um Frauen zu helfen, damit die ne bessere Chane haben Gesundheit und Beruf miteiannder zu vereinbaren.“

      Ist es nicht immer so? Jungen sollen von sich aus ja auch besser in der Schule werden, damit die Mädchen später auch einen würdigen Partner finden.

    • „OECD data from 2016 shows that men do an average of 41 hours of work every day, while women contribute significantly less for the national economy.“

      Wahrscheinlich, weil irgendjemand den Frauen gesagt hat, dass der Tag nur 24h hat.
      Männer hingegen nehmen notfalls die Nacht hinzu und kommen so auf 41h/d 😀

    • „into their work places at a disadvantage“
      Das ist faktisch falsch. In den meisten Einstiegsstellen haben Frauen einen leichten Gehaltsbonus.

    • Das Witzige ist, dass genau diese Diskussion schon von der Schwarzgeld gegen Esther Vilar in dem legendären Streitgespräch von 1975 gebracht wurde.
      Auch damals schon beklagte sie, dass die Männer im Haushalt nicht helfen würden – bestenfalls, um sich ihre Flasche Bier selbst aus dem Keller zu holen – und berufstätige Frauen „nach der neuesten OECD-Studie“ wegen der Doppelbelastung 5 Jahre kürzer leben würden, als der Durchschnitt, also 9 Jahre kürzer, als die Hausfrauen.
      Vilar wischte das Argument mit dem einzig richtigen Wort weg, das hier angebracht war „Unsinn!“ und verwies auf die statistisch erwiesene, weit längere Lebenserwartung der Frauen in allen Industrienationen.

      Der obige Artikel beweist also bestenfalls, dass die Feministinnen absolut faktenresistent sind, auch über Generationen.

  9. Ok, und wenn das durch ist, was kommt danach?
    Allen Frauen wird eine vom Staat bezahlte Haushaltshilfe zur Seite gestellt und Frau bekommt Gehalt für das mühsame kommandieren?
    Und danach?
    Allen Frauen wird zum effektiven Kommandieren noch ein Mann bezahlt, der das für sie übernimmt und Frau bekommt Gehalt für bloße Anwesenheit?
    Dann ist Frau auf die wesentlichen Dinge im Leben zurückgeworfen und bekommt Gehalt fürs Kinderkriegen, Forderungen stellen, Menstruieren und gesellschaftlichen Austausch (schwätzen).
    Dann ist die Frauenbewegung endlich da angekommen, wo sie angefangen hat, nämlich bei wohlversorgten Frauen im Bedienstetenhaushalt . Nur Ohne dem Mann verpflichtet zu sein, ein reines Kommandoverhältnis.
    Oder werden danach alle Männer zu Sklaven erklärt und jeder Frau drei oder 4 zugeteilt?

  10. Das muss jede Familie mit sich selbst ausmachen.

    Es ist keinesfalls so, dass Frauen immer die Hauptlast der Hausarbeit tragen, zumindest wenn man nur die tatsächlich notwendigen Arbeiten betrachtet und den erweiterten Hausstand (Instanderhaltung und Ausbau Wohneigentum, Garten, Einkauf, Auto, Computer etc. usw.) mit hinzuzieht.

    Ich arbeite z.B. regelmäßig mehr als meine Frau, was sich schon darin niederschlägt, dass ich normalerweise später auf dem Sofa aufschlage und auch später ins Bett komme.

    Frauen die Vollzeit arbeiteten und die Familie versorgten, gab es aber auch immer. Meine Schwiegermutter hat m.W. so gelebt. Es ist stressig bis gesundheitsschädlich. Nicht gut für die Familie, Kinder und Stimmung. Da ist aber dann schon auch die Frau in der Pflicht, den Mund aufzumachen, wenn ihr was zu viel wird. Mach ich schließlich auch.

    Wo man zustimmen kann: niemand sollte Vollzeit arbeiten und sich um die Familie (mit Kindern) kümmern müssen. Das ist purer körperlich-seelischer Verschleiß und man hat nichts von den Kindern (außer man kann sich Haushaltshilfen leisten).

    Aber der Staat sollte sich aus sowas raushalten. Er sollte Ermöglicher, nicht Erzieher sein.

  11. „Australian men work 41 hours a week full time, and full time women work 36 hours a week. …They therefore have a „significant“ head start in their career, in the form of an extra 100 hours per year“

    Kann ich nicht rechnen oder die Autorin? Müssten das nicht 52 x (41-36)=260 Stunden sein? Abzüglich Urlaubswochen natürlich, aber haben Australier 27 Wochen Urlaub im Jahr?

  12. Unbezahlte Überstunden, oder auch bezahlte Überstunden, anstatt einfach noch jemanden einzustellen, sind in der Tat ein übles Laster. Das sollte man schon reduzieren; weniger aus feministischen Gründen als zum Abbau von Arbeitslosigkeit und zum besseren Arbeitsschutz.

  13. „On average, Australian men work 41 hours a week full time, and full time women work 36 hours a week.“

    Aha. Vollzeitfrauen arbeiten 12% weniger als Männer. Bekanntlich verdienen Frauen 23% weniger. Wenn man „alle“ Unterschiede berücksichtigt, sind es immer noch ca 7% weniger. Arme Frauen. Wenn man jetzt noch berücksichtigt, dass sie 12% weniger arbeiten, haben sie einen 5% höheren Stundenlohn.

  14. Wundervolles Beispiel, wie man durch suggestives Nebeneinanderstellen nicht zueinander gehörender Fakten das gewünschte Gefühl beim Leser verursachen kann.

    Sie vergleichen die Unterschiede der Haushaltstätigkeit aller (Männer und Frauen) in vornehmlich Zweit- und Drittweltländern mit den Unterschieden in der Arbeitszeit zwischen „vollzeit“ tätigen (Männern und Frauen) in Australien.

    Das ist völliger Bullshit!

  15. Die gleiche Scheisse seit 40 Jahren. Allmählich sollte Mann dieses Dauergejammere einfach ignorieren, denn es ist Propaganda und nicht eine Auseinandersetzung mit einer Thematik, dem Willen, alle relevanten Aspekte zu berücksichtigen. Die Platte mit dem Sprung in Endloswiederholung.

  16. Was bitte macht man denn viereinhalb Stunden am Tag (Frau) plus zwei Stunden (Mann) in einem Haushalt? Am Tag? Haben die alle 1000-m²-Villen, die klinisch rein gehalten werden und 12 Kinder?

    • Mit Kindern (falls man die Beschäftigung und Versorgung derselben mitzählt) schafft man das locker. Ohne eher nicht.

      Sind halt typische Durchschnittswerte: kaum aussagekräftig.

      • „Mit Kindern (falls man die Beschäftigung und Versorgung derselben mitzählt) schafft man das locker“
        Nein. Allenfalls wenn ich jede Beschäftigung mit den eigenen Kindern insgesamt als Arbeit benenne. Zählt wohl nur bei Frauen als solche.

        • Das ist in der Praxis nicht so ganz einfach zu trennen. Auch wenn man Spaß an der Arbeit hat, bleibt es fremdbestimmte Arbeit. Auch wenn ich mit den Kindern spiele, Hausaufgaben kontrolliere, Essen mache, vorlese usw. ist das anstrengend und es sind i.d.R. nicht die Sachen, die ich aus eigenem Antrieb gerne machen würde.

          Ich empfinde das schon auch so. Es ist ambivalent. Kinder sind sinnstiftend und es gibt wirklich gute motivierende Tage, aber meistens sind Kinder auch sehr nervenzehrend und man ist froh, wenn sie endlich im Bett liegen.

  17. Wieder so ein Idiotenprofessor, der die Welt nach seiner Pfeife tanzen lassen will.
    Und was für ein Zufall, dass das Extremisten-Magazin „Vice“ diesen Typen für ihre totalitären Bullshit-Phantasien gebrauchen kann.

    „It’s going to be a slow and difficult process because it’s a major social change.“

    Sie warten nur drauf, es per Gesetz den Leuten reindrücken zu können. Na, viel Spass damit.

  18. „Was sagt ihr dazu?“

    Alles was Frauen machen ist schwerste Arbeit,

    Alles was Männer machen ist egoistisches Vergnügen.

    —–

    bullshit, kann so was nicht mehr ernst nehmen

  19. „Professor Strazdins says we need to start with men: „Until we can bring men’s long hours down, it will lock women out of the workforce. We need to reward people who work closer to our official working week of 38 hours … It’s going to be a slow and difficult process because it’s a major social change.“

    Was sagt ihr dazu?“

    Ich finde den Lösungsansatz witzig, dass der australische Staat doch dann die Männer auf eine 38 Stunden-Woche verpflichten und ihnen dafür die Gehaltsdifferenz zu den vorher gearbeiteten 41 Stunden erstatten sollte.

    Die Australian Hotels Association wird meinem Lösungsansatz sicher begeistert zustimmen 🙂

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