Fachkongress Bewegte Zeiten für Väter

Der Text dazu

Viele Väter möchten mehr Zeit für ihre Familie haben und sich aktiv an der Erziehung ihrer Kinder beteiligen. Männer für eine aktive Vaterschaft zu gewinnen und sie darin zu unterstützen, sich die Familien- und Sorgearbeit partnerschaftlich zu teilen, gehören deshalb zu den wichtigsten familienpolitischen Zielen der Landesregierung. Beim Fachkongress „Bewegte Zeiten für Väter“ werden gemeinsam die unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet und diskutiert.

Der Kongress bietet neben Keynotes zu Zukunftstrends in Familie und Arbeitswelt sowie zu Perspektiven aus Kinder- und Vatersicht auch Workshops zu gelingender Partnerschaft, Arbeit der Zukunft, Vätern und Vereinbarkeitswünschen und Netzwerken für Väter. Darüber hinaus geben Themeninseln wichtige inhaltliche Impulse für die Arbeit und ermöglichen viel Raum für Diskussionen, Austausch und Vernetzung.

Dazu auch:

Das Publikum war angenehm gemischt, es waren viele Verantwortliche öffentlicher und kirchlicher Träger und Sozialverbände gekommen. Ich hatte vor, die Zuhörer_innen durch die Schilderung verschiedener Missstände zum Nachdenken zu bewegen. Doch das musste ich gar nicht tun. Von Anfang an entspann sich eine lebhafte Debatte zu den Aspekten Frauenförderung, leaky pipelines, vermeintlichen Meritokratien oder Lohngleichheit.

Doch an einer bestimmten Stelle kippte die Diskussion. Insbesondere zwei Herren im Publikum schienen gar nicht einverstanden mit meiner Darstellung flächendeckender Diskriminierung von Frauen. Ein Zuhörer fand mangels klarer Definition der von mir verwendeten Systembegriffe gar die Debatte an sich quasi unführbar. Im Laufe meines Vortrags unterbrach er, zunehmend aggressiv, mehrfach meine Ausführungen. Am Ende warf er mir „Männer-Bashing“ und eine unterirdische non-verbale Kommunikation vor.

Ein anderer Herr führte ins Feld, dass es nach seiner Erfahrung die Jungen und jungen Männer seien, die Diskriminierung erfahren würden. U.a. seien diese drei Mal häufiger einer Therapie mit Ritalin ausgesetzt als Mädchen und junge Frauen. Ich ging auf seinen individuellen Einwand ein, wollte diesen jedoch nicht als Argument gelten lassen, dass man nicht generell über die flächendeckende Diskriminierung von Frauen sprechen dürfe.

Nach diesen Wortmeldungen war die Atmosphäre im Raum durchaus angespannt. Insbesondere der Zuhörer. der die Frage nach der Trennschärfe der Begriffe aufgebracht hatte, war kaum mehr bereit meinen Ausführungen zu folgen. Zwar verlief der Vortrag in der Folge einigermaßen geordnet, die Vehemenz der männlichen Wortmeldungen gab mir dennoch sehr zu denken.

Denn es ist kein Einzelfall, dass in Debatten um Gender, Diskriminierung oder Gleichstellung Männer zum Teil recht heftig agitieren. Hier scheint der Diskurs an Glaubenssätzen und tief sitzenden Überzeugungen zu rütteln. Und nicht wenige Männer reagieren mit Aggression und Zurückweisung.

Mir ist es wichtig, dass ich verstehe, was genau sie so irritiert. Denn dass etwa Jungen in einigen Bereichen inzwischen von den Mädchen und jungen Frauen abgehängt wurden, oder gar als Verlierer gelten, ist ja nicht von der Hand zu weisen.

Dennoch gibt es da die Unwilligkeit oder Unfähigkeit zur Wahrnehmung eines diskriminierenden Systems. Statt dessen drehen viele Männer den Spieß um und begeben sich selbst in die vermeintliche Opferolle. Mir ist noch nicht ganz klar, woher genau eine solche Reaktanz stammt. Ich will sie aber auch nicht einfach abtun oder übergehen, denn dahinter steckt unter Umständen eine Menge Angst und Unbehagen.

Gleichzeitig wehre ich mich gegen die Aggression, die da beinahe stets mitschwingt. Für viele Männer scheint Angriff die beste Verteidigung. Und wenn gar nichts mehr hilft, sprechen einige vom „Genderwahn“

Ich habe noch nicht den ganzen Beitrag gehört, dazu ist er sehr lang, aber eine Stelle, etwa um die 59 Minute, fand ich beim reinhören interessant: Da wurde über „maternal Gatekeeping“ gesprochen und Frauen, die Männer daran hindern würden, dass sie Verantwortung übernehmen würden. Sofort wurde Widerstand laut: Das seien ganz vereinzelte Fälle und es wäre überhaupt schlecht davon zu reden, weil so etwas die Männer von der Verantwortung frei sprechen würde und als Entschuldigung missbraucht werden würde.

Aber ob nicht doch auch Frauen vielleicht an diesen klassischen Rollen festhalten würden?

Nein!! Das wären dann ja nur Entschuldigungen und darüber sollte man lieber ganz schweigen.

Das macht aus meiner Sicht mal wieder deutlich, warum diese Ideologien so schädlich sind: Sie sind so unglaublich einseitig. Feste Geschlechterrollen dürften nur bestehen, um Frauen zu entlasten, aber niemals um ihnen selbst eine Verantwortung zuzuweisen. Allenfalls dürfte wohl angemerkt werden, dass das einige Frauen machen, ganz vereinzelt, ansonsten sind eben einfach nur die faulen Männer schuld.

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23 Gedanken zu “Fachkongress Bewegte Zeiten für Väter

  1. Oje, ein echter lila Pudelkongress. Was war denn das Ziel dieser Veranstaltung? Vermutlich ist das auch der Grund, warum Väterrechtler und Männerrechtler kaum kongruente Positionen haben. Väterrechtler sind halt oft verkappte Feministen die devot Rechte erhoffen während Männerrechtler diese einfordern. Vollkommen inkompatibel in der Sache.

    • „Väterrechtler sind halt oft verkappte Feministen die devot Rechte erhoffen während Männerrechtler diese einfordern. Vollkommen inkompatibel in der Sache.“

      Das halte ich nicht für zutreffend. Ich mag auch diese Abwertung von „Devot“ nicht.
      Väterrechtler wollen üblicherweise bestimmte Rechte.
      Männliche (Gender-)Feministen wollen, dass Männer Rollen aufbrechen und sind nur insoweit für Väter, ohne das sie diesen zwangsläufig Rechte geben wollen. Eher sollen Männer Verantwortung übernehmen und Frauen bei Karriere unterstützen bzw im Haushalt entlasten. Gleichberechtigung eben.

      • „Das halte ich nicht für zutreffend. Ich mag auch diese Abwertung von „Devot“ nicht.“
        Ob man sie mag, oder nicht, ist irrelevant.
        Was bspw. der Bundes-VAfK manchmal raushaut, ist nur noch peinlich.

        Nur der Vollständigkeit halber:
        „Väterrechtler wollen üblicherweise bestimmte Rechte.“
        Nö! Kann man so verkürzt nicht sagen. Die Rechte haben sie ( bis auf „Kleinkram“ ) schon, die praktische Umsetzung ist das m.E. wesentlich gravierendere Problem.

        • „Nö! Kann man so verkürzt nicht sagen. Die Rechte haben sie ( bis auf „Kleinkram“ ) schon, die praktische Umsetzung ist das m.E. wesentlich gravierendere Problem.“

          Womit wir bei der philosophischen Frage wären, inwieweit man ein Recht hat, das einem nicht gewährt wird, wie z.B. das grundgesetzlich garantierte Elternrecht der Väter.

          Ich denke schon, dass man ein Recht, das ich zwar auf dem Papier habe, aber faktisch nicht kriege, bewerten kann, wie ein Recht, dass ich nicht habe.

          Die Vätervereine haben naturgemäß die elterlichen Interessen von Vätern im Auge, weniger allgemeine Interessen von Männern. Beim Kampf um meine Kinder brauch ich meine ganze Kraft hierfür und kann/darf mich nicht im gesellschaftlichen Kampf gegen lesbische Feministinnen verschleißen.

        • @Carnofis:
          „Womit wir bei der philosophischen Frage wären, inwieweit man ein Recht hat, das einem nicht gewährt wird, wie z.B. das grundgesetzlich garantierte Elternrecht der Väter.“

          Stümmt. Aber so schwierig ist diese Frage in dem Fall nicht, da haben schon ein paar Rechtsphisolophen vor längerem dran herumgegrübelt.
          Höhere Rechte, wenigstens die vorstaatlichen, also bspw. die Naturrechte, können weder verhängt, noch entzogen werden. Man hat sie und Punkt.
          Darunter fallen die Elternrechte und die wesentlichen Kinderrechte, z.B. das Recht auf seine Eltern und die dem komplementäre Elternpflicht.
          Derartige Rechte können lediglich in sehr engen Grenzen in ihrer Umsetzung beschränkt werden. Dazu gibt es auch recht klare Regeln, die aber seltsamerweise von vielen Juristen entweder gar nicht kapiert, oder schlichtweg mißachtet werden.

          Insofern sind die z.T. ultraschrägen Bemerkungen hier von Chris u. Ih keine wirkliche Ausnahme, man könnte sie fast schon als eine Art leicht abgedrehter Gruppen-Regel betrachten.

        • „Höhere Rechte, wenigstens die vorstaatlichen, also bspw. die Naturrechte, können weder verhängt, noch entzogen werden.“

          Ist ja mein Reden ständig.

          „Man hat sie und Punkt.“

          Hörst Du Voßkuhle und Co. kichern?

          Das Familienrecht wird dereinst als Schandfleck der deutschen Nachkriegsjustiz in die Geschichte eingehen und bestimmt Thema vieler neuer Dissertationen, wie eine derartige Entgleisung passieren konnte, werden 😀

    • Die Aufmachung war durchaus nicht „lila Pudel“, sondern eine für Familienmenschen:

      „Viele Väter möchten mehr Zeit für ihre Familie haben und sich aktiv an der Erziehung ihrer Kinder beteiligen. Männer für eine aktive Vaterschaft zu gewinnen und sie darin zu unterstützen, sich die Familien- und Sorgearbeit partnerschaftlich zu teilen, gehören deshalb zu den wichtigsten familienpolitischen Zielen der Landesregierung. Beim Fachkongress „Bewegte Zeiten für Väter“ werden gemeinsam die unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet und diskutiert.“

      Da sehe ich keinen Kritikpunkt. Ich bin gerne Vater und kümmere mich auch gerne um meine Kinder, das ist nicht verurteilenswert. Gerade auch Jungen profitieren sehr von der Anwesenheit ihrer Väter.

      Dass die Genderleute und Femi-Extremisten das für ihre Propaganda benutzen, ist irgendwie naheliegend, auch wenn ich vermutlich gedankenlos da hin gerannt wäre, wenn es mich irgendwie angesprochen hätte (Predigten und politische Erziehungsveranstaltungen ignoriere ich auch dann, wenn sie prinzipiell auf meiner Wellenlänge liegen).

  2. Zum Text aus der zweiten Link, wie hier zitiert („digitaletanzformation“):

    „vermeintlichen Meritokratien“

    Das Adjektiv verrät die Ideologie. Es kann ja nie nach Verdient gehen, sondern nur nach Geschlecht: auf der einen Seite das „Patriarchat“, auf der anderen die „Gleichsteller“, deren Daseinsberechtigung sich ganz und gar aus dem „postfaktisch“ postulierten Verschwörungstheorem des „Patriarchats“ herleitet.

    „Insbesondere zwei Herren im Publikum schienen gar nicht einverstanden mit meiner Darstellung flächendeckender Diskriminierung von Frauen.“

    Hier wird das „Patriarchat“ mit „flächendeckender Diskriminierung von Frauen“ umschrieben. Sehr schön, dass sich Protest gegen diese verhetzende Spinnerei regte und sie nicht hingenommen wurde.

    „Ein Zuhörer fand mangels klarer Definition der von mir verwendeten Systembegriffe gar die Debatte an sich quasi unführbar.“

    Na logisch, der Feminsimus benutzt Begriffe, die etwas anderes bedeuten sollen als sie allgemein bedeuten und so versuchen sie ihre Gegner zu verwirren und auszutricksen. Das verunmöglicht jede normale Diskussion von vorne herein, die die Feministen ja auch nicht wünschen. Sie wollen nur dekretieren, vorschreiben und befehlen.

    „Hier scheint der Diskurs an Glaubenssätzen und tief sitzenden Überzeugungen zu rütteln.“

    Aber nur an den rigiden und unlogischen Dogmen der Feministen, Gender-Leute und der anderen totalitären Spinner …. Kehrt man natürlich gleich um, wie kann man diese Heilslehre denn nur schlecht finden?

    „Denn dass etwa Jungen in einigen Bereichen inzwischen von den Mädchen und jungen Frauen abgehängt wurden, oder gar als Verlierer gelten, ist ja nicht von der Hand zu weisen.“

    Dont hold your breath. Das liegt sicher wieder nur am „Patriarchat“. Feministen kommen mittlerweile eben nicht ohne ein paar Knochen aus, die sie den Ungläubigen vor die Füsse werfen können um abzulenken. Im nächsten Satz kommt genau das auch implizit zum Ausdruck:

    „Dennoch gibt es da die Unwilligkeit oder Unfähigkeit zur Wahrnehmung eines diskriminierenden Systems.“

    Die grosse patriarchale Verschwörung, die natürlich auch zur Benachteiligung mancher Männer führt. Wie immer halt.

    „Statt dessen drehen viele Männer den Spieß um und begeben sich selbst in die vermeintliche Opferolle.“

    Dem Gegner wirft man das vor, wie man selbst operiert. Sich als Opfer in Szene zu setzen, um dann diktatorische Forderungen zu erheben. Beschwert sich jemand, hält man ihm genau das vor, was man selbst macht.

    „Ich will sie aber auch nicht einfach abtun oder übergehen, denn dahinter steckt unter Umständen eine Menge Angst und Unbehagen.“

    Mit dieser herablassenden Art reicht man die Hand nach unten, um wieder einen neuen Versuchs des Einpflanzens des ideologischen Bullshits starten zu können. „Ihr armen Sünder, lasst Euch doch erlösen“.

    „Und wenn gar nichts mehr hilft, sprechen einige vom „Genderwahn““

    Besser ist es, die Ähnlichkeit des Feminismus und seiner Vorgehensweise zu totalitären Ideologien wie Maoismus, Kommunismus und NS aufzuzeigen. „Genderwahn“ ist wirklich ziemlich schwach, da kann die Ideologin sich noch drüber freuen.

    • Diese Femi-Ideologen haben einen grossen Vorteil auf ihrer Seite: ein argloses Publikum wird es nicht so leicht glauben können, dass sie völlig einseitig reden und indoktrinieren wollen und ihnen Glaubeninhalte aufzwingen, die völlig irreal sind.

    • Daumen hoch, Alex!
      Du bestätigst durchgehend meinen Eindruck von dem Text.
      Das gute alte „Wer es sagt, der isses selber“-Kinderkackespielchen.

  3. Es geht nicht um Verständigung zwischen den Geschlechtern, wir stecken in einem Machtkampf, das wird bei dem Text vollkommen klar. Und der wird von weiblicher Seite absolut rücksichtslos geführt. Für Feministen/Genderisten sind Männer das Böse schlechthin. Daher ist es naiv, darauf zu hoffen, von dieser Seite irgendeine Art von Entgegenkommen zu erwarten. Die Frage ist wann und wie Männer sich zu wehren beginnen. Hebel genug sind ja da. Ein Streik der Männer z.B. hätte bedeutende Auswirkungen. Daher würde ich gerne Mal die Frage in den Raum stellen, einfach als Aufforderung zum Brainstorming: +Was können wir tun, um unsere Rechte durchzusetzen? +Welche Ziele streben wir an und welche Strategien sind sinnvoll diese zu erreichen? Wie koordinieren wir das Vorgehen, vor allem in Anbetracht der Tatsache, dass der Gegner mächtig und unsere Unterstützung gering?

    • „wir stecken in einem Machtkampf“

      Yepp, Feminismus ist nur das Mittel zur Machtentfaltung. Auf keine andere Weise hätte man zB die fundamentale Idee der Gleichheit vor dem Gesetz und das der Meinungsfreiheit, also die Fundamente unserer Gesellschaftsordnung, anfangs aushöhlen können. Diese Funktion übernimmt jetzt zunehmend und erfolgreicher der „Antirassismus“ (also der anti-„weisse“ neue Rassismus) und so kommt das weitgehenste Kuschen des Feminismus vor dem Islam etwa zustande.

      Wenn die Ergreifung der Macht realistisch erscheint, werden die „Progressiven“ sicher weiter umschalten und die Überlegenheit der Männlichkeit preisen und propagieren. Diese ist zum Erlangen und Halten der Macht schliesslich wesentlich praktischer.

      „Was können wir tun, um unsere Rechte durchzusetzen?“

      Es ist ganz einfach. Auf Gleichheit vor dem Gesetz beharren und konsequent die demokratische Grundordnung verteidigen. Fordern, dass die „Gleichstellung“ als Verfassungsbruch angesehen wird.

      Wenn man so tief ansetzt, hat weder der Feminismus, noch seine Schwesterideologien, noch das, was sich zukünftig draus entwickeln mag, eine Chance und werden bestmöglich und alle auf einmal bekämpft. Die spezifische Suche nach Konfrontation mit dem ohnehin schon halbtoten Feminismus ist kontraroduktiv und lenkt mE nur von Wichtigerem ab.

    • Lauter Widerpruch (den die entsprechenden Kreise nicht gewohnt sind) ist doch ein guter Anfang. Er sollte aber fundiert und fair sein.

      Daraufhin kann zweierlei passieren:

      a) Ausgrenzung und Gewalt gegen diese Männer (das Machtmittel der Wahl, welches man derzeit gegen alle „Populisten“ versucht einzusetzen), also Eskalation, die die Männer, als die Aktiven der Gesellschaft, aber nur gewinnen können.

      oder

      b) eine Öffnung und Korrektur der Debatte

      An sich ein Win-Win-Spiel, wenn die Männer nur oft und nachdrücklich genug den Mund aufmachen. Ich gehe, angesichts des krassen gesellschaftlichen Klimas, aber nicht davon aus, dass Fall b eintritt, auch wenn der Artikel vordergründig versöhnlich daherkommt.

      Die Sichtweisen sind auf grundsätzlicher Basis zu verschieden, um leicht und schmerzlos verschmolzen werden zu können. Darüber hinaus sitzen zu viele ideologische Schwätzer auf zu gut bezahlten Stellen, die werden sich nicht ohne massive Gegenwehr vertreiben lassen…

      • „Lauter Widerpruch (den die entsprechenden Kreise nicht gewohnt sind) ist doch ein guter Anfang. Er sollte aber fundiert und fair sein.“

        Im Prinzip hast Du recht. Allein, da die vorgetragenen Thesen oft eine Aneinanderreihung von Lügen, Mythen und Glaubenssätzen sind, müsste man(n) praktisch in jedem Halbsatz Korrekturen einwerfen, was unmittelbar nach weniger als einer Minute zu Reaktion a) führen dürfte (und tut).
        Ich selber bleibe also schon aus gesundheitlichen Gründen solchen Veranstaltungen fern.

        • Da sehe ich tatsächlich das größte Problem, welcher bodenständige Mann verirrt sich in solche Veranstaltungen?

          Auf jeden Fall viel zu wenige, ich würde da z.Z. auch nicht hingehen, auch wenn es mich prinzipiell reizt ein bisschen Unruhe zu verbreiten, fehlt mir die Zeit und die akute Motivation. Zuviel Wahnsinn läuft gerade, man findet so schon kaum noch innere Ruhe.

          Daraus kann man aber das Fazit ziehen: der Leidensdruck ist längst nicht groß genug.

          Wie sowas beim ideologisch gefestigten Publikum ausgeht, dazu verlinkt KOPP gerade einen (man glaubt es kaum) ZEIT-Artikel:
          http://www.zeit.de/gesellschaft/2017-02/joerg-kachelmann-alice-schwarzer-vortrag-crash-sexuelle-gewalt/komplettansicht

          Schönes Zitat:
          „An diesem Punkt geht seine Stimme in den Pfiffen und Buh-Rufen des Publikums unter. „Nimm ihm doch das Mikro weg!“, schreit ein junger Mann in Richtung der etwas ratlos wirkenden Moderatorin, doch Kachelmann schließt schon von selbst: „Es gibt hier drin nur eine verurteilte vorbestrafte Täterin, und die sitzt da vorne.““

  4. Aus dem 2. Link eine Antwort in den Kommentaren:

    Sie kommentieren unter Angabe einer Mailadresse names „*********@…“. Das sagt mehr über Sie und Ihre Intention, als Sie vielleicht glauben. Dennoch habe ich Ihren Kommentar freigeschaltet.

    o.Ô

    Ich befürchte da wird in meine Email-Adresse auch nicht gefallen ^^
    Haha, dieser „Grund“ ist ja mal sowas von an den Haaren herbeigezogen.

    • Zeigt aber, daß sie zumindest mit dem Gedanken spielte, jemanden aufgrund des Namens seines E-Mailaccounts wegzuzensieren.
      Welch glorreich tolerant diverse Moderationsweise …..

    • Aus der Antwort von Herrn Franken auf den user mit der merkwürdigen email-Adresse:

      „Ein Film, der von „feministischen Protesten mundtod[sic]“ gemacht wurde/wird – das ist, mit Verlaub, populistischer Blödsinn. Es gibt den Film, niemand kann ihn also zum Schweigen bringen.“

      Interessante Sichtweise. Die blosse Existenz eines Mediums sichert also schon die Meinungsfreiheit und nicht etwa der Umgang mit ihm. Wahrscheinlich ist auch das Verbrennen von Büchern nicht weiter schlimm, da ihr Inhalt irgendwo im Äther weiterlebt …

      Auch immer wieder bemerkbar, wie Feministen et al. auf einem merkwürdigen Verständnis von Ironie und Humor rumreiten …

      „scheinen Sie nicht unbedingt mit allzu großer Humortoleranz ausgestattet zu sein“

      … als wäre ihre Ideologie gar nicht ernst gemeint. Das ist nun wirklich ein wenig lustig, denn tatsächlich geht es ihnen ja nur um die Macht, ihr ideologisches Vehikel lieben und pflegen sie ja durchaus nicht, sondern reiten rücksichtslos drauf rum wie auf einer Schindmähre.

      „es gibt keine systematische(!) und flächendeckende(!!) Diskriminierung von Männern aufgrund ihres (biologischen und/oder sozialen) Geschlechts. Diese Ebene müssen wir mindestens anerkennen, wenn der Diskurs nicht lächerlich werden soll.“

      Genau das ist der Haupt-Job des Feminismus gewesen, seit Jahrzehnten. Systematische Deligitimierung und Entmenschlichung von „Männern“ und „Männlichkeit“ etc. Ist schon lange mainstream-Kultur.

      Und tatsächlich: der „Diskurs“ wird mit dieser Erkenntnis tatsächlich überaus „lächerlich“, aber nur für den Herrn Franken und seinen KameradInnen.

      Es ist auch überaus bezeichnend, dass diese Ideologie der Macht nur „Diskurse“ kennet, jedoch keinen Dialog, Diskussion, Argumentation. All das ist ja von gestern und leistet nur dem „Patriarchat“ Vorschub. Heute ist man nicht mehr modern, sondern Postmodern. Was nur ein schönes neues Wort für „reaktionär“ ist…..

      • „„es gibt keine systematische(!) und flächendeckende(!!) Diskriminierung von Männern aufgrund ihres (biologischen und/oder sozialen) Geschlechts. Diese Ebene müssen wir mindestens anerkennen, wenn der Diskurs nicht lächerlich werden soll.““
        Aufgrund von was denn sonst?

        Nebenbei ist jede geschlechtliche Diskriminierung eine geschlechtliche Diskriminierung, welches tatsächlichen oder gefühlten Geschlechts ist dabei unerheblich ( jedenfalls aus rechtlicher Sicht ). Im Übrigen haben „die Männer“ nur ein „biologisches“, resp. „genetisches“ Geschlecht. Das soziale, rechtliche oder sonstige Geschlecht Mann ist ein rein theoretisches Konstrukt, um Recht durch Bullshit zu ersetzen.

        Anders gesagt: Die von Franken zurechtgedrechselte Ebene ist also per se lächerlich.

        Und diese Benachteligungen sind nicht flächendeckend?
        Hmm!
        Ist das BGleiG kein Bundesgesetz?
        Die GleibBV?
        Das BGB?
        Das StGB?
        Die Leitsätze dazu?
        Die Frauenhäuser ( keine Männer- o. Vater-Kind-Häuser )?
        Die umgekehrte Beweislast in Vergewaltigungsverfahren ( „in dubio CONTRA reo )?
        Die Verfolgung von Barunterhaltsprellern?
        Rape-Culture-Beschuldigungen?
        …………… ( too much to list )

        Alles nur regionale Einzelfälle, oder wie?

        • „es gibt keine systematische(!) und flächendeckende(!!) Diskriminierung von Männern aufgrund ihres (biologischen und/oder sozialen) Geschlechts. Diese Ebene müssen wir mindestens anerkennen, wenn der Diskurs nicht lächerlich werden soll.“

          Das es die Wehrpflicht nur für Männer gibt, macht das ganz erst dadurch lächerlich das man es anerkennt.

  5. „Allenfalls dürfte wohl angemerkt werden, dass das einige Frauen machen, ganz vereinzelt, ansonsten sind eben einfach nur die faulen Männer schuld.“

    Dasselbe Argument wie in den Vergewaltigungsdebatten. NIEMALS würde eine Frau einen falschen Vorwurf erheben! Höchstens ganz vereinzelt. Nur in die realen Statistiken sollte man besser nicht reinschauen, deshalb publizieren und fälschen die ja auch ihre eigenen…

    Die Einzelfallbehauptung ist ein wichtiges Werkzeug des Opferkultes. Das Opferabo geht halt verlustig, wenn der Unterschied zwischen Opfer und Täter verschwimmt. Deshalb sind Terroranschläge, Vergewaltigungen und Morde von Asylanten ja auch immer tragische Einzelfälle von Traumatisierten, während hinter jedem brennenden Asylheim gleich ein gut vernetzter brauner Mob mit rückschrittlichen Ansichten und politischem Arm (AfD) steht, der mit allen Mitteln bekämpft werden muss…

  6. Da wurde über „maternal Gatekeeping“ gesprochen und Frauen, die Männer daran hindern würden, dass sie Verantwortung übernehmen würden. […]
    Aber ob nicht doch auch Frauen vielleicht an diesen klassischen Rollen festhalten würden?

    Wenn jemand ein Kontrollfreak ist, der sich einredet, dass es einen „Richtigen Weg(tm)“ und seinen „Nachfolger“ konstant versucht zu Micromanagen muss das nicht notwendigerweise irgendwas mit „Rollen“ zu tun haben.

    Bei Vater/Mutter wird das noch dadurch begünstigt, dass man eh in einer stressigen situation ist (neues Kind), dass „der neue“ auf die Kooperation angewiesen ist (kleine kinder sind in vieler Hinsicht nicht gerade neophil).

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