Selbermach Mittwoch 99 (08.02.2017)

Der letzte zweistellige Selbermach Mittwoch.

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76 Gedanken zu “Selbermach Mittwoch 99 (08.02.2017)

  1. Keine Ahnung, ob das nur bei mir so ist (mit Firefox und Edge) aber das Layout wirkt am rechten Textrand etwas verkürzt. Siehe Screenshot.

  2. Habe mich mit der, mal wieder „trendigen freien Menstruation beschäftigt und konnte mir dabei einen gewissen Sarkasmus nicht verkneifen *sic*

    „Es geht um Blut. Splatter-Fans dürften dennoch daneben liegen, wenn sie auf ein Revival von „Zombie“ XI oder „Ash vs. Evil Dead“ hoffen. Denn ein normaler Vorgang wird hochgejazzt bis zum Gehtnichtmehr: Der weibliche 28er-Zyklus!

    Jawoll, ich blute, also bin ich – oder wie? Ein vollkommen natürlicher Prozess, das Ausscheiden nicht genutzter Eizellen, wird zu einem Hype im Kreise der Netz-Feministinnen oder -Protagonistinnen stilisiert:“</em

    https://emannzer.wordpress.com/2017/02/05/trendy-freie-menstruation-let-it-bleed/

    • „…Bedarf gender gerechter Museumsausgestaltung“

      Oder den Bedarf an feminismusgerechter Geschichtsfälschung?

      Ich hätte eine sehr ausführliche Widerlegung der Lovelace-Legende im Angebot: Ada Lovelace – eine große Lüge?

      Eine der ersten, aber kaum bekannten fundierten Widerlegungen der Lovelace-Legende stammt übrigens von Babbages Biograph Bruce Collier. In seiner Dissertation (1970) stellt er unmißverständlich klar, daß A.L. keine eigenen wiss. Beiträge zur analytical Engine und deren Programmierung geleistet hat (was allerdings ihre Verdienste als Berichterstatterin nicht schmälert).

    • „Bedarf gender gerechter Museumsausgestaltung“

      Generell scheint der Einfluss einschlägiger Kreise auf Museumsausgestaltungen zu steigen.
      Ich war letztens in der Ausstellung „Deutscher Kolonialismus“ im Deutschen Historischen Museum Berlin. https://www.dhm.de/ausstellungen/deutscher-kolonialismus.html
      Nun ist das sicherlich ein Thema, bei dem eine kritische Aufarbeitung sinnvoll ist. Aber diese Ausstellung scheint wesentlich durch FeministI*nnen und AntiRas gestaltet worden zu sein. Objektive Informationen kaum zu finden, alles undifferenziert und geradezu zwanghaft in das Schema „Deutsche böse – Eingeborene gut“ gepresst und natürlich immer aus heutiger Sicht analysiert. Schon der Ausgangspunkt, das Deutsche Reich sei „eine der großen europäischen Kolonialmächte“ gewesen, ist höchst fragwürdig, aber das war wohl nötig, um das Böse nicht zu relativieren.
      Am befremdlichsten fand ich die Verwendung dieses Neusprechs wie „Macht.Verhältnisse“, „Sichtweise der Be.Herrschten unsichtbar gemacht“ usw.
      Wer sich dafür interessiert, wie rassistisch der Sarotti-Mohr ist, sollte sich die Ausstellung ansehen. Wer sich objektiv über den deutschen Kolonialismus bilden will, eher nicht.
      Es gibt dort übrigens auch einen Teil über die afrikanischen Freiheitsbewegungen in der zweiten Hälfte des 20. Jh. Der Zusammenhang mit dem deutschen Kolonialismus hat sich mir nicht erschlossen, aber bemerkenswert fand ich, wie unkritisch da selbst sehr zweifelhafte Persönlichkeiten bejubelt wurden. Ein weiterer Hinweis darauf, aus welcher Ecke die Ersteller der Ausstellung kommen.

  3. Her ex-husband must support her for life because she is “unable to meet her basic needs” after blowing the cash he gave her before.

    https://www.thesun.co.uk/news/2797890/ex-husband-who-gave-estranged-wife-230000-divorce-payout-when-they-split-15-years-ago-is-ordered-to-support-her-for-life-after-she-took-him-to-court-for-more-money-after-spending-all-her-cash/

    „Oh man, mir geht es gerade nicht gut. Aber ich war doch mit diesem Mann zusammen vor 15 jahren. Wieso den mit Hilfe des Staates zwingen meine Probleme zu lösen. I’m a strong independent woman. Hear me roawww!“

    Ein Ring ihn zu knechten… und ewig zu binden..

    • Da wird gerecht geteilt: Männer sind für die obere Hälfte des Körpers verantwortlich, Frauen für die untere. Sieht man doch auf dem Foto.

  4. Die allseits bekannte Antje S. möchte gerne noch ein paar Gedanken und Ideen zu ihrem Lieblingsthema „Care-Arbeit und BGE“ abgreifen um in einem „Salon der Querdenkerinnen“ XD mehr zu glänzen und hat zu diesem Zweck mal ganz forsch ein paar grob-gezimmerte Thesen an ihr Blogportal genagelt:

    https://antjeschrupp.com/2017/02/08/einige-thesen-zu-care-und-grundeinkommen/#comments

    Was ich ja wirklich faszinierend finde ist, wie weit sich manche bereits von der Realität verabschiedet haben.

    Auch wenn es mir nahe liegend erscheint, dass sehr viele Frauen sehr gerne anstatt eines ihr tributpflichtigen Dreibeins neben sich im Bett den nie schnarchenden und immer wohlriechenden Papa Staat unterhaltspflichtig machen möchten.

    Anyway, die Thesen sind allesamt ein Lacher und lohnen sich zu lesen 🙂

    Der absolute Brüller am Ende:

    „Die konkreten Ausführungsbedingungen (etwa genaue Form der Finanzierung) eines Grundeinkommens sind zweitrangig.“

    Übersetzt: „Mir doch scheißegal wie Du die Kohle ranschaffst, Hauptsache du gibst sie mir“

    • Ich kann mir schon vorstellen, wie der feuchte Traum von Antje S. aussieht: Frauen müssen sowohl aus der Abhängigkeit von einem Mann als auch von der alternativen Notwendigkeit der Erwerbsarbeit befreit werden. Das BGE dient beidem, so dass die (selbstverständlich fast nur von Frauen geleistete) Care-Arbeit, die bisher ja nicht oder nur schlecht bezahlt wurde, frei von Sorgen geleistet werden kann. Es besteht dann auch keine Notwendigkeit mehr, Care-Arbeit für Männer zu leisten, denen man dann ja nichts mehr schuldet als Gegenleistung fürs versorgt werden. D.h. die Frauen werden im wesentlichen sich gegenseitig Care-Arbeit in sog. Frauennetzwerken leisten und die Männer weit mehr als bisher aus ihrem Leben außen vor lassen.

      Wer das Geld dafür erwirtschaftet, darüber muss man sich keine Gedanken machen, aber klar ist, dass es in weit größerem Maße als jetzt schon die Männer sein werden. Von dem mageren Einkommen, das dann noch aufgrund der deutlich höheren Steuern übrig bleibt, können sich die Männer ja dann benötigte Care-Arbeit auf dem freien Markt einkaufen, da die Frauen als ehrenamtliche Care-Arbeiterinnen kaum noch zur Verfügung stehen.

      Wer wollte diesem Gesellschaftsmodell nicht freudig zujubeln?

  5. Über irgendeinen Bericht über das Denken von Steve Bannon bin ich auf das Blog „Unqualified Reservations – Reactionary Enlightenment“ und die Artikelserie „An open letter to open-minded progressives“ gestoßen:

    http://unqualified-reservations.blogspot.de/2008/04/open-letter-to-open-minded-progressives.html

    In 14 sehr langen Essays mit unzähligen Verweisen argumentiert der Autor gegen die moderne „progressive“ Demokratie, ihren kulturellen Hintergrund und ihre Herrschaftseliten. Und er tut das mit einigem intellektuellen Pfeffer.

    Sein aus meiner Sicht stichhaltigstes Hauptargument gegen die Demokratie ist wohl, dass darin die Notwendigkeit besteht, das Denken der Bevölkerung zu kontrollieren um die Macht zu perpetuieren.

    Am Ende leidet sein politisches Denken aus meiner Sicht an insbesondere einem schweren blinden Fleck: Er will eine „gute Regierung“ auf den wirtschaftlichen Erfolg ausrichten. Dabei übersieht er aus meiner Sicht, dass das von ihm so gescholtene System des progressiven Establishments bereits genau diesen Zweck hat.

    Aber an der Stelle muss ich seiner politischen Theorie dann schon den Nihilismus des Willens zur Macht als überlegene Analyse entgehen halten. Er leistet also bei der Dekonstruktion vieler weitverbreiteter politischer Ideen ganze Arbeit und ich empfehle die Lektüre dringend. Auch wenn sie am Ende vielleicht nur gut ist, um nie wieder Lust zu haben, über Politik und Weltverbesserung nachzudenken.

    (Vor allem Leszek würde ich die Lektüre empfehlen, da seiner Analyse nach Progressivismus, also das Voranbringen der heißgeliebten kulturellen Moderne, wenig mehr als eine quäkerisch-protestantische Areligion ist.)

    • „“Ich bereue das zutiefst, dass ich diesen Fehler begangen habe“, sagte sie und brach in Tränen aus. „Es gab keine Vergewaltigung.“ Offenbar log James aus Rache – und wegen eines Streits um 300 Euro.“

      300 Euro! Wissen solche Frauen eigentlich was mit verurteilten Vergewaltigern passiert?

    • Es wird höchste Zeit, dass mal endlich eine Falschbeschuldigerin ohne Bewährung hinter Gitter fährt, und zwar in einem aktuellen prominenten Fall. Falsche Verdächtigung, vorsätzlicher Körperverletzung, Ausübung der verbotenen Prostitution und auch noch versuchte Erpressung, und das immer noch zwei Jahre mit Bewährung. Mit dem Kerbholz wäre ein Mann wohl kaum noch mit Bewährung durchgekommen.

      Sitzt eigentlich Heidi Külzer endlich im Knast?

      • Nicht zu vergessen, „dass James versucht hatte, eine Zeugin zu beeinflussen“.

        Wie wohl das Urteil bei einem Mann ausgefallen wäre?

        Muss mann sich mal vorstellen, da wird jemand verurteilt wegen
        – falscher Verdächtigung (die das Leben von Menschen zerstört),
        – vorsätzlicher Körperverletzung,
        – Ausübung der verbotenen Prostitution und
        – versuchter Erpressung.
        Versucht dann auch noch Zeugen zu beeinflussen…

        …und kann dennoch das „Amtsgericht als freie Frau verlassen“!

  6. http://mobil.derstandard.at/2000052286314/Mutterglueck-fuer-Singles-Oberoesterreicherin-erwaegt-Klage

    „Alleinstehende Frauen haben kein Recht auf ein Kind durch In-vitro-Fertilisation. Eine Betroffene will sich dagegen wehren.

    Single-Frauen mit einem unerfüllten Kinderwunsch haben es in Österreich zumeist schwer. Wer sich nämlich für eine künstliche Befruchtung entscheidet, trifft im Erstgespräch in Österreichs Kinderwunschkliniken auf Justitia. Auch nach der Novellierung des Fortpflanzungsmedizingesetzes 2015 ist es alleinstehenden Frauen in Österreich untersagt, die Hilfe einer Kinderwunschklinik in Anspruch zu nehmen. Kindern soll, so sieht es das Gesetz, nicht von vornherein nur ein Elternteil zur Verfügung stehen. Die Adoption durch eine alleinstehende Frau ist hingegen unmittelbar nach der Geburt erlaubt.“

    Weiteres dann im Artikel.

    Was haltet die Gemeinde von diesen Schritt?

    • Kein Wunder, liegt sie doch hinterher höchstwahrscheinlich dem Staat bzw. seinen Sozialsystemen auf der Tasche. Das will der natürlich nicht. Soweit, dass man den Samenspender auf Unterhalt verklagen kann, sind wir zum Glück noch nicht. Kinderkriegen ist für den Staat nur erwünscht, wenn ein potentieller Versorger zur Vefügung steht.

    • Man sollte dazu wissen, daß die städtischen Angestellten diesen durchgeknallten Möchtegernmamas in dem Fall raten, doch einfach eine kleine Auslandsreise zu unternehmen.

    • Ein Artikel, der mal wieder schön zeigt, wie tief (auch) der öffentlich-rechtliche Journalismus gesunken ist.
      Schon die reißerische Überschrift „Grässlich, fanatisch, rassistisch“ ist völlig daneben. stellt sich dann übrigens im Text als Zitat eines Black Lives Matter – Aktivisten heraus, ohne dass dies irgendwie relativiert wird.
      Der ganze Text ist ein reines hit piece mit dem Ziel, Milo als einen ultrarechten bösewicht darzustellen. Am bezeichnendsten finde ich die Stelle, wo Milos Beschwerde über die Beschneidung der Meinungsfreiheit durch die gewalttätige Verhinderung seiner Veranstaltung in Berkeley zitiert wird und das einzige, was der Autorin dazu einfällt, der Hinweis ist, dass Milos Haltung „eher am Ende des rechten Spektrums“ liege. Auch die Tagesschau hat also offenbar kein Problem damit, wenn Gewalttäter die Grundrechte anderer Menschen beeinträchtigen, solange es die Richtigen trifft…

      • Auch in den Details postfaktisch.

        „Auch der schwarze Journalist Shaun King geriet in sein Fadenkreuz. Er urteilte über Yiannopoulos: „Das ist kein Kreuzritter für freie Meinungsäußerung. Er ist konsequent grässlich, oft fanatisch und rassistisch.““

        Shaun King ist ein Weißer, der sich als Schwarzer ausgegeben hat, um an Brownie Points zu kommen und Gelder zu veruntreuen. Milo hat das seinerzeit öffentlich gemacht.

        • Wie kannst du es wagen – wenn er sich als schwarz identifiziert, ist das selbstverständlich zu respektieren. Außerdem gibt es bei Mainstream-Medien doch per definitionem keine postfaktische Meldungen und Hate Speech…

        • „„Auch der schwarze Journalist Shaun King ….“

          Die „Tagesschau“ nennt einen fanatischen SJW-Aktivisten, der Rassenhass schürt, einen „Journalisten“. So eine Überraschung….

        • Ähnlich überraschend wie, dass sie einen Weißen das titelgebende Urteil über Milo sprechen lassen, der sich als Schwarzer ausgegeben hat, um an ein Blacks-Only Stipendium zu kommen, was Milo ins Licht der Öffentlichkeit gebracht hat.

          Parteilichkeit ist SO normal für Journalisten heute, dass sie sie nur dann bei anderen bemerken, wenn diese gegen die eigene Partei sind.

        • Patreilichkeit wäre an sich nicht mal ein Problem. Aber hier geht es um die Parteilichkeit für einen politischen Extremismus, von dem man sagen muss, dass er gegen alle Werte ist, die die „Tagessschau“ eigentlich verkörpern sollte.

          Noch viel schlimmer ist der „Deutschlandfunk“, der in grossen Teilen zur reinen SJW-Propaganda-Schleuder mutiert ist.

        • King behautet, daß sein biologischer Vater ein Schwarzer war/ist.

          „Questions regarding race
          In August 2015, conservative websites questioned King’s biracial identity based on information from King’s birth certificate which lists Naomi Fleming and Jeffrey Wayne King as Shaun King’s parents, both of whom are white.[1] King said that the man listed on his birth certificate is not his biological father, and that his mother has told him his biological father is a light-skinned black man.[46][51] King and his supporters expressed concern that such questions were an attempt to distract from the Black Lives Matter movement.[50][52]“

          https://en.wikipedia.org/wiki/Shaun_King

    • oder einfach nur fake news?

      Wer glaubt eigentlich dieses Märchen vom heiligen St. Martin, der jetzt zur Rettung der SPD von oben (der EU) reingeschneit ist? Erinnert fatal an das abgehobene ballyhooing der Hillary Clinton.

      • Ich glaube dieses Märchen nicht und wundere mich nicht einmal mehr über die Jubel-Berichterstattung. Zumal „online-Mitgliederantrag“ nicht bedeutet, daß dann auch die selbe Anzahl von zahlenden Mitgliedern daraus erwächst.

  7. Die Wissenschaft bringt das nächste Opfer auf dem Weg zur politischen Manipulationsmaschine: Border-Studies

    http://www.tagesspiegel.de/wissen/grenzforschung-in-berlin-mauern-einreissen/19365142.html

    „An der Humboldt-Universität (HU) gibt es seit Kurzem ein „Interdisziplinäres Zentrum für transnationale Grenzforschung“; „Crossing Borders“ lautet der vieldeutige Titel.
    .
    „Nur die Europa-Universität Viadrina in Frankfurt/Oder verfügt bislang über ein interdisziplinäres Grenzforschungszentrum“
    .
    „Es ist uns sehr wichtig, mit unserer Forschung in die Öffentlichkeit hineinzuwirken“, betont Stefanov. „Gerade jetzt, wo alle so verunsichert sind.““

    Nach Gender-Studies jetzt also Border-Studies.

  8. „Ich muss gestehen, als überzeugter Feminist löst es in mir eine selbstverständlich zu kritisierende Genugtuung aus, dass Frauen mittlerweile genug Macht besitzen, um sie unter Umständen auch grenzwertig zur Missbräulichkeit zu gebrauchen.“

    https://tapferimnirgendwo.com/2017/02/08/ein-artikel-fuer-sylvia-bretschneider

    Noch eine Bestätigung, dass dass man sich mit seinen sexistischen Vorurteilen „tapfer im Nirgendwo“ verorten darf. Denn Majästätsbeleidigung der wertvolleren Weiblichkeit geht ja gar nicht.

    „Dennoch halte ich die Reaktion von Sylvia Bretschneider für nicht sehr souverän.“

    Sie führte sich extrem „souverän“ auf, um nicht „arrogant“ zu sagen, bzw vom ganz hohen Ross herab. Eben eine feministische Sexistin, mit man der sich als Feminist tapfer solidarisieren muss:

    „Sie ist stolze Feministin und kann es auch sein.“

    Feminismus ist eine Position arroganten Herrenmenschentums, wie man unschwer aus dem Video entnehmen kann.

    „Der Feminismus hat wie der Humanismus viele Menschen aus ihren Kerkern befreit.“

    Völliger Unsinn, der Feminismus hat *niemanden* aus irgendwelchen Kerkern befreit. Im Gegenteil: heute bezeichnet er sogar die „Kerker“ einer ganz gewissen Religion als „Emanzipation“.

    Burmann scheint wegen des Feminismus im Kopf in Kerkern ganz eigener Art, der der kognitiven Dissonanzen, gefangen zu sein:

    „Das Geschlecht wird für die Frau in einem Umfeld identitätsstiftend, wo es egal sein sollte.“

    -> Irgendwie dämmert es mir, dass alle Menschen gleich sein sollten. Aber hier muss man eine Ausnahme machen, es geht ja um „die Frau“.

    Entweder man ist für Gleichheit oder eben nicht. Burmann ist nicht für Gleichheit, sondern für „Identitätsstifendes“. Wenn es denn gefällt, da muss man ja eine Ausnahme machen.

    „Die Sprache lässt sich aber nicht per Dekret ändern, obwohl ich nicht sicher bin, ob eine Donaldine Trump nicht sogar das versuchen würde.“

    Wer hat das denn tatsächlich und jahrzehntelang versucht? Ist die parlamentarische Ordnung, nach der Bretschneider so gnadenlos sich richtete wie eine Henkerin, nicht sowas wie ein „Dekret“?

    So ein bigotter Heuchler…..

    • Ich fand die Diskussion unterhalb des Artikels ganz interessant, ganz insbesonders die Details zur weiblichen Erwerbstätigkeit in früheren Jahren.

      • Ja, das war neulich irgendwo hier (?) in guter Tiefe nachzulesen. Wie immer stellt es sich bei nährerem Hinsehen raus, dass der Feminismus einen konsequent lügnerischen Geschichtsrevisionismus betreibt.

        Gerade einem Herrn Buurmann sollte das eigentlich sauerst aufstossen.

    • Nachtrag hierzu: Ich hatte dort eine Reihe von (m.E. unproblematischen) Kommentaren abgegeben. Vor einigen Tagen stellte ich fest, dass sämtliche meiner Kommentare einschließlich der entstandenen Diskussion vollständig entfernt wurden. Im Kommentarstrang findet sich keinerlei Hinweis dazu, eine Nachfrage per E-Mail blieb ohne Antwort.

      Selbstverständlich kann jeder Blogbetreiber seine Kommentarpolitik frei bestimmen und muss sich für Löschungen nicht rechtfertigen. Aber jemanden ohne ersichtlichen Grund und ohne jede Erläuterung vollständig zu tilgen, ist mMn. keine Art, mit Menschen umzugehen. Auffallend, dass derartige Sachen meistens bei „Progressiven“ zu erleben sind…

  9. CIA That Funded the ‚Moderate Muslim Brotherhood‘ Narrative Opposed to the Group’s Terror Designation

    https://pjmedia.com/homeland-security/2017/02/08/cia-that-funded-the-moderate-muslim-brotherhood-narrative-opposed-to-the-groups-terror-designation/

    „This hand-wringing is in response to reports that the Trump administration is actively discussing such a designation.“ (als Terrororganisation).

    „So far, many of the arguments against the Muslim Brotherhood by the foreign policy and media establishment have ranged from the non sequitur („if you call the Muslim Brotherhood terrorists they will become terrorists), the patently false („the Muslim Brotherhood renounced violence in the 1970s“), to the histrionic („designating the Muslim Brotherhood is declaring war on all American Muslims“).

    Virtually all of these articles at some point parrot the worn out and largely debunked talking points of the Leiken/Brooke Foreign Affairs article, as does the Politico piece.“

    „new CIA Director Mike Pompeo …. who as a congressman co-sponsored the House bill calling for the designation of the Muslim Brotherhood …“

    Herr Trump scheint auf dem völlig richtigen Weg.

  10. http://www.zeit.de/2016/46/wissenschaft-fakten-politik-postfaktisches-zeitalter?utm_content=zeitde_redpost_zon_link_sf&utm_campaign=ref&utm_source=facebook_zonaudev_int&utm_term=facebook_zonaudev_int&utm_medium=sm&wt_zmc=sm.int.zonaudev.facebook.ref.zeitde.redpost_zon.link.sf

    Bitte gebt euch diesen Artikel. Vor allem den dritten Beitrag irgendeiner Gendergläubigen.

    Im Zusammenhang mit dem Begriff „postfaktisch“ werden Wissenschaftler gefragt, wie man Postfakten entgegentreten kann. Stammelt die dann tatsächlich etwas vom wissenschaftlich gesicherten Faktum der sozialen Konstruktion der Geschlechter, die sich „historisch entwickelt“ haben.

    Oh the irony. Köstlich.

    • Ich schließe mich der Leseempfehlung an.

      Bemerkenswert finde ich, dass einige der befragten Wissenschaftler auf „postfaktische“ Ansichten hinweisen, die eben nicht, wie sonst immer suggeriert wird, aus dem Internet kommen. So z.B. das gleich am Anfang erwähnte angebliche besondere Altersarmut-Problem, insbesondere aber auch das Gender Pay Gap.

      Amüsant ist natürlich, dass auch ein Professor der katholischen Theologie zu „erwiesenen Fakten“ seines Themenfelds befragt wurde.

      Generell ist wohl immer die Abgrenzung schwer, wann „Fakten“ so gesichert sind, dass Zweifel hieran postfaktisch sind, und wann ein kritisches Hinterfragen bestimmter Überzeugungen nicht nur zulässig, sondern sogar erwünscht sein sollte. Die im Artikel ebenfalls erwähnte Klimaproblematik ist da ein gutes Beispiel.

  11. Die gestrige Aktion von Jörg Kachelmann schlägt ihre Wellen durch die Presselandschaft. Der Bericht in der Zeit hat geradezu männerrechtliche Töne:

    http://www.zeit.de/gesellschaft/2017-02/joerg-kachelmann-alice-schwarzer-vortrag-crash-sexuelle-gewalt/komplettansicht

    Zunächst zu Schwarzers Thesen:

    „So komme ich letztendlich, das können Sie nachrechnen, darauf, dass nur jeder 100. Vergewaltiger verurteilt wird.“ Dass die Quellen, die sie zitiert, schon die Ausgangszahlen nicht tragen, kann das Publikum kaum wissen. Der Zirkelschluss ihrer Argumentation, die jeden Beschuldigten automatisch zum Schuldigen und jede Verfahrenseinstellung beziehungsweise jeden Freispruch zur Fehlentscheidung erklärt, sollte einem größtenteils von Jurastudenten bevölkerten Saal indes eigentlich nicht verborgen bleiben.

    Über die Ereignisse nach Kachelmanns Auftritt wird berichtet:

    Im Saal bleibt keine Zeit für solche Erwägungen, die Fragerunde geht weiter, doch die Stimmung verschiebt sich allmählich. Mehr und mehr Studenten melden sich mit skeptischen Fragen zu Wort, ein Mann ruft dazwischen, er sei Clubfotograf, viele Frauen würden ihm aus Spaß wie selbstverständlich in den Schritt fassen, das sei doch auch Belästigung, darüber rede aber niemand.

    Da kommt langsam Bewegung in das gesellschaftliche Klima zu diesen Themen. Das nützt Kachelmann natürlich, aber dennoch: dieser kleine Auftritt Kachelmanns war eine der gelungensten „männerrechtlichen Aktionen“ der letzten Jahre.

    Es macht Sinn, für die eigenen Interessen (und die eigene Ehre!) das Maul aufzumachen. Und es ist gut, dafür mal ein positives Beispiel zu haben.

  12. The Regressive Left, pt. 3: Bigot Game

    http://www.youtube.com/watch?v=Wpzbjux3xUM

    Der schlimmste Feind von uns Liberalen sind die sich selbst als „Liberale“ oder „Linke“ sich sehenden „Regressiven“. Ihre Argumentationsmuster und ihre zutiefst bigotte Denke werden in diesem Video und der Serie von „Zarathustra’s Serpent“ dazu gut analysiert. Lang aber lohnend.

  13. Erdoğan and the European View of Free Speech

    https://www.popehat.com/2017/02/10/erdogan-and-the-european-view-of-free-speech/

    „Critics of American free speech exceptionalism … often cite Europe. Europe, they say, has reasonable limits on „hate speech,“ but hasn’t descended into censorious tyranny. Why can’t America accept some reasonable limits on hurtful speech like the Europeans have? …..

    … Böhmermann …

    … You see, arrogant Americans? The European view of free speech is all about reason. The German court didn’t jail the comic or ban the entire poem. It just banned most of the poem, because even brutal tyrants who jail journalists and suppress political opponents have a right not to be insulted or offended.

    No thank you. I choose American exceptionalism.“

  14. Und wer mal so etwas wie faschistischer politischer Tendenzen in den USA gewahr werden will, der denke mal über das Prinzip der Gewaltenteilung nach und wie derzeit diese durch US-Gerichte in Frage gestellt wird — und den Gerichten den Griff nach der abschliessenden politischen (!) Macht ermöglicht:

    „The Ninth Circuit’s decision against President Trump’s immigration order is worse than wrong. It is dangerous. …..

    … this single, unelected jurist’s usurpation of the power to make American national-security policy. ….“

    http://www.nationalreview.com/article/444800/ninth-circuit-trump-immigration-order-ruling-separation-powers-national-security

    Ist wirklich nicht schwer zu verstehen, das ist keine rocket science.

    • Welch bemerkenswertes „Rechtsverständnis“ dem richterlichen Einspruch zugrundeliegt, darüber scheint hierzulande nicht mal die FAZ zu berichten. Es wird nur behauptet, dass es lediglich um die „Eilsache“ ginge:

      „Es geht derzeit nur um die Eilsache, also um die Frage, ob Schaden abgewendet werden muss. In der Hauptsache, also über die Frage, ob der Einreise- und Flüchtlingsstopp tatsächlich gesetzeswidrig ist oder gar gegen die Verfassung verstößt, ist noch gar nicht entschieden.“

      http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/trump-reagiert-scharf-auf-gerichtsurteil-zu-einreiseverboten-14870665.html
      (ganz, ganz unten, „wie geht es weiter“)

      Wenn dann wäre der Richtereinspruch und die jetzige Bestätigung als gesetzeswidrig (denn der Präsi verfügt per Gesetz über diese Macht) und sogar als Verstoss gegen die Verfassung anzusehen.
      Die FAZ tut so, als sei die Verfassung eine Parteienangelegenheit.

      Ich finde das bemerkenswert, da man am ehesten der Faz zutrauen kann, dass ihr die Kontroverse um die Verfassung gegen die „gelebte Verfassung“ bewusst ist.

      btw: dass die Rechtssprechung in Deutschland Politik macht, dürfte den hier versammelten Foranden ja klar sein ….

      Vielleicht weniger, dass es bei Demokratie nicht nur auf Wahlen ankommt, sondern auch auf eine funktionierende Gewaltenteilung ….

    • So einfach ist es nun ja nicht.

      Grundsätzlich gehört es zum Wesenskern der Gewaltenteilung, dass jede Entscheidung und Handlung der Exekutive vor Gerichten anfechtbar ist.

      Dies gilt auch für executive orders von US-Präsidenten und es gibt hierfür auch schon Präzedenzfälle.

      Und weil die Gerichte ihre Arbeit machen, ihnen „den Griff nach der abschliessenden politischen (!) Macht“ zu unterstellen ist bestenfalls ein Gefühl aber keine Tatsache.

      Gerichte können Entscheidungen der Exekutive aufheben die nicht konform zu Gesetzen sind, aber nicht selber aktiv Exekutiventscheidungen treffen. Also nix mit Macht.

      • „Grundsätzlich gehört es zum Wesenskern der Gewaltenteilung, dass jede Entscheidung und Handlung der Exekutive vor Gerichten anfechtbar ist.“

        Natürlich. Aber dabei muss sich die Justiz auch penibel an ihre eigenen Gesetze und verfassungsmässigen Kompetenzen halten. Hier hat das Gericht aber Politik gemacht. Nach meiner Meinung klarer Verfassungsbruch.

        Eigentlich müsste das für die Richter ein juristisches Nachspiel haben, wenn sie gegen die Verfassung verstiessen und die Gesetze missachteten.

        „ist bestenfalls ein Gefühl aber keine Tatsache. “

        Ich bin zwar nur blutiger Laie, aber dieser Fall ist klar erkennbar als Politikmachen unter dem Vorwand der Rechtsprechung. Wegen des Prinzips der Gewaltenteilung. „Executive orders“ sind eben nicht durch gegen-„executive orders“ aufzuheben. Weil es gar nicht um den Gegenstand der Verfassung geht: es geht nämlich um Ausländer. Und die Verfassung ist nur für Inländer anwendbar. Und hier hat der Präsident die Exekutive.

        Daher auch die Propaganda mit der Freiheitsstatue, die hier den Blick auf die Verfassung verstellen soll.

        Dieser Verfassungsbruch ist das, was man „faschistisch“ nennen muss, wenn man das auf die heutige USA anwenden will. Ein Bruch der Gewaltenteilung.

        „Gerichte können Entscheidungen der Exekutive aufheben die nicht konform zu Gesetzen sind, aber nicht selber aktiv Exekutiventscheidungen treffen. Also nix mit Macht.“

        Ganz genau so sollte es sein.

        • Alex,

          hier wurde nicht eine Executive order durch eine Gegen-executive order aufgehoben. Sondern sie wurde vorläufig ausser Kraft gesetzt bis in der Hauptsache über die Rechtmäßigkeit entschieden wird.

          Executive Orders müssen sich nicht auf die Verfassung beziehen und tun es auch meistens nicht.

          Der Gegenstand können auch Jukka-Palmen auf Sumatra sein, die Order als solche ist faktisches Exekutivhandeln und damit gerichtlich überprüfbar.

        • „Sondern sie wurde vorläufig ausser Kraft gesetzt“

          Eben. Wie soll das anders als durch eine eben solche Kraft beschrieben werden? Eine „Verfügung“ gegen die executive order.

          „bis in der Hauptsache über die Rechtmäßigkeit entschieden wird“

          Rechtsverschleppung könnte man das nennen. Ohne gute Gründe und widerrechtlich. Natürlich muss der rechtstaatliche Weg gegangen werden. Das ist ja auch deren Zuständigkeit am obersten Gericht, die Frage nach der Gewaltenteilung. Wenn irgendjemand das beurteilen kann, dann die doch 🙂

          Im Grunde kann es Trump aber egal sein, denn es kommt ohnehin nur darauf an, welche Visa die US Botschaften ausstellen.

        • „Ohne gute Gründe und widerrechtlich.“

          Ob die Gründe des/der Kläger gut sind, entscheiden die Gerichte. Das ganze Verfahren folgt der gängigen Rechtspraxis in den USA und ist zudem durch Präzedenzfälle abgesichert.

          „Im Grunde kann es Trump aber egal sein, denn es kommt ohnehin nur darauf an, welche Visa die US Botschaften ausstellen.“

          Na dann verstehe ich Deine Aufgeregtheit nicht 🙂

        • „Na dann verstehe ich Deine Aufgeregtheit nicht“

          Hast du darauf Lust von einer Justiz, die sich selbst über dem Gesetz wähnt, regiert zu werden?

        • „Hast du darauf Lust von einer Justiz, die sich selbst über dem Gesetz wähnt, regiert zu werden?“

          „Kontrolliert“, nicht „regiert“. Und die Kontrolle nicht als Willkürkontrolle sondern als Normenkontrolle auf Basis der geltenden Gesetzgebung. Nennt sich Gewaltenteilung 😉

          Und: Ja. Sonst würde ich mich Erdogan nennen und Sultan der Osmanen werden wollen

          XD

        • Ja eben, deren Job ist es strikt nach Gesetzeslage zu urteilen. Es ist ihnen nicht gestattet Gesetze zu machen oder kreativ auszulegen. Genau dann würde so eine Justiz „regieren“. Ist übrigens ganz typisch für Dikaturen und ähnliche totalitäre Gesellschaftsmodelle. Nicht umsonst war „der Führer“ auch und vor allem oberster Richter.

        • Dann sind wir uns ja einig.

          Was die Sache mit der executive order angeht: Da hat der Richter in Einklang mit den Gesetzen geurteilt.

          Wurde sogar durch ein Berufungsgericht bestätigt.

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