Wie könnten Männer und Frauen wieder näher zueinander finden?

Mir schrieb ein Leser:

Weißt du was ich mir ehrlich wünsche Christian? Dass Frau und Mann wieder näher zueinander finden. Überall ließt man „Frauen sind Schlampen“ und „Alle Männer sind gleich“. Dabei merke ich gerade durch Pick Up, wo ich die Frauen nicht auf ein Podest stelle, keinen Stock im Hintern habe und sie wie normale Mitmenschen behandel, wie viel besser eine Frau/Mann-Dynamik gesellschaftlich entstehen würde.
Das würde ich gerne mehr sehen und nicht nur an mir persönlich oder an einigen anderen.
Gedanken dazu?
Aus meiner Sicht verstehen sich die meisten Männer und Frauen durchaus. „Frauen sind Schlampen“ und „Männer sind Schweine“ ist häufig nur ein Ventil für momentanen Ärger über bestimmte Frauen oder Männer. Aber die Allermeisten gehen davon aus, dass da irgendwo der Richtige für sie ist.
Vieles an Ärger über das andere Geschlecht stammt aber in der Tat daraus, dass man nicht bereit ist, Unterschiede zwischen der Geschlechtern zu verstehen und zu akzeptieren, dass sie (im Schnitt) anders sind. Und auch aus Unwissenheit entsteht viel Frustration, weswegen auch meine Sicht durch Pickup in vielen Punkten wesentlich entspannter geworden ist. Es bringt mit sich, dass man nicht mehr vollkommen planlos ist und sich dann ärgert, weil Frauen auf die eigenen Versuche mit Desinteresse reagieren.
Viele Leute haben sich denke ich ganz gut darin eingerichtet, dass eben das andere Geschlecht doof ist. Dass sie falsch sind und nur Sex oder Geld wollen. Dann ist man selbst nicht schuld. Man kann sogar eher das Bild aufbauen, dass man der Sehende unter vielen Blinden ist und der anderen Seite nicht auf den Leim geht. Das schützt das Ego. Denn an sich selbst zu arbeiten um besser zu werden und dafür diese Schutzansichten aufzugeben, dass wirkt wie ein mühsamer Weg, bei dem man sich einiges eingestehen muss. Die Trauben sind eben sauer.
Das ist schade, weil einen selbst diese Ansicht am meisten schadet. Die Frauen oder Männer, die man ablehnt, werden davon nicht getroffen. Sie treffen sich eben mit anderen.
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47 Gedanken zu “Wie könnten Männer und Frauen wieder näher zueinander finden?

    • scheinbar,
      prinzipiell halt ich das Problem für unlösbar, das die Situation für Männer so unbefriedigend ist kann man nicht nur den Frauen oder dem Feminismus in die Schuhe schieben, es liegt auch an zu einem Gutteil an vielen hetero-Männern selbst.

      (Ein Bekannter hatte mal spaßhaft erwogen einen Film darüber zu drehen, Arbeitstitel: Das Schweigen der Hammel)

  1. In der Mänerrechtsbewegung befinden sich viele Männer, die unschöne Scheidungen durchgemacht haben; dort geht es eher weniger um Pickup oder um eine sozialromantische Traum von einer Gesellschaft, in der Männer und Frauen sich irgendwie trotz ihrer Differenzen mögen. Dort wurde der Schaden in den meisten Fällen bereits angerichtet und dieser ist in den meisten Fällen schlicht nicht mehr reversibel (Und anscheinend leider auch zwingend notwendig, sonst würden Männer die gleiche Fehler einfach nochmals begehen).

    Zudem führt nicht zuletzt der gesellschaftliche Wandel dazu, dass die Interessen der einzelnen Geschlechter sich entlang der politischen Linien stärker spalten werden; wer sich angeschaut hat, wieviele Prozent der unverheirateten Frauen für Trump und wieviele für Hillary gestimmt haben, dann sieht mann, dass dieser Graben die Realität ist (die in den letzten Jahren auch aktiv durch den radikalen Feminismus befeuert wurden). Dazu kommt, dass mit einem Angleichen des Bildungsniveaus Ehen und Kinder noch viel seltener werden, was die oben genannte Dynamik noch verschärft.

    Ich nehme an, es wird in Deutschland mit der AFD auch nicht anders ablaufen und es wird kein „Happy End“ geben. Mit grösserem Wohlstand und Optionen zeigen sich wie beim norwegischen Genderparadoxon die eigentlichen, kausalen Ursachen für unser Handeln und vielen wird dieser Anblick nicht gefallen.

    • „Ich nehme an, es wird in Deutschland mit der AFD auch nicht anders ablaufen und es wird kein „Happy End“ geben.“

      Das ist zu befürchten. Allerdings habe ich die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben. Die Evolution wirkt ja weiterhin, in freien Gesellschaften sogar besonders stark. Und auch eine memetische Auslese findet ständig statt, beides in den Auswirkungen noch nicht absehbar (noch nicht lang genug wirksam)

      Wenn besonders kinderliebe und bodenständige Menschen die einzigen sind, die sich noch fortpflanzen und es ihnen darüber hinaus gelingt, ihre Kinder gegen den um sich greifenden Irrsinn zu immunisieren, wird sich diese Gruppe über kurz oder lang durchsetzen. Einfach weil die anderen aussterben.

      Ich sehe die Gefahr eher darin, dass Letztere vorher noch im Vorbeigehen die Lebensgrundlagen dieser Menschen zerstören. Die Ansätze sind ja schon sichtbar, hypermoralischer Verlust der Bodenhaftung (wir retten alle Elenden der Welt) und Kinderersatz in Form von „Geflüchteten“.

      Wenn das nicht gestoppt wird, wird sich sehr wahrscheinlich die restriktive muslimische Fortpflanzungsvariante eher durchsetzen. Sie ist aggressiver, nachwuchsmäßig äußerst bewährt und viel näher an den Grundcharakterzügen der Geschlechter dran. Allerdings geht solchen Gesellschaften (aus Gründen die ich nicht kenne) offenbar die Entwicklungsfähigkeit der europäischen Patriarchate (der Vergangenheit) ab.

      • Wenn besonders kinderliebe und bodenständige Menschen die einzigen sind,

        Wenn die Worte so gemeint sind, wie ich sie verstehe, beide in untrennbarem Zusammenhang, dann ist das aber eine Minderheit, denn es tendentiell mehr nachkommen haben ja immer noch ganz andere, weltweit gesehen. Das wird in den kommenden Jahrzehnten wohl das Problem der nachkommen der „Bodenständigen“ sein.

    • „wer sich angeschaut hat, wieviele Prozent der unverheirateten Frauen für Trump und wieviele für Hillary gestimmt haben“
      Vermute das Durchschnittsgeweicht im Clinton-Lager war etwas höher

  2. „Vieles an Ärger über das andere Geschlecht stammt aber in der Tat daraus, dass man nicht bereit ist, Unterschiede zwischen der Geschlechtern zu verstehen und zu akzeptieren, dass sie (im Schnitt) anders sind.“

    Ja, sehe ich auch so. Allerdings ist das für viele ein schmerzhafter Lernprozess, eben weil er politisch nicht korrekt ist (alle Menschen sind eben nicht gleich) und sich auch gegen die politisch und medial verfochtene „Gleichstellung“ richtet.

    Die rote Pille muss also jeder selbst schlucken und sie schmeckt meist nicht gut. Eine gewisse Unsicherheit bleibt, weil alte Rollen und Geschlechterverhältnisse vielfach diskreditiert sind, einfach weggefegt wurden oder auch technisch obsolet sind (niemand braucht mehr eine Vollzeithausfrau, zumindest nicht, wenn keine Kinder da sind) und auch, weil es sich halt immer nur um Durchschnittsbetrachtungen handelt, die im konkreten Fall auch ganz anders gelagert sein können.

    Allerdings spüre ich vom direkten „Geschlechterkampf“ wenig in meinem Umfeld. Die ganz normalen Menschen leben das nicht, sie leiden am ehesten an den indirekten Folgen der verstrahlten (und immer extremeren) Ideologie mit der sie ständig bombardiert werden.

      • Sehr schön bildlich ausgedrückt 🙂

        Ich glaube das Thema gab es hier im Blog schon mal: existieren hübsche Feministinnen? Finde es nur gerade nicht, ich glaube einige gab es schon. Bringt halt Aufmerksamkeit und Geld und nicht jede will überhaupt einen Schwanz… (zumindest nicht in ihrer Mumu 😉

        Das Dumme ist, dass die komplett Verstrahlten viele einfacher gestrickte Schäfchen anstecken und diese dann erst mühsam wieder in die Realität finden müssen. Ein gewisser Schaden entsteht also durchaus, von dem peinlichen politischen Aktionismus ganz abgesehen.

        • „existieren hübsche Feministinnen?“

          Durchaus: Anita Sarkeesian, Anne Wizorek, Margarete Stockowski…
          Die könnten jeden Schwanz bekommen den sie wollen. Als Homo mir unverständlich, warum sie daher nicht jede Nacht auf dem Rücken liegen und statt dessen, das beste an Männlichkeit niedermachen.
          Aber es sind halt Frauen. Sex ist weitgehend irrelevant, wenn sie es nicht in eine materielle Basis überführen kann. Aber auch das könnten sie von Männern ja problemlos bekommen. Die psychologischen Motive hübscher Feministen sind schwer verständlich. Ich hab da noch keine tragfähige Antwort. Weiblicher Narzissmus im Zusammenhang mit Desinteresse an Männern als Menschen (was ein weibliches Grundmuster ist) spielt aber vermutlich ne große Rolle.

        • @adrian

          „Sex ist weitgehend irrelevant, wenn sie es nicht in eine materielle Basis überführen kann“

          Nein, da irrst du. Genug Sex findet abseits einer materiellen Basis statt bzw bestimmte Punkte wie „getränke ausgeben“ oder „zum Essen einladen“ oder „Blumen mitbringen“ sind nicht wegen des Gegenwertes interessant, den die Frau vereinnahmen will, sondern weil sie dafür stehen, dass man die jeweilige Frau schätzt. Sie sind nicht nötig, wenn man anderweitig Attraktion und Komfort bedienen kann. (was viele Männer eben leider nicht beherrschen und deswegen gerne auf diese Krücken um die gleiche Nachricht zu transportieren zurückgreifen)

        • „Weiblicher Narzissmus im Zusammenhang mit Desinteresse an Männern als Menschen (was ein weibliches Grundmuster ist) spielt aber vermutlich ne große Rolle.“

          Ich bin nicht sicher, ob es ein spezifisch weibliches Desinteresse an Männern als Menschen gibt. Ich denke es herrscht spiegelbildlich Unverständnis vor. So wie Männer sich nicht die Bohne für irgendwelchen weiblichen Esoterikkram interessieren, tun es die Frauen auch nicht für Technikspielereien der Männer (Esther Vilars Position dazu, scheint mir ein bisschen extrem und einseitig, liest sich ein bisschen wie Frauen-als-body-snatcher).

          Wäre nicht der Fortpflanzungszwang, die beiden Geschlechter würden sich vermutlich nur selten überhaupt über den Weg laufen (vermutlich wären die Frauen längst in Reservaten 🙂 Da der aber nun mal da ist, tut man sich halt unter Kompromissen zusammen.

          Aber zum Thema: was bei einigen Feministinnen eine Rolle spielen könnte, ist eine sexuelle Identitätsstörung. Die große Schwester meiner Exfreundin ist z.B. mittlerweile ein Mann. Und sie passt genau ins Schema: ewig irgendwelchen nutzlosen Kram (Afrikanistik etc.) in Wien studiert und mit dem Aufkommen der ganzen Gender“forschung“ dahin gewechselt. Mittlerweile treibt „er“ sich an der, ja, rate mal, richtig: HU in Berlin rum und versucht m.W. zu irgendwas Feministischem zu promovieren. Gelegentlich tourt „er“ auch zu Genderthemen durch die Lande und belehrt andere.

          Coraline Ada Ehmke (die GitHub mit kaputt macht) scheint der umgekehrte Fall zu sein (Mann zu Frau – Umwandlung).

          Die wollen mit ihrem Geschrei nicht nur Vorteile für sich rausziehen, sondern ihre Andersartigkeit (unter der sie vermutlich tatsächlich litten) zur Normalität erklären. Was am Ende aber nur nach hinten losgehen kann.

          Bei vielen, gerade den medialen Schreihälsen ist es aber vermutlich reiner Exhibitionismus. Die schreien der Aufmerksamkeit wegen, die man damit aktuell leider bekommen kann.

        • @Adrian: doch, drei Viertel kommt sogar ziemlich genau hin. Sie ist zumindest auf keinen Fall überdurchschnittlich. Eher eine 3 oder 4.

    • Allerdings ist das für viele ein schmerzhafter Lernprozess,

      Ja darin sehe ich das Hauptproblem, dass es eine Umfassende ideologisch bedingte Falschdarstellung der Geschlechter gibt, die insbesondere eine total übertriebene oder sogar falsche Darstellung positiver weiblicher Eigenschaften beinhaltet, so das hier beim unbedarften Jüngling ein völlig falsches Bild entstehen kann.

  3. „Aus meiner Sicht verstehen sich die meisten Männer und Frauen durchaus. „Frauen sind Schlampen“ und „Männer sind Schweine“ ist häufig nur ein Ventil für momentanen Ärger über bestimmte Frauen oder Männer.“

    Ok, dann nehmen ich jetzt mal zu den Akten, daß du nicht der Meinung bist, daß es bei Frauen oder in der Gesellschaft einen generellen Trend zu Abwertung von Schlechterbehandlung von Männern gibt.

        • Weil es in diesem posting nicht um das geht, was du gerne hättest, willst du anfangen zu polemisieren. Das ist kein „Zurückgeben“, sondern ein einseitiger Angriff.

        • @elmar

          Verständlich.
          Du hast inhaltlich ja auch nichts dagegen zu halten.
          Dir bleibt nichts anderes als ihn wegzuwünschen.

          Entgegen deiner Annahme bleiben dann aber nicht deine Theorien übrig oder werden logischer.

          Das ist der Vorteil breit eingeführter Theorien wie der evolutionären Biologie

          Morgen kommt ein Artikel zu Fodor. Ich merke da hast du einige deiner Ideen her, auch den unbelegten Satz, dass die meisten in der Biologie etwas ganz anderes vertreten.

          Fodor hat aber so wie ich das sehe das wenige, was er in der Biologie gelesen hat, auch noch vollkommen falsch verstanden.

    • „Ok, dann nehmen ich jetzt mal zu den Akten, daß du nicht der Meinung bist, daß es bei Frauen oder in der Gesellschaft einen generellen Trend zu Abwertung von Schlechterbehandlung von Männern gibt.“

      Ich glaube tatsächlich nicht, dass es bei Frauen einen generellen Trend zur Abwertung von Männern gibt. Natürlich gibt es gewisse Vorurteile, wie umgekehrt gegenüber Frauen auch, was an den tatsächlichen Unterschieden liegt. Aber die meisten Frauen mögen selbstverständlich Männer. Sie schätzen sie und wollen ihnen nichts böses.
      Das kann dennoch die Einstellung enthalten, dass ein Mann zB Schutz bieten muss oder ein feiger Mann eher verachtet wird oder die Auffassung enthalten, dass Männer beim ersten Date zahlen etc. Das ist keine Verachtung von Männern.

      Was ist denn deine Sicht?

  4. Zitat: „Aber die Allermeisten gehen davon aus, dass da irgendwo der Richtige für sie ist.“

    Ach herrje, ausgerechnet Evo-Chris ruft das geschlechtspolitische Utopia aus?
    Als ob es keine Hypergamie gäbe, keine Alpha-Beta-Kategorisierung, keine bis heute erhaltene äffische Haremsgesellschaft?
    Pickup-Artists sind doch nichts anderes als Betas in Alpha-Camouflage, das geht nicnt lange gut.
    Wenn 80% aller Frauen Mutter werden, aber nur 40% aller Männer Vater, dann sollen die „Allermeisten“ davon ausgehen dass da schon irgendwo noch die Richtige sein wird?

    Chris, Dein momentanes persönliches Glück mit der Südländerin in allen Ehren, und es sei Dir ja auch gegönnt … aber findest Du das nicht selbst arg närrisch wie Du aus Deiner Blase heraus nach aussen verallgemeinerst?
    Huhu, sie nennen Dich „Evo-Chris“, den Erz-Verfechter der Evolution, das Ding mit den gnadenlosen Selektionsmechanismen, Du erinnerst Dich?

    Hach, muss Liebe schön sein, da sieht alles so schön rosa aus.

    • Du übersiehst, dass der Satz

      „Aber die Allermeisten gehen davon aus, dass da irgendwo der Richtige für sie ist.“

      keine Realität impliziert. Der Satz stimmt. Das Problem ist bloß, dass die meisten von denen, die davon ausgehen, dass da irgendwo der Richtige für sie ist, unrecht haben.

      • Die Realität ist diese:

        „Aus meiner Sicht verstehen sich die meisten Männer und Frauen durchaus.“

        Ja, ist fast peinlich da ausdrücklich zustimmen zu müssen 😦

        • ich würde besser formulieren „kommen gut bis sehr miteinander klar“
          verstehen ist mir da ein zu starkes Wort. Als Mensch, als Frau vielleicht noch mehr als als Mann, versteht man sich ja oft selbst nicht, wenn man von seinen Instinkten getrieben wird, da Sitz der Verstand auf dem Instinktiven Unterbau quasi wie ein Reiter auf einem Pferd, das plötzlich durchgeht, obwohl man es doch für so lammfromm zugeritten hielt.

    • „Wenn 80% aller Frauen Mutter werden, aber nur 40% aller Männer Vater, dann sollen die „Allermeisten“ davon ausgehen dass da schon irgendwo noch die Richtige sein wird?“

      Das ist aber auch heute nicht mehr der Fall.

      „aber findest Du das nicht selbst arg närrisch wie Du aus Deiner Blase heraus nach aussen verallgemeinerst?
      Huhu, sie nennen Dich „Evo-Chris“, den Erz-Verfechter der Evolution, das Ding mit den gnadenlosen Selektionsmechanismen, Du erinnerst Dich?“

      Heute findet eben keine gnadenlose Selektion statt. Im gegenteil: HartziVler können mehr Kinder haben als Akademiker. Und Kinder sind noch nicht einmal erforderlich, damit man den oder die Richtige findet oder gefunden hat. Auch kinderlose können ihre Beziehung als gelungen ansehen.

      • HartziVler können mehr Kinder haben als Akademiker.
        Das sehe ich jetzt nicht als Punkt für „keine gnadenlose Selektion“

        Hier wirkt schon Selektion, aber eben gegen „Akademiker“
        Hier tritt halt nicht die Natur, sondern die kulturelle Umgebung als Selektionsfaktor auf.

    • Ich glaube nicht, dass es sinnvoll ist, das Geschlechterverhältnis als blutiges Gemetzel zu zeichnen. Aber Christian hat meinem Eindruck nach bisweilen schon eine zu sehr rosa-getönte Sicht. Möglicherweise hat das mit dem Alter seiner Gespielin zu tun?

        • Auf mögliche Extreme wollte ich nicht hinaus. Mir ging es eher darum, dass auch wenn alles gut zu laufen scheint und harmonisch wirkt, man nicht zu sorglos in Richtung BluePill abdriften sollte. Es hinterher zu reparieren ist wesentlich schwerer, als gar nicht erst dahin zu kommen. Und manche Sache lassen sich auch gar nicht mehr reparieren.

        • @lh

          Aus meiner Sicht hat das mit „Blue Pill“ nichts zu tun. Im Gegenteil: Auch als jemand, der Pickup kennt sehe ich mich nicht im Krieg mit Frauen, ich habe Freundinnen und Kolleginnen mit denen ich gut auskomme und sehe keinen Anlass Frauen nicht zu mögen, so wie sie mich ja auch mögen.

        • Wie gesagt, man muss keinen Krieg gegen „die Frauen“ oder einzelne Frauen führen, gewiss nicht. Es ist auch nichts dagegen einzuwenden, wenn man Spaß am Umgang mit Frauen hat.

          Aber Du hattest Dich z.B. kürzlich mal in eine Richtung geäußert, die danach klang, als sei dieses „mögen“ oder generell das Gefühl, was man mit einer Frau haben kann, ein erstrebenswertes Ziel oder ein Wert an sich. Und da fängt es schon an gefährlich zu werden: Wenn man nämlich tatsächliche Interessen zu Gunsten von Gefühlen vernachlässigt. Wenn man Dinge tut „für das Gefühl“. Denn am Ende des Tages sind solche Bindungsgefühle Manipulationsmittel um einen zu etwas zu bekommen, was eigentlich nicht den eigenen Interessen entspricht.

          Das heißt nicht, man müsse sich von diesen Gefühlen fernhalten oder so. Aber einem sollte klar sein, dass sie ähnlich wie Drogen sind: Sie machen Spaß, sie sind in verträglichen Dosen harmlos, aber man sollte nie die Kontrolle verlieren.

          Aber drehen wir das mal um: Hast Du mal ausprobiert, Frauen nicht „zu mögen“, sondern innerlich(!) eiskalt und interessenfokussiert gegenüber zu treten? Sich jeglicher derartiger Gefühle zu enthalten? Das Erschreckende ist nämlich, dass das viel besser funktioniert, sowohl in der Dynamik mit der Frau, als auch für sein eigenes Seelenheil.

        • „Aber Du hattest Dich z.B. kürzlich mal in eine Richtung geäußert, die danach klang, als sei dieses „mögen“ oder generell das Gefühl, was man mit einer Frau haben kann, ein erstrebenswertes Ziel oder ein Wert an sich.“

          Natürlich, das ist es auch. genauso wie Freundschaft mit einem Mann ein erstrebenswertes Ziel ist. Ich komme generell gern gut mir leuten aus, solange sie sich ebenfalls freundlich und respektvoll verhalten

          “ Und da fängt es schon an gefährlich zu werden: Wenn man nämlich tatsächliche Interessen zu Gunsten von Gefühlen vernachlässigt. Wenn man Dinge tut „für das Gefühl“. Denn am Ende des Tages sind solche Bindungsgefühle Manipulationsmittel um einen zu etwas zu bekommen, was eigentlich nicht den eigenen Interessen entspricht“

          Da haben wir anscheinend unterschiedliche Einstellungen zum Leben. Du scheinst davon auszugehen, dass es immer um Macht geht, im Sinne der Konflikttheorien. Ich schaue eher auf die Potentiale für Kooperationsgewinne.

          „Aber drehen wir das mal um: Hast Du mal ausprobiert, Frauen nicht „zu mögen“, sondern innerlich(!) eiskalt und interessenfokussiert gegenüber zu treten?“

          Ich erlaube mir selbst gern den Luxus innerlich nicht eiskalt und interessenfokussiert zu sein. Was nicht bedeutet, dass ich bei jedem Menschen darum bettele, dass er mich mag. Natürlich sind mir die meisten Menschen relativ egal, ebenso wie die Frage ob sie mich für nett halten. Aber ich finde es dennoch schöner interaktionen freundlich zu gestalten und sehe keinen Sinn darin innerlich nur meine Interessen zu sehen. Natürlich sehe ich meine Interessen, aber es ist mein Anspruch an mich selbst, dass ich deswegen den anderen nicht schlecht behandeln muss.

          „Sich jeglicher derartiger Gefühle zu enthalten? Das Erschreckende ist nämlich, dass das viel besser funktioniert, sowohl in der Dynamik mit der Frau, als auch für sein eigenes Seelenheil“

          Für dich mag das so sein. Aber wir haben eben auch vollkommen andere Anforderungen an Beziehungen.

        • Natürlich, das ist es auch. genauso wie Freundschaft mit einem Mann ein erstrebenswertes Ziel ist. Ich komme generell gern gut mir leuten aus, solange sie sich ebenfalls freundlich und respektvoll verhalten

          Der Punkt ist, dass die Freundschaft zu einem Mann eine ganz andere Sache ist, die zufällig meistens auch den eigenen Interessen entspricht. Kooperation ist gut.

          Wichtig ist aber zu verstehen, dass man mit Hypergamie nicht kooperieren kann. Dafür sind Sex & Liebe & Partnerschaft für Frauen zu existentiell. Ein Mann als Freund gewinnt tatsächlich fast immer durch einen tatsächlichen Freund, der sich entsprechend freundlich, respektvoll und vor allem loyal verhält. Letzteres kann man von Frauen eben nur begrenzt erwarten.

          Du bringst aber ein sehr gutes Beispiel um zu verstehen, was ich meine: Denn das Gefühl, was man einem Männerfreund entgegenbringt, ist regelmäßig deutlich anders, als das Gefühl, was man für eine nahestehende Frau empfindet. Es fühlt sich anders an. Und es ist eben auch nicht dasselbe. Und man muss anders damit umgehen.

          Männer unter sich bauen „Beziehungsvertrauen“ anders auf als Frauen gegenüber Männern. Um eine Freundschaft unter Männern anzufangen, ist es sinnvoll, sich so zu verhalten, wie wir Männer gerne behandelt werden. Nämlich freundlich, respektvoll und auch gebend. Dann baut der andere Mann vertrauen zu einem auf und öffnet sich.

          Frauen sind aber an etwas anderem interessiert: sie suchen Stärke. Und daher erscheinen ihnen viele der unter Männern sinnvollen Bemühungen um Kooperation wie Schwäche. Eine Frau in der Beziehung baut Vertrauen in die Stärke des Mannes eher dadurch auf, dass er gerade nicht den Eindruck macht unbedingt die Kooperation zu wollen. Oder anders gesagt: Männer schließen Freundschaft mit Männern, wenn ihnen die Situation mit dem Freund kontrollierbar erscheint. Aber Frauen lieben Männer, wenn die Situation genau nicht kontrollierbar erscheint.

          Das meint natürlich nicht, dass Frauen nicht auch Komfort brauchen würden. Natürlich sagen sie, dass sie Komfort wollen und brauchen. Aber als Liebhaber geht es Dir gerade nicht um das, was für die Frau innerlich kontrollierbar ist. Der Liebhaber will stattdessen das authentische Gefühl, was die Frau gerade nicht kontrollieren kann, vor dem sie sich vielleicht sogar ein wenig fürchtet. Denn da ist die Leidenschaft.

          Jetzt setzen wir vermutlich tatsächlich andere Beziehungsprioritäten. Aber ich versichere Dir: eine Frau braucht immer ein gewisses Maß an Leidenschaft, sonst wird sie krank und depressiv und läuft vernünftiger Weise vorher weg. Meinem Eindruck unterschätzen die meisten Männer, wie viel davon Frauen brauchen und auch vertragen.

        • „Der Punkt ist, dass die Freundschaft zu einem Mann eine ganz andere Sache ist, die zufällig meistens auch den eigenen Interessen entspricht. Kooperation ist gut.“

          Kooperation ist auch mit einer Frau gut. Da gibt es keinen Unterschied.

          „Wichtig ist aber zu verstehen, dass man mit Hypergamie nicht kooperieren kann. Dafür sind Sex & Liebe & Partnerschaft für Frauen zu existentiell. Ein Mann als Freund gewinnt tatsächlich fast immer durch einen tatsächlichen Freund, der sich entsprechend freundlich, respektvoll und vor allem loyal verhält. Letzteres kann man von Frauen eben nur begrenzt erwarten.“

          Wenn man alles auf Macht runterbricht dann mag das so sein. Ich sehe da kein Problem. Freundinnen behandeln mich auch freundlich, respektvoll und sind loyal. Ich sehe auch nicht, was das mit Hypergamie zu tun hat. Viele Freundinnen sind ebenso vergeben wie ich und ich will keinen Sex mit ihnen und auch keine Partnerschaft mit ihnen. Häufig bin ich ebenso mit ihren Freunden befreundet.

          „Aber ich versichere Dir: eine Frau braucht immer ein gewisses Maß an Leidenschaft, sonst wird sie krank und depressiv und läuft vernünftiger Weise vorher weg. Meinem Eindruck unterschätzen die meisten Männer, wie viel davon Frauen brauchen und auch vertragen.“

          Leidenschaft kann man auf vielen Wege erreichen. Deine Machtspiele, bei denen du mit anderen flirtest, sind eine Sache. Aber eben keine, die mich interessiert oder für mich unterhaltsam ist. ich habe andere Wege, die ich besser und etwas spielerischer finde.
          Der Vorteil, wenn man mit einer Südländerin zusammen ist, mag sein, dass immer etwas Drama und Leidenschaft vorhanden ist

        • Ja, Du hast recht, dass Südländerinnen von sich aus mehr emotionale Achterbahn produzieren. Ich habe das auch schon schätzen gelernt. Aber wenn Du mich fragst ist das nur ihre Art den Frame zu übernehmen. Das funktioniert nur gut, wenn man ihnen regelmäßig zeigt, dass man sie dabei im Griff hat.

          Wenn man tatsächlich kein Interesse hat, mit einer Frau zu schlafen, dann ist es nicht so viel anders, wie mit einem Mann, ja. Aber in der Regel macht so was Frauen heiß, die wollen dann Sex.

          Ich sprach auch nicht vom generellen Umgang mit Frauen, sondern vom Umgang mit Frauen, die man ficken will oder tut. Dann geht es aufgrund der biologischen Grundlagen und der daraus resultierenden Instinkte und Gefühle um etwas anderes, mit dem man anders umgehen muss – jedenfalls wenn man seine eigenen sexuellen Interessen durchsetzen oder erfüllen will.

  5. Stimme dem Beitrag – wohl wenig überraschend – wieder einmal absolut zu. Das Geschlechterproblem ist gesamtgesellschaftlich kleiner, als es uns in unserer Genderkram-Filterblase vorkommt. Mag die normale Frau auch mal genervt „Männer!“ seufzen, ist das nicht gleich Ausdruck einer Verachtung des anderen Geschlechts, sondern eben die gleiche Emotionalität, mit der man einen Türrahmen beschimpft, an dem man sich gestoßen hat.

    Ja, es gibt derzeit eine aggressive und durchaus gefährliche extremfeministische Bewegung, die erschreckend großen Einfluss in Universitäten und Redaktionen bekommen hat. Es ist wichtig, darüber aufzuklären und die „Normalos“ darauf aufmerksam zu machen, dass „Gleichberechtigung“ oft Deckmantel für etwas ganz anderes ist.

    Aber daraus gleich zu schließen, dass die Geschlechter ganzheitlich im Krieg bzw. in einem unbarmherzigen Zweckverhältnis (einer braucht Geld, der andere Sex) liegen, halte ich für maßlos übertrieben.

    • “I ask Barnard to uphold the same feminist standards that inspired me to apply here in the first place when it comes time to graduate. I’d like to shake a woman’s hand on stage,” she wrote.

      Milman, who is studying English and creative writing, wrote that while she has “nothing personal” against him, “to state the obvious—he is a white male.”

      Es ist als ob denen da Hass auf weiße Männer eingeimpft wird. Wie kann man da überhaupt studieren wollen?

      Joelle Milman is a senior at Barnard College of Columbia University, a women’s college that prides itself on female empowerment

      +

      Many students at Barnard have issues with what is perceived to be the “lack of diversity” on campus. Many students, over the past few decades, have advocated for more students, faculty, and administrators of color.

      Mit mehr Männern erreicht man nirgendwo mehr Diversity.

      When President Spar announced her resignation, some students even went so far as to demand that her replacement be a transgender woman of color.

      Wieviele Menschen sind durchschnittlich nochmal transgender? 0,3%!

      “Before I graduate from my women’s college into a world vastly different than the one I thought we’d inhabit, I’d like to shake a woman’s hand for good wishes, camaraderie, and a last-ditch bit of girl power before we head outside to fight. I’d hope Barnard wants me to, too,” she said.

      Wie ein Ausbildungscamp radikaler Islamisten. Smash the Patriarchy!

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