„Würdest du noch arbeiten gehen, wenn dein Partner genug Geld verdient?“

In dem Beitrag „Auf Augenhöhe“ wird eine interessante Frage aufgeworfen, die in vielen Debatten über Gender Pay Gap und Frauen in Führungspositionen auch selten angesprochen wird:

Ich erinnere mich an ein Gespräch vor einiger Zeit mit einer Bekannten. Wir unterhielten uns über die Rolle der Frau in unserer jetzigen Gesellschaft. Sie forderte mich mit der Frage heraus, wie mein Leben aussehen würde, wenn mein Partner genug Geld für uns beide mit nach Hause bringen würde. Ich bat sie, ihre Frage zu konkretisieren.

„Würdest du noch arbeiten gehen, wenn dein Partner euch mit seinem Gehalt komplett absichern könnte?“

Zumindest die Vergangenheit zeigt, dass dann viele Frauen eben gerade nicht mehr oder zumindest in einem geringeren Umfang arbeiten gehen würden. Es dürfte dann noch stärker ausfallen, wenn sie ohnehin nicht so viel verdient wie er und in einem Beruf, der „unter dem Stand“ ist. Also etwa wenn die Oberarztgattin Kassiererin in einem Supermarkt war.

Ich habe lange darüber nachgedacht. Nicht, weil ich keine spontane Antwort wusste, sondern weil ich alle Seiten bedenken wollte. Denn zu sagen, ich lasse mich nicht von meinem Mann aushalten, hieße auch, die Arbeit als Hausfrau und Mutter als niedriger zu beurteilen. Und das ist sie nicht. Diese Arbeit ist wertvoll und gleichermaßen wichtig.

Es ist eine interessante Position, weil es eine pauschale Gleichsetzung vornimmt: Hausfrau und Mutter sind gleich wichtig, man kann nicht mehr verlangen. Natürlich könnte man dem entgegnen, dass es eine Arbeitsteilung sein kann, die von beiden als fair angesehen werden kann, dass aber gerade mit fortgeschrittenen Alter der Kinder oder gar ohne Kinder durchaus erwarten kann, dass sie auch wieder eine Arbeitsstelle antritt und dazu verdient und die Gleichwertigkeit da nicht mehr besteht.

Nur bin ich eben keine Frau, die ihre Erfüllung auf Dauer in den häuslichen- oder Mutterpflichten findet. Ich bin den vielen Frauen, die für Gleichstellung kämpften und kämpfen, ehrlich dankbar. Ich bin dem Feminismus dankbar, auch wenn dieses Wort im Laufe der Zeit einen faden Beigeschmack bekommen hat. Carolin Kebekus hat es auf den Punkt gebracht: „Feminismus hat so einen schlechten Ruf. Das klingt so unrasiert und ungebumst. Dabei bedeutet es doch nur, dass eine Frau machen kann, was sie will.“

Auch ein schöner Satz. In einer Partnerschaft wird sie aber nicht drum herum kommen, dass sie sich abstimmt und da sollte sie eine gewisse Fairness walten lassne.

Richtig. Ich bin eine Frau. Doch in erster Linie bin ich Mensch. Mit all den Rechten die ein Mensch haben kann. Ich gehe arbeiten. Ich verdiene mein Geld. Ich gehe wählen. Ich habe einen Kopf zum Denken. Ich begegne meiner Umwelt zuerst auf Augenhöhe. Mir sind Rassen, Geschlechter, gesellschaftliche Stellung, sexuelle Orientierung, Aussehen, Einkommen, politische Gesinnung und Glaube egal, solange der Mensch mir gegenüber ein gutes Herz hat. Ich versuche nicht vorschnell zu urteilen. Ich möchte verstehen und schlussendlich andere Meinungen oder Lebensauffassungen respektieren. Meine Rasse ist Mensch, meine Ideologie die Menschlichkeit. Meine Eltern haben mir beigebracht, dass es keinen Werteunterschied zwischen Mann und Frau gibt. Ich bin in einem gleichgestellten Haushalt aufgewachsen und das lebe ich auch in meiner Beziehung. Ich habe gelernt, Löcher in die Wand zu bohren und die Zündkerzen an meinem Auto zu wechseln. Ich koche eine hervorragende Pastasoße und trage gern Make-Up. Ja, ich feiere es eine Frau zu sein! Weil ich (fast) alles tun kann, was ich möchte. Auch wenn die Waagschale noch lange nicht ausgeglichen ist.

Dass ist ja erst einmal kein schlechter Ansatz, auf dem man aufbauen kann. Nur kommt eben der Mann in ihren Betrachtungen als Partner erstaunlich wenig vor.

Wie würdet ihr die Frage sehen?

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63 Gedanken zu “„Würdest du noch arbeiten gehen, wenn dein Partner genug Geld verdient?“

  1. „Warum nicht beide 80% oder 60% arbeiten?“ Weil dafür Absprachen mit dem Partner nötig wären. Absprachen mit dem Partner wiederum werden erheblich erschwert, wenn man diesen Partner gar nicht wahrnimmt. Denn Christian hat ja ganz recht damit, dass „der Mann in ihren Betrachtungen als Partner erstaunlich wenig“ vorkommt – es sei denn eben als jemand, der ausreichend Geld für beide verdient.

    „Auch wenn die Waagschale noch lange nicht ausgeglichen ist.“ Natürlich sind WaagschaleN niemals ausgeglichen, wenn die andere Waagschale eigentlich gar nicht da ist. Wenn es sie gar nicht interessiert, was der Mann einsetzt, dann kann sie immer, ad infinitum, das Gefühl haben, sie selbst müsse immer mehr einsetzen als er und bekäme immer weniger heraus.

    Gefühlt zum tausendsten Mal hab ich damit gelesen, dass die Gleichberechtigung aus Frauensicht noch lange nicht erreicht sei – ohne dass irgendein konkreter Hinweis käme, woran es Frauen denn noch fehlt.

    Darum geht es auch gar nicht. Die Autorin vertüdelt sich nur einfach in sich selbst, und das auf eine typische Weise. Sie nimmt nur die eigene Situation wahr und nicht die eines Partners und kann sich deshalb weiter und weiter als Benachteiligte fühlen. Da sie sich aber stabil als Benachteiligte fühlt, kann sie es legitimieren, dass sie nur sich selbst wahrnimmt und die Situation des angeblich so privilegierten Partners ausblendet. Ein frustrierendes, selbstbezügliches, auch erbärmliches Spiel, das aber nun einmal politisch seit Jahrzehnten gefördert wird.

    Ich habe einmal Texte einer neunten Klasse (ca. 15 jahre) gelesen, in denen Schüler ihre Berufsvorstellungen formuliert hatte. Eine Schülerin hatte tatsächlich geschrieben, dass sie unbedingt einen guten Beruf lernen möchte, weil sie nicht möchte, dass ihr späterer Partner mit der Verpflichtung ganz allein dasteht, die Familie zu finanzieren. Das hat mich gerührt – es ist nämlich das einzige Mal, dass ich so einen eigentlich selbstverständlichen Gedanken von einer Frau oder einem Mädchen gehört (bzw. gelesen) habe.

    • Umfragen an Mädchen dieser Altersstufe zeigen: Zu über 73 Prozent wird gesagt, der spätere Partner müsse nicht nur mehr verdienen, er müsse sogar soviel verdienen, dass sie versorgt ist. In der Berufsorientierung zeigt sich, dass Mädchen weniger gerichtet wissen, was sie mal arbeiten wollen. In der Berufsstartphase nach dem Studium wiederum zeigt sich, dass junge Frauen weniger konkrete Karrierepläne entwickelt haben und ihren Marktwert in Sachen Gehalt weniger einschätzen können. Im Berufsleben zeigen Umfragen, dass Frauen signifikant geringeres Karrierestreben haben und wiederum zu über 70 Prozent mit der Position die sie haben zufrieden sind.

      Ach ja, am Gender Pay Gap und der Arbeitszeitverteilung in Partnerschaften sind ausschließlich die diskriminierenden Männer schuld. Oder „die patriarchale Gesellschaft“

      • Dabei ist dieses Patriarchat noch so fahrlässig und überlässt die Erziehung zum größten Teil den Frauen. Woher haben die Mädchen bloß diese Flausen im Kopf?

        • @Frank

          Dazu habe ich eine strikt feministische Theorie entwickelt:

          Mütter haben die Frauenfeindlichkeit selbstverständlich zu 100% internalisiert. Aber immerhin 1% des Kindergartenpersonals ist männlich und 15% aller Grundschullehrer sind immer noch Männer.

          Es handelt sich also um solche Männer, die durch pure Anwesenheit und mentale Tricks die Kinder in geschlechterspezifische Rollen drängen.
          Also um die Jedi des Patriarchat.

          Deshalb ist es auch so falsch, noch immer Männer im Erziehungssektor zu beschäftigen oder sogenannte „Väter“ zu verherrlichen.
          Und ich fürchte, unter einer Frauenquote von mindestens 110% werden wir keine progressive Gesellschaft erhalten.

          Zudem sollte der Beruf der alleinerziehenden Mutter endlich anerkannt, aufgewertet und mit einem bedingungslosen, existenzsichernden Grundeinkommen entgolten werden.
          Die Gegenfinanzierung durch eine Männersteuer ist eine gerechte Kompensation für mindestens eine Milliarde Jahre Patriarchat.

          Frauen wurden – wie Semikolon zu recht anmerkt – schon als Einzeller zur Zellteilung gezwungen!
          Das muss endlich aufhören und dafür kämpfe ich!

          Gruß crumar

        • „Frauen wurden – wie Semikolon zu recht anmerkt – schon als Einzeller zur Zellteilung gezwungen!“

          Muss unbedingt in den Lehrplan für´s Fach „Biologie“ aufgenommen werden, die evolutionären Ursprünge des Patriarchats…..

        • „Frauen wurden – wie Semikolon zu recht anmerkt – schon als Einzeller zur Zellteilung gezwungen!
          Das muss endlich aufhören und dafür kämpfe ich!“

          Hihi. Der ist gut, darf ich den klauen?

        • „Es handelt sich also um solche Männer, die durch pure Anwesenheit und mentale Tricks die Kinder in geschlechterspezifische Rollen drängen.“

          Ich lernte mal auf einer Fete eine Frau, alleinerziehende Mutter, kennen, die tatsächlich felsenfest davon überzeugt war, dass Väter ihre Söhne im Alter von etwa 4 – 6 Jahren heimlich mit auf ein Wochenendseminar nehmen, wo die Blagen zur Verachtung von Frauen (natürlich auch ihrer Mutter) und zu ihren Schlägern erzogen würden.
          Die Frau war übrigens Sozialpädagogin.

          „Und ich fürchte, unter einer Frauenquote von mindestens 110% werden wir keine progressive Gesellschaft erhalten.“

          Als ich weilands in einem naturwissenschaftlichen Forschungszentrum arbeitete, stieß ich auf eine interne Stellenausschreibung der Personalabteilung. Dort wurde die Stelle zu einer Personalsachbearbeiterin ausgeschrieben. Am Ende des Textes stand der obligatorische Zusatz, dass Frauen bevorzugt berücksichtigt würden, um den Frauenanteil dort zu erhöhen.
          Die Perso bestand zu 100% aus Frauen.
          Ich bedaure noch heute, die Stilblüte nicht kopiert zu haben 😦

        • @Alex @Adrian @Carnofis

          „Muss unbedingt in den Lehrplan für´s Fach „Biologie“ aufgenommen werden, die evolutionären Ursprünge des Patriarchats….“

          Aber sicher! Ich habe auch schon einen griffigen Titel für das Lehrbuch gefunden: „single-cell rape“! Wird ein Hit! 🙂

          „Hihi. Der ist gut, darf ich den klauen?“ Klar!

          „Ich lernte mal auf einer Fete eine Frau, alleinerziehende Mutter, kennen, die tatsächlich felsenfest davon überzeugt war, dass Väter ihre Söhne im Alter von etwa 4 – 6 Jahren heimlich mit auf ein Wochenendseminar nehmen, wo die Blagen zur Verachtung von Frauen (natürlich auch ihrer Mutter) und zu ihren Schlägern erzogen würden.“

          Ok.
          Ok?!
          WTF!!!

          Da bleibt einem doch bloß noch übrig: „Meine Damen, bitte die Aluhüte ab zum Gebet!“

          Gruß crumar

        • „single-cell rape“

          🙂

          „e.coli aus einer rape-culture“ – wer da „Zellkultur“ schreibt ist ein rape-apologist und wird in Zukunft nicht mehr veröffentlicht!

          Die Perso bestand zu 100% aus Frauen.

          Wo ist da das Problem? Es ging schließlich darum, die Perso mit 200%-igen zu besetzen. Und solange das nicht erreicht ist, brauchen wir immer noch Feminismus!

        • @djad

          »Das ist nicht die Geschlechtsrolle, nach der Du suchst!!«
          Gnihihi.

          „Aber deine Geschlechterrolle finden du musst!“
          (Yoda, alter, cis-heteronormativer, grüner Mann)

          Gruß crumar

      • „Warum aber haben die wohlhabenden Männer eigentlich ein Interesse an einer solchen Ehefrau? Schließlich treffen sie kein Arrangement wie in einer der späteren kleinbürgerlichen Ehen, in denen der Mann das Geld verdient und die Frau dafür Haus und Kinder versorgt. Dafür haben die Familien hier Bedienstete. Die Frau hat eigentlich nichts zu tun“

        Der wohlhabende Mann aber doch auch nicht?!

        Und im Gegensatz zu ihm bekommt sie immerhin die gemeinsamen Kinder, das ist sehr wohl körperliche Schwerstarbeit. In alten Zeiten außerdem eine der häufigsten Todesursachen für Frauen.

        • >>> Und im Gegensatz zu ihm bekommt
          >>> sie immerhin die gemeinsamen Kinder,
          >>> das ist sehr wohl körperliche
          >>> Schwerstarbeit. In alten Zeiten
          >>> außerdem eine der häufigsten
          >>> Todesursachen für Frauen.

          Wenn ich das richtig verstehe, sterben in Deutschland zwischen 3 und 9 Mütter auf 100.000. Bei ca. 700.000 Geburten in Deutschland im Jahr macht das also ca. zwischen 21 bis 63 Mütter, die im Jahr bei der Geburt sterben.

          https://www.fidibus-verlag.de/2014/02/10/m%C3%BCttersterblichkeit-in-deutschland-nimmt-zu/

          Die Zahl dürfte somit im Vergleich zu den männlichen tödlichen Arbeitsunfällen im Jahr ein ziemlicher Witz sein.

          Aber, es dürfte ja inzwischen den meisten bekannt sein, dass Frauen alles als Schwerstarbeit empfinden, obwohl sie nur Dingen nachgehen, die selber wünschten.

          Wer schützt endlich Frauen vor ihren eigenen Entscheidungen! Den Wünschen der Feministinnen entsprechend sollte man Frauen endlich für geschäftsunfähig erklären und für jede Frau einen Vormund bestellen, der die Entscheidungen für die Frau trifft und für diese die Haftung zu übernehmen hat.

        • „Bei ca. 700.000 Geburten in Deutschland im Jahr macht das also ca. zwischen 21 bis 63 Mütter, die im Jahr bei der Geburt sterben.“

          Ich schrub: in alten Zeiten.
          M.W.n. waren Schwangerschaft und Geburt sehr lange die zweithäufigste Todesursache für Frauen, getoppt nur von der damals sogenannten „Schwindsucht“.

          „Die Zahl dürfte somit im Vergleich zu den männlichen tödlichen Arbeitsunfällen im Jahr ein ziemlicher Witz sein.“

          Weißt Du, womit sich das von der Quantität her einigermaßen gut vergleichen lässt? Mit Neonatiziden. Derer beklagen wir im selben Zeitraum (meist) auch nur knapp an oder über 30.

          Tote durch Arbeitsunfälle: ca. 500. Jetzt bin ich mir nicht ganz sicher, aber ich meine, die werden zusammengefasst mit Wege-, sprich eigentlich banalen Verkehrsunfällen. Derer haben wir dann auch bis zu (eigentlich unter) 4000 jährlich zu beklagen.
          Der für Deine Position beste Vergleichsmaßstab wäre die Anzahl der erfolgreichen Suizide (so 10.000) – also um von einem Witz zu reden. In der Art: „Die Zahl der Neonatizide im Jahr ist ein ziemlicher Witz im Vergleich zu der Suizid-Häufigkeit“. Klingt gut?

          Dass wohlhabende Männer damals wie heute i.A. und weitgehend unkritisiert noch weniger leisten können/müssen als die Frauen ihrer Schicht – und selbst wenn (scheinbar) doch ist für sie nicht schmerzhaft, sondern ein Sonntagsspaziergang bei perfektem Wetter – wolltest Du nicht weiter kommentieren? Punkt für mich, schätz ich…

        • >>> Dass wohlhabende Männer damals wie heute
          >>> i.A. und weitgehend unkritisiert noch
          >>> weniger leisten können/müssen als die
          >>> Frauen ihrer Schicht – und selbst wenn
          >>> (scheinbar) doch ist für sie nicht
          >>> schmerzhaft, sondern ein Sonntagsspaziergang
          >>> bei perfektem Wetter – wolltest Du nicht
          >>> weiter kommentieren? Punkt für mich,
          >>> schätz ich…

          Das kann ich gerne kommentieren, da es allgemein bekannt sein sollte, dass Frauen überhaupt gar nicht leisten brauchen, um trotzdem einen Ernährer finden zu können. Und ein männlicher Milliardär wird gewöhnlich auch erheblich mehr im Leben geleistet haben als die Frau, die an seinem Reichteum weitestgehend leistungslos mitpartizipiert. Und das gilt damals wie heute! Frauen mussten noch nie Besonderes können, um trotzdem Erfolg haben zu können!

          Machen Sie es doch mal konkret, inwiefern Frauen angeblich mehr leisten müssten, um z.B. eine Firma zu gründen und bei guten Ideen erfolgreich zu sein. So dürften doch insbesondere Bereiche wie Kommunikation und Shopping eher den Interessen der Frauen entsprechen und trotzdem sind die Männer diejenigen, die die Risiken eingehen, um ganz groß zu werden. Warum gibt es denn keine Frauen, die solche Dinge wie das Smartphone, Facebook, WhatsApp, Amazon …

          Glauben Sie wirklich ernsthaft, dass die Kunden sich sagen: „Hmm, wenn die Social-Plattform, Shopping-Webseite, … von einer Frau geführt wird, dann gehen wir da lieber nicht hin.“ oder „Hmm, wenn Yahoo jetzt von einer Frau angeführt wird, dann kommt yahoo ab jetzt nicht mehr in Betracht!“.

          Wo sind also Ihre Nachweise, dass Frauen mehr leisten müssten, um sich selbständig zu machen und erfolgreich sein zu können?

  2. Während ich als Single gerade so viel arbeitete, dass es für ein bequemes Leben reichte, arbeite ich, seit ich mit meinem Mann zusammen bin, wesentlich mehr.
    Zum Ausgleich hat er sein übliches Arbeitspensum deutlich reduzieren können.

    • Warte, warte. Lass mich logisch schlussfolgern.

      Zuerst das Setting:

      1) du hast als Single wenig gearbeitet, weil du wenige Ansprüche hattest

      2) seit du einen Mann hast, arbeitest du mehr, obwohl aller Erfahrung nach die Fixkosten pro Person in einer Beziehung niedriger sind

      das lässt drei mögliche Schlussfolgerungen zu:

      a) dein Mann verdient so wenig, dass er selbst dein niedriges Maß an „bequemen Leben“ nicht erreicht, zumindest nicht in Teilzeit, so dass du für ihn einspringst

      ODER

      b) deine/eure Ansprüche (oder zumindest die Fixkosten) sind erheblich gestiegen

      ODER

      c) er ist Unternehmer etc. und hat eine fixe Arbeitslast, die es zu verteilen gilt, ohne dass das Einkommen gleich adäquat mit ansteigt

      Was trifft zu?

  3. Wenn mein Partner gerne arbeitet und genügend Geld verdient würde ich meine Arbeit soweit wie möglich reduzieren.
    Als Frau ist es überhaupt eines des größten Privilegien, dass man die Wahl hat, sich aushalten und sich durch andere finanzieren zu lassen.

    • Das ist nicht ein Privileg, das ist das Privileg. Und deshalb ändert sich an der Rollenverteilung kaum etwas: Die Frauen wollen ihr Privileg nicht aufgeben. Wäre es anders, spätestens mit dem Frauenwahlrecht wäre der ganze Geschlechtervertrag neu geschrieben worden.

      • Schau Dir schwule Beziehungen an. Da kann man sich nicht einfach darauf verlassen, dass der andere einen mitversorgt. Und der andere würde ein solches Verhalten auch schwerlich akzeptieren.
        Das hat natürlich auch was mit Sex zu tun. Sex ist auf dem schwulen Markt kein knappes Gut. Auf dem heterosexuellen schon und Frauen kontrollieren ihn. Der Geldfluss von Männer hin zur Frau wird daher vmtl erst mit realistischen Sex Dolls beendet werden.

        • Sex ist nur ein Element hier. Die anderen Faktoren sind Sozialprestige („Trophy Wife“), der Spaßfaktor bei Erwerb und Besitz (OK, dieser Punkt ist nur sehr abstrakt zu sehen) und der Wunsch von Männern nach einer Mama-Nachfolgerin.

          Von daher werden auch realistische Sex-Dolls diese Asymmetrie nicht beenden, sondern nur das Gleichgewicht etwas verschieben.

  4. Heilige Einfalt. Die Autorin respektiert einen Feminismus, der von Carolin Kebekus geprägt ist („dass eine Frau machen kann, was sie will“) und findet es ganz toll … „mit ‚Express Yourself‘ Frauen aufzurufen, sich nicht mit dem zweitbesten zufrieden zu geben und in einer wütenden Rede, den amtierenden Präsidenten ein „suck a dick“ entgegen zu schmettern.“

    Der letztgemeinte ist für sie „ein Rückschritt in der Entwicklung der Menschheit.“, nichts weniger. Ein ziemlich unbescheidenes Urteil für jemanden, die vorgibt so bescheiden zu sein.

    Vielleicht sollte sie sich eingehender informieren, über die Leute, mit denen sie so demonstrativ sympathisiert. Dann wird sie feststellen, dass eine Ansicht wie die ihre …

    „Mir sind Rassen, Geschlechter, gesellschaftliche Stellung, sexuelle Orientierung, Aussehen, Einkommen, politische Gesinnung und Glaube egal, solange der Mensch mir gegenüber ein gutes Herz hat.“

    .. in der Auffassung des herrschenden Intersektionalismus als sexistisch und rassistisch verrufen ist.

    Man fragt sich nur, ob die Autorin eine ahnungslose Mitläuferin ist oder nur vorgibt ahnungslos zu sein.

    „Vielleicht erliege ich hier meiner eigenen Vision einer freundlicheren und fortschrittlichen, einer menschlicheren Welt, aber ich möchte nichts unversucht lassen, aus eigener Kraft diese ein kleines Stück realer und gerechter zu machen.“

  5. Wenn mein Partner mir anbietet, dass ich nicht mehr arbeiten müsste … Wahrscheinlich würde ich das trotzdem tun – wenn auch mit reduzierter Stundenzahl, damit mehr gemeinsame Zeit bleibt. (Da Beziehungen selten ewig halten, wäre mir alles andere zu unsicher.)
    Hätte ich ein großes Vermögen im Hintergrund, könnte mein Partner entscheiden, wie er das handhaben möchte. Konkret in meiner Beziehung: Mein Partner würde sich gerne selbstständig machen, es fehlt aber an der initialen Finanzierung. Das würde ich ihm bspw. ermöglichen.

    • „Wenn mein Partner mir anbietet, dass ich nicht mehr arbeiten müsste … Wahrscheinlich würde ich das trotzdem tun – wenn auch mit reduzierter Stundenzahl, damit mehr gemeinsame Zeit bleibt.“

      Allein, dass Du überhaupt darüber nachdenken kannst, zeigt, wie unterschiedlich unsere Welten sind.

      • Carnofis,
        Ich träume kurz vorm Einschlafen auch sehr oft von einem Lottogewinn und stelle dann sehr detaillierte Pläne darüber an, was ich mit dem Geld machen würde. Außerdem hatte Christian ganz direkt gefragt „was wäre, wenn …“ Das ist meine Antwort. Mehr nicht.

        • Sagen wir’s mal so: ein Lottogewinn wäre in meiner Welt greifbarer, als eine Option zur Vollzeiterwerbstätigkeit.

          Insofern könnte ich mir auch weit eher vorstellen, in meinen Träumen einen Lottogewinn zu verprassen, als meine Arbeitszeit zu verkürzen, um mich mehr um meine Hobbies kümmern zu können.

      • „wenn auch mit reduzierter Stundenzahl, damit mehr gemeinsame Zeit bleibt“
        Den Satz verstehe ich nicht. Wo bleibt da mehr gemeinsame Zeit, wenn er noch genau so viel arbeiten muss wie vorher und nur Du die Stunden reduzierst.
        An der Hausarbeit die dann schon erledigt werden kann, kann es nicht liegen, denn die kann man genauso gut zusammen erledigen, das ist dann auch gemeinsame Zeit. Oder einer macht die Arbeit und der Andere steht dabei und man unterhält sich, wenn es was ist was nur einer erledigen kann, man ist ja trotzdem zusammen.

  6. Spätestens mit beginnender Pubertät werden Mädchen für Jungs interessant. Und sie lernen sehr schnell, wer die schönsten Schnitten abkriegt, die Großen und Erfolgreichen.
    Um seinen Marktwert zu erhöhen, muss er also relativ früh schauen, was er dafür tun muss. Daher ist schon in der Pubertät die Linie auf Karriere gestellt.
    Er hat eben genau nur einen gesellschaftlich akzeptierten Lebensentwurf, den des vollzeitbeschäftigten karriereambitionierten Berufstätigen.

    Mit der Pubertät werden Jungs für Mädchen interessant.
    Und sie lernen sehr schnell, wer die interessantesten Typen abkriegt, die Schönen (und sonst nichts).
    Um ihren Marktwert zu erhöhen, muss sie also lernen, mit Makeup zu spielen, viel Zeit und Aufmerksamkeit auf das Gesamtkunstwerk „Frau“ zu richten.
    Karriereambitionen erhöhen ihren Marktwert kaum, der Aufwand steht also in keinem Verhältnis zum Gewinn.
    Beruflich fährt sie daher von Anfang an mit gebremsten Schaum und wenn es ihr gelungen ist, dank Douglas einen der Karrieretypen zu angeln, sinkt er gegen Null. Wer steht schon gern freiwillig jahrein, jahraus jedem Morgen um 6:30 Uhr auf, um täglich fern der Heimat 9 h für das eigene Auskommen zu sorgen.

    Der Mensch ist von Natur aus faul, nur können Männer sich diese Natur nicht leisten, während Frauen völlig frei aus einem halben Dutzend Lebensoptionen wählen können. Ihnen – und nur ihnen – steht es frei, zwischen der Nur-Hausfrau und der Karrierefrau zu wählen, solange sie einen Mann zum Anschaffen schicken können.

    Eine verschwindend kleine Minderheit der Frauen wählt den Karriereweg, die meisten entscheiden sich für das gemütliche Standgas durchs Leben.
    Ein bisschen Hausfrau, ein bisschen soziales Engagement, ein bisschen stressfreie Arbeit in irgendeinem Büro, …
    Nur nicht anstrengen, das verkürzt das Leben.

  7. let’s talk about the elephant in the room:
    wer kann möge doch gegen ein bedingungsloses, existenzsicherndes Grundeinkommen (for all the people of all the three + x sexes) argumentieren.
    I’d be delighted to argue with anyone.

      • Maschinen machen den Großteil der (körperlich anstrengenden sowieso) Arbeit im 21. Jahrhundert – nicht Männer.

        Und durch eine Maschinensteuer könnten sie auch – falls überhaupt nötig wenn Beamtenposten und -pensionen, Abschreibungsmöglichkeiten und allgemein Subventionen großzügig zusammengestrichen würden – die etwaige Finanzierungslücke fürs BGE schließen.

    • Das klassische gegenargument ist das man nicht kalkulieren kann wie Leute reagieren und ob es klappt und das Risiko, dass es viele gibt, die nur einstreichen, aber nicht zurückzahlen, zu hoch ist. Damit sind die finanziellen Risiken enorm und die folgen könnten ruinös sein.

      Daran ändern auch theoretische Berechnungen nichts. Weil sie schlicht aufgrund der fehlenden Erfahrung, wie sich Leute verhalten werden zwangsläufig eine zu wenig abgesicherte Basis haben.

      • Was heißt „ob es klappt“?
        Und was meinst Du mit „zurückzahlen“?

        Es ist ne sichere Bank, dass die bislang Unterfinanzierten, die sich gerad eben so durchhangeln können im jetztigen (unökonomischen!) System, jeden zusätzlichen Euro freudigst verkonsumieren werden. Bis zu einem gewissen Sättigungsgrad (weshalb es ja wichtig wäre, dass bspw. die staatlichen Bediensteten nicht erst aber allerallerspätestens ab der „Piloten“-Einkommensgruppe gleichzeitig von ihrem Sockel geholt würden).

        „Damit sind die finanziellen Risiken enorm und die folgen könnten ruinös sein.“

        Die rund 10.000 Suizide im Jahr … wie wollen wir die Kosten dafür berechnen? Also auch inklusive dadurch bedingter Einkommenseinbußen im engeren Umfeld der durch eigene Hand Verstorbenen?

        Ich weiß es nicht, aber ich schätze stark, dass ein Gutteil derer, die sich ihr Leben nahmen, sich durchaus in finanziellen Schwierigkeiten gesehen haben mögen vor der Tat.

        Hat jemand zufällig Zahlen zum Anteil der nicht fest-angestellten Selbstmörder vorliegen o.ä.?

        • Und genau das sind alles Vermutungen deinerseits, die du kaum durch Fakten absichern kannst.
          Vielleicht schicken die Leute das Geld auch an Verwandte in Ausland, verjubeln es für Nutten und Drogen oder sparen es.

          Wie hoch sind denn die Ausgaben, was erwartest du für einen Rücklauf an den Staat, welche Einsparungen erwartest du und kann der Staat die realisieren (er kann ja nicht einfach Beamte entlassen).
          Wie überbrückst du die Zeit von der ersten Auszahlung bis zu Einnahmen des Staates, die das kompensieren? Wir lange dauert diese Phase?
          Wie regelst du das mit EU Bürgern, die ja grundsätzlich gleiche Rechte haben?
          Können alle Armen aller Länder ebenfalls das Grundgehalt bekommen, wenn sie herziehen in Rahmen der Freizügigkeit?
          Zahlt man auf das Grundeinkommen Steuern und Sozialabgaben?
          Wie läuft es mit der Krankenversicherung, wenn jemand nur Grundeinkommen erhält?

        • „Und genau das sind alles Vermutungen deinerseits, die du kaum durch Fakten absichern kannst.“

          Der Teil ist noch VWL-Grundwissen…

          Es wird übrigens geschätzt, las ich seit ich die Frage notierte, dass etwa jeder 5. Suizid ursächlich auf das Fehlen einer bezahlten Tätigkeit zurückzuführen sei, das Risiko u.a. psychischer Erkrankungen verdoppele sich (min.) mit dem sogenannten Arbeitsplatzverlust.

          Jetzt könnte man den Fehler machen zu behaupten, das ließe sich glatt umrechnen in: „die Einführung eines BGEs würde etwa 2.000 Suizide (überwiegend von Männern btw) pro anno in D. verhindern“. Meine Prophetenkräfte sagen aber einen noch stärker messbaren Effekt voraus („das Glücksprinzip“).

          „Wie überbrückst du die Zeit von der ersten Auszahlung bis zu Einnahmen des Staates, die das kompensieren?“

          Man könnte vorsorglich wie auch im Sinne der Zielstellung ergänzend bei der Mehrwertsteuer herumspielen, neben dem normalen und dem reduzierten Satz zunächst mal als solche zu definierende Luxusgüter höher besteuern – abhängig natürlich auch davon, wie sehr man den Rotstift bei den Unternehmens-Subventionen anzusetzen bereit ist. Ich erwähne auch gern nochmal, dass wir die ersten (je nach Rechenmodell) 600-800 Euro Grundeinkommen pro Kopf eh schon eingebongt haben (ohne Berücksichtigung der entstehenden Einsparungen beim Eindampfen der zuständigen Prüf- bzw. Genehmigungsbehörden für die bisherigen Transferleistungen – samt HartzIV-bedingter, juristischer Verfahren… usw.).

          Im letzten Jahr hat auch die „Arbeitsagentur“ selbst noch satte 4,9 Milliarden Euro Überschuss „erwirtschaftet“ – wohl überwiegend Dank imho menschenrechtswidriger Sanktionen gegen die Grundsicherungs-Bezieher.

          Wie lange dauert diese Phase, in der deutschen Staatsbürgern sogar das absolute Existenzminimum beschnitten werden darf, denn schon an?

          (Der arme Peter Hartz, denk ich manchmal… wie sein Name missbraucht wurde. Der hat sich nämlich schon direkt bei der Einführung, als es noch gar nicht so schlimm war, von Gazprom-Schröders politischer Umsetzung seiner Vorschläge distanziert)

          „Wie regelst du das mit EU Bürgern, die ja grundsätzlich gleiche Rechte haben?
          Können alle Armen aller Länder ebenfalls das Grundgehalt bekommen, wenn sie herziehen in Rahmen der Freizügigkeit?“

          Wenn man das nicht in absehbarer Zeit als global-gültiges Modell einführen kann, dann wäre das eine phantastische Option, wenigstens der (an sich großartigen) Europäischen Union wieder neues Leben einzuhauchen.

          „Zahlt man auf das Grundeinkommen Steuern und Sozialabgaben?“

          Mehrwertsteuern und dergleichen. Bis auf die Krankenversicherung (die in meiner Vorstellung auch die Pflege beinhaltet) werden Sozialversicherungen obsolet.

          „Wie läuft es mit der Krankenversicherung, wenn jemand nur Grundeinkommen erhält?“

          Für die gilt dann der Studententarif – genauso wie auch für diejenigen, die bislang in der Familienversicherung untergekommen waren.

          How would you like that?

          • „Der Teil ist noch VWL-Grundwissen…“

            Nein, das ist nicht der Fall. Ein Staat darf natürlich nicht beliebig ausgeben.
            Aber ich dachte mir, dass du da keine tragfähige Basis hat sondern für schlicht der Gedanke gefällt und es deswegen eben einfach passen muss.

            Der Rest deines Kommentars geht in die gleiche Richtung „es sollen halt einfach alle mitmachen“. Ja, aber wenn sie es nicht machen? Was dann?

        • Was redest Du da?

          Und was für einen Vorschlag hättest Du eigentlich, um bpsw. die Suizid-Zahlen zu reduzieren?
          Engagierte Männerrechtler müssten doch schon Nächte wach gelegen haben um Lösungsansätze für dieses _echte_ Problem zu finden? Nein? Nicht? Komisch…

        • Wie sagt Götz Werner nochmal so schön? Ungefähr:
          „Jeder braucht ein wirklich existenzsicherndes Grundeinkommen, weil erst das einem das tätig-werden ermöglicht.“

          Im jetztigen System bekommt die „Pech gehabt“-Fraktion – die zunehmend aus immer mehr Männern bestehen muss, es sind ja häufigst Männerberufe, die Dank technischem Fortschritt weg-rationalisierbar sind – Grundrechte beschneidende Regeln aufgedrückt, die nicht bloß ihre Möglichkeiten zur gesellschaftlichen Teilhabe, sondern außerdem noch ihre verfügbare Zeit beschränken.

          Termine bei der Arge, Bewerbungszwang auch bei Desinteresse an der ausgeschriebenen Stelle (davon hat ja auch die Arbeitgeberseite nicht viel mehr als unnötige Kosten zu erwarten), staatlich-geförderte, aber real sinnlose Maßnahmen, Wettbewerb-verzerrende 1 Euro-Jobs, Gerichtsverfahren um falsche Bescheide… die Liste der Missstände, die wir mit einem Mal loswerden können, ist praktisch endlos.

          Und erst, wenn die unter-Druck-geratenen und ab-gehängten wieder frei durchatmen können, können sie auch eine Zukunftsvision für sich entwickeln. Plus die gesellschaftliche Bewertung änderte sich, Stigmatisierung entfiele. Gerade für Männer als Statusbewussteres Geschlecht eine sehr wichtige Nummer, musst Du zugeben.

          • Das klammert würdet die Realisierbarkeit aus. Um das Problem drückst du dich. Es ist aber der eigentliche Knackpunkt aller Überlegungen.

            Wenn es schief geht kann es einen Staat schlicht in den Ruin treiben. Und die Wahrscheinlichkeit, dass es schief geht ist eben hoch.

            Also wartet jeder darauf, dass es mal ein anderer großer Staat ausprobiert. Aber jeden ist es zu gefährlich.

            Und das zu Recht

        • Nenne mal reale Ziele, für die Du Dich einsetzt oder einsetzen könntest bzw. an die Du glaubst.

          Die Fertigstellung von BER oder S21?^^

          Geld selbst ist – es tut mir leid, dass Du das von mir erfahren musst – ein soziales Konstrukt, eine Illusion, weitgehend nicht (mehr) mehr als durch die Luft fliegende Nullen und Einsen.

          Wer setzt uns die Grenzen? Wir uns selbst.
          Warum wählst Du so enge für Deine Mitmenschen?

  8. Pingback: Immer diese Augenhöhe – Rote Pille Blog – von Frauen und Männern im Westen

  9. Also ich muss als Mann ehrlicherweise sagen, dass ich nicht weiter arbeiten, würde. Oder alternativ nur, was mir gerade Spaß macht, vlt was ehrenamtliches, freiberufliche Lehrtätigkeiten, etc. Ich würde mich aber auch net zu „Hausarbeit“ verpflichten lassen. Ist also nicht genügend Geld da, dass es zusätzlich noch für eine Putzfrau und eine Reinigung reicht (Kochen etc ist ok), würde ich lieber Geldverdienen und das bezahlen (lassen).

  10. „Wenn Du genug Geld für zwei verdienen würdest, hättest Du was dagegen, wenn Dein Partner zu hause bliebe?“

    Man müsste die Frage mit der Frage nach Kindern kombinieren – eigentlich gibt es sowas wie „genug Geld“ ja gar nicht, d.h, zwei Kinderlose haben keinen Grund, nicht so viel Geld wie möglich zu verdienen. *g*g

  11. Ich bin amüsiert und erstaunt zugleich, dass mein Beitrag, in dem es um Respekt und zu schnelles Urteilen, derart krude Meinungen hervor ruft. Und irgendwie schwanke ich zwischen erklären oder diese wilden Thesen einfach im Raum stehen lassen. Doch da sich einige beim Schwanz gepackt fühlen und den Kontext meines Beitrages nicht verstanden haben, kratzt es an meiner Schreiberehre, dies unkommentiert zu lassen.

    Ich habe den Text aus meiner Sicht geschrieben, aus meiner Situation heraus. Wie könnte ich diesen verallgemeinern und alle Frauen einbeziehen, wenn jede ihr eigenes Leben hat, sich mit verschiedenen Dingen arrangiert, zufrieden gibt oder einfach anders lebt? Wie könnte ich über eine Hausfrau schreiben, die ich nicht bin. Wie könnte ich über diese Frau urteilen, wenn sie ihre eigenen Beweggründe hat, weshalb sie keiner bezahlten Arbeit nachgeht. Wie könnte ich über eine Kassiererin urteilen, wenn ich diesen Beruf nie ausgeübt habe? Ich finde, dass jeder Mensch gleichermaßen wichtig ist, egal welche Berufung er erfüllt. Und genau das ist die Kernaussage meines Blogbeitrages. Nicht vorschnell urteilen, sondern dahinter schauen. Oder einfach nichts sagen. Sich mit Respekt zu begegnen. Egal ob Mann oder Frau, schwarz oder weiß, homo- oder heterosexuell, arm oder reich, Karriere- oder Hausfrau. Wir haben alle unseren Platz in der Gesellschaft. Fälle ich damit ein Pauschalurteil oder ist es eine Begegnung auf Augenhöhe? Anders betrachtet würde ich mich an George Orwells Farm der Tiere erinnert fühlen: Alle Tiere sind gleich, nur manche sind gleicher.

    Was die ungebremsten Fragen zu meinem Beziehungsleben angehen – diese bleiben unkommentiert. Auf den Wunsch meines Partners hin. Aus Respekt. Weil das auch nicht Inhalt meines Blogbeitrages ist. Soviel zum Thema Augenhöhe.

    Ein klein wenig beschleicht mich das Gefühl, dass der eine oder die andere das Wort FEMINISMUS gelesen hat und ohne meinen Text tiefergehend zu betrachten, ein Pauschalurteil über mich als Person und über mein Beziehungsleben gefällt hat. Wer hat denn hier Angst vor dem weiblichen Geschlecht? Vor freien Meinungen, Denkvermögen und den Mut das auch öffentlich zu äußern? Klischeeschublade auf, nervige Feministin rein. Und weil es so hübsch passt, werden eine linke Ideologie und Carolin Kebekus gleich dazu gepackt. Es könnte alles so einfach sein, isses aber nicht…

    @ Lucas: „Die Autorin vertüdelt sich nur einfach in sich selbst, und das auf eine typische Weise.“

    Was ist denn eine typische Weise?

    „Sie nimmt nur ihre eigene Situation wahr und nicht die eines Partners und kann sich deshalb weiter und weiter als Benachteiligte fühlen.“

    Ich sehe mich keinesfalls als Opfer!

    „Ein frustrierendes, selbstbezügliches, auch erbärmliches Spiel, das aber nun einmal politisch seit Jahrzehnten gefördert wird.“

    Das hat sicher nichts mit mir zu tun, da diese Aussage scheinbar deine eigenen Erfahrungen wiederspiegelt.

    @ Alex: „…und findet es ganz toll..mit “Express Yourself“ Frauen aufzurufen, sich nicht mit dem Zweitbesten zufrieden zu geben und in einer wütenden Rede, den amtierenden Präsidenten ein „suck a dick“ entgegen zu schmettern.“

    Bitte noch einmal lesen! Und sollte das nicht funktionieren: die Autorin – ich – findet das ganz und gar nicht toll. Denn damit stellt sich eine Madonna auf die gleiche Stufe wie ein Donald Trump. Wie könnte ich das gut heißen?

    Ein wenig habe ich schon das Gefühl, hier den Nerv des einen oder anderen Roosh V – Anhängers und Gamers getroffen zu haben. Die Kommentare brüllen laut, aber sind stellenweise nicht durchdacht. Und sie fällen ein vorschnelles Urteil. Was mir wiederum zeigt, dass der Inhalt meines Beitrages nicht verstanden werden wollte oder konnte.

    Ich denke auch, genug erklärt zu haben. Zudem wird es Zeit, meine Hosen anzuziehen, mein Achselhaar zu kämmen und mit meinem Partner und einem Humpen Bier auf unsere Cojones anzustoßen.

    • Erst erklärt sie ihr Posting mit ihrer eigenen Selbstbezogenheit und dann meckert sie darüber, dass Schoppe das genau so verstanden hatte. Großartig.

      Du bist lustig, schreib weiter.

    • @mandy
      „Wie könnte ich diesen verallgemeinern und alle Frauen einbeziehen …“

      Die positive Bezugnahme auf den Feminismus stellt genau diesen Rahmen her. Auch wenn der – genau so wie du – so tut als ginge es nur um „individuelle Erfahrungen“.
      Als würde ein nicht mal schwaches Mass an Empathie ausreichen, um sich in die verschiedensten Lebenssituationen hineinzuversetzen.

      „Sich mit Respekt zu begegnen.“

      Wenn man, wie der Feminismus fordert, sich ganz auf seine eigene Erfahrung zu beschränken hat, wie kann man da anderen überhaupt noch „Respekt“ gegenüberbringen? Jedenfalls keinen, der auf Einfühlung und Verstehen des Anderen beruht. Da wird „Respekt“ zu einem Imperativ der Unterordnung, Überordnung, ganz nach der Hierarchie des feministischen „Intersektionalismus“, der die Menschen nach „Erfahrung“ voneinander segregiert.

      Da landen wir dann tatsächlich bei deiner „Farm der Tiere“, wenn einige Erfahrungen und damit Menschen wertvoller sind als andere. Genau die Welt, die der Feminismus errichten will, inklusive Doppeldenk (Gleichberechtigung – Gleichstellung), Neusprech („political correctness“) und am Ende das Bekenntnis zu 2 + 2 = 5.

      Und das Ganze willst du als „auf gleicher Augenhöhe“ verkaufen.

      “ … ganz und gar nicht toll. Denn damit stellt sich eine Madonna auf die gleiche Stufe wie ein Donald Trump. Wie könnte ich das gut heißen?“

      Auf die gleiche Stufe? Wie war das vom Erträumen des Bombenwerfens aufs Weisse Haus? Sorry, hier können wir uns nicht auf unentschieden einigen, Madonna kannst du nicht so aufwerten sie mit Trump auf eine Stufe hier zu stellen.

      „…. hier den Nerv des einen oder anderen Roosh V – Anhängers und Gamers getroffen zu haben.“

      Der Kommentar bestätigt ja, dass du eine Feninistin bist. Wieso sollte man auf diese wenig bekannten Sachen sonst so vehement Bezug nehmen.

      Und du willst nicht wissen, was Intersektionalismus bedeutet? 😀

      „Was mir wiederum zeigt, dass der Inhalt meines Beitrages nicht verstanden werden wollte oder konnte.“

      Du wirst als Feministin denken müssen, dass „die Anderen“ das gar nicht verstehen können, wegen „verschiedener Erfahrungen“.

        • sie zeigte doch, dass sie versteht: „Erfahrungen“ — a la ich würde es nie wagen, andere Erfahrungen wirklich verstehen zu wollen.

          Die schreibt doch wahrscheinlich nur so als wäre sie ahnungslos, damit sie Ahnungslose an den Intersektionalismus heranführen kann. Darum geht der ganze „Mein Feminismus“ doch nur, ein Durchlauferhitzer für die ahnungslos Interessierten. Denen kann man doch nicht sofort den Mund verbieten.

      • @mandy, hier ist noch ein gewaltiger Fehler, den du in deinem Aufsatz korrigieren solltest. Ansonsten wirkt das so, wie die Geschichtsschreibung bei „1984“ (da du ja Orwell magst):

        „Denn alles was in den letzten über einhundert Jahren von starken Persönlichkeiten und Menschenrechtlern aufgebaut wurde, die ganze Ideologie von der Gleichstellung der Menschen ….“

        Hier muss *Gleichberechtigung* stehen, nicht „Gleichstellung“. Der erste Begriff ist noch längst nicht im „memory hole“ …. Der zweite wird als Beispiel für einen Angriff auf die Idee der Gleichberechtigung in die Geschichte eingehen.

    • Wenn Du meinst, dass sich hier einige „am Schwanz gepackt fühlen“- mit Verlaub – welche Stelle Deines Körpers ist dann ursächlich für Deine Beiträge, Mandy?

    • @mandy

      Erst einmal schön, dass du dich selbst meldest:

      „Und genau das ist die Kernaussage meines Blogbeitrages. Nicht vorschnell urteilen, sondern dahinter schauen. Oder einfach nichts sagen. Sich mit Respekt zu begegnen. Egal ob Mann oder Frau, schwarz oder weiß, homo- oder heterosexuell, arm oder reich, Karriere- oder Hausfrau“

      Es ist eben erstaunlich, dass der Wunsch deines Partners in deinen Überlegungen überhaupt keine Rolle spielt. Es kommt kein „ich würde natürlich mit meinem Partner sprechen müssen, ob er es überhaupt gerecht findet, wenn ich nun weniger arbeite und es würde unsere Weise zu leben neu ausrichten.“ oder „Nur weil er mein partner ist könnte ich natürlich nicht verlangen, dass er die finanziellen Lasten alleine trägt“ Das hätte ich bei so einer Frage schon geantwortet.

      • Vielleicht der Fairness halber: Aus der Einleitung des besagten Absatzes

        „Ich erinnere mich an ein Gespräch vor einiger Zeit mit einer Bekannten. Wir unterhielten uns über die Rolle der Frau in unserer jetzigen Gesellschaft…“

        Geht die Intention der Fragestellung ja schon hervor. Es ging nicht darum, wer wie bei der Entscheidung mitzureden hätte, sondern wie sie sich als Frau positionieren würde (im Spektrum zwischen Heimchen am Herd versus „Pauerbisness-Womän“), wenn sie eine reale maximale Wahlfreiheit hätte

        😉

        BTW, Mandy

        „Als Frau kann ich dieses Wahlergebnis nicht nachvollziehen. Gleichwenig, wie ich die Popularität der AfD in Deutschland begreife….Denn alles was in den letzten über einhundert Jahren …aufgebaut wurde, …, verliert seinen Wert“

        Wie kommst Du darauf, dass es eine lineare aufsteigende Entwicklungs-Kontinuität mit voller Absicherung gäbe?

        „Als Frau“ sollte Dir doch eher das zyklische Modell viel nachvollziehbarer erscheinen…

        • „Geht die Intention der Fragestellung ja schon hervor. Es ging nicht darum, wer wie bei der Entscheidung mitzureden hätte“
          @P Müller

          Ich lebe da scheinbar irgendwie in einer Blase, jedenfalls erstaunt mich immer wieder bei Bekannten außerhalb meiner Sippe, meines Cercles, in wie vielen Haushalten es die Frauen für selbstverständlich halten, dass sie letztendlich bei recht vielen Dingen des Haushaltes und Zusammenlebens ihre Entscheidung durchsetzen bzw. überhaupt die Entscheidungshoheit haben und dem Mann dann nur noch ihren Entschluss mitteilen.
          Das also gemessen am der faktischen Gesamtsituation, die Frau das Familienoberhaupt ist, und der Mann lediglich die Absicherung gegen äußere Gefahren (bei uns meist finanzielle) übernimmt. Natürlich gibt es in vielen Familien eine gewisse gleichberechtigte Entscheidungskultur, aber der geschilderte Fall der Frau als tatsächliches Oberhaupt und der Mann als nur mehr symbolisches Oberhaupt scheint mir doch weit verbreitet. Der Andere Fall, das der Mann wirklich das Oberhaupt ist, scheint mir eher selten. Natürlich bedeutet das auch „Kampf“ aber viele Männer sind zu bequem, geben daher, oder des um des lieben Friedens willens nach. Und so um die 40 /50 sind sie dann ganz unmerklich zu Pantoffelhelden mutiert, ohne das sie selbst oder die Frau es eigentlich wollten, Es hat sich einfach aus der höheren Streitlust und Initiative der Frauen in solchen Dingen so ergeben.
          Wir streiten da durchaus gerne, und es heißt ja nicht, das ich andere Meinungen der Frau nicht akzeptiere oder nie auf ihre Vorschläge eingehe.
          Aber man muss halt auch ihren kleinlichen Psychoterror stur aushalten, und umgekehrt wenn sie stur bei ihrer Meinung bleibt, selbst wenn sie ein paar geknallt bekommt, dann muss es ihr schon ernst sein, und dann kommt eigentlich auch immer eine wirkliche Einigung zu Stande, kein fauler Kompromiss.

    • >>> Bitte noch einmal lesen! ….

      Ok, dann wollen wir das mal machen:

      >>> Also was kann ich tun? Ich muss nicht Madonna
      >>> sein, um mit ‚Express Yourself‘ Frauen aufzurufen,
      >>> sich nicht mit dem zweitbesten zufrieden zu geben
      >>> und in einer wütenden Rede, den amtierenden
      >>> Präsidenten ein „suck a dick“ entgegen zu schmettern.
      >>> Es sind nicht immer die lauten Schreie, die
      >>> Veränderungen hervorrufen, oft sind es die leiseren
      >>> Töne, die zum Verstehen führen.

      Also ich kann in Ihrer Formulierung im ursprünglichen Text nicht einmal ansatzweise Kritik an der Art und Weise von Madonna erkennen, wie Sie Madonna jetzt hier mit Trump gleichsetzen wollen.
      Im Gegenteil, die Aussage von Ihnen klingt eher wie: „Was kann man machen, um zu helfen. Man muss nicht wie ein bekannter XY € 1.000.000€ spenden, sondern es reichen auch € 100,00. Denn oft bewirkt erst die Masse der Kleinen die Veränderung.“

      Richtig ist, dass Sie schreiben, dass es „nicht immer“ die lauten Schreie seien, die zum „Verstehen“ führen würden, aber eine Ablehnung des Verhaltens von Madonna haben Sie damit trotzdem nicht einmal ansatzweise zum Ausdruck gebracht. Sie haben damit lediglich zu Bedenken gegeben, dass man mit der Art und Weise von Madonna „nicht immer“ das von erwünschte Ziel erreicht, mehr aber auch nicht.

      >>> In dieser Zeit, wo ein Narzisst und Frauenverachter die USA regiert, …

      Halten Sie Madonna dann auch für eine „Männerverachterin“?

      Meinen Sie wirklich, dass Sie nicht „vorschnell“ urteilen und auch andere Meinungen akzeptieren. Sie benutzen z.B. ein ziemlich verurteilendes hartes Wort wie „Frauenverachter“.

      Können Sie mir erklären, wie es sein kann, dass ein angeblicher Frauenverachter trotzdem heterosexuell seine Partner auswählt, Frauen heiratet, seine Töchter unterstützt, …, obwohl er Frauen doch Ihrer Wortwahl entsprechend nach angeblich verachtet? Würde das jemand machen, der Frauen angeblich verachtet?

      Glauben Sie wirklich, dass jemand, der eine bestimmte Art von Menschen verachtet, diese dann noch heiraten und Mitverantwortung über die Person übernehmen würde? Oder erscheint es da nicht erheblich wahrscheinlicher, dass man Derartiges nur bei Personen macht, die man grundsätzlich schätzt und begehrenswert findet?

      Warum sollten andere Sie daher nicht genauso großzügig in abwertende Schubladen einsortieren dürfen, wenn Sie ihrerseits das Recht bei anderen doch auch herausnehmen?

      Was hat Trump denn bitte getan, damit Sie ihn gleich für einen „Frauenverachter“ halten?

      Bezeichnen Sie umgekehrt auch Frauen für Männerverachter, die z.B. auf „Frauenabenden“ oder „Junggesellinnenabschieden“ sich gerne klischeemäßig verhalten, über Männer lästern oder fremde Männer ohne deren Einverständnis betatschen, weil sie das witzig finden.

      Bezeichnen Sie Frauen z.B. auch als „Männerverachter“, wenn diese auch ohne Spaß völlig ernsthaft im Rahmen ihrer Partnerauswahl einen großen Wert darauf legen, dass Männer ihnen gegenüber noch die alten Rollenerwartungen zu erfüllen haben (sich z.B. wie ein Gentlemen zu verhalten, die Rechnung des Dates zu übernehmen, sie beschützt, sie auffängt, sie sich bei ihm anlehnen kann, die schweren Kisten für sie schleppt, kein Schwächling ist, einen guten Job haben, …)?

      Und, wenn Sie das in Ordnung finden, wenn Frauen noch nach alten Rollenerwartungen Anforderungen an Männer stellen, die diese umgekehrt nicht gewähren wollen (z.B. ihm die Kisten tragen, …), wieso soll es dann frauenverachtend sein, wenn Männer umgekehrt nichts anderes tun?

      Und wie sieht ihre Einstellung zu staatlich durchsetzbaren bzw. erzwingbaren Zwangsdiensten aus? Sind Sie auch hier für echte Gleichberechtigung, wenn es darum geht, wen der Staat dazu zwingen darf, auch unter Einsatz der Gesundheit bzw. Leben den Staat an der Front verteidigen zu müssen? Oder sind Sie hier vielleicht der Ansicht, dass entsprechend der alten Rollenverteilung die Männer für den Schutz verantwortlich sind und Frauen im Kriegsfall entsprechend des alten Rollenbildes doch besser zu Hause (am Herd) ihren Platz hat. Ich habe bisher jedenfalls noch nahezu keine Feministin gesehen, die in diesen Fällen das alte Rollenbild bzw. Zwangsdienste nur der Männer für frauenverachtend halten, weil diese eine staatlichen Manifestierung der alten Rollenbilder seien (Mann = Beschützer / Frau = Heim, Herd).

      >>> Wer hat denn hier Angst vor dem
      >>> weiblichen Geschlecht? Vor freien Meinungen,
      >>> Denkvermögen und den Mut das auch öffentlich
      >>> zu äußern? Klischeeschublade auf, nervige
      >>> Feministin rein.

      Gerade hier im Blog haben meiner Meinung nach die Allermeisten überhaupt keine Probleme damit, auch mit völlig unterschiedlichen Ansichten zu diskutieren.

      Nur sollte man es auch aushalten können, dass einem der gleiche Wind entgegenweht, den man selber umgekehrt auch auslebt. Und, wenn Sie andere in die Schublade „Frauenverachter“ stecken, weil dessen Meinung falsch finden, dann setzen Sie selber mit die Messlatte für die Diskussion.

      >>> Zudem wird es Zeit, meine Hosen anzuziehen,
      >>> mein Achselhaar zu kämmen und mit meinem Partner
      >>> und einem Humpen Bier auf unsere Cojones anzustoßen.

      Dann machen Sie mal! Schon blöd, wenn man gar keine Eier hat, auf die man anstößen könnte.

      • doch natürlich, jeder Mensch ist wichtig. auch und gerade der der einem die Drecksarbeit abnimmt, sonst müsste man die ja selber machen, so verstehe ich den Satz.

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