Selbermach Mittwoch 97 (25.01.2017)

Na los, schreib was dich bewegt!

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119 Gedanken zu “Selbermach Mittwoch 97 (25.01.2017)

  1. Bearing bringt ein Beispiel von einem MGTOW, der im Grunde genau so scheiße ist wie die Feministen, die doxxen, lügen und falschbeschuldigen das man ein perverser Sexualstraftäter ist, weil einem dessen Meinung nicht gefällt.

    http://www.youtube.com/watch?v=jg_pYi7RXmg

    Ich kann mich mit dieser Definition von MGTOW ja anfreunden und das sogar voll respektieren:

    Men Going Their Own Way is a statement of self-ownership, where the modern man preserves and protects his own sovereignty above all else. It is the manifestation of one word: “No”. Ejecting silly preconceptions and cultural definitions of what a “man” is. Looking to no one else for social cues. Refusing to bow, serve and kneel for the opportunity to be treated like a disposable utility. And, living according to his own best interests in a world which would rather he didn’t.

    Guy’s parents ask: Are you gonna get married buy a house and start a family? Guy answers: „NO“ I’m M.G.T.O.W“

    http://www.urbandictionary.com/define.php?term=MGTOW

    Aber da sind mittlerweile soviele Idioten unterwegs, das ich da keinen Unterschied mehr zu den Radabfeministinnen sehe. Wenn die dann anfangen mit alle Frauen sind so und jede will die nur ausbeuten… wo ist denn da noch der Unterschied?

  2. Mein Beitrag zum Frauenmarsch
    (Women’s March) und den Medien:

    „Nun gut, die Frage mal außen vor gelassen, warum die deutschen Medien im allgemeinen Trump-Gebashe die ganze Zeit von einem „Women’s March“ schwadronierten, so könnte man auf den Kern kommen, mit welcher anderen Intention sie das denn sonst tun? Und dann auch noch so ’spontan‘, mit all den ganzen LGBTs und was da sonst noch hintendran (oder -drin) stecken mag.

    Es dürfte wohl außer Frage stehen, dass dieser massenhafte Auftritt alles andere als nicht organisiert daher gekommen ist. Und niemand wird eventuell ernsthaft anzweifeln wollen, dass bestimmte Kräfte dahinter stehen, die das ‚Böse‘, in Persona Donald Trump, bekämpfen wollen. Dies warf auch die Autorin des Blogs „Femokratie“ in einem assoziiertem Forum auf, als sie einfach nur mal wissen wollte, welche Hintergründe das Alles haben könnte: ..“

    https://emannzer.wordpress.com/2017/01/24/der-organisiert-feministische-frauenmarsch/

  3. Vor zwei Jahren gab es in England den Fall einer jungen Frau, die von ihrem Arbeitgeber gefeuert wurde, weil sie keine Schuhe mit höheren Absätzen tragen wollte.

    Sie fand das diskriminierend und hat u.a. eine Petition gestartet, welche von über 150 000 Briten gezeichnet wurde.

    Jetzt hat der Petitionssausschuss des House of Commons zusammen mit dem Ausschuss für Frauenrechte und Gleichstellung einen Abschlussbericht veröffentlicht:

    http://www.publications.parliament.uk/pa/cm201617/cmselect/cmpetitions/291/291.pdf

    Die Regierung wird darin aufgefordert, die bestehenden Gesetze zu präzisieren, die Einhaltung stärker zu kontrollieren und die Strafen gegen Unternehmen welche dagegen verstoßen deutlich zu erhöhen.

    Naturgemäß schwammig blieb die Antwort auf die Frage, welcher Dresscode denn jetzt als diskriminierend im Sinne des Gesetzes anzusehen ist.

    Aus der ursprünglichen Petition heraus konnte natürlich stark auf „High-Heels“ (eigentlich sind eher Heels gemeint) abgestellt werden. Das längeres und häufiges Tragen hier gesundheitsschädlich ist, gilt als gesicherte Erkenntnis.

    Zu der eigentlich daraus abzuleitenden Forderung, die Unternehmen müssten daher das Tragen von Heels verbieten, konnten sich die Ausschüsse allerdings nicht durchringen.

    Auch für die eigentlich und strenggenommen aus der gesetzlichen Intention abzuleitenden geschlechtsneutralen Kleidung konnte sich auch keiner erwärmen.

    Am Ende stehen mal wieder zwei Dilemmata:

    Frau möchte gerne ihre Körperlichkeit in der ihr passend erscheinenden Art und Weise präsentieren, dafür aber keinesfalls negativ bewertet werden.

    Frau möchte bitteschön nur zu dem gezwungen werden was sie möchte

    XD

  4. Ja, das ist tatsächlich Schuhwerbung

    Finde ich faszinierend, wie sich das verwöhnte Genöle des Fashion-Victim-Feminismus 1:1 in Werbung für dekadenten Luxusfummel umsetzen lässt.

    • Aber da sind doch jede Menge gute Argumente drinnen, warum Männer mehr verdienen müssen:

      Für den preislichen Unterschied zwischen dem S600 AMG Benz und ihrem Mini kann man mehr Unterwäsche kaufen, als je eine Frau brauchen wird. Und dabei habe ich von Yachten und Privatjets noch gar nicht angefangen…

      Das Gender-Pay-Gap ist offensichtlich noch viel zu klein!

      .
      .
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      .

      Nennen wir es doch einfach das Zeitalter des Narzissmus.

    • Gnadenlos ehrlich und völlig gradlinig. Und „Luxusfummel“ ist natürlich das, genau was mit dem Feminismus beworben werden muss.

      Perfekter Spot!

    • Bianco, eine norwegische Luxus-Schuhmarke, schwerpunktmäßig nur in Skandinavien vertreten.

      Bei den von denen aufgerufenen Preisen ist zwar verständlich, wenn sie nach mehr Kaufkraft für Frauen rufen. Werde aber trotzdem mal meine norwegischen Kontakte anfragen, ob derartige Werbung (positive Darstellung von Straftaten) dort goutiert wird.

  5. Die Demokraten in den USA, einem Land mit 63% Weißenanteil (80% wenn man Hispanics hinzurechnet), haben einen Plan die nächste Wahl zu gewinnen:

    Make white people shut up!

    Aber Rassisten sind immer die anderen…

  6. Wieso wird ständig behauptet bzw. bei der Abtreibungsdebatte so getan, dass wenn Frauen keine legale Möglichkeit hätten abzutreiben, sie >>zwingendermaßen<< in die illegalen, weitaus gefährlichen Methoden gedrängt werden?

    Einerseits würden mich dabei die Gründe für eine Abtreibung interessieren, anderenfalls wird hier wieder eindrucksvoll bewiesen, wie Frau als Opfer ihrer Umstände gesehen wird, ja gar nicht anders kann außer abzutreiben.

  7. Deutschland kann sich freuen. Hier werden Immigranten nicht benachteiligt, weil sonst würden sie ja im Namen stehen…

    • Das war ein ziemlich kranker Tweet. Das ist immerhin eine verfickte, steuerfinanzierte Bundesbehöre, die die Belange aller Bürger vertreten sollte.

      Unfassbar. Wird Zeit, daß die abtreten. Und wenn man dafür AfD wählen muss. Trotz Höcke. So schlimm steht es um mich und meinen heiligen Zorn auf diese Arschgeig*innen.

    • Haha, der Titel Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ist nach deren eigenem Glauben ja schon diskiminierend. Danach müssten die sich doch Bundesministerium für Familie, Seniorinnen und Senioren, Frauen und Jugend

      BFSSFJ

  8. Die LTW in NRW stehen an. Die SPD stellt ihren „NRW-Plan“ vor:

    https://www.welt.de/regionales/nrw/article161467980/SPD-stellt-fast-110-seitigen-NRW-Plan-vor.html

    Die WELT erwähnt die Rubrik „Gleichstellung“ nicht, aber in dem Programmentwurf kann man diesen Punkt auf S.61 finden:

    https://www.nrwspd.de/wp-content/uploads/sites/2/2017/01/NRWSPD-Der-NRW-Plan-Unser-Programm-fuer-2017-2022.pdf

    Irgendwie habe ich das Gefühl, daß die SPD nicht merken will, daß ihr die Wähler verloren gehen.

  9. Michael Moore und eine halbe Million Frauen können sich nicht irren
    http://www.achgut.com/artikel/michael_moore_und_eine_halbe_million_frauen_koennen_sich_nicht_irren

    “ …. Deswegen wollen wir an dieser Stelle einige Reden dokumentieren, die am 21. Januar in Washington gehalten wurden. Man findet sie mühelos im Netz, und wenn man sie gehört hat, kann man die Leute, die Trump gewählt haben, sogar verstehen. So einen Mix aus Anmaßung, Arroganz, Größenwahn, Selbstüberhebung und totalitärem Denken findet man nicht alle Tage in den Wandelhallen der kulturellen Eliten. …“

    • Jemand könnte ihr twittern, dass es nicht um den Bau einer Mauer geht, sondern um die Einrichtung eines safe spaces für US-Amerikaner (definitiv aus globaler Sicht eine Minderheit).

      Das wird sie sicher verstehen 🙂

        • Na dann konter halt, die sei ja nicht für böse weiße Männer, sondern für die vielen Millionen Trump-Wählerinnen gedacht.

        • Du musst kontern: die Mauer ist eigentlich gegen Steuerflucht. Wetten, dann wollten die Grünen auch sofort eine?

    • Was heisst eigentlich, dass sie für das Abreissen von Mauern *standen*?

      Ganz sicher meinte sie dabei nicht die Mauer, die die beiden Deutschlands trennte.

      Sie muss die israelische meinen…

      • Natürlich ist die dementsprechende Propaganda nicht weit:

        „Was ist Frauke Petry passiert?
        Wir sind beide 41 Jahre alt und mit der Mauer aufgewachsen, sie in der DDR, ich in Palästina. Warum unterscheidet sich unsere Sicht auf die Welt so fundamental?

        http://www.zeit.de/kultur/2017-01/afd-vorsitzende-frauke-petry-afd-wiederveinigung-interkulturalitaet-praegung-10nach8/komplettansicht

        „Eine Frau, die die Vision eines ethnisch homogenen Deutschlands propagiert und damit Erinnerungen an ein dunkles Kapitel der jüngeren deutschen Geschichte wachruft.“

        Wenn das so wäre: wie würde das Petry von der Palästinenserbehörde unterscheiden, die ausdrücklichst nach einem judenreinen Palästina strebt?
        Aber genau diese Gleichsetzung ist ja beabsichtigt, um Petry schlecht zu machen und dabei die Fatah aufzuwerten.

        Das mit der Mauer dient auch nur dazu, die DDR-Mauer mit der Israels gleichzusetzen, um letzteres schlecht zu machen.

        So geht Hass auf Israel heute bei der „Zeit“.

        • „Wir sind beide 41 Jahre alt und mit der Mauer aufgewachsen, sie in der DDR, ich in Palästina. Warum unterscheidet sich unsere Sicht auf die Welt so fundamental?“

          Ihr seid beide wie zwei Leute, die durch dasselbe Fenster schauen, etwas völlig unterschiedliches sehen und dem anderen deshalb Blindheit vorwerfen.
          Dabei schaut der eine von draußen ins Zimmer, der andere vom Zimmer ins Freie.

          So einfach ist das.

  10. Kleine Liste von Schriften zur Kritik am Postmodernismus/Poststrukturalismus für linke Männerrechtler:

    Da die Kritik am Postmodernismus/Poststrukturalismus, an der postmodernen Political Correctness und der politischen korrekten postmodernen Linken für den linken Flügel der Männerrechtsbewegung zunehmend zu einem wichtigen Thema wird, habe ich im Folgenden mal eine kleine Liste von Schriften zum Thema „Kritik am Postmodernismus/Poststrukturalismus“ zusammengestellt.

    Dabei werden Schriften zur Kritik am Postmodernismus/Poststrukturalismus aufgeführt, insoweit diese für eine Postmodernismus-Kritik aus linker und links-maskulistischer Perspektive potentiell relevant sind. Kritiken am Postmodernismus/Poststrukturalismus aus rechts-reaktionärer Perspektive wurden nicht berücksichtigt.

    Beim Postmodernismus/Poststrukturalismus sollte m.E. zwischen dem ursprünglichen französischen Poststrukturalismus und dem späteren US-amerikanischen Poststrukturalismus, aus dem die postmoderne Political Correctness hervorging, unterschieden werden. Der ursprüngliche französische Poststrukturalismus war noch nicht politisch korrekt, besaß noch antiautoritäre Elemente und beinhaltete m.E. noch Teilwahrheiten. Der Hauptfehler des ursprünglichen französischen Poststrukturalismus und mein zentraler Kritikpunkt an ihm, ist sein Hang zum Relativismus in drei Formen: Moralrelativismus bzw. ethischer Relativismus, erkenntnistheoretischer bzw. Wahrheitsrelativismus und anthropologischer Relativismus (Leugnung einer menschlichen Natur). Neben dem Hang zum Relativismus gibt es natürlich noch viele weitere relevante Kritikpunkte, auf die in den genannten Büchern eingegangen wird.

    Der ursprüngliche französische Poststrukturalismus war ein Versuch Nietzsche und Heidegger anstatt Hegel und Marx (oder irgendwelche anderen Philosophen) in das Zentrum einer kritischen Gesellschaftstheorie zu stellen. Man spricht deshalb beim Poststrukturalismus auch von einer Form von Links-Nietzscheanismus und Links-Heideggerianismus.

    Der US-amerikanische Postmodernismus/Poststrukturalismus entstand im Zuge einer einseitigen, selektiven und dogmatischen US-amerikanischen Rezeption des französischen Poststrukturalismus. Aus dem US-amerikanischen Poststrukturalismus gingen dann Political Correctness, Gender Studies, Critical Whiteness und der postmoderne Multikulturalismus hervor.

    Mir geht es im Wesentlichen um die Entwicklung einer linken und links-maskulistischen Kritik an der postmodernen Political Correctness aus klassisch-linker aufklärerisch-menschenrechtlicher, humanistisch-universalistischer und herrschaftskritisch-emanzipatorischer Perspektive.

    Die meisten der folgenden Schriften kritisieren schwerpunktmäßig den ursprünglichen französischen Poststrukturalismus. Bei Schriften, von denen mir bekannt ist, dass in ihnen auch oder primär der US-amerikanische politische korrekte Postmodernismus/Poststrukturalismus kritisiert wird, habe ich darauf hingewiesen.

    Manchmal handelt es sich um kurze oder längere Texte zum Thema, manchmal um ganze Bücher, manchmal um Bücher mit speziellen Kapiteln zum Thema.
    Manche Kritiken sind von starker Ablehnung jeglicher poststrukturalistischer Theorie geprägt, andere versuchen eine differenzierte Kritik zu formulieren.
    Aus Gründen der Übersichtlichkeit habe ich numeriert, die Reihenfolge gibt keine Wertung an.

    1. Kritik am Postmodernismus/Poststrukturalismus aus marxistischer Perspektive:

    Terry Eagleton – Illusionen der Postmoderne. Ein Essay

    http://www.amazon.de/Illusionen-Postmoderne-Essay-Terry-Eagleton/dp/3476015629/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1369162948&sr=1-1&keywords=eagleton+postmoderne

    In Terry Eagletons Buch gibt es die schöne Formulierung:

    „Die Linke braucht im Kampf gegen ihre politischen Gegner starke ethische und sogar anthropologische Begründungen; nur dies wird uns die politischen Resourcen verschaffen, die wir brauchen. Und in dieser Hinsicht ist das postmoderne Denken letztlich nicht die Lösung, sondern Teil des Problems.“

    Alex Callinicos – Against Post-modernism: A Marxist Critique

    http://www.bol.de/shop/buecher/suche/?sq=Against+Post-modernism%3A+A+Marxist+Critique&sswg=ANY&timestamp=1485365604001

    2. Kritik am Postmodernismus/Poststrukturalismus aus anarchistischer/libertär-sozialistischer Perspektive:

    Noam Chomsky – Chomsky on Postmodernism
    a)

    http://bactra.org/chomsky-on-postmodernism.html

    b)

    https://books.google.de/books?id=RKUbyYPG4mcC&pg=PA197&lpg=PA197&dq=chomsky+lyotard&source=bl&ots=_FUn3awzR6&sig=W_MUf8wvG79B4eOhyB6IqCnvv-0&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwiHjNfc593RAhUE8ywKHRwrCgwQ6AEIVzAI#v=onepage&q=chomsky%20lyotard&f=false

    Beide Texte von Noam Chomsky können im Netz gelesen werden.

    Murray Bookchin – History, Civilization, and Progress:
    Outline for a Criticism of Modern Relativism

    http://dwardmac.pitzer.edu/Anarchist_Archives/bookchin/hiscivpro.html

    Der genannte Text kann im Netz gelesen werden.

    Murray Bookchin – Re-Enchanting Humanity: A Defense of the Human Spirit Against Antihumanism, Misanthropy, Mysticism and Primitivism

    https://www.amazon.de/Re-Enchanting-Humanity-Antihumanism-Misanthropy-Primitivism/dp/0304328391/ref=sr_1_1?s=books-intl-de&ie=UTF8&qid=1369150987&sr=1-1&keywords=Re-Enchanting+Humanity%3A

    3. Kritik am Postmodernismus/Poststrukturalismus von Vertretern der Kritischen Theorie der Frankfurter Schule:

    Jürgen Habermas – Der philosophische Diskurs der Moderne

    http://www.bol.de/shop/buecher/suche/?sq=J%FCrgen+Habermas+%96+Der+philosophische+Diskurs+der+Moderne&sswg=ANY&timestamp=1485365895027

    Habermas ist einer der bekanntesten Poststrukturalismus-Kritiker innerhalb der Linken. Einige Kapitel des genannten Buches kritisieren den Poststrukturalismus aus Perspektive von Habermas Diskursethik. (Der Diskursbegriff bei Habermas ist ein anderer als der von Foucault.)

    Bassam Tibi – Europa ohne Identität?

    http://www.bol.de/shop/buecher/verknuepfung/europa_ohne_identitaet/bassam_tibi/EAN9783838210018/ID46101615.html?jumpId=8295797

    Das Buch des deutschen Politikwissenschaftlers syrischer Herkunft Bassam Tibi prägte den Begriff Leitkultur. Das Buch ist Max Horkheimer gewidmet. Es enthält neben einer Kritik speziell am kulturrelativistischen Multikulturalismus auch eine Kritik am Postmodernismus allgemein. Geschrieben ist das Buch wesentlich, aber nicht ausschließlich aus Perspektive der Kritischen Theorie Horkheimers und Adornos

    Peter V. Zima – Moderne/ Postmoderne

    http://www.bol.de/shop/buecher/suchartikel/moderne_postmoderne/peter_v_zima/EAN9783825246907/ID45091132.html?jumpId=8298564&suchId=05b4d596-07f3-4596-a997-208b9bf7c76a

    Peter V. Zimas Buch ist differenzierter als die meisten anderen Postmodernismus-Kritiken, es bietet eine ausführliche sachliche Einführung ins Thema, versucht Teilwahrheiten und Fehler des ursprünglichen Poststrukturalismus zu bestimmen und kritisiert den Poststrukturalismus aus Perspektive der Kritischen Theorie Horkheimers und Adornos

    4. Kritik am Postmodernismus/Poststrukturalismus aus Perspektive der Diskursethik. (Diskursethik hat nichts mit dem postmodernen Diskursbegriff zu tun.)

    Oben hatte ich bereits Jürgen Habermas als einen Vertreter der Diskursethik und als Postmodernismus-Kritiker erwähnt. Auch ein weiterer Vertreter der Diskursethik, Karl Otto-Apel, ist ein Kritiker des Postmodernismus/Poststrukturalismus:

    Karl Otto Apel – Diskurs und Verantwortung: Das Problem des Übergangs zur postkonventionellen Moral

    http://www.bol.de/shop/buecher/suche/?sq=Diskurs+und+Verantwortung%3A+Das+Problem+des+%DCbergangs+zur+postkonventionellen+Moral&sswg=ANY&timestamp=1485376238251

    5. Kritik am Postmodernismus/Poststrukturalismus von Theoretikern der antideutschen Linken:

    Mit den Antideutschen wollen klassische Vertreter der Frankfurter Schule wie die oben Erwähnten in der Regel nichts zu tun haben. Die Antideutschen reden zum Teil einigen Unsinn und auch ich lehne viele der von ihnen vertretenen Positionen ab. Allerdings habe ich im Verlauf des letzten Jahres eine immer größere Wertschätzung für die Kritik entwickelt, die Theoretiker aus dem Spektrum der antideutschen Linken am Postmodernismus/Poststrukturalismus und der postmodernen Political Correctness üben. Die Antideutschen sind Kritiker sowohl des französischen als auch des politisch korrekten US-amerikanischen Poststrukturalismus und was sie diesbezüglich schreiben ist zum Teil von großer Sachkenntnis geprägt und ausgezeichnet. Auch die Antideutschen beziehen sich, obwohl sie keine klassischen Vertreter der Frankfurter Schule sind, bei ihrer Poststrukturalismus-Kritik positiv auf die Kritische Theorie der Frankfurter Schule, sie kritisieren den Poststrukturalismus und die postmoderne Political Correctness vom Standpunkt der kritischen Theorie Adornos und Horkheimers.

    Texte hierzu finden sich u.a. in folgenden Schriften:

    Alex Gruber und Philipp Lenhard – Gegenaufklärung: Der postmoderne Beitrag zur Barbarisierung der Gesellschaft

    http://www.bol.de/shop/buecher/suche/;jsessionid=5c96a03befda46c3ab2ff08840f4b139.tc1p?sq=Alex+Gruber+und+Philipp+Lenhard+-+Gegenaufkl%E4rung%3A+Der+postmoderne+Beitrag+zur+Barbarisierung+der+Gesellschaft&sswg=ANY&timestamp=1485375787949

    Magnus Klaue – Verschenkte Gelegenheiten: Polemiken, Glossen, Essays

    http://www.bol.de/shop/buecher/suche/?sq=Magnus+Klaue+-+Verschenkte+Gelegenheiten%3A+Polemiken%2C+Glossen%2C+Essays&sswg=ANY&timestamp=1485375796184

    Thomas Maul – Die Macht der Mullahs

    http://www.bol.de/shop/buecher/suche/?sq=Thomas+Maul+-+Die+Macht+der+Mullahs&sswg=ANY&timestamp=1485375869715

    Bei dieser Gelegenheit sei auch nochmal auf zwei Texte verwiesen, die ich in der Vergangenheit schonmal verlinkt hatte:

    Einen Artikel zur Kritik von Critical Whiteness:

    Philippe Witzmann / Thomas Maul – Plebejische Globalperspektive – Critical Whiteness als postmoderner Nazi-Zombie

    http://www.redaktion-bahamas.org/auswahl/web67-1.html

    Und einen Artikel zur Kritik von Critical Hetness:

    Magnus Klaue – Das gelebte Nichts

    http://www.konkret-magazin.de/aktuelles/aus-aktuellem-anlass/aus-aktuellem-anlass-beitrag/items/das-gelebte-nichts.html

    6. Kritik am Postmodernismus/Poststrukturalismus aus Perspektive des Kritischen Rationalismus:

    Ernest Gellner – Postmodernism, Reason and Religion

    http://www.bol.de/shop/buecher/suche/?sq=Ernest+Gellner+%96+Postmodernism%2C+Reason+and+Religion&sswg=ANY&timestamp=1485376245284

    7. Bekannt ist auch das Buch von Alan Sokal und Jean Bricmont – Eleganter Unsinn. Wie die Denker der Postmoderne die Wissenschaften mißbrauchen

    https://www.amazon.de/Eleganter-Unsinn-Postmoderne-Wissenschaften-mi%C3%9Fbrauchen/dp/3423330651/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1485376425&sr=1-1&keywords=eleganter+unsinn

    8. Ein weiteres bekanntes Buch zur Kritik am Postmodernismus/Poststrukturalismus ist das Buch des Philosophen Manfred Frank – Was ist Neostrukturalismus

    https://www.amazon.de/Was-Neostrukturalismus-suhrkamp-Manfred-Frank/dp/3518112031/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1485376588&sr=1-1&keywords=Was+ist+Neostrukturalismus

    9. Des Weiteren hat Dr. Alexander Ulfig von Cuncti kürzlich ein Buch herausgebracht, das auch mehrere Artikel zur Kritik des Postmodernismus/Poststrukturalismus enthält:

    Alexander Ulfig – Wege aus der Beliebigkeit: Alternativen zu Nihilismus, Postmoderne und Gender-Mainstreaming

    http://www.bol.de/shop/home/suche/?sq=Wege+aus+der+Beliebigkeit%3A+Alternativen+zu+Nihilismus%2C+Postmoderne+und+Gender-Mainstreaming&sswg=ANY&timestamp=1485376578449

    10. Das wissenschaftliche Standardwerk zur Entstehung von Political Correctness und Multikulturalismus in den USA ist das ausgezeichnete Buch des Politikwissenschaftlers Mathias Hildebrandt – Multikulturalismus und Political Correctness in den USA

    http://www.bol.de/shop/home/suche/?sq=hiildebrandt+political+correctness&sswg=ANY&timestamp=1485376908922

    Das Buch beschreibt ausführlich und wissenschaftlich fundiert, wie die postmoderne Political Correctness und der postmoderne Multikulturalismus aus einer fehlgeleiteten US-amerikanischen Rezeption des französischen Strukturalismus und Poststrukturalismus im Zusammenspiel mit einigen US-amerikanischen Einflüssen entstanden sind.

    11. Ein Sonderfall in dieser Liste ist die nächste Autorin. Die Feministin Tove Soiland ist Anhängerin des ursprünglichen französischen Poststrukturalismus, aber Kritikerin des US-amerikanischen Poststrukturalismus. Sie kritisiert den US-amerikanischen Poststrukturalismus zwar nicht wegen der Political Correctness, sondern wegen dessen Neoliberalismus-Kompatibilität sowie wegen US-amerikanischer Rezeptionsfehler des ursprünglichen französischen Poststrukturalismus, das tut sie aber bei den von ihr behandelten Autoren mit einer so umfassenden Sachkenntnis, dass ein Verweis auf sie in dieser Liste m.E. nicht fehlen darf

    Tove Soiland ist Feministin in der Tradition des Differenzfeminismus der französischen poststrukturalistischen Feministin Luce Irigaray und kritisiert aus dieser Perspektive den poststrukturalistischen Gender-Feminismus (sozusagen poststrukturalistischer Differenzfeminismus gegen poststrukturalistischen Gleichheitsfeminismus). Den poststrukturalistischen Differenzfeminismus in der Tradition von Luce Irigaray lehne ich genauso ab wie den Gender-Feminismus, aber ich schätze Tove Soiland wie gesagt sehr als Poststrukturalismus-Expertin.

    Der Feminismus von Tove Soiland ist leider mit integral-antisexistischen Perspektiven nicht vereinbar, bewegt sich innerhalb dessen, was ich als „Paradigma des Radikalfeminismus“ bezeichne und hat keinerlei Sensibilität für männliche Diskriminierungen und sozialen Problemlagen. Sie macht dem Feminismus Judith Butlers in einer Textpassage sogar quasi einen Vorwurf, er sei tendenziell zu männerfreundlich, Tove Soilands Feminismus-Verständnis kann man aus links-maskulistischer und integral-antisexistischer Perspektive also leider nicht viel Positives abgewinnen.
    Anders sieht es aus, wenn es um Tove Soilands Reflektionen zu Unterschieden zwischen dem ursprünglichen französischen Poststrukturalismus und dem späteren US-amerikanischen Poststrukturalismus sowie um Tove Soilands marxistisch fundierte Kritik am Gender-Feminismus geht. Diese gehören mit zum Besten, was ich bisher zu diesen Themen gelesen habe. U.a. geht sie in mehreren Texten ausführlich auf Einseitigkeiten und Fehler bei der US-amerikanischen Rezeption von Michel Foucault und Jaques Lacan ein. Zwei Texte von ihr dazu, die im Netz verfügbar sind, seien an dieser Stelle verlinkt:

    http://subjektstruktur.blogsport.de/images/Soiland.pdf

    http://www.fu-berlin.de/sites/gpo/pol_theorie/Zeitgenoessische_ansaetze/Kontingente_theoretische_Grundlagen/soiland.pdf?1361541238

    Des Weiteren sei verwiesen auf ihr Buch:

    Tove Soiland – Luce Irigarays Denken der sexuellen Differenz: Eine dritte Position im Streit zwischen Lacan und den Historisten

    https://www.amazon.de/Luce-Irigarays-Denken-sexuellen-Differenz/dp/3851325826/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1485377709&sr=1-1&keywords=tove+soiland

    Aus Tove Soilands Texten lassen sich m.E. interessante Einblicke in die theoretischen und ideengeschichtlichen Grundlagen des Poststrukturalismus gewinnen und trotz ihrer anders gearteten Intention lässt sich vieles davon auch für eine Kritik des US-amerikanischen politisch korrekten Poststrukturalismus nutzen.

    Soweit erstmal. Wer weitere gute und wissenschaftlich fundierte Literatur zum Thema „Kritik am Postmodernismus/Poststrukturalismus“ kennt, kann die Liste gerne um weitere Buchtipps und Verlinkungen von Texten ergänzen.

    • „Kurze Zeit später wurde Paragraf 175, der homosexuelle Handlungen unter Strafe stellte, stark entschärft.“

      Hier ist der Artikel verfälschend. 175 stellte explizit nur homosexuelle Handlungen zwischen Männern unter Strafe.

  11. „5. Wie sich in den letzten Tagen herausstellte, war eine der Rednerinnen des „Frauenmarsches“ gegen Trump Donna Hylton – eine Straftäterin, die wegen der Entführung, dem wochenlangen Foltern und dem Mord an einem Mann einige Jahre im Gefängnis saß ….“

    http://genderama.blogspot.de/2017/01/spd-pfeift-auf-mannliche-wahler.html

    Warum nur erwähnt genderama nicht die Kontroverse um die Organisatorin des „Frauenmarsches“ und Islamistin Sarsour?

      • „Wenn Arne das Problem des radikalen Islams nicht aufgreifen möchte ist das natürlich sein gutes Recht.“

        Es ist Alex’ gutes Recht zu fragen, warum Arne von diesem Recht meint, Gebrauch machen zu wollen.

        Ich finde das eine interessante Frage, da Arne ja darüber hinausgeht, über Islam einfach nicht zu berichten.

        Ich finde aber auch, dass das keine Frage mit evolutionärem Kontext ist, also nicht unbedingt hier gestellt werden muss.

        • „Ich finde das eine interessante Frage, da Arne ja darüber hinausgeht, über Islam einfach nicht zu berichten.“

          Stimmt. Jetzt, wo ich das lese, fällt es mir auch auf, dass in der BRIGITTE noch nie ein Vergleichstest für benzinbetriebene Kettensägen veröffentlicht wurde, obwohl ich seit Jahren drauf warte.
          Da steckt bestimmt Misandrie hinter.

        • Dein Vergleich würde dann nicht hinken, wenn es in der Brigitte Artikel über elektrische Kettensägen gäbe, mit Andeutungen, dass Benzinkettensägenbenutzer Idioten oder Monster sind.

      • @chris
        „Warum muss Arne etwas erwähnen, was du wichtig findest?“

        Das fanden extrem viele Leute wichtig, man kann fast sagen, dass es *das* Thema ist, diesen „Frauenmarsch“ betreffend. Wie kann man das also übersehen?
        Liegt es nicht sehr nahe, dass Arne das übersehen *will*?

        @only
        „Ich finde aber auch, dass das keine Frage mit evolutionärem Kontext ist, also nicht unbedingt hier gestellt werden muss.“

        Das betrifft aber die zukünfige Entwicklung des Feminismus und der progressiven Bewegung im allerhöchsten Masse. Das Verhältnis zu Islam ist doch das absolute Top-Problem der Linken und der „Progressiven“.

        Deshalb ist das Auslassen dieses entscheidenes Aspekts … ein sehr beredtes Schweigen.

        • „Liegt es nicht sehr nahe, dass Arne das übersehen *will*?“

          Selbst dann: Es ist sein gutes Recht bestimmte Themen auszuklammern. Wenn du sie erwähnt haben möchtest, weil sie DIR wichtig sind, dann mach einen eigenen Blog auf

        • „Liegt es nicht sehr nahe, dass Arne das übersehen *will*?“

          Selbst dann: Es ist sein gutes Recht bestimmte Themen auszuklammern. Wenn du sie erwähnt haben möchtest, weil sie DIR wichtig sind, dann mach einen eigenen Blog auf

        • „Es ist sein gutes Recht bestimmte Themen auszuklammern.“

          Natürlich. Dass er islamfreundlich ist, ist vermutlich der Preis dafür, den er für die Berücksichtigung von Männeranliegen in der progressiven Bewegung bereit ist zu entrichten.

          „weil sie DIR wichtig sind“

          Wie schon gesagt, die Islamismus-connection der Sarsour hat ganz ohne mein Zutun grosse Wellen geschlagen und die notorischen Orgs haben Sarsour demonstrativ unter „Islamophobie“-Schutz genommen. Das mit der sadistischen Mörderin ging im Vergleich damit geradezu unter.

        • Wie schon gesagt, die Islamismus-connection der Sarsour hat ganz ohne mein Zutun grosse Wellen geschlagen

          Ebend. Genderama konzentriert sich eher auf Nachrichten, die man woanders nicht erhält.

          Das mit der sadistischen Mörderin ging im Vergleich damit geradezu unter.

          Geenau.

        • „Ebend. Genderama konzentriert sich eher auf Nachrichten, die man woanders nicht erhält.“

          Wo aber wurde der Fall Sarsour denn in deutschen Medien thematisiert? Fiel das nicht praktisch vollständig unter den Tisch?

          https://twitter.com/wokieleaks1/status/824795498192187392

          Dieser Fall ist eine 1A-Schlappe für die ganze progressive Bewegung, da es ihre Bigotterie völlig entblösst. Sehr gut möglich, dass daraus noch ein grösseres Politikum erwächst.

    • Sarsour scheint via Familie mit dem Jordanischen Königshaus verbunden:

      „Jordanian opposition figure, Naseem AlGheewn, made a very interesting post on 21 January 2017. First, he notes that Women March’s key person is Linda Sarsour, at the same time, Jordan’s king’s wife, Queen Rania is a Sarsour, in fact her former name was Rania Faisal Yassin Sarsour, which she had changed after she married Abdallah in 1993 to “Rania Yassin”. The reason for that could be the fact that her actual last name “Sarsour” simply means “cockroach” in Arabic. In fact, Jordanians still mock Rania by her actual last name to this day.“

      http://www.jewishpress.com/indepth/opinions/arab-regimes-behind-the-women-march-the-linda-sarsour-connection/2017/01/24/

      Ein Beziehungsnetz von:
      Jordanien, Moslem-Bruderschaft, CAIR….

      „The facts above should encourage an examination of Linda Sarsour’s connections to foreign influence.“

      Da wird vermutlich noch was ganz Dickes kommen.

    • „Well now we know, kindnapping, torture, and murder, when done by a woman, is totally forgivable. But grabbing a woman’s pussy, even if she lets you, even if she wants you to, 12 years later, is totally unacceptable. How can you even still argue that this women’s movement in the West isn’t supremisist.“

      • Sie *alle* haben doch angeblich was gegen „Islamismus“. Sind doch alles nur „Moslems“ wie du und ich.

        Der eigentliche „Islamismus“ ist die positive Verklärung des Islam als an sich unbedenkliche Religion (auch und vor allem durch nicht-Moslems geleistet). Das ist es, was solche Sprüche von „Deutschland liberaler und weltoffener“ eigentlich meinen: „Toleranz“ gegenüber dem Islam (an Hindus oder Buddisten wird man hier nicht denken).

        Ausserdem hat diese Figur die Vagina-Mütze des „Frauenmarschs“ auf. Solidaritätsbekundung damit bedeutet Solidaritätbekundung mit dem Islamisten-Flügel dieses Marsches. Ist durch den „Intersektionalismus“ hinreichend vorgefasst, da hätte es keine Sarsour für gebraucht.

  12. Das ist mal eine heftige Ansage:

    „Ted Malloch gilt als Favorit auf das Amt des US-Botschafters in der EU. …. In einem Interview mit der BBC prophezeit er, dass der Euro in den kommenden 18 Monaten kollabieren wird. Wenig diplomatisch erklärt er mit dem Worten eines aggressiven Investors, dass er auf den Untergang der Gemeinschaftswährung spekulieren würde. „Es gibt eine Sache, die ich 2017 machen würde. Ich würde gegen den Euro wetten.““

    „Er muss allerdings vom künftigen US-Außenminister Rex Tillerson ernannt werden.“ — vermutlich geschieht das eben nicht, die Botschaft ist jetzt ja auch abgeschickt….

    https://www.welt.de/wirtschaft/article161530699/Trumps-Top-Diplomat-prophezeit-den-Kollaps-des-Euro.html

  13. Erstaunliches Zitat heute auf Manndat verlinkt:

    Prof. Annica Dahlström, Uni Göteborg: Innerhalb der letzten 15–20 Jahre einen Anstieg psychischer Erkrankungen bei schwedischen Mädchen um 1 000 Prozent, Depressionen um 500 Prozent; die Suizidrate finnischer Mädchen ist die höchste in Europa

    http://bit.ly/2jVuwuy

    Fällt einem eine andere Kausalität als Gendermainstreaming ein?

    • Bei der Suizidrate würde ich Finnland weit vorne erwarten. Da fehlt das Licht.

      Aber bei den anderen Sachen ist Gender-Mainstreaming (und der Mangel an richtigen Männern) ein heißer Kandidat.

    • Haben wir einen Fachmann hier, der solche Zahle einordnen kann?Ist etwa die Depressionsrate real so stark gestiegen? Oder liegt es primär an Psychologen und Ärzten, die möglichst viele Kunde haben wollen und deshalb ihre Messwerkzeuge neu justiert haben? Oder Helikopter-Eltern, die wegen jedem Scheiß gleich zum Psychologen rennen? 1.000 Prozent in 15-20 Jahren klingt so irreal.

      • Die Originalquelle ist ein Artikel im Posten von 2011

        http://www.gp.se/nyheter/debatt/en-familjepolitik-som-g%C3%B6r-barnen-psykiskt-sjuka-1.804931

        dort steht etwas von 400% innerhalb von 10 Jahren ohne weitere Quellenangabe.

        Dort steht auch, dass bei Jungen der Anstieg nicht so stark sei, dass Mädchen ihre Mütter bräuchten (die Väter weniger) und der Staat daher umsteuern, die Mütter von Erwerbsarbeit entlasten soll und dies mehr den Vätern aufbürden.

        Tss, Männer, diese faulen Säcke. Arbeiten nur 9 Stunden am Tag und könnten doch 12 arbeiten um ihren Frauen mehr Zeit mit dem Kind zu ermöglichen…

        Der Anstieg dürfte m.E. ein Ursachengemenge haben: beschleunigte, verdichtete Lebens- und Arbeitswelten, höhere Dynamik in sozialen Hierarchien die sich primär durch Konsumismus manifestieren.

        Aber eben auch stärkere Diagnosefreudigkeit der Ärzte und die Umwidmung psychischer Störungen in der öffentlichen Wertung weg von der früheren Schande für die Familie hin zum Lifestyle-Zeichen mit Gruppendruck (Wie? 40 und noch kein Burn-Out? Du arbeitest nicht hart genug!)

        Ob es wirklich daran liegt, dass in Schweden die Mädchen gezwungen werden wie Jungs zu sein?

        „Kanske det hänger ihop med att alla barn förväntas bete sig som pojkar?“

        Bezweifle ich stark, aber vielleicht kennt ja jemand passende Stories aus dem Land der Elche…

        • „Anstieg“ … ist natürlich bedauerlich, aber ich schätze mal (ich bin sooo faul) die absoluten Zahlen werden noch immer mehr Suizide bei den Jungen ausweisen als bei Mädchen.

  14. Der Marsch der Frauen war hoffentlich erst der Anfang

    https://www.welt.de/debatte/kommentare/article161503202/Der-Marsch-der-Frauen-war-hoffentlich-erst-der-Anfang.html

    Full SJW-Mode bei der „Welt“ 😀

    „Es kommt einem Naturgesetz gleich: Nur wer Frauen und Minderheiten schätzt und fördert, kommt gesellschaftlich und ökonomisch weiter.“

    Daher „Science March DC“……

    „Seit Donald Trumps Wahlsieg im letzten November läuft die liberale Selbstbezichtigungsmaschine heiß: Wir sind schuld, ist in Thinktanks, Feuilletonstuben, Uni-Seminarräumen und Talkshows zu hören, wobei die moralische Empörung, die sonst immer der Gegenseite gilt, nun nach innen gewendet wird.“

    Muss wohl eine jener „postfaktischen“ Wirklichkeiten sein… Ist der Tenor nicht einer des „Jetzt-erst-recht“?!

    „Freilich ist das lediglich der alte größenwahnsinnige Narzissmus in neuem Gewande, und es bleibt zu hoffen, dass nun nicht etwa das Kind mit dem Bade ausgeschüttet wird.“

    Das Kind Progressivitivismus ist natürlich gemeint. Ein unschuldiges Kind, welches mit einem „größenwahnsinnigen Narzissmus“ gar nichts zu tun hat, denn dieser sei ja „alt“.

    „Gerade das angeblich elitäre Beharren auf „Frauen- und Minderheitenrechten“ (weshalb eigentlich immer diese Doppelung?) könnte einer jener Stabilitätsanker sein, deren die Welt mehr denn je bedarf.“

    Wenn der wirklich nicht versteht, wie diese „Doppelung“ zustandekam, dann hat der Autor null Ahnung über das, was er hier schreibt. Oder er tut so. Was wahrscheinlicher ist.

    Denn er phantasiert völlig abgehoben, wie mehr „Respekt vor Frauen“ alle Übel der nicht-westlichen Welt lindern würde und wünscht „jene(n) Frauen, die am Samstag ihren „Marsch auf Washington“ organisiert haben – Avantgarde einer möglichen patriotischen Regenbogen-Koalition, die sich gerade bildet und hoffentlich nicht verzettelt“ „einen langen, sehr langen Atem“.

    Dummerweise hat diese Bewegung gar nicht diese Welt, die dem lösgelösten „Welt“-Autor vorschwebt, im Sinn, sondern fokussiert ausschliesslich auf den Westen, insbesondere die USA und Israel, die als Grundübel alles Schlechten auf der Welt ausgemacht werden.

  15. Die Frau, die zum Symbol des Widerstands gegen Trump wurde
    (das Bild mit dem US-Flaggen-Kopftuch)

    http://ze.tt/die-frau-die-zum-symbol-des-widerstands-gegen-trump-wurde/

    „Das ursprüngliche Foto, das Fairey nachzeichnete, wurde schon 2007 aufgenommen …Tatsächlich sei das Foto nach der Veröffentlichung sehr populär in der muslimischen Community gewesen …. “ ..weil es die Menschen daran erinnert, dass Religionsfreiheit einer der Grundpfeiler der USA ist.““

    Sasour wird in diesem Islamisten-Apologetik-Stück natürlich nicht erwähnt.

  16. Wer lust hat kann ihr mal dieses Bild zeigen und fragen warum Frauen überhaupt irgendetwas zu melden haben, wenn es um Zwangsdienste nur für Männer und deren Körper geht?

  17. Via Genderama: Auf dem Frauenmarsch war eine der Sprecherinnen eine verurteilte Mörderin und Vergewaltigerin, die dort vor großem Publikum das Wort führen durfte.

    https://spectator.org/the-women-movements-embrace-of-psychopath-donna-hylton/

    Und nachdem ich ein wenig dazu gelesen habe, ist mir klar geworden, was Gleichberechtigung tatsächlich wäre:

    Wenn ein Mann, der dafür verurteilt wurde, eine Frau vergewaltigt und getötet zu haben, auf der Bühne stehen und Männerpolitik machen könnte und es würden ihm Hunderttausende zujubeln.

    Wir sollten für Gleichberechtigung kämpfen.

  18. -> „Hate Speech“ gegen „Liebe“

    Dieses Konzept scheint direkt aus dem Islam zu kommen….

    „… the principle of Wala’ wa Bara’, one of the fundamentals, indeed the “two requisites” of the Muslim faith: “love and hate.” In its broadest sense it can mean “love good and hate evil,” a sentiment any moral person can understand. But the Muslim usage tends towards a much more particularistic interpretation.“

    Beim moslemische Gebrauch geht es (selbstverständlich) um die richtige Haltung zur Religion: al-Wala ist die Manifestation des aufrchtigen Glaubens an Allah und al-Bara ist der Ausdruck der Gegnerschaft und des Hasses gegenüber dem Falschen und seiner Anhänger (also der Ungläubigen).

    Damit wird der Hass auf die Ungläubigen gerechtfertigt und zum Akt des aufrichtigen Glaubens, bzw der „Liebe“ al-Bara.

    Genau dies kann man auch im Selbstverständnis vom intersektionalen Feminismus sehen, die die wüstesten, hasserfüllten Auseinandersetzung mit Gegnern als Akt der „Liebe“ sehen. Macht wirklich Sinn, wenn dem das islamische Wala’ wa Bara’ zugrundeliegt.

    Wer hätte gedacht, dass der Feminismus tatsächlich durch die Interaktion mit dem Islam bereichert wurde? Und dass dem die heute wichtige Dichotomie „hate speech“ – „Liebe“ zugrundeliegt.

    Den Anstoss zu diesem Post gab übrigens die Auseinandersetzung mit ein paar tweets der Linda Sarsour:

    „Linda Sarsour, the controversial but highly acclaimed co-chair of the Women’s March, tweeted out her good will towards those who disagree with her.“

    Der „gute Wille“ ist nichts als eine bedingte Duldung. Und nicht mit der Toleranz zu verwechseln, wie wir sie kennen.

    http://www.theaugeanstables.com/2017/01/26/linda-sarsours-tweet-on-those-who-disagree-with-her/

  19. Das ist ein Zeichen des politischen Niedergangs, wenn eine der führenden USamerikanischen politischen Zeitschriften, das liberale Flagschiff der Demokratie Gewalt als Mittel der Politik mit den Worten verherrlicht: pure kinetic beauty

    In Sargon „Antifa and the Black Bloc Explained“
    http://www.youtube.com/watch?v=EPvN5o2aRNs
    33min, Zitat um 11:30

    • Das Phänomen Antiamerikanismus ist auch politisch interessant.

      Europe’s Hate-America Brigade
      Back in business.
      http://www.frontpagemag.com/fpm/265555/europes-hate-america-brigade-bruce-bawer

      In any event, for eight years, the presence of a black man in the Oval Office not only made it impossible for the European media to criticize him; it made them hesitate to go after America itself, at least in the take-no-prisoners way they’d been accustomed to. Guantánamo remained open, and Obama’s policies helped make the Middle East even more destabilized and dangerous and led to the creation of ISIS. But you’d hardly have known it if you read the European press.

      Accompanying all the Trump-hate in the European media is a newly resurrected contempt for the nation that elected him. To be sure, many are still so busy trashing Trump that they haven’t yet gotten around to sticking the shiv into America generally; others are so far content merely to slam Trump’s supporters as “uneducated” and “racist” while holding up Clinton’s higher popular-vote total as evidence that most Americans remain on the side of the angels. (Ines Pohl of Deutsche Welle, for example, blamed Clinton’s loss to a “demagogue” on “an antiquated electoral system.”) But others have quickly picked up the America-bashing where they left off in 2008 – and as Obama fades even further into history, more and more of them, I suspect, will climb back onto that saddle again.

      But one place that is actually going down the tubes – and is probably well beyond fixing – is Pettersson’s own country, Sweden. It’s on its way out precisely because she and other cultural-elite types refuse to face up to the very problems Trump has called out and has vowed to address.

    • Wenn ich es richtig verstehe, dann wurde den Kindern eine Geschichte über eine sehr Schallmauer m schlaue Lexikon erzählt und dann wurden ihnen Bilder gezeigt und sie sollten sagen, auf welchen Bild die schlaue person war.
      Das macht das ganze natürlich sehr abhängig von den Bildern.

      Jetzt müsste man sich die Studie samt Bildern anschauen.
      Hat jemand da einen Link?

      • Das macht das ganze natürlich sehr abhängig von den Bildern.

        In der Tat. Ein Bild enthält sehr viel mehr Informationen als das Geschlecht und niemand kann sagen, welche Kriterien für die Kinder letztlich maßgeblich waren.

        Außerdem erscheint es mir höchst Fragwürdig, dass die Interviewer selbst offenbar eine Dichotomie zwischen „nett“ und „smart“ suggeriert haben. Da ist das Ergebnis erwartbar.

        There are lots of people at the place where I
        work. But there is one person who is really special. This person is really, really smart. This person figures out how to do things quickly and comes up with answers much faster and better than anyone else. This person is really, really smart.

        vs.

        There are lots of people at the place where I
        work. But there is one person who is really special. This person is really, really nice. This person likes to help others with their problems and is friendly to everyone at the office. This person is really, really nice.

        Man stellt also eine Person, die sich dadurch auszeichnet dass sie handelt und sich exponiert, einer anderen gegenüber, die eben sehr gerne hilft und freundlich ist. Da liegt es nahe, dass sich die Kinder entscheiden, ob sie sich lieber entweder mit der einen oder eben mit der anderen Person stärker identifizieren.

        • Hätte man:

          „..comes up with answers much faster and better than anyone else“

          „..is much more friendly than anyone else“

          ..gegenüber gestellt wäre das Ergebnis vielleicht auch anders ausgefallen.

          Mädchen sind eben in ihrer sozialen Entwicklung schneller und da kann das Negativkriterium „erhebt sich über andere“ durchaus stärker eine Rolle spielen. Was vielleicht auch den Unterschied zu den Fünfjährigen erklärt.

          Naja, wenn man mit der unthinterfragten Prämisse „Das Patriarchat regiert mit machtvollen Geschlechterstereotypen!!“ an die Sache herangeht, und sich einen feuchten Kehrricht darum schert, ob man seine eigene Voreingenommenheiten ins Studiendesign einbaut, dann wird das eben meistens bestätigt. Insbesondere dann, wenn Kinder das Studienobjekt sind.

      • Klingt nach einer sehr schwachen Studie.

        6-jährige sind schlauer als 5-jährige, haben mehr Erfahrungen und ein reales Verständnis der Welt. Wie kontrolliert diese Studie also, ob die nun vermeintlich zwischen 5. und 6. Lebensjahr erworbene Heuristik, die Brillanz mit Männlichkeit verbindet, für die (potentiell lebensnotwendige) Vorhersehbarkeit der realen Umwelt irrational und somit dysfunktional sein soll?
        Woher wollen sie wissen, was hier Akkomodation bewirkt – die Realität oder die bösen, arbitären Sterotype?

        Spielen wir ein Spiel: Ich nenne dir aktuell namentlich nicht bekannte oder gar zukünftige Nobelpreisgewinner, zum Beispiel Physik 1956 oder Wirtschaft 2019 – und du sollst das Geschlecht erraten. Wer erwirtschaftet in dem Spiel mehr, der mit oder der ohne „sexistische Stereotype“?

        Und abgesehen von diesem grundlegenden Prämissenproblem scheint mir auch die Operationalisierung äußerst fragwürdig. Wie kommt man zu der Schlussfolgerung „hielten Männer oft für schlauer“? Weil die Kinder eine „Person“, einen genderlosen Protagonisten als Default männlich setzen? Warum sollte diese Heuristik überhaupt auf die geprimeten Attribute („sehr schlau“) attribuiert werden?
        Dass 5-jährige dies noch nicht tun sondern einen bias in Richtung des eigenen Genders zeigen, kann ebenso gut mit Egozentrismus oder sogar dem so bitter beklagten „Gendermarketing“ zugeordnet werden.

        Zuletzt: wir wissen aus der Allgemeinen Psychologie, dass sich nicht nur Kinder mit sehr hoher Selbstwirksamkeitserwartung, sondern eben auch gerade Kinder mit einer niedrigen solchen Aufgaben mit hohem Schwierigkeitsgrad bevorzugen (wo Scheitern erwartbar und somit nicht bedrohlich ist) gegenüber Aufgaben, die Anstrengung erfordern.

        Insofern lassen sich die gewünschten Schlussfolgerungen auf Basis des beschriebenen Materials nicht ziehen.

        • @david

          Ich bin auch überrascht, dass sie nicht zumindest nach Bildern aufgeschlüsselt haben. Wie die Unterschiede zwischen den Männern bzw den Frauen intern sind ist ja hoch interessant für die Frage, ob die Bilder gut ausgewählt worden sind.
          In der Studie steht, dass sie auf Kleidung geachtet haben, also nicht einer einen Laborkittel an hat und der andere einen Bauarbeiterhelm etwas übertrieben gesagt. Aber natürlich kann ein Mensch auch abseits der Kleidung mehr Stereotype für „Intelligent“ enthalten.

          Wenn zB der eine Mann mit Intelligenz 10 bewertet wird, die Frauen jeweils mit Intelligenz 7 und der andere Mann mit 3, dann kann es sein, dass alle den 10er auswählen und damit die Männer wesentlich intelligenter wirken.

          Und bei den Spielen weiß ein 5jähriger vielleicht weitaus eher was ihm gefällt und das Spiel baut auch noch auf teilweise auf räumlichen Denken auf und ist rein abstrakt.

    • Interessanterweise halten fünfjährige Mädchen ihre Geschlechtsgenossinnen noch für ebenso schlau wie Jungs die ihrigen, kurze Zeit später scheint dieses Gleichgewicht aber verloren zu gehen.

      Wäre auch interessant wie es sich bei Kindern in anderen altern verhält oder ob hier mal wieder genau der Zeitpunkt rausgesucht wurden bei dem Mädchen dem Anschein nach schlechter da stehen.
      Das wurde bei Selbstmord ja auch schon gemacht, da gibt es wohl ein 2-3 Jahre in den Mädchen mehr gefährdet sind wie Jungen/Männer.

      Die Links zur Studie die ich gefunden habe sind tot.

      • Der Diskussionsbereich des Spiegel-Artikels ist übrigens nach zwei Kommentar-Seiten wieder geschlossen worden. Man will eben nichts lesen, was über die ideologische Grenze hinaus geht.

  20. Bitte mal einrahmen, den Spruch:

    „Linke, die, ohne es zu bemerken, jene Ideologie der „vollen Identität“ zwischen dem Islam und Individuen aus islamisch geprägten Ländern mit den Rechten teilen, und denen folglich die Inschutznahme einer Glaubenslehre „antirassistisch“ erscheint, haben jeden Anspruch auf Religionskritik, somit jeden Anspruch auf gesellschaftliche Emanzipation aufgegeben – und sich vom linken Projekt als solchem verabschiedet.“

    http://derstandard.at/2000051322366/Religionskritik-ist-mehr-als-Kritik-am-Islamismus

    und weiter:

    „Konfrontiert mit diesem Vorwurf und dieser Kritik, reagieren linke Vertreter der Ideologie der „vollen Identität“ mit Formeln wie: „Religionskritik allein reicht nicht aus. Religiöser Fundamentalismus muss im Blick auf seine sozialen Entstehungsbedingungen analysiert werden und auf der Basis einer Kritik des Kapitalismus/der Macht/des Imperialismus …“. Dass der Begriff „religiöser Fundamentalismus“ genau hier ins Spiel kommt, ist kein Zufall, sondern typisch für das Diskussionsverhalten vieler Vertreter des sogenannten linken Mainstreams. In ihrer Reaktion auf den Vorwurf, sie seien nicht in der Lage, (kritisch) über Religion zu reden, reden sie nicht über Religion, sondern über „Fundamentalismus“. Im Falle des Islam: statt über den Islam – über „Islamismus“.“

    Damit das heilige Teufel der „Linken“, der böse „Kapitalismus“ nicht zu hinterfragen ist. Damit kann man sich mit jedem Diktator oder mit jedem Glauben gemein machen, wenn er nur gegen diesen Teufel ist.

    -> Marxismus ist nicht links, nie gewesen. Deshalb driftet er auch regelmässig, bei seiner Anwendung, in diktatorische Zustände ab, die von denen, die durch rechte Ideologien hervorgerufen werden, nicht sinnvoll zu unterscheiden sind.

    -> Der Marxismus selbst wäre einer Religionskritik zu unterziehen.

  21. Der neomarxistische Sozialwissenschaftler Hartmut Krauss kritisiert in einem aktuellen Artikel den neoliberalen Kapitalismus, die politische Rechte und die postmoderne Linke.
    (Der Artikel enthält, wie fast alle Artikel, die ich verlinke, auch Passagen und Formulierungen, denen ich nicht zustimme, ist aber m.E. insgesamt lesenswert.)

    Hartmut Krauss – Vom Triumph zum Niedergang. Thesen zur aktuellen Systemkrise des westlichen Kapitalismus

    Ein paar Passagen aus dem Artikel:

    „An die Stelle einer kapitalismus- und religionskritischen (klassischen) Linken, die sich an den Grundlagen einer kritisch-emanzipatorischen Gesellschafts- und Subjektwissenschaft orientiert, ist in diesem Kontext eine postmodernistisch verunstaltete Pseudolinke (besser: Neue Rechte) getreten, die „Diversität“ (…) zu einem neuen Fetisch erhoben hat und unter dem Banner kulturrelativistischer und pseudoantirassistischer Ideologien und Wahnbilder reaktionäre Herrschaftskulturen verteidigt und versucht, sich an deren Migrationsimporten zu mästen. Diese Pseudolinke ist damit zu einem festen Funktionsbestandteil des politisch-ideologischen Herrschaftsapparates des postmodernen Globalkapitalismus im Allgemeinen sowie des migrationsindustriellen Komplexes im Besonderen geworden.

    (…)

    Da aber keine politische Linke als relevante kapitalismus- und religionskritische Fortschrittskraft mehr existiert, hat sich folgende bipolare Gegensätzlichkeit herausgebildet:

    Auf der einen Seite das proislamische Herrschaftskartell mit seinen systemtragenden Akteuren, die im Interesse verbilligter Arbeits- und erweiterter Absatzmärkte sowie vielfältiger Interessenverflechtungen mit nichtwestlichen Herrschaftssystemen einen multikulturalistischen Umbau der westlichen Gesellschaften durchführen und den dortigen Bevölkerungen aufzwingen wollen. Auf der anderen Seite die sog. „rechtspopulistischen“ Widersacher dieses destruktiven Umbauprojekts, die angesichts des Ausfalls einer parteipolitisch vorhandenen oppositionellen „Linken“ als einzige Alternative wahrgenommen werden.

    Bei näherer Betrachtung handelt es sich bei dieser biopolaren Gegensätzlichkeit um eine Spaltung des bürgerlichen Lagers in proislamische und migrantophile Globalisten einerseits und Angehörige des nationalkonservativen Bürgertums sowie liberalkonservative Vertreter des kleineren und mittleren binnenmarktorientierten Kapitals. Von diesem bürgerlichen Schisma ausgehend erfasst die bipolare Spaltung auch die Christen sowie die Arbeitnehmerschaft, aus der viele Einheimische aus der SPD sowie der Linkspartei zur AfD überlaufen. Die größte Gruppe war und wird wohl auch in Zukunft die Masse der Nichtwähler bleiben, die sich – zum Beispiel als säkular-progressive Islamkritiker – keinem Lager zugehörig fühlen, aber es nicht zu Stande bringen können oder wollen, eine „Dritte Kraft“ zu bilden.

    (…)

    Das Negative bzw. Verhängnisvolle der neuen Spaltung der westlich-kapitalistischen Zivilisation ist die beidseitige Negation der kulturellen Moderne:

    Sowohl die globalkapitalistische Bourgeoisie als auch die postmoderne Pseudolinke sind Verräter und Zerstörer der aufklärungshumanistischen Wertegrundlagen der säkular-demokratischen Werte- und Lebensordnung. Die national-, christlich- und liberal- konservativen Oppositionskräfte wiederum sind seit jeher „genetische“ Gegner der herrschaftskritisch-emanzipatorischen Aufklärung und Vernunft. Ihre Grundlagen der Migrations- und Islamkritik sind völkischer Nationalismus, Ethnopluralismus und christlicher Fundamentalismus. Zudem verbreiten sie eine undifferenzierte antilinke Propaganda, bei der im Sinne einer realitätswidrigen Feindbildkonstruktion Unterschiedliches und Gegensätzliches in einen Topf geworfen wird.“

    http://www.hintergrund-verlag.de/texte-kapitalismus-krauss-vom-triumph-zum-niedergang-thesen-zur-aktuellen-systemkrise.html

    • „polls consistently show that more men than women are in favour of legal abortions, both in Britain and in America. In this country 59 per cent of women want to reduce the legal limit from 24 weeks, compared to just 35 per cent of men. In fact, 10 per cent of British women would ban abortion outright.

      Pro-life women tend to be the most pro-life, while pro-choice women tend to be much more pro-choice than their male comrades. Overall abortion is not a male v female issue but a female v female one, with men much more dotted around the centre, or being totally apathetic. This obviously makes sense, since it is their bodies involved and so more emotive; I have my views on the subject, but when it comes down to it I’m pretty sure I’m never going to get pregnant and so my opinion carries less weight. …..

      Mainline feminism might deny or downplay this intrasexual culture war. Yet intrasexual competition explains a lot. For example, more men than women oppose the horrible practice of female genital mutilation, while more women than men support mandatory hijab-wearing in Iran. This matches research in the West, where it is women who show most hostility to other women wearing revealing clothes – ‘slut-shaming’ – and where the majority of misogynistic abuse online is done by females.“

      http://blogs.spectator.co.uk/2017/01/female-culture-war-begun/

  22. Zu unseren Musterdemokraten der SPD findet die „Welt“ den richtigen leicht hämischen Unterton:

    Sozialdemokraten sind Meister im – Verzeihung – Selbstenteiern

    „Gabriel … zeigte den demokratisch legitimierten SPD-Gremien, was er von ihnen hält: nix. … dass er nicht nur seine eigenen Absichten verkündete, sondern gleich seinen Nachfolger ausrief, auch als Parteivorsitzenden. Dieser Nachfolger wäre vielleicht gern persönlich bei der Erstausrufung dabei gewesen – aber egal.

    Diesen Nachfolger wählt normalerweise ein Parteitag – aber wen kümmert das noch? Was soll so ein Parteitag denn jetzt noch tun? Den neuen Hoffnungsträger mit einem nicht stalinistischen Ergebnis beschädigen?

    Die Partei hat ihre – Verzeihung – komplette Enteierung aber auch widerstandslos zugelassen. ….“

    https://www.welt.de/debatte/kommentare/article161584632/Sozialdemokraten-sind-Meister-im-Verzeihung-Selbstenteiern.html

    „Wer die menschliche Gesellschaft will, muss die männliche überwinden“!

  23. Das ist mal eine ganz neue Definition des Faschismus, aus der superprogressiven „Zeit“:

    „Die ideologische Inhaltsleere unterscheidet den Faschismus von den anderen politischen Strömungen mit ihren Ismen ….“

    http://www.zeit.de/2017/05/donald-trump-politische-kommunikation-rhetorik-sprache/komplettansicht

    Als ginge es bei diesem Ismus nicht ganz zentral um die Macht, um die ungeteilte, unbegründete, schiere Macht.

    Das wollen die Progressiven natürlich lieber nicht so zugestehen, denn auch in ihrem Weltanschauungskosmos nimmt die Macht die zentrale Stellung ein, mit dem „Standpunkt“ eines grosstmöglich Unterdrücktem als verbindlichem Nabel eines metaphysischen Ethos.

    Belustigend ist auch diese vollkommen hohle Einschränkung, an die sich der Autor natürlich überhaupt nicht orientiert, im Gegenteil:

    „Nun gehört es seit je zum festen Bestandteil linker Neurosen, immer und überall Faschistisches zu wittern, weshalb man vor voreiligen Analogien zurückschreckt.“

  24. Schöner zusammenfassender Artikel über das Knäuel der Verteidiger und Sympathisanten der Linda Sarsour.

    Women’s March Figure Linda Sarsour’s Radical Background, Ties
    https://www.algemeiner.com/2017/01/27/womens-march-figure-linda-sarsours-radical-background-ties/

    „Sarsour’s liberal defenders are adopting a strategy Islamists rely upon: cast any disagreement or criticism as “Islamophobic,” to deflect any genuine debate or examination of her record. Here, anyone who disagrees with Sarsour must be “alt-right.” As the few examples of liberal criticism shows, this simply does not fit with reality. If the voices of Muslim reformers, ex-Muslims and western feminists aren’t enough, it’s not clear anything will make liberals recognize the illiberal nature of some allies.“

    Vor allem gut ist es, dass die Kenntnis über die grundlegende Illiberalität so vieler anderer „liberals“ sich wegen dieses Falls verbreiten wird.

  25. „But liberals didn’t bother nearly as much about the pathologies in Muslim communities, and in Islamic civilization itself, that were producing so much carnage. Some liberals would sooner abandon their own feminist and gay-rights orthodoxies than criticize what imams in certain suburbs of Paris and London were telling their congregations about Afghanistan and defending the honor of the ummah.

    Amnesty International cozied up to the British-Pakistani radical Islamist Moazzam Begg despite his fawning interviews with the al Qaeda preacher Anwar al-Awlaki. When an Amnesty staffer named Gita Sahgal went public with her objections in 2010, the organization suspended her and argued in a press release that “jihad in self-defense” wasn’t “antithetical to human rights.”“

    How Liberals Killed the Freedom of Movement
    By suppressing debate about Islam, nationalism and terror, the left set the stage for today’s backlash.
    http://www.wsj.com/articles/how-liberals-killed-the-freedom-of-movement-1485464612

  26. Antiamerikanismus de luxe von Josef Joffe:

    http://www.zeit.de/2017/05/usa-donald-trump-unamerikanischer-praesident-zeitgeist

    „…. verrät Trump die uralte Tradition seiner 44 Vorgänger, die in Jesaja 49 wurzelt. Wie Israel sollte Amerika das „Neue Jerusalem“ sein, ein „Licht unter den Völkern, Anwalt des Anstands und des Guten“ (George H. W. Bush).“

    Diese mehr als gewagte Behauptung wird nur durch billige rhetorische Taschenspielertricks gerechtfertigt. Dann schmiert Joffe Trump mit einem Nazi-Narrativ an:

    „In Trumps Kopf rumort die Dolchstoßlegende des 21. Jahrhunderts. Finstere fremde Mächte hätten ein „Gemetzel“ in Amerika angerichtet, mitten in Frieden und Vollbeschäftigung.“

    Als würden die USA nicht durch Feinde aussen und im Innern bedroht werden. Genau in dieser Verleugnung und drüber hinaus in der Denunzierung als „Dolchstosslegende“ besteht hier der zu konstatierende Antiamerikanismus Joffes, der die USA als Land hinstellt, das es jedem recht machen sollte, nicht zuletzt seinen erklärten Feinden.

    „Das ist der nackte nationale Egoismus, der die liberale Weltordnung verrät, die Trumps Vorgänger 70 Jahre lang gehegt haben.“

    Es ist wohl etwas vermessen, die „liberale Weltordnung“ in Kontinuität 70 Jahre lang zurück sehen zu wollen. Aber was tut man nicht alles, um Trump als einen „unamerikanischen“ Verräter hinzustellen.

    „Mögen die „besseren Engel“ Amerikas Trump die Spatenhand lähmen.“

    Ja, die „besseren Engel“ sind bestimmt auf der Seite der „Europäer“ ….

    „Dieser Artikel stammt aus der ZEIT Nr. 5 vom 26.1.2017.“

    Titel „Hatte Marx doch recht?“

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