Verfasst von: Christian - Alles Evolution | 22. Januar 2017

Der „Frauenmarsch“ als weiteres Beispiel für die Schädlichkeit intersektionaler Theorien

Zuletzt hatte ich zum intersektionalen Feminismus in dem Artikel zum Emma Artikel geschrieben:

Es wäre ein interessantes Studienfeld die Art und Weise zu untersuchen, auf der es intersektionalen Feministen gelingt, solche Macht auszuüben und sich durchzusetzen. Eine Vermutung ist, dass viele andere Gruppen die Aufgabe an sich wesentlich wichtiger finden während die intersektionalen Feministinnen weit aus eher das Wie und das Warum kontrollieren wollen. Sie haben das perfektioniert, indem sie jede Kleinigkeit ungeheuerlich aufblasen können, über Punkte wie Mikroaggressionen oder andere Punkte, bei dem jede Kleinigkeit Teil des grossen Unterdrückungssystem ist und daher nicht geduldet werden kann und genau so schlimm ist wie eine große Unterdrückung.

Es fügt sich wahrscheinlich auch ganz gut in „prosoziale Dominanz“ ein: Wem es gelingt die Regeln des Wie und dessen, was nicht geht, anhand von Kleinigkeiten vorzugeben, der übernimmt die Gruppe. Während andere der Auffassung sind, dass es sinnlose Kleinigkeiten und unwichtige Punkte sind, ist es für die anderen die Welt und deswegen müssen die Nachgeben, für die es nur eine Kleinigkeit ist. Bis sie irgendwann entnervt aufgeben, weil es nie gut genug ist und die anderen zu dogmatisch sind.

Dieses „sich nicht mehr auf das Ziel konzentrieren, weil man auf dem Weg dahin keinerlei Kleinigkeiten duldet und sich darin verstrickt, diese zu bekämpfen, was zwangsläufig in einen Kampf gegeneinander ausarten muss“ wurde gerade mal wieder gut unter Beweis gestellt bei den Planungen zu dem „Million Women March“, wie er zuerst hieß, mit dem Frauen gegen Trump und seine potentiell schädliche Politik für Frauen protestieren wollten.

Natürlich gab es hier auch wieder erheblichen Terror der intersektionalen „Hetzfeministinnen“:

But the attempted hijacking of the march’s agenda and all the nasty tit-for-tat between white versus black/queer/Muslim/trans and other identities tells a very disturbing story about the divided state of feminism today. The separatist, inward-looking politics that helped drive Trump to power and Clinton into oblivion is not going away — in fact it is becoming more entrenched, and all for the better, say organizers bent on highlighting women’s differences rather than their commonality as American and international citizens.

Just go to the official Facebook page of the march and associated events, read the online discussions, and there amid the enthusiasm and excitement you will witness the unfiltered and unedifying spectacle of women going at each other not because of the content of their character but because of the color of their skin, their gender, ethnicity, or religion.

The New York Times reported on a white wedding minister from South Carolina, who is persecuted at home for marrying gays, but said she wasn’t attending the march. She was made to feel highly unwelcome and ridiculed for only allegedly waking up, since Trump’s win, to the racism that black women have always experienced. Others were also riled by constant suggestions they “check their privilege” or more offensive versions of the censorious catchphrase. Then in a story titled “The Activist divide over the Women’s March on Washington,”  Northeast Public Radio profiled a Black Lives Matter activist from Minnesota who said she was skeptical about going because “a lot of the stuff I was seeing on social media was really centered around white women being upset that they didn’t get their way.”

“And to me, you know, as a black queer woman navigating the world, it was really clear to me post-election that black folks, immigrants, LGBTQ folks like myself included, are at a higher risk of violence of targeted policies that are meant to take away our rights,” Lena Gardner said. “And I really wasn’t hearing those sorts of things from a lot of white women. Some were articulating that. And some were just like — it was almost like a temper tantrum.” On Twitter, a dissenter fumed, “So this should be called ‘White Womens March on Washington?” In a subsequent post, she added, “My solidarity detectors read ‘nah bruh.’ I’m not with a movement whose poster children are WW [White Women] who have directly shitted on BW [Black Women & WOC [Women of Color]. Bye.”

Überraschenderweise führt eine Ideologie, die beständig auf eine Unterdrückungsolympiade hinausläuft und bei der jede Identität meint, dass sie die wichtigste ist, auf die man alles abstellen sollte, zu Schwierigkeiten und dazu, dass letztendlich viele beleidigt sind und sich ungerecht behandelt fühlen.

Aus einem anderen Bericht:

The post, written by a black activist from Brooklyn who is a march volunteer, advised “white allies” to listen more and talk less. It also chided those who, it said, were only now waking up to racism because of the election. “You don’t just get to join because now you’re scared, too,” read the post. “I was born scared.”

A young white woman from Baltimore wrote with bitterness that white women who might have been victims of rape and abuse were being “asked to check their privilege,” a catchphrase that refers to people acknowledging their advantages, but which even some liberal women find unduly confrontational.

If your short-term goal is to get as many people as possible at the march, maybe you don’t want to alienate people,” said Anne Valk, the author of “Radical Sisters,” a book about racial and class differences in the women’s movement. “But if your longer-term goal is to use the march as a catalyst for progressive social and political change, then that has to include thinking about race and class privilege.”
“Now is the time for you to be listening more, talking less,” Ms. Rose wrote. “You should be reading our books and understanding the roots of racism and white supremacy. Listening to our speeches. You should be drowning yourselves in our poetry.”

“I needed them to understand that they don’t just get to join the march and not check their privilege constantly,”

Klassischer intersektionaler  Feminismus. Frauen schmeckt es eben auch nicht, wenn ihnen gesagt wird, dass sie ihre Privilegien checken sollen. Und sie wollen für Frauen protestieren und das nicht speziell schwarzen Belangen unterordnen. Aber das ist wiederum für eine schwarze intersektionale Feministin vollkommen egal, sie kann sich nicht als Teil des Ganzen sehen, für den mit protestiert wird, dass sie nicht im Vordergrund steht ist für sie unerträglich und eine Benachteiligung. Aus dieser Unwilligkeit sich als spezieller Teil eines Kollektivs zu sehen, dessen Anliegen nicht die wichtigsten sein müssen und dem Unwillen von „Allies“, also zB weißen Feministinnen auf ihr virtue Signalling in dem Bereich zu verzichten speist sich ein unglaubliches Spaltungspotential.

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Responses

  1. Ergänzende Lektüre: Weiblicher Narzissmus, Männerhass und Frauenpolitik von Alexander Ulfig.

    Unter Narzissmus versteht man allgemein „eine Konzentration des seelischen Interesses auf das eigene Selbst“.(1) Allgemeine Merkmale des Narzissmus sind übertriebene Selbstbezogenheit, permanente Beschäftigung mit sich selbst, „(…)

    Das Verhalten des Narzissten zu anderen Menschen ist durch Misstrauen gekennzeichnet. Der Narzisst hat Angst vor Kritik, er ist gegenüber Kritik sehr empfindlich. Jegliche Kritik an ihm, sei es an ihm als Person, an seinen Charaktereigenschaften oder an seinen Leistungen, empfindet er als einen Angriff auf seine ganze Person. Sehr oft fühlt er sich durch Kritik gekränkt (narzisstische Kränkung). Daher betrachtet er Kritiker als Feinde.

    Statt kritisiert möchte er bestätigt und bewundert werden. Dieses Verlangen artet oft in Bewunderungssucht aus. Bleibt die Bestätigung und die Bewunderung aus oder – noch allgemeiner – richten sich andere Menschen nicht nach den Wünschen des Narzissten, so fühlt er sich ebenfalls gekränkt (siehe unten).

    Der Narzisst vergleicht sich ständig mit anderen Menschen. Schneidet er dabei besser ab, so empfindet er Bestätigung, schneidet er schlechter ab, so fühlt er sich gekränkt und entwickelt darüber hinaus Neidgefühle.

    • Das wäre auch meine Vermutung: Wir haben es hier mit einem moralisch getarnten Narzissmus des schönen Geschlechts zu tun, um nicht zu sagen: einer Egomanie im Gewande der Gerechtigkeit und Weltverbesserung.

      Allerdings mit einer Besonderheit. Ulfig schreibt in der verlinkten Quelle:

      „Es wurde bereits festgestellt, dass der Narzisst ein schwaches Selbstwertgefühl hat. Sein Leben ist durch Minderwertigkeitsgefühle, Selbstzweifel und Unsicherheit bestimmt. Doch gehen wir noch weiter in die Tiefe und fragen nach den Ursachen für sein schwaches Selbstwertgefühl.

      Sie liegen in der Kindheit, in der Erziehung, in der Sozialisation. Erhält das Kind von seinen Eltern oder anderen Bezugspersonen nicht ausreichend Interesse und Zuwendung, so fühlt es sich nicht angenommen, nicht akzeptiert. Wird es in seinem Tun nicht bestätigt, wird es z.B. für seine Leistungen nicht gelobt, sondern dafür getadelt oder schlecht gemacht, so reagiert es mit Frustration und Resignation oder mit Wut und Hass. Aufgrund der mangelnden Anerkennung entwickelt das Kind Gefühle des Versagens und der Minderwertigkeit.“

      Mag sein. Aber ich bezweifle, daß diese Diagnose auf die Mehrheit der intersektionalen FeministInnen zutrifft. Denen wurde in ihrer Kindheit eher zuviel als zuwenig Interesse, Zuwendung und Bestätigung zuteil.

      Insofern wäre es eine wirklich dringende Frage: Wie können wir den Narzissmus nicht nur der intersektionalen FeministInnen, sondern auch vieler eher durchschnittlicher Frauen erklären?

      • Die vermeintliche Unsicherheit, die sich bei „Narzissmus“ beobachten lässt, ist gar keine Unsicherheit, sondern Ehrgeiz oder Ambition.

        • Beides trifft zu. „Self-esteem“ ist der Proporz, den diese Leute vor sich her tragen, die gleichzeitig eine riesen Erwartungshaltung haben und gleichzeitig zutiefst frustriert und resigniert sind. Diese Spannung ist es, die sie so irrational werden und ganz unsinnigen Zielen hinterherlaufen lässt.

    • @only_me
      Absolut treffende Analyse

  2. Aus „Million Women March“ wurde dann ja doch nur ein „Half a Million March“ (Veranstalterinnen-Angabe laut SPON), und das auch nur nachdem Soros noch ordentlich Geld in 50 „Partner-Gruppierungen“ gesteckt hat.

    http://nytlive.nytimes.com/womenintheworld/2017/01/20/billionaire-george-soros-has-ties-to-more-than-50-partners-of-the-womens-march-on-washington/

  3. Das hier habe ich gestern zum ersten Mal gelesen:

    Was ist davon zu halten?

    Wahr oder nicht: Feminismus und insbesondere heutiger Intersektionalismus sind perfekte Zersetzungsstrategien.

    • Die Chicago Tribune zitiert Steinem mit „The Agency was completely different from its image; it was liberal, nonviolent and honorable.” und kommt daraufhin zu dem Schluss, dass alles super ist.
      Eine Superfrau hat für eine Superinstitution gearbeitet; gehen Sie weiter, hier gibt es nichts zu sehen.

      http://www.chicagotribune.com/news/opinion/commentary/ct-gloria-steinem-cia-20151025-story.html

      • Auf das moralische Urteil von Feministinnen gebe ich natürlich nicht viel.

        Wenn man der Steinem-Geschichte folgt, dass wurde sie von der CIA eingesetzt, um „schwarzen Feminismus“ unschädlich zu machen. Das alleine sollte Feministinnen einiges zu denken geben.

        Aber da das seitens der CIA offenbar erfolgreich war, könnte man annehmen, dass diese Unterwanderungstaktiken weiter praktiziert werden und sich in den fast 50 Jahren seither beträchtlich weiterentwickelt haben. Die Unterwanderung und Zersetzung der Piraten durch Feministinnen und Anti-Deutsche kam mir z.B. schon länger komisch vor. Weibliche Hysterie ist nicht zielgerichtet genug um ausgerechnet die im Hinblick auf ihr gesellschaftsveränderndes Potential gefährlichsten Gruppen anzugreifen. Und kaum sind sie bei den Piraten fertig, gehen sie zur Linken damit bloß nicht Sarah Wagenknecht die Linke als sinnvolle Partei linker emanzipatorischer Veränderung für breitere Kreise wählbar macht. Da stinkt einiges.

        • Ach alles klar, ich hatte den Artikel nicht gelesen. Früher las man nichts davon, dass es darum ging „„schwarzen Feminismus“ unschädlich zu machen“.
          Chicago ist die Hochburg des schwarzen Rassismus, vor allem weil der Nation of Islam dort sitzt….
          Hier soll doch wohl eine Galionsfigur des Vorgängerfeminismus angeschmiert werden: als Agentin der „White Supremacy“, wofür der Verweis auf die CIA natürlich hervorragend sich eignet….

          „Die Unterwanderung und Zersetzung der Piraten …“

          Das liegt allein daran, dass neue und stark wachsende Parteien und Gruppierungen irgendwelche seltsamen Radikalen geradezu magisch anziehen. Hier können sie nämlich endlich etwas bewegen. Jede neue Bewegung täte gut daran, sich gegen diese Wühlmäuse und Querulanten zu schützen.

        • Ich meine mich auch zu erinnern, dass die „Chicago Tribune“ sich als unseriöse Zeitung einen Namen gemacht hat.

      • Diese Behauptung gibt es schon länger. Erinnert stark an eine ähnlich gelagerte Behauptung bzw Gerücht, die CIA hätte die abstrukte Kunst der 60er (Pollock wird gerne genannt, der bekannte „action“-Maler) subventioniert.
        Was soll das für einen Sinn machen? Sind das nicht die üblichen antiamerikanischen Gerüchte, die die CIA hinter allem Bösen wittern (wie auch hinter Aids)?
        Wenn irgendein Geheimdienst an Steinem interessiert gewesen wäre, dann ist es doch logisch, dass dieser den USA feindlich gegenüber eingestellt ist, wie der russische etwa.

        • Dieser Vorstellung liegt die Annahme zu Grunde, Geheimdienste würden lediglich die eine Nation mit all ihren Bürgern vor anderen Nationen schützen. Wahrscheinlicher erscheint mir die Annahme, dass Geheimdienste zumindest auch das eigene Establishment vor dem eigenen Volk „schützen“.

          Aber es ist natürlich richtig, dass wir uns bei solchen Fragen tief in das Territorium verschwörungstheoretischer Überlegungen bewegen. Aber nur weil es dumme Verschwörungstheorien gibt, heißt das noch lange nicht, es gäbe keine Verschwörungen.

        • „Aber nur weil es dumme Verschwörungstheorien gibt“

          Was heisst hier „dumm“? Der konkrete Inhalt mag zwar „dumm“ erscheinen, ihre Funktion aufzuhetzen ist alles andere als „dumm“, sondern ein politisches Kampfmittel, welches ziemlich erfolgreich sein kann, siehst du ja mit dem „Patriarchat“ des Feminismus. Verschwörungstheorien bzw Gerüchte sind in der Lage deine Anhänger zu fanatischen Anhängern zu machen und ihr Hirn auszuschalten.

    • Ähnlich ist ja das Gerücht, die CIA hätte gegen Trump geschossen. Die Welt scheinheilig dazu:

      „Der Präsident tat auch so, als seien es die Medien gewesen, die versucht hätten einen Keil zwischen ihm und die Geheimdienste zu treiben.“

      https://www.welt.de/politik/ausland/article161393465/Dieser-Massenprotest-ist-einzigartig-genauso-wie-der-Praesident.html

      Genau das war mE der Fall. Auch die Welt hypte diesen ganzen Müll, der dem Clinton-Team während des Wahlkampfes als so zweifelhaft erschienen muss, dass er damals nicht zum Einsatz als Wahlkampfmunition kam.

      Ist schon sehr aufschlussreich, dass dieser Trash dann *nach* der Wahl zum Einsatz kam, was den fanatischen Hass der Medien (besonders der europäischen und ihrer Verbündeter in USA) auf Trump unterstreicht. Da gibt´s einen schönen Ausdruck für: throwing everything & the kitchen sink (at somebody/thing).

      „Willkommen im Realitätsverzerrungsfeld der ersten postfaktischen Regierung Amerikas.“

      brought to you courtesy of the MSM ….

      „Phänomen Trump ist von gefährlichem Nihilismus erfüllt“

      Und nicht etwa das Phänomen der unter Obama stark gewachsenen „progressiven Bewegung“….

      „Es wird alle Anstrengungen der Medien bedürfen wie auch des Engagements der Zivilgesellschaft, um diesem Nihilismus entgegenzutreten.“

      Deutlicher kann sich die Welt nicht auf die Seite der progressiven Agenda, ihrem Pro-Islamismus und dem ganzen Neorassismus stellen..

      „Es macht jedoch Hoffnung, wie zahlreich und bestimmt viele Amerikaner am Tag zwei der Ära Trump gegen den Trumpismus auf die Straße gegangen sind. Manche hoffen nun auf eine neue Ära bürgerschaftlichen Engagements.“

      Während in den USA die progressive Bewegung im Einfluss schwinden dürfte und ihren Zenit überschritten hat, dürfte ihr ungehemmter Siegeszug in Europa bevorstehen. Hier stehen, im Gegensatz zur USA, wo das alles vor allem privatwirtschaftlich (Colleges!, NGOs) gepusht alle Türen offen, da die progressive Ideologie viel besser in *staatlichen* Institutionen und allen möglichen Parteien Fuss gefasst hat.

      • Es spricht meiner Ansicht nach viel für die Annahme, dass Trump bedeutende Teile des US-Deep-State gegen sich hat. Er hat vermutlich andere für sich, sonst wäre er nicht Präsident. Nur worum es dabei im Detail geht, wissen wir leider nicht.

        • Na klar, ohne Frage. Und dass die auch bei der CIA sitzen, ist auch anzunehmen. Aber dass eine Institution wie dieser Geheimdienst jetzt geschlossen hinter einer Sache steht, ist doch extrem unplausibel.

          Hingegen dass jetzt die europäischen Medien sich praktisch 100%ig gegen Trump stellen, verrät einem schon, dass etwas tiefgreifendere Interessenkonflikte im Busche sind. Es ist auch offensichtlich, um was es dabei geht: um Wirtschaftliches. Die schreien, weil die USA unter Trump drohen nicht mehr den Oberzahlmeister abgeben zu wollen. Die letzten Jahrzehnte gingen die USA mit ihrer Wirtschaftspolitik ja voran, was solche Länder wie Deutschland (gemeint sind natürlich die Konzerne) sehr geschickt zu ihrem Vorteil nutzen konnten. Als „Dank“ dafür sabotierte man alle Vorhaben, die weniger angenehm waren, wie den Irak-Krieg und andere Nato-Verpflichtungen (man mag halten davon, was man will).
          Das alles hat die USA ausgehölt und bedroht nun ihre Stabilität.

        • Ja genau. Es geht wirtschaftlich um die Globalisierung bzw. deren Regeln. Und hier sind die europäischen Eliten massiv gegen Trump und die Ideen seines Teams. Auf der anderen Seite sind maßgebliche Teile der CIA gegen Trump. Aus Sicht von Trump (und Steve Bannon als strategischem Berater) macht es wiederum keinen Sinn, Streit mit allen anzufangen. Besser, man konzentriert sich auf eine Sache, die man verändern will. Es sei denn natürlich, die angegriffenen Sachen hängen irgendwie zusammen. Womit wir bei der Frage sind, was eigentlich die CIA mit der neoliberalen Globalisierung zu tun hat?

        • „was eigentlich die CIA mit der neoliberalen Globalisierung zu tun hat?“

          Ich denke herzlich wenig. Das ist eine rein politische Sache, die Reagan angestossen hat und von Clinton perfektioniert wurde. Das ist keine parteiliche Angelegenheit, sondern eine überparteiliche. Das hat auch erst gut geklappt, das mit der Globalisierung, ab 2000 aber nicht mehr so gut und jetzt gar nicht mehr. China und die EU, neben Russland machen der USA die Hölle heiss, andere aufstrebende Wirtschaftsmächte entwickelten sich zu korrupten hell holes (Brasilien, Mexiko, Russland, China, also die „Brics“).
          Die globale Wirtschaftsstrukturen sind in eine Sackgasse gelaufen, ein „Befreiungsschlag“ für eine neue Richung steht an und Trump ist der Mann dafür. Trump wird daher auch mehr heimliche Aliierte haben, als man meinen müsste.

        • Ich sehe die sog. Globalisierung auch als eine Methode der Organisation des Imperiums. Die Ansätze dafür sind auch schon viel älter. Was ab 1980 mit China passiert ist, ist nicht so viel anders als der Wiederaufbau Deutschlands und Japans nach WKII. Die USA ermöglichen durch ihre Handelspolitik anderen Ländern, für die USA zu produzieren. Dadurch werden Abhängigkeiten produziert und die Profite in den Export-Ländern erzeugen Eliten, die von den USA abhängig sind. Dass die CIA mit der Kontrolle dessen zu tun hat, ist aus der Perspektive eines Imperialismus naheliegend.

          Aber diese Organisation des Imperiums hat auch einen Preis für die USA, indem große Teile der eigenen Bevölkerung in der Wohlstandsentwicklung zurückbleiben und indem Produktionskapazitäten und Know-How verloren gehen. Letzteres ist im Fall eines konventionellen Krieges ein sehr ernstes Sicherheitsproblem.

        • „Aber diese Organisation des Imperiums hat auch einen Preis für die USA, indem große Teile der eigenen Bevölkerung in der Wohlstandsentwicklung zurückbleiben“

          Ganz genau das ist passiert. Die Segnungen der Globalisierung haben das erst mal irrelevant gemacht, doch jetzt ist der Vorteil in einen Nachteil umgeschlagen. Ungehemmt nutzen merkantilistische Entitäten wie China und die EU (also D) das zum Machtgewinn über die USA.

          „Letzteres ist im Fall eines konventionellen Krieges ein sehr ernstes Sicherheitsproblem.“

          Die Feinde der USA sind relativ stärker geworden und das hat die Obama-Admin massgeblich mit verursacht, an den Häusern des Parlaments vorbei.

          Der jetzt kommende Kurswechsel wäre von Clinton sicher genauso vollzogen worden, btw. Vielleicht jedoch später.

      • Auch die FAZ findet den progressiven Spaltpilz klasse:

        „Und so war die Atmosphäre bei vielen dieser Kundgebungen trotz aller Besorgnisse auch nicht düster oder bitter, sondern eher kämpferisch und enthusiastisch – eine Art Aufbruchstimmung. Das spiegelte sich auch in humorigen Plakataufschriften wider, wie etwa „Free Barron“ – befreit Barron, den zehnjährigen Sohn von Trump und First Lady Melania.“

        http://www.faz.net/aktuell/politik/trumps-praesidentschaft/weltweite-proteste-gegen-trump-seid-ihr-bereit-zur-rebellion-14723373.html

        Jetzt hat die konservative deutsche Presse ein paar Jahrzehnte lang still gehalten und brav „Amerika zuerst“ gerufen. Da kommt dann ein neuer amerikanischer Präsident sagt: „Amerika zuerst“ und die konservative deutsche Presse lässt die Maske fallen. Bemerkenswerte Zeiten.

  4. Passiert eben wenn man im Privilegienzirkus mitspielt. Findet sich immer jemand, der sich noch mehr unterdrückt fühlt.

  5. Dieses „sich nicht mehr auf das Ziel konzentrieren, weil man auf dem Weg dahin keinerlei Kleinigkeiten duldet und sich darin verstrickt, diese zu bekämpfen, was zwangsläufig in einen Kampf gegeneinander ausarten muss“ wurde gerade mal wieder gut unter Beweis gestellt bei den Planungen zu dem „Million Women March“, wie er zuerst hieß, mit dem Frauen gegen Trump und seine potentiell schädliche Politik für Frauen protestieren wollten.

    Es gibt durchaus berechtigte Sorgen, was Trumps zukünftige Politik anbelangt, aber Frauen haben ganz bestimmt nicht zu befürchten, ihnen würden irgendwelche Rechte aberkannt. Das ist hysterisches Gekreische ohne rationale Grundlage.
    Warum sind denn die Frauen, die am Frauenmarsch teilnehmen, so entsetzt? Weil ihr buntes GenderfrauenLBTQSVbevorzugungsgedöns von Trump nicht weiter propagiert wird. Weil er kein Repräsentant der Obama-Clinton-Koalition „alles ausser weisser Männer“ ist, die Obama zwei mal die Wahl sicherte.
    Wer hat die Hysterie entfacht? Clinton sprach von einem „war on women“, die von den Reps geführt werde, wenn Trump gewinnen sollte. Ich mag die Reps nicht, aber dass sie einen Krieg gegen die Frauen führen werden ist als Annahme so lächerlich, so hysterisch, so unbeschreiblich weiblich. Aufkreisch!

  6. Das allzu Offenschtliche zur Organisatorin des „Frauenmarschs“, Linda Sarsour:

    Interessant daran, dass die maskulistische Vorzeigefeministin Cathy Young das bezweifeln will „Seriously?“.

    Ja, bei aller „Intersektionalität“ geht es heute vor allem um den Islam.

  7. Das Wort „postfaktisch“ nervt uns wohl alle schon, aber es passt doch. Ich kriege von allen Seiten Gejubel über die Proteste mit, bei denen keiner ausspricht, was es denn jetzt WIRKLICH damit auf sich hat.
    Es waren mehr Leute, als bei Trumps Veranstaltung? Okay. Punkt für die, kleine Schlappe für ihn, gönne ich ihm, als Gesamtziel wäre das aber doch recht kindisch.

    Was mir scheint ist, dass man das Ziel des Marsches bewusst so vage gelassen hat, dass quasi jeder für alles mitmarschieren kann, solange es nicht pro Trump ist. Ob Pro-Choice, die demokratische Partei, Kosten von Hygiene-Produkten, Protest gegen Nazis, Kritik an Polizeigewalt, Zuspruch für Bernie Sanders oder die Sache der Palästinenser… alles tauchte auf, alles stärkte die Reihen aber wirklich ein großes Ziel fehlte komplett. Dass auch Männer teilnehmen durften, ist an sich natürlich löblich, aber es dann als #WomensMarch zu bezeichnen und seine hohe Teilnehmerzahl und Friedlichkeit (anbei: eigentlich eine Selbstverständlichkeit, keine Leistung) als Verdienst „den Frauen“ zuzuschreiben, ist schon etwas albern.

    • Man muss zudem folgendes berücksichtigen: Trump hat wohl in Washington DC nicht viel mehr als ein paar % der Stimmen geholt und in vielen anderen Städten dasselbe. Seine Basis hat er auf dem Land und von daher ist es ja nicht erstaunlich, dass die Anti-Trump-Leute in den Städten stark mobilisieren können, wenn kaum Trump-Wähler dort sind. 🙂

      • „dass die Anti-Trump-Leute in den Städten stark mobilisieren können“

        Vor allem machen die nichts anderes als zu mobilisieren, das ist alles hochgradig organisiert, Busfahrten etc.

        Die Leute zur Inauguration hingegen mussten sich sicherlich überwiegend individuell aufmachen. Da hängt man doch lieber vorm Fernseher und friert sich nicht in der Kälte ab….

        • Das ist ein schräger Vergleich. Auf die paar Hundertausend kommt kam es bei der Wahl gar nicht an, sondern da ist Herr und Frau Durchschnittsbürger gefragt. Und da blieben offenbar die Sympathisanten der Demokraten bzw von Obama einfach fern und enthielten sich der Stimme. Ich bin mir sicher, dass der Hauptgrund dafür die fatale neue Krankenversicherung war, die den Leute das Geld so übermässig aus der Tasche zog. Dass es dem normalo USAmerikaner nach 8 Jahren nicht besser ging, das hätte man verziehen, aber dieser Aderlass war too much.

        • Kleine Erinnerung: Es haben rund 3 Millionen Menschen mehr für Hillary gestimmt als für Trump.
          Das ist etwa Berlin.

          http://edition.cnn.com/election/results/president

        • @maren

          Kleine Erinnerung: das Wahlsystem ist nicht darauf ausgerichtet, dass man die Mehrheit der Stimmen, sondern das man Wahlleute gewinnt. Wie eine wahl ausgegangen wäre, wenn es um absolute stimmen gegangen wäre ist damit reine Spekulation, da dann der Wahlkampf auch gänzlich anders ausgerichtet worden wäre (nicht auf swingsstates sondern auf große Staaten) und weil dann in „sicheren Staaten“ die Wahl für leute, deren Stimme sonst nicht gezählt wird, interessanter wird. Hillary hat größere „sichere staaten“ wo es sich nicht lohnte gegen sie zu stimmen, weil man wußte wie es zB in Kalifornien ausgeht.

          Zudem hat Deutschland 82 Millionen Einwohner, Amerika 324 Millionen. Umgerechnet auf Deutschland wären es demnach etwa 750.000 Leute mehr.

        • *Umgerechnet auf Deutschland wären es demnach etwa 750.000 Leute mehr.*

          Das wäre immerhin Frankfurt am Main.

          Punkt ist: die Leute SIND wählen gegangen und es hat ihnen nichts genutzt. Deswegen gehen dieselben Leute jetzt auf die Straße.
          Gelebte Demokratie.

        • @Maren

          Für Hillary haben 48% für Trump 46% gestimmt. Hillary hat dafür 639 Millionen ausgegeben, Trump 302 Millionen. Das nun als den großartigen Sieg zu verkaufen ist doch lächerlich.

          Fand der Womensmarch denn in Staaten einen größeren Anklang, die mehrheitlich für Trump gewählt haben oder nur in klassischen Demokraten Staaten?

        • @maren

          „Punkt ist: die Leute SIND wählen gegangen und es hat ihnen nichts genutzt. Deswegen gehen dieselben Leute jetzt auf die Straße.
          Gelebte Demokratie.“

          Nur dann wenn man das Wahlsystem nicht versteht. Es schützt den Einfluss der kleineren Staaten, wie bei uns auch im Bundesrat.
          Auch ein System mit Wahlmännern ist eine Stimme des Volkes. Nur eben mit betonung regionaler Unterschiede.

          Außerdem protestieren sie doch nicht gegen das WAhlsystem. SIe protestieren, weil ihnen der mit der Mehrheit der electoralstimmen gewählte und seine Politik nicht passen. Hätte Trump 48 und Hillary 46 gehabt, dann hätten sie auch demonstriert, eben weil Trump so essentielles wie die Abtreibung in Frage stellen könnte und allgemein republikanische POsitionen vertritt, die anhänger der Demokraten eben nicht passen

        • @marenleinchen

          Mag sein: Aber es ist ja nicht so, dass Trump gewonnen hat, sondern Hillary verloren. Sie hat wohl ca. 10 Mio weniger Stimmen als Obama geholt und das dürfte die Crux sein.

        • „Gelebte Demokratie.“

          In den USA ist es eben erlaubt, gegen den Staat und die Verfasstheit der Republik seine Stimme zu erheben.

        • „Verfasstheit der Republik“

          Hä? Meinst du Verfassung?

        • @marlenleinchen

          Wenn die Leute doch auch mal gegen US-geopolitische Kriege, Folter (Guantanamo), Überwachung, ungleiche Handelsbeziehungen, ca. 1000 US-amerikanische Militärstützpunkte (um sich Rohstoffe und Absatzmärkte zu sichern) protestieren würden, dann wären sie um einiges glaubwürdiger.

        • Es bleibt bei diesen Frauenmärschen und Protestversammlungen unklar, wofür oder wogegen diese Frauen eigentlich genau demonstrieren. Im Grunde scheint sich hier nur ganz allgemein der Ärger zu artikulieren, dass bei der Wahl ein Mann gegen eine Frau gewonnen hat.

        • „dann wären sie um einiges glaubwürdiger.“

          Aber unter Obama doch nicht ….

          Wart mal ab, was los ist, wenn der Krieg gegen Iran kommen würde (sehr wahrscheinliches Ereignis), da findet die „Friedens“-Bewegung sicherlich wieder zur „alten Grösse“ zurück.

        • „Deswegen gehen dieselben Leute jetzt auf die Straße.
          Gelebte Demokratie.“

          So wie Pegita?!

        • *Hillary hat dafür 639 Millionen ausgegeben, Trump 302 Millionen*

          Was hat das jetzt damit zu tun?

          *Es schützt den Einfluss der kleineren Staaten, wie bei uns auch im Bundesrat.*

          Und dennoch haben wir bei Bundestagswahlen ein stinknormales Verhältniswahlrecht und kein Mensch beschwert sich, dass NRW da einen ungerechten Vorteil hätte. Hm.
          Offensichtlich ist das amerikanische System nicht alternativlos.

          *Außerdem protestieren sie doch nicht gegen das WAhlsystem.*

          Doch, auch. Zumindest habe ich von einigen gehört, dass sie es doch sehr bedenklich finden, dass im Abstand von ~15 Jahren 2mal ein Präsident an die Macht gekommen ist, der nicht gewollt war, zudem mit deutlichen Folgen, wenn wir uns mal an die Ära Bush junior erinnern.
          Es ist insgesamt lediglich 4mal passiert, dass jemand gewählt wurde, der nicht auch die popular vote hatte, 2 davon in diesem sehr jungen Jahrhundert.
          Und bedenkt man, dass heutzutage deutlich mehr Amerikaner mitbekommen, dass ein electoral college weltweit eher Ausnahme denn Regel ist UND nimmt man noch einen Kandidaten wie Trump dazu UND die Tatsache, dass der Stimmenabstand zum Gewinner so hoch ist wie nie zuvor, gibt das einigen sehr gute Gründe, doch eventuell an der Richtigkeit des Systems zu zweifeln und eine diesbezügliche Änderung zu begrüßen
          Zu Recht, wie ich finde, nach 250 Jahren kann man schonmal prüfen, ob das alles noch so zeitgemäß ist und Raum für Kungeleien gibt es allemal. Zumindest war die erste Reaktion meiner 13jährigen Nichte „Kann man die nicht dann bestechen?“

        • „Hm.Offensichtlich ist das amerikanische System nicht alternativlos“

          Natürlich nicht, aber das ändert nichts daran, dass man ein Wahlergebnis nicht übertragen kann. Trump hat ja seinen Wahlkampf nicht auf die größeren Staaten ausgerichtet.

          Niemand weiß, wie eine Wahl in den anderen System ausgegangen wäre. Vielleicht hätte es sehr viele Republikaner in den großen Städten mobilisiert, die endlich mal wollen, dass ihre Stimme zählt.

        • Wir kommen gerade etwas sehr vom Thema ab.
          Ursprünglich bezog sich Maren doch nur auf den von mir zitierten Tweet und der ist ja tatsächlich eine nicht ganz saubere Überspitzung.

          Wo wir aber schon mal dabei sind:
          Das System mit den Wahlmännern halte ich auch für ziemlichen Murks und den Grund, weshalb die Wahlbeteiligung in den USA so erbärmlich ist. – Wenn du weißt, dass deine Stimme nicht zählt, weil du in einem Staat der anderen Partei lebst, warum sollst du denn noch hin gehen?
          Das Ergebnis der Wahl bestätigt es für mich nochmal. Eine so große, klare Mehrheit hat das geringere Übel gewählt und durch das Wahlmannsystem wurde ihrem Willen nicht nachgekommen. Das ist einfach offenkundig nicht im Sinne des Erfinders.

        • Natürlich, genau das ist im Sinne des Erfinders.
          Damit kleinere Staaten nicht untergehen wurde es ja eingerichtet.

          Ich glaube es wird verständlicher, wenn man es auf die EU überträgt. Da würden vielleicht auch die Franzosen es für wichtig halten, das die deutschen sie nicht überstimmen, weil sie mehr sind
          Deswegen ist es beim EU Parlament ja ähnlich:

          die Zahl der Sitze, die bei den Europawahlen in den einzelnen Mitgliedstaaten verteilt werden, spiegelt nicht alle Wählerstimmen gleich wider: Größere Staaten haben grundsätzlich mehr Abgeordnete als kleinere Staaten, allerdings haben kleinere Staaten mehr Abgeordnete pro Einwohner als größere Staaten. Dieses Prinzip wird als „degressive Proportionalität“ bezeichnet.

        • „weil du in einem Staat der anderen Partei lebst, warum sollst du denn noch hin gehen?“

          Die USA sind ein föderales Staatengebilde, so ist nunmal ihre Verfasstheit. Und das macht auch Sinn, da sonst die Autonomie der einzelnen Staaten gegenüber dem Zentrum geschwächt wäre (und bevölkerungsärme Staaten gegenüber bevölkerungsreicheren). Es ist also alles „im Sinne des Erfinders“.

        • Ob die da für oder gegen electoral college sind, hängt immer davon ab ob und wie ihr Kandidat gewonnen hat:

          http://www.foxnews.com/politics/2013/01/19/republicans-want-to-change-laws-on-electoral-college-votes-after-presidential.html

        • *Die USA sind ein föderales Staatengebilde, so ist nunmal ihre Verfasstheit.*

          Das Wort ist Verfassung.
          Und ein föderaler Bundesstaat ist Deutschland auch. Das ist unsere Verfasstheit. ^^
          Das hat mit dem electoral college nix zu tun.

        • „Das hat mit dem electoral college nix zu tun.“

          Das ist die Folge aus der Föderalen Struktur der USA, die in der Verfassungsordnung festgelegt ist. WIe auch das elect coll. Wer gegen diesen Umstand polemisiert, der stellt die Verfasstheit der USA in Frage, wie du getan hast @marenleinchen. Spielt ja keine Rolle, aber als Bürger der USA wäre das Verrat.
          Ist ja aber nicht mehr so schlimm nach den Begnadigungen Obamas. Derart ermuntert schreien jetzt die Leute rum und zweifeln die Legitimität des Systems selbst an. Und behaupten dazu noch, dies sei „Demokratie“. So schlecht kann man die Demokratie machen…..
          Dieses antidemokratische Gerede der Progressiven ist nur noch abstossend.

    • „aber wirklich ein großes Ziel fehlte komplett.“

      Aber doch: gegen die USA, egal mit welchen Mitteln.

      „aber es dann als #WomensMarch zu bezeichnen“

      Das zieht eben immer noch am besten als label. Ausserdem war der Tag immer „WomensMarch“-day.

  8. Genau diese Politik hat der Herr Obama gewollt.

  9. Ich habe soeben ein höchst wissenschaftliches Experiment unternommen:

    „Frauenmarsch“ hat 11.100 Googletreffer, „Frauenarsch“ dagegen 162.000.

    Meine Schlussfolgerung: The internet is for porn!

    • google ist sexistisch 😉

  10. haufenweise Bilder!

    http://www.dailymail.co.uk/news/article-4142950/Thousands-women-head-Washington-protest-Trump.html

    Mein Favorit für das komischste Plakat:

    „Feminazis against real Nazis“

    eines der letzten Bilder, auf der rechten Seite, Bildunterschrift:
    „Thousands of protesters fill the Benjamin Franklin Parkway as they participate in the Women’s March in Philadelphia“

    • „Feminazis against real Nazis“

      Ist der Hammer 😉

      • Eigentlich muss es eine „Trollerei“ sein, lol

    • Öhwas?

  11. Women’s March Organizer Recently Met Ex-Hamas Operative, Has Family Ties To Terror Group

    http://dailycaller.com/2017/01/21/womens-march-organizer-recently-met-ex-hamas-operative-has-family-ties-to-terror-group

    „Sarsour, the head of the Arab American Association of New York and an Obama White House “Champion of Change,” was speaking at last month’s 15th annual convention of the Muslim American Society and Islamic Circle of North America.

    While there, she posed for a picture with Salah Sarsour, a member of the Islamic Society of Milwaukee and former Hamas operative who was jailed in Israel in the 1990s because of his alleged work for the terrorist group.“

    „While it is unclear if Salah and Linda are related … she has other family ties to alleged Hamas operatives. …Sarsour has acknowledged in past interviews that she has cousins serving prison time in Israel because of their work for Hamas.“ Ein Netz weiterer Indizien im Artikel.

    Das ist auch wieder mal bezeichnend:

    Der Womensmarch „has been heavily criticized for excluding pro-life women’s groups. Meanwhile, the Council on American-Islamic Relations, a Muslim civil rights group which opposes abortions past 20 weeks, was asked to take part in the event.“

  12. Nanu, war dem Yeyo nicht klar, dass der Islam jeglichen Zins verbietet?

    (noch ein Grund mehr als Kommunist, den Islam gut zu finden, btw).

  13. Die Krone von allem ist der Kommentar von Bernie Sanders-twitter account, der Trump als das hinstellt, was nur sie selbst betreiben….

    Das ist für die Geschichtsbücher…..

    This Week in Stupid (22/01/2017) – Trump Inauguration Special
    42min
    http://www.youtube.com/watch?v=ajppWvtW2I4

    Und so endete die Progressive Bewegung, in Streit und Zwist.

    Die Riesen-Kulisse, das ganze potemkinsche Dorf des „Protestes“ ist ultimo postfaktisch.

  14. So was aber auch.

  15. Hidden in Plain Sight

  16. Für den gewalttätigen „Protest“ vom Tag zuvor werden 10 Jahre gefordert:

    Majority of 230 protesters arrested on Inauguration Day will face 10 years in prison and $25k fine as US attorney says they will be charged with felony rioting

    http://www.dailymail.co.uk/news/article-4144360/Anti-Trump-protesters-face-10-years-prison.html

    Na hoffentlich abschreckend. Einen Crackdown der Islamisten wird es hoffentlich auch noch geben.

    • „protesters also descended on Franklin Square Park where they graffitied a stretch limo before setting the vehicle ablaze right outside the Washington Post building.“

      Einer führenden Anti-Trump-Zeitung….

      Fehlt nur noch die Verschwörungstheore der Progressiven, dass die Gewalttäter alle von Trump sind. Die glauben ja schliesslich alles 😦

  17. „Top Trolling“ lol

  18. „But however vulgar, crude, and disturbing Madonna’s admisson that she has thought about blowing up the White House, she did not threaten to do so, and probably can’t, and definitely should not be, charged with a crime. That would play into the hands of the left. Just note that hysterics denounced Sarah Palin for using a bulls-eye once, and now this has-been singer is planting the idea of horrific violence in the minds (such as they are) of her fans.

    At least we were spared the phony British accent ….“

    http://www.americanthinker.com/blog/2017/01/felony_charges_awaiting_hundreds_of_inauguration_day_violent_rioters.html

  19. „also zB weißen Feministinnen auf ihr virtue Signalling in dem Bereich zu verzichten speist sich ein unglaubliches Spaltungspotential.“

    Solange es sozusagen in der Familie bleibt 🙂

    Aber die politisch Korrekten (intersektionale Feministinnen sind ja nur ein Teil davon) zersetzen natürlich auch sinnvolle Proteste. Ich finde den Artikel auf Telepolis nicht mehr, aber da wurde eine Demo beschrieben, bei der im Protestcamp abgestimmt wurde, ob und wo der von Symphatisanten gespendete Pflaumenkuchen gegessen werden darf (da steckten wohl Veganer dahinter).

    Die Lust alles um sich herum radikal eigenen Ideologien unterzuordnen, nimmt bei manchen Menschen scheinbar krankhafte Züge an.

  20. Der Arne Hoffmann findet den Marsch eigentlich auch ganz toll und einen „Hoffnungskeim eines neuen Widerstands“ (Spiegel):

    „Natürlich gibt es zu dem Marsch auch kritische Stimmen, wobei bislang allerdings nur wenige über polemisches Gemotze und Geläster hinausgehen. Die New York Times immerhin berichtet über die starken Verbindungen des Millardärs und Clinton-Unterstützers George Soros zu den Organisatoren der Proteste und hinterfragt vor diesem Hintergrund den Mythos einer genuinen „Graswurzelbewegung“. Allerdings kann natürlich auch Soros nicht eigenhändig Proteste in dieser Größenordnung aus dem Boden stampfen.“

    Soros? Das werden ungleich besser die x-Milliarden von Obama für die „Bildung“ gewesen sein, die diese neue Pseudo-„Bürgerrechtsbewegung“, die „Frauen und Männer, Liberale und Konservative“ vereint hätte, hervorgebracht hat.

    http://genderama.blogspot.de/2017/01/aus-frauenmarsch-wird-weltweiter.html

    • @Alex

      Natürlich gibt es auch gute Gründe gegen Trump zu protestieren.
      Wobei viele der offiziellen Gründe, wie Abtreibung etc, die gerade die Frauenmärsche betreffen, glaube ich allgemein republikanische Positionen sind, nicht per se solche von Trump

      Trump bedient sehr viele sehr konservative Positionen, die ich auch nachhaltig ablehne. Mal sehen, was er davon umsetzt

      • Natürlich kann ich gut nachvollziehen, dass man Trump nicht mag. Aber das ist kindisch, Politik rein nach Sympathie und Gefühl auszurichten, was unter dem Grossen Obama der alles beherrschende Standard wurde.
        An Trump finde ich insbesondere gut, wie er die Religiösen der Gop weggebissen hat und deren Einfluss erstmalig nach Reagan (in seinem Fahrwasser wurden sie gross) zurückgeschlagen wie später dann die Kampagne von Hillary.
        Von der ganzen Angstmacherei um Trumps mögliche Aktionen gegen Frauenrechte halte ich gar nichts, reine Panikmache.

        An Trump wird nur konservativ sein, dass er voll hinter der USA stehen wird. Ich würde den für den liberalsten (im eigentlichen, europäischen Sinne) Präsidenten seit Menschengedenken halten. Dass er gegen Freihandel ist, scheint eine merkwürdige Marotte zu sein, aber wahrscheinlich genau das Richtige für diese Zeit. Am Ende ist die Liberalität der USA unendlich wichtiger als totale Liberalität im Welthandel, vor allem wenn antiliberale Gebilde wie China und die EU die Szene beherrschen.

        • @alex

          „Natürlich kann ich gut nachvollziehen, dass man Trump nicht mag. Aber das ist kindisch, Politik rein nach Sympathie und Gefühl auszurichten, was unter dem Grossen Obama der alles beherrschende Standard wurde.“

          Nein, das kann auch eine gut begründete Meinung sein. Allerdings kommt es eben hier zu einer ungeheuren Vermischung und einer parteilichen Sicht. Beispielsweise hat ja Hillary auch dem Bau von Grenzmauern zugestimmt etc.

          Was Trump bringt wird sich zeigen. Mißtrauisch bin ich auch

    • lololololololololololo

  21. full retard 😀

  22. Noch moar woke ist natürlich dieses Baby:

    „Schreiben kann es zwar noch nicht, doch das hielt ein 22 Monate altes Baby nicht davon ab, beim Women’s March dem neuen US-Präsidenten Trump seine Meinung mitzuteilen.“

    ze.tt/dieses-baby-hat-ein-eigenes-protest-schild-gegen-trump-gemalt/

    Vielleicht denkt man bei „Zett“, dass man mit der richtigen Ansicht geboren wird (oder auch nicht -> whiteness).
    Auf der anderen Seite würde die Identifikation regressiver crybabies mit einem echten Baby nahe liegen.

  23. How the Women’s March Could Resurrect the Democratic Party

    “ … The problem is not that “identity groups” have some undue obsession with their own agendas. It’s that the groups with the most power often fail to have a sense of solidarity across race and class that would allow for a vision of multicultural liberalism that could reinvigorate the Democratic Party.“

    „… So it’s a big step in the right direction to have women of color, who are also professional organizers, in prominent leadership positions. Three of the national co-chairwomen, Tamika D. Mallory, Carmen Perez and Linda Sarsour, are largely credited for the overwhelmingly positive reception of the march’s platform, which has been called “unapologetically progressive” and “beautifully intersectional” …“

    „Lori Adelman is an executive director of the website Feministing.“

    • “beautifully intersectional”

      Eben das ist es: Angesagt, schick, die neueste Mode. Politischen Nährwert hat es nicht.

      • Sicher ist das ein Wiederaufguss und ein Bestätigen des schwarzen Überlegenheitsslogans „Black is beautiful“. Der „Intersektionalismus“ ist nichts anderes als das Streben nach „schwarzer“ Dominanz in der links-progressiven Bewegung mindestens seit den 80ern, erweitert neuerdings um den Islam (deren Anhänger sind ja auch als „schwarz“ anzusehen).

        • Sehe ich anders.

          Seit dem Feminismus die Daseinsberechtigung wegerodiert ist konzentriert er sich auf Machterhalt und Deutungshoheit. Genau deshalb ist er eben bei Politikern beliebt weil er die rhetorischen Werkzeuge und Taktiken bereitstellt die für Macht nützlich sind.

          Minderheiten und „die Frauen“ sind doch nur Trittbretter. Achte mal darauf wie schnell Frauen, PoC oder homosexuelle „Stimmen“ unsichtbar gemacht werden wenn sie nicht Marionettengleich intersektionalfeministischen progressiven Konsensbrei nachbeten.

        • „Sehe ich anders.“

          Du betrachtest einen anderen Aspekt, nämlich den der Technik der Machtausübung. Techniken, die zwar von gewissen politischen Bewegungen eingeführt oder entwickelt wurden, aber ebenso von anderen politischen Richtungen benutzbar sind.
          Du hast natürlich vollkommen damit recht, dass die „Minderheiten“ nur Vorwand sind und als Mittel zum Zweck, nämlich Machtentfaltung, gebraucht werden.
          Ich schätzte mal, ab den 80ern nahm man den Kommunismus nicht mehr ernst, da die einschlägigen Staaten ausfielen oder sich gravierend umorientierten, so dass die Berühungsangst mit den Ablegern und Weiterentwicklungen des Kommunismus entfiel und sich diese ausbreiten konnten. Was einst radikal-exotisch war, ist heute praktisch „der gute Ton“ geworden.

        • „Du betrachtest einen anderen Aspekt, nämlich den der Technik der Machtausübung.“

          Ich sehe nicht viele andere nennenswerte Aspekte, dazu gibt es zu viel Willkür und Widersprüchlichkeit. Da gibt es noch den Therapie- und Wohlfühlaspekt, dem man aber ebenfalls eine art sektenhafte Strategie zur Unterwerfung/Machtausübung unterstellen kann.

          „Techniken, die zwar von gewissen politischen Bewegungen eingeführt oder entwickelt wurden, aber ebenso von anderen politischen Richtungen benutzbar sind.“

          Yup. Der moderne Feminismus ist wunderbar kompatibel mit Hyperkapitalismus und erhebt ja z.B. Anspruch auf die Sahnestücke dieser Ordnung wie beispielsweise quotierte Aufsichtsratsposten – Begründet übrigens mit dem neoliberalen Wunschdenken an einen „trickle down“ Effekt.

          Rassismus? Geht natürlich auch. Die Forderung, Catcalling auf der Straße unter Strafe zu stellen würde in den USA ja eben nicht das Wallstreet Establishment treffen sondern Mittelklassefrauen vor armen oder der Arbeiterklasse angehörigen, vor allem nicht-weißen Männern „schützen“ bzw. diese kriminalisieren.

  24. @Marenleinchen: Nein, Verfasstheit ist hier korrekt. Siehe Duden, Bedeutung #1 , welche unterschiedlich ist zu „Verfassung“ (Bedeutung #2): http://www.duden.de/rechtschreibung/Verfasstheit

  25. Als Gegengewicht zu den hier bereits geposteten Tweets:

    Was ich echt gern wüsste: wo hatten so Viele die gleichen Mützemodelle her?

    Und wie krieg ich die jetzt möglichst schnell, möglichst günstig?
    Das ist ja wohl das must-have-piece aktuell… und mich hat das Memo nicht rechtzeitig erreicht. Ärgerlich.

  26. Satire-Autorin wegen Tweet über Barron suspendiert

    https://www.welt.de/politik/ausland/article161452237/Satire-Autorin-wegen-Tweet-ueber-Barron-suspendiert.html

    „Die US-Satireshow „Saturday Night Live“ beurlaubt eine Autorin wegen eines bösen Tweets über Donald Trumps jüngsten Sohn. …. Autorin Katie Rich hatte getwittert, dass der zehn Jahre alte Barron Trump vermutlich der erste US-Amokläufer in einer „Homeschool“ sein werde. … Später löschte die Autorin den Beitrag und deaktivierte ihren Twitter-Account. Am Montagabend entschuldigte sie sich in einem Tweet; sie bereue den Post zutiefst – er sei unsensibel gewesen.“

    • „Satire“, ha. Bei der progressiven Linken hat man dafür überhaupt keinen Sinn und möchte seinen Hass für „Satire“ oder „Ironie“ verkaufen.

  27. Die Islamistin Sarsour wurde von Obama hofiert. Vollkommen logisch, nicht wahr? Passt genau zu der pro-islamischen Politik dieser Administration. Einer der allerletzten Akte von der war übrigens eine ca 200 Mio-Zahlung an die „palästinensische Autonomiebehörde“.

  28. Diese feministische anti-Väter-Story der New York Times ist denen aber schwer auf die Füsse gefallen 😀

    New York Times Apologizes For Much-Ridiculed Story About Fathers

    http://www.huffingtonpost.com/entry/ny-times-fathers-womens-march_us_5886346be4b0e3a7356a7295

    „The Times story, “How Vital Are Women? This Town Found Out as They Left to March,” ran the day after millions of women took to the streets around the world to stand up for their rights. The article, however, wasn’t about women or the extraordinary political challenges they’re likely to face under President Donald Trump. Rather, it focused on upper-class suburban dads in the liberal enclave of Montclair, New Jersey, who on Saturday had to ― gasp! ― look after their own children while their wives marched for equality.“

    Die scheinheilige (!) Kritik daran:

    „The piece seemed to reinforce three old-fashioned tropes about gender and parenting“

    Im Männerhass wirft man eben mit Allem, was greifbar ist. Ist alles andere als selten, dass dabei ein positiver Bezug auf die angeblich überkommene Männerrolle dabei hergestellt wird.

    –> Schadenfreude

  29. Wenn das Zitat stimmt, sagt Lena Dunham immerhin, worum es bei dem Marsch ging.

    Väter dieser Welt: Wollt ihr solche Töchter?


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