Donald Trump: Wie wird er als Präsident sein?

Gegen 18:00 Uhr unserer Ortszeit wird Donald Trump den Plänen nach den Amtseid ablegen und damit der 45. Präsident der USA sein.

Glaubt man der einen Seite wird dieser Artikel nur ca. 1 Minute zu lesen sein, weil danach direkt die Welt untergeht.

Glaubt man der anderen Seite wird dieser Artikel nur ca. 1 Minute zu lesen sein, weil so dann die USA bereits so großartig sind, dass Weißkopfadler aus allen Bildschirmen fliegen und aus allen Lautsprechern die amerikanische Nationalhymne ertönt.

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57 Gedanken zu “Donald Trump: Wie wird er als Präsident sein?

  1. Wie Trump von den Medien behandelt wurde ist irrational und spricht vor allem gegen die Medien. Wenn er nur die Hälfte von dem umsetzt, was er versprach, werden auch wir davon profitieren.
    Hillary hätte den 3. WK vom Zaun gebrochen, dagegen ist Trump sehr realitätsorientiert, und besser als Obama kann er nur sein, denn der hat die schlechteste Bilanz aller Zeiten. Staatsverschuldung verdoppelt, ein Drittel mehr Foodstamp-Empfänger und lägner Krieg als alle seine Vorgänger. Sein Abgang, und sein Nachtreten war erbärmlich und unwürdig. Und ward so noch nie gesehen.

    • „die schlechteste Bilanz aller Zeiten. Staatsverschuldung verdoppelt, ein Drittel mehr Foodstamp-Empfänger und lägner Krieg als alle seine Vorgänger.“

      Der Wahlkampf ist vorbei, Du kannst die verlogenen Parolen wieder sein lassen. Oder glaubst Du das etwa wirklich?

      • Naja, das sind Obamas Achievements, die er da auflistet.
        Warum sollte man den angeblichen Hitler nicht am Messias Obama messen?

      • Die Fakten kann man eruieren.
        Staatsverschuldung von 9 auf 19 Billionen.
        Foodstamps von 28 auf 43 Millionen,
        8 Jahre Krieg. mehr als 100000 Bomben.

        Die Tatsache, das ich die Zahlen jetzt parat habe ohne zu googeln, zeigt nur, daß Sie Informiertheit gegen Ideologie getauscht haben , aber sie sind im I-Net zu finden.

        • Obama hat sowohl den Krieg als auch die Wirtschaftskrise von seinem Vorgänger geerbt und mußte mit einer Opposition zurechtkommen, die vom ersten Tag an auf totale Blockade gemacht hat. Die Republikaner haben damals sozusagen verbrannte Erde hinterlassen. Ihm das anzulasten zeigt, welches Geistes Kind Sie sind.

          Und nur um eines klarzustellen: Ich bin von Obamas Amtszeit auch recht enttäuscht. Aber ihm genau diese Punkte anzurechnen, zeugt von einer grundsätzlichen Unaufrichtigkeit.

          Aber Sie haben sich ja geistig schon schön immunisiert.

        • „Obama hat sowohl den Krieg als auch die Wirtschaftskrise von seinem Vorgänger geerbt und mußte mit einer Opposition zurechtkommen, die vom ersten Tag an auf totale Blockade gemacht hat.“

          1. Die Demokraten hatten in den ersten beiden Amtsjahren Obamas die Mehrheit im Kongress. Nur deshalb konnte ja auch Obamacare verabschiedet werden.

          2. Obama hat den Krieg in Afghanistan nicht beendet (durch den Rückzug der US-Truppen; einen Sieg konnte man fairerweise nicht erwarten). Stattdessen hat er den Drohnenkrieg intensiviert.

          3. Obama hat Gefangenenlager in Guantanamo nicht geschlossen, obwohl er dies als Oberbefehlshaber der Streitkräfte hätte tun können.

  2. Meine These ist schon seit geraumer Zeit, dass Trump nach 8 Jahren einer der beliebtesten US-Präsidenten sein wird.

    „Je tiefer das Problem, das ignoriert wird, desto größer sind die Chancen, Ruhm und Erfolg einzuheimsen.“
    (Heinz von Foerster, Theorem Nr. 1)

    • „Trumps Team hat keine Schwierigkeiten, seine Präferenzen offenzulegen. Diese geben aber, die Außenpolitik betreffend, kein widerspruchsfreies Bild ab. In der Innenpolitik gibt es keine Widersprüche: Keine Erhöhung des Mindestlohns; runter mit den Gewerkschaftsrechten; runter mit den Steuern für Unternehmer und Reiche; Privatisierung, wo immer es geht; Schluss mit der Propaganda vom Klimawandel, hoch mit den fossilen Energien. Und endlich weg mit Ausländern und allem Fremden. Die USA nehmen volle Fahrt auf in Richtung Faschismus.“

      Dann ist ja alles klar. 🙂

        • ich denke immer noch darüber nach, was der positive Bezug auf den Titel des Sarrazin-Buchs soll….. Soll das gelungener Sarkasmus sein?

      • Die USA sind die USA. Witzigerweise funktioniert m.E. nicht nur der deutsche Sozialstaatsweg, sondern der keynesianische Ansatz „wir geben mit beiden Händen Geld aus, um das Land aufzubauen“, auch. Zumindest war es das, was die USA erst groß gemacht hatte. Für steigende Löhne sorgt es auch.

        Das Importdefizit mit protektionistischen Verfahren zu senken, ist durchaus auch sinnvoll. Ebenfalls die Abschottung zu Mexiko.

        Aber wie fit Trump ökonomisch ist, wessen Geld er in welchem Umfang ausgibt und was es bewirkt, wird man sehen müssen.

        Was bleibt, ist immer die Frage nach einer Alternative. Da ist es immer dasselbe: damals bei Hitler, bei der AfD, dem FN oder Trump, man muss sie nicht mögen, aber sie werden WEGEN der schlechten Alternativen gewählt. Repräsentative „Demokratie“ funktioniert halt nicht.

        • „sondern der keynesianische Ansatz „wir geben mit beiden Händen Geld aus, um das Land aufzubauen“, auch.“

          Ach, war der nicht ziemlich gescheitert? Die 10 trillons zB, wo sind sie versickert, was haben sie gross bewegt? Reallöhne stagnieren seit Ewigkeiten….

          Protektionismus alleine ist in dieser Situation pures Gift. Warum macht Trump das? Weil er ein Vollidiot ist?

          „Repräsentative „Demokratie“ funktioniert halt nicht.“

          Dann muss man ergänzen: alles andere noch viel weniger 😀

        • @Alex
          „Ach, war der nicht ziemlich gescheitert? Die 10 trillons zB, wo sind sie versickert, was haben sie gross bewegt? Reallöhne stagnieren seit Ewigkeiten….“

          Wann hatte denn Deutschland mal eine keynesianische Phase? In den 70igern? Oder unterm Gröfaz? Die USA sind durch Staatsausgaben (dort in erster Linie Rüstungsausgaben) zum quasi reichsten und technologisch fortschrittlichsten Land geworden und nebenbei zu einer Weltmacht.

          Ging ja auch lange gut, den Gemeinheiten brummender Ökonomie (führt zu Blasenbildung, Kapitalakkumulationsexzessen und Fehlallokationen, bei den Amis der MIK) kommt man allein damit natürlich nicht bei. Und wenn das durchschlägt, man gar noch versucht „zu sparen“ wird es halt richtig übel (Status Quo).

          „Protektionismus alleine ist in dieser Situation pures Gift.“

          Das hängt davon ab, was und wie. Die Amis haben hohe Leistungsbilanzdefizite, die normale Bevölkerung ächzt unter der unfairen Konkurrenz durch Entwicklungsländer (China und Mexiko). In dieser Situation z.B. eine Kapitalausfuhrsteuer, oder eine Einfuhrsteuer (Zoll) einzuführen oder zumindest damit zu drohen, macht absolut Sinn. Ebenso macht es Sinn, z.B. in Infrastruktur und Bildung zu investieren. Ob Trump das macht, muss man abwarten.

          Rein theoretisch müssten die Amis aktuell so gut wie keinen Außenhandel machen. Sie können sich mit Energie selbst versorgen (Fracking), produzieren genug Nahrung und sind im Besitz der modernsten IT-Fertigung. Aber das ist natürlich utopisch, die Strukturen wollen gefüttert werden.

          „„Repräsentative „Demokratie“ funktioniert halt nicht.“
          Dann muss man ergänzen: alles andere noch viel weniger 😀“

          Müssen wir jetzt nur noch den Schweizern erklären:
          http://www.faz.net/aktuell/politik/volksabstimmung-die-schweizer-sind-zufriedenere-demokraten-127716.html

        • „Wann hatte denn Deutschland mal eine keynesianische Phase?“

          Das ist der Normalzustand – dass staatliche Ausgaben alles andere am Laufen halten.

  3. „Er wird Amerika wieder großartig machen! Und den Rest der Welt gleich mit!“

    Was denn auch sonst! Das ist doch das was Politiker kennzeichnet!

    LOL

  4. Also ich muss ja sagen, ich finde diese superhysterischen völlig emotionalisierten Verstand und Rationalität ausschaltenden Reaktionen, Wortmeldungen und Kommentare der Trumpgegner auf der Straße und im socialweb super. Angst, Angst, Angst, Hass, Hass, Hass!

    Man könnte fast meinen…..sie seien Trump!

    Ich glaube wirklich: Die Trumpgegner sind im näher und ähnlicher als sie glauben. Ein gesellschaftspsychologisch hoch interessanter Tag!

    • „Ich glaube wirklich: Die Trumpgegner sind im näher und ähnlicher als sie glauben.“

      Und ich vermute, die Trumpgegner sind mehr Trump als sie ihm unterstellen. Letztendlich wohl eine Form der Projektion, was man ja auch vom Feminismus und seinem Kampf beim „Hate-Speech“ anbelangt.

      Anders formuliert: Die sind faschistoider, re(a)gieren auch so und wenden die Mittel dunkelster Vergangenheiten an. Siehe unser neues Wahrheitsministerium oder diesen ganzen B(l)ock-Mist.

  5. „“Wir zwingen unsere Lebensstil niemandem auf“ – das war eine sehr spannende kurze Feststellung Trumps zur Außenpolitik. Trump nimmt Abschied von Jahrzehnten amerikanischer, vor allem republikanischer Überzeugung, es sei die Speerspitze der Freiheit und Demokratie in der Welt. Dieser eine Satz, gerichtet vor allem an Russland und China, beendet die Ära. Trumps Amerika tritt als ein Nationalstaat wie jeder andere an.“

    https://www.welt.de/politik/ausland/article161379087/Warum-dieser-Satz-von-Donald-Trump-so-gefaehrlich-ist.html

    Der Satz bedeutet, dass die Strategie des nation building vorbei ist. Wenn die anderen den USA folgen wollen, gut. Trumps Amerika tritt als ein Nationalstaat *nicht* wie jeder andere an, sondern Trump betonte die Vorbildfunktion.

  6. Auf jeden Fall wäre es jetzt clever, a) die Wehrpflicht wieder einzuführen b) die Bundeswehr zu modernisieren und c) innerhalb der EU den Fokus weg von überbordender Bürokratie auf eine gemeinsame Aussen- und Verteidigungspolitik zu legen.

      • „Die Wehrpflicht macht keinen Sinn.“

        Sehe ich genau so. Die heutigen kriegsartigen Kampfhandlungen sind hochtechnisiert, sie sind aber auch in organisatorischer und logistischer Hinsicht überaus komplex. Mit einfachen Wehrpflichtigen sind solche Kampfhandlungen nicht zu bestreiten – man braucht stattdessen bezahlte Spezialisten.

        „Spezialisten“ bedeutet dabei nicht nur, daß diese Leute in den betreffenden militärischen Details sehr bewandert sind, sondern auch daß diese Leute über Jahre hinweg Erfahrungen in denselben Kampf-Teams gesammelt haben, so daß sie sich blind – im wahrsten Sinn dieses Wortes – auf ihre Mitkämpfer verlassen können.

  7. Diejenigen, welche Obama eine ausgesprochen schlechte Regierungs-Bilanz attestieren („die schlechteste Bilanz aller Zeiten“ oben bei Gereon), sollten berücksichtigen, daß die Politik Obamas in extremer Weise von den Republikanern blockiert worden ist. Sogar als es um die Anhebung der verfassungsmäßigen Obergrenze für die Staatsverschuldung ging, haben die Republikaner ihn blockiert.

    Obama ist hieran nicht so ganz unschuldig. Durch seine unpopuläre Gesundheitsreform hat er viele Wähler verschreckt und so die Mehrheit im Kongress verloren. Das hat es den Republikanern ermöglicht, alle seine Ziele und Vorhaben zu blockieren.

    Davon abgesehen, hätte ich aber gern, daß die Obama-Kritiker mir mal im Detail erklären, wie ein Präsident sinnvoll regieren soll, wenn praktisch alle seine abstimmungspflichtigen Vorhaben von der Opposition blockiert werden, sogar bis zum drohenden Staatsbankrott.

    • „daß die Politik Obamas in extremer Weise von den Republikanern blockiert worden ist.“

      Na Gott sei dank. Sonst hätte der noch mehr Porzellan zerschlagen.

      „Sogar als es um die Anhebung der verfassungsmäßigen Obergrenze für die Staatsverschuldung ging, haben die Republikaner ihn blockiert.“

      Dieser heuchlerische Scheinkampf war nicht zum Aushalten. Der Tiefpunkt der Auseinandersetzungen.

      „unpopuläre Gesundheitsreform“

      Das Problem daran war: sie war viel zu teuer und hat völlig unfair die Lasten umverteilt, dabei asolute Verschwendung durch künstlich hochgehaltene Preise. Ein Sumpf der Korruption. Dagegen ist es in Deutschland noch harmlos.

      „sogar bis zum drohenden Staatsbankrott.“

      Dieser Staatsbankrott hätte nie stattgefunden und war eine Farce. Das war den Republikanern klar, als sie Obama gängelten. Aber es war auch Obama klar.

      Obama hat viel mit Dekreten regiert, am Parlament vorbei. Das war ein verfassungsrechtlich grosses Problem da drüben (keine grosse Erwähnung in den dt Leitmedien). Sehr ironisch, dass diese Probleme jetzt *vor* der Amtseinführung Trumps schon breitestens plattgetreten wurden, als seien sie von Trump aus passiert. Auch eine Art der Lüge, für die man noch einen Namen suchen muss.

      Also worin besteht das Verdienst der letzten Regierung? Sie hat eine populistische Utopie aufbauen wollen, die Leute waren begeistert, zu Tränen gerührt. Ein paar Jahrzehnte progressiver Politik liefen auf diesen Fokus zu und die Erwartungen waren gigantisch. So wurde (und das ist das Analogon zu Trumps Dämonierung heute) Obama mit dem Friedensnobelpreis im Voraus bedacht, den er — wenn man jetzt ganz schwarz denkt — für die Res 2334 gegen Israel bekommen hat.

      Das haben die Leute davon, dass sie einem Populisten gefolgt sind. Sie haben praktisch das Gegenteil von dem bekommen, was versprochen war.

      Insofern sind die Bedingungen für eine Trump Admin doch ganz hervorragend, wenn wieder das Gegenteil vom Erwarteten eintrifft 🙂

    • „Davon abgesehen, hätte ich aber gern, daß die Obama-Kritiker mir mal im Detail erklären, wie ein Präsident sinnvoll regieren soll, wenn praktisch alle seine abstimmungspflichtigen Vorhaben von der Opposition blockiert werden, sogar bis zum drohenden Staatsbankrott.“

      Wenn Präsident und Kongress sich nicht einig werden, passiert eben nichts. Es ist auch absolut legitim, wenn das Parlament sich dem Regierungschef verweigert. Checks and Balances: It´s not a bug, it´s a feature.

  8. Ich habe kein Problem damit, wenn die amerikanische Nationalhymne aus jedem Lautsprecher ertönt, das habe ich schon bei unzähligen Sportveranstaltung ohne Gesundheitsgefährdung überlebt. Viel besser fände ich, wenn endlich der ununterbrochene amerikanische Geschützdonner zum Schweigen gebracht werden könnte und die vielen verdeckten Kriege, die aus dieser Schatulle finanziert werden gleich mit. Wie gehirnamputiert muss ein Europäer sein, wenn er sich keine Deeskalation mit Russland wünscht, sondern das Gegenteil.

  9. So geilt man sich bei der „Zeit“ über die gewalttätigen, hasserfüllten Anti-Trump-Demos auf:

    Ein Steinwurf von der Revolution entfernt
    http://www.zeit.de/politik/ausland/2017-01/vereidigung-donald-trump-usa-proteste-washington/komplettansicht

    „Und so zerbersten kurz nach 10 Uhr die Scheiben der Bank of America, auch bei Starbucks an der K Street wird demnächst der Glaser vorbeischauen müssen. Mülleimer brennen mitten auf der Straße, Zeitungskästen flackern im Januarwind. … Später stehen Autos in Flammen.“

    Alles schön hämisch im Passiv geschrieben, da man sich mit den Tätern identifiziert.

    Handeln tut natürlich nur die andere Seite, die eigene reagiert nur:

    „…im Getümmel versucht sich ein Geländewagen der Polizei seinen Weg durch die Menge zu bahnen, wird von Protestlern blockiert und gibt dann plötzlich Gas. Einige Demonstranten können gerade noch zur Seite springen“

    Das enizig schlechte dran ist, dass die „fliegenden Steine“ zur „verbalen Munition“ der anderen Seite werden:

    „“Die Steine, die hier fliegen, dienen den Republikanern am Ende doch nur als verbale Munition.““

    „Für das linksliberale Amerika, vor allem in Trumps Heimatstadt New York und seinem neuen Amtssitz Washington, ist dessen Amtsantritt indes eine Katastrophe …“

    Natürlich, jetzt können sie wieder mal die USA ganz ungehemmt hassen.

    „ein rechtspopulistischer, sexistischer, rassistischer Milliardär, der sich die Welt so dreht und wendet, wie er will“

    Das Problem ist der mindset der „Zeit“ und der progressiven Bewegung, die vor keiner Lüge und Verdrehung zurückschreckt und auch Gewalttätigkeiten als Mittel ihrer Politik sieht.

    „Und nun kann man dem bunten, queeren, schwarzen, feministischen Amerika dabei zuzusehen, wie ihm die Hutschnur platzt, wie es nicht weiß, wohin mit seiner Wut und seiner Angst um die Zukunft der Demokratie.“

    All das richtet sich *gegen* die Demokratie. Das Gesellschaftsmodell, welches die Progressiven anstreiben, bewusst oder unbewusst aber auf jeden Fall fanatisch, ist autoritär-totalitär.

    Und das ist das Fazit des Artikel, der ebenso vorgibt, er würde die Demokratie verteidigen:

    „Dass der Boomerang der Proteste an diesem Tag ausgerechnet in Fensterscheiben landet, entbehrt nicht einer gewissen Poesie.“

  10. Nochmal die „Zeit“:

    „Nie war ein Präsident bei der Amtseinführung so anmaßend und aggressiv, so garstig und herrisch im Ton wie Donald Trump. Unbeirrt setzt er auf den Kampf gegen die Elite.“

    Nur gegen die progressive Elite, die jetzt abgewählt wurde. Und aller Voraussicht nach eine losing battle kämpfen wird.

    „Trump hielt eine Kampfrede, die selbst in jenen Momenten, die eher versöhnlich klingen sollten, kriegerisch klang.“

    Das ist die angemessene Antwort auf die antidemokratische Herausforderung der progressiven Bewegung. Die Verfassung ist nicht nur gegenüber äusseren Feinden, sondern auch inneren Feinden zu verteidigen. Die bedeutensten inneren Feinde von heute bedienen sich vor allem des Bildes des „weissen, heteronormativen Patriarchats“ etc, die ausdrücklich auf die Staatlichkeit der USA zielen.

    „Die Rede war ein nationalistisches Manifest.“

    Es war vielmehr ein „Manifest“ für „den Westen“, die rule of law, die Verfassung und die Gewaltenteilung — das was die „Progressiven“ im Kern ablehnen und als „böse“ denunzieren.

    Amerika geht voran und dann wird man sehen, wer folgt. So ist „America first“ nämlich eigentlich gemeint: man will mit gutem Beispiel vorangehen. Das war die Kernbotschaft der Rede.

    „Trumps Chef-Stratege Stephen Bannon nennt sie laut Washington Post „eine ungeschönte Erklärung der Grundsätze einer populistischen und irgendwie nationalistischen Bewegung“. “

    Die Rede war nicht an sich populistisch, sondern bediente sich nur poulistischer Rhetorik. Die Botschaft selbst ist elitär, sie appelliert an eine Elite, die die Idee vom „Westen“ ernst nimmt. Trump ist kein Alleinherrscher, sondern nur das Aushängeschild der alten, demokratischen USA.

  11. Für die Vertreter unserer Staatsmedien wird Verfassungstreue somit auch ein „totalitärer Loyalitätsanspruch“ sein?

    Noch ein Grund mehr für die Auflösung der „Öffentlich-Rechtlichen“ ….

  12. interessant wird ja, inwieweit sich der Einfluss seiner Frau und seiner Tochter auf ihn bemerkbar machen werden.

    Interessant auch dieser Hass der Feministen auf ihn.
    Ich habe immer irgendwie den Eindruck, das (manche?) Frauen* da so allergisch reagieren, weil das der Typ Mann ist den sie eigentlich hassen (wollen ?,sollen ?), der sie aber auf einer tieferen Ebene anzieht und fasziniert.

    Es zerreißt sie gewissermaßen innerlich, bzw. sie werden sich ihrer dunklen Begierden gewahr, die sie gerne verleugnen.
    So was kann schon mal wütend machen.

    * was dazu männliche Kommentatoren über seine „Frauenfeindlichkeit “ absondern braucht uns hier nicht weiter zu interessieren, es ist das übliche Geplapper domestizierter, dressierter Pudel.

  13. Noch so ne lose Sammlung…

    Er wird wohl kaum begabter als Präsident sein denn er als Ehemann ist

    Es gab auch schon mehr als genug Omen. Kannst du Lippenlesen?

    https://twitter.com/RyanSchwartz/status/822209714394202115

    Falls nicht:

    At least he’s entertaining
    ^^

    • „Er wird wohl kaum begabter als Präsident sein denn er als Ehemann ist“

      Das wird wohl auch das Standardargument der religiösen Rechten gegen Trump sein….. 😉

  14. Vergesst Trump und seine Ernennungsrede, „viel eher eine Analyse wert ist“ das Foto von Angela Merkel im Museum Barberini zu Potsdam, „wie sie in das Bild einer Herbstlandschaft des französischen Malers Monet vertieft ist“. Das ginge über eine „eleganteste Form der Ignorierung“ der gleichzeitigen Trump-Ernennung weit hinaus, im Gegenteil, denn Merkel habe sich „mehr mit dem Phänomen Trump beschäftigt, als man vermuten könnte.“ Denn die Impressionisten selbst seien wie Trump, „Meister darin, Stimmungslandschaften zu entwerfen“, mit „Gefühle first“.

    Davon mal abgesehen, dass es viel näherliegen würde, Merkel mit „Gefühle first“ in Verbindung zu bringen (denn sie suchte doch diese Ausstellung auf, während wir von Trumps Kunstvorlieben nichts wissen), ist es schon bemerkenswert, dass der allereste Glaubenssatz des Feminismus, die Gefühle seien oberster Massstab, hier Trump untergeschoben wird. Freilich nicht mit der Salbung allerhöchster Wahrheit, wenn es um die „Wahrheit“ der Gefühle von Frauen geht, sondern natürlich mit der komplementären Verdammnis der absoluten Verworfenheit, wenn es um einen Mann geht.

    Reiner Ästhetizismus. Der fortgeschrittenste Realitätsverlust der möglich ist, nach aller „Postfaktizität“. Endstadium.

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