Verfasst von: Christian - Alles Evolution | 19. Januar 2017

„Transfrauen sind nicht „von der Biologie her Männer““

Kommentar:

Tatsächlich sind TransFrauen natürlich in gewisser Weise im biologischen Sinne Männer. Schlicht weil sie ein Y-Chromosom haben. Ihr Gehirnausrichtung entspricht dann aufgrund bestimmter hormoneller Beeinflussungen, üblicherweise schon im Mutterleib, eher der von Frauen. Deswegen ja auch „Trans“, also „zwischen“.

Oder um es mit Dawkins zu sagen:

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Responses

  1. Nur Säugetiere haben ein Y-Chromosom. d.H. das Y-Chromosom ist eine verhältnismäßig neue Erfindung der Natur und die alten Techniken der Sex-Bestimmung schlummern noch in unseren Genen.

    Es kann durchaus mal sein das das Y-Chromosom nicht wirkt.

    Tatsächlich wird der Geschlecht eines Menschen durch Testosterone und das Anti-Müller Hormon festgelegt.

    • „Der“ Geschlecht eines Lebewesens wird durch seine Fähigkeit einen bestimmten Gametentyp zu produzieren; wenn ein Lebewesen keine Geschlechtszellen produzieren kann, ist es steril. Das ist traurig für das betroffene Lebewesen, ändert aber nichts an der Biologie hinter der Fortpflanzung.
      Ja, es gibt neben de XY-System der sexuellen Fortpflanzung auch das WZ-System, aber eines ändert sich nicht: Ein Geschlecht produziert wenige, immobile und das andere Geschlecht produziert viele bewegliche Geschlechtszellen-

      • …einen bestimmten Gametentyp zu produzieren bestimmt;

    • „Nur Säugetiere haben ein Y-Chromosom. d.H. das Y-Chromosom ist eine verhältnismäßig neue Erfindung der Natur und die alten Techniken der Sex-Bestimmung schlummern noch in unseren Genen.“

      Nein, auch Fische haben XY sowie Amphibien und manche Insekten. Aber es gibt verschiedene Systeme für Geschlechtschromosomen. Neben XY gibt es noch das WZ-Modell und das X0-Modell. Bei Vögeln haben die Männchen die beiden W-Chromosomen und die Weibchen ein W und ein Z-Chromosom. Beim X0-System kann das eine Geschlecht auch aus unbefruchteten Gameten entstehen: Das eine Geschlechtschromosom fehlt dann. Manche Systeme setzen auch auf das Verhältniss von X-Chromosomen und den übrigen Chromosomen im Individuum, und wieder andere Arten haben sogar bis zu 10 X Chromosomen oder jeweils 5 X und 5 Y Chromosomen.

      Wichtig für die geschlechtliche Fortpflanzung ist, dass bei der Teilung der Zellen zu Gameten jeweils ein Geschlecht jeweils zwei verschiedene haploide Gameten produzieren kann, also X und Y-Gameten, W oder Z oder X und 0-Gameten. Bei Säugetieren sind das die Männchen.

      Das erklärt auch warum es, zumindest auf diesem Planeten, nur zwei Geschlechter gibt und geben kann: Mathematisch durch die Teilung durch zwei, wodurch dann entweder männliche oder weibliche haploide Gameten, also Keimzellen entstehen.

    • Allerdings befindet sich der „Bauplan“ für die Hoden auf dem Y-Chromosom, ohne Y-Chromosom gibt es keine Hoden. Die Hoden wiederum produzieren die erforderliche Menge Testosteron

      https://de.wikipedia.org/wiki/Hoden

      Bei Säugetieren wird das Geschlecht durch das Y-Chromosom bestimmt. Auf diesem Geschlechtschromosom (Gonosom) ist ein Gen (Sex determining region of Y, Sry) lokalisiert, das mit Genen anderer Chromosomen interagiert und (beim Menschen ab der 7. Woche nach der Befruchtung) zur Bildung des Hoden-determinierenden Faktors führt. Dieser leitet die Entwicklung zum Hoden und damit zum männlichen Geschlecht generell ein. Es codiert eine Reihe von Transkriptionsfaktoren, die sogenannten HMG-Proteine (high mobility group proteins). Diese Proteine haben zahlreiche weitere Funktionen in anderen Geweben, die genauen Mechanismen bei der Hodenentstehung werden gegenwärtig intensiv erforscht.[16] Mit der Expression von Sry differenzieren sich die Sertoli-Zellen, welche unter anderem das Anti-Müller-Hormon bilden und damit die Rückbildung der Müller-Gänge bewirken. Die weitere Entwicklung des Hodens und die der übrigen Merkmale des männlichen Geschlechts wird durch Androgene gesteuert.

      • Ich hatte ja mal die steile These, als ich diese Studie gelesen habe, welche ich hier ja auch schonmal gepostet hatte, dass diese eine biologische Erklärung für Transsexualität sein könnte:
        https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25821913

        Evtl. ist dieser Vorgang in der Entwicklung aus irgendwelchen Gründen schon frühkindlich gestört worden, also dass bei einem Mann etwa diese Methylation stattgefunden hat respektive bei einer Frau nicht so verlaufen ist und dadurch dann der Mann sich als Frau fühlt respektive die Frau mehr als Mann.

        Ich weiß nicht, ob das schon einmal untersucht wurde, aber für mich klingt es recht plausibel. Etwas weiter gedacht könnte man auch in Betracht ziehen, dass die Affinität zu genetischen Mutationen bei Männern stärker ist als bei Frauen was die Vermutung erlauben würde, dass auch als Erklärung für die höhere Rate von Transsexuellen bei Männern heranzuziehen.

        • „eine biologische Erklärung für Transsexualität“

          Das sieht wirklich so aus, dass die Erklärung in dieser Richtung zu suchen wäre!

          „Affinität zu genetischen Mutationen bei Männern stärker“

          Nett gedacht, aber warum sollte das der Fall sein und warum sollte das vor allem sexuelles betreffen.

        • Weil menschliche Männer erfolgreichen Gene an viel mehr Nachkommen eeitergeben können. Ausserdem wirkt der Selektionsdruck auf Männer viel stärker. Geschichtlich gesehen: Nur 50 Prozent aller Männer bekommen mind. ein Kind. Aber 90 Prozent aller Frauen.

  2. „Deswegen ja auch „Trans“, also „zwischen“.“

    Trans bedeutet „jenseits“, also Geschlechter-Übertritt. Den perfekten kann es wohl nicht geben, also ist das eine Utopie.

    (Da)zwischen ist „inter“. Mischformen beider Geschlechter treten ja auch auf.

    Trans scheint für die Postmodernisten extrem attraktiv zu sein, da es ihren übermenschlichen Willen so sehr anspricht.

    Die zeitgemässe Variante des „Übermenschen“, das ist heute der (bzw die!) Trans.

    Oder werden etwa Frauen geachtet, die Männer werden wollen und werden? Eben nicht, das zeitgenössische Ziel ist das vergötterte Frauenbild. Und deshalb ist die „unechte“ Frau auch mehr wert als die „echte“. Es handelt sich ja schliesslich um einen Triumpf des Willens!

    • Du bist so ein toller Scherzkeks xD Respekt gibt es nur vor dem bewältigtem Leid das dahinter steht und nicht vor dem Zustand des Anders-Seins, zum Glück sterben konservative Wichser (AfD und Co) in circa 20 Jahren aus, danach kann sich die Gesellschaft den Respekt sparen, weil wenn die 60000 Euro für die Geschlechtsangleichung komplett und nicht zur Hälfte übernommen würden, würde sich das Leid sehr viel stärker in Grenzen halten

      • „wenn die 60000 Euro für die Geschlechtsangleichung komplett und nicht zur Hälfte übernommen würden ….“

        …. möchte ich mal wissen, wieviele überflüssige OPs und wieviel Leid durch diese neue Goldgrube innerhalb des korrupten Gesundheitssystems entstünden ….

        „sterben konservative Wichser (AfD und Co) in circa 20 Jahren aus“

        So ist das, wenn man nur an sich selbst denkt.

      • „60000 Euro für die Geschlechtsangleichung komplett und nicht zur Hälfte übernommen würden, würde sich das Leid sehr viel stärker in Grenzen halten“

        Das wird aber nicht passieren, wenn bis dahin alle glauben, dass Geschlecht konstruiert ist. Dieses Dogma der Gender-Studies ist nämlich Transphob, bedeutet es doch im Umkehrschluss, dass man sich das Geschlecht einfach aussuchen kann und wer dann unter dem falschen Geschlecht leidet, kann auch einfach umlernen.

        • „Dieses Dogma der Gender-Studies“

          Das verleugnen die doch andauernd selbst. Wenn es in den Kram passt. Und gegen Geschlechtsangleichung an das erwünschte Geschlecht haben die sicher gar nichts, im Gegenteil. Die Begündung dafür werden sie schon irgendwie herbeischwurbeln.

        • Die Leute müssen vom Partiarchat geheilt werden oder so ähnlich.

      • Wäre eine Psychtherapie, die die Leute dazu bringt, ihr biologisches Geschlecht zu akzeptieren, nicht humaner?

        • Ich bin ja der Meinung, dass Transsexualität eine biologische Ursache hat (siehe Kommentar oben). Dann wäre eine HRT oder gar operative Geschlechtsangleichung als medizinische Behandlungsmethode durchaus indiziert, da eine Psychotherapie niemals die biologischen Veränderungen im Gehirn ausgleichen, sondern nur Symptome unterdrücken könnte.

        • Die einen Fälle dürften von den anderen unterscheidbar sein.

        • Das Problem wird wohl eher sein eine transidente Person von einer Person zu unterscheiden die einfach nicht ins Rollenklischee passt. Diese haben dann mitunter dieselben „gender Dysphoria“ Symptome. Letztgenannte Gruppe eben extrinsisch verursacht und erstere intrinsisch. (Daran würde ich es wohl nach bisherigem Kenntnisstand festmachen). Man sollte also schon im Einzelfall sehen was dahinter steckt. Ansonsten würde ich meinen, wenn eine erwachsene Frau sich die Brüste vergrößern lassen darf dann darf man die natürlich auch abnehmen lassen. Die Frage dreht sich dann ja nur darum wofür die Kasse zahlt. Eine in den Folgen irreversible und sehr teure OP mit lebenslanger Hormoneinnahme wäre da sicher erst angedacht, wenn schonendere Mittel ausgereizt sind oder von Anfang sinnlos erscheinen der Person helfen zu können. Privat finanziert müsste ja alles möglich sein. Der Tigermann Dennis Avner durfte seiner Körperkunst ja auch frönen. Die von KDMultipass verlinkte Doku beschäftigt sich ja sehr ausführlich mit diesem „Dilemma“.

        • @Alice
          „Privat finanziert müsste ja alles möglich sein.“

          Es ist ja sowas wie eine Schönheitsoperation. Auch die sind aber mitunter notwendig (etwa nach Unfällen), dass die Kasse das fairerweise tragen sollte.

        • Was sollte daran human sein? Das ist wie die Schwulenheiler in den USA eine Methode die zum Scheitern verurteilt ist. Natürlich fällt es nicht-Betroffenen schwer das zu verstehen. Die Psychotherapie ist sowieso übel hilflos, weil es gibt Nichts zu therapieren. Ich hatte 100 Stunden „tiefenpsychologisch fundierte Gesprächstherapie“ und das hat mir Nichts gebracht, außer Fahrtkosten, verlorene Zeit und negative Emotionen weil natürlich immer nur Dreck aufgewühlt wird. Aber es gibt kein ursächliches Ereignis. Also ist die Suche danach schwachsinnige Quälerei.

        • @nina

          „Aber es gibt kein ursächliches Ereignis. Also ist die Suche danach schwachsinnige Quälerei.“

          Ja es ist eben eine andere biologische Ausbildung des Gehirns, welches er dem „weiblichen Modell“ (bei M->f Transsexuellen) entspricht. Natürlich kann man die nicht mit Gesprächen ändern. Interessant wäre aus meiner Sicht, ob eine Anpassung des Körpers immer der richtige Weg ist oder auch eine „kulturelle Behandlung“ als „drittes Geschlecht“ für einige reichen würde.
          Da wurde hier in einem Kommentar schon mal die „bodymap“ aufgeführt, also der Umstand, dass auch das eigene „körperbild“ nicht stimmt, in gewisser weise wie bei Phantomschmerzen bei einem amputierten Arm, was ja biologisch auch durchaus möglich wäre

          Da würde mich deine Erfahrung/meinung interessieren?

        • Richtig, die Gerichte sind ja auch damit beschäftigt sich an dieser Frage abzuarbeiten, was alles notwendig ist um dann als „Frau“ bzw. „Mann“ anerkannt zu werden.

          http://www.spiegel.de/panorama/justiz/gericht-krankenkasse-muss-brust-op-bei-transsexueller-bezahlen-a-855249.html
          (Es drängt sich auf, dass viele „cis“-Frauen auf das Urteil schielen mit der Frage, ob sie in Zukunft dann bezahlt an eine Brustvergrößerung kommen)

          Sprich: Was ist der Maßstab für transidente Menschen? Reicht es als androgyner (mitunter hässlicher) Mann/Frau durchzugehen, wie es in der Natur auch ohne Transhintergrund vorkommt? Diese müssen ihre Schönheits-OPs bisher in den meisten Fällen ja selbst bezahlen. Daran würde sich sonst wiederum die Frage nach dem „Anspruch“ auf Schönheit stellen. Schönheit ist nunmal ungerecht verteilt und ein Gericht wird sich jenseits der Rekonstruktion sicher scheuen einen Maßstab zu formulieren, ab wann man so hässlich/unmännlich/unweiblich ist das man es „krank“ nennen muss, mit Hinblick darauf das soetwas eben auch Ausdruck von Wertungen und Normierungen ist; auch wenn solche Fragen in Einzelfallurteilen wohl tatsächlich immer wieder mal beantwortet werden müssen, werden diese vermutlich weiterhin sehr restriktiv ausfallen. Da ist sicher noch vieles, in Bezug darauf was die Gemeinschaft da zu zahlen bereit ist und was nicht, ungeklärt.

          Nach der Genderlogik von Riley, wie ich diese bisher verstehe, kann man auch als 100% physiologischer Mann völlig ohne irgendeine Maßnahme eine „Frau“ sein und fordern auch als solche benannt zu werden, solange man nur genug weibliche Stereotypen bedient. Vermutlich sogar auch als 100% physiologische Frau/Mann, mit 100% Klischeefrau/mann-Persönlichkeit _*Gender/Trans sein (was auch immer das ganze dann überhaupt noch aussagen kann). Das ist zwar wenig überzeugend, aber natürlich kostensparend 😉

        • Für mich war es immer der Körper um den ich (unter Tränen zu dem Gott an den ich nicht glaube) gebetet habe. Besonders schlimm empfand ich diese extreme Muskulatur vom Nacken bis in die Arschbacken. Als „Mann“ wurde ich wohl aufgrund meiner Gesprächigkeit und Empathie schon immer wieder gefragt ob ich schwul wäre obwohl ich bei Frauen sehr gut ankam, aber das hat mir nicht zugesetzt.

          Ob ich es in einer weniger auf Äußerlichkeiten fixierten Welt besser geschafft hätte mit der Diskrepanz zurecht zu kommen? Vermutlich. Aber zufrieden wäre ich damit auch nicht gewesen.

          Bei Frauen mit transsexueller Vergangenheit sieht man halt am Gesicht das es Mal Männer waren. Bis auf wenige Ausnahmen. Die Operationen sind sehr kostspielig (besonders das Entfernen der Augenbrauenwülste ca 10000 Euro). Dafür zahlt die Krankenkasse nicht, weil „Schönheit relativ ist“. Ich sags aber Mal so wie es ist, mit ner Männerfresse hilft auch das schönste Abendkleid nicht. Also sind die Ausgaben zwangsläufig zu tätigen, außer man erwartet keine Zufriedenheit mehr in seinem Leben, dann hätte ich diesen Weg aber gar nicht erst begonnen sondern wäre mit meinem Seat Ibiza gegen nen Baum gefahren.

        • Problematisch ist vermutlich, das auch Frauen mit Virilisierung durch PCO oder AGA Anspruch auf Leistungen hätten, wenn man eindeutige Virilisierungserscheinungen bei Frauen als krankheitswertig anerkennen würde. Dadurch würden die Kosten von einigen Millionen möglicherweise auf viele Milliarden explodieren. Man bräuchte einen objektiven Maßstab für das Maß der für den Krankheitswert gegebenen Virilisierung.

          Mir persönlich hätte auch gereicht, wenn die Krankenkassen FSJ’s in Krankenhäusern zum „Verdienen“ der plastischen Chirugie anbieten würden, damit die Kosten für das Gesundheitssystem kostenneutral sind. So war ich 3 Jahre ohne Beschäftigung weil ich Geld für OPs auftreiben musste (und das geht mit Arbeit für 9 Euro oder so nicht, ist ja nach Fahrtkosten auch nur Existenzminimum) um zumindest einen Stand zu erreichen mit dem ich leben kann (eigentlich ist nur noch die Stimme etwas auffällig aber die OP werden die wahrscheinlich zahlen oder wenn ich einmal im Monat die restliche Behaarung wachsen lassen muss um sie entfernen zu lassen). Natürlich ist es auch schwer das Genital zu akzeptieren, aber wenn das nicht mehr ständig hart ist wie Kruppstahl knn man das relativ gut ignorieren, aber das Gesicht ist halt wie Andere dich wahrnehmen und was du im Spiegel siehst. Hätte ich stattdessen 36000 Euro an Löhnen für die Krankenkassen sparen können und die hätten das in meine Operationen gesteckt, dann wär genauso viel Zeit sinnvoller genutzt wurden und das Resultat auch besser.

        • „Natürlich ist es auch schwer das Genital zu akzeptieren, aber wenn das nicht mehr ständig hart ist wie Kruppstahl knn man das relativ gut ignorieren“

          Das geht in die Richtung, die auch mich wesentlich interessieren würde – die „Bodymap“.

          Meinereiner kann sich gut vorstellen, dass eine F2M-Person so etwas wie einen Phantom-Penis spürt, aber kann ein Mensch mit biologisch-männlicher Genitalausstattung prä-OP erahnen, wie es wäre eine Vagina zu besitzen?

        • Wozu ist so eine Geschlechtsumwandlung überhaupt gut?

          Die soziale Rolle des gewünschten Geschlechts mag man so ja noch annehmen können, wenn man genug höfliche und nette Menschen um sich hat. Aber ist der Preis dafür nicht, die eigenen Chancen auf intime Beziehungen mit irgendwem auf nahe 0 zu reduzieren?

          Eine zu männliche Frau oder ein zu weiblicher Mann wird immer noch gewisse Chancen haben, irgendwo zu landen. Und es gibt genug Spielarten sexueller Beziehungen, wo man mit den unterschiedlichen Rollen spielen kann. Aber „umgewandelt“ wird es vermutlich sehr sehr wenige geben, die damit sexuell etwas anfangen können?

          Bei mir sind ja schon Frauen mit zu deutlich aufgespritzen Lippen raus. Operationsergebnisse jenseits eines Boob-Jobs sind so oder so fürchterliche Turn-Offs.

          Ist es da nicht besser, einfach mit dem Körper klarzukommen, den man von Mutter Natur bekommen hat?

        • Naja, als Rektion auf deinen Post hab ichs mal wieder usprobiert daran zu denken, ich hatte mehrfach sehr intensive Dissoziation in der Region und Herzklopfen sowie Glücksgefühle wenn das „richtige“ Gefühl da ist, aber ob das Phantasie oder Biologie ist, keine Ahnung, ich wäre aber sehr froh wenn es sich so anfühlen würde.

        • wie mindph denke ich die Ursachen sind biologisch, daher auch das Leiden daran nicht durch symptomatische Behandlung nicht heilbar. Darüber ist aber anzunehmen, dass das Unwohlein im falschen Geschlecht auch durch kulturelle Aspekte, sprich- das jeweilige Männer- bzw. Frauenbild, die Rollenerwartungen und Privilegien verstärkt werden kann

  3. Wer sich für das Trans-Thema interessiert: Diese einstündige BBC Doku ist ganz interessant:

    Transgender Kids: Who Knows Best?
    https://archive.org/details/BBC-trans-kids

  4. „Biological sex is a social construct“

    Nonsense. „The only thing that moves a physical thing is a physical thing.“ (Daniel Dennett)

    The human body (incl. biologival sex) is a physical thing. It cannot be socially constructed.

  5. Achja: Hauptkritik an dem Video ist natürlich eine biologische Abnormalität wie zuviele/zuwenige Chromosome zu haben, wie es bei Turner-Syndrom oder Klinefeltern der Fall ist als Beweis dafür zu nehmen das biologische Geschlecht sei ein Konstrukt. Hart gesagt gehören diese einfach in die Gruppe Menschen mit Behinderung. Das es blinde Menschen gibt macht die Aussage „der Mensch ist ein Augentier“ ja auch nicht falsch. Es hört sich im Video danach an als sollten diese Behinderungen und Krankheiten zum Maßstab erklärt werden. Auch, dass Behauptet wird es gebe bei einigen transidenten keine (äußeren) Unterschiede zu „cis“-Menschen stimmt zwar durchaus (siehe Blair White), die Personen haben aber auch bei einer vollständigen Geschlechtsangleichung nur nachgebildete, aber funktionslose Geschlechtsorgane. Wenn der Hauptzweck des Geschlechtsorgans, nämlich die Fortpflanzungsfähigkeit entfällt, dann kann das niemals die Norm sein und auch eine „cis“-Person gilt dann als Krank (oder ist damit in dieser Hinsicht auch ein Mensch mit Behinderung).

    • Die BBC ist vermutlich die grösste Propagandaplattform der „progressiven Agenda“. Genau das, was du schilderst, hätte ich von einem Bericht der BBC erwartet.

    • Mangelnde Fortpflanzungsfähigkeit ist so weit verbreitet, das es meiner Meinung nach schwer ist daraus eine Konsequenz zu ziehen. Bis zu jedes 6. Paar bleibt wegen Unfruchtbarkeit kinderlos. Klar ist Unfruchtbarkeit krankheitswertig, aber das ist ungefähr genauso eine Körperfunktion wie Zuckerstoffwechsel. Oder Immunsystem.

      Dennoch ist Intersexualität, wenn auch krankhaft, dennoch Normal. Die Natur bringt alle Normvarianzen hervor. Normabweichungen werden generell mit dem Stigma „Behinderung“ behaftet, dabei gehören sie schlicht dazu. Und die Meisten haben irgendeinen Gendefekt der die optimale Funktion beeinträchtigt (alleine wie abhängig Zivilistionskrankheiten von der Genetik sind). Suchtneigung haben vermutlich 10 % der Population. Neigung zu Diabetes bei Übergewicht ich glaube sogar 60%. Arteriosklerose ist auch von den Genen abhängig. Genauso wie Demenz. Oder Intelligenz. Ich sehe so viele dumme Leute, wenn das krnkheitswertig wäre oh mein Gott. Deswegen ist behindert uch nur ein fließender Begriff. WObei Transsexualität wohl eine größere Behinderung darstellt als Sichelzellenanämie.

      • Es geht mir darum, dass der Mensch zweigeschlechtlich ist und das auch kein soziales Konstrukt ist. Genausowenig wie Heterosexualität das Ergebnis von Gehirnwäsche durch eine heteronormative Gesellschaft ist. Immerhin ist unsere Spezies darauf ausgelegt sich zweigeschlechtlich Fortzupflanzen. Eine Gesellschaft nur aus Menschen mit Klinfelter- und Turner-Syndrom ist nicht möglich, eine ohne eben schon. Das leugnet nicht derren Existenz, sie natürlicher Ausfluss der durch genetische Varianz entsteht; würde ich sagen. Das eine Behinderung zu haben ein Stigma ist, ist nochmal ein anderes Thema. Ein Fortpflanzungsorgan mit dem man sich nicht fortpflanzen kann ist eben im klassischen Sinn „defekt“. Wenn man persönlich keine Kinder will kann einem das ja auch egal sein. Die Frage nach dem Krankheitswert würde sich hier auch wieder im Rahmen der Fürsorge stellen. Ist es eine können Leistungen einer Kinderwunschklinik von der Kasse übernommen. Ist es keine müsste man sagen: „Ist doch alles ok, was wollen sie?“.

      • @nina

        Fortpflanzungsfähigkeit ist durchaus ein wichtiger Punkt, weil nur fortpflanzungsfähige Wesen Gene weitergeben können. Wenn Intersexuelle nicht fortpflanzungsfähig sind, dann kann Intersexualität nicht das sein, was den evolutionären Vorteil brachte. Es kann dann entweder auf einer Mutation beruhen, die keine Vorteile bei der Weitergabe der Gene bringt, dann muss sie sehr sehr selten sein. Oder sie muss das Ergebnis einer Selektion sein, die unter anderen Umständen zu einem Selektionsvorteil führt, dann sind die Intersexuellen bei evolutionärer Betrachtung „Zusatzkosten“ (da nicht fortpflanzungsfähig) dieser Selektion.
        Natürlich sind das rein evolutionäre Betrachtungen und sagt nichts darüber aus, dass Menschen deswegen einen geringeren Wert haben. Ich halte nur die Bezeichnung „krankhaft“ oder „Normal“ für sehr relativ. Das ist ähnlich wie bei der Sichelzellenanämie

        https://de.wikipedia.org/wiki/Sichelzellenan%C3%A4mie

        Möglicherweise besteht ein Selektionsvorteil von heterozygoten Trägern bei Infektionen mit Malaria.[17] Der Malaria-Erreger wird während eines Teiles seines Entwicklungszyklus an oder in den Erythrozyten transportiert. Das Hämoglobin von Menschen mit der heterozygoten Form des HbS führt durch Verminderung der Sauerstoffsättigung des Hämoglobins unter Extrembedingungen zur sichelartigen Verformung der roten Blutzellen, die dann in der Milz abgebaut werden oder verklumpen und danach zugrunde gehen. Eine Hypothese besagt, diejenigen Zellen, die von Plasmodien befallen sind, würden sich auch ohne diese Druckverminderung schon allein durch den Einfluss der Merozoiten beziehungsweise der Trophozoiten verformen, von der Milz als krank erkannt und abgebaut werden.

        Eine weitere Hypothese ist die direkte Tötung der Parasiten, denn die Sichelzellen bilden vermehrt Sauerstoffradikale. Es entstehen dabei Superoxidanionen und Wasserstoffperoxid, und beide Verbindungen sind für die Parasiten giftig.[18]

        Eine andere Theorie besagt Folgendes: Befallen die Plasmodien, die die Malaria verursachen, Erythrozyten, so setzen die Mikroben nach einiger Zeit Säuren als Abfallprodukte ihres Stoffwechsels frei. Das Hämoglobin gibt nun, von H+-Ionen angeregt, den Sauerstoff ab (Rechtsverschiebung der Sauerstoffbindungskurve). Die Sichelform betrifft aber vor allem die Desoxyform der Erythrozyten. Also werden die befallenen Zellen schnell zu Sichelzellen, und diese werden dann in der Milz samt den Mikroben abgebaut. Daraus erklärt sich die Resistenz der Träger der Sichelzellenanämie gegenüber Malaria (siehe Abbildung).

        Die letzte Theorie besagt, dass dabei unter der Bildung von Hämoglobinpolymeren Hämin entsteht, das wiederum zur direkten Tötung der Parasiten führt.[19]

    • Ich behaupte Nichts Anderes, zur Arterhaltung ist Heterosexueller Geschlechtsverkehr und Fruchtbarkeit notwendig xD ABer ich finde es müßig, wenn man ständig versucht daraus irgendeine Ideologie herzuleiten („Weil es in evolutionärer Hinsicht nicht erfolgversprechend ist muss es krank sein!“). Psychopathie zB ist sozialzersetzend. Deshalb gibt es zB nur einen bestimmten Prozentsatz Psychopathen. Psychopathen saugen die Gesellschaft aus, erhalten aber dadurch selbst einen Fortpflanzungsvorteil. Wäre Psychopathie aber zu weit verbreitet, würde sich die Gesellschaft auflösen. Was ist mit Altruismus? Völliger Schwachsinn, evolutionär betrachtet, sich für einen Fremden zu opfern. Trotzdem gibt es immer wieder altruistische Leute. Entweder macht die Evolution super viele Fehler, oder die Fehler sind als normal zu betrachten weil sie regelmäßig vorkommen. Und vielleicht bringt dies ja auch einen FOrtpflanzungsvorteil für die Population. Es bringt der Evolution ja auch keinen Vorteil, wenn alle Männer fortpflanzungsfähig wären. Es vermehren sich sowieso nicht Alle (nichtmal ohne Kontrazeptiva), trotzdem können fortpflanzungsunfähige einen evolutionären Vorteil für die Verwandtschaft / Sippe / Gruppe (und damit die eigenen Gene) haben. Zumindest in evolutionshistorischen Zeiträumen. Naja müßig 😀

      Und richtig, krankhaft ist immer relativ. So erzählt man fast allen jungen Männern sie hätten Bluthochdruck. Aber wie kann das sein wenn hoher Blutdruck bei jungen Männern die Norm ist?

  6. Biologisches Geschlecht ist was anderes als soziales Geschlecht; ergo ist es möglich, das beides nicht übereinstimmt. Am geographischen Nordpol liegt ja auch der magnetische Südpol (ungefähr).
    Dann kann man das biologische Geschlecht noch auseinanderdividieren in chromosonales Geschlecht und anatomisches, und das soziale Geschlecht in selbstzugeschriebenes und fremdzugeschriebenes, und dann gibt es noch das grammatikalische Geschlecht und das mathematische Geschlecht.

    Soviel dazu, dass es nur zwei Geschlechter gäbe.

    • Wenn man nun noch die Bedeutung „Familie“, die „Geschlecht“ auch haben kann, hinzuzieht, werden es wirklich unendlich viele…..

    • @ Mycroft

      Was Du schreibst, ist sehr konzilliant und wirkt geradezu solomonisch – aber damit trivialisierst Du den Punkt von Leuten wie Riley.

      Deine Position läuft darauf hinaus zu sagen: Man kann von Geschlecht / Gender sprechen im Sinne von X, im Sinne von Y, im Sinne von Z usw. (biologisch, grammatikalisch … usw.) Und Leute wie Riley sprechen halt von Geschlecht nicht in dem Sinne, in dem Biologen von Geschlecht sprechen. Da ist überhaupt kein Dissens.

      Naja, das Seltsame ist halt nur, daß Riley für seine besondere Zuschreibung des Geschlechts Konsequenzen in Anspruch nehmen möchte, die eben nur zulässig sind, wenn man von Geschlecht im biologischen Sinn spricht, also eben nicht in seinem Sinne.

      Beispiel: Bei unterschiedlichem biologischen Geschlecht werden unterschiedliche öffentliche Toiletten benutzt. Warum müssen jetzt auch unterschiedliche öffentliche Toiletten benutzt werden bei unterschiedlichem Geschlecht im Sinne von „selbstzugeschriebenes“ Geschlecht? Warum soll daraus, daß Otto sich ein anderes Geschlecht selbst zuschreibt als Paul, die Konsequenz folgen, daß beide unterschiedliche öffentliche Toiletten benutzen müssen?

      Das wäre jetzt ein vereinfachtes Beispiel. Aber ich habe es vereinfacht, damit der Punkt schnell klar wird. Es gibt natürlich bessere Beispiele, die sind aber etwas komplizierter …

      Allgemein finde ich das eben inkonsequent an Leuten wie Riley, daß sie einerseits darauf beharren, daß sie von Geschlecht in ihrem besonderen Sinn reden können – klar können sie das, ich kann ja auch von Flüssen reden, indem ich das Wort „Hauptstadt“ verwende, demnach hätte Deutschland ganz viele Hauptstädte -, daß sie andererseits aber Konsequenzen in Anspruch nehmen wollen, die mit ihrem besonderen Sinn von Geschlecht nicht abgedeckt sind, sondern eben nur dann in Frage kommen, wenn man von Geschlecht in einem ganz anderen Sinne spricht, im biologischen Sinn eben.

  7. Was transidente Menschen vor allem brauchen, ist, dass man sie akzeptiert. Daß man sie so nimmt, wie sie sind. Entweder als Mann oder als Frau. Alles andere ist zweitrangig. Denn was andere in der Hose haben oder nicht, geht ehrlich gesagt keinen was an.

  8. Nachtrag „s“


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