Selbermach Mittwoch 96 (18.01.2017)

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68 Gedanken zu “Selbermach Mittwoch 96 (18.01.2017)

  1. Mein Nachruf auf den verstorbenen Publizisten Udo Ulfkotte:

    „Der Publizist Udo Ulfkotte verstarb am gestrigen Tag an einem Herzinfarkt. Er war bekämpfter Autor solcher Bestseller, wie „Der Krieg in unseren Städten“ oder „Gekaufte Journalisten“. Und er hatte Rückgrat als damaliger Journalist der „FAZ“, indem er aufzeigte, wie korrupt unsere Medien und die Politik mittlerweile geworden sind.“

    https://emannzer.wordpress.com/2017/01/15/14-januar-udo-ulfkotte-ist-verstorben/

    • @emannzer

      https://de.wikipedia.org/wiki/Udo_Ulfkotte

      Ulfkotte betrieb die Internetseite akte-islam.de. Der Politikwissenschaftler Peter Widmann bezeichnete diese 2008 in einer Analyse zu rechtspopulistischen Islamkritikern als „boulevardesk“. Ulfkotte führe dort einen „abendländischen Existenzkampf“.[44]

      Heiner Bielefeldt, Inhaber des Erlanger Lehrstuhls für Menschenrechte und Menschenrechtspolitik, zählt Ulfkottes Werk zur „islamophobe[n] Propagandaliteratur“. Er zeichne „monströse Angstszenarien“, etwa mit Prophezeiungen, in Europa werde ein „Eurabien“ entstehen, man werde hier um 2050 die Scharia einführen und es stehe eine Islamisierung (Stichwort Geburtenrate) bevor, die wiederum mit der Neutronenbombe vergleichbar sei. Ulfkotte strebe eine „Tabuisierung des Islamophobie-Begriffs“ an und behindere so eine aufgeklärte Debatte.[45] Für die Sprachwissenschaftlerin Sabine Schiffer verbreitet Ulfkotte im Internet rechte und evangelikale Ansätze, ähnlich wie Stefan Herre (Politically Incorrect) oder Willi Schwend (Bundesverband der Bürgerbewegungen). Ulfkotte erreichte jedoch mit einer Klage, dass die Gegeninitiative Watchblog Islamophobie ihren Betrieb einstellen musste.[46] Laut Thorsten Gerald Schneiders sind „Islamkritiker“ wie Ulfkotte auch bei eigenen Erfahrungen aus islamisch geprägten Staaten beruflich nicht qualifiziert für profunde Aussagen über theologische Aspekte. Sie betrieben mit ihren Aktivitäten eine Skandalisierung anhand von Einzelbeispielen, die eine moralische oder gesetzliche Schuld von den Muslimen nachweisen sollen. Mit „Spott“ und „Legendenbildung“ werde ein Einknicken der deutschen Gesellschaft vor dem Islam behauptet, etwa beim getrennten schulischen Sportunterricht.[47]

      2010 unterstützte Ulfkotte die Thesen des Bestsellers Deutschland schafft sich ab von Thilo Sarrazin.[48] Christoph Kopke vom Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien in Potsdam bezeichnete Ulfkotte in einer Broschüre (2013) für das Brandenburger Innenministerium als „islamkritischen [bzw.] islamfeindlichen Autoren“ und stellte ihn in eine Reihe mit Geert Wilders und Thilo Sarrazin, aber auch mit Organisationen wie der Webseite PI-News, der Partei Die Freiheit, der Wochenzeitung Junge Freiheit und dem Kopp Verlag.[49]

      Die Kulturwissenschaftlerin Gabriele Dietze ordnete 2011 Ulfkottes Islamkritik dem Bereich der rechten Verschwörungstheorie zu und bezeichnete die aufgeworfene Konstruktion europäischer Überlegenheit als Okzidentalismus.[50] Ähnlich äußerten sich 2013 der Politikwissenschaftler Farid Hafez und der Religionswissenschaftler Ernst Fürlinger. Ersterer warf Ulfkotte vor, eine in sich geschlossen islamophobe Verschwörungstheorie von „Eurabien“ zu propagieren.[51]

      Für den FAZ-Redakteur Patrick Bahners (2011) hat Ulfkottes Islamkritik in den letzten Jahren die „klassisch politikgeschichtliche Methode“ verlassen, so dass bei seinen Fernsehauftritten „im Namen journalistischer Objektivität bizarre Phantasien und makabre Planspiele normale Elemente des öffentlichen Gesprächs“ würden.[52]

      Heribert Schiedel vom Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes bezeichnete Ulfkotte als „antimuslimische[n] Verschwörungsmystiker“.[53]

      Der Antisemitismusforscher Wolfgang Benz verglich die Argumentationsstrukturen Ulfkottes 2014 mit denen des Antisemitismus des 19. Jahrhunderts. Benz sieht Übereinstimmungen hinsichtlich Unterwanderungs- und Überwältigungsfantasien, der Konzentration auf einseitig interpretierte religiöse Texte, um eine „schlechte Sittenlehre“ zu postulieren, und hinsichtlich der Annahme einer Weltverschwörung. Ulfkotte beschwöre eine „muslimische Weltrevolution“ und einen „geheimen Plan zur Unterwanderung nichtmuslimischer Staaten“, was nur seiner Fantasie entspringe, wie bei den Protokollen der Weisen von Zion aber Fremdenfeinden als Versicherung ausreiche. Als Autor sei Ulfkotte „gewiss nicht allzu ernst zu nehmen“, denn er sei ein „Populist“, der seine Bücher mit „Panikmache“ verkaufe.[54] Für die Historikerin Yasemin Shooman ist Ulfkotte einer der „Stichwortgeber der rechtspopulistisch-islamfeindlichen Szene in Deutschland“.[55]

      • „Der Antisemitismusforscher Wolfgang Benz verglich die Argumentationsstrukturen Ulfkottes 2014 mit denen des Antisemitismus des 19. Jahrhunderts.“

        Zu dieser ungeheuerlichen relativistischen Gleichsetzung siehe:

        „Antisemitism and Islamophobia are often considered similar types of prejudice. I argue here that they are not. One is pure bigotry. The other is a term used to silence vital criticism, not least of Muslim antisemitism.“ — Video, 7 min, sehr gut rübergebracht

        http://melaniephillips.com/the-soft-bigotry-of-false-equivalence/

        Meiner Meinung nach steckt hinter der ganzen Toleranz für den Islam nichts anderes als Antisemitismus. Man lässt die Islamis die Drecksarbeit machen und kann sich darüber die Hände in Unschuld waschen.

        Ich habe keine Meinung zu Ulfkotte, nie wahrgenommen.
        Das mit „Eurabia“ ist ganz offensichtlich von der Bat YeOr, hier wird sich Ulfkotte wohl drauf bezogen haben.

      • Das mag ja alles sein, was du da zusammengesucht hast. Dennoch war er ein ausgesuchter Islamkenner und hat sich bei der Multikultifront daher wohl recht unbeliebt gemacht.

        Ebenso, wie ein Thilo Sarrazin, der mit „Deutschland schafft sich ab“ genauso angefeindet wurde, wie Ulfkotte seinerzeit für „Der Krieg in unseren Städten“.

        Im Gegensatz zur Kanzlerin habe ich beide Bücher gelesen und fand sie allesamt hilfreich. Denn es wurden Tatsachen vorweggenommen, die jetzt Realität geworden sind. Da kann man noch so sehr gegen anstänkern, wie die zitierten es tun.

        Und „Gekaufte Journalisten“ hat ja wohl kaum etwas mit dem Islam zu tun, sondern mit der gezielten Verdummung durch die Medien.

        Im Übrigen hat sich Ulfkotte sehr wohl für bedrohte Menschen aus dem Orient eingesetzt, wie Eva Hermann zu berichten wusste, in ihrem Nachruf. ( https://philosophia-perennis.com/2017/01/17/eva-herman-abschied-von-udo-ulfkotte/ )

        Allesamt rechte Spinner und Hetzer?

        Dann sieh dir mal die Häme und die Nachtreterei von den s.g. linken Medien und noch schlimmer, auf Twitter an. Aber das ist dann wohl keine Hetze, weil ins Weltbild passend.

        • Erinnert an das hier, einen französischen Warner betreffend:

          „Bensoussan’s original book first revealed something was going horribly wrong in France within sections of the Muslim community. But if the book rattled the public, it revolted sections of the establishment who sought to discredit Bensoussan and his warning that a growing number of suburbs were being Islamified. He was subjected, he writes, to ‘intellectual terrorism,’ with his critics doing everything in their pusillanimous power to discredit him by calling him a racist.“

          http://blogs.spectator.co.uk/2017/01/unlike-merkel-trump-understands-islamist-threat-west/

          Sicher ist die og Kritik an Ulfkotte wertlos, da sie klar aus der pro-Islam-Ecke kommt, hier darf man keinen Hauch von Ehrlichkeit erwarten.

        • @Alex: So ist es. Wenn ich mir dieses Sammelsurium an Zitaten (via Wikipedia?) so ansehe, dann lese ich sehr viele Meinungen, Unterstellungen und ad-hominem-Tritte.

          Aber keine Widerlegung seiner Argumente bzw. irgendeine eigene Auflistung, welche widersprechen könnten.

          Sondern nur ein Nachtreten, wie es sich in den Medien und „Zwitscher-Kanälen“ ebenfalls widerspiegelt.

          Offenbar hat Ulfkotte so stringent dargelegt, was nicht zu widerlegen scheint, sonst hätte man sich am Ende wohl nicht auf den Kopp-Verlag kapriziert, denn anders konnte man wohl nicht mehr ‚Kopf-kicken‘ …

          Ein Armutszeugnis für den so genannten Pluralismus. Geradezu eine Persiflage darauf.

        • Deshalb kann man „Wickipedia“ auch zu keinem Thema konsultieren, welches irgendwie politisch „umstritten“ ist. Die Stärke der Idee, dass „Jeder“ schreiben darf, verkehrt sich hier zum Nachteil.

          Die Strukturen um eine Figur rum sind natürlich sehr erhellend, aber immer nur „Beilage“ oder Abrundung des Bildes oder weiterführend. Wenn nicht die sachliche Kritik im Vordergrund steht, dann wird schnell sowas wie eine Verschwörungstheorie draus. Wofür die neuen Linken sehr anfällig sind, man denke nur an 9-11. So langsam bekommt man den Eindruck, die denken nur noch in diesem Modus.

      • Ah, Zitate aus der in diesen Fragen unbestechlichen Wikipedia.

        Ist das vergleichbar seriös wie dieser Ausschnitt aus einem anderen Artikel?

        Thomas Gesterkamp führt Hoffmann als Beispiel für Akteure in der Männerrechtsbewegung an, bei denen es „immer wieder Überschneidungen und Verbindungen zu rechtsextremen Kreisen und Publikationen“ gebe. So versorge Hoffmann „die maskulinistische Seite „Wieviel Gleichberechtigung verträgt das Land“ regelmäßig mit Artikeln aus der Jungen Freiheit.“[3]

        Walter Hollstein lehnte es ab, Hoffmann in Verbindung mit der politischen Rechten zu bringen.[31]

        Hinrich Rosenbrock bezeichnet Arne Hoffmann als „populistische[n] Medienmacher“. Hoffmann sei sicherlich kein rechter Ideologe, wähle jedoch seine Bündnispartner für die Männerrechtsbewegung vor allem nach dem von ihm gesehenen Nutzen für diese und weniger nach deren demokratischen und ethischen Grundlagen aus. Seiner Meinung nach konzentrieren sich Hoffmanns geschlechterpolitische Aussagen „insbesondere auf angebliche Männerfeindlichkeit in den Medien, Diskriminierung von Männern, (sexuelle) Gewalt gegen Männer und Probleme in der Erziehung von Jungen sowie Antifeminismus.“ Dabei unterstelle er dem Feminismus undifferenziert Männerfeindlichkeit und sehe ihn gleichzeitig als medienbeherrschend an. Belege gebe Hoffmann für diese Behauptung nicht an, vielmehr behaupte er, dass die Mehrheit der Medien in Deutschland Frauen gehöre.[21]

        Axel Dammler zitiert Hoffmann beispielhaft als rechten Ideologen im Geschlechterkampf: Ein Interview von Hoffmann mit der rechtsgerichteten Jungen Freiheit trug den Untertitel Der Feminismus ist zur totalitären Ideologie geworden.

        • @Christian schrieb:

          „Ist denn das von emannzer zitierte neutral?“

          Nun ja, man könnte beispielsweise mal den Artikel dazu lesen und sich die Zitate bzw. Links zu Gemüte führen – das könnte ein wenig die Augen öffnen, so man das denn will.

          Die Hasspredigten (was für ein Wort) lese ich momentan bei denen, die nachtreten. Und das tun diese Leute nicht zu knapp.

          So etwas käme mir maximalst bei einem Pol Pot oder Pinochet über die Lippen, aber selbst dann nicht via Tastatur.

          „Er kann trotzdem Hass gepredigt haben.“

          Weiß man es denn, behauptet solches einfach oder lässt man sich vor den ideologischen Karren von Wikipedia spannen? Eine simple Frage, die ich, nach dem Lesen von Ulfkottes Büchern, nicht mit ja beantworten würde.

          Oder könnte auch Sarrazin Hass gepredigt haben und ist hernach für einen Bürgerkrieg auf unseren Straßen verantwortwortlich, nur weil er davor faktenbasiert gewarnt hat?

          Das mag jeder für sich selbst beantworten. Aber man betrachte nur mal die nun geschaffenen Fakten. Und da fallen nicht nur mir eine ganze Menge ein.

          Und ein Schweigen des Feminismus‘, welcher in Form einer Anne Wizorek auch noch was von Burka als Zeichen der Emanzipation daher kommt.

          Aber Hauptsache, man hat mal Hate-Speech gesagt …

        • Er kann trotzdem Hass gepredigt haben.

          Und das sogar dann, wenn Kritik an Islam berechtigt ist

          Kackscheisse. Kritik an Religioten ist ein gesellschaftliches Tabu.

          Mohammed war gemäss heutigen ethischen Prinzipien ein pädophiler Kinderschänder und Kriegstreiber. Das ist nicht meine Meinung, sondern aus dem Koran, dort beschrieben. Chomeini himself leitete daraus das Recht ab, eine Achtjährige als heiratsfähig einzustufen, weil Mohammed ja auch eine Achtjährige geehelicht habe. Also hört mir mit diesem pathologisch-zwanghaften Diskurs über Islamophobie und dergleichen Kackscheisse auf. Sprecht offen aus was ihr denkt oder haltet die Klappe. Echt jetzt. Ist doch nicht auszuhalten, dieses Rumgedruckse.

          m islamischen Schrifttum wird Aischas Alter bei der Eheschließung mehrheitlich mit sechs bzw. sieben Jahren, beim Vollzug der Ehe mit neun bzw. zehn Jahren verzeichnet.[

          Es war eine andere Zeit mit gänzlich anderen Moralvorstellungen. Einverstanden. Aber gelten die auch heute noch? Kann das, was ein amoralischer Beduine vor rund 1300 Jahren gesagt hat, noch heute als Richtschnur für moralisches Handeln gelten? Also bitte. Fertig mit dem Scheiss. Genug ist genug.

        • Schon klar und die Bibel fand die Sklaverei wunderbar und meinte man müsse als schwulen und alle die außerehelichen Sex haben umbringen. Macht aber dennoch keiner.

          Die typische Reaktion. Der Islam nicht, das Christentum aber auch. Habe ich jemals Religioten gleich welcher Couleur hier verteidigt? Du zielst mit deiner Replik bei mir ins Leere.

          In Saudi-Arabien wird nach wie vor gesteinigt, Hände werden abgehackt und Menschen für vergleichsweise geringe Vergehen ausgepeitscht. „Macht aber dennoch keiner“ trifft so für den Islam und die Staaten, die nach den Regeln des Koran Recht sprechen nicht zu.

          Ich geb dir aber insofern Recht, dass wenn die Religionen keine Rolle mehr spielen, dann spielen sie keine Rolle mehr. Tun sie aber.

    • Ja, klar, die alte Wissenschaft ist so sehrAfDmässig, der neue Wissenschaftler beschäftigt sich stattdessen, wie man den „nächsten Überwachungsstaat überlebt“:

      https://www.newscientist.com/article/mg23331092-700-whats-the-worst-that-could-happen/

      Das übliche Anrühren von Furcht und Angst, rein hypothetisch an die Wand gemalt. Und noch stinklangweilig dazu. Aber es gibt noch Alternativen:

      „Read more about the witch hunts climate scientists will soon face, and how they can fight back“ — Oh, die Hexenjagden waren doch immer gegen die Skeptiker und „Leugner“…. (Ah Nein, das waren ja „die Bösen“, mir denen muss man das machen).

      „Read more about how women can protect their reproductive rights with contraception and abortion in doubt“ — das ist alles unbekannt, ja.

      „Read more about the strange and surprising silver linings of his chaotic nuclear policy“ — die Menschheit ist sowieso ökologischer Krebs, weg damit.

    • Herr Lobo(tomie) versucht uns hier klar zu machen, dass Trump irgendsoein Nazi wäre, hinter dem „reaktionäre, anti-gesellschaftliche Kräfte“ stünden und dessen „Morgenbräune“ jetzt Typen wie Höcke wie Pilze aus dem Boden schiessen liessen…..

      Mehr als zweifelhafte Polemik, das Ganze. Ist ja schliesslich „Spiegel“.

      • halbwegs brauchbar ist:

        http://www.zeit.de/politik/deutschland/2017-01/afd-bjoern-hoecke-rede-holocaust-mahnmal-berlin/komplettansicht

        Lächerlich bigott wird´s nur als der Autor schreibt „als Höcke im Herbst 2015 während einer Talkshow von Günter Jauch eine Deutschland-Fahne aus der Jacke zog und über seinen Sessel legte“ … „machte er aus ihr ein Zeichen für ein antidemokratisches, völkisches, fremdenfeindliches Deutschland.“

        Da schwingt diese linke und extrem notorische Haltung mit, nach der schwarz-rot-gold fürs „System“, „rechts-reaktionär“ und „Faschismus“ etc stehen würde. Der Artikel ist eine Avance in die Richtung den Begriff der „Identität“ zu besetzen. Wahrscheinlich von den US-Progressiven übernommen, die haben das vor ein paar Tagen auch so angefangen, es mit einem linken Nationalismus zu versuchen.

        • guter vs schlechter Nationalismus

    • Unabhängig davon, dass ich ganz sicher kein besonderer Fan von Herrn Höcke bin – ich finde es sehr seltsam, in welcher Art er häufig quasi als der neue Hitler aufgebaut wird. Was an seiner Rede ist denn auch bei genauerem Hinsehen/-hören so verwerflich, dass man es als inakzeptabel einstufen müsste?

    • Dem Glückwunsch kann ich mich leider nicht anschließen. Bento ist ein ausgeprägt feministischer Ableger des Spiegels und wer solche Leute, wie die Dauerstudentin Hatice Ince in seinen Reihen hat, ist in meinen Augen nicht unbedingt der journalistische Bringer …

      • Du bist schon ein komischer Vogel. Im Grunde wird da nur Werbung für ihr Buch gemacht. Wenn Arne Hoffmann einen Artikel in der TAZ unterbringt, findest du das demnach auch scheiße?

        • Nein Matze, finde ich nicht. Aber ich sehe Erzählmirnix etwas differenziert und teilweise auch distanziert, trotz aller sonstigen Wertschätzung,

          Ich sag es mal so: Machte Indymedia für mich Werbung, dann würde mich das nicht unbedingt begeistern. Das wird aber sowieso nicht passieren.

          Daher denke ich nicht, dass mich das zum „komischen Vogel“ macht, es sei denn, du fühltest dich mit meinem Einwurf angegriffen, was nicht beabsichtigt war.

        • Naja, du regst dich in meine Augen über komische Sachen auf, wie z.B. das Matthias in seinem Buch „Bürgerinnen und Bürger“ geschrieben hat. Hier ebenso.

  2. Interessant: angeblich glaubt der Islam an den „blank slate“, das „unbeschriebene Blatt Mensch“:

    Alle Seelen werden rein (als Moslems) geboren und dann aber korrumpiert. Deshalb ist ein „Glaubenübertritt“ zum Islam ein Zurückfinden.

    Ich schätze, dass diese Idee neueren Ursprungs ist und dann sogar von Westlern inspiriert. Riecht arg nach sekularisiertem, ideologisiertem Glauben.

    • Interessante Thematik. Und es ist was dran: Rock ist i.d.R. mit der expliziten Demonstration heterosexueller Männlichkeit verbunden, und schwarze Rockmusiker sind mir so gut wie unbekannt.

      Disco-Musik hingen ist mit einem eher androgynen Image versehen, zumindest bei den männlichen Künstlern. Ich kenne einige Schwule, die auf Disco stehen. Disco ist allerdings keine rein schwarze Musik.

      • Hendrix! Und viele andere, die vom Blues her kommen, das geht ohnehin nahtlos in Rock über.
        Und Queen dürfte klar gemacht haben, dass auch Dinosaurier-Rock wie selbstverständlich schwul sein kann.

        Disko hat zutiefst schwarze Einflusse, über Funk, Soul. Ist ohnehin ein Mischmasch der unterschiedlichsten Einflüsse, daher passt das nicht so seltene Image von Disko als androgyn auch gut.

      • Muss man nicht, ich hab ihn auch (noch) nicht gelesen, konnte aber (dank einer feminismusfreien Frühschicht in der Kommentarredaktion) zumindestens einen fragenden Kommentar drunter setzen.

    • Ich habe den genannten Artikel im Spiegel-Heft gelesen (Seite 43 bis 47) und finde ihn im Großen und Ganzen gut. Er demonstriert plausibel, wie fragwürdig Aussagen wie „Noch nicht einmal jeder zehnte angezeigte Vergewaltiger wird verurteilt“ sind.

      Im Artikel wird z. B. ausgeführt (Seite 45): Bei der Berechnung der Verurteilungsquote werden zwei Statistiken miteinander verglichen, die gänzlich unabhängig voneinander erhoben werden:
      – die Polizeiliche Kriminalitätsstatistik (PKS) und
      – die Strafverfolgungsstatistik.
      Was mit einer Anzeige zwischen dem Eintrag in die PKS und dem Eintrag in die Verurteilungsstatistik alles passiert, ist häufig bizarr und kann hinterher nur selten noch nachvollzogen werden. Somit können die Zahlen in beiden Statistiken (Zahl der Anzeigen vs. Zahl der Verurteilungen) überhaupt nur sehr vorsichtig miteinander verglichen werden.

      Insgesamt zeigt der Artikel, wie schwierig es für Gerichte ist, Anzeigen wegen Vergewaltigung oder sexueller Nötigung zweifelsfrei zu entscheiden.

      Kritik würde ich an drei Punkten anbringen:
      – Im Artikel wird selbstverständlich unterstellt, daß die anzeigende Person tatsächlich vergewaltigt worden ist.
      – Im Artikel wird selbstverständlich unterstellt, daß die vergewaltigende Person männlich ist.
      – Als „Aufmacher“ bedient sich der Artikel eines tendenziösen Vorurteils: „Aus Mangel an Beweisen – Noch nicht einmal jeder zehnte angezeigte Vergewaltiger wird verurteilt.“

  3. Lana und Bre

    Bre Faucheux – The Problem with Diversity in Books

    „Bre Faucheux is an author and YouTuber.

    She joins us for a lively conversation on race, identity, and multiculturalism. We begin by discussing her background, including her education and how she came to be red-pilled. While Bre was initially a liberal, she eventually discovered Alt-Right videos on YouTube, which led her to question everything she had been taught. The growing prevalence of anti-White rhetoric in the West also forced her to realize that diversity threatens the very existence of ethnic Europeans worldwide. We then discuss Bre’s YouTube video, “The Problem With Diversity in Books”, which triggered thousands of liberals, and listen to a few amusing responses from some of them. Our show also explores the West’s ongoing demographic transformation, MGTOW, and feminism.“

    • @uepsilonniks

      Ich wäre ja gespannt, wie das enden würde. Was Feministinnen immer vergessen ist, dass die Rechtsprechung nicht der Auffassung ist, dass man weiße und Männer beliebig beleidigen und herabwürdigen kann.

      Man könnte gleich mal einen Verein gründen, der sich gegen Hatespeech engagiert, dann könnte man wunderbar alle „critical whiteness“-Kommentare und alle „du bist schlecht, weil du ein Mann bist“ abmahnen und sich eine goldene Nase verdienen. Auf die Idee, dass man das gegen sie einsetzen könnte kommen Feministinnen ja üblicherweise nicht.

    • Die Potenziale der Verbandsklage sind schnell klar: Langfristigkeit, Expertise und ein professionelles Vorgehen können von einem Verband abgesichert werden, die Hindernisse einer Individualklage sind gemindert. Dies wäre schon bei der Möglichkeit einer Prozessstandschaft der Fall, eventuell die realistischere Option, da in Deutschland große Vorbehalte gegenüber dem richtigen Verbandsklagerecht herrschen. Im besten Fall könnte eine erfolgreiche Verbandsklage zu einer Erlassung, Entschädigungszahlungen oder Bußgeldern mit abschreckender Wirkung führen. Auch eine Internetsperre für verurteilte Täter wird unter den Teilnehmer*innen diskutiert — ob das rechtlich umsetzbar wäre, bleibt allerdings offen.

      If I could, I would block the world.

      Auch wer angeklagt werden könnte, ist nicht leicht zu beantworten. Betreiber oder Einzeltäter? Oder gar Dritte? Auch das rassistische Patriarchat steht als potenzieller Angeklagter im Raum. Es zeigt sich: hier liegt einer der Knackpunkte einer Klage gegen Digitale Gewalt. Anders als in früheren Fällen gibt es nach geltendem Recht selten einen klar identifizierbaren Aggressor oder Rechtsbrecher. Darüber hinaus wäre die individuelle Verurteilung nur bedingt das Ziel. Mindestens ebenso geht es den Anwesenden darum, die Systematik digitaler Gewalt aufzuzeigen und diese ebenso systematisch einzudämmen.

      Uiii.. die sind aber ganz divers unterwegs. Da ist sogar ein Mann in der Runde

      vorne rechts der zweite

      • „Auch das rassistische Patriarchat steht als potenzieller Angeklagter im Raum. …. “

        Die haben erkennbar nicht mehr alle Tassen im Schrank.

        „…. geht es den Anwesenden darum, die Systematik digitaler Gewalt aufzuzeigen und diese ebenso systematisch einzudämmen.“

        Kollektivstrafen also. Mitgehangen, mitgefangen, alles Verschwörer des „rassistischen Patriarchats“.

  4. Facebook möchte, dass ARD und ZDF seine News kontrollieren

    https://www.welt.de/kultur/medien/article161336794/Facebook-moechte-dass-ARD-und-ZDF-seine-News-kontrollieren.html

    War ja zu erwarten, dass die Staatsmedien dafür da sein sollen… analog BBC.

    Das hier halte ich mal für Nebenkerzen, dass noch andere von facebook angefragt worden seien:

    „Auf Nachfrage der „Welt“ bestätigten bisher ARD, ZDF, „Spiegel Online“ und „Bild“, dass Facebook auf sie zugekommen sei.“

    „Facebook will so vorgehen: Nutzer sollen auffällige Beiträge melden (dies geht mit zwei bis drei Klicks), unabhängige Partner prüfen dann die Informationen auf ihren Wahrheitsgehalt.“

    Nun, liebe Facebooker, dann ist ja klar was zu tun ist, um gegen diese Zensurmethoden zu protestieren!

  5. Ah, die Fatah darf das Symbol der progressiven Faust benutzen. Ist das nicht von „Black Lives Matter“? Die haben auch Kooperation mit der „palästinensischen Sache“ proklamiert und ein Zusammenstehen, was jetzt auch sichtbar geworden ist.

    Das partielle nachträgliche Einfärben verrät, dass diese Faust im Original schwarz war und es bleibt – gestalterisch eigentlich schädlich – ein Teil rechts ganz in schwarz. Sicher ein Verweis darauf, dass man in den Augen der „Progressiven“ ja „people of color“ ist.

    • Hier kommt der Aktivismus klar heraus (aus dem Interview):

      „Also ja: Donald Trump ist eine akute Gefahr, aber wenn die beseitigt ist, muss man was gegen die chronische Gefahr tun, weil der Patient sonst drei Wochen später wieder in der Notaufnahme liegt.“

      „Es kann sein, dass wir am Anfang des Endes der Ära liberaler Demokratie stehen und gegen Windmühlen kämpfen. Aber ich bin bereit, diesen Kampf zu führen, auch wenn ich nicht weiß, ob er zu gewinnen ist. Was soll ich sonst machen?“

      „Im Rückblick könnten wir wie die Leute wirken, die im 18. Jahrhundert noch für die absolute Monarchie gekämpft haben.“

      Die fanden Duelle bestimmt auch besonders männlich damals 😉

  6. Inaugural Tears of Joy

    When Obama was sworn in – his hand disturbingly on the Bible whose passages he had spent 20 years hearing in sermons preached by his anti-American, anti-white and antisemitic pastor, Rev. Jeremiah Wright – I longed to join in the festivities.

    Indeed, it was a truly historic occasion for a country in which segregation was still practiced in my lifetime, to be electing a black president. As cameras zoomed in on Oprah Winfrey weeping tears of joy, I wanted to join her. I wished to be cheering, rather than mourning what I anticipated was going to be a concerted effort to destroy the great United States from within and appease its external enemies to the point of endangering Israel.

    When I turn on the TV in Israel to watch his swearing-in ceremony on Friday, even the mass demonstrations against the legitimacy of his presidency will not prevent me from shedding a tear of celebration, as I had so yearned to do with Oprah in 2009.

    https://www.algemeiner.com/2017/01/20/inaugural-tears-of-joy/

  7. Zarathustra’s Serpent — Heads Up (Kopf hoch)

    UNBEDINGT SEHENSWERT

    Ein extrem origineller Beitrag zu Geschlechterrollen in den 1950ern, 60ern und 70ern, anhand der 1A-Musikgeschichte damals!

    Wer hätte gedacht, dass „Einer flog über das Kukuksnest“ ein maskulistischer Film ist, der die Unterdrückung durch die weibliche Geschlechterrolle zum Thema hat?
    Oder wie die ersten Hippies waren und dass in dieser Kultur auch sehr „problematische“ Einflüsse diese korrumpierten….

    DER IST GUT!

    Das ist nur der Teaser zu einer anstehenden Reihe! Man darf mehr als gespannt sein.

    Extrem viele hochinteressante Pointen.
    12 min, die Informationsdichte ist sättigend 🙂

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