Selbermach Samstag 221 (14.01.2017)

Welche Themen interessieren euch, welche Studien fandet ihr besonders interessant in der Woche, welche Neuigkeiten gibt es, die interessant für eine Diskussion wären und was beschäftigt euch gerade?

Welche interessanten Artikel gibt es auf euren Blogs? (Schamlose Eigenwerbung ist gerne gesehen!)

Welche Artikel fandet ihr in anderen Blogs besonders lesenswert?

Welches Thema sollte noch im Blog diskutiert werden?

Für das Flüchtlingsthema gibt es andere Blogs

Ich erinnere auch noch mal an Alles Evolution auf Twitter und auf Facebook.

Es wäre nett, wenn ihr Artikel auf den sozialen Netzwerken verbreiten würdet.

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130 Gedanken zu “Selbermach Samstag 221 (14.01.2017)

    • Mir ist das auch mal passiert mit einer Frau als Täterin. Sie hat so komisch herumgefummelt als müsste sie das Ding neu einführen und nach dem Job habe ich dann gemerkt dass das Kondom weg war. Ich habe dann nur noch gebetet und so nach 2 Monaten war ich ziemlich sicher dass nichts passiert war. Ich fand das damals einfach nur strange. Die Frau wollte wohl nicht mehr arbeiten; sie hatte schon ein Kind. Manchmal hat mann eben dann doch Glück im Leben….. War das auch eine Vergewaltigung? Sie hätte Aids haben können oder mir das Geld erpressen ……

      • „War das auch eine Vergewaltigung?“

        Nicht nach gegenwärtigen Recht: Denn anders als bei Frauen bedeutet die Zustimmung des Mannes zum Sex auch die Zustimmung des Mannes zur Vaterschaft – rein rechtlich gesehen.

        • Wenn mann(n) vorher mehrfach betont hat, dass Sex nur mit Gummi in Frage kommt, dann ist ein vorsätzliches Wegnehmen und Weitermachen meiner Meinung nach schon Vergewaltigung i.S.d. StGB.

        • Gemäß § 177 StGB liegt ein sexueller Übergriff vor, wenn gegen den erkennbaren Willen gehandelt wird (Absatz 1).
          Wiederholt zu betonen, dass es Sex nur mit Gummi gibt, ist meiner Meinung nach ein „erkennbarer Wille“ bzw. trotzdem kein Gummi zu nutzen, ist Handeln „gegen den erkennbaren Willen“.
          Wird während des Verkehrs die Meinung nicht erkennbar geändert (z.B. durch eindeutige verbale Zustimmung), muss meiner Meinung nach davon ausgegangen werden, dass der Wille „nur mit Gummi“ weiter besteht.
          Wird jetzt das Gummi von der anderen Person entfernt und danach der Verkehr fortgesetzt, ist damit Absatz 1 des § 177 StGB erfüllt. Da Sex meiner Erfahrung nach eine physische und psychische Ausnahmesituation darstellt und das Wegnehmen des Gummis schnell geht, sind zusätzlich die Punkte 2. und 3. des Absatzes 2 erfüllt (Ausnutzen des Zustands bzw. Überrumpeln).
          Ob sowas BEWEISBAR wäre, steht natürlich auf einem anderen Blatt.

        • @GOI

          „Gemäß § 177 StGB liegt ein sexueller Übergriff vor, wenn gegen den erkennbaren Willen gehandelt wird (Absatz 1).“

          Ja, verstehe. Problem aus meiner Sicht: Ist den „reinschieben ohne“ eine andere sexuelle Handlung als „reinschieben mit“? Klar, es ist ne andere Handlung aber ändert sich auch der sexuelle Charakter? Anders formuliert: Wenn z.B. harter Sex vereinbart ist und es gibt nur Kuschelsex, ist es dann auch Vergewaltigung?

        • Ist mir persönlich übrigens schon passiert: ich bestehe auf Kondom, sie zieht es irgendwann ab. Da ich ziemlich blau war habe ich das erst „hinterher“ kapiert.
          Zugegeben habe ich die obigen Überlegungen nicht fachkundig angestellt. Bin kein Jurist und auch nicht bei der Staatsanwaltschaft beschäftigt…

        • @GOI

          Ich stimme zu, daß Zustimmung zum Sex keine Zustimmung zur Vaterschaft ist. Allerdings fällt „Kind angedreht“ ja auch nicht unter den Tatbestand der Vergewaltigung.

        • Wenn Kuschelsex vorher ausdrücklich abgelehnt wurde, sähe ich § 177 StGB tatsächlich als erfüllt an.
          Ich wollte hier auch eher provokant davor warnen, dass ich mir bei neusten Formulierung des § 177 vorstellen kann, dass man(n) auch in Deutschland wegen Weglassens des Kondoms als Vergewaltiger verurteilt werden kann.
          Ich persönlich fühlte mich von der Frau damals nicht vergewaltigt, sondern einfach scheiße behandelt.

        • @GOI

          Im Grunde ist das eine interessante Frage: Ich erinnere mich jetzt aus der Kommentarliteratur nur an Fälle, wo es um den Übergang zwischen sexuellem und nicht-sexuellem Verhalten ging, und könnte gerade nicht sagen, ob schon mal darüber entschieden wurde, ob eine andere als die gewünschte sexuelle Handlung ohne Zustimmung, eine Straftat darstellt. Leider haber ich von hier aus keinen Zugriff auf eine Datenbank, aber ich verfolge das mal. Das ist auf jeden Fall einen post wert.

        • Gibt es für den Umstand „Kind andrehen ist keine Vergewaltigung“ schon Entscheidungen nach aktuellem Sexualstrafrecht?
          Ein gehörnter Mann, der so eine Anzeige bringt, hat auf jeden Fall meinen Respekt!

        • @GOI

          „Gibt es für den Umstand “Kind andrehen ist keine Vergewaltigung” schon Entscheidungen nach aktuellem Sexualstrafrecht?“

          Nein. Das ist schlicht keine Straftat. Ebenso liegt kein Vermögensdelikt vor z.B. Betrug (§263 StGB), insofern eine Frau, die Verhütung vortäuscht, einen Irrtum beim zukünftigen Vater erregt, der kausal für einen via Gesetz eintretenden Vermögensvorteil (Unterhaltsleistungen) ist. In meinen Augen ist das eine Strafbarkeitlücke.

    • Ist dann Sex bei dem die Frau sagt, das sie mit der Pille verhütet, es aber nicht tut, der Mann aber nur deshalb dem Sex zustimmt auch Vergewaltigung?

        • @Elmar

          Der lässt sich doch leicht auflösen:

          In einigen Punkten suchen Männer und Frauen nach Gemeinsamkeiten, weil diese wichtig für die paarbindung sind oder allgemein anzeichen für gute Gene bei Männern und Frauen sind (die zB verglichenen SATs), bei anderen auf Geschlechter bezogene Merkmale.

          Einfaches Beispiel: Menschen suchen jeweils passende Körpergrößen, aber Männer suchen eben Frauen mit schönen Brüsten, Frauen interessieren Brüste bei Männern eher nicht, dafür eher Breite Schultern und ein v-Körper

          Aber selbst in den Gemeinsamkeiten können sich Unterschiede zeigen: große frauen werden eher einen Mann haben wollen, der größere ist als sie, große Männer eher eine große Frau, die aber kleiner ist als er

  1. Wie sieht die Zukunft der (nach-)menschlichen Zivilisation aus? Möglichkeiten und Gefahren:
    „A Short History of the Third Millennium“
    http://www.unz.com/akarlin/short-history-of-3rd-millennium/
    „Fundamentally solve the “intelligence problem,” and all other problems become trivial.
    The problem is that this problem is a very hard one, and our native wit is unlikely to suffice. Moreover, because problems tend to get harder, not easier, as you advance up the technological ladder (Karlin, 2015), in a “business as usual” scenario with no substantial intelligence augmentation we will effectively only have a 100-200 year “window” to effect this breakthrough before global dysgenic fertility patterns rule it out entirely for a large part of the next millennium.
    To avoid a period of prolonged technological and scientific stagnation, with its attendant risks of collapse, our global “hive mind” (or “noosphere”) will at a minimum have to sustain and preferably sustainably augment its own intelligence. The end goal is to create (or become) a machine, or network of machines, that recursively augment their own intelligence – “the last invention that man need ever make” (Good, 1965).“

    Der Autor beschreibt fünf verschiedene Zukunftsszenarien: „Direct Technosingularity“, „The Age of Em“, „Biosingularity“, „Eschaton“ und „The Age of Malthusian Industrialism (or, “Business as Usual”)“. Für am wahrscheinlichsten hält er die Biosingularity, gefolgt von der Technosingularity.

  2. Ist eigentlich schonmal jemandem aufgefallen, daß die Bezeichnung „Gender Pay Gap“ falsch ist? Wie im übrigen bei allen Gender Craps.

    Gender bezeichnet das soziale Geschlecht (englisch: gender). Beim GPG geht es aber um die Durchschnittsgehälter der biologischen Geschlechter (englich: sex).

    Müßte es korrekterweise nicht „SEX Pay Gap“ heißen?
    :o)

    • Ist eigentlich schonmal jemandem aufgefallen, daß die Bezeichnung „Gender Pay Gap“ falsch ist? Wie im übrigen bei allen Gender Craps.

      Hardcore-Genderisten sind in der Regel Radikalkonstruktivisten. Indem sie „sex“ und „gender“ synonym verwenden glauben sie, dass damit die Unterscheidung von „sex“ und „gender“ obsolet wird, sich die Wahrnehmung der Realität ihrem Sprachgebrauch anpasst. Sowas erinnert mich an die Methoden von Scientology. Völlig abgedreht.
      Die synonyme Verwendung der beiden Begriffe ist keine Unachtsamkeit, kein unbeabsichtigter Fehler, sondern ihrem Wahn geschuldet, dass durch den Sprachgebrauch eine neue Realität geschaffen werde ( weil für den Radikalkonstruktivisten jede Realität nicht unmittelbar wahrgenommen wird, sondern eine Interpretation oder ein Konstrukt des menschlichen Gehirns ist). Indem nicht mehr zwischen „sex“ und „gender“ unterschieden wird, wird das biologische Geschlecht zu einer gesellschaftlichen Zuweisung. Da erstaunt es dann auch nicht mehr, wenn 4000 Geschlechter (auch hier sollte es gender heissen) behauptet werden.

      In Gender Trouble (dt.: Das Unbehagen der Geschlechter; 1991) entwickelt Butler den Begriff des Performativen in Bezug auf sex und gender weiter. Butler geht davon aus, dass Identitätskategorien wie „die Frau“ keine neutralen Beschreibungen oder gar natürliche Kategorien sind. Sie sind als normative soziale Setzungen zu verstehen, da sie das beschreiben, was sie zugleich hervorbringen.

      Quelle: http://www.krass-mag.net/?glossar=performativitat

    • Stimmt.

      Der Begriff wird abweichend verwendet, weil „Sex Pay“ als Begriff die Gedanken des Leser_*Ix zu sehr in Richtung „Bezahlung sexueller Dienstleistungen“ lenkt.

      😉

    • „Gender bezeichnet das soziale Geschlecht (englisch: gender). Beim GPG geht es aber um die Durchschnittsgehälter der biologischen Geschlechter (englich: sex).“

      Letztlich bleibt Gender Pay Gap imho der richtige Begriff, da Frauen (wie auch andere Menschen) monetär abgestraft werden vorallem dann wenn sie klassische Frauenrollen erfüllen. Gemeint ist damit nicht bloß, wenn sie weitgehend pro bono für Andere täglich tätig sorgen (wie bekannt sein dürfte fällt der Abschlag für Männer in Teilzeit z.B. noch größer aus als der entsprechende für Frauen; unter welcher Bezeichnung sollte man dieses Phänomen sonst führen wenn nicht auch unter GPG?).

      „Doch es gibt einen weiteren Faktor, der die Lohnlücke mindestens genauso stark festbetoniert: die unterschiedliche Bezahlung in Berufen, die vor allem von Frauen ergriffen werden, und in Berufen, in die vor allem Männer streben. Viele Frauen, wenig Geld, viele Männer, viel Geld: Aktuellen Untersuchungen zufolge ist diese Formel mittlerweile für mehr als die Hälfte der Lohnlücke verantwortlich. …

      Corinna Kleinert und ihre Forscher-Kolleginnen haben Arbeitnehmer-Daten für Westdeutschland über 35 Jahre analysiert. Das Ergebnis ist deutlich: Steigt der Frauenanteil in einem Beruf langfristig um zehn Prozentpunkte, dann sinkt das Gehaltsniveau um vier Prozent.

      Das liegt, so die Schlussfolgerung der Forscherinnen, allerdings nicht daran, dass die Arbeit in diesen Berufen generell an Wertschätzung einbüßt. Nein, stattdessen würden Frauen grundsätzlich schlechter bezahlt – und je größer der Anteil der schlecht bezahlten Personen in einem bestimmten Bereich ist, desto niedriger ist der Durchschnittslohn. Kleinert und ihre Kolleginnen sehen keine „generelle Entwertung von Berufen“, sondern eine „generelle Entwertung von Frauen im Beruf“. …

      Während Kleinert und Co. betrachtet haben, was passiert, wenn ganze Berufe „das Geschlecht wechseln“, hat Oesch sich angeschaut, was passiert, wenn Einzelpersonen von einem männlich geprägten Beruf in einen weiblich geprägten Beruf wechseln oder andersrum. Auch er stellt fest: In weiblich geprägten Domänen wird schlechter gezahlt. Ab einem bestimmten Schwellenwert sinkt die Entlohnung von Frauenberufen besonders drastisch, zeigen die Daten. Dieser Schwellenwert liegt bei 60 Prozent. „Bei diesem Wert wird aus einem geschlechtsneutralen Beruf ein typischer Frauenberuf. Dann ändert sich offenbar die Vorstellung darüber, was eine angemessene Entlohnung ist“, sagt Oesch. Es gebe deutliche Hinweise darauf, dass Frauenberufe gesellschaftlich geringer geschätzt werden.“

      Ich würde das ja eher noch andersrum sehen:
      Es gibt deutliche Hinweise darauf, dass Männer überschätzt und überbezahlt werden.

      „Tatsächlich nimmt die Lohnlücke weiter zu, je höher das Berufsniveau ist – und damit der Anteil der frei verhandelbaren Löhne. Das zeigen auch die Daten des Jobportals Experteer. Beim Berufseinstieg liegen die Frauen sogar noch minimal vorn. Doch schon ab der nächsten Entwicklungsstufe bekommen die männlichen Kollegen mehr Gehalt. Auf Projektmanagement-Level sind es bereits zehn Prozent mehr, beim Topmanagement schließlich 30 Prozent. „Das deckt sich mit den Erkenntnissen der Forschung, dass tatsächlich ein gar nicht kleiner Teil der Lohnlücke auf die Topverdiener zurückzuführen ist“, sagt Kleinert.“

      Was mich an diesem Artikel
      http://www.sueddeutsche.de/karriere/geschlechter-lohnluecke-viele-frauen-wenig-geld-1.2969131
      allerdings besonders störte, war dieser kleine Einschub:

      „Und niemand will schließlich einem Mädchen vorschreiben, Ingenieurin statt Hebamme zu werden.“

      Der deutsche Staat setzt Alles daran bzw. tut Nichts dagegen, dass das Berufsbild der klassischen Hebamme ausstirbt. Persönliche Betreuung durch ausgewähltes Fachpersonal für Vorsorge, Geburt und Nachsorge wird hierzulande Schwangeren zunehmend unmöglich gemacht. Wie es anders ginge, zeigt bspw. unser Nachbar die Niederlande (wo Hebammenunterstützte Hausgeburten noch immer der Regelfall sind).

      • „Es gibt deutliche Hinweise darauf, dass Männer überschätzt und überbezahlt werden.“

        Sieh es mal so: Männer, vor allem junge Männer, brauchen viel Geld. Warum? Der Hauptgrund: um die jungen Frauen zu beeindrucken.

        Ergebnis: Männer konkurrieren untereinander um gut bezahlte Jobs.

        Aber nicht nur das: Firmen konkurrieren untereinander um gut qualifizierte, ehrgeizige Mitarbeiter. Diese letztere Konkurrenz schlägt sich darin nieder, daß Firmen für gut qualifizierte, ehrgeizige Mitarbeiter mehr Gehalt bezahlen als ihre Mitbewerber.

        Männer, sie brauchen immer noch viel Geld, stürzen sich auf genau solche Jobs in solchen Branchen, die es sich leisten können, für die richtigen Mitarbeiter mehr als das richtige Gehalt zu zahlen.

        (Setz‘ Dich mal eine Woche in ein Büro, in dem drei junge Ingenieure arbeiten. Worüber reden die wohl den ganzen Tag? Na, über alles mögliche. Z. B. darüber, welche Firmen wieviel Gehalt mehr für welche Stellen zahlen …)

        Und so steigt langfristig das Lohnniveau in jenen Branchen, die sich eine solche Steigerung leisten können und auf gut qualifizierte, ehrgeizige Mitarbeiter angewiesen sind.

        Werden Männer also überbezahlt? Nö. Aber man könnte sagen, daß alle Leute, die in den entsprechenden Jobs in den betreffenden Branchen arbeiten (z. B. Energie, z. B. Rüstung usw.) überbezahlt werden, und dazu gehören eben auch gut qualifizierte, ehrgeizige Frauen.

        Aber natürlich stellt sich hier eine Frage: Warum sammeln sich hauptsächlich Männer in solchen gut bezahlten Berufen, Branchen usw.? Warum wird eine weibliche Abiturientin z. B. Grundschullehrerin und nicht z. B. Ingenieurin für thermodynamische Verfahrenstechnik?

        Es gibt verschiedene Antworten auf diese Frage – und viele wurden in dem vorliegenden Forum bereits besprochen -, Hakims „preference theory“ wäre eine mögliche Option.

      • @Semikolon

        Ich kenne diese Studien und der Großteil ist erstunken und erlogen, weil lediglich plakatiert werden soll, schlechtere Bezahlung von Frauen sei dem Patriarchat zuzuschreiben, welches dezidiert Frauen monetär diskriminieren wolle.

        Am schlimmsten ist die Auswirkung dieser Ideologie auf Menschen festzustellen, die sie reproduzieren, ohne auch nur einen Gedanken auf die innewohnenden Widersprüche zu verwenden.

        Du schreibst z.B.:

        „(wie bekannt sein dürfte fällt der Abschlag für Männer in Teilzeit z.B. noch größer aus als der entsprechende für Frauen; unter welcher Bezeichnung sollte man dieses Phänomen sonst führen wenn nicht auch unter GPG?)“

        Das soll also deine Schlussfolgerung sein, denn bekanntlich werden Frauen „monetär abgestraft, vorallem dann wenn sie klassische Frauenrollen erfüllen“?!
        Frauen werden demnach „monetär abgestraft“ für Teilzeit – merkwürdigerweise fällt objektiv die STRAFE für MÄNNER jedoch HÖHER aus als die für Frauen.
        Das bahauptest du in eben diesem Satz.

        Wenn die Bezahlung für Männer in Teilzeit aber objektiv NIEDRIGER ist als die der Frauen, sollte der Satz dann nicht lauten: „Männer werden monetär abgestraft dafür, wenn sie es wagen, eine klassische Frauenrolle einzunehmen“?
        Sollte der Effekt, den „gender pay gap“ SO zu gestalten also nicht vielmehr darauf hinauslaufen, MÄNNER zu disziplinieren, Vollzeit zu arbeiten, ergo die „klassische Männerrolle zu erfüllen“?!

        Schon mal drüber nachgedacht?

        Nächster Punkt:

        „Stattdessen würden Frauen grundsätzlich schlechter bezahlt – und je größer der Anteil der schlecht bezahlten Personen in einem bestimmten Bereich ist, desto niedriger ist der Durchschnittslohn.“
        Gelogen.

        Der Anteil des weiblichen Personals an allen Grundschulen ist inzwischen über 85%, der von allen anderen bewegt sich zielstrebig auf die 70% Marke zu. Ergo ein typischer „Frauenberuf“.

        „Während deutsche Lehrer der Sekundarstufe I über ein Drittel
        mehr verdienen als der Durchschnitt der Deutschen, liegen
        ihre finnischen Kollegen beim Gehalt nur gut 27% über
        dem nationalen Durchschnitt.“
        https://core.ac.uk/download/pdf/6630539.pdf

        D.h. das „Patriarchat“ hat eine lustige kleine Nische für – insbesondere – Frauen eingerichtet, die sich im Grunde in einem internationalen Wettbewerb befinden und deren Entlohnung – wie soll ich sagen – ausgesprochen „outcome indifferent“ ist.
        Um nicht zu sagen, ihre ausgesprochen großzügige Entlohnung widerspricht ihrer *messbaren Leistung*.
        Würden deutsche Lehrerinnen gemäß messbarer, sogenannter „performance“ *im Vergleich zu* finnischen bezahlt, dann würde sich deren Gehalt am reinen Durchschnittslohn orientieren. Weil sie – objektiv – mehr *nicht wert* sind.

        Das Problem ist, die „gefühlte Diskriminierung“ von Frauen, die Lehramt studieren bemisst sich nicht an rankings in PISA/IGLU-Studien, die in Frage stellen, warum Berufsanfängerinnen in Deutschland und Finnland ungleich verdienen:

        „ein Vergleich zwischen Deutschland und Finnland, dem Vorzeigeland in Bildungsfragen. Deutsche Lehrer starten mit einem Salär zwischen 37 718 und 42 321 US-Dollar p.a., finnische Lehramtsabsolventen dagegen beginnen ihr Berufsleben mit Jahreseinkommen zwischen 27 922 und 34 825 US-Dollar.“
        (selbe Quelle)

        D.h. eine finnische Lehrerin könnte durchaus fragen, warum DAS PATRIARCHAT in Deutschland es für sinnvoll hält, eine deutsche Lehrerin mit 10.000 Dollar *mehr* im Jahr zu alimentieren, obwohl sie *schlechtere* Ergebnisse liefert, während DAS PATRIARCHAT in Finnland die *bessere* Qualität der Lehrerin *geringer* entlohnt.

        Eines von den *beiden Patriarchaten* ist gemein zu Frauen – ich frage mich nur *welches*.
        Könnte es evtl. sein, dass viele patriarchalisch/politische Machthaber in Deutschland mit Lehrerinnen liiert/verheiratet sind und demzufolge deren Leistungen besonders großzügig alimentieren, auch wenn dies nicht den Leistungen entspricht, die sie erbracht haben?
        Nur um deinen Horizont zu weiten, Semikolon.

        Im Rahmen einer global-maskulistischen Lösung würde ich z.B. den deutschen Lehrerinnen das *unverdiente Mehrgehalt* entziehen und es den finnischen überwiesen – weil sie es *verdient* haben.
        Mit geschlechterübergreifender GERECHTIGKEIT auf der Basis einer LEISTUNG macht sich der Maskulismus allerdings extrem unpopulär. Nicht wahr, Semikolon?

        Aber die „gefühlte Diskriminierung“ von Frauen, die bspw. Lehramt studieren, bemisst sich nicht an rankings in PISA/IGLU-Studien und an der dort attestierten Mittelmäßigkeit.
        Das wäre eine narzisstische Kränkung.
        Und das würde der treue, patriarchale Gatte zu verhindern wissen.

        Wieso Frau Oesch vor sich hin fühlt und fühlen kann:

        „Es gebe deutliche Hinweise darauf, dass Frauenberufe gesellschaftlich geringer geschätzt werden.“

        Wie gesagt: Konträr zur objektiven Realität und konträr zu internationalen Vergleichen. „Deutliche Hinweise“ sind subjektiv empfundene Realitäten, die, *weil sie subjektiv empfunden werden*, existieren.
        Oder kurz: „Weil wir das so sagen!“
        DAS ist die Aussage, die bspw. deutsche Lehramtsstudentinnen gerne HÖREN wollen.
        Wäre mein xxx-Studium gesellschaftlich höher geschätzt, würde ich nicht nur xxx verdienen – dass dieses „nur“ bereits deutlich über dem Durchschnittseinkommen des durchschnittlichen männlichen Vollzeitverdieners liegt, spielt gar keine Rolle mehr.

        Wer den Ausstieg aus der Realität – auf mehreren Ebenen – so deutlich vollzogen hat, dem ist auch nicht mehr zu helfen.
        Das ist der *pathologische Feminismus*, als höchstes Stadium des Feminismus.

        Gruß crumar

        • „Wenn die Bezahlung für Männer in Teilzeit aber objektiv NIEDRIGER ist als die der Frauen, sollte der Satz dann nicht lauten: „Männer werden monetär abgestraft dafür, wenn sie es wagen, eine klassische Frauenrolle einzunehmen“?“

          Bei weiblichen Arbeitnehmern ist der Stereotyp zum Teil – ab einem gewissen Alter – ohnehin bereits „eingepreist“ und trifft grob besehen auch Alle (unabhängig von ihrem Verhalten).

          Männer, die die „falsche Genderrolle“ wählen – was sich in Nichts so deutlich zeigt wie in Familienbedingt reduzierter Erwerbsarbeit – merken gerade auch den Unterschied zu ihren Rollen-konform handelnden Geschlechtsgenossen.

          „Sollte der Effekt, den „gender pay gap“ SO zu gestalten also nicht vielmehr darauf hinauslaufen, MÄNNER zu disziplinieren, Vollzeit zu arbeiten, ergo die „klassische Männerrolle zu erfüllen“?!“

          Klar.

          Der Druck auf Frauen, nebenbei auch noch die „klassische Männerrolle“ ausfüllen zu müssen, erhöht sich nur idiotischerweise ebenso seit den 1990ern.

          Der Blogmaster bspw. hielte es für richtig, das maskulistische Feindbild „erhöhte Erwerbsobliegenheit“ offiziell sogar auf alleinerziehende Mehrfachmütter auszudehnen. Einzig zum Zwecke, Sozialtransfers für Bedürftige einzusparen. Das wäre ihm anscheinend wichtiger oder lieber als dieses Bürokratiemonster ganz loszuwerden. How come?

          Der Staat fördert bekanntermaßen das Modell Hausfrau/gering-dazuverdienende bei Verheirateten. So sehr wir das Alle verabscheuen mögen, niemand glaubt doch ernsthaft, dass es für die Mehrheit der rund 15 Millionen, hiesigen Hausfrauen bezahlte Arbeitsplätze in der freien Wirtschaft gäbe?

          Ja, der Bedarf bei Pflegekräften steigt. Hurra auch.

          Aber um wieviel mehr würde er noch steigen, wenn die Armee der Hausfrauen aus der Schattenwirtschaft in den regulären Arbeitsmarkt drängte?

          Und wär es das überhaupt Wert, wo versteckte sich der _reale_ Benefit (abseits von der dann messbaren Erhöhung des Bruttoinlandsprodukts aufm Papier)?

          „DAS ist die Aussage, die bspw. deutsche Lehramtsstudentinnen gerne HÖREN wollen.
          Wäre mein xxx-Studium gesellschaftlich höher geschätzt, würde ich nicht nur xxx verdienen – dass dieses „nur“ bereits deutlich über dem Durchschnittseinkommen des durchschnittlichen männlichen Vollzeitverdieners liegt, spielt gar keine Rolle mehr.“

          Ich gehe mit, dass ein verbeamteter Lehrer in Vollzeit fast schon zu gut verdient – in Berlin übrigens bereits mit dem Berufseinstieg. Bevor ich auf die Idee käme, einen nationenübergreifenden Pisa-Bonus/Malus-Trust-Fond^^ einzurichten, würd ich erstmal dafür sorgen wollen, dass die Gehaltsunterschiede zwischen den deutschen Bundesländern verschwänden, und die (sich geldwert auszahlende) Verbeamtung könnte man imho auch zur Disposition stellen.
          7000 (oder mehr…) Lehrpersonen an staatlichen Schulen sind regelmäßig in den Ferien arbeitslos gemeldet, weil sie für diese Zeit entlassen werden. Auch nicht schön oder sinnvoll.

          Finnland hat btw keine Schul-, sondern eine Unterrichtspflicht (die Stundenausfall unterbindet), wie ich eben erst lernte. Auch ne interessante Idee. Eigentlich bin ich aber mehr ein Fan von der Ersetzung durch eine Bildungspflicht (wie z.B. in Österreich oder Spanien). In einem Paralleluniversum habe ich meine Kinder nämlich dahoim hauptverantwortlich selbst unterrichtet
          😉

  3. TL;DR hat sich die Trends auf Pornhub für 2016 angesehen. Teilweise schon komisch, es gab eine Trendsteigerung von 213% für Clown-Pornos, nachdem irgendwelche Idioten mit Clownskostümen Menschen erschreckt haben,

    (clown fart o.Ô)

    so sind die Namen Donald und von Trump nach der Wahl stark gestiegen

    Minecraft war auch einer der Begriffe, die 2016 in einigen Länder öfter gesucht wurden. Interessant auch was die Schwule in den USA suchen und wie sich das regional unterscheidet.

    Lesben sind wie stets überall sehr beliebt, aber besonders unter Frauen.

    Alles nichts weltbewegendes, fand es aber lustig.

    http://www.youtube.com/watch?v=SAFutqfy4PQ

  4. Sehr interessant:

    http://www1.wdr.de/fernsehen/quarks/sendungen/uebersicht-planetmensch-100.html

    Und es gibt Mitbewohner, die wir gar nicht bemerken: Einzeller, die unser Gehirn besiedeln und im Verdacht stehen unser Verhalten zu beeinflussen.

    http://www.nature.com/news/2010/101101/full/news.2010.575.html

    Bacteria can drive the evolution of new species

    http://www.pnas.org/content/111/6/2051.full

    A fungus (Ophiocordyceps camponoti-balzani) has turned this South American ant (Camponotus balzani) into its own transportation and reproduction vehicle.

    https://en.wikipedia.org/wiki/Behavior-altering_parasites_and_parasitoids

    Evolutionary perspective[edit]
    The adaptive manipulation hypothesis posits that specific behavioral alterations induced in a host can be used by parasites to increase their fitness. Under this hypothesis, induced behaviors are the result of natural selection acting upon the parasite’s extended phenotype (in this case its host’s behavior). Many behaviors induced by obligate parasites to complete their lifecycles are examples of adaptive manipulation because of their clear relationship to parasite fitness. For example, evidence has shown that infection by the parasitic worm Pomphorhynchus laevis leads to altered drifting behavior in its intermediate host, the amphipod Gammarus pulex. This altered behavior increases its host’s predation risk by fish which are P. laevis’s definitive hosts. The induced behavioral change in the host thus leads to the parasite’s increased success in completing its life cycle.[10]

      • Genau das zeigen diese komplizierten inter-artlichen Beziehungen in besonders eindrucksvoller Weise: dass eben „Gene“ und Botenstoffe „alles“ bestimmen und sogar eine Art Zusammenwachsen von Organismen erlauben.

        • Quatsch, das ist einfach nur die zulässige rationale Sichtweise, die sich mit konkreten Beschreibungen zufrieden gibt und nicht an jeder Stelle irgendwelche Kaninchen aus dem Hut zaubern muss.

          Der Determinismus ist eine Idee, die nicht beweisbar ist und daher spielt er keine entscheidene Rolle. Seine prominenteste Rolle, die er noch spielt, ist es, die Wissenschaft als „deterministisch“ anzugreifen, ganz wie du immer machst.

          „Es muss ja noch irgendwas anderes dabei sein“. Bullshit.

  5. Im gedruckten „Spiegel“ von heute – leider (noch) nicht online – wird das Frauenproblem der Grünen behandelt, das ja auch vor ein paar Tagen hier Thema war.

    Die Autorin Ann-Katrin Müller ist selbstverständlich auf der feministischen Seite, kommt an ein paar Realitäten aber doch nicht ganz vorbei.

    „In der Öffentlichkeit ist das weibliche Spitzenpersonal der Grünen deutlich weniger bekannt als die Männer.“

    „Der Kampf um Einfluss und Inhalte wird bei den Grünen unter Männern ausgetragen.“

    „Sie dominieren die Debatten der Bundespartei, sowohl intern als auch öffentlich, mal inhaltlich, mal mit ihren Machtkämpfen. Den Frauen gelingt das nicht. Warum nur?“

    Bei der Suche nach der Antwort auf diese Frage stößt Müller dann auf grüne Frauen, die einfach nicht wollen, sich noch zu jung fühlen, gerade mit familiären Dingen beschäftigt sind oder froh, dass mit Göring-Eckardt ja eine Frau vorhanden ist, die sich die Belastung antut, die man selbst lieber nicht tragen möchte.

    Aber es geht natürlich nicht, ohne auf die Männer einzudreschen.

    „Die Grünen sind nicht frei von Männerkumpanei, von Sexismus.“

    „Grüne Politikerinnen jeden Alters berichten, dass es in ihrer Partei zwar besser sei als in anderen, aber noch lange nicht gut. Hübsche blonde Frauen bekämen mehr Aufmerksamkeit als andere.“

    Tja, das ist nun mal so mit hübschen blonden Frauen, nicht nur bei den Grünen, sondern überall.

    Dann kommt noch etwas über grüne Platzhirschkühe, die keine jungen Konkurrentinnen an sich vorbeilassen und Claudia Roth, die über sexualisierten Hass gegen grüne Frauen klagt.

    Bei den Grünen sind übrigens 38 Prozent der Mitglieder weiblich, aber 54 Prozent der Bundestagsabgeordneten. Nirgendwo ist es so leicht, ein Mandat zu erringen, wie bei den Grünen – wenn man eine Frau ist.

    Ansonsten beschäftigt sich der „Spiegel“ in der Titelgeschichte mit der Rollenaufteilung von Männern und Frauen in Familie und Gesellschaft (gefährlich für Frauen), in einer langen Geschichte mit der Zahl von Verurteilungen nach Vergewaltigungsanzeigen (komplexer als gedacht) und in einem Kommentar mit der Zukunft des Feminismus (muss besser werden). Alles Themen, die uns auch interessieren. Das ist schon auffällig.

    • „Nirgendwo ist es so leicht, ein Mandat zu erringen, wie bei den Grünen – wenn man eine Frau ist.“

      Nun, das dürfte die Ursache dafür sein, dass diese gegenüber den Männern langweilig, abgedroschen, unoriginell ausnehmen. Die Männer unterliegen eben einem rigideren Auswahlsystem.

      Damit fördern die Grünen de facto „die Männer“, indem ihnen besonders viele Hindernisse in den Weg gelegt werden.

      Das Lustige daran ist, dass die allermeisten Grünen das nicht mal ahnen werden, was sie da fördern und glauben, sie täten das Gegenteil.

      Wenn man mal von ideologischen Inhalten vollkommen abstrahiert, entspricht das dem angeblich überkommenen Geschlechtermodell, nach dem Männer besonderer Härte in der Erziehung, Ausbildung, etc zu unterziehen sind.

      „Ansonsten beschäftigt sich der „Spiegel“ in der Titelgeschichte mit der Rollenaufteilung von Männern und Frauen in Familie und Gesellschaft (gefährlich für Frauen)“

      Es den Leuten „zu einfach“ zu machen, bringt sie in einen strategischen Nachteil.
      „Gleichstellung“ ist im Effekt eine Benachteiligung von Frauen allgemein.
      Es ist auch ganz einfach zu verstehen, denn „Gleichstellung“ ist nur ein anderer Ausdruck für Bevormundung, denn „Gleichstellung“ funktioniert nur von höherer Warte, also durch Befehl, Direktive, Anweisung, Festlegung. Oder mit anderen Worten „Gleichstellung“ brauch unbedingt einen Gleichsteller, wie Recht einen Richter braucht.

    • „Sie dominieren die Debatten der Bundespartei, sowohl intern als auch öffentlich, mal inhaltlich, mal mit ihren Machtkämpfen. Den Frauen gelingt das nicht. Warum nur?“

      In einer Partei muss man eben die Fresse aufmachen….

      • „In einer Partei muss man eben die Fresse aufmachen….“

        Ich wäre schon vorsichtig, die Aussage überhaupt unhinterfragt zu akzeptieren.
        Zumindest gefühlt dominieren bei den Grünen anteilig die Frauenthemen über allem Anderen.

  6. Hier:

    https://www.giordano-bruno-stiftung.de/meldung/muslime-evolution

    Lehramtsstudenten, radikale Religiosität und Evolutionstheorie – diesmal bei muslimischen Lehramtsstudenten.

    Gruselig:

    „Rund 70 Prozent der muslimischen Lehramtsstudenten in Deutschland lehnen die Evolutionstheorie ab, fast 60 Prozent bestreiten, dass der heutige Mensch aus affenartigen Vorfahren hervorgegangen ist.

    […]

    In der heftig geführten Debatte um das Kopftuch in der Schule argumentierten Verteidiger des Kopftuchs, es komme nicht darauf an, was eine Person auf ihrem Kopf habe, sondern auf das, was sie in ihrem Kopf habe. Nimmt man dieses Argument ernst, stimmen die Daten bedenklich, die der Biologiedidaktiker Dittmar Graf in Deutschland und in der Türkei erhob und für die Forschungsgruppe Weltanschauungen in Deutschland (fowid) anhand der Religionszugehörigkeiten neu analysierte. Denn Graf fand in seinen Studien heraus, dass nicht nur 94 Prozent der Lehramtsstudenten in der Türkei, sondern fast 70 Prozent der muslimischen Lehramtsstudenten in Deutschland die Evolutionstheorie ablehnten. Nur 41 Prozent der muslimischen Lehramtsstudenten an deutschen Universitäten stimmten der Aussage zu, die Evolutionstheorie sei eine wissenschaftlich anerkannte Theorie – konfessionsfreie Studenten waren mit dieser Aussage immerhin zu 84 Prozent einverstanden, Katholiken und Protestanten zu 80 bzw. 81 Prozent. Nur bei den freikirchlich organisierten Lehramtsstudenten war der Anteil derer, die der Evolutionstheorie eine wissenschaftliche Grundlage zubilligten, mit 44 Prozent ähnlich gering ausgeprägt.“

    • Was ist daran gruselig? Wenn jemand den Islam ernst nimmt, kann die Evolutionstheorie nur als gottloses Werk ohne Bedeutung betrachtet werden, denn sonst wär die schon mit dem Koran offenbart worden.

      Aus dem Grund sind sich auch alle „Offenbarungsreligionen“ in den strengeren Auslegungen einig, was die Ablehung der Wissenschaft betrifft. Und da der Islam die mit Abstand rigideste Variante ist, lehnt sie auch alles andere am entschiedensten ab.

      Gruselig ist eigentlich mit welcher mutwilligen Ignoranz über den Islam getäuscht wird, von Leuten, die es besser wissen müssten.

      • „Gruselig ist eigentlich mit welcher mutwilligen Ignoranz über den Islam getäuscht wird, von Leuten, die es besser wissen müssten.“

        Ich denke, genau das ist der Punkt. Für einen (konsequenten) Moslem ist die Ablehnung der Evolutions-Theorie eine Selbstverständlichkeit. Für den Wissenschaftlicher ist sowas traurig, aber aus der Perspektive des Moslems ist die Ablehnung einfach nur rational.

        „Gruslig“ und vor allem gefährlich ist die Ignoranz des Westens gegenüber dieser Einstellung von Moslems (aber natürlich auch von Creationisten u. dgl.).

  7. Die alte und neue SED in spe informiert:

    1050-Euro-Flatrate für alle, statt „Bedingugslosem Grundeinkommen“ — eine prioritäre „Sofortmaßnahme“.

    „Lohnsteuer – Grundfreibetrag“ auf diesen Betrag, damit sich Arbeiten für wenig gar nicht mehr lohnt und die Schattenwirtschaft angekrubelt wird.

    https://www.welt.de/politik/deutschland/article161165517/Linke-zieht-mit-1050-Euro-Flatrate-in-den-Wahlkampf.html

    Das toppt natürlich den durchdurchsichtigen Gender Pay Kram, den die Linke damit ausgestochen hat. Pech gehabt, liebe SPD.

  8. Gestern bei Genderama:

    10. Für den 21. Januar ist ein feministischer Frauenmarsch nach Washington geplant, um gegen den neuen US-Präsidenten Donald Trump zu protestieren. Allerdings gibt es hierbei eine Reihe von Problemen.

    Zunächst einmal, argumentiert Brynne Krispin, sei vollkommen unklar, wofür oder wogegen sich dieser Protest überhaupt konkret richte:

    The mission statement ends in all caps, „HEAR OUR VOICE.“ (…) But while this information alone has prompted thousands to register for the event already, its purpose has left many of us confused and disappointed. It’s upsetting to read the three paragraph mission statement and not be able to answer the most basic question: What rights are we fighting for? (…) Nowhere on the website does it list plans for what they hope to accomplish by marching in Washington, nor do they discuss goals for the next four years.

    Wie eine Momentaufnahme des 3rd-Wave Feminismus. Ich lach mich scheckerig! Die ganze Frauenschaft ist überzeugt, das es Frauen ganz viel schlimmer geht und Frauen überhaupt noch nicht gleichberechtigt sind, nein, dass der Westen in Sachen Gleichberechtigung noch in der Steinzeit verweilt. Aber was es den jetzt noch zu tun gibt, weiß eigentlich keine so genau. Aber Frauen werden unterdrückt!

    Motivating hundreds of thousands of women to come together and fight for a cause is compelling, but if you’re organizing a women’s movement, it needs to be for a specific cause that affects many women in our country and around the world — the gender wage gap, equal rights to education, the list could go on and on. We need to know what we’re fighting for and have a clear strategy to get things done.

    gender wage gap – A feminist Myth
    equal rights to education – For men? 2 of 3 students are female in the US
    could go on and on – okay, go on

    So why should we show up to march? According to the logic of the organizers for the Women’s March, simply because we’re women.

    Because you’re women – das ist genau der Grund, warum die sich für dne Marsch angemeldet haben denken das sie protestieren müssen.

    Auf Genderama mehr dazu:

    http://genderama.blogspot.de/2017/01/schwesigs-gesetz-stokowskis-afd-reklame.html

    Man kann auch sehr gut sehen was Feminismus eigentlich für einen guten Nährboden für Rassisten liefert.

  9. „Where du you want to eat?“, asked the woman.
    „How about chinese food“, answers the man.
    „No“, says the woman, „that won’t do.“
    „Okay“, says the man, „how about mexican?“
    „I don’t think so“, say the woman.
    „How about sea food?, says the man.
    „Nope.“
    „Well“, says the man frustrated an resign, „why do we not just eat where you want?“
    „Oh no“, says the woman, „I want you to choose“

    http://www.youtube.com/watch?v=LaQ-UIQNE6E

  10. Bezüglich der Idee „Sex auf Rezept“ notierte eine ehemalige Langzeit-Prostituierte vergangene Woche ihre Gedanken – spannenderweise war sie in ihrer aktiven Zeit selbst noch klare Befürworterin dieses Vorschlags:

    https://missbrauchundsexarbeit.wordpress.com/2017/01/11/gruene-fordern-sex-auf-rezept/
    https://missbrauchundsexarbeit.wordpress.com/2017/01/12/die-gruenen-und-die-sexualbegleitung-teil-2/
    https://missbrauchundsexarbeit.wordpress.com/2017/01/13/sex-auf-rezept-und-die-gruenen-teil-3/

    Da steckt echt viel drin, daher Leseempfehlung.

    • Sehr spannend und präzise.

      Es kommt das neue Zeitalter der Satire 🙂

      Fake News sind unendlich interpretierbar. An einer Stelle ist etwas zurechtgebogen bis zu alles made up.

      Der Begriff von den fake news ist der sprichwörtliche Bumerang 😀

      Und das scheint sich zu häufen mit den Eigentoren.

      Fake Narrative -> Postmoderne, bzw neu postfaktisch.

      Sie sind von Trump aus den Träumen ihrer Fake Narrative wachgerüttelt worden, da sie an ihm ihre eigenen Methoden erst mal vorgeführt bekommen haben. Dabei wurden auch unendliche viele Fakes produziert, in den ganzen Fake News Wars.

      Die Verlierer machen aber schwer einen auf nachtragend und übersteigern sich in ihren Narrativen, mit den übelsten Phantasien.

      Am Ende erledigt sich jede Fake News von selbst, wie die Medien ja zur Zeit überreichlich demonstrieren. Muppet Show 😀

  11. Metamorphosen Judith Butler:

    Her academic fame springs from her assertion that gender is performance, an idea lauded as “performative gender theory” or just “performativity.” At its core, this is a rendering of the postmodern obsession with “false binaries.” Butler refutes the biological binaries of male and female in the manner that deconstruction theory identifies the “unstable” cultural binaries located in all language (truth/falsehood, freedom/slavery, good/evil). Butler argues instead that “gender is in no way a stable identity or locus of agency from which various acts proceede [sic]; rather, it is an identity tenuously constituted in time – an identity instituted through a stylized repetition of acts.“
    ….

    Butler’s turn away from literature and language theory in favor of Middle East politics, criticism of U.S. foreign policy, and demonization of Israel came in a collection of essays titled Precarious Life (2004) in which she focused on the effects of the 9/11 attacks on America. What many people would describe as an atrocity, Butler describes as a “dislocation from first-world privilege, however temporary.”
    ….

    Butler’s version of the academic fad called “intersectionality” connects the victimization of homosexuals and various minority groups with the victimization of the Arab people who inhabit what she calls “Israel-Palestine.” This permits identifying Israel as the analog to the homophobic, white supremacist empire she finds so prevalent throughout the world.
    ….

    For someone who has made a career out of refuting the binary option, Butler is curiously blind to her own portrayals of a colonizing and marginalizing (bad) Israel, and the oppressed and innocent (good) Palestinians.

    http://www.americanthinker.com/articles/2017/01/is_judith_butler_the_new_edward_said.html

    • Das alles lässt soooo tief blicken. Man kann thunderfoot nur danken, für seine unermüdliche Aufklärungsarbeit. Und hoffen, dass ihn sein spezieller Humor nicht verlässt!

  12. „Keimzelle des Faschismus“

    Serdar Somuncus Rant gegen Zensur soll zensiert werden

    Abmahnungen von Medienschaffenden gegen Satiriker liegen gerade im Trend.

    https://www.heise.de/tp/news/Keimzelle-des-Faschismus-3596296.html

    Und die schlimmsten Knallchargen waren Thomas Hermanns, WDR, Elke Thommessen, eine Redaktion, eine die Leute hinrichtet. Tobias Mann, ein begnadeter junger Künstler, dem man zwei Sendungen gegeben hat, um ihn dann abzusägen. Dem haben die das Rückgrat gebrochen. Der hat zwei Jahre lang zuhause eine Depression geschoben. Aber auch andere Talente: David Werker, Dave Davies, Oliver Polak. Wir kämpfen alle an einer Front, wir haben keine Verbindung zueinander, weil es kein Netzwerk und keine Solidarität gibt.

    Und diese Arschlöcher nehmen sich raus, im Namen der Gebührenzahler uns zu zensieren. Und das war für mich die Keimzelle des Faschismus. Und ich wusste: ‚Da muss ich ansetzen, jetzt beginnt die Arbeit!'“

  13. „Eine Koalition, die allen Ernstes erwägt, ein „Wahrheitsministerium“ einzurichten, hat schon abgedankt. Sie will nur noch den eigenen Untergang überleben.“

    http://www.achgut.com/artikel/facebook_und_fake_news_oder_ein_putsch_mit_ansage

    Klasse umfangreicher Kommentar von Broder zur „fake news“-Hysterie, der so schliesst:

    „Jede staatliche Regulierung, sagt der Verfassungsrechtler Udo Di Fabio, müsse „an den Grundrechten gemessen werden“. Sonst drohe die Gefahr, „dass aus der Empörung über eine Hassäußerung gleich auch die unerwünschte politische Meinung wegreguliert“ werde.

    Aber das war es wohl nicht, woran Renate Künast dachte, als sie „Wehret den Anfängen!“ sagte.“

  14. Facebook will offensichtlich mit Hilfe eines Journalismusunternehmens, dass sich als unabhängig sieht, gegen Fake News vorgehen.

    In Deutschland soll das das gemeinnützige Recherchezentrum „Correctiv“ übernehmen.

    http://www.tagesschau.de/inland/facebook-fakenews-105.html

    „Correctiv als erster Factchecking-Partner in Deutschland

    Melden besonders viele Nutzer einen einzelnen Beitrag, soll dieser an externe Faktenprüfer weitergeleitet werden. Dazu wird Facebook in Deutschland zunächst mit dem Recherchebüro Correctiv zusammenarbeiten. Man sei aber „zuversichtlich, dass noch weitere Partner aus der Verlagsbranche folgen werden“.

    Kommen die Faktenprüfer von Correctiv zum Ergebnis, dass es sich bei einem Facebook-Beitrag tatsächlich um eine Falschmeldung handelt, werde dieser Beitrag nicht nur seltener im Newsfeed ausgespielt. Facebook will zusätzlich direkt daneben einen deutlichen Warnhinweis anzeigen, zusammen mit einer Begründung für diese Entscheidung. Nutzer, die als falsch eingestufte Beiträge trotzdem teilen möchten, müssen noch einmal explizit bestätigen, dass sie sich sicher sind.

    Was genau sind Fake News?

    Die ersten Tests dieser Maßnahmen in den USA sind laut Facebook positiv verlaufen. Trotzdem gibt es noch offene Fragen: Wie wird das Netzwerk damit umgehen, wenn dieselben Fake News leicht verändert an anderer Stelle im Netz wieder auftauchen? Könnten „seriöse Beiträge“ darunter leiden, dass Nutzer sie melden, nur weil sie nicht in ihr Weltbild passen? Wie viele Beiträge sind überhaupt klar als Fake News zu werten – oder fällt nicht wesentlich mehr ins große Feld der Halbwahrheiten, Tatsachenverdrehungen und falschen Kontexten?“

    Hier geht es zur Homepage der Seite:

    https://correctiv.org/correctiv/

    Diese Sache ist zum Scheitern verurteilt.

    • „Bei den Machern von correctiv.org handelt es sich um renommierte Journalisten und Programmierer. Sie arbeiten zum Teil in leitenden Funktionen für große regionale und überregionale Medien.“

      „Unsere Themen …..“

      Die offenbar positiv besetzten:

      „Themen wie Umwelt, Bildung, Gesundheit und sozialer Gerechtigkeit …“

      Die Fake News-Presse der „sozialen Gerechtigkeit“sagenda wacht also über Fake News. Wer hätt´s gedacht?

      „ein neues Kapitel im Journalismus aufzuschlagen“ ist ihr Ziel.

      Ganz bescheiden und defensiv.

    • Finanziell unterstützt wird correctiv übrigens von der Bundeszentrale für politische Bildung. Im Ethikrat sitzt eine Fr. Bäuerlein, ihres Zeichens nach CEO bei Mother Jones (die, die die (??) gefakten Trump-Dossiers als erste veröffentlicht haben).

  15. In der Mitte ein sehr schönes Interview mit einen dummen Porgressiven:

    Auf die Frage wo es den Afro-Amerikaner besser geht, wie in den USA, weiß er keine Antwort. Offentsichlich in keinem Land mit geringeren Weißenanteil.

    Und die Frage warum es eigentlich immer irgendwelche Studenten von Universitäten sind, die pro Jahr mehr kosten wie das was der Druchschnittsamerikaner verdient, die einem erzählen wie ungerecht es in den USA zu geht und das man deswegen die USA-Flagge verbrennen sollte.

    Am Ende nochmal die Szene in der Laurie Penny als die verwöhnte Göre entblößt wird, die sie ist.

  16. Eine der BLM-Gründerin weiß was Weiße Menschen tun müssen: Sie müssen sich zusammenschließen und dann die weiße Vorherrschaft beenden. Was immer das bedeutet. Wahrscheinlich solle weiße Menschen in einem Land mit weißer Mehrheit einfach nicht mehr sichtbar sein. Nicht im TV, nicht in der Politik, nirgends.

  17. Arizona Republicans move to ban social justice courses and events at schools

    https://www.theguardian.com/us-news/2017/jan/13/arizona-schools-social-justice-courses-ban-bill

    The bill, from state representative Bob Thorpe, would prohibit “courses, classes, events and activities” in public schools that promote “social justice toward a race, gender, religion, political affiliation, social class or other class of people”. Courses and events that are “designed primarily for pupils of a particular ethnic group” or advocate “solidarity” based on ethnicity, race, religion or gender would also be banned.

  18. Eine schöne Satire von 2008 lief gerade im Ersten, der Film „Smart People“.

    Es geht um einen alleinerziehenden Vater, der von seiner besserwisserischen und hyperstrebsamen Tochter traktiert wird, in einer Menage a trois von seinem kriminellen Adoptiv-Bruder, der bei ihm unterkriecht.

    Der Held ist ein idealtypischer liberaler Star-Professor (Literatur, viktorianische ua) und das ganze Setting zieht alles Mögliche damit verbundene reichlich durch den Kakao.

    Er wird gerettet von einer seiner ehemaligen Studentinnen, happy end und Auflösung der Menage dadurch.

    Ein wirklich guter Film und die Sprüche sind exzelllent, funkenschlagende Situationskomik. Getränkewarnung, triggert das Prusten.

    Vielleicht ist der noch in der Mediathek vom Ersten. In Bezug auf Geschlechterrollen, postmoderne Philosophie und all das, der bestimmt beste ( und einzige) Film, den ich sah.

    Die Rolle der Tochter ist die interessanteste, es ist quasi die Darstellung der „Schneeflockengeneration“, die gerade auf die Hochschulen kommt (in ihrem Fall nach Harvard).

    Bezeichnend ist, dass meine Filmzeitschrift den als „typisches Indiedrama“ abtut, das ist der Film sicher nicht 🙂

  19. Sehr erstaunlich ist: Anhänger der „die Linke“ fühlen sich zu 96 % „in Deutschland sicher“.

    Ich dachte, die fühlen sich alle so unsicher und verfolgt, als Minderheit unter Rechten und „Biodeutschen“.

    Aber schon klar, dass diese fake news nur auf einen ganz gewissen Teilaspekt des Sicherheitsgefühls abstellen will….

    Kann man auch so lesen, dass die Linke den Zerfall der staatlichen Ordnung begrüsst. Dann rückt ja deren grosse Stunde näher.

  20. Ein Artikel in der WELT über eine Studie zum Online-Dating:

    „Frauen, so fanden die Wissenschaftler heraus, tendieren eher dazu, sich in Bezug auf Ausbildung „nach oben“ zu orientieren, sind also offener für Hypergamie. Ein Aspekt, der sich mit der klassischen Rollenverteilung erklären lässt, aber der mit zunehmender Bildung und Berufschancen von Frauen auch nachlassen wird. Das zeigen bereits Studien, die sich nur auf jüngere Fraue beziehen.“

    https://www.welt.de/kmpkt/article161205384/Wie-Online-Dating-unsere-Partnerwahl-veraendert.html

    Die im letzten Satz des Zitats angesprochenen Studien über jüngere Frauen findet man hier erklärt:

    https://www.theguardian.com/lifeandstyle/2015/nov/10/dating-gap-hook-up-culture-female-graduates

  21. Wir leben seit mindestens 40 Jahren im „postfaktischen Zeitalter“. Das einzige, was sich in jüngster Zeit geändert hat, ist, dass die Linken das Monopol auf Irreführung der Öffentlichkeit durch das Anheizen irrationaler Emotionen verloren haben. Deswegen sind sie nun verständlicherweise ganz empört, aber letztlich ernten sie nur, was sie über Jahrzehnte hinweg gesät haben: Ihre rechten Gegner haben ihre Methoden übernommen.

    http://www.salonkolumnisten.com/aufzeichnungen-eines-erbsenzaehlers-4-das-postfaktische-an-der-rede-vom-postfaktischen/

    Ich sag doch: schlicht „Postmoderne“. Und wer hat´s erfunden?

    Vielleicht bietet diese Situation aber auch eine Chance: Zum ersten Mal erkennen diejenigen, die bisher exklusiv von der Macht „postfaktischer“ Argumentationen profitiert haben, wie unanständig diese Methode der politischen Auseinandersetzung ist und welchen Schaden sie anreichten kann. Das kann man nur als Fortschritt deuten, denn das Erkennen eines Problems ist die Voraussetzung dafür, dass man es bekämpfen kann.

    Das ist nun reichlich naiv. Diejenigen, die seit Jahrzehnten schon derart funktionieren, werden sicherlich in ihren Bemühungen nur noch weiter animiert und aufgestachelt werden. Denn etwas anderes kennen und können sie gar nicht mehr.

    Der Siegeszug des postmodernen Irrationalismus wird weitergehen muss man (leider) prognostizieren.

  22. Die quasireligiöse Seeligsprechung der endenen US-Präsidentschaft muss natürlich auch auf die „First Lady“ ausgedehnt werden:

    „Michelle Obama — First Lady aller Frauen“

    http://www.zeit.de/zeit-magazin/mode-design/2017-01/michelle-obama-frau-emanzipation-weisse-haus-mode

    Dass MO als „First Lady aller Frauen“ bezeichnet wird, deutet natürlich schon auf den feministischen Kontext, der die Männer ausschliesst, aber *alle* Frauen verpflichtet. In der Subunterschrift wird gleich klar gemacht, dass es nicht einfach um eine „First Lady“ geht, sondern um tiefer gehendes, gar um eine *Neudefinition* des Feminismus:

    „Michelle Obama hat mit ihrem Stil den Feminismus neu definiert“

    Damit wäre der Feminismus im reinen Ästhetizismus angekommen, in der die Frage nach dem „Stil“ allesbeherrschend wird. Ein Zeichen des Niedergangs des Feminismus, da irrationalen Denksysteme zum Ästhetizismus streben wie die Natur zur grössten Entropie.

    Natürlich ist in der Überschrift auch gleich ein Kotau vor dem neu zu beachtenden Rassismus der „Intersektionalität“ enthalten:

    „Ihr ist gelungen, woran weiße Frauen bisher gescheitert sind.“

    Vermutlich wegen „white privilege“, aber solche Worte könnten Zeit-Leserinnen stutzig machen, man hält sich also lieber zurück.

    Ein Schocker kommt unvermittelt, nachdem die Autorin, Susanne Mayer, über die „Schönheit“ der Portraits von MO auf dem Umschlag des Modemagazins Vogue sinniert hat:

    „Mein Lieblingsbild von Michelle Obama ist keines der legendären Vogue-Cover. Aber es ist auch ein Foto aus der Vogue, eines von Annie Leibovitz, das Bild zeigt Michelle Obama, wie sie mit ihrem gloriosen Arsch auf einem Säulenpodest ruht.“

    Plötzlich drängt sich die unerhörte Möglichkeit auf, der Artikel könnte eine krasse Satire sein, wie um alles in der Welt kann ein „glorioser Arsch“ kompatibel mit dem vermuteten feministischen Narrativ sein, noch dazu wenn er enthoben durch ein „Säulenpodest“ ist?!

    Das Bild würde von „Blackness und Glamour, Politik und Power“ erzählen. Und „Anmutung“ ausstrahlen, was eine Steigerung von „Anmut“ ausdrücken soll, einen Superlativ der Anmut sozusagen, die alles überstrahlend „erstaunliche Kraft“ entwicklet dann zur „Anmutung“ erwächst. Genau diese Art von Verabsolutierung von „Stil“ ist das Kennzeichen eines Ästhetizismus, der Artikel müsste es also ernst meinen, der Verdacht auf eine Satire sei jetzt besser nebenangestellt!

    Im Verlaufe des inhaltlich nichtssagenden Textes, werden ziemlich plump Seitenhiebe auf die USA gemacht. Das gipfelt dafin, dass dieses Land „so rassistisch ist wie eh und je“ sei, weil es „Schwarze zu Abertausenden in Gefängnissen verschwinden lässt“ — wie in einer Dikatatur wie Kuba und Venezuela (über die die Zeit bestimmt nicht schreiben würde, sie liessen Leute in Gefängnissen „verschwinden“, das machen wahrscheinlich nur die rassistischen USA). Direkt anschliessend wird der Kontrapunkt gesetzt:

    „Das ist der Background, von dem sich Michelle so leuchtend abhebt. Black and beautiful.“

    Hier schlägt wieder der Sarkasmus/Satire-Indikator an. Autorin Mayer stellt hier doch die Frau von Obama als abgehobene Art von Dikatator-Ehefrau dar, die sich in teurer Mode delektiert und ihren „gloriosen Arsch“ auf einem „Säulenpodest“ zur Schau stellt.

    Was vom Stilistischen her (ich meine jetzt den Text!) spätestens jetzt eine Spott-Satire sein müsste, macht die Rechnung von den Wirt der konfusen Intersektionalitätspraxis, die die feministischen Ideologen heutzutage berücksichtigen müssen, aber nicht anwenden können, da sie vollkommen unlogisch und irrational ist. Einmal sind im Gefängnis ohnehin fast nur Männer, die vermutlich nicht mal das Säulenpodest aufwiegen würden, geschweige denn MOs „gloriosen Arsch“ — und dann muss sicherlich der Einfluss der Obamas auf die konkrete US Politik von der Autorin als extrem gering eingeschätzt werden, da das Land „so rassistisch ist wie eh und je“. Es bleibt also nur die Mode, der Stil und der Ästhetizismus, um den Feminismus wenigstens symbolisch gegenüber dem übermächtigen Patriarchat in Szene zu setzen…..

    • Im folgenden Text wird klar, dass die Autorin Präsident Obama für mächtig hält (da er „Geschichte schrieb“), so dass man eine neue Erklärung zu suchen hat, für den anhaltenden und unveränderten Rassismus der USA. Obama sei nämlich „Sohn einer Weißen“ und für „schwarze Wähler zu weiß … um glaubwürdig zu sein.“

      Wenn es die „scharzen Wähler“ so meinen, muss man Obama eben nicht als echten Schwarzen sehen und das erklärt dann auch seinen Verrat an den Schwarzen im Gefängnis, die sind ja schliesslich schwärzer.

      Die Erklärung, warum Schwarze trotzdem Obama wählten, sei in seiner Frau zu suchen, genauer gesagt in ihrer „tiefen Schwarzheit“:

      „Schwarze vertrauen ihm gerade deshalb, weil er, der so hell ist, für sich eine so schwarze Frau gewählt hat …“

      Ein sehr elaborierter Rassismus, eingewoben in den Sexismus des Feminismus.

      Es sei noch erwähnt, dass neben dem Ästetizismus auch der andere grosse Schlager des Irrationalismus, die Esoterik und das Okkulte, bemüht werden. MO ist nämlich nicht nur ungeheuer „stilprägend“, sondern auch eine Wahrsagerin!

      „Heute wirkt Michelle Obama als modisches Wunder und zugleich als moralisches Orakel, das der verzweifelnden Welt erklärt, wo es langgeht, modisch und moralisch. „If they go low, we go high!“ rief sie in der Schlammschlacht ….“

      Meist erfüllen sich Wahrsagereien dann ganz anders als man erst dachte! (siehe den tweet @neontaster irgendwo oben, der die wahre Bedeutung dieses Spruchs enthüllte).

      So, das war jetzt eine Seite abgehandelt (von insg. 16!), ich weiss nicht, ob´s mir nicht reicht …

  23. https://www.welt.de/debatte/kommentare/article161235764/Donald-Trump-ruettelt-an-den-Grundfesten-des-Westens.html

    Schön zu sehen, dass wenigstens Zeitungs-Urgestein Herzinger beim Verstehen von Trump auf der richtigen Spur ist:

    „Entweder weiß Trump schlicht nicht, wovon er redet, oder seine rhetorischen Verwirrspiele haben Methode ….“

    Ja, dahinter steckt eine Methode, die nicht mal ungewöhnlich ist. Übertreiben und eine Position aufbauen, von der man sich dann runterfeilschen lassen kann – „deal“, ya know?

    Trump sei es allerdings viel finsterer, meint Herzinger, die Methode sei …

    „nämlich die, der kritischen Öffentlichkeit seine Verachtung zu zeigen, indem er ihr klarmacht, dass es sie sowieso nichts angehe, was er weltpolitisch zu tun oder zu lassen gedenke.“

    Das wäre weniger als Methode denn als Stilmittel aufzufassen. Die eigentliche Methode, die Herzinger hier herausstellen müsste, besteht nicht in „Verachtung“, sondern im „unilateralen Handeln“ (so der wohl derzeitige Politjargon). Man kann sich dabei natürlich „verachtet“ vorkommen, aber sachlicher wäre es wohl, Trumps Ziele und Ideen zu bereden.

    Aber Herzinger hält sich mit politischen Zielen gar nicht erst auf, sondern stellt gleich die gemeinsame Wertebasis in Frage:

    „So viel ist allerdings klar: Die grundlegenden universalen Werte, Normen und Prinzipien des freien Westens, die es heute gegen die Herausforderung durch autoritäre Mächte und Ideologien zu verteidigen gilt, spielen in der Gedankenwelt Trumps keine Rolle.“

    Wenn unsere Elite solche Sprüche täglich über den Islam machen würde, dann näme ich Herrn Herzinger seine Bekümmertheit über „grundlegende universalen Werte“ ab.

    Aber wer eine „Herausforderung durch autoritäre Mächte und Ideologien“ nicht im Iran, „Palästina“ und Islam sieht, sondern diese noch leugnet und deren Kritiker überdies diffamiert, der kann nur ein übler Lügner und Heuchler sein, wenn er stattdessen gedenkt, gegenüber Trump dann mit den hochmoralistischen Worten aufzutrumpfen.

    Und so wird klar, dass unsere Elite völlig selbstvergessen über diese Wahrheit ist, dass wenn man mit dem Finger auf andere zeigt, drei auf einen selbst gerichtet sind.

    Und das ist das gewissermassen erstaunliche am Trump-Phänomen: die Selbstdemontage, die dieser neue Präsident durch seine Sprüche hervorruft.

    Die „Methode Trump“ scheint mir vergleichbar mit dem frühen „U-Boot-Krieg“ zu sein: man wirft per Flugzeug Wasserbomben ab, um die Unterwassergefährte zur Obefläche zu zwingen, wo man sie auch durch relativ leichte Waffen verletzbar sind.

    „Trump dagegen erklärt im Interview, Wladimir Putin so viel oder so wenig zu trauen wie Angela Merkel, die immerhin Regierungschefin einer der wichtigsten, mit den USA verbündeten Demokratien ist.“

    Hier wird klar, dass Herzinger Kadavergehorsam gegenüber einer Politik fordert, nur weil sie demokratisch konstituiert wäre. Er erwähnt nicht mal, auf was sich Trumps Kritik an Merkel bezog: das Thema muss tabu sein und bleiben.

    Mit einem „Monomanen“ muss man sich ja auch nicht wirklich auseinandersetzen.

    Ein Witz sondersgleichen ist dann Herzingers Vorschlag einer „Besinnung auf die „transatlantische Allianz“:

    „Die erste Voraussetzung dafür ist paradoxerweise, sich endlich vom chronischen europäischen Antiamerikanismus loszusagen.“

    Der ja mit Trump Urstände feiert, nicht zuletzt auch bei der „Welt“. Wie die progressive Ideologie, so ist auch diese Haltung plötzlich mainstream bis rüber zu den Konservativen.

    „Die Ablehnung dieser universalistischen Mission der USA bildet den Kern der antiamerikanischen Ideologie – und im Weißen Haus sitzt ab Freitag aberwitzigerweise ein Präsident, der eben diese Ideologie in zentralen Punkten teilt und befeuert.“

    Das ist glatt eine dieser „180 Grad-Verdrehungen“. Es kann mit Leichtigkeit demonstriert werden, dass der scheidene Präsident die perfekte Verkörperung jener „antiamerikanischen Ideologie“ war (weswegen ihn exremistischste Linke geradezu als Messiah feiern, siehe nur das Machwerk aus der „Zeit“ oben) und Trump sich gegen diesen Antiamerikanismus vollkommen positioniert hat.

    Im Nachherein kommt einem das ganze jahrzehntelange Pro-USA-Gerede der Konservativen wie eine einzige Lüge vor. Eine Lüge, die so lange aufrechterhalten wurde, bis man sich das leisten kann Tacheles zu reden, bis ein vermeintlich schwacher Präsident wie Trump daher kommt.

    „Die Transatlantiker in den USA wie in Europa stehen damit vor einer nie da gewesenen Herausforderung: Die Substanz der amerikanischen Demokratie und der von ihr gestifteten internationalen Ordnung vor der Zerstörung durch eine amtierende US-Regierung zu retten.“

    Ist ja klar, wer die Brückenköpfe drüben für die „Europäer“ sind: Teile der demokratischen Partei, Zeitungen wie NYT und WashPost und deren antiamerikanischer Ideologie (mit französisch-europäischen Wurzeln).

    Trump hat vollkommen recht, die Auseinandersetzung mit Putins Russland zu suchen, bei den hinterhältigen antiamerikanischen „Europäern“ weiss man nicht woran man ist, die reden mit gespaltener Zunge.

  24. Der „Postkolonialismus“ a la Said ist auch in Hamburg voll angekommen:

    https://www.welt.de/regionales/hamburg/article161237934/Welche-Rolle-spielte-Hamburg-beim-Kolonialismus.html

    „Klar ist: Kaum eine andere Stadt verdiente mehr Geld an Landraub und Zwangsarbeit.“

    Da ist es nur folgerichtig, dass Hamburg etwas für den Neokolonialismus tut, nämlich für die „progressive Ideologie“, ist Hamburg ja ohnehin Hochburg für.

    „Das Team der Forschungsstelle will aber nicht nur für den wissenschaftlichen Elfenbeinturm produzieren. Um möglichst viele Menschen in Hamburg und darüber hinaus zu erreichen ….“

    Na klar, es geht ja nicht um „Wissenschaft“, sondern um Polit-Aktionismus.

    „Interviews, die mit Hamburgerinnen und Hamburger sowie Gästen von außerhalb geführt wurden. „Was bedeutet Hamburg für dich?“ lautet eine der Fragen. ….“

    Immer das gleiche. Der übliche Anstrich von „Wissenschaftlichkeit“.

    „Diese Materialen wie der Austausch darüber können dann auch von Lehrern im Unterricht verwendet werden, sie eignen sich aber auch zum Selbststudium.“

    Na logisch.

  25. https://twitter.com/wokieleaks1/status/821188569092018177

    Wie kann man vergessen, dass alle Chef- und Vordenker/ -ideologen der Progressiven die Schuld dafür bei den USA sahen? Baudrillard und wie sie alle heissen …..

    Und die Rolle von Bush selbst dabei auch noch vergessen?

    http://www.theaugeanstables.com/2016/09/11/excerpts-from-9-11-chapter-of-theyre-so-smart/

    “Islam is peace,” President George Bush Sept. 17, 2001

    “They did it [9-11], we wanted it.” Jean Baudrillard Nov. 2, 2001

    “If we can prevent human suffering and don’t, is that not terrorism?” (Derrida on 9-11)

    “True courage is fighting the strongest, and America is the strongest.” French journalist, February 2003

    ‘As far as I am concerned, Islam and terrorists are two words that do not go together.’ (British Deputy Assistant Minister of Metropolitan Police, Brian Paddick, 7-7-2005)

    “Hezbollah has never been a terrorist organization. I am here, I am here, to glorify the Lebanese resistance, Hezbollah, and I am here to glorify the resistance leader, Hassan Nasrallah.” George Galloway, London “anti-war Rally,” 2005[1]

    “Hezbullah and Hamas are members of the global progressive left… allies in the anti-imperialist struggle.” (Judith Butler, UCBerkeley, Fall 2006, 2010).

    “We are Hamas!” London “anti-war” demonstration, 2009

    “ISIS is neither a state, nor Islamic” (Obama,

    “One man’s terrorist is another’s freedom fighter.” (Boston Globe)

    …..

  26. Ich versuche derzeit als (mehr oder weniger offener oder vor’urteil’sbeladener) Versuch, meinen Geschmack zu verändern oder zu erweitern. Ich schaue gerade was die (mehr oder weniger) bewusste Auswahl angeht nur noch Pornos oder erotische Sachen mit weiblichen POC. Ob sich dadurch mein Geschmack verändert/erweitert, oder nur ein Potenzial abgerufen wird, das eh schon da war, kann ich nicht sagen. Aber ich könnte hinterher vermutlich vergleichen, ob ich nun hellhäutige Frauen weiterhin statistisch mehr attraktiv finde als dunkelhäutige Frauen (bei heterosexuellen Frauen in der körperlichen [und teilweise sexualpsychischen] Attraktivität von Männern soll es ja statistisch andersherum sein). Ob noch ein Unterschied zwischen AsiatInnen und „KaukasierInnen“ ist, ist eine andere Frage.

      • Ja! Es muss vor allem auch mal betont werden, dass wir phösen Antifems Schlammcatchen auch mit sehr unattraktiven Frauen ziemlich unterhaltsam finden können!

      • Meh, Emma ist immer noch scheiße… genauso wie die Netzfeministinnen. Und Emma dafür zu feiern, weil sie nicht nur weiße Männer hasst, sondern auch alle anderen, halte ich jetzt nicht für so lohnenswert.

        Hab den Text nur ausschnittweise in Tweets gelesen.

        • Für feministische Verhältnisse ist der Text eine recht vernünftige Kritik am Intersektionalismus. Aber feiern würde ich die Emma dafür auch nicht. Schon aus strategischen Gründen, denn Horden von Antifeministen als Helfer werden den innerfeministischen Konflikt allenfalls zum Verebben bringen.

          Abgesehen vom Spaß am Schlammcatchen wäre vielleicht noch interessant, ob der alte Emma-Feminismus tatsächlich irgendwie besser war/ist? Ich bezweifele das. Am Ende ist das alles doch nur ein Zickenkrieg.

        • „ob der alte Emma-Feminismus tatsächlich irgendwie besser war/ist?“

          Nach nach Start der „zweiten Welle“ gab´s umfangreiches Mobbing der allerschlimmsten Art, auch als „trashen“ bekannt beworden, der das anfängliche Personal der zweiten Welle zum Opfer fiel. Dagegen ist das hier ein Lüftchen im Wasserglas.

        • Abgesehen vom Spaß am Schlammcatchen wäre vielleicht noch interessant, ob der alte Emma-Feminismus tatsächlich irgendwie besser war/ist?

          Natürlich nicht, aber auch gar keinen Deut besser. Für Schwarzer war halt nur jede und jeder, der von ihrer Politbürolinie – oder gar von ihrer Sittlichkeitspolizeilinie – abwich, ein „Faschist“. Das hat sie sich zwar im Laufe der Zeit etwas abgewöhnt, aber offenbar auch nur, weil ihr die PR-Agentur davon abgeraten hat.

          Was die Tribunale anbelangt wird sowas bei der EMMA gar nicht erst gebraucht, Frau Schwarzer höchsderoselbst ist das Sittentribunal. Vorzugsweise verdammt sie allerdings eben eher Sexuelles als „faschistisch“ – was es aber nun wirklich keinen Deut besser macht, denn: Was ist bösartiger, politische Diffamierung oder eine sexuelle Diffamierung?

          Besonders ekelhaft:

          http://www.aliceschwarzer.de/artikel/newton-kunst-oder-propaganda-263514

        • Dagegen ist das hier ein Lüftchen im Wasserglas.

          Das sehe ich auch so. Die allerwiderlichste Form des Mobs ist der Lynchmob, und beispielsweise das, was die zweite Welle in den 1980ern als Mißbrauchshysterie losgetreten hat kommt dem schon _sehr_ nahe.

          Wie harmlos ist es dagegen, von einer feministischen Veranstaltung ausgeschlossen zu werden?

        • ..es hat halt schon was sehr komisches, wenn eine der ekelhaftesten feministischen Hetzerinnen sich über „Hetzfeminismus“ aufregt.

          Und dem Grunde nach finde ich die Rassismusvorwürfe speziell gegen ihre Person ziemlich berechtigt, weil sie eben in Südstaaten-Lynchmobmanier an den männlichen Sexdämon anknüpft.

          Was die Kulturrelativsten draus machen ist eine andere – nicht meine – Sache.

      • Eine Sache hat mich doch überrascht:

        „das Venuszeichen …. das seit Ende der 1960er Jahre international für die Frauenbewegung steht (und auch das Symbol von EMMA ist)“

        Also *kein* Verweis auf die biologische Verwendung des Symbols, sondern auf die astronomische… um so den Vorwurf zu neutralisieren, man schliesse diejenigen aus, „die sich nicht als Frauen definieren“.

        Welch eine entgegenkommende Geste.

        http://www.emma.de/artikel/berlin-die-hetzfeministinnen-333911

    • Stimmt, nach feministischer Logik ist Kritik ein Zeichen dafür das man Richtig liegt und umso mehr Kritik es gibt desto richtiger liegt man. So einen Scheiß kann man sich nicht zum Spanß ausdenken.

      Vielleicht haben die sich das von den Leuten abgeschaut, die denken dass die Erde eine Scheibe ist.

  27. via Genderama:

    Frauen sind kooperativ, fürsorglich und bescheiden, Männer durchsetzungsstark, konfliktfreudig und risikobereit – so weit das Klischee. Eine Forschungsgruppe der Universität Hohenheim kommt in einer aktuellen Studie über die Persönlichkeiten von Führungskräften in deutschen Unternehmen, die in der neuen Ausgabe des Harvard Business Managers (Erscheinungstermin: 17. Januar) vorgestellt wird, zu vollkommen anderen Ergebnissen. Managerinnen gleichen ihren männlichen Kollegen in Sachen Narzissmus und Psychopathie. „Es hat uns überrascht zu sehen, dass Managerinnen auch dunkle Seiten haben und damit Männern in nichts nachstehen“, so Autor Christian Mai.

    http://genderama.blogspot.de/2017/01/mannerrechtler-doku-zum-besten-film.html

    Ich würde mal behaupten dass das einzige überraschende daran ist, dass die Forscher überrascht sind. In welcher Welt muss man den leben um zu denken das Frauen nicht total scheiße sein können.

    • Näheres hier:

      https://www.insidehighered.com/news/2017/01/16/anthropology-groups-organize-foucault-read-inauguration-day

      ‚Society Must Be Defended‘ Anthropologists and other scholars plan read-in of Michel Foucault to mark inauguration of Donald Trump.

      „The read-in idea is being backed not only by the scholars who have organized the events but by the popular anthropology blog Savage Minds and the journals American Anthropologist, American Ethnologist, Cultural Anthropology and Environment and Society.“

      “ … it demands we simultaneously consider the interplay of sovereign power, discipline, biopolitics and concepts of security, and race.“

      “ …. the paradoxical nature of the regime of biopower, which kills, or lets die, to improve life and concludes that it is through the dividing practice of racism that the state attempts to square the circle …“

      Und dabei merken sie entweder nicht, dass sie es selbst sind, die so verfahren oder sie lügen auf die unverschämteste Weise…..

  28. Der Film Avatar verherrlicht den Verrat… So, dass niemand das so recht mitbekommt, worum es diesem Film eigentlich geht. Dieser Film ist eine perfektes Symbol für den Geist der ausgehenden US Administration.

    Als Abschlussleistung hebt Obama die Strafe für einen einsitzenden Verräter auf (übrigens transsexuell).

        • Obama macht jetzt Vollsabotage des „Westens“. Deshalb ist er ja auch die Messiah-Figur der „progressiven Linken“.

          Daraus können sich ganz handfeste bürgerkriegsähnliche Zustände entwickeln zumindest wie in den 70ern, der Wille dazu scheint von den „Progressiven“ aus da zu sein.

        • „Wahrscheinlich werden auch die Büros nicht gereinigt.“

          Wenn das die US-Botschaften betrifft, dann kann man das verstehen, haha.

          Hoffentlich kommt ein radikaler Kurswechsel der US-Aussenpolitik, wie versprochen.

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