„Ein „Ich habe einen Freund“ wirkt besser als ein „ich will nicht“, weil Männer den Freund respektieren, aber nicht die Frau“

Die feministische Vorstellung, dass „ich habe einen Freund“ einen Flirt nur deswegen eher beendet, weil man einen Mann respektiert, aber nicht die Frau, die sagt, dass sie nichts will, war hier schon einmal Thema.

Ich fand diese wesentlich kürzere Antwort darauf aber irgendwie durchaus passend:

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13 Gedanken zu “„Ein „Ich habe einen Freund“ wirkt besser als ein „ich will nicht“, weil Männer den Freund respektieren, aber nicht die Frau“

  1. Nun gut ein Bisschen Wahrheit steckt dort schon dahinter. Historisch betrachtet kann der „Freund“ dir gut einen auf die Fresse geben oder schlimmeres. Ein Risiko, dass man normalerweise nicht eingeht.

  2. Verstehe ich nicht, wo ist das Problem?
    Männer haben oft den Grundsatz sich nicht in anderer Leute Beziehungen einzumischen. Frauen vermutlich auch.
    Daß das bei Männer i.d.R. bedeutet die Beziehungen männlicher Bezugspersonen zu respektieren, liegt in der Natur der Heterosexualität.
    Wieso man deshalb einen harmlosen Flirt beenden sollte, kapiere ich gar nicht.
    Und gibt es irgendeinen interessanten Hinweis darauf, daß das bei den Mädels anders ist, nur eben mit umgekehrten Vorzeichen?

  3. Haha und umgekehrt „I have a girlfriend, wanna fuck?“ steigert die Tatsache das man eine Freundin hat, die Attraktivität des Mannes.

  4. Es gibt m.E. mehrere Gründe, warum das gut funktioniert:

    1) Es ist eine „freundliche“ Abfuhr, derjenige kann sich einreden, dass er schon eine Chance gehabt hätte, wenn sie noch frei gewesen wäre. Man darf den enorm negativen psychologischen Effekt einer Abfuhr nicht vergessen, das kann richtig krank und aggressiv machen, wenn es immer wieder passiert. Männer sind ja auch nur Menschen und auf der sozialen Schiene ohnehin oft unbeholfener. In so einer Situation ergreift man(n) jeden Strohhalm um die positive Eigensicht wahren zu können.

    2) So gut wie niemand will sich Ärger mit einem Freund einhandeln, allerdings würde ich nicht darauf wetten, dass tatsächlich alle Männer ein direktes Fi*kangebot ablehnen (die Wahrscheinlichkeit damit durchzukommen, ist ja viel höher, als bei einer längeren und unbefriedigenden Doppelbeziehung). Und wenn doch, dann hauptsächlich deshalb, weil sie sich veralbert vorkommen. Vermutlich der Hauptgrund, warum zu offensive Angebote von Frauen idR abgelehnt werden. Zu recht, denn ernst wäre der Vorschlag, in diesem Fall, ja auch nicht gemeint.

    3) Spielt das „sie möchte gerne umworben und überzeugt werden“, dann keine Rolle mehr. Es ist nicht die Frau, die nicht respektiert wird, sondern ihre Aussage. Eine rein empirische Erkenntnis, dass Aussagen von Frauen im Gefühlsbereich nicht viel taugen. Meine Mutter hat sogar mit der Aussage, sie wolle in ein Kloster gehen, versucht meinen Vater zu vermehrter Initiative anzuregen und sich dann gewundert, dass es das Gegenteil bewirkte. Na ja, irgendwie haben sie es ja dann doch auf die Reihe bekommen 🙂

    Im Übrigen würde ich alle Frauen warnen, Männer von vornherein wie Idioten zu behandeln. Es gibt durchaus Typen, die sowas nicht verkraften und nicht immer richtet sich die Aggression, in Form einer Depression, gegen den Mann selbst. Eine Frau anzusprechen ist für die allermeisten (vor allem jungen) Männer eine echte Stresssituation, den Mut sollte man würdigen, nicht lächerlich machen.

    • Ich denke, das sind die wesentlichen Aspekte.

      Zu Punkt 3) oben würde ich noch ergänzen: Bei einer Aussage der umworbenen Frau „Nein“, „Ich will nicht“ od.dgl. sind sich viele Männer einfach nicht sicher, ob das wirklich eine belastbare Aussage darstellt, und ob es wirklich sinnvoll ist, seine Werbungs-Versuche schon einzustellen.

      Und wenn Männer sich von einer solchen Abfuhr eben noch nicht entmutigen lassen, dann hat das nichts mit mangelndem Respekt gegenüber Frauen zu tun, sondern mit der belastbaren Erfahrung, daß Frauen häufig – nicht immer – mit „Nein“ eben nicht Nein, sondern sowas wie „mal sehen“, „das kommt darauf an“, „muß ich selber erst noch klarkriegen“ meinen.

      Bei mir kam es als Junge im zarten Mannesalter zu einer Familienkrise, als meine Mutter mir ganz selbstverständlich erzählte, daß sie in früheren Jahren grundsätzlich immer „Nein“ gesagt hätte und dies auch heute noch für richtig hielte.

      Um noch an die abschließende „Warnung“ („Männer von vornherein wie Idioten zu behandeln“) anzuknüpfen: Es scheint mir ein sicheres Zeichen von mangelndem Respekt zu sein, wenn eine Frau bei einem Bewerber, den sie eigentlich ganz nett findet (oder ganz lustig, oder …), trotzdem mit „Nein“ reagiert.

      Den Grund dafür hat Androsch im seinem letzten Satz genannt. Ergänzend kann man hinzufügen: Es gibt kaum eine Angst beim Menschen, die größer ist, als die Angst bei einer Herzensangelegenheit abgewiesen zu werden. Diese Angst hat zur Folge, daß die Werbung vieler Männer um ihre Auserwählte sich im bloßen Denken an diese Frau erschöpft. D.h., de facto findet keine Werbung statt, weil der betreffende Mann Angst davor hat, abgewiesen zu werden. Wenn Frauen wirklich so sensibel und taktvoll sind, wie sie in den Medien dargestellt werden, dann sollten sie in ihrer Reaktion dieser „Stresssituation“ Rechnung tragen.

  5. Selbstverständlich greifen Feministinnen in ihrem Alltag nie auf Notlügen zurück um unangenehme Situationen so zu lösen, dass beide beteiligten Seiten ihr Gesicht wahren. Sie sind immer brutalst ehrlich. Z.B. beim shoppen mit der Freundin sagen sie nie: „Die Farbe des Kleids steht dir nicht“, sondern „Boah du fettes Walross, du siehst aus wie ne Presswurst, nimm mal ab!“

    PS: Nee stimmt, sie sagen wohl meist: Das kannst du tragen, du siehst super darin aus.

  6. Wenn ich durch ne Fressmeile laufe und mich die Touristenfänger in ihre Restaurants ziehen wollen, kommt es komischerweise auch besser zu sagen „ich habe schon gegessen“ als „ich mag dein Essen nicht“.

    Das würde ich natürlich nie aus reiner Höflichkeit tun oder weil es schlicht meinen fehlenden Bedarf an einem von mir gar nicht geprüften Angebot wesentlich plausibler macht, sondern weil sicherlich (meiner Projektion nach) mir gegenüber kein Respekt vorhanden ist, nur gegenüber einem anderen Wirt.

    Dumm. Dümmer. Feminismus.

    • Zumal eben die Aussage viel mehr Gewicht hat, das ist auch der Grund warum sie besser funktioniert.

      Woher will sie so genau wissen, dass er nicht interessant ist, ohne ihn zu kennen? Wieviele Verkaufsgespräche beginnen mit anfänglicher Ablehnung, wieviele Eroberungen (!) mit anfänglicher Abwehrhaltung?

      Jemanden zu überzeugen, der ein solches Produkt schon hat, bzw eine Frau die vergeben ist und das demonstrativ gleich signalisiert, ist in den meisten Fällen aussichtslos.

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