January Jones und die Vorteile davon, ein Kind ohne Vater zu erziehen

In einem Interview mit „Red“ sagte die Schauspielerin January Jones einiges dazu, wie sie ihren Sohn ohne Vater erzieht:

Xander is still surrounded by strong women. “Maybe too much,” she smiles. Four of her closest girlfriends all had their children at the same time. She counts Rose Byrne and Amy Adams as inner circle, and follows Naomi Watts, Diane Kruger and Marion Cotillard on Instagram. She likes powerful women. “Maybe I should get a manny soon,” she says, a tad concerned. “But Xander has a lot of bro time with the neighbour dads and my dad, who is super young.”

Es ist also nicht, so, dass das Kind gar keine Männer um sich hat.

“It’s good to have strong women around a man,” she continues. “To teach him to respect women. He doesn’t have a male person in his life saying ‘don’t cry’ or ‘you throw like a girl’. All those shitty things dads accidentally do.” Her male friends “want to be around him because he’s such a fun kid”, but she’s candid about the fact that she doesn’t have a partner.

Ich finde es immer interessant, dass Leute meinen, dass nur Männer so etwas sagen und „starke Frauen“ die Geschlechterrollen nicht darstellen und verstärken können. Immerhin werden genug Frauen auch Sätze wie „du bist doch schon ein großer Junge“ sagen oder anderweitig deutlich machen, dass sie weinerliche Jungs nicht gut finden.

Imagining her, night after night, watching TV and going to bed alone makes me push her on the absent man question. Her eyes roll. “The moment I see someone who I think is cute, I google him and, oh, he’s 25, and I’m thinking, what is my problem?!” She’s laughing a lot now. “My sister, too. She lives in LA and we both like tattoos, guitar, kinda dirty…” I say, what’s wrong with younger rocker men, surely the sex would be great? And she says, “Is the sex great though? Do they know what they are doing? I guess you can teach them. I guess they are mouldable. But I want a manly man in flannel, with a beard and an axe. But then there’s always something wrong with him. Like he’s a Republican.”

Auch interessant: Sie will einen „manly man“, aber es sind die Männer, die ihrem Sohn beizubringen drohen, dass „nicht männliche Männer“ ein Problem sind. Es ist schade, dass ihr dieser Widerspruch so erst einmal gar nicht auffällt.

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47 Gedanken zu “January Jones und die Vorteile davon, ein Kind ohne Vater zu erziehen

      • Wobei „axe“ hier „Gitarre“ bedeutet. Das Problem mit Gitarristen, wenn sie denn berühmt sind, ist dass mehr Frauen auf sie abfahren und er bald merkt, dass diese Frau nicht so besonders ist, bzw. dass die grössere Auswahl seine animalischen sexuellen Triebe fördert. 😉

        • @Yeph

          Oder er hat dann ein Problem, wenn er rechnen, lesen und schlussfolgern kann.

          Sie ist eine 39 Jahre alte allein erziehende Mutter mit einem 5-jährigen Sohn – *meine* Hormone werfen spontan *kein* Konfetti.
          Ihrem zukünftigen Ex-Freund stellt sie die gewünschte Beziehung so vor:

          „It would have to be someone so amazing that I would want to make room. Someone who would contribute to my happiness and not take away from it. I realise I have very high expectations and will probably have to compromise – but my life is so full.“

          I, my, I, I,my.
          Zwei Sätze für eine Beziehung zwischen zwei Menschen, in dem es um *den Mann* in dieser Beziehung gar nicht gar nicht, dafür *ausschließlich um sie* geht.

          Nachdem sie also ihren Narzissmuss da platziert hat, wo er als Charaktermerkmal am wenigsten sichtbar ist, nämlich oben und unten vorne und in der Mitte, stellt sie noch einmal dar, wofür die traditionelle, aber *latent* rebellische Männlichkeit (Stichwort: Flanellhemd, Bart und Gitarre) benötigt wird:

          „I mean, I’m an emotionally immature person. I’m an actor for God’s sake. I see myself behaving like a child all the time.

          Only this morning, she threw her toys out of the pram. “I made Xander eggs, toast, a smoothie. And he spat out his blueberries, threw the eggs into the sink, was playing with his toast, and I just lost my shit. I was like, ‘Mummy made this breakfast for you!’ And he was like, ‘I don’t want it.’ And I took the plate and threw it in the garbage, in tears. I’m fighting with a five-year-old and acting like one. Someone needs to be the mature one here, but I had a full tantrum.”

          Männlicher und väterlicher Stoizismus und zwar jede Menge davon – schließlich hat er es mit *zwei Kindern* zu tun.
          Und eines davon möchte permanent in der Ansicht bestätigt werden, dass es von ihm als „strong woman“ wahrgenommen wird. Stelle ich mit erfüllend vor – wenn ich dafür mit sehr, sehr, sehr viel Geld entschädigt werde.

          Allein erziehende Mutter und Single ist für sie m.E. eine realistische Lebensperspektive.

          Gruß crumar

        • „Wobei „axe“ hier „Gitarre“ bedeutet.“

          Das ändert ja alles (und der Text-Kontext macht auch Sinn)! 🙂

          Das ist ja alles toll, nur für die Tussi leider nicht: „But then there’s always something wrong with him.“

          So einen wie den da würd sie bestimmt auch auf der Stelle rausschmeissen….

          http://www.youtube.com/watch?v=IPtv14q9ZDg

          „my girl called me a disgrace ….“

        • „It would have to be someone so amazing that I would want to make room. Someone who would contribute to my happiness and not take away from it. I realise I have very high expectations and will probably have to compromise – but my life is so full.“

          Und als Gegenleistung bietet sie was?

          Immer wieder….

  1. der einzige Grund, den sie dafür anbringt, warum es gut ist einen Jungen ohne Vater zu erziehen, ist, dass man niemanden neben sich hat, der sagt „heul nicht“, na ie geil ist dass denn? vielleicht schreibe ich mal arum es gut ist meine Tochter ohne Mutter zu erziehen, weil es gut ist, wenn ihr niemand sagt: „Du bist zu dick“ oder zieh dich doch nicht immer ie ein Junge an“ oder irgendwas ähnlich dämliches, was Mütter immer so aus versehen raushauen.
    man wann merken Reporter eigentlich mal, dass Schauspieler nur weil sie ihr Gesicht mit dem Ausdruck emotionaler Tiefe in die Kamera halten können, deswegen in Alltagsfragen nicht weniger dummes Zeug reden, als jede x-beliebige HartzIv empfangende Alleinerzieherin.

    • „man wann merken Reporter eigentlich mal, dass Schauspieler nur weil sie ihr Gesicht mit dem Ausdruck emotionaler Tiefe in die Kamera halten können, deswegen in Alltagsfragen nicht weniger dummes Zeug reden, als jede x-beliebige HartzIv empfangende Alleinerzieherin.“

      Made my day! 😀

    • man wann merken Reporter eigentlich mal, dass Schauspieler nur weil sie ihr Gesicht mit dem Ausdruck emotionaler Tiefe in die Kamera halten können, deswegen in Alltagsfragen nicht weniger dummes Zeug reden, als jede x-beliebige HartzIv empfangende Alleinerzieherin.

      Einen ähnlichen Gedanken hatte ich schon öfters. Warum werden solche „Berühmtheiten“, vor allem die in Hollywood gemachten, ständig zu politischen Themen befragt?

      Und dann der US-Wahlkampf. Mit ganz wenigen Ausnahmen alle zu 100 % hinter Clinton. Ich verstehe ja, wenn da jemand Trump nicht mag und ihn nicht als Präsidenten sehen will. Aber Clinton anzupreisen, als sei sie der grösste denkbare Glücksfall, der bestqualifizierte Kandidat seit es Präsidentschaftswahlen gibt, das ist einfach nur lächerlich.

      Hollywood ist eine Bewusstseinsindustrie. Hat schon mal jemand hier den äusserst erfolgreichen Film „Avatar“ etwas eingehender betrachtet? Insbesondere, was in dem Film männlich und was weiblich konnotiert wurde? Ergibt ein paar interessante Einsichten.

      • „Hollywood ist eine Bewusstseinsindustrie. Hat schon mal jemand hier den äusserst erfolgreichen Film „Avatar“ etwas eingehender betrachtet? Insbesondere, was in dem Film männlich und was weiblich konnotiert wurde? Ergibt ein paar interessante Einsichten.“

        Lass mich raten: Die gute, weibliche, unverdorbene Natur des Planeten wird von den bösen, männlichen, hochtechnisierten Kolonisatoren vergewaltigt?

        • Das ist sehr gut geraten!

          Es geht aber noch weiter: Der männliche Held ist einer, der sich von der dunklen Seite der Macht (Kolonialismus, Militarismus, Profitgier, Umweltzerstörung etc.-alles männlich konnotiert) zur hellen Seite der Macht hinwendet. Widersprüchlich ist allerdings, dass er als Krieger für das Weibliche zum Helden wird und nicht etwa durch die Anwendung weiblich konnotierter Eigenschaften. Es ist nicht etwa so, dass er auf dem Stützpunkt in Pandora Gendertoiletten einführt und die Militaristen dort mit einer Bachblütentherapie heilt, nein, da ist schon Handfesteres erforderlich.

          Der gleiche Regisseur – James Cameron – hat auch den Film „Titanic“ verbrochen. Das ist der Film für die Trullas dieser Welt. Der männliche Held opfert sein Leben für Sie, die, jetzt bitte nicht lachen, die wahre Liebe Reichtum und Wohlstand vorzieht, womit der Film unter „Fantasy“ eingeordnet werden darf. Wie gesagt: Bewusstseinsindustrie.

        • @Pjotr

          Deine Schlüsse:

          „Der gleiche Regisseur – James Cameron – hat auch den Film „Titanic“ verbrochen. Das ist der Film für die Trullas dieser Welt. Der männliche Held opfert sein Leben für Sie, die, jetzt bitte nicht lachen, die wahre Liebe Reichtum und Wohlstand vorzieht, womit der Film unter „Fantasy“ eingeordnet werden darf.“

          sind zwar gut, aber m.E. noch nicht präzise genug.

          Der Film ist selbstverständlich eine „Konstruktion“ in dem Sinne, dass er die Bedürfnisse der Zuschauerinnen zu erraten und zu bedienen versucht:

          Die Heldin wird in dem Film dargestellt, als würde sie dies Opfer zu Gunsten ihrer Liebe bringen wollen und eine höhere Macht habe dies eben verhindert.
          Die höhere Macht in Gestalt der NATURGEWALT Eisberg hat demnach verhindert, dass sich die *andere hohe Macht* der Naturgewalt der Liebe über die Klassenschranken hinweg durchsetzt.

          Aber leider kam – wie gesagt – ein Eisberg dazwischen.
          Der Witz ist, alle Zuschauer wissen, dass das Ende der Titanic UNAUSWEICHLICH ist.
          Der Regisseur weiß dies auch und erfindet ein sexistisches Märchen – ein weiteres Blatt im bürgerlich-feministischen Ausredenkalender – in dem die Naturkatastrophe über die Liebe als Naturgewalt (beliebtes bürgerliches Ammenmärchen) jenseits von Klassenschranken einbricht.

          Der männliche Held des Films opfert also im Film sein Leben für die Heldin nicht aus männlichem Pflichtgefühl oder aus Liebe.
          Sondern die Konstruktion des Regiesseurs gibt dem Tod des Helden einen verborgenen Sinn – um nämlich die Heldin VOR SICH SELBST zu retten.
          So lange er lebt und die Fahrt dauert, ist ihr Verzicht imaginär, kommt das Schiff an (wir wissen bereits, das wird es nicht) oder überleben beide, dann besteht die Gefahr, dass sie an dem eigenen Anspruch scheitert.

          Er MUSS sterben, damit die Heldin nicht gezwungen ist, den realen Verzicht auf ein Leben in Reichtum und Wohlstand in die REALITÄT umzusetzen.
          Camerons Konstruktion und Eingriff zielt also darauf ab, sie vor dem Einbruch der Realität in ihre Traumwelt zu schützen, welche zugleich – retrospektiv – als real vorgestellt wird.

          Gruß crumar

        • @crumar

          „Die höhere Macht in Gestalt der NATURGEWALT Eisberg hat demnach verhindert, dass sich die *andere hohe Macht* der Naturgewalt der Liebe über die Klassenschranken hinweg durchsetzt.“

          Es war *der* Skandal damals, nach dem Titanic-Unglück, dass diese brutale Naturgewalt auch die Zivilisation ausser Kraft setzte und das Gentleman-Verhalten von „Frauen und Kinder zuerst“ nicht konsequent durcherzerziert wurde und zahlreiche männliche Passagiere der ersten Klasse in den Rettungsbooten unterkamen. Dies wurde natürlich als ein Klassenproblem hingestellt.

          Kommt mir so vor, als könnte das Motiv mit der „Liebe über die Klassenschranken“ hier so eine Art mieser Geschlichtsklitterung sein….

          Instinktsicher hab ich mir den nie angesehen, nie antun wollen 🙂

        • crumar,

          sehr schöne Interpretation.

          Der Film bedient damit die Sehnsüchte von Frauen, sich doch mal abseits von normativen Zwängen der Liebe hingeben zu dürfen.

          Die Konstellation „Sie überlebt, wird steinalt, hat es sogar geschafft sich der Fremdbestimmung zu entziehen und ein eigenes Leben zu leben“ rundet die Identifikationsfigur schön ab.

          Großes Dramakino.

        • Last Samurai

          kitsch-as-kitsch-can. Dieser Film ist der grösste Kitsch, den ich je gesehen habe. Glorifizierung von totalverblödetem militärischen Ehrenkodex. (Ich spreche von dem Film mit dem Scientology-Samurai).

          Pocahontas – in mancher Hinsicht die Vorlage für Avatar

          Der mit dem Wolf tanzt. Pädagogisch sehr wertvoll … gäääähn.

        • Er MUSS sterben, damit die Heldin nicht gezwungen ist, den realen Verzicht auf ein Leben in Reichtum und Wohlstand in die REALITÄT umzusetzen.

          @ crumar

          Ich bin mir jetzt nicht ganz sicher, aber sie ist doch nicht zu ihm zurückgekehrt. Hat sie denn , soweit das aus dem Film erkennbar wird, in Reichtum oder Armut gelebt? War sie von Haus aus wohlhabend oder nur durch ihren Mann?

          Tatsächlich ist der ideale Liebhaber und Mann im Film Titanic ein Toter, auf den die Frau alle ihre Idealvorstellungen projezieren kann, ohne dass die Realität in diesen Traum einbrechen kann. Insofern sehe ich das auch so: Sein Tod hält den Traum vom makellosen Prinzen aufrecht. Ich sehe den Traum eher als den Traum vom Ideal des Mannes und Liebhabers, der alles für die Frau tut und selbst sein Leben gibt und das ohne Klage. Und die Frau, was gibt sie? Ihre Liebe. Das muss genügen. Und sie verzichtet auf Wohlstand, was doch als unwiderlegbarer Liebesbeweis gelten kann. Naja, ein grosser Klunker bleibt ihr. Wäre auch zu brutal, wenn sie den auch noch verloren hätte!

          Ich kenn da eine, die hat den Film sieben- oder achtmal gesehen – im Kino!

        • @alle vorherigen zusammen (leider wenig Zeit)

          „Es war *der* Skandal damals, nach dem Titanic-Unglück, dass diese brutale Naturgewalt auch die Zivilisation ausser Kraft setzte und das Gentleman-Verhalten von „Frauen und Kinder zuerst“ nicht konsequent durcherzerziert wurde und zahlreiche männliche Passagiere der ersten Klasse in den Rettungsbooten unterkamen. Dies wurde natürlich als ein Klassenproblem hingestellt.“

          Zunächst wurde es als Klassenproblem hingestellt an Hand der Überlebenden aus der 1. Klasse versus der aus allen anderen Klassen. Dann jedoch hat Arne Hoffmann dargestellt, dass selbst eine Frau aus der 3. Klasse eine höhere Überlebenswahrscheinlichkeit hatte als ein Mann aus der 1.
          Diesen „selbstmörderischen Altruismus“ haben uns Feministinnen nie verziehen. 😉

          „Der Film bedient damit die Sehnsüchte von Frauen, sich doch mal abseits von normativen Zwängen der Liebe hingeben zu dürfen.“

          Wobei es das Drama „Liebe überwindet Klassenschranken“ und „normative Zwänge“ *mit* Happy-End für Frauen natürlich gibt. Aber eben nur für Frauen: „Pretty Woman“.
          Interessant ist hier (u.a.), dass letztlich noch einmal „Pygmalion“/“My Fair Lady“ noch einmal neu aufgewärmt worden ist.

          Anyway: Vergleicht man unter diesem Gesichtspunkt beide Filme, dann wird klar, dass die Regiesseure messerscharf geschlossen haben, welche der beiden Szenarien *nach Geschlecht* für die Zuschauer REALISTISCH und demnach – mit Bezug auf deren Lebenswelt – GLAUBWÜRDIG sind.

          „Insofern sehe ich das auch so: Sein Tod hält den Traum vom makellosen Prinzen aufrecht.“

          Es gibt in Titanic die wunderbare Szene, in der sie bereits im Wasser sind – er IM Wasser und sie AUF einem Schwimmkörper.
          Sie fleht ihn an nicht zu gehen, während sie *zugleich* seine bereits erstarrten Finger vom Rand pult und er in die Tiefe versinkt.
          D.h. ihre *tatsächliche Handlung* steht in starkem Kontrast zu dem, was sie *verbal* (als Traum) äußert.

          Gruß crumar

  2. Der arme Junge.

    Jungs ohne Vater haben es nie einfach, zumindest wenn eine Trennung der Grund ist.

    Zu offensichtlich der Fakt, dass ihre geliebte Mutter mit dem männlichen Geschlecht nicht klarkommt und es für ihr Leben für verzichtbar hält (eine Verletzung des Selbstwertgefühls des heranwachsenden Mannes, welche den meisten Müttern gar nicht bewusst wird) ODER (wahrscheinlich seltener, die meisten Scheidungen gehen von Müttern aus) der Vater es für verzichtbar hält, sich um ihn zu kümmern (ebenfalls eine Verletzung des Selbstwertgefühls).

    Spätestens in der Pubertät, in der es ohnehin zur Abnabelung kommt, rebellieren solche Jungen dann oft besonders heftig. Sich selbst konstruktiv zu definieren, insbesondere zum anderen Geschlecht, fällt doppelt schwer.

    Ich kannte mal eine geschiedene Tierärztin, der Junge am Gymnasium hatte immer gute Noten und war unauffällig, bis er, von einem Tag auf den anderen, nicht mehr in die Schule gegangen ist und nur noch Computer spielte (er muss so 15 oder 16 Jahre alt gewesen sein). Ich sollte da als Mann tröstend einwirken, was aber komplett chancenlos war, da er sich nicht erklären oder irgendwie emotional öffnen wollte und konnte, mir (als fast Fremden) gegenüber wahrscheinlich noch weniger, als gegenüber seiner Mutter.

    Unangenehm, ich habe lange darüber gegrübelt, was wohl der konkrete Grund war.

    Die Frau war komplett hilflos. Im geschlechtsreifen Alter war der Junge ihr nicht mehr intuitiv verständlich, nimmt Frauen zunehmend nicht mehr ernst (wie alle Jungen in dem Alter) und körperlich unterlegen ist sie dann auch noch. Kommen noch Verletzungen dazu (Zurückweisung von der Angebeteten usw.) die vielleicht auch noch auf die Mutter projeziert werden, kann sich das richtig böse hochschaukeln.

  3. “It’s good to have strong women around a man,” she continues. “To teach him to respect women.

    Das schlägt doch dem Fass den Boden aus. Ich lach mich tot weil es mir im Hals stecken bleibt ….. könnte direkt aus Vilars Feder stammen „Der dressierte Mann“ und dann später jammern sie weil es die echten heroinsüchtigen stinkenden Rockstars nicht mehr gibt, nur noch diese tuntigen Pseudojunkies, wie Wes Borland oder Johny Depp, echte Memmen halt:

    oder

  4. Sollen ruhig so weitermachen, das wird klasse.
    Seelisch deformierte Jungs haben wir schon genug, die fehlen ja schon in Handwerk und Industrie und die Mädels landen in Scharen auf BDSM – Datingseiten und suchen ’starke Daddys‘. (DD/lg-Beziehungen sind grade der Renner)

    Goldene Zeiten für ältere Herren.

    In 10 Jahren allerdings, wenn die letzte leistungsfähige Generation Männer langsam in Rente ist, wirds düster.

  5. It’s good to have strong women around a man,” she continues. “To teach him to respect women. He doesn’t have a male person in his life saying ‘don’t cry’ or ‘you throw like a girl’. All those shitty things dads accidentally do

    Mal von Vätern abgesehen, die wirklich einen schlechten Job machen, demonstriert das Statement recht schön, warum es vielleicht doch nicht schlecht wäre, hier einen Mann in der Nähe zu haben, der mit dem Jungen redet.

    Denn auch ein verständnisvoller Vater, der sein Kind in keine Rolle zwingen will, wird einem Jungen was zum Thema weinen sagen müssen, einfach um ihn auf die Realität vorzubereiten.
    Ein Prinzipielles „don’t cry“ ist zwar schon etwas kritisch, Imho, aber immer noch besser als die naive Behauptung, es würde ihm irgendwie helfen.
    Denn – und ich glaube, das ist eine Erfahrung, die Mädchen eher weniger machen als Jungen – weinen „funktioniert“ bei Jungen nicht.

    Die Empathie, die ein weinender Junge, geschweige denn ein weinender männlicher Jugendlicher, hervorruft, ist zu vernachlässigen, die negativen gesellschaftlichen Folgen dadurch, dass er seine Schwachstellen demonstriert enorm.

    Ein verständnisvoller Vater würde dem Kind klar machen, dass es nicht schlimm oder falsch ist, dass es weint oder weinen will, aber auch beibringen, das Weinen zu Kontrollieren, wenn es sein muss, und klar machen, dass die Welt in der Hinsicht nicht gerecht ist, er nicht erwarten kann, dass seine Tränen bei dritten vergleichbare Beachtung finden wie die seiner Schwester, und es besser sein kann, die Tränen zu unterdrücken bis man in Sicherheit ist.

    Um mal eine Analogie zu bringen: Ich bin der Meinung, dass es keinerlei negative Folgen für einen Jungen haben sollte, wenn er weint, oder wenn er in einem rosa Kleid zur Schule kommt.
    Trotzdem wäre es schon ziemlich grausam, ihn in diesem Kleid zur Schule zu schicken.
    Oder ohne ein ausreichendes Maß an Selbstbeherrschung.

    • *Ein verständnisvoller Vater würde dem Kind klar machen, dass es nicht schlimm oder falsch ist, dass es weint oder weinen will, aber auch beibringen, das Weinen zu Kontrollieren, wenn es sein muss, und klar machen, dass die Welt in der Hinsicht nicht gerecht ist, er nicht erwarten kann, dass seine Tränen bei dritten vergleichbare Beachtung finden wie die seiner Schwester, und es besser sein kann, die Tränen zu unterdrücken bis man in Sicherheit ist.*

      Und so eine differenzierte Ausarbeitung wird von dem 3jährigen sicherlich perfekt verstanden, genau so, wie der Vater es gemeint hat.

      • Ach Marenleinchen, wenn Du etwas Erfahrung mit Kindern hättest, dann wüsstest Du, dass nur schon die beruhigende Stimme, die etwas Trost spendet, Wunder wirkt.

      • „Und so eine differenzierte Ausarbeitung wird von dem 3jährigen sicherlich perfekt verstanden, genau so, wie der Vater es gemeint hat.“

        Wird es, schon allein weil es dazu gar keiner „differenzierten Ausarbeitung“ bedarf. So etwas nennt man übrigens umgangssprachlich elterlichen Instinkt.
        Außerdem kennt man sich dann schon ( über ) 3 Jahre und hat eine entsprechende ( auch eine emotionale ) Kommunikationsbasis.
        Du willst nicht wirklich „irgendetwas pädagogisches“ werden, oder?

    • Das ist doch klischeehaft. Ein Kind welches weint, tröstet man. Egal ob Junge oder Mädchen.

      Ausnahme ist lediglich, wenn sie wegen Lappalien rumheulen, was je nach Müdigkeit, Sattigkeit und Stimmung halt vorkommen kann. Manchmal heulen sie auch absichtlich, um bestimmte Ziele zu erreichen, meine Tochter hat das schon super drauf (der Junge brüllt eher und wird wütend, wenn er was will und nicht bekommt, dann bin fast immer ich am Zug, weil meine Frau damit nicht gut umgehen kann).

      Man muss Jungen die Heulerei nicht ausreden oder abtrainieren, zumindest den meisten nicht. Schwäche ist für Jungen fast immer automatisch unangenehm, keine Ahnung warum. Vielleicht so ein Testosteron-Ding. Bei Mädchen ist das irgendwie weniger ausgeprägt, zumindest bei meiner Tochter, die ihre Schwäche teilweise sogar schon bewusst einsetzt (sie ist erst 4 Jahre alt) um uns zu manipulieren. Bei Kindern kann man oft viel über Geschlechtsunterschiede lernen (wobei die Streuung groß ist, jedes Kind ist anders).

      Erziehung besteht eher darin, den Kindern ihre Grenzen zu zeigen und ihnen klar zu machen, was halt auszuhalten ist, was sie nicht bekommen können (das betrifft aber beide Geschlechter) usw. damit sie nicht zu „Schneeflocken“-Mimosen heranwachsen, sondern später mal mit beiden Beinen im Leben stehen können… und dazu kann es halt auch mal hilfreich sein, sie daran zu erinnern, dass sie „keine Babys“ mehr sind oder halt auch „keine kleinen Mädchen“ (was sich selbstverständlich aus Respekt verbietet, wenn ein kleines Mädchen im Haushalt ist 🙂

      • Das ist doch klischeehaft. Ein Kind welches weint, tröstet man. Egal ob Junge oder Mädchen.

        Wo hab ich gesagt, dass man das nicht machen soll?

        Man muss Jungen die Heulerei nicht ausreden oder abtrainieren, zumindest den meisten nicht

        Auch das hab ich nicht gesagt. Im Gegenteil:

        Ein verständnisvoller Vater würde dem Kind klar machen, dass es nicht schlimm oder falsch ist, dass es weint oder weinen will

        Interessant finde ich auch das hier:

        Schwäche ist für Jungen fast immer automatisch unangenehm, keine Ahnung warum […] Bei Mädchen ist das irgendwie weniger ausgeprägt, zumindest bei meiner Tochter, die ihre Schwäche teilweise sogar schon bewusst einsetzt (sie ist erst 4 Jahre alt) um uns zu manipulieren

        Mit Schwäche manipulieren kann nur klappen, wenn der zu Manipulierende sich gezwungen sieht, sie auf seine Kosten zu kompensieren, also empathisch handelt.
        Findet man diese empathie nicht in dem maße vor, ist die schwäche eben einfach nur – eine Schwäche, und der Schwache würde sie opportunerweise nicht zeigen, und es wäre ihm Unangenehm – peinlich – wenn er sieht, dass andere davon wissen.

        Passt exakt auf das, was ich sagte.

  6. Negative Verallgemeinerung über Schwarze oder Moslems sind immer falsch. Negative Verallgemeinerungen über Männer sind kein Problem.

    He doesn’t have a male person in his life saying ‘don’t cry’ or ‘you throw like a girl’. All those shitty things dads accidentally do.”

    Als Mann hast du keine Chance. Von vorn herein startest du mit Minuspunkten. Aber das hat bestimmt nichts damit zu tun das man täglich liest wie nutzlos, ängstlich, hasserfüllt, machohaft, angeberisch, trottelig, gewalttätig und sexisitisch Männer sind.

  7. Was ist eigentlich gegen ein „don’t cry“ einzuwenden?
    Eine der zärtlichsten Versionen eines Versuch Teile eines gefährdeten Urvertrauen zu retten, die ein Elternteil seinem Kind entgegenbringen kann, wenn es berechtigterweise um was-auch-immer trauert. Und das unabhängig vom Geschlecht.
    Und ich bin mir sicher, daß nahezu jedes Kind das auch genau so versteht.
    Was will diese Tussi dem eigenen Kind also entziehen?

    Um mal leicht überspitzt darauf abzuheben, ein Klassiker, der das ganz nebenbei als gegeben voraussetzt:

  8. „Es ist schade, dass ihr dieser Widerspruch so erst einmal gar nicht auffällt.“

    Ist es denn überhaupt ein Widerspruch?

    Die von ihr beschriebene Rolle „Mein Traummann“ ist ja bewusst so ausgelegt, dass sie unerreichbar ist. Damit schützt sie sich ja schon mal selber.

    Und ganz offensichtlich ist diese Rolle in ihren Augen vollkommen von ihrem Kind getrennt zu sehen, auch damit das Kind „ungestört“ seine Rolle spielen kann.

    IHR Kind als IHR Gefühl der Vollständigkeit und IHR Traummann als Mr. Perfect.

    Das Universum dreht sich um SIE

    Egozentrisch und narzisstisch? Hallooo, sie ist Schauspielerin, da gehört sowas dazu 😉

  9. “It’s good to have strong women around a man,” she continues. “To teach him to respect women. He doesn’t have a male person in his life saying ‘don’t cry’ or ‘you throw like a girl’. All those shitty things dads accidentally do.”

    Interessant ist, dass sie die Sprüche der Männer automatisch als negativ abtut. Der erste Spruch ermuntert Kinder, die Zähne zusammen zu beißen, der zweite Spruch, sich zu verbessern. Was ist daran falsch? Eigentlich bestätigt sie damit, dass es besser ist, wenn Kinder ihre Väter in ihrem Leben haben, er motiviert sie, sich zu verbessern. Während Frauen dies, ihrer Meinung nach, nicht tun würden.

    Irgendwo habe ich mal gelesen: Wenn Sie nachts im Haus komische Geräusche hört, dann möchte die Frau nicht mit Ihrem Mann darüber sprechen, dass er auch Angst hat. Sie möchte, dass er nachschaut. Männer weinen nicht und das erwarten Frauen auch.

    • „Wenn Sie nachts im Haus komische Geräusche hört, dann möchte die Frau nicht mit Ihrem Mann darüber sprechen, dass er auch Angst hat. Sie möchte, dass er nachschaut. Männer weinen nicht und das erwarten Frauen auch.“

      Jo und wenn du sie darauf hinweist, heißt es „was soll ich mit einem Mann der genau so viel Angst hat wie ich“ … und man denkt an Estar Vilar

    • „dann möchte die Frau nicht mit Ihrem Mann darüber sprechen, dass er auch Angst hat“

      Angst ist ansteckend, das ist vernünftig. Und ist es nicht auch vernünftig, dass der Stärkere in den vermeintlichen Kampf zieht?

      Davon abgesehen kann eine Frau natürlich auch immer „ihren Mann stehen“ 😉

      • Und ist es nicht auch vernünftig, dass der Stärkere in den vermeintlichen Kampf zieht?

        hmm..? Bist Du militärisch gebildet ?

        Natürlich ist das eine vernünftige Option, es gibt aber auch eine 2. Entscheidungslinie, die durchaus auch bestimmend für die Entscheidungsfindung ist. In bestimmten Situationen ist es sinnvoll das entbehrliche, leicht ersetzbare in den Kampf zu schicken.

  10. Pingback: Fundstück: crumar über Titanic und den bürgerlich-feministischen Ausredenkalender – Geschlechterallerlei

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